1383/2019
Darstellung der Sparten, hier: Popkultur
KI-Zusammenfassung
Klicken Sie, um eine KI-Zusammenfassung dieses Vorgangs zu erstellen.
KI-Analyse läuft...
vergangen
Was passiert gerade?
- 📄 Dokumente werden analysiert...
- 🤔 KI denkt nach (Reasoning-Modell)...
- ✍️ Zusammenfassung wird geschrieben...
- ⏳ Das dauert etwas länger bei komplexen Dokumenten...
Dieser Vorgang kann 1-3 Minuten dauern. Bitte lassen Sie die Seite geöffnet.
1383-2019 Anlage 1 Spartenbericht Popkultur
11131 Zeichen
Anlage 1 Spartenbericht Popkultur – Ausschuss Kunst und Kultur – 07.05.2019 Die Szene der Kölner Popmusik – agil, laut, hörbar! Die kontinuierliche Arbeit der Bands aus Köln, die in den letzten Jahren dafür sorgten, dass die Domstadt auf der musikalischen Landkarte wieder ein erfreulich bunter Fleck wurde, trägt auch 2019 ihre Früchte: Wer einen seriösen Radiosender einsch altet, kann auf großartige Hits von Roosevelt, Sophisticated Pop von Golf, weitdenkenden Folk von Annenmaykantereit oder gar auf den fulminanten Brass-Pop von Querbeat treffen. Letzter e haben es sogar geschafft, aus dem Karneval heraus der kölschen Sprache ein europaweites musikalisches Forum zu bieten, das über den bisher in dieser Sparte bekannten Pop und Rock in nahezu welt musikalischer Hinsicht für Furore sorgt. Als Botschafter kölnischer Lebens- und Mundart ist die Band ein Geschenk sowohl für den Mainstream als auch für die Szene. Ein Berührungspunkt, der in dieser Form noch neu und absolut erwähnenswert ist. Auch viele altbekannte Namen der Szene sind weiterh in agil: So machte die Band Erdmöbel die Situation am Ebertplatz mit dem Song „Hoffnungsmasc hine“ musikalisch über die Stadtgrenzen hinaus zum Politikum. Das Bandprojekt Fortuna Ehren feld dürfte mit der Veröffentlichung seines dritten Albums im Mai 2019 zum nächsten großen Spru ng ansetzen. Der Musiker Eric Pfeil veröffentlicht im Juli nun als Band „Die Realität“ auf dem beachteten Münchner Trikont-Label ein mit Spannung erwartetes Album. Die verdienten Locas In Love haben als „Gorilla Club“ angefangen, ihren außergewöhnlichen und unverwechselbaren Indiepop fü r Kinder „umzuschreiben“ und unterhalten damit auch über die Stadtgrenzen nun die Sprössling e ihrer bisherigen Fans bestens. Auch wieder zu beachten: die in experimentierfreudigen Szenen läng st etablierten „Von Spar“, die auch nach 15 Jahren ihres Bestehens emsig ein neues Album auf ei nem Hamburger Label veröffentlichen, das schon im Vorfeld diskutiert wird. Last but not leas t erschien im Oktober 2018 nach einer siebenjährigen Wartezeit für das Publikum ein neues Studioalbum von Peter Licht auf dem Hamburger Label Tapete Records. Zahlreiche Beispiele, die für sich gesehen dank fun ktionierender Strukturen erfolgreich sind, aber auch als Kollektiv durchaus die Musikstadt Köln zu repräsentieren wissen. Vorläufiges Endergebnis – Evaluation der Proberaumsituation in Köln Das Projekt untersucht den qualitativen und quantit ativen Bestand von Proberäumen in Köln. Im Rahmen der Evaluation werden Interviews mit den Betreibern bzw. Vermietern der jeweiligen Räume geführt und die angebotenen Räumlichkeiten größtent eils persönlich besichtigt, um deren Zustand beurteilen zu können. Die Erhebung wird anhand eine s standardisierten Evaluationsleitfadens durchgeführt, der in Zusammenarbeit mit dem Auftrag geber Popkultur e.V. entwickelt wurde. Der Auftraggeber erhielt vom Kulturamt der Stadt Köln e ine Förderung, um das Projekt durchzuführen und einen dazugehörigen Bericht zu veröffentlichen. Alle durchgeführten Begehungen des Projektes fanden an verschiedensten Orten im Kölner Stadtgebiet statt, an denen sich jeweils von ein pa ar wenigen bis zu 100 Proberäumen für Musiker befinden. Insgesamt werden im Bericht Zahlen und Fakten zu rund 350 Proberäumen dargestellt. Der überwiegende Großteil der besichtigten Objekte und Räume befindet sich in einem guten Zustand. Nur ein paar wenige Räumlichkeiten waren z um Zeitpunkt der Besichtigung von eklatanten Mängeln wie Schimmel oder Feuchtigkeit betroffen. A lle Proberaumzentren sind mit dem öffentlichen Nahverkehr fußläufig zu erreichen, ebe nso ist eine Anfahrt mindestens per Pkw überall gewährleistet. Die überwiegende Mehrheit der Prober äume liegt baurechtlich in sogenannten Mischgebieten, weshalb Nutzungskonflikte aufgrund v on Schallemissionen oder dem Be- und Entladen von Equipment nur punktuell ein Problem da rstellen. Dies ermöglicht, dass die Musiker die Räume in den meisten Fällen an sieben Tagen pro Woche und rund um die Uhr nutzen können. Sicherheitsrelevante Ausstattungsmerkmale wie eine ausreichende Anzahl von Notausgängen sowie eine auflagenkonforme Fluchtwegbeschilderung inklus ive der Notausgangsschilder sind beinahe überall vorhanden. Weitere sicherheitsrelevante Aus stattungsmerkmale wie Brandmeldeanlage inklusive eines raumweisen Einbaus von optischen und akustischen Meldern für den Brandfall weisen in der Regel nur Räume auf, die neuer im Bestand sind. Die Hälfte der untersuchten Proberäume kann zwei Größenkategorien zugeordnet werden: Zwischen 15 bis 19 Quadratmeter große Räume stellen knapp 26 % des Bestandes und Räume mit 20 bis 24 Quadratmetern weitere knapp 25 % der insgesamt zur Verfügung stehenden Räume dar. Größere Räume mit 35 Quadratmetern und mehr machen 18 % des Bestandes aus. Die Mietpreise für die Räume variieren deutlich, wobei die Spreizung der K osten nur teilweise auf die qualitativen und sonstigen Ausstattungsmerkmale der Raumangebote zur ückzuführen sind. Vergleichbar zum Wohnungsmarkt ist auch der Quadratmetermietpreis be i kleinen Räumen proportional höher als bei großen und sehr großen Räumen. Insgesamt variieren die Warmmiete pro Quadratmeter in einem Spektrum von 10 Euro bis knapp 25 Euro. Bei den sonstigen Ausstattungsmerkmalen und der bau lichen und akustischen Qualität der angebotenen Räume gibt es eine größere Varianz. Pro beräume mit Tageslicht sind nur in einem kleinen Umfang vorhanden und wurden in einem Fall a uch nachträglich baulich geschlossen – aufgrund neuer, heranrückender Wohnbebauung, um vor sorglich etwaige Lärmbeschwerden zu vermeiden. Neben einer ganzen Reihe von sehr guten baulichen Anlagen von Proberäumen mit doppelt gemauerten und isolierten Wänden, entkoppelten Böden und schalldichten Zugangstüren zu den einzelnen Räumen gibt es je nach Alter des Prob eraumbestandes etliche qualitativ weniger gute Räume. Die vorhandenen Proberäume sind bis auf sehr wenige Ausnahmen von mehreren Bands oder Musikern belegt, wobei eine Doppel- bis Dreifachbel egung als Standard gelten kann. Jedoch ist auch eine darüberhinausgehende Belegung von fünf und meh r Bands pro Raum kein Einzelfall. Neben der finanziellen Entlastung der Mietkosten der Räume is t die hohe Nutzungsfrequenz auch durch die starke Nachfrage nach geeigneten und qualitativ hochwertigen Proberäumen zu erklären. Die große Nachfrage nach Räumen wurde von allen Int erviewpartnern gleichsam betont. In beinahe allen Proberaumzentren – mit Ausnahme der preislich teuersten – sind keine Räume frei. Alle Interviewten berichten von regelmäßigen Anfragen vo n Musikern. Da die Fluktuation in den bestehenden Proberaumzentren außerordentlich gering ist, sind Neuvermietungen von Räumen im Grunde nicht existent. Ein paar Anbieter haben beri chtet, dass die letzte wirkliche Neuvermietung eines Raumes bereits über 5 und bis zu 10 Jahren zu rückliegt. Die äußerst geringe Leerstandsquote sowie die stete Nachfrage von Seiten der Musiker er klärt, weshalb beinahe alle Interviewten entweder aktiv auf der Suche nach weiteren, geeigne ten Flächen und Gebäuden in Köln sind, oder bei passender Gelegenheit sofort tätig werden würden, um ihr bestehendes Angebot zu erweitern. Auszeichnungen von Kölner Spielstätten Erneut wurde im Rahmen der Verleihung „Applaus 2018 “ in Mannheim, der Auszeichnung der Programmplanung unabhängiger Spielstätten, Betriebe und Reihen aus Köln ausgezeichnet. In der höchsten Kategorie fielen zwei Preisträger mit jewe ils über 104 Konzerten pro Jahr: Zum einen der Sonic Ballroom sowie der Club Bahnhof Ehrenfeld/Yuca. In Kategorie 3 wurden zwei Programmreihen mit mindestens 10 Konzerten jährlich ausgezeichnet: Zum einen „Freiraum“ sowie die Reihe „Real Live Jazz“. Ebenso erwähnenswert ist, dass der Klub Bootshaus in Köln-Mülheim in einer internationalen Besucherbefragung der Zeitschrift D J Mag in die Top Ten der weltweit besten (Elektro-)Klubs gewählt wurde und damit alle andere n deutschen Spielstätten im Ranking hinter sich gelassen hat. Zu guter Letzt wurde der Sonic Ballro om beim diesjährigen Backstage-Clubaward ausgezeichnet in der Kategorie „Beste Nachwuchsarbeit und Förderung der lokalen Szene“. Kulturraumschutz – Clubkataster und Integration von Kreativräumen und kulturellen Raumbedarfen in Stadtplanung Aktuell wird unter der Federführung durch das Kultu ramt der Stadt Köln die Erstellung eines qualifizierten Katasters vorangetrieben, in dem zunächst die Orte der Musikclubszene dargestellt und visualisiert werden. Mit einer internen Veröffentli chung dieses ersten Schrittes ist nach der Sommerpause zu rechnen. Damit die Kölner Politik un d Verwaltung bei zukünftigen Stadtentwicklungsmaßnahmen neben den Standorten der Kulturorte auch eine Einordnung ihrer jeweiligen Relevanz vornehmen kann, wurde vom Kultu ramt ein Kategoriensystem entwickelt. Der Verband Klubkomm e.V. liefert hierzu qualifizierte Daten für die Kölner Musikspielstätten. Das Kataster enthält Informationen u.a. über die Größe der Spielstätten, Gründungsjahr, Umfang und Arten des Programmangebots, bisheriger Auszeichnungen und Förderungen etc. Das Kataster und die verwendeten Kategorien sollen von Beginn an so umfä nglich aufgestellt werden, dass im weiteren Verlauf auch alle weiteren Kunst- und Kultursparten sinnvoll integriert werden können. Diese Maßnahme soll einerseits dem Erhalt und andererseits dem Aufspüren von neuen, potenziellen Flächen für kulturelle (Zwischen-)Nutzungen dienen. Nach der Erstellung und Ausweitung des Katasters auf weitere Kultur- und Kreativbranchen m uss dieses regelmäßig aktualisiert werden, um verwaltungsintern als fester Bestandteil bei Stadtplanungsmaßnahmen implementiert zu werden. Im weiteren Verlauf ist es notwendig, im Sinne des Kulturraumschutzes einen Handlungsleitfaden zu erstellen, der Instrumente und Best-Practice-Beispi ele aus anderen Kommunen systematisch abbildet. Dies kann sicherstellen, dass aktuelle un d zukünftige Stadtentwicklungsmaßnahmen kreative und kulturelle Raum- und Freiraumbedarfe b esser berücksichtigt werden. Der Vorschlag, einen solchen Handlungsleitfaden und der dazugehöri gen Instrumente zu erstellen, wurde im Februar 2018 im Ratsantrag AN/0149/2018 eingebracht. Der Klubkomm e.V. als Vertreter der Kölner Klub- und Veranstalterszene hat diesbezüglich ein umfangreiches Wissen und ist gerne bereit, sich an einem Wissenstransfer an der Schnittstelle zwischen Politik und Verwaltung zu beteiligen, um sowohl der Musikklubszene also auch den anderen Kultur- und Kreativbranchen wertvolle Impulse zu liefern. c/o pop Festival 2019 Erstmalig findet das c/o pop Festival vom 01. bis 0 5. Mai und damit zum Beginn der Festivalsaison statt. Der neue Termin geht einher mit der Verlager ung des umfangreichen Festivalgeschehens in den Stadtteil Ehrenfeld. Ein erster Erfahrungsberi cht wird mündlich im Ausschuss von Norbert Oberhaus vorgestellt. Stand: März 2019 Autoren: Martin Steuer und Heiko Rühl KLUBKOMM e.V.
Mitteilung Ausschuss
1177 Zeichen
Die Oberbürgermeisterin Dezernat, Dienststelle VII/41/41/2 Vorlagen-Nummer 16.04.2019 1383/2019 Mitteilung öffentlicher Teil Gremium Datum Ausschuss Kunst und Kultur 07.05.2019 Darstellung der Sparten, hier: Popkultur In seiner Sitzung am 07.09.2010 hat der Kulturausschuss die Verwaltung beauftragt, „den Sparten Musik, Darstellende Kunst (mit Theater und Tanz), Bildende Kunst (Fotografie) und Medien (Film, Literatur) die Möglichkeit zu geben“, regelmäßig über das Geschehen, die aktuelle Situation und die Perspektiven ihrer Arbeit schriftlich zu berichten. Der Bericht soll – wie in der Vergangenheit – drei Seiten nicht überschreiten. Außerdem muss erkennbar sein, wer die Unterlage erstellt hat und wer in die Erstellung einbezogen worden ist. Die Vertreterinnen/Vertreter der Sparten sind zu der jeweiligen Sitzung einzuladen, um für Rückfra- gen aus dem Ausschuss zur Verfügung zu stehen. Der Szenebericht der Sparte Popkultur ist als Anlage 1 beigefügt. Für Rückfragen im Ausschuss für Kunst und Kultur stehen Herr Heiko Rühl (Klubkomm e.V.) und Herr Norbert Oberhaus (c/o pop) zur Verfügung. gez. Laugwitz-Aulbach Anlage
Beratungsverlauf (1)
Beschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungOrte (1)
- Ebertplatz
Ortsbezüge werden automatisch aus den Dokumenten ermittelt und können unvollständig sein.
Details
- Aktenzeichen
- 1383/2019
- Typ
- Mitteilung Ausschuss
- Datum
- 16.04.2019
- Erstellt
- 15.04.2019 11:06