V/0349/2006
Errichtungsbeschluss - Kinderpädagogische Betreuung und offene Angebote am FeldstiegenkampKinderhaus
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Anlage 2 - Lageplan
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Ergänzungsvorlage V/0349/2006/1
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V/0349/2006/1 DER OBERBÜRGERMEISTER Amt für Kinder, Jugendliche und Familien Betrifft Errichtungsbeschluss - Kinderpädagogische Betreuung und offene Angebote am Feldstiegenkamp Kinderhaus Beratungsfolge 14.06.2006 Ausschuss für Finanzen, Beteiligungen un d Liegenschaften Vorberatung 21.06.2006 Hauptausschuss Vorberatung 21.06.2006 Rat Entscheidung Beschlussvorschlag: Sachentscheidung: 1. Das pädagogische Konzept der neuen Einrichtung „ Kinderpädagogische Förderung und of- fene Angebote für Kinder am Feldstiegenkamp“ (siehe Anlage 1) wird genehmigt. 2. Zum Planungs- und Baubeschluss für den Erweiteru ngsbau der Einrichtung Feldstiegen- kamp (Baui) sind die entstehenden Kosten in einer detaillierten Aufstellung darzustellen. Der Gesamtbetrag der baulichen Ergänzung sollte sich an einer Zielgröße von 100.000 € orientieren. Die Kostenreduzierung gegenüber dem ursprünglichen Verwaltungsvorschlag kann u. a. durch eine Holzbauweise analog der Holzwerkstatt des Baui erreicht werden. Kosten/Folgekosten Es wird zur Kenntnis genommen, dass einmalige Kost en für die bauliche Ergänzung in Höhe von ca. 100.000 € entstehen. Eine Konkretisierung der Baukosten erfolgt im Baubeschluss. Mit der Maßnahme wird der Konsolidierungsvorschlag aus der Vorlage V/1065/2005 (Konsolidie- rungsblatt 112) umgesetzt. Die Folgekosten werden d aher gegenüber den bisherigen Betreuungs- angeboten reduziert. Finanzierung/Mittelbereitstellung Die o. g. Sachentscheidung ist wie folgt zu finanzieren: Ausgaben Vermögenshaushalt Haush.- Bezeichnung Haush.- Betrag Bemerkung Vorlagen-Nr.: V/0349/2006/1. Erg Auskunft erteilt: Herr Paschert Ruf: 492 58 90 E-Mail: Paschert@stadt-muenster.de Datum: 08.06.2006 Öffentliche Beschluss vorlage - 2 - V/0349/2006/1 stelle jahr € 4605.940.1000.2 Bauk. Erweiterungsbau Feldstiegenkamp 2006 100.000 € Außerplanmäßige Mittelbereitstellung Deckung: Sperrung bei 4640.940.4050.2 Baukosten Kita Handorf- Dorbaum 2006 100.000 € *) Insgesamt: 100.000 € *) Die Reduzierung der Ausgabeposition der o.g. Hhs t. um den Betrag von 100.000 € ist unschädlich für die Erstellung der Baumaßnahme „Kindertageseinrichtung im Baugebiet ‚Drei Eichen’ (Handorf-Dorbaum)“. Die Ansatzreduzierung der Maßnahme ist möglich, da die Verhandlung über die maßnahmebedingte Erstellung der Einrichtung durch die Wohn + Stadtbau zu dieser Kostenreduzierung geführt hat. Die Errichtungsbeschlussvorlage für die Gesamtmaßna hme „Drei Eichen“ in Handorf-Dorbaum (Kindertageseinrich- tung und Einrichtung der Kinder- und Jugendarbeit unter einem Dach) ist zeitnah für die Sitzung nach den Sommer- ferien vorgesehen. Begründung: In seiner Sitzung am 07.06.2006 hat der Ausschuss f ür Kinder, Jugendliche und Familien auf An- trag der Fraktionen der CDU und FDP beschlossen, die Beschlussfassung der Vorlage V/349/2006 wie folgt zu ändern: Punkt 1: wie Vorlage Punkt 2: streichen Punkt 3: streichen Neufassung des Punktes 2: Zum Planungs- und Baubeschluss für den Erweiterungs bau der Einrichtung Feldstiegen- kamp („Baui“) sind die entstehenden Kosten in einer detaillierten Aufstellung darzustellen. Der Gesamtbetrag der baulichen Ergänzung sollte sic h an einer Zielgröße von 100.000 € orientieren. Die Kostenreduzierung gegenüber dem ur sprünglichen Verwaltungsvorschlag kann u. a. durch eine Holzbauweise analog der Holzwerkstatt des „Baui“ erreicht werden. Die Verwaltung hat auf der Grundlage des Änderungsa ntrages eine erneute baufachliche Überprü- fung mit dem Ergebnis vorgenommen, dass eine Reduzi erung der Baukosten auf der o. a. Grund- lage möglich ist, ohne dass es zu fachlich nicht ve rtretbaren Einschränkungen kommt. Der Umbau im Bestand, das separate Materiallager und der Verb indungsgang sind allerdings nicht mehr Be- standteil dieser Maßnahme. Eine Kürzung darüber hin aus wird hingegen nur durch den nicht ak- zeptablen Verzicht auf einen Raum oder z. B. die Toilettenanlagen denkbar sein. I.V. - 3 - V/0349/2006/1 Dr. Klein
Beschlussvorlage
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Fehler! Verweisquelle konnte nicht gefunden werden. DER OBERBÜRGERMEISTER Amt für Kinder, Jugendliche und Familien Betrifft Errichtungsbeschluss - Kinderpädagogische Betreuung und offene Angebote am Feldstiegenkamp Kinderhaus Beratungsfolge 23.05.2006 Bezirksvertretung Münster-Nord Anhörung 07.06.2006 Ausschuss für Kinder, Jugendliche und Familien Vorberatung 14.06.2006 Ausschuss für Finanzen, Beteiligungen und Liegenschaften Vorberatung 21.06.2006 Hauptausschuss Vorberatung 21.06.2006 Rat Entscheidung Beschlussvorschlag: Sachentscheidung: 1. Das pädagogische Konzept der neuen Einrichtung „Kinderpädagogische Förderung und of- fene Angebote für Kinder am Feldstiegenkamp“ (siehe Anlage 1) wird genehmigt. 2. Für den Erweiterungsbau der Einrichtung am Feldstiegenkamp (Bauspielplatz – Kinder- haus) werden Mittel in Höhe von 180.000 € zur Verfügung gestellt. 3. Die Verwaltung wird beauftragt den Planungs- und Baubeschluss herbeizuführen. Kosten/Folgekosten Es wird zur Kenntnis genommen, dass einmalige Kosten für die bauliche Ergänzung in Höhe von 180.000 € entstehen. Mit der Maßnahme wird der Konsolidierungsvorschlag aus der Vorlage V/1065/2005 (Konsolidie- rungsblatt 112) umgesetzt. Die Folgekosten werden daher gegenüber den bisherigen Betreuungs- angeboten reduziert. Vorlagen-Nr.: V/0349/2006 Auskunft erteilt: Herr Paschert Ruf: 492 58 90 E-Mail: Paschert@stadt-muenster.de Datum: 04.05.2006 Öffentliche Beschlussvorlage - 2 - V/0349/2006 Finanzierung/Mittelbereitstellung Die o. g. Sachentscheidung ist wie folgt zu finanzieren: Ausgaben Vermögenshaushalt Haush.- stelle Bezeichnung Haush.- jahr Betrag € Bemerkung 4605.940.1000.2 Bauk. Erweiterungsbau Feldstiegenkamp 2006 180.000 € Außerplanmäßige Mittelbereitstellung Deckung: Sperrung bei 4640.940.4050.2 Baukosten Kita Handorf- Dorbaum 2006 180.000 € *) Insgesamt: 180.000 € *) Die Reduzierung der Ausgabeposition der o.g. Hhst. um den Betrag von 180.000 € ist unschädlich für die Erstellung der Baumaßnahme „Kindertageseinrichtung im Baugebiet ‚Drei Eichen’ (Handorf-Dorbaum)“. Die Ansatzreduzierung der Maßnahme ist möglich, da die Verhandlung über die maßnahmebedingte Erstellung der Einrichtung durch die Wohn + Stadtbau zu dieser Kostenreduzierung geführt hat. Die Errichtungsbeschlussvorlage für die Gesamtmaßnahme „Drei Eichen“ in Handorf-Dorbaum (Kindertageseinrich- tung und Einrichtung der Kinder- und Jugendarbeit unter einem Dach) ist zeitnah für die Sitzung nach den Sommer- ferien vorgesehen. Begründung: 1. Ausgangslage Der Rat hat am 05.04.2006 (V/0156/2006) beschlossen, dass der Hort Kunterbunt und die kinder- pädagogische Einrichtung „Bauspielplatz“ zu einer integrierten Einrichtung mit einem Konzept spe- ziell für den Sozialraum Kinderhaus zusammengeführt werden. Die Verwaltung wurde beauftragt ein pädagogisches Konzept für diese neue Einrichtung zu entwi- ckeln und im Sommer 2006 ein Feinkonzept zur fachlichen Ausrichtung vorzulegen. Dieses Konzept ist als Anlage 1 beigefügt. 2. Wesentliche Eckpunkte des Konzeptes 2.1. Zielsetzung Die Eckpun kte des Konzeptes sind in der Vorlage 0156/2006 wie folgt beschrieben: Ziel ist der Aufbau einer kinderpädagogischen sozialräumlichen Fördereinrichtung, die sowohl den Bedarfen an gezielter Einzel- und Gruppenförderung, als auch an offenen spielpädagogischen Angeboten gerecht wird. Folgende Effekte sollen durch die Zusammenlegung der beiden Einrich- tungen erreicht werden: Integriertes Angebot (1 Standort, 1 Zielgruppe), Freizug der Hort-Räume für das Schulzentrum, Nutzung von Synergien (spezielle Förderangebote am Vormittag und in der Mittagszeit, of- fene Angebote nach der Schulzeit und in den Ferien), Abbau von Overheadstrukturen (bisher 2 Lei tungskräfte – künftig nur 1 Leitung), gezielte konzeptionelle Ausrichtung des Angebotes an den Bedarfen des Stadtteils, ganzheitlicher Ansatz insbesondere bei der Eltern- und Fallarbeit - 3 - V/0349/2006 2.2. Zielgruppe und Zielsetzung Die individu elle Förderung richtet sich an Kinderhauser Grundschulkinder, die die vorhandenen, offenen Ganztagsangebote der Grundschulen aufgrund der besonderen Unterstützungsbedarfe nicht nutzen können. Grundsätzliches Ziel ist die Rückführung der Kinder in die regulären Übermit- tagsbetreuungen an den Kinderhauser Schulen. Das kinderpädagogische Angebot des offenen Bereiches ist für Kinder im Alter von 6 bis zu 13 Jahren aus dem direkten Umfeld der Einrichtung konzipiert. Diese Kinder sollen mit Angeboten erreicht werden, die ihnen die Freizeitgestaltung in einem offenen betreuten Umfeld ermöglichen. 2.3. Platzkapazitäten Für die individuelle Förd erung stehen 16 Förderplätze zur Verfügung. Das offene kinderpädagogi- sche Angebot ist für bis zu ca. 60 Kinder geeignet. 2.4. Personalausstattung 1 Erzieherin mit Zusatzausbildung (38,5 Std./W - Leitungskraft) 1 Erzieher (28,5 Std./W.) 1 Heilpädagogin (38,5 Std./W.) 1 FSJ (Freiwilliges Soziales Jahr) 1 Sozialpädagogin (10 Std./W.) Insg. 60 Wochenstunden im Rahmen der geringfügigen Beschäftigungen 2.5. Angebotsstruktur Einzelförderung (u.a. Hausaufgabenbetreuung, Heilpädagogische Förderung, Sozialtraining) Gruppenförderung (u. a. gemeinsame Mittagessen, Spielangebote) Elternarbeit (Verpflichtung der Eltern zu einer aktiven und kontinuierlichen Mitarbeit) Einzelhilfe in enger Abstimmung mit den Akteuren vor Ort (Kitas, Grundschulen, KSD und wei- tere Einrichtungen der Jugendhilfe 2.6. Raumsituation Grundsätzlich werden di e Raumressourcen des Stadtteils, wie z.B. des Wuddis im Bürgerhaus mitgenutzt. Um die pädagogischen Förderangebote in der neuen Einrichtung optimaler durchfüh- ren zu können, soll die Raumsituation verbessert werden. Daher ist geplant, eine ca. 80 qm große bauliche Erweiterung als Ruhezone für die Schulaufgabenbetreuung und der heilpädagogischen Förderung vorzunehmen (siehe Lageplan Anlage 2). Diese Erweiterung umfasst folgendes zusätz- liches Raumkonzept: 1 Spielraum mit ca. 20 qm 2 Förderräume für die Hausaufgabenbetreuung mit jeweils ca. 12 - 15 qm 1 Materialraum und Abstellraum (mit Außentür) 1 Dusche und WC Ggf. überdachter Verbindungsgang Bei der Planung soll Lage und Bauweise der vorhandenen zwei Baukörper berücksichtigt werden. Der vorhandene Baumbestand soll erhalten werden. - 4 - V/0349/2006 2.7. Weiteres Verfahren Die Baumaßnahmen werden voraussichtlich bis Ende 2006 abgeschlossen sein. Bis zur Fertigstel- lung des Erweiterungsgebäudes werden die ehemaligen Horträume im Schulzentrum Kinderhaus übergangsweise bis zum 2. Schulhalbjahr 2006 / 2007 zur Verfügung gestellt. Die Einrichtung wird Anfang 2007 den ersten Auswertungsbericht vorlegen. I. V. gez. Dr. Klein Stadträtin Anlagen: - Pädagogisches Konzept - Lageplan
Anlage 1 - Pädagogisches Konzept
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1 ! " 1. Ausgangslage Im Stadtteil Kinderhaus ist der Kinderhort „Kunter bunt“ und die kinderpädagogische Einrichtung „Bauspielplatz“ mit Beschluss des Rates vom 05.04.2006 (V/0156/2006) zu einer integrierten Einrichtung speziell für den Soz ialraum verbunden worden. Die Angebote des städtischen Hortes „Kunterbunt – Kinderhaus“ si nd zum Schuljahr 2006/2007 in die Räumlichkeiten des Bauspielplatzes Kinderhaus verla gert worden. Organisatorisch ist die neue Einrichtung der Fachstelle „Kinder- und Jugende inrichtung Wuddi – Kinderhaus“ der Abteilung Kinder – und Jugendarbeit / Jugendsozialarbeit zugeordnet. Parallel zu der konzeptionellen Neuausrichtung der Hortbetreuung wurde durch die erhöhten Betreuungsbedarfe eine Weiterentwicklung d er Kinder- und Jugendarbeit in den Stadtteilen u.a. an den Wochenenden und in den Ferien notwendig. Der Stadtteil Kinderhaus wird laut Bevölkerungsentw icklungsprognose mit rd. 15.400 Einwohner/innen bis zum Jahr 2013 leichte Bevölkeru ngsrückgänge erfahren. Der Anteil der Kinder und Jugendlichen im Alter von 0 bis 18 J ahren ist im gesamtstädtischen Vergleich (rd. 16 %) mit 21 % überrepräsentiert. Ki nderhaus als Stadtteil weist eine soziale und wohnliche Situation auf, die eine kontinuierlic h zu leistende Integrationsarbeit erfordert (überdurchschnittlicher Anteil von Ausländerinnen u nd Ausländer, hoher Anteil an Sozialwohnungen, Personen mit drei und mehr Kindern ). Die neue Einrichtung liegt direkt neben der Stadtzelle „631“, der so genannten Schle ife. Dem gegenüber stehen vielfältige Ressourcen und Potentiale im Rahmen der sozialen In frastruktur, die gute Grundlagen für diese Aufgabe bilden und die z. T. einer optimierten Bündelung bedürfen. Der Bedarf an Integrationshilfen wie z.B. der Sprac hförderung und besonderen Förderangeboten (Leseförderung, Bewegungs- und Motop ädische Förderung; Erwerb von sozialen Kompetenzen) wird insbesondere in den Kind ertageseinrichtungen und Grundschulen deutlich. Hieraus ergibt sich die Hera usforderung, einer frühzeitigen und intensiven Vernetzung integrativer Unterstützungsangebote für die Kinder. 2 2. Rechtliche Grundlage Die rechtliche Grundlage der Einrichtung ist das Sozialgesetzbuch SGB VIII. § 11 SGB VIII Jungen Menschen sind die zur Förderung ihrer Entwick lung erforderlichen Angebote der Jugendarbeit zur Verfügung zu stellen. § 13 SGB VIII Jungen Menschen, die zum Ausgleich sozialer Benacht eiligung oder zur Überwindung individueller Beeinträchtigung in erhöhtem Maße auf Unterstützung angewiesen sind, sind im Rahmen der Jugendhilfe sozialpädagogische Hilfen anzubieten, die ihre schulische Ausbildung und soziale Integration fördern. 3. Die neue Einrichtung Ziel der kinderpädagogischen sozialräumlichen Fördere inrichtung ist es, den Bedarfen an gezielter Einzel- und Gruppenförderung, als auch de n Bedarfen an offenen spielpädagogischen Angeboten gerecht zu werden. Durch die Zusammenlegung der beiden Einrichtungen sollen unterschiedliche Synergien genutzt werden. Durch den Abbau von Overheadstrukturen (künftig ei ne Leitungskraft anstelle zweier Leitungskräfte) können Personalkosten eingespart we rden, die nicht unmittelbar mit der Förderung der Kinder befasst sind. Durch die Zusammen legung der beiden Einrichtungen kann eine gezielte ganzheitliche Förderung der Kinde r im Stadtteil erreicht werden. Das integrierte Angebot bietet auf einem Standort für d ieselbe Zielgruppe spezielle Förderangebote und offene spielpädagogische Angebote. 4. Leitbild Familien sollen sich in Münster wohl fühlen Wir tragen dazu bei, den Lebensraum in Kinderhaus k inder- und familienfreundlich zu gestalten. Die Kinder und ihre Eltern haben einen f rühzeitigen Zugang zu den Angeboten und Einrichtungen des Stadtteils und werden dabei d urch das Team unserer Einrichtung begleitet und unterstützt. Vernetzung als Erfolgsfaktor Zur bestmöglichen Unterstützung und Förderung von Ki ndern und ihren Familien arbeiten wir auf unterschiedlichen Ebenen mit Initiativen, V ereinen, Einrichtungen und Diensten der Jugend-, Gesundheits- und Sozialhilfe zusammen. Es findet eine enge Zusammenarbeit vor 3 allem mit dem Wuddi , den Grundschulen, aber auch den anderen Einrichtung en des Stadtteils statt. Prävention Wir setzen uns dafür ein, gesundheitliche Risiken und Gefahren frühzeitig zu erkennen und bestmöglich zu vermeiden. Gesunde Lebensziele förde rn heißt für uns, Kindern angemessene Verhaltensweisen vor zu leben, mit ihne n zu erproben und für sie zur Gewohnheit werden zu lassen. Schutz von Kindern und Jugendlichen Der Kinder- und Jugendschutz ist wesentlicher Besta ndteil der Betreuung und im offenen Bereich. Partizipation Wir bieten den Kindern in unserer Einrichtung einen Lernort, an dem sie Verantwortungsübernahme einüben, Lösungskompetenzen erwerben und selbstbestimmtes Handeln auf unterschiedlichen Ebenen entwickeln kön nen. Wir beteiligen die Kinder an Entscheidungsprozessen und geben ihnen die Möglichk eit zur Mitbestimmung. Dabei werden die Kinder und Eltern in unterschiedlicher Intensität individuell begleitet und unterstützt. Chancengleichheit Ziel und Aufgabe der Einrichtung ist es, sich besond ers um diejenigen Kinder und ihre Familien zu kümmern, die sich in einer problembezoge nen persönlichen und gesellschaftlichen Lebenssituation befinden. Geschlechtsspezifik In der Einrichtung werden Kinder gezielt durch gesc hlechtsspezifische Angebote zu einer Geschlechtsgerechtigkeit geführt. Rollenübergreifend ermöglichen wir den Kindern den Aufbau eines breiten Feldes an Erfahrungen um diese als Chance für die Zukunft zu nutzen. Individuelle Hilfen Wir bieten eine präzise, soziale und emotionale Unt erstützung für die Kinder unserer Einrichtung. Die Kinder werden mit ihren Stärken und Schwächen angenommen, um sich in einem behüteten Umfeld frei entfalten zu können. Ressourcenoptimierung/ Qualitätsmanagement Qualitätsmanagement heißt für das Team, eine höchstmö gliche Übereinstimmung mit den an die Einrichtung gestellten Anforderungen zu err eichen. Grundlage des 4 Qualitätsmanagement sind u.a. das Berichtswesen, En twicklung individueller Förderpläne, regelmäßige Abstimmungen im Team und den Akteuren vor Ort. Flexibilität Ein hohes Maß an Flexibilität sichert Kindern und ihr en Familien auf schnellstmöglichem Weg eine optimale Hilfe. Der Bedarf der Kinder und ihrer Familien steht im Vordergrund, daher ist der offene Bereich ab Sommer 2006 an sech s Tagen in der Woche und in den Ferien geöffnet. Multiprofessionelles Team Das Team der pädagogischen Fachkräfte aus den Feldern Erziehung, Sozialarbeit und Heilpädagogik und gezielter Elternarbeit ermöglicht eine enge Abstimmung und Kooperation mit den Schulen und den Einrichtungen der Jugendhilfe vor Ort. 5. Individualbetreuung (ehemals Hort) 5.1. Zielsetzung, Zielgruppe Das Betreuungsangebot richtet sich an kinderhauser Grundschulkinder, die die vorhandenen offenen Ganztagsangebote der Grundschulen auf Grund des besonderen Förderbedarfes nicht nutzen können. Die Vermittlung von Kernkompetenzen, Vermittlung von Strukturen und Unterstützung bei der Erledigung von Hausaufgaben s oll auf der Grundlage der intensiven Zusammenarbeit mit den Eltern und Erziehungsberechti gten und weiteren Institutionen erfolgen. Kennzeichnend für die Kinder ist häufig: mangelnde Lernbereitschaft und Lernmotivation geringe Integrationsmöglichkeit in die Regelschula ngebote geringe Frustrationsgrenze starke Auffälligkeiten in unterschiedlichen Wahrne hmungsbereichen Mangelnde soziale und emotionale Kompetenz/ Schwie rigkeiten in großen Gruppen Fehlende Beziehungs- und Bindungsfähigkeit Grundsätzliches Ziel ist die Rückführung der Kinder von der Intensivbetreuung in die regulären Übermittagsbetreuungen an den Schulen im Umfeld. 5.2. Platzkapazitäten und Betreuungszeiten Das Betreuungsangebot ist für 16 Kinder konzipiert . Die Betreuungszeiten des Förderangebotes werden in Abstimmung mit den Schulen angepasst. Durch die neue verbindliche Schulzeitenregelung bis 12.00 Uhr werden die Förderangebote grundsätzlich im Anschluss stattfinden. 5 Die Betreuung im Rahmen des intensiven Förderangebo tes erfolgt in der Zeit von Montag bis Freitag von 12.00 bis 15.00 Uhr plus Sonderförd erung nach Bedarf bis 16.30 Uhr. Im Einzelfall ist eine Betreuung vor 12.00 Uhr möglich. Darüber hinaus besteht im Vormittagsbereich die Möglichkeit, Kinder in Schulen zu begleiten und den Kontakt zu Eltern und der Schule zu festige n. Nach 15.00 Uhr findet ein Mal wöchentlich für jedes Kind eine Kleingruppe mit der Heilpädagogin statt, an zwei Tagen der Woche besteht für die Kinder die Möglichkeit an fes ten Sportangeboten teilzunehmen. Nach 15.00 Uhr haben die Kinder die gleichen Möglichkeit en und Chancen wie die Kinder des freien Angebots. In insgesamt sechs Wochen während der Ferien sowie an den schulfreien Werktagen findet eine ganztägige Betreuung statt. 5.3. Das Team Das Team der Intensivbetreuung umfasst: 1 Erzieherin mit Zusatzausbildung (38,5 Std. / Woch e) * 1 Erzieher (derzeit berufsbegleitendes Studium der Sozialarbeit (28,5 Std. / Woche) * 1 Heilpädagogin (38,5 Std. / Woche) 1 FSJ (Freiwilliges soziales Jahr) * Flankierende Elternarbeit mit ca. 10 Std. / Woche * = anteilig auch für das offene Spielangebot am Nachmittag zuständig 5.4. Zugangskriterien/ Aufnahmekriterien Das feste Angebot der Einrichtung spricht Kinder mi t erhöhtem Bedarf an, die aus unterschiedlichen Gründen keine Möglichkeit haben e in Angebot der offenen Ganztagsschule zu nutzen. Bedarfe können durch Schulen, Kindertageseinrichtun gen und/oder unterstützenden Maßnahmen wie dem KSD benannt werden. Dazu ist eine schriftliche Dokumentation nötig. Diese Dokumentation ist Grundlage der weiteren Arbe it. In einem Hilfeplangespräch mit allen Akteuren (Fachkräften der Grundschulen, dem k ommunalen Sozialdienst und dem Team) wird entschieden, ob das Angebot die beste Möglichkeit für das Kind darstellt und wie sich die weitere Zusammenarbeit gestaltet. Das Einri chtungsteam entscheidet, ob das Kind in die momentane Gruppenstruktur eingegliedert werd en kann und somit aufgenommen wird. Die vermutliche Förderdauer wird besprochen, zunächst festgelegt und wird zu gegebenem Anlass überprüft. 5.5. Einzel- und Gruppenförderung Die Groß- und Kleingruppenangebote werden auf die i ndividuellen Bedarfe der Kinder ausgerichtet. Das feste Angebot umfasst eine kontin uierliche und verbindliche Zusammenarbeit zwischen Elternhaus, Schule und weite rer unterstützender Maßnahmen. Eine zusätzliche schulische Unterstützung und eine Kleingruppenbetreuung durch eine Heilpädagogin finden in festen Gruppen statt. Durch die enge Vernetzung zu anderen 6 Einrichtungen und Maßnahmen können individuelle Beda rfe weitergeleitet und begleitet werden. Die Förderung ist ganzheitlich ausgerichtet: Die Ei nzelförderung setzt beim individuellen Bedarf des Kindes an und bietet die Möglichkeit der konkreten und gezielten Förderung vor allem im schulischen Bereich bei der Hausaufgabenbe treuung, der Schaffung von Rückzugsräumen, Gesprächsmöglichkeiten, etc.. Die S chwerpunkte der Gruppenangebote zielen auf die Gruppenfähigkeit, positive Kommunika tionsstrukturen, Umgang mit Konflikten und dem grundsätzlichen Beziehungsaufbau ab (z.B. S chwimm- und Sportangebote, Begleitung in der Gruppe, Projekte) 5.6. Elternarbeit / Elternrat Mit der Anmeldung ihres Kindes im festen Angebot ve rpflichten sich die Eltern zu einer aktiven und kontinuierlichen Elternarbeit. Diese be steht aus regelmäßig stattfindenden Elterngesprächen, Kooperationsgesprächen / Zusammena rbeit mit den Schulen, zusätzlich unterstützenden Maßnahmen, festen Absprachen für das Kind und einer Bereitschaft der Eltern, sich für ihr Kind auf unterschiedlichen Ebe nen einzusetzen. Konzeptionell verankert ist Unterstützung der Eltern, unter anderem durch T ripple P, einer vertieften Schulung/Stärkung der Elternkompetenz. Analog zu den Kindertagesstätten wird in der Einric htung ein Elterrat gewählt. Dieser Rat setzt sich aus bis zu 4 Eltern, einem Trägervertrete r und dem Team der Einrichtung zusammen und hat Mitspracherecht bei allen pädagogischen Belangen. 5.7. Förderdauer Die Förderdauer ergibt sich aus den Bedarfen der Kin der wird individuell gemessen und jährlich überprüft. Durch eine enge Zusammenarbeit z wischen Elternhaus, Einrichtung und unterstützender Maßnahme können Ziele festgelegt und überarbeitet werden. Durch klare Zielvereinbarungen kann der Bedarf überprüft werden. Sobald die erhofften Kompetenzen beim Kind bestmöglich erreicht werden, besteht die Möglichkeit der Reintegration in die offene Ganztagsschule. 5.8. Ablaufverfahren Die Betreuungszeit jeden Kindes ist eine zielorient ierte Förderung einzelner Auffälligkeiten und / oder Bedarfe. Durch eine detaillierte Dokumentation der Betreuungszeit kann frühzeitig eine schrittweise Reintegration eingeleitet werden. Die Kinder werden zunächst sowohl durch das Team der Einrichtung als auch der Kräfte der jeweiligen Schulen begleitet. Je nach Entwicklungsstand des Kindes wird die intensive Betreuungszeit reduziert. 7 5.9. Reintegration/ Rückführung Ziel der Betreuung ist die Reintegration in die best ehende Nachmittagsbetreuung der Schulen. In Zusammenarbeit mit Eltern und Schulen we rden Zielvereinbarungen getroffen, überprüft und dokumentiert. Zeichnet sich die positi ve Entwicklung eines Kindes ab, wird mit allen Akteuren schrittweise eine Rückführung herbei geführt. Die Entscheidung liegt in Abstimmung mit den Schulen. beim Team der Einrichtung. 5.10. Elternbeiträge Die Kosten für die Betreuung des Kindes erfolgen analog der Elternbeiträge nach dem GTK. 6. Offene kinderpädagogische Angebote 6.1. Zielsetzung, Zielgruppe Das kinderpädagogische Angebot des offenen Bereiche s ist für Kinder im Alter von 6 bis zu 13 Jahren konzipiert. Grundsätzliches Ziel ist es, Kinder aus dem direkten Umfeld der Einrichtung mit Angeboten anzusprechen, die ihnen die Möglichkeit bieten in e inem betreuten Umfeld gefördert zu werden. Die pädagogischen Fachkräfte ermöglichen ei n kreatives, spielerisches Auseinandersetzen mit unterschiedlichen Materialien. Insbesondere die Freifläche bietet viel Bewegungsraum und handwerkliche Möglichkeiten. Hier durch soll neben den schulischen Lernangeboten gezielt ein Ausgleich durch eine Förd erung im Freizeitbereich geschaffen werden. 6.2. Platzkapazitäten und Betreuungszeiten Das offene Angebot ist für max. 60 Kinder pro Tag au sgelegt. Die Angebote finden ganzjährig in der Zeit von montags bis samstags von 15.00 bis 18.00 Uhr statt. 6.3. Das Team Das Team für die offenen Angebote umfasst: 1 Erzieherin mit Zusatzausbildung (insgesamt 38,5 S td. / Woche) * 1 Erzieher (derzeit berufsbegleitendes Studium der Sozialarbeit (insg. 28,5 Std. / W)* 1 FSJ (Freiwilliges soziales Jahr, insgesamt 38,5 S td./Woche)* 60 Wochenstunden im Rahmen der geringfügigen Besch äftigungen * = Von der Stundenverteilung sind die hauptamtliche n Kräfte überwiegend für das Individualangebot zuständig. 6.4. Zugangs- und Aufnahmekriterien Bei den offenen Spielangeboten gibt es - abgesehen von der Alters- (6 bis 13 Jahre) und der Wohngebietsbeschränkung auf Kinderhaus - keine Zuga ngsbeschränkungen. Grundsätzlich 8 sind die Angebote kostenfrei. Zu einzelnen Veranstaltungen kann ein geringer Kostenbeitrag erhoben werden. 6.5. Einzel- und Gruppenförderung Die offenen Angebote bietet Kindern die Möglichkeit , selbstverantwortliche Erfahrungen mit verschiedenen Materialien und den Grundelementen Er de, Wasser, Feuer und Luft zu machen. Wichtiges Ziel ist die Stärkung der eigenen Persönlichkeit und die Integration in das Wohnumfeld mit seinen Besonderheiten von multikultu reller Bewohnerschaft und sozialer Beeinträchtigung/Benachteiligung. Die Förderung orientiert sich an den definierten Ang ebotsfeldern der Kinder- und Jugendarbeit in Münster. Zentrales Angebotsfeld ist der Bereich „Begegnung und Kommunikation“. Verstärkt werden Projekte und Förde rangebote in den Bereichen von „Kreativität“, sowie „Sport und Spiel“ angeboten. D as situationsorientierte Arbeiten ist wichtige Grundlage des offenen Bereiches. Kreativ- und Spiel- und Sportbereich Angebote im Spielhaus und auf den Freiflächen von ma len, basteln, töpfern bis Fußball und Federball. Das Gemeinschaftsgefühl und die Kontaktfä higkeit werden gefördert. Für die Kinder entwickeln sich im Spiel soziale Lernprozess e und Möglichkeiten zur Konfliktbewältigung. Werkstattbereich Hier stehen alle wichtigen Geräte zur einfachen und kindgerechten Holz- bzw. Metallverarbeitung zur Verfügung. Unter Anleitung k önnen z.B. einfache Spielgeräte gebaut oder auch das eigene Fahrrad repariert werden. Die K inder erproben den kreativen Umgang mit verschiedenen Materialien und erfahren ihre handwerklichen Fähigkeiten. Bauspielbereich Auf der Freifläche können unterschiedlichste Holzbau ten erstellt werden. Die Gefahren und Risiken, die das „Budendorf“ mit sich bringt, sind ein wichtiger Spielwert. Denn hier können die Kinder lernen, Risiken selbst einzuschätzen und ein verantwortungsvolles Miteinander zu üben. Feuerstelle Neben dem Bauspielbereich bietet die offene Feuerstelle den Kindern aus dem Wohnumfeld die einzige Möglichkeit sich mit den Naturelementen auseinander zu setzen. 6.6. Elternarbeit Eltern sollen durch Ansprache und Information in di e Arbeit eingebunden werden. Insbesondere soll die Zusammenarbeit mit den Eltern eine stärkere Annahme von 9 weiterführenden Beratungs- und Hilfsangeboten erreichen. Auffälligkeiten von Kindern sollen frühzeitig mit den Eltern besprochen und bei der Su che nach Hilfsangeboten eine enge Kooperation mit dem KSD festgelegt werden. 7. Räumliche Situation Das Gelände der Einrichtung umfasst derzeit ein gro ßes Freigelände (5.250 qm), ein Massivhaus (91 qm: Gruppenraum, Küche, Büro, Lagerr äume sowie einer Holzwerkstatt (25 qm), In den nächsten Monaten sollen durch eine Erweiteru ng des Gebäudes drei weitere Förderräume geschaffen werden: 1 Spielraum mit ca. 20 qm 2 Förderräume für die Hausaufgabenbetreuung mit je weils ca. 12 - 15 qm 1 Materialraum und Abstellraum (mit Außentür) 1 Dusche und WC Ggf. überdachter Verbindungsgang Stand 05.05.2006
Beratungsverlauf (5)
Beschluss: einstimmig beschlossen
Zur SitzungBeschluss: einstimmig geändert beschlossen
Zur SitzungOrte (3)
- Feldstiegenkamp 2006
- Kinderhaus
- Drei Eichen
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Details
- Vorlagen-Nr.
- V/0349/2006
- Typ
- Vorlage
- Datum
- 11.05.2006
- Erstellt
- 06.10.2020 14:37