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Eröffnung des F.i.Z.
Mitteilung Ausschuss 1726/2017 vom 09.06.2017
Stand: Am 20.06.2017 im Jugendhilfeausschuss beraten. Ergebnis: Kenntnis genommen.
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Mitteilung Ausschuss
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Die Oberbürgermeisterin Dezernat, Dienststelle IV/51/515 Vorlagen-Nummer 1726/2017 Mitteilung öffentlicher Teil Gremium Datum Jugendhilfeausschuss 20.06.2017 Eröffnung des Familienhauses „Familie im Zentrum - FiZ" Am 12. Mai 2017 wurde ein neues Familienhaus in Bocklemünd/Mengenich (Görlinger Zentrum 5-7) eröffnet. Die Dezernentin Frau Dr. Klein und der Bezirksbürgermeister Herr Wirges begrüßten die zahlreichen Bürgerinnen und Bürger als auch die geladenen Gäste und beglückwünschten die Initia- toren zu dem gelungen Projekt. Ausgangslage Bocklemünd/Mengenich ist einer der Stadtteile, der 2006 aufgrund der besonderen sozialen Bedarfs- lage als Sozialraumgebiet ausgewiesen worden ist. Die Bewohnerzahl ist seit dem Jahr 2000 bei einem geringfügigen Einw ohnerrückgang mit heute 10.699 Einwohnern weitgehend konstant geblieben. Davon sind 2082 Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren und 1522 junge Erwachsene unter 29 Jahren alt. 140,1 % der Einwohner haben einen Mi g- rationshintergrund. In Bocklemünd/Mengenich gibt es 4772 Haushalte, davon sind 40,4 % Singlehaushalte und 23,3 % Familienhaushalte, von diesen 23,3 % sind 30 % Haushalte Alleinerziehender. Im Sozialraum beziehen 27,3 % Leistungen nach dem SGB II. Die Quote der unter 15 -Jährigen ist höher. Sie liegt bei 46,1 %. Die Arbeitslosenquote im Gebiet liegt bei 16,1 %, die der Jugendlichen bei 8 %. 65,6 % der unter sechsjährigen in der Kita oder Tagespflege betreuten Kinder sind beitragsbefreit, der Anteil der Kinder mit Migrationshintergrund liegt bei 72,2 %. Demnach leben im Sozialraum überproportional viele (junge) Menschen, die bezüglich ihres Leben s- unterhaltes auf staatliche Transferleistungen angewiesen sind. 5,1 % aller Einwohner unter 21 Jahren haben Hilfen gemäß §§ 27 bis 35 SGB VIII erhalten. Im Rahmen der Bezirkssozialarbeit sind die Problematik der Häuslichen Gewalt und die Anzahl an Überprüfungen mit dem Inhalt einer möglichen Kindeswohlgefährdung höher als in anderen Sozia l- räumen im Bezirk Ehrenfeld. 1 Die genannten Zahlen sind dem „Statistischen Jahrbuch 2015“ des Amtes für Statistik der Stadt Köln ent- nommen, dem „Statischen Datenprofil Sozialraumgebiete 2014“, einer internen Auswertung des Gesundheits- amtes der Stadt Köln und einer Erhebung des Landeszentrums Gesundheit NRW. 2 Konzeptentwicklung Grundlage der Konzepte ntwicklung und Initiierung des F.i.Z. ist die Bewertung der Situation der Ki n- der, Jugendlichen und Familien in Bocklemünd/Mengenich durch die dort tätigen Fachkräfte der K o- operationspartner sowie durch andere Akteure des Bildungs- und Gesundheitswesens. Ferner sind die Daten des Amtes für Statistik der Stadt Köln zur Erfassung des sozio -ökonomischen Status der in Bocklemünd /Mengenich lebenden Familien sowie die Kennzahlen des Deckungsrings der Wirtschaftlichen Jugendhilfe mit dem Ziel herangezogen worden, die Bedarfslage zu erfassen. Kooperationsprojekt Das FIZ bietet als Familienhaus allen Familien, Kindern und Jugendlichen eine feste Anlaufstelle im Stadtteil Bocklemünd/Mengenich, insbesondere im Wohngebiet des Görlinger Zentrums. Das Zen t- rum ist ein Gemeinschaftsprojekt folgender Institutionen: Stiftung Leuchtfeuer, freier Jugendhilfeträger, der gleichzeitig der Schwerpunktträger des Bezirksjugendamtes und Mitglied des Sozialraumteams Bocklemünd ist. wir für pänz, freier Träger der Jugendhilfe, der die Kinderwillkommensbesuche im gesamten Bezirk Ehrenfeld durchführt. Stadt Köln: Amt für Kinder, Jugend und Familie als öffentlicher Träger der Jugendhilfe (All- gemeiner Sozialer Dienst im Bezirksjugendamt, Jugendpflege, Frühförderung), Familienbera- tung. Zielsetzung Das zentrale Ziel des Familienhauses ist die Schaffung positiver Lebensbedingungen für Kinder und Familien sowie einer kinder- und familienfreundlichen Umwelt im Kölner Stadtteil Bock- lemünd/Mengenich. Zielsetzung des Projektes ist des Weiteren durch frühzeitige, präventive Hilfe und Unterstützung vor Ort zur Bewältigung von Problemlagen, insbesondere von Kindern, Jugendlichen und (jungen) Fami- lien, beizutragen. Somit wird ein Beitrag zur Überwindung prekärer Lebensverhältnisse als auch eine Verbesserung der Lebensqualität im Stadtteil geleistet. Die individuelle Förderung von Kindern und die ganzheitliche Unterstützung von Familien sind zwei Säulen des Angebotes. Ein weiteres Kriterium des Arbeitsansatzes ist die Nutzung bereits vorhandener sozialräumlicher Ressourcen. Vernetzung, Kooperation und die Abstimmung mit allen relevanten Akteuren vor Ort hinsichtlich des Hilfebedarfs der Bürgerinnen und Bürger sind darüber hinaus ein wesentliches Cha- rakteristikum des Zentrums. Ein Merkmal marginalisierter Stadtviertel ist die mangelnde Vernetzung der Bewohnerinnen und Be- wohner untereinander. In den Gruppen- und Bildungsangeboten steht das gemeinsame Erleben von Eltern und Kindern im Mittelpunkt. Die Angebote stärken die Familien in ihrem Alltag, fördern den Kompetenzerwerb von Eltern und Kindern und bieten zudem die Möglichkeit, mit anderen Familien in Kontakt zu kommen. Dadurch wird zum einen die Vernetzung der Familien untereinander angeregt und ferner ihr Selbsthilfepotenzial gefördert. Im Ergebnis kann mittel- bis langfristig mit einer Kostenreduzierung im Bereich der Hilfen zu Erzie- hung gerechnet werden. 3 Angebote Folgende Angebote werden aktuell zur Verfügung gestellt: Spielgruppen für Eltern mit ihren Kindern Elterntraining Beratung (z. Bsp. Erziehungsberatung, Schuldnerberatung, Beratungsangebot für Jugendliche) Pädagogische Frühförderung Finanzierung Das Projekt wird aktuell über Spendenmittel (Stiftungsgelder, Firmenspenden, Fördermittel öffentl i- cher Ressourcenbereitsteller> Landesmittel) finanziert. Evaluation Die Angebote des Familienhauses können nur dann wirksam sein, wenn sie aus der Sicht der dort lebenden Kinder, Jugendliche n und Familien attraktiv sind und infolgedessen frequentiert werden. Somit muss das Angebot nicht nur fachliche n Qualitätskriterien standhalten. Es muss im Wesentl i- chen den Bedürfnissen der Bewohner_innen entsprechen, an dem von ihnen formulierten Bedarf or i- entiert sein und von ihnen als hilfreich erlebt werden. Eine wissenschaftliche Evaluation, die im So m- mer 2017 startet, analysiert das Angebot dahingehend, dass die Perspektive der Nutzer_innen erh o- ben wird, um im Anschluss die gewonnenen Ergebnisse mit den Fachkräften der drei Kooperation s- partner auszuwerten. Die wissenschaftliche Analyse des Familienhauses hat folgende Fragestellungen zum Inhalt: Wird die im Konzept definierte Zielgruppe erreicht? Wie definiert diese Zielgruppe ihren Unterstützungsbedarf bezogen auf (mögliche neue) A n- gebote des Familienhauses? Ist die Angebotsstruktur aus der Sicht anderer professioneller Akteure im Stadtteil passgenau? Wird infolge der Angebote die Vernetzung der dort lebenden Familien intensiviert? Welche Angebote müssen als Ergebnis der Analyse (weiter-)entwickelt werden? Die Evaluation wird im Rahmen einer qualitativen Stu die von Herrn Prof. Dr. Ottersbach (Technische Hochschule Köln, Bereich Sozialwissenschaften) durchgeführt. Das Ergebnis der Auswertung wird voraussichtlich Ende des Jahres vorliegen. Gez. Dr. Klein
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