AN/0045/2025
Haushaltssatzung der Stadt Köln für die Haushaltsjahre 2025/2026 einschließ-lich mittelfristiger Finanzplanung bis 2029 – hier: Köln bleibt sozial! – Kürzun-gen zurücknehmen, soziale Strukturen erhalten und gesellschaftlichen Zu-sammenhalt stärken
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SPD Änderungsantrag nach § 13
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An den Vorsitzenden des Jugendhilfeausschusses Herrn Dr. Heinen Frau Oberbürgermeisterin Henriette Reker SPD-Fraktion im Rat der Stadt Köln Rathaus, Spanischer Bau 50667 Köln fon 0221. 221 259 50 fax 0221. 221 246 57 mail fraktion@koelnspd.de web www.koelnspd.de Eingang beim Amt der Oberbürgermeisterin: 16.01.2025 AN/0045/2025 Änderungs- bzw. Zusatzantrag gem. § 13 der Geschäftsordnung des Rates Gremium Datum der Sitzung Jugendhilfeausschuss 17.01.2025 Haushaltssatzung der Stadt Köln für die Haushaltsjahre 2025/2026 einschließlich mittelfristiger Finanzplanung bis 2029 – hier: Köln bleibt sozial! – Kürzungen zurücknehmen, soziale Strukturen erhalten und gesellschaftlichen Zusammenhalt stärken Sehr geehrte Frau Oberbürgermeisterin, sehr geehrter Dr. Heinen, die SPD-Fraktion bittet Sie, folgenden Änderungsantrag in die Tagesordnung der Sondersitzung des Jugendhilfeausschusses am 17.01.2025 aufzunehmen: Beschluss: Der Jugendhilfeausschuss empfiehlt dem Rat, die Verwaltung zu beauftragen, den Beschlussvorschlag der Verwaltung zur Haushaltssatzung für die Jahre 2025/2026 wie folgt zu ändern und zu ergänzen, soweit die nachfolgend zur Veränderung bean- tragten Positionen nicht bereits durch verwaltungsinterne Veränderungen erledigt sind: 1. Die von der Stadtverwaltung geplanten Kürzungen im Bereich der „Kinder-, Jugend- und Familienhilfe“ werden vollständig zurückgenommen. Beispielhaft betrifft dies folgende gravierende Kürzungen: Aktivitäten der Jugendverbände, Betreuung auslän- disches Kind (HA-Hilfe), Ferienhilfswerk/Stadtranderholung, freie Jugendhilfe(Global- mittel), Maßnahmen der Jugendberufshilfe Ferienspielaktionen, Zuschuss Jugendhil- femaßnahmen Zuwanderung u. Flüchtlinge, Sportorientierte Jugendarbeit, Sexualauf- klärung, Maßnahmen a. d. Kinder- u. Jugendförderung, Förderung von Kindern und Jugendlichen mit Teilleistungsstörungen. - 2 - 2. Die Gegenfinanzierung erfolgt entsprechend dem Vorschlag der SPD-Fraktion im ÄA- Antrag (Punkt 3) zur Haushaltssatzung in der Sitzung des Finanzausschusses (Haus- halt) am 17.01.2025. Begründung: Köln muss sozial bleiben! Die im Haushaltsentwurf geplanten Sparmaßnahmen in der sozialen Infrastruktur gefährden den Zusammenhalt unserer Stadt. Sie führen nicht nur mittelfristig zu erhöhtem sozialen Unterstützungsbedarf, sondern verursa- chen langfristig deutlich höhere Folgekosten für Stadt und Gesellschaft. Auskömm- lich finanzierte soziale Hilfsstrukturen sind das Fundament einer gerechten und de- mokratischen Gemeinschaft – sie bieten Unterstützung für Menschen, die Hilfe benö- tigen, und eröffnen Chancen für junge Menschen, denen der Zugang zu Bildung und Teilhabe sonst verwehrt bleibt. Gleichzeitig stabilisieren sie die Gesellschaft insge- samt, indem sie verhindern, dass aus Armut und Perspektivlosigkeit soziale Konflikte und im schlimmsten Fall Gewalt entstehen. Kürzungen in diesen Bereichen sind da- her ein fataler Fehler: Was heute vermeintlich gespart wird, zahlt die Stadtgemein- schaft morgen mit einem hohen Preis. Deshalb muss ein Haushaltsentwurf abgelehnt werden, in dem Sozialpolitik mit dem Rotstift gemacht wird. Besonders drastisch wären die Auswirkungen der geplanten Kürzungen im Bereich der Kinder- und Jugendhilfe. Die im Haushaltsentwurf vorgesehenen Kürzungen ge- fährden Qualität und Fortbestand zahlreicher Angebote, die jungen Menschen Orien- tierung und Perspektiven bieten. Der Haushaltsentwurf 2025/2026 verfolgt eine kurzsichtige Sparpolitik, die den ge- sellschaftlichen Zusammenhalt untergräbt und soziale Ungleichheiten verschärft. Präventive Leistungen abzubauen bedeutet, soziale Krisen in die Zukunft zu ver- schieben – und sie später zu einem deutlich höheren Preis zu bezahlen. Wir setzen uns daher für eine gerechte und nachhaltige Finanzierung der sozialen Strukturen ein, um die Lebensqualität aller Kölner*innen zu sichern und unsere Stadt zukunftsfähig zu gestalten. Ein Haushalt, der soziale, kulturelle und integrative Ange- bote stärkt statt schwächt, ist notwendig, um Köln als lebenswerte Stadt für alle zu erhalten. Mit freundlichen Grüßen gez. Thomas Breustedt SPD-Fraktionsgeschäftsführer
Beratungsverlauf (1)
Beschluss: endgültig abgelehnt
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- AN/0045/2025
- Typ
- SPD Änderungsantrag nach § 13
- Datum
- 16.01.2025
- Erstellt
- 16.01.2025 10:39