Mandari Insight

2497/2022

Mitteilung zum Antrag des Integrationsrates vom 08.02.2022 zur Berücksichtigung der Kölner Migrationsgeschichte bei der Neukonzeption des Kölnischen Stadtmuseums

Mitteilung Ausschuss 26.08.2022

KI-Zusammenfassung

Klicken Sie, um eine KI-Zusammenfassung dieses Vorgangs zu erstellen.

KI-Analyse läuft...

vergangen

Was passiert gerade?

  • 📄 Dokumente werden analysiert...
  • 🤔 KI denkt nach (Reasoning-Modell)...
  • ✍️ Zusammenfassung wird geschrieben...
  • ⏳ Das dauert etwas länger bei komplexen Dokumenten...

Dieser Vorgang kann 1-3 Minuten dauern. Bitte lassen Sie die Seite geöffnet.

Nächste Beratung: Integrationsrat, Sitzung am 20.09.2022, TOP 5.4

Anlage 1 Beantwortung u. Mitteilung zu AN_0229_2022 KSM

· application/pdf

Ansehen

Anlage 2 IR 08.02.22 Auszug Beschlussprotokoll Berücksichtigung Kölner Migrationsgeschichte - Stadtmuseum

· application/pdf

Ansehen

Mitteilung Ausschuss

· application/pdf

Ansehen

Anlage 1 Beantwortung u. Mitteilung zu AN_0229_2022 KSM

7810 Zeichen

Beantwortung AN_0229_2022 
 
Rahmenbedingung  
Als der Rat 2014 das interkulturelle Maßnahmenprogramm (2225/2014) beschloss, stand 
das Kölnische Stadtmuseum vor einer Generalsanierung und Erweiterung des Zeughauses 
und damit auch vor einer grundsätzlichen Neuausrichtung und Neuinszenierung der 
Dauerausstellung. Auf diese Neuinszenierung zielten der damalige Beschluss und auch die 
damals gefasste Antwort der Kulturverwaltung. 
Die Aufnahme der vorbereitenden Planungen für die „Historischen Mitte“ führte ab 2015 
dazu, dass diese Pläne nicht weiter verfolgt wurden. Die Dauerausstellung im Zeughaus 
blieb bis zu ihrer Evakuierung nach einem Wasserschaden 2017 unverändert. 
Der interimistische Umzug des Museums ins Haus Sauer eröffnet dem KSM nun die Chance, 
auf deutlich kleinerer Fläche einen Neuaufschlag zu inszenieren. Das bedeutet aber auch, 
dass insgesamt die Dauerausstellung und Auswahl der Objekte auf ein Minimum reduziert, 
aber trotzdem alle wichtigen Aspekte der Stadtgeschichte Kölns abgebildet werden müssen. 
Die Fläche im Zeughaus betrug 2.500 qm, die Fläche im Haus Sauer ist knapp 750 qm groß. 
Die Übergangsphase im Haus Sauer soll genutzt werden, um neue Präsentationsformen, 
Ausstellungs- und Vermittlungsformate zu erproben. Damit verbunden ist nicht nur ein 
gänzlich neuer konzeptioneller Zugang zur Geschichte unserer Stadt, sondern auch die 
Erschließung bislang in den Ausstellungen des KSM nicht oder nur wenig beleuchteter 
Aspekte. Trotz dieser kleinen Fläche spielt das Thema „Migration“ an verschiedenen Stellen 
eine wichtige Rolle.  
Bereits im Vorfeld des Antrags hat es ein Gespräch mit der Geschäftsführung des 
integrationsrat gegeben, in dem die Planungen für die Ausstellung im Haus Sauer dargelegt 
wurden. Bei einem Treffen am 14.7.2022 mit Herrn Therre vom Kommunalen 
Integrationszentrum und Herrn Vetter von der Geschäftsstelle des Integrationsrates konnte 
das Kölnische Stadtmuseum die Konzeption der Ausstellung in einer Kurzpräsentation 
vorstellen und die oben skizzierten Inhalte detailliert erläutern. Das Feedback war positiv. Wir 
bieten allen Mitgliedern an, die Präsentation zu wiederholen.  
 
Migrationsgeschichte im Haus Sauer 
Zu den neuen Aspekten der Ausstellung im Haus Sauer gehört auch die 
Migrationsgeschichte Kölns. Die alte Dauerausstellung im Zeughaus endete zeitlich etwa 
Mitte der 1960er Jahre, sparte also große Teile des 20. Jahrhunderts und der Geschichte der 
„Gastarbeiter“ und ihren Familien aus.  
Die neue Ausstellung im Haus Sauer geht andere Wege. Die Geschichte wird hier weder 
chronologisch erzählt noch anhand klassischer Museumsthemen behandelt. Maßgeblich für 
die Struktur der Ausstellung sind emotionale Fragen wie „Was lieben wir?“ oder „Was macht 
uns Angst?“. Das „wir“ in diesen Fragen meint die Stadtgesellschaft in all ihren Facetten, die 
Emotionen dienen der leichteren Zugänglichkeit. 
Diese Struktur ermöglicht es uns, das Thema Migration an den Stellen aufzugreifen, an 
denen es gesellschaftlich und individuell relevant ist. Die Arbeitsmigration wird nicht als 
singuläre Erscheinung der „Wirtschaftswunderzeit“ begriffen, sondern in ihren historischen 
Ursachen und Folgen für die heutige Stadtgesellschaft erstgenommen. Durch den Verzicht 
auf einen „Themenraum Migration“ wird zudem verhindert, dass die Idee der Trennung in ein 
Heimisches und ein Fremdes, ein natürlich Vorhandenes und ein künstlich

Hinzugekommenes in der Ausstellung nicht reproduziert wird, sondern spiegelt sich in den 
unterschiedlichsten Fragestellungen als selbstverständlich in der Ausstellung wider.  
Konkret bedeutet das: der Kölner Fordstreik von 1973 wird in der Ausstellung als 
Epochengrenze präsentiert und auf den kulinarischen Einfluss durch Migration verwiesen. 
Flucht als Folge von Kriegen wird historisch eingeordnet und mit heutigen Parallelen 
versehen. Es werden persönliche Migrationsrouten und die Beweggründe über Jahrhunderte 
nachvollzogen und so die historische Kontinuität von Bewegung präsentiert. Der rechte 
Terror-Anschlag auf die Keupstraße wird als Angriff nicht auf „Minderheiten“ sondern auf die 
Gesellschaft als Ganzes in die Erzählung eingebettet. Das Thema „Heimat“ wird in seinen 
etlichen Aspekten und aus verschiedenen Perspektiven erläutert, der Islam wird nicht als 
Folge von Einwanderung sondern als Bestandteil gelebter Kölner Kultur präsentiert. 
Darüber hinaus hat sich das Kölnische Stadtmuseum zusammen mit dem Museumsdienst 
Köln in einen partizipativem Prozess begeben. Eine Gruppe von 15 Kölner*innen 
(„KölnExpert*innen“) beteiligte sich dabei über einen Zeitraum von zweieinhalb Jahren 
ehrenamtlich an Workshops und Treffen. Das Ergebnis des Projektes: Persönliche Objekte 
dieser 15 Menschen erzählen in der Ausstellung eine so gegenwärtige wie vielfältige 
Geschichte Kölns. Es geht darin um Köln und andere Heimaten, internationale 
Familiengeschichten, Fernweh, die Frage wie man in einer fremden Stadt ankommt und 
Freundschaften erhält, wie Krieg und Flucht unser Leben beeinflussen und letztlich um viele 
ganz alltägliche Geschichten über Köln und die Menschen, die hier leben. Die Objekte 
werden mithilfe von Interviews vermittelt. 
Die Ausstellung zielt insgesamt darauf ab, die Geschichte Kölns als die Geschichte von 
Menschen zu erzählen. Schon in den Fragen wird das „wir“, also die heutige Gesellschaft der 
Stadt, stark gemacht und zur historischen Erzählung in Bezug gesetzt.  
 
Ressourcen des KSM 
Das Kölnische Stadtmuseum verfügt über 380.000 einzelne Objekte. Nur sehr wenige davon 
geben Aufschluss über die Geschichte der Migration des 20. Jahrhunderts und ihre Folgen. 
Ein Sammlungsprojekt in den 1990er Jahren führt zum Ankauf von rund 50 „migrantischen“ 
Objekten, von denen einige in der Ausstellung gezeigt werden können. In den letzten Jahren 
sind weitere hinzugekommen, wie etwa Objekte aus der inzwischen geschlossenen 
Barbarossa Moschee. 
Im Hinblick auf die Bedeutung von Migration für die Gegenwart der Stadt muss man 
konstatieren, dass die Sammlungsbestände des KSM diese Geschichte in vielen Bereichen 
nicht adäquat abbilden können. Diese Fehlstellen erschweren eine angemessene 
Präsentation. Das betrifft nicht nur den Objektbestand sondern auch das Wissen um 
Geschichten, die Quellenlage oder Verbindungen zu entsprechenden Communities. 
Selbstverständlich sind die Wissenschaftlichen Mitarbeiter*innen des KSM in der Lage dazu, 
den historischen Wert von Gegenständen für die Geschichte der Stadt aus allen möglichen 
Epochen einzuschätzen. Sprachliche Barrieren gibt es bei der Bewertung von Quellen im 
Übrigen nicht erst seit Mitte des 20. Jahrhunderts.  
Die offensichtlichen Desiderate in der Sammlung und Wissen haben andere Gründe: es fehlt 
an Ressourcen. Nötig für eine angemessenere Bearbeitung ist nicht die punktuelle 
Einbindung von „kundigen Fachkräften“. Dies geschieht bereits, entweder intern oder mit 
externen Partnern und Institutionen. Nötig ist der strategische Aufbau einer 
Sammlungsabteilung im KSM mit den entsprechenden personellen und finanziellen 
Ressourcen und der konkreten Aufgabe diese Lücken zu schließen.

Mit dem derzeitigen Mitarbeiter*innenstand werden Ausstellungen realisiert, die das Thema 
Migration ernstnehmen und mit den verfügbaren Objekten und Informationen präsentieren. 
Neue Objekte oder Gruppen werden weit möglichst in die Sammlung aufgenommen. Ein 
systematischer Ausbau von vertiefenden Wissen und der Sammlung, d.h. eine 
perspektivische Verbesserung der Sachlage können bei all den anderen Aufgaben und 
Themen, die das KSM bearbeiten muss, mit den vorhandenen Mitarbeitern nicht erfolgen.  
 
Daher ist insbesondere im Hinblick auf die „Historische Mitte“ und das Konzept für die dortige 
Ausstellung des KSM eine Aufstockung der Planstellen relevant.

Anlage 2 IR 08.02.22 Auszug Beschlussprotokoll Berücksichtigung Kölner Migrationsgeschichte - Stadtmuseum

1084 Zeichen

Geschäftsführung  
Integrationsrat 
Frau Arikan 
Telefon:  (0221) 29725  
Fax       :  (0221)  
E-Mail:  Neslihan.Arikan@STADT-KOELN.DE  
Datum: 14.02.2022 
Auszug 
aus dem Beschlussprotokoll der Sitzung des Integrationsrates vom 
08.02.2022  
öffentlich 
6.1 Antrag zur Berücksichtigung der Kölner Migrationsgeschichte bei der 
Neukonzeption des Kölner Stadtmuseums 
AN/0229/2022 
 
Geänderter Beschluss: 
„Die Verwaltung wird aufgefordert bei der Neukonzeption des Kölner Stadt-
museums den auf Initiative des Integrationsrates gefassten Beschluss des 
Rates aus dem Jahr 2014 zu beachten und die jüngere Zuwanderungsthe-
matik nach Köln (in der Zeit nach dem 2. Weltkrieg) in angemessener Weise 
in der Dauerausstellung einzubinden. Hier sollen die unterschiedlichen Be-
weggründe einer Zuwanderung dargestellt, sowie die Größe der unterschied-
lichen Zuwanderungsgruppen und –ethnien entsprechend berücksichtigt 
werden. Zudem w ird gebeten, die postkoloniale Perspektive bei der Neukon-
zeption des Stadtmuseums miteinzubeziehen.“ 
 
Abstimmungsergebnis: 
 
einstimmig zugestimmt

Mitteilung Ausschuss

6951 Zeichen

Die Oberbürgermeisterin 
Dezernat, Dienststelle  
VII/4518 
 
Vorlagen-Nummer  26.08.2022 
 2497/2022 
Mitteilung 
öffentlicher Teil 
Gremium Datum 
Ausschuss Kunst und Kultur 30.08.2022 
Integrationsrat 20.09.2022 
 
Mitteilung zum Antrag des Integrationsrates vom 08.02.2022 zur Berücksichtigung der Kölner 
Migrationsgeschichte bei der Neukonzeption des Kölnischen Stadtmuseums 
Beantwortung AN_0229_2022 
 
Rahmenbedingungen  
Als der Rat 2014 das interkulturelle Maßnahmenprogramm (2225/2014) beschloss, stand das Kölni-
sche Stadtmuseum vor einer Generalsanierung und Erweiterung des Zeughauses und damit auch vor 
einer grundsätzlichen Neuausrichtung und Neuinszenierung der Dauerausstellung. Auf diese Neuin-
szenierung zielten der damalige Beschluss und auch die damals gefasste Antwort der Kulturverwal-
tung. Die Aufnahme der vorbereitenden Planungen für die „Historische Mitte“ führte ab 2015 dazu, 
dass diese Pläne nicht weiter verfolgt wurden. Die Dauerausstellung im Zeughaus blieb bis zu ihrer 
Evakuierung nach einem Wasserschaden 2017 unverändert. 
Der interimistische Umzug des Museums ins Haus Sauer eröffnet dem KSM nun die Chance, auf 
deutlich kleinerer Fläche einen Neuaufschlag zu inszenieren. Das bedeutet auch, dass die Daueraus-
stellung und Auswahl der Objekte auf ein Minimum reduziert, aber trotzdem alle wichtigen Aspekte 
der Stadtgeschichte Kölns abgebildet werden müssen. Die Fläche im Zeughaus betrug 2.500 qm, die 
Fläche im Haus Sauer ist knapp 750 qm groß. Die Übergangsphase im Haus Sauer soll genutzt wer-
den, um neue Präsentationsformen, Ausstellungs- und Vermittlungsformate zu erproben. Damit ver-
bunden ist nicht nur ein gänzlich neuer konzeptioneller Zugang zur Geschichte unserer Stadt, son-
dern auch die Erschließung bislang in den Ausstellungen des KSM nicht oder nur wenig beleuchteter 
Aspekte. Trotz dieser kleinen Fläche spielt das Thema „Migration“ an verschiedenen Stellen eine 
wichtige Rolle.  
Bereits im Vorfeld des Antrags hat es ein Gespräch mit der Geschäftsführung des Integrationsrates 
gegeben, in dem die Planungen für die Ausstellung im Haus Sauer dargelegt wurden. Bei einem Tref-
fen am 14.7.2022 mit Herrn Therre vom Kommunalen Integrationszentrum und Herrn Vetter von der 
Geschäftsstelle des Integrationsrates konnte das Kölnische Stadtmuseum die Konzeption der Aus-
stellung in einer Kurzpräsentation vorstellen und die oben skizzierten Inhalte detailliert erläutern. Das 
Feedback war positiv. 
 
Migrationsgeschichte im Haus Sauer 
Zu den neuen Aspekten der Ausstellung im Haus Sauer gehört auch die Migrationsgeschichte Kölns. 
Die alte Dauerausstellung im Zeughaus endete zeitlich etwa Mitte der 1960er Jahre, sparte also gro-
ße Teile des 20. Jahrhunderts und der Geschichte der „Gastarbeiter“ und ihrer Familien aus.  
Die neue Ausstellung im Haus Sauer geht andere Wege. Die Geschichte wird hier weder chronolo-
gisch erzählt noch anhand klassischer Museumsthemen behandelt. Maßgeblich für die Struktur der 
Ausstellung sind emotionale Fragen wie „Was lieben wir?“ oder „Was macht uns Angst?“. Das „wir“ in 
diesen Fragen meint die Stadtgesellschaft in all ihren Facetten, die Emotionen dienen der leichteren

2 
 
Zugänglichkeit. 
Diese Struktur ermöglicht es uns, das Thema Migration an den Stellen aufzugreifen, an denen es 
gesellschaftlich und individuell relevant ist. Die Arbeitsmigration wird nicht als singuläre Erscheinung 
der „Wirtschaftswunderzeit“ begriffen, sondern in ihren historischen Ursachen und Folgen für die heu-
tige Stadtgesellschaft vermittelt. Durch den Verzicht auf einen „Themenraum Migration“ wird zudem 
verhindert, dass die Idee der Trennung in ein Heimisches und ein Fremdes, ein natürlich Vorhande-
nes und ein künstlich Hinzugekommenes in der Ausstellung reproduziert wird. 
Konkret bedeutet das: Der Kölner Fordstreik von 1973 wird in der Ausstellung als Epochengrenze 
präsentiert. Flucht als Folge von Kriegen wird historisch eingeordnet und mit heutigen Parallelen ver-
sehen. Es werden persönliche Migrationsrouten und die Beweggründe nachvollzogen und so die his-
torische Kontinuität von Bewegung präsentiert. Der rechte Terror-Anschlag auf die Keupstraße wird 
als Angriff nicht auf „Minderheiten“, sondern auf die Gesellschaft als Ganzes in die Erzählung einge-
bettet. Das Thema „Heimat“ wird in seinen etlichen Aspekten und aus verschiedenen Perspektiven 
erläutert, der Islam wird nicht als Folge von Einwanderung, sondern als Bestandteil gelebter Kölner 
Kultur präsentiert. 
Darüber hinaus hat sich das Kölnische Stadtmuseum zusammen mit dem Museumsdienst Köln in 
einen partizipativen Prozess begeben. Eine Gruppe von 15 Kölner*innen („KölnExpert*innen“) betei-
ligte sich dabei über einen Zeitraum von zweieinhalb Jahren ehrenamtlich an Workshops und Treffen. 
Das Ergebnis des Projektes: Persönliche Objekte dieser 15 Menschen erzählen in der Ausstellung 
eine so gegenwärtige wie vielfältige Geschichte Kölns. Es geht darin um Köln und andere Heimaten, 
internationale Familiengeschichten, Fernweh, die Frage, wie man in einer fremden Stadt ankommt 
und Freundschaften erhält, wie Krieg und Flucht unser Leben beeinflussen und letztlich um viele ganz 
alltägliche Geschichten über Köln und die Menschen, die hier leben. Die Objekte werden mithilfe von 
Interviews vermittelt. 
Die Ausstellung zielt insgesamt darauf ab, die Geschichte Kölns als die Geschichte von Menschen zu 
erzählen. Schon in den Fragen wird das „wir“, also die heutige Gesellschaft der Stadt, stark gemacht 
und zur historischen Erzählung in Bezug gesetzt.  
 
Das Kölnische Stadtmuseum verfügt über 380.000 einzelne Objekte. Nur sehr wenige davon geben 
Aufschluss über die Geschichte der Migration des 20. Jahrhunderts und ihre Folgen. Ein Samm-
lungsprojekt in den 1990er Jahren führte zum Ankauf von rund 50 „migrantischen“ Objekten, von de-
nen einige in der Ausstellung gezeigt werden können. In den letzten Jahren sind weitere hinzuge-
kommen, wie etwa Objekte aus der inzwischen geschlossenen Barbarossa-Moschee. 
Im Hinblick auf die Bedeutung von Migration für die Gegenwart der Stadt muss man konstatieren, 
dass die Sammlungsbestände des KSM diese Geschichte in vielen Bereichen nicht adäquat abbilden 
können. Diese Fehlstellen erschweren eine angemessene Präsentation. Das betrifft nicht nur den 
Objektbestand, sondern auch das Wissen um Geschichten, die Quellenlage oder Verbindungen zu 
entsprechenden Communities. 
 
Mit dem DOMiD e. V. - Dokumentationszentrum und Museum über die Migration in Deutschland soll 
in Köln ein Haus der Einwanderungsgesellschaft entstehen. Gefördert von der Kulturstiftung des 
Bundes und mit Unterstützung von Land NRW und Stadt Köln bietet dieses Museumsprojekt die 
Chance, kulturelle Vielfalt zu vermitteln, Vorurteile abzubauen und Migration als Normalfall zu vermit-
teln. Die Geschichte der Einwanderung in Deutschland wird hier einem breiten Publikum präsentiert wer-
den. 
 
Gez. Charles

Beratungsverlauf (2)

30.08.2022 Ausschuss Kunst und Kultur
TOP 8.4 Kenntnisnahme (Mitteilung) Entscheidung

Beschluss: Kenntnis genommen

Zur Sitzung
20.09.2022 Integrationsrat
TOP 5.4 Kenntnisnahme (Mitteilung) Entscheidung

Beschluss: Kenntnis genommen

Zur Sitzung

Details

Aktenzeichen
2497/2022
Typ
Mitteilung Ausschuss
Datum
26.08.2022
Erstellt
09.08.2022 17:09