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3098/2022

Aufhebung eines Beschlusses aus der Sitzung der Bezirksvertretung Chorweiler vom 04.11.2021

Beschlussvorlage Bezirksvertretung 03.11.2022

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Nächste Beratung: Bezirksvertretung 6 (Chorweiler), Sitzung am 17.11.2022, TOP 9.1.1

211104 Resulution Kreuzfeld Nov 21 (2)

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Beschlussvorlage Bezirksvertretung

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211104 Resulution Kreuzfeld Nov 21 (2)

7369 Zeichen

Kreuzfeld ein „Neuer Stadtteil“ im Kölner Norden 
 
Die Bezirksvertretung möchte mit dieser Resolution den bisherigen Prozess, den Verlauf des 
Verfahrens und die bisher bekannten Planungen konst ruktiv und kritisch begleiten. Als 
Bemühen Fehlplanungen entgegen zu wirken sollte die  Meinungsäußerung der 
Bezirksvertretung Chorweiler verstanden werden.   
 
Vorab stellt die Bezirksvertretung Chorweiler fest,  dass sie nicht gegen Wohnungsbau im 
Kölner Norden ist. Den Menschen in Köln und auch de n Menschen, die nach Köln ziehen 
möchten, sollte ein Angebot gemacht werden um ausre ichenden Wohnraum zu erhalten. 
Feststellen möchten wir aber auch, dass ein „Neuer Stadtteil“ die Bedürfnisse der Menschen 
erfüllen muss die bereits hier leben und der Mensch en, die neu nach Köln kommen werden. 
Ein „Neuer Stadtteil“ muss die Lebensqualität aller Menschen verbessern. 
 
Kreuzfeld schlummert seit Jahrzehnten durch Ideen u nd Planungen im Kölner Norden. Seit 
einigen Jahren wird die Idee des „Neuen Stadtteils“  wieder enorm forciert. Die Planungen 
der neunziger Jahre wurden komplett verworfen und mit vielen Erklärungen und Hoffnungen 
wurde eine neue bürgergerechte Entwicklung und Planung in Aussicht gestellt.  
In einem aufwendigen Verfahren - dass leider schon mit einer sehr geringen Einbindung der 
Bürger erfolgte - wurde ein Leitbild für den „Neuen  Stadtteil“ erarbeitet. Dieses Leitbild 
sollte ein grundlegender Baustein werden. In mehrer en Expertenrunden wurden Ideen und 
Wünsche diskutiert. Diese wurden dann den Bürgern d es Kölner Nordens in einer 
Veranstaltung vorgestellt und die Bürger hatten dan n 3 Stunden Zeit sich den Ideen zu 
nähern und Ihre Meinung, Wünsche und Kritik zu äuße rn. So endete die Bürgerbeteiligung 
für den Leitbildprozess. 
 
Danach übernahm das Stadtplanungsamt den Prozess zu r weiteren Planung von Kreuzfeld. 
Mit dem Leitbild ausgestattet wurde ein neues Verfa hren an den Start gebracht, um eine 
Moderation zwischen Bürgern, Politik, Verwaltung, Experten und Planern zu installieren. 
Es wurden sechs Planungsbüros beauftragt Ihre Ideen  zu Kreuzfeld zu entwickeln, diesen 
wurde das Leitbild zur Verfügung gestellt, um die W ünsche und Bedürfnisse an den „Neuen 
Stadtteil“ zu verdeutlichen. Zusätzlich lieferte di e Verwaltung einige weitere 
Rahmenbedingungen, die zu erfüllen waren. So ausges tattet legten die Planungsbüros los. In 
einem Kommunikationsprozess mit der Verwaltung und dem Expertengremium, das am 
Ende entscheiden soll, welches der beste Vorschlag ist, entwickelten die Planungsbüros ihre 
Ideen. Um vorher noch ein paar Ideen der Bürger ein zubinden wurde eine „Digitale Safari“ 
ins Leben gerufen. Die daraus entstandenen Entwürfe  wurden dann an einem Samstag auf 
dem Wochenmarkt in Chorweiler, der interessierten B evölkerung präsentiert. So endete die 
Bürgerbeteiligung für diesen Teilabschnitt. An dies er Stelle soll daran erinnert werden dass 
wir über einen komplett neuen Ort reden, nicht über  die Erweiterung eines Neubaugebietes 
oder ähnliches, es geht um eine Entscheidung für die Zukunft und Ewigkeit. 
 
Wichtige Rahmenbedingungen, die auch durch die Bezi rksvertretung immer wieder 
angemahnt wurden, werden eher nebenher behandelt. H ierbei ist der Ausbau und die 
Anbindung des Blumenbergwegs an die A57 zu nennen. Eine Maßnahme, die vor jeglicher 
Baumaßnahme erfolgen muss, denn wie soll sonst ein solches Großvorhaben umgesetzt 
werden. Von Aussagen und Stellungnahmen der Verwalt ung ist nur zu entnehmen, dass

wahrscheinlich mit einem parallelen Ausbau des Blum enbergwegs, zur Erstellung des 
„Neuen Stadtteils“ zu rechnen ist. 
 
Ein weiterer Aspekt, der bei den Planungsvorschläge n nicht wirklich ersichtlich wird, ist die 
Situation um den S-Bahnhof Blumenberg. Zum einen bi etet der Haltepunkt ein enormes 
Potential, aber eine wirkliche Idee, wie mit dem Ba hnhof umgegangen werden soll findet 
sich leider nirgendwo wieder. Ist dies gegebenenfal ls mit einer fehlenden Kommunikation 
mit der Deutschen Bahn zu erklären, bzw. wie gewill t ist die Deutsch Bahn an einer 
Umgestaltung teilzunehmen. Wir kritisieren, dass in  den Planungsvorschlägen nicht zu 
erkennen ist, dass der Bahnhof als verbindendes Ele ment zwischen Blumenberg und 
Kreuzfeld konzipiert wird. Hier geht die Verwunderu ng der Bezirksvertretung weiter, bei der 
Entwicklung des Leitbildes Kreuzfeld wurde das Plan ungsgebiet erweitert, so dass es direkt 
an die bestehende Bebauung von Blumenberg anschließ t. Die Idee dabei war, ein urbanes 
Zentrum zu schaffen mit Einzelhandel, Gastronomie, Dienstleistungen und einer 
Begegnungsstätte. Keiner der Entwürfe greift das au f. Weiterhin ist die Mercatorstraße eine 
unüberwindbare Grenze, die die beiden Stadtteile tr ennt. Warum wird nicht über eine große 
verbindende Brücke nachgedacht die ein Zentrum schafft? 
 
Der nächste zu nennende Aspekt, der in den Entwürfe n sehr fragwürdig bis gar nicht 
umgesetzt wird, ist der Bildungscampus. Mit einem g ut konzipierten Bildungscampus wäre 
es möglich den Kölner Norden weiter zu entwickeln. Hierzu fehlen aber Ideen die 
Synergieeffekte aufgreifen und Bildung bündeln. Hie r kann man mit einer Mensa für alle 
Schulen agieren und mit einer Bündelung von Sportei nrichtungen die durch alle Schulen 
genutzt werden. Studentisches Wohnen ist in keinem der Entwürfe wiederzufinden. Hier 
muss entsprechend nachgebessert werden. 
Im Bereich des Wohnens wird auch Abschied von Einfa milienhäusern, Reihenhäusern und 
Mehrgenerationenhäusern genommen, mit der Begründun g diese Art des Bauens sei zu 
flächenintensiv. Aber gerade junge Familien suchen bewusst nach dieser Art der Bebauung. 
Aber nicht nur junge Familien suchen entsprechende Wohnformen, 
Mehrgenerationenwohnen ist auch in solchen Wohnform en gut umsetzbar. Entsprechende 
Konzepte müssen in eine Planung für Kreuzfeld aufge nommen werden. Über das Thema 
Generationsübergreifend ist auch eine entsprechende  Ärztliche Versorgung im „Neuen 
Stadtbezirk“ abzubilden, auch ist dieses leider nic ht Ansatzweise wiederzufinden, eine 
Platzierung eines Ärztezentrums oder einer Tagesklink sucht man vergebens. 
 
Eine weitere Problematik, die die Entwürfe mit sich  bringen ist eine gelungene Idee zur 
Umsetzung des innerörtlichen Verkehrs mit Anbindung  an den überörtlichen Verkehr. 
Radwege und die Idee alles mit dem Lastenrad zu erl edigen sind großstädtische Ansätze, 
doch in ländlicher Struktur kann dieses schon zum P roblem werden. Denn Entsprechende 
Versorgungseinrichtungen in direkter Umgebung finde n sich leider nicht. Die Ideen der 
ÖPNV Umsetzung sind Utopisch, wenn man die Diskussionen mit der KVB kennt um Buslinien 
zu erweitern, bzw. auch das der On Demand Bus als E rprobungsprojekt nicht annähernd im 
Stadtbezirk getestet wird. Natürlich kann man sagen , dass ist aber die Zukunft, aber wir 
konzipieren heute einen Ort, der Probleme von geste rn lösen muss und in der Zukunft noch 
nicht angekommen ist.  
 
Die Bezirksvertretung Chorweiler erwartet in diesen  Punkten entsprechende Vorschläge und 
Ideen, die einen lebenswerten Stadtteil hervorbringen, der eine attraktive Ergänzung für den

Kölner Norden darstellt, der Probleme, die der Stad tbezirk leider hat, löst und einen 
positiven Imagegewinn für Köln liefert. Es gibt vie le ungenutzte Möglichkeiten, sie müssen 
nur angedacht werden.

Beschlussvorlage Bezirksvertretung

1888 Zeichen

Dezernat, Dienststelle  
I/02/02-6 
 
Vorlagen-Nummer 
 3098/2022 
Freigabedatum 
  
Beschlussvorlage zur Behandlung in öffentlicher Sitzung 
Betreff 
Aufhebung eines Beschlusses aus der Sitzung der Bezirksvertretung Chorweiler vom 04.11.2021
  
Beschlussorgan 
Bezirksvertretung 6 (Chorweiler) 
Gremium Datum 
 
Beschluss: 
 
1. Die Bezirksvertretung Chorweiler hebt den in der Sitzung am 04.11.2021 zum Thema Kreuzfeld 
gefassten Beschluss (vgl. Vorlage 2397/2022) aus formalen Gründen auf.   
 
2. Die Bezirksvertretung Chorweiler beschließt erneut die als Anlage 1 beigefügte Resolution 
„Kreuzfeld – ein „Neuer Stadtteil“ im Kölner Norden“.  
 
 
Bezirksvertretung 6 (Chorweiler) 17.11.2022

2 
Haushaltsmäßige Auswirkungen 
 Nein 
Auswirkungen auf den Klimaschutz 
 
  Nein    
  Ja, positiv (Erläuterung siehe Begründung)  
  Ja, negativ (Erläuterung siehe Begründung)  
 
 
Begründung: 
 
Wie in der Beschlussvorlage 2397/2022 zur Korrektur der Niederschrift zur Sitzung der Bezirksvertretung 
Chorweiler am 04.11.2021 erläutert, wurde im Verlauf dieser Sitzung über eine Erweiterung der Tages-
ordnung diskutiert und der Dringlichkeit eines mündlich eingebrachten Antrags zum Thema Kreuzfeld 
zugestimmt, der später als Dringlichkeitsantrag mehrheitlich beschlossen wurde.  
Eine Erweiterung der Tagesordnung während der Sitzung entspricht nicht den Vorgaben der Geschäfts-
ordnung des Rates und der Bezirksvertretungen der Stadt Köln, § 12 Geschäftsordnung in Verbindung 
mit § 48 Absatz 1 Gemeindeordnung NRW. Da der Beschluss zu dem Dringlichkeitsantrag unter Verstoß 
gegen Verfahrensvorschriften zustande gekommen ist, ist er aufzuheben.  
 
Inhaltlich handelte es sich bei dem Dringlichkeitsantrag um eine Resolution, d.h. eine Positionierung der 
Bezirksvertretung zum Thema Kreuzfeld. Es steht der Bezirksvertretung frei, diese erneut zu beschlie-
ßen (Beschlusspunkt 2).

Beratungsverlauf (1)

17.11.2022 Bezirksvertretung 6 (Chorweiler)
TOP 9.1.1 Entscheidung Entscheidung

Beschluss: geändert beschlossen

Zur Sitzung

Details

Aktenzeichen
3098/2022
Typ
Beschlussvorlage Bezirksvertretung
Datum
03.11.2022
Erstellt
20.09.2022 13:13