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AN/0509/2017

Neugestaltung der westlichen Domumgebung

SPD Antrag nach § 3 23.03.2017

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Nächste Beratung: Rat, Sitzung am 04.04.2017, TOP 3.1.6

SPD Antrag nach § 3

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SPD Antrag nach § 3

8631 Zeichen

An die Vorsitzende des Rates 
Frau Oberbürgermeisterin 
Henriette Reker 
 
 
 
SPD-Fraktion 
im Rat der Stadt Köln  
Rathaus, Spanischer Bau  
50667 Köln 
fon 0221. 221 259 50  
fax 0221. 221 246 57  
mail fraktion@koelnspd.de  
web www.koelnspd.de  
 
Eingang beim Büro der Oberbürgermeisterin: 23.03.2017 
 
AN/0509/2017 
Antrag gem. § 3 der Geschäftsordnung des Rates 
Gremium Datum der Sitzung 
Rat 04.04.2017 
 
Neugestaltung der westlichen Domumgebung 
Sehr geehrte Frau Oberbürgermeisterin, 
 
die SPD-Fraktion im Rat der Stadt Köln bittet Sie, folgenden Antrag in die Tages-
ordnung des Rates am 04.04.2017 aufzunehmen: 
 
 
Beschluss: 
 
1. Neben der Neugestaltung der östlichen und der nördlichen Domumgebung be-
darf auch der westliche Dombereich einer grundlegenden Neugestaltung. Die 
Verwaltung wird daher beauftragt, dem Rat einen ganzheitlichen Vorschlag zur 
Aufwertung der westlichen Domumgebung vorzulegen, aufbauend auf dem 
städtebaulichen Gesamtkonzept Domumgebung und als Teil des Betrach-
tungsgebiets „Die Via Culturalis und die Quartiere der Domumgebung“ des 
Förderprogramms „Nationale Projekte des Städtebaus“. 
 
2. Im Rahmen der Neugestaltung sollen insbesondere folgende Fragestellungen 
berücksichtigt werden: 
 
a) Barrierefreier Zugang zur Domplatte; 
 
b) Verbesserung des Stadtbildes durch qualitätsvolle und einheitliche Gestal-
tung des öffentlichen Raums entsprechend dem internationalen Rang die-
ses Bereiches der Stadt;  
c) Weitestgehende Reduzierung des fahrenden und parkenden MIV in unmit-
telbarer Domnähe; 
 
d) Reduzierung der das Stadtbild beeinträchtigenden Einbauten und Installa-
tionen, dabei Erhalt der Kreuzblume im Bereich der westlichen Domgebung 
mit dem Prüfauftrag, für diese dort einen Standort zu finden, der die

- 2 - 
 
Sichtachse von der Straße „Burgmauer“ zum Hauptportal der Hohen Dom-
kirche nicht oder weniger beeinträchtigt; 
 
e) Untersuchung von Potenzialen für eine maßvolle Begrünung; 
 
f) Aufwertung folgender Plätze und Straßen: 
 
I. Kardinal-Höffner-Platz 
 
- Einführung von „shared spaces“ im Bereich Kardinal-Höffner-
Platz/Komödienstraße, 
- barrierefreie Gestaltung des Kardinal-Höffner-Platzes,  
- einheitliche behindertengerechte Oberflächengestaltung auch der an-
grenzenden Straßenräume und Verzicht auf „Betonwürfel“ und andere 
bauliche Absperrmaßnahmen,  
- verbesserte Gestaltung des U-Bahn-Abgangs; 
 
II. Straße „Burgmauer“ 
 
- Hinterfragung der Nutzung der prominenten, auf den Dom zuführen-
den Straße „Burgmauer“ als Haltestelle für Taxen und „Bimmelbahn“, 
- Nutzungsaufwertung der „Burgmauer“ z.B. durch die Förderung der 
Ansiedlung von Einzelhandel und (Außen-)Gastronomie, 
- Prüfung der Möglichkeiten einer gestalterischen Aufwertung  – ggf. 
durch einen Wettbewerb – durch die perspektivische Ordnung des 
städtebaulichen Umfeldes, einschließlich der Angsträume; 
 
III. Komödienstraße 
 
- Prüfung einer Verlagerung der Haltepunkte für Touristenbusse an ei-
nen anderen in der Innenstadt gelegenen oder innenstadtnahen Ort, 
- Prüfung einer Verlagerung der Haltepunkte für Stadtrundfahrtbusse 
von dessen Nordseite auf die Südseite, 
- Regulierung der Fassaden-/ Gehwegwerbung, z.B. durch eine Werbe-
satzung oder/und eine Gestaltungssatzung; 
 
IV. Domgäßchen (bereits als Sofortmaßnahme) 
 
- Entschärfung des Angstraumes, z.B. durch zusätzliche und ausrei-
chende Beleuchtung, Einrichtung von Spiegeln an den Ein-/ Ausgän-
gen, regelmäßige Straßenreinigung; 
 
V. Marzellenstraße 
 
- Aufwertung des Erscheinungsbilds des südlichen Abschnitts der Mar-
zellenstraße, auch in Kooperation mit den Eigentümern und Ge-
schäftstreibenden;

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g) Verknüpfung der westlichen Domumgebung mit der angrenzenden „Via 
Culturalis“. Insbesondere soll der Eingang zum Dom-Parkhaus attraktiver 
gestaltet werden, so dass die im Parkhaus ausgestellte römische Stadt-
mauer besser dargestellt und als Ausgangspunkt der „Via Culturalis“ dienen 
kann; 
 
h) Überprüfung der Radweg-Verbindungen, insbesondere Schaffung von Al-
ternativen zum engen und unfallträchtigen Domgäßchen, z.B. Ausbau von 
Fahrrad-Hauptachsen wie Marspfortengasse/Große Sandkaul sowie 
Richartzstraße/Ludwigstraße mit fahrradfreundlichem Straßenbelag. 
 
3. In dem Verfahren ist eine umfassende Bürgerbeteiligung vorzusehen. Das 
Verfahren ist unter enger Einbeziehung der Anlieger, wie z.B. der Hohen 
Domkirche, KölnTourismus, Café Reichardt, durchzuführen. 
 
4. Dem Stadtentwicklungsausschuss, dem Verkehrsausschuss und der Bezirks-
vertretung 1 Innenstadt ist für deren jeweils letzte Sitzung vor der Som-
merpause 2017 ein Verfahrens- und Zeitplan vorzulegen. 
 
 
Begründung: 
 
Der Zustand der Umgebung westlich des Doms ist der Bedeutung des Ortes nicht 
würdig. Zuletzt wurde der Dombaumeister Peter Füssenich dahingehend zitiert, 
dass zwar der Dom als Gesamtkunstwerk von höchster Kraft und Qualität im öf-
fentlichen Raum stehe. Doch wenn sich der Besucher umdrehe, entdecke er eine 
zufällige Versammlung: Treppen, Schilder, Poller, Fahrradständer, Mülleimer, die 
Kreuzblume, den kaum noch ins Auge fallenden Taubenbrunnen, die Bimmelbahn 
usw. 
 
Zudem ist der Bereich Komödienstraße – Kardinal-Höffner-Platz – Burgmauer – 
Domgäßchen nicht barrierefrei. So gab es bereits ein erfolgloses Ansinnen der 
Verwaltung, in diesem Bereich kurzfristig einen barrierefreien Zugang zur Dom-
platte zu ermöglichen, was letztlich an einer Eigentümerzustimmung scheiterte. 
 
Der Bedarf nach einer Aufwertung und Neugestaltung der westlichen Domumge-
bung ist daher unstreitig gegeben. Auch empfiehlt der städtebauliche Masterplan 
Innenstadt Köln eine gestalterische Beruhigung und reduzierte Möblierung des 
Domumfeldes und eine Aufwertung der Plätze der Domumgebung. In diesem Zu-
sammenhang verdeutlichen die erfolglosen Bemühungen der Verwaltung i.S. bar-
rierefreier Zugang zur Domplatte, dass die Maßnahmen zur Aufwertung des Be-
reichs in enger Abstimmung mit den Anliegern durchgeführt werden muss. Eben-
so ist eine umfassende Bürgerbeteiligung notwendig, damit die Kölnerinnen und 
Kölner Ideen zur Gestaltung der Umgebung vor dem Hauptportal ihres Domes 
formulieren und an Politik und Verwaltung adressieren können. 
 
Betrachtet werden muss dabei auch die verkehrliche Nutzung des Bereichs. Die 
Nutzung der „Burgmauer“ durch Taxen und „Bimmelbahn“ ist zu hinterfragen, 
insgesamt eine Aufwertung von Nutzung und Gestaltung anzustreben. Der Be-
reich ist den Kölnerinnen und Kölner zurückzugeben, die Ansiedlung von Restau-

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rants, Cafés und kleinen Geschäften in einem gestalterisch geordneten Umfeld 
anzustreben. 
 
Der Bereich des Kardinal-Höffner-Platzes sollte in diesem Zusammenhang durch 
die Einrichtung eines „Shared space“ verkehrsberuhigt werden. Hier und für die 
angrenzenden Bereiche ist unter Berücksichtigung der Vorgaben des Gestal-
tungshandbuchs für die Innenstadt eine einheitliche Pflasterung vorzusehen. 
Bzgl. der Komödienstraße ist neben dem perspektivischen Ziel der Verlagerung 
der Haltepunkte für Touristenbusse der Erlass einer Werbesatzung zu prüfen, um 
der ausufernden Werbung der dort ansässigen Geschäftsleute einen ordnenden 
Rahmen zu geben. Auch für den südlichen Abschnitt der Marzellenstraße ist eine 
Aufwertung vorzusehen. 
 
Bestandteil der Neugestaltung der westlichen Domumgebung ist auch die Besei-
tigung von Angsträumen, z.B. durch bessere Beleuchtung und Straßenreinigung. 
Dies betrifft insbesondere das Domgäßchen. Um eine Alternative zu dessen wi-
derrechtlichem Befahren zu schaffen, ist insbesondere für diesen Bereich zudem 
zu prüfen, wie der Radverkehr sinnvollerweise um diesen Verkehrsweg herumge-
lenkt werden kann, um ihn verkehrssicherer zu gestalten.  
 
Der Bereich der westlichen Domumgebung grenzt an den Stadtraum/“Kulturpfad“ 
der Via Culturalis an. Die Neugestaltung der westlichen Domumgebung ist mit 
dieser sinnvoll zu verknüpfen. Dieser integrierende Ansatz ist auch Grundgedan-
ke des Einzelprojekts „Gestaltungsplan Gesamtraum Via Culturalis und die Quar-
tiere der Domumgebung‘, das im Rahmen des Förderantrags i.S. Nationale Pro-
jekte des Städtebaus zur Förderung angemeldet und bewilligt worden ist. Zu 
überlegen wäre in diesem Zusammenhang, den nördlichen Ausgangspunkt der 
Via Culturalis zu verlagern und die Reste der römischen Stadtmauer, die sich im 
Dom-Parkhaus befinden darin einzubeziehen.  
 
Die Verwaltung wird um einen Verfahrens- und Zeitplan bis zur Sommerpause 
gebeten, um den städtebaulichen und verkehrlichen Missstand schleunigst zu 
beheben. 
 
Mit freundlichen Grüßen 
 
gez. Dr. Barbara Lübbecke  
SPD-Fraktionsgeschäftsführerin

Beratungsverlauf (1)

04.04.2017 Rat
TOP 3.1.6 Antrag / Anfrage Entscheidung

Beschluss: Übergang zum nächsten Tagesordnungspunkt

Zur Sitzung

Details

Aktenzeichen
AN/0509/2017
Typ
SPD Antrag nach § 3
Datum
23.03.2017
Erstellt
03.08.2017 00:27