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V/0631/2005

Wohnraum für Senioren im Stadtbezirk West

Vorlage 03.08.2005

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Nächste Beratung: Bezirksvertretung Münster-West, Sitzung am 08.09.2005, TOP 3.2

Anlage 1 - Übersicht Alten/Service-Wohnungen im Stadtbezirk West

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Ansehen

Berichtsvorlage

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Ansehen

Anlage 3 - Antrag der CDU-Fraktion A-W/005/2005 vom 05.01.2005

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Ansehen

Anlage 2 - Übersicht Heim-/Pflegeangebote im Stadtbezirk West

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Ansehen

Anlage 1 - Übersicht Alten/Service-Wohnungen im Stadtbezirk West

2032 Zeichen

Anlage 1 zur Berichtsvorlage  V/0631/2005
Übersicht Alten-/Service-Wohnungen im Stadtbezirk West (Stand 15.07.2005)
frei 
finan-
ziert
 öff. 
gefördert
mit Service  
bzw.  Heim-
anbindung
frei 
finanziert
 öff. 
gefördert
mit Service 
bzw. Heim-
anbindung
Südlohnweg 5 keine 8 keine
Forum Gievenbeck, 
Baugebiet 
Gievenbeck Südwest, 
südl. Teil 32 32
Baugebiet 
Gievenbeck-Südwest, 
nördlicher Teil
Bruchfeldweg 6, 8 keine 8 keine Am Küchenbusch 21 1* + 6 1* geplant
Am Küchenbusch 21 keine 20 keine
Toppheideweg 1 keine 29 keine
Lukas-Zentrum, 
Rüschhausweg 17 52 keine 52
Arnheim-Arkaden, 
Arnheimweg 16 keine 16
Wohnresidenz 
Sentruper Höhe, 
Schmeddingstraße 
115-117 35 21 56 keine nicht bekannt
Martin-Luther-Haus, 
Fliednerstraße 17 10 keine 10
darunter darunter 
Sentrup
Standortoptionen 
zur möglichen 
Weiterentwicklung 
des Angebotes
Wohnungsangebote für Menschen im Alter 
Stat. 
Bez. Stadtteil Lage
Wohnungsangebote in Planung
Lage
51 Gievenbeck
52

Anlage 1 zur Berichtsvorlage  V/0631/2005
frei 
finan-
ziert
 öff. 
gefördert
mit Service  
bzw.  Heim-
anbindung
frei 
finanziert
 öff. 
gefördert
mit Service 
bzw. Heim-
anbindung
Christoph-Bernhard-
Graben 105, 107, 153 keine 24 16 keine
Baugebiet 
Mecklenbeck-Mitte, 
südöstl. Teil (Baureif 
ca. 2006)
Christoph-Bernhard-
Graben (Projekt: 
Gemeinsam Wohnen 
für Jung und Alt) keine 3 keine
Ev. Altenzentrum 
Meckmannshof, 
Mecklenbecker Str. 
421 - 423 keine 37 37
Kleibusch 10 keine 15 keine
56 Albachten Rottkamp 55 - 57 keine 35 35 Rottkamp ca. 8 ca. 8 ca. 16 nicht bekannt
Buschkamp 11-15 keine 24 keine Pantaleonplatz 13 13 26 Baugebiet Roxel Nord
Schelmenstiege 33 8 keine keine
58 Nienberge
Nienberger Kirchplatz 
2-4 9 keine 9
Kirmstraße / 
Gartenstiege 1* + 4 1* +2 8
ehem. Schützenplatz, 
Plettendorfstraße
* Gruppenwohnungen für max. 8 Personen
57 Roxel
54 Mecklenbeck
Wohnungsangebote in Planung
La
ge
darunter Standortoptionen 
zur möglichen 
Weiterentwicklung 
des Angebotes
Wohnungsangebote für Menschen im Alter 
Lage
darunter 
Stat. 
Bez. Stadtteil

Berichtsvorlage

15891 Zeichen

DER OBERBÜRGERMEISTER 
Amt für Wohnungswesen 
 
 
 
 
 
 
 
Betrifft 
 
Wohnraum für Senioren im Stadtbezirk West 
 
 
Beratungsfolge 
 
 
08.09.2005 Bezirksvertretung Münster-West Bericht 
 
 
Bericht: 
 
Die Verwaltung hat künftige Bedarfe zur Wohnraumversorgung von Senioren im Stadtbezirk 
West unter Berücksichtigung vorhandener und geplanter Angebote mit folgenden Ergebnissen 
analysiert: 
 
I. Sozial- und wohnungspolitische Ziele der Stadt Münster 
Ziel der Stadt Münster ist, unterschiedliche Angebotsformen für ein
e bedarfsgerechte Woh-
nungsversorgung Älterer/Pflegebedürftiger sowie die soziale und pflegerische Infrastruktur wohn-
ortnah und über alle Stadtteile möglichst gleichmäßig zu verteilen und bedarfsgerecht weiterzu-
entwickeln.  
 
Aus der angestrebten Absicherung einer selbständigen Lebensführung im Alter und bei Pflege-
bedürftigkeit ergeben sich besondere qualitative Anforderungen an künftige Standorte zur Wei-
terentwicklung dieses Angebotssegment. Dazu gehört insbesondere eine zentrale Lage, die Mög-
lichkeiten zum Einkauf und zur Inanspruchnahme weiterer Dienstleistungen/Angebote ohne grö-
ßere Distanzhindernisse zulässt.   
 
Im Rahmen der Beratung potenzieller Investoren zur Planung und Errichtung unterschiedlicher  
Wohn- und Angebotsformen in diesem Segment fi nden spezifische Bedarfe, Fördermöglichkeiten 
im Wohnungsbau sowie unterschiedliche soziale Strukturen der Stadtteile regelmäßig Berück-
sichtigung. Eine bedarfs- und stadtteilorientierte Weiterentwicklung und Anpassung von Ange-
botsstrukturen zur Versorgung älterer/pflegebedürftiger und/oder demenzkranker Menschen er-
folgt grundsätzlich unter der Maßgabe, im Ortsteil ansässigen Bürgern/Bürgerinnen ausreichende 
und bedarfsgerechte Wohnalternativen für diese Lebensphase anzubieten, um ihnen den 
Verbleib innerhalb eines vertrauten Wohnquartiers zu ermöglichen.  
Neben dem Neubau von Wohnraum für alte und pflegebedürftige Menschen gewinnen dabei 
künftig Anpassungsmaßnahmen im Bestand an Bedeutung, um steigende Bedarfe einer altersge-
rechten Wohnungsversorgung für die Zukunft abzusichern.   
 
Vorlagen-Nr.: 
V/0631/2005 
Auskunft erteilt: 
Frau  Fahl 
Ruf: 
492 64 80 
E-Mail: 
FahlA@stadt-muenster.de 
Datum: 
03.08.2005 
Öffentliche Berichtsvorlage

2 
II. Bedarf und Angebot von Wohnraum für Ältere / Pflegebedürftige in Stadtteilen des 
Stadtbezirks West 
 
Gievenbeck 
Prognose1 zur Entwicklung der wohnberechtigten Bevölkerung im Alter von 65 Jahren und 
älter 
Mit einem prognostizierten Anstieg dieser Altersgruppe von bisher 1.425 (Jahr 2002) auf 2.395 
(Jahr 2013) Personen (+ 68,1 %) übernimmt der Stadtteil Gievenbeck innerhalb des Stadtbezirks 
West im demographischen Entwicklungsprozess eine „Führungsposition“.  Da die Bevölkerung 
wegen hoher Bauintensität hier insgesamt stark wächst (bis 2013 um 14 % auf 19.839), bleibt der 
Anteil „Älterer“ im stadtweiten Vergleich mit ca. 12 % dennoch „unauffällig“. 
 
Einschätzung künftiger Wohnbedarfe für die Zielgruppe Älterer / Pflegebedürftiger unter 
Berücksichtigung vorhandener Bewohner- und Angebotsstrukturen 
Der Stadtteil Gievenbeck weist neben älteren Einfamilienhausbeständen rund um den Ortskern 
einen hohen Anteil an Geschosswohnungen aus, der in Intervallen vornehmlich in den 60er Jah-
ren sowie Anfang der 80er bis Mitte der 90er Jahre errichtet wurde (z.B. Wohnquartier Topphei-
de). Mit der Entwicklung des Baugebietes Gievenbeck-Südwest sind seit 1999 weitere zahlreiche 
Wohnungen im Eigentum und zur Anmietung entstanden. 
 
Entsprechend der Bedarfslage zielte die Angebotsausweitung im Stadtteil Gievenbeck in zurück-
liegenden Jahrzehnten zunächst vornehmlich auf eine Verbesserung der Wohnungsversorgung 
von einkommensschwachen Haushalten mit Kinder n. Mit dem Baugebiet Gievenbeck- Südwest 
(südlicher Teil) konzentriert sich die Weiterentwicklung des Stadtteils nunmehr auf die Bildung 
von Wohneigentum.   
 
Das Angebot an „Sozialwohnungen“ (ca. 1.450 WE öffentlich gefördert, „erster Förderweg“), des-
sen Nutzung einkommensschwachen Haushalte vorbehalten ist, umfasst in Gievenbeck mittler-
weile ca. 16 % des gesamten Wohnungsbestandes (Wohnquartiere: südl. Rüschhausweg, Topp-
heide, Heckenkarree). Damit übernimmt dieser Stadtteil im Angebotssegment preiswerter Woh-
nungen nicht nur für den Stadtbezirk West eine  bedeutende „Versorgungsfunktion“. 
 
Für die Zielgruppe älterer und pflegebedürftiger Menschen wurden mit der Errichtung des Lukas-
Zentrums und weiteren Service-Wohnungen am Arnheimweg (oberhalb Lidl-Markt) umfangreiche 
und qualitativ hochwertige Wohnungsangebote geschaffen. Mit Blick auf die dafür anfallenden 
Kosten bieten diese Angebote allerdings für Stadtteilbewohner/innen, die dauerhaft auf eine 
preisgünstige Wohnungsversorgung angewiesen sind, bei Bedarf keine adäquate Wohnalternati-
ve.  
Mit Blick auf zu erwartende demographische Entwicklungen ist damit zu rechnen, dass der Be-
darf nach altengerechten bezahlbaren Wohn- und Serviceangeboten in Gievenbeck mit fort-
schreitender Alterung dortiger Bewohnerstrukturen stark steigt. Das derzeitige Angebot von ca. 
65 öffentlich geförderten Wohnungen wird hinsichtlich Umfang und Qualität diesem Bedarf per-
spektivisch nicht gerecht. Soweit sinnvoll (Wohnlage, Wohnungsgröße, Wohnumfeld) gilt es vor-
rangig, Anpassungspotenziale im Bestand effektiv  zu nutzen, damit Bewohner/innen trotz Alter 
und Unterstützungsbedarf auf Wunsch in ihrer angestammten Wohnung weiterhin verbleiben 
können. Daneben besteht zusätzlicher Bedarf an öffentlich geförderten Service-Wohnformen. 
 
Geplante Vorhaben und Einschätzung räumlicher Entwicklungspotenziale für weiterge-
hende Bedarfe 
Nachdem eine anteilige Finanzierung des Service-Wohnobjektes „Arnheimweg“ mit öffentlichen 
Mitteln trotz intensiver Bemühungen der Verwaltung nicht zum Zuge kam, kommen als Standort-
alternative zur Ausweitung des Angebotes z ugunsten einkommensschwacher Haushalte noch 
vermarktbare Mehrfamilienhausgrundstücke im Baugebiet Gievenbeck-Südwest - nördlicher Teil - 
                                                
 
1 Kleinräumige Bevölkerungsprognose der Stadt Münster 2002 bis 2013, Amt für Stadt- und Regionalent-
wicklung, Statistik, Beiträge zur Statistik Nr. 85

3 
in Betracht. Die Landesentwicklungsgesellschaft NRW GmbH (LEG) hat auf Anfrage gegenüber 
der Verwaltung im Mai 2005 grundsätzliche Bereitschaft zur Auswahl / Veräußerung eines poten-
ziell geeigneten Grundstücks signalisiert. Eine Konkretisierung dieses Angebotes seitens der 
LEG steht noch aus.    
Darüber hinaus bestehen erste Überlegungen der Stiftungsverwaltung (Friedrich und Irmgard 
Buschmann Stiftung) zur Errichtung von Hausgemeinschaften für demenziell Erkrankte und 
Wohnungen für deren Angehörige in Nachbarschaft zum Altenheim St. Elisabeth. Konkrete Pla-
nungen werden den politischen Gremien baldmöglichst vorgestellt.  
 
Sentrup
 
Prognose zur Entwicklung der wohnberechtigten Bevölkerung im Alter von 65 Jahren und 
älter 
Für den Stadtteil Sentrup werden bis zum Jahr 2013 rückläufige Bevölkerungszahlen prognosti-
ziert (- 320). Gleichzeitig steigt die Zahl der „Älteren“ sukzessive an (+130) und umfasst dann 
anteilig  14,4 % (2002 = 11,7 %). 
 
Einschätzung künftiger Wohnbedarfe für die Zielgruppe Älterer / Pflegebedürftiger unter 
Berücksichtigung vorhandener Bewohner- und Angebotsstrukturen 
Der Stadtteil Sentrup ist geprägt durch Wohneigentum, das in den vergangenen Jahren durch 
das Neubaugebiet „Schmeddingstraße/Soetenkamp“ weiter ausgebaut wurde. 
In den älteren Siedlungsbeständen ist ein  „Generationswechsel“ absehbar. Offen ist, ob und in 
welchem Umfang dort lebende Bewohner in diesem Prozess zusätzliche Nachfrage nach stand-
ortnahen und altersgerechten Wohnalternativen auslösen.  
 
Nach Einschätzung der Verwaltung gewährleistet die „Wohnresidenz Sentruper Höhe“ mit 56 
Service-Wohnungen sowohl im öffentlich gefördert en (21 WE) als auch im freifinanzierten Seg-
ment derzeit ein ausreichendes und bedarfsgerechtes  Angebot für diesen Stadtteil.    
 
Mecklenbeck
 
Prognose zur Entwicklung der wohnberechtigten Bevölkerung im Alter von 65 Jahren und 
älter 
Bis 2013 wird diese Altersgruppe um 25,8 % auf 1.556 ansteigen und damit proportional stärker 
wachsen als die Wohnbevölkerung in Mecklenbeck insgesamt (+14,8 %; 10.196).  
Bis zum Ende des Prognosezeitraums wird die Bevölkerung im Alter von 65 Jahren und älter 
einen Anteil von 15,3 % umfassen. 
 
Einschätzung künftiger Wohnbedarfe für die Zielgruppe Älterer / Pflegebedürftiger unter 
Berücksichtigung vorhandener Bewohner- und Angebotsstrukturen 
Der Stadtteil Mecklenbeck verfügt über sehr heterogene Wohnungsangebote und Bewohner-
strukturen, die insbesondere mit den Baugebieten „Mecklenbeck-Mitte“, „Schlautstiege“ und „Os-
senkampstiege“  in jüngster Vergangenheit weiter aufgefächert wurden. Neben Wohneigentum 
auch in älteren Siedlungsbeständen finden sich in Mecklenbeck zahlreiche Mietwohnungen, an-
teilig ca.  
6 % davon zählen zum preisgebundenen Angebotssegment. 
Es ist davon auszugehen, dass vor allem Wohnraum in älteren Beständen auf Dauer nicht auf 
Bedürfnisse einer älter werdenden Gesellschaft zugeschnitten ist und in betroffenen Wohnquar-
tieren Anpassungsbedarfe auslöst. 
Mit dem Altenzentrum Meckmannshof, dem Projek t „Gemeinsam Wohnen für Alt und Jung“  und 
drei weiteren neuen Service-Wohnobjekten (24 WE) verfügt Mecklenbeck derzeit über ein um-
fassendes und ausreichendes Angebot an bezahlbaren Wohn- und Serviceangeboten für Senio-
ren mit geringem Einkommen. Es besteht perspektivisch zusätzlicher Bedarf an freifinanzierten 
Wohnungen auch für solche Haushalte, deren Einkommen die Grenzen für eine Wohnberechti-
gung im sozialen Wohnungsbau überschreitet.

4 
Geplante Vorhaben und Einschätzung räumlicher Entwicklungspotenziale für weiterge-
hende Bedarfe 
Derzeit befinden sich keine weiteren Wohnangebote zur gezielten Versorgung älterer / pflegebe-
dürftiger Menschen in Planung. Weitere Bedarfe könnten ggf. grundsätzlich im Rahmen bebau-
barer Grundstücksflächen in Mecklenbeck-Mitte  (östl. Erweiterung) Berücksichtigung finden.        
 
Albachten
 
Prognose zur Entwicklung der wohnberechtigten Bevölkerung im Alter von 65 Jahren und 
älter 
Mit einem Anstieg der o.g. Altersgruppe von bisher 618 (Jahr 2002) auf 952 (Jahr 2013) fällt die 
prognostizierte Zunahme in den nächsten Jahren in Albachten mit 54 % deutlich aus. Es wird 
erwartet, dass die Bevölkerung Albachtens durch Bautätigkeit im Stadtteil innerhalb des Progno-
sezeitraums auf 5.998 insgesamt steigt (+ 27,8 %). Der Anteil „Älterer“ beträgt dann voraussicht-
lich 15,9 % . 
 
Einschätzung künftiger Wohnbedarfe für die Zielgruppe Älterer / Pflegebedürftiger unter 
Berücksichtigung vorhandener Bewohner- und Angebotsstrukturen  
Albachten weist neben älteren Siedlungsbeständen im Wohneigentum zugleich Geschosswoh-
nungsbau auf, der fast ausschließlich im freifinanzierten Angebotssegment zur Verfügung steht. 
Mit der Ausweisung neuer Baugebiete für ca. 660 Wohneinheiten verfolgt die Stadt Münster das 
Ziel, vorrangig Einfamilienhäuser für junge Familien mit Kindern  zu schaffen. 
Für die Zielgruppe Älterer wurden mit der Errichtung von 35 öffentlich geförderten Wohnungen 
(Wohnanlage Rottkamp) umfangreiche und bezahlbare Wohnungsangebote für einkommens-
schwache Haushalte mit absehbarer Anbindung an eine Pflegeeinrichtung geschaffen. Darüber 
hinaus besteht zur Versorgung der Bewohner im Stadtteil zusätzlicher Bedarf an Service-
Wohnungen für Personenkreise mit mittlerem und höherem Einkommen. 
 
Geplante Vorhaben und Einschätzung räumlicher Entwicklungspotenziale für weiterge-
hende Bedarfe 
In unmittelbarer Nachbarschaft zur bestehenden Wohnanlage Rottkamp plant ein privater Inves-
tor die Errichtung eines Objektes mit 18 altengerechten Wohnungen (davon 9 WE öffentlich ge-
fördert für Personengruppe B, ehem. 2. Förderweg). Nach Einschätzung der  Verwaltung besteht 
darüber hinaus absehbar kein Bedarf an weiteren Angebotsformen zur mittelfristigen Absiche-
rung einer altergerechten Wohnungsversorgung im Stadtteil Albachten. 
  
Roxel
 
Prognose zur Entwicklung der wohnberechtigten Bevölkerung im Alter von 65 Jahren und 
älter 
Auch der Stadtteil Roxel wird sich in naher Zukunft infolge Ausweisung neuer Baugebiete weiter-
entwickeln. Laut städtischer Prognose wird bis 2013 ein Anstieg der Bevölkerung um 21 % auf 
insgesamt 9.376 erwartet. Die Zahl Älterer steigt zeitgleich um 44 % und entspricht mit voraus-
sichtlich 1.534 bis zum Jahr 2013 dem Niveau des Stadtteils Mecklenbeck. 16,4 % der Bevölke-
rung Roxels wird dann 65 Jahre und älter sein.    
 
Einschätzung künftiger Wohnbedarfe für die Zielgruppe Älterer / Pflegebedürftiger unter 
Berücksichtigung vorhandener Bewohner- und Angebotsstrukturen 
Ein hoher Anteil des vorhandenen Siedlungsbestandes im Eigentum (insbes. westlich Schelmen-
stiege, östlich Dorffeldstraße) stammt aus den 50er und 60er Jahren. Auch im Geschosswoh-
nungsbau aus den 70er und 80er Jahren besteht für die Zukunft Anpassungsbedarf an sich än-
dernde Wohnbedürfnisse von Senioren und Pflegebedürftigen. Das derzeitige Angebot an Alten-
wohnungen beschränkt sich derzeit auf 24 preisgebundene Wohnungen. Insbesondere mit Blick 
auf die  Lage des Objektes kann dieses Angebot heutigen Anforderungen an eine bedarfsgerech-
te Wohnungsversorgung von Senioren nicht gerecht werden.  Mit zunehmender Alterung der dort 
ansässigen Bevölkerung wächst der Bedarf nach altengerechten Wohnformen und wohnbeglei-
tenden Service- bzw. Dienstleistungen.

5 
Bisher gibt es für die älter werdende Generation  in Roxel keine adäquaten Alternativen, um bei 
Bedarf einen altersbedingten Wohnungswechsel innerhalb dieses Stadtteils zu realisieren. 
 
Geplante Vorhaben und Einschätzung räumlicher Entwicklungspotenziale für weiterge-
hende Bedarfe 
Im Ortszentrum ist die Errichtung altengerechter Wohnungen für unterschiedliche Einkommens-
strukturen geplant. (vgl. Anlage 1). Die konkrete Nachfrage bleibt abzuwarten. Darüber hinaus 
gehende Bedarfe könnten ggf. grundsätzlich im Rahmen bebaubarer Grundstücksflächen in 
Baugebiet Roxel-Nord Berücksichtigung finden.        
 
Nienberge 
Für den Stadtteil Nienberge werden bis zum Jahr 2013 rückläufige Bevölkerungszahlen prognos-
tiziert (- 316). Gleichzeitig steigt die Zahl der „Älteren“ deutlich an (+460, +51,9 %). Bis zum Ende 
des Prognosezeitraums werden 21 % der Bevölkerung in diesem Stadtteil 65 Jahre und älter 
sein. Mit dieser Quote dominiert der Stadtteil Nienberge innerhalb des Stadtbezirks West .     
 
Einschätzung künftiger Wohnbedarfe für die Zielgruppe Älterer / Pflegebedürftiger unter 
Berücksichtigung vorhandener Bewohner- und Angebotsstrukturen 
In Nienberge überwiegt das Wohnen im Eigentum. Dem gegenüber steht ein anteilig geringer 
Umfang an Mietwohnungsangeboten. Mit der Errichtung von Service-Wohnungen im Ortskern (9 
WE, freifinanziert) wurde jüngst für Senioren erstmals eine bedarfsgerechte Wohnalternative ge-
schaffen. Darüber hinaus besteht aus Sicht der Verwaltung Bedarf an  Seniorenwohnungen für 
einkommensschwache Haushalte.  
 
Geplante Vorhaben und Einschätzung räumlicher Entwicklungspotenziale für weiterge-
hende Bedarfe 
Im Zentrum werden derzeit zwei Gruppenwohnungen für ambulant betreute Hausgemeinschaften 
(je 7 Pers.) sowie Wohnungen für Angehörige (4 WE) und Senioren (2 WE) gebaut.  Die konkrete 
Nachfrage bleibt abzuwarten und bietet u.a. eine Grundlage für weitere Bedarfsaussagen. Wei-
tergehende künftige Bedarfe könnten ggf. grundsätzlich im Rahmen der Planungen zur Bebau-
ung des ehemaligen Schützenplatzes Berücksichtigung finden.    
 
I.V. 
 
Gez. 
Dr. Klein 
 
 
Anlagen: 
1. Übersicht Alten/Service-Wohnungen im Stadtbezirk West 
2. Übersicht Heim-/Pflegeangebote im Stadtbezirk West 
3. Antrag der CDU-Fraktion A-W/005/2005 vom 05.01.2005

Anlage 3 - Antrag der CDU-Fraktion A-W/005/2005 vom 05.01.2005

1498 Zeichen

j Anlage 3 zur Berichtsvorlage; V/0631/2005
x P a ’ En
| Ah | 5/2005
|| CDU Fraktion in der

Bezirksvertretung Münster-West
a LE Era im a

Münster, 05.01.2005

STADT MÜNSTER
20. JAN. 2055

- Amt für Bürggrangswgenhsiten -
Bezirksverwaltun,

An die Bezirksvorsteherin
des Stadtbezirkes Münster - West

Antrag
Öffentlich geförderter Wohnraum für Senioren

Die Bezirksvertretung West möge beschliessen :

1. Die Verwaltung wird beauftragt, eine Bedarfsanalyse für öffentlich geförderten
Wohnraum für Senioren im Stadtbezirk West zu erstellen.

2. Die Verwaltung möge in diesem Zusammenhang mit den Wohnungsbauunternehmen
abstimmen, ob solche Projekte geplant sind und falls nicht, ob solche Objekte
vorstellbar sind und welche Voraussetzungen dafür bestehen müssen.

Begründung:

Die Zahl der älteren Bürgerinnen und Bürger nimmt zu. Viele Senioren wollen oder können nicht
mehr in ihrer Wohnung bleiben und suchen daher nach einer seniorengerechten Alternative ir

ihrem gewohnten Umfeld. Nachdem in den vergangenen Jahren im Bereich der freifinanzierten

Altenwohnungen auch im Stadtbezirk West einige neue Häuser entstanden sind, schein
weiterhin der Bedarf an öffentlich geförderten, d.h. preisgünstigen Wohnungen für Senioren zu
bestehen.

Dieser Bedarf ist frühzeitig zu ermitteln, um so möglicherweise Strategien und Pläne zur
bedarfsgerechten Umsetzung erarbeiten zu können, um so den Bürgerinnen und Bürgern einen
Verbleib im Stadtteil zu ermöglichen.

Gez. Christine Mühlan
Elisabeth Westrup

Anlage 2 - Übersicht Heim-/Pflegeangebote im Stadtbezirk West

889 Zeichen

Anlage 2 zur Berichtsvorlage V/0631/2005
Übersicht Heim- /Pflegeangebote im Stadtbezirk West (Stand 15.07.2005)
Stat. 
Bez. Stadtteil Heim-/Pflegeangebote Platzangebot
Heim-/ 
Pflegeangebote in 
Planung Platzangebot
Standortoptionen für  
zur möglichen 
Weiterentwicklung des 
Angebotes 
Altenheim St. Elisabeth
73 Einzel-,               
21 Doppelzimmer
Forum Gievenbeck, 
Baugebiet Gievenbeck 
Südwest, südl. Teil
80 Pflegeplätze, 16 
Kurzzeitpflege-
plätze nicht bekannt
Seniorenheim Michaelweg 
41 Heim-/ 
Pflegeplätze
52 Sentrup Martin-Luther-Haus
48 Pflegeplätze,      
113 Heim-/ 
Pflegeplätze keine nicht bekannt
54 Mecklenbeck Ev. Altenzentrum Meckmannshof
26 Heimplätze,       
140 Pflegeplätze keine keine
56 Albachten Altenpflegeheim AWO 66 Pflegeplätze nicht bekannt
57 Roxel keine Baugebiet Roxel Nord
58 Nienberge keine
ehem. Schützenplatz, 
Plettendorfstraße 
51 Gievenbeck

Beratungsverlauf (1)

08.09.2005 Bezirksvertretung Münster-West
TOP 3.2 Bericht Entscheidung

Beschluss: zur Kenntnis genommen

Zur Sitzung

Orte (22)

  • Schmeddingstraße 115
  • Dorffeldstraße
  • Fliednerstraße 17
  • Kirmstraße
  • Plettendorfstraße 51
  • Rüschhausweg 17
  • Arnheimweg 16
  • Südlohnweg 5
  • Toppheideweg 1
  • Rottkamp 55
  • Buschkamp 11
  • Christoph-Bernhard-Graben 105
  • Mecklenbecker Straße 421
  • Nienberger Kirchplatz 2
  • Sentruper Höhe
  • Schelmenstiege 33
  • Schlautstiege
  • Bruchfeldweg 6
  • Gartenstiege 1
  • Soetenkamp
  • Michaelweg 41
  • Kleibusch 10

Ortsbezüge werden automatisch aus den Dokumenten ermittelt und können unvollständig sein.

Details

Vorlagen-Nr.
V/0631/2005
Typ
Vorlage
Datum
03.08.2005
Erstellt
06.10.2020 14:37