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Annahme einer Schenkung von 20 Gemälden, 263 Zeichnungen, 107 Aquarellen und 48 Druckgrafiken des jüdischen Kölner Malers Otto Schloss
Beschlussvorlage Rat bzw. Hauptausschuss 3396/2018 vom 31.10.2018
Stand: Am 22.11.2018 im Rat ungeändert beschlossen.
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Beschlussvorlage Rat
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Die Oberbürgermeisterin Dezernat, Dienststelle VII/4520 Vorlagen-Nummer 3396/2018 Freigabedatum 31.10.2018 Beschlussvorlage zur Behandlung in öffentlicher Sitzung Betreff Annahme einer Schenkung von 20 Gemälden, 263 Zeichnungen, 107 Aquarellen und 48 Druck- grafiken des jüdischen Kölner Malers Otto Schloss Beschlussorgan Rat Gremium Datum Beschluss: Der Rat nimmt die Schenkung von 438 Werken (20 Gemälden, 263 Zeichnungen, 107 Aquarellen und 48 Druckgrafiken) des jüdischen Kölner Malers Otto Schloss durch Almuth Corbach und Katharina Mähler mit großem Dank an. Ausschuss Kunst und Kultur 13.11.2018 Rat 22.11.2018 2 Haushaltsmäßige Auswirkungen Nein Begründung Otto Schloss, 1884 in Frankfurt a.M. als Sohn einer angesehenen jüdischen Kaufmannsfamilie gebo- ren, studierte von 1918 bis 1922 an der Frankfurter Städelschule, der Hochschule für Bildende Küns- te. Kurz darauf zog er nach Köln und heiratete die Kölner jüdische Lehrerin Hedwig Cahn, die in den folgenden Jahren an der städtischen jüdischen Volksschule unterrichtete. Otto Schloss war als Illustrator für Zeitungen und Buchpublikationen tätig, schuf Gemälde, Aquarelle, Zeichnungen und Druckgrafik, seine Werke umfassen Porträts, Landschaften, religiöse und soziale Motive. Otto Schloss gehörte nicht zu der Gruppe der Progressiven Künstler in Köln, seine Arbeiten sind in Vielem traditionell geprägt, sie sind aber dennoch von den Kunstströmungen der Zeit beein- flusst. Durch die antisemitische Diskriminierung des NS-Regimes war die Tätigkeit von Otto Schloss ab 1933 extrem eingeschränkt. Es war ihm nur noch möglich, für jüdische Zeitungen und jüdische Auf- traggeber zu arbeiten, er konnte zunächst aber noch ein kleines Atelier in der Kölner Neustadt unter- halten. 1938 flüchteten Otto und Hedwig Schloss nach Schweden, eine Vielzahl seiner Werke wurde ebenfalls nach Schweden gebracht. Im Exil versuchte Otto Schloss, an seine Tätigkeit in Deutschland anzuschließen. Er starb 1950. Seine Tochter, die im Besitz des Großteils seiner Werke war, starb 2017. Otto Schloss ist heute fast vergessen. Selten kommt eines seiner Werke auf den Kunstmarkt – vor allem auch deshalb, weil die meisten seiner erhaltenen Arbeiten im Privatbesitz der Familie waren. Das NS-Dokumentationszentrum besitzt bereits einige Werke aus früheren Schenkungen. Mit dem Nachlass kommt zum ersten Mal ein fast geschlossener Bestand der Werke eines jüdischen Künstlers nach Köln, Werke, die in Köln während der 1920er- und 1930er-Jahre entstanden sind. Sein Nachlass bildet damit einen außerordentlichen Beitrag zur Kölner Kulturgeschichte und jüdi- schen Geschichte. Die Schenkung umfasst 438 Werke aus dem Nachlass von Otto und Hedwig Schloss bzw. ihrer Toch- ter Marianne Vogelhut (geb. Schloss). Die Erben des Nachlasses, Almuth Corbach und Katharina Mähler, schenken der Stadt den umfangreichen Bestand der Werke von Otto Schloss. Die 438 Werke setzen sich zusammen aus: 20 Gemälden 157 einzelne Zeichnungen 107 Aquarelle 48 Druckgrafiken 28 Zeichnungen in 3 Skizzenblöcken (in Skizzenblock 1, 2 und 4) 78 Zeichnungen/Aquarelle in einem Skizzenblock (Skizzenblock 3) Der Gesamtwert der Schenkung beläuft sich auf 31.165 Euro, wobei jedem einzelnen Werk ein kon- kreter Betrag zugeordnet ist.
Beratungsverlauf
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13.11.2018
TOP 6.1, Vorberatung (Fachausschuss). Ergebnis: ungeändert empfohlen
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