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234. Änderung des Flächennutzungsplanes (FNP) im Stadtbezirk 5, Köln-Nippes Arbeitstitel: "Quartiersentwicklung Simonskaul in Köln-Weidenpesch und Aufhebung der Verlängerung der Äußeren Kanalstraße in Köln-Bilderstöckchen, -Weidenpesch und -Longerich

Mitteilung Ausschuss 3361/2021 vom 29.12.2021

Stand: Am 27.01.2022 in der Bezirksvertretung 5 (Nippes) beraten. Ergebnis: Kenntnis genommen.

Dokumente

  • Anlage 1 Lage des Änderungsbereiches

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    Anlage 1 Planwirkungsbereich der Vorlage zur Orientierung von Mitgliedern des Rates, der Ausschüsse und der Bezirksvertretungen, die wegen Befangenheit an den Beratungen zu diesem Tagesordnungspunkt nicht teilnehmen dürfen. 234. Änderung des Flächennutzungsplanes: - Lage des Änderungsbereiches - ¯ Änderungsbereich 1:15.000M.: Quartiersentwicklung Simonskaul in Köln-Weidenpesch und Aufhebung der Verlängerung der Äußeren Kanalstraße in Köln-Bilderstöckchen, -Weidenpesch und -Longerich
  • Anlage 2 Bisherige Darstellung des FNP

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    * , E , : E 5 P F = E , = E E , . / = J F J F ,E * 0 A , *F : ! ( F ! / ,, / = F F ,R J * ! F C E , F , F F: F # # ' , * JE ( E R E 0 , ( E E ! J9 * , E , : E 5 P F = E , = E E , . / = J F J F ,E * 0 A , *F : ! ( F ! / ,, / = F F ,R J * ! F C E , F , F F: F # # ' , * JE ( E R E 0 , ( E E ! J9 NSG W W W GE M M GE W SO Kölner Verkehrsbetriebe SO Soziale Einrichtung Anlage 2 ¯ 0 100 200 300 400 50050 m 1:10.000M.: 234. Änderung des Flächennutzungsplanes: - bisherige Darstellung - Quartiersentwicklung Simonskaul in Köln-Weidenpesch und Aufhebung der Verlängerung der Äußeren Kanalstraße in Köln-Bilderstöckchen, -Weidenpesch und -Longerich # Krankenhaus Änderungsbereich Wohnbaufläche Gemischte Baufläche Gemeinbedarfsfläche Grünfläche Wasserfläche Fläche für Hauptverkehrszüge Fläche für Bahnanlagen Naturschutzgebiet E 5 W M Sondergebiet Gewerbegebiet SO GE NSG 9 Alteneinrichtung P Dauerkleingärten, Standort unbestimmt = Dauerkleingärten C Friedhof : Jugendeinrichtung F Kindereinrichtung ! Kirche ' Parkanlage * Schule , Spielplatz J Spielplatz, Standort unbestimmt Legende
  • Anlage 3 Beabsichtigte Darstellung des FNP

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    * , E , : E 5 P F = E , = E E , . / = J F J F ,E * 0 A , *F : ! ( F ! / ,, / = F F ,R J * ! F C E , F , F F: F # # ' , * JE ( E R E 0 , ( E E ! J9 E ' E E F , NSG W W W GE M M GE W SO Kölner Verkehrsbetriebe W SO Soziale Einrichtung Anlage 3 ¯ 0 100 200 300 400 50050 m 1:10.000M.: 234. Änderung des Flächennutzungsplanes: - beabsichtigte Darstellung - Quartiersentwicklung Simonskaul in Köln-Weidenpesch und Aufhebung der Verlängerung der Äußeren Kanalstraße in Köln-Bilderstöckchen, -Weidenpesch und -Longerich SO GE # Krankenhaus Änderungsbereich Wohnbaufläche Gemischte Baufläche Gemeinbedarfsfläche Grünfläche Wasserfläche Fläche für Hauptverkehrszüge Fläche für Bahnanlagen Naturschutzgebiet E 5 W M Sondergebiet Gewerbegebiet SO GE NSG 9 Alteneinrichtung P Dauerkleingärten, Standort unbestimmt = Dauerkleingärten C Friedhof : Jugendeinrichtung F Kindereinrichtung ! Kirche ' Parkanlage * Schule , Spielplatz J Spielplatz, Standort unbestimmt Legende
  • Mitteilung Ausschuss

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    Die Oberbürgermeisterin Dezernat, Dienststelle VI/61/1 611/1 Kohl Sa Vorlagen-Nummer 29.12.2021 3361/2021 Mitteilung öffentlicher Teil Gremium Datum Stadtentwicklungsausschuss 27.01.2022 Bezirksvertretung 5 (Nippes) 27.01.2022 234. Änderung des Flächennutzungsplanes (FNP) im Stadtbezirk 5, Köln-Nippes Arbeitstitel: "Quartiersentwicklung Simonskaul in Köln-Weidenpesch und Aufhebung der Verlängerung der Äußeren Kanalstraße in Köln-Bilderstöckchen, -Weidenpesch und -Longerich Hier: Mitteilung über die Offenlage Anlass der Änderung des Flächennutzungsplans ist die Aufstellung des Vorhabenbezogenen Bebau- ungsplans "Simonskaul". Hier sollen in einer Projektpartnerschaft der Bonava und der GAG 387 Wohnungen entstehen, davon 25 % im öffentlich geförderten Segment. Zur Umsetzung der Planungsabsicht besteht Planerfordernis auch auf Ebene der Flächennutzungs- planung. Durch den mit der Aufhebung der Vorhaltetrasse für die Verlängerung der Äußeren Kanal- straße verbundenen weit über die geplante Quartiersentwicklung hinausgehenden Planumgriff wird der FNP in einem eigenständigen generellen Verfahren nach BauGB mit Umweltbericht geändert. Dabei wird jedoch auf die im Rahmen der verbindlichen Bauleitplanung erstellten Fachgutachten Be- zug genommen. Die Offenlage der 234. Änderung des Flächennutzungsplans erfolgt vorbehaltlich der Entscheidung der politischen Gremien über die Vorgaben für die Flächennutzungsplanung (3352/2021). Da wesentliche Grundlagen der Bauleitplanung bereits auf Ebene des verbindlichen Vorhabenbezo- genen Bebauungsplans erarbeitet wurden erfolgen beide Vorlagen (zum Vorgabenbeschluss und zur Mitteilung der Offenlage) in einer Beratungsfolge. Verfahrensstand Der Stadtentwicklungsausschuss hat in seiner Sitzung am 29. April 2021 (0394/2021) die Einleitung des Verfahrens zur 234. Änderung des Flächennutzungsplans (FNP) beschlossen. Über die Einlei- tung wurde in der Bezirksvertretung 5 (Nippes) am 13. März 2021, im Verkehrsausschuss am 20. April 2021 und im Ausschuss Klima, Umwelt und Grün am 22. April 2021 beraten. Die öffentliche Be- kanntmachung erfolgte im Amtsblatt Nr. 23 am 16. Juni 2021. Die frühzeitige Beteiligung der Behörden und sonstigen Träger öffentlicher Belange gemäß § 4 Ab- satz 1 Baugesetzbuch (BauGB) wurde vom 17.05.2020 bis zum 17.06.2021 durchgeführt. Die Frist zur Abgabe einer Stellungnahme wurde auf Anfrage bis zum 24.06.2021 verlängert. Die frühzeitige Beteiligung der Öffentlichkeit gemäß § 3 Abs. 1 BauGB wurde im Amtsblatt Nr. 22 am 9. Juni 2021 öffentlich bekannt gemacht und vom 18. Juni 2021 bis 2. Juli 2021 als Aushang im Be- zirksrathaus Nippes sowie im Ladenlokal 5, Außenstelle Stadtplanungsamt im Stadthaus Deutz, durchgeführt. Die Planunterlagen waren zudem über das Internet – die Seite der Stadt Köln – abruf- bar. 2 Regelungen zur öffentlichen Auslegung aufgrund der pandemischen Lage: Im Zuge der Ausnahmesituation aufgrund der Corona-Pandemie sind in Abweichung der bislang übli- chen Auslegungspraxis besondere Regelungen seitens der Stadt Köln, Dezernat für Stadtentwick- lung, Planen, Bauen und Wirtschaft – Stadtplanungsamt getroffenen worden. So wird nach aktuellem Vorgehen die Einsichtnahme in die öffentlich auszulegenden Unterlagen nur nach vorheriger Termin- vereinbarung unter der in der Bekanntmachung angegebenen Telefonnummer oder der E- Mailadresse möglich sein. Eigens zu diesem Zweck wurde als Ort für Offenlagen das Ladenlokal 5 (LL 5) im Gebäude des Stadthauses festgelegt. Der Raum wird in der Bekanntmachung bezeichnet als: Stadt Köln – Stadtplanungsamt/Außenstelle. Die öffentliche Auslegung (Offenlage) gemäß § 3 Absatz 2 BauGB wird voraussichtlich im Januar/ Februar 2022 durchgeführt. Die entsprechende ortsübliche Bekanntmachung über Ort der Auslegung und den genauen Zeitraum wird im Amtsblatt der Stadt Köln vorab erfolgen. Darüber hinaus werden im Internet auf der Homepage der Stadt Köln gleichlautende Hinweise erfolgen und die öffentlich aus- zulegenden Unterlagen digital verfügbar gemacht. Bisherige politische Beratungen und Beschlüsse Zur vorliegenden 234. Änderung des Flächennutzungsplans 0394/2021 29.04.2021 Stadtentwicklungsausschuss (Beschluss über die Einleitung des Verfahrens) 13.03.2021 Bezirksvertretung 5 (Nippes) 20.04.2021 Verkehrsausschuss 22.04.2021 Ausschuss Klima, Umwelt und Grün Zum Vorhabenbezogenen Bebauungsplan "Simonskaul" 2736/2019 30.01.2020 Stadtentwicklungsausschuss (Beschluss über die Vorgaben für den Bebauungsplan) 05.12.2019 Bezirksvertretung 5 (Nippes) 1204/2018 28.06.2018 Stadtentwicklungsausschuss (Beschluss über die Einleitung des Verfahrens) 30.05.2018 Bezirksvertretung 5 (Nippes) Zur 10. Änderung des Gesamtverkehrskonzeptes 2891/2020 23.03.2021 Rat 18.03.2021 Bezirksvertretung 5 (Nippes) 02.03.2021 Verkehrsausschuss 28.01.2021 Stadtentwicklungsausschuss Zur 240. Änd. des Flächennutzungsplans "Gesamtstädtisches Radverkehrshauptroutennetz" 0248/2021 17.06.2021 Stadtentwicklungsausschuss (Beschluss über die Einleitung des Verfahrens) 17.06.2021 Bezirksvertretung 5 (Nippes) 20.04.2021 Verkehrsausschuss 22.04.2021 Ausschuss Klima, Umwelt und Grün Anlagen Anlage 1 Lage des Änderungsbereiches Anlage 2 Bisherige Darstellung des FNP Anlage 3 Beabsichtigte Darstellung des FNP Anlage 4 Begründung gemäß § 2a BauGB gez. Greitemann
  • Anlage 4 Begründung

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    Seite 1 von 41 A N L A G E 234. Änderung Simonskaul Weidenpesch Begründung nach § 2a Baugesetzbuch (BauGB) 234. Änderung des Flächennutzungsplans im Stadtbezirk 5, Köln-Nippes; Arbeitstitel: "Quartiersentwicklung Simonskaul in Köln-Weidenpesch und Aufhebung der Verlängerung der Äußeren Kanalstraße in Köln-Bil- derstöckchen, -Weidenpesch und -Longerich" Inhalt 1. Gebietsbeschreibung ................................ ................................ ................................ ..... 2 2. Anlass, Ziel und Zweck der Planung ................................ ................................ ............... 2 3. Verfahrensverlauf ................................ ................................ ................................ .......... 3 4. Das Änderungsgebiet im Flächennutzungsplan ................................ ............................... 4 5. Berücksichtigung anderer Planungen ................................ ................................ .............. 4 6. Auswirkungen der Planänderung ................................ ................................ .................. 11 7. Umweltbericht ................................ ................................ ................................ ............. 12 7.1 Darstellung des Inhalts und wichtigster Ziele der FNP -Änderung ................................ .... 12 7.3 Darstellung der in einschlägigen Fachgesetzten und Fachplänen festgelegten Ziele des Umweltschutzes ................................ ................................ ................................ .......... 13 7.4. Grundlagen ................................ ................................ ................................ ................. 16 7.4.1 Beschreibung derzeitiger Umweltzustand (Basisszenario) ................................ .............. 17 7.4.2 Beschreibung des Umweltzustandes bei Nichtdurchführung der Planung (Nullvariante) ... 17 7.4.3 Prognose über die Entwicklung des Umweltzustands bei Durchführung der Planung ........ 18 7.5 Umweltbelange gemäß §1 Abs. 6 Nr. 7 Buchstaben a – j und §1a BauGB ....................... 18 7.6 Technische Verfahren bei der Umweltprüfung beziehungsweise Hinweise auf Schwierigkeiten bei der Zusammenstellung der Angaben ................................ ............... 38 7.7 Geplante Maßnahmen zur Überwachung der erheblichen Auswirkungen (Monitoring) ...... 38 7.8 Zusammenfassung ................................ ................................ ................................ ...... 38 7.9 Referenzliste der Quellen ................................ ................................ ............................. 41 Seite 2 von 41 1. Gebietsbeschreibung Lage und Größe des Plangebietes Das Plangebiet umfasst circa 30 ha und erstreckt sich vom Stadtteil Bilderstöckchen über Weidenpesch bis nach Longerich. Es umfasst -an der Kreuzung Escher Straße/ Äußere Ka- nalstraße beginnend- Teile der Robert-Perthel-Straße im Südwesten, erstreckt sich dann als circa 30 m breiter Streifen über den Grünzug zwischen dem Gewerbegebiet an der Robert- Perthel-Straße und der Siedlung Am Bilderstöckchen, die Bahnunterführung am Verschiebe- bahnhof Nippes, sowie den nordwestlichen Rand des Nordfriedhofs und des KVB-Ausbesse- rungswerks bis hin zur gewerblichen Ansiedlung zwischen Simonskaul und Neusser Straße, welche mit dem ehemaligen Verkehrsübungsplatz Teil des Plangebiets ist. Das Plangebiet verläuft als ca. 30 m breiter Streifen weiter östlich des städtischen Zentrums der Sozial-Be- triebe-Köln am Lachemer Weg bis zum sogenannten Niehler Ei, dem Kreisverkehr Industrie- straße/ Bremerhavener Straße. Beschreibung der bestehenden und geplanten Nutzungen Da durch die geplante Aufhebung der Fläche für den überörtlichen Verkehr und den örtlichen Hauptverkehr faktisch keine Änderung oder gar Beeinträchtigung der jeweils bestehenden Situation im Verlauf der geplanten Trasse entsteht (die bis heute auch in Teilstücken nicht ausgebaut wurde), beschränkt sich die detaillierte Beschreibung des Plangebiets an dieser Stelle auf den Bereich der geplanten Quartiersentwicklung an der Simonskaul. Dieser Be- reich ist im Wesentlichen geprägt von einer bestehenden gewerblichen Ansiedlung, die sich überwiegend auf einem Deponiekörper befindet. Zudem wird im südlichen Bereich des ge- planten Quartiers (heute bereits Wohnbaufläche) eine Gartenbrache mit größerem Gehölz- bestand durch die Planung beansprucht. Im Bereich des ehemaligen Verkehrsübungsplatzes und einer Freifläche an der Neusser Straße finden sich Grünflächen, teils als Grünlandbrache, teils mit Bestand an überwiegend standorttypischen Gehölzen. Der Bereich der geplanten Quartiersentwicklung wird zudem nördlich begrenzt durch den Verlauf einer planfestgestellten Gleistrasse der Kölner Verkehrsbetriebe (KVB), die eine be- triebliche Anbindung der Gleisanlagen an der Neusser Straße mit dem KVB-Betriebshof Wei- denpesch schafft. Parallel zur neu entstandenen Gleistrasse soll im Bereich der Quartiersentwicklung ein Fahr- radweg entstehen mit Anschluss an das bestehende (Rad-) Wegenetz. Entsprechende Über- gänge der neuen Gleisanlage sind geplant. Für den Individualverkehr ist die bestehende gewerbliche Siedlung an die Straße Simonskaul angebunden. Die Lage der geplanten Quartiersentwicklung zwischen Simonskaul und Neus- ser Straße eröffnet grundsätzlich verschiedene Erschließungsoptionen, die auf Ebene der verbindlichen Bauleitplanung geprüft werden. In fußläufiger Entfernung (circa 300 m) befindet sich die KVB-Haltstelle Wilhelm-Sollmann- Straße mit den Stadtbahnlinien 12 und 15 sowie der Buslinie 122. Damit ist der Bereich gut an den ÖPNV angebunden. Einkaufsmöglichkeiten befinden sich in ca. 400 m Entfernung an der Neusser Straße in Höhe der KVB-Haltestelle Scheibenstraße. 2. Anlass, Ziel und Zweck der Planung Aufgrund des erheblichen Wohnraumbedarfs im Kölner Stadtgebiet wurden im Stadtentwick- lungskonzept (StEK) Wohnen Flächen für eine Nutzbarmachung zu Wohnzwecken unter- sucht. Der Bereich des Plangebietes zwischen der Straße Simonskaul und der Neusser Seite 3 von 41 Straße ist eine solche Fläche. Aufgrund der Nutzungsgeschichte als Deponiestandort wurde die Fläche bisher nicht als Bauland ausgewiesen. Mit der Änderung des FNPs soll die bisherige Darstellung der "Fläche für den überörtlichen Verkehr und den örtlichen Hauptverkehr" aufgehoben werden, da dies der beabsichtigten Ausweisung als Wohnbaufläche entgegensteht. Zugleich sollen vorbereitend für den Vorha- ben- und Erschließungsplan (VEP) / vorhabenbezogenen Bebauungsplan "Simonskaul" in Köln-Weidenpesch die planungsrechtlichen Voraussetzungen für die Realisierung der Quar- tiersentwicklung geschaffen werden. Konkret sind die Darstellungen weiterer Wohnbauflächen mit standortgebundenen Signets für eine KiTa und einen Spielplatz sowie von Grünflächen geplant. Im Bereich der aufzuhebenden "Fläche für den überörtlichen Verkehr und den örtlichen Hauptverkehr" soll langfristig eine Radwegeverbindung realisiert werden, z. B. nach Rad- schnellwegestandard des Landes Nordrhein-Westfalen. Da die Systematik des Flächennut- zungsplans der Stadt Köln bislang eine Darstellung des städtischen Radverkehrshauptrou- tennetzes nicht vorsieht, soll dies in einem gesonderten Änderungsverfahren gesamtstäd- tisch erfolgen. Vorbereitende Planungen für ein solches Netz an qualifizierten Radwegever- bindungen ("Hauptroutennetz") laufen derzeit. Der VEP "Simonskaul" sieht die Schaffung von mindestens 330 Wohneinheiten, davon 81 Wohneinheiten im öffentlich geförderten Segment vor; unter Anwendung des Kooperativen Baulandmodells mit einer KiTa und einem Spielplatz. Nordwestlich der heute bestehenden Erschließungsstraße der vorhandenen gewerblichen Ansiedlung sollen Grünflächen entste- hen. Alternativstandorte für die geplante Bebauung sind in gleicher Größe und Lagequalität in der näheren Umgebung nicht verfügbar. 3. Verfahrensverlauf Der Vorhabenbezogene Bebauungsplan/ Vorhaben- und Erschließungsplan (VEP) "Simons- kaul" in Köln-Weidenpesch wurde mit Beschluss des Stadtentwicklungsausschusses vom 28.06.2018 eingeleitet. Zur Umsetzung der Planungsabsicht besteht Planerfordernis auch auf Ebene der Flächennutzungsplanung. Durch den damit verbundenen weit über die ge- plante Quartiersentwicklung hinausgehenden Planumgriff wird der FNP in einem eigenstän- digen generellen Verfahren nach BauGB mit Umweltbericht geändert. Dabei wird jedoch auf die im Rahmen der verbindlichen Bauleitplanung erstellten Fachgutachten Bezug genom- men. Der Stadtentwicklungsausschuss hat in seiner Sitzung am 29. April 2021 (0394/2021) die Einleitung des Verfahrens zur 234. Änderung des Flächennutzungsplans (FNP) beschlossen. Über die Einleitung wurde in der Bezirksvertretung 5 (Nippes) am 13. März 2021, im Ver- kehrsausschuss am 20. April 2021 und im Ausschuss Klima, Umwelt und Grün am 22. April 2021 beraten. Die öffentliche Bekanntmachung erfolgte im Amtsblatt Nr. 23 am 16. Juni 2021. Die frühzeitige Beteiligung der Behörden und sonstigen Träger öffentlicher Belange gemäß § 4 Absatz 1 Baugesetzbuch (BauGB) wurde vom 17.05.2020 bis zum 17.06.2021 durchge- führt. Die Frist zur Abgabe einer Stellungnahme wurde auf Anfrage bis zum 24.06.2021 ver- längert. Die frühzeitige Beteiligung der Öffentlichkeit gemäß § 3 Abs. 1 BauGB wurde im Amtsblatt Nr. 22 am 9. Juni 2021 öffentlich bekannt gemacht und vom 18. Juni 2021 bis 2. Juli 2021 als Aushang im Bezirksrathaus Nippes sowie im Ladenlokal 5, Außenstelle Stadtplanungs- amt im Stadthaus Deutz, durchgeführt. Die Planunterlagen waren zudem über das Internet – die Seite der Stadt Köln – abrufbar. Seite 4 von 41 4. Das Änderungsgebiet im Flächennutzungsplan Im aktuellen Flächennutzungsplan der Stadt Köln wird das Plangebiet großteils als "Fläche für den überörtlichen Verkehr und den örtlichen Hauptverkehr" dargestellt. Diese Darstellung steht der beabsichtigten Quartiersentwicklung an der Simonskaul entgegen. Die Aufhebung dieser Darstellung erfolgt auch, da diese gemäß Ratsbeschluss zur 10. Än- derung des Gesamtverkehrskonzeptes (2891/2020) am 23. März 2021 als in erster Linie dem Kfz-Verkehr dienende Straße aufgegeben und durch eine Freihaltetrasse für den qualifi- zierten Radverkehr nach dem Radschnellwegestandard des Landes Nordrhein-Westfalen er- setzt werden soll. Da Radrouten nach der bisherigen Systematik des FNP in diesem nicht dargestellt werden und die Darstellung nur auf Grundlage einer gesamtstädtischen Konzeption erfolgen kann, die zur Zeit der 234. Änderung des Flächennutzungsplans und der Aufstellung des damit in- haltlich verbundenen Vorhabenbezogenen Bebauungsplans "Simonskaul" noch in Erarbei- tung ist, soll die seitens des Amtes für Straßen und Verkehrsentwicklung verfolgte Planung in einem gesonderten Änderungsverfahren Berücksichtigung finden. Aus diesem Grund hat der Stadtentwicklungsausschuss am 17. Juni 2021 (0248/2021) die 240. Änderung des FNP "Gesamtstätisches Radverkehrshauptroutennetz" eingeleitet. Mit dieser Änderung sollen erstmals Hauptrouten des Radverkehrs im FNP dargestellt und vorgehalten werden. Zugleich sollen vorbereitend für den Vorhaben- und Erschließungsplan (VEP)/ vorhabenbe- zogenen Bebauungsplan "Simonskaul" in Köln-Weidenpesch die planungsrechtlichen Vo- raussetzungen für die Realisierung der Quartiersentwicklung geschaffen werden. Konkret sind die Darstellungen weiterer Wohnbauflächen mit standortgebundenen Signets für eine KiTa und einen Spielplatz sowie von Grünflächen im FNP geplant. 5. Berücksichtigung anderer Planungen 5.1 Regionalplan Ziele und Grundsätze der Raumordnung Die landesgesetzlich geregelte Prüfung, ob die gemeindliche Bauleitplanung mit den Zielen der Raumordnung übereinstimmt, gründet sich sowohl auf das "Beachtungsgebot" des § 5 Abs. 4 Raumordnungsgesetz (ROG 1993) als auch auf das "Anpassungsgebot" in § 1 Abs. 4 des Baugesetzbuches (BauGB). Bei raumbedeutsamen Planungen und Maßnahmen öffentlicher Stellen sind gemäß § 4 ROG Ziele der Raumordnung zu beachten sowie Grundsätze und sonstige Erfordernisse der Raumordnung in Abwägungs- oder Ermessensentscheidungen zu berücksichtigen. Regionalplan Die zeichnerische Darstellung des Regionalplans für den Regierungsbezirk Köln, Teilab- schnitt Region Köln, weist Teile des Plangebiets, die über den ASB hinausgehen und im FNP als weitere Wohnbaufläche dargestellt werden sollen, als  Regionalen Grünzug und  Waldbereich aus. In Verbindung mit den textlichen Darstellungen des Regionalplans sind folgende Darstellun- gen für die Änderung des Flächennutzungsplans wesentlich: Seite 5 von 41 Generelle Entwicklung des Siedlungsraums Die neue Wohnbaufläche liegt mit einem circa 1,7 ha umfassenden Bereich außerhalb des Allgemeinen Siedlungsbereichs (ASB). Die Siedlungsentwicklung soll mit der vorhandenen und geplanten Verkehrsinfrastruk- tur abgestimmt werden und daher grundsätzlich auf leistungsfähige Verkehrswege un- ter besonderer Vorrangstellung des schienengebundenen öffentlichen Personennah- verkehrs ausgerichtet werden. Hinsichtlich der generellen Entwicklung des Siedlungsraums verfolgt der Regionalplan folgende für die Änderung des Flächennutzungsplans relevanten Ziele: Ziel 1 Im Sinne der Leitvorstellung einer nachhaltigen Raumentwicklung und zur Verwirkli- chung der landesplanerisch angestrebten Schwerpunktbildung soll sich die Siedlungs- entwicklung der Gemeinden auf den Flächen vollziehen, die im Regionalplan als Sied- lungsbereiche dargestellt sind. Innerhalb der Siedlungsbereiche soll sich die gemeindli- che Siedlungstätigkeit vorrangig auf Siedlungsschwerpunkte ausrichten. Ziel 2 Siedlungsbereiche dürfen durch die Darstellung und Festsetzung von Bauflächen bzw. Baugebieten in der Bauleitplanung jeweils nur soweit in Anspruch genommen werden, wie es der nachhaltigen städtebaulichen Entwicklung i.S. der §§ 1 und 1a BauGB ent- spricht. Neue Bauflächen sind, soweit nicht siedlungsstrukturelle oder ökologische Be- lange entgegenstehen, an vorhandene Siedlungen anzuschließen. Die erneute Nut- zung ehemals bebauter Bereiche sowie die Schließung von Baulücken hat Vorrang vor der Inanspruchnahme neuer Flächen. Kleinteilige schutzwürdige Lebensräume, Wald und Freiflächen, die erhalten, geschützt und entwickelt werden sollen, sind in der nach- folgenden Planung zu beachten. Die geplante Wohnbaufläche ist an die vorhandene Siedlung Köln-Weidenpesch/ Mer- heim (linksrheinisch) angeschlossen. Damit wird die vorhandene Ortschaft städtebau- lich sinnvoll abgerundet. Mit der klaren Gliederung von Siedlungs- und Freiraum erfolgt eine Aufwertung des Orts- und Landschaftsbildes. Zudem wird die vorhandene Infra- struktur (Ver- und Entsorgung, ÖPNV, Nahversorgung) genutzt und ergänzt (Kita). Der Bereich soll langfristig auch an das städtische Radverkehrshauptroutennetz ange- schlossen werden, welches voraussichtlich einen Streckenabschnitt im Verlauf der auf- zuhebenden Trasse für den überörtlichen Verkehr und den örtlichen Hauptverkehr er- halten soll. Zudem wird die Fläche einer in weiten Teilen nicht genehmigten gewerbli- chen Ansiedlung überplant. Der circa 0,55 ha umfassende Bereich der Gewerbesiedlung nördlich der bestehenden Erschließungsstraße wird rückgebaut. Dies stellt einen Beitrag zur Wiederherstellung der Retentionsfähigkeit des Bodens und zur Regenwasserversickerung dar. Eine zwischen der gewerblichen Ansiedlung und der Neusser Straße gelegene Freiflä- che ist laut Landschaftsplan Teil eines geschützten Landschaftsbestandteils (LB). Mit der Planfeststellung einer neuen Gleistrasse der KVB von der Neusser Straße zum Straßenbahndepot zwischen Simonskaul und Ginsterpfad kann der ursprüngliche Schutzzweck für die Teilfläche des LBs nicht weiter verfolgt werden, da die nur circa 0,3 ha große Fläche durch die starke Zäsur der Gleisanlagen zukünftig keine Verbin- dung mehr zum übrigen LB aufweist. Daher ist die Planung mit den Zielen der generellen Entwicklung des Siedlungsraums vereinbar. Seite 6 von 41 Freiraumsicherung und Regionale Grünzüge Die neue Wohnbaufläche liegt mit einem circa 1,7 ha umfassenden Bereich in einem Regionalen Grünzug. Wegen des im Verdichtungsgebiet besonders starken Drucks konkurrierender Nutzun- gen auf den Freiraum werden zur Sicherung und Entwicklung der verbliebenen Frei- raumreste im Regionalplan Regionale Grünzüge dargestellt. Innerhalb des regionalen Freiflächensystems kommt ihnen eine herausragende Bedeutung als Ausgleichsräume für die Verdichtungsgebiete zu. Hinsichtlich der Regionalen Grünzüge verfolgt der Regionalplan folgende für die Ände- rung des Flächennutzungsplans relevanten Ziele: Ziel 1 Die Regionalen Grünzüge sind als wesentliche Bestandteile des regionalen Freiflä- chensystems im Sinne der notwendigen Ausgleichsfunktionen insbesondere in den Verdichtungsgebieten gegen die Inanspruchnahme für Siedlungszwecke besonders zu schützen. Sie sind in der Bauleit- und Fachplanung durch lokal bedeutsame Freiflä- chen zu ergänzen und zur Herstellung ihrer Durchgängigkeit untereinander zu vernet- zen. (…) Die Durchgängigkeit der Regionalen Grünzüge zum ländlichen Freiraum ist zu gewähr- leisten. Ziel 2 Die Regionalen Grünzüge sollen insbesondere die siedlungsräumliche Gliederung, den klimaökologischen Ausgleich, die Biotoperhaltung und -vernetzung sowie die freiraum- gebundene Erholung sichern. Sie sind ihrer Zweckbestimmung entsprechend zu erhal- ten und zu entwickeln. Neue Planungen und Maßnahmen, die diese Aufgaben und Funktionen beeinträchtigen, sind auszuschließen. (…) Ziel 3 Die Regionalen Grünzüge sollen durch eine qualitative, ökologische Aufwertung des Freiraumes, den Wiederaufbau von zerstörter oder beeinträchtigter Landschaft sowie durch die Verknüpfung vorhandener ökologischer Potenziale entwickelt und verbessert werden. Ein Verbund der innerörtlichen Grünflächen mit den Grünzügen ist im Rahmen der Bauleitplanung anzustreben. Der durch die geplante Wohnbaufläche beanspruchte Bereich des Regionalen Grün- zugs umfasst im Wesentlichen die Fläche einer in weiten Teilen nicht genehmigten ge- werblichen Ansiedlung sowie eine zwischen der gewerblichen Ansiedlung und der Neusser Straße gelegene Freifläche. Diese Freifläche ist laut Landschaftsplan Teil ei- nes geschützten Landschaftsbestandteils (LB). Mit der Planfeststellung einer neuen Gleistrasse der KVB von der Neusser Straße zum Straßenbahndepot zwischen Simonskaul und Ginsterpfad kann der ursprüngliche Schutzzweck für die Teilfläche des LBs nicht weiter verfolgt werden, da die nur circa 0,3 ha große Fläche durch die starke Zäsur der Gleisanlagen zukünftig keine Verbin- dung mehr zum übrigen LB aufweist. Seite 7 von 41 Ausgleichend für die Inanspruchnahme der 0,3 ha umfassenden Freifläche wird ein circa 0,55 ha umfassender Bereich der gewerblichen Ansiedlung nördlich der beste- henden Erschließungsstraße rückgebaut und zukünftig der öffentlichen Grünfläche zu- geschlagen. Es erfolgt eine Gestaltung als öffentliche Parkanlage mit Einbindung in das vorhandene Fuß- und Radwegenetz. Damit erfolgt eine qualitative und ökologische Aufwertung der heute gewerblich genutz- ten und weitestgehend versiegelten Bereiche des Regionalen Grünzugs für dessen Funktionsfähigkeit. Flächenmäßig wird der Eingriff in den Regionalen Grünzug mehr als kompensiert. Die neu entstehende Parkanlage ist über den verbleibenden Teil des Regionalen Grün- zugs mit dem regionalen Freiraumsystem vernetzt. Die Durchgängigkeit der Regiona- len Grünzüge ist weiterhin gewährleistet. Auf Ebene der verbindlichen Bauleitplanung werden die Ziele für die Regionalen Grün- züge berücksichtigt, indem auf eine intensive Begrünung der Tiefgaragen und eine ex- tensive Begrünung der sonstigen Dachflächen festgesetzt werden. Daher ist die Planung mit den Zielen der generellen Entwicklung des Freiraums für die Freiraumsicherung und die Regionalen Grünzüge vereinbar. Waldbereiche Die neue Wohnbaufläche liegt mit einem circa 1,7 ha umfassenden Bereich in einem Waldbereich. Regionale Grünzüge sind besonders geeignet für die Erhaltung und Vermehrung von Wald, der seinerseits besondere Bedeutung für den Biotopverbund, das Kleinklima, den Grundwasserschutz, den Immissionsschutz und die Erholungsvorsorge hat. Inso- fern trifft der Regionalplan hier die überlagernden Darstellungen Waldbereich und Re- gionaler Grünzug. Die zeichnerisch dargestellten Waldbereiche enthalten, bezogen auf das Plangebiet, Freiraumteile, die überwiegend mit Bäumen bestanden sind. Hierüber hinaus umfassen sie maßstabsbedingt kleinere baulich genutzte Flächen, in deren Nutzung mit der Dar- stellung nicht eingegriffen wird. Hinsichtlich der Waldbereiche verfolgt der Regionalplan folgende für die Änderung des Flächennutzungsplans relevanten Ziele: Ziel 1 In den dargestellten Waldbereichen ist der Wald (…) zur Erzielung seiner ökologischen und sozialen Wohlfahrtswirkungen für die Umwelt (Schutz- und Erholungsfunktion) nach Maßgabe dieses Planes zu erhalten und je nach überwiegender Funktion stand- ortgemäß bzw. naturgemäß und auf Nachhaltigkeit ausgerichtet (…) zu sichern und zu entwickeln. In den waldarmen Gebieten ist in den dargestellten Waldbereichen eine Waldvermehrung verstärkt anzustreben, soweit dies nicht zu einer Beeinträchtigung anderer ökologisch wertvoller Biotope, des Landschaftsbildes oder landschaftstypi- scher offener Talbereiche, zu einer Behinderung von Pflegezielen oder zu einer Ver- schlechterung der luft- und klimahygienischen Situation in den Siedlungen führen würde oder durch andere Ziele ausgeschlossen ist. Auch außerhalb der zeichnerisch dargestellten Waldbereiche ist - insbesondere in waldarmen Gebieten - auf eine Wald- vermehrung nach Maßgabe der Einschränkungen von Satz 2 hinzuwirken. Bei Anlage, Pflege, Nutzung und Verjüngung der Waldbestände sollen Verfahren des Waldbaus, der Holzernte, der Kulturtechnik und des Forstschutzes angestrebt werden, Seite 8 von 41 die die Nutz-, Schutz- und Erholungsfunktion des Waldes und seine Funktion als Le- bensraum für eine vielfältige Pflanzen- und Tierwelt sicherstellen. Ziel im Sinne der Nachhaltigkeit ist die Schaffung und Erhaltung (…) ökologisch stabi- ler und leistungsstarker Wälder, die ihre vielfältigen Funktionen auf Dauer erfüllen kön- nen. Der durch die geplante Wohnbaufläche beanspruchte Waldbereich umfasst im Wesent- lichen die Fläche einer in weiten Teilen nicht genehmigten gewerblichen Ansiedlung sowie eine zwischen der gewerblichen Ansiedlung und der Neusser Straße gelegene Freifläche. Diese Freifläche ist laut Landschaftsplan Teil eines geschützten Land- schaftsbestandteils (LB). Mit der Planfeststellung einer neuen Gleistrasse der KVB von der Neusser Straße zum Straßenbahndepot zwischen Simonskaul und Ginsterpfad kann der ursprüngliche Schutzzweck für die Teilfläche des LBs nicht weiter verfolgt werden, da die nur circa 0,3 ha große Fläche durch die starke Zäsur der Gleisanlagen zukünftig keine Verbin- dung mehr zum übrigen LB aufweist. Ausgleichend für die Inanspruchnahme der 0,3 ha umfassenden Freifläche wird ein circa 0,55 ha umfassender Bereich der gewerblichen Ansiedlung nördlich der beste- henden Erschließungsstraße rückgebaut und zukünftig der öffentlichen Grünfläche zu- geschlagen. Es erfolgt eine Gestaltung als öffentliche Parkanlage mit Einbindung in das vorhandene Fuß- und Radwegenetz. Dabei soll alter Baumbestand erhalten blei- ben. Die geplante Ausgestaltung der Grünfläche als Parkanlage sieht weitere Baum- pflanzungen vor, so dass baumbestandene Flächen als Lebensraum für eine vielfältige Pflanzen- und Tierwelt erhalten, bzw. kompensiert und vermehrt werden. Daher ist die Planung mit den Zielen der generellen Entwicklung des Freiraums für Waldbereiche vereinbar. Auf Anfrage der Stadt Köln vom 06.04.2020 hat die Bezirksregierung Köln mit Schreiben vom 27.04.2020 die Anpassung der Planung an die Ziele der Raumordnung gemäß § 34 Abs. 1 Landesplanungsgesetz (LPlG) auf Grundlage des der Anfrage zugrunde liegenden Planungsstandes bestätigt. 5.2 Landschaftsplan Das Plangebiet der Flächennutzungsplanänderung berührt den Landschaftsplan Köln im Be- reich der  Landschaftsschutzgebiete L 8 "Äußerer Grüngürtel am Bergheimer Hof und Grünver- bindungen zum Rhein und zum Inneren Grüngürtel",  L 9 "Nordfriedhof und Ginsterpfad-Gelände" und  L 10 "Erholungsgebiet Bürgerpark Nord und angrenzende Grünverbindungen",  im Bereich des Naturschutzgebietes N 13 "Am Ginsterpfad"  und des geschützten Landschaftsbestandteils LB 5.04 "Brache zwischen Neusser Straße und Simonskaul, Weidenpesch". Der Landschaftsplan stellt zudem im gesamten Plangebiet das Entwicklungsziel 6 "Ausstat- tung der Landschaft für Zwecke des Immissionsschutzes oder zur Verbesserung des Klimas" dar, hier bezogen auf die geplante Verlängerung der Äußeren Kanalstraße im Ginsterpfad- Gelände. Seite 9 von 41 Diesem Entwicklungsziel wird mit der Aufhebung der Verlängerung der Äußeren Kanalstraße als Fläche für den überörtlichen Verkehr und den örtlichen Hauptverkehr im Sinne einer Trasse für den motorisierten Verkehr entsprochen. Entwicklungsziel 1 "Erhaltung und Weiterentwicklung einer weitgehend naturnahen Landschaft" bedeutet für diesen Teilraum  den Erhalt wertvoller Waldbereiche, insbesondere Laubwaldbestände, auch unter dem Gesichtspunkt der Verbesserung des Klimas,  den Schutz und Entwicklung von Waldsäumen und Förderung einer fortschreitenden natürlichen Entwicklung,  den Erhalt wertvoller Biotope,  die Sicherung und Ergänzung des Landschaftsraumes mit gliedernden und beleben- den Elementen,  den Schutz und die Verbesserung eines ausgewogenen Naturhaushaltes,  die Extensivierung der Pflege der Grünanlagen nach Maßgabe von Pflegeplänen,  die Eingrünung von zweckgebundenen Anlagen mit gliedernden und belebenden na- türlichen Landschaftselementen (bodenständigen Gehölzen),  die landschaftsschonende Einbindung von öffentlichen Verkehrsanlagen  die Verhinderung von nicht privilegierten Vorhaben bei Beeinträchtigung der Belange des Natur- und Landschaftsschutzes, konkretisiert durch das Entwicklungsziel und den Maßnahmen- und Festsetzungsteil. In gesonderten Verfahren zur Änderung des Flächennutzungsplans sowie in einem Planfest- stellungsverfahren soll im Bereich der aufzuhebenden Trasse eine Radwegeverbindung rea- lisiert werden, z. B. nach dem in Nordrhein-Westfalen definierten Radschnellwegestandard. Demnach würde ein sechs Meter breiter Korridor (inkl. eines begleitenden Fußwegs) erfor- derlich. Trotzdem könnten im Vergleich zur bislang geplanten und vor allem dem Kfz-Verkehr vorgesehenen Straße erhebliche Platzeinsparungen erzielt und Eingriffe verringert werden. Auch entfallen die bei einer Kfz-Straße ansonsten notwendigen passiven Lärmschutzmaß- nahmen. Auch im Hinblick auf weitere ökologische Aspekte (lokale gasförmige Emissionen, Treibhausgasemissionen und Landschaftszerschneidung) hätte eine zukünftige Radver- kehrstrasse erhebliche Vorteile gegenüber einer heute vor allem für den Kfz-Verkehr vorge- sehenen Straße. Der Träger der Landschaftsplanung hat in Rahmen der frühzeitigen Beteiligung der Dienst- stellen zum VEP "Simonskaul" dem Planungskonzept widersprochen. Dieser Widerspruch erfolgte, da die geplante Wohnbebauung den Schutzzielen des Landschaftsschutzgebiets 9 "Nordfriedhof und Ginsterpfad-Gelände" und des Landschaftsbestandteils LB 5.04 "Brache zwischen Neusser Straße und Simonskaul, Weidenpesch" entgegensteht. Die Rücknahme des Widerspruchs wird unter folgenden, auf Ebene der verbindlichen Bau- leitplanung umzusetzenden, Maßnahmen in Aussicht gestellt: 1. Im in Aufstellung befindlichen Vorhabenbezogenen Bebauungsplan "Simonskaul" soll keine Erweiterung der geplanten Baugebiete in die festgesetzten Grünflächen entwi- ckelt werden. Private Gemeinschaftsanlagen dürfen nicht in die öffentlichen Grünflä- chen verlagert werden. 2. Zur weiteren Entwicklung des Landschaftsraums soll der im Landschaftsplan festge- setzte Puffer des Naturschutzgebiets NSG N 13 "Ginsterpfad" unter der Ziffer M-Nr. 5.2 - 8 als Hecke mit Krautsaum auf einem 20 m breiten Streifen oberhalb der Bö- schungskrone an der nördlichen Grenze des Naturschutzgebietes N 13 angelegt wer- den. Die Details und insbesondere der private Grundstückserwerb sollen im Bebau- ungsplanverfahren umgesetzt werden. Sollten diese Vorgaben durch den Vorhabenträger des Bebauungsplans nicht umsetzbar· sein, sind alternativ geeignete Maßnahmen, die in der "näheren Umgebung" und mit Wirkung auf den LB 5.04 bzw. das angrenzende LSG L 9 umgesetzt werden können abzustimmen. Seite 10 von 41 Ein abgestimmter Lösungsansatz zur Bewältigung des Konfliktes mit dem Landschaftsplan wird auf Ebene der verbindlichen Bauleitplanung erarbeitet und bis zum Abschluss der Flä- chennutzungsplanänderung vorgelegt. Da durch die geplante Aufhebung der Fläche für den überörtlichen Verkehr und den örtlichen Hauptverkehr faktisch keine Änderung oder gar Beeinträchtigung der jeweils bestehenden Situation im Verlauf der Trasse entsteht, erfolgt an dieser Stelle keine detaillierte Beschrei- bung der Auswirkungen auf die weiteren von der Planung berührten Bereiche des Land- schaftsplans (siehe auch Punkt 7.5.16 Darstellung von Landschaftsplänen (…)). 5.3 Konzepte und Fachplanungen Gesamtverkehrskonzept (GVK) Die geplante Quartiersentwicklung an der Simonskaul liegt in einem Bereich, der im Flächen- nutzungsplan (FNP) teilweise als "Fläche für den überörtlichen Verkehr und für den örtlichen Hauptverkehr" dargestellt ist. Diese geplante und bis heute nicht realisierte Verkehrstrasse soll die Äußere Kanalstraße von der Anschlussstelle zur BAB 57 kommend mit dem sogenannten "Niehler Ei" (Kreisver- kehr Industriestraße/ Bremerhavener Straße) verbinden. Der Rat der Stadt Köln hat mit Beschluss vom 23.03.2021 das im Gesamtverkehrskonzept der Stadt Köln angelegte Hauptstraßennetz zwischen dem Knoten Äußere Kanalstraße/ E- scher Straße im Stadtteil Bilderstöckchen und dem Kreisverkehrsplatz Bremerhavener Straße/ Industriestraße ("Niehler Ei") im Stadtteil Niehl geändert (2891/2020). Die vorgese- hene Trasse zur möglichen Verlängerung der Äußeren Kanalstraße wird als in erster Linie dem Kfz-Verkehr dienende Straße aufgegeben. Die Trasse wird zur tatsächlichen Einrich- tung eines Fahrradweges, zunächst von der Äußeren Kanalstraße (Bilderstöckchen) bis zur Etzelstraße (Mauenheim), verwendet. Die Vorhalteplanung für diese Radverkehrsfreihaltetra- sse soll in den entsprechenden Planwerken der vorbereitenden und verbindlichen Bauleitpla- nung Berücksichtigung finden. Auf Ebene des (verbindlichen) Vorhabenbezogenen Bebauungsplans "Simonskaul" erfolgte eine detaillierte Abstimmung über Verlauf und Flächenbedarf der zukünftigen Radroute im Gebiet der geplanten Quartiersentwicklung. Inhalt der 234. Änderung des Flächennutzungsplans (FNP) wird u. a. die Aufhebung der "Fläche für den überörtlichen Verkehr und den örtlichen Hauptverkehr" sein. Eine (Teil-) Darstellung des Hauptradverkehrsnetzes ist hier nicht möglich, da dieses nur für die Gesamtstadt auf Grundlage einer gesamtstädtischen Konzeption, die sich in Bearbeitung befindet, in einem gesonderten FNP-Verfahren mit Umweltbericht Berücksichtigung finden kann. Daher wurde die 234. Änderung des Flächennutzungsplans "Quartiersentwicklung Simons- kaul in Köln-Weidenpesch und Aufhebung der Verlängerung der Äußeren Kanalstraße in Köln-Bilderstöckchen, -Weidenpesch und -Longerich" eingeleitet mit Beschluss des Stadtent- wicklungsausschusses am 29.04.2021 (0394/2021). Zudem soll mit der 240. Änderung des Flächennutzungsplans "Gesamtstätisches Radver- kehrshauptroutennetz" eine Vorhalteplanung u. a. auch für die geplante Radwegeverbindung im Bereich der aufzuhebenden Verlängerung der Äußeren Kanalstraße betrieben werden. Grundlage dieser Änderung werden die zum Zeitpunkt der Einleitung des Änderungsverfah- rens noch laufenden Planungen für ein Netz an qualifizierten Radwegeverbindungen ("Hauptroutennetz") sein. Mit dieser Änderung sollen erstmals Hauptrouten des Radverkehrs im Flächennutzungsplan dargestellt werden. Seite 11 von 41 Stadtentwicklungskonzept /StEK) Wohnen Die geplante Quartiersentwicklung an der Simonskaul erfüllt die Ziele und Leitlinien der Köl- ner Wohnungsbaupolitik, indem sie eine innerstädtische Konversionsfläche eines ehemali- gen Deponiestandorts, heute mit gewerblicher Nutzung, nutzungsbezogen saniert und für die Schaffung von Wohnraum entwickelt. Für den Bereich an der Simonskaul erfolgte eine Be- darfsermittlung im Rahmen des Stadtentwicklungskonzeptes (StEK) Wohnen, das gemäß § 1 Abs. 6 Nr. 11 Baugesetzbuch (BauGB) bei der Aufstellung der Bauleitpläne zu berücksich- tigen ist. Mit dem entsprechenden Ratsbeschluss am 20.12.2016 wurde die Verwaltung be- auftragt, die notwendigen Bauleitplanverfahren zur Umsetzung des StEK Wohnen einzulei- ten. Planfeststellung für KVB-Trasse Das Plangebiet liegt unmittelbar angrenzend an die planfestgestellte zweigleisige Zufüh- rungsstrecke zur KVB-Abstellanlage Weidenpesch. Diese Trasse wird gemäß Systematik des FNPs nicht in diesem dargestellt. Auf Ebene der verbindlichen Bauleitplanung wurde die Plangebietsgrenze mit der Planfeststellungsunterlage im Detail abgestimmt. Die Gleisanla- gen wurden als Emissionsquellen für Schall und Erschütterungen ebenfalls in der verbindli- chen Bauleitplanung beachtet, die Schutzmaßnahmen an der geplanten Bebauung darauf ausgelegt. Es bestehen somit insgesamt keine ungelösten Konflikte zwischen der Planfeststellung und den Bauleitplanverfahren. 6. Auswirkungen der Planänderung Für das Änderungsgebiet wird teils eine Brachfläche in Anspruch genommen, die im Regio- nalplan für den Regierungsbezirk Köln, Teilabschnitt Region Köln als Regionaler Grünzug und Waldbereich festgelegt ist. Die Fläche grenzt an den Siedlungsraum und ist durch ihre Lage zwischen Simonskaul und Neusser Straße bereits erschlossen. Durch die Inanspruchnahme des Freiraums kann der Bedarf an zusätzlichen Wohnbauflächen in zentraler Lage mit vergleichsweise guter Infra- strukturausstattung gedeckt und dem Bedarf an zusätzlichen Wohnbauflächen gefolgt wer- den. Die Planung berührt auch eine im Landschaftsplan als geschützter Landschaftsbestandteil festgesetzte Fläche. Dieser Bereich ist durch die bereits bestehende und planfestgestellte Gleistrasse der KVB in ihrer Verbundfunktion gestört. Für die 234. Änderung des Flächennutzungsplanes wurde eine Umweltprüfung gemäß § 2 Absatz 4 Baugesetzbuch (BauGB) für die Belange nach § 1 Absatz 6 Nummer 7 und § 1a BauGB durchgeführt. Die Ergebnisse werden in einem Umweltbericht gemäß § 2a BauGB dargestellt. Die Beschreibung und Bewertung der Umweltschutzgüter sowie die Ergebnisse der naturschutzrechtlichen Eingriffsbilanzierung erfolgen im Umweltbericht. Seite 12 von 41 7. Umweltbericht A Einleitung Für das Änderungsverfahren zum Flächennutzungsplan (FNP) wird eine Umweltprüfung ge- mäß § 2 Absatz 4 Baugesetzbuch (BauGB) für die Belange nach § 1 Absatz 6 Nummer 7 und § 1a BauGB durchgeführt. Die Ergebnisse werden in einem Umweltbericht gemäß § 2a BauGB und der Anlage 1 zum BauGB dargestellt. 7.1 Darstellung des Inhalts und wichtigster Ziele der FNP-Änderung Mit der Änderung des FNPs soll die bisherige Darstellung der "Fläche für den überörtlichen Verkehr und den örtlichen Hauptverkehr" aufgehoben werden, da dies der beabsichtigten Ausweisung als Wohnbaufläche entgegensteht. Die Planung dieser Verkehrstrasse als Ver- bindung von der Longericher Straße bis an das sogenannter "Niehler Ei" wird von der Stadt Köln generell nicht mehr verfolgt und soll nicht umgesetzt werden. Dieser Bereich wird im Weiteren als Teilfläche 1 bezeichnet. Zugleich sollen vorbereitend für den Vorhaben- und Erschließungsplan (VEP) / vorhabenbe- zogenen Bebauungsplan "Simonskaul" in Köln-Weidenpesch die planungsrechtlichen Vo- raussetzungen für die Realisierung einer Quartiersentwicklung geschaffen werden. Hierzu ist die Darstellung einer Wohnbaufläche mit standortgebundenen Signets für eine KiTa und ei- nen Spielplatz sowie von Grünfläche geplant. Der Bebauungsplan wird im Parallelverfahren aufgestellt. Dieser Bereich wird im Weiteren als Teilfläche 2 bezeichnet. Im Bereich der aufzuhebenden "Fläche für den überörtlichen Verkehr und den örtlichen Hauptverkehr" soll langfristig eine Radwegeverbindung realisiert werden, z. B. nach Rad- schnell-wegestandard des Landes Nordrhein-Westfalen. Da die Systematik des Flächennut- zungsplans der Stadt Köln bislang eine Darstellung des städtischen Radverkehrshauptrou- tennetzes nicht vorsieht, soll dies in einem gesonderten Änderungsverfahren gesamtstäd- tisch erfolgen. Da der Verlauf und die geplante Ausdehnung des Radweges im Änderungs- bereich derzeit nicht bekannt sind, wird die Untersuchung der Umweltauswirkungen auf das Planungsverfahren zum Radweg verlagert. Seite 13 von 41 7.2 Bedarf an Grund und Boden Plangebiet Gesamt 13 ha Darstellungen FNP Bisherige Beabsichtigte Bilanz Art der Nutzung ha Art der Nutzung ha ha 1 Fl. f. Bahnanlagen 0,70 1.1 Fl. f. Bahnanlagen 0,70 2.1 Fl. f. Bahnanlagen 0,10 3.5 Fl. f. Bahnanlagen 0,80 0,70 1,60 0,90 2 Fl. f. Hauptverkehrszüge 1,65 3.6 Fl. f. Hauptverkehrs- züge 0,40 3 Fl. f. Hauptverkehrszüge 7,60 6.1 Fl. f. Hauptverkehrs- züge 0,60 9,25 1,00 -8,25 4 Wohnbaufläche 0,60 3.4 Wohnbaufläche 1,00 4.1 Wohnbaufläche 0,60 5.2 Wohnbaufläche 0,80 0,60 2,40 1,80 5 Grünfläche (Parkanlage) 2,20 2.2 Grünfläche 1,55 6 Grünfläche 0,60 3.1 Grünfläche 0,30 3.2 Grünfläche 3,70 3.3 Grünfläche 1,40 5.1 Grünfläche (Parkan- lage) 1,40 2,80 8,35 5,55 alle Flächenangaben gerundet und in Hektar (ha) 7.3 Darstellung der in einschlägigen Fachgesetzten und Fachplänen festgelegten Ziele des Umweltschutzes Es werden die einschlägigen Gesetze, Rechtsverordnungen, Erlasse, Verwaltungsvorschrif- ten und "Technischen Anleitungen" zugrunde gelegt, die für die jeweiligen Schutzgüter in Bauleitplan-Verfahren anzuwenden sind. Die EU-Schutzziele finden sich im Wesentlichen umgesetzt im deutschen Bundesimmissionsschutzgesetz (BImSchG, Luftreinhalteplanung, Lärmminderung) und seinen Verordnungen, dem Bundesnaturschutzgesetz (BNatschG – Ar- ten-, Landschafts- und Biotopschutz), dem Bundesbodenschutzgesetz (BBodSchG – Boden- Seite 14 von 41 schutz, Schutz vor bzw. Umgang mit schädlichen Bodenveränderungen) und seiner Verord- nung, dem Wasserhaushaltsgesetz (WHG) sowie dem Denkmalschutzgesetz (DSchG). Auf Landeseben greifen weitere Regelungen wie die Geruchsrichtlinie Nordrhein Westfalen (GIRL – Beurteilung von Gerüchen), das Landeswassergesetz Nordrhein Westfalen (LWG NRW – Schutz des Grundwasserdargebotes) sowie Verordnungen auf Ebene der Bezirksre- gierungen wie Wasserschutzzonen-Verordnungen und der Luftreinhalteplan. Auf kommunaler Ebene werden die Baumschutzsatzung und der Landschaftsplan der Stadt Köln berücksichtigt. Die Ziele des Umweltschutzes werden bei der Beschreibung und Bewer- tung der einzelnen Schutzgüter näher beschrieben. Folgende Ziele des Umweltschutzes werden betrachtet und überprüft: Umweltbelang Fachgesetz / Vorschrift Ziel des Umweltschutzes Gebiete von gemeinschaft- licher Bedeutung / europäi- sche Vogelschutzgebiete BNatSchG, FFH-RL Schutz prioritärer Arten, Be- achtung der Schutzziele Landschaft Landschaftsplan BauGB, BNatSchG, DSchG; LNatSchG NRW Schutzziele der LP-Schutzauswei- sung, Entwicklungsziele umsetzen; Schutz, Pflege und Entwicklung der Vielfalt, Eigenart, Schönheit und Erho- lungswert von Natur und Landschaft Pflanzen BNatSchG, LNatSchG NRW, Baumschutzsat- zung Stadt Köln Schutz, Erhalt und Weiterentwicklung geschützter Biotope und Naturbe- stände, Vermeidung von Eingriffen; Tiere BauGB, BNatSchG, FFH- RL, VS-RL, LNatSchG NRW Vermeidung Verschlechterung Erhal- tungszustand; Schutz wild lebender Tiere und Lebensgemeinschaften, Vermeidung Tötung (Tötungsverbot) Biologische Vielfalt BauGB, BNatSchG, FFH- RL, VS-RL, LNatSchG NRW Erhalt wildlebender Tier- und Pflan- zenarten, Erhalt von Lebensräumen, Stärkung der Biotopvernetzung, Ent- wicklung und Wiederherstellung der Tier- und Pflanzenwelt z.B. bei Ein- griffe; Schutz der natürlichen Lebens- grundlagen Eingriff/Ausgleich Baugesetzbuch, LNatSchG NRW Ausgleich von Eingriffen in den Natur- haushalt ; Ausgleich bzw. Ersatzmaß- nahmen nachhaltig und standortge- recht Landschaft/Ortsbild Baugesetzbuch, LNatSchG NRW Ausgleich von Eingriffen in das Land- schaftsbild; Wahrung und Entwicklung der Vielfalt, Eigenart, Schönheit und dem Erholungswert von Landschaft- und Ortsbild; Wahrung des Charak- ters der Kulturlandschaft Boden BauGB; BBoSchG, BBoSchV, LBoSchG NRW sparsamer Umgang mit Grund und Boden, Innenentwicklung; Entsiegelung; Sicherung und Entwick- lung von Bodenfunktionen, Abwen- dung schädlicher Bodenveränderun- gen und Einträge, Oberflächenwasser WHG, Wasserrahmen- richtlinie, HWRM-RL naturnahe Gestaltung von Fließge- wässern; Reinhaltung, Schutz und Pflege von Gewässern; Deckung Seite 15 von 41 Wasserbedarf; Vermeidung negativer Veränderungen; Sanierung; naturna- her Aus- bzw. Rückbau Grundwasser WHG, Landeswasserge- setz NW, Wasserschutz- zonen-Verordnung Versickerung von Niederschlagswas- ser, Berücksichtigung der Ge- und Verbote; Vermeidung von Einträgen; Grundwasserneubildung erhalten und verbessern Klima, Kaltluft/Ventilation Klimaschutzgesetz NRW, Klimaanpassungsgesetz NRW, Klimaschutzkonzept Köln BNatSchG, LNatSchG, NRW, BWaldG, LFoG NRW Vermeidung bioklimatisch belasteter Wohngebiete, Erhalt bioklimatischer Entlastungsbereiche und Bereiche mit Kaltluftentstehung; Erhalt und Pla- nung von Frischluftzufuhr durch Grün- flächen; Verbesserung des Mikrokli- mas durch Baumpflanzungen und Grünflächen; Maßnahmen zur Klima- wandelanpassung Luftschadstoffe – Emissio- nen/Immissionen Bundesimmissionsschutz- gesetz; BauGB, 39. BIm- SchV, TA Luft; Zielwerte der LAI Schaffung und Erhalt gesunder Wohn- und Arbeitsverhältnisse; Vermeiden von Emissionen und Konflikten; Erhalt und Verbesserung der Luftgüte; Ein- haltung Grenzwerte der 39. BImSchV Erhaltung der bestmögli- chen Luftqualität in Gebie- ten, in denen die durch Rechtsverordnung zur Er- füllung von bindenden Be- schlüssen der Europäi- schen Gemeinschaft fest- gelegten Immissionsgrenz- werte nicht überschritten werden BauGB; Bundesimmissi- onsschutz-gesetz, Luft- reinhalteplan Köln Einhaltung Grenzwerte der 39. BIm- SchV Vermeidung von Emissio- nen (nicht Lärm/Luft, insbe- sondere Licht, Gerüche), sachgerechter Umgang mit Abfällen und Abwässern Bundesimmissionsschutz- gesetz; Lichterlass NW; LAI Hinweise; GIRL; LWG NRW; Vermeidung von Emissionen; Konflikt- bewältigung; Sicherstellung der sach- und fachgerechten Entsorgung Erneuerbare Ener- gien/Energieeffizienz BauGB; Beschluss Stadt- entwicklungs-ausschuss zur solaren Optimierung; Beschluss des Rates der Stadt Köln zur Klimaneut- ralität bis 2035 aus 24.06.2021, EEG, DIN 5034 bzw. 17037; Ener- gieeinsparVO Energieeffizient Planen, CO2 Reduk- tion Lärm Bundesimmissionsschutz- gesetz; TA Lärm; DIN 4109; DIN 18005; DIN 45691; 6. BImSchV; Frei- zeitlärmerlass; 18. BIm- SchV, BauGB Einhaltung der Orientierungs-, Richt- und Grenzwerte; Konfliktvermeidung durch Planung; Trennungsgrundsatz; Einhalt und Sicherung gesunder Wohn- und Arbeitsverhältnisse Altlasten BauGB; BBoSchG, BBoSchV, LBoSchG NRW, LAWA-Richtlinie, LAGA Anforderungen Vermeidung von Gefährdung durch die Wirkpfade Boden-Mensch, Boden- Luft, Boden-Grundwasser; Sanierung; Seite 16 von 41 Erschütterungen Bundesimmissionsschutz- gesetz; Abstandserlass; DIN 4150 Teil 1 und 2 Einhaltung der Werte der DIN 4150 Teil 2; Konfliktvermeidung Gefahrenschutz: - Hochwasserschutz - Störfallrecht - Magnetfeldbelastung - Starkregenvorsorge WHG, LWG NRW, HWRW-RL; Hochwasser- schutzG II Seveso-III-Richtlinie; KAS- 18, BImSchG; 12. BIm- SchV Bundesimmissionsschutz- gesetz, Abstandserlass NW, städtischer Vorsorge- wert WHG Hochwassersichere Baugebiete Einhaltung von Achtungs- und ange- messenen Sicherheitsabständen Einhaltung ausreichender Abstände zu sensiblen Nutzungen Ableitung von Oberflächenwasser Kultur- und sonstige Sach- güter BauGB, Denkmalschutz- gesetz; BNatSchG Vermeidung der Beeinträchtigung von Bau,- Klein und Bodendenkmälern; Naturdenkmalen Grenzüberschreitende Auswirkungen von Bebauungsplänen oder Flächennutzungsplan-Än- derungen sind in Köln aufgrund der Lage in großem Abstand zu Landesgrenzen nicht zu er- warten. Raumbedeutsame Planungen werden mit den angrenzenden Gemeinden abge- stimmt. B Beschreibung und Bewertung der erheblichen Umweltauswirkungen 7.4. Grundlagen Die Untersuchungstiefe der Umweltprüfung orientiert sich in Übereinstimmung mit der For- mulierung in § 2 Abs. 4 Satz 3 BauGB an den Ausweisungen der FNP-Änderung "Arbeitsti- tel". Geprüft wird, welche erheblichen Auswirkungen durch die Umsetzung der FNP-Ände- rung auf die Umweltbelange entstehen können und welche Einwirkungen auf die geplanten Gebietsausweisungen im Geltungsbereich aus der Umgebung erheblich einwirken können. Hierzu werden vernünftigerweise regelmäßig bzw. dauerhaft erhebliche anzunehmende Ein- wirkungen geprüft, nicht jedoch außergewöhnliche und nicht vorhersehbare Ereignisse. Es werden durch die Umsetzung der Planung keine Techniken oder Stoffe eingesetzt und verwendet, die zu erheblichen nachteiligen Umweltauswirkungen führen werden. Weiterhin werden bei Vorliegen mehrerer Planungen in räumlicher Nähe kummulierende Umweltauswirkungen beschrieben. Seite 17 von 41 Die 234. FNP-Änderung wird parallel zum Be- bauungsplan-Verfahren "Simonskaul" durch- geführt. Die Geltungsbereiche der beiden Bauleitplan-Verfahren sind für die Teilfläche 2 weitgehend identisch. Im Zuge der Abschich- tung wird in diesem FNP-Änderungsverfahren auf Umweltuntersuchungen zurückgegriffen, die im Rahmen der Umweltprüfung zum paral- lel in Aufstellung befindlichen Bebauungsplan "Simonskaul" erstellt wurden. Ebenso wird, soweit erforderlich, auf Vermeidungs-/Minde- rungs- und Ausgleichsmaßnahmen hingewie- sen, die im Rahmen des Bebauungsplan-Ver- fahrens "Simonskaul" für die Teilfläche 2 gesi- chert werden. Für die Teilfläche 1 - Rücknahme einer Flä- che für Hauptverkehrszüge - wird angenom- men, dass sich keine negativen Umweltaus- wirkungen ergeben, da die Umsetzung der Verbindungstrasse von Longerich an das "Niehler Ei" und die damit verbundenen Ein- griffen unterbleiben. Abb.: Lage der Flächen 1 und 2 7.4.1 Beschreibung derzeitiger Umweltzustand (Basisszenario) Teilfläche 1: Im Bestand liegen hier verschiedene Nutzungen im Änderungsbereich wie Bahnfläche, Kleingartenfläche, Grünflächen unterschiedlicher Ausprägungen wie Gehölze, Parkanlage, Sukzessionsfläche, landwirtschaftlich genutzte Fläche, Hausgärten und Stra- ßenverkehrsfläche. Der FNP weist hier Fläche für Hauptverkehrszüge aus. Teilfläche 2: Im Bestand liegen hier Gewerbe und Sukzessionsfläche vor. Der FNP weist hier Grünfläche und Fläche für Hauptverkehrszüge aus. 7.4.2 Beschreibung des Umweltzustandes bei Nichtdurchführung der Planung (Null- variante) Teilfläche 1: Die derzeit im FNP ausgewiesene Verbindungstrasse – Fläche für Hauptver- kehrszüge könnte weiterhin durch ein entsprechendes Planfeststellungsverfahren umgesetzt werden. Damit wären Eingriffe in die den Naturhaushalt verbunden (Pflanzen, Tierlebens- räume, Boden, Grundwasser, Klima) und es entstünden durch den Kfz-Verkehr auf der Ver- bindungstrasse Lärm- und Luftschadstoff-Emissionen. Teilfläche 2: Auch hier könnte die Umsetzung der derzeit im FNP ausgewiesenen Verbin- dungstrasse – Fläche für Hauptverkehrszüge für Auswirkungen auf die verschiedenen vorge- nannten Umweltbelange auslösen. Die Eingriffe durch die Umsetzung der Wohnbaufläche durch den im parallelverfahren aufzustellenden Bebauungsplan "Simonskaul" würden dage- gen unterbleiben. Die im FNP ausgewiesene Grünfläche würde in ihrem derzeitigen Umfang erhalten bleiben. Seite 18 von 41 7.4.3 Prognose über die Entwicklung des Umweltzustands bei Durchführung der Pla- nung Teilfläche 1: Mit Rücknahme der Flächenausweisung Fläche für den überörtlichen Verkehr und den örtlichen Hauptverkehr werden hier die folgenden Flächenausweisungen vorgese- hen: Flächen für Bahnanlagen (bestehende Bahnflächen, Sicherung) und Grünflächen (Neu- ausweisung). Teilfläche 2: Hier dient die geplante Flächenausweisung einer Wohnbaufläche der vorberei- tenden planungsrechtlichen Sicherung eines Wohnquartiers mit ca. 390 Wohneinheiten, ei- ner Kita, Spielplatz und untergeordnet nicht störendem Gewerbe. Weiterhin wird eine gegen- über den heutigen Zustand kleinere Grünfläche ausgewiesen. Hier sieht die verbindliche Bauleitplanung eine Parkanlage mit Spielfläche und Sicherung vorhandener Bäume vor. 7.5 Umweltbelange gemäß §1 Abs. 6 Nr. 7 Buchstaben a – j und §1a BauGB 7.5.1 Tiere (§ 1 Absatz 6 Nummer 7 a BauGB) Ziele des Umweltschutzes: BauGB, BNatSchG, FFH-RL, VRL, Landnaturschutzgesetz NRW, s. Bestand (derzeitiger Umweltzustand): Für die Teilfläche 1 liegen keine Erkenntnisse zum Ar- teninventar vor. Für die Teilfläche 2 wurde im Jahr 2017 eine Artenschutzvorprüfung (ASP I) erstellt. Das Gutachten kommt zu der folgenden Bestandseinschätzung: Das Plangebiet liegt auf dem zweiten Quadranten des Messtischblatts Köln (5007-2). Für den Quadranten sind insgesamt 24 planungsrelevante Arten gemeldet. Das Gros der Arten stellen die Vögel mit 20 Arten. Hinzu kommen eine Fledermausart als Vertreterin der Säuge- tiere, zwei Amphibienarten sowie ein Vertreter aus der Gruppe der Schmetterlinge. Das Fundortkataster @LINFOS des LANUV enthält keine Informationen zu konkreten Fundpunk- ten planungsrelevanter Arten im 500 m - Radius um das Plangebiet. Darüber hinaus wurde ein weiteres Gutachten als Informationsquelle hinzugezogen. Im Rahmen einer Umweltver- träglichkeitsstudie (UVS) der Kölner Verkehrs-Betriebe AG wurde u.a. die Fauna untersucht. Das B-Plangebiet stellt einen Teil deren Untersuchungsraumes dar, für den verschiedene Tiergruppen (Vögel, Amphibien, Reptilien und Fledermäuse) kartiert wurden. Die Revierkar- tierung der Brutvögel im Jahr 2013 wurde im Hinblick auf Brutnachweise und Beobachtungen ausgewertet. Ein Brutnachweis des Gimpels wurde "innerhalb des geschützten Landschafts- bestandteils ‚Brache zwischen Neusser Straße und Simonskaul, Weidenpesch’ nördlich des Plangebiets registriert". Im gleichen Bereich wurde ein Grünspecht beobachtet. Der Haussperling war als Brutvogel "in Ein- und Reihenhäusern, einzelnen Gewerbetreiben- den sowie Kleingartenanlagen an den Straßen ‚Simonskaul’ und ‚Neusser Straße’ anzutref- fen". Die Klappergrasmücke wurde in der Kleingartenanlage zwischen der Straße Simons- kaul und der Neusser Straße sowie auf Strauchgruppen östlich der Eisenbahnüberführung Neusser Straße beobachtet. Reptilien- und Amphibiennachweise im B-Plangebiet wurden nicht erbracht. Im Jahr 2013 fanden darüber hinaus Detektorbegehungen zur Erfassung von Fledermäusen statt. Es konnten drei Fledermausarten nachgewiesen werden: Der Große Abendsegler, die Rauhautfledermaus und die Zwergfledermaus. Ergänzend zu der oben er- läuterten Datenabfrage und der Auswertung der UVS wurden zur Beurteilung der Habitataus- stattung eigene Geländebegehungen durchgeführt. Umweltzustand bei Nichtdurchführung der Planung (Nullvariante): Teilfläche 1: Die derzeit im FNP ausgewiesene Verbindungstrasse – Fläche für Hauptver- kehrszüge könnte weiterhin durch ein entsprechendes Planfeststellungsverfahren umgesetzt werden. Damit wären Eingriffe in bzw. eine Zerschneidung von Tierlebensräumen möglich. Seite 19 von 41 Weiterhin könnte der Betrieb der Verkehrstrasse zu Verlusten von Individuen verschiedener Tierarten führen. Teilfläche 2: Auch hier wäre weiterhin die Umsetzung der Verkehrstrasse möglichmit der Folge von Zerstörungs- und Zerschneidungseffekten in Habitatstrukturen heimischer wildle- bender Tierarten. Prognose Umweltzustand nach Durchführung der Planung: Teilfläche 1: hierfür liegen keine Erkenntnisse zu dem Vorkommen wildlebender Tierarten vor. Da die Planung die Rücknahme der Verkehrstrasse vorsieht, sind keine weiteren Unter- suchungen erforderlich. Teilfläche 2: Bei Umsetzung der Planung entfallen die vorgenannten Baumbestände im Sü- den des Plangebietes. Der Gebäudebestand wird abgebrochen. Es entstehen neue Wohnge- biete und Verkehrsflächen. Es entfallen zudem 1,5 ha Ruderalflächen. Ca. 1,1 ha Grünflä- chen werden zum Ausgleich neu angelegt. Vermeidungs-/Minderungs- und Ausgleichsmaßnahmen erheblicher nachteiliger Umweltaus- wirkungen: Teilfläche 1: solche Maßnahmen sind nicht hier erforderlich. Teilfläche 2: Im Rahmen des parallel in Aufstellung befindlichen Bebauungsplanes werden folgende Maßnahmen vorgesehen: Aus artenschutzfachlicher Sicht empfiehlt sich bezüglich aller europäisch geschützten Vogel- arten durch ein Zeitfenster für die Baufeldfreimachung auszuschließen, dass sie in der nächsten Brutperiode ihr Nest in den zu entnehmenden Gehölzen anlegen und Einzelindivi- duen während der Bauarbeiten zu Schaden kommen. Die Baufeldräumung (Entnahme der Gehölze) ist deshalb außerhalb der Brutperiode europäischer Vogelarten durchzuführen. Es ergibt sich ein Zeitfenster zwischen Ende August und Ende Februar, unter dessen Beach- tung die Wahrscheinlichkeit des Tötens von Einzelindividuen durch das Vernichten von Nes- tern oder Bruten bei der Baufeldräumung ausgeschlossen wird. Der Abbruch der Gebäude ist im Zeitraum von Ende Oktober bis Ende Februar durchzuführen und liegt damit in der Zeit der Winterruhe der potenziell betroffenen Zwergfledermaus. So kann ausgeschlossen wer- den, dass Tiere zu Schaden kommen. Für den unwahrscheinlichen Fall eines Fledermaus- fundes während der Abbrucharbeiten im Winterhalbjahr sind die Abbrucharbeiten sofort zu stoppen und es ist Rücksprache mit der zuständigen Fachbehörde zu nehmen. Da durch den Abbruch der alten Gebäude potenzielle Sommerquartiere für die Zwergfleder- maus wegfallen können, ist ein Ersatz von Spaltenquartieren notwendig. Diese funktionser- haltenden vorgezogenen Ausgleichsmaßnahmen sollten spätestens in der auf den Abbruch der Gebäude folgenden Fortpflanzungsperiode der Zwergfledermaus wirksam sein. Fleder- mauskästen sind an geeigneten Bereichen und Stellen der umliegenden Bestandsgebäude (möglichst in direkter Umgebung) aufzuhängen. Einzusetzen sind Flachkästen, vorzugsweise 2 verschiedene Typen (z.B. Fledermausuniversal-Sommerquartier 1FTH und Fledermaus- Sommerfassadenquartier 1FQ der Firma Schwegler oder Fledermaus-Fassadenflachkasten und Fledermausspaltenkasten der Firma Hasselfeldt). Ferner sind als Ersatz für entfallende Brutplätze des Haussperlings 3 Kästen für Nischenbrüter (z. B. Sperlingskoloniehaus Typ 1SP der Firma Schwegler oder Typ SPMQ der Firma Hasselfeldt). In den Bebauungsplan wird ein entsprechender Hinweis aufgenommen. Solche Maßnahmen sind daher auf Ebene der FNP-Änderung nicht erforderlich. Bewertung: Durch die geplante FNP-Änderung ergeben sich keine Verbotstatbestände ge- mäß §44 BNatSchG auf den Schutz wildlebender Tierarten. Seite 20 von 41 7.5.2 Pflanzen (§ 1 Absatz 6 Nummer 7 a BauGB) Ziele des Umweltschutzes: BauGB, BNatSchG, Landesnaturschutzgesetz NRW Baum- schutzsatzung Stadt Köln Bestand (derzeitiger Umweltzustand): Fläche 1: In diesem Bereich liegen Biotope mit unterschiedlichen ökologischen Wertigkeiten vor. Eine Bestandserfassung ist nicht erforderlich. Fläche 2: Die nicht durch Bebauung belegten Teile des Plangebietes lassen sich hinsichtlich der vorhandenen Vegetation wie folgt beschreiben: Im Nordwesten des Plangebietes ist vorwiegend Ruderalvegetation auf dem vorhandenen Deponiekörper anzutreffen. Gehölze sind im nördlichen Randbereich vorhanden. Dabei do- minieren Pionierarten wie Weiden, Birke, Robinie und Brombeere. Alte bodenständige Ge- hölze sind nicht vorhanden. Südlich des Deponiegeländes sind verwilderte Gärten mit größe- rem Gehölzbestand vorherrschend. Dabei handelt es sich um insgesamt 50 Bäume, von de- nen 39 nach der Baumschutzsatzung geschützt sind. Es sind überwiegend Laubbäume vor- handen, unter denen Weiden (19 Stück) und Vogelkirschen (7 Stück) am häufigsten vorkom- men. Sechs Bestandsbäume sind Fichten. Der Bestand hat bis auf 5 Einzelexemplare eine mittlere bis geringe Vitalität. Im Nordosten des Plangebiets befindet sich Ruderalvegetation unterschiedlicher Stadien der Sukzession mit geringem Baumbestand. Es sind zahlreiche Brombeersträucher vorhanden. Umweltzustand bei Nichtdurchführung der Planung (Nullvariante): Fläche 1: Durch die mögliche Umsetzung der ausgewiesenen Verkehrstrasse könnte es zu Eingriffen in die vorhandenen Biotope kommen. Eine Bestandserfassung und Bewertung wäre im Rahmen der dann erforderlichen fachamtlichen Planung (Planfeststellung) zu leis- ten. Fläche 2: Auch hier könnten bei Umsetzung der Verkehrstrasse ein Eingriff in die vorhande- nen Garten- und Ruderalbiotope vorgenommen werden. Prognose Umweltzustand nach Durchführung der Planung: Fläche 1: Es entfallen mögliche Eingriffe im Bereich heute ausgewiesenen Verkehrstrasse in vorhandene Biotope unterschiedlicher ökologischer Wertigkeit. Fläche 2: Bei Umsetzung der Planung entfallen die vorgenannten Baumbestände im Süden des Plangebietes. Der Gebäudebestand im Außenbereich wird abgebrochen, die Flächen werden entsiegelt. Es entstehen neue Wohngebiete und Verkehrsflächen. Es entfallen zu- dem 1,5 ha Ruderalflächen. Ca. 1,1 ha Grünflächen werden zum Ausgleich neu angelegt. Vermeidungs-/Minderungs- und Ausgleichsmaßnahmen erheblich nachteiliger Umweltaus- wirkungen: Fläche 1: solche Maßnahmen sind nicht erforderlich. Fläche 2: Im Rahmen des parallel in Aufstellung befindlichen Bebauungsplanes werden fol- gende Maßnahmen vorgesehen: die Gehölzbestände im Norden des Plangebietes werden erhalten und durch heimische, standortgerechte Anpflanzungen ergänzt. Dies dient der Ein- griffsminderung und dem Ausgleich. Die Eingriffe in vorhandene Vegetation werden vollstän- dig durch Neupflanzungen im Plangebiet ausgeglichen. Dazu gehören insbesondere die An- pflanzung von insgesamt 72 heimischen, standortgerechten Solitärbäumen in den Verkehrs- und Grünflächen, die intensive Begrünung der Flächen von Tiefgaragen sowie die extensive Dachbegrünung. Bewertung: Im überwiegenden Teil des Änderungsgebietes werden durch die Herausnahme der Verkehrstrasse Eingriffe in Biotope unterschiedlicher ökologischer Wertigkeit ausge- schlossen. Für die geplante Wohnbaufläche setzt der parallel in Aufstellung befindliche B- Seite 21 von 41 Plan Pflanzmaßnahmen fest, die zu einer Minderung und zum Ausgleich der Eingriff in die dort vorhandenen Biotope dient. 7.5.3 Fläche (§ 1 Absatz 6 Nummer 7 a BauGB) Ziele des Umweltschutzes: § 1 BauGB Bestand (derzeitiger Umweltzustand): Fläche 1: die heute ausgewiesene Verkehrstrasse verläuft überwiegend in Bereichen mit Freiflächennutzungen und nur untergeordnet im Bereich von Flächen, die für verkehrszwe- cke genutzt werden. Fläche 2: Auch in diesem Bereich führt die Verkehrstrasse überwiegend über heute nicht o- der nur untergeordnete baulich genutzte Flächen. Umweltzustand bei Nichtdurchführung der Planung (Nullvariante): Es bestünde weiterhin die Möglichkeit, im Bereich beider Teilflächen eine Verkehrsfläche zu planen und umzusetzen. Damit würden die heute vorhandenen Freiflächen dann überplant und zerschnitten. Prognose Umweltzustand nach Durchführung der Planung: Fläche 1: Hier kommt es nicht zu einer Umwandlung von Freiflächen in eine Verkehrstrasse. Fläche 2:Die hier bisher ausgewiesene Verkehrsfläche sowie ein Teil der bisher ausgewiese- nen Grünfläche werden in eine Wohnbaufläche umgewandelt. Damit sind hier Eingriffe in die bisherige Freifläche möglich. Vermeidungs-/Minderungs- und Ausgleichsmaßnahmen erheblicher nachteiliger Umweltaus- wirkungen: Die Herausnahme der Verkehrsfläche aus der Teilfläche 1 ist eine Vermeidungs- maßnahme auf FNP-Ebene. Weitere Maßnahmen sind nicht erforderlich. Bewertung: Durch die Herausnahme der bisherigen Verkehrsfläche trägt die Planung zur Verringerung des Flächenverbrauchs im Kölner Stadtgebiet bei. Die Größe der neu ausge- wiesenen Wohnbaufläche steht deutlich hinter der aufgegeben Verkehrsfläche zurück. 7.5.4 Boden (§ 1 Absatz 6 Nummer 7 a BauGB) Ziele des Umweltschutzes: § 1a BauGB, BBodSchG, BBodSchV, LBodSchG NRW Bestand (derzeitiger Umweltzustand): Fläche 1: Die Verkehrstrasse verläuft teilweise in Bereich von Bahnbauwerken und vorhan- denen Straßentrassen, wo keine natürlichen Bodenverhältnisse anzutreffen sind. Längere Teilstücke verlaufen in Bereichen ohne Versiegelung, hier kann das Vorliegen von natürli- chen oder naturnahen Bodenverhältnissen angenommen werden. Da die Verkehrstrasse im geänderten FNP nicht mehr ausgewiesen wird, kann eine genaue Erfassung der Bodenei- genschaften in Fläche 1 unterbleiben. Fläche 2: Das westliche Grundstücksareal wird gewerblich genutzt. An der Geländeoberflä- che stehen Auffüllungsmaterialien an. Nördlich des Plangebiets und im Nordwesten des Ge- biets selbst wurde vormals eine Kiesgewinnung betrieben. Hierbei wurden die Niederterras- sensedimente großflächig ausgekoffert. Nach Erschöpfung der Lagerstätte wurde der ver- bliebene Grundwassersee als Deponie genutzt und mit unterschiedlichen Materialien (Haus- müll, Bauschutt) wieder verfüllt. Gemäß der Bewertung der Schutzwürdigkeit (3. Auflage) der Bodenkarte NRW BK 50 handelt es sich bei den potenziell, außerhalb des Deponiekörpers noch vorhandenen natürlichen Böden im Osten des Plangebiets an der Neusser Straße um Seite 22 von 41 tiefgründige Sand- oder Schuttböden mit hoher Funktionserfüllung als Biotopentwicklungspo- tenzial für Extremstandorte, die Verdichtungsempfindlichkeit ist gering. Für diese Böden be- steht eine hohe Schutzwürdigkeit. Die Böden im Plangebiet sind ansonsten nicht als beson- ders schutzwürdig eingestuft. Der Bereich, der in der Bodenkarte innerhalb des Plangebiets entsprechend gekennzeichnet ist, hat eine Fläche von ca. 2.500 qm. Umweltzustand bei Nichtdurchführung der Planung (Nullvariante): Fläche 1: Die ausgewiesenen Verkehrstrasse könnte weiterhin umgesetzt werden mit der Folge von Eingriffen in bereichsweise ungestörte oder naturnahe Bodenverhältnisse. Fläche 2: Auch in diesem Bereich könnte der Verbleib der Verkehrstrasse im FNP und damit deren Umsetzung zu Eingriffen in teilweise ungestörte Bodenverhältnisse führen. Im Bereich der bestehenden Wohnbauflächen-Ausweisung könnte nach § 34 BauGB eine Wohnbebau- ung entstehen mit der Folge der Versiegelung und auch Auskofferung von naturnahem Bo- den. In beiden Bereichen könnte es so zu einer dauerhaften Entfernung und erheblichen Störung der oberflächennahen Bodenverhältnisse kommen. Prognose Umweltzustand nach Durchführung der Planung: Fläche 1: Die Herausnahme der Verkehrstrasse aus dem FNP verhindert die Vornahme von Eingriffen in bereichsweise ungestörte oder naturnahe Bodenverhältnisse. In Bereichen mit Freiflächen, in denen gestörte Bodenverhältnisse vorliegen, können sich langfristig natürliche Bodeneigenschaften entwickeln. Fläche 2: Plangemäß wird die vorhandene Deponie nutzungsbezogen saniert. Hierzu wer- den zunächst die vorhandenen Flächenversiegelungen entfernt. Für die Wohngebiete inklu- sive der dazu gehörenden Freianlagen erfolgt ein vollständiger Austausch des kontaminier- ten Bodenmaterials bis in eine Tiefe von ca. 9 m. Für die Grünflächen werden mindestens die oberen Bodenschichten in einer Stärke von bis zu 1 m ausgetauscht, es wird eine Ab- dichtung geschaffen, um die gefahrlose Nutzung zu gewährleisten. Im östlichen Bereich wer- den natürliche Bodenverhältnisse überplant und durch Auskofferung und Versiegelung / Be- bauung schützenswerter Boden dauerhaft geschädigt. Vermeidungs-/Minderungs- und Ausgleichsmaßnahmen erheblicher nachteiliger Umweltaus- wirkungen: Fläche 1: solche Maßnahmen sind nicht hier erforderlich. Fläche 2: Durch die vorgesehene Bodensanierung werden die bestehenden nachteiligen Umweltbedingungen im Plangebiet wesentlich und nachhaltig verbessert. Darüber hinaus dienen die Festsetzungen des parallel in Aufstellung Bebauungsplanes der Begrenzung der Neuversiegelung auf das für den verdichteten Wohnungsbau notwendige Maß (Eingriffsmin- derung). Durch die Entsiegelung und das Aufbringen einer belebten Bodenschicht in den Grünflächen im Norden des Plangebiets auf ca. 11.000 m² werden die Eingriffe in den ge- wachsenen Boden im Süden und Osten des Plangebiets auf ca. 7.000 m² ausgeglichen. Bewertung: Die Planung wirkt sich für das Umweltgut Boden überwiegend positiv aus. Seite 23 von 41 7.5.5 Wasser (§ 1 Absatz 6 Nummer 7 a BauGB) 7.5.5.1 Oberflächenwasser Ziele des Umweltschutzes: WHG, LWG NRW, BNatSchG, Landesnaturschutzgesetz NRW, WRRL Bestand (derzeitiger Umweltzustand): Oberflächengewässer sind durch die geplante FNP- Änderung nicht betroffen. Umweltzustand bei Nichtdurchführung der Planung (Nullvariante): Oberflächengewässer sind durch die Nullvariante (FNP-Änderung wird nicht umgesetzt) nicht betroffen. Prognose Umweltzustand nach Durchführung der Planung: Oberflächengewässer sind durch die geplante FNP-Änderung nicht betroffen. Vermeidungs-/Minderungs- und Ausgleichsmaßnahmen erheblicher nachteiliger Umweltaus- wirkungen: Solche Maßnahmen sind im Rahmen der geplanten FNP-Änderung nicht erfor- derlich. Bewertung: Der Belang ist durch die geplante FNP-Änderung nicht betroffen. 7.5.5.2 Grundwasser Ziele des Umweltschutzes: WHG, LWG NRW Bestand (derzeitiger Umweltzustand): Beide Flächen: Im Teilbereichen mit ungestörten Bo- denverhältnissen findet heute Grundwasserneubildung statt. In Fläche 2 besteht die Möglich- keit, dass Schadstoffe aus der ehemaligen Deponie in das Grundwasser ausgewaschen wer- den. Umweltzustand bei Nichtdurchführung der Planung (Nullvariante): Beide Flächen: die Umset- zung der im FNP dargestellten Verkehrstrasse könnte in Bereichen, in denen heute Grund- wasserneubildung stattfindet, eine Einschränkung der GW-Neubildung nach sich ziehen. Prognose Umweltzustand nach Durchführung der Planung: Fläche 1: Die heute vorhandene Grundwasserneubildung wird erhalten, ein potenzieller Ein- trag von Schadstoffen aus dem motorisierten Individualverkehr (MIV) in das Grundwasser entfällt. Fläche 2: Durch den vorgesehenen Bodenaustausch werden die bestehenden Risiken eines Schadstoffeintrags in das Grundwasser gemindert. Gemäß der parallel in Aufstellung befindlichen Planung wird das nicht verschmutzte Oberflä- chenwasser künftig teilweise über Versickerungsanlagen in geregelter Weise in den Unter- grund versickert. Dazu sind Rigolensysteme erforderlich, da die anstehenden oberen Boden- schichten im Bestand nur eine geringe Versickerungseignung aufweisen. Für die Versicke- rung werden künftig ausschließlich Flächen genutzt, in denen der anstehende Boden keine schädlichen Verunreinigungen aufweist oder in denen der verunreinigte Boden zuvor gegen unproblematisches Bodenmaterial ausgetauscht wurde. Das anfallende Oberflächenwasser von den Verkehrsflächen wird gedrosselt in den vorhandenen Mischwasserkanal Neusser Straße abgeleitet. Vermeidungs-/Minderungs- und Ausgleichsmaßnahmen erheblicher nachteiliger Umweltaus- wirkungen: Solche Maßnahmen sind im Rahmen der geplanten FNP-Änderung nicht erfor- derlich, die Herausnahme der Verkehrstrasse aus dem FNP stellt für unversiegelte Bereiche ein Minderungsmaßnahme dar. Bewertung: Die Planung wirkt sich für das Grundwasser nicht erheblich aus. Seite 24 von 41 7.5.6 Luft (§ 1 Absatz 6 Nummer 7 a BauGB) 7.5.6.1 Luftschadstoffe – Emissionen, auch Treibhausgase Ziele des Umweltschutzes: BImSchG, 39. BImSchV, TA Luft, Abstandserlass NW, Luftrein- halteplan für das Stadtgebiet Köln, Zweite Fortschreibung 2019 Bestand (derzeitiger Umweltzustand): Fläche 1: Mit Ausnahme eines kurzen Teilstückes (Unterführung Verschiebebahnhof Nippes) werden im Bereich der im FNP ausgewiesenen Verkehrstrasse werden heute keine ver- kehrsbedingten Luftschadstoffe emittiert. Fläche 2: Die bisher vorhandene Gewerbenutzung emittierte Luftschadstoffe. Unter anderem wurden Altreifen und weitere Abfälle unter freiem Himmel gelagert und umgeschlagen, was insbesondere auf Staubemissionen schließen lässt. Messergebnisse oder andere quantifizie- rende Informationen liegen nicht vor. Die vorhandenen Heizungsanlagen waren von älterer Bauart, es handelte sich zumindest teilweise um Ölheizungen und Kohleöfen. Die Gebäude waren schlecht gedämmt. Es ent- standen Treibhausgasemissionen. Umweltzustand bei Nichtdurchführung der Planung (Nullvariante): In beiden Flächen würde bei Nicht-Änderung des FNP eine Zunahme verkehrsbedingter Emissionen möglich sein. Prognose Umweltzustand nach Durchführung der Planung: Fläche 1: Eine Zunahme der Emission verkehrsbedingter Luftschadstoffe wird vermieden. Fläche 2: Durch die Stilllegung der vorhandenen Gewerbenutzungen und den Abbruch der Gebäude werden die vorhandenen Emissionsquellen vollständig beseitigt. Die Neubebauung löst keine Emissionen aus Gewerbenutzungen mehr aus und wird Treibhausgase, wenn überhaupt, nur in minimaler Größenordnung emittieren. Es wird von einer hoch energieeffi- zienten Bebauung nach dem Stand der Technik ausgegangen, die Nutzung der Solarenergie zur Strom- und Wärmeerzeugung ist vorgesehen Vermeidungs-/Minderungs- und Ausgleichsmaßnahmen erheblicher nachteiliger Umweltaus- wirkungen: Solche Maßnahmen sind im Rahmen der geplanten FNP-Änderung nicht erfor- derlich, die Herausnahme der Verkehrstrasse aus dem FNP stellt bezüglich verkehrsbeding- ter Luftschadstoffe eine Minderungsmaßnahme dar. Bewertung: Die Planung wirkt sich hinsichtlich der Vermeidung von Luftschadstoff- und Treibhausgasemissionen positiv aus. 7.5.6.2 Luftschadstoffe – Immissionen Ziele des Umweltschutzes: BImSchG, 39. BImSchV, Zielwerte des LAI, TA Luft, Luftreinhal- teplan für das Stadtgebiet Köln, Dritte Fortschreibung 2021 Bestand (derzeitiger Umweltzustand): Fläche 1: Daten zur Luftgüte für diese Fläche liegen nicht vor. Eine Ermittlung ist angesichts des Planungsziels "Aufgabe der Verkehrstrasse" nicht erforderlich. Fläche 2: Das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz Nordrhein-Westfalen betreibt im gesamten Bundesland Messstellen zur Überwachung der Luftqualität. Die nächst- gelegene städtische Hintergrundstation befindet sich etwa 5 km nordwestlich des Untersu- chungsgebiets. Die Station steht auf einer Grünfläche am nordwestlichen Rand des Kölner Vorortes Chorweiler. Nordöstlich des Plangebiets befindet sich in einer Entfernung von ca. Seite 25 von 41 6,3 km die vor-städtische Hintergrundstation in Leverkusen-Manfort. Eine Übertragung der Messwerte der beiden Hintergrundstation ohne direkten Verkehrseinfluss in das Untersu- chungsgebiet kann hier erfolgen. Damit ergeben sich folgende Vorbelastungswerte: - Stickstoffdioxid (NO2): 25 μg/m³ - Feinstaub PM10: 16 μg/m³ - Feinstaub PM2,5: 13 μg/m³ Da sich die Werte auf die Jahre 2016-2018 beziehen und für die Beurteilung das Prognose- jahr 2030 zugrunde gelegt wird, ist die Festlegung des NO2-Vorbelastungswerts auf 25 μg/m³ und die der PM10 bzw. PM2,5 von 16 μg/m³ bzw. 13 μg/m³ eine konservative Abschätzung für das Untersuchungsgebiet. Umweltzustand bei Nichtdurchführung der Planung (Nullvariante): Beide Flächen: Analog zur Zunahme der Emission verkehrsbedingter Luftschadstoffe könnte es in einem trassenparallelen Streifen zur Zunahme der Immission verkehrsbedingter Luft- schadstoffe kommen. Betroffen wären davon Wohnbauflächen in Bickendorf und Weidenpe- sch. Prognose Umweltzustand nach Durchführung der Planung: Fläche 1: Eine Zunahme der Immission verkehrsbedingter Luftschadstoffe wird vermieden. Fläche 2: Im Prognose - Nullfall für das Prognosejahr 2030 werden bei einer NO2-Vorbelas- tung von 25 μg/m³ die höchsten NO2-Immissionskonzentrationen von bis zu 33 μg/m³ an der Bebauung der Adresse Neusser Str. 736 prognostiziert. Die NO2-Immissionszusatzbelastung beträgt etwa 8 μg/m³. Im Prognose - Planfall für das Prognosejahr 2030 werden vergleichbare Werte berechnet. Die erhöhte Verkehrsmenge im Gegensatz zum Prognose - Nullfall hat lediglich eine gering- fügige Änderung der Immissionssituation an den nächstgelegenen Bebauungen zur Folge. Die durch die neu hinzukommende Bebauung hat ebenfalls nur geringfügige Änderungen in den strömungsdynamischen Effekten und daher nur geringfügige Änderungen in der Immis- sionssituation im Untersuchungsraum. Die durch den Parkplatzverkehr induzierten Immissio- nen fallen ebenfalls geringfügig aus. Die höchsten prognostizierten NO2-Immissionskonzent- rationen liegen an der Adresse Neusser Str. 736 bei 34 μg/m³. Die Immissionszusatzbelas- tung beträgt etwa 9 μg/m³. Der in der 39. BImSchV festgelegte NO2-Grenzwert von 40 μg/m³ im Jahresmittel wird im ge- samten Plangebiet eingehalten. Vermeidungs-/Minderungs- und Ausgleichsmaßnahmen erheblicher nachteiliger Umweltaus- wirkungen: Solche Maßnahmen sind im Rahmen der geplanten FNP-Änderung nicht erfor- derlich, die Herausnahme der Verkehrstrasse aus dem FNP stellt bezüglich verkehrsbeding- ter Luftschadstoffe eine Minderungsmaßnahme dar. Bewertung: Die Luftschadstoffbelastung wirkt sich im Änderungsbereich nicht in einem kriti- schen Umfang aus. 7.5.7 Klima (§ 1 Absatz 6 Nummer 7 a BauGB) Ziele des Umweltschutzes: § 1a Satz 5 BauGB, Klimaschutzgesetz NRW, Klimaanpassungs- gesetz NRW, Maßnahmen, die dem Klimawandel entgegenwirken und Maßnahmen, die der Anpassung an den Klimawandel dienen (hier: Wärmebelastung) Bestand (derzeitiger Umweltzustand): Seite 26 von 41 Fläche 1: Gemäß der Planungshinweiskarte zukünftige Wärmebelastung liegen hier die Flä- chen der Klasse 3 - belastetes Siedlungsgebiet und der Klasse 4 – klimaaktive Freifläche – vor. Fläche 2: Innerhalb des Plangebiets befinden sich derzeit ca. 1,54 ha voll versiegelte Flä- chen. Die ansonsten vorhandenen, verinselten Vegetationsflächen leisten einen Beitrag zum stadtklimatischen Ausgleich. Das Plangebiet ist in der Planungshinweiskarte zukünftige Wär- mebelastung der Stadt Köln als belastetes Siedlungsgebiet (Klasse 3) eingestuft. Die Klasse 3 stellt hierbei einen mittleren Status dar, der zwischen klimaaktiven und hoch belasteten Be- reichen liegt. Umweltzustand bei Nichtdurchführung der Planung (Nullvariante): Beide Flächen: Die Um- setzung der Verkehrstrasse hätte voraussichtlich nur eine sehr geringe stadtklimatische Aus- wirkung, die nicht zu einer Verstärkung der kernstädtischen Wärmeinsel beitragen würde. Prognose Umweltzustand nach Durchführung der Planung: Fläche 1: sehr geringe stadtklimatische Auswirkungen durch die Umsetzung der Ver- kehrstrasse werden vermieden. Fläche 2: Nach der parallel in Aufstellung befindlichen Planung werden ca. 1,8 ha versiegelte Flächen entstehen, von denen ca. 0,4 ha Dachflächen mindestens extensiv und ca. 0,25 ha Tiefgaragenflächen intensiv begrünt werden. Die mikroklimatisch ungünstigen voll versiegel- ten Flächen im Plangebiet werden somit um ca. 0,35 ha reduziert. Die bestehende stadtkli- matische Ausgleichsfunktion des Gebiets kann dadurch mindestens beibehalten werden. Vermeidungs-/Minderungs- und Ausgleichsmaßnahmen erheblicher nachteiliger Umweltaus- wirkungen: Solche Maßnahmen sind im Rahmen der geplanten FNP-Änderung nicht erfor- derlich. Bewertung: Die Planung wirkt sich für Kaltluft und Ventilation nur geringfügig aus. 7.5.8 Wirkungsgefüge zwischen Tiere, Pflanzen, Fläche, Boden, Wasser, Luft, Klima, (§ 1 Absatz 6 Nummer 7 a BauGB) Ziele des Umweltschutzes: siehe Ziele des Umweltschutzes bei den einzelnen Belangen Bestand (derzeitiger Umweltzustand): Fläche 1: In den unbebauten Bereichen der ausgewiesenen Verkehrstrasse liegen Wirkungs- gefüge zwischen den vorgenannten Umweltbelangen vor. In welcher Intensität, ist nicht be- kannt und muss angesichts des Planungsziels "Aufgabe der Verkehrstrasse" nicht erhoben werden Fläche 2: Das Wirkungsgefüge ist durch die anthropogene Prägung des Plangebietes be- stimmt. Naturnahe Bereiche mit einem entsprechenden natürlichen Gefüge kommen nicht vor. Durch die vorliegende Bodenbelastung in der ehemaligen Deponie ist die natürliche Wir- kung des Bodens (Filterfunktionen, Wasserspeicherung etc.) innerhalb des Gesamtgefüges stark eingeschränkt. Umweltzustand bei Nichtdurchführung der Planung (Nullvariante): Fläche 1: Die Umsetzung der ausgewiesenen Verkehrstrasse würde in den nicht bebauten Bereichen Wirkungsgefüge zwischen den vorgenannten Umweltbelangen beeinträchtigen. Fläche 2: Bei Nichtdurchführung der FNP-Änderung wird keine wesentliche Änderung eintre- ten. Prognose Umweltzustand nach Durchführung der Planung: Seite 27 von 41 Fläche 1: Mögliche Eingriffe in das Wirkungsgefüge durch die Umsetzung der Ver- kehrstrasse werden vermieden. Fläche 2: Aufgrund der Deponiesanierung im Rahmen der Umsetzung der Wohnbaufläche verbessert sich die Funktionen des Bodens und des Grundwassers innerhalb des Wirkungs- gefüges der obengenannten Umweltbelange. Vermeidungs-/Minderungs- und Ausgleichsmaßnahmen erheblicher nachteiliger Umweltaus- wirkungen: Solche Maßnahmen sind im Rahmen der geplanten FNP-Änderung nicht erfor- derlich. Bewertung: Die Planung hat bezüglich des Wirkungsgefüges keine erheblichen nachteiligen Umweltauswirkungen. 7.5.9 Landschaft (§ 1 Absatz 6 Nummer 7 a BauGB) Ziele des Umweltschutzes: BauGB, BNatSchG, DSchG; LNatSchG NRW Bestand (derzeitiger Umweltzustand): Fläche 1: Der Landschaftsraum wird hier sowohl von technischen Elementen geprägt wie dem Verschiebebahnhof Nippes, dem Betriebshof der KVB und Wohnsiedlungen als auch von Elementen der freien Landschaft wie Gehölzen, Garten- und Sukzessionsflächen. Fläche 2: Das Landschaftsbild ist durch eine großflächige ungeregelte und in großen Teilen auch verwahrloste Bebauung im Plangebiet einerseits stark beeinträchtigt. Andererseits be- reichern großflächige, zumeist aus verwilderten Gärten entwickelte Gehölzstrukturen das Landschaftsbild im Siedlungsrandbereich. Diese stehen jedoch wegen weitgehender Un- durchdringlichkeit bzw. Einzäunung privaten Besitzes und wegen fehlender Erschließung der öffentlichen Erholungsnutzung nicht zur Verfügung. Darüber hinaus sind diese Grünstruktu- ren vermüllt und nur in geringem Maß einsehbar. Die Eignung für die Erholungsnutzung ist daher gering. Umweltzustand bei Nichtdurchführung der Planung (Nullvariante): Fläche 1: Bei Umsetzung der im FNP ausgewiesenen Verkehrstrasse würden die vorge- nannten Landschaftselemente überplant und der heute vorhandene Freiraum durch die Ver- kehrstrasse zerschnitten. Fläche 2: Auch in diesem Bereich würde das Landschaftsbild durch die Umsetzung der Stra- ßenverkehrstrasse verändert und der Landschaftsraum weiter zerschnitten. Prognose Umweltzustand nach Durchführung der Planung: Fläche 1: Durch die Herausnahme der Verkehrstrasse wird eine Zerschneidung der Land- schaft verhindert. Fläche 2: Nach der Umsetzung der Planung entstehen im Nordteil des Plangebietes Grünflä- chen mit Gehölzanteil, diese bilden jenseits der Neusser Straße die Kulisse des Gebiets zum nördlich angrenzenden Grünzug. Durch den begrünten Quartiersplatz und die ebenfalls be- grünten Innenhöfe, die zu den Grünflächen hin offen sind, werden optisch wirksame Verzah- nungen der Grünräume mit dem Baugebiet geschaffen. Mit dem neuen Quartier wird der Siedlungsbereich überdies zum Freiraum abgerundet und damit ein klarer Siedlungsab- schluss nach Norden, Osten und nach Westen definiert. Die Gebäude staffeln sich von Ost nach Westen und nach Süden. Im Osten des Plangebie- tes werden im Umfeld vorhandenen Gebäudehöhen aufgegriffen. Im Süden und Westen ent- wickelt die Planbebauung, auch aufgrund der Bauvolumina, eine deutlich größere Dimension als die Bestandsgebäude. Im städtebaulichen Konzert von Weidenpesch erscheint die Plan- bebauung als deutlicher Schlussakkord. Seite 28 von 41 Vermeidungs-/Minderungs- und Ausgleichsmaßnahmen erheblicher nachteiliger Umweltaus- wirkungen: Solche Maßnahmen sind im Rahmen der geplanten FNP-Änderung nicht erfor- derlich, die Herausnahme der Verkehrstrasse bedeutet gleichzeitig eine Vermeidungs-maß- nahme gegen Eingriffe in das Landschaftsbild. Bewertung: Die Planung wirkt sich durch die Neuordnung des nordwestlichen Siedlungsran- des von Weidenpesch positiv für das Landschaftsbild aus. Die Erholungsfunktion wird durch die Anlage öffentlicher Grünflächen mit hoher Aufenthaltsqualität gestärkt bzw. erstmals her- gestellt. Durch die Herausnahme der Verkehrstrasse wird eine Zerschneidung der Land- schaft verhindert. 7.5.10 Biologische Vielfalt (§ 1 Absatz 6 Nummer 7 a BauGB) Ziele des Umweltschutzes: BauGB, BNatSchG Bestand (derzeitiger Umweltzustand): Fläche 1: Entsprechend der Habitatausstattung und der Störwirkungen angrenzender Flä- chen ist hier von einer eher geringen biologischen Vielfalt auszugehen. Eine genaue Erfas- sung ist, wie für andere Umweltbelange aufgrund des Planungsziels "Herausnahme der Ver- kehrstrasse aus dem FNP" nicht erforderlich. Fläche 2: Innerhalb des Siedlungsraums fungiert das Plangebiet in seinen gehölzgeprägten Teilarealen als Trittsteinbiotop für zahlreiche, meist jedoch ubiqitäre Tierarten. Der Bestand an Pflanzenarten ist wenig artenreich und wird in weiten Teilen von wenig störungssensiblen Arten dominiert. Aufgrund der Siedlungsprägung und der hohen Störintensität im urbanen Umfeld sowie durch die benachbarte B9 ist ein Vorkommen störungssensibler Tierarten un- wahrscheinlich. Für die streng geschützten Arten und die europäischen Vogelarten wurden im Rahmen des Fachbeitrages zur Artenschutzprüfung mögliche Vorkommen erörtert. Hier ist mit einem Vorkommen der Zwergfledermaus und ggfs. anderer Gebäude bewohnender Fledermausarten zu rechnen. Die ca. 1,5 ha vorhandene Gewerbebebauung sind ansonsten von geringer Bedeutung für Tiere. Umweltzustand bei Nichtdurchführung der Planung (Nullvariante): Durch die Umsetzung der im FNP ausgewiesenen Straßenverkehrstrasse käme es zu einer direkten und im trassenparallelen Bereich indirekten Verringerung der biologischen Vielfalt. Prognose Umweltzustand nach Durchführung der Planung: Fläche 1: Durch die Herausnahme der Verkehrstrasse aus dem FNP werden Eingriffe in die biologische Vielfalt vermieden. Fläche 2: Zur Eingriffsminderung bezüglich der Auswirkungen der Planung auf die Biodiversi- tät werden die als Trittsteinbiotope wirksamen Gehölzstrukturen am Nordrand des Plange- biets sowie eine vorhandene Magerrasenfläche erhalten. Zur Erhöhung des Biotoppotenzials tragen verschiedene Maßnahmen bei. Die extensive Begrünung von mindestens 4.350 m² Dachfläche führt zu einem trocken-warmen blütenreichen Biotop mit relativ geringen Störein- flüssen, das Anklänge an Magerrasen und an trocken-warme Ruderalfluren aufweisen und wichtige Biotopfunktionen übernehmen wird. Durch die Anpflanzung heimischer und stand- ortgerechter Bäume und Sträucher wird der Artenreichtum potenziell gestärkt. Vermeidungs-/Minderungs- und Ausgleichsmaßnahmen erheblicher nachteiliger Umweltaus- wirkungen: Solche Maßnahmen sind im Rahmen der geplanten FNP-Änderung nicht erfor- derlich, die Herausnahme der Verkehrstrasse bedeutet gleichzeitig eine Vermeidungsmaß- nahme gegen Eingriffe in die biologische Vielfalt. Bewertung: Die Planung ist aufgrund der Inanspruchnahme überwiegend artenarmer Flä- chen sowie unter Würdigung der im parallel in Aufstellung befindlichen Bebauungsplanes Seite 29 von 41 vorgesehenen Maßnahmen zur Eingriffsminderung und zum Ausgleich von geringer Wirkung für die Biodiversität. 7.5.11 Erhaltungsziele und Schutzzweck der Natura 2000-Gebiete (Gebiete von ge- meinschaftlicher Bedeutung/europäische Vogelschutzgebiete) (§ 1 Absatz 6 Nummer 7 b BauGB) Ziele des Umweltschutzes: BNatSchG, VV FFH / VG Bestand (derzeitiger Umweltzustand): Das nächstgelegene FFH-Gebiet "Worringer Bruch" nördlich Köln-Blumenberg ist mehrere Kilometer vom Änderungsbereich entfernt. Umweltzustand bei Nichtdurchführung der Planung (Nullvariante): Es ergäben sich keine Auswirkungen auf Natura 2000-Gebiete. Prognose Umweltzustand nach Durchführung der Planung: Es ergeben sich keine Auswir- kungen auf Natura 2000-Gebiete. Vermeidungs-/Minderungs- und Ausgleichsmaßnahmen erheblicher nachteiliger Umweltaus- wirkungen: Solche Maßnahmen sind im Rahmen der geplanten FNP-Änderung nicht erfor- derlich. Bewertung: Das nächstgelegene FFH-Gebiet "Worringer Bruch" nördlich Köln-Blumenberg ist mehrere Kilometer vom Änderungsbereich entfernt. Entsprechend ergeben sich durch die FNP-Änderung keine Auswirkungen auf Natura 2000-Gebiete. 7.5.12 Mensch, Gesundheit, Bevölkerung (§ 1 Absatz 6 Nummer 7 c BauGB) 7.5.12.1 Lärm Ziele des Umweltschutzes: DIN 4109, DIN 18005, DIN 45691, BImSchG, 16. BImSchV, TA Lärm, Freizeitlärmerlass, 18. BImSchV, BauGB (gesunde Wohn- und Arbeitsverhältnisse) Bestand (derzeitiger Umweltzustand): Der Änderungsbereich ist durch Verkehrslärm aus verschiedenen Schienentrassen und Stra- ßen lärmvorbelastet. Für die Fläche 2 liegt eine gutachterliche Ermittlung der Lärmvorbelas- tung vor. Umweltzustand bei Nichtdurchführung der Planung (Nullvariante): Die im FNP ausgewiesene Verkehrstrasse wäre bei Umsetzung eine zusätzliche Quelle für Straßenverkehrslärm-Emis- sionen. Diese würden Wohngebiete von Bilderstöckchen, Mauenheim, Weidenpesch und Longerich betreffen. Im erforderlichen Planverfahren zur Umsetzung der Verkehrstrasse müssten die Lärm-Immissionen sowie möglicherweise erforderliche Minderungsmaßnahmen ermittelt werden. Prognose Umweltzustand nach Durchführung der Planung: Fläche 1: Die Herausnahme der Verkehrstrasse aus dem FNP verhindert die Entstehung ei- ner neuen Quelle von Straßenverkehrslärm. Fläche 2: Bei kumulierter Betrachtung des Straßen- und Schienenverkehrslärms sind die Ori- entierungswerte Verkehrslärm (gesamt) für MI-Gebiete von 60 dB(A) am Tag und 50 dB(A) an der Neusser Straße an den Außenseiten des Baublocks überschritten und an den Innen- seiten unterschritten. Die Orientierungswerte gemäß DIN 18005 für Verkehrslärm für WA- Gebiete von 55 dB(A) am Tag und 45 dB(A) in der Nacht werden im Baugebiet für Wohnen 1 auf der Nordseite zur KVB-Zulauftrasse tagsüber eingehalten, nachts jedoch um bis zu 12 Seite 30 von 41 dB(A) überschritten. Die sehr hohen Überschreitungen betreffen allerdings nur einen kleine- ren Fassadenbereich unmittelbar am Quartiersplatz. Weitere Überschreitungen liegen an der Simonskaul um bis zu 6 dB(A) tagsüber bzw. nachts vor. Im Inneren des Plangebietes liegen in der Nähe der Simonskaul Überschreitungen von höchstens 1 dB(A) tags und nachts vor. Ansonsten sind die Orientierungswerte eingehalten. Weiterhin kommt es durch den planbedingten Mehrverkehr an Fassaden von Wohngebäude im Umfeld der neuen Wohnbaufläche zu minimalen Erhöhungen von Lärmpegeln um maxi- mal bis zu 2 dB(A). Vermeidungs-/Minderungs- und Ausgleichsmaßnahmen erheblicher nachteiliger Umweltaus- wirkungen: Solche Maßnahmen sind im Rahmen der geplanten FNP-Änderung nicht erfor- derlich, die Herausnahme der Verkehrstrasse bedeutet gleichzeitig eine Vermeidungsmaß- nahme gegen eine Zunahme von Straßenverkehrslärm-Immissionen im Bereich der Fläche 1. In Fläche 2 werden passive Schallschutzmaßnahmen durch den in Aufstellung befindlichen Bebauungsplan geregelt. Bewertung: Die Planung einer Wohnbaufläche in einem teilweise stark durch Verkehrslärm belasteten Gebiet ist unter Würdigung der im parallel in Aufstellung befindlichen Bebauungs- plan festgesetzten Maßnahmen vertretbar. 7.5.12.2 Altlasten Ziele des Umweltschutzes: BBodSchG, BBodSchV, LAWA-Richtlinie, LAGA-Anforderun- gen, Bestand (derzeitiger Umweltzustand): Fläche 1: Im Bereich der im FNP ausgewiesenen Verkehrstrasse liegen ein Altstandort (Nr. 507111) und mehrere Altablagerungen Nrn. 50507, 50506, 50503). Fläche 2: Im Plangebiet befindet sich die Altablagerung mit der Nummer 50503. Bei der Alt- ablagerung handelt es sich eine ehemalige Kiesgrube mit Auffüllungen, die bis in das Grund- wasser reichen und aufgrund von nicht abgeschlossenen Umbau- und Abbauprozessen noch Gehalte an Deponiegasen aufweisen. Gemäß historischem Kartenmaterial bestand die Kiesgrube schon in den 1930er Jahren. Die Luftbildauswertung ergab, dass die Kiesgrube in den 1950er Jahren nach Norden und Nordwesten erweitert wurde und in den 1960er Jahren verfüllt wurde. Die Verfüllung erfolgte überwiegend mit Boden-Bauschuttgemischen, die teil- weise Beimengungen von Glasbruch, Plastikmüll etc. enthielten. In Teilbereichen wurden auch Industrieabfälle verfüllt. Die Unterkante der Auffüllung liegt bei bis zu 14,0 m u. Gelän- deoberkante (GOK). Umweltzustand bei Nichtdurchführung der Planung (Nullvariante): Für beide Flächen gilt, dass bei Umsetzung der Verkehrstrasse die hier tangierten Altablage- rungen untersucht werden müssten. Da es sich bei der Verkehrstrasse nicht um eine sen- sible Nutzung handelte, wäre eine Sanierung der Altablagerungen nicht zu erwarten. Prognose Umweltzustand nach Durchführung der Planung: Fläche 1: Aufgrund der Herausnahme der Verkehrstrasse aus dem FNP kommt es nicht zum Anschneiden von Altablagerungen und es entsteht kein Untersuchungsbedarf. Fläche 2: Die Flächen im Plangebiet werden vor einer Bebauung nutzungsorientiert saniert. Ein Sanierungskonzept liegt für das parallel in Aufstellung befindliche Bebauungsplanverfah- ren vor. Nach der Sanierung werden die Prüfwerte der Bundesbodenschutzverordnung im gesamten Plangebiet nutzungsbezogen eingehalten bzw. unterschritten, es sind gesunde Wohn- und Arbeitsverhältnisse gewährleistet. Seite 31 von 41 Vermeidungs-/Minderungs- und Ausgleichsmaßnahmen erheblicher nachteiliger Umweltaus- wirkungen: Solche Maßnahmen sind im Rahmen der geplanten FNP-Änderung nicht erfor- derlich. Bewertung: Die Altlast in Fläche 2 (Wohnbaufläche / Grünfläche) wird vor einer Bebauung und Nutzungsaufnahme nutzungsorientiert saniert. 7.5.12.3 Erschütterungen Ziele des Umweltschutzes: Abstandserlass, DIN 4150 Teil 1 und 2; Bestand (derzeitiger Umweltzustand): Im Änderungsbereich liegen mehrere Bahntrassen (Bahn AG, HGK, Stadtbahn), in deren Nahbereich es zu Erschütterungen durch den Schie- nenverkehr kommen kann Umweltzustand bei Nichtdurchführung der Planung (Nullvariante): Das Vorhandensein von Erschütterungen hat kein Auswirkung auf die im FNP ausgewiesene Verkehrstrasse. Prognose Umweltzustand nach Durchführung der Planung: Fläche 1: in diesem Bereich ist die geplante FNP-Änderung nicht durch Erschütterungen be- troffen. Fläche 2: Die neu geplante Bebauung hält ausreichende Schutzabstände von mindestens 6,5 m zur Gleistrasse ein. In der Objektplanung ist der Schutz vor Erschütterungen zusätzlich zu berücksichtigen. Vermeidungs-/Minderungs- und Ausgleichsmaßnahmen erheblicher nachteiliger Umweltaus- wirkungen: Solche Maßnahmen sind im Rahmen der geplanten FNP-Änderung nicht erfor- derlich. Bewertung: Bei Beachtung der einschlägigen Regeln der Technik im Baugenehmigungsver- fahren für die im Bereich der geplanten Wohnbaufläche umzusetzenden Wohn- und Misch- bebauung ergeben sich keine erheblichen Beeinträchtigungen für die menschliche Gesund- heit. 7.5.12.4 sonstige Gesundheitsbelange / Risiken zum Beispiel Hochwasser, Magnetfeldbelastung, Störfallrisiko, Starkregen (Klima- wandelfolgen) Ziele des Umweltschutzes: gesunde Wohn- und Arbeitsverhältnisse und die Sicherheit der Wohn- und Arbeitsbevölkerung (§ 1 Absatz 5 Nummer 1 BauGB) und je nach Belang: WHG, Hochwasserschutzkonzept; HWRM-RL, BImSchG, 26. BImSchV, Abstandserlass, Seveso III- RL, KAS 18, 12. BImSchV Bestand (derzeitiger Umweltzustand): Das Plangebiet liegt außerhalb von Überschwem- mungsgebieten. Der nordwestliche Teil des Änderungsbereiches liegt in einem Achtungsab- stand eines Betriebsbereiches (Störfallbetrieb) nördlich des Niehler Ei. Umweltzustand bei Nichtdurchführung der Planung (Nullvariante): Sonstige Gesundheitsbe- lange oder Risiken hätten keine Auswirkung auf die Umsetzung der Verkehrstrasse. Prognose Umweltzustand nach Durchführung der Planung: Fläche 1: nicht betroffen aufgrund der Herausnahme der Verkehrstrasse aus dem FNP. Fläche 2: Der angemessene Sicherheitsabstand des Störfallbetriebes ergibt sich hierbei aus der Freisetzung von Ammoniak und liegt bei 701 m in Richtung des Plangebietes. Die An- lage, in der Ammoniak gehandhabt wird, befindet sich in der Mitte des Betriebsbereiches in einem Abstand von > 900 m zum Plangebiet. Seite 32 von 41 Vermeidungs-/Minderungs- und Ausgleichsmaßnahmen erheblicher nachteiliger Umweltaus- wirkungen: Solche Maßnahmen sind im Rahmen der geplanten FNP-Änderung nicht erfor- derlich. Bewertung: Die geplanten Flächenausweisungen sind weder durch Hochwasser noch durch Störfälle betroffen. 7.5.12.5 Besonnung/ Belichtung Ziele des Umweltschutzes: DIN 17037: 2019-03 Tageslicht in Gebäuden, DIN 5034 – 1 2011, Positionspapier zum Umgang mit dem Thema "Beleuchtung mit Tageslicht" im Stadt- planungsamt Köln Bestand (derzeitiger Umweltzustand): Dieser Belang spielt für die Ebene der Flächennut- zungsplan-Änderung keine Rolle. Umweltzustand bei Nichtdurchführung der Planung (Nullvariante): Dieser Belang spielt für die Ebene der Flächennutzungsplan-Änderung keine Rolle. Prognose Umweltzustand nach Durchführung der Planung: Dieser Belang spielt für die Ebene der Flächennutzungsplan-Änderung keine Rolle. Vermeidungs-/Minderungs- und Ausgleichsmaßnahmen erheblicher nachteiliger Umweltaus- wirkungen: Solche Maßnahmen sind im Rahmen der geplanten FNP-Änderung nicht erfor- derlich. Bewertung: Dieser Belang spielt für die Ebene der Flächennutzungsplan-Änderung keine Rolle. 7.5.13 Kultur- und sonstige Sachgüter (§ 1 Absatz 6 Nummer 7 d BauGB) Ziele des Umweltschutzes: BauGB, BNatSchG, Denkmalschutzgesetz Bestand (derzeitiger Umweltzustand): Das Vorliegen von Kulturgütern im Änderungsbereich ist nicht bekannt. Das Plangebiet liegt auf der Unteren Niederterrasse des Rheines, in einem seit der mittleren Jungsteinzeit besiedelten Gebiet. Da bisher auf den von der Planung be- troffenen Flächen keine archäologischen Untersuchungen und Vorermittlungen stattgefun- den haben, sind keine archäologischen Bodendenkmäler und Fundstellen bekannt. Eine sys- tematische Erfassung des Bodendenkmalbestandes ist jedoch Voraussetzung für die Bewer- tung des im Änderungsbereichs möglicherweise liegenden archäologischen Kulturgutes. An Sachgütern sind Gebäude, Schienentrassen, Straßen, Wege und Lagerflächen vorhan- den. Umweltzustand bei Nichtdurchführung der Planung (Nullvariante): Möglicherweise wären im Bereich der Verkehrstrasse archäologische Sachstandserhebungen erforderlich. In Einzelfällen wären bei Umsetzung der Verkehrstrasse aufgrund eines Verbleibs im FNP vereinzelt Gebäude, Schienentrassen, Straßen, Wege und Lagerflächen durch Querung und Überplanung betroffen. Prognose Umweltzustand nach Durchführung der Planung: Fläche 1: Durch die Herausnahme der Verkehrstrasse aus dem FNP keine Betroffen von Kultur- und Sachgütern. Fläche 2: Vor Aufnahme einer Bautätigkeit erfolgt in allen relevanten Flächen des Ände- rungsbereichs eine archäologische Sachverhaltsermittlung mit Baggersondagen. Archäologi- sche Funde werden dokumentiert und geborgen sowie dem Römisch-Germanischen Mu- seum übergeben. Seite 33 von 41 An Sachgütern sind hier bereits aufgegebene, ungenehmigt errichtete Gewerbegebäude von der Überplanung betroffen. Vermeidungs-/Minderungs- und Ausgleichsmaßnahmen erheblicher nachteiliger Umweltaus- wirkungen: Solche Maßnahmen sind im Rahmen der geplanten FNP-Änderung nicht erfor- derlich. Bewertung: Aufgrund der im Rahmen des parallel in Aufstellung befindlichen Bebauungspla- nes geplanten archäologischen Maßnahmen gehen von der Planung keine erheblichen Aus- wirkungen auf Kulturgüter und sonstige Sachgüter aus. 7.5.14 Vermeidung von Emissionen (insbesondere Licht, Gerüche, Strahlung, Wärme), sachgerechter Umgang mit Abfällen und Abwässern (§ 1 Absatz 6 Nummer 7 e BauGB) Ziele des Umweltschutzes: BImSchG, Lichterlass NW, LAI-Hinweise "Messung, Beurteilung und Minderung von Lichtimmissionen, Geruchsimmissions-Richtlinie (GIRL), LWG NRW, WHG, LAGA, Bestand (derzeitiger Umweltzustand): Dieser Umweltbelang ist für die FNP-Ebene nicht von Relevanz. Umweltzustand bei Nichtdurchführung der Planung (Nullvariante): Dieser Umweltbelang ist für die FNP-Ebene nicht von Relevanz. Prognose Umweltzustand nach Durchführung der Planung: Dieser Umweltbelang ist für die FNP-Ebene nicht von Relevanz. Vermeidungs-/Minderungs- und Ausgleichsmaßnahmen erheblich nachteiliger Umweltaus- wirkungen: Solche Maßnahmen sind im Rahmen der geplanten FNP-Änderung nicht erfor- derlich. Bewertung: Dieser Umweltbelang ist für die FNP-Ebene nicht von Relevanz. 7.5.15 Nutzung erneuerbarer Energien / sparsame und effiziente Nutzung von Energie (§ 1 Absatz 6 Nummer 7 f BauGB) Ziele des Umweltschutzes: Gesetz zur Vereinheitlichung des Energiesparrechts für Ge- bäude und zur Änderung weiterer Gesetze (GEG, November 2020), Beschluss des Stadtent- wicklungsausschusses Köln aus 6/2000 zur solarenergetischen Optimierung, Beschluss des Rates der Stadt Köln zur Klimaneutralität bis 2035 aus 24.06.2021 Bestand (derzeitiger Umweltzustand): Der Änderungsbereich hat heute keine Relevanz für die Gewinnung erneuerbare Energie oder Energieeffizienz. Umweltzustand bei Nichtdurchführung der Planung (Nullvariante): Der Verbleib der FNP- Trasse im FNP und deren Umsetzung haben keine Auswirkungen auf die Gewinnung erneu- erbare Energie oder Energieeffizienz. Prognose Umweltzustand nach Durchführung der Planung: Fläche 1: Die Herausnahme der Verkehrstrasse aus dem FNP hat keine Auswirkungen auf die Gewinnung erneuerbare Energie oder Energieeffizienz. Fläche 2: Die Neubebauung im Bereich der geplanten Wohnbaufläche wird nach dem heuti- gen Stand der Technik errichtet. Mit Pellet-Blockheizkraftwerken werden erneuerbare Ener- gien zur Strom- und Wärmeversorgung eingesetzt. Die Dachflächen bieten ein großes Po- tenzial für die Nutzung der Solarenergie, das ebenfalls genutzt werden soll. Nach derzeiti- gem Stand der Planung ist beispielsweise die Photovoltaik zur Eigenstromerzeugung ein weiterer Beitrag zur Nutzung erneuerbarer Energie im Plangebiet. Seite 34 von 41 Vermeidungs-/Minderungs- und Ausgleichsmaßnahmen erheblicher nachteiliger Umweltaus- wirkungen: Solche Maßnahmen sind im Rahmen der geplanten FNP-Änderung nicht erfor- derlich. Bewertung: Die Planung wirkt sich in Fläche 2 hinsichtlich der Energieeffizienz der Bebauung und der Nutzung erneuerbarer Energien im Plangebiet positiv aus, da eine bisher gering energieeffiziente Bebauung durch eine hoch energieeffiziente Bebauung ersetzt wird und er- neuerbare Energien künftig systematisch genutzt werden. 7.5.16 Darstellungen von Landschaftsplänen und sonstigen Plänen, insbesondere des Wasser-, Abfall-, Immissionsschutzrechtes (§ 1 Absatz 6 Nummer 7 g BauGB) Ziele des Umweltschutzes: Landschaftsplan Köln, Luftreinhalteplan Köln, Wasserschutzzo- nen-VO Bestand (derzeitiger Umweltzustand): Landschaftsplan Der Änderungsbereich ist Teil des großflächigen Landschaftsschutzgebietes L 9 "Nordfried- hof und Ginsterpfad-Gelände". Eine kleinere Teilfläche im Osten des Gebiets ist als Ge- schützter Landschaftsbestandteil (LB) 5.04 "Brache zwischen Neusser Straße und Simons- kaul, Weidenpesch". Weiterhin liegen im Änderungsbereich das Landschaftsschutzgebiet L8 "Äußerer Grüngürtel am Bergheimer Hof und Verbindungen zum Rhein und zum Inneren Grüngürtel" sowie geringfügig das Naturschutzgebiet N 13 "Am Ginsterpfad". Luftreinhalteplan Köln Der Änderungsbereich liegt innerhalb der Umweltzone Köln. Die Grenzwerte gemäß der 39. BImSchV für Stickstoffdioxid und Feinstaub sind im Änderungsgebiet eingehalten. Umweltzustand bei Nichtdurchführung der Planung (Nullvariante): Landschaftsplan Bei Beibehaltung der Verkehrstrasse und Umsetzung wären alle vorgenannten Schutzge- bietsausweisungen betroffen. Die Umsetzung würde den Zielen der Landschaftsplanung wi- dersprechen. Luftreinhalteplan Köln Die Umsetzung der im FNP ausgewiesenen Verkehrstrasse würde im Änderungsbereich zu einer Erhöhung verkehrsbedingter Luftschadstoffe führen. Da die Trasse überwiegend im o- der am Rande des Freiraumes verläuft, wäre hier voraussichtlich nicht mit einer Überschrei- tung der Grenzwerte gemäß der 39. BImSchV für Stickstoffdioxid und Feinstaub zu rechnen. Prognose Umweltzustand nach Durchführung der Planung: Landschaftsplan Fläche 1: Aufgrund der geplanten Herausnahme der Straßenverkehrstrasse werden die Ziele der Landschaftsplanung hier nicht betroffen. Fläche 2: Da das LSG, soweit es in die geplante Wohnbaufläche einbezogen wird, einerseits heute bereits bebautes Gebiet ist, und da andererseits gemäß dem parallel in Aufstellung be- findlichen Bebauungsplan weitere heute bebaute Flächen im LSG entsiegelt und ökologisch aufgewertet werden, wird für die Planung davon ausgegangen, dass der Träger der Land- schaftsplanung der FNP-Änderung nicht widersprechen wird. Zudem ist die Restfläche des LB südlich der KVB-Trasse von dem nördlich gelegenen, größeren Teilbereich abgeschnitten und kann die Biotopfunktionen, die für die Unterschutzstellung wesentlich waren, heute nicht mehr erfüllen. Seite 35 von 41 Luftreinhalteplan Köln Durch die Planung ergeben sich keine Veränderungen. Vermeidungs-/Minderungs- und Ausgleichsmaßnahmen erheblicher nachteiliger Umweltaus- wirkungen: Solche Maßnahmen sind im Rahmen der geplanten FNP-Änderung nicht erfor- derlich, die Herausnahme der Straßenverkehrstrasse aus dem FNP selbst stellt eine Vermei- dungsmaßnahme zum Landschaftsschutz und zur Vermeidung der erheblichen Zunahme von verkehrsbedingten Luftschadstoffen dar. Bewertung: Die Planung wirkt sich unter Würdigung der im parallel in Aufstellung befindli- chen Bebauungsplanes vorgesehenen Ausgleichsmaßnahmen nicht erheblich aus. Die Ab- weichungen von den Festsetzungen des Landschaftsplans werden gem. § 20 (4) NatSchG NRW der Planung voraussichtlich nicht entgegenstehen. Die Ziele der Luftreinhaltung sind durch die Planung nicht betroffen. 7.5.17 Erhaltung der bestmöglichen Luftqualität in Gebieten, in denen die durch Rechts-verordnung zur Erfüllung von bindenden Beschlüssen der Europäischen Ge- meinschaft festgelegten Immissionsgrenzwerte nicht überschritten werden (§ 1 Absatz 6 Nummer 7 h BauGB) Ziele des Umweltschutzes: BImSchG, Erhaltung der Unterschreitung der Werte der 39. BImSchV, Erhaltung u. Verbesserung der Luftgüte, Luftreinhalteplan für das Stadtgebiet Köln, Dritte Fortschreibung 2021 Bestand (derzeitiger Umweltzustand): Hierzu wird auf die Ausführungen unter den Punkten 6.5.6.2 Luftschadstoff-Immissionen und 6.5.16 Darstellung von (…) sonstigen Plänen, insbe- sondere des (…) Immissionsschutzrechts verwiesen. Umweltzustand bei Nichtdurchführung der Planung (Nullvariante): Im Bereich der im FNP verbleibenden Straßenverkehrstrasse würde sich bei deren Umsetzung die Luftgüte im Än- derungsbereich verschlechtern. Prognose Umweltzustand nach Durchführung der Planung: Hierzu wird auf die Ausführungen unter den Punkten 6.5.6.2 Luftschadstoff-Immissionen und 6.5.16 Darstellung von (…) sons- tigen Plänen, insbesondere des (…) Immissionsschutzrechts verwiesen. Vermeidungs-/Minderungs- und Ausgleichsmaßnahmen erheblicher nachteiliger Umweltaus- wirkungen: Solche Maßnahmen sind im Rahmen der geplanten FNP-Änderung nicht erfor- derlich, die Herausnahme der Straßenverkehrstrasse aus dem FNP selbst stellt eine Maß- nahme zum Erhalt der bestmöglichen Luftqualität dar. Bewertung: Die Planung hat keine wesentlichen Auswirkungen bezüglich der Erhaltung der bestmöglichen Luftqualität in Gebieten, in denen die durch Rechtsverordnung zur Erfüllung von bindenden Beschlüssen der Europäischen Gemeinschaft festgelegten Immissionsgrenz- werte nicht überschritten werden. 7.5.18 Wechselwirkungen zwischen den einzelnen Belangen des Umweltschutzes nach den Buchstaben a bis d des § 1 Abs. 6 Nr. 7 BauGB - Tiere, Pflanzen, Fläche, Boden, Wasser, Luft, Klima, Landschaft, biologische Vielfalt, Natura 2000-Gebiete, Mensch, Gesundheit und Bevölkerung, Kultur- und Sachgüter (§ 1 Absatz 6 Nummer 7 i BauGB) Bestand (derzeitiger Umweltzustand): Soweit gemäß der vorangegangenen Aussagen über eine mögliche Betroffenheit einzelner der oben genannten Umweltbelange vorliegt, sind auch mögliche Wechselwirkungen mit anderen Umweltbelangen betroffen. Seite 36 von 41 Umweltzustand bei Nichtdurchführung der Planung (Nullvariante): Hier wären Wechselwir- kungen zwischen Gesundheit (Lärm), Luftgüte sowie Tiere und Pflanzen betroffen. Prognose Umweltzustand nach Durchführung der Planung: Fläche 1: Durch die Herausnahme der Verkehrstrasse aus dem FNP kommt es nicht zu einer Betroffenheit von Wechselwirkungen. Fläche 2: Bei der Umsetzung der Planung (Wohnbau- und Grünfläche) entstehen Wechsel- wirkungen im Hinblick auf die Belange des Bodenschutzes und des Menschen und seiner Gesundheit, Altlasten einerseits sowie auf die Belange von Tieren und Pflanzen anderer- seits: Eine Boden- und Altlastensanierung ist nur möglich, wenn zuvor vorhandener Bewuchs gero- det wird und die vorhandene Bebauung auf dem jetzigen Deponiekörper abgebrochen wird. Hierdurch entstehen Eingriffe in Brut- und Aufzuchthabitate geschützter Arten (Fledermäuse, Haussperling) und ubiquitärer Tierarten. Es kommt zur teilweisen Entfernung der Vegetation. Vermeidungs-/Minderungs- und Ausgleichsmaßnahmen erheblicher nachteiliger Umweltaus- wirkungen: Solche Maßnahmen sind im Rahmen der geplanten FNP-Änderung nicht erfor- derlich, die Herausnahme der Straßenverkehrstrasse aus dem FNP selbst stellt eine Maß- nahme zur Vermeidung von Eingriffen in Wechselwirkungen dar. Bewertung: Die bei Umsetzung der Wohnbaufläche und Grünfläche entstehenden Wechsel- wirkungen auf Tiere und Pflanzen sind im parallel in Aufstellung befindlichen Bebauungsplan weitgehend kompensierbar und deshalb nicht erheblich. 7.5.19 Anfälligkeit für die Auswirkungen schwerer Unfälle und Katastrophen auf die Belange des Umweltschutzes nach den Buchstaben a bis d und i des § 1 Abs. 6 Nr. 7 BauGB - Tiere, Pflanzen, Fläche, Boden, Wasser, Luft, Klima, Landschaft, biologische Viel- falt, Natura 2000-Gebiete, Mensch, Gesundheit und Bevölkerung, Kultur- und Sachgüter, Wechselwirkungen (§ 1 Absatz 6 Nummer 7 j BauGB) Bestand (derzeitiger Umweltzustand): Das Stadtgebiet Köln liegt in der Erdbebenzone 1 ge- mäß DIN EN 1998-1/NA (2011). Dort werden vier Zonen - 0 bis 4 - zur Erdbebengefährdung ausgewiesen. Demnach können in Köln leichte Erdbeben auftreten mit der Folge von leich- ten Beschädigungen an Gebäuden. Sonstige schwere Unfälle oder (Natur-)Katastrophen sind für das Plangebiet als sehr un- wahrscheinlich anzunehmen. Prognose Umweltzustand nach Durchführung der Planung: Der überwiegende Teil der Ge- bäude im Plangebiet wird neu errichtet unter Beachtung der Hinweise DIN EN 1998-1/NA (2011). Der Anteil an sensibler Wohnnutzung wird im Plangebiet erhöht. Die Anforderungen an Rettungswege und Zugänglichkeit von Gebäuden für Rettungskräfte werden berücksich- tigt. Insofern erhöht sich die geringe Anfälligkeit des Plangebietes für schwere Unfälle oder Katastrophen nicht. Dies gilt auch für die Umweltbelange Tiere, Pflanzen, Fläche, Boden, Wasser, Luft, Klima, Landschaft, biologische Vielfalt, Natura 2000-Gebiete, Kultur- und Sach- güter sowie Wechselwirkungen. Vermeidungs-/Minderungs- und Ausgleichsmaßnahmen erheblicher nachteiliger Umwelt- auswirkungen: Solche Maßnahmen sind nicht erforderlich. Bewertung: Mit Ausnahme leichter Erdbeben sind sonstige schwere Unfälle oder Katastro- phen für das Plangebiet als sehr unwahrscheinlich anzunehmen. Nach Umsetzung der Pla- nung erhöht sich die geringe Anfälligkeit des Plangebietes für schwere Unfälle oder Katastro- phen nicht. Seite 37 von 41 7.5.20 Eingriffsregelung (§ 1a Abs. 3 BauGB) Ziele des Umweltschutzes: BNatSchG, Landesnaturschutzgesetz NRW, § 1a BauGB Bestand (derzeitiger Umweltzustand): Die Eingriffsregelung ist nicht relevant für die Ebene der Flächennutzungsplan, die Betrachtung erfolgt auf den nachfolgenden Planungsebenen Umweltzustand bei Nichtdurchführung der Planung (Nullvariante): Die Eingriffsregelung würde bei Beibehaltung der Verkehrstrasse im FNP und deren Umsetzung auf der Eben des Planfeststellungsverfahrens angewendet. Prognose Umweltzustand nach Durchführung der Planung: Fläche 1: Durch die Herausnahme der Verkehrstrasse aus dem FNP kommt es hier nicht zu Eingriffen. Fläche 2: Die Eingriffsregelung wird im Rahmen des parallel in Aufstellung befindlichen Be- bauungsplanes abgearbeitet. Eine weitgehende Kompensation der Eingriffe in Natur und Landschaftsbild wird angestrebt. Vermeidungs-/Minderungs- und Ausgleichsmaßnahmen erheblicher nachteiliger Umweltaus- wirkungen: Solche Maßnahmen sind nicht erforderlich, die Herausnahme der Straßenver- kehrstrasse aus dem FNP selbst stellt eine Maßnahme zur Vermeidung von Eingriffen in Na- tur und Landschaftsbild dar. Bewertung: Im Rahmen des parallel in Aufstellung befindlichen Bebauungsplanes wird ein Kompensationsumfang von ca. 83% ermittelt. 7.5.21 Kumulierung mit den Auswirkungen von Vorhaben benachbarter Plangebiete (Anlage 1 zum BauGB, 2. b) ff) Planungsvorhaben im Nahbereich des Änderungsbereiches liegen nicht vor. 7.5.22 eingesetzte Stoffe und Techniken (Anlage 1 zum BauGB, 2. b) hh) Der Belang ist für die Ebene der Flächennutzungsplanung nicht relevant. 7.5.23 In Betracht kommende anderweitige Planungsmöglichkeiten (Alternativen) und die Angabe für die wesentlichen Gründe für die getroffene Wahl (Anlage 1 zum BauGB, 2. d) Fläche 1: Die Lage der im FNP ausgewiesenen Straßenverkehrstrasse lässt keine Alternati- ven zu. Fläche 2: Aufgrund der vorhandenen Altablagerung (Deponie) war die Fläche bislang nicht als Wohnungsbaufläche vorgesehen. Der Bedarf an Wohnraum in Köln, die Lage direkt am Nordrand von Weidenpesch, die Vorbelastung des Naturraumes durch die vorhandenen, nicht genehmigten Gewerbebauten sowie die verkehrliche Anbindung lassen diesen Wohn- standort bei gleichzeitiger Sanierung der Altablagerung als geeignet erscheinen. Seite 38 von 41 C Zusätzliche Angaben 7.6 Technische Verfahren bei der Umweltprüfung beziehungsweise Hinweise auf Schwierigkeiten bei der Zusammenstellung der Angaben Technische Verfahren wurden im Rahmen der Umweltprüfung für die Flächennut- zungsplan-Änderung nicht verwendet. Schwierigkeiten bei der Zusammen-stellung der Angaben ergaben sich nicht. 7.7 Geplante Maßnahmen zur Überwachung der erheblichen Auswirkungen (Moni- toring) Die Prognosen im Rahmen der Umweltprüfung zu den Auswirkungen der geplanten FNP-Änderung sind ausreichend belastbar, sodass keine Maßnahmen zur Überwa- chung erheblicher Auswirkungen erforderlich sind. 7.8 Zusammenfassung Tiere : Durch die geplante FNP-Änderung ergeben sich keine Verbotstatbestände gemäß §44 BNatSchG auf den Schutz wildlebender Tierarten. Pflanzen: Im überwiegenden Teil des Änderungsgebietes werden durch die Herausnahme der Verkehrstrasse Eingriffe in Biotope unterschiedlicher ökologischer Wertigkeit ausgeschlossen. Für die geplante Wohnbaufläche setzt der parallel in Aufstellung befindliche B-Plan Pflanzmaßnahmen fest, die zu einer Minderung und zum Aus- gleich der Eingriff in die dort vorhandenen Biotope dient. Fläche: Durch die Herausnahme der bisherigen Verkehrsfläche trägt die Planung zur Verrin- gerung des Flächenverbrauchs im Kölner Stadtgebiet bei. Die Größe der neu aus- gewiesenen Wohnbaufläche steht deutlich hinter der aufgegeben Verkehrsfläche zurück. Boden: Die Planung wirkt sich für das Umweltgut Boden überwiegend positiv aus. Wasser: Oberflächenwasser: Der Belang ist durch die geplante FNP-Änderung nicht betroffen. Grundwasser: Die Planung wirkt sich für das Grundwasser nicht erheblich aus. Luft: Luftschadstoffe – Emissionen, auch Treibhausgase: Die Planung wirkt sich hin- sichtlich der Vermeidung von Luftschadstoff- und Treibhausgasemissionen positiv aus. Luftschadstoffe – Immissionen: Die Luftschadstoffbelastung wirkt sich im Ände- rungsbereich nicht in einem kritischen Umfang aus. Klima: Die Planung wirkt sich für Kaltluft und Ventilation nur geringfügig aus. Seite 39 von 41 Wirkungsgefüge zwischen Tiere, Pflanzen, Fläche, Boden, Wasser, Luft, Klima: Die Planung hat bezüglich des Wirkungsgefüges keine erheblichen nachteiligen Umweltauswirkun- gen. Landschaft: Die Planung wirkt sich durch die Neuordnung des nordwestlichen Siedlungsran- des von Weidenpesch positiv für das Landschaftsbild aus. Die Erholungsfunktion wird durch die Anlage öffentlicher Grünflächen mit hoher Aufenthaltsqualität ge- stärkt bzw. erstmals hergestellt. Durch die Herausnahme der Verkehrstrasse wird eine Zerschneidung der Landschaft verhindert. Biologische Vielfalt: Die Planung ist aufgrund der Inanspruchnahme überwiegend artenar- mer Flächen sowie unter Würdigung der im parallel in Aufstellung befindlichen Be- bauungsplanes vorgesehenen Maßnahmen zur Eingriffsminderung und zum Aus- gleich von geringer Wirkung für die Biodiversität. Erhaltungsziele und Schutzzweck der Natura 2000-Gebiete (Gebiete von gemeinschaftli- cher Bedeutung/europäische Vogelschutzgebiete): Das nächstgelegene FFH-Ge- biet "Worringer Bruch" nördlich Köln-Blumenberg ist mehrere Kilometer vom Ände- rungsbereich entfernt. Entsprechend ergeben sich durch die FNP-Änderung keine Auswirkungen auf Natura 2000-Gebiete. Mensch, Gesundheit, Bevölkerung Lärm: Die Planung einer Wohnbaufläche in einem teilweise stark durch Verkehrslärm belasteten Gebiet ist unter Würdigung der im parallel in Aufstellung befindlichen Bebauungsplan festgesetzten Maßnahmen vertretbar. Altlasten: Die Altlast in Fläche 2 (Wohnbaufläche / Grünfläche) wird vor einer Bebau- ung und Nutzungsaufnahme nutzungsorientiert saniert. Erschütterungen: Bei Beachtung der einschlägigen Regeln der Technik im Bauge- nehmigungsverfahren für die im Bereich der geplanten Wohnbaufläche umzuset- zenden Wohn- und Mischbebauung ergeben sich keine erheblichen Beeinträchti- gungen für die menschliche Gesundheit. sonstige Gesundheitsbelange / Risiken: Die geplanten Flächennutzungen sind we- der durch Hochwasser noch durch Störfälle betroffen. Besonnung/Belichtung: Dieser Belang spielt für die Ebene der Flächennutzungs- plan-Änderung keine Rolle. Kultur- und sonstige Sachgüter: Aufgrund der im Rahmen des parallel in Aufstellung be- findlichen Bebauungsplanes geplanten archäologischen Maßnahmen gehen von der Planung keine erheblichen Auswirkungen auf Kulturgüter und sonstige Sachgü- ter aus. Vermeidung von Emissionen (insbesondere Licht, Gerüche, Strahlung, Wärme), sachge- rechter Umgang mit Abfällen und Abwässern: Dieser Umweltbelang ist für die FNP-Ebene nicht von Relevanz. Seite 40 von 41 Nutzung erneuerbarer Energien / sparsame und effiziente Nutzung von Ener- gie: Die Planung wirkt sich in Fläche 2 hinsichtlich der Energieeffizienz der Bebau- ung und der Nutzung erneuerbarer Energien im Plangebiet positiv aus, da eine bis- her gering energieeffiziente Bebauung durch eine hoch energieeffiziente Bebauung ersetzt wird und erneuerbare Energien künftig systematisch genutzt werden. Darstellungen von Landschaftsplänen und sonstigen Plänen, insbesondere des Was- ser-, Abfall-, Immissionsschutzrechtes: Die Planung wirkt sich unter Würdigung der im parallel in Aufstellung befindlichen Bebauungsplanes vorgesehenen Aus- gleichsmaßnahmen nicht erheblich aus. Die Abweichungen von den Festsetzungen des Landschaftsplans werden gem. § 20 (4) NatSchG NRW der Planung voraus- sichtlich nicht entgegenstehen. Die Ziele der Luftreinhaltung sind durch die Planung nicht betroffen. Erhaltung der bestmöglichen Luftqualität in Gebieten, in denen die durch Rechtsverord- nung zur Erfüllung von bindenden Beschlüssen der Europäischen Gemeinschaft festgelegten Immissionsgrenzwerte nicht überschritten werden: Wechselwirkungen: Die bei Umsetzung der Wohnbaufläche und Grünfläche entstehenden Wechselwirkungen auf Tiere und Pflanzen sind im parallel in Aufstellung befindli- chen Bebauungsplan weitgehend kompensierbar und deshalb nicht erheblich. Anfälligkeit für die Auswirkungen schwerer Unfälle und Katastrophen: Mit Ausnahme leichter Erdbeben sind sonstige schwere Unfälle oder Katastrophen für das Plange- biet als sehr unwahrscheinlich anzunehmen. Nach Umsetzung der Planung erhöht sich die geringe Anfälligkeit des Plangebietes für schwere Unfälle oder Katastro- phen nicht. Eingriffsregelung: Im Rahmen des parallel in Aufstellung befindlichen Bebauungsplanes wird ein Kompensationsumfang von ca. 83% ermittelt. Kumulierung mit den Auswirkungen von Vorhaben benachbarter Plangebiete, einge- setzte Stoffe und Techniken, Alternativen, Monitoring: Fläche 1: Die Lage der im FNP ausgewiesenen Straßenverkehrstrasse lässt keine Alternativen zu. Fläche 2: Aufgrund der vorhandenen Altablagerung (Deponie) war die Fläche bis- lang nicht als Wohnungsbaufläche vorgesehen. Der Bedarf an Wohnraum in Köln, die Lage direkt am Nordrand von Weidenpesch, die Vorbelastung des Naturraumes durch die vorhandenen, nicht genehmigten Gewerbebauten sowie die verkehrliche Anbindung lassen diesen Wohnstandort bei gleichzeitiger Sanierung der Altablage- rung als geeignet erscheinen. Technische Verfahren wurden im Rahmen der Umweltprüfung für die Flächennut- zungsplan-Änderung nicht verwendet. Schwierigkeiten bei der Zusammen-stellung der Angaben ergaben sich nicht. Die Prognosen im Rahmen der Umweltprüfung zu den Auswirkungen der geplanten FNP-Änderung sind ausreichend belastbar, sodass keine Maßnahmen zur Überwa- chung erheblicher Auswirkungen erforderlich sind. Seite 41 von 41 7.9 Referenzliste der Quellen  Accon GmbH, David Yalcin: Luftschadstoffprognose im Rahmen des vorhabenbezoge- nen Bebauungsplans "Simonskaul in Köln-Weidenpesch", Stadt Köln; Greifenberg, 24.02.2020;  Accon Köln GmbH, Gregor Schmitz-Herkenrath: Schalltechnische Untersuchung zum Bebauungsplan (VEP) Simonskaul in Köln-Weidenpesch; Köln, 25.11.2020;  Accon Köln GmbH, Gregor Schmitz-Herkenrath: Ergänzung der Schalltechnischen Un- tersuchung zum Bebauungsplan (VEP) Simonskaul in Köln-Weidenpesch (Arbeitstitel), Beurteilung der Schreinerei Lindner; Köln, 25.11.2020;  raskin Umweltplanung und Umweltberatung GbR, Verena Niedek: Fachbeitrag zur Ar- tenschutzprüfung für die Aufstellung eines Bebauungsplanes bei Simonskaul in Köln- Weidenpesch; Aachen, 29.09.2017;  raskin Umweltplanung und Umweltberatung GbR, Anja Werfling: Landschaftspflegeri- scher Fachbeitrag Vorhabenbezogener Bebauungsplan Simonskaul in Köln-Weidenpe- sch; Aachen, 09.07.2021;  UCON GmbH, Philipp van de Sand: Gutachten zur Verträglichkeit von Wohnbebauun- gen und dem Betriebsbereich der Carbosulf Chemische Werke GmbH in Köln hinsicht- lich des § 50 BImSchG; Münster, 16.11.2017 sowie "Gutachten gemäß Art. 13 Seveso- III-Richtlinie bzw. § 50 BImSchG zur Verträglichkeit von Wohnbebauungen und dem Betriebsbereich der Nouryon Functional Chemicals GmbH", 09.07.2021;  Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz NRW: Auszug aus der Planungs- hinweiskarte "Zukünftige Wärmebelastung" aus: Klimawandelgerechte Metropole Köln, Abschlussbericht, LANUV Fachbericht Nr. 50, Recklinghausen, 2013;  Stadt Köln: Landschaftsplan, jeweils aktueller Stand;  Stadt Köln: Altlastenkataster, Köln, 2018;  Stadt Köln, Stadtentwässerungsbetriebe (StEB) AÖR: Hochwassergefahrenkarte, Köln, o. J.;

Beratungsverlauf

  1. 27.01.2022

    Stadtentwicklungsausschuss

    TOP 7.2, Kenntnisnahme (Mitteilung). Ergebnis: Kenntnis genommen
  2. 27.01.2022 zuletzt

    Bezirksvertretung 5 (Nippes)

    TOP 10.2.5, Kenntnisnahme (Mitteilung). Ergebnis: Kenntnis genommen

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