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4104/2021

Beantwortung einer Anfrage zur temporären Container-Anlaufstelle und gesundheitspolitischen Maßnahmen am Neumarkt (AN/2458/2021)

Beantwortung einer Anfrage (Ausschuss) 23.11.2021

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Nächste Beratung: Gesundheitsausschuss, Sitzung am 23.11.2021

Beantwortung einer Anfrage (Ausschuss)

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Beantwortung einer Anfrage (Ausschuss)

5332 Zeichen

Die Oberbürgermeisterin 
Dezernat, Dienststelle  
I/I-3 
 
Vorlagen-Nummer 23.11.2021 
 4104/2021 
Beantwortung einer Anfrage nach § 4 der Geschäftsordnung  
öffentlicher Teil 
Gremium Datum 
Gesundheitsausschuss 23.11.2021 
 
Beantwortung einer Anfrage zur temporären Container-Anlaufstelle und 
gesundheitspolitischen Maßnahmen am Neumarkt (AN/2458/2021) 
1. Wir bitten um einen Sachstandsbericht mit Angaben darüber, wie oft die Anlaufstelle 
aufgesucht wird, welche Öffnungszeiten angeboten werden, wie die Personalsituation ist, 
ob alle Stellen besetzt sind, wie oft Streetworker und Sozialarbeiter*innen zugegen sind 
und ob die Anlaufstelle trotz Weihnachtsmarkt und geplanten Zugangsbeschränkungen 
(2G) gut erreichbar und sichtbar ist. 
 
Durch zahlreiche Beschwerden durch Bürger*innen bezüglich des Neumarktes, wurde eine temporäre 
Anlaufstelle zur Verbesserung der Gesamtsituation geschaffen. Das Ziel dieser Anlaufstelle ist eine 
Erhöhung der visuellen Wahrnehmbarkeit der Stadt Köln bzw. die Erhöhung der Attraktivität für Bür-
ger*innen sowie die Senkung der Attraktivität für unerwünschtes Klientel durch die Präsenz des 
Kümmerers. Die temporäre Anlaufstelle am Neumarkt ist grundsätzlich von 9 bis 15 Uhr vom Kümme-
rer seitens des Zentrums für Kriminalprävention und Sicherheit besetzt sowie von 15 bis 17 Uhr durch 
Streetworker des ASC. Derzeit ist die Stelle mit einem Kümmerer der Stadt Köln besetzt. Ein zweiter 
Mitarbeitender soll zeitnah eingesetzt werden – die Stellenplanungen laufen bereits. Die KVB hat eine 
Kümmerin und einen Kümmerer im Einsatz. Die Kolleg*innen von Stadt und KVB kooperieren und 
unterstützen sich wechselseitig.  
Besonders in den Morgenstunden wird die Anlaufstelle vor allem von Bürger*innen und Ladenbesit-
zer*innen besucht, die auf Obdachlose aufmerksam machen, die beispielsweise die Geschäftsein-
gänge blockieren oder in der Öffentlichkeit Drogen konsumieren. Tagsüber besuchen meist Passan-
ten die temporäre Anlaufstelle, wenn Informationen bzw. eine Beratung oder Auskunft benötigt wer-
den. Die freundliche Hilfe vom Kümmerer und die Präsenz der temporären Anlaufstelle der Stadt Köln 
werden von den Bürger*innen geschätzt und bereits positiv aufgenommen. 
Die Anlaufstelle ist – wie geplant – in den Weihnachtsmarkt integriert. Die Anlaufstelle wurde zeitig 
vor dem Weihnachtsmarkt aufgestellt und beklebt, um eine singuläre Wahrnehmbarkeit auf der „lee-
ren“ Platzfläche vorab möglich zu machen. Die Anlaufstelle ist somit bereits bekannt und zudem auf 
dem Weihnachtsmarkt ausgeschildert. Die Anlaufstelle ist von mehreren Stellen frei zugänglich. Ein 
Zugang befindet sich unmittelbar in der Nähe der Anlaufstelle – neben dem Abgang zur KVB-
Zwischenebene. Die 2G Regelung soll stichprobenartig kontrolliert werden. Die Kontrolleure und auch 
die Security-Mitarbeiter sind insofern sensibilisiert, als dass sie den Zugang zur Anlaufstelle auch 
Personen gewähren, die nicht 2G erfüllen. Dies geschieht in enger Abstimmung mit dem Kümmerer, 
der eine Lösung finden wird, auch in diesen Fällen Hilfe zu leisten.  
 
2. Wurden neue Streetworker-Stellen für das Projekt geschaffen, und wie viele Streetworker 
(vom Jobcenter, Gesundheitsamt, Sozialamt, Jugendhilfe, Trägern, Projekten usw.) sind 
im Stadtgebiet für welche Aufgaben im Einsatz?

2 
 
Wenn die Anlaufstelle in Betrieb geht, werden die Mitarbeitenden des Aufsuchenden Suchtclearings 
(ASC) des Gesundheitsamtes in Kooperation mit den ASC-Trägern an 4 Tagen pro Woche für jeweils 
zwei Stunden dort eingesetzt.  
 
Zur Anzahl der Streetworker kann das Gesundheitsamt nur für das ASC sprechen: 5 (7 Stellen wenn 
Vision e.V. wieder die beiden Stellen besetzt haben).  
 
Das Zentrum für Kriminalprävention und Sicherheit steht mit weiteren Ämtern und Träger in Kontakt. 
Es wird derzeit geprüft, inwieweit weitere Schichten in der Anlaufstelle übernommen werden können. 
 
 
3. Wie soll gewährleistet werden, dass Passant*innen und Anwohner*innen die Anlaufstelle 
nicht als Wache wahrnehmen und jederzeit polizeiliches und ordnungsbehördliches Ein-
greifen, z. B. Festnahmen nach Drogenkonsum, einfordern? 
 
Die Anlaufstelle auf dem Neumarkt wurde auffallend beklebt. Es wurde ein auffälliges Magenta-
Design gewählt, so dass der Container auch von weitem sehr gut sichtbar ist. Weiterhin ist er be-
schriftet mit „Deine Anlaufstelle – Im Einsatz für Köln und für Dich“. Das Design ist bewusst so ge-
wählt, dass es zu keinen Verwechselungen mit einer Polizeiwache kommen kann.  
Sollte es dennoch zu dem unwahrscheinlichen Fall einer Verwechselung kommen, ist der Kümmerer 
natürlich sensibilisiert und kann direkt einen Kontakt zu den gewünschten Ansprechpartnern herstel-
len. 
 
 
4.  Wie viele Plätze für eine diamorphingestützte Substitutionsbehandlung werden in Köln 
angeboten, und wie lang ist die Warteliste? 
 
 
80 Plätze stehen in der Substitutionsambulanz zur Verfügung bei einer Auslastung von ca. 70 Pati-
ent*innen. Es gibt daher keine Warteliste. Bei Bedarf könnte die Platzzahl erhöht werden. 
 
 
5. Wie hoch schätzt die Verwaltung den Bedarf an weiteren Plätzen für die Verabreichungs-
stelle ein, und ist eine Ausweitung der Plätze und/oder eine weitere Ambulanz in Köln 
geplant? 
 
Es ist derzeit keine Ausweitung oder weitere Ambulanz geplant. 
 
Gez. Stadtdirektorin Blome

Beratungsverlauf (1)

23.11.2021 Gesundheitsausschuss
Entscheidung Entscheidung

Beschluss: Kenntnis genommen

Zur Sitzung

Details

Aktenzeichen
4104/2021
Typ
Beantwortung einer Anfrage (Ausschuss)
Datum
23.11.2021
Erstellt
22.11.2021 11:54