2018/0119
Kinder- und Jugendzentrum 'Pankratiusstraße'
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2018/0119
20224 Zeichen
Magistratsvorlage
Eingang Magistrats -
geschäftsstelle:
19.04.2018
an den Magistrat
zur Kenntnis
zur Beschlussfassung
Beteiligt vor
Magistratsbeschlussfassung:
Dezernat I /II/V
an die Stadtverordnetenversammlung
OBW zur Befassung
zur Kenntnis
zur Beschlussfassung
zur abschließenden Beschluss -
fassung Fachausschuss
Finanzverwaltung
Schulamt
Jugendamt
Amt für Interne Dienste
Personalabteilung
Stadtplanungsamt
Amt: Eigenbetrieb
Immobilienmanagement
Darmstadt/
Schulamt/
Jugendamt
OBW bei abschl.
Beschlussfassung Magistrat
Behandlung in
öffentl. Sitzung
Ja
Nein
Verteiler:
Ja
Nein
Vorlage-Nr. 2018/0119
Magistratsbeschluss -Nr.
Internetfähig
Produkt-Nr.: 365010 (51), 211010 (40), 511020 (61)
Kostenstelle: 051-007-1256 (51)
040-016-1000 (40)
061-030-1000 (61)
Investitionsnummer: 12051-8647 (51)
16040-1502 (40)
08061-8012 (61)
Kostenträger: Verteilung (51)
2110-11 (40)
5110-21 (61)
Sachkonto: 6201000 ff. / 0531010 (51)
0890010 (40)
0953010 (61)
Betreff: Kinder- und Jugendzentrum "Pankratiusstraße"
Vorlage vom: 16.04.2018
Beschlussvorschlag :
1. Der Magistrat stimmt in Ergänzung der Magistratsvorlage 2014/0328 der Umsetzung als
selbständig geführte Kindertagesstätte „Pankratiusstraße“ zu.
- 2 -
2. Die notwendigen Haushaltsmittel werden unter der Kostenstelle 051-007-1256, Sachkonto
6201000ff (Personalkosten) im Nachtragshaushalt 2018 etatisiert. Die Verwaltung wird
beauftragt, umgehend die entsprechenden Arbeitsaufträge zu erteilen.
3. Der Magistrat stimmt der Neuschaffung und - sofern die Einrichtung im Jahr 2018 eröffnet
wird - der vorzeitigen Bewirtschaftung von 1,00 VZA für die Leitung der Kita
Pankratiusstraße nach EG S 15 TVöD und 1,00 VZÄ für die stellvertretende Leitung nach
EG S 13 TVöD zu. Um dem aktuellen Personalbedarf gerecht zu werden, ist die
Bündelstelle-Nr. 7479 LOGA (EG S 8a, Erzieher/in) auf künftig 10,17 VZÄ festzulegen.
Hierzu angepasst wird Stelle Nr. 3132 GVPl. von 1,00 VZÄ auf 0,77 VZÄ, Stelle Nr. 3133
GVPl. von 1,00 auf 0,70 VZÄ und Stelle Nr. 3134 GVPl. von 1,00 auf 0,50 VZÄ.
4. Der Magistrat stimmt der künftigen Umwandlung von 1,00 VZÄ EG S 17 TVöD in 1,00 VZÄ
EG S 16 TVöD für die Leitung der Kita Hedwig-Dohm-Haus und von 1,00 VZÄ EG S 16 in
1,00 VZÄ EG S 15 für die stellvertretende Leitung Kita Hedwig-Dohm-Haus zu.
5. Der Magistrat stimmt dem Mehrbedarf in Höhe von 860.000,00 € inkl. Risikofaktor in
Höhe von 180.000,00 € zu.
6. Auf Grund fehlender Mittel können zurzeit keine weiteren Bauleistungen ausgeschrieben
werden, weshalb der Fertigstellungstermin sich verzögert. Das Immobilienmanagement
wird ermächtigt, direkt nach Magistratsbeschluss weitere Ausschreibungen zu
veröffentlichen, um einen weiteren Zeitverzug zu vermeiden.
Anlagen:
Datenschutzrelevante Anlage:
Folgekosten: Ja Nein
Beschluss des Magistrats vom
- 3 -
Begründung zur Magistratsvorlage vom 16.04.2018
Personalbedarf
Der bisher ermittelte Personalbedarf für den Neubau der Kindertagesstätte „Pankratiusstraße“
erfolgte auf der Grundlage, dass diese Einrichtung als Außenstelle der Kindertagesstätte
„Hedwig-Dohm-Haus“ geführt wird.
Das „Hedwig-Dohm-Haus“ verfügt bereits über 106 Betreuungsplätze. Mit der
„Pankratiusstraße“ wird ein zusätzliches Platzangebot von weiteren 88 Betreuungsplätzen
geschaffen, sodass eine Leitungsstelle nach EG S 15 zu schaffen ist. Die stellvertretende Leitung
ist demnach nach EG S 13 auszuweisen. Zu Beginn der Planung ist von einer geringeren
Platzzahl ausgegangen worden. Eine Einrichtung mit fast 200 Betreuungsplätzen kann nicht mit
nur einer Leitung und einer Stellvertretung geführt werden.
Infolgedessen entfallen die geplanten Höherbewertungen für die Leitungen des Hedwig -Dohm-
Hauses. Die Einrichtung verfügt nach wie vor über ein Platzangebot von 106 Betreuungspl ätzen.
Somit ist die dort vorhandene Leitungsstelle nach EG S 16 TVöD und die stellvertretende
Leitungsstelle nach EG S 15 umzuwandeln.
Die Ausweisung der jeweiligen Leitungsstelle bzw. der stellvertretenden Leitung richtet sich in
einem ersten Schritt nach der vorgehaltenen Belegungszahl der jeweiligen Einrichtung. Die
tatsächliche Eingruppierung kann davon abweichen und richtet sich gem. Ziffer XXIV. der Anlage
1 zum TVöD (Entgeltordnung VKA) nach der jeweils festzustellenden Durchschnitts belegung. Bei
Veränderungen sind die Stellen dann im nächstmöglichen Stellenplan entsprechend
auszuweisen.
Der Personalbedarf in der Kindertagesstätte „Hedwig-Dohm-Haus“ bei einer Belegung von 3
Kindergartengruppen und 2 Hortgruppen beträgt nach wie vor insgesamt 10,60 VZÄ, incl. 1,00
VZÄ für die Leitung der Kita.
Der Personalbedarf in der Kindertagesstätte „Pankratiusstraße“ beträgt sodann bei einer
Belegung von 2 Krippengruppen und 3 Kindergartengruppen insgesamt 12,17 VZÄ, incl. 1,00
VZÄ für die Leitung der Kita.
Die Kosten für die notwendigen personalwirtschaftlichen Maßnahmen belaufen sich auf
insgesamt ca. 74.240,00 Euro und sind in einem möglichen Nachtragshaushalt 2018 sowie in
den Folgehaushaltsjahren zu etatisieren.
Baukosten - Mehrbedarf
Mit den Magistratsbeschlüssen Nr.2014/0211 vom 02.06.2014 und Nr. 2017/0352 vom
03.09.2014 wurde die Umsetzung der Neubaumaßnahme „ Kinder und Jugendzentrum
Martinsviertel“ auf dem städt. Grundstück Pankratiusstraße 14-18 beschlossen, wobei
5.200.000,00 Euro aus Städtebaufördermittel zur Sanierung des Martinsviertel angesetzt
wurden und weitere 340.000,00 Euro für Ausstattung aus dem Kernhaushalt finanziert werden.
Grundlage für die Bereitstellung der Fördermittel gem. Zuwendungsbescheid war die
Kostenberechnung aus 3/2015, die von der WI-Bank auf Plausibilität geprüft wurde. Nach
baufachlicher Prüfung durch die WI-Bank wurden per Bescheid zuwendungsfähige Kosten von
5.083.300,00 Euro ermittelt. In beiden Kostenermittlungen, die den o.g. Beschlüssen zugrunde
lagen, wurde kein Risikofaktor berücksichtigt.
…
- 4 -
Nach Abbruch des Bestands im Oktober 2015 wurde die Baumaßnahme im Mai 2016 begonnen
und sollte bis zu den Sommerferien 2018 abgeschlossen werden.
Im Verlauf der Baumaßnahme wurden unvorhersehbare Maßnahmen notwendig. Die daraus
resultierenden Mehrkosten wurden versucht durch Einsparungen im Ausführungsstandard auf
zu fangen, wie z. B. Einbau einfacherer Akustikdecken oder der Ersatz von Fliesen durch
Kunststoffbeschichtungen etc.
Die noch anstehenden Ausschreibungen für Estrich, Bodenbelags- oder Malerarbeiten etc.
beinhalteten technisch notwendige Ausführungen, sodass eine Minderung der Qualität oder
Quantität nicht möglich ist.
Die Summe der Kosten für zusätzliche Maßnahmen in Höhe von 1.095.000,00 Euro übersteigt
bei weitem das aufgestellte Einsparpotential in Höhe von 417.000,00 Euro, sodass der
Differenzbetrag nachfinanziert werden muss.
Zusammenfassung der zusätzlichen Maßnahmen
Kgr 200 Herrichten 54.000,00
Zusätzl. Abbruchkosten Bestandsgebäude 54.000,00
Kgr 300 Baukonstruktion 434.500,00
Rohbau 312.500,00
Mehrkosten aufgrund Ausschreibungsergebnis 72.000.-
Sicherung/Ertüchtigung angrenzender Bestand nach Abbruch 25.000.-
Erdarbeiten (Mehrmasse Bodenaustausch aufgrund 45.000.-
Anforderung Bodengutachter)
Änderung Kranstandort -Größerer Kranausleger 23.000.-
Zusätzliche Spundwand und Fundamentierung 20.000.-
Mehraufwand Einbau Fettabscheider und Rigole 27.500.-
Änd. Statik, zusätzl. Arbeiten, Unvorhersehbares 30.000.-
Baustromanschluss (noch strittig) 19.000.-
Mehraufwand Verfüllung Innenhof 15.000.-
Umbau Fahrzeugrampe 13.000.-
Verstärkung Befestigung Attikaelemente 10.000.-
Schutz und Sicherungsmaßnahmen für Dämmung und Sichtbeton 13.000.-
Dacharbeiten 27.000,00
Preisanpassung aufgrund Bauzeitverlängerung 11.500.-
Abdichtung Attikabefestigungselemente 9.500.-
Ertüchtigung Dach Bestand (Brandschutz) 8.000.-
Gerüstbauarbeiten, in Kostenber. Bestandteil der Rohbauarbeiten 59.500,00
Aufzug, Norm-Änderung 1.500,00
Malerarbeiten , Mehrkosten durch Einsparung Fliesen 9.000,00
Bodenbelagsarbeiten, Preissteigerung 25.000,00
…
- 5 -
Kgr 400 Technische Anlagen 194.500,00
Sanitär + Heiz./Lüftung, Baupreissteigerung 19.500,00
Elektro + IT 175.000,00
Mehraufwand IT, 4.000.-
Mehrkosten aufgrund Ausschreibungsergebnis 78.000.-
Preissteigerung aufgrund Bauzeitverlängerung 31.000.-
Mehrkosten zusätzlicher gewünschter Leistungen (LED) 52.000.-
Kgr 500 Außenanlagen 161.000,00
Umschichtung von Leistungen 52.000-
Südl. Gebäudevorbereich 51.000.-
Östlicher Gebäudevorbereich, Haupteingang 15.000.-
Gewichtsoptimierung Schüttgüter 25.000.-
Lastverteilende Spielgerätefundamente 6.000.-
Baustellenlogistik 18.000.-
Kgr 700 Baunebenkosten 251.000,00
Zusätzliche Architekten und Ingenieurleistungen 140.000.-
Zusätzliche Gutachten-u. Beratungskosten 25.000.-
Allgemeine Baunebenkosten 76.000.-
Sonstige Baunebenkosten 10.000.-
Summe 1.095.000,00
Einsparungen
Abzügl. Einsparungen bei Ausschreibungsergebnissen - 121.000.-
Abzügl. Einsparmaßnahmen aufgrund der entstandenen Mehrkosten - - 126.000.-
Einsparung Mobiliar - 170.000.-
Zur Rundung + 2.000.-
- 415.000,00
Mehrkosten abzügl. Einsparungen 680.000,00
…
- 6 -
Erläuterung der zusätzlichen Maßnahmen
Kgr 200 Herrichten
Bei den Abbrucharbeiten waren aufwendige Abfangmaßnahmen am benachbarten
Bestandsgebäude notwendig, ebenso Sicherungsarbeiten an den Dachanschlussflächen.
Die Schadstoffentsorgung von KMF und Asbest war umfangreicher als im Vorfeld erwartet.
Kgr 300 Baukonstruktion
Entsprechend den vorgesehenen Schnittstellen Neubau/Bestand waren in der Kostenberechnung
vom März 2015 und in der Leistungsbeschreibung keine Maßnahmen zur Sicherung und
Abdichtung des Bestandes vorgesehen, die teilweise auch erst nach Abbruch der
Bestandsgebäude ersichtlich wurden. Diese Leistungen sowie ergänzende Leistungen im Bereich
des Abbruchs in Höhe von ca. +25 T€ wurden zusätzlich durch den Auftragnehmer Rohbau
ausgeführt. Zudem musste das Schrägdach des Bestandsnachbarn brandschutz--technisch
ertüchtigt werden. rd. +10 T€
Es ist festzustellen, dass die oben aufgeführten Mehrkosten auf zum Zeitpunkt der
Kostenberechnung bzw. der Ausschreibung nicht bekannte Leistungen im Zusammenhang der
Erdarbeiten zurückzuführen sind. Da zum Zeitpunkt der Kostenberechnung (März 2015) das
Bodengutachten (August 2015) noch nicht vorlag, mussten hierzu vorerst Annahmen getroffen
werden. Auf Grundlage des Bodengutachtens musste das Gründungskonzept geändert werden -
mit erheblichen Massenverschiebungen und Mehrkosten gegenüber der Entwurfspla nung. Im
Zuge der Ausführung wurde zudem festgestellt, dass deutlich mehr Bodenaustausch erforderlich
wurde als zunächst gutachterlich angenommen - dies verursachte Mehrkosten von rd. +45 T€.
Darüber hinaus sind im Kostenanschlag rd. +20 T€ Mehrkosten für aufwendigere
Verbaumaßnahmen zum Aufstellen des Baukrans enthalten.
Die weiteren Kosten betreffen insbesondere Maßnahmen im Bereich des Innenhofs aufgrund von
Auflagen der Baugenehmigung zum Einbau der Rigole bzw. weitergehenden Anforderungen des
Bodengutachters, sowie nicht vorhersehbare Verbaumaßnahmen zum Einbau des
Fettabscheiders, die im Zuge des allgemein immensen Bodenaustauschs notwendig wurden.
Insgesamt führt dies zu zusätzlichen Leistungen in Höhe von +42,5 T€. Des Weiteren gibt es
Nachträge in Höhe von +42 T€ aufgrund des geänderten Kranstandorts und der Baustrom -
bereitstellung.
Aufgrund der vom Prüfingenieur geforderten zusätzlichen Befestigungslaschen der
Fassadenelemente wurden Mehraufwendungen im Zuge der Dacharbeiten zum Anarbeiten der
Dampfsperre, Wärmedämmung und Abdichtungsbahn in Höhe von rd. +10 T€ erforderlich.
Durch Änderungen im Bauablauf musste die bereits angebrachte Mineralwolledämmung vor
Witterung geschützt sowie oberflächenfertige Sichtbetonteile gesichert werden, rd. +13 T€.
…
- 7 -
Die Einsparmaßnahmen bei den Fliesenarbeiten ergeben bei den Malerarbeiten durch die
nicht berücksichtigten Ersatzmaßnahmen (Anstrich statt Fliesen) Mehrkosten von rd. +9 T€
Aufgrund raumakustischer Berechnungen müssen zusätzliche Absorberflächen in den Fluren
angebracht werden, welche mit rd. +20T€ veranschlagt werden.
Kgr 400 Technische Anlagen
Aufgrund der Baubeginnverzögerungen und Bauzeitverlängerung stiegen Personal- und
insbesondere die Materialkosten. Dadurch ergaben sich Kostensteigerungen in den technischen
Ausbaugewerken von insgesamt +46T€.
Die Verlegung der Blitzschutzableitungen hinter der Sichtbetonfassade erfordert zusätzliche
Maßnahmen in Höhe von + 12 T€.
Um die späteren Betriebskosten für elektrische Beleuchtung zu senken wurde entschieden, dass
gesamte Gebäude mit LED-Beleuchtung auszustatten. (+42 T€ / Anlage
Wirtschaftlichkeitsberechnung)
Kgr 500 Außenanlagen
Die Bestandteile der Freiraumplanung wie Oberflächenentwässerung, Fassadenrinnen, etc.
waren zum Zeitpunkt der Kostenschätzung noch im Gewerk Haustechnik enthalten und wurden
später den Außenanlagen zugeschlagen.
Darüber hinaus bezog sich die Kostenschätzung im Wesentlichen auf den Innenhof im 1. OG. Im
Fortlauf des Projektes kamen weitere kostenrelevante Zusatzleistungen hinzu:
Südlicher Gebäudevorbereich
Aufgrund der Anschlusshöhen des Gebäudes an den südlich angrenzenden Platz muss der
Gebäudevorbereich in diesem Teil höhentechnisch angepasst werden. Hier sind bis zu 70 cm
Höhendifferenz zu vermitteln.
Die erforderlichen Maßnahmen umfassen den Einbau von Sitzmauern, Treppen- und
Rampenanlage für einen barrierefreien Gebäudezugang, Pflasterflächen und Entwässerung sowie
Pflasteranpassungen im Bestand(Kosten +52 T€)
Östlicher Gebäudevorbereich/ Haupteingang
Im östlichen Vorbereich haben sich die Bearbeitungsflächen und Maßnahmen im
Planungsprozess erweitert. Während ursprünglich die 3 Bestandsbäume in die Vorfläche
einbezogen und angearbeitet werden sollten, konnten die Bäume u.a. aufgrund des
Baustellenuntergrundes nicht gehalten werden und die Fläche musste nach Fällung der Bäume
komplett bearbeitet werden (Bäume inkl. Ausbildung Kosten +15 T€).
…
- 8 -
Einsatz gewichtsoptimierter Schüttgüter im Innenhof
In Folge der statischen Berechnung mussten Unterbaumaterialien gewichtsoptimiert werden.
Schüttgüter mit Einbaustärken bis 1,10 m führen zu Kostenmehrungen von ca. + 25 T€.
Spielgeräte-Gründung
Die Gründung der Spielgeräte musste ebenfalls auf die Statik der Garagendecke abgestimmt
werden (Lastenverteilung) Die Abweichung von einer Standardgründung führte zu Mehrkosten
von ca. +6 T€.
Baustellenlogistik
Die Bauabwicklung und Herstellung des Innenhofes auf Niveau des 1.OG mit kompletter
Umbauung stellt in diesem Projekt für den Gala-Bau eine besondere Herausforderung dar und
wird sich entsprechend in den Kosten niederschlagen.
Nach verschiedenen Modellbetrachtungen, läuft es nun darauf hinaus, dass das Gebäude
weitestgehend fertiggestellt wird und die Materialien per Kran eingehoben werden müssen
(Kosten ca. +18 T€).
Kgr 700 Baunebenkosten
Aufgrund zusätzlicher Planungsleistungen bei den beschriebenen Maßnahmen in der
KGr 500 entstehen zusätzliche Planungsleistungen +30T€.
Die Umstellung auf LED-Beleuchtung sowie die Verlegung aller elektrischen Leitungen unter
Sichtbeton erforderten eine aufwendige Leerrohrplanung (+60 T€).
Küchen- und Einrichtungsplanung sind nicht Teil der Architektenleistung und mussten separat
beauftragt werden.
Zusätzliche Leistungen im Bereich Sicherheits- und Gesundheitskoordination, Tragwerks-
planung, Vermessung und Brandschutzplanung ergeben +25 T€.
Unerwartet hohe Energiekosten ergaben sich beim Baubetrieb, nicht zuletzt auch aufgrund der
Bauzeitverlängerung sowie zusätzliche Genehmigungsgebühren +67 T€.
Weitere +10 T€ kostet der Einsatz eines Sicherheitsdienstes, um die Baustelle in den
Nachtstunden gegen Diebstahl zu sichern, da das Gebäude zu Beginn der TGA-Arbeiten noch
nicht abgeschlossen war.
…
- 9 -
Baukosten , Finanzierung
Restmittel aus Fördermitteln „Sanierung Martinsviertel“ 300.000.-
Zuzügl. Risikofaktor 10 % auf noch nicht beauftragte Leistungen
180.000.-
Zuzügl. Risikofaktor 10 % auf noch nicht beauftragte Leistungen
180.000,-
Zu finanzieren
860.000,-
Zur Finanzierung stehen 300.000.- € auf der Kostenstelle
Auf der Kostenstelle 061-030-1000
„Sanierung Martinsviertel“ stehen zur Verfügung - 300.000,00 €
Zwischensumme 560.000,00 €
Finanzierung aus dem Kernhaushalt
zu 75 % aus dem Jugendamt zugeteilten Mitteln (Haushaltsreste) - 420.000,00 €
zu 25 % aus dem Schulamt zugeteilten Mitteln und IDA - 140.000,00 €
…
KGR Bezeichnung Kostengruppe
Kostenberechnung v.
09.2015
Aktueller
Kostenstand
beschlossen 5.200.000.-
Gefördert 5.083.300,-
KGR 100 Grundstück
0,00 € 0,00 €
KGR 200 Herrichten und Erschließen
114.827,18 € 170.154,79 €
KGR 300 Baukonstruktion
3.235.986,13 € 3.497.927,98 €
KGR 400 Technische Anlagen
855.978,22 € 1.050.306,29 €
KGR 500 Außenanlagen
157.961,40 € 319.000,00 €
Summe KGR 300/400/500
4.249.925,75 € 4.867.234,27 €
KGR 600 Summe KGR 600
89.247,07 € 15.000,00 €
Summe KGR 300-600
4.339.172,82 € 4.882.234,27 €
KGR 700 Baunebenkosten 300-500
746.000,00 € 997.000,00 €
Summe brutto ohne KGR 200
gem.
KoBe 5.085.172,82 € 5.879.234,27 €
zur Rundung
610,94 €
Gesamtkosten brutto KGR 200-700 5.200.000,00 € 6.050.000,00 €
KGR 600 Ausstattung Kita
230.000,00 € 115.000,00 €
KGR 600 Ausstattung Jugendzentrum
55.000,00 € 27.500,00 €
KGR 600 Ausstattung Schülerbetreuung 55.000,00 € 27.500,00 €
Ausstattung brutto
340.000,00 € 170.000,00 €
Schätzung/Berechnung/Anschlag 5.540.000,00 € 6.220.000,00 €
zur Verfügung 5.540.000,00 € 5.540.000,00 €
Mehrbedarf 0,00 € 680.000,00 €
Zuzüg. Risikofaktor 10 % auf noch
nicht beauftragte Leistungen 180.000,00 €
Zu finanzieren: 860.000,00 €
- 10 -
Darmstadt, den 16.04.2018
65-11-01
Der Dezernent I Der Dezernent II
Jochen Partsch Rafael Reißer
Oberbürgermeister Bürgermeister
Der Dezernent IV Die Dezernentin V
André Schellenberg Barbara Akdeniz
Stadtkämmerer Stadträtin
anlage 5
215 Zeichen
Punkt 6: Kinder- und Jugendzentrum "Pankratiusstraße" (V-Nr. 2018/0119) Der Ausschuss empfiehlt der Stadtverordnetenversammlung, der Vorlage zuzustimmen. Gegenstimmen: UWIGA Stimmenthaltung: SPD und AfD
anlage 3
229 Zeichen
Punkt 3: Kinder- und Jugendzentrum "Pankratiusstraße" (V-Nr. 2018/0119) Der Ausschuss empfiehlt der Stadtverordnetenversammlung, der Vorlage zuzustimmen. Gegenstimme: Fraktion UWIGA Enthaltungen: Fraktionen SPD und AfD
anlage 1
20354 Zeichen
- 2 -
Magistratsvorlage
Eingang Magistrats-
geschäftsstelle:
19.04.2018
an den Magistrat
zur Kenntnis
zur Beschlussfassung
Beteiligt vor
Magistratsbeschlussfassung:
Dezernat I /II/V
an die Stadtverordnetenversammlung
OBW zur Befassung
zur Kenntnis
zur Beschlussfassung
zur abschließenden Beschluss-
fassung Fachausschuss
Finanzverwaltung
Schulamt
Jugendamt
Amt für Interne Dienste
Personalabteilung
Stadtplanungsamt
Amt: Eigenbetrieb
Immobilienmanagement
Darmstadt/
Schulamt/
Jugendamt
OBW bei abschl.
Beschlussfassung Magistrat
Behandlung in
öffentl. Sitzung
Ja
Nein
Verteiler:
I 10 10.2 65
II 40 III 61
IV 20 V 51
Stvv
Ja
Nein
Vorlage-Nr. 2018/0119
Magistratsbeschluss-Nr.
159
Internetfähig
Produkt-Nr.: 365010 (51), 211010 (40), 511020 (61)
Kostenstelle: 051-007-1256 (51)
040-016-1000 (40)
061-030-1000 (61)
Investitionsnummer: 12051-8647 (51)
16040-1502 (40)
08061-8012 (61)
Kostenträger:Verteilung (51)
2110-11 (40)
5110-21 (61)
Sachkonto: 6201000 ff. / 0531010 (51)
0890010 (40)
0953010 (61)
Betreff: Kinder- und Jugendzentrum "Pankratiusstraße"
Vorlage vom: 16.04.2018
- 3 -
Beschlussvorschlag:
1. Der Magistrat stimmt in Ergänzung der Magistratsvorlage 2014/0328 der Umsetzung als
selbständig geführte Kindertagesstätte „Pankratiusstraße“ zu.
2. Die notwendigen Haushaltsmittel werden unter der Kostenstelle 051-007-1256, Sachkonto
6201000ff (Personalkosten) im Nachtragshaushalt 2018 etatisiert. Die Verwaltung wird
beauftragt, umgehend die entsprechenden Arbeitsaufträge zu erteilen.
3. Der Magistrat stimmt der Neuschaffung und - sofern die Einrichtung im Jahr 2018 eröffnet
wird - der vorzeitigen Bewirtschaftung von 1,00 VZA für die Leitung der Kita
Pankratiusstraße nach EG S 15 TVöD und 1,00 VZÄ für die stellvertretende Leitung nach
EG S 13 TVöD zu. Um dem aktuellen Personalbedarf gerecht zu werden, ist die
Bündelstelle-Nr. 7479 LOGA (EG S 8a, Erzieher/in) auf künftig 10,17 VZÄ festzulegen.
Hierzu angepasst wird Stelle Nr. 3132 GVPl. von 1,00 VZÄ auf 0,77 VZÄ, Stelle Nr. 3133
GVPl. von 1,00 auf 0,70 VZÄ und Stelle Nr. 3134 GVPl. von 1,00 auf 0,50 VZÄ.
4. Der Magistrat stimmt der künftigen Umwandlung von 1,00 VZÄ EG S 17 TVöD in 1,00 VZÄ
EG S 16 TVöD für die Leitung der Kita Hedwig-Dohm-Haus und von 1,00 VZÄ EG S 16 in
1,00 VZÄ EG S 15 für die stellvertretende Leitung Kita Hedwig-Dohm-Haus zu.
5. Der Magistrat stimmt dem Mehrbedarf in Höhe von 860.000,00 € inkl. Risikofaktor in
Höhe von 180.000,00 € zu.
6. Auf Grund fehlender Mittel können zurzeit keine weiteren Bauleistungen ausgeschrieben
werden, weshalb der Fertigstellungstermin sich verzögert. Das Immobilienmanagement
wird ermächtigt, direkt nach Magistratsbeschluss weitere Ausschreibungen zu
veröffentlichen, um einen weiteren Zeitverzug zu vermeiden.
Anlagen:
Datenschutzrelevante Anlage:
Folgekosten: Ja Nein
Beschluss des Magistrats vom 25.04.2018
Der Vorlage wird zugestimmt.
- 4 -
Begründung zur Magistratsvorlage vom 16.04.2018
Personalbedarf
Der bisher ermittelte Personalbedarf für den Neubau der Kindertagesstätte „Pankratiusstraße“
erfolgte auf der Grundlage, dass diese Einrichtung als Außenstelle der Kindertagesstätte
„Hedwig-Dohm-Haus“ geführt wird.
Das „Hedwig-Dohm-Haus“ verfügt bereits über 106 Betreuungsplätze. Mit der
„Pankratiusstraße“ wird ein zusätzliches Platzangebot von weiteren 88 Betreuungsplätzen
geschaffen, sodass eine Leitungsstelle nach EG S 15 zu schaffen ist. Die stellvertretende
Leitung ist demnach nach EG S 13 auszuweisen. Zu Beginn der Planung ist von einer
geringeren Platzzahl ausgegangen worden. Eine Einrichtung mit fast 200 Betreuungsplätzen
kann nicht mit nur einer Leitung und einer Stellvertretung geführt werden.
Infolgedessen entfallen die geplanten Höherbewertungen für die Leitungen des Hedwig-Dohm-
Hauses. Die Einrichtung verfügt nach wie vor über ein Platzangebot von 106
Betreuungsplätzen. Somit ist die dort vorhandene Leitungsstelle nach EG S 16 TVöD und die
stellvertretende Leitungsstelle nach EG S 15 umzuwandeln.
Die Ausweisung der jeweiligen Leitungsstelle bzw. der stellvertretenden Leitung richtet sich in
einem ersten Schritt nach der vorgehaltenen Belegungszahl der jeweiligen Einrichtung. Die
tatsächliche Eingruppierung kann davon abweichen und richtet sich gem. Ziffer XXIV. der
Anlage 1 zum TVöD (Entgeltordnung VKA) nach der jeweils festzustellenden
Durchschnittsbelegung. Bei Veränderungen sind die Stellen dann im nächstmöglichen
Stellenplan entsprechend auszuweisen.
Der Personalbedarf in der Kindertagesstätte „Hedwig-Dohm-Haus“ bei einer Belegung von 3
Kindergartengruppen und 2 Hortgruppen beträgt nach wie vor insgesamt 10,60 VZÄ, incl. 1,00
VZÄ für die Leitung der Kita.
Der Personalbedarf in der Kindertagesstätte „Pankratiusstraße“ beträgt sodann bei einer
Belegung von 2 Krippengruppen und 3 Kindergartengruppen insgesamt 12,17 VZÄ, incl. 1,00
VZÄ für die Leitung der Kita.
Die Kosten für die notwendigen personalwirtschaftlichen Maßnahmen belaufen sich auf
insgesamt ca. 74.240,00 Euro und sind in einem möglichen Nachtragshaushalt 2018 sowie in
den Folgehaushaltsjahren zu etatisieren.
Baukosten - Mehrbedarf
Mit den Magistratsbeschlüssen Nr.2014/0211 vom 02.06.2014 und Nr. 2017/0352 vom
03.09.2014 wurde die Umsetzung der Neubaumaßnahme „ Kinder und Jugendzentrum
Martinsviertel“ auf dem städt. Grundstück Pankratiusstraße 14-18 beschlossen, wobei
5.200.000,00 Euro aus Städtebaufördermittel zur Sanierung des Martinsviertel angesetzt
wurden und weitere 340.000,00 Euro für Ausstattung aus dem Kernhaushalt finanziert
werden. Grundlage für die Bereitstellung der Fördermittel gem. Zuwendungsbescheid war die
Kostenberechnung aus 3/2015, die von der WI-Bank auf Plausibilität geprüft wurde. Nach
baufachlicher Prüfung durch die WI-Bank wurden per Bescheid zuwendungsfähige Kosten von
5.083.300,00 Euro ermittelt. In beiden Kostenermittlungen, die den o.g. Beschlüssen
zugrunde lagen, wurde kein Risikofaktor berücksichtigt.
- 5 -
…
Nach Abbruch des Bestands im Oktober 2015 wurde die Baumaßnahme im Mai 2016
begonnen und sollte bis zu den Sommerferien 2018 abgeschlossen werden.
Im Verlauf der Baumaßnahme wurden unvorhersehbare Maßnahmen notwendig. Die daraus
resultierenden Mehrkosten wurden versucht durch Einsparungen im Ausführungsstandard auf
zu fangen, wie z. B. Einbau einfacherer Akustikdecken oder der Ersatz von Fliesen durch
Kunststoffbeschichtungen etc.
Die noch anstehenden Ausschreibungen für Estrich, Bodenbelags- oder Malerarbeiten etc.
beinhalteten technisch notwendige Ausführungen, sodass eine Minderung der Qualität oder
Quantität nicht möglich ist.
Die Summe der Kosten für zusätzliche Maßnahmen in Höhe von 1.095.000,00 Euro übersteigt
bei weitem das aufgestellte Einsparpotential in Höhe von 417.000,00 Euro, sodass der
Differenzbetrag nachfinanziert werden muss.
Zusammenfassung der zusätzlichen Maßnahmen
Kgr 200 Herrichten 54.000,00
Zusätzl. Abbruchkosten Bestandsgebäude 54.000,00
Kgr 300 Baukonstruktion 434.500,00
Rohbau 312.500,00
Mehrkosten aufgrund Ausschre ibungsergebnis 72.000.-
Sicherung/Ertüchtigung angrenzender Bestand nach Abbruch 25.000. -
Erdarbeiten (Mehrmasse Bodenaustausch aufgrund 45.000.-
Anforderung Bodengutachter)
Änderung Kranstandort -Größerer Kranausleger 23.000.-
Zusätzliche Spundwand und Fundamentierung 20.000.-
Mehraufwand Einbau Fettabscheider und Rigole 27.500.-
Änd. Statik, zusätzl. Arbeiten, Unvorhersehbares 30.000.-
Baustromanschluss (noch strittig) 19.000.-
Mehraufwand Verfüllung Innenhof 15.000.-
Umbau Fahrzeugrampe 13.000.-
Verstärkung Befestigung Attikaelemente 10.000.-
Schutz und Sicherungsmaßnahmen für Dämmung und Sichtbeton 13.000.-
Dacharbeiten 27.000,00
Preisanpassung aufgrund Bauzeitverlängerung 11.500.-
Abdichtung Attikabefestigungselemente 9.500.-
Ertüchtigung Dach Bestand (Brandschutz) 8.000.-
Gerüstbauarbeiten, in Kostenber. Bestandteil der Rohbauarbeiten 59.500,00
Aufzug, Norm-Änderung 1.500,00
Malerarbeiten , Mehrkosten durch Einsparung Fliesen 9.000,00
Bodenbelagsarbeiten, Preissteigerung 25.000,00
…
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Kgr 400 Technische Anlagen 194.500,00
Sanitär + Heiz./Lüftung, Baupreissteigerung 19.500,00
Elektro + IT 175.000,00
Mehraufwand IT, 4.000.-
Mehrkosten aufgrund Ausschreibungsergebnis 78.000.-
Preissteigerung aufgrund Bauzeitverlängerung 31.000.-
Mehrkosten zusätzlicher gewünschter Leistungen (LED) 52.000.-
Kgr 500 Außenanlagen 161.000,00
Umschichtung von Leistungen 52.000-
Südl. Gebäudevorbereich 51.000.-
Östlicher Gebäudevorbereich, Haupteingang 15.000.-
Gewichtsoptimierung Schüttgüter 25.000.-
Lastverteilende Spielgerätefundamente 6.000.-
Baustellenlogistik 18.000.-
Kgr 700 Baunebenkosten 251.000,00
Zusätzliche Architekten und Ingenieurleistungen 140.000.-
Zusätzliche Gutachten-u. Beratungskosten 25.000.-
Allgemeine Baunebenkosten 76.000.-
Sonstige Baunebenkosten 10.000.-
Summe 1.095.000,00
Einsparungen
Abzügl. Einsparungen bei Ausschreibungsergebnissen - 121.000.-
Abzügl. Einsparmaßnahmen aufgrund der entstandenen Mehrkosten - - 126.000.-
Einsparung Mobiliar - 170.000.-
Zur Rundung + 2.000.-
- 415.000,00
Mehrkosten abzügl. Einsparungen 680.000,00
…
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Erläuterung der zusätzlichen Maßnahmen
Kgr 200 Herrichten
Bei den Abbrucharbeiten waren aufwendige Abfangmaßnahmen am benachbarten
Bestandsgebäude notwendig, ebenso Sicherungsarbeiten an den Dachanschlussflächen.
Die Schadstoffentsorgung von KMF und Asbest war umfangreicher als im Vorfeld erwartet.
Kgr 300 Baukonstruktion
Entsprechend den vorgesehenen Schnittstellen Neubau/Bestand waren in der
Kostenberechnung vom März 2015 und in der Leistungsbeschreibung keine Maßnahmen zur
Sicherung und Abdichtung des Bestandes vorgesehen, die teilweise auch erst nach Abbruch
der Bestandsgebäude ersichtlich wurden. Diese Leistungen sowie ergänzende Leistungen im
Bereich des Abbruchs in Höhe von ca. +25 T€ wurden zusätzlich durch den Auftragnehmer
Rohbau ausgeführt. Zudem musste das Schrägdach des Bestandsnachbarn brandschutz--
technisch ertüchtigt werden. rd. +10 T€
Es ist festzustellen, dass die oben aufgeführten Mehrkosten auf zum Zeitpunkt der
Kostenberechnung bzw. der Ausschreibung nicht bekannte Leistungen im Zusammenhang der
Erdarbeiten zurückzuführen sind. Da zum Zeitpunkt der Kostenberechnung (März 2015) das
Bodengutachten (August 2015) noch nicht vorlag, mussten hierzu vorerst Annahmen getroffen
werden. Auf Grundlage des Bodengutachtens musste das Gründungskonzept geändert werden
- mit erheblichen Massenverschiebungen und Mehrkosten gegenüber der Entwurfsplanung. Im
Zuge der Ausführung wurde zudem festgestellt, dass deutlich mehr Bodenaustausch
erforderlich wurde als zunächst gutachterlich angenommen - dies verursachte Mehrkosten von
rd. +45 T€. Darüber hinaus sind im Kostenanschlag rd. +20 T€ Mehrkosten für aufwendigere
Verbaumaßnahmen zum Aufstellen des Baukrans enthalten.
Die weiteren Kosten betreffen insbesondere Maßnahmen im Bereich des Innenhofs aufgrund
von Auflagen der Baugenehmigung zum Einbau der Rigole bzw. weitergehenden Anforderungen
des Bodengutachters, sowie nicht vorhersehbare Verbaumaßnahmen zum Einbau des
Fettabscheiders, die im Zuge des allgemein immensen Bodenaustauschs notwendig wurden.
Insgesamt führt dies zu zusätzlichen Leistungen in Höhe von +42,5 T€. Des Weiteren gibt es
Nachträge in Höhe von +42 T€ aufgrund des geänderten Kranstandorts und der Baustrom-
bereitstellung.
Aufgrund der vom Prüfingenieur geforderten zusätzlichen Befestigungslaschen der
Fassadenelemente wurden Mehraufwendungen im Zuge der Dacharbeiten zum Anarbeiten der
Dampfsperre, Wärmedämmung und Abdichtungsbahn in Höhe von rd. +10 T€ erforderlich.
Durch Änderungen im Bauablauf musste die bereits angebrachte Mineralwolledämmung vor
Witterung geschützt sowie oberflächenfertige Sichtbetonteile gesichert werden, rd. +13 T€.
- 8 -
…
Die Einsparmaßnahmen bei den Fliesenarbeiten ergeben bei den Malerarbeiten durch die
nicht berücksichtigten Ersatzmaßnahmen (Anstrich statt Fliesen) Mehrkosten von rd. +9 T€
Aufgrund raumakustischer Berechnungen müssen zusätzliche Absorberflächen in den Fluren
angebracht werden, welche mit rd. +20T€ veranschlagt werden.
Kgr 400 Technische Anlagen
Aufgrund der Baubeginnverzögerungen und Bauzeitverlängerung stiegen Personal- und
insbesondere die Materialkosten. Dadurch ergaben sich Kostensteigerungen in den technischen
Ausbaugewerken von insgesamt +46T€.
Die Verlegung der Blitzschutzableitungen hinter der Sichtbetonfassade erfordert zusätzliche
Maßnahmen in Höhe von + 12 T€.
Um die späteren Betriebskosten für elektrische Beleuchtung zu senken wurde entschieden,
dass gesamte Gebäude mit LED-Beleuchtung auszustatten. (+42 T€ / Anlage
Wirtschaftlichkeitsberechnung)
Kgr 500 Außenanlagen
Die Bestandteile der Freiraumplanung wie Oberflächenentwässerung, Fassadenrinnen, etc.
waren zum Zeitpunkt der Kostenschätzung noch im Gewerk Haustechnik enthalten und wurden
später den Außenanlagen zugeschlagen.
Darüber hinaus bezog sich die Kostenschätzung im Wesentlichen auf den Innenhof im 1. OG.
Im Fortlauf des Projektes kamen weitere kostenrelevante Zusatzleistungen hinzu:
Südlicher Gebäudevorbereich
Aufgrund der Anschlusshöhen des Gebäudes an den südlich angrenzenden Platz muss der
Gebäudevorbereich in diesem Teil höhentechnisch angepasst werden. Hier sind bis zu 70 cm
Höhendifferenz zu vermitteln.
Die erforderlichen Maßnahmen umfassen den Einbau von Sitzmauern, Treppen- und
Rampenanlage für einen barrierefreien Gebäudezugang, Pflasterflächen und Entwässerung
sowie Pflasteranpassungen im Bestand(Kosten +52 T€)
Östlicher Gebäudevorbereich/ Haupteingang
Im östlichen Vorbereich haben sich die Bearbeitungsflächen und Maßnahmen im
Planungsprozess erweitert. Während ursprünglich die 3 Bestandsbäume in die Vorfläche
einbezogen und angearbeitet werden sollten, konnten die Bäume u.a. aufgrund des
Baustellenuntergrundes nicht gehalten werden und die Fläche musste nach Fällung der Bäume
komplett bearbeitet werden (Bäume inkl. Ausbildung Kosten +15 T€).
…
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Einsatz gewichtsoptimierter Schüttgüter im Innenhof
In Folge der statischen Berechnung mussten Unterbaumaterialien gewichtsoptimiert werden.
Schüttgüter mit Einbaustärken bis 1,10 m führen zu Kostenmehrungen von ca. + 25 T€.
Spielgeräte-Gründung
Die Gründung der Spielgeräte musste ebenfalls auf die Statik der Garagendecke abgestimmt
werden (Lastenverteilung) Die Abweichung von einer Standardgründung führte zu Mehrkosten
von ca. +6 T€.
Baustellenlogistik
Die Bauabwicklung und Herstellung des Innenhofes auf Niveau des 1.OG mit kompletter
Umbauung stellt in diesem Projekt für den Gala-Bau eine besondere Herausforderung dar und
wird sich entsprechend in den Kosten niederschlagen.
Nach verschiedenen Modellbetrachtungen, läuft es nun darauf hinaus, dass das Gebäude
weitestgehend fertiggestellt wird und die Materialien per Kran eingehoben werden müssen
(Kosten ca. +18 T€).
Kgr 700 Baunebenkosten
Aufgrund zusätzlicher Planungsleistungen bei den beschriebenen Maßnahmen in der
KGr 500 entstehen zusätzliche Planungsleistungen +30T€.
Die Umstellung auf LED-Beleuchtung sowie die Verlegung aller elektrischen Leitungen unter
Sichtbeton erforderten eine aufwendige Leerrohrplanung (+60 T€).
Küchen- und Einrichtungsplanung sind nicht Teil der Architektenleistung und mussten separat
beauftragt werden.
Zusätzliche Leistungen im Bereich Sicherheits- und Gesundheitskoordination, Tragwerks-
planung, Vermessung und Brandschutzplanung ergeben +25 T€.
Unerwartet hohe Energiekosten ergaben sich beim Baubetrieb, nicht zuletzt auch aufgrund der
Bauzeitverlängerung sowie zusätzliche Genehmigungsgebühren +67 T€.
Weitere +10 T€ kostet der Einsatz eines Sicherheitsdienstes, um die Baustelle in den
Nachtstunden gegen Diebstahl zu sichern, da das Gebäude zu Beginn der TGA-Arbeiten noch
nicht abgeschlossen war.
…
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Baukosten , Finanzierung
Restmittel aus Fördermitteln „Sanierung Martinsviertel“ 300.000.-
Zuzügl. Risikofaktor 10 % auf noch nicht beauftragte Leistungen
180.000.-
Zuzügl. Risikofaktor 10 % auf noch nicht beauftragte Leistungen
180.000,-
Zu finanzieren
860.000,-
Zur Finanzierung stehen 300.000.- € auf der Kostenstelle
Auf der Kostenstelle 061-030-1000
„Sanierung Martinsviertel“ stehen zur Verfügung - 300.000,00 €
Zwischensumme 560.000,00 €
KGR Bezeichnung Kostengruppe
Kostenberechnung v.
09.2015
Aktueller
Kostenstand
beschlossen 5.200.000.-
Gefördert 5.083.300,-
KGR 100 Grundstück
0,00 € 0,00 €
KGR 200 Herrichten und Erschließen
114.827,18 € 170.154,79 €
KGR 300 Baukonstruktion
3.235.986,13 € 3.497.927,98 €
KGR 400 Technische Anlagen
855.978,22 € 1.050.306,29 €
KGR 500 Außenanlagen
157.961,40 € 319.000,00 €
Summe KGR 300/400/500
4.249.925,75 € 4.867.234,27 €
KGR 600 Summe KGR 600
89.247,07 € 15.000,00 €
Summe KGR 300-600
4.339.172,82 € 4.882.234,27 €
KGR 700 Baunebenkosten 300-500
746.000,00 € 997.000,00 €
Summe brutto ohne KGR 200
gem.
KoBe 5.085.172,82 € 5.879.234,27 €
zur Rundung
610,94 €
Gesamtkosten brutto KGR 200-700 5.200.000,00 € 6.050.000,00 €
KGR 600 Ausstattung Kita
230.000,00 € 115.000,00 €
KGR 600 Ausstattung Jugendzentrum
55.000,00 € 27.500,00 €
KGR 600 Ausstattung Schülerbetreuung 55.000,00 € 27.500,00 €
Ausstattung brutto
340.000,00 € 170.000,00 €
Schätzung/Berechnung/Anschlag 5.540.000,00 € 6.220.000,00 €
zur Verfügung 5.540.000,00 € 5.540.000,00 €
Mehrbedarf 0,00 € 680.000,00 €
Zuzüg. Risikofaktor 10 % auf noch
nicht beauftragte Leistungen 180.000,00 €
Zu finanzieren: 860.000,00 €
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Finanzierung aus dem Kernhaushalt
zu 75 % aus dem Jugendamt zugeteilten Mitteln (Haushaltsreste) - 420.000,00 €
zu 25 % aus dem Schulamt zugeteilten Mitteln und IDA - 140.000,00 €
…
Darmstadt, den 16.04.2018
65-11-01
Der Dezernent I Der Dezernent II
Jochen Partsch Rafael Reißer
Oberbürgermeister Bürgermeister
Der Dezernent IV Die Dezernentin V
André Schellenberg Barbara Akdeniz
Stadtkämmerer Stadträtin
anlage 4
224 Zeichen
Punkt 3: Kinder- und Jugendzentrum "Pankratiusstraße" (V-Nr. 2018/0119) Der Ausschuss empfiehlt der Stadtverordnetenversammlung, der Vorlage zuzustimmen. Gegenstimme: Fraktion UWIGA Stimmenthaltung: SPD-Fraktion
anlage 2
238 Zeichen
Punkt 5: Kinder- und Jugendzentrum "Pankratiusstraße" (V-Nr. 2018/0119) Der Ausschuss empfiehlt der Stadtverordnetenversammlung, der Vorlage zuzustimmen. Gegenstimme: Fraktion UWIGA Stimmenthaltung: Fraktionen SPD und Die Linke.
anlage 6
152 Zeichen
Punkt 9: Kinder- und Jugendzentrum "Pankratiusstraße" (V-Nr. 2018/0119) Der Vorlage wird zugestimmt. Gegenstimmen: UWIGA Stimmenthaltung: SPD
Beratungsverlauf (6)
Orte (1)
- Pankratiusstraße 14
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Details
- Vorlagen-Nr.
- 2018/0119
- Typ
- Magistratsvorlage
- Datum
- 16.04.2018
- Erstellt
- 29.09.2026 00:00