V/0607/2014
Jahresbericht 2013 der Biologischen Station Rieselfelder Münster
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Berichtsvorlage
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V/0607/2014 DER OBERBÜRGERMEISTER Amt für Grünflächen und Umweltschutz Betrifft Jahresbericht 2013 der Biologischen Station Rieselfelder Münster Beratungsfolge 18.09.2014 Bezirksvertretung Münster-Ost Bericht 30.09.2014 Bezirksvertretung Münster-Nord Bericht 28.10.2014 Ausschuss für Umweltschutz, Klimaschutz und Bauwesen Bericht Bericht: Die Betreuung der Rieselfelder durch die Biologische Station Rieselfelder Münster ist durch einen Betreuungsvertrag geregelt. Die Biologische Station bekommt für die Be treuungsleistungen, die in einem Katalog festgelegt sind, eine Aufwandsentschädigung von 150.000,- Euro / a., zuzü g- lich der Kosten für Strom und Wartung der Pumpanlagen. Davon zahlt das Land 80 %, die Stadt Münster 20 %. Mit der Aufwandsentschädigung wird die technische Betreuung (s. Punkt 1) und die fachliche Betreuung (wissenschaftliche Kartierungen Monitoring, s. Punkt 2) gefördert. Als Verwendungsnachweis gegenüber der Stadt Münster und dem Land dient der Jahresbericht . Gemäß Ratsbeschluss vom 12.12.2007 (Vorlage V/0571/2007/1. Erg.) ist dem Fachausschuss und den betroffenen Bezirk svertretungen der Jahresbericht in einer Berichtsvorlage vorzulegen und es wurde ein Beirat für die Rieselfelder eingerichtet. Die Ergebnisse des Jahresberichtes 2013 werden im Folgenden zusammengefasst dargestellt. Durch Vortrag eines Vertreters der Biolog ischen Station können die Arbeiten im Detail erläutert werden. Sofern bei Einzelnen Bedarf besteht, kann der komplette Bericht (118 S.) zur Ve rfügung gestellt werden. Der städtische Beirat für die Rieselfelder hat bisher zwölfmal getagt. Bei der Sitzung am 07.05.2014 wurden die wesentlichen Inhalte des Jahresberichtes 2013 dem Beirat durch Dr. Harengerd vorgestellt. Die Herbstsitzung ist noch nicht terminiert. 1 Durchgeführte technische Pflege- und Entwicklungsarbeiten 1.1 Bewässerung Durch Entlandungsmaßnahmen in verschiedenen Parzellen, eine Dammsanierung und einen neuen Einlauf wurden zusätzliche Wasserflächen geschaffen. Insgesamt haben die unter Wasser stehenden Flächen der Rieselfelder etwas zugenommen. Sämtliche Flächen mit Ausnahme der beiden Stautei che wurden durch tägliche Sichtung kontrolliert und der Wasserstand bei Bedarf nachgeregelt. Im Frühjahr bis Herbst wurden die Parzellen individuell auf die vorhandenen Zug-, Rast- und Brutvögel eingestellt. Vorlagen-Nr.: V/0607/2014 Auskunft erteilt: Herr Dreier Ruf: 492 67 27 E-Mail: DreierD@stadt-muenster.de Datum: 19.08.2014 Öffentliche Berichtsvorlage 2 V/0607/2014 1.2 Wartung des Bewässerungssystems und der Dämme Das Freischneiden der ca. 700 m Bewässerungswege und das Freihalten aller Schieber, Einläufe und Überläufe erfolgte bis zu vier Mal jährlich. Zur Wiedervernässung musste der Damm einer Parzelle entlang der Schlüppe und des Wö - stebaches aufgrund von schadhaften, wasserdurchlässigen Stellen verstärkt und abgedichtet werden. Auch auf einer Nachbarfläche wurde ein Damm so verstärkt, dass das Wasser nun hält. Zusätzlich ist hier eine etwa 50 m lange Insel aufgeschüttet worden, die unmittelbar als Brutplatz angenommen wurde. Durch die weitgehende Erneuerung des Leitungssystems sind Undichtigkeiten nur noch an den wenigen alten Segmenten zu beobachten. Diese Teile wurden in der Regel mit neuen Schiebern ausgestattet und durch neue PE-Verbindungen ersetzt. 1.3 Unterhaltung der Ableiter und weiterer Gräben Durch die Ausbesserung des begleitenden Weges war es 2013 möglich, den gesamten A b- leitergraben maschinell mit dem Mähkorb zu bearbeiten. Dadurch konnte das Mähgut (hauptsächlich Schilf) sofort aus dem Gerinn e entfernt werden, sodass die Rohre nicht ve r- stopften. Der Ableitergraben erstreckt sich auf eine Länge von 2,4 km und weist eine gro ße Grabenbreite auf, sodass jede Seite einzeln bearbeitet werden musste. Gleiches erfolgte am nördlichen Grenzgraben. Nur an Wegkreuzungen und Rohrüberführungen musste mit dem Freischneider nachgearbeitet werden. Die Arbeiten wurden wie immer im August ausgeführt. 1.4 Verkehrssicherungspflicht, Wegeseitengräben und -ränder, Wanderwege, Beobach- tungsanlagen und Außenausstellung Im Berichtsjahr wurde der letztjährige Gehölzschnitt im gesamten Gebiet fortgesetzt. Alle Sträucher und Bäume im Naturerlebnisgebiet sowie an sämtlichen gesperrten Wegen des Naturschutzgebietes (NSG) wurden so weit zurückgeschnitten, dass Fahrbahn und Bankette komplett freigestellt wurden. Das anfallende Schnittgut dient größtenteils als zusätzliche Bar- riere, um zu engagierten Vogelbeobachtern und Fotografen das Betreten der gesperrten Be- reiche zu erschweren. Das Zurückschneiden der Weg ebanketten aller öf fentlichen und gesperrten Wege erfolgte 2013 mit dem Schlegelmäher. Wartungsarbeiten an den Beobachtungseinrichtungen wurden bei Bedarf sofort ausgeführt. Aufgrund von Vandalismus waren kleinere Holzreparaturen notwendig; allerdings leiden die bis zu 35 Jahre alten Beobachtungshütten auch an Alterserscheinungen. So werden voraus- sichtlich 2014 an mindestens 2 Hütten undicht gewordene Dächer zu erneuern sein. An der Ost-Ecke des Emsableiteranstaus wurde aus Abraum des Blänkenprojekts (s. Pkt. 6) ein zweiter „Feldherrnhügel“ erstellt, damit auch dort der Anstau einsehbar ist. Hierzu wurden begleitend ca. 60 Kopfweiden an der Uferlinie geschneitelt. Sämtliche Sichtschneisen (über 200) wurden für die Bestandsaufnahmen der Vögel bis zu sechs Mal jährlich zurückgeschnitten. 1.5 Verlandungsbekämpfung Zusätzlich zum Blänkenprojekt (s. Pkt. 6) wurden 2013 erneut alle Inseln im Emsableiteran- stau sowie in weiteren Parzellen vollständig geräumt, damit sie auch im nächsten Jahr wi e- der als Brutplätze dienen können. 1.6 Grünlandpflege Auf dem nicht von den Heckrindern beweideten Grünland wurde wie in jedem Jahr das Win- terfutter für die drei Herden eingebracht. Insgesamt wurden 2013 ca. 90 Großbunde und ca. 300 Kleinbunde gewonnen. Die Weideflächen erhielten nach der Brut zeit einen Schnitt , um Binsen und aufkommendes Gehölz zurückzudrängen. 3 V/0607/2014 1.7 Unterhaltung der Heckrinder-Weiden Aufgrund der Belastung einiger Weide n in der Nähe der Hessenwegbrücke mit dem giftigen Jakobskreuzkraut wurde die südlich angrenzende Fläche als Ausweichweide neu eing e- zäunt. Die betroffenen Flächen wurden mehrmals gemäht, um die Versamung zu unterbi n- den. Durch eine Nachsaat wurde versucht , die Konkurrenzkraft der Gräser zu stärken und das Jakobskreuzkraut zurückzudrängen. Die Bereiche, die durch händisches Ziehen der un- erwünschten Pflanzen bearbeitet werden mussten, sind dadurch wesentlich kleiner gewor- den. Der Erfolg dieser Maßnahme wird sich aber erst in den Folgejahren zeigen. Auf der neu eingezäunten Weide wurde ein Unterstand für die Rinder erstellt, der vollständig aus selbst gewonnenem Holz errichtet wurde. Anfangs gefiel der Herde diese Weide alle r- dings nicht, sodass zusätzlich zum gespannten Stacheldraht zeitweise noch eine Elektrou m- zäunung angebracht werden musste, bis die Ausbruchsversuche einzelner Tiere aufhörten. Die Umzäunung sämtlicher Weiden wurde ungefähr monatlich überprüft und bei Bedarf s o- fort instand gesetzt. 1.8 Unterhaltung der Steuerungssysteme und Wehre 2013 waren mehrere Reparaturen am Emsableiterwehr notwendig. Zuerst w urde in Eigenre- gie die Dichtung eines Absenkrinnenschiebers ersetzt. Im Sommer war das Auswertegerät der Abflussmengenerfassung nach über 12-jähriger Dienstzeit defekt, sodass ein neues Ge- rät eingebaut und in die vorhandene Steuerung eingebunden werden musste. Zum Ende des Berichtsjahres hatte einer der beiden Motoren für die Absenkrinnenschieber einen Defekt, da Wasser eingedrungen war und die Motorelektrik lahm legte. An der Wehrmechanik des Emsableiterstauwehrs musste ein Kugellager in Eigenleistung e r- neuert werden. Die jährliche Wartung der Pumpen erfolgte im Berichtsjahr wegen Persona l- engpässen erst im Mai. 2.0 Ergebnisse der fachlichen Betreuung 2.1 Monitoring Vogelbestände Für 2013 liegen Zähldaten von insgesamt 360 Exkursionstagen vor. Die Bestände der feuchtgebietstypischen Vogelarten wurden mit 139 Vogelarten bzw. deren Unterarten voll- ständig oder teilweise erfasst. Die Brutbestände der meisten Arten haben sich im Vergleich zum Vorjahr nur wenig verä n- dert. Auf einige Besonderheiten wird im Folgenden näher eingegangen. Die niedrigen Temperaturen Anfang des Jahres führten zum Zugstau, dadurch kamen einige Arten später an . Auch auf die Brutvögel wirkten sich die niedrigen Temperaturen aus. Bei- spielsweise fingen die ersten Graugänse Anfang März mit dem Brüten an, gaben aber durch das Zufrieren der Flächen ihre Nester auf oder die Nester wurden wegen der fehlenden V e- getation oftmals ausgeraubt. In diesem Jahr kamen mit dem Uhu, der in der näheren Umgebung erfolgreich brütete und die Rieselfelder zum J agen nutzt , sowie der Kolbenente zwei neue Brutvogelarten hinzu . Mindestens ein Drosselrohrsängerpaar brütete zudem erfolgreich und ü ber die Beringung konnte die erfolgreiche Brut der Bartmeise nachgewiesen werden. Erfreulicherweise waren im Vergleich zum Vorjahr mehr singende Män nchen von Rohr - und Feldschwirl sowie vom Schilf- und Drosselrohrsänger anwesend. Der positive Trend der Lachmöwe in den letzten Jahren wurde auch diesem Jahr fortgesetzt. Neben der Ansammlung von mindestens 620 Lachmöwennestern im Emsableiteranstau wurden im NSG auf mehreren Flächen 190 Nester erfasst. 2.2 Wissenschaftliche Vogelberingung Im Jahr 2013 konnten insgesamt 6 .896 Vögel gefangen und beringt werden. Davon wurden 5.079 Vögel neuberingt und 1.813 eigene Vögel wieder gefangen (teils eigene, teils fremde). Besonders hervorzuheben ist die große Zahl an Neufängen bei den Rohrsängern. Neben 158 Schilfrohrsängern konnten 1.386 Teich - und 353 Sumpfrohrsänger gefangen werden, was bei den zuletzt genannten beiden Arten eine Rekor dzahl darstellt. Bemerkenswert ist darüber hinaus die große Anzahl an Schafstelzen, die fast ausschließlich im August an ihrem abendlichen Schlafplatz gefangen und beringt werden konnten. 4 V/0607/2014 Im Herbst wurde erfolgreich versucht, mit Hilfe von Reusen Krickent en und Bekassinen zu fangen. Wie schon in den beiden vorangegangen Jahren konnte auch 2013 wieder ein Se g- genrohrsänger durch die Beringung nachgewiesen werden. 2.3 Monitoring Pflanzen Wie in den letzten Jahren erfolgte die Vegetationskartierung von Mitte August bis Anfang Ok- tober. Größere Verschiebungen gab es im Vergleich zum Vorjahr nicht. Die Flächengrößen variieren jedoch jedes Jahr etwas, u. a. abhängig von genauen Kartierungszeitraum und den damit verbundenen Wasserständen. Wie in 2012 wurden auch in diesem Jahr das für die Weidetiere giftige Jakobskreuzkraut und einige Neophyten (Neueinwanderer) erfasst. Dabei lässt sich feststellen, dass die Flächen mit Indischem Springkraut und Kanadischer Goldrute zugenommen haben. Die erst seit 2010 im Gebiet n achgewiesene, a us Südafrika stamm ende Laugenblume, die auf offene Schlammflächen angewiesen ist, ist jedoch wieder deutlich zurückgegangen. Die Flächenausdehnung des Jakobs kreuzkrautes als Dominanzbestand hat sich ebenfalls deutlich verringert. Daraus lässt sich schließen, dass die Bekämpfungsmaßnahmen wie Aus- reißen, häufiges Mähen mit anschließender Entsorgung des Mähgutes und die Nachsaat von Gräsern Erfolg gezeigt haben. Bei einigen Flächen, die 2012 von Jakobskreuzkraut dominiert wurden, war die Pflanze nur noch Begleitart. Gleichwohl muss das Jakobs kreuzkraut weiter- hin genau beobachtet werden. 2.4 Untersuchungen der Ringelnatter Population in den Rieselfeldern Die Ringelnatter ist nach der Roten Liste der gefährdeten Pflanzen und Tiere in N RW als stark gefährdet (RL 2) eingestuft. Sie kommt zwar in großen Teilen Deutschlands vor, hat aber lokal und regional viele Bestandseinbußen. In den Rieselfeldern hat sie sich spät etabliert. Erste Beobachtungen gab es i n den Jahren 1994/95. Auf das Vorhandensein einer Population wurde erst im Jahr 2007 aufgrund von vie- len Totfunden geschlossen. Im Rahmen einer Bachelorarbeit wurden 2013 Ringelnattern mithilfe von künstlichen Verst e- cken erfasst. Dabei konnten 102 Individuen durch Fang identifiziert werden. Die Pop ulati- onsgröße dürfte allerdings wesentlich höher sein. Darüber hinaus wurden 13 überfahrene Ringelnattern unterschiedlicher Altersklassen nachgewiesen. Noch nicht geklärt sind die genaue Lage der Eiablageplätze sowie der Überwinterungsorte, welche sich vermutlich in den nahen Waldstrukturen befinden. 2.5 Faunistische Untersuchung zum Vorkommen von Fledermäusen in den Rieselfeldern Münster Die erstmalige Erfassung der Fledermäuse in den R ieselfeldern erfolgte 1998/99 und wurde 2013 aktualisiert. Alle damals aufgefundenen Arten konnten bestätigt werden. Die Breitflügel- fledermaus, die Fransenfledermaus und das Braune Langohr wurden neu nachgewiesen. Die an vielen Stellen anzutreffende Zwergfledermaus ist im Gebiet die häufigste Art. Der Nachweis von insgesamt acht Fledermausarten zeichne t das Untersuchungsgebiet als wertvolles Jagdgebiet für Fledermäuse aus. 2.6 Nachtfalter im NSG Rieselfelder Münster 2013 wurde mit einer umfangreichen Erfassung der Nachtfalter begonnen, die Untersuchun- gen werden in 2014/15 fortgeführt. 124 Nachtfalter-Arten konnten bisher gesichtet werden. Davon sind 2 Arten (z. B. die Sumpf- gras-Spannereule) in der Roten Liste NRW Kategorie RL 1 (vom Aussterben bedroht) zuz u- ordnen, 3 Arten der Kategorie RL 2 (stark gefährdet) und 15 Arten gelten als gefährdet (RL 3). Weitere 15 Arten stehen auf der Vorwarnliste (V) und 87 Arten werden als ungefährdet geführt. 5 V/0607/2014 3. Bericht nach EG-Vogelschutzrichtlinie Dieser Bericht ist eine Dienstleistung für das Land NRW, das damit seine Verpflichtungen gegenüber dem Bund und der EU nachkommen kann. Turnusgemäß ist der Bericht alle drei Jahre zu erstellen, die LANUV übernimmt hier die Federführung. 4. Öffentlichkeitsarbeit und Medien 3.233 Teilnehmer besuchten in 2013 insgesamt 192 Veranstaltungen. Dies sind gegenüber dem Vorjahr leicht gestiegene Werte. Die Entwicklung in den verschiedenen Veranstaltung s- kategorien verlief jedoch sehr unterschiedlich. Die Anzahl der zustande gekommenen Ve r- anstaltungen aus dem Programmheft der Biologischen Station war sta rk rückläufig. Beso n- ders stark war der Rückgang an Kinderveranstaltungen. Zugenommen haben die gesondert gebuchten Führungen und die Zahl der Schulklassen, die die Rieselfelder unter Anleitung der Biologischen Station besuchen. Aktionen mit Kinderga r- tengruppen und Kindergeburtstage fanden in vergleichbarer Größenordnung wie im Vorjahr statt. Der Rieselfeldhof war ferner wieder Tagungsort der Naturschutz-Regionalkonferenz Münster- land, die am 7. Juni die Chancen und Probleme der Energiewende als Schwerpunkt thema hatte. Ein Höhepunkt des Veranstaltungsreigens in den Rieselfeldern war das vierte interna- tionale Jungimkertreffen. 14 Mannschaften aus 12 Ländern verglichen sich in ihrem Wissen um Bienen-, Pflanzen- und Honigkunde. Bereits am 30 Juni folgte mit dem „Heimatfrühstück“ des Fördervereins der NRW-Stiftung Naturschutz, Heimat und Kulturpflege mit 150 geladenen Gästen ein weiteres Highlight am Rieselfeldhof. Neben der Bedienung des lokalen und regionalen Presseverteilers mit Informationen zu Ve r- anstaltungen, gab es auch in 2013 Interviews mit Zeitungen, Radio- und Fernsehstationen. 5. Schäden und negative Entwicklungen Zweimal wurde in 2013 die Spendenbox am Turm aufgebrochen und an einer Hütte die Pl e- xiglasabdeckung einer Schautafel zerstört. Am NSG Hur onensee musste eine Müllablag e- rung beseitigt werden. 6. Benennung der Arbeitsschwerpunkte für das folgende Jahr Der Umfang der zu erbringenden Arbeiten ist durch das Leistungsverzeichnis festgelegt. Darüber hinaus gehende Arbeiten sind auch für 2014 im Wesentlichen die Entlandung von zugewachsenen Schilfflächen und Schaffung von offenen Wasserflächen (Blänken) im Rah- men eines gesondert von der Stiftung Umwelt und Entwicklung NRW geförderten Projektes. 7. Sonstige Betreuungsaufgaben 7.1 Praktikanten in den Rieselfeldern In 2013 wurden fünf Schülerpraktikantinnen und -praktikanten sowie sechs Praktikantinnen und Praktikanten verschiedener Universitäten betreut. Zusätzlich dienten zwei Praktika zur Vorbereitung auf ein naturwissenschaftliches Studium. Zwei Personen konnten im Rahmen von Arbeitsmaßnahmen zur beruflichen Integration in Zusammenarbeit mit dem Förderkreis Sozialpsychiatrie Münster betreut werden. Zusätzlich haben zwei Personen im Zuge von Rehabilitationsmaßnahmen die Station stundenweise bzw. im Rahmen eines Praktikums unterstützt. 7.2 Verkehr Die Verkehrszählung am 9. April 2013 an der Kreuzung Coermühle / Hessenweg lieferte mit 2.415 gezählten KFZ im Zeitraum von 2003 - 2013 das zweithöchste Zählergebnis. Herausragend war die Anzahl von 1.01 6 Fahrzeugen auf der Coermühle in Fahrtrichtung Heidekrug (2003 - 2012: 792 - 918 Fahrzeuge). Vor allem der morgendliche Berufsverkehr zwischen 6 - 10 Uhr mit einem Spitzenwert von 199 KFZ zwischen 7 - 8 Uhr fiel deutlich hö- her aus als in den Vorjahren (1 64 KFZ in 2012). Auch in Fahrtrichtung Gittrup ist gegenüber den Vorjahren ein erhöhtes Verkehrsaufkommen vor allem zwischen 16 - 18 Uhr feststellbar. 6 V/0607/2014 Höchstwerte waren in 2013 für die auswärtigen Kennzeichen WAF und ST zu verzeichnen. Dies verdeutlicht, d ass ein nicht unerheblicher Teil die Coermühle als Durchfahrtsstraße in Richtung Innenstadt nutzt. Bemerkenswert ist, dass trotz eines Verbotes Lastkraftwagen regelmäßig die Coermühle nutzten. Am Zähltag waren es 20 LKWs. Wie jedes Jahr bleibt es nicht aus , dass es zu U n- fällen mit Lastkraftwagen kommt. Die meisten LKWs (Schüttcontainer, Fahrzeuge mit Recyc- ling-Werbeschriften) sind offensichtlich Fahrzeuge, die zum Müllzentrum wollen. Nach wie vor wird auf der Coermühle und auch auf dem Hessenweg zu schnell gefahren. Beleg dafür sind zahlreiche überfahrene Tiere. Personalsituation In 2013 wurden eingesetzt: 3 Angestellte, 2 Kräfte aus dem freiwilligen ökologischen Jahr, 4 studentische Hilfskräfte (jeweils im Mittel nur 3 Wochen), 9 Ehrenamtliche mit untersc hiedlichem Zeitengagement, Obstwiese n- gruppe mit 2 - 5 Personen sowie 11 Honorarkräfte für Führungen und die Amphibienerfassung. Bewertung der unteren Landschaftsbehörde Die im Jahr 2013 durchgeführten Pflege -, Entwicklungs- und Unterhaltungsmaßnahmen wurden bei einem Ortstermin am 19.03.2014 stichprobenartig von der unteren Landschaftsbehörde über- prüft. Es ergaben sich keine Beanstandungen. Auch der Abgleich des Jahresberichtes mit dem Leistungsverzeichnis ergab, dass die Projektziele der Betreuung erreicht worden sind. I.V. gez. Thomas Paal Stadtrat
Beratungsverlauf (3)
Beschluss: zur Kenntnis genommen
Zur SitzungBeschluss: zur Kenntnis genommen
Zur SitzungBeschluss: zur Kenntnis genommen
Zur SitzungOrte (2)
- Hessenweg
- Coermühle
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Details
- Aktenzeichen
- V/0607/2014
- Typ
- Vorlagen
- Datum
- 28.08.2014
- Erstellt
- 06.10.2020 14:37