V/0818/2019
Basisinformationen Jobcenter
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Anlage_1_Glossar
9040 Zeichen
Anlage 1 zur Basisinformation des Jobcenter Münster Glossar zur Grundsicherungs- und Arbeitsmarktstatistik (häufig verwendete Begriffe und Abkürzungen) Aktivierung Arbeitsmarktpolitische Maßnahme der aktiven Arbeitsförderung zur beruflichen Eingliederung/ Weiterbildung (z. B. Umschulung). Aktivierungsquote der Langzeitleis- tungsbeziehenden (K3E2) Quotient aus der Zahl der Langzeitleistungsbeziehenden in einer Maßnahme der aktiven A r- beitsförderung im Berichtsmon at (Zähler) und der Zahl der La ngzeitleistungsbeziehenden gesamt im Berichtsmonat (Nenner). In der Basisinformation des Jobcenters wi rd die Aktivi e- rungsquote der Langzeitleistungsbeziehenden jeweils als Jahresdurchschnittswert abgebildet. Alo = Arbeitslose Personen, die nicht in einem Beschäftigungsverhältnis stehen, eine versicherungspflichtige zumutbare Beschäftigung suchen, dabei den Vermittlungsbemühungen zur Verfügung stehen und sich bei einer Agentur für Arbeit oder einem Jobcenter arbeitslos gemeldet haben. Arbeitslosenquote Quotient aus der Anzahl der registrierten Arbeitslosen zum Stichtag (Zähler) und der Anzahl der zivilen Erwerbspersonen zum Stichtag (Nenner). Die Zahl der zivilen Erwerbspersonen setzt sich zusammen aus den abhängigen zivilen Erwerbstätigen sowie den Selbstständigen und den mithelfenden Familienangehörigen. Asu = Arbeitsuchende Personen, die eine versicherungspflichtige Beschäftigung als Arbeitnehmer suchen. Der B e- griff ist weiter gefasst als der des Arbeitslosen und enthält zusätzlich auch die nicht arbeit slo- sen Arbeitsuchenden. Das sind die Personen, die eine Beschäftigung suchen, auch wenn sie beispielsweise bereits eine Beschäftigung oder eine selbständige Tätigkeit ausüben oder sich in einer arbeitsmarktpolitischen Maßnahme befinden. AUS = Vom Leistungsanspruch ausgeschlossene Personen Personen, die in einer Bedarfsgemeinschaft leben, selbst aber keinen Anspruch auf Leistun- gen nach dem SGB II haben. Hierunter fallen u. a. Leistungsberechtigte nach dem Asylbe- werberleistungsgesetz und Personen mit einem Anspruch auf Altersrente. BG = Bedarfsgemeinschaft Personen, die in einem Haushalt und in einer Verantwortungs- und Einstehensgemeinschaft miteinander leben und wirtschaften. Hierzu gehören die engsten Familienangehörigen (Ehe- gatten/ Partner und Kinder unter 25 Jahre), nicht aber Großeltern/ Verschwägerte. Bedarfs- gemeinschaften lassen sich differenzieren nach Regelleistungs-Bedarfsgemeinschaften und sonstige Bedarfsgemeinschaften. BM = Berichtsmonat Monat, über den sich die jeweilige Berichterstattung erstreckt. Er beginnt am Tag nach dem statistischen Stichtag des vorangegangenen Berichtsmonats und endet mit dem nächsten statistischen Stichtag (jeweils ca. Mitte eines Monats). ELB = Erwerbsfähige Leistungsberechtigte Personen, die das 15. Lebensjahr vollendet und die Altersgrenze noch nicht erreicht haben, die erwerbsfähig und hilfebedürftig sind und ihren gewöhnlichen Aufenthalt in der BRD haben. gE = gemeinsame Einrichtung Gemeinsame Trägerschaft der Bundesagentur für Arbeit und der kreisfreien Städte sowie Kreise zur einheitlichen Durchführung der Grundsicherung für Arbeitsuchende im Gebiet des kommunalen Trägers. Integration Aufnahme einer sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung, voll qualifizierenden beruflichen Ausbildung oder selbständigen Tätigkeit eines erwerbsfähigen Leistungsberechtigten. Integrationsquote (K2) Quotient aus der Summe der Integrationen im Berichtsmonat und den vorangegangenen elf Monaten (Zähler) und dem durchschnittlichen Bestand der erwerbsfähigen Leistungsberech- tigten im Vormonat und den vorangegangenen elf Monaten (Nenner). In der Basisinformation des Jobcenters wird die Integrationsquote als Jahresfortschrittswert abgebildet (entsprechend der mit dem Land Nordrhein-Westfalen getroffenen Zielvereinbarung). JDW = Jahresdurchschnittswert Durchschnitt von Januar eines Jahres bis zum aktuellen Berichtsmonat. JFW = Jahresfortschrittswert Summe von Januar eines Jahres bis zum aktuellen Berichtsmonat. Jugendarbeitslosen- quote Quotient aus der Anzahl der registrierten Arbeitslosen unter 25 Jahren zum Stichtag (Zähler) und der Anzahl der zivilen Erwerbspersonen unter 25 Jahren zum Stichtag (Nenner). In der Basisinformation des Jobcenters wird die Jugendarbeitslosenquote jeweils als Jahresdurch- schnittswert abgebildet (entsprechend der mit dem Land Nordrhein-Westfalen getroffenen Zielvereinbarung). KOL = Kind ohne Leistungsanspruch Minderjährige, unverheiratete Kinder in Bedarfsgemeinschaften, die ihren individuellen Bedarf durch eigenes Einkommen decken können und daher nicht hilfebedürftig sind. LB = Leistungsberechtigte Personen in Bedarfsgemeinschaften, die einen Anspruch auf Leistungen nach dem Sozialge- setzbuch Zweites Buch Grundsicherung für Arbeitsuchende (SGB II) haben. Leistungsberech- tigte lassen sich differenzieren nach Regelleistungs-Berechtigten und sonstigen Leistungsbe- rechtigten. LfU = Leistungen für Unterkunft und Heizung Umfasst ausgezahlte Ansprüche für Bedarfe, die die Unterkunft betreffen (z. B. Kaltmiete, Neben- und Heizkosten). LLU = Leistungen zur Sicherung des Lebensunterhaltes Umfasst ausgezahlte Ansprüche für Regelbedarfe (z. B. Ernährung, Kleidung, Haushaltsener- gie) und Mehrbedarfe (z. B. Alleinerziehung, Schwangerschaft und Geburt). LZA = Langzeitarbeitslose Personen, die ein Jahr und länger arbeitslos gemeldet sind. LZB = Langzeitleistungsbeziehende Erwerbsfähige Leistungsberechtigte, die in den vergangenen 24 Monaten mindestens 21 Monate hilfebedürftig waren. Um nicht Zeiten der Nichterwerbsfähigkeit (vor Vollendung des 15. Lebensjahres) mit einzubeziehen, werden ausschließlich Zeiten berücksichtigt, in denen die Person als erwerbsfähiger Leistungsberechtigte im Bezug stand. Nachhaltigkeit Eine Integration gilt als nachhaltig, wenn die Person zwölf Monate nach Aufnahme des Be- schäftigungsverhältnisses sozialversicherungspflichtig beschäftigt ist. Nachhaltigkeitsquote (K2E3) Quotient aus der Summe der nachhaltigen Integrationen in den vergangenen zwölf Monaten (Zähler) und der Summe der Integrationen in sozialversicherungspflichtige Beschäftigung in den vergangenen zwölf Monaten (Nenner). NEF = Nicht erwerbsfähige Leistungsberechtigte Personen innerhalb einer Bedarfsgemeinschaft, die selbst noch nicht im erwerbsfähigen Alter sind (unter 15 Jahren) oder aufgrund ihrer gesundheitlichen Leistungsfähigkeit oder evtl. rechtlicher Einschränkungen nicht in der Lage sind, mindestens drei Stunden täglich unter den üblichen Bedingungen des allgemeinen Arbeitsmarktes zu arbeiten. Sie erhalten Sozialgeld. NLB = Nicht Leistungsberechtigte Personen ohne Anspruch auf Leistungen nach dem SGB II. Hierzu gehören vom Leistungsan- spruch ausgeschlossene Personen und Kinder ohne Leistungsanspruch. PERS = Personen in Bedarfsgemeinschaften Personen, die in einer Verantwortungs- und Einstehensgemeinschaft leben. Es lässt sich differenzieren zwischen Leistungsberechtigten und nicht Leistungsberechtigten. RLB = Regelleistungs-Berechtigte Personen mit Anspruch auf Gesamtregelleistungen. Hierzu gehören u. a. Regelbedarfe (Ar- beitslosengeld II oder Sozialgeld), Mehrbedarfe sowie laufende und einmalige Leistungen für Unterkunft und Heizung. RL-BG = Regelleistungs-Bedarfsgemeinschaft Zu dieser Bedarfsgemeinschaft gehört mindestens ein Regelleistungsberechtigter, zusätzlich können auch Personen mit anderem Status dazugehören. Sanktionen Prozentuale Absenkung des Regelbedarfes bei Pflichtverletzungen oder Meldeversäumnisse durch den erwerbsfähigen Leistungsberechtigten. Sanktionsquote Quotient aus der Anzahl der erwerbsfähigen Leistungsberechtigten mit mindestens einer gül- tigen Sanktion zum Stichtag (Zähler) und allen erwerbsfähigen Leistungsberechtigten zum Stichtag (Nenner). S-BG = Sonstige Bedarfsgemeinschaften Zu dieser Bedarfsgemeinschaft gehört kein Regelleistungs-Berechtigter, dafür jedoch mindes- tens ein sonstiger Leistungsberechtigter. SLB = Sonstige Leistungsberechtigte Personen ohne Anspruch auf Gesamtregelleistungen, die ausschließlich sonstige Leistungen erhalten. Hierzu gehören u. a. Zuschüsse zur Kranken- und Pflegeversicherung, abweichend zu erbringende Leistungen wie die Erstausstattung der Wohnung, Leistungen für Auszubil- dende und Leistungen zur Bildung und Teilhabe. Veränderungsrate des Bestands der Lang- zeitleistungsbezie- henden (K3) Quotient aus der Anzahl der Langzeitleistungsbeziehenden im Berichtsmonat (Zähler) und der Anzahl der Langzeitleistungsbeziehenden im Berichtsmonat des Vorjahres (Nenner). In der Basisinformation des Jobcenters wird die Veränderungsrate jeweils als Jahresdurchschnitts- wert abgebildet (entsprechend der mit dem Land Nordrhein-Westfalen getroffenen Zielverein- barung). zkT = zugelassener kommunaler Träger Trägerschaft der Grundsicherung für Arbeitsuchende zur alleinigen Wahrnehmung (Options- kommune) – z. B. Jobcenter Münster
Anlage_2_Abflussbericht_EGT
3692 Zeichen
Anlage 2: Mittelabflussbericht Eingliederungstitel (EGT) Stand: 31.08.2019 Budget 2019 % Ausgaben 2019 % Mittelbindungen 2019 % Verfügbares Budget % Vermittlungsbudget 589.998,09 4,03% 360.861,00 2,46% 117.319,18 0,80% 111.817,91 0,76% Reisekosten für Meldepflichten 500,00 0,00% 237,06 0,00% 0,00 0,00% 262,94 0,00% Aktivierung und berufliche Eingliederung 4.478.000,91 30,56% 3.283.714,87 22,41% 1.124.839,87 7,68% 69.446,17 0,47% Summe 5.068.499,00 34,59% 3.644.812,93 24,87% 1.242.159,05 8,48% 181.527,02 1,24% Förderung berufl. Weiterbildung (FbW) 1.677.102,94 11,44% 1.504.155,29 10,26% 151.831,92 1,04% 21.115,73 0,14% Summe 1.677.102,94 11,44% 1.504.155,29 10,26% 151.831,92 1,04% 21.115,73 0,14% Eingliederungszuschüsse (EGZ) 401.523,86 2,74% 294.340,17 2,01% 104.593,33 0,71% 2.590,36 0,02% Eingliederungszuschuss für AN ab 50 Jahre 50.000,00 0,34% 0,00 0,00% 0,00 0,00% 50.000,00 0,34% unbefristeter Beschäftigungszuschuss 569.487,00 3,89% 275.346,69 1,88% 258.230,14 1,76% 35.910,17 0,25% Förderung von Arbeitsverhältnissen 549.188,55 3,75% 84.820,22 0,58% 464.368,33 3,17% 0,00 0,00% Eingliederung von Langzeitarbeitslosen (EVL §16e n. F.) 500.000,00 3,41% 143.787,15 0,98% 0,00 0,00% 356.212,85 2,43% Einstiegsgeld 105.891,80 0,72% 76.266,61 0,52% 0,00 0,00% 29.625,19 0,20% Begleitende Hilfen für Selbstständige 72.089,40 0,49% 9.571,69 0,07% 19.250,00 0,13% 43.267,71 0,30% Teilhabe am Arbeitsmarkt (§ 16i SGB II) 1.345.000,00 9,18% 568.509,24 3,88% 187.654,68 1,28% 588.836,08 4,02% Summe 3.593.180,61 24,52% 1.452.641,77 9,91% 1.034.096,48 7,06% 1.106.442,36 7,55% Berufsausbildung in außerbetrieblichen Einrichtungen 701.953,84 4,79% 127.701,99 0,87% 197.998,97 1,35% 376.252,88 2,57% Einstiegsqualifizierung (EQ) 147.973,02 1,01% 34.397,12 0,23% 38.083,25 0,26% 75.492,65 0,52% ausbildungsbegleitende Hilfen (abH) 950.696,00 6,49% 350.696,00 2,39% 0,00 0,00% 600.000,00 4,09% Assistierte Ausbildung 7.233,50 0,05% 6.396,50 0,04% 837,00 0,01% 0,00 0,00% Summe 1.800.622,86 12,29% 512.795,11 3,50% 236.082,22 1,61% 1.051.745,53 7,18% Ausbildungszuschuss 99.954,65 0,68% 12.078,00 0,08% 55.354,65 0,38% 32.522,00 0,22% Probebeschäftigung behinderter Menschen 100.000,00 0,68% 47.152,84 0,32% 15.753,61 0,11% 37.093,55 0,25% Probebeschäftigung schwerbehinderter Menschen 103.165,95 0,70% 28.740,02 0,20% 4.800,00 0,03% 69.625,93 0,48% Eingliederungszuschüsse f. Behinderte 110.141,72 0,75% 36.916,12 0,25% 976,80 0,01% 72.248,80 0,49% Eingliederungszuschüsse f. Schwerbehinderte 239.038,99 1,63% 157.216,00 1,07% 73.006,87 0,50% 8.816,12 0,06% besondere Maßnahmen zur Weiterbildung Reha 254.533,32 1,74% 230.155,01 1,57% 17.116,94 0,12% 7.261,37 0,05% Summe 906834,63 6,19% 512257,99 3,50% 167008,87 1,14% 227.567,77 1,55% Arbeitsgelegenheit Mehraufwand 1.173.058,06 8,00% 580.971,90 3,96% 569.683,11 3,89% 22.403,05 0,15% Summe 1.173.058,06 8,00% 580.971,90 3,96% 569.683,11 3,89% 22.403,05 0,15% Freie Förderung (§ 16f SGB II) 140.674,20 0,96% 95.259,97 0,65% 24.405,54 0,17% 21.008,69 0,14% Förderung schwer zu erreichender junger Menschen 245.214,70 1,67% 126.457,70 0,86% 64.039,78 0,44% 54.717,22 0,37% Summe 385.888,90 2,63% 221.717,67 1,51% 88.445,32 0,60% 75.725,91 0,52% Sonstiges 50.000,00 0,34% 0,00 0,00% 0,00 0,00% 50.000,00 0,34% Summe 50.000,00 0,34% 0,00 0,00% 0,00 0,00% 50.000,00 0,34% Gesamtsumme 14.655.187,00 100,00% 8.429.352,66 57,52% 3.489.306,97 23,81% 2.736.527,37 18,67% Sonstiges Leistungen für Menschen mit Behinderung Beschäftigung schaffende Leistungen Maßnahmen für Jüngere Beratung und Unterstützung der Arbeitsuche Freie Förderung Qualifizierung Beschäftigung begleitende Leistungen Förderung schwer zu erreichender junger Menschen
Berichtsvorlage
14675 Zeichen
V/0818/2019
V/0818/2019
Öffentliche Berichtsvorlage
Betrifft
Basisinformationen Jobcenter
Beratungsfolge
25.09.2019 Ausschuss für Soziales, Stiftungen, Gesundheit, Verbrauche r-
schutz und Arbeitsförderung
Bericht
Bericht:
Die Bundesagentur für Arbeit veröffentlicht Grundsicherungsdaten nach dem SGB II grundsätzlich
nach dem so genannten Wartezeitkonzept, da es sich um dynamische Daten handelt. Dies b e-
deutet, dass den Jobcentern ein dreimonatiges Zeitfenster für Nacherfassungen (z. B. nachträ g-
lich bekannt gewordene Arbeitsaufnahmen) zur Verfügung steht. Erst nach dieser Wartezeit ge l-
ten die Daten als festgeschrieben und werden als öffentliche Statistik zur Verfügung gestellt.
Zum Zeitpunkt der Erstellung dieser Basisinformationen liegen festgeschriebene Grundsich e-
rungsdaten für den Berichtsmonat April 2019 vor. Um aktuellere Daten zur Verfügung stellen zu
können, werden die Daten für die Monate Mai 2019 bis Juli 2019 - sofern möglich - entsprechend
hoch gerechnet und als Prognose ausgewiesen. Dies betrifft neben Strukturdaten und Kennza h-
len auch die Daten zur Zielerreichung.
Die durch das Jobcenter Münster eigenständig errechneten Prognosewerte können von den D a-
ten der öffentlichen Statistik der Bundesagentur für Arbeit, die sukzessive in den nächsten Mon a-
ten veröffentlicht werden, abweichen.
Arbeitsmarktdaten (z. B. Daten zu Arbeitslosen) werden bereits regulär am aktuellen Rand v eröf-
fentlicht, das Wartezeitkonzept gilt nicht. Aktueller Datenstand ist hier der Monat Juli 2019.
1. Strukturdaten, Kennzahlen und Ergänzungsgrößen
Nach aktueller Hochrechnung für den Berichtsmonat Juli 2019 erhalten 21.460 Personen in 10.582
Bedarfsgemeinschaften Leistungen nach dem SGB II (vgl. Abbildung 1). Die Zahl der erwerbsfähigen
Leistungsberechtigten beläuft sich für Juli 2019 auf 14.287 Personen. Gegenüber dem Vorjahr ist die
Zahl der erwerbsfähigen Leistungsberechtigten um 3,9 % zurückgegangen. Bei der Zahl der Lei s-
Jobcenter
06.09.2019
Ihr/e Ansprechpartner/in:
Frau Reckfort
Telefon: 492-9038
ReckfortS@stadt-
muenster.de
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tungsberechtigten in der Zielgruppe der 15 bis 24 -jährigen ist ein Rückgang von 7,4 % gegenüber
dem Vorjahr auszumachen.
Strukturdaten
- Prognose
Mai 2019 Juni 2019 Juli 2019
Veränderung
Mai 19 zu Jul
19 Juli 2018
Veränderung
Jul 18 zu Jul
19
Durchschnitt
2018
Bedarfsgemeinschaften (BG) 10.636 10.649 10.582 -0,5% 11.047 -4,2% 10.974
Personen in Bedarfsgemeinschaften 21.570 21.596 21.460 -0,5% 22.226 -3,4% 22.148
Nichterwerbsfähige Leistungberechtigte (NEF) 6.239 6.247 6.207 -0,5% 6.412 -3,2% 6.428
Erwerbsfähige Leistungsberechtigte (ELB) 14.361 14.378 14.287 -0,5% 14.864 -3,9% 14.756
Männer 7.266 7.249 7.162 -1,4% 7.543 -5,0% 7.476
Frauen 7.094 7.128 7.124 0,4% 7.321 -2,7% 7.279
15 bis 24 Jahre 2.793 2.779 2.735 -2,1% 2.952 -7,4% 2.894
25 bis 54 Jahre 9.199 9.211 9.153 -0,5% 9.620 -4,9% 9.584
55 Jahre und älter 2.368 2.388 2.399 1,3% 2.292 4,7% 2.278
Deutsche 9.036 9.054 9.028 -0,1% 9.458 -4,5% 9.380
Ausländer 5.264 5.261 5.199 -1,2% 5.338 -2,6% 5.311
Erwerbstätige Leistungsbeziehende 4.246 4.222 4.170 -1,8% 4.373 -4,6% 4.368
Abbildung 1: Strukturdaten - Prognose Jobcenter Münster
Die Ausgabensumme für die Leistungen zum Lebensunt erhalt ist aufgrund der sinkenden Zahl der
erwerbsfähigen Leistungsberechtigten weiterhin leicht rückläufig (vgl. Abbildung 2). Im Vergleich zum
Vorjahr wurden im Juli 2019 3,7 % weniger Leistungen zum Lebensunterhalt ausgezahlt. Auch die
Leistungen für Unterkunft und Heizung waren im Juli 2019 rückläufig, im Vorjahresvergleich um 3,5%.
Kennzahlen
- Prognose
Mai 2019 Juni 2019 Juli 2019
Veränderung
Mai 19 zu Jul
19 Juli 2018
Veränderung
Jul 18 zu Jul
19
Durchschnitt
2018
K1 - Leistungen zum Lebensunterhalt (Bund)
Monatswert (in Mio. €) 4,36 4,34 4,28 -1,8% 4,44 -3,7% 4,42
Jahresfortschrittswert (in Mio. €) 21,95 26,29 30,56 31,38 -2,6%
K1E1 - Leistungen für Unterkunft und Heizung (Stadt)
Monatswert (in Mio. €) 4,66 4,66 4,62 -1,0% 4,78 -3,5% 4,73
Jahresfortschrittswert (in Mio. €) 23,28 27,94 32,55 33,46 -2,7%
Abbildung 2: Kennzahlen - Prognose Jobcenter Münster
Wie auch im anderen Rechtskreis SGB III ist die Arbeitslosenquote im SGB II saisonbedingt im Ve r-
gleich zum Vormonat leicht angestiegen. Sie beläuft sich über beide Rechtskreise im Berichtsmonat
Juli 2019 auf 4,6 %. Sie liegt damit aber immer noch um 0,5 Prozentpunkte unter dem Wert des Vo r-
jahres (vgl. Abbildung 3) und verbleibt somit, insbesondere im Vergleich zu den Quoten des Bundes
(5,0 %) und Landes (6,6 %) weiterhin auf niedrigem Niveau.
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Insbesondere im Rechtskreis SGB II konnte die Arbeitslosenquote im Vergleich zum Vorjahr weiter
gesenkt werden. Hiervon ist besonders die Altersgruppe der 15 bis 24 -jährigen begünstigt. Ihre A r-
beitslosenquote hat sich gegenüber dem Vorjahr um 0,5 Prozentpunkte auf 2,0 % verringert.
Arbeitsmarkt
- keine Prognose
Mai 2019 Juni 2019 Juli 2019
Veränderung
Mai 19 zu
Jul 19
Juli 2018
Veränderung
Jul 18 zu Jul
19
Durchschnitt
2018
Arbeitslosenquote Münster (in %) 4,5 4,5 4,6 2,2% 5,1 -9,8% 5,0
davon: Rechtskreis SGB III (Arbeitsagentur) 1,5 1,5 1,7 13,3% 1,7 0,0% 1,6
davon: Rechtskreis SGB II (Jobcenter) 3,0 3,0 3,0 0,0% 3,4 -11,8% 3,4
Rechtskreis SGB II unter 25 Jahre (Jugendarbeitslosigkeit) 1,9 1,9 2,0 5,3% 2,5 -20,0% 2,4
Bestand Arbeitslose SGB II 5.123 5.094 5.137 0,3% 5.772 -11,0% 5.641
Männer 2.887 2.853 2.871 -0,6% 3.254 -11,8% 3.186
Frauen 2.236 2.241 2.266 1,3% 2.518 -10,0% 2.454
15 bis 24 Jahre 447 443 457 2,2% 562 -18,7% 520
25 bis 54 Jahre 3.835 3.804 3.816 -0,5% 4.331 -11,9% 4.240
55 Jahre und älter 841 847 864 2,7% 879 -1,7% 881
Deutsche 3.327 3.320 3.355 0,8% 3.868 -13,3% 3.811
Ausländer 1.796 1.774 1.782 -0,8% 1.904 -6,4% 1.830
Langzeitarbeitslose 2.691 2.663 2.667 -0,9% 2.970 -10,2% 3.007
Abbildung 3: Arbeitsmarkt - Daten der Bundesagentur für Arbeit
Im Berichtsmonat April 2019 sind 322 Sanktionen wirksam geworden (vgl. Abb ildung 4). Die Sankt i-
onsquote liegt bei 1,7 %, der durchschnittliche Kürzungsbetrag beläuft sich auf 91,32 €. Beide Werte
liegen weiterhin unter dem Landes- und Bundesschnitt.
Sanktionen
-keine Prognose Februar
2019 März 2019 April 2019
Veränderung
Feb 19 zu
Apr 19 April 2018
Veränderung
Apr 18 zu
Apr 19
Durchschnitt
2018
Anzahl der wirksamen Sanktionen 325 302 322 -0,9% 344 -6,4% 316
Anzahl Personen mit mindestens einer Sanktion 237 219 241 1,7% 237 1,7% 235
Deutsche 167 165 185 10,8% 176 5,1% 172
Ausländer 70 54 56 -20,0% 61 -8,2% 63
Sanktionsquote
Münster 1,6 1,5 1,7 2,5% 1,6 5,2% 1,6
Nordrhein-Westfalen 2,6 2,6 2,7 2,9% 2,7 -1,2% 2,7
Deutschland 3,1 3,1 3,1 0,6% 3,2 -0,6% 3,2
Durchschnittliche Höhe der Kürzung
Münster 92,98 € 90,39 € 91,32 € -1,8% 96,18 € -5,1% 90,52 €
Nordrhein-Westfalen 107,31 € 107,68 € 106,53 € -0,7% 106,09 € 0,4% 104,97 €
Deutschland 112,60 € 111,94 € 111,78 € -0,7% 110,98 € 0,7% 109,89 €
Abbildung 4: Sanktionen - Daten der Bundesagentur für Arbeit
Im zweiten Quartal 2019 wurden 280 Verfahren zwecks Prüfung einer Ordnungswidrigkeit eingeleitet
(vgl. Abbildung 5). Insgesamt 56 Bußgeldbescheide wurden im Quartal rechtskräftig.
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V/0818/2019
Ordnungswidrigkeiten
April 19 Mai 19 Juni 19 Summe Quartal
Anzahl Prüfverfahren 80 91 109 280
Anzahl neu erlassene Bußgeldbescheide 16 13 27 56
Anzahl rechtskräftige Bußgeldbescheide 31 8 17 56
0,00 € bis 200,00 € 15 4 4 23
200,00 € bis 500,00 € 15 2 8 25
500,00 € bis 1.000,00 € 1 2 5 8
Eingegangene Einsprüche 5 5 - 10
Abbildung 5: Ordnungswidrigkeiten - Daten Jobcenter Münster
Die nachfolgende Abbildung zeigt sowohl die Eintritte als auch die Anzahl der Teilnahmen in Ang e-
boten des Perspektivzentrums von Januar bis Juni 2019. Im ersten Halbjahr sind insgesamt 133 e r-
folgreiche Eintritte in das Angebot „Impulse für Erwerbsarbeit“ des Perspektivzentrums erfolgt (vgl.
Abbildung 6). Schwerpunkte bilden weiterhin die Module „Einstiegsberatung“ und „Standortbesti m-
mung“. Insgesamt haben 201 Personen im ersten Halbjahr 2019 an den Angeboten des Perspekti v-
zentrums teilgenommen.
2. Zielerreichung
Abbildung 6: Perspektivzentrum - Daten Jobcenter Münster
a) Integrationen
Für die Monate Januar bis Juli 2019 werden insgesamt 1.661 Integrationen prognostiziert. Mit Blick
auf den vereinbarten Zielwert (Steigerung gegenüber dem Vorjahr um 0,9 %) ergibt sich daraus für
den Monat Juli 2019 eine Zielabweichung von 35 Integrationen (vgl. Abbildung 7). Durch die nach der
Sommerpause zu erwartende Herbstbelebung am Arbeitsmarkt und die im August und September
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anstehenden Integrationen in Ausbildung wird aber eine Annäherung an den Sollwert in der zweiten
Jahreshälfte erwartet.
Abbildung 7: Summe der Integrationen im Jahresfortschritt
Die Zielvereinbarung mit dem Land NRW sieht bei der Integrationsquote gegenüber dem Jahr 2019
eine Steigerung um 3,2 % vor. Im aktuellen Berichtsmonat Juli beträgt die prognostizierte Integrat i-
onsquote 11,5 % und liegt damit um 0,3 Prozentpunkte über dem Ergebnis des Vorjahresmonats. Zur
Zielerreichung ist ein weiterer Zuwachs um 0,1 Prozentpunkte erforderlich.
Abbildung 8: Integrationsquote im Jahresfortschritt
b) Langzeitleistungsbezug
Der durchschnittliche Bestand der Langzeitleistungsbeziehenden lag im Juli 2019 hochgerechnet bei
9.878 Personen (vgl. Abbildung 9). Mit dem Land NRW wurde vereinbart, dass der Bestand im Ja h-
resdurchschnitt 2019 um nicht mehr als 3,8 % gegenüber dem Vorjahr steigt, das ergibt einen Zie l-
wert von 9.844 Langzeitleistungsbeziehenden. Aufgrund der zuletzt sinkenden Za hl der Langzeitleis-
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tungsbeziehenden wird sich der durchschnittliche Bestand in den kommenden Monaten weiter verri n-
gern, so dass zum Jahresende von einer Zielerreichung auszugehen ist.
Abbildung 9: Bestand Langzeitleistungsbeziehende im Jahresdurchschnitt
Bei der Integrationsquote der Langzeitleistungsbeziehenden wurde mit dem Land vereinbart, dass der
Vorjahreswert um 0,5 % gesteigert werden soll. Die Quote beläuft sich im Juli 2019 prognostiziert auf
8,2 %, der Sollwert beträgt 8,3 % (vgl. Abbildung 10). Zu beachten ist, dass im Jahr 2019 das neue
Teilhabechancengesetz (§ 16 i und § 16e SGB II) für diese Zielgruppe in Kraft getreten ist. Im Jo b-
center Münster konnten bis Ende August 2019 mehr als 70 geförde rte Beschäftigungsverhältnisse
nach § 16i SGB II bewilligt werden. Der Eintritt eines Langzeitleistungsbeziehenden in ein solches
Arbeitsverhältnis wird aber nicht als Integration gezählt.
Abbildung 10: Integrationsquote Langzeitleistungsbeziehende
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Fazit und Ausblick:
Auch für das Jahr 2019 hat das Jobcenter der Stadt Münster zu Beginn des Jahres mit dem Land
NRW ambitionierte Ziele und damit ein e weitere Steigerung der zu erreichenden Jahresendwerte g e-
genüber 2018 vereinbart.
Der Blick auf die Zielerreichung zeigt, dass bis zum Berichtsmonat Juli Zielabweichungen vorliegen,
diese aber sowohl bei der Integrationsquote insgesamt als auch bei der Integrationsquote der Lan g-
zeitleistungsbezieher gering sind. Insbesondere dur ch die Arbeitsmarktintegration der Geflüchteten
und die neu beginnenden Ausbildungsverhältnisse in der Zielgruppe der unter 25 -jährigen wird in der
zweiten Jahreshälfte ein Anstieg bei den Integrationszahlen erwartet.
Bei dem durchschnittlichen Bestand de r Langzeitleistungsbeziehenden ist aufgrund der aktuell rüc k-
läufigen Zahlen davon auszugehen, dass der Sollwert zum Jahresende erreicht wird.
Erfreulich ist, dass es gelungen ist, die Zahl der Arbeitslosen weiter zu verringern. So konnte die A r-
beitslosenquote im Rechtskreis SGB II im Vergleich zum Vorjahresmonat von 3,4 % auf 3,0 % g e-
senkt werden. Die bereits geringe Jugendarbeitslosenquote konnte dabei nochmals von 2,5 % auf 2,0
% reduziert werden.
Für das zweite Quartal 2019 sagen die Wirtschaftsinstitute eine deutliche Verlangsamung der Ko n-
junktur voraus. Hinzu kommen die Risiken durch den Brexit, den anhaltenden Handelsstreit zwischen
den USA und China und die allgemeine weltwirtschaftliche Konjunkturschwäche, die zu einer Eintr ü-
bung der Konjunkturerwartungen führen. Auch auf dem Arbeitsmarkt macht sich die konjunkturelle
Abkühlung bereits bemerkbar. Die Nachfrage nach neuen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern befindet
sich zwar weiterhin auf einem hohen Niveau, wird aber merklich schwächer. Insgesamt ist die derzei-
tige Lage am Arbeitsmarkt weiterhin positiv.
In Vertretung
Gez.
Cornelia Wilkens
Stadträtin
Anlagen:
Anlage 1 – Glossar
Anlage 2 – Abflussbericht Eingliederungstitel
Beratungsverlauf (1)
Beschluss: zur Kenntnis genommen
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- V/0818/2019
- Typ
- Vorlagen
- Datum
- 04.09.2019
- Erstellt
- 06.10.2020 14:37