Beantwortung einer mündlichen Anfrage von RM Frau von Bülow aus der Sitzung des Ausschusses Kunst und Kultur vom 29.01.2026 betreffend "Hohe Kosten für Werbung und Didaktik" im Rahmen von Sonderausstellungen des RJM und MOK
Beantwortung e. mündl. Anfrage (Auss.) 0780/2026 vom 27.03.2026
Stand: Am 07.05.2026 im Ausschuss Kunst und Kultur beraten. Ergebnis: Kenntnis genommen.
Die KI fasst die Dokumente zusammen. Das dauert bis zu drei Minuten.
Dokumente
-
Beantwortung einer mündl. Anfrage Ausschuss
PDF
Automatisch aus dem PDF ausgelesen, Lesefehler sind möglich.
Dezernat, Dienststelle VII/4513 Vorlagen-Nummer 27.03.2026 0780/2026 Beantwortung einer mündlichen Anfrage aus einer früheren Sitzung öffentlicher Teil Gremium Datum Ausschuss Kunst und Kultur 07.05.2026 Beantwortung einer mündlichen Anfrage von RM Frau von Bülow aus der Sitzung des Ausschusses Kunst und Kultur vom 29.01.2026 betreffend "Hohe Kosten für Werbung und Didaktik" im Rahmen von Sonderausstellungen des RJM und MOK In der Sitzung des Ausschusses Kunst und Kultur vom 29.01.2026 hat RM Brigitta von Bülow um Erläuterung der hohen Kosten für Werbung und Didaktik trotz für Sonderausstellungspro- jekte des RJM und MOK vergleichsweise niedrig kalkulierter Besucher*innenzahlen gebeten. Antwort der Verwaltung: Die angesetzten Besucher*innenzahlen für die Ausstellungen im Rautenstrauch-Joest-Mu- seum (RJM) und im Museum für Ostasiatische Kunst (MOK) wurden bewusst realistisch auf Grundlage durchschnittlicher Monatswerte kalkuliert. Sie bewegen sich auf einem Niveau, das eine verlässliche und transparente Budgetplanung ermöglicht und ausdrücklich keine über- höhten Erwartungen oder künstlich gesteigerten Prognosen zugrundelegt. Der vergleichsweise höhere Werbeetat im MOK ist insbesondere durch die geplante Jubilä- umsausstellung in 2027 begründet, der für das Haus eine besondere Bedeutung zukommt. Neben der reinen Besucher*innengewinnung spielt in diesem Zusammenhang die öffentliche Sichtbarkeit des Museums im Jubiläumsjahr eine zentrale Rolle. Vorgesehen ist daher neben einer klassischen Plakatkampagne und der Distribution von Flyern insbesondere eine stärkere Nutzung digitaler Kommunikationskanäle. Dazu zählen der gezielte Ausbau der Social-Media- Präsenz sowie perspektivisch auch die Einführung eines Online-Ticketings, um die Zugäng- lichkeit des Museumsangebots zu verbessern und zusätzliche Besucher*innengruppen zu er- reichen. Auch für das RJM soll nach der überaus erfolgreichen Ausstellung Amazonia die Präsenz des Hauses in der Stadtgesellschaft fortgeführt und seine öffentliche Sichtbarkeit weiter gestärkt werden. Ein weiterer zentraler Aspekt ist in diesem Zusammenhang der Bereich „Vermittlung und Di- daktik“. Für beide Häuser wird ein Vermittlungsprogramm entwickelt, das gezielt unterschiedli- che Zielgruppen anspricht – von Schulklassen über Familien bis hin zu kulturinteressierten Er- wachsenen. Im RJM spielt dabei insbesondere der Aspekt der Diversität und gesellschaftlichen Anschluss- fähigkeit eine wichtige Rolle. Die geplante Ausstellung „Return“ bietet zahlreiche Anknüp- fungspunkte für Besucher*innen mit unterschiedlichen biografischen und kulturellen Hinter- gründen. Themen wie Herkunft, Migration, Heimkehr und die Frage nach dem Verhältnis zum „Zuhause“ eröffnen vielfältige Perspektiven, die insbesondere auch für Menschen mit eigener 2 Migrationsgeschichte oder transkulturellen Erfahrungen relevant sind. Die Vermittlungsformate sollen diese Perspektiven bewusst aufgreifen und Raum für Austausch und persönliche Zu- gänge schaffen. Auch im MOK ist im Rahmen der Jubiläumsausstellung eine besonders breite Palette didakti- scher Maßnahmen vorgesehen. Hintergrund ist, dass das Ausstellungsthema einen neuen in- haltlichen Zugang eröffnet und daher eine differenzierte Vermittlung erfordert. Geplant sind daher verschiedene analoge und digitale Vermittlungsformate, die über die regulären Ange- bote des Museumsdienstes hinausgehen. Dazu zählen unter anderem architektonische Mo- delle sowie digitale Erläuterungsfilme, für deren Präsentation neben der inhaltlichen Produk- tion auch entsprechende technische Ausstattung erforderlich ist. Darüber hinaus sind partizi- pative Formate geplant, etwa modulare DIY-Bauelemente oder eine Mitmachstation für Stein- abreibungen, die sich gleichermaßen an Kinder wie an Erwachsene richtet. Ergänzend ist ein begleitendes Rahmenprogramm vorgesehen, unter anderem mit einer Vortragsreihe sowie – soweit möglich – Workshops, beispielsweise mit dem Gartenbaumeister Hugo Torii. Gez. Charles
Beratungsverlauf
-
07.05.2026
TOP 10.2, Kenntnisnahme (Mitteilung). Ergebnis: Kenntnis genommen
Zur Rückmeldung speichern wir nur Ihre Antwort, die Seite und den Tag. Eine IP-Adresse speichern wir dazu nicht, und wir setzen kein Cookie. Mehr zum Datenschutz