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V/0548/2005

Westpreußisches Landesmuseum in Münster-Wolbeck

Vorlage 01.08.2005

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Nächste Beratung: Bezirksvertretung Münster-Südost, Sitzung am 13.09.2005, TOP 3.2

Nutzflächenberechnung

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Museumsbesuche

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Anlage4-Skizze

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Themenbereiche

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Berichtsvorlage

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Anlage3-Skizze

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Nutzflächenberechnung

1100 Zeichen

Anlage 1  
 
 
NUTZFLÄCHENBERECHNUNG 
 
 
1. 800 m 2 Ausstellungsfläche für die Dauerausstellung 
 
2. 200 m 
2 Raum für Wechsel- bzw. Sonderausstellungen 
 
3. 200 m 
2 Arbeitsräume für die Leitung und Verwaltung 
 
1. - Museumsdirektor  
2. - Sekretariat 
3. - Wiss. Mitarbeiter (Historiker) 
4. - Wiss. Mitarbeiter (Kunsthistorikerin) 
5. - Kulturreferentin 
6. - Verwaltungsleiter 
7. - Besprechungsraum 
 
4. 100 m 
2 Bibliothek mit Fotoarchiv, zugleich Arbeitsplatz für die zweite Schreibkraft 
   und Gäste des Museums 
 
5. 100 m 
2  Vortrags-, Tagungs- und Vorführraum 
 
6.   50 m 2  Museumspädagogik (Lern- und Arbeitsraum) 
 
7. 400 m 2  Magazinräume für die Langzeitlagerung, die über k onstante Luftfeuchtigkeit 
   und Temperatur verfügen 
 
8.   50 m 2  Magazin für die Kurzzeitlagerung zugleich Werkstatt in unmittelbarer Nähe 
  des Ausstellungsraumes 
 
9.      50 m 
2 Museumstechnik 
 
10.    20 m 
2  Aufenthaltsraum für die Mitarbeiter (Sozialraum) 
 
11.    50 m 
2  Foyer/Eingangsbereich 
 
12.    60 m 
2  Toiletten, Garderobe, Aufzug 
  
 
 
2080 m 
2 Raumbedarf  insgesamt

Museumsbesuche

2360 Zeichen

Anlage 1  
zur Vorlage V/0548/2005 
 
 
Museumsbesuche 2001 - 2004 
 
 
Museum 
 
Besuche 
2001 
Besuche 
2002 
Besuche 
2003 
Besuche 
2004 
Archäologisches Museum der Universität  3.791  5.707  4.556  5.137  
Ausstellungshalle am Hawerkamp (ca.) * 4.000  4.000  3.000  750  
Ausstellungshalle zeitgenössische Kunst 
Münster ** 
-- 
 --  --  10.000  
Ausstellungsraum Münster *** 3.495  1.443  1.376  --  
Bibelmuseum 6.530  6.610  12.052  6.730  
Domkammer der Kathedralkirche 
St. Paulus 
10.284 
 14.846  18.734  6.557  
Eisenbahnmuseum der KG Pängelanton 
(ca.) 
3.000 
 2.800  3.050  3.000  
Gallitzin-Haus ca. 1.730  1.470  1.700  2.785  
Geologisches-Paläontologisches 
Museum 
10.552 
 15.497  15.636  16.102  
Graphikmuseum Pablo Picasso 98.000  60.550  58.381  58567  
Haus der Niederlande im Krameramts- 
haus - Ausstellungen des Kulturamtes 
3.514 
 4.318  7.000  5.600  
Heimatmuseum Kinderhaus (ca.) **** 5.000  3.000  --  --  
Hiltruper Museum (ca.) 3.500  4.000  525  782  
Karnevalsmuseum (ca.) 9.000  10.000  8.000  8.000  
Kunsthaus Kannen 8.000  11.000  10.500  10.000  
Lepramuseum (ca.) 1.800  1.900  1.900  1.620  
Mineralogisches Museum 1.753  1.800  1.589  1.860  
Mühlenhof -Freilichtmuseum 116.192  117.389  113.755  101.386  
Museum für Lackkunst 8.017  11.595  13.459  6.993  
Museum Haus Rüschhaus 9.603  10.041  9.585  9.977  
Orgelmuseum (ca.) 600  650  850  840  
Porzellanmuseum --  --  --  1.409  
Stadtmuseum Münster 87.971  76.898  77.335  100.658  
Villa ten Hompel (ca.) 7.000  7.000  9.500  8.700  
Westfälisches Eisenbahnmuseum 
Münster (ca.) 
1.000 
 2.500  800  650  
Westfälisches Landesmuseum für Kunst 
und Kulturgeschichte 
76.434 
 94.227  73.500  65.000  
Westfälisches Museum für Naturkunde 
und Planetarium 
147.781 
 149.310  114.870  101.438  
Westpreußisches Landesmuseum 10.767  10.304  12.257  12.293  
 
 
*) Die Ausstellungshalle Am Hawerkamp wurde Ende Fe bruar 2004 geschlossen 
**) Die Ausstellungshalle zeitgenössische Kunst Mün ster ist seit Juni 2004 geöffnet 
***) Wegen Umbauarbeiten des Bürgeramtes konnten in  der ersten Jahreshälfte 2003 keine Ausstellungen 
stattfinden. 
 Der Ausstellungsraum Münster war 2004 durch das Wa hlamt belegt 
****) Museum war wegen Renovierungsarbeiten nicht g anzjährig geöffnet 
 
 
Quelle:  
Stadt Münster - Amt für Stadt- und Regionalentwicklung, Statistik

Anlage4-Skizze

361 Zeichen

Anage 4

HOSTENDF - WEBTPREUSSISCHES LANDESMUSEUM

ÖRLER- AIEPING ANCKITEXTEN ANSICHT SÜD

NOSTENGF - WESTPREUSBISEHEN LANDESMUSELN

HLER -AIEPING ARCHITEKTEN ANSICHT OST

DRONTENOF » WESTPREUSSISCHEI LANDESMURTUM
MÖLLER - RIEPING - ARCHITEATEN

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DROSIEMOF » WESTPREUSSISCHER LANDEIMUSEUM

AES wien anmureree

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AUSSTELLUNG

Themenbereiche

2312 Zeichen

Anlage 2  
 
 
THEMENBEREICHE FÜR DIE DAUERAUSSTELLUNG DES 
WESTPREUSSISCHEN LANDESMUSEUMS 
 
 
Schwerpunktthemen der historisch-politischen Entwicklung  
 
1. Vor- und Frühgeschichte. Die Prussen/Pruzzen, di e Pomeranen 
2. 1225/26 – 1466  
 Deutscher Orden/Ordensstaat Preußen: Landesherrsch aft, Burgenbau, innere 
Organisation, Territorien; Die Marienburg, Sitz der Hochmeister 1309 – 1457 
3. 1466 – 1772  
 „Königliches Preußen“ – Preußen im Königreich Pole n 
4. 1772 – 1918  
 Königreich Preußen, Friedrich II. und die Gründung  Westpreußens, Kaiserreich 
5. 1918 – 1945 
 Kooperation und Konfrontation; Versailler Vertrag und seine Folgen, Vierteilung und 
Abstimmung, Nationalsozialismus, Reichsgau Danzig-W estpreußen, II. Weltkrieg, Flucht 
und Vertreibung 
6. 1945 ff. 
 Westpreußen nach dem II. Weltkrieg als polnische R egion, Außenstelle in Krockow, 
Zusammenarbeit mit polnischen Museen  
7. Sonderabteilung Provinz Posen 
 
Weitere Themenbereiche der Dauerausstellung 
 
 
1. Westfalen und Westpreußen 
2. Deutsche Ostsiedlung im Mittelalter  
3. Sakrale sowie profane Kunst und Architektur, Bac ksteingotik und Zisterzienserklöster 
4. Die Hanse  
5. Gold- und Silberschmiedekunst aus dem 16. bis 19 . Jahrhundert 
6. Westpreußen auf alter Grafik vom 16. bis zum 19.  Jahrhundert 
7. Kaschubei, Polen und Preußen auf alten Karten 
8. Gemälde aus dem 18. bis 20. Jahrhundert  
9. Danzig-Zimmer „Königin der Ostsee“: Sonderraum m it Möbeln, Goldschmiedekunst, 
Grafik und Gemälden aus der Hansestadt, Danziger Tapisserie  
10. Münz- und Medaillenkabinett 
11. Städtewesen: Danzig, Elbing, Thorn 
12. Landleben, Landwirtschaft, Vieh- und Pferdezuch t, ländliche Architektur 
13. Verkehrswesen: Eisenbahnen, Brücken, Kanalbau/W asserstraßen, Straßenbau 
14. Industrie/Handwerk, Handel und Gewerbe, Zuckerf abriken, Schiffbau, Maschinen und 
Autos 
15. Kaschuben, Geschichte und Kultur 
16. Polen in Westpreußen – Geschichte und Kultur 
17. Aspekte des Zusammenlebens: Deutsche, Polen und  Kaschuben 
18. Persönlichkeiten aus Westpreußen, u. a. Nobelpr eisträger, Wissenschaftler und 
Schriftsteller 
19. Volkskunde 
20. Militärwesen 
21. Bildungswesen 
22. Presse und Rundfunk 
23. Kultur, Sport, Gesellschaft und Alltagsleben 
24. Religiöses Leben: Protestanten, Katholiken, Men noniten und Juden

Standortanalyse-41

29100 Zeichen

- 11 - 
 
 
6.2.2 Hiltrup 
 
6.2.2.1 Allgemeine Informationen zum Stadtteil 
 
 Hiltrup ist mit derzeit knapp 26.000 Einwohnern de r größte Stadtteil Münsters, der 
zudem über eine komplett eigene kleinstädtische Inf rastruktur verfügt. Vier 
Grundschulen, eine Hauptschule, eine Realschule, zw ei Gymnasien, eine 
Sonderschule für Lernbehinderte, 11 Kindergärten/Ta geseinrichtungen sind in 
Hiltrup beheimatet. Das kirchliche Leben ist geprägt durch zwei katholische und eine 
evangelische Kirchengemeinde. Aber auch muslimische  und andere religiöse 
Gruppierungen haben ihren Sitz im Stadtteil. Danebe n sind einige soziale 
Einrichtungen, etwa aus den Bereichen der Jugend- u nd Altenhilfe in Hiltrup 
verankert.  
 
 Hiltrup ist Sitz vieler Vereine aus unterschiedlic hsten Interessenbereichen. Zur 
prägenden Infrastruktur gehören ein Krankenhaus, ei ne eigene und multifunktional 
genutzte Stadthalle, die auch im Kontext der Kongre sseinrichtungen Münsters 
vermarktet wird sowie die Polizeiführungsakademie a ls bundesweite 
Fortbildungsakademie mit überregionaler Bedeutung. Hiltrup ist zu dem Hauptsitz 
der weltweit operierenden BASF Coatings, die zuglei ch größter Arbeitgeber im 
produzierenden Gewerbe in Münster ist. Als Mittelze ntrum dehnt sich der 
Einzugsbereich Hiltrups über die Stadtgrenzen Münst ers auf benachbarte 
Gemeinden (Rinkerode, Drensteinfurt) aus. 
  
6.2.2.2 Der Museumsstandort in Hiltrup 
 
 Der vorgesehene Standort für einen Neubau befindet  sich im Zentrum von Hiltrup, 
damit ca. 6 km von der Innenstadt Münsters entfernt  und verkehrlich gut an die 
Innenstadt und an das regionale Straßenverkehrsnetz  angebunden. Durch das 
Busliniennetz und den Bahnhaltepunkt Hiltrup besteh t auch für den ÖPNV optimale 
Erreichbarkeit. 
 
 Unmittelbar an das Grundstück angrenzend befinden sich die städtische 
Bezirksverwaltung, das Hiltruper Heimatmuseum sowie  weitere öffentliche und 
private Infrastruktureinrichtungen. Der Hauptgeschä ftsbereich ‚Marktallee‘ befindet 
sich in fußläufiger Entfernung. 
 
 Die Stadt Münster hat dem Museum für einen möglich en Neubau eine 
Grundstücksfläche im Umfeld des Hiltruper Heimatmuseums in einer Größe von ca. 
1.000 qm im Wege des Erbbaurechtes zu einem Erbbauz ins von 0,61 € pro qm pro 
Jahr in Aussicht gestellt, es kommt aber auch ein K auf zu stark verringerten 
Konditionen in Betracht. 
 Weiterhin hat die Stadt Münster ihre Absicht erklä rt, für den Fall der Realisierung 
eine Anpassung der Festsetzungen des Bebauungsplane s durch ein 
Änderungsverfahren vorzunehmen. 
 
 Insbesondere das benachbarte Heimatmuseum lässt Sy nergieeffekte erwarten. Der 
vorhandene, ausgeprägte Baumbestand kann bei einer Bebauung weitgehend 
erhalten werden und kann durch die Herstellung entsprechender Außenraumbezüge 
dazu beitragen, die Attraktivität des Museumsstandortes weiter zu steigern. 
 
 
  
 
Anlage 1 Museumsbesuche 2001 – 2004

- 10 - 
... 
dieser beiden Kontaktstellen ist für die Außenwirks amkeit beider Initiativen 
erfolgversprechend. 
  
6.1.4 Öffnung für Querschnittsnutzungen/Cafebetrieb  
 
 Museen sind zunächst Museen und damit Orte für Kul tur- oder 
Geschichtsvermittlung. Museen sind aber auch öffent liche Orte – und Öffentlichkeit 
wird nicht nur durch festgelegte Öffnungszeiten hergestellt. Es geht eher darum, das 
Museum auch für Nutzungen zu öffnen, für die in sei nem jeweiligen Umfeld Bedarfe 
bestehen und die damit einem breiteren Zielpublikum  den Zugang zum Museum 
ermöglichen. Eine solche soziale Integration in das  eigene Umfeld ist umso 
entscheidender, je solitärer die Lage im jeweiligen  Umfeld ist. Ein 
Innenstadtmuseum wird sich nicht ohne weiteres als Treffpunkt oder auch 
Aufführungsort anbieten, da es Alternativen in ausr eichender Anzahl gibt. In einem 
Stadtteil aber besteht im Gegensatz dazu die Chance , durch eine Öffnung für 
Querschnittsnutzungen (Vorträge, Lesungen, Versamml ungen, Theater, Musik, 
Diskussionsforen etc.), ggf. verbunden mit einem Ca fébetrieb Identifikations- und 
Zentrumsfunktion zu erlangen.  
 
Fazit 
In der Verbindung von touristischen Angeboten, geme insamen Museumsinitiativen 
sowie zusätzlichen und ein breiteres Zielpublikum e rreichende Maßnahmen wie 
Öffnung für weitere Nutzungen verfügt das Westpreus sische Landesmuseum in 
Münster über eine hervorragende Ausgangsposition fü r eine erfolgreiche 
Museumsarbeit. 
 
6.2 Standortgebundene Perspektiven 
 
6.2.1 Wolbeck 
 
 Seit 1975 gehört Wolbeck zu Münster. Rund 9.000 Ei nwohnerinnen und Einwohner 
leben heute in Wolbeck, wobei insbesondere in den l etzten Jahrzehnten durch die 
Ausweisung neuer Baugebiete an den alten Ortsgrenzen die Bevölkerungszahl stark 
angestiegen ist. Als Sitz der Bezirksverwaltung ist  Wolbeck Zentrum des Bezirkes 
Münster-Südost mit insgesamt rund 30.000 Einwohnern. 
 
 Seither bevorzugen vor allem auch junge Familien d as Wohnen in zentraler und 
attraktiver Stadtrandlage. Ein in Planung befindlic hes Baugebiet wird dazu 
beitragen, dass Wolbeck weiter wächst und noch mehr  junge Familien sich hier 
ansiedeln. Denn Wohnen mit Grünanschluss, diese Kom bination verkörpert 
Wolbeck in idealer Weise. Auch die gute Versorgung mit Schulen (Wolbeck verfügt 
über ein großes Schulzentrum mit Haupt-, Realschule  und Gymnasium) und 
Kindergärten zieht viele junge Familien nach Wolbeck. 
 
 Das Westpreußische Landesmuseum ist die zentrale E inrichtung für die Sammlung, 
Bewahrung und Präsentation westpreußischen Kulturgu tes. Gleichzeitig ist es aber 
auch ein Begegnungs- und Kulturzentrum im Herzen Wo lbecks. Der im Mai 2000 
gegründete Förderkreis Drostenhof initiiert und för dert Kulturangebote wie 
Rezitationsabende, musikalische Darbietungen, Vortr äge und Sommerfeste im 
Drostenhof und unterstützt die Aktivitäten des Westpreußischen Landesmuseums 
 
 Der historische und 450 Jahre alte Wolbecker Drost enhof bietet hierfür einen 
optimalen Rahmen. Daher gibt es eine hohe Identifiz ierung des Museums mit den 
Bürgerinnen und Bürgern vor Ort, genauso wie die Bü rgerinnen und Bürger das 
Westpreußische Landesmuseum als unverzichtbaren Bes tandteil ihres kulturellen 
Lebens in ihrer Mitte aufgenommen haben.

- 9 - 
... 
6. Erweiterungsoptionen 
 
 Es existieren mit Hiltrup und Wolbeck zwei optiona le Standorte mit jeweils 
standortspezifischen Entwicklungsperspektiven. Darü ber hinaus existieren im 
Hinblick auf die Attraktivitätssteigerung auch in V erbindung mit dem Marketing der 
gesamten Stadt Münster übergreifende, standortunabh ängige,  
Entwicklungsperspektiven. 
 
6.1 Übergreifende Perspektiven 
  
6.1.1 Touristisches Marketing 
 
 Die Stadt Münster ist Jahr für Jahr Gastgeberin fü r mehr als eine Million 
Übernachtungsgäste und weit mehr Tagesgäste. Neben der historischen Altstadt als 
dem touristischen Anziehungspunkt der Stadt stellt sich Münster dem Gast als 
Einkaufsstadt und vor allem als Kulturstadt mit ein er Vielzahl von 
Kultureinrichtungen vor. Zusammen mit der Münsterla nd Touristik, einem 
Werbeverbund der Münsterlandkreise und der Stadt Mü nster wird die Region dabei 
im Schwerpunkt als Fahrradregion vermarktet mit zah lreichen reizvollen 
Ausflugszielen in der Umgebung. Gäste möchten Münst er und vor allem sein 
Umland mit dem Fahrrad als Beförderungsmittel Nr.1 in der Stadt und dem 
Münsterland erkunden. Dabei sind Schlösser und Burg en vornehmliche 
Ausflugsziele, die durch den Radelpark Münsterland kundenfreundlich erschlossen 
sind. Wolbeck und Hiltrup liegen an Schnittstellen mehrerer solcher Radwege und 
haben dadurch eine hohe Frequenz von Radtouristen. 
 Gerade Wolbeck bietet sich mit dem Drostenhof und der reizvollen Lage für den 
Radtourismus an, was durch bestehende Touren/Angebo te auch ermöglicht wird; 
darüber hinaus kann aber auch das Museum selbst bei  besseren räumlichen 
Bedingungen eine Infrastruktur/Gastronomie vorhalte n, die den Drostenhof als 
Ausflugsziel zusätzlich attraktiviert. 
 
6.1.2 Gemeinsame Museumsinitiativen 
  
 Die verschiedenen Museumseinrichtungen betreiben z unächst jeweils ihre eigene 
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, wobei Museen in gleicher Trägerschaft von 
übergreifenden Werbemaßnahmen des Trägers profitier en (z.B. LWL-Museums-
Card für die Museen des Landschaftsverbandes). 
 Die Stadt Münster vermarktet die Museen in der Sta dt gemeinsam als wesentlichen 
Bestandteil der städtischen Kulturlandschaft. 
 In gemeinsamer Initiative der Museen ist ein Museu msführer entwickelt worden, der 
eine Orientierung zu den einzelnen Museen gibt und sehr gut nachgefragt wird. 
 Daneben richten die Museen und Ausstellungsräume d er Stadt einmal jährlich die 
Nacht der Museen aus – eine zunächst nicht ungewöhn liche und in vielen größeren 
und mittleren Städten anzutreffende Maßnahme. Das b esondere in Münster ist die 
Einbettung in ein dreitägiges „Fest der Museen“ mit begleitenden Veranstaltungen, 
was zu einem nicht zu übersehenden Auftritt der Museen in der ganzen Stadt führt.  
 
6.1.3 Einbeziehung in nationale/internationale Koop erationen 
 
 Das Westpreussische Landesmuseum verfügt über eine  eigene Außenstelle in 
Polen und über zahlreiche Kontakte in die verschied ensten Einrichtungen und 
Städten unseres Nachbarlandes. Die grenzüberschreit ende Arbeit des Museums 
gewinnt zunehmend an Bedeutung. Die Stadt Münster v erbindet eine 
Städtepartnerschaft mit der polnischen Stadt Lublin , die begleitet wird von einem 
regen Freundeskreis, der viele Austauschprojekte in itiiert. Die stärkere Vernetzung

- 8 - 
... 
4. Westpreussisches Landesmuseum in Wolbeck 
 
 Das Westpreußische Landesmuseum wurde mit der Eröf fnung der ersten ständigen 
Ausstellung zur Geschichte, Kunst und Kultur am 6. Juli 1975 im Drostenhof zu 
Münster-Wolbeck gegründet. 
  
 Für das Jahr 2004 verzeichnete das Museum über 12. 000 Besucher und hat damit 
wiederum die Jahresergebnisse der Vorjahre übertrof fen. Seit ungefähr vier bis fünf 
Jahren zeichnet sich damit eine kontinuierliche Ste igerung ab, was maßgeblich 
auch auf die Aktivitäten und das bürgerschaftliche Engagement des Förderkreises 
Drostenhof zurückzuführen ist. Dieser Förderkreis h at sich die Belebung des 
Drostenhofes als Zentrum Wolbecks mit Veranstaltung en vorwiegend kultureller Art 
zum Ziel gesetzt und gestaltet so ein interessantes  und ansprechendes 
Jahresprogramm. 
  
 Diese Öffnung des Drostenhofes bzw. des Museums in den Stadtteil hinein hat auch 
dazu geführt, dass zwischenzeitlich Trauungen des S tandesamtes Münster dort 
durchgeführt werden. Als besonderen Service bietet das Standesamt Münster 
sogenannte Ambientetrauungen an, die neben dem Drostenhof zu Wolbeck auch im 
Freilichtmuseum Mühlenhof ausgerichtet werden. Zahl enmäßig ist dies aber von 
geringerer Relevanz. Von insgesamt 1.435 Trauungen im Jahr 2004 fanden so 79 
Trauungen im Mühlenhof Freilichtmuseum und 74 Trauu ngen im Drostenhof in 
Wolbeck statt. 
 
 Insgesamt stärkt das Westpreußische Landesmuseum d urch diese Kooperationen 
seine Funktion und Bedeutung als Begegnungs- und Ve ranstaltungsort, als 
Treffpunkt und Mittelpunkt Wolbecks.     
 
5.  Der Drostenhof Wolbeck 
 
 Von den zahlreichen Burgmannshöfen, die früher das  Erscheinungsbild des 
Wigboldes Wolbeck bestimten, ist nur der Drostenhof  erhalten, eines der 
bedeutenden Zeugnisse der Profanbaukunst aus dem 16. Jahrhundert in Westfalen. 
Der Drostenhof besteht aus zwei größeren Gebäuden, dem Torhaus, errichtet 1545-
47, und dem Herrenhaus, das 1557 fertiggestellt wur de. Die Häuser sind durch 
einen Remisentrakt miteinander verbunden. 
 Unmittelbar an der Straße steht das Torhaus. Über einen Vorhof erreicht man das 
zweigeschossige Herrenhaus, dessen zwei mächtige Sc haugiebel mit 
Muschelaufsätzen das Ortsbild überragen. Die Hofsei te prägt ein großer, runder 
Treppenturm. 
 Die innere Raumaufteilung ist seit dem 16. Jh. unv erändert. Die beiden 
Repräsentationssäle im Erdgeschoss haben im 17. Jh. Stuckdecken erhalten. 
 Das Herrenhaus des Drostenhofes ist in seiner kaum  geänderten Gestalt ein 
hervorragendes Beispiel vollendeter adeliger Wohnkultur des 16. Jh.

- 7 - 
... 
3. Die Beziehungen Münsters zu ehemaligen deutschen  Ostgebieten 
 
Die Beziehungen Münsters zu Schlesien und seiner Ha uptstadt Breslau sowie zum 
katholischen Ermland in Ostpreußen sind vielfältig und reichen bis in die Mitte des 
18. Jh. zurück. 
Nach dem 2. Weltkrieg brachte der Zuzug vieler Vert riebener eine neue Dimension 
in die Beziehungen Münsters zum deutschen Osten. Di ese reichten dadurch weit 
über Schlesien und das ostpreußische Ermland hinaus  und dehnten sich auf alle 
ostdeutschen Provinzen und auf viele Siedlungsgebie te der Deutschen in Ost-, 
Mittel- und Südosteuropa aus.  
Insbesondere beim Wiederaufbau der stark zerstörten  Innenstadt nach 1945 
spielten die Vertriebenen eine entscheidende Rolle.  Auch beim Aufbau des 
wirtschaftlichen Lebens der Stadt Münster hatten sie erheblichen Anteil. 
Heute sind rund ein Viertel der Bürger Münsters von  der Herkunft ihrer Familien her 
mit den alten ostdeutschen Kulturlandschaften verbu nden. Nahezu 100 
Straßennamen dokumentieren die vielfältigen Beziehungen. So hat bereits im Jahre 
1954 der Rat der Stadt Münster die Patenschaft für den im ostpreußischen Ermland 
gelegenen Stadt- und Landkreis Braunsberg übernomme n. Im Stadtmuseum 
Münster ist eine dauerhafte Präsentation zu Braunsberg zu besichtigen. 
Im Jahre 1960 hat der Landschaftsverband Westfalen- Lippe die Patenschaft für die 
Landsmanschaft Westpreußen übernommen. 
 
Als Sitz der Apostolischen Visitaturen für die Erzd iözese Breslau und für die 
Diözese Ermland sowie der Kanonischen Visitatur Gla tz und der Arbeitsstelle für 
Heimatvertriebene (Nord) der Deutschen Bischofskonf erenz sowie des in 
Braunsberg gegründeten Provinzial-Mutterhauses der Katharinerinnen wurde 
Münster zu einem Zentrum vertriebener deutscher Katholiken im Bundesgebiet. 
 
Als Standort des Westpreußischen Landesmuseums und als Sitz der 
Bundeslandsmanschaft Westpreußen ist in Münster zud em die Ostdeutsche 
Heimatstube mit ihrer Schausammlung ostdeutschen Ku lturgutes und ihren engen 
Kontakten zu den hiesigen Heimatvereinen beheimatet und ergänzt die Präsenz der 
ostdeutschen Kulturlandschaften für Einheimische un d Vertriebene in Münster. Der 
Bund der Vertriebenen gestaltet regelmäßig den Tag der Heimat in Münster. 
Erst im Jahre 2003 erfolgte im Stadtzentrum von Mün ster die Aufstellung eines 
Gedenksteines für die deutschen Flüchtlinge und Vertriebenen in Münster. 
 
Fazit 
Die Stadt Münster ist Sitz und Arbeitsmittelpunkt v erschiedener Initiativen und 
Einrichtungen, die die Bewahrung und Präsentation o stdeutschen Kulturgutes 
betreiben. Diese gewachsenen Strukturen zeigen sich  nach nunmehr 60 Jahren seit 
Kriegsende fest in die gesellschaftlichen Strukturen der Stadt integriert.  
Das Westpreussische Landesmuseum findet damit in Mü nster eine breite und 
gewachsene Grundlage für die erfolgreiche Arbeit.

- 6 - 
... 
haben, wird der Diskurs über zeitgenössische Kunst in der Stadt auf hohem Niveau 
lebendig gehalten. Gemeinsam mit einer ebenso vielf ältigen und lebendigen 
Galerienszene existiert damit ein Potenzial bildender Kunst, das sich einmal im Jahr 
gemeinsam zur Nacht der Museen öffnet und mit diese m Event zehntausende 
Besucherinnen und Besucher aus der Region anzieht. 
 
 
Fazit 
Das hohe Geschichtsbewusstsein und die Aufgeschloss enheit der Bürger Münsters 
und der Region prägen die besondere Art und Weise d er Auseinandersetzung mit 
Geschichte und Kultur und garantieren neben quantit ativ guten Besucherzahlen vor 
allem kritische, bewusste und zielgerichtete Besuche. 
Bereitschaft zur Auseinandersetzung mit Kultur und Geschichte und damit zum 
Besuch der Einrichtungen ist auch eine Frage von Ma rketing und Werbung der 
Einrichtungen, vor allem aber eine Frage der kultur ellen Bildung, die in Münster einen 
besonderen Stellenwert hat und das Potenzial künftiger Besucher erschließt.

- 5 - 
... 
Vergabe anstehenden Preise wie der Westfälische Friedenspreis, der Toleranzpreis 
sowie der Historikerpreis der Stadt Münster. 
 
2.2.2 Die Weiterbildung 
 
 Münster ist eine Stadt der Bildung. Deutschlands z weitgrößte Universität, 
verschiedene Fachhochschulen, Kunstakademie, Musikh ochschule und zahlreiche 
regional bedeutsame berufliche Ausbildungszentren sind sichtbare Belege dafür. 
 In Münster hat ein Drittel der Bürgerinnen und Bürger mit Bildung und Weiterbildung 
zu tun – als Lehrende, Lernende oder als Mitarbeite rIinnen und Mitarbeiter der 
Institute. 
 Münster ist ebenfalls eine Stadt der Weiterbildung . Die gesellschaftliche 
Notwendigkeit lebensbegleitenden Lernens ist Grundlage für die Arbeit von über 40 
Einrichtungen der allgemeinen Weiterbildung in öffe ntlicher und privater 
Trägerschaft. Dabei spielt in der städtischen Bildu ngsplanung die Stärkung und der 
Ausbau interkulturellen Lernens in allen Bildungsbereichen eine besondere Rolle. 
 Aufgeschlossenheit gegenüber anderen Kulturen und gleichermaßen Interesse für 
die Geschichte und Kultur verschiedener Völker stär ken das Engagement gegen 
Diskriminierung. 
  
2.2.3 Verbindungen lokal, regional, national, inter national 
 
 Münster arbeitet in vielerlei Hinsicht für die Reg ion und mit der Region zusammen. 
In Münster sitzen die Bezirksregierung, der Landsch aftsverband Westfalen-Lippe, 
das Landgericht, das Verfassungsgericht mit insgesa mt acht Kammern, dessen 
Zuständigkeitsbereich weit über Münster hinausreich t. Selbstverständlich engagiert 
sich Münster im Landesprogramm „Regionale Kulturförderung“, kooperiert mit vielen 
Partnern in der Region. Der Austausch mit den Gemei nden und Städten im Umland 
ist groß, wie zuletzt bei der Regionale 2004 erneut  unter Beweis gestellt, in deren 
Rahmen sich 38 Städte und Gemeinde, Kreise, der Lan dschaftsverband Westfalen-
Lippe, Kammern, Verbände und Vereine zusammengeschl ossen und in einem 
gewinnbringenden Prozess Leitthemen und Leitprojekt e für die Regionale 2004 
definiert und umgesetzt haben. 
 Nationale und internationale Verflechtungen und Ko operationen prägen vor allem 
den universitären und kulturellen Austausch mit zahlreichen externen Partnern. 
 
2.2.4 Museumslandschaft in der Stadt 
 
 Münster hat eine reichhaltige Museenlandschaft, di e in wissenschaftlicher und 
publikumswirksamer Breite und Spitze hundertausende Besucher/innen überzeugt.  
 In der Anlage 1  ist eine Auflistung der Museen mit den jeweiligen Besucherzahlen 
der Referenzjahre 2001 bis 2004. 
 
 Die Palette umfasst dabei u. a. das Westfälische L andesmuseum für Kunst und 
Kulturgeschichte, das Stadtmuseum, das Grafikmuseum  Pablo Picasso, das 
Museum für Lackkunst, das Bibelmuseum, das Mühlenho f Freilichtmuseum, das 
Westfälische Pferdemuseum oder eben das Westpreußis che Landesmuseum. 
Daneben existieren eine Reihe universitärer Museen,  Einrichtungen des 
Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe wie auch die I nstitutionen aus dem Bereich 
der zeitgenössischen Kunst. Durch die Skulpturenaus stellungen 1977, 1987 und 
1997 gilt die Stadt Münster mit seiner Präsentation  von Gegenwartskunst im 
öffentlichen Raum als Referenzort für diese Kunstgattung.  
 Mit der Kunstakademie für bildende Kunst NRW, dem Westfälischen Kunstverein, 
verschiedenen Atelierhäusern und Ausstellungsorten sowie dem gerade in 2004 
fertiggestellten Speicher II am Hafen, in dem 32 Kü nstlerateliers und die neue 
Ausstellungshalle für zeitgenössische Kunst Münster  einen neuen Ort gefunden

- 4 - 
... 
2.1.3 Bevölkerungsstruktur 
 
 Als Universitätsstadt leben in Münster rund 55.000  Studierende. Die 
Bevölkerungspyramide weist in Münster dadurch eine Besonderheit auf: Fast 40 % 
der Einwohner/innen sind daraus folgend unter 30 Ja hre alt. Eine weitere 
Besonderheit ist die Vielfalt der Kulturen und die Vielzahl der Herkunftsländer: In 
Münster leben Menschen aus über 150 Ländern der Erde. 
 
2.2 Kulturstadt Münster 
 
2.2.1 Geschichtskultur und historisch-politische Bi ldung 
 
 Münster setzt sich nicht nur mit seiner glanzvolle n Geschichte aus der Zeit des 
Westfälischen Friedens auseinander, sondern auch mit der schwierigen: mit der NS-
Zeit oder den Täufern. Die Zahl der Einrichtungen u nd Institutionen, die sich mit 
Geschichte befassen, ist enorm. An erster Stelle si nd die beiden städtischen 
Institutionen zu nennen, die sich hauptamtlich mit der Geschichte dieser Stadt 
beschäftigen - das Stadtmuseum Münster und das Stad tarchiv Münster. Hinzu 
kommen u.a. 
 
• das historische Seminar 
• das Institut für Kunstgeschichte 
• das Institut für Didaktik der Geschichte 
• das Institut für vergleichende Städtegeschichte 
• das Zentrum für Niederlandestudien 
• das Seminar für Volkskunde und den Museen der West fälischen Wilhelms-
Universität 
• die Institutionen des Landschaftsverbandes Westfal en-Lippe wie das 
Westfälische Landesmuseum für Kunst und Kulturgesch ichte, das Westfälische 
Archivamt, das Westfälische Museumsamt 
• das Westfälische Amt für Denkmalpflege 
• das Westfälische Amt für Bodendenkmalpflege 
• das Staatsarchiv Münster 
• das Landesmedienzentrum Westfalen oder 
• das Institut für Regionalgeschichte.  
 
 Ergänzt werden diese durch die Institutionen ander er Träger wie dem 
Westpreußischen Landesmuseum, dem Bistums- und Diöz esanarchiv, der 
Diözesanbibliothek sowie weiteren kulturhistorische n Museen aus der vielfältigen 
Museumslandschaft der Stadt.  
 
 Eine international beachtete Neugründung in der ze itgemäßen historischen Arbeit ist 
die Villa ten Hompel. Die Einrichtung, die der Fors chung, Vermittlung und 
Erinnerung gewidmet ist, befindet sich in einem aut hentischen Ort der Geschichte. 
Von 1940 bis 1945 war die Villa ten Hompel Sitz des  regionalen Befehlshabers der 
Ordnungspolizei. Im NS-Regime trug diese Behörde mi t ihren Erlassen, Befehlen 
und Handlungen erheblich zum Massenmord an Juden, S inti und Roma bei. Unter 
dem Titel „Im Auftrag“ präsentiert der Geschichtsort seit Mai 2001 eine multimediale 
Dauerausstellung zur Geschichte der Ordnungspolizei . Die Villa ten Hompel ist als 
Geschichtsort nicht nur Museum, sondern ermöglicht als Dokumentationsstelle auch 
die Recherche in der Bibliothek und in thematischen Sammlungen des Hauses. 
 
 Für das überdurchschnittliche Geschichtsbewusstsei n bzw. die Präsenz von 
Geschichte in der Stadt sind neben der sichtbaren A rchitektur die regelmäßig zur

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... 
2. Standort Münster 
 
2.1 Stadtstruktur Münster 
 
2.1.1 Zentralität Münsters 
 
 Die Stadt Münster versteht sich mit ihren 270.000 E inwohnern als wirtschaftliches 
und kulturelles Oberzentrum für eine Region mit rund 1,5 Mio. Einwohnern. In einem 
erweiterten Ring können zudem die 10 Mio. Einwohner  des benachbarten 
Ruhrgebietes dem Kreis möglicher Kunden zugerechnet werden. 
 Als Sitz des Bistums seit 805 nach Christus hat di e Stadt große Ausstrahlungskraft 
und Zentralfunktion für ein weit größeres Gebiet seit nunmehr 1200 Jahren. 
 Die monozentrische Stadtarchitektur war mit dem Ab schluss des Mauerringes 1278 
in den Grundstrukturen vorgegeben. Diese sind bis h eute erkennbar und prägen 
nahezu unverändert den Stadtgrundriss. In dem durch  den heutigen 
Promenadenverlauf erkennbaren abgerundeten Fünfeck bilden Dom und Domplatz 
den Mittelpunkt. Nachdem Münster Mitte des 17. Jahr hunderts als internationale 
Kongressstadt für den Westfälischen Frieden seine b isherigen Grenzen öffnete und 
erweiterte, entstanden anschließend in der Zeit des  Barock Adelshöfe, Kirchen und 
neue Ordensniederlassungen, die sich zum Teil in de n mittelalterlichen 
Stadtgrundriss drängten, aber auch im Umfeld der Stadt errichtet wurden. 
 1815 wurde Münster preußische Provinzialhauptstadt  und dadurch wichtiger 
Verwaltungs-, Militär- und nicht zuletzt Universitä tsstandort, was in der Folgezeit zu 
einer regen Bautätigkeit führte.  
 
2.1.2 Wiederaufbau und Stadtarchitektur 
 
 Nach massiven Zerstörungen im 2. Weltkrieg (die Al tstadt wurde zu 90 % zerstört) 
entstand das Konzept, das Bild der alten Stadt wied er entstehen zu lassen, was 
dann in der Folge zu der einzigartigen Lösung des W iederaufbaus in Münster 
geführt hat. Dieser mag aus heutiger Sicht einen hi storisierenden Eindruck 
vermitteln. Dennoch bestand das Ziel darin, keine K opie des zerstörten, sondern 
eine zeitgemäße architektonische Antwort, orientier t an dem verlorenen Stadtbild, 
zu schaffen. Stadträumliche Qualitäten sind damit w iedererstanden, der 
Stadtgrundriss erhalten, ortstypische Materialien v erwendet, die eine historische 
Kontinuität vermitteln, ohne starr zu sein.  
 
 Dies insgesamt führte zu einer unverwechselbaren I dentität der Innenstadt 
einerseits aber auch zu einem hohen Respekt vor dem  Grundgerüst der 
historischen Stadträume. Dies zeigt sich im hohen A nspruch an moderne Bauten - 
wie die neue Stadtbücherei von Peter Wilson und Jul ia Bolles-Wilson oder der 
Umbau eines alten Adelshofes als Sitz des Grafikmuseums Pablo Picasso. 
 
Fazit 
Einer Stadt- und Regionalplanung mit Augenmaß ist e s zu verdanken, dass die sich 
keilförmig in die Stadt hineinziehenden Grüngürtel sowohl den Fußgänger wie auch 
den Fahrradfahrer und den Autofahrer gleichermaßen einem ständigen Wechselspiel 
zwischen zentral urbanem Raum, dezentral urbanem Ra um und Erholungs- bzw. 
Grünflächen aussetzen. Diese Struktur bewahrt die I dentität und Eigenständigkeit der 
einzelnen Stadtteile, ohne die monozentrische Struk tur der Gesamtstadt aufzuheben. 
Insgesamt fügt sich daraus aber ein Bild einer einh eitlich grünen und gewachsenen 
Flächenstadt zusammen.

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... 
 
Das Westpreussische Landesmuseum verfügt in Münster  allgemein und 
speziell an den beiden alternativen Standorten über  ausgezeichnete 
Entwicklungsmöglichkeiten. 
 
In der Verbindung von touristischen Angeboten, geme insamen Museumsinitiativen 
sowie zusätzlichen und ein breiteres Zielpublikum e rreichende Maßnahmen wie 
Teilnahme an den internationalen Kulturtagen etc. v erfügt das Westpreussische 
Landesmuseum in Münster über eine hervorragende Aus gangsposition für eine 
erfolgreiche Museumsarbeit. 
Eine auf der Grundlage dieser Parameter durchzuführ ende 
Besucherpotenzialanalyse würde dies bestätigen. Ein e solche Analyse lässt sich 
seriös aber nur auf der Grundlage mindestens zurück liegender und aktueller 
Besucherbefragungen sowie auch Nicht-Nutzer-Befragu ngen durchführen und 
würde deshalb den Rahmen dieser Analyse sprengen.

... 
Standortanalyse Westpreußisches Landesmuseum 
 
 
 
1. Ergebnisse in der Zusammenfassung 
 
 
Die Stadt Münster ist aufgrund vielfältig gewachsen er Verbindungen zu den 
ehemals ostdeutschen Gebieten in besonderer Weise a ls Standort für die 
Arbeit des Westpreussischen Landesmuseums geeignet 
 
Die Stadt Münster ist Sitz und Arbeitsmittelpunkt v erschiedener Initiativen und 
Einrichtungen, die die Bewahrung und Präsentation o stdeutschen Kulturgutes 
betreiben. Diese gewachsenen Strukturen zeigen sich nach nunmehr 60 Jahren seit 
Kriegsende fest in die gesellschaftlichen Strukturen der Stadt integriert.  
Das Westpreussische Landesmuseum findet damit in Mü nster eine breite und 
gewachsene Grundlage für die erfolgreiche Arbeit. 
 
Dem Profil der Stadt Münster als „City of learning“  liegt ein 
außergewöhnliches Geschichtsbewusstsein der Bevölke rung zugrunde. Ein 
solches Umfeld einer intellektuellen und intakten p ermanenten 
Auseinandersetzung mit Geschichte und Geschichtskul tur bietet gerade dem 
Westpreußischen Landesmuseum den erforderlichen Näh rboden für die 
dauerhafte Verankerung der Vertriebenengeschichte i m 
Geschichtsbewusstsein 
 
Das hohe Geschichtsbewusstsein und die Aufgeschloss enheit der Bürger Münsters 
und der Region prägen die besondere Art und Weise d er Auseinandersetzung mit 
Geschichte und Kultur und garantieren neben quantit ativ guten Besucherzahlen vor 
allem kritische, bewusste und zielgerichtete Besuche. 
Bereitschaft zur Auseinandersetzung mit Kultur und Geschichte und damit zum 
Besuch der Einrichtungen ist auch eine Frage von Ma rketing und Werbung der 
Einrichtungen, vor allem aber eine Frage der kultur ellen Bildung, die in Münster 
einen besonderen Stellenwert hat und das Potenzial künftiger Besucher erschließt. 
 
Eine Charakterisierung der Stadtstruktur Münsters, ihrer Stadtarchitektur und 
dem Verhältnis der Stadtteile zum Zentrum zeigt, da ss die Standorte Wolbeck 
und Hiltrup nicht Stadtteile Münsters im Sinne von Vororten, sondern Teile der 
Stadt sind. 
  
Einer Stadt- und Regionalplanung mit Augenmaß ist es zu verdanken, dass die sich 
keilförmig in die Stadt hineinziehenden Grüngürtel sowohl den Fußgänger wie auch 
den Fahrradfahrer und den Autofahrer gleichermaßen einem ständigen 
Wechselspiel zwischen zentral urbanem Raum, dezentr al urbanem Raum und 
Erholungs- bzw. Grünflächen aussetzen. Diese Strukt ur bewahrt die Identität und 
Eigenständigkeit der einzelnen Stadtteile, ohne die  monozentrische Struktur der 
Gesamtstadt aufzuheben. Insgesamt fügt sich daraus aber ein Bild einer einheitlich 
grünen und gewachsenen Flächenstadt zusammen.

Berichtsvorlage

2288 Zeichen

DER OBERBÜRGERMEISTER 
Kulturamt 
 
 
 
 
 
 
 
Betrifft 
 
Westpreußisches Landesmuseum in Münster-Wolbeck 
 
 
Beratungsfolge 
 
 
06.09.2005 Kulturausschuss Bericht 
08.09.2005 Bezirksvertretung Münster-Hiltrup Bericht 
13.09.2005 Bezirksvertretung Münster-Südost Bericht 
 
 
Bericht: 
 
Das Westpreußische Landesmuseum ist seit 1975 im Drostenhof in Münster-Wolbeck unterge-
bracht. Seitens der Museumsleitung ist in den vergangenen Jahren mehrfach der Zustand des 
Drostenhofes als Ausstellungsort, die Raumknappheit und die dringend erforderliche Erweiterung 
des Museums vorgebracht worden. Daraus entstanden Überlegungen für einen projektierten Mu-
seumsneubau in Münster-Hiltrup und alternativ ei ne Museumserweiterung am Standort in Wol-
beck. 
 
Im Rahmen einer Kulturkonzeption hat der Bund (die Bundesministerin für Kultur und Medien) im 
Jahr 2000 Überlegungen zu einer Zusammenlegung des Westpreußischen Landesmuseums mit 
dem Ostpreußischen Landesmuseum angestellt; dies ist bundesseitig aber nicht weiter verfolgt 
worden. In 2003 ist vielmehr dem Westpreußischen Landesmuseum seitens des Bundes ein 
Verbleib am Standort Münster zugesichert worden. 
 
Anfang des Jahres 2005 entstand eine neuerliche Diskussion um eine möglicherweise geplante 
Zusammenlegung der beiden Museen am Standort in Lüneburg. Begründet wurde dies neben 
organisatorischen und inhaltlichen Synergien mit besseren liegenschaftlichen Voraussetzungen. 
 
Die beiliegende Analyse ist Reaktion darauf und versteht sich als Beleg der Standortqualität des 
Makrostandortes Münster wie auch der Mikrostandorte Wolbeck und Hiltrup. 
 
Diese standortbezogene Analyse wird ergänzt durch Ausführungen des Westpreußischen Lan-
desmuseums zur laufenden Museumsarbeit sowie Erläuterungen zu den konkreten Projektent-
wicklungen an den beiden Standorten mit den jeweiligen Planungs- und Finanzierungsüberle-
gungen. 
Schließlich werden seitens des Westpreußischen Landesmuseums die aktuellen Entwicklungen 
dargelegt, die einen Verbleib am Standort in Münster-Wolbeck, für den sich das Museum aus-
spricht, befördern. 
 
I. V. 
Vorlagen-Nr.: 
V/0548/2005 
Auskunft erteilt: 
Herr  Ehling 
Ruf: 
492 41 00 
E-Mail: 
EhlingK@stadt-muenster.de 
Datum: 
01.08.2005 
Öffentliche Berichtsvorlage

2 
 
gez. Dr. Hanke

Anlage5-Fotos

8 Zeichen

Anlage 5

Anlage3-Skizze

145 Zeichen

Anlage 3

yauıonarg / BunIDMeRsLunasnyN IyOIsUV

yaaaleng L2LIP LI EPUDEN Dis LDLON "Bur-ndka pleyuary

HONSWUNBSNIN JUIISUN

„eaypuepum „ IUNSUV

Beratungsverlauf (3)

06.09.2005 Kulturausschuss
TOP 7 Bericht
Zur Sitzung
08.09.2005 Bezirksvertretung Münster-Hiltrup
TOP 4.3 Bericht Entscheidung

Beschluss: zur Kenntnis genommen

Zur Sitzung
13.09.2005 Bezirksvertretung Münster-Südost
TOP 3.2 Bericht Entscheidung

Beschluss: zur Kenntnis genommen

Zur Sitzung

Orte (4)

  • Marktallee
  • Am Hawerkamp
  • Kinderhaus
  • Domplatz

Ortsbezüge werden automatisch aus den Dokumenten ermittelt und können unvollständig sein.

Details

Vorlagen-Nr.
V/0548/2005
Typ
Vorlage
Datum
01.08.2005
Erstellt
06.10.2020 14:37