AN/0002/2018
Zukunftsorientierte Nah- und Fernwärme in Köln
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Linke Anfrage nach § 4
3541 Zeichen
Die Linke.-Fraktion · Postfach 103564 · 50475 Köln Oberbürgermeisterin Reker Vorsitzender des Ausschusses Umwelt und Grün Struwe Rathaus, Spanischer Bau 50667 Köln Postanschrift: Postfach 103564 · 50475 Köln Tel: 0221/221-27840 · Fax: 0221/221-27841 E-mail: DieLinke@stadt-koeln.de Fraktionsvorstand Eingang beim Büro der Oberbürgermeisterin: AN/0002/2018 Anfrage gem. § 4 der Geschäftsordnung des Rates Gremium Datum der Sitzung Ausschuss für Umwelt und Grün Zukunftsorientierte Nah- und Fernwärme in Köln Sehr geehrte Frau Oberbürgermeisterin , sehr geehrter Herr Ausschussvorsitzender, DIE LINKE. Fraktion im Rat der Stadt Köln bittet Sie, folgende Anfrage auf die Tagesordnung der kommenden Sitzung des Ausschusses Umwelt und Grün am 18.01.18 zu nehmen: Im Dezember 2015 hat der Pariser Klimagipfel beschlossen die Erderwärmung auf 1,5° zu begrenzen. Deutschland hat dieses Abkommen mit unterzeichnet. Um dieses Ziel überhaupt noch einhalten zu können werden wir die Emissionen viel schneller und umfangreicher reduzieren müssen als die derzeitigen Pläne der Bundesregierung das vorsehen. Nach den derzeitigen wissenschaftlichen Erkenntnissen ist davon auszugehen, dass wir spätestens ab dem Jahr 2040 keine energiebedingten Treibhausgasemissionen mehr verursachen dürfen, sofern wir der Atmosphäre im Nachhinein die Treibhausgase nicht wieder entnehmen wollen. Um dieses Ziel ohne eine zunehmende Abhängigkeit von Importen zu erreichen, werden wir vor allem die stark fluktuierenden Primärenergieträger Sonne und Wind einsetzen müssen. Dies hat zur Folge, dass unser Energiesystem auf der Angebotsseite sehr starken Schwankungen ausgesetzt sein wird. Um es dennoch effizient und stabil zu gestalten werden wir, neben Maßnahmen zur Lastverschiebung auch große Energiemengen speichern müssen. Eine Vielzahl von Studien geht davon aus das gerade für diese Zwecke vor allem Wärmepumpen und, an späterer Stelle auch elektrische Widerstandsheizungen geeignet sind. Hierbei wird vor allem den Nahwärmenetzen eine entscheidende Rolle zukommen. Es ist uns bekannt, dass gerade der kommunale Energieversorger RheinEnergie über ein großes, mittels Heizkraftwerken betriebenes Fernwärmenetz verfügt, welches sie auch weiter ausbauen möchte. Wir fragen uns daher welche Maßnahmen unternommen, bzw. angedacht werden um dieses Wärmenetz durch die Ermöglichung von Lastverschiebung und Energiespeicherung in ein „Energiesystem der Zukunft“ zu integrieren. In diesem Zusammenhang stellt die DIE LINKE. die folgenden Fragen: 1. Werden die Kraft-Wärme gekoppelten Heizkraftwerke der Rheinenergie derzeit vorrangig strom- oder wärmegeführt betrieben? 2. Wird es im Zuge eines zunehmenden Anteils volatiler Primärenergieträger möglich sein die Heizkraftwerke stromgeführt zu betreiben? 3. Gibt es Pläne bzw. sieht die Verwaltung die Möglichkeit, die Fernwärmenetze der Rheinenergie zusätzlich mit elektrischen Widerstandsheizern und Wärmepumpen, zur Nutzung „überschüssigen Stroms“ auszustatten? Wenn ja, wie sehen diese aus? 4. Welche Kapazitäten zur Wärmespeicherung sind vorhanden und auf welches Niveau sollen sie bis zum Jahr 2040 ausgebaut werden? 5. Unter welchen Bedingungen ist nach Ansicht der Verwaltung, ein weiterer Ausbau „klassischer“, mittels Heizkraftwerke betriebener Fernwärmenetze überhaupt noch ökologisch sinnvoll und wie begründet die Verwaltung ihre Auffassung? gez. Michael Weisenstein Geschäftsführer DIE LINKE. gez. Hamide Akbayir Ausschussmitglied
Beratungsverlauf (1)
Beschluss: Sache ist erledigt
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- AN/0002/2018
- Typ
- Die Linke. Anfrage nach § 4
- Datum
- 04.01.2018
- Erstellt
- 04.01.2018 11:16