V/0163/2019
Verfahrensvorlage zur Durchführung des "Werkstattverfahren Bremer Platz"
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Anlage Werkstattverfahren Übersicht.docx
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Werkstattverfahren Übersicht Anlage zur V/0163/2019
Beschlussvorlage
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V/0163/2019 V/0163/2019 Öffentliche Beschlussvorlage Betrifft Verfahrensvorlage zur Durchführung des "Werkstattverfahren Bremer Platz" Beratungsfolge 12.03.2019 Bezirksvertretung Münster-Mitte Entscheidung Beschlussvorschlag: I. Sachentscheidung: 1. In Vorbereitung der Um- und Neugestaltung des Bremer Platz wird die Verwaltung beauftragt, kurzfristig ein extern moderiertes Werkstattverfahren unter Beteiligung der Öffentlichkeit durchzuführen. 2. Es wird zur Kenntnis genommen, dass zum Abschluss des Werkstattverfahrens ein Vorent- wurf empfohlen werden soll, der als Grundlage für einen Planungsbeschluss dient. 3. Dem Ablauf des Verfahrens und der Besetzung des Werkstattbeirates wird zugestimmt. 4. Es wird zur Kenntnis genommen, dass die gesamte Zeitschiene so ausgelegt ist, dass die Grünanlage unmittelbar nach Fertigstellung der Straßenflächen „Bremer Platz“ hergerichtet werden kann. II. Finanzielle Auswirkungen: Mit der Durchführung des Werkstattverfahrens sind folgende finanzielle Auswirkungen verbunden: Teilergebnisplan Nr. Bezeichnung Haush.- jahr Betrag € Bemerkungen Produktgruppe 1301 Grün- und Freiflächen Zeile 02 Zuwendungen und allge- meine Umlagen 2019 49.980 Zuwendung vom Land Zeile 13 Aufwendungen für Sach- und Dienstleistungen 2019 158.30 0 Davon 60.000 € Ermächtigungs- übertragungen aus 2018 Saldo 108.320 Amt für Grünflächen, Umwelt und Nachhaltigkeit 12.02.2019 Ihr/e Ansprechpartner/in: Herr Determann Telefon: 492 67 40 Determann@stadt- muenster.de - 2 - V/0163/2019 Die zur Finanzierung des Werkstattverfahrens erforderlichen Ermächtigungen betragen insgesamt 158.300€. Sie sind i. H. v. 15.000 € im Haushaltsplan 2019 in der Produktgruppe 1301 „Grün- und Freiflächen“ veranschlagt. Der darüber hinaus gehende Finanzierungsbedarf wird durch Ermächti- gungsübertragungen aus 2018 (60.000 €) und im Wege der flexiblen Haushaltsführung gemäß § 9 der Haushaltssatzung aus den Mitteln der Landesförderung (49.980) bereitgestellt bzw. im Budget der Produktgruppe 1301 „Grün- und Freiflächen“ aufgefangen (33.320 €). Begründung: Ausgangslage Seit der Umwandlung des Busbahnhofs in die Grünanlage Bremer Platz Anfang der 1990er Jahre hat sich die Nutzung der Grünfläche stark gewandelt und intensiviert. Der Neubau eines östlichen Bahn- hofsgebäudes durch die Landmarken AG wird das Umfeld der Grünanlage in den kommenden Jahren weiter verändern. Durch diese Veränderungen wird eine Überarbeitung der Parkanlage unter Berüc k- sichtigung einer Vielzahl an Nutzungs- und Gestaltungsanforderungen notwendig. Eine Vielzahl an Interessenvertretern zeugen von der Komplexität der Aufgabe, den Bremer Platz zu einer urbanen Grünfläche zu entwickeln. Daher soll eine transparente und bürgernahe Planungswerkstatt durchg e- führt werden. Verfahrensbeschreibung Die Planungswerkstatt soll sich durch eine umfängliche Bürgerbeteiligung auszeichnen. Ziel des Ve r- fahrens ist es, unter Beteiligung aller Betroffenen, Planungsideen für den Bremer Platz zu entwickeln. Durch den Ablauf in drei Phasen, erhalten die Bürger zwischendurch Einblicke in die Arbeit der beauf- tragten Landschaftsarchitekten und können nützliche Hinweise geben. Die Planungswerkstatt wird durch ein externes Büro begleitet. Ihm obliegt die Vorbereitung, Organisa- tion, Moderation und Dokumentation des Verfahre ns. Die externe Begleitung der Planungswerkstatt garantiert einen neutralen und unvoreingenommenen Umgang mit der Gesamtsituation. Die verschie- denen Interessensgruppen am Bremer Platz werden z.T. mit ihren Meinungen polarisieren, so dass immer wieder eine ruhige und den Prozess leitende Moderation wichtig sein wird. Im Werkstattverfahren selber werden drei Landschaftsarchitekturbüros im Rahmen einer Mehrfac h- beauftragung zeitgleich Konzepte für den Bremer Platz entwerfen. Es sollen Ideen und Konzepte e r- arbeitet werden, wie der Bremer Platz für die verschiedenen Nutzergruppen zu einer attraktiven und nutzbaren Grünfläche entwickelt werden kann. Hier können z.B. die Zonierung oder die Beleuchtung der Fläche ein wichtiges Gestaltungsmittel werden. Der Werkstattbeirat, bestehend aus politischen Vertretern, Vertretern der Stadtverwaltung sowie wei- teren fachkundigen Vertretern, wird am Ende des Verfahrens ein Planungsbüro mit dessen Gesta l- tungsidee zur Umsetzung empfehlen. Der Werkstattbeirat begleitet das gesamte Verfahren und muss für seine Empfehlung sämtliche Anregungen der Interessentenvertreter abwägen. Zusammensetzung des Werkstattbeirates politische Vertretung: Parteien der Bezirksvertretung Münster-Mitte: ( 5 Personen) - CDU, SPD, Bündnis 90/Die Grünen/GAL, FDP, Die Linke fachliche Vertretung: (6 Personen) - Prof. Petra Rau (Planungsbezogene Soziologie, Hochschule Westfalen-Lippe) - Prof. Rainer Sachse (Landschaftsarchitekt, scape, Düsseldorf, Hochschule für Wirtschaft und Umwelt Nürtingen-Geisenheim) - Carsten Paul (Landschaftsarchitekt, nts, Münster) - Dezernent für Planungs- und Baukoordination (III/1) - Amtsleitung Amt für Stadtentwicklung/-planung, Verkehrsplanung (Amt 61) - Amtsleitung Sozialamt (Amt 50) - Amtsleitung Amt für Grünflächen, Umwelt und Nachhaltigkeit (Amt 67) - 3 - V/0163/2019 Um möglichst viele Anregungen zu erhalten, sollen mit Hilfe der digitalen Medien neben den Vor -Ort- Veranstaltungen zusätzliche Bürgerinnen und Bürger angesprochen werden. Es ist eine transparente Information zum gesamten Verfahren im Rahmen der Öffentlichkeitsarbeit auch in den digitalen M e- dien geplant. Das Werkstattverfahren soll innerhalb eines relativ engen Zeitablaufes durchgeführt werden, um das Interesse und das Engagement der Bürger auf diesen Zeitraum zu konzent rieren. Ziel ist es , inner- halb dieser Zeit Konzepte zur weiteren Planung des Bremer Platzes vorliegen zu haben. Das Ergeb- nis soll zeitnah bis zur Baureife weiter entwickelt werden, damit eine Realisierung im direkten A n- schluss an die Fertigstellung des angrenzenden Straßenraumes der Bremer Straße erfolgen kann. Die drei Phasen des Werkstattverfahrens sind wie folgt geplant: Phase 1 am 17.06.2019 ab ca. 13.30 Uhr: Damit die Planer entsprechende Informationen aller Interessenvertreter erhalten, finden zu Beg inn der Planungswerkstatt zwei Veranstaltungen statt. Im Rahmen eines Kolloquiums können die Lan d- schaftsarchitekten Fragen an die institutionellen Vertreter stellen, bzw. tragen diese ihre Belange vor. Institutionelle Vertreter sind z.B. die Ordnungsbehörden, die Träger sozialer Einrichtungen oder die Deutsche Bahn. Im Rahmen der Arbeit des Quartiersmanagement werden im Vorfeld hier bereits zielorientiert Schwerpunktthemen ermittelt. In einer zweiten , direkt anschließenden Veranstaltung kommen die Bürger z u Wort. In offenen Di s- kussionsrunden haben die Landschaftsarchitekten die Möglichkeit direkt mit den Anliegern zu reden und sich hier weitere Informationen zu holen. Zu den Anliegern gehören neben den Anwohnern u.a. auch, Bahnreisende oder Taxifahrer. Es f olgt eine erste Bearbeitungsphase durch die Landschaftsar- chitekten, in der sie ihre ersten Konzepte und Ideen entwickeln. Phase 2 am 05.09.2019 ab ca. 17.30 Uhr: Im Rahmen einer öffentlichen Zwischenpräsentation stellen die Landschaftsarchitekten ihre Konzepte vor. In dieser Phase soll ein Arbeitsstand aus Ideen und Konzepten mit einfachen Skizzen vorgestellt werden. Anschließend sollen diese mit den zukünftigen Nutzern diskutiert werden. Dabei haben alle Nutzergruppen die Möglichkeit, gezielt Hinweise zu d en ersten Ideen der Landschaftsarchitekten a b- zugeben. Diese werden in einer zweiten Phase durch die Landschaftsarchitekten eingearbeitet, bevor die öffentliche Endpräsentation erfolgt. Phase 3 am 28.10.2019 ab ca. 17.30 Uhr: Zur Endpräsentation sind wieder alle Interessierten eingeladen, um sich die verschiedenen Konzepte und Ideen der Landschaftsarchitekten erläutern zu lassen und zu diskutieren. Im Anschluss wird der Werkstattbeirat e inen der drei Vore ntwürfe zur weiteren Bearbeitung empfe h- len (Termin am 29.10.2019 morgens). Bei Bedarf können hier auch weitere Hinweise und Empfe h- lungen für die Umsetzung gegeben werden. Eine Entscheidung über die Realisierung des empfohlenen Entwurfs für die Grünanlage Bremer Platz wird in der Bezirksvertretung Münster-Mitte erfolgen. i.V. gez. Peck Stadtrat Anlagen - Anlage A - Übersichtsblatt Werkstattverfahren
Anlage A
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Anlage A zur V/0163/2019 Kurzüberblick Die Verfahrensvorlage beinhaltet den formalen Ablauf des Werkstattverfahrens zur Neugestaltung des Bremer Platz. Durch ein moderiertes dreistufiges Beteiligungsverfahren sollen möglichst alle Akteure der Stadt- gesellschaft an der Entwicklung eines Grünflächenkonzeptes für die Grünanlage Bremer Platz beteiligt werden. Die Ergebnisfindung soll transparent und nachvollziehbar sein. Ziele/Teilziele/Zielerreichung Mit der Vorlage werden folgende Ziele verfolgt: Wir werden Münster zu einer Stadt mit höchster Lebens- und Erlebnisqualität weiterentwi- ckeln: mit hoher Umwelt- und Naturqualität mit breitem Freizeit- und Sportangebot mit hohem Wohnwert, Familienfreundlichkeit und sozialer Balance in der Stadtgesellschaft Wir werden Münster auf der Basis unserer Geschichte und des Prinzips von „Toleranz durch Dialog“ zu einer weltoffenen Stadt weiterentwickeln Die Zielerreichung erfolgt mit Erlangung eines Planungsbeschlusses, voraussichtlich im 1. Quartal 2020. Finanzierung Produktgruppe: 1301 Grün- und Freiflächen Auswirkungen auf den Ergebnisplan X Ja Nein Auswirkungen auf den Finanzplan Ja X Nein Im beschlossenen Haushaltsplan 2019 enthalten? Ja Nein X teilw. Belastungen in zukünftigen HH-Jahren? Ja X Nein Bereits veranschlagt? Ja X Nein Die Kosten für das Werkstattverfahren betragen 158.300 €, die im Haushaltsplan bereit gestellt sind. Die Maßnahme wird durch das Land NRW mit 49.980 € gefördert. Pflichtigkeitsgrad Die Maßnahme/Leistung ist vollständig pflichtig überwiegend pflichtig überwiegend freiwillig X vollständig frei- willig Unmittelbare, grundsätzliche Relevanz für Querschnittsthemen (Demographie, Gleichstellung, Inklusion, Klimaschutz, Migration) Der Bremer Platz ist ein Treffpunkt für vielfältige Bevölkerungsgruppen Münsters. Durch das Werkstattverfahren sollen sämtliche Bevölkerungsgruppen beteiligt werden. Der Bremer Platz beeinflusst als grüne Mitte das Klima des angrenzenden Stadtteils.
Beratungsverlauf (1)
Beschluss: einstimmig beschlossen
Zur SitzungOrte (2)
- Bremer Platz
- Bremer Straße
Ortsbezüge werden automatisch aus den Dokumenten ermittelt und können unvollständig sein.
Details
- Aktenzeichen
- V/0163/2019
- Typ
- Vorlagen
- Datum
- 15.02.2019
- Erstellt
- 06.10.2020 14:37