2905/2017
Unfallgefahr zum neuen Schuljahr durch Elterntaxis
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Anlage 2 - Unfälle mit Kinderbeteiligung 2007 bis 2016
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11 Verunglückte Kinder Verunglückte Kinder plus 4 (+1,1%) zum Vorjahr Verkehrsunfallentwicklung 2016 11 Verkehrsbeteiligung der Unfallverursacher mot. Zweiräder 2 PKW 199 Busse 11 LKW 72 Rad Fahrende 69 zu Fuß Gehende 72 472 393 401 377 363 373 371 344 371 375 67 50 60 53 56 63 51 48 48 46 2 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 50 100 150 200 250 300 350 400 450 500 Jahr 2007 Jahr 2008 Jahr 2009 Jahr 2010 Jahr 2011 Jahr 2012 Jahr 2013 Jahr 2014 Jahr 2015 Jahr 2016 Verunglückte Kinder im Stadtgebiet Köln davon schwerverletzt davon tödlich verunglückt
Beantwortung einer Anfrage (Ausschuss)
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Die Oberbürgermeisterin Dezernat, Dienststelle VIII/66/660/1 Vorlagen-Nummer 09.10.2017 2905/2017 Beantwortung einer Anfrage nach § 4 der Geschäftsordnung öffentlicher Teil Gremium Datum Verkehrsausschuss 10.10.2017 Unfallgefahr zum neuen Schuljahr durch Elterntaxis Anfrage der Piratengruppe aus der Sitzung des Verkehrsausschusses am 05.09.2017, AN/1173/2017 Die Piratengruppe im Verkehrsausschuss bittet um die Beantwortung folgender Fragen zu Schulweg- unfällen im Stadtgebiet der Stadt Köln: Frage 1: „Ist ein ähnlich gelagertes Modellprojekt mit Straßensperrungen wie in Hannover in Köln möglich, und wenn ja, welche Kölner Schulen kämen in Frage?“ Antwort der Verwaltung: Die Stadt Köln richtet bereits seit Jahren „Kiss-and-Ride-Parkplätze“ im Umfeld von Schulen ein, um den Hol- und Bringverkehr im unmittelbaren Schulumfeld zu entspannen. In Abstimmung mit der Mon- tessorischule „Am Pistorhof“ wurde beispielsweise schon vor Jahren ein „Kiss-and-Ride-Parkplatz“ auf der Rochusstraße eingerichtet (Anlage 1). Geplant war, dass Eltern hier ihre Kinder absetzen und diese dann in Gehweggruppen – analog zum „Walking Bus“ – zur Schule gebracht werden. Dieses Projekt in Verbindung mit dem eingerichteten Parkplatz und dem „Bus auf Beinen“ wurde auf Initiative der Montessorischule ins Leben gerufen. Generell ist bei Kiss-and-Ride-Parkplätzen problematisch, dass diese Parkplätze nicht angenommen werden, sofern sie zu weit von der Schule entfernt sind oder aber von „Fremdparkern“ genutzt wer- den, sofern sie sich in einem Gebiet mit hohem Parkdruck befinden. Ein Modell, bei dem Straßen eigens gesperrt werden sollen, ist nicht vorgesehen. Frage 2: „Plant die Stadt Köln die Ausweitung des Projektes „Walking Bus“ auf andere Stadtteile?“ Antwort der Verwaltung: Die Stadt Köln hat eine Informationsschrift zum Thema „Walking Bus“ bzw. „Bus auf Beinen“ ins Le- ben gerufen. Sie informiert ebenfalls auf ihrer Internetseite über das Thema. Die eigentliche Initiative zur Gründung eines „Busses auf Beinen“ erfolgt aber über engagierte Eltern – die Verwaltung bietet lediglich ihre Unterstützung bzw. Informationen zum Thema an. Die Schulweggemeinschaft „Walking Bus“ in Rodenkirchen ist somit kein Verkehrssicherheitsprojekt der Stadt Köln. Frage 3: „Auf welchen Schulwegen im Stadtgebiet Köln kommt es häufiger zu Unfällen?“ 2 Antwort der Verwaltung: Im Kölner Stadtgebiet ereigneten sich im Jahr 2016 insgesamt 42.778 Verkehrsunfälle, davon waren 62 Verkehrsunfälle den Schulwegunfällen zuzuordnen. Seit dem Jahr 2008 wurde kein Kind im Stra- ßenverkehr getötet (Anlage 2), die Zahl der bei Schulwegunfällen schwer verletzten Kinder bewegt sich seit Jahren um fünf Personen. Der Begriff der „schwer verletzten Personen“ geht dabei nicht zwingend davon aus, dass Lebensgefahr besteht, sondern bezeichnet einen Menschen, der an einem Unfall beteiligt war und mindestens eine Nacht im Krankenhaus verbrachte. Die Zahl der Schulwegunfälle mit schweren Folgen bewegt sich seit Jahren auf einem niedrigen Ni- veau (Anlage 3). Die Unfälle mit Leichtverletzten sind im Vergleich der Jahre 2015 und 2016 tatsäch- lich gestiegen. Der hohe Anstiegs-Prozentsatz von 41,46% erklärt sich aber dadurch, dass der Aus- gangswert des Jahres 2015 auf einem niedrigen Wert angesiedelt war und jeder auch noch so gerin- ge Anstieg eine hohe prozentuale Steigerung nach sich zieht. Da das Unfallgeschehen auf dem Schulweg im Kölner Stadtgebiet generell sehr gering ausfiel, waren selbst auf langen, verkehrsreichen Straßen mit hohen Verkehrsmengen und Fußgängerzahlen nur wenige Schulwegunfälle zu verzeichnen. Bei der Betrachtung mehrerer Jahre konnten daher nur für die Aachener Straße (Verlauf), die Frankfurter Straße (Verlauf), die Vogelsanger Straße (Verlauf) und die Neusser Straße (Verlauf) einige Schulwegunfälle festgestellt werden. Von Unfallhäufungen kann daher im Zusammenhang mit Schulwegunfällen nicht die Rede sein. Örtlichkeiten Schulwegunfälle Örtlichkeiten Schulwegunfälle Anzahl von VU Jahr Straße 1 Straße 2 2013 2014 2015 2016 1. HJ 2017 Gesamt- ergebnis Aachener Straße im Verlauf 2 1 1 4 Bunzlauer Straße 1 1 Melatengürtel 1 1 Aachener Straße Ergebnis 3 2 1 6 Frankfurter Straße im Verlauf 2 2 AS Stadtautobahn 1 1 2 Kaiserstraße 1 1 Frankfurter Straße Ergebnis 2 1 2 5 Vorgebirgstraße im Verlauf 1 1 2 Breniger Straße 1 1 Volksgartenstraße 1 1 Vorgebirgstraße Ergebnis 2 2 4 Neusser Straße im Verlauf 1 1 1 3 Kapuzinerstraße 1 1 Neusser Straße Ergebnis 1 1 1 1 4 Gesamtergebnis 8 4 2 4 1 19 Quelle: Excel DirV Stand: 19.09.2017 Frage 4: „Welche zusätzliche Maßnahmen werden in Köln zukünftig ergriffen, um die Zahl der Unfälle rund um Kölner Schulen zu senken?“ Antwort der Verwaltung: Die Stadt Köln forderte in der Zeit vom 29. August 2017 bis zum 04. September 2017 mit dem Plakat 3 „Wir sind wieder unterwegs“, das eigens für den Schulstart entwickelt und im letzten Jahr neu aufge- legt wurde, zur besonderen Rücksichtnahme auf die Schulkinder auf (Anlage 4). Das Motiv wurde über die Mega-Light-Anlagen im Stadtgebiet verbreitet. Das städtische Verkehrsleitsystem rief die Autofahrerinnen und Autofahrer über seine Anlagen am Tag des Schulbeginns zusätzlich zur beson- deren Aufmerksamkeit auf. Damit die Akzeptanz der Geschwindigkeitsbeschränkungen vor Schulen erhöht wurde, wurden 14 Tage lang vor insgesamt neun Schulen Geschwindigkeitsmessanlagen installiert. Die Anlagen wur- den dabei jeweils am Straßenrand an vorhandenen Lichtmasten montiert und ermittelten die Ge- schwindigkeiten vorbeifahrender Fahrzeuge. Die gefahrene Geschwindigkeit wurde dem Fahrer dabei mittels einer LED-Anzeige unmittelbar angezeigt. Verstöße wegen zu schnellen Fahrens wurden nicht geahndet. Die Anzeige diente vielmehr dazu, die Fahrerin oder den Fahrer auf mögliche Geschwin- digkeitsüberschreitungen aufmerksam zu machen und sie oder ihn auf diese Weise zu sensibilisieren. Die Anlagen wurden in der Nähe der folgenden Schulen installiert. GGS (Gemeinschaftsgrundschule) Zwirnerstraße (Altstadt-Süd) Standort: Annostraße; GGS Godorfer Straße (Immendorf); GGS Bres- lauer Straße (Weiden); GGS/KGS (Katholische Grundschule) Nußbaumerstraße (Ehrenfeld), GGS Neusser Str. (Weidenpesch); GGS Merianstraße (Chorweiler) Standort: Weichselring; GGS Humbold- tstraße (Porz); GGS Europaring (Neubrück) und GGS/KGS Alte Wipperfürther Straße (Mülheim). Am 30. und 31. August 2017 wurden an neun Kölner Grundschulen die Eltern der „I-Dötzchen“ zum Thema „Schulweg“ befragt. An dieser Befragung waren Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stadt Köln und der Polizei Köln beteiligt. Dabei hatten die Eltern der Schulneulinge die Gelegenheit, die nach ihrer Ansicht gefährlichen Bereiche auf dem Schulweg ihrer Kinder zu benennen und Verbesse- rungsvorschläge zu machen. Anhand der Fragebögen wird den Sorgen und Anregungen der Eltern nachgegangen. Anschließend erhalten die beteiligten Schulen eine Nachricht über das Ergebnis der Überprüfungen. Die zeitaufwändigen Untersuchungen des Schulumfeldes laufen derzeit. Laufend werden weiterhin die Verkehrssicherheitskampagnen „Toter Winkel“ und „Köln steht bei Rot“ in Schulen angeboten. Die Schulen sind auch in jedem Jahr aufgerufen, sich am Verkehrssicher- heitsquiz zu den wichtigen Regeln für Radfahrende zu beteiligen. Der Ordnungs- und Verkehrsdienst der Stadt Köln beteiligt sich mit der Überwachung des ruhenden und des fließenden Verkehrs an dem Maßnahmenpaket zur Schulwegsicherung. Autofahrende sollen dafür sensibilisiert werden, dass Kinder als schwächste Verkehrsteilnehmende besonderer Aufmerk- samkeit und Rücksicht bedürfen. Vor Einrichtungen wie Schulen und Kindergärten gilt in den meisten Fällen eine zulässige Höchstge- schwindigkeit von 30 Kilometern in der Stunde, um das Unfallrisiko durch zu schnelles Fahren zu senken. Zahlreiche Autofahrende unterschätzen diese Gefahr leichtfertig und überschreiten die zu- lässige Höchstgeschwindigkeit erheblich. Der städtische Verkehrsdienst kontrolliert insbesondere an Schulen und Kindergärten, um eine ange- passte Fahrweise zu erreichen. Neben der Geschwindigkeitsüberwachung durch stationäre Messan- lagen („Starenkästen“) nehmen die Mitarbeiter mit sieben Fahrzeugen an täglich mehrfach wechseln- den Schulstandorten auch mobile Tempokontrollen vor. Dies geschieht in enger Abstimmung mit der Polizei Köln. Nach der Schwerpunktaktion von Schulbeginn bis Mitte September 2017 werden die Kontrollen in Schulnähe im Rahmen der regelmäßig stattfindenden Tempomessungen im Stadtgebiet fortgesetzt. Abgesehen von nicht angepasster Geschwindigkeit sind Schulkinder auf ihrem Weg zur Schule und auf dem Rückweg vor allem gefährdet, weil sie im Straßenverkehr durch falsch geparkte Fahrzeuge nicht oder zu spät wahrgenommen werden. Vor Schulen sind in der Regel Halteverbotszonen einge- richtet, damit die Übersicht für vorbeifahrende Autofahrer gewahrt bleibt. Wer hier mit seinem Auto hält oder parkt, setzt die Schulkinder unübersichtlichen und gefährlichen Situationen aus. Dies gilt auch für die Eltern, die ihre Kinder „nur mal eben“ direkt vor der Schule aus dem Auto ausstei- gen lassen. Zeitdruck ist kein Grund, die Kinder unnötigen Gefahren auszusetzen. Der Verkehrsdienst 4 kontrolliert diese Situationen verstärkt und geht konsequent gegen Parksünder vor. Falschparkende, die die Übersicht im Straßenverkehr beeinträchtigen, Bushaltestellen, Zebrastreifen oder Fußgängerüberwe- ge zuparken und damit vor allem Schulkinder gefährden, müssen verstärkt mit Verwarn- oder Bußgeldern rechnen. Neben diesen Überwachungen stehen die verkehrslenkenden Dienststellen in ständigem Austausch, um potentielle Gefahrenquellen frühzeitig zu entdecken und gegenzusteuern. Durch die Polizei Köln wird in den Stadtgebieten Köln und Leverkusen und im Zuständigkeitsbereich der Autobahn eine Vielzahl von Verkehrsüberwachungsmaßnahmen durchgeführt. Dazu zählen beispiels- weise Geschwindigkeits- und Fahrradkontrollen. In vielen Kindergärten und Schulen werden Präventi- onsarbeiten – wie die Verkehrserziehung zum richtigen Verhalten im Straßenverkehr – seit vielen Jahren erfolgreich durchgeführt. In weiterführenden Schulen werden Jugendliche und junge Erwachsene für die Gefahren im Straßenverkehr sensibilisiert. Dazu gibt es umfangreiche Aktionen: - die Durchführung der landweisen Präventionskampagne „Crash Kurs“ - die Verkehrserziehung in Kindertagesstätten und Schulen mit praktischen Übungen - das Präsentieren von „Schockvideos“ nach Gurt und Geschwindigkeitsverstößen - die Durchführung von Rotlichtaktionen (vorwiegend an KVB-Haltestellen). Auch für andere Altersgruppen – wie Senioren – werden umfangreiche Präventionsmaßnahmen angebo- ten. Frage 5: „Gibt es auch straßenbauliche Ursachen für den Anstieg der Unfälle rund um Kölner Schulen?“ Antwort der Verwaltung: Straßenbauliche Maßnahmen im Umfeld von Schulen werden zur Erhöhung der Verkehrssicherheit der Schülerinnen und Schüler durchgeführt; ursächlich für Unfallgeschehen sind sie daher nicht. Die Polizei erklärte zu dieser Frage, dass die Verkehrsinfrastruktur ständig dahingehend überprüft wird, ob Verbesserungsmöglichkeiten zur Steigerung der Verkehrssicherheit für alle Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer möglich sind. Dazu werden in regelmäßigen Abständen Verkehrsschauen – be- sonders im Nahbereich von Kindergärten und Schulen – durchgeführt. Anlagen: 4 Gez. Blome
Anlage 3 - Schulwegunfälle 2013 bis 01. HJ 2017
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Polizeipräsidium Köln Direktion Verkehr FüSt 4 - 61.01.07 SB: Hoppe 25.09.2017 Unfallauswertung Gesamtübersicht alle VU Anzahl VU-Gesamt VU Gesamt 39280 39801 41149 42778 21023 1629 3,96% VU mit Getöteten 22 20 18 19 7 1 5,56% VU mit Schwerverletzten 538 604 577 669 324 92 15,94% VU mit Leichtverletzten 3467 3684 3708 4087 1897 379 10,22% Gesamtübersicht alle Schulwegunfälle Anzahl VU-Gesamt VU Gesamt 45 50 47 62 31 15 31,91% VU mit Getöteten 0 0 0 0 0 0 VU mit Schwerverletzten 9 5 5 4 2 -1 -20,00% VU mit Leichtverletzten 32 43 41 58 29 17 41,46% Quelle: Excel DirV Stand: 19.09.2017 Anzahl VU-Gesamt VU Gesamt 1100 1106 1100 1105 559 5 0,45% Quelle: VUD Stand 19.09.2017 2013 2014 2015 2016 Veränderung 2015 / 2016 Veränderung in Prozent 2017 1. HJ Veränderung 2015 / 2016 Veränderung in Prozent 2013 2013 2014 2015 Landesdaten NRW Gesamtübersicht alle Schulwegunfälle 2017 1. HJ 2014 2016 2017 1. HJ Verkehrsunfallauswertung Schulwegunfälle VU Auswertung 2013 - 2016 2017 1. HJ Unfallkategorien 1 - 7 2015 Veränderung in Prozent Veränderung 2015 / 2016 2016 45 50 47 62 31 9 5 5 4 2 32 43 41 58 29 0 10 20 30 40 50 60 70 2013 2014 2015 2016 2017 1. HJ Schulwegunfälle Stadtgebiet Köln 2013 - 1. HJ 2017 VU Gesamt VU mit Getöteten VU mit Schwerverletzten VU mit Leichtverletzten 1100 1106 1100 1105 559 0 500 1000 1500 2013 2014 2015 2016 2017 1. HJ Schulwegunfälle Land NRW VU Gesamt
Anlage 4 - Megalight - Wir sind wieder unterwegs
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Wir sind wieder unterwegs! Aufgepasst! Die Oberbürgermeisterin Stadt Köln
Beratungsverlauf (1)
Beschluss: zurückgestellt
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- 2905/2017
- Typ
- Beantwortung einer Anfrage (Ausschuss)
- Datum
- 09.10.2017
- Erstellt
- 18.09.2017 14:12