V/0548/2005
Westpreußisches Landesmuseum in Münster-Wolbeck
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Nutzflächenberechnung
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Anlage 1 NUTZFLÄCHENBERECHNUNG 1. 800 m 2 Ausstellungsfläche für die Dauerausstellung 2. 200 m 2 Raum für Wechsel- bzw. Sonderausstellungen 3. 200 m 2 Arbeitsräume für die Leitung und Verwaltung 1. - Museumsdirektor 2. - Sekretariat 3. - Wiss. Mitarbeiter (Historiker) 4. - Wiss. Mitarbeiter (Kunsthistorikerin) 5. - Kulturreferentin 6. - Verwaltungsleiter 7. - Besprechungsraum 4. 100 m 2 Bibliothek mit Fotoarchiv, zugleich Arbeitsplatz für die zweite Schreibkraft und Gäste des Museums 5. 100 m 2 Vortrags-, Tagungs- und Vorführraum 6. 50 m 2 Museumspädagogik (Lern- und Arbeitsraum) 7. 400 m 2 Magazinräume für die Langzeitlagerung, die über k onstante Luftfeuchtigkeit und Temperatur verfügen 8. 50 m 2 Magazin für die Kurzzeitlagerung zugleich Werkstatt in unmittelbarer Nähe des Ausstellungsraumes 9. 50 m 2 Museumstechnik 10. 20 m 2 Aufenthaltsraum für die Mitarbeiter (Sozialraum) 11. 50 m 2 Foyer/Eingangsbereich 12. 60 m 2 Toiletten, Garderobe, Aufzug 2080 m 2 Raumbedarf insgesamt
Museumsbesuche
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Anlage 1 zur Vorlage V/0548/2005 Museumsbesuche 2001 - 2004 Museum Besuche 2001 Besuche 2002 Besuche 2003 Besuche 2004 Archäologisches Museum der Universität 3.791 5.707 4.556 5.137 Ausstellungshalle am Hawerkamp (ca.) * 4.000 4.000 3.000 750 Ausstellungshalle zeitgenössische Kunst Münster ** -- -- -- 10.000 Ausstellungsraum Münster *** 3.495 1.443 1.376 -- Bibelmuseum 6.530 6.610 12.052 6.730 Domkammer der Kathedralkirche St. Paulus 10.284 14.846 18.734 6.557 Eisenbahnmuseum der KG Pängelanton (ca.) 3.000 2.800 3.050 3.000 Gallitzin-Haus ca. 1.730 1.470 1.700 2.785 Geologisches-Paläontologisches Museum 10.552 15.497 15.636 16.102 Graphikmuseum Pablo Picasso 98.000 60.550 58.381 58567 Haus der Niederlande im Krameramts- haus - Ausstellungen des Kulturamtes 3.514 4.318 7.000 5.600 Heimatmuseum Kinderhaus (ca.) **** 5.000 3.000 -- -- Hiltruper Museum (ca.) 3.500 4.000 525 782 Karnevalsmuseum (ca.) 9.000 10.000 8.000 8.000 Kunsthaus Kannen 8.000 11.000 10.500 10.000 Lepramuseum (ca.) 1.800 1.900 1.900 1.620 Mineralogisches Museum 1.753 1.800 1.589 1.860 Mühlenhof -Freilichtmuseum 116.192 117.389 113.755 101.386 Museum für Lackkunst 8.017 11.595 13.459 6.993 Museum Haus Rüschhaus 9.603 10.041 9.585 9.977 Orgelmuseum (ca.) 600 650 850 840 Porzellanmuseum -- -- -- 1.409 Stadtmuseum Münster 87.971 76.898 77.335 100.658 Villa ten Hompel (ca.) 7.000 7.000 9.500 8.700 Westfälisches Eisenbahnmuseum Münster (ca.) 1.000 2.500 800 650 Westfälisches Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte 76.434 94.227 73.500 65.000 Westfälisches Museum für Naturkunde und Planetarium 147.781 149.310 114.870 101.438 Westpreußisches Landesmuseum 10.767 10.304 12.257 12.293 *) Die Ausstellungshalle Am Hawerkamp wurde Ende Fe bruar 2004 geschlossen **) Die Ausstellungshalle zeitgenössische Kunst Mün ster ist seit Juni 2004 geöffnet ***) Wegen Umbauarbeiten des Bürgeramtes konnten in der ersten Jahreshälfte 2003 keine Ausstellungen stattfinden. Der Ausstellungsraum Münster war 2004 durch das Wa hlamt belegt ****) Museum war wegen Renovierungsarbeiten nicht g anzjährig geöffnet Quelle: Stadt Münster - Amt für Stadt- und Regionalentwicklung, Statistik
Anlage4-Skizze
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Anage 4 HOSTENDF - WEBTPREUSSISCHES LANDESMUSEUM ÖRLER- AIEPING ANCKITEXTEN ANSICHT SÜD NOSTENGF - WESTPREUSBISEHEN LANDESMUSELN HLER -AIEPING ARCHITEKTEN ANSICHT OST DRONTENOF » WESTPREUSSISCHEI LANDESMURTUM MÖLLER - RIEPING - ARCHITEATEN I I I I I I | ] I I I j | | | | | ) DROSIEMOF » WESTPREUSSISCHER LANDEIMUSEUM AES wien anmureree cs AUSSTELLUNG
Themenbereiche
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Anlage 2 THEMENBEREICHE FÜR DIE DAUERAUSSTELLUNG DES WESTPREUSSISCHEN LANDESMUSEUMS Schwerpunktthemen der historisch-politischen Entwicklung 1. Vor- und Frühgeschichte. Die Prussen/Pruzzen, di e Pomeranen 2. 1225/26 – 1466 Deutscher Orden/Ordensstaat Preußen: Landesherrsch aft, Burgenbau, innere Organisation, Territorien; Die Marienburg, Sitz der Hochmeister 1309 – 1457 3. 1466 – 1772 „Königliches Preußen“ – Preußen im Königreich Pole n 4. 1772 – 1918 Königreich Preußen, Friedrich II. und die Gründung Westpreußens, Kaiserreich 5. 1918 – 1945 Kooperation und Konfrontation; Versailler Vertrag und seine Folgen, Vierteilung und Abstimmung, Nationalsozialismus, Reichsgau Danzig-W estpreußen, II. Weltkrieg, Flucht und Vertreibung 6. 1945 ff. Westpreußen nach dem II. Weltkrieg als polnische R egion, Außenstelle in Krockow, Zusammenarbeit mit polnischen Museen 7. Sonderabteilung Provinz Posen Weitere Themenbereiche der Dauerausstellung 1. Westfalen und Westpreußen 2. Deutsche Ostsiedlung im Mittelalter 3. Sakrale sowie profane Kunst und Architektur, Bac ksteingotik und Zisterzienserklöster 4. Die Hanse 5. Gold- und Silberschmiedekunst aus dem 16. bis 19 . Jahrhundert 6. Westpreußen auf alter Grafik vom 16. bis zum 19. Jahrhundert 7. Kaschubei, Polen und Preußen auf alten Karten 8. Gemälde aus dem 18. bis 20. Jahrhundert 9. Danzig-Zimmer „Königin der Ostsee“: Sonderraum m it Möbeln, Goldschmiedekunst, Grafik und Gemälden aus der Hansestadt, Danziger Tapisserie 10. Münz- und Medaillenkabinett 11. Städtewesen: Danzig, Elbing, Thorn 12. Landleben, Landwirtschaft, Vieh- und Pferdezuch t, ländliche Architektur 13. Verkehrswesen: Eisenbahnen, Brücken, Kanalbau/W asserstraßen, Straßenbau 14. Industrie/Handwerk, Handel und Gewerbe, Zuckerf abriken, Schiffbau, Maschinen und Autos 15. Kaschuben, Geschichte und Kultur 16. Polen in Westpreußen – Geschichte und Kultur 17. Aspekte des Zusammenlebens: Deutsche, Polen und Kaschuben 18. Persönlichkeiten aus Westpreußen, u. a. Nobelpr eisträger, Wissenschaftler und Schriftsteller 19. Volkskunde 20. Militärwesen 21. Bildungswesen 22. Presse und Rundfunk 23. Kultur, Sport, Gesellschaft und Alltagsleben 24. Religiöses Leben: Protestanten, Katholiken, Men noniten und Juden
Standortanalyse-41
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- 11 - 6.2.2 Hiltrup 6.2.2.1 Allgemeine Informationen zum Stadtteil Hiltrup ist mit derzeit knapp 26.000 Einwohnern de r größte Stadtteil Münsters, der zudem über eine komplett eigene kleinstädtische Inf rastruktur verfügt. Vier Grundschulen, eine Hauptschule, eine Realschule, zw ei Gymnasien, eine Sonderschule für Lernbehinderte, 11 Kindergärten/Ta geseinrichtungen sind in Hiltrup beheimatet. Das kirchliche Leben ist geprägt durch zwei katholische und eine evangelische Kirchengemeinde. Aber auch muslimische und andere religiöse Gruppierungen haben ihren Sitz im Stadtteil. Danebe n sind einige soziale Einrichtungen, etwa aus den Bereichen der Jugend- u nd Altenhilfe in Hiltrup verankert. Hiltrup ist Sitz vieler Vereine aus unterschiedlic hsten Interessenbereichen. Zur prägenden Infrastruktur gehören ein Krankenhaus, ei ne eigene und multifunktional genutzte Stadthalle, die auch im Kontext der Kongre sseinrichtungen Münsters vermarktet wird sowie die Polizeiführungsakademie a ls bundesweite Fortbildungsakademie mit überregionaler Bedeutung. Hiltrup ist zu dem Hauptsitz der weltweit operierenden BASF Coatings, die zuglei ch größter Arbeitgeber im produzierenden Gewerbe in Münster ist. Als Mittelze ntrum dehnt sich der Einzugsbereich Hiltrups über die Stadtgrenzen Münst ers auf benachbarte Gemeinden (Rinkerode, Drensteinfurt) aus. 6.2.2.2 Der Museumsstandort in Hiltrup Der vorgesehene Standort für einen Neubau befindet sich im Zentrum von Hiltrup, damit ca. 6 km von der Innenstadt Münsters entfernt und verkehrlich gut an die Innenstadt und an das regionale Straßenverkehrsnetz angebunden. Durch das Busliniennetz und den Bahnhaltepunkt Hiltrup besteh t auch für den ÖPNV optimale Erreichbarkeit. Unmittelbar an das Grundstück angrenzend befinden sich die städtische Bezirksverwaltung, das Hiltruper Heimatmuseum sowie weitere öffentliche und private Infrastruktureinrichtungen. Der Hauptgeschä ftsbereich ‚Marktallee‘ befindet sich in fußläufiger Entfernung. Die Stadt Münster hat dem Museum für einen möglich en Neubau eine Grundstücksfläche im Umfeld des Hiltruper Heimatmuseums in einer Größe von ca. 1.000 qm im Wege des Erbbaurechtes zu einem Erbbauz ins von 0,61 € pro qm pro Jahr in Aussicht gestellt, es kommt aber auch ein K auf zu stark verringerten Konditionen in Betracht. Weiterhin hat die Stadt Münster ihre Absicht erklä rt, für den Fall der Realisierung eine Anpassung der Festsetzungen des Bebauungsplane s durch ein Änderungsverfahren vorzunehmen. Insbesondere das benachbarte Heimatmuseum lässt Sy nergieeffekte erwarten. Der vorhandene, ausgeprägte Baumbestand kann bei einer Bebauung weitgehend erhalten werden und kann durch die Herstellung entsprechender Außenraumbezüge dazu beitragen, die Attraktivität des Museumsstandortes weiter zu steigern. Anlage 1 Museumsbesuche 2001 – 2004 - 10 - ... dieser beiden Kontaktstellen ist für die Außenwirks amkeit beider Initiativen erfolgversprechend. 6.1.4 Öffnung für Querschnittsnutzungen/Cafebetrieb Museen sind zunächst Museen und damit Orte für Kul tur- oder Geschichtsvermittlung. Museen sind aber auch öffent liche Orte – und Öffentlichkeit wird nicht nur durch festgelegte Öffnungszeiten hergestellt. Es geht eher darum, das Museum auch für Nutzungen zu öffnen, für die in sei nem jeweiligen Umfeld Bedarfe bestehen und die damit einem breiteren Zielpublikum den Zugang zum Museum ermöglichen. Eine solche soziale Integration in das eigene Umfeld ist umso entscheidender, je solitärer die Lage im jeweiligen Umfeld ist. Ein Innenstadtmuseum wird sich nicht ohne weiteres als Treffpunkt oder auch Aufführungsort anbieten, da es Alternativen in ausr eichender Anzahl gibt. In einem Stadtteil aber besteht im Gegensatz dazu die Chance , durch eine Öffnung für Querschnittsnutzungen (Vorträge, Lesungen, Versamml ungen, Theater, Musik, Diskussionsforen etc.), ggf. verbunden mit einem Ca fébetrieb Identifikations- und Zentrumsfunktion zu erlangen. Fazit In der Verbindung von touristischen Angeboten, geme insamen Museumsinitiativen sowie zusätzlichen und ein breiteres Zielpublikum e rreichende Maßnahmen wie Öffnung für weitere Nutzungen verfügt das Westpreus sische Landesmuseum in Münster über eine hervorragende Ausgangsposition fü r eine erfolgreiche Museumsarbeit. 6.2 Standortgebundene Perspektiven 6.2.1 Wolbeck Seit 1975 gehört Wolbeck zu Münster. Rund 9.000 Ei nwohnerinnen und Einwohner leben heute in Wolbeck, wobei insbesondere in den l etzten Jahrzehnten durch die Ausweisung neuer Baugebiete an den alten Ortsgrenzen die Bevölkerungszahl stark angestiegen ist. Als Sitz der Bezirksverwaltung ist Wolbeck Zentrum des Bezirkes Münster-Südost mit insgesamt rund 30.000 Einwohnern. Seither bevorzugen vor allem auch junge Familien d as Wohnen in zentraler und attraktiver Stadtrandlage. Ein in Planung befindlic hes Baugebiet wird dazu beitragen, dass Wolbeck weiter wächst und noch mehr junge Familien sich hier ansiedeln. Denn Wohnen mit Grünanschluss, diese Kom bination verkörpert Wolbeck in idealer Weise. Auch die gute Versorgung mit Schulen (Wolbeck verfügt über ein großes Schulzentrum mit Haupt-, Realschule und Gymnasium) und Kindergärten zieht viele junge Familien nach Wolbeck. Das Westpreußische Landesmuseum ist die zentrale E inrichtung für die Sammlung, Bewahrung und Präsentation westpreußischen Kulturgu tes. Gleichzeitig ist es aber auch ein Begegnungs- und Kulturzentrum im Herzen Wo lbecks. Der im Mai 2000 gegründete Förderkreis Drostenhof initiiert und för dert Kulturangebote wie Rezitationsabende, musikalische Darbietungen, Vortr äge und Sommerfeste im Drostenhof und unterstützt die Aktivitäten des Westpreußischen Landesmuseums Der historische und 450 Jahre alte Wolbecker Drost enhof bietet hierfür einen optimalen Rahmen. Daher gibt es eine hohe Identifiz ierung des Museums mit den Bürgerinnen und Bürgern vor Ort, genauso wie die Bü rgerinnen und Bürger das Westpreußische Landesmuseum als unverzichtbaren Bes tandteil ihres kulturellen Lebens in ihrer Mitte aufgenommen haben. - 9 - ... 6. Erweiterungsoptionen Es existieren mit Hiltrup und Wolbeck zwei optiona le Standorte mit jeweils standortspezifischen Entwicklungsperspektiven. Darü ber hinaus existieren im Hinblick auf die Attraktivitätssteigerung auch in V erbindung mit dem Marketing der gesamten Stadt Münster übergreifende, standortunabh ängige, Entwicklungsperspektiven. 6.1 Übergreifende Perspektiven 6.1.1 Touristisches Marketing Die Stadt Münster ist Jahr für Jahr Gastgeberin fü r mehr als eine Million Übernachtungsgäste und weit mehr Tagesgäste. Neben der historischen Altstadt als dem touristischen Anziehungspunkt der Stadt stellt sich Münster dem Gast als Einkaufsstadt und vor allem als Kulturstadt mit ein er Vielzahl von Kultureinrichtungen vor. Zusammen mit der Münsterla nd Touristik, einem Werbeverbund der Münsterlandkreise und der Stadt Mü nster wird die Region dabei im Schwerpunkt als Fahrradregion vermarktet mit zah lreichen reizvollen Ausflugszielen in der Umgebung. Gäste möchten Münst er und vor allem sein Umland mit dem Fahrrad als Beförderungsmittel Nr.1 in der Stadt und dem Münsterland erkunden. Dabei sind Schlösser und Burg en vornehmliche Ausflugsziele, die durch den Radelpark Münsterland kundenfreundlich erschlossen sind. Wolbeck und Hiltrup liegen an Schnittstellen mehrerer solcher Radwege und haben dadurch eine hohe Frequenz von Radtouristen. Gerade Wolbeck bietet sich mit dem Drostenhof und der reizvollen Lage für den Radtourismus an, was durch bestehende Touren/Angebo te auch ermöglicht wird; darüber hinaus kann aber auch das Museum selbst bei besseren räumlichen Bedingungen eine Infrastruktur/Gastronomie vorhalte n, die den Drostenhof als Ausflugsziel zusätzlich attraktiviert. 6.1.2 Gemeinsame Museumsinitiativen Die verschiedenen Museumseinrichtungen betreiben z unächst jeweils ihre eigene Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, wobei Museen in gleicher Trägerschaft von übergreifenden Werbemaßnahmen des Trägers profitier en (z.B. LWL-Museums- Card für die Museen des Landschaftsverbandes). Die Stadt Münster vermarktet die Museen in der Sta dt gemeinsam als wesentlichen Bestandteil der städtischen Kulturlandschaft. In gemeinsamer Initiative der Museen ist ein Museu msführer entwickelt worden, der eine Orientierung zu den einzelnen Museen gibt und sehr gut nachgefragt wird. Daneben richten die Museen und Ausstellungsräume d er Stadt einmal jährlich die Nacht der Museen aus – eine zunächst nicht ungewöhn liche und in vielen größeren und mittleren Städten anzutreffende Maßnahme. Das b esondere in Münster ist die Einbettung in ein dreitägiges „Fest der Museen“ mit begleitenden Veranstaltungen, was zu einem nicht zu übersehenden Auftritt der Museen in der ganzen Stadt führt. 6.1.3 Einbeziehung in nationale/internationale Koop erationen Das Westpreussische Landesmuseum verfügt über eine eigene Außenstelle in Polen und über zahlreiche Kontakte in die verschied ensten Einrichtungen und Städten unseres Nachbarlandes. Die grenzüberschreit ende Arbeit des Museums gewinnt zunehmend an Bedeutung. Die Stadt Münster v erbindet eine Städtepartnerschaft mit der polnischen Stadt Lublin , die begleitet wird von einem regen Freundeskreis, der viele Austauschprojekte in itiiert. Die stärkere Vernetzung - 8 - ... 4. Westpreussisches Landesmuseum in Wolbeck Das Westpreußische Landesmuseum wurde mit der Eröf fnung der ersten ständigen Ausstellung zur Geschichte, Kunst und Kultur am 6. Juli 1975 im Drostenhof zu Münster-Wolbeck gegründet. Für das Jahr 2004 verzeichnete das Museum über 12. 000 Besucher und hat damit wiederum die Jahresergebnisse der Vorjahre übertrof fen. Seit ungefähr vier bis fünf Jahren zeichnet sich damit eine kontinuierliche Ste igerung ab, was maßgeblich auch auf die Aktivitäten und das bürgerschaftliche Engagement des Förderkreises Drostenhof zurückzuführen ist. Dieser Förderkreis h at sich die Belebung des Drostenhofes als Zentrum Wolbecks mit Veranstaltung en vorwiegend kultureller Art zum Ziel gesetzt und gestaltet so ein interessantes und ansprechendes Jahresprogramm. Diese Öffnung des Drostenhofes bzw. des Museums in den Stadtteil hinein hat auch dazu geführt, dass zwischenzeitlich Trauungen des S tandesamtes Münster dort durchgeführt werden. Als besonderen Service bietet das Standesamt Münster sogenannte Ambientetrauungen an, die neben dem Drostenhof zu Wolbeck auch im Freilichtmuseum Mühlenhof ausgerichtet werden. Zahl enmäßig ist dies aber von geringerer Relevanz. Von insgesamt 1.435 Trauungen im Jahr 2004 fanden so 79 Trauungen im Mühlenhof Freilichtmuseum und 74 Trauu ngen im Drostenhof in Wolbeck statt. Insgesamt stärkt das Westpreußische Landesmuseum d urch diese Kooperationen seine Funktion und Bedeutung als Begegnungs- und Ve ranstaltungsort, als Treffpunkt und Mittelpunkt Wolbecks. 5. Der Drostenhof Wolbeck Von den zahlreichen Burgmannshöfen, die früher das Erscheinungsbild des Wigboldes Wolbeck bestimten, ist nur der Drostenhof erhalten, eines der bedeutenden Zeugnisse der Profanbaukunst aus dem 16. Jahrhundert in Westfalen. Der Drostenhof besteht aus zwei größeren Gebäuden, dem Torhaus, errichtet 1545- 47, und dem Herrenhaus, das 1557 fertiggestellt wur de. Die Häuser sind durch einen Remisentrakt miteinander verbunden. Unmittelbar an der Straße steht das Torhaus. Über einen Vorhof erreicht man das zweigeschossige Herrenhaus, dessen zwei mächtige Sc haugiebel mit Muschelaufsätzen das Ortsbild überragen. Die Hofsei te prägt ein großer, runder Treppenturm. Die innere Raumaufteilung ist seit dem 16. Jh. unv erändert. Die beiden Repräsentationssäle im Erdgeschoss haben im 17. Jh. Stuckdecken erhalten. Das Herrenhaus des Drostenhofes ist in seiner kaum geänderten Gestalt ein hervorragendes Beispiel vollendeter adeliger Wohnkultur des 16. Jh. - 7 - ... 3. Die Beziehungen Münsters zu ehemaligen deutschen Ostgebieten Die Beziehungen Münsters zu Schlesien und seiner Ha uptstadt Breslau sowie zum katholischen Ermland in Ostpreußen sind vielfältig und reichen bis in die Mitte des 18. Jh. zurück. Nach dem 2. Weltkrieg brachte der Zuzug vieler Vert riebener eine neue Dimension in die Beziehungen Münsters zum deutschen Osten. Di ese reichten dadurch weit über Schlesien und das ostpreußische Ermland hinaus und dehnten sich auf alle ostdeutschen Provinzen und auf viele Siedlungsgebie te der Deutschen in Ost-, Mittel- und Südosteuropa aus. Insbesondere beim Wiederaufbau der stark zerstörten Innenstadt nach 1945 spielten die Vertriebenen eine entscheidende Rolle. Auch beim Aufbau des wirtschaftlichen Lebens der Stadt Münster hatten sie erheblichen Anteil. Heute sind rund ein Viertel der Bürger Münsters von der Herkunft ihrer Familien her mit den alten ostdeutschen Kulturlandschaften verbu nden. Nahezu 100 Straßennamen dokumentieren die vielfältigen Beziehungen. So hat bereits im Jahre 1954 der Rat der Stadt Münster die Patenschaft für den im ostpreußischen Ermland gelegenen Stadt- und Landkreis Braunsberg übernomme n. Im Stadtmuseum Münster ist eine dauerhafte Präsentation zu Braunsberg zu besichtigen. Im Jahre 1960 hat der Landschaftsverband Westfalen- Lippe die Patenschaft für die Landsmanschaft Westpreußen übernommen. Als Sitz der Apostolischen Visitaturen für die Erzd iözese Breslau und für die Diözese Ermland sowie der Kanonischen Visitatur Gla tz und der Arbeitsstelle für Heimatvertriebene (Nord) der Deutschen Bischofskonf erenz sowie des in Braunsberg gegründeten Provinzial-Mutterhauses der Katharinerinnen wurde Münster zu einem Zentrum vertriebener deutscher Katholiken im Bundesgebiet. Als Standort des Westpreußischen Landesmuseums und als Sitz der Bundeslandsmanschaft Westpreußen ist in Münster zud em die Ostdeutsche Heimatstube mit ihrer Schausammlung ostdeutschen Ku lturgutes und ihren engen Kontakten zu den hiesigen Heimatvereinen beheimatet und ergänzt die Präsenz der ostdeutschen Kulturlandschaften für Einheimische un d Vertriebene in Münster. Der Bund der Vertriebenen gestaltet regelmäßig den Tag der Heimat in Münster. Erst im Jahre 2003 erfolgte im Stadtzentrum von Mün ster die Aufstellung eines Gedenksteines für die deutschen Flüchtlinge und Vertriebenen in Münster. Fazit Die Stadt Münster ist Sitz und Arbeitsmittelpunkt v erschiedener Initiativen und Einrichtungen, die die Bewahrung und Präsentation o stdeutschen Kulturgutes betreiben. Diese gewachsenen Strukturen zeigen sich nach nunmehr 60 Jahren seit Kriegsende fest in die gesellschaftlichen Strukturen der Stadt integriert. Das Westpreussische Landesmuseum findet damit in Mü nster eine breite und gewachsene Grundlage für die erfolgreiche Arbeit. - 6 - ... haben, wird der Diskurs über zeitgenössische Kunst in der Stadt auf hohem Niveau lebendig gehalten. Gemeinsam mit einer ebenso vielf ältigen und lebendigen Galerienszene existiert damit ein Potenzial bildender Kunst, das sich einmal im Jahr gemeinsam zur Nacht der Museen öffnet und mit diese m Event zehntausende Besucherinnen und Besucher aus der Region anzieht. Fazit Das hohe Geschichtsbewusstsein und die Aufgeschloss enheit der Bürger Münsters und der Region prägen die besondere Art und Weise d er Auseinandersetzung mit Geschichte und Kultur und garantieren neben quantit ativ guten Besucherzahlen vor allem kritische, bewusste und zielgerichtete Besuche. Bereitschaft zur Auseinandersetzung mit Kultur und Geschichte und damit zum Besuch der Einrichtungen ist auch eine Frage von Ma rketing und Werbung der Einrichtungen, vor allem aber eine Frage der kultur ellen Bildung, die in Münster einen besonderen Stellenwert hat und das Potenzial künftiger Besucher erschließt. - 5 - ... Vergabe anstehenden Preise wie der Westfälische Friedenspreis, der Toleranzpreis sowie der Historikerpreis der Stadt Münster. 2.2.2 Die Weiterbildung Münster ist eine Stadt der Bildung. Deutschlands z weitgrößte Universität, verschiedene Fachhochschulen, Kunstakademie, Musikh ochschule und zahlreiche regional bedeutsame berufliche Ausbildungszentren sind sichtbare Belege dafür. In Münster hat ein Drittel der Bürgerinnen und Bürger mit Bildung und Weiterbildung zu tun – als Lehrende, Lernende oder als Mitarbeite rIinnen und Mitarbeiter der Institute. Münster ist ebenfalls eine Stadt der Weiterbildung . Die gesellschaftliche Notwendigkeit lebensbegleitenden Lernens ist Grundlage für die Arbeit von über 40 Einrichtungen der allgemeinen Weiterbildung in öffe ntlicher und privater Trägerschaft. Dabei spielt in der städtischen Bildu ngsplanung die Stärkung und der Ausbau interkulturellen Lernens in allen Bildungsbereichen eine besondere Rolle. Aufgeschlossenheit gegenüber anderen Kulturen und gleichermaßen Interesse für die Geschichte und Kultur verschiedener Völker stär ken das Engagement gegen Diskriminierung. 2.2.3 Verbindungen lokal, regional, national, inter national Münster arbeitet in vielerlei Hinsicht für die Reg ion und mit der Region zusammen. In Münster sitzen die Bezirksregierung, der Landsch aftsverband Westfalen-Lippe, das Landgericht, das Verfassungsgericht mit insgesa mt acht Kammern, dessen Zuständigkeitsbereich weit über Münster hinausreich t. Selbstverständlich engagiert sich Münster im Landesprogramm „Regionale Kulturförderung“, kooperiert mit vielen Partnern in der Region. Der Austausch mit den Gemei nden und Städten im Umland ist groß, wie zuletzt bei der Regionale 2004 erneut unter Beweis gestellt, in deren Rahmen sich 38 Städte und Gemeinde, Kreise, der Lan dschaftsverband Westfalen- Lippe, Kammern, Verbände und Vereine zusammengeschl ossen und in einem gewinnbringenden Prozess Leitthemen und Leitprojekt e für die Regionale 2004 definiert und umgesetzt haben. Nationale und internationale Verflechtungen und Ko operationen prägen vor allem den universitären und kulturellen Austausch mit zahlreichen externen Partnern. 2.2.4 Museumslandschaft in der Stadt Münster hat eine reichhaltige Museenlandschaft, di e in wissenschaftlicher und publikumswirksamer Breite und Spitze hundertausende Besucher/innen überzeugt. In der Anlage 1 ist eine Auflistung der Museen mit den jeweiligen Besucherzahlen der Referenzjahre 2001 bis 2004. Die Palette umfasst dabei u. a. das Westfälische L andesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte, das Stadtmuseum, das Grafikmuseum Pablo Picasso, das Museum für Lackkunst, das Bibelmuseum, das Mühlenho f Freilichtmuseum, das Westfälische Pferdemuseum oder eben das Westpreußis che Landesmuseum. Daneben existieren eine Reihe universitärer Museen, Einrichtungen des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe wie auch die I nstitutionen aus dem Bereich der zeitgenössischen Kunst. Durch die Skulpturenaus stellungen 1977, 1987 und 1997 gilt die Stadt Münster mit seiner Präsentation von Gegenwartskunst im öffentlichen Raum als Referenzort für diese Kunstgattung. Mit der Kunstakademie für bildende Kunst NRW, dem Westfälischen Kunstverein, verschiedenen Atelierhäusern und Ausstellungsorten sowie dem gerade in 2004 fertiggestellten Speicher II am Hafen, in dem 32 Kü nstlerateliers und die neue Ausstellungshalle für zeitgenössische Kunst Münster einen neuen Ort gefunden - 4 - ... 2.1.3 Bevölkerungsstruktur Als Universitätsstadt leben in Münster rund 55.000 Studierende. Die Bevölkerungspyramide weist in Münster dadurch eine Besonderheit auf: Fast 40 % der Einwohner/innen sind daraus folgend unter 30 Ja hre alt. Eine weitere Besonderheit ist die Vielfalt der Kulturen und die Vielzahl der Herkunftsländer: In Münster leben Menschen aus über 150 Ländern der Erde. 2.2 Kulturstadt Münster 2.2.1 Geschichtskultur und historisch-politische Bi ldung Münster setzt sich nicht nur mit seiner glanzvolle n Geschichte aus der Zeit des Westfälischen Friedens auseinander, sondern auch mit der schwierigen: mit der NS- Zeit oder den Täufern. Die Zahl der Einrichtungen u nd Institutionen, die sich mit Geschichte befassen, ist enorm. An erster Stelle si nd die beiden städtischen Institutionen zu nennen, die sich hauptamtlich mit der Geschichte dieser Stadt beschäftigen - das Stadtmuseum Münster und das Stad tarchiv Münster. Hinzu kommen u.a. • das historische Seminar • das Institut für Kunstgeschichte • das Institut für Didaktik der Geschichte • das Institut für vergleichende Städtegeschichte • das Zentrum für Niederlandestudien • das Seminar für Volkskunde und den Museen der West fälischen Wilhelms- Universität • die Institutionen des Landschaftsverbandes Westfal en-Lippe wie das Westfälische Landesmuseum für Kunst und Kulturgesch ichte, das Westfälische Archivamt, das Westfälische Museumsamt • das Westfälische Amt für Denkmalpflege • das Westfälische Amt für Bodendenkmalpflege • das Staatsarchiv Münster • das Landesmedienzentrum Westfalen oder • das Institut für Regionalgeschichte. Ergänzt werden diese durch die Institutionen ander er Träger wie dem Westpreußischen Landesmuseum, dem Bistums- und Diöz esanarchiv, der Diözesanbibliothek sowie weiteren kulturhistorische n Museen aus der vielfältigen Museumslandschaft der Stadt. Eine international beachtete Neugründung in der ze itgemäßen historischen Arbeit ist die Villa ten Hompel. Die Einrichtung, die der Fors chung, Vermittlung und Erinnerung gewidmet ist, befindet sich in einem aut hentischen Ort der Geschichte. Von 1940 bis 1945 war die Villa ten Hompel Sitz des regionalen Befehlshabers der Ordnungspolizei. Im NS-Regime trug diese Behörde mi t ihren Erlassen, Befehlen und Handlungen erheblich zum Massenmord an Juden, S inti und Roma bei. Unter dem Titel „Im Auftrag“ präsentiert der Geschichtsort seit Mai 2001 eine multimediale Dauerausstellung zur Geschichte der Ordnungspolizei . Die Villa ten Hompel ist als Geschichtsort nicht nur Museum, sondern ermöglicht als Dokumentationsstelle auch die Recherche in der Bibliothek und in thematischen Sammlungen des Hauses. Für das überdurchschnittliche Geschichtsbewusstsei n bzw. die Präsenz von Geschichte in der Stadt sind neben der sichtbaren A rchitektur die regelmäßig zur - 3 - ... 2. Standort Münster 2.1 Stadtstruktur Münster 2.1.1 Zentralität Münsters Die Stadt Münster versteht sich mit ihren 270.000 E inwohnern als wirtschaftliches und kulturelles Oberzentrum für eine Region mit rund 1,5 Mio. Einwohnern. In einem erweiterten Ring können zudem die 10 Mio. Einwohner des benachbarten Ruhrgebietes dem Kreis möglicher Kunden zugerechnet werden. Als Sitz des Bistums seit 805 nach Christus hat di e Stadt große Ausstrahlungskraft und Zentralfunktion für ein weit größeres Gebiet seit nunmehr 1200 Jahren. Die monozentrische Stadtarchitektur war mit dem Ab schluss des Mauerringes 1278 in den Grundstrukturen vorgegeben. Diese sind bis h eute erkennbar und prägen nahezu unverändert den Stadtgrundriss. In dem durch den heutigen Promenadenverlauf erkennbaren abgerundeten Fünfeck bilden Dom und Domplatz den Mittelpunkt. Nachdem Münster Mitte des 17. Jahr hunderts als internationale Kongressstadt für den Westfälischen Frieden seine b isherigen Grenzen öffnete und erweiterte, entstanden anschließend in der Zeit des Barock Adelshöfe, Kirchen und neue Ordensniederlassungen, die sich zum Teil in de n mittelalterlichen Stadtgrundriss drängten, aber auch im Umfeld der Stadt errichtet wurden. 1815 wurde Münster preußische Provinzialhauptstadt und dadurch wichtiger Verwaltungs-, Militär- und nicht zuletzt Universitä tsstandort, was in der Folgezeit zu einer regen Bautätigkeit führte. 2.1.2 Wiederaufbau und Stadtarchitektur Nach massiven Zerstörungen im 2. Weltkrieg (die Al tstadt wurde zu 90 % zerstört) entstand das Konzept, das Bild der alten Stadt wied er entstehen zu lassen, was dann in der Folge zu der einzigartigen Lösung des W iederaufbaus in Münster geführt hat. Dieser mag aus heutiger Sicht einen hi storisierenden Eindruck vermitteln. Dennoch bestand das Ziel darin, keine K opie des zerstörten, sondern eine zeitgemäße architektonische Antwort, orientier t an dem verlorenen Stadtbild, zu schaffen. Stadträumliche Qualitäten sind damit w iedererstanden, der Stadtgrundriss erhalten, ortstypische Materialien v erwendet, die eine historische Kontinuität vermitteln, ohne starr zu sein. Dies insgesamt führte zu einer unverwechselbaren I dentität der Innenstadt einerseits aber auch zu einem hohen Respekt vor dem Grundgerüst der historischen Stadträume. Dies zeigt sich im hohen A nspruch an moderne Bauten - wie die neue Stadtbücherei von Peter Wilson und Jul ia Bolles-Wilson oder der Umbau eines alten Adelshofes als Sitz des Grafikmuseums Pablo Picasso. Fazit Einer Stadt- und Regionalplanung mit Augenmaß ist e s zu verdanken, dass die sich keilförmig in die Stadt hineinziehenden Grüngürtel sowohl den Fußgänger wie auch den Fahrradfahrer und den Autofahrer gleichermaßen einem ständigen Wechselspiel zwischen zentral urbanem Raum, dezentral urbanem Ra um und Erholungs- bzw. Grünflächen aussetzen. Diese Struktur bewahrt die I dentität und Eigenständigkeit der einzelnen Stadtteile, ohne die monozentrische Struk tur der Gesamtstadt aufzuheben. Insgesamt fügt sich daraus aber ein Bild einer einh eitlich grünen und gewachsenen Flächenstadt zusammen. - 2 - ... Das Westpreussische Landesmuseum verfügt in Münster allgemein und speziell an den beiden alternativen Standorten über ausgezeichnete Entwicklungsmöglichkeiten. In der Verbindung von touristischen Angeboten, geme insamen Museumsinitiativen sowie zusätzlichen und ein breiteres Zielpublikum e rreichende Maßnahmen wie Teilnahme an den internationalen Kulturtagen etc. v erfügt das Westpreussische Landesmuseum in Münster über eine hervorragende Aus gangsposition für eine erfolgreiche Museumsarbeit. Eine auf der Grundlage dieser Parameter durchzuführ ende Besucherpotenzialanalyse würde dies bestätigen. Ein e solche Analyse lässt sich seriös aber nur auf der Grundlage mindestens zurück liegender und aktueller Besucherbefragungen sowie auch Nicht-Nutzer-Befragu ngen durchführen und würde deshalb den Rahmen dieser Analyse sprengen. ... Standortanalyse Westpreußisches Landesmuseum 1. Ergebnisse in der Zusammenfassung Die Stadt Münster ist aufgrund vielfältig gewachsen er Verbindungen zu den ehemals ostdeutschen Gebieten in besonderer Weise a ls Standort für die Arbeit des Westpreussischen Landesmuseums geeignet Die Stadt Münster ist Sitz und Arbeitsmittelpunkt v erschiedener Initiativen und Einrichtungen, die die Bewahrung und Präsentation o stdeutschen Kulturgutes betreiben. Diese gewachsenen Strukturen zeigen sich nach nunmehr 60 Jahren seit Kriegsende fest in die gesellschaftlichen Strukturen der Stadt integriert. Das Westpreussische Landesmuseum findet damit in Mü nster eine breite und gewachsene Grundlage für die erfolgreiche Arbeit. Dem Profil der Stadt Münster als „City of learning“ liegt ein außergewöhnliches Geschichtsbewusstsein der Bevölke rung zugrunde. Ein solches Umfeld einer intellektuellen und intakten p ermanenten Auseinandersetzung mit Geschichte und Geschichtskul tur bietet gerade dem Westpreußischen Landesmuseum den erforderlichen Näh rboden für die dauerhafte Verankerung der Vertriebenengeschichte i m Geschichtsbewusstsein Das hohe Geschichtsbewusstsein und die Aufgeschloss enheit der Bürger Münsters und der Region prägen die besondere Art und Weise d er Auseinandersetzung mit Geschichte und Kultur und garantieren neben quantit ativ guten Besucherzahlen vor allem kritische, bewusste und zielgerichtete Besuche. Bereitschaft zur Auseinandersetzung mit Kultur und Geschichte und damit zum Besuch der Einrichtungen ist auch eine Frage von Ma rketing und Werbung der Einrichtungen, vor allem aber eine Frage der kultur ellen Bildung, die in Münster einen besonderen Stellenwert hat und das Potenzial künftiger Besucher erschließt. Eine Charakterisierung der Stadtstruktur Münsters, ihrer Stadtarchitektur und dem Verhältnis der Stadtteile zum Zentrum zeigt, da ss die Standorte Wolbeck und Hiltrup nicht Stadtteile Münsters im Sinne von Vororten, sondern Teile der Stadt sind. Einer Stadt- und Regionalplanung mit Augenmaß ist es zu verdanken, dass die sich keilförmig in die Stadt hineinziehenden Grüngürtel sowohl den Fußgänger wie auch den Fahrradfahrer und den Autofahrer gleichermaßen einem ständigen Wechselspiel zwischen zentral urbanem Raum, dezentr al urbanem Raum und Erholungs- bzw. Grünflächen aussetzen. Diese Strukt ur bewahrt die Identität und Eigenständigkeit der einzelnen Stadtteile, ohne die monozentrische Struktur der Gesamtstadt aufzuheben. Insgesamt fügt sich daraus aber ein Bild einer einheitlich grünen und gewachsenen Flächenstadt zusammen.
Berichtsvorlage
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DER OBERBÜRGERMEISTER Kulturamt Betrifft Westpreußisches Landesmuseum in Münster-Wolbeck Beratungsfolge 06.09.2005 Kulturausschuss Bericht 08.09.2005 Bezirksvertretung Münster-Hiltrup Bericht 13.09.2005 Bezirksvertretung Münster-Südost Bericht Bericht: Das Westpreußische Landesmuseum ist seit 1975 im Drostenhof in Münster-Wolbeck unterge- bracht. Seitens der Museumsleitung ist in den vergangenen Jahren mehrfach der Zustand des Drostenhofes als Ausstellungsort, die Raumknappheit und die dringend erforderliche Erweiterung des Museums vorgebracht worden. Daraus entstanden Überlegungen für einen projektierten Mu- seumsneubau in Münster-Hiltrup und alternativ ei ne Museumserweiterung am Standort in Wol- beck. Im Rahmen einer Kulturkonzeption hat der Bund (die Bundesministerin für Kultur und Medien) im Jahr 2000 Überlegungen zu einer Zusammenlegung des Westpreußischen Landesmuseums mit dem Ostpreußischen Landesmuseum angestellt; dies ist bundesseitig aber nicht weiter verfolgt worden. In 2003 ist vielmehr dem Westpreußischen Landesmuseum seitens des Bundes ein Verbleib am Standort Münster zugesichert worden. Anfang des Jahres 2005 entstand eine neuerliche Diskussion um eine möglicherweise geplante Zusammenlegung der beiden Museen am Standort in Lüneburg. Begründet wurde dies neben organisatorischen und inhaltlichen Synergien mit besseren liegenschaftlichen Voraussetzungen. Die beiliegende Analyse ist Reaktion darauf und versteht sich als Beleg der Standortqualität des Makrostandortes Münster wie auch der Mikrostandorte Wolbeck und Hiltrup. Diese standortbezogene Analyse wird ergänzt durch Ausführungen des Westpreußischen Lan- desmuseums zur laufenden Museumsarbeit sowie Erläuterungen zu den konkreten Projektent- wicklungen an den beiden Standorten mit den jeweiligen Planungs- und Finanzierungsüberle- gungen. Schließlich werden seitens des Westpreußischen Landesmuseums die aktuellen Entwicklungen dargelegt, die einen Verbleib am Standort in Münster-Wolbeck, für den sich das Museum aus- spricht, befördern. I. V. Vorlagen-Nr.: V/0548/2005 Auskunft erteilt: Herr Ehling Ruf: 492 41 00 E-Mail: EhlingK@stadt-muenster.de Datum: 01.08.2005 Öffentliche Berichtsvorlage 2 gez. Dr. Hanke
Anlage5-Fotos
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Anlage 5
Anlage3-Skizze
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Anlage 3 yauıonarg / BunIDMeRsLunasnyN IyOIsUV yaaaleng L2LIP LI EPUDEN Dis LDLON "Bur-ndka pleyuary HONSWUNBSNIN JUIISUN „eaypuepum „ IUNSUV
Beratungsverlauf (3)
Beschluss: zur Kenntnis genommen
Zur SitzungBeschluss: zur Kenntnis genommen
Zur SitzungOrte (4)
- Marktallee
- Am Hawerkamp
- Kinderhaus
- Domplatz
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Details
- Vorlagen-Nr.
- V/0548/2005
- Typ
- Vorlage
- Datum
- 01.08.2005
- Erstellt
- 06.10.2020 14:37