3098/2022
Aufhebung eines Beschlusses aus der Sitzung der Bezirksvertretung Chorweiler vom 04.11.2021
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211104 Resulution Kreuzfeld Nov 21 (2)
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Kreuzfeld ein „Neuer Stadtteil“ im Kölner Norden Die Bezirksvertretung möchte mit dieser Resolution den bisherigen Prozess, den Verlauf des Verfahrens und die bisher bekannten Planungen konst ruktiv und kritisch begleiten. Als Bemühen Fehlplanungen entgegen zu wirken sollte die Meinungsäußerung der Bezirksvertretung Chorweiler verstanden werden. Vorab stellt die Bezirksvertretung Chorweiler fest, dass sie nicht gegen Wohnungsbau im Kölner Norden ist. Den Menschen in Köln und auch de n Menschen, die nach Köln ziehen möchten, sollte ein Angebot gemacht werden um ausre ichenden Wohnraum zu erhalten. Feststellen möchten wir aber auch, dass ein „Neuer Stadtteil“ die Bedürfnisse der Menschen erfüllen muss die bereits hier leben und der Mensch en, die neu nach Köln kommen werden. Ein „Neuer Stadtteil“ muss die Lebensqualität aller Menschen verbessern. Kreuzfeld schlummert seit Jahrzehnten durch Ideen u nd Planungen im Kölner Norden. Seit einigen Jahren wird die Idee des „Neuen Stadtteils“ wieder enorm forciert. Die Planungen der neunziger Jahre wurden komplett verworfen und mit vielen Erklärungen und Hoffnungen wurde eine neue bürgergerechte Entwicklung und Planung in Aussicht gestellt. In einem aufwendigen Verfahren - dass leider schon mit einer sehr geringen Einbindung der Bürger erfolgte - wurde ein Leitbild für den „Neuen Stadtteil“ erarbeitet. Dieses Leitbild sollte ein grundlegender Baustein werden. In mehrer en Expertenrunden wurden Ideen und Wünsche diskutiert. Diese wurden dann den Bürgern d es Kölner Nordens in einer Veranstaltung vorgestellt und die Bürger hatten dan n 3 Stunden Zeit sich den Ideen zu nähern und Ihre Meinung, Wünsche und Kritik zu äuße rn. So endete die Bürgerbeteiligung für den Leitbildprozess. Danach übernahm das Stadtplanungsamt den Prozess zu r weiteren Planung von Kreuzfeld. Mit dem Leitbild ausgestattet wurde ein neues Verfa hren an den Start gebracht, um eine Moderation zwischen Bürgern, Politik, Verwaltung, Experten und Planern zu installieren. Es wurden sechs Planungsbüros beauftragt Ihre Ideen zu Kreuzfeld zu entwickeln, diesen wurde das Leitbild zur Verfügung gestellt, um die W ünsche und Bedürfnisse an den „Neuen Stadtteil“ zu verdeutlichen. Zusätzlich lieferte di e Verwaltung einige weitere Rahmenbedingungen, die zu erfüllen waren. So ausges tattet legten die Planungsbüros los. In einem Kommunikationsprozess mit der Verwaltung und dem Expertengremium, das am Ende entscheiden soll, welches der beste Vorschlag ist, entwickelten die Planungsbüros ihre Ideen. Um vorher noch ein paar Ideen der Bürger ein zubinden wurde eine „Digitale Safari“ ins Leben gerufen. Die daraus entstandenen Entwürfe wurden dann an einem Samstag auf dem Wochenmarkt in Chorweiler, der interessierten B evölkerung präsentiert. So endete die Bürgerbeteiligung für diesen Teilabschnitt. An dies er Stelle soll daran erinnert werden dass wir über einen komplett neuen Ort reden, nicht über die Erweiterung eines Neubaugebietes oder ähnliches, es geht um eine Entscheidung für die Zukunft und Ewigkeit. Wichtige Rahmenbedingungen, die auch durch die Bezi rksvertretung immer wieder angemahnt wurden, werden eher nebenher behandelt. H ierbei ist der Ausbau und die Anbindung des Blumenbergwegs an die A57 zu nennen. Eine Maßnahme, die vor jeglicher Baumaßnahme erfolgen muss, denn wie soll sonst ein solches Großvorhaben umgesetzt werden. Von Aussagen und Stellungnahmen der Verwalt ung ist nur zu entnehmen, dass wahrscheinlich mit einem parallelen Ausbau des Blum enbergwegs, zur Erstellung des „Neuen Stadtteils“ zu rechnen ist. Ein weiterer Aspekt, der bei den Planungsvorschläge n nicht wirklich ersichtlich wird, ist die Situation um den S-Bahnhof Blumenberg. Zum einen bi etet der Haltepunkt ein enormes Potential, aber eine wirkliche Idee, wie mit dem Ba hnhof umgegangen werden soll findet sich leider nirgendwo wieder. Ist dies gegebenenfal ls mit einer fehlenden Kommunikation mit der Deutschen Bahn zu erklären, bzw. wie gewill t ist die Deutsch Bahn an einer Umgestaltung teilzunehmen. Wir kritisieren, dass in den Planungsvorschlägen nicht zu erkennen ist, dass der Bahnhof als verbindendes Ele ment zwischen Blumenberg und Kreuzfeld konzipiert wird. Hier geht die Verwunderu ng der Bezirksvertretung weiter, bei der Entwicklung des Leitbildes Kreuzfeld wurde das Plan ungsgebiet erweitert, so dass es direkt an die bestehende Bebauung von Blumenberg anschließ t. Die Idee dabei war, ein urbanes Zentrum zu schaffen mit Einzelhandel, Gastronomie, Dienstleistungen und einer Begegnungsstätte. Keiner der Entwürfe greift das au f. Weiterhin ist die Mercatorstraße eine unüberwindbare Grenze, die die beiden Stadtteile tr ennt. Warum wird nicht über eine große verbindende Brücke nachgedacht die ein Zentrum schafft? Der nächste zu nennende Aspekt, der in den Entwürfe n sehr fragwürdig bis gar nicht umgesetzt wird, ist der Bildungscampus. Mit einem g ut konzipierten Bildungscampus wäre es möglich den Kölner Norden weiter zu entwickeln. Hierzu fehlen aber Ideen die Synergieeffekte aufgreifen und Bildung bündeln. Hie r kann man mit einer Mensa für alle Schulen agieren und mit einer Bündelung von Sportei nrichtungen die durch alle Schulen genutzt werden. Studentisches Wohnen ist in keinem der Entwürfe wiederzufinden. Hier muss entsprechend nachgebessert werden. Im Bereich des Wohnens wird auch Abschied von Einfa milienhäusern, Reihenhäusern und Mehrgenerationenhäusern genommen, mit der Begründun g diese Art des Bauens sei zu flächenintensiv. Aber gerade junge Familien suchen bewusst nach dieser Art der Bebauung. Aber nicht nur junge Familien suchen entsprechende Wohnformen, Mehrgenerationenwohnen ist auch in solchen Wohnform en gut umsetzbar. Entsprechende Konzepte müssen in eine Planung für Kreuzfeld aufge nommen werden. Über das Thema Generationsübergreifend ist auch eine entsprechende Ärztliche Versorgung im „Neuen Stadtbezirk“ abzubilden, auch ist dieses leider nic ht Ansatzweise wiederzufinden, eine Platzierung eines Ärztezentrums oder einer Tagesklink sucht man vergebens. Eine weitere Problematik, die die Entwürfe mit sich bringen ist eine gelungene Idee zur Umsetzung des innerörtlichen Verkehrs mit Anbindung an den überörtlichen Verkehr. Radwege und die Idee alles mit dem Lastenrad zu erl edigen sind großstädtische Ansätze, doch in ländlicher Struktur kann dieses schon zum P roblem werden. Denn Entsprechende Versorgungseinrichtungen in direkter Umgebung finde n sich leider nicht. Die Ideen der ÖPNV Umsetzung sind Utopisch, wenn man die Diskussionen mit der KVB kennt um Buslinien zu erweitern, bzw. auch das der On Demand Bus als E rprobungsprojekt nicht annähernd im Stadtbezirk getestet wird. Natürlich kann man sagen , dass ist aber die Zukunft, aber wir konzipieren heute einen Ort, der Probleme von geste rn lösen muss und in der Zukunft noch nicht angekommen ist. Die Bezirksvertretung Chorweiler erwartet in diesen Punkten entsprechende Vorschläge und Ideen, die einen lebenswerten Stadtteil hervorbringen, der eine attraktive Ergänzung für den Kölner Norden darstellt, der Probleme, die der Stad tbezirk leider hat, löst und einen positiven Imagegewinn für Köln liefert. Es gibt vie le ungenutzte Möglichkeiten, sie müssen nur angedacht werden.
Beschlussvorlage Bezirksvertretung
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Dezernat, Dienststelle I/02/02-6 Vorlagen-Nummer 3098/2022 Freigabedatum Beschlussvorlage zur Behandlung in öffentlicher Sitzung Betreff Aufhebung eines Beschlusses aus der Sitzung der Bezirksvertretung Chorweiler vom 04.11.2021 Beschlussorgan Bezirksvertretung 6 (Chorweiler) Gremium Datum Beschluss: 1. Die Bezirksvertretung Chorweiler hebt den in der Sitzung am 04.11.2021 zum Thema Kreuzfeld gefassten Beschluss (vgl. Vorlage 2397/2022) aus formalen Gründen auf. 2. Die Bezirksvertretung Chorweiler beschließt erneut die als Anlage 1 beigefügte Resolution „Kreuzfeld – ein „Neuer Stadtteil“ im Kölner Norden“. Bezirksvertretung 6 (Chorweiler) 17.11.2022 2 Haushaltsmäßige Auswirkungen Nein Auswirkungen auf den Klimaschutz Nein Ja, positiv (Erläuterung siehe Begründung) Ja, negativ (Erläuterung siehe Begründung) Begründung: Wie in der Beschlussvorlage 2397/2022 zur Korrektur der Niederschrift zur Sitzung der Bezirksvertretung Chorweiler am 04.11.2021 erläutert, wurde im Verlauf dieser Sitzung über eine Erweiterung der Tages- ordnung diskutiert und der Dringlichkeit eines mündlich eingebrachten Antrags zum Thema Kreuzfeld zugestimmt, der später als Dringlichkeitsantrag mehrheitlich beschlossen wurde. Eine Erweiterung der Tagesordnung während der Sitzung entspricht nicht den Vorgaben der Geschäfts- ordnung des Rates und der Bezirksvertretungen der Stadt Köln, § 12 Geschäftsordnung in Verbindung mit § 48 Absatz 1 Gemeindeordnung NRW. Da der Beschluss zu dem Dringlichkeitsantrag unter Verstoß gegen Verfahrensvorschriften zustande gekommen ist, ist er aufzuheben. Inhaltlich handelte es sich bei dem Dringlichkeitsantrag um eine Resolution, d.h. eine Positionierung der Bezirksvertretung zum Thema Kreuzfeld. Es steht der Bezirksvertretung frei, diese erneut zu beschlie- ßen (Beschlusspunkt 2).
Beratungsverlauf (1)
Beschluss: geändert beschlossen
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- 3098/2022
- Typ
- Beschlussvorlage Bezirksvertretung
- Datum
- 03.11.2022
- Erstellt
- 20.09.2022 13:13