0907/2020
Bürgereingabe gem. § 24 GO, betr.: Streichung der Bushaltestelle Ursula-Kurh-Weg (Az.:174/19)
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Streichung der Bushaltestelle Ursula-Kuhr-Weg
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Streichung der Bushaltestelle Ursula-Kuhr-Weg, Köln Weiler Sehr geehrte Damen und Herren, wir, die Eltern der Kinder, die die Bushaltestelle Ursula-Kuhr-Weg teilweise schon seit über 8 Jahren nutzen und schätzen gelernt haben, möchten mit diesem Schreiben einmal mehr unser Unverständnis über die Streichung der für uns so wichtigen, seit über 40 Jahren bestehenden, Schulbushaltestelle schriftlich äußern. Die Situation ist wirklich sehr Misslich für die kleinen ABC Schützen und auch für die Eltern, besonders mit Babys stellt die neue Situation eine große Belastung dar. Zum einen sind wir unzufrieden mit der Art und Weise, wie uns die Angelegenheit kommuniziert wurde und zum anderen ist die Begründung für uns nicht nachvollziehbar. Wir haben bis heute keine schriftliche Äußerung, oder ein offizielles Schreiben zu dem Thema erhalten, was sicherlich angebracht wäre, zumal wir nicht alle Eltern kennen und auch so manches Kind sich fragt, wo denn jetzt der Bus bleibt. Wir reden hier von Erstklässlern die beispielsweise am Montag den 18.11.19 morgens alleine im Dunkeln bei Regen an der Haltestelle standen und vergebens gewartet haben. Zum Glück haben wir das bei einigen gesehen und die Kinder informiert und weitergeschickt. Aber das war Zufall und der ein oder andere wird wahrscheinlich immer noch nicht wissen, dass die Haltestelle einfach gestrichen wurde. Auf die Frage nach dem eigentlichen Grund, wurden uns immer wieder neue Gründe genannt, nachdem dem von Ihrer Seite genannten Punkt mit einer plausiblen Begründung widersprochen wurde. Dies weckt bei uns den Verdacht, das wir nur Aufgrund einer Person, die wie kein anderer Busfahrer zuvor, in unserem großen Wendehammer anhält und zurücksetzt um die Kurve zu kriegen, die Haltestelle verlieren und die Kinder und Eltern darunter leiden müssen und das wäre doch wirklich sehr schade. Hier ein paar weitere uns genannte Punkte von der KSV und Frau Dünnweber, zu denen wir gerne nochmal schriftlich Stellung beziehen wollen: Begründung: Der Wendehammer ist eine Zumutung und man muss dort Rückwärtssetzen zum Wenden. Einwand: Die Bushaltestelle existiert seit über 40 Jahren und noch nie hat hier ein Busfahrer jedes Mal zurücksetzten müssen. Das ist unnötig wenn man die Kurve richtig nimmt. Auch wenn kein Hindernis im Wendehammer besteht, setzt die Busfahrerin immer den Bus zurück, weil sie nicht gelernt hat diese Kurve zu nehmen. Dies kann jeder Einwohner bestätigen. Die Busfahrerin sollte einen Schulung bekommen, wie sie diese Kurve nehmen kann, ohne danach den Bus rückwärts zu setzen, da dies ja jeder anderer Busfahrer 40 Jahre lang machen konnte. Nur wegen einer fehlenden Schulung für diese Busfahrerin, die wahrscheinlich weniger als eine Stunde dauern wird, kann man nicht eine komplette Haltestelle entfernen. Wenn die Busfahrerin irgendwann nicht mehr da ist, wird wahrscheinlich jeder andere wie auch die 40 Jahre, diesen Wendehammer blind nehmen können. Auch eine bauliche Änderung am Wendehammer hat es seit 40 Jahren nicht gegeben und eine Prüfung vor etwa 4 Jahren der Stadt hat ergeben, dass diese Haltestelle wie sie es nennen sehr wohl „zumutbar“ ist. Diese Prüfung haben Sie sicherlich in Ihren Akten vermerkt. Nach diesen 4 Jahren hat sich hier nichts getan, es ist hier im Wendehammer alles genau so wie vor 4 Jahren. Begründung: Es kommen doch sowieso nur 3 Kinder dort hin. Einwand: Wir sind mittlerweile eine stolze Gruppe von 5-7 Kindern plus Eltern (bald folgen mehr, die kleinen Geschwister und die Kinder die dazu ziehen wg Bebauung), die sich dort morgens und nachmittags versammeln und ihre Pänz in die Obhut der Busfahrerin geben. Es kommen übrigens andere Kinder extra zu dieser Bushaltestelle, weil die nächste morgens zu „chaotisch“ ist und es einfacher und ruhiger für sie ist hier einzusteigen. Ein Vater kommt auch morgens extra mit dem Auto und bringt seinen Sohn zu dieser Haltestelle. Ein Besuch bei einer weiteren und nächstfolgenden Bushaltestelle hat übrigens gezeigt, dass dort sogar weniger Kinder einsteigen und auch die Fahrwege komplexer und enger sind, auch das dort Autos so stehen, das man kaum vorbeikommt. Also kann die Anzahl schon mal kein Grund sein. Die Lage ist für die Kinder und die Eltern extrem wichtig, so dass diese Bushaltestelle extra vor sehr vielen Jahren von der vorherigen Generation Eltern erkämpft wurde. Es ist für uns Eltern so wichtig die Bushaltestelle Ursula-Kuhr-Weg zu nutzen, da wir kleine Kinder und Babys noch mit dabei haben. Wir schicken unsere kleinen Schüler nicht alleine auf den Weg zu der weiten nächstgelegenen Bushaltestelle, es ist kalt und dunkel, und es gefährlich: Am Ende der Straße Gertrud Bollenrath Weg benutzen einige Autofahrer die Bauernstrasse zur Durchfahrt, dann sitzen dort sehr oft, fast täglich ältere Jugendliche an den Garagen und es kommt dort oft zu Auseinandersetzungen und Prügeleien, auch wird gedealt. Dort wurde unsere Nachbarin überfallen und zusammengeschlagen und Knochen im Gesicht gebrochen. Beim besten Willen, haben wir große Angst und Sorge mit unseren Schulkindern und Babys dadurch zu laufen, besonders in der Dunkelheit. Wenn wir ausweichen würden, auf die zweite Straße die als Gehweg von Google vorgeschlagen wird, ist dort ein großes Haus an der Ecke von Erwachsenen, die dort betreut wohnen und leider psychisch nicht so gut drauf sind. So das dort ständig die Polizei oder ein Rettungswagen steht. Wir haben große Furcht um unsere Kinder und können diese dort weder morgens noch Mittags entlanglaufen lassen, wenn die kleinen bereits die 3te oder 4te Klasse besuchen, da wir täglich Angst hätten, das unsere Kinder einfach in dieses Haus gezogen werden könnten. Auch Sie würden Ihre Kinder niemals da langschicken. Begründung: Dort parken Autos von Anwohnern, da Zuwenig Parkplätze vorhanden sind, oder die Leute von der Stadt machen dort ihre Mittagspause. Einwand: Die besagten Anwohner waren neue Nachbarn und haben dort genau 4 Tage geparkt, weil sie es einfach nicht wussten und jetzt übrigens ihr Kind auch mit dem Bus von dieser Haltestelle aus losschicken. Dieses Kind dürfte noch gar nicht in Ihrer Liste auftauchen, da die Ummeldung noch ausstand. Das wird genau der Zeitpunkt Ihrer Prüfung gewesen sein, was aber nur eine Ausnahme war und die Regel bestätigt, nämlich das dort niemand dauerhaft parkt. Jeder von uns hat 2 Garagen, es ist absolut nicht möglich, das wir als Einwohner dort parken. Alle Einwohner haben genügend Parkmöglichkeiten. Die Städtischen Fahrzeuge machen seit ca 2 Jahren ihre Pause dort, vorher haben sie den Busverkehr nicht gestört. Es gab für diese Städtischen Fahrzeuge einen anderen Ort zum pausieren. Seit sie aber merkten, dass es niemanden stört, da die Busfahrerin rückwärzsätzt statt zu hupen und es auch keine Halteverbotsschilder gibt, nehmen die sich raus sich einfach dort ungestört aufzuhalten. Durch die Halteverbotsschilder können die Städtischen Fahrzeuge sicherlich auch wieder da parken, wo sie vorher ihre Mittagspause verbrauchten. Wir Wohnen direkt am Wendehammer und sind auch oft mit dem Hund draußen und wissen daher sehr genau, wann dort Autos parken, oder wie der Bus dort langfährt. Aber auch um dem Problem der manchmal dort parkenden Autos Genüge zu tun, wäre es sicherlich für Sie in Ihrer Position viel einfacher, dort Halteverbotsschilder durch das Ordnungsamt aufstellen zu lassen, damit der Wendehammer zum Wenden bleibt und nicht zum Parken oder Pause machen. Gerne kümmern wir uns mit darum, dass der Wendehammer entsprechend beschildert wird, sofern das in unseren Möglichkeiten liegt, denn wir alle zahlen schließlich Steuern. Eine Anfrage unsererseits liegt dem Ordnungsamt bereits vor. Begründung: Was meinen Sie, wie viel Zeit und Kosten wir sparen, wenn diese Haltestelle wegfällt? Einwand: Auf diese Frage kann ich nur sagen, dass der Bus heute Morgen (19.11.19), entgegen meiner und Ihrer Vermutung früher an der nächsten Haltestelle zu sein, erst um 19:45 dort eintraf. Jedes Elternteil kann bestätigen, das der Bus bereits bevor er den Ursula Kuhr Weg erreicht zu spät kommt. Auch dies wurde vor 4 Jahren von der KSV geprüft und festgestellt, dass es nicht an der Haltestelle Ursula-Kuhr-Weg liegt, das der Bus zu spät kommt. Wir als Eltern bekommen von der Stadt Köln Briefe, in denen vorgeschlagen wird auf die Bringung der Kinder mit eigenen Fahrzeugen zu verzichten und besser den Schulbus zu nehmen, dessen Haltestelle sich in unmittelbarer und ungefährlicher Nähe der Kinder befindet, und gleichzeitig wird diese ungefährliche nahe Haltestelle gestrichen. Dieses Streichungs-Problem kann mit wenig Aufwand wieder gelöst werden und wir würden gerne dabei helfen. Aufgrund dieser Begründungen und vor allem im Hinblick auf unsere kleinen Pänz, die gerne wie ihre älteren Geschwister gerne morgens und mittags an der gewohnten und ungefährlichen Haltestelle ein- und aussteigen würden und auch im Hinblick auf deren jüngere Geschwister, die in den nächsten Jahren eingeschult werden und die Kinder die bald hier hinzuziehen werden, da gebaut wird, würden wir uns sehr freuen, wenn Sie Ihre Entscheidung noch einmal überdenken würden. Mit freundlichen Grüßen, Elvira und Patrick Dietrich und alle weiteren betroffenen Eltern
Beschlussvorlage Bezirksvertretung
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Die Oberbürgermeisterin Dezernat, Dienststelle IV/400/2 AZ 174/19 Vorlagen-Nummer 0907/2020 Freigabedatum Beschlussvorlage zur Behandlung in öffentlicher Sitzung Betreff Bürgereingabe gem. § 24 GO, betr.: Streichung der Bushaltestelle Ursula-Kuhr-Weg (Az.:174/19) Beschlussorgan Bezirksvertretung 6 (Chorweiler) Gremium Datum Beschluss: Die Bezirksvertretung Chorweiler dankt der Petentin für ihre Eingabe. Sie bekräftigt die Verlegung der Haltestelle. Bezirksvertretung 6 (Chorweiler) 07.05.2020 2 Begründung: Die Petentin spricht sich gegen die Verlegung der bisherigen Schulbushaltestelle „Ursula-Kuhr-Weg“ aus, siehe Anlage. Stellungnahme der Verwaltung: Wie der Petentin bereits mit Schreiben vom 03.02.2020 mitgeteilt wurde, handelt es sich bei der Ver- legung der Haltestelle um eine erforderliche Maßnahme. Die Haltestelle Ursula-Kuhr-Weg musste aufgrund der örtlichen Gegebenheiten verlegt werden. Der gewählte Haltepunkt „Weilerstr. / Deliastr.“ des Schulbusses wird auch bereits seit vielen Jahren an- gefahren und von vielen Schülerinnen und Schüler der Schulen Lebensbaumweg genutzt. Der Fuß- weg der 5 Schülerinnen und Schüler, die gemäß Antrag nun anstelle der alten Haltestelle den Halte- punkt „Weilerstr. / Deliastr.“ aufsuchen, beträgt maximal 500 Meter. Aufgrund von Beschwerde wur- den beide Haltepunkte nochmals ausführlich betrachtet. Eine Rückverlegung der Haltestelle in den Ursula-Kuhr-Weg ist nicht möglich. Beförderungen und Schülertickets werden im Rahmen der Vorgaben der Schülerfahrkostenverord- nung eingerichtet. Grundsätzlich werden alle Haltepunkte von Schulbussen regelmäßig überprüft. Der Wandel einer Großstadt wie Köln unterliegt auch vielen Veränderungen im öffentlichen Straßenraum, so dass notwendige Anpassungen vorgenommen werden müssen. Aber auch die Notwendigkeit von Haltepunkten kann sich dem demografischen Wandel anpassen, so dass Haltestellen verlegt, opti- miert, neu eingerichtet oder gestrichen werden könnten. Anlage Eingabe
Beratungsverlauf (1)
Beschluss: ungeändert beschlossen
Zur SitzungOrte (5)
- Weilerstraße
- Deliastraße
- Ursula-Kuhr-Weg
- Gertrud-Bollenrath-Weg
- Lebensbaumweg
Ortsbezüge werden automatisch aus den Dokumenten ermittelt und können unvollständig sein.
Details
- Aktenzeichen
- 0907/2020
- Typ
- Beschlussvorlage Bezirksvertretung
- Datum
- 06.04.2020
- Erstellt
- 18.03.2020 13:51