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2010/0172

Bund-Länder-Programm 'Stadtteile mit besonderem Entwicklungsbedarf - die Soziale Stadt' Eberstadt Süd - Bau eines offenen Jugendtreffpunktes

Magistratsvorlage 07.04.2010

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2010/0172

8469 Zeichen

Magistratsvorlage 
 
Eingang Magistrats- 
geschäftsstelle: 
21.04.2010 
an den Magistrat 
   zur Kenntnis 
   zur Beschlussfassung 
 
Beteiligt vor 
Magistratsbeschlussfassung: 
Dezernat VI Dezernat II 
Dezernat V an die Stadtverordnetenversammlung 
   OBW zur Befassung 
   zur Kenntnis 
   zur Beschlussfassung 
   zur abschließenden Beschluss-        
fassung Fachausschuss 
 
Amt: Stadtplanungsamt 
Behandlung in  
öffentl. Sitzung 
Ja 
 
Nein 
 
 OBW bei abschl. 
Beschlussfassung Magistrat 
 
 
 
Ja 
 
Nein  
Internetfähig     
Verteiler: 
 
 
 
Vorlage-Nr. 2010/0172 
 
Magistratsbeschluss-Nr. 
  
 
 
Betreff: Bund-Länder-Programm "Stadtteile mit besonderem Entwicklungsbedarf - die Soziale 
Stadt" Eberstadt Süd - Bau eines offenen Jugendtreffpunktes 
 
Vorlage vom:  7. 4.2010 
 
Beschlussvorschlag: 
1. Dem Bau eines offenen Jugendtreffpunktes auf dem Bärbel-Six-Platz wird zugestimmt. 
2. Die Gesamtkosten in Höhe von 22.000,00 Euro werden zur Kenntnis genommen. 
3. Zur Finanzierung der Planungs- und Materialkosten werden Mittel des Förderprogramms „Soziale 
Stadt“ in Höhe von rd. 12.000,00 Euro verwendet. Die erforderlichen Mittel sind unter einer neu 
einzurichtenden Investitionsnummer kassenwirksam zur Verfügung zu stellen. Sie werden innerhalb 
des Investitionsbudgets der Kostenstelle 061-030-1200 „Soziale Stadt Eberstadt Süd“ gedeckt. 
4. Der Eigenbetrieb Immobilienmanagement Darmstadt wird mit der Umsetzung des Projektes 
beauftragt. 
 
 
Anlagen: Jugendtreff_Planung 
Jugendtreff_Planungs- und Materialkosten 
 
Datenschutzrelevante Anlage:  
 
Beschluss des Magistrats vom

2 
...

3 
... 
 
Begründung zur Magistratsvorlage vom 07.04.2010  
 
Anlass / Ziele 
Zu Programmbeginn „Soziale Stadt“ wurden als zentrale Ziele die Verbesserung der Wohn- und 
Lebensbedingungen im Stadtteil sowie die städtebauliche Stabilisierung formuliert. 
Im Ergebnis einer im Jahre 2001 durchgeführten Stadtteilforscheraktion mit Kindern und 
Jugendlichen wurde festgestellt, dass die Belange von Kindern und Jugendlichen im Stadtquartier 
bislang nur unzureichend berücksichtigt wurden; dies obwohl der Stadtteil, erbaut in den 1970er 
Jahren, einen hohen Anteil an Kindern und Jugendlichen aufweist. 
Langjähriges Ziel für den Stadtteil ist u. a., einen adressatengerechten offenen Jugendtreffpunkt zu 
etablieren. 
Der Auswahl des geplanten Standortes geht eine intensive und langjährige Abstimmung voraus. Die 
Stadtviertelrunde behandelte mögliche Standorte ab dem Jahr 2002 in zahlreichen Sitzungen. 
Ergänzend wurden Einzelgespräche mit Einrichtungen geführt. Alle alternativen Standorte wurden 
aufgrund diverser Nachteile und / oder Bedenken einzelner Einrichtungen abgelehnt. 
Die Nachfrage der Jugendlichen und der Bedarf eines Treffpunktes blieb bestehen. 
Durch die AG „Kinder und Jugend“ wurden die Jugendlichen des Stadtteils im Jahr 2006 zu ihren 
bevorzugten Aufenthaltsorten befragt. Im Ergebnis wurde der Standort „Bärbel-Six-Platz“ durch die 
Stadtviertelrunde im Dezember 2008, das Konzept des Jugendtreffs im März 2009 bestätigt. Damit 
wird dem lange vorgetragenen Wunsch der Jugendlichen, einen offenen Treff in zentraler Lage im 
Stadtteil zu erhalten entsprochen. 
Ziel ist, über den Jugendtreff eine feste Gruppe im Stadtteil zu generieren, die adressengerecht an 
der weiteren Stadtteilentwicklung mitwirkt. 
 
Umsetzung 
Im Fokus des Projektes stehen Jugendliche von 16 bis 21 Jahren, deren Belange bisher über die AG 
Kinder und Jugend in enger Rückkoppelung mit den Stadtteil wahrgenommen wurden. Ziel ist, den 
Jugendlichen den Bau ihres Treffpunktes zu übertragen und sie in die Betreuung und Pflege des 
Treffpunktes einzubeziehen. Über die handwerklichen Tätigkeiten werden insbesondere sozial- und 
bildungsbenachteiligte Jugendliche und Jugendliche mit Migrationshintergrund angesprochen. Die 
Tätigkeiten eröffnen ihnen die Möglichkeit, sich mit hoherer Wertschätzung durch den Stadtteil an der 
Verbesserung seiner Infrastruktur zu beteiligen. 
Über eine Beteiligung der Jugendlichen an der Umsetzung des Bauprojektes sowie an seiner 
Unterhaltung wird nicht nur die Förderung der eigenen Fähigkeiten sondern auch eine gute Annahme 
des Projektes und eine Minimierung von Vandalismus verfolgt. Durch die gemeinsame Arbeit an dem 
Projekt wird die Identifikation mit dem Stadtteil als Ganzes gestärkt. Ziel ist, im Kontext der 
Projektrealisierung Ansprechpartner zu gewinnen, die über den Bau hinaus als Schlüsselpersonen für 
die Bespielung des Treffs ansprechbar sind. Die Jugendlichen wurden bereits bei der Auswahl des 
Ortes (Bauplatz) und beí der Planung einbezogen.  
Im Kontext der Projektumsetzung bereiten Workshops zur Vermittlung der benötigten handwerklichen 
Fähigkeiten die Jugendlichen auf die Projektrealisierung vor. Details der Ausführung werden 
gemeinsam mit den Jugendlichen festgelegt. Eine Radiosendung, ausgestrahlt aus dem Radiowagen 
der jüngst im Stadtquartier eingerichteten Jugendwerkstatt, wird über den jeweils aktuellen Stand des 
Projektes berichten. 
Der durch den Werkhof e.V. im Kontext eines Produktionsschulen-Projektes angeleitete Bau eröffnet 
Möglichkeiten zur Qualifizierung und Beschäftigung. Gleiches gilt für die Pflege, Wartung und 
Reparatur des Treffs im Betrieb. 
Der Werkhof e.V. tritt als Generalübernehmer auf, d.h. er übernimmt die Adressatenbeteiligung im 
Rahmen der Planung, die Ausführung und die Betreuung des Treffpunktes gemeinsam mit 
Jugendlichen des Stadtteils. Der Träger arbeitet im Auftrag der Wissenschaftsstadt Darmstadt, in 
enger Kooperation mit der Stadtteilwerkstatt und dem Stadteilmanagement 'Soziale Stadt' sowie den 
Nachtwanderern, einer Gruppe geschulter Bewohner/innen, die in Gruppen Orte von Jugendlichen 
aufsuchen und im Gespräch eine Vertrauensebene aufbauen. 
Zeitplan 
Der Vorentwurf, Perspektiven und eine Kostenermittlung wurden durch das Stadtteilmanagement 
Freischlad + Holz erarbeitet und auf Verwaltungsebene sowie mit der Stadtviertelrunde abgestimmt.

4 
... 
Die durch den Eigenbetrieb Immobilienmanagement Darmstadt beauftragte Tragwerksplanung wird 
zeitnah eingearbeitet. 
Der Werkhof Darmstadt e.V. wird in der 2. Förderphase des Förderprogramms 'Stärken vor Ort' (2010) 
die Umsetzung des offenen Jugendtreffpunktes als Mikroprojekt durchführen. Die Jugendlichen des 
Stadtviertels haben großes Interesse, sich an der Umsetzung des Treffs zu beteiligen. Die 
Nachtwanderer und die AG Kinder und Jugend haben Hilfestellungen und Kooperationen angeboten. 
Die vorbereitende Akquisition und Öffentlichkeitsarbeit kann nach dem Magistratsbeschluss beginnen, 
so dass Qualifizierungskurse und die Umsetzung von September bis Dezember durchgeführt werden 
können. 
 
Konstruktion / Material 
Die in Zusammenarbeit mit der AG Kinder und Jugend entwickelte Planung des Jugendtreffpunktes 
sieht eine verzinkte Stahl-Überdachung sowie eine dreiseitige Schließung des Treffpunktes mit 
farbigen Plexiglas-Scheiben vor. Das Dach ist mit Trapezblech eingedeckt. Die Öffnung des Treffs ist 
in Richtung der Laufbahn des angrenzenden Sport- und Spielplatzes orientiert. Sitzmöglichkeiten und 
ein Tisch werden unter der Überdachung platziert.  
 
Finanzierung 
- Fördermittel der 'Sozialen Stadt' für das Material und die Planung des offenen 
Jugendtreffpunktes in Höhe von 12.000,00 EUR, beantragt durch das Dezernat VI, bewilligt 
durch das Hessische Ministerium für Wirtschaft, Verkehr und Landesentwicklung 
(Förderantrag 2007, Mittel stehen zum Abruf bereit) 
- Fördermittel in Höhe von 10.000 Euro für den Bau des Treffpunktes, beantragt durch den 
Werkhof Darmstadt e.V. im Förderprogramm 'STÄRKEN vor Ort' (Förderantrag 2010, Mittel 
stehen zum Abruf bereit).  
Das Projekt wurde mit dem Sozialdezernat, der Lokalen Koordinierungsstelle, dem 
Immobilienmanagement Darmstadt, der Kämmerei, der Stadtviertelrunde, der AG Kinder und Jugend 
und dem Werkhof Darmstadt e.V. entwickelt und abgestimmt. 
 
Für den Jugendtreff sind aufgrund des beständigen und langlebigen Materials (verzinkter Stahl / 
Trapezblech) kurz- und mittelfristig keine Reparaturkosten zu erwarten. Des Weiteren entstehen für 
den Jugendtreff keine Betriebskosten (Strom / Wasser / Abwasser). 
Folgekosten für die Wissenschaftsstadt Darmstadt entfallen. 
 
 
Darmstadt, 07.04.2010 
61.1 sa-sm   Tel.: 3641 
 
 
Der Dezernent II Der Dezernent V Der Dezernent VI 
 
 
 
 
Wolfgang Glenz Jochen Partsch Dipl.-Ing. D. Wenzel 
Bürgermeister Stadtrat Stadtrat

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1701 Zeichen

Projekt: Neubau Überdachung Jugendtreff, Soziale Stadt, Darmstadt Eberstadt
Bauherr: Stadtplanungsamt Darmstadt, Bessunger Straße 125, 64295 Darmstadt
Architekt: Freischlad + Holz, Spreestraße 3a, 64295 Darmstadt
Kosten Material Jugendtreff Stand 03.2010
KGr Kurztext Einheit Menge EP (EUR) GP (EUR)
von mittel bis
Überdachung
320 Fundamente Stützen  0,35x0,35x1,00 m, C 25/35 St 6,00 50,00 300,00
330 Stahlkonstruktion (RR 060x60x603 mm) kg 500,00 2,52 3,02 3,54 1.510,00
Stahlkonstruktion Kleinteile (Fußplatten) kg 7,20 3,65 4,20 4,80 30,24
Stahlkonstruktion Vorbohrungen St 136,00 9,20 10,70 12,20 1.455,20
Stahlkonstruktion Bolzen St 136,00 7,00 952,00
Verzinkung Stahlkonstruktion kg 507,20 0,40 0,54 0,65 273,89
Beschichtung Stahlkonstruktion Eisenglimmer m² 115,00 13,90 16,50 18,90 1.897,50
340 Wand Plexiglas 4 mm m² 14,30 49,20 63,00 84,60 900,90
Glashalter, Ansichtsbreite 60 mm m 19,50 10,50 15,00 21,00 292,50
Eckblech m 2,50 11,00 13,75 17,00 34,38
360 Dach Trapezblech m² 12,50 42,00 55,00 65,00 687,50
Ausbildung Firstkante (Zahnblech, Füllleisten etc.) m 12,00 34,00 67,00
Ausbildung Traufkante (Zahnblech, Füllleisten etc.) m 10,00 26,00 46,00
Randeinfassung m 12,00 26,10 30,40 34,40 364,80
Tropfblech m 3,00 12,00 17,50 24,00 52,50
Gesamtsumme Material Jugendtreff netto 8.751,40
zuzüglich 19 % Mwst 1.662,77
Gesamtsumme Material Jugendtreff brutto 10.414,17
Kosten Tragwerksplanung
Gesamtsumme Tragwerksplanung netto 1.225,00
zuzüglich 19 % Mwst 232,75
Gesamtsumme Tragwerksplanung brutto 1.457,75
Kosten 'Soziale Stadt'
Gesamtsumme 'Soziale Stadt' netto 9.976,40
zuzüglich 19 % Mwst 1.895,52
Gesamtsumme 'Soziale Stadt' brutto 11.871,92
März 2010 Kosten_Soziale Stadt_01 Seite 1

Beratungsverlauf (2)

TOP 226
TOP 5

Orte (3)

  • Bessunger Straße 125
  • Spreestraße 3a
  • Bärbel-Six-Platz

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Details

Vorlagen-Nr.
2010/0172
Typ
Magistratsvorlage
Datum
07.04.2010
Erstellt
29.09.2026 00:00