V/0493/2011
Jahresabschluss 2010 der Stadtwerke Münster GmbH
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Aufsichtsratsvorlage Jahresabschluss 2011
5052 Zeichen
SD Stadtwerke Münster Münster, 01.06.2011 Vorlage an den Aufsichtsrat Nr. 16/2011 Betreff Jahresabschluss 2010 der Stadtwerke Münster GmbH Berichterstatter Herr Dr. Müller-Tengelmann Herr Dr. Hoffknecht Anlagen: Geschäftsbericht 2010, enthaltend: Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2010, bestehend aus: Bilanz Gewinn- und Verlustrechnung Anhang sowie dem Lagebericht Antrag Der Aufsichtsrat wolle beschließen Der Gesellschafterversammlung werden folgende Beschlüsse zur Annahme empfohlen: 1. Der Jahresabschluss der Stadtwerke Münster GmbH zum 31.12.2010 in der vor- liegenden, vom Abschlussprüfer BDO Deutsche Warentreuhand Aktiengesellschaft Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Düsseldorf, mit einem uneingeschränkten Bestä- tigungsvermerk testierten Fassung, wird von der Stadt Münster als alleiniger Ge- sellschafterin der Stadtwerke Münster festgestellt. Der Zuführung von 4,9 Mio. € aus dem Jahresüberschuss in die Gewinnrücklagen wird zugestimmt. Der Bilanzgewinn in Höhe von 1.450.000,00 € wird nach Abzug der Kapitalertrag- steuer und des Solidaritätszuschlags an den Betrieb gewerblicher Art Bäder der Stadt Münster ausgeschüttet. Als Zahlungstermin wird der 30.07.2011 festgesetzt. Der Lagebericht für das Geschäftsjahr 2010 wird zur Kenntnis genommen. Aufsichtsrat und Geschäftsführung der Stadtwerke Münster GmbH werden für das Geschäftsjahr 2010 Entlastung erteilt. Seite 1 SD Stadtwerke Münster Begründung: Das Gesamtergebnis der Stadtwerke Münster GmbH im Geschäftsjahr 2010 kann als insgesamt zufriedenstellend bezeichnet werden, ist allerdings wesentlich durch die Er- träge aus der Zuschreibung zu den Gebäuden unseres zentralen Betriebsgeländes ge- prägt. Im Geschäftsjahr 2010 hat sich die konjunkturelle Entwicklung in der Bundesrepublik Deutschland deutlich schneller erholt als zunächst erwartet. Das Bruttoinlandsprodukt ist real um 3,6 % gestiegen. Das Vertriebs- und Versorgungsgebiet der Stadtwerke Müns- ter ist allerdings vom Handels- und Dienstleistungssektor sowie von Privatkunden ge- prägt. Die konjunkturelle Entwicklung wirkt sich daher grundsätzlich nur in begrenztem Maß auf die Geschäftsentwicklung aus. Lediglich der Absatz an unsere Industriekunden zeigt eine stärkere Abhängigkeit von der allgemeinen Konjunkturentwicklung. Der Jahresüberschuss des Geschäftsjahres 2010 in Höhe von 11,75 Mio. € übertrifft das Vorjahresergebnis um 16 %. Diese Entwicklung wurde vor allem durch die kalte Witte- rung im letzten Quartal 2010 mit erhöhten Gas- und Wärmeabsatzmengen und durch die wertmäßige Zuschreibung auf das Verwaltungsgebäude beeinflusst. Weitere Erläuterungen der Entwicklung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage im Einzelnen sowie der Geschäftsfelder finden sich im beigefügten neu strukturierten Ge- schäftsbericht sowie dem darin enthaltenen Lagebericht. Einhaltung der öffentlichen Zwecksetzung gemäß Gemeindeordnung Zur Einhaltung der öffentlichen Zwecksetzung und zur Zweckerreichung gemäß $& 108 Abs. 2 der Gemeindeordnung Nordrhein-Westfalen nehmen wir für unsere wichtigsten Geschäftsbereiche wie folgt Stellung: In der der die Strom- und Erdgasversorgung haben wir gemäß & 1 des Energiewirt- schaftsgesetzes eine möglichst sichere, preisgünstige, verbraucherfreundliche, effiziente und umweltverträgliche Versorgung der Allgemeinheit anzustreben. Dieses Ziel wurde im Geschäftsjahr 2010 in allen Punkten erreicht. In der Wasserversorgung haben die Stadtwerke gemäß 8 47 a Landeswassergesetz NW eine dem Gemeinwohl entsprechende öffentliche Wasserversorgung sicherzustel- len. Darüber hinaus haben die Stadtwerke als mit der Wasserversorgung verpflichtetes Unternehmen auf einen haushälterischen Umgang mit dem Wasser hingewirkt. Eben- falls haben die Stadtwerke gemäß 8 1 der Trinkwasserverordnung Wasser geliefert, das die menschliche Gesundheit vor nachteiligen Einflüssen, die sich aus der Verunreini- gung von Wasser ergeben können, schützt. Im Verkehrsbereich haben die Stadtwerke Münster im Auftrag der Stadt Münster als Aufgabenträger des öffentlichen Nahverkehrs jederzeit sichere, effiziente und hochwer- tige Verkehrsleistungen angeboten. Die Vorgaben der Stadt Münster nach dem aktuel- len Nahverkehrsplan wurden jederzeit erfüllt. Seite 2 So» Stadtwerke Münster Die Stadtwerke Münster haben auch im Geschäftsjahr 2010 entsprechend ihrer Satzung die Kunden und die Bevölkerung beraten mit dem Ziel, den Verbrauch von Energie und Wasser zu reduzieren. Ebenfalls ist die Bereitschaft zum Einsatz regenerativer Energie- träger durch das Unternehmen gefördert worden. Die öffentliche Zwecksetzung der Stadtwerke Münster GmbH gemäß Gemeindeordnung NW wurde in allen Fällen erfüllt. Der Jahresabschluss 2010 sowie der Lagebericht für das Geschäftsjahr 2010 sind von der BDO Deutsche Warentreuhand Aktiengesellschaft Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Düsseldorf, geprüft worden. Beanstandungen haben sich nicht ergeben. Der uneinge- schränkte Bestätigungsvermerk wurde erteilt. Stadtwerke Münster GmbH gez. Dr. Müller-Tengelmann gez. Dr. Hoffknecht Seite 3
Beschlussvorlage
3277 Zeichen
V/0493/2011 DER OBERBÜRGERMEISTER Amt für Finanzen und Beteiligungen Betrifft Jahresabschluss 2010 der Stadtwerke Münster GmbH Wahl des Abschlussprüfers für das Geschäftsjahr 2011 Beratungsfolge 12.07.2011 Ausschuss für Finanzen, Beteiligungen und Liegenschaften Entscheidung Beschlussvorschlag: I. Sachentscheidung: 1. Der Jahresabschluss (bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung und Anhang) sowie der Geschäftsbericht incl. Lagebericht der Stadtwerke Münster GmbH für das Ge- schäftsjahr 2010 werden zur Kenntnis genommen. 2. Es wird weiter davon Kenntnis genommen, dass dem Jahresabschluss der Stadtwerke Münster GmbH für das Geschäftsjahr 2010 durch den vom Aufsichtsrat beauftragten Jah- resabschlussprüfer BDO Deutsche Warentreuhand AG der uneingeschränkte Bestätigungs- vermerk erteilt wurde. 3. Der Vertreter der Stadt Münster in der Gesellschafterversammlung der Stadtwerke Münster GmbH wird ermächtigt, folgende Entscheidungen zu treffen: a) Der Jahresabschluss der Stadtwerke Münster GmbH zum 31.12.2010, abschließend in der Bilanz bei Aktiva und Passiva mit 468.153.069,74 €, in der Gewinn- und Verlustrechnung bei Umsatzerlösen von 483.715.050,95 €, mit einem Jahresüberschuss von 11.750.000,00 €, mit einem Bilanzgewinn von 1.450.000,00 €, wird festgestellt. b) Der Bilanzgewinn von 1.450.000,00 € wird nach Abzug der Kapitalertragsteuer und des So- lidaritätszuschlags an den Betrieb gewerblicher Art Bäder der Stadt Münster ausgeschüttet. Vorlagen-Nr.: V/0493/2011 Auskunft erteilt: Herr Deppe Ruf: 492 20 20 E-Mail: Deppe@stadt-muenster.de Datum: 29.06.2011 Öffentliche Beschlussvorlage - 2 - V/0493/2011 c) Der Lagebericht und der Geschäftsbericht für das Geschäftsjahr 2010 werden zur Kenntnis genommen. d) Dem Aufsichtsrat und der Geschäftsführung der Stadtwerke Münster GmbH werden für das Geschäftsjahr 2010 Entlastung erteilt. e) Für die Durchführung der Abschlussprüfung des Einzel- und Konzernabschlusses der Stadtwerke Münster GmbH für das Geschäftsjahr 2011 wird die BDO Deutsche Warentreu- hand Aktiengesellschaft, Düsseldorf, gewählt. Der Auftrag wird durch den Vorsitzenden des Aufsichtsrates der Gesellschaft erteilt. Begründung: Die Stadtwerke Münster GmbH ist eine 100 %ige Tochtergesellschaft der Stadt Münster. Gemäß § 12 des Gesellschaftsvertrages unterliegt der Gesellschafterversammlung u. a. die Beschlussfas- sung über • die Feststellung des Jahresabschlusses und die Verwendung des Ergebnisses, • die Entlastung der Mitglieder der Geschäftsführung und des Aufsichtsrates und • die Auswahl des Abschlussprüfers. Einzelheiten zum Jahresabschluss sind sowohl dem Geschäftsbericht 2010 als auch der als Anla- ge 1 beigefügten Aufsichtsratsvorlage Nr. 16/2011 der Stadtwerke Münster GmbH zu entnehmen. In der Sondersitzung des Aufsichtsrates am 13.06.2011 wird der Aufsichtsrat über den Jahresab- schluss 2010 beraten. Über das Ergebnis wird mündlich berichtet. I. V. gez. Bickeböller Stadtkämmerin Anlage 1: Vorlage des Aufsichtsrates zum Jahresabschluss der Stadtwerke Münster GmbH Anlage 2: Geschäftsbericht Anlage 3: Vorlage des Aufsichtsrates zur Bestellung des Abschlussprüfers
Aufsichtsratsvorlage Bestellung Abschlussprüfer
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DH Siadiwerka Münster Münster, 31.05.2011 Vorlage an den Aufsichtsrat Nr. 17/2011 Betreff Bestellung des Abschlussprüfers für das Geschäftsjahr 2011 der Stadtwerke Münster GmbH Berichterstatter Herr Dr. Müller-Tengelmann Herr Dr. Hoffknecht Antrag Der Aufsichtsrat wolle beschließen: Der Gesellschafterversammlung wird folgender Beschluss zur Annahme empfohlen: Für die Durchführung der Abschlussprüfung des Einzel- und Konzernabschlusses der Stadtwerke Münster GmbH für das Geschäftsjahr 2011 wird die BDO Deutsche Warentreuhand Aktiengesellschaft Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Düsseldorf, ge- wählt. Der Auftrag wird erteilt durch den Vorsitzenden des Aufsichtsrates der Gesellschaft. Begründung Gemäß der ab 01.01.2001 gültigen Rahmenrichtlinie für Beteiligungen der Stadt Müns- ter Ziffer 7.14 wird „der Gesellschafterversammlung und dem Aufsichtsrat ... empfohlen, die Abschlussprüfergesellschaft nach fünf bis sieben Jahren zu wechseln ...“. Diese Empfehlung wurde in 2002 mit dem erstmaligen Wechsel der Prüfungsgesellschaft von der WIBERA zur KPMG Prüfungs- und Beratungsgesellschaft erfüllt und im Geschäfts- jahr 2009 mit dem erneuten Wechsel zur BDO Deutsche Warentreuhand AG, Düssel- dorf. BDO hat nach unserer Auffassung sehr gewissenhaft und umsichtig ihre Prüfungstätig- keiten zum Jahresabschluss im Hause der Stadtwerke vorgenommen. Dabei haben wir Prüferkompetenz auch im Sinne branchenspezifischen Fachwissens festgestellt. Glei- ches gilt für die Durchführung der Schwerpunktprüfungen entsprechend den Vorgaben des Aufsichtsrates. DD Stadtwerke Münster Es wird daher als sinnvoll angesehen, BDO auch für das Geschäftsjahr 2011 mit der Abschlussprüfung für den Einzel- und Konzernabschluss der Stadtwerke Münster GmbH zu beauftragen. Neben der Stadtwerke Münster GmbH werden voraussichtlich auch mehrere mandantenbetreute Beteiligungsgesellschaften der Stadtwerke die BDO Deutsche Wa- rentreuhand AG mit der Prüfung ihrer Einzelabschlüsse beauftragen. Gemäß $ 12 des Gesellschaftsvertrages der Stadtwerke Münster GmbH wird die Bestel- lung des Abschlussprüfers nach Beschlussfassung durch die Gesellschafterversamm- lung durch die Geschäftsführung des Unternehmens vorgenommen. Nach dem Gesetz zur Kontrolle und Transparenz im Unternehmen (KonTraG) soll der Prüfungsauftrag durch den Aufsichtsrat der Gesellschaft erteilt werden. Diese Regelung ist seit mehreren Jahren Praxis im Haus der Stadtwerke. Die Festlegung der Prüfungsschwerpunkte durch den Abschlussprüfer für das Ge- schäftsjahr 2011 erfolgt mit einer besonderen Vorlage an den Aufsichtsrat. Stadtwerke Münster GmbH gez. Dr. Müller-Tengelmann gez. Dr. Hoffknecht
Geschäftsbericht 2010 Stadtwerke Münster GmbH
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86 Stadtwerke Münster Geschäftsbericht 2010
Geschäftsbericht 2010 – Stadtwerke Münster GmbH
Zukunft gestalten
Stadtwerke Münster – Ihr lokaler
Partner für Energie und Mobilität
Als professioneller Dienstleister sind wir eine feste Größe in Münster
und Umgebung. Wir beliefern unsere Kunden mit Strom, Wärme und
Wasser und bringen die Menschen mit unseren Bussen sicher und
pünktlich ans Ziel. Rund 50 Prozent des Strombedarfs der Domstadt
erzeugen wir mit eigenen Anlagen klimaschonend vor Ort, z. B. in Kraft-
Wärme-Kopplung auf Erdgasbasis im Heizkraftwerk am Hafen und mit
erneuerbaren Energiequellen. Wir prüfen konsequent die Potenziale
für den Ausbau umweltfreundlicher Energien und installieren vermehrt
Windkraft- sowie Fotovoltaikanlagen. Für die Stadt Münster und für die
heimische Wirtschaft sind wir ein starker Partner, denn wir tätigen un-
sere Investitionen vor Ort und engagieren uns für die Region. Die Stadt-
werke Münster verstehen sich als langfristiger und nachhaltig agie-
render Wertschöpfungspartner vor Ort, dessen tägliche Motivation das
Engagement für Münster und die Menschen dieser Stadt ist.
Auf den Fotos in diesem Geschäftsbericht sind Mitarbeiterinnen und
Mitarbeiter der Stadtwerke Münster zu sehen.
Stromabgabe in Mio. kWh
2009: 1.242
2010: 1.206
-2,9 %
Fernwärmeabgabe in Mio. kWh
Fahrgastzahlen in T
2009: 607
2010: 684
+12,7 %
2009: 31.900
2010: 32.200
+0,9%
Gasabgabe in Mio. kWh
2009: 2.199
2010: 2.416
+9,9 %
2010 2009 2008 2007 2006
Umsatzerlöse T€ 451.603 466.111 456.023 444.251 423.856
EBITDA 1) T€ 61.726 56.223 41.454 62.615 66.701
EBIT 2) T€ 31.171 28.500 8.021 25.719 30.462
Jahresüberschuss T€ 11.750 10.100 850 6.770 15.760
Eigenkapitalquote 3) % 36,3 35,4 34,8 32,8 33,1
Eigenkapitalrentabilität (EBIT-Basis) 4) % 18,3 17,9 5,1 16,4 19,5
Rendite auf das langfristige Betriebskapital (EBIT-Basis) 5) % 17,1 16,6 4,9 13,0 13,3
Cashflow (überschlägig) 6) T€ 40.060 56.618 32.884 46.160 65.259
Dynamischer Verschuldungsgrad 7) 4,5 2,9 5,4 4,5 3,2
Personalentwicklung FTE 8) 919 929 958 966 1.005
Investitionen T€ 28.700 27.200 24.500 28.500 44.000
Lokale Wertschöpfung in Münster 9) T€ 74.311 78.292 65.623 73.161 77.504
Wasserabgabe in Mio. m³
2009: 15,8
2010: 15,9
+0,6 %
3 Stadtwerke Münster Geschäftsbericht 2010 5Überblick
Unsere fünf GeschäftsfelderAuf einen Blick
Stadtwerke Münster GmbH
Inhalt
Überblick
Auf einen Blick 03
Unsere fünf Geschäftsfelder 04
Management
Vorwort des Aufsichtsrates 09
Vorwort der Geschäftsführung 11
Unternehmen
Unsere Strategie 2020 15
Im Fokus: erneuerbare Energien
und CO2-Reduktion 17
Highlights 2010:
wichtige Ereignisse 21
Lagebericht
Geschäft und Rahmenbedingungen 28
Ertragslage 30
› Energie- und Wasservertrieb 33
› Versorgungsnetze 37
› Erzeugung 39
› Verkehr 41
› Straßenbeleuchtung 43
Seit über 100 Jahren sind wir als Unternehmen der Münsteraner ein verlässlicher kommunaler
Partner für Energie und Mobilität. Eine so lange Zeit verbindet und verpflichtet zugleich. Unser
Ziel ist es, unser Kerngeschäft mit modernen Ideen immer weiter zu verbessern und gleichzeitig
innovative Geschäftsfelder zu erobern. Dabei richten wir unser Augenmerk auf den Umweltschutz,
den Ausbau erneuerbarer Energien und die Schonung der natürlichen Ressourcen.
So haben wir im Jahr 2010 die größte Fotovoltaikanlage Münsters installiert und in Detmold zwei
Windkraftanlagen in Betrieb genommen – nur drei unserer Anlagen, die zusammen eine Vielzahl
von Haushalten mit umweltschonender Energie versorgen. Außerdem setzen wir uns für die Wei-
terentwicklung der Elektromobilität ein. Als Unternehmen, das Strom produziert und Menschen
befördert, ist es für uns eine besondere Herausforderung, dieses Thema ins Rollen zu bringen.
Inzwischen unterhalten wir sieben Elektromobile in unserem Fahrzeugpool, haben sieben Strom-
tankstellen in Münster installiert und arbeiten an weiteren möglichen Nutzungsmodellen für die
Menschen vor Ort.
Energie- und Wasservertrieb
280.000 Münsteranerinnen und Münsteraner können sich jeden Tag darauf verlassen, dass wir ihnen
Strom, Gas, Fernwärme und Wasser in erstklassiger Qualität und zu angemessenen Preisen liefern.
Dabei bieten wir unseren Kunden maßgeschneiderte Angebote vom zertifizierten Ökostrom über
mehrjährige Gas-Festpreisprodukte bis hin zu günstigen Online-Tarifen.
Versorgungsnetze
5.504 km Netzlänge – und doch ganz nah. Über ein professionelles Management unseres Versorgungs-
netzes stellen wir rund um die Uhr sicher, dass die Energie- und Wasserlieferung verlässlich funkti-
oniert. Der parallele Netzbetrieb für Strom, Gas, Fernwärme und Wasser aus einer Hand ermöglicht
eine hochwirtschaftliche Unterhaltung der Netze. Ausfallzeiten sind in Münster die Ausnahme.
Erzeugung
Münster ist „Klimahauptstadt“ – dazu haben wir mit unserer modernen und umweltfreundlichen
Energieerzeugung maßgeblich beigetragen. Der Betrieb unserer Gas- und Dampfturbinen-Anlage
(GuD-Anlage) am Hafen spart jedes Jahr ca. 200.000 Tonnen CO
2 ein. Darüber hinaus erzeugen wir
mit über 30 Blockheizkraftwerken auch dezentral umweltfreundlich Strom und Wärme für unsere
Kunden, sozusagen gleich nebenan.
Verkehr
Über 30 Millionen Fahrgäste pro Jahr können darauf setzen, dass wir sie mit unseren Bussen pünkt-
lich zur Schule, zum Arbeitsplatz, zum Freizeitvergnügen oder einfach wieder nach Hause bringen.
Eine hohe Taktdichte und eine moderne Busflotte mit höchsten Umweltstandards sorgen dafür, dass
unser Verkehrsangebot bei der regelmäßig stattfindenden bundesweiten Emnid-Umfrage immer
wieder auf den vordersten Rängen landet.
Straßenbeleuchtung
Münster – im Lichte der Stadtwerke. Mit über 25.000 Leuchten im ganzen Stadtgebiet sorgen wir da für,
dass die Münsteranerinnen und Münsteraner auch nach Sonnenuntergang sicher ihren Weg finden
und die Schönheit der Stadt erleben können. Moderne Kompaktleuchten reduzieren den Strombedarf
und sorgen auch hier für einen umweltbewussten Umgang mit den kostbaren Energie ressourcen.
Wir gestalten die Zukunft
unserer Stadt
1) EBITDA = Gesamtleistung + sonstige betriebliche Erträge - Materialaufwand - Personalaufwand - sonstige betriebliche Aufwendungen +
Erträge aus Beteiligungen + Erträge aus Gewinnabführungsverträgen - Aufwendungen aus Verlustübernahme
2) EBIT = Gesamtleistung + sonstige betriebliche Erträge - Materialaufwand - Personalaufwand - Abschreibungen - sonstige betriebliche Aufwen-
dungen + Erträge aus Beteiligungen + Erträge aus Gewinnabführungsverträgen - Aufwendungen aus Verlustübernahme
3) Eigenkapitalquote = Eigenkapital/Gesamtkapital
4) Eigenkapitalrentabilität (EBIT-Basis) = EBIT/Eigenkapital ohne Bilanzgewinn
5) Rendite auf das langfristige Betriebskapital (EBIT-Basis) = EBIT/(Gesamtkapital - kurzfristige Verbindlichkeiten - sonstige Rückstellungen -
liquide Mittel - Forderungen aus Lieferungen und Leistungen)
6) Cashflow (überschlägig) = Jahresüberschuss + Abschreibungen +/- Rückstellungsveränderungen - Bilanzgewinn
7) Dynamischer Verschuldungsgrad = (gesamte Verbindlichkeiten + Rückstellungen + Bilanzgewinn - liquide Mittel)/Cashflow (überschlägig),
entspricht der durchschnittlichen Rückzahlungsdauer sämtlicher Verbindlichkeiten in Jahren aus eigener Finanzkraft
8) FTE: Fulltime Equivalents = in Vollzeitstellen umgerechnete Werte
9) Lokale Wertschöpfung in Münster = Aufträge an die heimische Wirtschaft + Gewerbesteuer + Konzessionsabgabe +
Sponsoring + Jahresüberschuss + Verlustausgleich ÖPNV (ohne Löhne und Gehälter)
Finanz- und Vermögenslage 45
Mitarbeiter 49
Nachtragsbericht 51
Chancen- und Risikobericht 53
Prognosebericht 57
Jahresabschluss
Bilanz 62
Gewinn- und Verlustrechnung 65
Anhang 66
Entwicklung des Anlagevermögens 76
Bericht des Aufsichtsrates 78
Bestätigungsvermerk 80
Organe der Gesellschaft 82
Beteiligungsgesellschaften 83
Impressum 84
Vorwort des Aufsichtsrates 09
Vorwort der Geschäftsführung 11
Management
9Management
Vorwort des Aufsichtsrates
Vorwort des Aufsichtsrates
Sehr geehrte Damen und Herren,
es ist nicht gesagt, dass es besser wird, wenn es anders wird. Wenn es aber besser
werden soll, muss es anders werden. Denn die Rahmenbedingungen für die Stadtwerke
Münster befinden sich in einem ständigen Wandel. Darauf hat sich das Unternehmen
auch im Geschäftsjahr 2010 vorbereitet.
Zukunftsweisende Strategie
So haben die Stadtwerke Münster im Jahr 2010 eine Strategie entwickelt, mit der
sie aus heutiger Sicht den kommenden Risiken in der wirtschaftlichen Entwicklung
begegnen können. Die Vorschläge zur Unternehmensentwicklung werden vom Auf-
sichtsrat, der sich in mehreren Klausurtagungen intensiv damit auseinandergesetzt
hat, voll unterstützt.
Faires Angebot: der Gaspreisvergleich
Von besonderer Bedeutung war im abgelaufenen Geschäftsjahr das Gaspreisver-
gleichsangebot der Stadtwerke Münster an die Privatkunden mit Erdgas-Sonderver-
trägen. Nach Gesprächen mit der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen hat auch
diese den Stadtwerke-Kunden in Münster die Annahme des Angebots empfohlen. Der
Aufsichtsrat hat die Diskussion um die Hintergründe und die Ausgestaltung intensiv
begleitet und unterstützte das Vergleichsangebot ausdrücklich.
Die Absatzpreise haben die Stadtwerke konsequent an der Entwicklung der Bezugs-
kosten ausgerichtet. So konnten erfreulicherweise Ende des Jahres die Strompreise
(ohne Berücksichtigung der gesetzlich begründeten EEG-Umlage) leicht gesenkt
werden. Bei Erdgas und Fernwärme waren hingegen aufgrund von Kostensteigerungen
in den ölpreisgebundenen Bezugsverträgen im Herbst 2010 Preiserhöhungen erfor-
derlich. Ebenso bedingte der Anstieg der Dieselpreise eine Erhöhung der ÖPNV-Tarife.
Durch eine frühzeitige Preisabsicherung konnte diese aber auf niedrigem Niveau
gehalten werden.
Neubewertung Kraftwerksbeteiligung
Die Diskussion um die Unternehmensausrichtung bei der Energieerzeugung hat einen
besonderen Stellenwert in der Arbeit des Aufsichtsrates eingenommen. Der ursprüng-
lich ermittelte Ertragswert der Beteiligung am Gemeinschafts-Steinkohlekraftwerk
„Gekko“ unterliegt nicht unerheblichen Risiken. Zu diesem Schluss kam die Über-
prüfung der langfristig prognostizierten Preisentwicklungen für Kohle, CO
2-Zertifikate
und Strom vor dem Hintergrund einer immer stärker werdenden globalen Ausrichtung
an regenerativen Erzeugungskonzepten und des im Jahr 2010 gefassten Beschlusses
zur Laufzeitenverlängerung für Atomkraftwerke. Aus diesen Gründen entschied der
Aufsichtsrat, den Verkauf der Beteiligung zu prüfen.
Der Aufsichtsrat dankt der Geschäftsführung, dem Betriebsrat und allen Mitarbeite-
rinnen und Mitarbeitern für die vertrauensvolle Zusammenarbeit, die die Grundlage
für die Erfüllung der gestellten Aufgaben bildet.
Für den Aufsichtsrat
Stefan Weber
Vorsitzender
Stefan Weber, geboren 1973, ist seit
September 2006 Vorsitzender des
Aufsichtsrates der Stadtwerke Münster .
2010
11Management
Vorwort der Geschäftsführung
Dr . Henning Müller-Tengelmann (rechts
im Bild) studierte Betriebswirtschafts-
lehre in München. Er war u. a. als Mit-
glied der Geschäftsleitung der Electrabel
Deutschland AG tätig und ist seit April
2008 kaufmännischer Geschäftsführer
der Stadtwerke Münster .
Der Physiker Dr . Andreas Hoffknecht
(links im Bild) ist seit Dezember 2009
technischer Geschäftsführer der Stadt-
werke Münster . Zuvor war er u. a. als
Berater bei A.T. Kearney und als
Bereichs leiter Technik bei den Stadt-
werken Osnabrück tätig.
Vorwort der Geschäftsführung
Sehr geehrte Damen und Herren,
die globale Energielandschaft befindet sich im Umbruch. Als Stadtwerke Münster wol len
wir Lösungen auf die Frage bieten, wie unsere zukünftige Energieversorgung aussehen
kann, und die Entwicklung aktiv mitgestalten. Entscheidende Schritte dazu sind wir im
Geschäftsjahr 2010 gegangen. Geschäftsführung und Führungsteam haben gemeinsam
eine Vision der Stadtwerke Münster bis in das Jahr 2020 hinein entwickelt und für den
Weg dorthin eine handfeste Strategie festgelegt.
Grüne Energie für Münster
Ein wichtiger Baustein unserer Strategie und gleichzeitig schon seit Jahren Teil unseres
Handelns ist der Ausbau erneuerbarer Energien. So sind im Jahr 2010 mit der Fotovol-
taikanlage in Coerde und unserem Windpark in Detmold zwei große regenerative An-
lagen ans Netz gegangen. Zudem haben wir über unsere 2010 vollzogene Beteiligung
an Green Gecco den Bau weiterer Anlagen initiiert. Wichtig ist uns auch, dass unsere
Kunden direkt erneuerbare Energien unterstützen können: über die Nutzung unserer
Ökoenergietarife und über Bürgerbeteiligungsmodelle an unseren Anlagen.
Maxime Kundenorientierung
Kundenorientierung war für uns im vergangenen Geschäftsjahr ein wichtiger Treiber
und wird es auch weiter bleiben. Als eine Preisanpassungsklausel in unseren Ver-
trägen gerichtlich nachträglich für unwirksam erklärt wurde, haben wir – in enger
Abstimmung mit der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen – den betroffenen
Erdgaskunden ein Vergleichsangebot gemacht, das auf viel Zustimmung gestoßen
ist. Auch im Bereich Verkehr ist es uns gelungen, unseren Kunden gute Angebote zu
machen: Die Abo-Zahlen sind deutlich gestiegen und das neu eingeführte Schülerticket
GoCard-Abo wurde sehr gut angenommen. Den schneereichen Winter 2010 haben
unsere Busfahrerinnen und Busfahrer bestens gemeistert und die Fahrgäste sicher ans
Ziel gebracht.
Investitionen für Versorgungssicherheit
Auch bei den Energiepreisen möchten wir für unsere Kunden das Bestmögliche errei-
chen: So konnten wir die Strompreise im Winter 2010 leicht senken. Keinen Einfluss
haben wir hingegen auf die staatlich verordneten Belastungen wie die EEG-Umlage
und mussten deren Erhöhung Anfang 2010 an unsere Kunden weitergeben. Um den
Energieeinkauf zu optimieren, haben wir mit unserer Abteilung Energiewirtschaft un-
ser eigenes Know-how verstärkt. Und nicht zuletzt lag unser Augenmerk 2010 darauf,
mit Investitionen in unsere Technik, wie zum Beispiel in das Umspannwerk Hiltrup, die
Versorgungssicherheit auf sehr hohem Niveau zu gewährleisten.
Als kommunales Unternehmen mit dem Anspruch, „einfach näher dran“ zu sein, fühlen
wir uns dem Standort Münster eng verbunden. Mit unserer Wirtschaftskraft und unseren
Aufträgen an die heimische Wirtschaft, aber auch mit unseren Sponsoringaktivitäten
oder unserem Service vor Ort haben wir auch 2010 unseren Beitrag für Münster geleistet.
Dr . Henning Müller-Tengelmann Dr . Andreas Hoffknecht
Kaufmännischer Geschäftsführer Technischer Geschäftsführer
2020
Unsere Strategie 2020 15
Im Fokus: erneuerbare Energien
und CO2-Reduktion 17
Highlights 2010: wichtige Ereignisse 21
Unternehmen
2020
15Unternehmen
Unsere Strategie 2020
Unsere Strategie 2020
Als zukunftsorientiertes Unternehmen haben die Stadtwerke Münster eine klare Vision
für die nächsten Jahre. Für das neue Jahrzehnt haben wir eine Strategie festgelegt, die
das gut aufgestellte Unternehmen zugleich wirtschaftlich absichert und mit modernen
Ideen weiter voranbringt.
Infrastruktur aus einer Hand – die Stadtwerke Münster werden ihr Angebot in der
Region Münsterland weiter ausbauen.
› In Zukunft werden die Stadtwerke Münster ihr Know-how im Bereich Versorgungs-
netze auch über die Grenzen von Münster hinaus anbieten. Sie sind erfahrener
lokaler Partner für eine „Rekommunalisierung“ der Energienetze.
› Das Unternehmen nutzt so die Chance, im Kerngeschäft organisch und rentabel
zu wachsen.
› Die Stadtwerke Münster stehen in Münster und Umgebung als erfahrener lokaler
Partner für weitere Infrastrukturaufgaben zur Verfügung.
Wir entwickeln für unsere Kunden innovative kommunale Mehrwertdienste,
mit denen wir uns vom Wettbewerb deutlich abgrenzen.
› Als Teil dieser Stadt kennen wir unsere Kunden sehr genau. Ihre Bedürfnisse sind
für uns Maßstab allen Handelns.
› Das Unternehmen wird seine Angebote verstärkt mit städtischen Leistungen und
denen ausgewählter ortsansässiger Unternehmer verknüpfen.
› Mit der Einführung einer innovativen elektronischen Kundenkarte bieten die
Stadtwerke Münster ihren Kunden noch mehr Komfort.
Die Stadtwerke Münster werden eine nachhaltige CO
2-Senkung sowie einen mas-
siven Ausbau erneuerbarer Energien in und außerhalb von Münster vorantreiben.
› Bei all unseren Aktivitäten liegt der Fokus auf Umweltschutz und dem schonen-
den Umgang mit den Energieressourcen.
› Die Stadtwerke Münster forcieren den Ausbau der regenerativen Energie-
erzeugung durch Fotovoltaik- und Windkraftanlagen.
› Die Stadtwerke Münster möchten bis 2020 den Busanteil am gesamten
Verkehrsaufkommen der Stadt auf mindestens 12 Prozent steigern.
Modern.
Wirtschaftlich.
Nachhaltig.
1
2
3
2020
17Unternehmen
Im Fokus: erneuerbare Energien und CO 2 -Reduktion
Im Fokus: erneuerbare
Energien und CO2-Reduktion
Der Schutz unserer Umwelt ist uns sehr wichtig. Seit Jahren trägt das Heizkraftwerk
mit der Gas- und Dampfturbinen-Anlage (GuD-Anlage) am Hafen dazu bei, große
Mengen an CO2 einzusparen. Unsere Blockheizkraftwerke arbeiten ebenfalls mit
umweltschonender Kraft-Wärme-Kopplung – dabei wird die bei der Stromerzeugung
entstehende Abwärme als Fernwärme weitergegeben und genutzt. Und auch mit
unserem Engagement für erneuerbare Energien machen wir deutlich, dass uns die
Lebensqualität unserer Stadt am Herzen liegt.
Für eine umweltfreundliche Energieerzeugung sind wir in vielen Sparten aktiv:
› Unser Ziel ist es, unsere Energieerzeugung mithilfe umwelteffizienter Technologien in
naher Zukunft zu verdoppeln. So können wir unsere CO
2-Bilanz erheblich verbessern.
› Wir beabsichtigen, bis zum Jahr 2020 den Anteil eigener regenerativer Erzeugung von
derzeit 2 Prozent auf 20 Prozent unseres Stromabsatzvolumens zu erhöhen.
› Ende 2010 haben wir Münsters größte Fotovoltaikanlage errichtet. Zudem haben wir
zwei neue Windkraftanlagen in Betrieb genommen, die seit Januar 2011 zu einer
umweltfreundlichen Erzeugungsbilanz beitragen.
› Jährlich nutzen über 32 Millionen Fahrgäste unser Busnetz. Damit reduzieren wir den
Pkw-Verkehr und tragen dazu bei, dass die Pro-Kopf-Emission an CO
2 reduziert wird.
20 %
Zielgröße Anteil erneuerbarer
Energien an eigener Stromerzeugung.
Über 30
Blockheizkraftwerke im Stadtgebiet.
50 %
des Strombedarfs Münsters erzeugt
die GuD-Anlage am Hafen.
32,2 Mio.
Fahrgäste jährlich.
18 Stadtwerke Münster Geschäftsbericht 2010 19
Energie aus Sonne, Wasser oder Wind ist ein geniales Geschenk der Natur . Die Stadt-
werke Münster setzen sich bereits seit 20 Jahren und mittlerweile in großem Umfang
für die Nutzung erneuerbarer Energien ein und möchten dieses Engagement weiter
verstärken. Die Vorteile von regenerativen Energien sind evident: Fossile Ressourcen
werden geschont, der CO
2-Ausstoß ist minimal. Auch unsere Kunden haben ein starkes
Bewusstsein für umweltschonende Energie und die Nachfrage steigt stetig. So ist es
unser erklärtes Ziel, unsere Ökostromproduktion kontinuierlich auszubauen.
Fotovoltaikanlage Coerde
Ende 2010 haben die Stadtwerke Münster ihr bisher größtes Fotovoltaikprojekt reali-
siert. Zusammen mit den Abfallwirtschaftsbetrieben hat unsere Tochtergesellschaft
Stadtwerke Münster Neue Energie auf einer renaturierten Fläche der Deponie im
Stadtteil Coerde eine Fotovoltaikanlage mit einer Leistung von 1.100 Kilowatt errichtet.
Etwa 250 Haushalte können wir von nun an jedes Jahr komplett mit Strom aus dieser
Anlage versorgen.
Bürgerbeteiligungsmodelle
Umweltbewusste Kunden können direkt vom Einsatz regenerativer Energien profitieren.
Über den Kauf von Genussrechten ist es möglich, sich an unterschiedlichen regene-
rativen Anlagen zu beteiligen, zum Beispiel an Fotovoltaikanlagen auf Schuldächern
in Münster . Die Genussrechteinhaber erhalten Zinsen auf ihr eingesetztes Kapital, die
je nach Output der Anlage über eine garantierte Größe hinaus steigen. Im Jahr 2010
haben wir gleich vier solcher Beteiligungsmodelle aufgelegt, auf die unsere Kunden
mit großem Interesse reagierten.
Unsere Klimaschutzpakete Münster:natürlich
Ökologisch, regional, zertifiziert: Unser Ökostrom wird zu 100 Prozent aus regenerativen
Quellen gewonnen. Außerdem fließt je ein Cent pro verbrauchter Kilowattstunde in
den Bau neuer Ökostromanlagen vor Ort – ein Angebot, das anspruchsvollen Kriterien
genügt und daher mit dem Goldenen Zertifikat von Grüner Strom Label e.V. ausge-
zeichnet ist.
Auch mit unserem Erdgas-Klimaschutzpaket können Kunden die Klimabilanz ihres Haus-
halts verbessern. Denn für jede verbrauchte Kilowattstunde Erdgas werden 0,21 Cent
in ein Klimaschutzprojekt auf der Insel Cat Ba in Vietnam investiert. Das schützt den
dortigen Regenwald, der hohe Mengen an CO
2 bindet, vor Abholzung und unter dem
Strich wird die globale Klimabilanz ein Stück weit neutralisiert.
Energiepark Detmold
Mit dem Blick für das technisch Machbare und das wirtschaftlich Sinnvolle realisieren
die Stadtwerke Münster ihre Windkraftinvestitionen dort, wo der Wind ordentlich bläst.
Denn Strom soll für unsere Kunden erschwinglich bleiben. Ein Beispiel ist unser
Energiepark Detmold, den wir im Jahr 2010 erfolgreich entwickelt haben und der seit
Anfang 2011 mit zwei modernen Windkraftanlagen „am Netz“ ist.
Die Windenergie sehen wir als Schlüsseltechnologie für den langfristigen Aufbau einer
regenerativen Erzeugungswelt in Deutschland. Mit unserer neuen Anlage am Detmolder
Mönkeberg haben wir dazu einen wichtigen Meilenstein gesetzt. Die beiden Windräder
haben eine Leistung von zusammen 4.000 Kilowatt, versorgen jährlich 2.500 Haushalte
mit regenerativem Strom und sparen zugleich jedes Jahr 6.700 Tonnen CO
2 ein.
100 %
unseres Ökostroms stammen
aus regenerativen Quellen.
250
Haushalte kann die Anlage Coerde
mit Strom versorgen.
Ökostrom mit Heimat
Unternehmen
Im Fokus: erneuerbare Energien und CO 2 -Reduktion
6.700
Tonnen CO2 sparen unsere
Windanlagen in Detmold ein.
21Unternehmen
Highlights 2010
Highlights 2010
Faires Angebot bei den Gaspreisen
Zufriedene Kunden sind unser Gradmesser . Wir setzen alles daran, unser Angebot
immer weiter auf ihre Bedürfnisse zuzuschneiden. Auch mit unserem Vergleichsange-
bot in Sachen Erdgas haben wir erneut Kundenfreundlichkeit gezeigt und wurden von
der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen im letzten Jahr explizit gelobt. Was war
passiert? In einem Urteil vom 15. Juli 2009 hatte der BGH erstmals Hinweise gegeben,
wie eine wirksame Preisanpassungsklausel aussehen kann. Die Klausel, die die Stadt-
werke in ihren älteren Erdgas-Sonderabkommen mit Verbrauchern bis zum 31. August
2008 verwendet haben, hat das Landgericht Dortmund für unwirksam erklärt. Deshalb
haben wir den Kunden, die im Zeitraum vom 1. Januar 2007 bis 31. August 2008 ein
Erdgas-Sonderabkommen mit uns hatten, eine Auszahlung in Höhe von 1,32 Cent pro
Kilowattstunde angeboten (auf Basis des durchschnittlichen Jahresverbrauchs vor dem
31. August 2008). Ein Entgegenkommen, das sowohl bei den Kunden als auch in der
Öffentlichkeit Anerkennung gefunden hat – 90 Prozent aller Kunden haben das Angebot
angenommen.
Gekko-Beteiligung neu bewertet
Vor fünf Jahren haben die Stadtwerke Münster entschieden, sich mit kommunalen
Partnern am Bau eines Steinkohlekraftwerkes namens „Gekko“ in Hamm zu beteiligen.
Unter den damaligen Rahmenbedingungen eine vernünftige Entscheidung. Inzwischen
haben sich diese jedoch gravierend verändert. Im Herbst 2010 haben wir deshalb unser
Gekko-Engagement neu überprüft. Die Ergebnisse haben uns dazu bewogen, den
Verkaufsprozess für unsere Beteiligung am Kraftwerk vorzubereiten. Hinzu kommt die
traurige Aktualität des Atomunfalls in Japan vom März 2011. Nicht nur unsere Kunden
haben mit einer gesteigerten Nachfrage nach Ökostrom reagiert, auch auf politischer
Ebene hat das Thema erneuerbare Energien erhebliche Schubkraft gewonnen. Eine
stärkere Konzentration auf regenerative Anlagen entspricht auch unserer Überzeu-
gung. Unsere Kunden können sicher sein, dass die Stadtwerke Münster die Signale der
Vergangenheit und die jüngsten Entwicklungen wahrgenommen haben und am Umbau
unserer Energielandschaft aktiv mitwirken möchten.
Mobilität trotz Schnee und Eis
Der Winter 2010/2011 bedeutete für viele Münsteraner die Wiederentdeckung der
Langsamkeit. Dicke Schnee- und Eisschichten auf den Straßen der Stadt brachten den
Verkehr weitgehend zum Erliegen. Die Vorräte an Streusalz waren in ganz Deutschland
knapp und auch in Münster nahezu erschöpft. Und doch mussten die Münsteraner
irgendwie die Dinge des täglichen Lebens erledigen. Die Busfahrerinnen und Busfahrer
der Stadtwerke Münster ermöglichten in diesen Wochen die Mobilität der Menschen und
brachten sie sicher ans Ziel. Mit Geduld und sicherer Hand steuerten sie die Busse über
die eisigen Straßen der Stadt. Es gab einen echten „Run“ auf das Transportmittel Bus.
2010
Über 90 %
der betroffenen Kunden
haben unser Vergleichs-
angebot angenommen.
Winterbetrieb erfolg-
reich gemeistert.
31,0
11,2
2,1
17,8
0,4
11,8Gesamtsumme
rd. 74 Mio. Euro *
Auftragsvergabe an die heimische Wirtschaft
Gewerbesteuer
Konzessionsabgabe
Sponsoring
Jahresüberschuss
Verlustabgleich ÖPNV
* Ohne Löhne und Gehälter
22 Stadtwerke Münster Geschäftsbericht 2010 23Unternehmen
Highlights 2010
Hauptabteilung Energiewirtschaft ermöglicht mehr Wettbewerbsfähigkeit
Um beim Energiehandel so wirtschaftlich und flexibel wie möglich zu sein, haben die
Stadtwerke Münster die Hauptabteilung Energiewirtschaft im letzten Jahr neu aufge-
stellt. Zu ihren Aufgaben gehört auch der eigenständige Einkauf von Strom und Erdgas.
Die Stadtwerke erzeugen rund 50 Prozent des Strombedarfs der Domstadt selbst,
der Rest wird von anderen Unternehmen erworben. Indem wir selbst entscheiden, zu
welchem Zeitpunkt welche Mengen zu welchen Konditionen gekauft werden, ist es
möglich, Preissteigerungen abzufedern und die Kunden von sinkenden Kosten profitie-
ren zu lassen. Auf der anderen Seite können wir auch unseren eigenen Strom optimal
vermarkten. Überhaupt möglich ist dies durch den freien und zunehmend internationalen
Handel mit Energie. An den Energiebörsen wie der EEX in Leipzig und im Großhandel
tummeln sich inzwischen viele Anbieter und Kunden. Dabei ist kein spekulativer Han-
del erlaubt – das stellen unsere Risikorichtlinien sicher .
Aktion „60 plus“ für mehr Mobilität im Alter
Mobilität bedeutet Lebensqualität – auch für Menschen jenseits der 60. Deshalb haben
sich die Stadtwerke in 2010 mit dem Thema beschäftigt, wie auch sogenannte Best
Ager in Bewegung bleiben können. Das Unternehmen startete die Aktion „60 plus auf
dem Sofa“ – und lud in die Münster Arkaden ein. In einer gemütlichen Sofa-Landschaft
hatten Menschen in der zweiten Lebenshälfte die Möglichkeit, all das zur Sprache
zu bringen, was sie beschäftigt, und zu erklären, wie sie sich körperliche sowie geistige
Mobilität vor stellen. Dazu gab es Lesungen und Diskussionen mit bekannten Münsteraner
Persönlichkeiten. Im Anschluss konnten sich Besucher, die mit dem Bus unterwegs
waren, die Einkäufe von freundlichen Helfern zur nächsten Haltestelle tragen lassen.
Übrigens: Seit zwei Jahren leisten die Stadtwerke Münster noch einen Beitrag zur Be-
weglichkeit im Alter . Das Unternehmen entwickelte das 60plusAbo, mit dem Menschen
jenseits der 60 für geringes Geld öffentliche Verkehrsmittel in der ganzen Region
nutzen können. Ein Angebot, das rege nachgefragt wird.
Ein neues Umspannwerk sichert die Stromversorgung im Süden von Münster
Vorausschauend geplant – technisch hochmodern umgesetzt: Ende letzten Jahres haben
die Stadtwerke das Umspannwerk Münster-Hiltrup ans Netz gebracht. Es ist das Zehnte
seiner Art in Münster und wurde für rund 3 Mio. Euro errichtet. Nötig geworden war der
Bau des neuen Umspannwerkes aufgrund des steigenden Energiebedarfs in Münsters
Süden. Hier entstanden etliche Neubaugebiete sowie ein großer Gewerbepark. Doch
die Planer der Stadtwerke hatten diese Entwicklung vorausgesehen und das Gelände
Hansestraße 50 Schritt für Schritt für das neue Umspannwerk vorbereitet. Und was
genau macht ein Umspannwerk? Es sorgt für die Verbindung unterschiedlicher Span-
nungsebenen. Denn wenn die Energie vom Kraftwerk kommt, wird sie zunächst über
Hochspannungsnetze mit 380, 220 oder 110 Kilovolt transportiert. Im Umspannwerk
wird die elektrische Energie über das 10-Kilovolt-Mittelspannungsnetz in der Stadt
verteilt und kommt dann aus unseren Steckdosen.
Wir sind bestrebt, innerhalb des zur Verfügung stehenden Spektrums
so günstig wie möglich zu kaufen und damit Vorteile für unser Unter-
nehmen und damit auch für unsere Kunden zu erzielen.“
(Hilmar Kahnt, Hauptabteilungsleiter Energiewirtschaft)
88 %
14 %
beträgt die Brennstoff-
ausnutzung der GuD-
Anlage am Hafen.
Anstieg unserer Abonnenten-
zahlen im Verkehrsbereich.
Lokale Wertschöpfung der Stadtwerke Münster 2010 in Mio. Euro
110.000 Volt
sind mit dem Umspannwerk
Hiltrup ans Netz gegangen.
25Unternehmen
Highlights 2010
Generationswechsel in der ersten Führungsebene
Über viele Jahre prägten sie die Geschicke der Stadtwerke Münster, doch im Jahr 2010
ging ihre Ära zu Ende: Vier Prokuristen und Hauptabteilungsleiter verabschiedeten sich
in den verdienten Ruhestand. Die Geschäftsführung mit Dr . Henning Müller-Tengelmann
und Dr . Andreas Hoffknecht nutzte diesen Wechsel für eine moderne, auf die Zukunft
ausgerichtete Neuorganisation der Unternehmensstruktur:
› Die beiden Hauptabteilungen Planung und Bau Netze sowie Betrieb Netze wurden zu
einer Hauptabteilung unter der Leitung von Ulrich Karl zusammengelegt. Hier wird
der komplette technische Netzservice mit Wartung, Inspektion und Instandsetzung
sämtlicher Versorgungsnetze und der Straßenbeleuchtung abgewickelt.
› Der Bereich Kaufmännische Dienste, Personal sowie der Stabsbereich Controlling
und IT fusionierten zur neuen Hauptabteilung Kaufmännische Services, Personal &
IT unter der Leitung von Dr . Thomas Haiber . Hier konzentriert sich die Verantwortung
für die internen Services mit Finanzierung, Einkauf, Personalmanagement, Cont-
rolling und Reporting sowie IT-Management und für das Rechnungswesen und die
Bilanzierung.
› Der Bereich Energiewirtschaft wurde in einer neuen Hauptabteilung unter der Leitung
von Hilmar Kahnt gebündelt. Diese untergliedert sich in die Funktionen „Projekte und
Grundsatzfragen“ und „Portfoliomanagement“. Das Team „Projekte und Grundsatz-
fragen“ entwickelt und bewertet energiewirtschaftliche Projekte gemeinsam mit den
Kollegen aus der Energieerzeugung. In 2010 z. B. wurden zahlreiche Windenergie - und
Biomasseprojekte auf Herz und Nieren geprüft und je nach Ergebnis zur Durchfüh-
rung empfohlen oder auch nicht. Das Team „Portfoliomanagement“ kümmert sich um
den Einkauf von Strom und Gas sowie die Vermarktung der eigenen Stromerzeugung.
Die erfolgreiche Arbeit der neuen Hauptabteilungen zeigt heute, wie sinnvoll der
Umbau der Unternehmensorganisation war . Die neue Führungsmannschaft ist inzwi-
schen gut aufeinander eingespielt. Durch den gemeinsamen Neustart ist eine positive
Aufbruchstimmung entstanden, mit der die Führung der Stadtwerke Münster den
Herausforderungen der Zukunft voller Optimismus entgegensieht.
Die Stadtwerke Münster haben ihre
Organisationsstrukturen optimiert und
Bereiche neu gebündelt. Gemeinsam
zieht die neue Führungsmannschaft
an einem Strang.
Kompletter technischer
Netzservice in einer
Hauptabteilung.
Hauptabteilung Energiewirt-
schaft hat 2010 zahlreiche
Erneuerbare-Energien-
Projekte geprüft.
Bündelung interner
Services in einer
Hauptabteilung.
27
Lagebericht
Geschäft und Rahmenbedingungen 28
Ertragslage 30
› Energie- und Wasservertrieb 33
› Versorgungsnetze 37
› Erzeugung 39
› Verkehr 41
› Straßenbeleuchtung 43
Finanz- und Vermögenslage 45
Mitarbeiter 49
Nachtragsbericht 51
Chancen- und Risikobericht 53
Prognosebericht 57
Durch Rundung können sich bei den
Zahlen Abweichungen ergeben.
28 Stadtwerke Münster Geschäftsbericht 2010 29Lagebericht
Geschäft und Rahmenbedingungen
Die konjunkturelle Lage wirkt sich nur
im begrenzten Maße auf die Geschäfts-
entwicklung der Stadtwerke Münster aus.
Der Lagebericht weist eine neue Struktur
auf. Er orientiert sich an unseren fünf
Geschäftsfeldern.
Geschäft und
Rahmenbedingungen
Geschäftstätigkeit und Unternehmensstruktur
Die Stadtwerke Münster sind als 100-prozentige Tochter der Stadt Münster das Unter-
nehmen zur Versorgung der Bürger mit Energie und Wasser, für den öffentlichen
Personennahverkehr und für weitere kommunale Dienstleistungen für die Bürger und
Kunden in Münster und der Region.
Die unternehmerische Tätigkeit der Stadtwerke gliedert sich in die fünf Geschäftsfelder
Energie- und Wasservertrieb, Versorgungsnetze, Erzeugung, Verkehr und Straßenbe-
leuchtung.
Im Vergleich zu den Geschäftsberichten der Vorjahre hat dieser Lagebericht eine neue
Struktur . Diese orientiert sich nicht mehr an Sparten, sondern an Geschäftsfeldern und
entspricht damit den veränderten betrieblichen Strukturen und Gegebenheiten.
Unternehmensstrategie
Die Umsatz- und Ergebnisentwicklung der Stadtwerke Münster wird in den kommenden
Geschäftsjahren wesentlich geprägt werden durch den Wegfall der KWK-Förderung für
die GuD-Anlage am Standort Heizkraftwerk Hafen ab 2011, durch die Anreizregulierung
für die Strom- und Gasnetze sowie durch eine weitere Intensivierung des Wettbewerbs
im Strom- und insbesondere im Gasmarkt als einem Teil des Wärmemarktes. Vor
diesem Hintergrund haben die Stadtwerke Münster im Jahr 2010 die Strategie 2020 mit
drei Kerninhalten entwickelt:
› Die Stadtwerke Münster sind der umfassende Infrastrukturdienstleister in der Region
Münsterland.
› Unseren Kunden bieten wir innovative kommunale Mehrwertdienste, mit denen wir
uns vom Wettbewerb deutlich abgrenzen.
› Die Stadtwerke Münster werden eine nachhaltige CO
2-Senkung sowie einen massiven
Ausbau erneuerbarer Energien in und außerhalb von Münster vorantreiben.
Für diese drei Kerninhalte der Strategie wurden entsprechende Maßnahmen und
Projekte identifiziert und in einen langfristigen Geschäftsplan überführt. Auf der Basis
dieses Geschäftsplans erwarten wir, trotz der negativen energiewirtschaftlichen
Entwicklungen, mittelfristig wieder das Ergebnisniveau der vergangenen drei bis fünf
Jahre zu erreichen. In der Anlaufphase der Projekte und Maßnahmen werden jedoch
zunächst Ergebnisrückgänge durch Finanzierungs- und Ingangsetzungsaufwendungen
zu verzeichnen sein. Die einzelnen zur Umsetzung der Strategie relevanten Projekte
werden jeweils einer intensiven Wirtschaftlichkeitsprüfung unterzogen und nur bei
positiver Prognose realisiert.
Gesamtwirtschaftliches Umfeld
Im Verlauf des Geschäftsjahres 2010 haben sich die konjunkturellen Rahmenbedingun-
gen in der Bundesrepublik Deutschland deutlicher erholt als zunächst erwartet. Das
Bruttoinlandsprodukt ist real um 3,6 Prozent gestiegen. Neben kräftigen Impulsen von
der Exportseite hat die sehr robuste Binnenkonjunktur zu diesem Wachstum beigetra-
gen. Der Auftragseingang der Industrie konnte sich in nahezu allen Bereichen spürbar
erholen. Die positive Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt hatte einen stabilisierenden
Einfluss auf das weiterhin positive Konsumentenverhalten.
Das Vertriebs- und Versorgungsgebiet der Stadtwerke Münster ist allerdings stark vom
Handels- und Dienstleistungssektor sowie von Privatkunden geprägt. Die konjunkturelle
Entwicklung wirkt sich daher grundsätzlich nur in begrenztem Maße auf die Geschäfts-
entwicklung aus. Lediglich der Absatz an unsere Industriekunden zeigt eine stärkere
Abhängigkeit von der bundesdeutschen Konjunkturentwicklung.
800.000 kWh/a
CO2-freien Strom erzeugt
unsere Windkraftanlage in
Nienberge seit 2002.
30 Stadtwerke Münster Geschäftsbericht 2010 31
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen gingen um 1,0 Mio. Euro (-2,1 Prozent) auf
45,9 Mio. Euro leicht zurück. Die darin enthaltene Konzessionsabgabe an die Stadt
Münster so wie die Stadt Drensteinfurt in Höhe von zusammen 17,8 Mio. Euro wurde voll
erwirtschaftet.
Das Finanzergebnis ging um 4,7 Mio. Euro auf 1,8 Mio. Euro zurück. Wesentliche Fakto-
ren hierfür waren – neben der geringeren Ergebnisabführung der Stadtwerke Münster
Netzgesellschaft, deren Ergebnis des vorherigen Geschäftsjahres durch einen Sonder-
effekt geprägt war – insbesondere Aufwendungen aus der nach neuem Handels recht
notwendigen Aufzinsung von Rückstellungen in Höhe von 1,8 Mio. Euro sowie die
gestiegene Verlustübernahme aus der Beteiligung an der Gemeinschaftskraftwerk
Steinkohle Hamm GmbH & Co. KG.
Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit lag mit 27,7 Mio. Euro um 1,6 Mio.
Euro (+6,2 Prozent) über dem Ergebnis des vergangenen Geschäftsjahres.
Neben der Steuerlast von insgesamt 14,5 Mio. Euro wirkte sich im Geschäftsjahr 2010
die Umstellung auf das neue Handelsrecht nach dem Bilanzrechtsmodernisierungs-
gesetz (BilMoG) ergebnisbelastend aus. Die mit dem BilMoG verbundene Neubewer-
tung von Rückstellungen spiegelt sich im außerordentlichen Ergebnis wider . Dennoch
übertrifft auch das Nachsteuerergebnis mit 11,75 Mio. Euro den Vorjahreswert von
10,1 Mio. Euro.
Das Gesamtergebnis kann damit insgesamt als zufriedenstellend bezeichnet werden,
ist allerdings wesentlich durch die Erträge aus der Zuschreibung zu den Gebäuden
unseres zentralen Betriebsgeländes geprägt.
Lagebericht
Ertragslage
Das Ergebnis kann insgesamt als
zufriedenstellend bezeichnet werden.
Die Umstellung auf das neue Handels-
recht nach dem Bilanzrechtsmoderni-
sierungsgesetz wirkte sich ergebnis-
belastend aus.
Im Bereich der laufenden operativen
Personalaufwendungen konnten Ein-
sparungen von ca. 2 % erzielt werden.
Ertragslage
Überblick über den Geschäftsverlauf
Der Jahresüberschuss des Geschäftsjahres 2010 in Höhe von 11,8 Mio. Euro übertrifft
das Vorjahresergebnis um 16 Prozent. Diese Entwicklung wurde vor allem durch eine
differenzierte Preisentwicklung auf den Energiemärkten, die positive wirtschaftliche
Entwicklung im Geschäftsfeld Verkehr sowie die Ergebnisse der Beteiligungsgesell-
schaften beeinflusst.
Die Umsatzerlöse sanken – unter anderem infolge von Preissenkungsmaßnahmen –
um 15,3 Mio. Euro (-3,1 Prozent) auf 483,7 Mio. Euro. Nach Abzug der Energiesteuern
von 32,1 Mio. Euro ergaben sich bereinigte Umsatzerlöse in Höhe von 451,6 Mio. Euro.
Die sonstigen betrieblichen Erträge lagen mit 110,6 Mio. Euro um 20,1 Mio. Euro
(+22,2 Prozent) über dem Wert des vergangenen Geschäftsjahres. Ursachen für die
Entwicklung sind insbesondere die Erträge aus der Zuschreibung zu den Buchwerten
der Gebäude des zentralen Betriebsgeländes sowie die Erträge aus der Auflösung
von Rückstellungen.
Der Materialaufwand ging um 7,1 Mio. Euro (-1,8 Prozent) auf 398,4 Mio. Euro zurück.
Neben anderen Effekten haben sich rückläufige Bezugsmengen ausgewirkt.
Die Personalaufwendungen sind im Geschäftsjahr 2010 um 4,7 Mio. Euro (+7,8 Prozent)
auf 65,0 Mio. Euro gestiegen. Infolge der rückläufigen Mitarbeiterzahl und einer gemä-
ßigten Tarifentwicklung konnten im Bereich der laufenden operativen Personalaufwen-
dungen Einsparungen von ca. 2 Prozent erzielt werden. Dieser positiven Entwicklung
standen jedoch Belastungen gegenüber . Diese ergaben sich aus den Zuführungen zu
den Rückstellungen für Altersteilzeit und Deputate sowie insbesondere für Risiken
aus einer möglichen Unterdeckung der betrieblichen Altersversorgung und damit sich
möglicherweise ergebenden Ausgleichsforderungen.
Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens
und Sachanlagen stiegen um 10,2 Prozent oder 2,8 Mio. Euro auf 30,6 Mio. Euro. Diese
im Wirtschaftsplan nicht enthaltene Steigerung ergibt sich aus der gestiegenen Be-
messungsgrundlage für die planmäßigen Abschreibungen nach der Zuschreibung auf
die Gebäude des zentralen Betriebsgeländes.
61,7 Mio. €
EBITDA 2010.
11,8 Mio. €
Jahresüberschuss 2010.
451,6 Mio. €
bereinigte Umsatzerlöse 2010.
Stromabgabe in Mio. kWh 2009 bis 2010
2009: 1.242
2010: 1.206
Umsatzerlöse Strom in Mio. Euro 2009 bis 2010
2009: 168,8
2010: 172,3
+2,0 %
-2,9 %
33Lagebericht
Ertragslage Energie- und Wasserbetrieb
Energie- und
Wasservertrieb
Das Geschäftsfeld Energie- und Wasservertrieb war im Geschäftsjahr 2010 durch eine
sehr uneinheitliche Absatzentwicklung gekennzeichnet. Im Wärmemarkt (Gas- und
Wärmevertrieb) ergaben sich deutliche Absatzsteigerungen, während beim Strom eine
geringere Menge als im Vorjahr abgesetzt wurde. Der Wasserabsatz konnte nach langen
Jahren leicht rückläufiger Mengen erstmals wieder leicht gesteigert werden.
Der Stromvertrieb musste im Segment Geschäftskunden einen Rückgang der Absatz-
menge hinnehmen. Im Segment Privatkunden konnte aufgrund der moderaten Preis-
politik die Absatzmenge nahezu konstant gehalten werden. Die gesamte Absatzmenge
sank gegenüber dem Vorjahr um rd. 2,9 Prozent. Im Februar mussten wir in unseren
Preisen vertragsgemäß Belastungen aus der gestiegenen bundesweiten EEG-Umlage
zur Förderung regenerativer Energien in Höhe von 1,0 ct/kWh an unsere Kunden
weitergeben, konnten allerdings zum November 2010 auch aufgrund leicht gesunkener
Beschaffungskosten eine Preissenkung um 0,2 ct/kWh für unsere Privatkunden durch-
führen. Insgesamt resultierte aus den Preisbewegungen des Jahres ein Anstieg der
Stromer löse in 2010 gegenüber dem Vorjahr um rd. 2 Prozent auf 172,3 Mio. Euro.
Im Segment Geschäftskunden ging der
Stromabsatz zurück. Bei den Privat-
kunden konnte die Absatzmenge nahezu
konstant gehalten werden.
Gasabgabe in Mio. kWh 2009 bis 2010
2009: 2.199
2010: 2.416
+9,9 %
Umsatzerlöse Gas in Mio. Euro 2009 bis 2010
2009: 106,2
2010: 100,8
-5,1 %
Fernwärmeabgabe in Mio. kWh 2009 bis 2010
2009: 607
2010: 684
+12,7 %
Umsatzerlöse Fernwärme in Mio. Euro 2009 bis 2010
2009: 37,7
2010: 35,7
-5,3 %
Wasserabgabe in Mio. m3 2009 bis 2010 Umsatzerlöse Wasser in Mio. Euro 2009 bis 2010
2009: 31,0
2010: 31,1
+0,3 %
2009: 15,8
2010: 15,9
+0,6 %
34 Stadtwerke Münster Geschäftsbericht 2010 35
Sehr positiv hat sich im Geschäftsjahr 2010 unser Ökostromprodukt Münster:natürlich
entwickelt. Der Absatz stieg um 38 Prozent auf 35 Mio. kWh. Unter den neu gewonnenen
Kunden sind auch mehrere große, namhafte Münsteraner Geschäftskunden. Das freut
uns besonders. Allerdings sehen wir noch deutlich mehr Potenzial für dieses Produkt.
Die Anzahl der Kunden unseres innovativen Smart-Meter-Produkts Münster:transparent
entwickelt sich momentan noch verhalten. Die bisherigen Erfahrungen zeigen aber,
dass sich über die je nach Tageszeit differenzierte Tarifierung durchaus unmittelbare
Einsparungen erzielen lassen. Von der bevorstehenden Novelle des Energiewirtschafts-
gesetzes erwarten wir mittelfristig eine stärkere Marktdurchdringung der neuen
Technologie, mit der sich auch die neuen, attraktiven Preismodelle weiterentwickeln
werden.
Der Gasvertrieb hat in allen Kundensegmenten einen Anstieg der abgesetzten Menge
erreicht. Insgesamt konnten wir den Erdgasabsatz 2010 um 9,9 Prozent erhöhen. Die
Entwicklung auf dem Wärmemarkt wird dabei wesentlich geprägt von der kalten
Witterung, ausgedrückt durch den Anstieg der Gradtagszahlen. Das ist die statistische
Kennzahl für die Entwicklung der Außentemperaturen. Die überdurchschnittlich kalte
und lang anhaltende Winterwitterung zum Jahresbeginn 2010 schlug sich in einer
höheren Erdgasnachfrage nieder . Zum November 2010 war aufgrund ölpreisbedingt
gestiegener Beschaffungskosten eine leichte Preiserhöhung von ca. 0,2 ct/kWh er-
forderlich. Im Jahresdurchschnitt ergab sich hingegen für unsere Privatkunden eine
Preissenkung um ca. 0,9 ct/kWh im Vergleich zum Durchschnittspreis des Vorjahres.
Im Ergebnis sanken die Umsatzerlöse gegenüber dem Vorjahr um 5,1 Prozent auf
100,8 Mio. Euro.
Auch im Gasmarkt sind die Auswirkungen der Liberalisierung und des Wettbewerbs
durch andere Anbieter im Gebiet der Stadt Münster festzustellen. Es wird zunehmend
schwieriger, die hohen Marktanteile der Vergangenheit zu halten. Diese Entwicklung
konnte auch durch eigene Lieferungen in fremde Netze nicht kompensiert werden.
Der Absatz unseres Ökostromangebots
hat sich positiv entwickelt.
Fernwärmevertrieb: insgesamt deutli-
che Mengensteigerungen bei sinkenden
Umsatzerlösen.
Die abgesetzte Gasmenge ist in allen
Segmenten gestiegen.
Die abgesetzte Wassermenge stieg
geringfügig.
Lagebericht
Ertragslage Energie- und Wasserbetrieb
Der Fernwärmevertrieb war ebenfalls durch eine insgesamt positive Mengenentwick-
lung geprägt, die sich jedoch differenziert darstellt. Im Bereich der Privatkunden waren
leichte Mengenrückgänge festzustellen, u. a. durch verstärkte Wärmedämmung, die in
Verbindung mit den gesunkenen Durchschnittspreisen zu einem Umsatzrückgang von
rd. 20 Prozent in diesem Segment geführt haben. Dagegen wurden die abgesetzten
Mengen im Bereich Geschäftskunden und Thermokonzept-Anlagen gesteigert. Hier-
durch konnte der Rückgang bei den Privatkunden mehr als kompensiert werden, so-
dass sich in Summe eine Mengensteigerung von rd. 12,7 Prozent ergab. Bei insgesamt
deutlich rückläufigen Durchschnittspreisen aufgrund einer spürbaren Preissenkung
im Herbst 2009 sanken die Umsatzerlöse im Wärmevertrieb trotzdem gegenüber dem
Vorjahr um 5,3 Prozent auf 35,7 Mio. Euro.
Im Wasservertrieb stieg die abgesetzte Menge nach einer mehrjährig sinkenden Ten-
denz erstmals wieder leicht um ein knappes Prozent oder 120.000 m
3 an. Bei unverän-
derten Preisen erhöhten sich die Umsatzerlöse entsprechend geringfügig um knapp
100.000 Euro auf 31,1 Mio. Euro.
Netzlängen 2009 bis 2010
2010 2009
km km
Strom 3.473 3.459
Gas 864 859
Wärme 100 99
Wasser 1067 1056
Summe 5.504 5.473
Anzahl der Hausanschlüsse 2009 bis 2010
2010 2009
Stück Stück
Strom 58.351 57.801
Gas 34.696 34.394
Wärme 2.912 2.816
Wasser 51.914 51.434
Summe 147.873 146.445
37
Versorgungsnetze
Der Ausbau der verschiedenen Versorgungsnetze war im Geschäftsjahr 2010 erneut
ein Schwerpunkt der Investitionen der Stadtwerke. Insgesamt wurden im abgelaufenen
Geschäftsjahr 6,4 Mio. Euro in die Leitungsnetze, Hausanschlüsse und zugehörigen
Anlagen investiert.
Die Erlöse und betrieblichen Erträge im Geschäftsfeld Versorgungsnetze stiegen im
Geschäftsjahr 2010 um 2,2 Mio. Euro oder 4,2 Prozent. Demgegenüber erhöhten sich
die betrieblichen Aufwendungen um 3,0 Mio. Euro bzw.10 Prozent überproportional.
Dieser negativen Ergebnisentwicklung in dem zentralen Geschäftsfeld Versorgungs-
netze, für das aufgrund des vorliegenden Entwurfs des Energiewirtschaftsgesetzes
sowie der begleitenden Aktivitäten der Regulierungsbehörden mittelfristig eine weitere
Verschlechterung der Ertragslage zu erwarten ist, werden die Stadtwerke Münster in
den kommenden Jahren durch geeignete Kostensenkungsmaßnahmen und Dienstleis-
tungsakquise entgegenwirken.
Lagebericht
Ertragslage Versorgungsnetze
Stromerzeugung in Mio. MWhel 2009 bis 2010
2009: 505.023
2010: 500.740
-0,8 %
Fernwärmeerzeugung in Mio. MWhth 2009 bis 2010
2009: 672.534
2010: 769.940
+14,5 %
Trinkwassergewinnung in Tm3 2009 bis 2010
2009: 11.681
2010: 12.451
+6,6 %
39
Investitionen in Heißwassererzeuger im
Heizkraftwerk Hafen sichern Wärme-
erzeugung zusätzlich ab.
Erzeugung
Im Geschäftsfeld Erzeugung werden unsere Strom- und Wärmeerzeugung sowie Was-
sergewinnung zusammengefasst. Mit Blick auf die Investitionen des Geschäftsjahres
2010 ist insbesondere der Heißwassererzeuger in der GuD-Anlage am Standort Hafen
von großer Bedeutung. Mit diesem Heißwassererzeuger wird die Wärmeerzeugung am
Standort Hafen auch für einen möglichen Störungsfall abgesichert.
Die Erlöse und betrieblichen Erträge in der Erzeugung gingen insbesondere aufgrund der
Preisentwicklung in der Direktvermarktung für Strom um 12,7 Mio. Euro bzw. 13,4 Pro-
zent zurück. Demgegenüber konnten die betrieblichen Aufwendungen um 15,3 Mio. Euro,
das entspricht 19,4 Prozent, gesenkt werden. Damit konnte das Geschäftsfeld Erzeugung
eine deutliche Ergebnisverbesserung von 2,1 Mio. Euro, d. h. um 18,1 Prozent, erreichen.
Lagebericht
Ertragslage Erzeugung
Abonnements in Stück 2009 bis 2010
2009: 23.822
2010: 27.236
+14,3 %
Umsatzerlöse in Mio. Euro 2009 bis 2010
2009: 24,5
2010: 27,3
+11,4 %
41
Der operative Kostendeckungsgrad kann
als zufriedenstellend bezeichnet werden.
Die Fahrgastzahlen haben sich wieder
stabilisiert. Deutlich gestiegen sind die
Abo-Kundenzahlen.
Verkehr
Im Geschäftsjahr 2010 lag ein Schwerpunkt unserer Aktivitäten im Bereich der Abo-
Kunden, deren Anzahl wir in der Folge weiter erhöhen konnten. Für Schüler wurde
das GoCard-Abo neu geschaffen. Es ersetzt das bisherige Schulwegticket und verfügt
über einen zeitlich und räumlich erweiterten Geltungsbereich. Bereits nach wenigen
Wochen haben mehr als 90 Prozent der bisherigen Schulwegticket-Inhaber das Ange-
bot des GoCard-Abos angenommen.
Die weiteren bestehenden Abo-Angebote, insbesondere das 9.00-Uhr-Abo und das
Firmen-Abo, verzeichnen ebenfalls einen deutlichen Anstieg der Kundenzahlen.
Außerdem hat sich insbesondere der Beschluss des Rates der Stadt Münster vom
7. Juli 2010 zur Einführung des sogenannten Münsterpasses ausgewirkt. In der zweiten
Jahreshälfte war ein Anstieg der Abo-Kundenzahl um rd. 14,3 Prozent zu verzeichnen.
Die Fahrgastzahlen haben sich nach dem deutlichen Rückgang im Jahr 2009 im Ge-
schäftsjahr 2010 mit einem leichten Anstieg von 0,9 Prozent wieder stabilisiert. Im ab-
gelaufenen Geschäftsjahr 2010 haben 32,2 Mio. Fahrgäste unsere Busse genutzt. Diese
Entwicklung wird wesentlich getragen vom Erfolg der verschiedenen Abo-Angebote
sowie von der weiterhin positiven Entwicklung des Semestertickets.
Die Betriebsleistung stieg um 1,9 Prozent auf 8,9 Mio. Wagen-km. Dafür wurden ins-
gesamt 171 Busse (114 Gelenkbusse und 57 Solo-Busse) eingesetzt. Hiervon waren
57 Busse von Vertragspartnern im Auftrag der Stadtwerke unterwegs.
Die Umsatzerlöse des Verkehrsbetriebs stiegen im Geschäftsjahr 2010 um 2,8 Mio.
Euro oder 11,4 Prozent auf 27,3 Mio. Euro. Dazu haben neben den gestiegenen Erlösen
aus Fahrkartenverkäufen insbesondere auch die Umsatzerlöse aus Dienstleistungen
an andere Verkehrsbetriebe beigetragen. Demgegenüber war ein Anstieg der Treib-
stoffkosten um 0,9 Mio. Euro (+31 Prozent) sowie der Aufwendungen für von Dritten
erbrachte Fahrleistungen um 1,1 Mio. Euro (+7,9 Prozent) zu verzeichnen. Die positive
Entwicklung der Umsatzerlöse, die gegenläufigen Kostensteigerungen für Treibstoffe
und bezogene Leistungen sowie die positiven Auswirkungen der in den Vorjahren
begonnenen und fortgesetzten Kostensenkungsmaßnahmen ergeben einen operativen
Kostendeckungsgrad, der weiterhin als zufriedenstellend bezeichnet werden kann.
Lagebericht
Ertragslage Verkehr
Anzahl Leuchten 2009 bis 2010
2009: 26.858
2010: 26.954
+0,4 %
Umsatzerlöse in Mio. Euro 2009 bis 2010
2009: 5,1
2010: 5,3
+3,9 %
43
Am Hafenplatz in Münster testen wir
energiesparende LED-Leuchten.
Straßenbeleuchtung
In dem Geschäftsfeld Straßenbeleuchtung werden die Aktivitäten der Stadtwerke
Münster in der öffentlichen Straßenbeleuchtung sowie Dienstleistungen gegenüber
Dritten abgebildet. Ein wesentlicher Schritt in der Entwicklung dieses Geschäftsfeldes
war der Erwerb der Straßenbeleuchtungsanlagen von der Stadt Münster vor wenigen
Jahren. Umweltschutz und Ressourcenschonung stehen auch in diesem Geschäftsfeld
im Vordergrund. So sind seit Ende des Geschäftsjahres 2010 auf dem Hafenplatz
moderne LED-Leuchten installiert. An diesem frequentierten Platz testen die Stadt-
werke Münster diese neue, energiesparende Technik.
Die Umsatzerlöse des Geschäftsfeldes Straßenbeleuchtung konnten im Geschäftsjahr
2010 leicht um rd. 0,2 Mio. Euro (+3,9 Prozent) auf 5,3 Mio. Euro gesteigert werden. Die
betrieblichen Aufwendungen blieben dagegen nahezu konstant, sodass sich das Ergeb-
nis vor Kapitaldienst um rd. 0,1 Mio. Euro (+5,7 Prozent) verbesserte.
26.954 Leuchten im Gebiet der Stadt Münster .
Lagebericht
Ertragslage Straßenbeleuchtung
45
Finanz- und Vermögenslage
Kapitalausstattung/Finanzierung
Die Rücklagen der Stadtwerke Münster wurden aus dem im Geschäftsjahr 2010 erwirt-
schafteten Ergebnis um 4,9 Mio. Euro aufgestockt. Dies stellt einen wichtigen Beitrag
zur Finanzierung der künftigen Projekte dar, die der im Jahr 2010 verabschiedeten
Strategie der Stadtwerke Münster zugrunde liegen. Zugleich dienen die Rücklagen der
Sicherung zukünftiger Ausschüttungspotenziale an die Gesellschafterin Stadt Münster .
Das Eigenkapital der Stadtwerke Münster erhöhte sich um 10,6 Mio. Euro (+6,6 Prozent)
auf 171,3 Mio. Darin enthalten ist auch die Umgliederung der Rückstellungen für die
Instandhaltung der GuD-Anlage in die Gewinnrücklagen in Höhe von 5,3 Mio. Euro. Die
Umgliederung der Rückstellungen geschah in Anwendung der Übergangsvorschriften
auf das neue Bilanzrecht (BilMoG), Art. 67 Abs. 3 Satz 1 EGHGB.
Die zum 1. Januar 2010 vorgeschriebene erstmalige Anwendung der neuen handels-
rechtlichen Bewertungsvorschriften nach dem Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz
(BilMoG) führte in Summe zu einer Erhöhung der Rückstellungen für Pensionen,
Deputate, Altersteilzeit etc. um rd. 1,4 Mio. Euro. Die sich aus dieser neuen Bewertung
ergebenden Aufwendungen und Erträge werden im außerordentlichen Ergebnis gezeigt.
Im Geschäftsjahr 2010 endete das Gerichtsverfahren eines Erdgaskunden gegen die
Stadtwerke Münster, in dem die Preisanpassungsklausel in unseren Erdgas-Privatkun-
den-Sonderverträgen angegriffen wurde, mit einem für uns leider negativen Ergebnis.
Dies haben die Stadtwerke zum Anlass genommen, allen betroffenen Kunden ein mit
der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen abgestimmtes und von dieser empfoh-
lenes Vergleichsangebot vorzulegen. Das Angebot fand bei einer großen Mehrheit der
Kunden ein positives Echo und wurde bis zum Zeitpunkt der Aufstellung der Bilanz von
über 90 Prozent angenommen. In Höhe der erwarteten Vergleichszahlungen an Kunden
wird die dafür gebildete Rückstellung fortgeführt.
Die weiterhin sehr schwankende Preisbildung an den Energiemärkten ermöglicht es
den Wettbewerbern am Gasmarkt, sich tagesaktuell zu deutlich günstigeren Konditio-
nen einzudecken, als dies in der längerfristig orientierten Beschaffung der Stadtwerke
mit der dort zugrunde liegenden Preisbindung an den Preisindex für leichtes Heizöl
(HEL-Index) gegeben ist. Diesem Risiko ebenso wie analogen Risiken im Strommarkt
haben die Stadtwerke Münster durch die Bildung von Drohverlustrückstellungen Rech-
nung getragen.
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sanken durch planmäßige Tilgungen
im Geschäftsjahr 2010 um 7,6 Mio. Euro auf 55,7 Mio. Euro.
Rücklagen stellen einen wichtigen Beitrag
zur Finanzierung künftiger Projekte dar .
Die Risiken volatiler Preise an den Ener-
giemärkten werden aktiv gemanagt.
Lagebericht
Finanz- und Vermögenslage
46 Stadtwerke Münster Geschäftsbericht 2010 47
Auf Basis einer Neubewertung der
Beteiligung am Gemeinschaftskraftwerk
Hamm ergab sich eine außerplanmäßige
Abschreibung.
Die Finanz- und Vermögenslage bietet
weiterhin eine wirtschaftlich gute Basis
für die gesunde Entwicklung des Ge-
schäfts der Stadtwerke Münster .
Die Gebäude des zentralen Betriebsge-
ländes wurden durch ein Ertragswert-
gutachten aktuell bewertet.
Zwei Windkraftanlagen wurden in den
Anlagenbestand übernommen.
Vermögen
Die Vermögenslage der Stadtwerke Münster war auch im Geschäftsjahr 2010 von der
Entwicklung des Anlagevermögens geprägt. Dieses stieg um 10,3 Mio. Euro (+3,6 Prozent)
gegenüber dem Vorjahr an und erreichte damit einen Anteil von 63,5 Prozent an der Bi-
lanzsumme. Die Buchwerte des Sachanlagevermögens einschließlich der immateriellen
Vermögensgegenstände erhöhten sich nur geringfügig um 1,1 Mio. Euro (+0,5 Prozent).
Die Gebäude des zentralen Betriebsgeländes wurden durch ein Ertragswertgutachten
aktuell bewertet. Aus dieser Bewertung ergibt sich aufgrund des handelsrechtlichen
Wertaufholungsgebots eine Rücknahme der in den Geschäftsjahren 2004 und 2005
durchgeführten außerplanmäßigen Abschreibungen. Als Folge dieser Zuschreibung und
der korrespondierenden planmäßigen Abschreibungen erhöhte sich der Buchwert der
Bilanzposition Grundstücke und Bauten um 7,4 Mio. Euro (+10,6 Prozent).
Der Buchwert der Finanzanlagen stieg um 9,2 Mio. Euro (+15,1 Prozent) auf 69,7 Mio.
Euro. Die Entwicklung der Finanzanlagen wird geprägt durch die Beteiligung an meh-
reren Projekten im Bereich der regenerativen Energien auf gesellschaftsrechtlicher
Ebene. Mit dem Erwerb der Energiepark Detmold GmbH & Co. WP DT KG wurden über
diese Beteiligung zwei zum Jahreswechsel 2010/2011 errichtete Windkraftanlagen in
den Anlagenbestand der Stadtwerke aufgenommen. Im Geschäftsjahr 2010 wurde eine
Beteiligung an der Green Gecco GmbH & Co. KG erworben, die ebenfalls Projekte zum
Ausbau regenerativer Energien realisieren wird. In einem ersten Schritt wurde über
diese Gesellschaft eine Beteiligung an der An Suidhe Windfarm Ltd. erworben, die ein
Onshore-Windenergieprojekt an der schottischen Küste realisiert. An die 100-prozentige
Tochtergesellschaft Stadtwerke Münster Neue Energie GmbH wurden Darlehen zur
Finanzierung verschiedener Fotovoltaikprojekte im Stadtgebiet Münster vergeben,
die die über Bürgerbeteiligungen eingeworbenen Mittel ergänzen. Die im Geschäftsjahr
2010 verabschiedete Strategie der Stadtwerke, die einen Schwerpunkt im Ausbau der
regenerativen Energien setzt, hat die Entwicklung des Anlagevermögens – insbesondere
der Finanzanlagen – deutlich geprägt.
Die Beteiligung an der Gemeinschaftskraftwerk Steinkohle Hamm GmbH & Co. KG
wurde aufgrund eines vorliegenden Gutachtens zum Bilanzstichtag neu bewertet.
Aufgrund eines im Jahr 2010 gefassten Ratsbeschlusses der Stadt Münster waren die
Stadtwerke gehalten, die Rahmenbedingungen für einen potenziellen Verkauf dieser
Beteiligung zu prüfen, soweit dieser zu wirtschaftlich vertretbaren Ergebnissen mög-
lich ist. Zur Vorbereitung dieses Verkaufsprozesses haben die Stadtwerke ein Bewer-
tungsgutachten beauftragt. Für dieses Gutachten wurden die aktuellen Erwartungen
zur Entwicklung der Preise an den Energiemärkten – insbesondere die der Strom -
preise – sowie die Bezugskosten für den einzusetzenden Energieträger Steinkohle und
die daraus über die Laufzeit der Beteiligung abgeleiteten Zahlungsströme zugrunde
gelegt. Auf dieser Basis ergibt sich eine außerplanmäßige Abschreibung auf die Betei-
ligung.
Die Vorräte gingen um 0,3 Mio. Euro (-4,8 Prozent) auf 6,3 Mio. Euro zurück. Die Zugänge
zu den Lagermaterialien und Ersatzteilen für unsere Erzeugungsanlagen wurden kom-
pensiert vom Ausweis der unfertigen Leistungen. Diese sind nunmehr in den sonstigen
Vermögensgegenständen enthalten.
Die Wertpapiere des Umlaufvermögens verminderten sich um 7,0 Mio. Euro (-9,1 Prozent),
die liquiden Mittel um 5,8 Mio. Euro (-48,9 Prozent) auf nunmehr 6,0 Mio. Euro. Diese
Entwicklung zeigt zum einen den gestiegenen Finanzierungsbedarf unserer verschie-
denen Projekte, korrespondiert zum anderen mit der weiteren konsequenten Rückfüh-
rung der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten.
Die Finanz- und Vermögenslage bietet weiterhin eine wirtschaftlich gute Basis für die
gesunde Entwicklung des Geschäfts der Stadtwerke Münster . Dies gilt insbesondere
mit Blick auf die im Rahmen der neuen Strategie angestrebten mittel- und längerfris-
tigen Ziele.
+ 3,6 %
Lagebericht
Finanz- und Vermögenslage
Entwicklung des
Anlagevermögens.
Personalentwicklung: Vollzeitbeschäftigte 2009 bis 2010
2009: 842
2010: 856
+1,7 %
Personalentwicklung: Teilzeitbeschäftigte 2009 bis 2010
2009: 97
2010: 95
-2,1 %
49Lagebericht
Mitarbeiter
Mitarbeiter
Der gesamte Personalaufwand des Unternehmens wird bestimmt von den laufenden
operativen Personalkosten sowie den Aufwendungen für Vorsorgerückstellungen.
Die laufenden Personalkosten sind bei rückläufiger Mitarbeiterzahl und gemäßigter
Tarifentwicklung insgesamt zurückgegangen. Die Aufwendungen und Erträge aus der
Umstellung der Bewertung dieser Vorsorgerückstellungen auf die neuen handelsrecht-
lichen Vorschriften nach dem Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz werden im außeror-
dentlichen Ergebnis gezeigt.
Die Organisationseinheit Hausanschlussteam mit zwölf Mitarbeitern wurde im Ge-
schäftsjahr 2010 in die Stadtwerke Münster Netzgesellschaft ausgegliedert. Anlass
war neben der Umsetzung energierechtlicher Vorschriften eine weitere betriebliche
Optimierung.
50 Stadtwerke Münster Geschäftsbericht 2010 51Lagebericht
Nachtragsbericht
Ausbildung und Qualifizierung
Die Mitarbeiter sind ein wesentlicher wertbestimmender Faktor für die Stadtwerke
Münster, die sich dem Leitsatz verpflichtet haben, einfach näher am Kunden zu sein.
Ihre Leistungsfähigkeit, Motivation und Identifikation mit dem Unternehmen Stadtwerke
Münster werden wesentlich gefördert und unterstützt durch die Unternehmenskultur,
das Gesundheitsmanagement und die unternehmensinterne Aus- und Weiterbildung.
Zur Förderung eines regelmäßigen gegenseitigen Austauschs über die Unternehmens-
kultur, die prägenden Werte und die angestrebten Verhaltensweisen sind Kommuni-
kationsplattformen über die verschiedenen Führungsebenen eingerichtet worden. Im
Dialog wird hier ein gemeinsames Verständnis zentraler Themen erarbeitet, z. B. die
Ausgestaltung der Projektkultur im Unternehmen.
Die Leistungsfähigkeit und Leistungsbereitschaft der Mitarbeiter werden weiterhin
durch ein prämiertes betriebliches Eingliederungsmanagement, durch flexible Mög-
lichkeiten der Teilzeitbeschäftigung und Telearbeit sowie durch einen weit gesteckten
Rahmen zur Arbeitszeitflexibilität gefördert. Diese Aspekte haben auch dazu beige-
tragen, dass die Stadtwerke im Geschäftsjahr 2010 erneut als familienfreundliches
Unternehmen ausgezeichnet wurden.
Der Austausch mit den Stadtwerken Osnabrück im Rahmen der Kooperation
KOSMOS2020 schafft Synergien in der Personalarbeit. Instrumente und Prozesse
für die Personalarbeit werden in gemeinsamen Projekten modernisiert. Ein gemein-
samer Weiterbildungskatalog für beide Unternehmen fördert den Erfahrungsaus -
tausch über das eigene Unternehmen hinaus und erhöht die Auslastung der Seminare.
Kaufmännische Auszubildende beider Unternehmen nutzen die Kooperation, um für
einen Zeitraum von zwei Monaten die Prozesse und Arbeitsabläufe des jeweils anderen
Stadtwerke-Unternehmens kennenzulernen.
Der Kommunikation über die Unternehmensgrenzen hinaus wird auch durch die Zu-
sammenarbeit mit anderen Institutionen in Münster gefördert. Als echtes Münsteraner
Unternehmen legen die Stadtwerke darauf viel Wert. Eine Kooperation mit der Univer-
sität Münster ebenso wie mit einer Vielzahl von Schulen in der Stadt öffnet interessierten
Jugendlichen und jungen Erwachsenen die Möglichkeit, unser Unternehmen als
Praktikant kennenzulernen sowie eine Diplomarbeit oder eine Bachelor- bzw. Master-
thesis zu schreiben. Theorie und Praxis werden hier auf naheliegende und nutzbrin-
gende Weise miteinander verknüpft.
Nachtragsbericht
Nach Ende des Geschäftsjahres 2010 sind bis heute keine Ereignisse von wesentlicher
Bedeutung für die Stadtwerke Münster eingetreten.
Die Stadtwerke haben das Audit berufund-
familie erneut erfolgreich durchlaufen
und wurden wieder als familienorientiertes
Unternehmen ausgezeichnet.
Schüler haben daneben die Möglichkeit, sich allgemein über Berufsbilder oder spezielle
Ausbildungsberufe zu informieren.
Im Geschäftsjahr 2010 wurden insgesamt 40 Auszubildende bei den Stadtwerken
Münster für ihren Beruf ausgebildet, davon 13 für kaufmännische Berufe sowie im
dualen Studium zum Betriebswirt/zur Betriebswirtin VWA/BA und 27 für gewerbliche
Berufe.
Ausbildungsberufe bei den Stadtwerken Münster
› Industriekaufmann/Industriekauffrau
› Betriebswirt/-in (VWA)/Bachelor of Arts
› Elektroniker/-in für Betriebstechnik
› Anlagenmechaniker/-in für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik
› Kfz-Mechatroniker/-in (Fachrichtung Pkw-Technik)
› Rohrleitungsbauer/-in
› Kauffrau/Kaufmann für Bürokommunikation
› Fahrzeuglackierer/-in
› Mechatroniker/-in
53Lagebericht
Chancen- und Risikobericht
Chancen- und Risikobericht
Risikomanagement
Auf Grundlage des Gesetzes zur Kontrolle und Transparenz im Unternehmensbereich
(KonTraG) werden nach dem bei den Stadtwerken Münster eingesetzten Risikomanage-
mentsystem bestehende und potenzielle Risiken beurteilt und bewertet. Sämtliche den
Fortbestand des Unternehmens gefährdenden Entwicklungen sollen frühzeitig erkannt
werden, um rechtzeitig notwendige Gegenmaßnahmen einleiten zu können. Bestand-
teil des Systems sind regelmäßige und koordinierte Informationsflüsse zwischen den
Unternehmensbereichen und der Geschäftsführung. Die operativen Beteiligungsge-
sellschaften sind in dieses Informations- und Kontrollsystem eingebunden.
Das für das Geschäftsjahr 2010 vorliegende, aktualisierte Risikoinventar beinhaltet
zunächst die im Vorjahresbericht benannten, identifizierten und analysierten Risiken
und berücksichtigt im Weiteren die aktuell erkannten Risiken, die nach Einschätzung
der verantwortlichen Führungskräfte ein konkretes Risikopotenzial für die Stadtwerke
Münster darstellen.
Die aktuelle Risikoanalyse bewertet sowohl die für das laufende Geschäftsjahr 2011
benannten Risiken als auch die weiteren, mittelfristig erkennbaren Risiken. Schwer-
punkte in der vorliegenden Risikobeurteilung waren zudem die Risiken, die sich aus
den sprunghaften Preisentwicklungen auf den internationalen Energiemärkten und
deren Folgen für die Beschaffungs- und Verkaufspreise der Stadtwerke Münster
ergeben. Ein weiterer Schwerpunkt der Betrachtung ist die Entwicklung der Recht-
sprechung zur Gültigkeit von Preisgleitklauseln.
54 Stadtwerke Münster Geschäftsbericht 2010 55
Darstellung wesentlicher Einzelrisiken
Für die Stadtwerke Münster als Energieversorgungs- und Energieerzeugungsunter-
nehmen stellen die stark schwankenden Preise auf den Energiemärkten einen wesent-
lichen Risikobereich dar, der einer laufenden Risikosteuerung bedarf.
Zur Steuerung besonders dieser Risiken haben die Stadtwerke eine Risikohandels-
richtlinie erarbeitet, die zu Anfang des Geschäftsjahres 2010 durch den Aufsichtsrat
verabschiedet wurde. In ihr werden die Rahmenbedingungen sowie die Verantwort-
lichkeiten und Zuständigkeiten im Energiehandel klar definiert. Der Aufbau spekulativer
Positionen im Energiehandel ist ausgeschlossen. Aufgrund der Unternehmensphiloso-
phie der Stadtwerke Münster steht die Risikoreduzierung im Fokus. Die Richtlinie wird
laufend an die dynamische Entwicklung auf den Energiemärkten angepasst.
Im Laufe des Geschäftsjahres 2010 wurden die Weichen mit der Umstrukturierung des
Bereichs Energiewirtschaft gestellt und ein Team Portfoliomanagement aufgebaut.
Dieses hat mit Beginn des neuen Geschäftsjahres 2011 seine Tätigkeit aufgenommen
und wird die Prozesse und Systeme in der Energiebeschaffung anpassen. Der Ende des
folgenden Geschäftsjahres 2012 auslaufende Gasbezugsvertrag wird durch eine struk-
turierte Beschaffung auf Basis aktueller Marktpreise ersetzt werden.
Die Tätigkeiten des Teams Portfoliomanagement, also der Energiehandel, werden im
Rahmen der Richtlinie durch einen Risikocontroller, der den Energiehandel eng beglei-
tet, sowie durch ein Risikokomitee ergänzt. In diesem Risikokomitee sind neben der
Geschäftsführung auch die Führungskräfte und Fachkräfte der betroffenen Bereiche
vertreten. Das Risikokomitee tritt in 14-täglichem Rhythmus zusammen, berät den
Stand des Portfolios sowie die künftige Entwicklung auf den Energiemärkten und gibt
jeweils aktuelle Rahmenbedingungen für den Energiehandel vor .
Ein weiterer wesentlicher Risikobereich sind die aktuellen sowie die zu erwartenden
Vorgaben der Regulierungsbehörden für die Tätigkeiten der Stadtwerke Münster als
Netzeigentümer und über ihre Tochtergesellschaft Stadtwerke Münster Netzgesell-
schaft mbH als Netzbetreiber . Hier sind nicht nur mittelfristig, sondern auch kurzfristig
erhebliche neue Risiken zu erwarten. Die Regulierungsbehörden greifen aufgrund
immer detaillierterer Datenabfragen teilweise sehr restriktiv in das betriebliche Ge-
schehen ein. Die Stadtwerke Münster gehen jedoch davon aus, dass der Umfang der in
der Vergangenheit gebildeten Risikovorsorge auch unter den geänderten Bedingungen
weiterhin ausreichend dotiert ist.
Gesamtrisiko
Die Risiken wurden sowohl einzeln als auch kumulativ bewertet und werden nicht als
bestands- oder entwicklungsgefährdend eingeschätzt.
Chancen
Die Chancen, die die Stadtwerke Münster in ihren Tätigkeitsfeldern sehen und in den
nächsten Jahren umsetzen wollen, werden im folgenden Prognosebericht dargestellt.
Die Stadtwerke Münster haben eine
Risikohandelsrichtlinie erarbeitet, die
laufend an die dynamische Entwicklung
auf den Energiemärkten angepasst wird.
Ein Team Portfoliomanagement über-
nimmt den Energiehandel, begleitet
von einem Risikocontroller und einem
Risikokomitee.
Ein wesentlicher Risikobereich für die
Stadtwerke Münster sind die aktuellen
sowie die zu erwartenden Vorgaben der
Regulierungsbehörden.
Lagebericht
Chancen- und Risikobericht
57Lagebericht
Prognosebericht
Im Bereich der regenerativen Energieer-
zeugung werden zahlreiche Projekte auf
ihr technisches Potenzial und hinsichtlich
ihrer Wirtschaftlichkeit geprüft.
Die Förderung der Elektromobilität und
die Entwicklung einer Kundenkarte mit
zahlreichen Funktionen (PlusCard) sind
wichtige kommende Maßnahmen.
Prognosebericht
Künftige Ausrichtung der Stadtwerke Münster
Die Stadtwerke Münster werden auch im Jahr 2011 über ihr Investitionsprogramm eine
hohe Qualität der Versorgung der Münsteraner Bevölkerung mit Energie, Wasser und
Verkehrsdienstleistungen sicherstellen. Der Investitionsplan für 2011 hat ein Volumen
von 98 Mio. Euro.
Auf der Grundlage der Strategie 2020 werden im Bereich der regenerativen Energieer-
zeugung zahlreiche Projekte, insbesondere im Bereich Windenergie (On- und Offshore)
und Fotovoltaik, auf ihr technisches Potenzial und hinsichtlich ihrer Wirtschaftlichkeit
intensiv geprüft. Konkret analysieren und bewerten Experten der Stadtwerke Münster
gegenwärtig die technischen und finanziellen Faktoren einer möglichen Beteiligung
an einem Offshore-Windkraftpark in der Nordsee. Darüber hinaus wird die Errichtung
einer Windkraftanlage vor Ort, in einem Außenbereich der Stadt Münster, detailliert
geprüft.
Im Rahmen der Beteiligung der Stadtwerke Münster an der Green Gecco GmbH & Co. KG
werden ebenfalls regelmäßig neue regenerative Erzeugungsprojekte in ganz Europa
gemeinsam mit den Partnern in dieser Gesellschaft untersucht und auf Machbarkeit
geprüft. Der erste gemeinsame Onshore-Windpark an der schottischen Küste namens
An Suidhe ist inzwischen ans Netz gegangen.
Für unsere Kunden sowohl in den Geschäftsfeldern Energie- und Wasservertrieb als
auch Verkehr entwickeln wir in einem innovativen Projekt eine elektronische Kunden-
karte, die neue Stadtwerke PlusCard. Hierfür haben die Stadtwerke Münster aufgrund
des in Deutschland bislang einmaligen Konzepts Förderzusagen sowohl des Landes
Nordrhein-Westfalen als auch der Bundesrepublik Deutschland erhalten. Diese decken
einen signifikanten Teil der Investitionskosten ab. Das Projekt ist in die Umsetzungs-
phase gestartet. Die neue Karte soll unseren Kunden mit ihren zentralen Funktionen
bereits Anfang des kommenden Jahres zur Verfügung stehen und bis Mitte 2012 mit
vollem Leistungsumfang angeboten werden.
Entsprechend der neuen Strategie 2020 mit der Zielsetzung, der umfassende Infra-
strukturdienstleister in der Region Münsterland zu werden, haben sich die Stadtwerke
Münster im Bereich Netze in zwei Konzessionsverfahren in der Region Münsterland als
strategischer Partner der jeweiligen Kommunen für den zukünftigen Betrieb der loka-
len Strom- bzw. Gasnetze beworben. Sollten die Stadtwerke Münster in diesen Verfahren
erfolgreich sein, sind im Jahr 2011 und in den Folgejahren auch in diesem Bereich
signifikante Investitionsbeträge zu erwarten.
Im Verkehrsbereich möchten die Stadtwerke Münster ab dem Jahr 2011 in einem auf
drei Jahre angelegten Projekt zudem zur Förderung der Elektromobilität den Einsatz
eines reinen Elektrobusses testen. Dazu haben sich die Stadtwerke für die Teilnahme
an einem öffentlich geförderten Innovationsprojekt in Zusammenarbeit mit der renom-
mierten RWTH Aachen beworben. Dabei wird eine ausgewählte Buslinie in Münster
mit der erforderlichen, logistisch wie technisch anspruchsvollen Ladeinfrastruktur
(Stromtankstellen) auszustatten sein. Zudem wurde der Fuhrpark der Stadtwerke in
2010 mit zwei Elektroautos sowie fünf Elektrorollern ausgestattet, um Praxiserfahrungen
mit dieser neuen Technologie zu sammeln.
58 Stadtwerke Münster Geschäftsbericht 2010 59
Prognose 2011
Die Ergebnisentwicklung des ersten Quartals 2011 war zum einen geprägt von einer
verhältnismäßig milden Witterung mit Gradtagszahlen, die um ca. 11 Prozent unterhalb
des entsprechenden Vorjahresquartals lagen. Zum anderen gab es nach der Katastro-
phe von Fukushima einen deutlichen Strompreisanstieg am Großhandelsmarkt.
Im Wärmemarkt (Gas- und Wärmevertrieb) waren die abgesetzten Mengen witte-
rungsbedingt rückläufig. Durch den konsequenten klimaschutzorientierten Ausbau
des Geschäftsbereichs Fernwärme konnten im Gegenzug aber zusätzliche Wärme-
kunden gewonnen werden, sodass der Absatz hier lediglich unterproportional um
6 Prozent zurückging.
Die Atomkatastrophe im japanischen Fukushima hat die Diskussion um den Atom-
ausstieg in Deutschland neu entfacht. Durch Energieerzeugung im GuD-Kraftwerk
am Hafen und in Erneuerbare-Energien-Anlagen (EEG-Anlagen) unterstützen die
Stadtwerke Münster bereits seit Längerem den Umbau zu einer umweltfreundlichen
Energieerzeugung. Die Stromerzeugung aus eigenen EEG-Anlagen konnte im Vergleich
zum ersten Vorjahresquartal weiter gesteigert werden. Auch die Münsteraner Bürger
beteiligen sich zunehmend am Umbau der Energieerzeugung: Sie nutzen die Öko-
tarife der Stadtwerke Münster und beteiligen sich direkt an EEG-Anlagen über unsere
Genussrechtprojekte.
Aufgrund der seit Beginn 2011 kräftig gestiegenen Ölpreise (HEL) und der daraus
folgenden Erhöhung unserer Bezugskosten werden die Stadtwerke Münster die
Erdgaspreise für Privatkunden zum 1. Juli 2011 voraussichtlich um 0,6 ct/kWh (brutto)
anheben. Unsere Kunden können sich jedoch gegen weitere ölpreisbedingte Preisstei-
gerungen mit unserem Festpreisprodukt, das wir quartalsweise nach Wunsch mit einer
Laufzeit von 12 oder 24 Monaten anbieten, absichern.
Der Ende des Geschäftsjahres 2010 den Erdgaskunden angebotene Vergleich, der mit der
Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen abgestimmt und von dieser empfohlen wurde,
wurde bis Ende März 2011 von mehr als 90 Prozent der Kunden angenommen. Das
Ergebnis des laufenden Geschäftsjahres 2011 wird davon nicht mehr belastet sein, da für
dieses Risiko in den vergangenen Geschäftsjahren bilanzielle Vorsorge getroffen wurde.
Das Geschäftsfeld Verkehr wurde im ersten Quartal 2011 durch den Ausbau des Stadt-
teilverkehrs Coerde/Kinderhaus sowie durch Dieselpreissteigerungen belastet. Die
Geschäftsleitung rechnet jedoch damit, dass insbesondere die Angebotserweiterung
Coerde/Kinderhaus im Laufe des Jahres in wachsendem Maße von den Fahrgästen
angenommen und damit künftig zu Einnahmesteigerungen führen wird. Dennoch ist
vor dem Hintergrund der getätigten Tarifabschlüsse und der übrigen extern verur-
sachten Kostensteigerungen eine Preisanpassung erforderlich. Die Verkehrsgemein-
schaft Münsterland hat daher eine Preiserhöhung um 1,9 Prozent zum 1. August 2011
beschlossen.
Das Ergebnisniveau des Jahres 2010 wird in 2011 aufgrund der nach dem Ende des
Förderzeitraums entfallenden KWK-Vergütung von ca. 7,5 Mio. Euro p. a. für unsere
GuD-Anlage nicht zu egalisieren sein. Unter Berücksichtigung des Geschäftsverlaufs
im ersten Quartal 2011 unterstützt die aktuelle aggregierte Prognoserechnung über
alle Geschäftsfelder aber unsere Erwartung, dass das geplante Jahresergebnis 2011
in Höhe von 8,3 Mio. Euro näherungsweise realisiert wird.
Prognose 2012
Angesichts anhaltend positiver Konjunkturprognosen für Deutschland sowie der
verhältnismäßig robusten Kundenstruktur in Münster und Umgebung erwarten die
Stadtwerke Münster aus heutiger Sicht auch für 2012 eine stabile Absatzentwicklung
im Kerngeschäft. Risiken bestehen vor allem über erratische Preisschwankungen auf
den Energiebeschaffungsmärkten. Hier schlagen sich zunehmend auch kurzfristige
Ereignisse zum Teil deutlich nieder . Der Druck auf die Netzentgelte bei Strom und Gas
wird zudem weiterhin groß bleiben. Im Jahr 2011 und 2012 prüfen die Regulierungsbe-
hörden insbesondere die Angemessenheit operativer Kosten der Netzbetreiber für die
Instandhaltung der Netze. Das Ziel der Regulierungsbehörden, weitere Absenkungen der
Netzentgelte in Deutschland zu erreichen, wird die Ergebnisentwicklung der folgenden
Perioden beeinflussen.
Mit der Strategie 2020 schlagen die Stadtwerke Münster deshalb einen konsequenten,
im Wesentlichen organischen Wachstumskurs ein. Dieser wurde durch zahlreiche
Maßnahmen bereits 2010 eingeleitet und wird im laufenden Jahr weiter fortgesetzt. Bei
hinreichender Wirtschaftlichkeitsprognose werden die Stadtwerke Münster die dieser
Strategie unterlegten Investitionen und Projekte zielgerichtet umsetzen. Dies wird
voraussichtlich das Ergebnisniveau der Stadtwerke Münster in der Anlaufphase, d. h.
in den Jahren 2012 und 2013, durch Finanzierungs- und Ingangsetzungsaufwendungen
zunächst belasten. Bis 2015 werden die Stadtwerke Münster aber die ersten Erfolge
der Strategie 2020 in ihren Ergebnissen verzeichnen können. Damit wird das Ergebnis-
niveau der vergangenen Jahre bereits 2015 mindestens wieder erreicht.
Öffentliche Zwecksetzung nach der Gemeindeordnung NRW
Über die Einhaltung der öffentlichen Zwecksetzung und Zweckerreichung der Stadt-
werke Münster im Geschäftsjahr 2010 gemäß § 108 Abs. 2 Nr . 2 der Gemeindeordnung
Nordrhein-Westfalen wurde gleichzeitig mit dem Jahresabschluss und dem Lagebe-
richt an den Gesellschafter getrennt berichtet.
Die Stadtwerke Münster GmbH stellt für das Geschäftsjahr 2010 einen Konzernab-
schluss sowie einen Konzernlagebericht auf.
Münster, den 31.03.2011
Stadtwerke Münster GmbH
Dr . Hennig Müller-Tengelmann Dr . Andreas Hoffknecht
Bei hinreichender Wirtschaftlichkeitspro-
gnose werden die Stadtwerke Münster
die der Strategie 2020 unterlegten
Investitionen und Projekte zielgerichtet
umsetzen.
Aus heutiger Sicht ist auch für 2012 eine
stabile Absatzentwicklung im Kernge-
schäft zu erwarten.
Die aktuelle Prognoserechnung unter-
stützt unsere Erwartung, dass das ge-
plante Jahresergebnis 2011 näherungs-
weise realisiert wird.
Lagebericht
Prognosebericht
Bilanz 62
Gewinn- und Verlustrechnung 65
Anhang 66
Entwicklung des Anlagevermögens 76
Bericht des Aufsichtsrates 78
Jahresabschluss
2010
Passiva 31. 12. 2010 31. 12. 2009
€ T€
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 51.200.000 51.200
II. Kapitalrücklage 72.972.795 72.944
III. Gewinnrücklagen
1. Andere Gewinnrücklagen 45.712.000 35.480
IV. Bilanzgewinn 1.450.000 1.100
171.334.795 160.724
B. Sonderposten mit Rücklageanteil 305.447 1.413
C. Empfangene Ertragszuschüsse 23.812.546 27.675
D. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 38.260.946 21.518
2. Steuerrückstellungen 2.691.154 6.132
3. Sonstige Rückstellungen 100.397.442 114.495
141.349.542 142.145
E. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 55.655.906 63.235
2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 23.351 41
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 22.328.732 22.924
4. Verbindlichkeiten gegenüber dem Gesellschafter 680.097 240
5. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 15.625.805 6.793
6. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen,
mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 13.462.950 10.641
7. Sonstige Verbindlichkeiten
Davon aus Steuern 4.231.995 €
(i. Vj. 3.764.278 €)
Davon im Rahmen 12.517 €
der sozialen Sicherheit (i. Vj. 16.689 €)
4.940.479 4.738
112.717.320 108.612
F. Rechnungsabgrenzungsposten 18.633.420 10.907
Bilanzsumme Passiva 468.153.070 451.476
Vermerk: Verbindlichkeit aus Bürgschaften 50.770.218 47.237
Aktiva 31. 12. 2010 31. 12. 2009
€ T€
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Konzessionen und ähnliche Rechte 1.691.258 1.792
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten
einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 77.346.387 69.908
2. Verteilungsanlagen 76.296.549 75.567
3. Sonstige technische Anlagen und Maschinen 52.671.004 57.081
4. Fahrzeuge für Personenverkehr 6.307.255 6.547
5. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 8.504.932 8.096
6. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 4.883.718 7.572
226.009.845 224.771
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 30.372.756 29.297
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 2.289.645 411
3. Beteiligungen 7.946.736 6.401
4. Ausleihungen an Unternehmen,
mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 27.144.469 21.513
5. Wertpapiere des Anlagevermögens 0 903
6. Sonstige Ausleihungen 1.951.393 2.028
69.704.999 60.553
297.406.102 287.116
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 6.276.161 5.266
2. Unfertige Leistungen 0 1.379
3. Waren 4.245 4
4. Emissionsrechte 59.236 8
6.339.642 6.657
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 48.535.323 28.698
2. Forderungen gegen den Gesellschafter 427.696 3.202
3. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 22.300.349 9.903
4. Forderungen gegen Unternehmen,
mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 11.270.950 20.827
5. Sonstige Vermögensgegenstände 5.656.692 4.211
88.191.010 66.841
III. Wertpapiere
1. Sonstige Wertpapiere 69.900.600 76.908
IV. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 6.039.679 11.816
170.470.931 162.222
C. Rechnungsabgrenzungsposten 276.037 2.138
Bilanzsumme Aktiva 468.153.070 451.476
62 Stadtwerke Münster Geschäftsbericht 2010 63Jahresabschluss
Bilanz
Bilanz
der Stadtwerke Münster GmbH zum 31.12.2010
2010 2009
€ T€
1. Umsatzerlöse 483.715.051 498.998
Energiesteuer -32.111.651 -32.887
451.603.400 466.111
2. Erhöhung oder Verminderung des Bestands an unfertigen Leistungen 0 525
3. Andere aktivierte Eigenleistungen 3.571.718 2.860
4. Sonstige betriebliche Erträge
a) Auflösung Sonderposten mit Rücklageanteil 744.870 275
b) Übrige betriebliche Erträge 109.837.322 90.227
110.582.192 90.502
5. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 243.039.397 260.089
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 155.323.439 145.381
398.362.836 405.470
6. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 38.963.606 45.790
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung
Davon für Altersversorgung 17.571.289 €
(i. Vj. 5.982.513 €)
26.058.586 14.517
65.022.192 60.307
7. Abschreibungen
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 30.554.596 27.723
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen
a) Konzessionsabgaben 17.759.760 17.521
b) Übrige betriebliche Aufwendungen 28.165.204 29.382
45.924.964 46.903
9. Erträge aus Beteiligungen
Davon aus verbundenen Unternehmen 1.485.000 €
(i. Vj. 2.269.668 €)
3.260.824 2.603
9a. Erträge aus Gewinnabführungsverträgen 3.925.045 7.423
10. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 152.630 172
11. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge
Davon aus verbundenen Unternehmen 32.688 €
(i. Vj. 4.497 €)
2.250.196 2.218
12. Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens 1.271.167 153
13. Zinsen und ähnliche Aufwendungen
Davon an verbundene Unternehmen 0 €
(i. Vj. 0 €)
4.623.898 4.675
14. Aufwendungen aus Verlustübernahme 1.907.114 1.122
15. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 27.679.238 26.061
16. Außerordentliche Erträge 191.487 0
17. Außerordentliche Aufwendungen 1.590.752 0
18. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 12.308.987 15.159
19. Sonstige Steuern 2.220.986 802
20. Jahresüberschuss 11.750.000 10.100
21. Einstellung in andere Gewinnrücklagen 4.900.000 3.000
22. Vorabgewinnausschüttung 5.400.000 6.000
23. Bilanzgewinn 1.450.000 1.100
65Jahresabschluss
Gewinn- und Verlustrechnung
6,9 Mio. €
Ergebnisausschüttung.
11,8 Mio. €
Jahresüberschuss 2010.
Gewinn- und Verlustrechnung
der Stadtwerke Münster GmbH für das Geschäftsjahr 2010 (01.01. – 31.12.)
66 Stadtwerke Münster Geschäftsbericht 2010 67Jahresabschluss
Anhang
I. Angaben zur Form der Darstellung von Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung
Die Bilanz und die Gewinn- und Verlustrechnung wurden nach den für große Kapitalgesellschaften
geltenden Vorschriften gegliedert. Unter Berücksichtigung der aus der Art des Betriebs folgenden
Besonderheiten wurde die Darstellung der Sachanlagen in der Bilanz (§ 265 Abs. 5 HGB) um die Posten
› Verteilungsanlagen (für Energie- und Wasserversorgung)
› Fahrzeuge für Personenverkehr,
die Darstellung der Vorräte um den Posten
› Emissionsrechte
erweitert.
Die Darstellung der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände wurde um den Posten
› Forderungen gegen den Gesellschafter,
die Darstellung der Verbindlichkeiten um den Posten
› Verbindlichkeiten gegenüber dem Gesellschafter
erweitert.
Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert.
Die durch das Bilanzmodernisierungsgesetz (BilMoG) geänderten Vorschriften zu Ansatz, Bewertung
und Ausweis wurden erstmalig und vollständig auf den Jahresabschluss angewendet. Soweit mit der
erstmaligen Anwendung der BilMoG-Vorschriften Änderungen in der Form der Darstellung oder in
den Bewertungsmethoden verbunden waren, wurde in Ausübung des Wahlrechts gemäß Artikel 67
Abs. 8 EGHGB auf eine Anpassung der Vorjahreszahlen verzichtet.
II. Erläuterungen zu Posten von Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung
Die Stadtwerke Münster Netzgesellschaft mbH ist durch einen Beherrschungs- und Ergebnisabfüh-
rungsvertrag (Teilbeherrschungsvertrag für den regulierten Bereich) mit der Stadtwerke Münster
GmbH organschaftlich verbunden. Die Strom-, Gas-, Wärme- und Wasserversorgungsnetze sind an
die Netzgesellschaft verpachtet. Für die Nutzung der Netze zur Versorgung der Kunden mit Energie
und Wasser berechnet die Netzgesellschaft entsprechende Netzentgelte. Zwischen den Gesellschaf-
ten bestehen Dienstleistungsverträge zu Planung, Bau, Betrieb und Instandhaltung der Netze sowie
zu verschiedenen, insbesondere kaufmännischen Dienstleistungen.
Das Ergebnis der Netzgesellschaft zum 31.12.2010 in Höhe von 3,9 Mio. Euro (Vorjahr 7,4 Mio. Euro)
wird aufgrund des bestehenden Ergebnisabführungsvertrags von den Stadtwerken Münster
übernommen.
Die Stadtwerke Münster Neue Energie GmbH ist durch einen Ergebnisabführungsvertrag mit der
Stadtwerke Münster GmbH verbunden. Zwischen den Gesellschaften bestehen Dienstleistungsver-
träge zu Planung, Bau, Betrieb und Instandhaltung von Anlagen zur Erzeugung regenerativer
Energie sowie zu verschiedenen, insbesondere kaufmännischen Dienstleistungen.
Das Ergebnis der Neue Energie zum 31.12.2010 in Höhe von -5 T Euro (Vorjahr -37 T Euro) wird auf-
grund des bestehenden Ergebnisabführungsvertrags von den Stadtwerken Münster übernommen.
1. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
Soweit Ansatzwahlrechte ausgeübt wurden, sind diese bei den Angaben zu Posten der Bilanz
erläutert.
Die immateriellen Vermögensgegenstände und die Sachanlagen sind zu Anschaffungs- oder
Herstellungskosten bewertet worden. Eigene Leistungen sind entsprechend der steuerlichen
Aktivierungs pflicht in den Wertansatz einbezogen. Zuschüsse werden von den Anschaffungs- und
Herstellungskosten abgesetzt. Den planmäßigen Abschreibungen liegen die in den steuerlichen
Abschreibungstabellen vorgegebenen Nutzungsdauern zugrunde, wobei alle Anlagenzugänge – soweit
zulässig – zunächst degressiv abgeschrieben wurden, mit Übergang zur linearen Methode. Geringwer-
tige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten von bis zu 150 Euro wurden als Aufwand gebucht. Für
geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten von mehr als 150 Euro bis zu 1.000 Euro wurde
in den Vorjahren ein Jahressammelposten angesetzt, der im Jahr der Bildung und in den folgenden
vier Jahren mit jeweils einem Fünftel abgeschrieben wird. Hiervon abweichend wurden geringwertige
Wirtschaftsgüter mit einer Nutzungsdauer von weniger als fünf Jahren linear abgeschrieben. Ge-
ringwertige Wirtschaftsgüter mit Zugang 2010 wurden direkt abgeschrieben. Von den Finanzanlagen
wurden die sonstigen Ausleihungen, bei denen es sich um unverzinsliche oder niedrigverzinsliche
Darlehen handelt, gemäß BFH-Urteil vom 30.11.1988 und dem BMF-Schreiben vom 17.01.1990 zum
Nennwert bewertet. Die übrigen Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten abzüglich vorgenom-
mener Wertberichtigungen ausgewiesen. Soweit die Gründe für die Wertberichtigungen zum Bilanz-
stichtag nicht mehr bestanden, ist entsprechend § 280 Abs. 1 HGB zugeschrieben worden.
Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sind unter Berücksichtigung von Abschreibungen gemäß § 253
Abs. 3 HGB zu fortgeschriebenen durchschnittlichen Anschaffungskosten oder zum niedrigeren
Börsen- oder Marktpreis am Abschlussstichtag bewertet.
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind unter Berücksichtigung des erkennbaren
Ausfallrisikos bewertet.
Anhang
der Stadtwerke Münster GmbH für das Geschäftsjahr 2010 (01.01. – 31.12.)
6968 Stadtwerke Münster Geschäftsbericht 2010 Jahresabschluss
Anhang
Die bis einschließlich 2002 empfangenen Ertragszuschüsse (Baukostenzuschüsse Netz) werden
auf den Altbestand mit 5 Prozent des Ursprungswertes aufgelöst. Im 20. Jahr nach Zugang wird der
Abgang unterstellt und der verbliebene Ursprungswert vollständig aufgelöst. Die Zugänge werden ab
dem 01.01.2003 direkt gegen die Positionen des Anlagevermögens verrechnet und wirken sich ent-
sprechend den dort geltenden Nutzungsdauern abschreibungsmindernd aus. Für Anschlüsse an die
der Regulierung nach Energiewirtschaftsrecht unterliegenden Netze der Strom- und Gasversorgung
von den Anschlussnehmern an den Netzbetreiber gezahlte Ertragszuschüsse werden vom Netzbetrei-
ber im Rahmen des bestehenden Pachtvertrags an die Stadtwerke Münster GmbH als Netzeigentümer
weitergeleitet. Die Beträge werden nach den Regelungen des Energiewirtschaftsrechts und weiter-
führender Schreiben der Finanzverwaltung ab 2007 als Pachtvorauszahlungen betrachtet und in einen
passiven Rechnungsabgrenzungsposten eingestellt, der über 20 Jahre aufgelöst wird.
Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden nach dem versicherungsma-
thematischen Verfahren der „Projected Unit Credit Method“ (Methode der laufenden Einmalprämie)
ermittelt. Diese Methode geht davon aus, dass in jedem Dienstjahr ein zusätzlicher Teil des endgülti-
gen Leistungsanspruchs erarbeitet wird, und bewertet jeden dieser Leistungsbausteine separat, um
so die endgültige Verpflichtung aufzubauen. Als Rechnungszins wurde gemäß § 253 Abs. 2 HGB in
Verbindung mit der Rückstellungsabzinsungsverordnung der für Ende Dezember 2010 veröffentlichte
Wert der Bundesbank in Höhe von 5,15 Prozent einbezogen. Weiterhin wurde die Rentendynamik mit
1,5 Prozent p. a. in die versicherungsmathematischen Berechnungen einbezogen. Als Rechnungs-
grundlage dienten weiterhin die Richttafeln 2005 G von Prof. Dr . K. Heubeck. Für die Ermittlung des
Verpflichtungsumfangs nach steuerlichen Vorschriften blieb der Rechnungszinsfuß unverändert. Die
Rückstellung zur Abdeckung der aus einer möglichen Unterdeckung der ZKW (Kommunale Zusatz-
versorgungskasse Westfalen-Lippe) resultierenden Verpflichtungen wurde auf Basis eines versiche-
rungsmathematischen Gutachtens bewertet. Unter Berücksichtigung der durchschnittlich noch zu
leistenden Arbeitszeiten bis zum Eintritt der Verpflichtung wird die Rückstellung anteilig dotiert. Bei
den übrigen Rückstellungen sind alle erkennbaren Risiken berücksichtigt.
Die Verbindlichkeiten sind zum Rückzahlungsbetrag ausgewiesen.
2. Angaben zu Posten der Bilanz
Die Entwicklung des Anlagevermögens wird in der Anlage 1 gezeigt. Die Bewertung des zentralen
Betriebsgeländes Stadtwerke Münster (Hafenplatz/Albersloher Weg/Kiesekamps Mühle) ist für den
Jahresabschluss 2010 aufgrund eines neuen Bewertungsgutachtens aktualisiert worden. In den Jahren
2004 und 2005 hatten die Stadtwerke aufgrund eines seinerzeit erstellten ertragswertorientierten
Gutachtens auf die Gebäude des zentralen Betriebsgeländes außerplanmäßige Abschreibungen vorge-
nommen. Aufgrund der in 2010 erstmals anzuwendenden neuen Fassung des § 253 Abs. 5 HGB ist
eine Zuschreibungspflicht gegeben, wenn der Grund für eine außerplanmäßige Abschreibung nicht
mehr besteht.
Nach aktueller gutachterlicher Bewertung ist für die Gebäude ein Ertragswert von rd. 61,4 Mio. Euro
ermittelt worden. Dieser Wert übersteigt nicht nur den aktuellen Restbuchwert, sondern auch den
Restbuchwert, der sich ohne außerplanmäßige Abschreibung ergeben würde. In der Bilanz zum
31.12.2010 ist der Wert der Gebäude daher wieder zugeschrieben worden auf den Buchwert, der sich
bei planmäßiger Abschreibung ergeben hätte.
Die Stadtwerke Münster sind an der Gemeinschaftskraftwerk Steinkohle Hamm GmbH & Co. KG mit
einer Kommanditeinlage von 980.992,16 Euro beteiligt. Aufgrund des in 2010 gefassten Ratsbeschlus-
ses der Stadt Münster waren die Stadtwerke gehalten, die Rahmenbedingungen für einen potenziellen
Verkauf der Beteiligung zu prüfen, soweit dieser zu wirtschaftlich vertretbaren Ergebnissen möglich
ist. Zur Vorbereitung dieses Verkaufsprozesses haben die Stadtwerke ein Bewertungsgutachten
beauftragt, das auf Basis der erwarteten Entwicklungen der Preise am Energiemarkt sowohl auf der
Bezugs- als auch auf der Absatzseite den Ertragswert der Beteiligung anhand von Zahlungsströmen
ermittelt hat. Aufgrund dieses Bewertungsgutachtens ist die Beteiligung bis auf einen Restwert von
1 Euro außerplanmäßig abzuschreiben. Parallel dazu wurde aufgrund des genannten Gutachtens auf
die zur Finanzierung der Investitionen ausgereichten Gesellschafterdarlehen der Stadtwerke Münster an
die Gemeinschaftskraftwerk Steinkohle Hamm GmbH & Co. KG eine außerplanmäßige Abschreibung in
Höhe von 219.608,84 Euro vorgenommen. Auf die Beteiligung an der Westfälische Landes-Eisenbahn
GmbH wurde eine außerplanmäßige Abschreibung nach § 253 Abs. 2 Satz 3 HGB in Höhe von
71 T Euro vorgenommen.
Die der Stadtwerke Münster GmbH unentgeltlich zugeteilten Emissionsrechte nach § 9 TEHG i.V. mit
§ 8 i.V. mit § 7 ZuG 2012 sind mit dem Wert von 1 Euro ausgewiesen. Weitere Emissionsrechte werden
mit den Anschaffungskosten ausgewiesen.
In den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ist auch der abgegrenzte Verbrauch der Kunden
der Energie- und Wasserversorgung zwischen Ablese- und Bilanzstichtag enthalten, der mit den auf-
gelaufenen Abschlagszahlungen saldiert wurde.
Die Forderungen gegen den Gesellschafter wurden mit Verbindlichkeiten gegenüber dem Gesellschaf-
ter zum Bilanzausweis zusammengefasst, soweit dieses von der Art und Laufzeit zulässig ist.
Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen und die Forderungen gegen Unternehmen, mit de-
nen ein Beteiligungsverhältnis besteht, betreffen ganz wesentlich Lieferungen und Leistungen sowie
in geringem Umfang Kostenerstattungen.
Die sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten als wesentliche Posten Forderungen aus Überzah-
lungen von Steuern. Die unfertigen Leistungen in Höhe von 1.379 T Euro wurden als Vorauszahlungen
in die sonstigen Vermögensgegenstände umgegliedert, da es sich um Weiterverrechnungsaufträge
gegenüber Dritten handelt.
Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr bestehen nicht. Es bestehen nicht bilan-
zierte aktive Steuerlatenzen, denen Bewertungsunterschiede bei den Rückstellungen für Pensionen,
Deputate, Altersteilzeit und Jubiläen zugrunde liegen. Der betriebsindividuelle Steuersatz beträgt
31,1 Prozent.
Das gezeichnete Kapital beträgt unverändert 51.200.000 Euro.
Verbindlichkeiten
Für Verbindlichkeiten bestehen
folgende Restlaufzeiten
Bilanz Bis 1 Jahr 1 bis 5 Jahre Über 5 Jahre
T€ T€ T€ T€
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 55.656 4.974 19.630 31.052
Erhaltene Anzahlungen 23 23 – –
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 22.329 21.630 695 4
Verbindlichkeiten gegenüber dem Gesellschafter 680 680 – –
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen
Unternehmen 15.626 15.626 – –
Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen,
mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 13.463 11.963 1.500 –
Sonstige Verbindlichkeiten 4.940 4.940 – –
70 Stadtwerke Münster Geschäftsbericht 2010 71Jahresabschluss
Anhang
Der Kapitalrücklage sind aus Gesellschaftermitteln 28 T Euro zugeführt worden. Von den in der Bilanz
zum 31.12.2009 ausgewiesenen Rückstellungen sind in Anwendung der Übergangsvorschriften zum
Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz (BilMoG) 5,3 Mio. Euro in die Gewinnrücklagen umgegliedert
worden. Es handelte sich um Rückstellungen für Instandhaltungen an der GuD-Anlage. Die Beträge
werden daher nach Umgliederung als zweckgebundene Rücklage für Instandhaltung der GuD-Anlage
geführt.
Die Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2010 weist einen Jahresüberschuss von
11,8 Mio. Euro aus. Auf Vorschlag der Geschäftsführung werden aus diesem Jahresüberschuss 4,9 Mio.
Euro in die anderen Gewinnrücklagen eingestellt. Davon werden 0,9 Mio. Euro als zweckgebundene
Rücklage für die Instandhaltung des Fernwärmenetzes geführt.
Aus dem Sonderposten mit Rücklageanteil nach § 6b EStG wurden 745 T Euro aufgelöst. Im Übrigen
ist der Sonderposten fortgeführt worden.
Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen umfassen die Rückstellung für Pen-
sionsverpflichtungen, eine Rückstellung für die Verpflichtungen zum Ausgleich der Rentenminderung
bei Altersteilzeitvereinbarungen, eine Rückstellung für Deputatverpflichtungen sowie eine Rückstel-
lung zur Abdeckung der aus einer möglichen Unterdeckung der ZKW und dem Risiko von Ausgleichs-
zahlungen an die ZKW resultierenden Verpflichtungen.
Der zu erwartende Aufwand der ertragsabhängigen Steuern und aus Energiesteuern ist den Steuer-
rückstellungen zugeführt worden.
Die sonstigen Rückstellungen betreffen insbesondere Rückstellungen für Urlaubsansprüche und
Gleitzeitguthaben der Mitarbeiter, für Entsorgungsverpflichtungen, für bestehende Altersteilzeit-
verpflichtungen, für ungewisse Verbindlichkeiten des Verkehrsbetriebs, für allgemeine Bewertungs-
risiken im Netzbereich, für rechtliche Risiken bei einzelnen Energieprodukten sowie für Mengen risiken
in der Energiebeschaffung.
Die sonstigen Verbindlichkeiten betreffen im Wesentlichen Steuern, erhaltene Sicherheitsleistungen
sowie Überzahlungen aus der Leistungsabrechnung.
Es sind Netzanschlussbeiträge als Pachtvorauszahlungen von 13,0 Mio. Euro für das Strom- und das
Gasnetz passiv abgegrenzt.
Durch Grundpfandrechte gesicherte Verbindlichkeiten bestehen nicht.
3. Angaben zu Posten der Gewinn- und Verlustrechnung
Die Umsatzerlöse werden vermindert um die darin enthaltene Strom- und Erdgassteuer ausgewiesen.
Von den externen Umsatzerlösen entfallen 415,1 Mio. Euro auf die Versorgungsbetriebe, 23,8 Mio. Euro
auf den Verkehrsbetrieb und 12,7 Mio. Euro auf die übrigen Aktivitäten.
Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten im Wesentlichen die Erträge aus der Verpachtung
der Versorgungsnetze (30,6 Mio. Euro) und der Erstattung der Konzessionsabgabe (13,2 Mio. Euro).
Daneben sind hier weiterhin enthalten Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen (20,7 Mio. Euro),
Pacht- und Mieteinnahmen (4,5 Mio. Euro), Entgelte für die Vergärung von Bio-Abfällen (2,6 Mio. Euro),
weitere periodenfremde Erträge (1,4 Mio. Euro), verschiedene Kostenerstattungen (10,6 Mio. Euro)
sowie Erträge aus der Auflösung von Sonderposten mit Rücklageanteil (0,7 Mio. Euro). Die perioden-
fremden Erträge enthalten im Wesentlichen verschiedene Fahrgelderstattungen (0,5 Mio. Euro) des
Verkehrsbetriebs und Erträge aus der Verpachtung der Versorgungsnetze (0,7 Mio. Euro).
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten neben der Konzessionsabgabe (17,7 Mio. Euro),
Einzelwertberichtigungen auf Forderungen (0,6 Mio. Euro), IT-Dienstleistungen (6,0 Mio. Euro), Versi-
cherungsbeiträge (2,0 Mio. Euro), Dienstleistungen von smartOPTIMO (1,1 Mio. Euro) und verschiedene
periodenfremde Aufwendungen. Die wesentlichen periodenfremden Aufwendungen waren Netzver-
luste (0,9 Mio. Euro), die Erstattung von Netzpacht (0,3 Mio. Euro), Rückforderungen für Fernwärme-
lieferungen (0,3 Mio. Euro) und Dienstleistungen von smartOPTIMO (0,3 Mio. Euro).
Von dem Sonderposten mit Rücklageanteil nach § 6b EStG wurden für Ersatzbeschaffungen 745 T
Euro aufgelöst. Von den Aufwendungen sind 2,6 Mio. Euro als periodenfremd einzuordnen.
Der Zinsaufwand wurde durch Aufzinsung von Rückstellungen nach BilMoG belastet. Zinsen entfallen
auf Pensionsrückstellungen (152 T Euro), die Rückstellung Unterdeckung ZKW (771 T Euro), Rück-
stellungen für Deputate (265 T Euro), Rückstellungen für Altersteilzeit (586 T Euro), Jubiläumsrück-
stellungen (17 T Euro) und Rückstellungen für Beihilfen (16 T Euro).
Zum 01.01.2010 wurden für Rückstellungen Bewertungen gemäß BilMoG vorgenommen. Die Un-
terschiedsbeträge werden als außerordentliches Ergebnis dargestellt. Außerordentliche Erträge
entfallen auf Pensionsrückstellungen (132 T Euro) und auf Jubiläumsrückstellungen (59 T Euro). Auf
außerordentliche Aufwendungen entfallen Rückstellungen für Deputate (1.289 T Euro), Rückstellun-
gen für Altersteilzeit (267 T Euro) und Rückstellungen für Beihilfen (34 T Euro).
72 Stadtwerke Münster Geschäftsbericht 2010 73Jahresabschluss
Anhang
III. Angaben zum Jahresergebnis
Das Jahresergebnis ist durch die Inanspruchnahme von Abschreibungen nach § 7d EStG in Vorjahren
mit 435 T Euro entlastet worden.
Die Gewinn- und Verlustrechnung weist einen Jahresüberschuss von 11,8 Mio. Euro aus. Aus dem
Jahresüberschuss sollen auf Vorschlag der Geschäftsführung 4,9 Mio. Euro in die Gewinnrücklagen
eingestellt werden. Der nach Verrechnung der Vorabgewinnausschüttung von 5,4 Mio. Euro verblei-
bende Bilanzgewinn von 1,5 Mio. Euro soll nach dem Vorschlag der Geschäftsführung an die Stadt
Münster als Gesellschafterin ausgeschüttet werden.
IV. Vermerke
Der Bilanzvermerk betrifft 15 Bürgschaften zugunsten der FMO Flughafen Münster/Osnabrück GmbH
und zwei Bürgschaften zugunsten der Energiehandelsgesellschaft West mbH sowie eine Bürgschaft
zugunsten der Windkraft Nordseeheilbad Borkum GmbH. Der Bilanzvermerk berücksichtigt in der
Höhe die Bürgschaftsvaluta per 31.12.2010. Eine Inanspruchnahme aus den Bürgschaften wird nicht
erwartet.
V. Ergänzende Angaben
1. Sonstige finanzielle Verpflichtungen
Die Verpflichtungen aus Bestellungen für Investitionen beliefen sich zum 31.12.2010 auf 5,1 Mio. Euro.
Aus Leasing-Verträgen mit einer Laufzeit zwischen eins und fünf Jahren resultieren jährliche Verpflich-
tungen von 35 T Euro.
Zur Absicherung von Lieferverpflichtungen aus bestehenden Verträgen mit Sondervertrags- und Tarif-
kunden des Versorgungsbereichs sind in verantwortungsvoller unternehmerischer Risikovorsorge in
die Zukunft gerichtete Verträge über den Bezug von Energie und Wasser geschlossen worden.
2. Zusammensetzung der Organe, Aufwendungen für Organe
Die Geschäftsführung besteht aus:
Dr . Henning Müller-Tengelmann
Dr . Andreas Hoffknecht
Die Mitglieder des Aufsichtsrates sind in der Anlage genannt.
Die Gesamtbezüge der Geschäftsführung betrugen 378 T Euro.
Für die frühere Geschäftsführung und ihre Hinterbliebenen wurden 128 T Euro an Pensionen aufge-
wendet. Für sie bestehen Pensionsrückstellungen in Höhe von 2.994 T Euro.
Die Aufwendungen für den Aufsichtsrat betrugen 960 Euro.
Arbeitnehmer können nach den in einer Betriebsvereinbarung festgelegten Kriterien Darlehen er-
halten. Arbeitnehmervertreter haben vor oder während ihrer Tätigkeit als Mitglieder des Aufsichts-
rates aufgrund dieser Betriebsvereinbarung Darlehen erhalten; deren Wert betrug zum 31.12.2010
41.987 Euro bei Zinssätzen von 0,5 Prozent bis 2,5 Prozent. Im Geschäftsjahr 2010 wurde ein Darlehen
in Höhe von 10.000 Euro gewährt; von den bestehenden Darlehen wurden 4.179 Euro getilgt. Lohn-
und Gehaltsvorschüsse wurden in Höhe von 2.080 Euro gewährt und mit 1.560 Euro zurückgezahlt.
Somit waren zum 31.12.2010 520 Euro zu bilanzieren.
3. Belegschaft
Die durchschnittliche Zahl der Arbeitnehmer im Geschäftsjahr 2010 beträgt 919 nach 929 im Vorjahr .
Die Belegschaft bestand zum Stichtag 31.12.2010 aus 842 (Vorjahr 856) vollzeitbeschäftigten, 97 (Vor-
jahr: 95) teilzeitbeschäftigten sowie 13 (Vorjahr 14) für Elternzeit, Teilrente etc. freigestellten Mitarbei-
tern.
Die Gesellschaft ist Mitglied der Kommunalen Zusatzversorgungskasse Westfalen-Lippe (ZKW). Zweck
der Anstalt ist es, den Arbeitnehmern im Wege privatrechtlicher Versicherung eine zusätzliche Alters-
und Hinterbliebenenversorgung zu gewähren. Die Gesellschaft hat sich bei Begründung der Mitglied-
schaft verpflichtet, alle Arbeitnehmer zu versichern, die nach dem Tarifvertrag über die Versorgung
der Arbeitnehmer kommunaler Verwaltungen und Betriebe (Vers. TV-G) zu versichern sind. Der der-
zeitige Umlagesatz beträgt 4,5 Prozent plus 3 Prozent Sanierungsgeld und wird von der Gesellschaft
allein getragen. Die Summe der versicherungspflichtigen Löhne und Gehälter für das Geschäftsjahr
2010 beträgt 38,3 Mio. Euro. Zur Abdeckung der aus einer möglichen Unterdeckung der ZKW folgen-
den Verpflichtungen hat die Gesellschaft eine Rückstellung von 17,4 Mio. Euro gebildet.
Beteiligungsgesellschaften
Beteiligungsgesellschaften Höhe des An-
teils am Kapital
am 31.12.2010
Eigenkapital
am 31.12.2010
Ergebnis Bilanz-
gewinn/-verlust
am 31.12.2010
% T€ T€
Stadtwerke Münster Netzgesellschaft mbH, Münster * 100 100 0
Verkehrsservice Gesellschaft Münster mbH, Münster 100 656 61
Stadtwerke Münster Neue Energie GmbH, Münster * 100 175 0
Westfälische Bauindustrie GmbH, Münster 99 31.584 1.159
items GmbH, Münster 32 4.899 428
Westfälische Fernwärmeversorgung GmbH, Münster 50 2.472 340
smartOPTIMO Verwaltungs-GmbH, Osnabrück 50 32 7
smartOPTIMO GmbH & Co. KG, Osnabrück 50 6.790 1.646
Nederlands-Duitse Internet Exchange B.V., Enschede, Niederlande 50 ./. 272 165
Windkraft Nordseeheilbad Borkum GmbH, Nordseeheilbad Borkum * 49,9 110 0
FMO Flughafen Münster/Osnabrück GmbH, Greven *** 35 27.843 ./. 2.690
Energiehandelsgesellschaft West mbH, Münster 28 7.828 1.252
Lokalradio Münster Betriebsgesellschaft mbH & Co. KG, Münster 25 ** **
* Das Ergebnis der Gesellschaft wird aufgrund eines bestehenden Vertrags übernommen
bzw. ausgeglichen.
** Die Angabe des Eigenkapitals und des Jahresergebnisses ist in Anwendung
der Ausnahmeregelung gemäß § 286 Abs. 3 Satz 1 Nr. 1 HGB unterblieben.
*** Eigenkapital und Bilanzverlust zum 31.12.2009
74 Stadtwerke Münster Geschäftsbericht 2010 75
Jahresabschluss
Anhang
4. Angaben zu Beteiligungsunternehmen gemäß § 285 Nr . 11 HGB:
5. Angaben gemäß § 10 Abs. 2 Energiewirtschaftsgesetz (EnWG)
Von der Stadtwerke Münster Netzgesellschaft mbH wurden Leistungen in Höhe von 111.586 T Euro
(Netzentgelte 108.641 T Euro, Stromeinspeisungen aus KWK-Anlagen 861 T Euro, Sonstiges 2.084 T
Euro) bezogen, an die Stadtwerke Münster Netzgesellschaft mbH wurden Leistungen in Höhe von
106.419 T Euro (Netzdienstleistungen 41.246 T Euro, Netzpacht 44.262 T Euro, KWK-Zuschlag 7.401 T
Euro, vermiedene Netzentgelte 5.573 T Euro, Netzverluste 1.484 T Euro, Energiebezug der Netze
1.355 T Euro, Sonstiges 5.098 T Euro) abgerechnet.
6. Honorar des Abschlussprüfers
Das Honorar des Abschlussprüfers wird im Anhang zum Konzernabschluss der Stadtwerke Münster
benannt. Auf eine Angabe wird hier daher nach § 285 Nr . 17 HGB n.F. verzichtet.
7. Geschäfte mit nahestehenden Personen, die nicht zu marktüblichen Bedingungen zustande
gekommen sind
Im Geschäftsjahr 2010 wurden weiterhin keine Geschäfte mit nahestehenden Personen abgeschlossen,
die nicht zu marktüblichen Bedingungen zustande gekommen sind.
8. Einbeziehung in Konzernabschluss
Der Jahresabschluss der Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der Stadtwerke Münster GmbH,
Münster, einbezogen. Der Konzernabschluss wird im elektronischen Bundesanzeiger bekannt
gemacht.
Münster, den 31.03.2011
Stadtwerke Münster GmbH
Dr . Henning Müller-Tengelmann Dr . Andreas Hoffknecht
Anschaffungs-/Herstellungskosten
Vor Abrechnung von Zuschüssen Erhaltene Zuschüsse
Stand
01.01.2010
Zugänge Abgänge Umbu-
chungen
Stand
31.12.2010
Stand
01.01.2010
Zugänge Abgänge Umbu-
chungen
Stand
31.01.2010
T€ T€ T€ T€ T€ T€ T€ T€ T€ T€
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Konzessionen und ähnliche
Rechte
23.498
461
247 -272
23.440 2.856 2.856
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücks-
gleiche Rechte und Bauten
einschließlich der Bauten
auf fremden Grundstücken
171.238 170 75 384 171.717
206
206
2. Verteilungsanlagen 564.820
8.467 142 3.297 576.442 38.554
2.571
41.125
3. Sonstige technische
Anlagen und Maschinen
175.430
2.015 413
3.043 180.075
14.484 14.484
4. Fahrzeuge für
Personenverkehr
37.110 2.733 2.412
37.431
16.006
1.192 17.198
5. Andere Anlagen, Betriebs-
und Geschäftsausstattung
61.470 2.371
916
868 63.793 2.963
415 3.378
6. Geleistete Anzahlungen und
Anlagen im Bau
10.636 4.632 -7.320
7.948
3.064 3.064
Summe II. 1.020.704 20.388 3.958 272 1.037.406 75.277 4.178 – 79.455
Summe I. und II. 1.044.202 20.849 4.205 – 1.060.846 78.133 4.178 – 82.311
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen
Unternehmen
29.298
1.075 30.373
2. Ausleihungen an verbun-
dene Unternehmen
411 1.902
24
2.289
3. Beteiligungen 26.160 2.602 4 28.758
4. Ausleihungen an Unterneh-
men, mit denen ein Beteili-
gungsverhältnis besteht
21.513 6.274
423 27.364
5. Wertpapiere des
Anlagevermögens
903 903 –
6. Sonstige Ausleihungen 2.028 192 268 1.952
Zwischensumme
Finanzanlagen
80.313 12.045
1.622 90.736
Gesamt 1.124.515 32.894 5.827 1.151.582 78.133 4.178 – 82.311
Abschreibungen/Wertberichtigungen Buchwerte
Stand
01.01.2010
Zugänge Abgänge Zuschrei-
bung
Umbu-
chungen
Stand
31.12.2010
Stand
31.12.2010
Stand
31.12.2009
T€ T€ T€ T€ T€ T€ T€
18.850
pA 597
gA 7
247
314
18.893
1.691
1.792
101.124
pA 7.886
71 15.088 -314
94.165
77.346 69.908
450.699 pA 8.452
gA 23
140 14 459.020
76.297 75.567
103.865 pA 9.436 381 112.920 52.671 57.081
14.557
pA 1.781 2.412 13.926
6.307 6.547
50.411
pA 2.193
gA 180
874 51.910
8.505 8.096
4.884
7.572
720.656 29.951 3.878 15.102 -314 731.941 226.010 224.771
739.506 30.555 4.125 15.102 – 750.834 227.701 226.563
30.373
29.297
2.289
411
19.760 apA 1.271 21.031 7.947 6.401
27.145
21.513
– – 903
1.951 2.028
19.760 1.271
– 21.031
69.705
60.553
759.266 31.826 4.125 15.102 – 771.865 297.406 287.116
pA 30.345
gA 210
apA 1.271
Erläuterung der Abkürzungen:
pA = planmäßige Abschreibungen
gA = geringwertige Anlagegüter/Vollabschreibung gemäß § 6 Abs. 2 EStG
apA = außerplanmäßige Abschreibungen
76 Stadtwerke Münster Geschäftsbericht 2010 77Jahresabschluss
Anhang
Entwicklung des Anlagenvermögens 2010
78 Stadtwerke Münster Geschäftsbericht 2010 79Jahresabschluss
Bericht des Aufsichtsrates
Bericht des Aufsichtsrates
Der Aufsichtsrat ließ sich im Geschäftsjahr 2010 in seinen Sitzungen durch Berichte der Geschäftsfüh-
rung, schriftliche Vorlagen sowie weitere ausgehändigte Unterlagen ausführlich und umfassend über
alle wesentlichen Aspekte der Geschäftsentwicklung und der Unternehmensstrategie informieren und
war in alle Entscheidungen von grundlegender Bedeutung für das Unternehmen eingebunden. Der
Aufsichtsrat hat damit die ihm nach Gesetz und Satzung obliegenden Aufgaben wahrgenommen.
In fünf ordentlichen und einer außerordentlichen Sitzung hat sich der Aufsichtsrat mit strategischen
Fragestellungen, der Wettbewerbssituation der Stadtwerke Münster auf den Energiemärkten, der
Preispolitik in den Bereichen Energie und Verkehr und der laufenden Entwicklung der Ertragslage
auseinandergesetzt.
Intensiv wurde die Entwicklung der neuen Unternehmensstrategie der Stadtwerke Münster im
Geschäftsbereich Energie diskutiert. In einer Auftaktsitzung informierte die Geschäftsführung den
Aufsichtsrat über die langfristig zu erwartende wirtschaftliche Entwicklung, die insbesondere durch
den Wegfall der KWK-Förderung für das Heizkraftwerk Hafen, die Anreizregulierung bei den Strom-
und Gasnetzen sowie die weitere Intensivierung des Wettbewerbs geprägt ist.
Regelmäßig wurde in den Aufsichtsratssitzungen die Entwicklung der Wettbewerbsposition der Stadt-
werke anhand der preispolitischen Maßnahmen betrachtet. Kostensteigerungen in den ölpreisgebun-
denen Bezugsverträgen für Erdgas machten insbesondere im Herbst 2010 entsprechende Preisanpas-
sungen in den Sparten Gas- und Fernwärmeversorgung erforderlich. Ebenso bedingte der Anstieg der
Dieselpreise eine Erhöhung der ÖPNV-Tarife. Erfreulicherweise konnten Ende des Jahres die Strom-
preise ohne Berücksichtigung der gesetzlich begründeten EEG-Umlage leicht gesenkt werden.
Nach Beschluss der Gesellschafterversammlung der Stadtwerke Münster GmbH vom 14.07.2010
wurde auf Vorschlag des Aufsichtsrates die BDO AG, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Düsseldorf,
zum Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2010 bestellt. Die Jahresabschlussprüfung beinhaltet den
Einzelabschluss und den Konzernabschluss der Stadtwerke Münster GmbH und auch die Prüfung
nach § 53 Haushaltsgrundsätzegesetz. In Wahrnehmung seiner Aufsichtspflichten und in Abstimmung
mit dem Beteiligungscontrolling der Gesellschaft hat der Aufsichtsrat dem Abschlussprüfer umfang-
reiche Vorgaben für die Prüfungsschwerpunkte bei der Abschlussprüfung gemacht.
Der Jahresabschluss und der Lagebericht für das Geschäftsjahr 2010 sind unter Einbeziehung der
Buchführung von der BDO AG, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Düsseldorf, geprüft und mit dem
uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen worden. Die Ordnungsmäßigkeit der Geschäfts-
führung wurde gemäß §53 Haushaltsgrundsätzegesetz vom Abschlussprüfer geprüft; es ergaben sich
keine Beanstandungen. Zur Erläuterung der Prüfung und der Prüfungsergebnisse hat der Abschluss-
prüfer an der Aufsichtsratssitzung, die den Jahresabschluss der Gesellschaft behandelte, wie in den
Vorjahren teilgenommen. Aufgrund des Prüfungsberichts und der Ausführungen des Abschlussprüfers
ist der Aufsichtsrat mit dem Ergebnis der Prüfung einverstanden. Nach dem abschließenden Ergebnis
seiner Prüfung billigte der Aufsichtsrat den von der Geschäftsführung aufgestellten Jahresabschluss
und Lagebericht für das Geschäftsjahr 2010. Er empfahl der Gesellschafterversammlung, den von
der Geschäftsführung aufgestellten Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2010 festzustellen und die
Geschäftsführung zu entlasten.
Nach der Geschäftsordnung des Aufsichtsrates besteht ein Personalausschuss. Der Personalaus-
schuss hat im Berichtsjahr dreimal getagt.
Münster, den 31.03.2011
Für den Aufsichtsrat
Stefan Weber
Vorsitzender
80 Stadtwerke Münster Geschäftsbericht 2010 81
Sonstiges
Bestätigungsvermerk
Stadtwerke Münster
Geschäftsbericht 2010
Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers
Wir haben den Jahresabschluss – bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang
– unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Stadtwerke Münster GmbH, Münster,
für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2010 bis zum 31. Dezember 2010 geprüft. Nach § 10 Abs. 4 EnWG
umfasste die Prüfung auch die Einhaltung der Pflichten zur Entflechtung in der internen Rech-
nungslegung nach § 10 Abs. 3 EnWG. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und
Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmun-
gen des Gesellschaftsvertrags sowie die Einhaltung der Pflichten nach § 10 Abs. 3 EnWG liegen in der
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage
der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung
der Buchführung und über den Lagebericht sowie über die interne Rechnungslegung nach § 10 Abs. 3
EnWG abzugeben.
Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der
Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung
vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und
Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsät-
ze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-,
Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden und dass
mit hinreichender Sicherheit beurteilt werden kann, ob die Pflichten nach § 10 Abs. 3 EnWG in allen
wesentlichen Belangen erfüllt sind. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kennt-
nisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft
sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die
Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die
Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht sowie in der internen Rechnungslegung
nach § 10 Abs. 3 EnWG überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die
Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der ge-
setzlichen Vertreter, die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lagebe-
richts sowie die Beurteilung, ob die Wertansätze und die Zuordnung der Konten in der internen Rech-
nungslegung nach § 10 Abs. 3 EnWG sachgerecht und nachvollziehbar erfolgt sind und der Grundsatz
der Stetigkeit beachtet wurde. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere
Grundlage für unsere Beurteilung bildet.
Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der
Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen des Gesell-
schaftsvertrags und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein
den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der
Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein
zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen
Entwicklung zutreffend dar .
Die Prüfung der Einhaltung der Pflichten zur Entflechtung in der internen Rechnungslegung nach § 10
Abs. 3 EnWG hat zu keinen Einwendungen geführt.
Düsseldorf, 31. Mai 2011
BDO AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Eckmann Wiening
Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüfer
* Stamm- oder Haftkapital
Operative Beteiligungen
Verkehrsservicegesellschaft Münster mbH
Stadtwerke Münster Netzgesellschaft mbH
Stadtwerke Münster Neue Energie GmbH
Westfälische Fernwärmeversorgung GmbH
Nederlands-Duitse Internet Exchange B.V.
smartOPTIMO GmbH & Co. KG
items GmbH
› items project GmbH
› Innovation Congress GmbH
Energiehandelsgesellschaft West mbH
Energiepark Detmold GmbH & Co. WP DT KG **
Windkraft Nordseeheilbad Borkum GmbH
Westfälische Bauindustrie GmbH
Anteil am Kapital in %
100
100
100
50
50
50
32
100
25
28
100
49,9
99
Kapital * in T€
26
100
200
800
400
402
1.237
50
103
3.350
1.946
110
21.630
Anteil am Kapital in %
35
100
100
100
100
33
33
10
25
14
100
9
49
49
2
Kapital * in T€
22.664
26
52
250
300
307
246
500
256
3.907
26
20.515
21
4
50.000
Finanzbeteiligungen
FMO Flughafen Münster/Osnabrück GmbH
› FMO Luftfahrtförderungs-GmbH
› FMO Parking Services GmbH
› FMO Airport Services GmbH
› FMO Security Services GmbH
› FMO Cargo Services GmbH
› FMO Passenger Services GmbH
› AHS Aviation Handling Services GmbH
Lokalradio Münster Betriebsgesellschaft mbH & Co. KG
Westfälische Landes-Eisenbahn GmbH
› WLE-Spedition GmbH
Green Gecco Beteiligungsgesellschaft mbH & Co. KG
› Green Gecco Verwaltungs GmbH
› Green Gecco GmbH & Co. KG
Gemeinschaftskraftwerk Steinkohle Hamm GmbH & Co. KG
82 Stadtwerke Münster Geschäftsbericht 2010 83Sonstiges
Beteiligungsgesellschaften
Beteiligungsgesellschaften
* Stamm- oder Haftkapital
** Mit Kaufvertrag vom 08.09.2010 und mit wirtschaftlicher Wirkung vom 08.02.2011
Gesellschafter
Stadt Münster zu 100 %
Der Aufsichtsrat besteht aus folgenden Mitgliedern:
Aufsichtsrat
Stefan Weber
Vorsitzender des Aufsichtsrates
Ratsmitglied
Selbstständiger EDV-Berater
Heinz Röhricht
1. Stellvertretender Vorsitzender,
Arbeitnehmervertreter
Freigestellter Betriebsratsvorsitzender
Heizungsbauer
Dr . Michael Jung
2. Stellvertretender Vorsitzender
Ratsmitglied
Historiker
Frank Baumann
Ratsmitglied
Online-Designer
Helga Bickeböller
Stadtkämmerin
Wilhelm Breitenbach
Sachkundiger Bürger
Lehrer
Manfred Engelmann
Sachkundiger Bürger
Bezirksgeschäftsführer a.D.
Gerhard Joksch
Ratsmitglied
Freiberuflicher Raumplaner und Berater
Dr . Thorsten Kornblum
Ratsmitglied
Jurist
Günther Kronberg
Arbeitnehmervertreter
Kaufmännischer Angestellter
Klaus Langebröker
Arbeitnehmervertreter
Freigestelltes Betriebsratsmitglied
Kaufmännischer Angestellter
Dieter Maager
Sachkundiger Bürger
Heizungs- und Lüftungssanitärmeister
Antonio Machado
Arbeitnehmervertreter
Lagerist
Andreas Nicklas
Ratsmitglied
Rechtsanwalt
Iris Toulas
Ratsmitglied
Dipl.-Ing. (FH) der Ver- und Entsorgungstechnik
Hans Varnhagen
Ratsmitglied
Dachdeckermeister
Michael Weidekamp
Arbeitnehmervertreter
Technischer Angestellter
Rolf Wischer
Arbeitnehmervertreter
Freigestelltes Betriebsratsmitglied
Kfz-Mechaniker
Organe der Gesellschaft
Seite Name Aufgaben
6 Dr . Henning Müller-Tengelmann Kaufmännischer Geschäftsführer
7 Dr . Andreas Hoffknecht Technischer Geschäftsführer
8 Stefan Weber Vorsitzender des Aufsichtsrates
10 Dr . Henning Müller-Tengelmann
Dr . Andreas Hoffknecht
Kaufmännischer Geschäftsführer
Technischer Geschäftsführer
14 Judith Luig Projekte und Grundsatzfragen
16 Michael Wieland Marketing
19 Maike Schwabe Verbrauchsabgrenzung und Umsatzstatistik
24 Reinhard Schulte
Martin Schuster
Dr . Thomas Haiber
Hilmar Kahnt
Elisabeth Deitermann
Eckhard Schläfke
Nahverkehrs-Management
Marketing und Kommunikation
Kaufmännische Services, Personal und IT
Energiewirtschaft
Recht, Immobilien, Revision und Versicherungen
Verkehrsbetrieb
26 Jens Issel Unternehmenskommunikation
32 Sabine Schwack Vertrieb Geschäftskunden
36 Ulrich Karl
Andreas Wunderer
Planung, Bau und Betrieb Netze und Wasserwerke
Stadtwerke Münster Netzgesellschaft mbH
38 Stefanie Class Pricing
40 Jörg Gabrielski Fahrgastinformation und Verkehrssteuerung
42 Anika Ruhoff Auszubildende zur Industriekauffrau
44 Dr . Thomas Haiber Kaufmännische Services, Personal und IT
48 Daniel Schumacher
Maike Schwabe
Sabrina Jacob
Irina Hirschfeld
Projektplanung Netze
Verbrauchsabgrenzung und Umsatzstatistik
Auszubildende zur Industriekauffrau
Anlagenbuchhaltung
52 Daniel Schumacher
Michael Weidekamp
Projektplanung Netze
Projektplanung Netze
56 Daniela van der Pütten Unternehmenskommunikation
64 Ludger Pinnow Postservices
84 Stadtwerke Münster Geschäftsbericht 2010
Herausgeber
Stadtwerke Münster GmbH
Hafenplatz 1, 48155 Münster
Postfach 7609, 48041 Münster
Telefon (0251) 694-0
Telefax (0251) 694-1111
Handelsregister-Nr . B 343
des Amtsgerichts Münster
Konzept und Redaktion
Stadtwerke Münster GmbH
Kaufmännische Services, Personal
und IT in Kooperation mit der
Unternehmenskommunikation
Telefon (0251) 694-2010
Telefax (0251) 694-3003
info@stadtwerke-muenster .de
www.stadtwerke-muenster .de
Entwurf und Layout
Kaiserberg Kommunikation GmbH,
Duisburg
HGB Hamburger Geschäftsberichte
GmbH & Co. KG, Hamburg
Wir danken den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Stadtwerke Münster
für die Unterstützung bei den Fotos für diesen Geschäftsbericht:
Beratungsverlauf (1)
Beschluss: einstimmig beschlossen
Zur SitzungOrte (5)
- Hansestraße 50
- Hafenplatz 1
- Albersloher Weg
- Kiesekamps Mühle
- Kinderhaus
Ortsbezüge werden automatisch aus den Dokumenten ermittelt und können unvollständig sein.
Details
- Vorlagen-Nr.
- V/0493/2011
- Typ
- Vorlagen
- Datum
- 29.06.2011
- Erstellt
- 06.10.2020 14:37