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Jahresbericht 2016 NS-DOK

Mitteilung Ausschuss 0639/2017 vom 07.03.2017

Stand: Am 21.03.2017 im Ausschuss Kunst und Kultur beraten. Ergebnis: Kenntnis genommen.

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    Die Oberbürgermeisterin Dezernat, Dienststelle VII/4520 Vorlagen-Nummer 07.03.2017 0639/2017 Mitteilung öffentlicher Teil Gremium Datum Ausschuss Kunst und Kultur 21.03.2017 Jahresbericht 2016 des NS-Dokumentationszentrums der Stadt Köln Auch das Jahr 2016 war für das NS-Dokumentationszentrum der Stadt Köln außerordentlich erfolgreich.  Besuchsrekord im 15. Jahr in Folge: Mit 80.554 Besucherinnen und Besuchern wurde erneut eine neue Höchstmarke erreicht. Im Vergleich zum Jahr 2002 (25.754) hat sich 2016 die Zahl der Besuche mehr als verdreifacht.  Das bedeutende Kooperationsprojekt des NS-Dokumentationszentrums mit dem Staatlichen Museum Auschwitz-Birkenau „Todesfabrik Auschwitz. Topografie und Alltag in einem Konzentrations- und Vernichtungslager“ konnte 2016 erfolgreich zum Abschluss gebracht werden. Die Ausstellung wurde u. a. im ehemaligen Stammlager Auschwitz gezeigt, und eine aufwändig gestaltete Publikation auf Deutsch, Englisch und Polnisch erschien.  Das Verfahren zur Errichtung des Denkmals zu den Anschlägen des NSU in der Keupstraße und der Probsteigasse konnte mit einem einstimmigen Votum der Jury innerhalb von zehn Monaten er- folgreich abgeschlossen werden. Der Einbezug der Opfer war dabei von zentraler Bedeutung.  Es wurden sieben Sonderausstellungen gezeigt, die bis auf eine alle Eigenproduktionen waren.  Mit über 2.000 Führungen war die Museums- bzw. Gedenkstättenpädagogik erfolgreich.  Die Info- und Bildungsstelle gegen Rechtsextremismus (ibs) ist für viele Informationssuchende und als Teil eines Netzwerkes ein kompetenter Ansprechpartner zum Thema Rechtsextremismus und findet weit über die Grenzen Kölns hinaus Beachtung.  180 Veranstaltungen wurden durchgeführt, deren Form und Inhalt sehr unterschiedlich waren.  Die Internetseite und die Facebook-Seite stießen auf großes Interesse. Im Rahmen der finanziel- len Möglichkeiten konnte für Ausstellungen und Veranstaltungen Werbung gemacht werden.  Der Bestand der Bibliothek wuchs auf 22.573 Bände.  Schwerpunkte der Arbeit der Abteilung Dokumentation waren 2016 das Bildarchiv, die Bestände- übersicht, die Digitalisierung von Tausenden Fotos und Dokumenten, die Mitarbeit an Forschungs- 2 projekten und die Beantwortung von Anfragen. Insgesamt umfassten die verschiedenen Dokumen- tationen zum Jahresende 2016 202.356 Datensätze (196.314 im Jahr 2015). Das NS-DOK erhielt auch 2016 wieder bedeutende Sammlungszugänge.  Zahlreiche Publikationen des NS-Dokumentationszentrums wurden veröffentlicht, u. a.: der Band über die „Todesfabrik Auschwitz“, „Bilder einer Stadt im Nationalsozialismus. Köln 1933-45“, „Der Jüdische Friedhof Köln-Bocklemünd. Architektur, Geschichte und Biografien“ sowie Bände in der Schriftenreihe.  Das mehrjährige Projekt „‚Die Hitlerjugend ist das Volk von morgen’ – HJ und BDM im Rheinland und in Westfalen 1930-1945“ konnte mit einer Ausstellung und einer umfassenden Internetpräsen- tation abgeschlossen werden.  2016 erhielt das NS-Dokumentationszentrum drei weitere Auszeichnungen. Wie schon 2014 und 2015 verlieh das Reiseportal TripAdvisor dem NS-DOK ein „Zertifikat für Exzellenz“. Dr. Werner Jung wurde der Ehrenpreis des Kölner Kulturrates und Dr. Barbara Becker-Jákli der Giesberts- Lewin-Preis der Kölnischen Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit verliehen. Die Anzahl der Auszeichnungen erhöhte sich damit auf 23.  Das Konzept für ein „Haus für Erinnern und Demokratie“ wurde entwickelt. Auf den beiden oberen Etagen des EL-DE-Hauses soll mit einem Erlebnismuseum Demokratie ein modernes pädagogi- sches Format entstehen sowie die pädagogische Arbeit und die Bildungsangebote gestärkt wer- den. Der Jahresbericht wird auf der Internetseite www.nsdok.de eingestellt und die Druckfassung in der Sitzung des Ausschusses Kunst und Kultur verteilt. gez. Laugwitz-Aulbach

Beratungsverlauf

  1. 21.03.2017

    Ausschuss Kunst und Kultur

    TOP 8.2, Kenntnisnahme (Mitteilung). Ergebnis: Kenntnis genommen

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