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AN/2381/2021

Änderungs- bzw. Ergänzungsantrag zu 3.1.4 – Standort Holweide der Städtischen Kliniken als Regel-versorger erhalten

SPD Änderungsantrag nach § 13 09.11.2021

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Nächste Beratung: Rat, Sitzung am 09.11.2021

SPD Änderungsantrag nach § 13

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SPD Änderungsantrag nach § 13

3940 Zeichen

An die Vorsitzende  
des Rates 
Frau Oberbürgermeisterin  
Henriette Reker 
 
 
 
SPD-Fraktion 
im Rat der Stadt Köln  
Rathaus, Spanischer Bau  
50667 Köln 
fon 0221. 221 259 50  
fax 0221. 221 246 57  
mail fraktion@koelnspd. de 
web  www.koelnspd.de  
 
Eingang beim Amt der Oberbürgermeisterin: 09.11.2021 
 
AN/2381/2021 
Änderungs- bzw. Zusatzantrag gem. § 13 der Geschäftsordnung des Rates 
Gremium Datum der Sitzung 
Rat 09.11.2021 
 
Änderungs- bzw. Ergänzungsantrag zu 3.1.4 – Standort Holweide der Städtischen 
Kliniken als Regelversorger erhalten 
Sehr geehrte Frau Oberbürgermeisterin,  
 
die SPD -Fraktion bittet Sie, beigefügten Ersetzungsantrag zu TOP 3.1.4 auf die Tagesordnung der 
Ratssitzung am 09.11.2021 zu setzen: 
 
 
Beschluss:  
 
Der Beschluss wird wie folgt ersetzt:  
 
1. Der Rat bekräftigt seinen Beschluss vom 07.11.2019, dass der Gesundheitsstandort Holweide 
erhalten bleibt und der Aufsichtsratsbeschluss der Kliniken der Stadt Köln vom 31.10.2019 (2+1-
Konzept) berücksichtigt wird.  
2. Solange die Vorbereitungen zur Umsetzung des 2+1-Konzepts noch Zeit in Anspruch nehmen, soll 
das Krankenhaus Holweide als Plankrankenhaus betrieben werden.  
3. Der Rat der Stadt beauftragt die Verwaltung darüber hinaus, Mittel und Wege zu finden, das 
Klinikum Holweide als Krankenhaus der Grund- und Regelversorgung dauerhaft zu erhalten und 
die dafür notwendigen Mittel bei der Landesregierung gem. § 9 des Krankenhausfinanzierungs-
gesetzes einzufordern.  
  
 
Begründung:  
Nicht erst seit der Corona-Pandemie wissen wir, dass die Gesundheitsversorgung der Kölner*innen 
nicht unter rein wirtschaftlichen Gesichtspunkten betrachtet werden darf. Es ist alternativlos, dass 
das eine ausreichende Reserve an Krankenhausbetten auch in nicht-pandemischen Zeiten vorgehal-
ten wird. Patient*innen sind keine „Fallpauschalen“ und nicht genutzte Betten keine „Überkapazitä-
ten“. Gute Arbeitsbedingungen für die Mitarbeiter*innen der Krankenhäuser sind kein Kostenfaktor, 
sondern ein Qualitätsmerkmal. Wir brauchen in Köln eine hochwertige und wohnortnahe medizini-

- 2 - 
 
sche Versorgung der Menschen. Es besteht kein Zweifel daran, dass im Bezirk Mülheim ein Kranken-
haus der Grund - und Regelversorgung erforderlich ist. Mülheim ist mit über 150.000 Einwoh-
ner*innen so groß wie andere nordrhein -westfälische Gr oßstädte. Das Krankenhaus Holweide hat 
sich in den letzten Monaten als rechtsrheinisches Testzentrum und Schwerpunktkrankenhaus für 
Covid-19 bewährt und dies hat die Wichtigkeit des Standortes bekräftigt. Die Kliniken der Stadt Köln 
gGmbH mit allen drei Standorten sind integraler Bestandteil der Daseinsvorsorge und müssen in der 
Trägerschaft und Verantwortung der Stadt verbleiben.  
 
Allerdings haben wir mit ausgeprägten strukturellen Defiziten im deutschen Gesundheits- und Pfle-
gebereich zu kämpfen, und zwar seit Jahrzehnten. Und es ist wichtig dabei zu sagen, dass dafür die 
Kommunen nichts können, aber die Suppe mal wieder auslöffeln müssen. Wir können aber heute 
nicht einfach den Ratsbeschluss aus 2019 ignorieren. Die Kliniken der Stadt Köln waren 2019 ge-
zwungen, einen Wirtschaftsplan zu erstellen, der die „2+1 -Lösung“ beinhaltet. Diese Lösung war 
schon im Jahr 2019 ein hart erkämpfter Kompromiss, der den Standort Holweide vor der Schließung 
bewahrt hat. Und noch heute wird das beschlossene Medizinische Kompetenzzentrum am Standort 
infrage gestellt.  
 
Die Corona-Pandemie hat gezeigt, wie schnell unser Gesundheitssystem unter Druck gerät. Die Pan-
demie hat viele Missstände wie unter einem Brennglas sichtbar gemacht und verschärft. Deshalb 
wollen wir, dass die Stadt für den Erhalt von Holweide als Krankenhaus der Grund- und Regelversor-
gung beim Land und Bund kämpft und dass Land und Bund für eine Finanzierung der Krankenhäuser 
sorgen, statt sie ausbluten zu lassen.  
 
 
Mit freundlichen Grüßen  
 
gez. Mike Homann 
SPD-Fraktionsgeschäftsführer

Beratungsverlauf (1)

09.11.2021 Rat
Antrag / Anfrage Entscheidung

Beschluss: endgültig abgelehnt

Zur Sitzung

Details

Aktenzeichen
AN/2381/2021
Typ
SPD Änderungsantrag nach § 13
Datum
09.11.2021
Erstellt
09.11.2021 14:27