3028/2018
AN/1294/2018 Reichsbürger in Köln
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Beantwortung einer Anfrage (Ausschuss)
4216 Zeichen
Die Oberbürgermeisterin Dezernat, Dienststelle I/11/113 AN/1294/2018 Vorlagen-Nummer 14.09.2018 3028/2018 Beantwortung einer Anfrage nach § 4 der Geschäftsordnung öffentlicher Teil Gremium Datum Ausschuss Allgemeine Verwaltung und Rechtsfragen / Vergabe / Internationales 17.09.2018 Reichsbürger in Köln, AN/1294/2018, Anfrage Ratsgruppe BUNT Die Ratsgruppe BUNT hat für die Sitzung des Ausschusses für Allgemeine Verwaltung und Rechts- fragen / Vergabe / Internationales am 17.09.2018 die als Anlage angefügte Anfrage AN 1294/2018 gestellt. Es wurde um Beantwortung folgender Fragen gebeten: 1. Welche neuen Kenntnisse über Probleme mit „Reichsbürgern“ usw. in Köln hat die Stadtverwaltung seit der Antwort (Vorlagen-Nr.: 2091/2017)? 2. Wurden diese Kenntnisse an das MIK weitergeleitet? Welche Maßnahmen erfolgten daraufhin? 3. Hat die Stadtverwaltung Kenntnisse über Ordnungswidrigkeiten von „Reichsbürgern“ usw. in Köln? Wenn ja, bitte je Fall nach Ort, Datum und Art der Ordnungswidrigkeit auflisten. zu 1: Auf die Beantwortung der entsprechenden Anfrage aus dem Vorjahr (Vorlagen-Nummer 2091/2017) wird verwiesen. Unverändert werden die bei der Verwaltung bekannt gewordenen Vorfälle mit sog. Reichsbürgerinnen und Reichsbürgern (u.a. auch Selbstverwalter genannt) statistisch erfasst und an das für Verfassungsschutz zuständige Referat beim Innenministerium NRW sowie an den polizeili- chen Staatsschutz gemeldet. Diese Meldung erfolgt unter restriktiver Beachtung der jeweils gültigen Verfahrensvorgaben des Lan- desinnenministeriums NRW. Anknüpfend an die letztjährig bereitgestellte Statistik haben sich die gemeldeten Verdachtsfälle wie folgt entwickelt: 09/2017: 7 Verdachtsmeldungen 10/2017: 12 Verdachtsmeldungen 11/2017: 6 Verdachtsmeldungen 12/2017: 1 Verdachtsmeldungen 01/2018: 5 Verdachtsmeldungen 02/2018: 4 Verdachtsmeldungen 03/2018: 7 Verdachtsmeldungen 04/2018: 5 Verdachtsmeldungen 05/2018: 6 Verdachtsmeldungen 06/2018: 6 Verdachtsmeldungen 2 07/2018: 2 Verdachtsmeldungen 08/2018: 2 Verdachtsmeldungen Unverändert handelt es sich bei den v.g. Verdachtsmeldungen regelmäßig um verschriftlichte Ein- wände gegen Maßnahmen der Vollstreckung durch die Kämmerei bzw. Feststellung auf Nichtbeste- hen der Deutschen Staatsangehörigkeit respektive Interventionen gegen ordnungsbehördliche Maß- nahmen. Diese sind im szenetypischen Duktus gehalten und sprechen regelmäßig der Bundesrepub- lik Deutschland sowie der Stadt Köln und ihrer handelnden Akteure die Legitimität zum hoheitlichen Handeln ab. zu 2 Ja, siehe Beantwortung zu 1. Welche konkreten Maßnahmen im Einzelfall aus diesen Meldungen erwachsen, entzieht sich der Kenntnisnahme der Stadt Köln, da Polizei und Verfassungsschutz in- nerhalb des eigenen Zuständigkeitsbereichs autark agieren. Sofern von dort vereinzelt Unterlagen bzw. ergänzenden Informationen zu Verdachtsfällen angefragt wurden, hatte dies zumeist den Hintergrund, dass der Entzug etwaig ausgestellter waffenrechtlicher Genehmigungen geprüft worden ist. Zu den diesbezüglichen Ergebnissen liegen der Stadt Köln je- doch keine Erkenntnisse vor. zu 3: Allgemeine Ordnungswidrigkeitsverfahren werden bei den Fachämtern nicht separat danach ge- schlüsselt, ob die involvierten Akteure dem Personenkreis der Reichsbürger zuzurechnen sind. Eine auswertbare Gesamtaufstellung von Ordnungswidrigkeiten, die durch Reichbürger begangen worden sind, existiert daher nicht. Sofern ein gewisser Bezug zur v.g. Szene erkennbar wird, erfolgt außerhalb des eigentlich zu Grunde liegenden Sachverhalts die unter Punkt 1 beschriebene zentrale Sachverhaltsmeldung an die hierfür bei 11/Personal und Verwaltungsmanagement vorgehaltene Stelle. Aus der greifbaren Datenlage zu den unter Ziffer 1 benannten Verdachtsmeldungen lassen sich als exemplarische Betätigungsfelder ordnungswidrigen Verhaltens u.a. nennen: Intervention gegen die Ahndung bagatellhafter Verkehrsordnungswidrigkeiten (z.B. Falschparken oder Übertretung der zugelassenen Höchstgeschwindigkeit) Intervention gegen die amtlich verfügte Auflage, ein Fahrtenbuch zu führen Gez. Dr. Keller
Beratungsverlauf (1)
Beschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- 3028/2018
- Typ
- Beantwortung einer Anfrage (Ausschuss)
- Datum
- 14.09.2018
- Erstellt
- 12.09.2018 09:08