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0582/2017

Stadtentwicklungskonzept Wirtschaft

Mitteilung Ausschuss 08.03.2017

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Nächste Beratung: Stadtentwicklungsausschuss, Sitzung am 30.03.2017, TOP 17.9

Mitteilung Ausschuss

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Mitteilung Ausschuss

8224 Zeichen

Die Oberbürgermeisterin 
Dezernat, Dienststelle 
VI/15/151 
151/1 
Vorlagen-Nummer  08.03.2017 
 0582/2017 
Mitteilung 
öffentlicher Teil 
Gremium Datum 
Wirtschaftsausschuss 09.03.2017 
Liegenschaftsausschuss 23.03.2017 
Stadtentwicklungsausschuss 30.03.2017 
 
Stadtentwicklungskonzept Wirtschaft 
Hier: Vergabe eines Gutachtens zur Ermittlung des Gewerbe- und Industrieflächenbedarfs 
1. Ausgangslage: Dynamische Beschäftigtenentwicklung 
Köln ist eine wachsende Stadt. Einhergehend mit der Einwohnerentwicklung hat sich auch der Wirt-
schaftsstandort Köln in den Jahren seit 2010 zunehmend dynamisch entwickelt. Dies zeigt sich unter 
anderem in der Entwicklung der Beschäftigtenzahlen. So hat sich die Zahl der sozialversicherungs-
pflichtig Beschäftigten von 2010 auf 2016 um 74.000 auf rund 536.800 Beschäftigte erhöht. Dies ent-
spricht einer Zunahme von 16 Prozent. Die Entwicklung der SVP-Beschäftigten fällt damit sogar dy-
namischer aus, als die Veränderung bei den Einwohnerzahlen. Weitere Indikatoren für die positive 
Entwicklung des Wirtschaftsstandortes sind z. B. die Zunahme an Studierenden in der Domstadt (seit 
2010 um 30 % [2015]) oder auch die Verringerung der Arbeitslosenquote auf 8,7 Prozent (seit 2010 
um – 13,9 % [2016]).

2 
 
 
Für die Jahre bis 2030 ist laut städtischer Bev ölkerungsprognose vom Mai 2015 mit einem weiteren 
deutlichen Wachstum der Einwohner zu rechnen. Um dies zu ermöglichen, ist das Stadtentwicklung s-
konzept Wohnen (Beschluss 2014) erarbeitet worden. Ein Handlungsprogramm, welches unter and e-
rem Maßnahmen zur V erbesserung der Rahmenbedingungen für eine Erhöhung der Wohnungsba u-
leistung vorgibt. Parallel ist die wirtschaftliche Basis der Stadt zu stärken, um die mit dem Einwo h-
nerwachstum verbundenen Herausforderungen, aber auch Möglichkeiten zur Entwicklung des St an-
dortes Köln zu meistern und zu gestalten.  
Um zukunftsfähige Beschäftigungsmöglichkeiten für die in Köln lebenden und zuziehenden Menschen 
zu schaffen, ist eine belastbare Gewerbe - und Industrieentwicklungsstrategie zu erarbeiten. Dies b e-
deutet, dass die einzelnen Gewerbe- und Industriestandorte auf ihre Zukunftsfähigkeit, insbesondere 
vor dem Hintergrund von Entwicklungen wie z. B. der Digitalisierung der Arbeitswelt, zu prüfen und zu 
sichern sind. Die zunehmende Konkurrenz zwischen heranrückender Wohnbe bauung und Gewerbe/ 
Industrie ist zu thematisieren und die Bedeutung auch kleinräumiger Gewerbestandorte in Gemeng e-
lagen ist herauszuarbeiten und zu bewerten. Auch um der Entwicklung z. B. im Bereich der Grun d-
stückspreise entgegen zu wirken, sind Strategie n und Instrumente zu entwickeln, welche die Beba u-
ung von Gewerbe- und Industrieflächen durch Fremdnutzungen, wie z. B. Einzelhandel, vermeiden. 
2. Auftrag: Stadtentwicklungskonzept Wirtschaft (StEK Wirtschaft) 
Um diesen Prozess zu steuern, wird die Stadt K öln ein Stadtentwicklungskonzept Wirtschaft erarbe i-
ten. Das „StEK Wirtschaft“ ist ein übergeordnetes, strategisches Konzept zur Unterstützung der wir t-
schaftlichen Entwicklung und der nachhaltigen Sicherung ausreichender Flächen für wirtschaftliche 
Nutzungen in Quantität und Qualität. Insgesamt soll damit eine langfristige Entwicklungsperspektive 
für den Kölner Wirtschaftsstandort aufgebaut werden. 
Das StEK Wirtschaft besteht aus drei aufeinander aufbauenden Modulen: 
Stadtentwicklungskonzept Wirtschaft – Aufbau Module 
Modul I  
Analyse und Prognose 
Modul II  
Strategie und Qualifizierung 
Modul III 
Umsetzung 
 Standort Köln –  
Perspektive 2030 
 Definition von Handlungs-  Handlungsprogramm

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(liegt vor) 
 Gewerbe- und Industrie-
flächenanalyse 
(in Bearbeitung) 
 Büroflächenanalyse 
(in Planung) 
feldern 
 Ziele und Leitlinien der  
Wirtschaftspolitik 
 Maßnahmen  
(Empfehlungen) 
 Flächenprogramm 
 Priorisierungsempfehlung 
Berücksichtigung von u. a.: 
 StEK Logistik, Teil 1 
(liegt vor) 
 StEK Wohnen 
(liegt vor) 
 Einzelhandels- und  
Zentrenkonzept 
(in Fortschreibung) 
 
Als Grundlage für die Erarbeitung des StEKs Wirtschaft werden vorliegende Studien verwendet. Hie r-
zu zählt insbesondere die vom Wirtschaftsdezernat in Auftrag gegebene und  2016 fertig gestellte 
Studie „Standort Köln – Perspektive 2030“, welche Aussagen zu den zukünftigen Wirtschaftstrends, 
Handlungsansätzen und Empfehlungen für die lokalen Wirtschaftsakteure gibt. 
Im Jahr 2008 wurde zudem ein Gutachten in Auftrag gegeben, in dem u. a. der Gewerbeflächenb e-
stand kartiert und an alysiert sowie der zukünftige Bedarf an Fläche unter Anwendung verschiedener 
Methoden berechnet wurde (vgl. Ds. Nr. 2739/2010 „Gewerbeflächen in Köln“). Aus der Kartierung 
der Gewerbestandorte ist eine verwaltungsintern fortgeführte Realnutzungskartierung entstanden. 
Die aus dem Gutachten ermittelten Flächenbedarfe von Gewerbe (GE) - und Industrie (GI) -Flächen 
können jedoch nicht übernommen werden. Erste verwaltungsinterne Vergleiche der Realnutzungska r-
tierung Kölns mit dem im Gutachten prognostizierten Beda rf zeigen, dass sich der Flächenumsatz im 
Vergleich zur prognostizierten Entwicklung ungefähr doppelt so hoch darstellt.  
Derzeit stehen auf im Flächennutzungsplan ausgewiesenen GE -/GI-Flächen theoretisch rund 286 ha 
Fläche zur Verfügung. Aufgrund diverser  Ausschlussgründe reduziert sich diese Bruttozahl um circa 
30 ha auf rund 256 ha, die sich aufteilen in Potenzialflächen, baureife Flächen und Betriebserweit e-
rungsflächen. Hiervon befinden sich circa 148 ha in städtischem Besitz und circa 108 ha in private m 
Besitz. Die Verfügbarkeit der noch nicht baureifen Flächen ist abhängig von der Dauer der erforderl i-
chen weiteren Verfahrensschritte (Bebauungsplanverfahren, gegebenenfalls Bodenordnung, E r-
schließung). Je nach Verfahrensdauer wird die Verfügbarkeit kurz -, mittel- oder langfristig hergestellt 
werden können. 
Zu weiteren Einzelheiten wird auf die parallel in den Wirtschaftsausschuss eingebrachte Mitteilung 
(Ds.-Nr. 0284/2017) zum aktuellen Stand des Gewerbeflächenbereitstellungskonzeptes verwiesen. 
3. StEK Wirtschaft, Modul I - Vergabe Gewerbe- und Industrieflächengutachten 
Das erste Modul des StEKs Wirtschaft besteht aus der Analyse der Ausgangssituation, der Bedarf s-
prognose sowie der Zusammenführung und kritischen Auseinandersetzung mit den vorliegenden E r-
kenntnissen aus vorangegangen Studien. Zur Unterstützung dieser Aufgabe wurde die Vergabe zur 
„Erstellung eines Gewerbe - und Industrieflächengutachten“ von der Verwaltung ausgeschrieben. Der 
Auftrag wurde dem Büro „Stadt- und Regionalplanung Dr. Jansen GmbH“ mit Sitz in Köln erteilt. 
Das Gutachten wird aus zwei Bausteinen bestehen, der Analyse und der Flächensuche. Zunächst ist 
eine Neuberechnung der Flächenbedarfe für Gewerbe und Industrie (GE - und GI-Flächen) durchzu-
führen. Dabei soll auch der Frage nachge gangen werden, welche Branchen bzw. Kernmärkte welche 
Standortqualitäten nachfragen und ob die Reserveflächen für die Weiterentwicklung des Wirtschaft s-
standortes Köln ausreichend und grundsätzlich geeignet sind. Hierfür sind die vorhandenen Potenz i-
alflächen der Stadt Köln hinsichtlich ihrer Standortqualitäten zu bewerten und ggf. sind neue Grun d-
stücke zu identifizieren.

4 
 
Für die Neuaufstellung des Regionalplans wird die Stadt Köln die Ergebnisse des Gutachtens, insb e-
sondere die Aussagen zum zukünftigen quan titativen und qualitativen Flächenbedarf, nutzen. Au f-
grund der im Juni beginnenden Gespräche mit der Bezirksregierung zur Neuaufstellung des Regi o-
nalplans werden erste Ergebnisse bis Mitte 2017 vorliegen. Ein Schwerpunkt des Gutachtens wird, im 
Hinblick au f die zunehmende regionale Bedeutung im Rahmen der Neuaufstellung, auf die Weite r-
entwicklung der interkommunalen Zusammenarbeit gelegt.  
4. Weiteres Vorgehen, Beteiligung und Zeitplan 
Das Amt für Stadtentwicklung und Statistik wird in Abstimmung mit weiter en Fachämtern (Amt für 
Wirtschaftsförderung, Stadtplanungsamt) das Gutachten betreuen. Nach Vorliegen erster Analysee r-
gebnisse werden diese in zwei Workshops der Politik und weiteren Fachleuten vorgestellt und disk u-
tiert. Es ist vorgesehen, mit der Bearbeitung von Modul II in 2018 zu beginnen. 
 
 
 
gez. Höing

Beratungsverlauf (3)

09.03.2017 Wirtschaftsausschuss
TOP 7.2 Kenntnisnahme (Mitteilung) Entscheidung

Beschluss: zurückgestellt

Zur Sitzung
23.03.2017 Liegenschaftsausschuss
TOP 1.4 Kenntnisnahme (Mitteilung) Entscheidung

Beschluss: Kenntnis genommen

Zur Sitzung
30.03.2017 Stadtentwicklungsausschuss
TOP 17.9 Kenntnisnahme (Mitteilung) Entscheidung

Beschluss: Kenntnis genommen

Zur Sitzung

Details

Aktenzeichen
0582/2017
Typ
Mitteilung Ausschuss
Datum
08.03.2017
Erstellt
03.08.2017 00:27