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0334/2026

Beantwortung der Anfrage der SPD-Fraktion "Präventionsarbeit zum Respekt gegenüber Einsatzkräften – mögliche Ergänzung bestehender Kölner Maßnahmen durch schulische Bildungsprojekte nach dem Vorbild Münsters" (AN/0121/2026)

Beantwortung einer Anfrage (Ausschuss) 23.02.2026

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Nächste Beratung: Ausschuss Allgemeine Verwaltung und Rechtsfragen / Vergabe / Internationales, Sitzung am 09.03.2026

Beantwortung einer Anfrage (Ausschuss)

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Beantwortung einer Anfrage (Ausschuss)

7869 Zeichen

Dezernat, Dienststelle  
I/I-3 
 
Vorlagen-Nummer 23.02.2026 
 0334/2026 
Beantwortung einer Anfrage nach § 4 der Geschäftsordnung  
öffentlicher Teil 
Gremium Datum 
Ausschuss Allgemeine Verwaltung und Rechtsfragen / Vergabe / In-
ternationales 09.03.2026 
 
Beantwortung der Anfrage der SPD-Fraktion "Präventionsarbeit zum Respekt 
gegenüber Einsatzkräften – mögliche Ergänzung bestehender Kölner Maßnahmen 
durch schulische Bildungsprojekte nach dem Vorbild Münsters" (AN/0121/2026) 
Die Verwaltung beantwortet die Anfrage der SPD-Fraktion betreffend „Präventionsarbeit zum 
Respekt gegenüber Einsatzkräften – mögliche Ergänzung bestehender Kölner Maßnahmen 
durch schulische Bildungsprojekte nach dem Vorbild Münsters“ (AN/0121/2026) folgenderma-
ßen: 
 
1. Die Landesinitiative „miteinander.stark.sicher – gemeinsam für eine gewaltfreie 
Schule“ wird derzeit in Köln unter anderem am Genoveva-Gymnasium (Mülheim) 
und an der Henry-Ford-Realschule (Chorweiler) umgesetzt. Welche Erfahrungen 
liegen der Stadtverwaltung aus dieser Pilotphase vor, und ist geplant, das Pro-
gramm auf weitere Kölner Schulen auszuweiten?  
Die Initiative „miteinander.stark.sicher – für eine gewaltfreie Schule“ ist der Fachstelle 
Gewaltprävention sowie der AG § 78 Gewaltprävention bekannt und wurde im Rahmen 
eines Austauschtreffens zum Masterplan für kommunale Sicherheit (schulische Krimi-
nalprävention) von der Polizei vorgestellt. Eine weiterg ehende Einbindung der Fach-
stelle Gewaltprävention bzw. der AG § 78 Gewaltprävention in Konzeption, Umsetzung 
oder Auswertung des Projekts hat bislang nicht stattgefunden. Eine punktuelle Informa-
tion bestehender Fachgremien, wie der AG § 78 Gewaltprävention, kann grundsätzlich 
sinnvoll sein; der operative Schwerpunkt des Projekts liegt jedoch im schulischen Sys-
tem. Daher wird empfohlen, sich direkt an die beteiligten Schulen zu wenden. 
Auch dem Amt für Schulentwicklung ist das Konzept „miteinander.stark.sicher – gemein-
sam für eine gewaltfreie Schule" bekannt.  
Die an den Schulen tätigen Fachkräfte der Schulsozialarbeit haben rückgemeldet, dass 
ihnen in Bezug auf Säule 1 und 2 der Konzeption "miteinander.stark.sicher – gemeinsam 
für eine gewaltfreie Schule" ke ine Erfahrungen von Lehrkräfte kommuniziert wurden. 
Beide Säulen sind unterrichtsnah und nicht im Erfahrungsfeld der Schulsozialarbeiten-
den zu bewerten. 
Die Anwesenheit der Polizeibeamt*innen auf dem Schulhof (Säule 3) wurde durch Lehr-
kräfte begrüßt. Die Schülerschaft äußerte sich interessiert. Der Kontakt zwischen Be-
zirkspolizei und Schulsozialarbeit hat sich durch das Projekt verbessert. Situationsbe-
schreibungen zeigen, dass die Beamt*innen trotz präventiven Auftrags an der Schule 
auch intervenierend tätig sein müssen, sofern ein Anlass vorliegt. Dies führt situativ zu 
Irritation und gefährdete kurzfristig das Ziel des Programms. Trotzdem wurde durch die

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Schulsozialarbeit vor Ort wahrgenommen, dass sich die Distanz zwischen der Schulge-
meinschaft und der Bezirkspolizei durch das Programm vermindert hat. Dies lässt den 
Schluss zu, dass Programmziele erreicht wurden. 
Aus fachlicher Sicht besteht grundsätzlich Potenzial, die Landesinitiative „miteinan-
der.stark.sicher – für eine gewaltfreie Schule“ auch an weiteren weiterführenden Schu-
len in Köln umzusetzen. Dies gilt insbesondere bezüglich der Einbettung in bestehende 
schulische Präventions- und Schutzkonzepte, aber auch für die Einschätzung der Not-
wendigkeit einer schulischen Ansprechperson, die das Programm begleitet und für Fra-
gen zur V erfügung steht. 
 
2. Ist der Stadtverwaltung das in Münster umgesetzte Projekt „Der Mensch dahin-
ter“, einschließlich des gleichnamigen Buches und der schulischen V ermittlungs-
formate, bekannt, und weiß sie, ob das Buch „Der Mensch dahinter“ oder ein ver-
gleichbares Medium derzeit an Kölner Schulen oder in städtischen Bildungs-, Ju-
gend- oder Präventionsprogrammen eingesetzt oder empfohlen wird?  
Der Stadt Köln sind das seit über fünf Jahren bestehende Projekt "Der Mensch dahinter" 
sowie weitere ähnliche Projekte wie beispielsweise das seit 20 Jahren bestehende DGB 
Projekt "V ergiss nie, hier arbeitet ein Mensch" oder das NRW Landesprojekt #sicherim-
Dienst nicht nur bekannt, bei dem letzteren Projekt gehört die Stadt Köln zur Koordinie-
rungsgruppe.  
Grundsätzlich werden sowohl die Initiative „Der Mensch dahinter“ als auch „miteinan-
der.stark.sicher – für eine gewaltfreie Schule “ als sinnvolle und zeitgemäße Ansätze 
schulischer Gewaltprävention bewertet. V oraussetzung für nachhaltige Effekte ist je-
doch eine pädagogische Einbettung in bestehende schulische Präventions- und Schutz-
konzepte bzw. Leitbilder sowie eine verbindliche Einbindung der Schulleitung und schu-
lischer Fachkräfte (z. B. Schulsozialarbeit, Schulpsychologischer Dienst). 
Bei der Durchführung von Gewaltpräventionsangeboten im schulischen Kontext sollte 
grundsätzlich gewährleistet sein, dass eine schulinterne Ansprechperson das jeweilige 
Angebot begleitet und den Transfer präventiver Inhalte in den schulischen Alltag unter-
stützt. Darüber hinaus ist es aus fachlicher Sicht erforderlich, dass im V orfeld geeignete, 
im intervenierenden Kinderschutz erfahrene Personen benannt werden, um ggf. be-
troffene Schüler*innen angemessen auffangen und weitervermitteln zu können. 
 
3. Hält die Stadtverwaltung die in Münster praktizierte Kombination aus Buch, Schul-
projekten und begleitender Öffentlichkeitsarbeit grundsätzlich für geeignet, auch 
in Köln zur Prävention von Gewalt und zur Förderung des Respekts gegenüber 
Einsatzkräften beizutragen? 
Schulische Bildung zur Prävention von Gewalt und Förderung des Respekts gegenüber 
Einsatzkräften ist sicher ein guter Bestandteil, auf die Thematik aufmerksam zu machen. 
Insofern kann das Projekt mit dazu beitragen, Kinder zu sensibilisieren. Dies kann aller-
dings nur ein Baustein in der Prävention sein. Hierzu g ehören insbesondere auch die 
elterliche V orbildfunktion und das V orleben von Respekt und Gewaltlosigkeit ebenso wie 
die Stärkung des Schutzes von Rettungs- und Einsatzkräften.  
 
4. Welche städtischen Fachbereiche (z. B. Schule, Jugend, Ordnung, Integration o-
der Prävention) kämen aus Sicht der V erwaltung für eine Umsetzung oder Pilotie-
rung eines solchen Projekts in Köln infrage, und wäre eine Kooperation mit der 
Initiative aus Münster denkbar? 
Die Stadt Köln hat bereits eine ähnliche Kampagne mit Statements aus den Sicherheits- 
Ordnungs- und Rettungsbereich im Rahmen von friedlichen Fußballfesten durchgeführt

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(https://www.stadt-koeln.de/artikel/72023/index.html).  
Plakate oder Bücher sind optisch und menschlich ansprechend gemacht, werden auch 
in der Fachszene anerkannt und gern gesehen, erreichen jedoch nicht nachweislich die 
Zielgruppe der gewaltbereiten und aggressiven Täter*innen. Nachweislich werden ag-
gressive Menschen von Übergriffen oder Gewaltanwendung beispielsweise durch Bo-
dycams und durch adäquate repressive Maßnahmen abgehalten. 
Eine frühkindliche Bildung zu diesem Thema greift deutlich weiter, da Kinder in der Regel 
noch ansprechbar sind und eine Auseinandersetzung mit dem Thema häufig tiefer geht. 
 
5. Welche Landes- oder Bundesförderprogramme bestehen derzeit, die präventive 
Bildungs- und Respektprojekte zugunsten von Einsatz- und Rettungskräften un-
terstützen, und werden entsprechende Fördermöglichkeiten für Köln bereits ge-
prüft oder könnten geprüft werden? 
 
Die unter Punkt 2 benannten Projekte zielen auf Einsatzkräfte ("miteinander.stark.si-
cher" / "V ergiss nie, hier arbeitet ein Mensch") und auf Mitarbeitende sowie Politiker*in-
nen (#sicherimDienst) ab und könnten im Rahmen einer "Wanderausstellung" auch in 
Köln zeitweise verortet werden. Ob und in welcher Höhe Fördermittel hierzu notwendig 
wären, müsste noch geprüft werden. 
 
 
Gez. Blome

Beratungsverlauf (1)

09.03.2026 Ausschuss Allgemeine Verwaltung und Rechtsfragen / Vergabe / Internationales
Kenntnisnahme (Mitteilung) Entscheidung

Beschluss: Kenntnis genommen

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Details

Aktenzeichen
0334/2026
Typ
Beantwortung einer Anfrage (Ausschuss)
Datum
23.02.2026
Erstellt
02.02.2026 11:47