1826/2021
Neue Verkehrsführung im Apostelnquartier
KI-Zusammenfassung
Klicken Sie, um eine KI-Zusammenfassung dieses Vorgangs zu erstellen.
KI-Analyse läuft...
vergangen
Was passiert gerade?
- 📄 Dokumente werden analysiert...
- 🤔 KI denkt nach (Reasoning-Modell)...
- ✍️ Zusammenfassung wird geschrieben...
- ⏳ Das dauert etwas länger bei komplexen Dokumenten...
Dieser Vorgang kann 1-3 Minuten dauern. Bitte lassen Sie die Seite geöffnet.
Anlage 1 Prüfung der beschlossenen Verkehrsführung
934 Zeichen
Zufahrt von Süden bis Parkhaus / Ausfahrt nach Norden ab Parkhaus Bereich nach vorgeschlagener Verkehrsführung nicht erschlossen! Öffnung der Richmodstraße könnte Durchgangsverkehr verursachen. 4 betroffene öffentliche Parkhäuser + Kundengaragen, Anlieferungen etc.: Ausfahrt aus dem Quartier nur nach Westen möglich! Zufahrt in wesentliche Teile des Quartiers inkl. 5 Parkhäusern von Magnusstraße nicht mehr möglich! → Verlagerung auf andere Strecken Verkehrsführungkonzept Ehrenstraße/Apostelnviertel – Beschluss der BV 1 vom 21.01.2021 Schule Fahrtrichtung Kfz Bestand Änderungen Autofreier Bereich Anlage 1 © OpenStreetMap-Mitwirkende© OpenStreetMap-Mitwirkende© OpenStreetMap-Mitwirkende VU Apostel-Viertel: Kfz-Verkehrsverlagerungen/Belastungsdifferenzen Planfall Variante 1 (Beschluss BV1) zur Analyse DTVw_Kfz/24h [Mo-Fr] AMT FÜR STRASSEN UND VERKEHRSTENTWICKLUNG - 661/41 1:7500 erstellt am:01.03.2021 Bearb.: MM
Anlage 2 Erste Umsetzungsstufe für das Verkehrsführungskonzept Apostelnviertel
504 Zeichen
Schule Fahrtrichtung Kfz Bestand Änderungen Autofreier Bereich Vorgezogene Drehung der Gr. Brinkgasse wird noch geprüft Anlage 2Verkehrsführungkonzept Ehrenstraße/Apostelnviertel – Vorschlag der Verwaltung – Stufe 1 © OpenStreetMap-Mitwirkende© OpenStreetMap-Mitwirkende© OpenStreetMap-Mitwirkende VU Apostel-Viertel: Kfz-Verkehrsverlagerungen/Belastungsdifferenzen Stufe 1 zur Analyse DTVw_Kfz/24h [Mo-Fr] AMT FÜR STRASSEN UND VERKEHRSTENTWICKLUNG - 661/41 1:7500 erstellt am:28.05.2021 Bearb.: MM
Anlage 4 Prüfung der Sperrung der Straße Am Alten Posthof
460 Zeichen
Schule Fahrtrichtung Kfz Bestand Änderungen Autofreier Bereich Anlage 4Verkehrsführungkonzept Ehrenstraße/Apostelnviertel – Prüfung autofreier Bereich Am Alten Posthof © OpenStreetMap-Mitwirkende© OpenStreetMap-Mitwirkende© OpenStreetMap-Mitwirkende VU Apostel-Viertel: Kfz-Verkehrsverlagerungen/Belastungsdifferenzen Alternative 3 zur Analyse DTVw_Kfz/24h [Mo-Fr] AMT FÜR STRASSEN UND VERKEHRSTENTWICKLUNG - 661/41 1:7500 erstellt am:31.05.2021 Bearb.: MM
Anlage 3 Verkehrsführungskonzept für das Apostelnviertel (langfristig)
451 Zeichen
Schule Fahrtrichtung Kfz Bestand Änderungen Autofreier Bereich Anlage 3Verkehrsführungkonzept Ehrenstraße/Apostelnviertel – Vorschlag der Verwaltung – Stufe 2 © OpenStreetMap-Mitwirkende© OpenStreetMap-Mitwirkende© OpenStreetMap-Mitwirkende VU Apostel-Viertel: Kfz-Verkehrsverlagerungen/Belastungsdifferenzen Alternative 4 zur Analyse DTVw_Kfz/24h [Mo-Fr] AMT FÜR STRASSEN UND VERKEHRSTENTWICKLUNG - 661/41 1:7500 erstellt am:27.04.2021 Bearb.: MM
Beschlussvorlage Bezirksvertretung
26355 Zeichen
Die Oberbürgermeisterin
Dezernat, Dienststelle
III/66/661/3
Vorlagen-Nummer
1826/2021
Freigabedatum
Beschlussvorlage zur Behandlung in öffentlicher Sitzung
Betreff
Neue Verkehrsführung im Apostelnquartier
Beschlussorgan
Bezirksvertretung 1 (Innenstadt)
Gremium Datum
Beschluss:
Die Bezirksvertretung Innenstadt nimmt die von der Verwaltung dargestellte Alternative für eine neue
Verkehrsführung im Apostelnquartier im Bereich Breite Straße/Ehrenstraße gemäß dem Plan in Anla-
ge 3 zur Kenntnis und beauftragt die Verwaltung:
1. Mit der Planung und vorgezogenen Umsetzung von autofreien Bereichen auf der Ehrenstraße
und Breite Straße – zunächst im Rahmen eines Pilotversuchs ohne Umbau – als Fußgänger-
zone mit Zusatzschild „Radfahrer frei“ sowie begleitender Maßnahmen gemäß dem Plan in
Anlage 2.
2. Mit der Planung der Umgestaltung der Ehrenstraße auf Grundlage des Verkehrskonzepts in
Anlage 3 als Auftrag für die städtebauliche Aufwertung des Apostelnquartiers.
Bezirksvertretung 1 (Innenstadt) 10.06.2021
2
Haushaltsmäßige Auswirkungen
Nein
Ja, investiv Investitionsauszahlungen €
Zuwendungen/Zuschüsse Nein Ja %
Ja, ergebniswirksam Aufwendungen für die Maßnahme 145.000 €
Zuwendungen/Zuschüsse Nein Ja %
Jährliche Folgeaufwendungen (ergebniswirksam): ab Haushaltsjahr:
a) Personalaufwendungen €
b) Sachaufwendungen etc. €
c) bilanzielle Abschreibungen €
Jährliche Folgeerträge (ergebniswirksam): ab Haushaltsjahr:
a) Erträge €
b) Erträge aus der Auflösung Sonderposten €
Einsparungen: ab Haushaltsjahr:
a) Personalaufwendungen €
b) Sachaufwendungen etc. €
Beginn, Dauer
Auswirkungen auf den Klimaschutz
Nein
Ja, positiv (Erläuterung siehe Begründung)
Ja, negativ (Erläuterung siehe Begründung)
Begründung:
Analog zum Verkehrsführungskonzept Altstadt und dem Eigelstein soll auch das Apostelnquartier mit
der Ehrenstraße und der Breite Straße als innerstädtischer Lupenraum für die Ausweisung von auto-
freien Bereichen und einer Aufwertung des öffentlichen Raums betrachtet werden.
Dies bekräftigte die Bezirksvertretung Innenstadt mit ihrem Beschluss vom 21.01.2021 auf Basis des
Antrags Nr. AN/0152/2021. In der vorliegenden Beschlussvorlage werden dabei die Beschlusspunkte
Nr. 1 und 2 des genannten Antrags behandelt. Der Beschluss sieht unter anderem vor, im Bereich der
Breite Straße und der Ehrenstraße eine neue, autofreie Verkehrsführung umzusetzen. Hierzu fasste
die Bezirksvertretung Innenstadt bereits einen Umsetzungsbeschluss für ein durch sie eingebrachtes
Verkehrsführungskonzept. Die Verwaltung hat dieses Konzept umfassend geprüft und einige kritische
Folgen der eingebrachten Ideen identifiziert. Daraufhin hat die Verwaltung ein alternatives Verkehrs-
führungskonzept erarbeitet, welches die wesentlichen Ziele der Bezirksvertretung Innenstadt erfüllt
und verkehrlich verträglich ist.
Die erste Stufe des Verkehrsführungskonzepts lässt sich dabei ohne bauliche Anpassungen des
Straßenraums umsetzen. Darüber hinaus enthält der Beschlussvorschlag den Planungsauftrag für die
3
vorgestellte langfristige Verkehrsführung. Dieses ist zudem auch Grundlage für die anlaufende ver-
kehrliche und gestalterische Optimierung der Ehrenstraße und des Willy-Millowitsch-Platzes.
Bewertung des Verkehrsführungskonzepts der Bezirksvertretung
Die Verwaltung hat das Verkehrsführungskonzept, welches die Bezirksvertretung Innenstadt im Be-
schluss Nr. AN/0152/2021 am 21.01.2021 beschlossen hat, umfassend geprüft. Die Verkehrsführung
sowie die Verkehrsverlagerungen sind in Anlage 1 dargestellt. Rote Balken stellen dabei Verkehrszu-
nahmen in der entsprechenden Straße dar, grüne Balken Verkehrsabnahmen. Die Breite der Balken
zeigt die absolute Höhe der Verkehrszunahmen an. Dabei stellten sich folgende negativen Auswir-
kungen für die verkehrliche Erschließung des Quartiers sowie für die Anwohner*innen dar:
Die Straßen Richmodstraße und Auf dem Berlich zwischen Parkhaus Karstadt und Schwal-
bengasse sowie ein Teil der Helenenstraße werden heute nur über die Breite Straße er-
schlossen. Da diese für den Kfz-Verkehr gesperrt werden soll, wäre der genannte Bereich
nicht erschlossen.
Der Kfz-Verkehr aus der Große Brinkgasse, der Apostelnstraße, der Gertrudenstraße und der
Wolfsstraße könnte das Quartier nur über den Neumarkt zur Hahnenstraße Richtung Rudolf-
platz verlassen. Verkehre Richtung Nord-Süd-Fahrt und Rheinbrücken könnten das Viertel
nicht ohne große, teilweise durch untergeordnete Straßen führende Umwege verlassen. Be-
troffen wären auch vier öffentliche Parkhäuser.
Aufgrund dessen würde der Verkehr auf der Gertrudenstraße um das Zwei- bis Dreifache des
heutigen Niveaus zunehmen. Dies erscheint aufgrund des Straßenquerschnitts nicht verträg-
lich.
Die Zufahrt zu wesentlichen Teilen des Quartiers, inklusive fünf öffentlichen Parkhäusern, ist
nicht mehr von der Magnusstraße kommend möglich. Dies führt zu weiteren Verkehrsverlage-
rungen und Umwegfahrten.
Aufgrund dessen hat die Verwaltung eine Alternative erarbeitet, welche die oben genannten Punkte
berücksichtigt und verkehrlich verträglich ist.
Verkehrsführungskonzept – Vorschlag der Verwaltung – Stufe 1
Die Verwaltung schlägt vor, in einer ersten Stufe verkehrliche Maßnahmen umzusetzen, die keiner
baulichen Maßnahmen bedürfen. Dies geschieht in Vorgriff auf das langfristige Gesamtkonzept und
umfasst folgende Maßnahmen:
Sperrung der Ehrenstraße für den Kfz-Verkehr, Radfahrer frei, Lieferverkehr MO-SA 6-11 frei;
Sperrung der Breite Straße zwischen Willy-Millowitsch-Platz und Richmodstraße für den Kfz-
Verkehr, Radfahrer frei, Lieferverkehr MO-SA 6-11 frei;
Sperrung der Durchfahrt über den Willy-Millowitsch-Platz von Süden nach Norden für den Kfz-
Verkehr. Die Verbindungen von der Apostelnstraße in die Gertrudenstraße über die Südseite
des Platzes sowie von der Albertusstraße in die St.-Apern-Straße auf der Nordseite des Plat-
zes bleiben erhalten. Das Gertrudenparkhaus bleibt über die Südseite des Platzes weiterhin
erreichbar.
Drehung der Gertrudenstraße zwischen Willy-Millowitsch-Platz und Wolfsstraße;
Auflösung der Durchfahrsperre für Verkehre in Süd-Nord-Richtung auf der Richmodstraße in
Höhe des Parkhauses vom Karstadt;
Öffnung der Wolfsstraße für den Zweirichtungsverkehr zwischen den Ausfahrten aus den
Parkhäusern und der Richmodstraße. Dies ermöglicht die Ausfahrt aus den Parkhäusern zur
Magnusstraße und zur Nord-Süd-Fahrt. Dazu muss die Ladezone in diesem Bereich verlegt
werden.
Darüber hinaus wird noch geprüft, ob die Einbahnstraßenrichtung der Großen Brinkgasse auch be-
reits in Stufe 1 gedreht werden kann. Dies hätte Vorteile hinsichtlich der Erschließung des Quartiers
4
und würde den Aufwand der Anpassung des Parkleitsystems reduzieren. Die Stufe 1 des Verkehrs-
führungkonzepts ist in Anlage 2 dargestellt.
Die von der Bezirksvertretung Innenstadt beschlossene Freigabe der autofreien Bereiche zwischen 6
und 11 Uhr neben Lieferverkehren auch für Anwohner*innen kann nicht angeordnet werden. Eine
Freigabe für Anlieger*innen wäre möglich – dieser Begriff würde jedoch alle umfassen, die ein Anlie-
gen in diesem Bereich haben, zum Beispiel Kund*innen. Dies würde den beabsichtigten Zweck der
Maßnahme konterkarieren.
Verkehrsführungskonzept – Vorschlag der Verwaltung – Stufe 2
Darüber hinaus sind folgende weitere Maßnahmen nach Umsetzung der entsprechend zu planenden
baulichen Maßnahmen vorgesehen:
Umbau des Straßenraums und Umsetzung eines verkehrsberuhigten Bereichs auf der Palm-
straße und der Alten Wallgasse im Bereich der Königin-Luise-Schule im Zuge der Erweiterung
der Schule gemäß vorliegendem Konzept zur Verkehrsberuhigung im Schulumfeld;
Sperrung der Benesisstraße und der Alten Wallgasse zwischen Große Brinkgasse und
Gerhard-Winkler-Hof für den Kfz-Verkehr. Dadurch wird der Verkehr vor der Königin-Luise-
Schule weiter beruhigt. Dazu muss zunächst der verkehrsberuhigte Bereich baulich hergestellt
werden, um einen Zweirichtungsverkehr vor der Schule zur Erschließung des Gerhard-
Winkler-Hofs zu ermöglichen;
Drehung der Großen Brinkgasse zur Optimierung der Erschließung des dortigen öffentlichen
Parkhauses (Bazaar de Cologne) sowie der dortigen weiteren Parkplätze. Dazu muss der
Knotenpunkt mit der Apostelnstraße geringfügig baulich angepasst werden;
Sperrung der Pfeilstraße für den Kfz-Verkehr, Radfahrer frei, Lieferverkehr MO-SA 6-11 frei.
Damit wird eine Platzgestaltung an der Kreuzung zur Ehrenstraße ermöglicht. Lieferverkehre,
AWB etc. müssten über die Kettengasse abfließen, wo die Fahrtrichtung gedreht werden
muss. Hierzu muss der Kreuzungsbereich Pfeilstraße/Kettengasse baulich angepasst werden,
Diese Maßnahme erfolgt nicht im direkten Kontext mit der Umgestaltung der Ehrenstraße und
stellt ein eigenes Projekt dar.
Das langfristige Gesamtkonzept sowie die Verkehrsverlagerungen sind in Anlage 3 dargestellt. Rote
Balken stellen dabei Verkehrszunahmen in der entsprechenden Straße dar, grüne Balken Verkehrs-
abnahmen. Die Breite der Balken zeigt die absolute Höhe der Verkehrszunahmen an. Die Verlage-
rungen werden im nachfolgenden Abschnitt bewertet.
Auswirkungen auf die Verkehrsmengen
Die veränderte Verkehrsführung führt zu Verlagerungen der Kfz-Verkehre auf andere Strecken. Diese
werden von der Verwaltung als verträglich eingestuft.
Folgende Hauptverkehrsstraßen werden signifikant, jedoch relativ betrachtet gering mehr belastet:
Nord-Süd-Fahrt
Hohenzollernring
Neumarkt Südseite
Folgende Straßen innerhalb des Quartiers werden signifikant, jedoch auf einem geringen Niveau
mehr belastet:
Richmodstraße
Wolfsstraße östlich der Parkhausausfahrten
Auf dem Berlich
Friesenwall zwischen Magnusstraße und Ehrenstraße
5
Folgende Straßen innerhalb des Quartiers werden, neben den für den Kfz-Verkehr gesperrten Stra-
ßen, signifikant entlastet:
Alte Wallgasse
Albertusstraße
St. Apernstraße
Wolfsstraße westlich der Parkhausausfahrten
Apostelnstraße nördlich der Großen Brinkgasse
Gertrudenstraße nördlich der Wolfsstraße
Des Weiteren ist zu berücksichtigen, dass die Umlegung der Verkehrszahlen im Verkehrsmodell eine
Worst-Case-Betrachtung darstellt. Das Verkehrsmodell kann keine Abnahme der Verkehre aufgrund
von Verlagerungen auf andere Verkehrsträger berücksichtigen. Diese sind aufgrund der Attraktivie-
rung für den Fuß- und Radverkehr zu erwarten und könnten die im Modell abgebildeten Verkehrszu-
nahmen weiter schmälern.
Verkehrsführung Am Alten Posthof
Die Verwaltung hat außerdem geprüft, ob die Straße Am Alten Posthof für den Kfz-Verkehr gesperrt
werden kann. Hierbei hat die Simulation im Verkehrsmodell jedoch ergeben, dass dies zu einer er-
heblichen Verkehrszunahme auf der Straße Auf dem Berlich führt. Dort würde der Verkehr auf das
Zwei- bis Dreifache der heutigen Verkehrsmengen zunehmen. Dies ist dadurch begründet, dass Ver-
kehre aus Parkhäusern zur Nord-Süd-Fahrt nicht über die Straße Am Alten Posthof abfließen können,
sondern einen Umweg über die Straße Auf dem Berlich nehmen müssten.
Die Darstellung der Verkehrsverlagerungen in der Variante mit einer Fußgängerzone Am Alten Post-
hof ist in Anlage 4 abgebildet. Rote Balken stellen dabei Verkehrszunahmen in der entsprechenden
Straße dar, grüne Balken Verkehrsabnahmen. Die Breite der Balken zeigt die absolute Höhe der Ver-
kehrszunahmen an.
Die Verwaltung empfiehlt daher, die Verkehrsregelung der Straße Am Alten Posthof zunächst unver-
ändert zu lassen. Des Weiteren bliebe die Verkehrsführung im Quartier anschlussfähig daran, die
Querung der Breite Straße durch die Richmodstraße/Auf dem Berlich durch den Kfz-Verkehr perspek-
tivisch ebenfalls zu unterbinden. Außerdem wäre dann auch das Quartier östlich des Alten Posthofs
von einer geänderten Verkehrsführung betroffen, was nicht durch die laufende Öffentlichkeitsbeteili-
gung abgedeckt ist.
Rad- und Fußverkehr in den Kfz-freien Bereichen
Die Situation des Rad- und Fußverkehrs wird im Rahmen der verkehrlichen und gestalterischen Op-
timierung der Ehrenstraße umfassend mit betrachtet. In diesem Abschnitt wird der Radverkehr unter
dem Einfluss der vorgezogenen Einrichtung von autofreien Bereichen in der Ehrenstraße und der
Breite Straße (Stufe 1) auf Grundlage des bestehenden baulichen Querschnitts bewertet. Die vorge-
zogene Einrichtung bietet dabei die Chance, bereits vor der baulichen Umgestaltung Erfahrungen mit
der Art der autofreien Führung der Ehrenstraße zu erhalten.
Im Radverkehrskonzept Innenstadt sind die Ehrenstraße und die Breite Straße als Radhauptrouten
definiert. Der Radverkehr aus dem Stadtteil Ehrenfeld sowie von der Inneren Kanalstraße und vom
Inneren Grüngürtel wird über die Achse Vogelsanger Straße – Maastrichter Straße – Ehrenstraße –
Breite Straße direkt in die zentralen City-Lagen geführt. Die Radverkehrsmengen sind mit ca. 5.000
Radfahrenden pro Tag hoch.
6
Die Verwaltung ist beauftragt, für die autofreien Abschnitte die Optionen „Fußgängerzone mit Radfah-
rer frei“ (a) sowie Fahrradstraße (b) darzustellen und zu bewerten, insbesondere auch zu den erwar-
tenden Konflikten im Fuß-/Radverkehr.
a) Mit einer Fußgängerzone entsteht eine verkehrsrechtlich einheitliche Regelung „von Haus-
wand zu Hauswand“. Die zu Fuß Gehenden dürfen die gesamte Fläche, also auch die Fläche
der heutigen Fahrbahn und Kfz-Parkstände, nutzen. Ist durch Zusatzzeichen die Benutzung
einer Fußgängerzone für eine andere Verkehrsart erlaubt, muss diese auf den Fußgängerver-
kehr Rücksicht nehmen. Der Fußverkehr darf weder gefährdet noch behindert werden. Wenn
nötig, muss der Fahrverkehr warten; er darf nur mit Schrittgeschwindigkeit fahren (vgl. StVO,
Anlage 3, zu Verkehrszeichen 242.1 Nr. 2). Ob die Schrittgeschwindigkeit auf einer Hauptach-
se des Radverkehrs eingehalten wird, ist fraglich, jedoch würden die (bei einer Fußgängerzo-
ne zulässigerweise) auf der gesamten Fahrbahnbreite zu Fuß Gehenden den Radverkehr zu
langsameren Geschwindigkeiten zwingen. Die Fußgänger*innen werden also priorisiert und
die Geschwindigkeit des Radverkehrs reduziert. Letzteres stellt einen Zielkonflikt mit dem
RVKI dar, jedoch bestehen für den Durchgangsradverkehr auch alternative Strecken. Des
Weiteren würde sich eine Fußgängerzone in das bestehende Netz von Fußgängerzonen in
der City (angrenzend: Breite Straße östlich der Richmodstraße, Ehrenstraße zwischen Frie-
senwall und Hohenzollernring) logisch einfügen. In den genannten Abschnitten haben sich
Fußgängerzonen mit Freigabe des Radverkehrs bereits bewährt.
b) Mit einer Fahrradstraße bliebe die verkehrsrechtliche Trennung zwischen der ausgebildeten
Fahrbahn und den Gehbereichen. Für den Fahrverkehr gilt eine Höchstgeschwindigkeit von
30 km/h. Das Nebeneinanderfahren mit Fahrrädern ist erlaubt. Eine Senkung der Geschwin-
digkeit durch weitere Verkehrszeichen ist in Fahrradstraßen nach der StVO nicht zulässig. Mit
einer Fahrradstraße hat der Radverkehr auf der Fahrbahn vollen Vorrang. Dies steht aufgrund
der häufigen Querungen, die es typischerweise in Geschäftsstraßen wie der Ehrenstraße gibt,
im Konflikt mit den zu Fuß Gehenden. Daher sieht das Radverkehrskonzept Innenstadt in Ge-
schäftsstraßen explizit keine Fahrradstraßen vor.
In der Ehrenstraße würde damit zudem keine Verbesserung für den Fußverkehr erreicht werden,
da die Gehbereiche unverändert blieben, die dort teilweise lediglich 1,80 m breit sind. Sowohl in
der Ehrenstraße als auch in der Breite Straße führt dies zu Zeiten hoher Fußverkehrsfrequenz
auch im Bestand schon dazu, dass zu Fuß Gehende auf die Fahrbahn ausweichen. Mit einer
Fußgängerzone könnte die tatsächliche Nutzung des Straßenraums besser regulatorisch gestützt
werden.
Die Ausweisung einer Fußgängerzone stellt formal zunächst einen Zielkonflikt mit dem Radverkehrs-
konzept Innenstadt dar, da für Radhauptrouten grundsätzlich eine Trennung von Fuß- und Radver-
kehr vorzusehen ist. Zu berücksichtigen ist allerdings, dass Ehrenstraße und Breite Straße nach dem
Einzelhandels- und Zentrenkonzept bereits bedeutende Bestandteile der Kölner City-Lage sind. Die
Definition von Ehrenstraße und Breite Straße als Radhauptroute ergibt sich somit aus der Eigenschaft
als „linearer Ziel- und Verteilungsraum“ innerhalb der City. Mit der Magnusstraße und der Ost-West-
Achse bestehen parallele, leistungsfähige Achsen für den durchgehenden Radverkehr, deren Funkti-
on für den Radverkehr derzeit (Magnusstraße) bzw. zukünftig (Ost-West-Achse) weiter ausgebaut
werden.
Mit der funktionalen Zuordnung zur Kölner City-Lage ist zudem der herausragende Nutzungsan-
spruch des Fußverkehrs verknüpft.
Unter Berücksichtigung dieser Überlegungen ist die Ausweisung als Fußgängerzone diejenige stra-
ßenverkehrsrechtliche Regelung, die nach derzeitiger Bewertung den Nutzungsansprüchen in Gänze
am besten gerecht wird. Die Freigabe für den Radverkehr ist jedoch aufgrund der oben genannten
Bedeutung für den Radverkehr ebenfalls folgerichtig und im Sinne des Radverkehrskonzepts Innen-
stadt notwendig.
Nach Abwägung der Vor- und Nachteile für die einzelnen Verkehrsträger empfiehlt die Verwaltung
daher für die vorgezogene Maßnahme die Einrichtung einer Fußgängerzone mit Zusatzzeichen „Rad-
7
fahrer frei“. Hierdurch kann für den Fußverkehr eine Verbesserung erzielt und die Verkehrsführung
den Nutzungsansprüchen der besonderen City-Lage gerecht werden. In Anbetracht der häufigen
Querungen der Straßenseite, wie sie typischerweise in Geschäftsstraßen vorkommen, sowie des all-
gemein hohen Fußverkehrsaufkommens, ist eine geringere Fahrgeschwindigkeit des Radverkehrs
angemessen. Die Fußgängerzone fügt sich zudem sinnvoll in das bestehende Netz von Fußgänger-
zonen in der City ein.
Die Ausgestaltung der vorgezogenen Maßnahme kann als Versuch für die langfristige Umgestaltung
fungieren. Die miteinander verträgliche Führung des Rad- und Fußverkehrs wird auch im Rahmen der
weiteren Planungen für die bauliche Umgestaltung der Ehrenstraße beleuchtet. Hier werden die Vari-
anten Fußgängerzone, Fahrradstraße und verkehrsberuhigter Geschäftsbereich sowie deren Bedeu-
tung für die gestalterischen Möglichkeiten auf der Ehrenstraße qualitativ untersucht und bewertet. Die
Verkehrsregelung während der Dauer der vorgezogenen Maßnahme soll evaluiert und die Erfahrun-
gen in den weiteren Planungsprozess mit berücksichtigt werden.
Auswirkungen auf das Parkleitsystem
Aufgrund der geänderten Verkehrsführung muss das Parkleitsystem angepasst werden. Zum Park-
haus Bazaar de Cologne in der Großen Brinkgasse wird im Bestand, neben der weiterhin bestehen-
den Führung von der Ost-West-Achse, auch von der Magnusstraße aus geleitet. Diese Wegeführung
wird künftig nicht mehr möglich sein. Zudem verändert sich die Wegeführung von der Ost-West-
Achse aus. Das Parkleitsystem muss daher in beiden Stufen an die jeweilige Verkehrsführung ange-
passt werden. Dies erfordert auch die Entfernung, Neuaufstellung sowie Umprogrammierung von
dynamischen Wegweisern.
Auswirkungen auf das Parken
Aufgrund der geänderten Verkehrsführung müssen Ladezonen verlegt werden. Im Rahmen dessen
entfallen etwa 15 Kurzzeitparkstände mit und ohne Roten Punkt.
Anhörung der Anlieger*innen und weitere Schritte
Die Verwaltung schafft für die Umgestaltung der Ehrenstraße alle Voraussetzungen einen offenen
und transparenten Planungsprozess. Im gesamten Planungsprozess werden Anlieger*innen und die
Öffentlichkeit teilhaben können. Alle Informationen zum laufenden Stand des Planungsprozesses gibt
es auf dem Beteiligungsportal der Stadt Köln, abrufbar unter
https://www.meinungfuer.koeln/dialoge/verkehrliche-umgestaltung-der-ehrenstrasse-0.
Für den ersten Schritt der Verkehrsplanung im Quartier wird eine Information und Anhörung der An-
lieger*innen durchgeführt. Hier können sie seit dem 10.05.2021 bis zum 06.06.2021 bereits erste An-
regungen zum Apostelnquartier insgesamt abgeben. Ein Zwischenstand der Auswertung der geäu-
ßerten Meinungen wird in Anlage 5 zusammengefasst.
Nach dem Beschluss des Verkehrsführungskonzeptes wird die Straßenplanung für die Ehrenstraße
mit einer Befragung der betroffenen Anrainer*innen und zivilgesellschaftlichen Akteur*innen begin-
nen. Dabei sollen Wünsche und Anregungen aufgenommen, aber auch die zu lösenden Herausforde-
rungen ermittelt werden. Die Anlieger*innen werden über den genauen Ablauf und die möglichen
Formate frühzeitig informiert. Die Ergebnisse fließen in das Projektprogramm ein.
Nach Abstimmung der Anforderungen an die Ehrenstraße werden auf der Grundlage des Projektpro-
gramms Entwürfe für die Umgestaltung der Ehrenstraße erarbeitet. Die Bezirksvertretung Innenstadt
soll dann über das Ergebnis der erarbeiteten Vorplanung beraten und einen erweiterten Planungsbe-
schluss fassen.
8
Fazit
Die neue, vorgezogene Verkehrsführung (Stufe 1) rund um die Ehrenstraße bietet folgende Vor- und
Nachteile:
Zu Fuß Gehende /
Aufenthalt / Städ-
tebau
+ mehr Raum und Aufenthaltsflächen
+ höhere Aufenthaltsqualität durch weniger Kfz-Verkehr
Radverkehr + weniger Konflikte mit PKW
- Schrittgeschwindigkeit in der Fußgängerzone
- Vorrang für zu Fuß Gehende
→ Zielkonflikt mit Radverkehrskonzept Innenstadt (bei vorgezogener
Einrichtung einer Fußgängerzone)
Erschließung Kfz-
Verkehr
+ Kurze Wege innerhalb des Quartiers
+ Optimierung der Erschließung der Großen Brinkgasse nach
Drehung der Einbahnstraßenrichtung
o Erschließung für notwendigen Kfz-Verkehr und alle
Parkierungsanlagen bleibt gesichert
- teilweise längere Wege für den Kfz-Verkehr aufgrund der Nord-
Süd-Trennung des Quartiers
Laden und Liefern o Flächen für Laden und Liefern gesichert
- Beschränkung des Laden/Lieferns in der Fußgängerzone auf 6-11
Uhr
Bewohnerparken - Wegfall einzelner Kurzzeitparkstände mit Rotem Punkt
Kurzzeitparken - Wegfall einzelner Kurzzeitparkstände
- Reduzierung der Einnahmen aus Parkraumbewirtschaftung
Mit dem vorgestellten Maßnahmenpaket wird die Situation für Fußgänger*innen weiter verbessert.
Die Aufenthaltsqualität wird gesteigert und die Voraussetzungen für die Umgestaltung der Ehrenstra-
ße geschaffen. Die Konflikte zwischen Kfz- und Radverkehr werden reduziert, wenngleich die Reise-
geschwindigkeit für den Radverkehr im Bereich der Fußgängerzone gesenkt wird. Gleichzeitig bleiben
die notwendigen Kfz-Verkehre (Laden und Liefern, Grundstückszufahrten, etc.) weiterhin möglich. Im
weiteren Prozess wird das Ziel verfolgt, für die teils miteinander konkurrierenden Nutzungsansprüche
gute und vor allem funktionierende Kompromisse und Lösungsmöglichkeiten anbieten zu können, die
durch den späteren Umbau baulich nachvollziehbar unterstützt werden.
Kosten
Die Kosten für die verkehrlichen Maßnahmen (insbesondere Beschilderung, Poller, Demarkierung,
geringfügige bauliche Anpassungen) belaufen sich auf rund 45.000 €. Die notwendige Anpassung
des Parkleitsystems verursacht Kosten von rund 60.000 € in Stufe 1 sowie weiteren 40.000 € in Stufe
2, also insgesamt 100.000 €. Die Kosten könnten auf insgesamt 60.000 € reduziert werden, sofern
die Große Brinkgasse ohne bauliche Anpassungen gedreht werden kann. Dies wird aktuell geprüft.
Für die im Rahmen der Maßnahme Verkehrskonzept Ehrenstraße entstehenden Kosten i. H. v. rd.
145.000 € stehen im Hpl. 2020/2021 im Teilergebnisplan 1201 - Straßen, Wege, Plätze in der Teil-
planzeile 13 – Aufwendungen für Sach- und Dienstleistungen – Mittel in ausreichender Höhe im Hj.
2021 zur Verfügung. Die genannten Aufwendungen führen nicht zu einem Mehrbedarf gegenüber der
beschlossenen Haushaltsplanung 2020/2021.
Des Weiteren fallen bei Umsetzung der Maßnahme Einnahmen aus Parkgebühren weg. Diese belie-
fen sich im Jahr 2019 auf insgesamt 16.000 €.
Durch die spätere, auch bauliche Umgestaltung der Ehrenstraße werden weitere Kosten entstehen,
die im Rahmen der weiteren Beschlussvorlagen näher beziffert werden.
9
Auswirkungen auf den Klimaschutz
Die Verwaltung verfolgt das Ziel, die sektorspezifischen Beiträge zum Klimaschutz zu erfüllen.
Die hier dargestellte Maßnahme trägt dazu bei die Attraktivität des motorisierten Individualverkehrs zu
reduzieren. Gleichzeitig wird der Umweltverbund im Bereich Rad- und Fußverkehr gestärkt und bietet
den Bürgerinnen und Bürgern eine adäquate Mobilitätsmöglichkeit im Vergleich zur Nutzung des pri-
vaten Pkw. Somit trägt dies zu einer möglichen Reduktion des Treibhausgasausstoßes bei.
Insgesamt kann die hier dargestellte Maßnahme als positiver Beitrag zum Klimaschutz bewertet wer-
den.
Dringlichkeitsbegründung
Die abschließende Abstimmung über die Inhalte der Vorlage in der Zeit seit dem Fachgespräch mit
Vertreter*innen der Bezirksvertretung Innenstadt ließ eine fristgerechte Einbringung nicht zu. Auf-
grund des laufenden Prozesses für die verkehrliche und gestalterische Optimierung der Ehrenstraße
und des Willy-Millowitsch-Platzes unter Beteiligung externer Büros ist ein Beschluss in der Sitzung
am 10.06.2021 über die perspektivische Verkehrsführung im Quartier, die als Grundlage für die Pla-
nungen fungieren soll, zwingend erforderlich. Darüber hinaus ist dieser notwendig, um die von der
Bezirksvertretung Innenstadt beabsichtigte möglichst zeitnahe Umsetzung der vorgezogenen Maß-
nahmen zu ermöglichen und die Verwaltung mit der Einleitung der für die Umsetzung erforderlichen
Schritte beauftragen zu können. Um den Planungs- und Umsetzungszeitraum für die Maßnahme we-
gen der Sommerpause nicht um drei Monate zu verzögern, muss eine Beschlussfassung in der letz-
ten Sitzung vor der Sommerpause erfolgen.
Anlagen
Anlage 1: Prüfung der beschlossenen Verkehrsführung
Anlage 2: Erste Umsetzungsstufe für das Verkehrsführungskonzept Apostelnviertel
Anlage 3: Verkehrsführungskonzept für das Apostelnviertel (langfristig)
Anlage 4: Prüfung der Sperrung der Straße Am Alten Posthof
Anlage 5: Auswertung der Anhörung zum Verkehrsführungskonzept – Zwischenstand vom
25.05.2021
Anlage 5 Auswertung der Anhörung zum Verkehrsführungskonzept - Zwischenstand vom 25.05.2021
2957 Zeichen
Anlage 5 Auswertung der Anhörung zum Verkehrsführungskonzept – Zwischenstand vom 25.05.2021 Am 10. Mai 2021 startete die Anhörung der Bürger*innen zu den vorgeschlagenen verkehrlichen Veränderungen im Apostelnviertel über das Beteiligungsportal der Stadt Köln (www.meinungfuer.koeln) Bürger*innen erhalten hier Informationen zum politischen Beschluss, zum Ablauf des Planungsprozesses und zu möglichen Stufen der verkehrlichen Veränderung sowie zu Hintergründen und Motiven. Über die Beteiligungsmöglichkeit (Anhörung und Beratung) wurde die Öffentlichkeit über eine Pressemitteilung informiert. Die Anwohnenden im Viertel wurden gemäß der Anregung einiger Bezirksvertreter*innen zusätzlich über eine Karte als Postwurfsendung eingeladen. Eine Zwischenauswertung nach halber Laufzeit (zwei Wochen) ergab insgesamt bereits gut 200 Beiträge, rund 80 Kommentare zu den Beiträgen und 1.128 Bewertungen. Damit ist die Beteiligung bisher überdurchschnittlich gut angenommen worden. Bürger*innen haben noch bis zum 6. Juni 2021 Gelegenheit Ihren Anregungen und Meinungen über das Beteiligungsportal einzubringen. Inhaltlich lässt sich nach erster Sichtung eine deutlich überwiegende Zustimmung zu den vorgeschlagenen verkehrlichen Veränderungen erkennen. In den meisten Beiträgen wird ein Zurücknehmen des Autoverkehrs zugunsten des Fuß- und Radverkehrs ausdrücklich begrüßt. Ebenso gibt es viel Zustimmung für mehr Grün und mehr Aufenthaltsqualität. Allerdings wird dies häufig auch mit dem Hinweis verbunden, dass sehr viele Radfahrer*innen auch problematisch sein können und Regeln brauchen. Kritische, ablehnende Beiträge sind nach dem Zwischenstand bisher zwar in der Minderheit, aber in erkennbarer Zahl vorhanden. Es lassen sich nach erster Sichtung grundsätzlich zwei Kategorien der Kritik erkennen. Es gibt Beiträge mit genereller Ablehnung von Veränderungen der aktuellen Situation und es gibt Beiträge, in denen konkrete Ängste und Bedenken zu individuellen Situationen formuliert werden. So wird beispielsweise befürchtet, dass Anlieger*innen zum Ausladen zukünftig nicht mehr ans Haus fahren zu können, oder dass Parkhäuser oder Tiefgaragen nicht mehr erreicht werden. Diese Erreichbarkeit von Parkhäusern wurde bereits in der vorliegenden verkehrsplanerischen Untersuchung und den vorgeschlagenen Lösungen berücksichtigt. Ein Großteil der bisher formulierten konkreten Anliegen betreffen den weiteren Planungsprozess der Straßenplanung und lassen sich in der Regel gut aufgreifen oder durch Information ausräumen. Sämtliche Beiträge werden auch nach dem Abschluss der Anhörung am 06. Juni komplett online einsehbar und damit für jeden transparent bleiben. Eine detaillierte inhaltliche und qualitative Auswertung der Anhörung fließt in den weiteren Planungsprozess ein. Das Planungsteam wird die Bezirksvertretung vereinbarungsgemäß laufend zu den einzelnen Schritten der Planung informieren.
Beratungsverlauf (1)
Beschluss: ungeändert beschlossen
Zur SitzungOrte (24)
- Magnusstraße
- Ehrenstraße 5
- Breite Straße
- Große Brinkgasse
- Apostelnstraße
- Gertrudenstraße
- Wolfsstraße
- Hahnenstraße
- Albertusstraße
- Richmodstraße
- Kettengasse
- Alte Wallgasse
- Maastrichter Straße
- Hohenzollernring
- Am Alten Posthof
- Auf dem Berlich
- Vogelsanger Straße
- St.-Apern-Straße
- Helenenstraße
- Nord-Süd-Fahrt
- Benesisstraße
- Friesenwall
- Eigelstein
- Neumarkt
Ortsbezüge werden automatisch aus den Dokumenten ermittelt und können unvollständig sein.
Details
- Aktenzeichen
- 1826/2021
- Typ
- Beschlussvorlage Bezirksvertretung
- Datum
- 04.06.2021
- Erstellt
- 12.05.2021 16:39