3678/2022
Digitale Nachhaltigkeit – nachhaltige Digitalisierung
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Beantwortung einer Anfrage (Ausschuss)
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Dezernat, Dienststelle IX/IX/2 1665/2022 Vorlagen-Nummer 20.01.2023 3678/2022 Beantwortung einer Anfrage nach § 4 der Geschäftsordnung öffentlicher Teil Gremium Datum Digitalisierungsausschuss 23.01.2023 Digitale Nachhaltigkeit – nachhaltige Digitalisierung Beantwortung einer Anfrage der SPD - Fraktion nach § 4 der Geschäftsordnung Die SPD Fraktion stellt folgende Anfrage gem. § 4 der Geschäftsordnung des Rates AN/1665/2022: Die erfolgreiche „smart city Konferenz“ am 3.9.2022 bei der Rheinenergie hat eindrucksvoll gezeigt, dass die Digitalisierung für die Bekämpfung des Klimawandels ein wichtiger Erfolgsfaktor ist. Zwar stellen die digitalen Anwendungen häufig auch eine Belastung des Klimas dar, doch andererseits konnte die Konfe- renz zahlreiche Initiativen und Projekte präsentieren und zeigen, die innovative Lösungen für einzelne Themenbereiche zur Bekämpfung des Klimawandels und nachhaltige Innovationen fördern, z.B. durch Start-ups oder bürgerschaftliches Engagement umgesetzt haben. Vor diesem Hintergrund bittet die SPD-Fraktion um Beantwortung der folgenden Fragen: 1. Mit welchen Initiativen, Start-ups, Unternehmen, Hochschulinitiativen zur Förderung der digitalen Nachhaltigkeit arbeitet die Verwaltung zusammen? 2. Wie werden die zahlreichen Initiativen zur nachhaltigen Innovation seitens der Verwaltung koor- diniert und die Zusammenarbeit untereinander ermöglicht? 3. Wie wird die Zusammenarbeit dieser Initiativen und Unternehmen gefördert und arbeitet die Ver- waltung an dem Aufbau eines Netzwerks für nachhaltige Start-ups und deren potenziellen Part- nern für gemeinsame Innovationsvorhaben vor dem Hintergrund der Digitalisierung? 4. Realisiert die Verwaltung eine systematische und Zielgruppen genaue Förderung und Unterstüt- zung von Initiativen und Projekten, die nachhaltige Innovationen als Handlungs- und Geschäfts- feld haben und welches Budget steht hierfür zur Verfügung? 5. Welche Initiativen zur Stärkung der innovativen Nachhaltigkeit werden von den städtischen Un- ternehmen (z.B. Rheinenergie, Sport- und Bäder, AWB, Tourismus, Köln Business) umgesetzt (Budget) und wie arbeitet die Verwaltung mit den städtischen Unternehmen in diesem Themen- feld zusammen? 2 Die Verwaltung nimmt hierzu wie folgt Stellung: Zu 1: Mit welchen Initiativen, Start-ups, Unternehmen, Hochschulinitiativen zur Förderung der digitalen Nachhaltigkeit arbeitet die Verwaltung zusammen? Die Verwaltung arbeitet in den verschiedensten Teilbereichen mit Initiativen, StartUps, Unternehmen, Hochschulinitiativen der digitalen Nachhaltigkeit zusammen. Die Stabsstelle Digitalisierung und die Ko- ordinationsstelle Klimaschutz koordinieren die heterogenen und nutzbringenden Aktivitäten in den Berei- chen der Digitalisierung und der Nachhaltigkeit. Da beide Themen Querschnittsthemen sind und somit in den verschiedensten Bereichen der Daseinsfür- und Daseinsvorsorge im Aufgabenportfolio städtischer Dienststellen zu finden sind, ist eine enge Verzahnung in der Zusammenarbeit mit den Ämtern gefordert. Um diese Ziele auch im Sinne zukunftsträchtiger Wirkungen zu platzieren und auszubauen, ist an man- chen Stellen ein noch vorhandener Mangel an Ressource – sowohl finanzieller als auch personeller Weise – auszugleichen. Um auch in Projekten zunächst Erfahrungen zu sammeln und Wirkungsweisen zu erproben ist die Ver- waltung mit Initiativen, StartUps, Unternehmen, Hochschulinitiativen im aktiven Austausch und in ge- meinsamen Umsetzungen auf dem Weg. In der Folge gilt es positiv bewertete Erprobungen im Prozess der Verwaltung zu verstetigen und hierfür die erforderliche Ressource durch politischen Beschluss zu erwirken. Auch die Konzerngesellschaften sind grundsätzlich offen für Kooperationen mit Start-up Unternehmen. Die HGK entwickelt beispielsweise aktuell ein Programm, welches eine dauerhafte Zusammenarbeit mit Start-up Unternehmen sowohl auf nationaler als auch auf internationaler Ebene sicherstellen soll. Das Programm verfolgt hierbei das Ziel, die HGK-Unternehmensgruppe als innovativen Vorreiter im Logistik- Markt zu etablieren, indem zusammen mit Start-up Unternehmen nachhaltig profitable Geschäftsmodelle aufgebaut werden. Partner dieses Programms ist ein Institut an der Universität München. Dieses Pro- gramm ist später möglicherweise auch auf den gesamten Stadtwerke Köln Konzern anwendbar. Die bei der RheinEnergie gegründeten und mit Partnern aufgebauten Unternehmen, Tank-E und chargecloud, sind eigene Start-ups. Weiterhin arbeiten Konzerngesellschaften im Förderprojekt „Deine Stadt, Deine Ideen“ mit. In diesem Bürgerdialog werden Projekte der Stadtverwaltung unter Beteiligung der kommunalen Unternehmen und der Privatwirtschaft entwickelt. Die KVB arbeitet zudem mit Start-up Unternehmen im Rahmen des „mobility meetup Cologne“ zusam- men, welches von der KoelnBusiness Wirtschaftsförderungs-GmbH organisiert wird. Die Initiative SmartCity Cologne (SCC) wurde 2012 gemeinsam durch die Stadt Köln, Koordinations- stelle Klimaschutz, und die RheinEnergie AG ins Leben gerufen. Ziel ist es, den Klimaschutz in Köln durch innovative Technologien und die Möglichkeiten der Di- gitalisierung zu stärken. SCC ist in erster Linie ein Kommunikationskanal für lokale Innovation und Maßnahmen wie Projekte aus den Bereichen Energie und Klimaschutz. SCC vernetzt Akteu- re, bietet Förderung und initiiert Kooperationen. SCC ist für alle offen und ein lokales Netzwerk. Detaillierte Informationen sind über die Internetseite zugänglich: https://www.smartcity-cologne.de/ Folgende drei wesentliche Bausteine umfasst SCC: a. Öffentlichkeitsarbeit wie die jährlich stattfindende SmartCity Cologne Konfe- renz mit dem Startup-Pitch „Kölns KlimaStar“ in Kooperation mit KölnBusiness Wirtschaftsförderungs GmbH b. Förderung/ Finanzierung wie das städtische Förderprogramm SmartCity Co- logne GO zur Anschubfinanzierung von SCC-Projekten. 3 c. Testfelder/Partnerschaften wie beispielsweise die Klimastraße in Köln-Nippes sowie die Smart City Partnerschaft mit der Deutschen Bahn und dem Nahverkehr Rheinland. Auf der Klimastraße werden neue Energie- und Technikprojekte er- probt. Getestet wird derzeit unter anderem ParkPilot, ein innovatives Parkleitsys- tem. Die Stadt Köln, die Deutsche Bahn AG und der Nahverkehr Rheinland haben 2019 das Smart City Memorandum of Understanding (MoU) unterzeichnet. Die Koordinationsstelle Klimaschutz hat den Aushandlungsprozess koordiniert. Die operative Umsetzung obliegt dem Dezernat für Mobilität. Die Stadt Köln und die Deutsche Bahn haben bis 2021 jeweils mindestens 1,2 Millionen Euro in die Smart City-Partnerschaft investiert. Innovative Projektvorhaben werden in Testfeldern in Köln angeschoben und erprobt. Das MoU sieht Projekte für integrierte Mobilität, intelligent ge- steuerte City-Logistik und attraktive Bahnhöfe vor. Ziel ist es, digitale Lösungen und innovative Ideen zu nutzen, um den öffentlichen Verkehr für die Bürgerinnen und Bürger klimafreundlicher und komfortabler zu gestalten. https://smartcity.db.de/mou-koeln - KölnBusiness: Unterstützung bei Aufbau Knotenunkt für Innovation (Mitwirkung SCC) - project cologne - ClimateTech Challenge 2022: Rheinische Fachhochschule (federfüh- rend), Technische Hochschule Köln, Universität zu Köln, Deutsche Sporthochschule Köln (finanzielle und inhaltliche Beteiligung durch SCC, RE, KölnBusiness) Städtisches Förderprogramm SmartCity Cologne GO https://www.stadt-koeln.de/leben-in-koeln/klima-umwelt-tiere/klima/foerderprogramm-smartcity- cologne-go „SmartCity Cologne GO“ ist ein Förderprogramm für eine Anschubfinanzierung, mit der die Stadt Köln, Koordinationsstelle Klimaschutz, eine beschleunigte Umsetzung von innovativen Projekten im Rahmen der Initiative SmartCity Cologne beabsichtigt. Fördervolumen: 100.000 €/Jahr Laufzeit 2019 – 2022 Bisher beantragtes Gesamtfördervolumen: ca. 558.000 €, davon bewilligte Förderung gesamt: ca. 248.500 € (Stand August 2022) Die oben dargestellten Mittel i.H.v. 100.000 € stehen im Haushaltsplan 2022 im Teilergebnisplan 1401 – Umweltordnung, -vorsorge in Teilplanzeile 15 – Transferaufwendungen im Jahr 2022 zur Verfügung. Ziel ist es, Aktivitäten von Akteuren der Stadtgesellschaft anzustoßen, finanziell zu unterstützen und Projekte zu ermöglichen. Durch dieses Förderprogramm werden in Köln operierende Star- tups, kleine Unternehmen, Absolventen/innen, Bildungseinrichtungen, Vereine angesprochen. Das Förderprogramm bietet eine punktuelle und gezielte Unterstützung für Projekte von bis zu 10.000 Euro pro Antrag. Bezuschusst werden Projekte mit bis zu 80 % der gesamten Projektkos- ten. 20 % werden durch Eigenanteil erbracht. Mittelfristiges Ziel soll es sein, eigene Geschäfts- modelle und/oder Projekte zu entwickeln, die nachweisbaren Wert für die Stadtgesellschaft, Kli- ma und Umwelt haben und die Lebensqualität der Menschen in der Stadt Köln verbessern. Bisherige geförderte Projekte mit Digitalbezug bzw. Unternehmen und Initiativen seien hier bei- spielhaft genannt: a) Loloco: Stärkung des stationären Einzelhandels durch digitale Tools b) Colabor: Karriere im Klimaschutz: Gründertalk, Gründerworkshop, Jobs im Klimaschutz c) RadBonus: App mit Bonussystem als Anreiz zum Radfahren d) GreenCentive: Stadtführungs-App mit ökologischen und nachhaltigen Orten/Geschäften e) Entwicklung digitaler Tools zur Verringerung von Hürden bei eigenmächtiger 3-D- Reparatur 4 f) Hochschule Fresenius: Vom Nonliner zum Onliner - Digitale Wege aus der Isolation für Senior*innen 65+ g) aedifion: Gebäudeautomation – Digitales Messsystem zur Verbesserung der Energiebi- lanz h) Lumoview: Visualisierung von Gebäudeinnenraummessdaten zur Förderung der energeti- schen Gebäudesanierung i) evrbit: myWALBE: Interaktives Kommunikationstool für lokale Umweltaktionen j) eco2eat: Entwicklung einer App, um klimafreundliches Catering aus geretteten bio- regionalen Produkten in die Gemeinschaftsgastronomie zu bringen k) Plastic4Future: Vermittlung von Lösungen für den nachhaltigen Umgang mit Kunststoffen Förderprojekt Namares2.0 Die Stadt Köln hat in Jahr 2022 das Verbundprojekt „namares 2.0 - Urbanes Ressourcenma- nagement im Quartier“ erfolgreich beim Bundesministerium für Bildung und Forschung eingewor- ben. Koordiniert wird es vom Karlsruhe Institut für Technologie (KIT). Projektziel ist die Entwick- lung und digitale Unterstützung (Software) eines integrierten Planungs- und Transformationspro- zesses auf Quartiersebene zur Transformation von Bestandsquartieren in ressourceneffiziente Stadtquartiere. Zu 2: Wie werden die zahlreichen Initiativen zur nachhaltigen Innovation seitens der Verwaltung koor- diniert und die Zusammenarbeit untereinander ermöglicht? Innerhalb der Stadtverwaltung Köln gibt es verschiedene Akteure, die nachhaltige Innovation fördern und umsetzen. Für die unter 1) genannten Aktivitäten sind die Koordinationsstelle Klimaschutz und die Stabsstelle Digitalisierung Schnittstelle sowohl nach innen die die Verwaltung, wie auch nach außen zu neuen und bestehenden Akteuren. Multiplikation geschieht u.a. über - Öffentlichkeitsarbeit der Koordinationsstelle Klimaschutz - Über die Internetseite SCC - Die jährlichen SCC-Konferenzen - Schnittstellen zu den Aktivitäten des Klimarates Köln und der Projektgruppen; die Koordinati- onsstelle Klimaschutz erfüllt die Funktion der Geschäftsführung Klimarat; Akteure aus der Verwaltung, dem Stadtwerkekonzern und weitere können das Angebot der SCC zur Kommunikation ihrer innovativen Maßnahmen nutzen. Die Stabsstelle Digitalisierung verantwortet Projekte in welchen die Interessen von Initiativen Berück- sichtigung bis hin zu Beteiligung finden. Als übergreifendes Projekt sei hier das Projekt „Digitale Zu- kunftsstadt“ genannt. Die Grundlagen des Digitalisierungsvorhabens der Parteien bestehen hier in der dauerhaften Inkubation, d. h. der Identifizierung sinnvoller digitaler Handlungsfelder und konkreter Anwendungsfälle sowie dem zugehörigen Projektmanagement im Rahmen der Zusammenarbeit der Stadt Köln und SWK im Multipro- jekt Digitale Zukunftsstadt. Im Rahmen der Erprobungsphase 2020-2021 wurden hierzu ein grundlegen- des konzeptuelles und organisatorisches Framework erarbeitet und in Produktivszenarien erprobt, mit dem Ziel der Skalierung und Professionalisierung in 2022 ff. In 2022 werden die vorgenannten und weiteren Digitalisierungsprojekte übergreifend betrachtet und wenn nachhaltig sinnvoll so zusammengeführt, dass ein Mehrwert für Stadt und Stadtwerke entsteht. Um das Zielbild zu konkretisieren und in 2023 in einer produktiven Version 1.0 weiterzuführen, soll ein digitaler Zwilling im Handlungsfeld Mobilität entwickelt werden. Hierbei wird das Handlungsfeld konzern- übergreifend betrachtet und mit einem konkretem Use Case, dem Cologne Mobility Board, bespielt. Maßgeblicher Akteur, neben der Stadtverwaltung, ist hierbei die KVB. Erfahrungswerte bei der Entwick- lung des Zwillings sollen in eine Blaupause überführt werden, für weitere handlungsfeldspezifische Zwil- linge, z.B. aus dem Bereichen Umwelt, gelten und perspektivisch weiter ausgebaut werden. Parallel engagiert sich die Stadt Köln, IX-2 in engem Austausch mit 12 und 23, innerhalb der DIN Spec 91607 (Digitaler Zwilling für Städte und Kommunen) um insbesondere die Kölner Perspektive auf das Thema zu validieren und den Kontext zum Themenfeld der Urbanen Datenplattform herzustellen. Zentrales Element ist ein dauerhaftes Managementprogramm und damit ein System von Projekten und 5 Diensten, das Daten als betriebliche Vermögenswerte behandelt und eine Sammlung von Richtlinien, Standards, Prozessen, Strukturen, Rollen, Verantwortlichkeiten und Technologien umfasst. Durch diese werden Verpflichtungen, Entscheidungsrechte und Zurechenbarkeiten für das effektive Management von Daten umrissen, konzeptioniert, aufgebaut und nachhaltig inklusive der erforderlichen Infrastruktur, zu definierender Standards, Rollen und Rechte im Konzern Stadt Köln inkl. des SWK-Konzerns eingefordert und verankert. Die Verwaltung erarbeitet derzeit gemäß Auftrag aus der Politik einen umfassenden und integrierten Masterplan „Digitales Köln 2025“ mit der Beteiligung der Kölner Stadtgesellschaft. Dabei werden stadtin- tern die bestehenden relevanten städtischen Nachhaltigkeitsstrategien und -programme berücksichtigt und im Sinne des übergreifenden gesamtstädtischen Ansatzes integriert. Dazu gehören insbesondere - neben der übergreifenden Digitalstrategie - auch die konkreten bereits laufenden Digitalisierungspro- gramme und die strategische Verzahnung mit dem Stadtwerkekonzern. Mit dem Masterplan können die bisherige Rolle der Digitalisierung als Innovationstreiberin geschärft, der Aufgabenkatalog ergänzt und auch verbindliche stadtweite Verantwortlichkeiten definiert werden. Digitalisierung kann und soll so auch Mediatorin für Maßnahmen der Nachhaltigkeit sein. Zu 3: Wie wird die Zusammenarbeit dieser Initiativen und Unternehmen gefördert und arbeitet die Ver- waltung an dem Aufbau eines Netzwerks für nachhaltige Start-ups und deren potenziellen Part- nern für gemeinsame Innovationsvorhaben vor dem Hintergrund der Digitalisierung? - Enge Kooperation mit KölnBusiness - Kölns KlimaStar - Unterstützung bei Aufbau und geplanter Verstetigung eines gemeinsamen Knotenpunktes zwischen Wirtschaft, Wissenschaft, KölnBusiness GmbH und der Stadtverwaltung Köln mit Fokus innovative Ansätze zur Nachhaltigkeitsförderung - Unbox Im Rahmen des Förderprojekts Smart Cities des Bundesministeriums für Wohnen, Stadtent- wicklung und Bauwesen (BMWSB, vormals BMI) wird die Einbindung von Wissenschaft, Wirt- schaft und Stadtgesellschaft in die nachhaltige digitale Transformation der Stadt aufgebaut. Stadtextern werden interkommunale und internationale Erfahrungen betrachtet und zusam- men mit den aktuellen Entwicklungen auf Bundes- und Landesebene entsprechend ausge- wertet und aufgenommen - Colab im Rahmen des Kooperationsprojektes „digitalen Zukunftsstadt“ zwischen Stadtverwaltung und Stadtwerkekonzern wird eine kontinuierliche Innovationsarbeit mit Fokus auf Digitale Transformation gemeinsam mit relevanten Fachbereichen im nachhaltigen Zusammenhang sowohl physisch als auch virtuell sichergestellt. Zu 4: Realisiert die Verwaltung eine systematische und Zielgruppen genaue Förderung und Unterstüt- zung von Initiativen und Projekten, die nachhaltige Innovationen als Handlungs- und Geschäfts- feld haben und welches Budget steht hierfür zur Verfügung? - Budget 2022 in Höhe von 156.000 Euro, davon - 100.000 Euro Förderprogramm SmartCity Cologne GO siehe unter 1B) - 50.000 Euro Öffentlichkeitsarbeit (Jährliche SCC Konferenz & Kölns KlimaStar 2021 und 2022) 6 - 6.000 Euro Sonstige Aufwendungen (ClimateTechChallenge 2022 Project Cologne) Die für die Förderung und Unterstützung der o.g. Initiativen und Projekte erforderlichen Aufwandser- mächtigungen in Höhe von insgesamt 156.000 Euro stehen im Haushaltsplan 2022 im Teilergebnisplan 1401 – Umweltordnung, -vorsorge in Teilplanzeile 15 – Transferaufwendungen und Teilplanzeile 16 – Sonstige ordentliche Aufwendungen im Jahr 2022 zur Verfügung. Zu 5: Welche Initiativen zur Stärkung der innovativen Nachhaltigkeit werden von den städtischen Un- ternehmen (z.B. Rheinenergie, Sport- und Bäder, AWB, Tourismus, Köln Business) umgesetzt (Budget) und wie arbeitet die Verwaltung mit den städtischen Unternehmen in diesem Themen- feld zusammen? KölnBusiness Die KölnBusiness Wirtschaftsförderung arbeitet unter dem Namen Impact.Cologne mit über 25 Kölner Unternehmen, Startups, Hochschulen, Banken und Institutionen (u.a. SmartCity Cologne) daran, ein neues Netzwerk zur Stärkung von Innovation und Nachhaltigkeit aufzubauen. Eine von KölnBusiness Ende 2021 beauftragte Machbarkeitsstudie hatte die Notwendigkeit und das Potenzial eines solchen Netzwerkes betont. Die Mission von Impact Cologne ist die Etablierung einer zentralen Anlaufstelle in Köln und in der Regi- on für Startups, Unternehmen, Gründungsinteressierte und Investor*innen aus dem Nachhaltigkeitsbe- reich. Dadurch sollen wirtschaftliche Lösungen für eine nachhaltige Zukunft entwickelt, gefördert und umgesetzt werden. Gestartet wird im Jahr 2023 mit einer Webpräsenz und ersten Formaten zu Themen wie Gründungsbe- ratung, Wissensvermittlung und Matchmaking, die in Kooperation mit verschiedenen Projektpartnern umgesetzt werden. Stadtwerke: Die Unternehmen der Stadtwerke Köln arbeiten bereits seit vielen Jahren an Innovations- und Digitalisie- rungsprojekten mit Nachhaltigkeitsbezug. Aufgrund der Vielzahl der Maßnahmen und Projekte können an dieser Stelle nur exemplarisch einige wenige genannt werden. Digitalisierung und Nachhaltigkeit sind bei der SWK derzeit insbesondere durch den Umgang mit Daten verknüpft. Der richtige Umgang mit Daten ermöglicht es, nicht nur das eigene Geschäft effizient zu füh- ren und weiterzuentwickeln sowie neue Geschäftsfelder zu erschließen, sondern auch nachhaltige Pro- jekte im städtischen Kontext durchzuführen. Die Stadt Köln (insbesondere das Amt für Digitalisierung) und die SWK-Gesellschaften haben sich zum Ziel gesetzt, die breite – jedoch bisher unzureichend ge- nutzte – Datenfülle der Stadt und derer SWK-Betriebe zu nutzen. Die zahlreichen, sich überschneiden- den Themenfelder (z. B. Verkehr, Klima, Stadtentwicklung) und die sich daraus ergebenden Potentiale gemeinsamer digitaler Lösungen mit dem Ziel der Verbesserung der Daseinsvorsorge für die Bürgerin- nen und Bürger werden darin betrachtet. Voraussetzung dafür ist ein integrierter Zugriff auf harmonisier- te Daten und ein abgestimmtes Datenmanagement. Zwei Infrastrukturprojekte sind hervorzuheben, die eine grundlegende Bedeutung für nachhaltige digitale Aktivitäten haben: KUDOS und LoRaWAN. Das Kölner urbane Datenökosystem (kurz: KUDOS) soll den Austausch und die Nutzung von Daten er- möglichen und die Grundlage eines digitalen Wertschöpfungsnetzwerks in Köln werden. KUDOS dient dem Zweck der auf Daten basierenden mehrwerterzeugenden und nutzungsorientierten Interaktion. Es ist Teil der digitalen Daseinsvorsorge zur Erbringung und Sicherstellung der digitalen Teilhabe aller Bür- ger und Bürgerinnen. Darüber hinaus gewährleistet es die Verbesserung von Prozessen zwischen Stadt Köln und SWK, durch vereinfachte Nutzung und Austausch von Daten. Die Testphase ist erfolgreich abgeschlossen. Die Durchführung eines Ausschreibungsverfahrens wird nach entsprechender Gremien- freigabe zeitnah erfolgen, der Aufbau der in den beteiligten Häusern erforderlichen Organisationsstruktur wird dazu parallel geplant. Bei LoRaWAN handelt es sich um einen Funkstandard, der speziell auf die Belange von IoT- 7 Komponenten ausgelegt ist (IoT = Internet of Things). Interessant für urbane belange sind Sensoren, wie Wettersensoren, Feuchtemesser, Parkplatzsensoren, Bewegungssensoren oder Positionssensoren. LoRaWAN ist, im Vergleich zu anderen Kommunikationstechnologien (z. B. Mobilfunk), sehr kosten- günstig, leicht auszurollen und für IoT-Belange optimiert. Die NetCologne wird in diesem Jahr 2022 eine Flächenabdeckung von mehr als 80 Prozent des Kölner Stadtgebiets erreichen. Es gibt zahlreiche An- wendungsszenarien, die bereits etabliert, aufgebaut oder pilotiert wurden und zu einer besseren Nach- haltigkeitswirkung beitragen. Darüber hinaus hat NetCologne durch den konsequenten Ausbau des eigenen Glasfasernetzes inner- halb der Stadt eine zukunftsfähige, digitale Infrastruktur geschaffen, die nicht nur die Basis für sämtliche digitale Anwendungen für Unternehmen und Privathaushalte bildet, sondern zeitgleich auch energiespa- render und damit nachhaltiger als andere Technologien ist. So verbraucht Glasfaser laut einer Studie des Bundesverbands Breitbandkommunikation bis zu 30 Prozent weniger Strom als Kupferleitungen*. Derzeit werden über das Glasfasernetz der NetCologne rund 72 Prozent der Kölner Haushalte erreicht. Und der Ausbau geht konsequent weiter: Im Zuge des Förderprogramms „Weiße Flecken“ werden aktu- ell im Auftrag der Stadt Köln weitere knapp 18.000 unterversorgte Haushalte mit derzeit weniger als 30 Mbit/s-Anschlüssen direkt an das Glasfasernetz angeschlossen. * Vgl. Studie des Breko 2022: https://www.brekoverband.de/aktuelles/news/pressemitteilungen/glasfaser-ist-die-digitale-infrastruktur- mit-dem-geringsten-stromverbrauch/ KölnTourismus: Langfristiges Ziel ist es ein Nachhaltigkeitskonzept für die KölnTourismus Gesellschaft in den drei Di- mensionen ökologisch, ökonomisch und sozial zu entwickeln. Gleichzeitig wurde jedoch auch kurz- und mittelfristige Aktivitäten gestartet, die sowohl (1) das Unternehmen selbst, als auch (2) die Arbeit des Unternehmens betreffen. Zu (1) Aktivitäten das Unternehmen betreffend Es wurde eine Ansprechpartnerin für Fragen der Nachhaltigkeit installiert, die aktuell dabei ist eine Her- angehensweise zu erarbeiten. Dies wird durch externe Schulungen entsprechend unterstützt. Zusätzlich ist KölnTourismus in entsprechende Arbeitskreise von Fachvereinigungen eigebunden, die sich mit Fra- gen der Nachhaltigkeit und den Implikationen für touristische DMOs auseinandersetzen (z.B. Magic Ci- ties, City DNA, Konferenz Tourismus des Dt. Städtetags). KölnTourismus ist eingebunden in den Infor- mationsfluss und die Thematisierung von Fachverbänden wie dem Deutschen Tourismusverband oder dem GCB. Inhouse wurde ein Workshop im Kontext des Zielgruppenprozesses durchgeführt und sich mit dem Thema Nachhaltigkeit im Kontext der strategisch-konzeptionellen Neuausrichtung auseinander- gesetzt. Zudem war Nachhaltigkeit ein wichtiges Kriterium bei der Definition der zukünftigen Zielgruppen der Arbeit. Angehörige der Zielgruppen – es wurde die Sinus Milieus der Postmateriellen und der Expe- ditiven festgelegt – legen auf Nachhaltigkeit sehr großen Wert. Zu (2) Aktivitäten die Arbeit betreffend Im Bereich der Produktpolitik setzt KölnTourismus verstärkt auf den Ausbau digitaler Angebote. So wird z.B. aktuell ein AR-Stadtrundgang herausgebracht, der Teile Kölns individuell erlebbar macht. KölnTou- rismus kooperiert mit Ameropa und Bahnhit um die Anreise mit der Bahn nach Köln für freizeittouristi- sche Gäste weiter zu fördern. Nachhaltigkeit ist durch das Bestreben als Konzeptbaustein der Fine Food Days Cologne verankert. Aktuell arbeit KölnTourismus an einer unternehmensinternen Nachhaltigkeits- leitlinie für touristische Produkte. Im Bereich der Kommunikationspolitik gibt es ebenfalls eine Reihe von Aktivitäten, die KölnTourismus aktuell verfolgt. So wurde in 2022 im freizeittouristischen Bereich eine gemeinsame Out of Home Kam- pagne mit der Deutschen Bahn umgesetzt. Analog zum Freizeittourismus wurde ebenfalls in Kooperati- on mit der Deutschen Bahn eine TV-Kampagne reaslisiert. August/September 2022 lief ein gemeinsa- mer Werbespot von Bahn und KölnTourismus 50mal im FreeTV, der für die emissionsfreie Anreise zu wirtschaftsnahen Veranstaltungen (Messen, Kongresse, Tagungen, Meetings etc.) warb. KölnTourismus installiert neue digitale Kommunikationskanäle (z.B. Chatbot, Podcast, Progressive Web App) und stär- ken vorhandene Kanäle (Social Media). Bei unserer eigenen Out of Home Kampagne in mehreren deut- schen Ballungsräumen hat KölnTourismus ausschließlich auf digitale Werbeelemente gesetzt. Im Kontext der Distributionspolitik ist der Ausbau des digitalen Ticketings anzuführen, so sind z.B. Ti- ckets für KD und KölnTourist online über die hiesige Website buchbar. KölnTourismus hat den Callflow bei eingehenden Anrufen optimiert und reduzieren so den postalischen Versand von Printmaterialien. 8 Die o.a. Maßnahmen können nicht quantifiziert werden. Eine Zusammenarbeit mit der Verwaltung ist für die operativen Aktivitäten der KölnTourismus Gesellschaft zur Erfüllung des Gesellschaftsauftrags nicht möglich. Abschließend wird auf die 2023 im Rahmen eines Komplettumbaus stattfindende energetische Sanie- rung und umfassende Digitalisierung der Tourist Information am Kardinal Höffner Platz verwiesen. Hier wird KölnTourismus sowohl der ökologischen Nachhaltigkeit (Energieeffizienzsteigerung), als auch der sozialen Nachhaltigkeit (Sicherung der Zukunftsfähigkeit unserer TI) einen Schub verleihen. Der Umbau ist aktuell auf rund 1,45 Mio. Euro beziffert. Es findet eine Abstimmung beim Umbau mit dem Beteili- gungsmanagement der Stadt statt. Ein zusätzliches, auf Aspekte der Nachhaltigkeit zielendes Budget existiert nicht. Weitere Best Practice RheinEnergie Bekanntestes Gemeinschaftsprojekt von Stadt Köln („Verwaltung“) und der RheinEnergie ist sicherlich SmartCityCologne, eine Plattform für unterschiedliche Projekte zum Klimaschutz und zur Energiewen- de. Mitmachen kann jeder: Privatleute, Unternehmen, Verbände und Initiativen. Gemeinsam werden intelligente Ideen und zukunftsweisende Technologien entwickelt, die Köln noch ein bisschen lebenswer- ter machen. Aktuelle Projekte werden auf der Website beschrieben. smartcity-cologne.de Weitere nachhaltige Digitalprojekte umfassen schwerpunktmäßig den Themenbereich E-Mobilität. Dies sind beispielsweise folgende Projekte: ParkPilot – Smarter parken in Köln-Nippes. ParkPilot ist eines der weltweit modernsten Parkleitsysteme. In Köln-Nippes zeigen insgesamt 27 an Laternenmasten installierte LED-Displays Autofahrerinnen und Autofahrern die exakte Anzahl und die Fahrtrichtung zu freien öffentlichen Parkplätzen an. Hierfür erfas- sen 89 Sensoren rund 800 Stellplätze im 0,5 km großen Projektgebiet rund um die Neusser Straße – in Echtzeit. Durch das digitale Parkraummanagement sinken der Parksuchverkehr und die damit verbun- denen Emissionen erheblich. TankE GmbH – Intelligente Lösungen für Ladeinfrastruktur. Die TankE GmbH ist die starke Partnerin bei Planung, Aufbau und Betrieb von Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge. Mit ihren attraktiven Ladelö- sungen schafft sie die Grundlage für eine moderne, elektrische und klimaschonende Mobilität. Mit Erfolg: Deutschlandweit betreibt das Unternehmen bereits mehr als 1.100 Ladepunkte – Tendenz stark stei- gend. Zusätzlich: Mit Schiffs-TankE-Anschlüssen versorgt die RheinWerke GmbH Fracht- und Hotelschiffe klimaschonend und kostengünstig mit Strom. Während der Liegezeiten müssen die Schiffsdiesel nicht mehr laufen, um den benötigten Bordstrom zu erzeugen. Lärm und CO2-Ausstoß werden damit deutlich reduziert. Nutzerinnen und Nutzer finden und aktivieren alle verfügbaren Landstromsäulen einfach und bequem mit der Schiffs-TankE App. NetCologne NetCologne kümmert sich intensiv um die digitale Infrastruktur in Köln. Eine Infrastruktur, ohne die eine resiliente Gesellschaft nicht mehr vorstellbar ist und die auch wesentliche Grundlagen für die vernetzte und smarte Quartiersentwicklung legt. Bestes Beispiel ist die Errichtung des stadtweiten LoRaWAN- Funknetzes (siehe Einleitung). LoRaWAN ermöglicht die sichere Datenübertragung von Sensoren in der ganzen Stadt. Und das ebenfalls neu eingeführte ThingsNet schafft die IT-Infrastruktur für das „Internet der Dinge“ und das Sammeln und Auswerten von Sensordaten. So legt NetCologne mit ihrer Infrastruk- tur die Basis, damit Anwendungen etwa von Unternehmen noch besser und effizienter werden und dies nicht zuletzt mit Blick auf den Klimaschutz. Pilotprojekte mit Unternehmen aus dem Stadtwerke-Verbund laufen derzeit. Drei Beispiele: Bei der RheinEnergie werden Kabelverteilerschränke online kontrolliert, um Störungen frühzeitig zu erkennen und schnell zu beheben. Ausgewählte Unterflurcontainer der AWB in Kölner Parks werden digital überwacht, um die Tou- renplanung zu optimieren. 9 Die HGK AG plant eine Pilotierung im Hafen Niehl zur Fernauslesung von Wasserzählern und im Be- reich Netz zur Fernauslesung von Stromzählern. AWB Die Digitalstrategie der AWB hat vier Handlungsfelder im Fokus, zu denen Kunden, das Marktumfeld, die Stadt Köln sowie der Stadtwerke Köln Konzern und die Mitarbeiter zählen: Dabei schließt eine hohe Serviceorientierung auch eine flexible Dienstleistungserbringung und eine digitale Kundeninteraktion ein. In den Initiativen der Stadt Köln und der SWK („Digitale Zukunftsstadt“ und „SWK Digital“) übernimmt die AWB mit ihrer Innovationskraft als verlässlicher Partner Projektverantwortung. Die Attraktivität als Ar- beitgeber beruht auf effizienten Prozessen, der Möglichkeit zu mobilem Arbeiten und dem Aufbau digita- ler Kompetenzen für die Mitarbeiter. Anhand dieser Prioritäten wird die Digitalisierungs-Roadmap ausge- richtet und konsequent umgesetzt. Die beiden Projekte Reinigungskataster und Smart Fleet sind Projek- te dieser Roadmap und nachstehend beschrieben. Köln soll sauber bleiben! Dabei hilft zukünftig das digitale Reinigungskataster: Alle zu reinigenden Flächen und vertraglich festgelegten Bereiche der Stadt Köln werden transparent und digital in einem Geoinformationssystem (GIS) dargestellt. Zurzeit erheben AWB und Stadtverwaltung dafür detailgenaue Daten über Zuständigkeiten und Reinigungsvorgaben sämtlicher Kölner Straßen, Bürgersteige und Flä- chen. Smart Fleet Die AWB hat täglich über 500 Fahrzeuge im Einsatz. Das macht sie zu einem wertvollen Partner, um Informationen zum Zustand der Kölner Straßen zu sammeln. Ein erstes Pilotprojekt hat be- reits begonnen: eine eigens antrainierte künstliche Intelligenz (KI) wurde zunächst mit Bildmaterial „ge- füttert“ und ist nun in der Lage, vom LKW Fahrerhaus unentdeckte Straßenschäden und verstopfte Gul- lydeckel zu erkennen. KVB Die KVB-App ist geeignet, die Nutzung des ÖPNV und des Umweltverbundes zu vereinfachen und zu erhöhen. Somit leistet sie als ein innovatives digitales Werkzeug zur Realisierung der Mobilitätswende einen wichtigen Beitrag zur Bekämpfung des Klimawandels. Die KVB bietet mit der KVB-App einen Gesamtüberblick über die Standorte der multimodalen Angebote in der Stadt und der Region, die Fahrplanauskunft für Bus und Bahn sowie den Verkauf der dazu gehö- rigen Tickets. Auch die Mobilstationen innerhalb des Kölner Stadtgebietes sind bereits digital eingebun- den, ebenso wie die touristischen Angebote WelcomeCard und QueerCity Pass. Die KVB beabsichtigt in den weiteren Ausbauschritten das Informieren und Durchbuchen auch für multimodale Angebote inner- halb der KVB-App. Hierfür soll ein Projekt des Landes NRW (MAAS NRW) als Basis genutzt werden. Über MAAS NRW soll zukünftig u. a. über einheitliche Schnittstellen die Einbindung multimodaler Ange- bote möglich sein. Die Plattform befindet sich aktuell im Aufbau. Häfen und Güterverkehr Köln AG Die HGK AG testet im Rahmen ihres Innovation Harbour Cologne zusammen mit einem Start-Up die Einführung einer Predictive-Maintenance-Technologie bei der Streckenwartung im Bereich Netz. Bei erfolgreicher Umsetzung kann die Technologie zukünftig Ressourcen und Personal für die Streckenwar- tung im erheblichen Maße einsparen. KölnBäder Das sichtbarste nachhaltige Digitalprojekt der KölnBäder ist die Einführung des E-Tickets im Jahr 2020. Es wird Papier gespart, Prozesse vor Ort verschlankt und der Check-in beschleunigt, indem mit einem Scan z. B. die Online-Buchung einer Großfamilie erfasst wird. Ebenso werden lange Schlangen an Kassen – vor allem im Sommer – durch das E-Ticket verkürzt. Bei der kundenorientierten und digita- lisierten Prozessgestaltung greifen mehrere Bausteine ineinander. Der registrierte Gast kann im gleichen Buchungssystem bequem von zu Hause aus Schwimmkurse, eine digitale Vorteilskarte, E-Tickets oder Wertgutscheine für Bad, Sauna, Eis, den nächsten Kindergeburtstag, Bahnen für das Eisstockschießen im Lentpark oder Tickets für das nächste Hundeschwimmen im Stadionbad online buchen. So ist der nächste Schwimmbadbesuch ebenso wie der Zugang zum breiten Angebotsportfolio der KölnBäder GmbH bereits heute für viele aktive Kölnerinnen und Kölner nur wenige Klicks entfernt. Netzwerke Die Stadt Köln (vertreten durch die Stabsstelle Digitalisierung) und der Stadtwerke Köln Konzern (dienst- leistend vertreten durch die RheinEnergie, Bereich Strategie) arbeiten seit 2020 im Projekt „Digitale Zu- kunftsstadt“ zusammen. Ziel dieser langfristig angelegten und partnerschaftliche Zusammenarbeit ist zum einen der Aufbau des zur Digitalisierung der Daseinsvorsorge erforderlichen übergreifenden in- teroperablen Datenökosystems. Zum anderen soll ein Angebot von digitalen Dienstleistungen und Pro- 10 dukten gestaltet werden, welches mittels einer digitalen Infrastruktur und vernetzter Systeme gleicher- maßen veränderten Kundenbedürfnissen, dem mit der Digitalisierung kontinuierlich steigenden Wettbe- werb und den Anforderungen der Bürger an die kommunale Verantwortung gerecht werden soll. Im Stadtwerke Köln Konzern gibt es intern sowohl zu dem Thema Nachhaltigkeit als auch zur Digitalisie- rung ein Netzwerk, welches diesen Themenbereich intern begleitet und vorantreibt. Seit dem Jahr 2016 wird bei der Holding des Stadtwerke Köln Konzerns (SWK GmbH) ein sich stetig weiter entwickelndes Nachhaltigkeitsmanagement für den Konzern aufgebaut. Gesteuert von der Hol- ding umfasst dieses heute ein aktives Kommunikationsnetzwerk und Projektteam aller wesentlichen Konzerngesellschaften, welches gemeinsam am internen Nachhaltigkeitscontrolling, dem Nachhaltig- keitsbericht der SWK sowie an gemeinsamen Projekten und Maßnahmen arbeitet. Gez. Haack
Beratungsverlauf (1)
Beschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- 3678/2022
- Typ
- Beantwortung einer Anfrage (Ausschuss)
- Datum
- 20.01.2023
- Erstellt
- 02.11.2022 13:40