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1716/2025

Sachstand zu Radverkehrserhebungen und zur Radentwicklung in Köln

Mitteilung Ausschuss 06.06.2025

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Nächste Beratung: Verkehrsausschuss, Sitzung am 24.06.2025, TOP 6.2.10

Mitteilung Ausschuss

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Anlage 1 Details und weitere Informationen

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Mitteilung Ausschuss

8602 Zeichen

Dezernat, Dienststelle  
III/68/682/1 
 
Vorlagen-Nummer 
 1716/2025 
Mitteilung 
öffentlicher Teil 
Gremium Datum 
Verkehrsausschuss 24.06.2025 
 
Sachstand zu Radverkehrserhebungen und zur Radentwicklung in Köln 
1. Einführung 
Der Radverkehr in Köln hat in den letzten Jahren deutlich an Umfang zugenommen. Dies 
belegen eigene städtische Erhebungen. Das Rad wird immer häufiger genutzt und bildet 
eine wichtige Säule im Reigen der umweltfreundlichen Fortbewegungsarten im Stadtge-
biet. Um diesen Trend zu verstetigen, hat die Verwaltung in der Vergangenheit eine Viel-
zahl von Konzepten entwickelt und umgesetzt. Dieser Weg soll in Zukunft konsequent 
fortgesetzt werden. Verkehrserhebungen sind dabei ein probates Mittel, um den Erfolg 
solcher infrastrukturellen Maßnahmen zu messen und nachzuweisen. Hier hat die Stadt 
Köln in den letzten Jahren einiges auf den Weg gebracht und erreicht. 
2. Erhebungsmethodik  
Mit dem Ziel, die Entwicklung des Radverkehrs in Köln analysieren, einschätzen und för-
dern zu können, wird der Radverkehr seit 2007 an verschiedenen Stellen im Stadtgebiet 
mithilfe so genannter Dauerzählstellen systematisch erfasst. Die Anzahl der Zählstellen 
ist in den letzten 18 Jahren auf insgesamt 21 Zählstellen erweitert worden (s. Anlage). 
Neben den Daten aus Dauerzählungen werden zusätzlich Daten aus so genannten Kurz-
zeitmessungen erhoben. Hierbei kommen entweder mobile Zählgeräte oder Erhebungs-
personal zum Einsatz. Die Kurzzeiterhebungen stellen eine wichtige Grundlage der Rad-
verkehrsplanung dar und werden projektbezogen durchgeführt. So werden zum Beispiel 
bei der Einrichtung von Fahrradstraßen, Radwegesanierungen oder Spurumwandlungen 
Vorher- und Nachher-Erhebungen durchgeführt.  
Nach dieser Systematik finden jährlich rd. 150 Kurzzeiterhebungen statt. Auf diese Weise 
ist über die Jahre eine Datengrundlage für ca. 800 Straßenquerschnitte in Köln entstan-
den. Die Kurzzeiterhebungen ergänzen die Datengrundlage der Dauerzählstellen. Sie be-
stätigen den positiven Trend, der sich aus den Dauerzählstellen ableiten lässt. Perspekti-
visch sollen die Daten auch für Projekte wie den Mobilitätsplan Köln (SUMP) eingesetzt 
werden. 
3. Entwicklung des Radverkehrs von 2016 bis 2024 im Stadtgebiet 
Die gemessenen Daten zeigen seit 2016 ein kontinuierliches Wachstum des Radverkehrs 
im Stadtgebiet Köln (s. nachstehende Grafik). Jahreszeitliche und jährliche Schwankun-
gen, wie sie in der Grafik zu sehen sind, sind für den Radverkehr typisch und in der Regel 
zum einen auf schwankende Wetterbedingungen oder baustellenbedingte Einschränkun-
gen und zum anderen auch auf die Corona-Pandemie zurückzuführen.

2 
 
 
 
Für besonders erwähnenswert hält die Verwaltung folgende Beobachtungen und Entwick-
lungen im Radverkehr an nachfolgenden Stellen im Stadtgebiet: 
 Radverkehrsaufkommen an den Ringen 
Am Hohenzollernring wurde am 12.05.2025 erstmals mehr Rad- als Autoverkehr er-
fasst (11.300 Räder zu 10.600 Pkw in 24 Stunden). Vor der Umsetzung von „Ring-
Frei“ wurden hier 18.000 Pkw und 4.000 Räder gezählt. Zusätzlich ist zu erwähnen, 
dass am 11.03.2025 mit 12.839 Rädern der bisherige Spitzenwert gemessen wurde. 
(s. nachstehende Grafik).

3 
 
 
 Radverkehrsaufkommen nach der Umsetzung von Fahrradstraßen 
Im Friesenwall wurde in 2019 eine Fahrradstraße eingerichtet, bei der durch den Ent-
fall des einseitigen Kfz-Parkens zudem Verbesserungen für den Fußverkehr erzielt 
werden konnten. Das Projekt wurde 2020 mit dem 2. Platz des Deutschen Fahrrad-
preises in der Kategorie Infrastruktur prämiert. Das Radverkehrsaufkommen hat sich 
dort nach der Maßnahmenumsetzung nahezu verdoppelt (von 1.050 Radfahrenden in 
2017 auf 2.250 Radfahrende in 2022). Auch auf der Maybachstraße (+115 Prozent), 
der Zülpicher Straße (+40 Prozent) und Alfred-Schütte-Allee (+30 Prozent) konnten 
deutliche Zuwächse im Radverkehr nach Umsetzung der Fahrradstraßen durch Vor-
her-/Nachher-Messungen beobachtet werden. 
 Radverkehrsaufkommen am Neumarkt und auf der Hohenzollernbrücke 
 Die Dauerzählstellen am Neumarkt (durchschnittlich täglich 4.000 Radfahrende) und 
an der Südseite der Hohenzollernbrücke (durchschnittlich täglich 2.300 Radfahrende) 
weisen im alltäglichen Radverkehrsaufkommen keine weiteren Zuwachsraten auf, son-
dern stagnieren aktuell auf sehr hohem Niveau. Dies liegt nach fachlicher Einschät-
zung der Verwaltung daran, dass die Radverkehrsanlagen an diesen beiden Stellen im 
Stadtgebiet ihre Kapazitätsgrenze mittlerweile erreicht haben. Gerade die in der politi-
schen Diskussion befindliche neue Fuß- und Radverkehrsbrücke südlich der jetzigen 
Hohenzollernbrücke könnte die Situation dort lösen. Um die Anschlusssituation der 
neuen Brücke und die Ausbaumöglichkeiten für den Radverkehr auf der Nordseite der 
Hohenzollernbrücke zu untersuchen, wird durch die Verwaltung die zeitnahe Vergabe 
eines Verkehrsgutachtens beabsichtigt. Radverkehrsaufkommen von Alltagspend-
ler*innen  
Trotz witterungsbedingter und jahreszeitlicher Schwankungen hat sich das Fahrrad bei 
vielen Alltagspendler*innen mittlerweile als ganzjähriges Verkehrsmittel etabliert. Dazu 
tragen die Verbesserungen für den Radverkehr im Stadtgebiet ganz wesentlich bei. 
Unterschiede zwischen Alltags- und Freizeitverkehr sind gut sichtbar. Dies zeigt eine 
Gegenüberstellung von Auswertungen der kalten (Oktober bis März) und warmen Jah-
reszeit (April bis September). Beispiel: Die Zählstellen an den vorwiegend charakteris-
tischen Tagespendlerstrecken Venloer Straße, Bonner Straße und Zülpicher Straße 
weisen jahreszeitliche Schwankungen des Radverkehrsaufkommens von nur 15 Pro-
zent auf. Ähnliche Ergebnisse lassen sich auf der Deutzer Brücke und der Severins-
brücke feststellen. An Freizeitrouten wie dem Niederländer Ufer und der Alfred-
Schütte-Allee lassen sich dagegen jahreszeitliche Schwankungen von 40 Prozent be-
obachten.  
 Spitzenwerte des Radverkehrsaufkommens an Streiktagen  
Streiktage im Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) führen, unabhängig von der 
Jahreszeit, zu einem bemerkenswerten Anstieg des Radverkehrsaufkommens im 
Stadtgebiet. Die Auswertungen für alle Dauerzählstellen an den vier Streiktagen im 
ÖPNV im I. Quartal 2025 belegen eine Zunahme von im Mittel rd. 60 Prozent (s. An-
lage). Diese Zahlen belegen, dass das Fahrrad an Streiktagen bei der Verkehrsmittel-
wahl im Stadtgebiet eine enorm hohe Bedeutung als alternatives Verkehrsmittel hat. 
Einrichtung weiterer Dauerzählstellen bis 2030 geplant 
Die Verwaltung plant, sukzessiv weitere Zählstellen im Stadtgebiet in Betrieb zu nehmen. Bis 
2030 sollen es ca. 35 Dauerzählstellen sein. Standorte für neue Zählstellen sind beispiels-
weise entlang der geplanten RadPendlerRouten (RPR) geplant. In diesem Jahr werden drei 
neue Dauerzählstellen eingerichtet. Die Standorte sind an der Kalker Hauptstraße, an der Ma-
ybachstraße und am Niehler Gürtel auf Höhe des Niehler Kirchwegs. 
Die Eckdaten aller Kölner Dauerzählstellen sind auf folgender Internetseite einsehbar: 
https://data.eco-counter.com/ParcPublic/?id=677 
Kosten und Förderfähigkeit 
Die Kosten für eine Zählstelle sind abhängig von den örtlichen Gegebenheiten. Sie belaufen

4 
 
sich auf zwischen 8.000 bis 20.000 Euro für Technik und Einbau. Für den Ausbau der Zähl-
stellen prüft die Verwaltung fortlaufend Fördermöglichkeiten. Bisherige Anträge wurden durch 
den Fördergebernicht berücksichtigt. Weitere Förderprogramme, wie zum Beispiel das Projekt 
zur „Digitalisierung kommunaler Verkehrssysteme“ werden hinsichtlich einer erfolgsverspre-
chenden Fördermittelakquise aktuell geprüft.  
Datenermittlung aus der Kampagne Stadtradeln  
Seit 2015 findet in Köln die Kampagne „Stadtradeln“ zur Förderung des Radverkehrs statt. In 
diesem Jahr jährt sich die Aktion für Köln zum zehnten Mal. Die Teilnehmenden werden dazu 
eingeladen, die täglichen Wege mit dem Fahrrad zurückzulegen. In einem dreiwöchigen Kam-
pagnenzeitraum können Wege anonymisiert per App aufgezeichnet und die gefahrenen We-
gelängen protokoliert werden. Privatpersonen, Firmen und die Kölner Verwaltung beteiligen 
sich in verschiedenen Teams an der Kampagne. Die Kampagne erfreut sich einer zunehmen-
den Beliebtheit. Jahr für Jahr ist die Beteiligung höher und es werden neue „Kilometer-Re-
korde“ vermeldet. Die im Rahmen der Kampagne gesammelten Daten sind für die Stadtver-
waltung von großem Interesse, da am Kampagnenende eine „Heatmap“ (s. Anlage) erstellt 
wird, die Rückschlüsse auf besonders stark frequentierte Routen zulässt. 
Gez. Egerer 
 
Anlage 
Anlage 1 - Details und weitere Informationen

Anlage 1 Details und weitere Informationen

3855 Zeichen

ANLAGE zur Mitteilung Radverkehrserhebungen Köln 
Details und weitere Informationen 
 
 
Unterhaltung der Dauerzählstellen 
Die Dauerzähstellen werden im regelmäßigen Turnus auf Genauigkeit überprüft, um Messfehler zu 
identifizieren und nach Bedarf zu korrigieren. Ggfs. ist eine neue Eichung der Sensorik nötig, oder 
aber die Gegebenheiten rund um die Zählstelle haben sich insofern geändert, dass nicht mehr alle 
Radfahrenden die Zählstelle passieren, bspw. wegen einer temporären Baustelle oder Änderung bzw 
Anpassung der Verkehrsführung (bspw. Zülpicher Straße oder rrh. Südseite Deutzer Brücke). 
 
Besonderheiten und weitere Erhebungen 
Die 2022 eingerichtete Dauerzählstelle an der Gladbacher Straße hat als Besonderheit gegenüber 
den anderen Zählstellen ein „Barometer“, welches den vorbeifahrenden Radfahrenden genau anzeigt, 
der oder die wievielte Radfahrende er oder sie bisher an diesem Tag an dieser Stelle ist und wie viele 
Radfahrende insgesamt im laufenden Jahr erfasst wurden. So erhalten die Kölnerinnen und Kölner 
zeitgenau einen Überblick über das Radverkehrsaufkommen auf der Gladbacher Straße (siehe Bild).  
 
 
„Fahrrad-Barometer“ Gladbacher Straße 
 
Die Stadt Köln besitzt zudem einige mobile Zählstellen, die den Rad- und Fußverkehr messen kön-
nen. Diese werden bspw. temporär an Straßenlaternen oder Geländern angebracht und zählen da-
tenschutzkonform mittels Infrarotsensoren die passierenden Personen (siehe Bild). Hier liegt eine ge-
wisse Ungenauigkeit vor, da bspw. Pulks nicht Personengenau erfasst werden können. Jedoch die-
nen diese Messungen als gute Einordnung des nichtmotorisierten Verkehrs an den jeweiligen Örtlich-
keiten. Die mobilen Zählstellen waren u.a. bereits an der Deutzer Freiheit, der Venloer Straße und der 
Kalker Hauptstraße angebracht.

2 
 
 
Mobile Zählstelle (Installation an der Mülheimer Brücke) 
 
Aktuell testet die Stadt Köln das Telraam-System zur Erfassung von Fuß-, Rad- und Kfz-Verkehr. Die-
ses DSTVO-konforme Videosystem kann – bei freiem Sichtfeld – in Schaufenstern oder privaten 
Wohnungsfenstern bis zum max. ersten Stock angebracht werden und per Auswertungstool online 
die Werte anzeigen. 
 
Voraussetzungen für den Aufbau neuer Dauerzählstellen 
Mithilfe der jährlich durchgeführten Radverkehrs-Erhebungen an den von den Planer*innen vorge-
schlagenen Streckenzügen und den mobilen Zählstellen werden Querschnitte definiert, die ein Poten-
tial für eine neue Dauerzählstelle haben. Bislang war die Mindestvoraussetzung für eine neue Dauer-
zählstelle eine tägliche Radverkehrsmenge von 2.000 Rad. Diese Grenze wird ab 2025 aufgelöst auf 
mindestens 1.000 Rad pro Tag, allerdings mit dem Potential, zukünftig mehr Radverkehr anzuziehen. 
Hierfür sind bspw. RadpendlerRouten oder Radverkehrskonzepte prädestiniert. So kann ein chronolo-
gischer Verlauf der Entwicklung des Radverkehrs dokumentiert werden. 
 
Kfz-Dauerzählstellen 
An fünf der 21 Dauerzählstellen wird auch der Kfz-Verkehr mitgemessen. Aufgrund von jahrelanger 
Baustelle (bspw. Bonner Straße) oder mehrerer Verkehrsversuche (bspw. Venloer Straße) können 
die Ergebnisse nur mit Vorsicht betrachtet werden. Die Stadt Köln plant aktuell 80 weitere Kfz-Dauer-
zählstellen, die den Verkehr an prominenten Stellen messen. Mit dem Augenmerk für zukünftige Rad-
Dauerzählstellen wird kommuniziert, möglichst ortsnahe Stellen zu finden, damit an einem Strecken-
zug sowohl Rad als auch Kfz gemessen wird.

3 
 
 
Übersichtslageplan Kölner Rad-Dauerzählstellen 
 
 
Verbaute Schleifen der Kölner Dauerzähstellen (hier: Standort Maybachtraße)

4 
 
 
 
Grafischer Vergleich Kölner Dauerzählstellen während der Streiktage 2025 
 
 
 -
 2.000
 4.000
 6.000
 8.000
 10.000
 12.000
 14.000
Kölner Dauerzähstellen während der Streiktage 2025
Durchschnitt täglich Werktags 07.02.2025 21.02.2025 11.03.2025 12.03.2025

Beratungsverlauf (1)

24.06.2025 Verkehrsausschuss
TOP 6.2.10 Kenntnisnahme (Mitteilung) Entscheidung

Beschluss: Kenntnis genommen

Zur Sitzung

Orte (16)

  • Maybachstraße
  • Zülpicher Straße
  • Alfred-Schütte-Allee
  • Kalker Hauptstraße
  • Gladbacher Straße
  • Venloer Straße
  • Bonner Straße
  • Hohenzollernring
  • Hohenzollernbrücke
  • Deutzer Brücke
  • Niederländer Ufer
  • Mülheimer Brücke
  • Deutzer Freiheit
  • Niehler Gürtel
  • Friesenwall
  • Neumarkt

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Details

Aktenzeichen
1716/2025
Typ
Mitteilung Ausschuss
Datum
06.06.2025
Erstellt
28.05.2025 11:59