AN/0781/2018
Flächen für neue weiterführende Schulen ausweisen – Schulbaunotstand wirksam angehen
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SPD Antrag nach § 3
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Frau Oberbürgermeisterin Henriette Reker Historisches Rathaus SPD-Fraktion im Rat der Stadt Köln Rathaus, Spanischer Bau 50667 Köln fon 0221. 221 259 50 fax 0221. 221 246 57 mail fraktion@koelnspd.de web www.koelnspd.de Eingang beim Büro der Oberbürgermeisterin: 17.05.2018 AN/0781/2018 Antrag gem. § 3 der Geschäftsordnung des Rates Gremium Datum der Sitzung Rat 07.06.2018 Flächen für neue weiterführende Schulen ausweisen – Schulbaunotstand wirksam angehen Sehr geehrte Frau Oberbürgermeisterin, die SPD-Fraktion bittet Sie, folgenden Antrag in die Tagesordnung der Ratssit- zung am 07.06.2018 aufzunehmen: Ausgangslage: Kölner Eltern und vor allem Schülerinnen und Schüler müssen derzeit in Köln mit vielen Schwierigkeiten rund um das Thema Schule umgehen. Der Schulbaunot- stand bedeutet: überfüllte Klassen, vollere Schulen, längere Schulwege und in vielen Fällen auch keinen Schulplatz an der gewünschten Schulform. Die Bezirksregierung und der Schulträger bemühen sich nach Kräften um eine gerechte und wohnortnahe Zuweisung von Schulplätzen. Jedoch mussten in die- sem Jahre trotz zwei neuer Gesamtschulen wieder 960 Kinder eine Ablehnung der von ihnen gewählten Schulform Gesamtschule hinnehmen. Deshalb braucht Köln dringend neue Gesamtschulen. Darüber hinaus bringt die geplante Wiedereinführung des 9jährigen Gymnasiums neue Flächenbedarfe mit sich. Die Verwaltung hat bereits erste Lösungsansätze aufgezeigt und prüft insbesondere, wo bestehende Schulen erweitert werden können. Auch die Überlegungen zu neuen erforderlichen Schulstandorten werden derzeit konkretisiert. Beschluss: - 2 - 1. Der Rat beauftragt die Verwaltung bis zur Sitzung des Rates am 18.12.2018 einen fachübergreifend abgestimmten Vorschlag mit baureifen Grundstücken zur Errichtung von 5 neuen Gesamtschulen und 5 neuen Gymnasien vorzulegen, auf denen kurzfristig Schulgebäude realisiert werden können. 2. Dort, wo es möglich ist, soll die Verwaltung bereits parallel zum laufenden Abstimmungsprozess mit der Vorbereitung der entsprechenden Planungs- beschlüsse beginnen, um für den Schulbau wertvolle Zeit einzusparen. 3. Die Verwaltung wird beauftragt, im Rahmen der Neuorganisation der Ge- bäudewirtschaft dafür zu sorgen, dass der Bereich der Schulbauten eine organisatorische wie personelle Priorisierung erfährt. Die verwaltungsin- ternen Prozesse aller Ämter, die am Schulbau beteiligt sind, sind so zu or- ganisieren, dass die Verfahren an allen Schnittstellen Vorrang haben, da- mit die Priorisierung auch wirksam wird. Begründung: Die Probleme im Kölner Schulbau lassen sich in zwei wesentlichen Bereichen ver- orten: fehlende Verfügbarkeit von Flächen für neue Schulbauten Umsetzungsstau bei den Neu- und Erweiterungsbauten für Schulen auf bereits identifizierten Flächen auf Grund der Personalnot und der noch ausstehenden Neuorganisation der Gebäudewirtschaft Um im erforderlichen Umfang neue Schulplätze zu schaffen, reicht eine immer stärkere Ausweitung bestehender Standorte nicht aus. Es müssen vielmehr drin- gend neue Flächen identifiziert und „baureif“ gemacht werden. Insbesondere für Gesamtschulen müssen Flächen von entsprechender Größe für einen mindestens vierzügigen Schulbau benannt werden. Bereits in den Jahren 2013 / 2014 hat es einen Prozess zur Identifizierung neuer Flächen für den Schulbau gegeben. Vor dem Hintergrund der aktuellen Entwick- lung in Köln hat sich die Bedarfslage deutlich verschärft. Sowohl die stetig stei- genden Bevölkerungs- und Schülerzahlen als auch die anstehende Umwandlung des Schulsystems von G8 zu G9 an Gymnasien führt zu einer erheblichen Anzahl zusätzlich erforderlicher Schulgebäude. Auf Grund der Flächenkonkurrenz auf dem sich verdichtenden Stadtgebiet und dem immer noch nicht vorhandenen strategischen Flächenmanagement, ist hier eine konsequente Suche und Benennung von Grundstücken dringend erforder- lich. Gerade auch wegen des erheblichen Drucks auf dem Wohnungsmarkt ist eine Verzahnung der Planungen unerlässlich. Hierbei ist entscheidend, dass - 3 - Stadtverwaltung, Politik und Stadtgesellschaft so zusammenwirken, dass nicht von vorneherein rein interessengeleitete Gründe eine weitere Prüfung bestimm- ter Grundstücke ausschließen. Die SPD-Fraktion fordert seit geraumer Zeit eine Gesamtstrategie der Stadtver- waltung für den Schulbau. Hierzu gehört insbesondere, dass der Schulbau in der Gebäudewirtschaft eine Priorisierung erhält. Dies gilt sowohl für die interne Neu- strukturierung der Gebäudewirtschaft als auch für den vorrangigen Einsatz von Personal für den Schulbau. Die Planungs- und Umsetzungsverfahren für große Schulbauten dauern in Köln schlichtweg zu lang. Der Schulbau muss daher in der Zusammenarbeit der Ge- bäudewirtschaft mit anderen Ämtern eine hohe Priorität erhalten. Es ist dringend erforderlich, dass der Baudezernent die bestehenden Strukturen in diesem Sinne nutzt und die Bauprozesse entsprechend organisiert. Mit freundlichen Grüßen gez. Dr. Barbara Lübbecke SPD-Fraktionsgeschäftsführerin
Beratungsverlauf (1)
Details
- Aktenzeichen
- AN/0781/2018
- Typ
- SPD Antrag nach § 3
- Datum
- 17.05.2018
- Erstellt
- 17.05.2018 11:50