V/0631/2005
Wohnraum für Senioren im Stadtbezirk West
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Anlage 1 - Übersicht Alten/Service-Wohnungen im Stadtbezirk West
2032 Zeichen
Anlage 1 zur Berichtsvorlage V/0631/2005 Übersicht Alten-/Service-Wohnungen im Stadtbezirk West (Stand 15.07.2005) frei finan- ziert öff. gefördert mit Service bzw. Heim- anbindung frei finanziert öff. gefördert mit Service bzw. Heim- anbindung Südlohnweg 5 keine 8 keine Forum Gievenbeck, Baugebiet Gievenbeck Südwest, südl. Teil 32 32 Baugebiet Gievenbeck-Südwest, nördlicher Teil Bruchfeldweg 6, 8 keine 8 keine Am Küchenbusch 21 1* + 6 1* geplant Am Küchenbusch 21 keine 20 keine Toppheideweg 1 keine 29 keine Lukas-Zentrum, Rüschhausweg 17 52 keine 52 Arnheim-Arkaden, Arnheimweg 16 keine 16 Wohnresidenz Sentruper Höhe, Schmeddingstraße 115-117 35 21 56 keine nicht bekannt Martin-Luther-Haus, Fliednerstraße 17 10 keine 10 darunter darunter Sentrup Standortoptionen zur möglichen Weiterentwicklung des Angebotes Wohnungsangebote für Menschen im Alter Stat. Bez. Stadtteil Lage Wohnungsangebote in Planung Lage 51 Gievenbeck 52 Anlage 1 zur Berichtsvorlage V/0631/2005 frei finan- ziert öff. gefördert mit Service bzw. Heim- anbindung frei finanziert öff. gefördert mit Service bzw. Heim- anbindung Christoph-Bernhard- Graben 105, 107, 153 keine 24 16 keine Baugebiet Mecklenbeck-Mitte, südöstl. Teil (Baureif ca. 2006) Christoph-Bernhard- Graben (Projekt: Gemeinsam Wohnen für Jung und Alt) keine 3 keine Ev. Altenzentrum Meckmannshof, Mecklenbecker Str. 421 - 423 keine 37 37 Kleibusch 10 keine 15 keine 56 Albachten Rottkamp 55 - 57 keine 35 35 Rottkamp ca. 8 ca. 8 ca. 16 nicht bekannt Buschkamp 11-15 keine 24 keine Pantaleonplatz 13 13 26 Baugebiet Roxel Nord Schelmenstiege 33 8 keine keine 58 Nienberge Nienberger Kirchplatz 2-4 9 keine 9 Kirmstraße / Gartenstiege 1* + 4 1* +2 8 ehem. Schützenplatz, Plettendorfstraße * Gruppenwohnungen für max. 8 Personen 57 Roxel 54 Mecklenbeck Wohnungsangebote in Planung La ge darunter Standortoptionen zur möglichen Weiterentwicklung des Angebotes Wohnungsangebote für Menschen im Alter Lage darunter Stat. Bez. Stadtteil
Berichtsvorlage
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DER OBERBÜRGERMEISTER
Amt für Wohnungswesen
Betrifft
Wohnraum für Senioren im Stadtbezirk West
Beratungsfolge
08.09.2005 Bezirksvertretung Münster-West Bericht
Bericht:
Die Verwaltung hat künftige Bedarfe zur Wohnraumversorgung von Senioren im Stadtbezirk
West unter Berücksichtigung vorhandener und geplanter Angebote mit folgenden Ergebnissen
analysiert:
I. Sozial- und wohnungspolitische Ziele der Stadt Münster
Ziel der Stadt Münster ist, unterschiedliche Angebotsformen für ein
e bedarfsgerechte Woh-
nungsversorgung Älterer/Pflegebedürftiger sowie die soziale und pflegerische Infrastruktur wohn-
ortnah und über alle Stadtteile möglichst gleichmäßig zu verteilen und bedarfsgerecht weiterzu-
entwickeln.
Aus der angestrebten Absicherung einer selbständigen Lebensführung im Alter und bei Pflege-
bedürftigkeit ergeben sich besondere qualitative Anforderungen an künftige Standorte zur Wei-
terentwicklung dieses Angebotssegment. Dazu gehört insbesondere eine zentrale Lage, die Mög-
lichkeiten zum Einkauf und zur Inanspruchnahme weiterer Dienstleistungen/Angebote ohne grö-
ßere Distanzhindernisse zulässt.
Im Rahmen der Beratung potenzieller Investoren zur Planung und Errichtung unterschiedlicher
Wohn- und Angebotsformen in diesem Segment fi nden spezifische Bedarfe, Fördermöglichkeiten
im Wohnungsbau sowie unterschiedliche soziale Strukturen der Stadtteile regelmäßig Berück-
sichtigung. Eine bedarfs- und stadtteilorientierte Weiterentwicklung und Anpassung von Ange-
botsstrukturen zur Versorgung älterer/pflegebedürftiger und/oder demenzkranker Menschen er-
folgt grundsätzlich unter der Maßgabe, im Ortsteil ansässigen Bürgern/Bürgerinnen ausreichende
und bedarfsgerechte Wohnalternativen für diese Lebensphase anzubieten, um ihnen den
Verbleib innerhalb eines vertrauten Wohnquartiers zu ermöglichen.
Neben dem Neubau von Wohnraum für alte und pflegebedürftige Menschen gewinnen dabei
künftig Anpassungsmaßnahmen im Bestand an Bedeutung, um steigende Bedarfe einer altersge-
rechten Wohnungsversorgung für die Zukunft abzusichern.
Vorlagen-Nr.:
V/0631/2005
Auskunft erteilt:
Frau Fahl
Ruf:
492 64 80
E-Mail:
FahlA@stadt-muenster.de
Datum:
03.08.2005
Öffentliche Berichtsvorlage
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II. Bedarf und Angebot von Wohnraum für Ältere / Pflegebedürftige in Stadtteilen des
Stadtbezirks West
Gievenbeck
Prognose1 zur Entwicklung der wohnberechtigten Bevölkerung im Alter von 65 Jahren und
älter
Mit einem prognostizierten Anstieg dieser Altersgruppe von bisher 1.425 (Jahr 2002) auf 2.395
(Jahr 2013) Personen (+ 68,1 %) übernimmt der Stadtteil Gievenbeck innerhalb des Stadtbezirks
West im demographischen Entwicklungsprozess eine „Führungsposition“. Da die Bevölkerung
wegen hoher Bauintensität hier insgesamt stark wächst (bis 2013 um 14 % auf 19.839), bleibt der
Anteil „Älterer“ im stadtweiten Vergleich mit ca. 12 % dennoch „unauffällig“.
Einschätzung künftiger Wohnbedarfe für die Zielgruppe Älterer / Pflegebedürftiger unter
Berücksichtigung vorhandener Bewohner- und Angebotsstrukturen
Der Stadtteil Gievenbeck weist neben älteren Einfamilienhausbeständen rund um den Ortskern
einen hohen Anteil an Geschosswohnungen aus, der in Intervallen vornehmlich in den 60er Jah-
ren sowie Anfang der 80er bis Mitte der 90er Jahre errichtet wurde (z.B. Wohnquartier Topphei-
de). Mit der Entwicklung des Baugebietes Gievenbeck-Südwest sind seit 1999 weitere zahlreiche
Wohnungen im Eigentum und zur Anmietung entstanden.
Entsprechend der Bedarfslage zielte die Angebotsausweitung im Stadtteil Gievenbeck in zurück-
liegenden Jahrzehnten zunächst vornehmlich auf eine Verbesserung der Wohnungsversorgung
von einkommensschwachen Haushalten mit Kinder n. Mit dem Baugebiet Gievenbeck- Südwest
(südlicher Teil) konzentriert sich die Weiterentwicklung des Stadtteils nunmehr auf die Bildung
von Wohneigentum.
Das Angebot an „Sozialwohnungen“ (ca. 1.450 WE öffentlich gefördert, „erster Förderweg“), des-
sen Nutzung einkommensschwachen Haushalte vorbehalten ist, umfasst in Gievenbeck mittler-
weile ca. 16 % des gesamten Wohnungsbestandes (Wohnquartiere: südl. Rüschhausweg, Topp-
heide, Heckenkarree). Damit übernimmt dieser Stadtteil im Angebotssegment preiswerter Woh-
nungen nicht nur für den Stadtbezirk West eine bedeutende „Versorgungsfunktion“.
Für die Zielgruppe älterer und pflegebedürftiger Menschen wurden mit der Errichtung des Lukas-
Zentrums und weiteren Service-Wohnungen am Arnheimweg (oberhalb Lidl-Markt) umfangreiche
und qualitativ hochwertige Wohnungsangebote geschaffen. Mit Blick auf die dafür anfallenden
Kosten bieten diese Angebote allerdings für Stadtteilbewohner/innen, die dauerhaft auf eine
preisgünstige Wohnungsversorgung angewiesen sind, bei Bedarf keine adäquate Wohnalternati-
ve.
Mit Blick auf zu erwartende demographische Entwicklungen ist damit zu rechnen, dass der Be-
darf nach altengerechten bezahlbaren Wohn- und Serviceangeboten in Gievenbeck mit fort-
schreitender Alterung dortiger Bewohnerstrukturen stark steigt. Das derzeitige Angebot von ca.
65 öffentlich geförderten Wohnungen wird hinsichtlich Umfang und Qualität diesem Bedarf per-
spektivisch nicht gerecht. Soweit sinnvoll (Wohnlage, Wohnungsgröße, Wohnumfeld) gilt es vor-
rangig, Anpassungspotenziale im Bestand effektiv zu nutzen, damit Bewohner/innen trotz Alter
und Unterstützungsbedarf auf Wunsch in ihrer angestammten Wohnung weiterhin verbleiben
können. Daneben besteht zusätzlicher Bedarf an öffentlich geförderten Service-Wohnformen.
Geplante Vorhaben und Einschätzung räumlicher Entwicklungspotenziale für weiterge-
hende Bedarfe
Nachdem eine anteilige Finanzierung des Service-Wohnobjektes „Arnheimweg“ mit öffentlichen
Mitteln trotz intensiver Bemühungen der Verwaltung nicht zum Zuge kam, kommen als Standort-
alternative zur Ausweitung des Angebotes z ugunsten einkommensschwacher Haushalte noch
vermarktbare Mehrfamilienhausgrundstücke im Baugebiet Gievenbeck-Südwest - nördlicher Teil -
1 Kleinräumige Bevölkerungsprognose der Stadt Münster 2002 bis 2013, Amt für Stadt- und Regionalent-
wicklung, Statistik, Beiträge zur Statistik Nr. 85
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in Betracht. Die Landesentwicklungsgesellschaft NRW GmbH (LEG) hat auf Anfrage gegenüber
der Verwaltung im Mai 2005 grundsätzliche Bereitschaft zur Auswahl / Veräußerung eines poten-
ziell geeigneten Grundstücks signalisiert. Eine Konkretisierung dieses Angebotes seitens der
LEG steht noch aus.
Darüber hinaus bestehen erste Überlegungen der Stiftungsverwaltung (Friedrich und Irmgard
Buschmann Stiftung) zur Errichtung von Hausgemeinschaften für demenziell Erkrankte und
Wohnungen für deren Angehörige in Nachbarschaft zum Altenheim St. Elisabeth. Konkrete Pla-
nungen werden den politischen Gremien baldmöglichst vorgestellt.
Sentrup
Prognose zur Entwicklung der wohnberechtigten Bevölkerung im Alter von 65 Jahren und
älter
Für den Stadtteil Sentrup werden bis zum Jahr 2013 rückläufige Bevölkerungszahlen prognosti-
ziert (- 320). Gleichzeitig steigt die Zahl der „Älteren“ sukzessive an (+130) und umfasst dann
anteilig 14,4 % (2002 = 11,7 %).
Einschätzung künftiger Wohnbedarfe für die Zielgruppe Älterer / Pflegebedürftiger unter
Berücksichtigung vorhandener Bewohner- und Angebotsstrukturen
Der Stadtteil Sentrup ist geprägt durch Wohneigentum, das in den vergangenen Jahren durch
das Neubaugebiet „Schmeddingstraße/Soetenkamp“ weiter ausgebaut wurde.
In den älteren Siedlungsbeständen ist ein „Generationswechsel“ absehbar. Offen ist, ob und in
welchem Umfang dort lebende Bewohner in diesem Prozess zusätzliche Nachfrage nach stand-
ortnahen und altersgerechten Wohnalternativen auslösen.
Nach Einschätzung der Verwaltung gewährleistet die „Wohnresidenz Sentruper Höhe“ mit 56
Service-Wohnungen sowohl im öffentlich gefördert en (21 WE) als auch im freifinanzierten Seg-
ment derzeit ein ausreichendes und bedarfsgerechtes Angebot für diesen Stadtteil.
Mecklenbeck
Prognose zur Entwicklung der wohnberechtigten Bevölkerung im Alter von 65 Jahren und
älter
Bis 2013 wird diese Altersgruppe um 25,8 % auf 1.556 ansteigen und damit proportional stärker
wachsen als die Wohnbevölkerung in Mecklenbeck insgesamt (+14,8 %; 10.196).
Bis zum Ende des Prognosezeitraums wird die Bevölkerung im Alter von 65 Jahren und älter
einen Anteil von 15,3 % umfassen.
Einschätzung künftiger Wohnbedarfe für die Zielgruppe Älterer / Pflegebedürftiger unter
Berücksichtigung vorhandener Bewohner- und Angebotsstrukturen
Der Stadtteil Mecklenbeck verfügt über sehr heterogene Wohnungsangebote und Bewohner-
strukturen, die insbesondere mit den Baugebieten „Mecklenbeck-Mitte“, „Schlautstiege“ und „Os-
senkampstiege“ in jüngster Vergangenheit weiter aufgefächert wurden. Neben Wohneigentum
auch in älteren Siedlungsbeständen finden sich in Mecklenbeck zahlreiche Mietwohnungen, an-
teilig ca.
6 % davon zählen zum preisgebundenen Angebotssegment.
Es ist davon auszugehen, dass vor allem Wohnraum in älteren Beständen auf Dauer nicht auf
Bedürfnisse einer älter werdenden Gesellschaft zugeschnitten ist und in betroffenen Wohnquar-
tieren Anpassungsbedarfe auslöst.
Mit dem Altenzentrum Meckmannshof, dem Projek t „Gemeinsam Wohnen für Alt und Jung“ und
drei weiteren neuen Service-Wohnobjekten (24 WE) verfügt Mecklenbeck derzeit über ein um-
fassendes und ausreichendes Angebot an bezahlbaren Wohn- und Serviceangeboten für Senio-
ren mit geringem Einkommen. Es besteht perspektivisch zusätzlicher Bedarf an freifinanzierten
Wohnungen auch für solche Haushalte, deren Einkommen die Grenzen für eine Wohnberechti-
gung im sozialen Wohnungsbau überschreitet.
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Geplante Vorhaben und Einschätzung räumlicher Entwicklungspotenziale für weiterge-
hende Bedarfe
Derzeit befinden sich keine weiteren Wohnangebote zur gezielten Versorgung älterer / pflegebe-
dürftiger Menschen in Planung. Weitere Bedarfe könnten ggf. grundsätzlich im Rahmen bebau-
barer Grundstücksflächen in Mecklenbeck-Mitte (östl. Erweiterung) Berücksichtigung finden.
Albachten
Prognose zur Entwicklung der wohnberechtigten Bevölkerung im Alter von 65 Jahren und
älter
Mit einem Anstieg der o.g. Altersgruppe von bisher 618 (Jahr 2002) auf 952 (Jahr 2013) fällt die
prognostizierte Zunahme in den nächsten Jahren in Albachten mit 54 % deutlich aus. Es wird
erwartet, dass die Bevölkerung Albachtens durch Bautätigkeit im Stadtteil innerhalb des Progno-
sezeitraums auf 5.998 insgesamt steigt (+ 27,8 %). Der Anteil „Älterer“ beträgt dann voraussicht-
lich 15,9 % .
Einschätzung künftiger Wohnbedarfe für die Zielgruppe Älterer / Pflegebedürftiger unter
Berücksichtigung vorhandener Bewohner- und Angebotsstrukturen
Albachten weist neben älteren Siedlungsbeständen im Wohneigentum zugleich Geschosswoh-
nungsbau auf, der fast ausschließlich im freifinanzierten Angebotssegment zur Verfügung steht.
Mit der Ausweisung neuer Baugebiete für ca. 660 Wohneinheiten verfolgt die Stadt Münster das
Ziel, vorrangig Einfamilienhäuser für junge Familien mit Kindern zu schaffen.
Für die Zielgruppe Älterer wurden mit der Errichtung von 35 öffentlich geförderten Wohnungen
(Wohnanlage Rottkamp) umfangreiche und bezahlbare Wohnungsangebote für einkommens-
schwache Haushalte mit absehbarer Anbindung an eine Pflegeeinrichtung geschaffen. Darüber
hinaus besteht zur Versorgung der Bewohner im Stadtteil zusätzlicher Bedarf an Service-
Wohnungen für Personenkreise mit mittlerem und höherem Einkommen.
Geplante Vorhaben und Einschätzung räumlicher Entwicklungspotenziale für weiterge-
hende Bedarfe
In unmittelbarer Nachbarschaft zur bestehenden Wohnanlage Rottkamp plant ein privater Inves-
tor die Errichtung eines Objektes mit 18 altengerechten Wohnungen (davon 9 WE öffentlich ge-
fördert für Personengruppe B, ehem. 2. Förderweg). Nach Einschätzung der Verwaltung besteht
darüber hinaus absehbar kein Bedarf an weiteren Angebotsformen zur mittelfristigen Absiche-
rung einer altergerechten Wohnungsversorgung im Stadtteil Albachten.
Roxel
Prognose zur Entwicklung der wohnberechtigten Bevölkerung im Alter von 65 Jahren und
älter
Auch der Stadtteil Roxel wird sich in naher Zukunft infolge Ausweisung neuer Baugebiete weiter-
entwickeln. Laut städtischer Prognose wird bis 2013 ein Anstieg der Bevölkerung um 21 % auf
insgesamt 9.376 erwartet. Die Zahl Älterer steigt zeitgleich um 44 % und entspricht mit voraus-
sichtlich 1.534 bis zum Jahr 2013 dem Niveau des Stadtteils Mecklenbeck. 16,4 % der Bevölke-
rung Roxels wird dann 65 Jahre und älter sein.
Einschätzung künftiger Wohnbedarfe für die Zielgruppe Älterer / Pflegebedürftiger unter
Berücksichtigung vorhandener Bewohner- und Angebotsstrukturen
Ein hoher Anteil des vorhandenen Siedlungsbestandes im Eigentum (insbes. westlich Schelmen-
stiege, östlich Dorffeldstraße) stammt aus den 50er und 60er Jahren. Auch im Geschosswoh-
nungsbau aus den 70er und 80er Jahren besteht für die Zukunft Anpassungsbedarf an sich än-
dernde Wohnbedürfnisse von Senioren und Pflegebedürftigen. Das derzeitige Angebot an Alten-
wohnungen beschränkt sich derzeit auf 24 preisgebundene Wohnungen. Insbesondere mit Blick
auf die Lage des Objektes kann dieses Angebot heutigen Anforderungen an eine bedarfsgerech-
te Wohnungsversorgung von Senioren nicht gerecht werden. Mit zunehmender Alterung der dort
ansässigen Bevölkerung wächst der Bedarf nach altengerechten Wohnformen und wohnbeglei-
tenden Service- bzw. Dienstleistungen.
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Bisher gibt es für die älter werdende Generation in Roxel keine adäquaten Alternativen, um bei
Bedarf einen altersbedingten Wohnungswechsel innerhalb dieses Stadtteils zu realisieren.
Geplante Vorhaben und Einschätzung räumlicher Entwicklungspotenziale für weiterge-
hende Bedarfe
Im Ortszentrum ist die Errichtung altengerechter Wohnungen für unterschiedliche Einkommens-
strukturen geplant. (vgl. Anlage 1). Die konkrete Nachfrage bleibt abzuwarten. Darüber hinaus
gehende Bedarfe könnten ggf. grundsätzlich im Rahmen bebaubarer Grundstücksflächen in
Baugebiet Roxel-Nord Berücksichtigung finden.
Nienberge
Für den Stadtteil Nienberge werden bis zum Jahr 2013 rückläufige Bevölkerungszahlen prognos-
tiziert (- 316). Gleichzeitig steigt die Zahl der „Älteren“ deutlich an (+460, +51,9 %). Bis zum Ende
des Prognosezeitraums werden 21 % der Bevölkerung in diesem Stadtteil 65 Jahre und älter
sein. Mit dieser Quote dominiert der Stadtteil Nienberge innerhalb des Stadtbezirks West .
Einschätzung künftiger Wohnbedarfe für die Zielgruppe Älterer / Pflegebedürftiger unter
Berücksichtigung vorhandener Bewohner- und Angebotsstrukturen
In Nienberge überwiegt das Wohnen im Eigentum. Dem gegenüber steht ein anteilig geringer
Umfang an Mietwohnungsangeboten. Mit der Errichtung von Service-Wohnungen im Ortskern (9
WE, freifinanziert) wurde jüngst für Senioren erstmals eine bedarfsgerechte Wohnalternative ge-
schaffen. Darüber hinaus besteht aus Sicht der Verwaltung Bedarf an Seniorenwohnungen für
einkommensschwache Haushalte.
Geplante Vorhaben und Einschätzung räumlicher Entwicklungspotenziale für weiterge-
hende Bedarfe
Im Zentrum werden derzeit zwei Gruppenwohnungen für ambulant betreute Hausgemeinschaften
(je 7 Pers.) sowie Wohnungen für Angehörige (4 WE) und Senioren (2 WE) gebaut. Die konkrete
Nachfrage bleibt abzuwarten und bietet u.a. eine Grundlage für weitere Bedarfsaussagen. Wei-
tergehende künftige Bedarfe könnten ggf. grundsätzlich im Rahmen der Planungen zur Bebau-
ung des ehemaligen Schützenplatzes Berücksichtigung finden.
I.V.
Gez.
Dr. Klein
Anlagen:
1. Übersicht Alten/Service-Wohnungen im Stadtbezirk West
2. Übersicht Heim-/Pflegeangebote im Stadtbezirk West
3. Antrag der CDU-Fraktion A-W/005/2005 vom 05.01.2005
Anlage 3 - Antrag der CDU-Fraktion A-W/005/2005 vom 05.01.2005
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j Anlage 3 zur Berichtsvorlage; V/0631/2005 x P a ’ En | Ah | 5/2005 || CDU Fraktion in der Bezirksvertretung Münster-West a LE Era im a Münster, 05.01.2005 STADT MÜNSTER 20. JAN. 2055 - Amt für Bürggrangswgenhsiten - Bezirksverwaltun, An die Bezirksvorsteherin des Stadtbezirkes Münster - West Antrag Öffentlich geförderter Wohnraum für Senioren Die Bezirksvertretung West möge beschliessen : 1. Die Verwaltung wird beauftragt, eine Bedarfsanalyse für öffentlich geförderten Wohnraum für Senioren im Stadtbezirk West zu erstellen. 2. Die Verwaltung möge in diesem Zusammenhang mit den Wohnungsbauunternehmen abstimmen, ob solche Projekte geplant sind und falls nicht, ob solche Objekte vorstellbar sind und welche Voraussetzungen dafür bestehen müssen. Begründung: Die Zahl der älteren Bürgerinnen und Bürger nimmt zu. Viele Senioren wollen oder können nicht mehr in ihrer Wohnung bleiben und suchen daher nach einer seniorengerechten Alternative ir ihrem gewohnten Umfeld. Nachdem in den vergangenen Jahren im Bereich der freifinanzierten Altenwohnungen auch im Stadtbezirk West einige neue Häuser entstanden sind, schein weiterhin der Bedarf an öffentlich geförderten, d.h. preisgünstigen Wohnungen für Senioren zu bestehen. Dieser Bedarf ist frühzeitig zu ermitteln, um so möglicherweise Strategien und Pläne zur bedarfsgerechten Umsetzung erarbeiten zu können, um so den Bürgerinnen und Bürgern einen Verbleib im Stadtteil zu ermöglichen. Gez. Christine Mühlan Elisabeth Westrup
Anlage 2 - Übersicht Heim-/Pflegeangebote im Stadtbezirk West
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Anlage 2 zur Berichtsvorlage V/0631/2005 Übersicht Heim- /Pflegeangebote im Stadtbezirk West (Stand 15.07.2005) Stat. Bez. Stadtteil Heim-/Pflegeangebote Platzangebot Heim-/ Pflegeangebote in Planung Platzangebot Standortoptionen für zur möglichen Weiterentwicklung des Angebotes Altenheim St. Elisabeth 73 Einzel-, 21 Doppelzimmer Forum Gievenbeck, Baugebiet Gievenbeck Südwest, südl. Teil 80 Pflegeplätze, 16 Kurzzeitpflege- plätze nicht bekannt Seniorenheim Michaelweg 41 Heim-/ Pflegeplätze 52 Sentrup Martin-Luther-Haus 48 Pflegeplätze, 113 Heim-/ Pflegeplätze keine nicht bekannt 54 Mecklenbeck Ev. Altenzentrum Meckmannshof 26 Heimplätze, 140 Pflegeplätze keine keine 56 Albachten Altenpflegeheim AWO 66 Pflegeplätze nicht bekannt 57 Roxel keine Baugebiet Roxel Nord 58 Nienberge keine ehem. Schützenplatz, Plettendorfstraße 51 Gievenbeck
Beratungsverlauf (1)
Beschluss: zur Kenntnis genommen
Zur SitzungOrte (22)
- Schmeddingstraße 115
- Dorffeldstraße
- Fliednerstraße 17
- Kirmstraße
- Plettendorfstraße 51
- Rüschhausweg 17
- Arnheimweg 16
- Südlohnweg 5
- Toppheideweg 1
- Rottkamp 55
- Buschkamp 11
- Christoph-Bernhard-Graben 105
- Mecklenbecker Straße 421
- Nienberger Kirchplatz 2
- Sentruper Höhe
- Schelmenstiege 33
- Schlautstiege
- Bruchfeldweg 6
- Gartenstiege 1
- Soetenkamp
- Michaelweg 41
- Kleibusch 10
Ortsbezüge werden automatisch aus den Dokumenten ermittelt und können unvollständig sein.
Details
- Vorlagen-Nr.
- V/0631/2005
- Typ
- Vorlage
- Datum
- 03.08.2005
- Erstellt
- 06.10.2020 14:37