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0436/2018

Ankauf eines Kunstwerkes von Hans Haacke für das Museum Ludwig

Beschlussvorlage Ausschuss 03.04.2018

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Nächste Beratung: Finanzausschuss, Sitzung am 30.04.2018, TOP 12.8

Beschlussvorlage Ausschuss

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Beschlussvorlage Ausschuss

4846 Zeichen

Die Oberbürgermeisterin 
Dezernat, Dienststelle 
VII/4511 
 
Vorlagen-Nummer 
 0436/2018 
Freigabedatum 
03.04.2018  
Beschlussvorlage zur Behandlung in öffentlicher Sitzung 
Betreff 
Ankauf eines Kunstwerkes von Hans Haacke für das Museum Ludwig 
Beschlussorgan 
Ausschuss Kunst und Kultur Finanzausschuss 
Gremium Datum 
 
Beschluss: 
1. Der Ausschuss für Kunst und Kultur beschließt den Ankauf des Kunstwerkes „Der Pralinenmeis-
ter“ von Hans Haacke für das Museum Ludwig. 
 
2. Der Finanzausschuss beschließt die Freigabe in Höhe von insgesamt 360.258 Euro (entspricht 
ca. 400.000 US $ zuzüglich 7% Einfuhrumsatzsteuer und 4 % Zollgebühren) im Teilfinanzplan 
0402 – Museum Ludwig bei Teilplanzeile 9 – Auszahlungen für den Erwerb von beweglichem An-
lagevermögen. Der Freigabebetrag kann je nach Wechselkurs zum Kaufdatum abweichen. 
 
 
Ausschuss Kunst und Kultur 17.04.2018 
Finanzausschuss 30.04.2018

2 
Haushaltsmäßige Auswirkungen 
 Nein 
 Ja, investiv Investitionsauszahlungen   360.258 € 
  Zuwendungen/Zuschüsse  Nein  Ja 288.206 €  80 % 
 Ja, ergebniswirksam Aufwendungen für die Maßnahme        € 
  Zuwendungen/Zuschüsse  Nein  Ja            % 
Jährliche Folgeaufwendungen (ergebniswirksam): ab Haushaltsjahr:       
a) Personalaufwendungen          € 
b) Sachaufwendungen etc.          € 
c) bilanzielle Abschreibungen         € 
Jährliche Folgeerträge (ergebniswirksam): ab Haushaltsjahr:       
a) Erträge          € 
b) Erträge aus der Auflösung Sonderposten         € 
Einsparungen: ab Haushaltsjahr:       
a) Personalaufwendungen          € 
b) Sachaufwendungen etc.          € 
Beginn, Dauer        
 
 
Begründung: 
 
Hans Haacke (* 12.08.1936 in Köln) 
 
Der Pralinenmeister, 1981 
14 Tafeln, je 100 x 70 cm 
Siebdruck, Fotografie, Collage auf Papier, gerahmt 
 
Kaufpreis: 400.000 US $  
 
 
Der Pralinenmeister ist ein Hauptwerk von Hans Haacke aus dem Jahr 1981. Wie kaum ein Werk in 
der Geschichte der zeitgenössischen Kunst ist es mit dem Museum Ludwig und der 
Ausstellungsgeschichte Kölns verbunden. Wie fast alle Werke Haackes ist es trotz seines Materials – 
Siebdruck und Fotografie auf Papier – ein Original, existiert also nur in dieser einen Ausfertigung.  
 
Der Pralinenmeister besteht aus 14 bedruckten Tafeln, die sich mit der Verflechtung der 
Kunstsammlung von Peter und Irene Ludwig und der ihres Unternehmens, der Monheim AG, 
beschäftigen. Der Pralinenmeister war für die Ausstellung Westkunst konzipiert worden, die 1981 in 
den Kölner Messehallen die zeitgenössische Kunst seit 1939 zeigen sollte. Die Kuratoren Kasper 
König und Laszlo Glozer lehnten Haackes Ludwig-Porträt jedoch ab. Stattdessen wurde das Werk 
von Mai bis Juni 1981 (zeitgleich zu Westkunst) in der Kölner Galerie Paul Maenz gezeigt. Peter 
Ludwig bekundete sein Interesse am Erwerb des Werkes, aber Haacke verfügte, dass es nicht an 
Ludwig verkauft werden dürfe. Der Künstler erklärte später, er habe befürchtet, dass sein Werk, hätte 
Ludwig es erworben, „im Keller verschwunden wäre“. Stattdessen erwarben es die amerikanischen 
Fluxus-Sammler Gilbert und Lila Silverman, in deren Besitz sich der Pralinenmeister bis heute 
befindet.

3 
Der Ankauf des Pralinenmeisters reflektiert – über die Person Peter Ludwigs hinaus – die 
Zusammenhänge zwischen privatem Sammlen und öffentlichem Ausstellen. Es ist die seltene 
Gelegenheit, ein Werk von öffentlicher Bedeutung, das jahrzehntelang in privatem Besitz war, nun für 
die Sammlung des Museum Ludwig zu erwerben und damit dauerhaft öffentlich zugänglich zu 
machen. 
 
Der Kaufpreis beträgt 400.000 US $ (entspricht ca. 324.556,78 Euro nach dem aktuellen Wechselkurs 
zuzüglich 7% Einfuhrumsatzsteuer in Höhe von 22.718,97.Euro sowie 4 % Zollgebühren in Höhe von 
12.982,27 Euro). Der Ankauf erfolgt direkt von der Eigentümerin Mrs. Lila Silverman.  
 
Der Kaufpreis ist laut den vorliegenden Gutachten gerechtfertigt und angesichts der Singularität des 
Kunstwerkes angemessen.  
 
Die Kulturstiftung der Länder fördert den Erwerb des Werkes mit einem Zuschuss in Höhe von 
130.000 Euro. Die Peter und Irene Ludwig Stiftung bezuschusst den Ankauf mit insgesamt 100.000 
Euro. Das Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes NRW hat eine Förderung in Höhe von 
90.000 Euro für den Ankauf in Aussicht gestellt. Die Förderzusage wird in Kürze erwartet. Der 
Eigenanteil in Höhe von insgesamt 80.000 € wird aus dem Ankaufsetat des Museum Ludwig 
getragen. 
 
Die Kaufpreiszahlung erfolgt in US $ und richtet sich nach dem aktuellen Umrechnungskurs.  
 
Die Mittel stehen im Teilfinanzplan 0402 – Museum Ludwig bei Teilplanzeile 9 – Auszahlungen für 
den Erwerb von beweglichem Anlagevermögen zur Verfügung.  
 
Die Zuschussgeber erwerben kein Miteigentum an der Erwerbung. 
 
Das Rechnungsprüfungsamt hat die Bedarfsprüfung zur Kenntnis genommen (Az.:141/21/16/18).

Beratungsverlauf (2)

17.04.2018 Ausschuss Kunst und Kultur
TOP 4.3 Entscheidung Entscheidung

Beschluss: ungeändert beschlossen

Zur Sitzung
30.04.2018 Finanzausschuss
TOP 12.8 Entscheidung Entscheidung

Beschluss: ungeändert beschlossen

Zur Sitzung

Details

Aktenzeichen
0436/2018
Typ
Beschlussvorlage Ausschuss
Datum
03.04.2018
Erstellt
05.02.2018 17:36