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2398/2021

Priorisierung Generalsanierungen Kölner Straßentunnel

Mitteilung Ausschuss 03.02.2022

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Nächste Beratung: Bezirksvertretung 1 (Innenstadt), Sitzung am 10.03.2022, TOP 9.4

Anlage 1: Übersichtsplan

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Mitteilung Ausschuss

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Anlage 2: Kurzbeschreibung

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Anlage 1: Übersichtsplan

275 Zeichen

Tunnelfläche
Legende
 Übersichtsplan Straßentunnel8/12/2021
 Detail Domumgebung
 Tunnel Gulliver(Am Bahndamm)
Tunnel Am Domhof Rheinufertunnel
 Tunnel Rheinuferstraße
 Tunnel Grenzstraße
 Tunnel Herkulesstraße
 Tunnel Opladener Straße
Tunnel Nord-Süd-Fahrt
Tunnel Tunisstraße

Mitteilung Ausschuss

5497 Zeichen

Die Oberbürgermeisterin 
Dezernat, Dienststelle  
III/691/20 
 
Vorlagen-Nummer  03.02.2022 
 2398/2021 
Mitteilung 
öffentlicher Teil 
Gremium Datum 
Bezirksvertretung 4 (Ehrenfeld) 07.03.2022 
Bezirksvertretung 1 (Innenstadt) 10.03.2022 
Verkehrsausschuss 29.03.2022 
 
Priorisierung Generalsanierungen Kölner Straßentunnel 
Nach den schweren Verkehrsunfällen 1999 und 2001 in Straßentunneln der Alpen wurden auf euro-
päischer Ebene die Standards für die betriebs- und sicherheitstechnische Ausstattung von Straßen-
tunneln überarbeitet. Die Richtlinien für die Ausstattung und den Betrieb von Straßentunneln (RABT 
2006) und die Zusätzlichen Technischen Vertragsbedingungen für den Bau von Straßentunneln (ZTV-
Tunnel) geben die erforderlichen Mindeststandards für die Betriebseinrichtungen in Tunnelbauwerken 
vor. Dem Amt für Brücken, Tunnel und Stadtbahnbau obliegt nach dem Straßen und Wegegesetz des 
Landes NRW (StrWG NW) die hoheitliche Aufgabe und die Pflicht, Tunnelbauwerke nach den aner-
kannten Regeln der Technik instand zu halten. 
 
Zu den vorgesehenen Tunnelsanierungen wurden die Vorlagen 3069/2006, 3863/2008 und 
1075/2009 durch den Rat der Stadt Köln beschlossen. Die dort genannten Inhalte der erforderlichen 
Sanierungen werden im Rahmen der jeweiligen Bearbeitungen auf einen aktuellen Stand gebracht 
und entsprechende Beschlüsse zu den Einzelprojekten eingeholt. 
 
Bisher wurden der Tunnel Grenzstraße (Inbetriebnahme oberer Tunnel stadteinwärts 1890/unterer 
Tunnel stadtauswärts 1970) und der Tunnel Am Domhof (Inbetriebnahme 1986) -im Zusammenhang 
mit der Maßnahme östliche Domumgebung- saniert.  
 
Weiterhin sanierungsbedürftig sind folgende städtischen Straßentunnel (Anlage 1): 
Herkulesstraße (Inbetriebnahme 1990), Rheinuferstraße (Inbetriebnahme 1981), Opladener Straße 
(1997), Tunisstraße (1966), Nord-Süd Fahrt (Inbetriebnahme 2002) und der Tunnel Gulliver (alte Be-
zeichnung: Am Bahndamm, Inbetriebnahme 1986). Der Tunnel Am Domhof bildet mit dem Tunnel 
Gulliver eine Tunnelgruppe. Die Besonderheit dieser Tunnel ist die enge Verzahnung mit den angren-
zenden Gebäuden. Die Tunnelwände sind teilweise gleichzeitig die Außenwände der angebauten 
Gebäude (Museum Ludwig, Philharmonie). Ein Brandereignis hätte somit auch unter Umständen 
Auswirkungen auf diese wichtigen Einrichtungen. 
 
Folgende Tunnelsanierungen werden zurzeit geplant, dazu befinden sich die Baubeschlüsse in Vor-
bereitung: 
 
 Tunnel Gulliver (Baubeschluss IV/2022, Baubeginn I/2024) 
 Tunnel Herkulesstraße (Baubeschluss I/2023, Baubeginn II/2024) 
 
Aufgrund der Komplexität der Maßnahmen, der stetigen Fortschreibungen der Richtlinien und der 
technischen Erfordernisse, sind auch die Anforderungen an die Planung gestiegen. Zusätzlich zu den 
erforderlichen baulichen Sanierungen sind insbesondere die Anforderungen an die technischen Ge-

2 
 
bäudeausrüstung - TGA - (u.a. Automatisierung, Steuerungs- und Detektionstechnik) in den letzten 
Jahren gestiegen. Ergänzend müssen im Planungsprozess die Anbindungen der örtlichen Tunnelleit-
zentralen an die neue Verkehrs- und Tunnelleitzentrale berücksichtigt werden. 
 
Die Erfahrung aus der baulichen Sanierung des Tunnels Grenzstraße hat gezeigt, dass zur Erstellung 
einer validen Planung ein deutlich höherer Mehraufwand bei der Bestandserfassung des Bauwerks 
(Baustoffanalysen, Bestandsgeometrien), der Ermittlung des Bauumfelds (technische Infrastruktur, 
Flächenverfügbarkeiten) bis hin zur Baustellenabwicklung erforderlich ist. Diese Erkenntnisse werden 
bei den aktuellen Planungen berücksichtigt. 
 
Nach Abschluss der Planungen der Tunnel Herkulesstraße und Gulliver wird die Planung zur Gene-
ralsanierung des Rheinufertunnels voraussichtlich 2024 aufgenommen. In diesem Zuge wird auch die 
zukünftige Nutzung des Tunnels, nach der Sanierung, für Radfahrende berücksichtigt.  
 
Bei der Festlegung der weiteren zeitlichen Reihenfolge der Umsetzung der baulichen Sanierungen 
gemeinsam mit der Ertüchtigung der Tunneltechnik, wurden die Kriterien Bauwerkszustand, Tunnel-
länge und Verkehrsbelastung berücksichtigt (Anlage 2). 
 
Die Planungen zur Sanierung der Tunnel Tunisstraße und Nord-Süd Fahrt und Opladener Straße 
werden nach Abschluss der Planungen des Rheinufertunnels aufgenommen. Die Planungen dieser 
Tunnelsanierungen hängen auch mit den im nächsten Absatz erläuterten Entwicklungen zur Sanie-
rung der Rheinbrücken zusammen, deswegen ist eine genaue Terminierung noch nicht möglich.  
 
Aktuell wird die Nachrechnung der Severinsbrücke als Grundlage zur Planung der Gesamtsanierung 
erstellt. Die Nachrechnung der Deutzer Brücke im Zusammenhang mit dem Langzugeinsatz im Zuge 
der Kapazitätserhöhung der Linie 1 auf der Ost-West Achse wird parallel aufgenommen. Das Ergeb-
nis der Nachrechnungen wird die Sanierungsbedürfigkeit beider Rheinbrücken aufzeigen. Um den 
Verkehrsfluss aufrecht zu erhalten, werden die städtischen Rheinbrücken nacheinander saniert. Da-
bei sind auch die im Umfeld liegenden Tunnel zu berücksichtigen. Bei Verkehrsbeeinträchtigungen 
auf der Severinsbrücke liegen die Tunnel Nord-Süd Fahrt und Tunisstraße auf einem Streckenzug. 
Bei der Sanierung der Deutzer Brücke läge der Tunnel Opladener Straße auf einem Streckenzug. Im 
Zuge der Planungen werden auch Verkehrsgutachten erstellt, die aufzeigen werden, welche Stre-
ckenzüge sinnvollerweise gemeinsam umgesetzt werden sollten.   
 
 
 
Anlage 1: Übersichtsplan 
Anlage 2: Kurzbeschreibung Tunnel 
 
 
Gez. Egerer

Anlage 2: Kurzbeschreibung

5245 Zeichen

1 
 
Anlage 2 
Sanierungsbedürftige Straßentunnel  
 
 
Tunnel Herkulesstraße  
Der Tunnel Herkulesstraße liegt im Stadtteil Ehrenfeld als Zuführung zur A 57 zwischen der 
Inneren Kanalstraße und dem Parkgürtel. Die Herstellung erfolgte als Überbauung zwischen 
den Stützwänden der abgesenkten Straße. Die Inbetriebnahme erfolgte 1990. Der Verkehr 
wird über zwei getrennte Tunnelröhren mit je drei Fahrspuren im Richtungsverkehr mit einer 
zulässigen Höchstgeschwindigkeit von 50 km/h betrieben. Der Tunnel hat eine Länge von rd. 
350 m, die Tunnelbreite beträgt 12,20 m je Röhre mit einer Aufweitung am Nordportal auf 
16,75 m. Jede Tunnelröhre verfügt über Notgehwege. Die Verkehrsbelastung lag 2021 bei 
ca. 94.000 Fahrzeugen pro Tag. Der Tunnel wurde aufgrund der vorhandenen Risse im 
Stahlbeton und der veralteten Leitungen mit der Zustandsnote 3,4 bewertet. Die Bewertung 
im Zuge der Bauwerksprüfung gemäß DIN 1076 erfolgte 2021. 
 
Tunnel Gulliver (alte Bezeichnung: Am Bahndamm)  
Die Tunnelanlage besteht aus drei Einzeltunneln. Sie entstand 1986 durch die Gestaltung  
des Heinrich-Böll-Platzes, über den die Eingänge des Museum Ludwig und der Philharmonie  
mit dem Roncalli Platz verbunden und eine stadtgestalterische Anbindung an die Rheinufer-  
promenade geschaffen wurde. Die Tunnelwände bilden teilweise die Außenwände der  
Untergeschosse der angrenzenden Bebauung. Die Tunnel sind zwischen 50 m und 230 m  
lang und werden mit einer zulässigen Höchstgeschwindigkeit von 50 km/h betrieben. Die  
gesamte Tunnelanlange weist eine tägliche Verkehrsbelastung von ca. 13.500 Fahrzeugen  
pro Tag auf (Stand: 2020). Sie dient dem Kfz-Abfluss der umliegenden Parkhäuser und den  
Nutzern des Bahnhofs. Die Tunnelanlage wurde 2021 aufgrund Betonabplatzungen sowie  
einer schadhaften Asphaltdecke mit der Zustandsnote 2,9 bewertet. 
 
Tunnel Rheinuferstraße 
Der Tunnel Rheinuferstraße liegt parallel zum linken Rheinufer in der Altstadt als Nord-Süd-
Verbindung im Zuge der B 51. Die Herstellung erfolgte in offener Bauweise. Die Inbetrieb-
nahme war im Jahr 1981. Mit täglich ca. 45.000 Fahrzeugen (Stand: 2019) verläuft der 
Verkehr über zwei getrennte Tunnelröhren mit je drei Fahrspuren im Richtungsverkehr und 
einer zulässigen Höchstgeschwindigkeit von 50 km/h. Beide Tunnelröhren verfügen über 
Notgehwege. Die Tunnellänge beträgt rd. 590 m, die Tunnelbreite beläuft sich auf 11,00 m je 
Röhre. Der Tunnel wurde 2019 aufgrund von Betonabplatzungen an den Stahlbetonwänden 
mit der Zustandsnote 3,0 bewertet.

2 
 
Tunnel Tunisstraße  
Der Tunnel Tunisstraße liegt in der Altstadt Nord zwischen der Komödienstraße und der 
Victoria-/ Ursulastraße. Die Herstellung erfolgte in offener Bauweise, im Jahr 1966 wurde er 
in Betrieb genommen. Der Verkehr, ca. 53.200 Fahrzeugen pro Tag (Stand: 2020), verläuft 
über zwei getrennte Tunnelröhren mit je zwei Fahrspuren, im Richtungsverkehr und einer 
zulässigen Höchstgeschwindigkeit von 50 km/h. Jede Tunnelröhre ist mit Notgehwegen 
ausgestattet. Die Tunnelröhre in Fahrtrichtung Süd hat eine Länge von ca. 230 m, die 
Tunnelröhre in Fahrtrichtung Nord hat eine Länge von ca. 185 m. Die Breiten der Röhren 
betragen 8,50 m. Die beiden Tunnelröhren sind bereichsweise höhenversetzt angeordnet. 
Der Tunnel wurde 2020 aufgrund von Betonschäden mit der Zustandsnote 3,0 bewertet. 
 
Tunnel Nord-Süd-Fahrt  
Der Tunnel Nord-Süd-Fahrt befindet sich in der Altstadt Nord, zwischen der Brüderstraße 
und der Sternengasse. Der Tunnel entstand 2002 im Zuge der Überbauung der in Tieflage 
verlaufenden Nord-Süd-Fahrt durch das Weltstadthaus zwischen den Brückenbauwerken 
Schildergasse und Cäcilienstraße. Der Verkehr verläuft über zwei getrennte Tunnelröhren 
mit je zwei Fahrspuren. Er wird im Richtungsverkehr mit einer zulässigen Höchstge-
schwindigkeit von 50 km/h betrieben. Die Tunnellänge beträgt ca. 190 m. Beide 
Tunnelröhren sind mit Notgehwegen ausgestattet. Die Breite beträgt 8,80 m je Röhre mit 
einer Aufweitung am Nordportal (Einfädel- bzw. Ausfahrtsspur). Die Verkehrsbelastung 
beträgt ca. 53.200 Fahrzeuge pro Tag (Stand: 2020). Der Tunnel wurde 2020 aufgrund von 
zahlreichen Betonabplatzungen an den Wänden der Zustandsnote 3,3 bewertet. 
Die bauliche Ertüchtigung nach den Vorgaben der RABT erfolgte im Bereich der Überbauung 
des Weltstadthauses durch den Investor. 
 
Tunnel Opladener Straße 
Der Tunnel Opladener Straße liegt im Stadtteil Deutz. Der Tunnel entstand im 
Zusammenhang mit dem Bau des Stadthauses und der Arena. Die Inbetriebnahme erfolgte 
1997. Der Verkehr verläuft über zwei getrennte Tunnelröhren mit zwei bis vier Fahrspuren 
sowie zusätzlichen Abbiegespuren zu den Parkhäusern. Er wird im Richtungsverkehr mit 
einer zulässigen Höchstgeschwindigkeit von 50 km/h betrieben. In Teilbereichen ist eine 
unterbrochene Mittel- bzw. Außenwand vorhanden. Die Tunnellänge beträgt 320 m, die 
Breite variiert zwischen 10,50 m und 14,30 m je Röhre. Jede Tunnelröhre ist mit 
Notgehwegen ausgestattet. Die Verkehrsbelastung beträgt ca. 28.000 Fahrzeuge pro Tag 
(Stand: 2021). Der Tunnel wurde 2021 aufgrund des abgenutzten Fahrbahnbelags, 
Anprallschäden an Beschilderungen sowie einzelnen Rissen in den Betonwänden mit der 
Zustandsnote 2,7 bewertet.

Beratungsverlauf (3)

15.02.2022 Verkehrsausschuss
TOP 7.2.5 Kenntnisnahme (Mitteilung) Entscheidung

Beschluss: Kenntnis genommen

Zur Sitzung
07.03.2022 Bezirksvertretung 4 (Ehrenfeld)
TOP 12.10 Kenntnisnahme (Mitteilung) Entscheidung

Beschluss: Kenntnis genommen

Zur Sitzung
10.03.2022 Bezirksvertretung 1 (Innenstadt)
TOP 9.4 Kenntnisnahme (Mitteilung) Entscheidung

Beschluss: Kenntnis genommen

Zur Sitzung

Orte (15)

  • Tunnel Herkulesstraße
  • Komödienstraße
  • Ursulastraße
  • Brüderstraße
  • Sternengasse
  • Herkulesstraße
  • Opladener Straße
  • Severinsbrücke
  • Am Domhof
  • Cäcilienstraße
  • Rheinufertunnel
  • Nord-Süd-Fahrt
  • Deutzer Brücke
  • Schildergasse
  • Parkgürtel

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Details

Aktenzeichen
2398/2021
Typ
Mitteilung Ausschuss
Datum
03.02.2022
Erstellt
23.06.2021 07:43