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1383/2019

Darstellung der Sparten, hier: Popkultur

Mitteilung Ausschuss 16.04.2019

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Nächste Beratung: Ausschuss Kunst und Kultur, Sitzung am 07.05.2019, TOP 2.1

1383-2019 Anlage 1 Spartenbericht Popkultur

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1383-2019 Anlage 1 Spartenbericht Popkultur

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Anlage 1 
Spartenbericht Popkultur – Ausschuss Kunst und Kultur – 07.05.2019 
Die Szene der Kölner Popmusik – agil, laut, hörbar! 
Die kontinuierliche Arbeit der Bands aus Köln, die in den letzten Jahren dafür sorgten, dass die 
Domstadt auf der musikalischen Landkarte wieder ein erfreulich bunter Fleck wurde, trägt auch 2019 
ihre Früchte: Wer einen seriösen Radiosender einsch altet, kann auf großartige Hits von Roosevelt, 
Sophisticated Pop von Golf, weitdenkenden Folk von Annenmaykantereit oder gar auf den 
fulminanten Brass-Pop von Querbeat treffen. Letzter e haben es sogar geschafft, aus dem Karneval 
heraus der kölschen Sprache ein europaweites musikalisches Forum zu bieten, das über den bisher in 
dieser Sparte bekannten Pop und Rock in nahezu welt musikalischer Hinsicht für Furore sorgt. Als 
Botschafter kölnischer Lebens- und Mundart ist die Band ein Geschenk sowohl für den Mainstream 
als auch für die Szene. Ein Berührungspunkt, der in  dieser Form noch neu und absolut 
erwähnenswert ist. 
Auch viele altbekannte Namen der Szene sind weiterh in agil: So machte die Band Erdmöbel die 
Situation am Ebertplatz mit dem Song „Hoffnungsmasc hine“ musikalisch über die Stadtgrenzen 
hinaus zum Politikum. Das Bandprojekt Fortuna Ehren feld dürfte mit der Veröffentlichung seines 
dritten Albums im Mai 2019 zum nächsten großen Spru ng ansetzen. Der Musiker Eric Pfeil 
veröffentlicht im Juli nun als Band „Die Realität“ auf dem beachteten Münchner Trikont-Label ein mit 
Spannung erwartetes Album. Die verdienten Locas In Love haben als „Gorilla Club“ angefangen, ihren 
außergewöhnlichen und unverwechselbaren Indiepop fü r Kinder „umzuschreiben“ und unterhalten 
damit auch über die Stadtgrenzen nun die Sprössling e ihrer bisherigen Fans bestens. Auch wieder zu 
beachten: die in experimentierfreudigen Szenen läng st etablierten „Von Spar“, die auch nach 15 
Jahren ihres Bestehens emsig ein neues Album auf ei nem Hamburger Label veröffentlichen, das 
schon im Vorfeld diskutiert wird. Last but not leas t erschien im Oktober 2018 nach einer 
siebenjährigen Wartezeit für das Publikum ein neues  Studioalbum von Peter Licht auf dem 
Hamburger Label Tapete Records. 
Zahlreiche Beispiele, die für sich gesehen dank fun ktionierender Strukturen erfolgreich sind, aber 
auch als Kollektiv durchaus die Musikstadt Köln zu repräsentieren wissen. 
 
Vorläufiges Endergebnis – Evaluation der Proberaumsituation in Köln 
Das Projekt untersucht den qualitativen und quantit ativen Bestand von Proberäumen in Köln. Im 
Rahmen der Evaluation werden Interviews mit den Betreibern bzw. Vermietern der jeweiligen Räume 
geführt und die angebotenen Räumlichkeiten größtent eils persönlich besichtigt, um deren Zustand 
beurteilen zu können. Die Erhebung wird anhand eine s standardisierten Evaluationsleitfadens 
durchgeführt, der in Zusammenarbeit mit dem Auftrag geber Popkultur e.V. entwickelt wurde. Der 
Auftraggeber erhielt vom Kulturamt der Stadt Köln e ine Förderung, um das Projekt durchzuführen 
und einen dazugehörigen Bericht zu veröffentlichen. 
Alle durchgeführten Begehungen des Projektes fanden  an verschiedensten Orten im Kölner 
Stadtgebiet statt, an denen sich jeweils von ein pa ar wenigen bis zu 100 Proberäumen für Musiker 
befinden. Insgesamt werden im Bericht Zahlen und Fakten zu rund 350 Proberäumen dargestellt.  
Der überwiegende Großteil der besichtigten Objekte und Räume befindet sich in einem guten 
Zustand. Nur ein paar wenige Räumlichkeiten waren z um Zeitpunkt der Besichtigung von eklatanten 
Mängeln wie Schimmel oder Feuchtigkeit betroffen. A lle Proberaumzentren sind mit dem 
öffentlichen Nahverkehr fußläufig zu erreichen, ebe nso ist eine Anfahrt mindestens per Pkw überall 
gewährleistet. Die überwiegende Mehrheit der Prober äume liegt baurechtlich in sogenannten 
Mischgebieten, weshalb Nutzungskonflikte aufgrund v on Schallemissionen oder dem Be- und

Entladen von Equipment nur punktuell ein Problem da rstellen. Dies ermöglicht, dass die Musiker die 
Räume in den meisten Fällen an sieben Tagen pro Woche und rund um die Uhr nutzen können.  
Sicherheitsrelevante Ausstattungsmerkmale wie eine ausreichende Anzahl von Notausgängen sowie 
eine auflagenkonforme Fluchtwegbeschilderung inklus ive der Notausgangsschilder sind beinahe 
überall vorhanden. Weitere sicherheitsrelevante Aus stattungsmerkmale wie Brandmeldeanlage 
inklusive eines raumweisen Einbaus von optischen und akustischen Meldern für den Brandfall weisen 
in der Regel nur Räume auf, die neuer im Bestand sind. 
Die Hälfte der untersuchten Proberäume kann zwei Größenkategorien zugeordnet werden: Zwischen 
15 bis 19 Quadratmeter große Räume stellen knapp 26  % des Bestandes und Räume mit 20 bis 24 
Quadratmetern weitere knapp 25 % der insgesamt zur Verfügung stehenden Räume dar. Größere 
Räume mit 35 Quadratmetern und mehr machen 18 % des  Bestandes aus. Die Mietpreise für die 
Räume variieren deutlich, wobei die Spreizung der K osten nur teilweise auf die qualitativen und 
sonstigen Ausstattungsmerkmale der Raumangebote zur ückzuführen sind. Vergleichbar zum 
Wohnungsmarkt ist auch der Quadratmetermietpreis be i kleinen Räumen proportional höher als bei 
großen und sehr großen Räumen. Insgesamt variieren die Warmmiete pro Quadratmeter in einem 
Spektrum von 10 Euro bis knapp 25 Euro.  
Bei den sonstigen Ausstattungsmerkmalen und der bau lichen und akustischen Qualität der 
angebotenen Räume gibt es eine größere Varianz. Pro beräume mit Tageslicht sind nur in einem 
kleinen Umfang vorhanden und wurden in einem Fall a uch nachträglich baulich geschlossen – 
aufgrund neuer, heranrückender Wohnbebauung, um vor sorglich etwaige Lärmbeschwerden zu 
vermeiden. Neben einer ganzen Reihe von sehr guten baulichen Anlagen von Proberäumen mit 
doppelt gemauerten und isolierten Wänden, entkoppelten Böden und schalldichten Zugangstüren zu 
den einzelnen Räumen gibt es je nach Alter des Prob eraumbestandes etliche qualitativ weniger gute 
Räume.  
Die vorhandenen Proberäume sind bis auf sehr wenige  Ausnahmen von mehreren Bands oder 
Musikern belegt, wobei eine Doppel- bis Dreifachbel egung als Standard gelten kann. Jedoch ist auch 
eine darüberhinausgehende Belegung von fünf und meh r Bands pro Raum kein Einzelfall. Neben der 
finanziellen Entlastung der Mietkosten der Räume is t die hohe Nutzungsfrequenz auch durch die 
starke Nachfrage nach geeigneten und qualitativ hochwertigen Proberäumen zu erklären.  
Die große Nachfrage nach Räumen wurde von allen Int erviewpartnern gleichsam betont. In beinahe 
allen Proberaumzentren – mit Ausnahme der preislich  teuersten – sind keine Räume frei. Alle 
Interviewten berichten von regelmäßigen Anfragen vo n Musikern. Da die Fluktuation in den 
bestehenden Proberaumzentren außerordentlich gering  ist, sind Neuvermietungen von Räumen im 
Grunde nicht existent. Ein paar Anbieter haben beri chtet, dass die letzte wirkliche Neuvermietung 
eines Raumes bereits über 5 und bis zu 10 Jahren zu rückliegt. Die äußerst geringe Leerstandsquote 
sowie die stete Nachfrage von Seiten der Musiker er klärt, weshalb beinahe alle Interviewten 
entweder aktiv auf der Suche nach weiteren, geeigne ten Flächen und Gebäuden in Köln sind, oder 
bei passender Gelegenheit sofort tätig werden würden, um ihr bestehendes Angebot zu erweitern.  
 
Auszeichnungen von Kölner Spielstätten 
Erneut wurde im Rahmen der Verleihung „Applaus 2018 “ in Mannheim, der Auszeichnung der 
Programmplanung unabhängiger Spielstätten, Betriebe  und Reihen aus Köln ausgezeichnet. In der 
höchsten Kategorie fielen zwei Preisträger mit jewe ils über 104 Konzerten pro Jahr: Zum einen der 
Sonic Ballroom sowie der Club Bahnhof Ehrenfeld/Yuca. In Kategorie 3 wurden zwei Programmreihen 
mit mindestens 10 Konzerten jährlich ausgezeichnet:  Zum einen „Freiraum“ sowie die Reihe „Real 
Live Jazz“. Ebenso erwähnenswert ist, dass der Klub  Bootshaus in Köln-Mülheim in einer 
internationalen Besucherbefragung der Zeitschrift D J Mag in die Top Ten der weltweit besten 
(Elektro-)Klubs gewählt wurde und damit alle andere n deutschen Spielstätten im Ranking hinter sich

gelassen hat. Zu guter Letzt wurde der Sonic Ballro om beim diesjährigen Backstage-Clubaward 
ausgezeichnet in der Kategorie „Beste Nachwuchsarbeit und Förderung der lokalen Szene“.  
Kulturraumschutz – Clubkataster und Integration von  Kreativräumen und kulturellen 
Raumbedarfen in Stadtplanung 
 
Aktuell wird unter der Federführung durch das Kultu ramt der Stadt Köln die Erstellung eines 
qualifizierten Katasters vorangetrieben, in dem zunächst die Orte der Musikclubszene dargestellt und 
visualisiert werden. Mit einer internen Veröffentli chung dieses ersten Schrittes ist nach der 
Sommerpause zu rechnen. Damit die Kölner Politik un d Verwaltung bei zukünftigen 
Stadtentwicklungsmaßnahmen neben den Standorten der  Kulturorte auch eine Einordnung ihrer 
jeweiligen Relevanz vornehmen kann, wurde vom Kultu ramt ein Kategoriensystem entwickelt. Der 
Verband Klubkomm e.V. liefert hierzu qualifizierte Daten für die Kölner Musikspielstätten. Das 
Kataster enthält Informationen u.a. über die Größe der Spielstätten, Gründungsjahr, Umfang und 
Arten des Programmangebots, bisheriger Auszeichnungen und Förderungen etc. Das Kataster und die 
verwendeten Kategorien sollen von Beginn an so umfä nglich aufgestellt werden, dass im weiteren 
Verlauf auch alle weiteren Kunst- und Kultursparten sinnvoll integriert werden können.  
Diese Maßnahme soll einerseits dem Erhalt und andererseits dem Aufspüren von neuen, potenziellen 
Flächen für kulturelle (Zwischen-)Nutzungen dienen.  Nach der Erstellung und Ausweitung des 
Katasters auf weitere Kultur- und Kreativbranchen m uss dieses regelmäßig aktualisiert werden, um 
verwaltungsintern als fester Bestandteil bei Stadtplanungsmaßnahmen implementiert zu werden. 
Im weiteren Verlauf ist es notwendig, im Sinne des Kulturraumschutzes einen Handlungsleitfaden zu 
erstellen, der Instrumente und Best-Practice-Beispi ele aus anderen Kommunen systematisch 
abbildet. Dies kann sicherstellen, dass aktuelle un d zukünftige Stadtentwicklungsmaßnahmen 
kreative und kulturelle Raum- und Freiraumbedarfe b esser berücksichtigt werden. Der Vorschlag, 
einen solchen Handlungsleitfaden und der dazugehöri gen Instrumente zu erstellen, wurde im 
Februar 2018 im Ratsantrag AN/0149/2018 eingebracht. Der Klubkomm e.V. als Vertreter der Kölner 
Klub- und Veranstalterszene hat diesbezüglich ein umfangreiches Wissen und ist gerne bereit, sich an 
einem Wissenstransfer an der Schnittstelle zwischen Politik und Verwaltung zu beteiligen, um sowohl 
der Musikklubszene also auch den anderen Kultur- und Kreativbranchen wertvolle Impulse zu liefern.  
 
c/o pop Festival 2019 
Erstmalig findet das c/o pop Festival vom 01. bis 0 5. Mai und damit zum Beginn der Festivalsaison 
statt. Der neue Termin geht einher mit der Verlager ung des umfangreichen Festivalgeschehens in 
den Stadtteil Ehrenfeld.  Ein erster Erfahrungsberi cht wird mündlich im Ausschuss von Norbert 
Oberhaus vorgestellt.  
 
Stand: März 2019 
Autoren: Martin Steuer und Heiko Rühl KLUBKOMM e.V.

Mitteilung Ausschuss

1177 Zeichen

Die Oberbürgermeisterin 
Dezernat, Dienststelle  
VII/41/41/2 
 
Vorlagen-Nummer  16.04.2019 
 1383/2019 
Mitteilung 
öffentlicher Teil 
Gremium Datum 
Ausschuss Kunst und Kultur 07.05.2019 
 
 
Darstellung der Sparten, hier: Popkultur 
 
In seiner Sitzung am 07.09.2010 hat der Kulturausschuss die Verwaltung beauftragt, „den Sparten 
Musik, Darstellende Kunst (mit Theater und Tanz), Bildende Kunst (Fotografie) und Medien (Film, 
Literatur) die Möglichkeit zu geben“, regelmäßig über das Geschehen, die aktuelle Situation und die 
Perspektiven ihrer Arbeit schriftlich zu berichten. Der Bericht soll – wie in der Vergangenheit – drei 
Seiten nicht überschreiten. Außerdem muss erkennbar sein, wer die Unterlage erstellt hat und wer in 
die Erstellung einbezogen worden ist. 
 
Die Vertreterinnen/Vertreter der Sparten sind zu der jeweiligen Sitzung einzuladen, um für Rückfra-
gen aus dem Ausschuss zur Verfügung zu stehen. 
 
Der Szenebericht der Sparte Popkultur ist als Anlage 1 beigefügt. Für Rückfragen im Ausschuss für 
Kunst und Kultur stehen Herr Heiko Rühl (Klubkomm e.V.) und Herr Norbert Oberhaus (c/o pop) zur 
Verfügung. 
 
 
 
gez. Laugwitz-Aulbach 
 
 
Anlage

Beratungsverlauf (1)

07.05.2019 Ausschuss Kunst und Kultur
TOP 2.1 Kenntnisnahme (Mitteilung) Entscheidung

Beschluss: Kenntnis genommen

Zur Sitzung

Orte (1)

  • Ebertplatz

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Details

Aktenzeichen
1383/2019
Typ
Mitteilung Ausschuss
Datum
16.04.2019
Erstellt
15.04.2019 11:06