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V/0879/2007

Verkehrsuntersuchung zum Hansa-BusinessPark Münster

Vorlagen 26.10.2007

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Nächste Beratung: Ausschuss für Stadtplanung, Stadtentwicklung, Verkehr und Wirtschaft, Sitzung am 06.12.2007, TOP 7.9

Berichtsvorlage

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Berichtsvorlage

10321 Zeichen

V/0879/2007 
DER OBERBÜRGERMEISTER 
Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung 
 
 
 
 
 
 
 
Betrifft 
 
Verkehrsuntersuchung zum Hansa-BusinessPark Münster 
 
 
 
Beratungsfolge 
 
 
22.11.2007 Bezirksvertretung Münster-Hiltrup Bericht 
29.11.2007 Bezirksvertretung Münster-West Bericht 
06.12.2007 Ausschuss für Stadtplanung, Stadtentwicklung, Verkehr und Wirtschaft Bericht 
 
 
Bericht: 
 
Die „Verkehrsuntersuchung Hansa-BusinessPark Münster“ (Oktober 2007) ist die Fortschreibung 
der „Verkehrsuntersuchung Autobahnanschluss Münster-Hiltrup“ aus dem Jahr 2000. Beide Un-
tersuchungen wurden von der Ingenieurgruppe IVV aus Aachen ausgearbeitet.  
 
Für das anstehende Bebauungsplanverfahren musste die Verkehrsuntersuchung aus dem Jahr 
2000, in der die verkehrlichen Grundlagen zur Beurteilung des Verkehrswertes der geplanten 
Anschlussstelle Münster-Hiltrup heraus gearbeitet wurden, überarbeitet werden, um die verkehr-
lichen Grundlagendaten zum Bebauungsplanverfahren für den Hansa-BusinessPark sowie die 
Eingangsdaten für die schalltechnischen Berechungen zu ermitteln. Seit 2000 haben sich sowohl 
die allgemeinen verkehrlichen Rahmenbedingungen der Stadt Münster als auch das Nutzungs-
konzept für den Hansa-BusinessPark verändert. Darüber hinaus musste der Prognosehorizont 
von 2015 auf 2020 verlängert werden. 
 
Zur Beurteilung der Ist-Situation und der zukünftigen Verkehrssituation wurden vom Gutachter 
folgende Planfälle berechnet: 
 
• Analyse (Ist-Situation)  Bezugsjahr 2005 
• Prognose-Null-Fall   Bezugsjahr 2020 ohne die neue Anschlussstelle 
und ohne den Hansa- BusinessPark 
• Prognose mit Anschlussstelle Bezugsjahr 2020 mit der neuen Anschlussstelle  
MS-Hiltrup, aber ohne den Hansa-BusinessPark 
• Prognose mit Anschlussstelle Bezugsjahr 2020  
und Hansa-BusinessPark 
• Prognose mit Anschlussstelle, Bezugsjahr 2020 
Hansa-BusinessPark und 
alternativer Anbindung 
 
     
Vorlagen-Nr.: 
V/0879/2007 
Auskunft erteilt: 
Herr  Renkhoff 
Ruf: 
492 61 52 
E-Mail: 
Renkhoff@stadt-muenster.de 
Datum: 
25.10.2007 
Öffentliche Berichtsvorlage

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V/0879/2007 
 
Die wichtigsten Ergebnisse im Überblick 
 
Analyse / Ist-Situation  
 
Die Wiedaustraße und der Kappenberger Damm werden heutzutage mit bis zu 10.000 Kfz/24h 
belastet. Der Lkw-Anteil liegt bei ca. 6 %. Im südlichen Abschnitt der Heroldstr. liegt die Quer-
schnittsbelastung bei 5.300 Kfz/24h und im nördlichen Abschnitt (Waldsiedlung) bei 7.700 
Kfz/24h. 
 
Die vorhandenen Verkehrsbelastungen im Umfeld des geplanten Autobahnanschlusses und des 
geplanten Hansa-BusinessParkes können problemlos abgewickelt werden. Es besteht aktuell 
kein Handlungsbedarf zur Abwicklung des Kfz-Verkehrs. 
 
Prognose-Null-Fall  
 
Im Prognose-Null-Fall unterstellt der Gutachter eine allgemeine Kfz-Verkehrszunahme von ca. 
8% bis zum Prognosejahr 2020. Nicht berücksichtigt werden in diesem Planfall die Verkehrsent-
wicklungen, die durch den Hansa-Businesspark entstehen. Im Vergleich zur Analyse / Ist-
Situation wird erwartet, dass im Zuge der Wiedaustr. und des Kappenberger Dammes die Quer-
schnittsbelastungen um ca. 1.500 bis 2.000 Kfz/24h auf bis zu 12.100 Kfz/24h ansteigen. Die 
Verkehrsbelastungen im Zuge der Heroldstraße liegen bei 6.500 Kfz/24h bzw. 8.800 Kfz/24h 
(Waldsiedlung). Entsprechend der allgemeinen Verkehrszunahmen steigt auch das Lkw-
Aufkommen. 
 
Die erwarteten Kfz-Verkehrszunahmen bis zum Jahr 2020 können weiterhin im vorhandenen 
Straßennetz abgewickelt werden. 
 
 
Prognose mit Anschlussstelle  
 
Dieser Planfall baut auf dem Prognose-Null-Fall auf und wurde um die geplante BAB Anschluss-
stelle Münst
er-Hiltrup erweitert, allerdings ohne Berücksichtigung des Hansa-BusinessParkes. 
Die geplante Anschlussstelle wird täglich von bis zu 14.200 Kfz/24h befahren. Diese Belastung 
unterstreicht den hohen Verkehrswert, den die Anschlussstelle auch ohne den geplanten Hansa-
BusinessPark für die Stadt Münster hat. Dies wurde bereits mit der Verkehrsuntersuchung aus 
dem Jahr 2000 nachgewiesen. Diese für das Straßennetz der Stadt Münster bedeutende Stra-
ßennetzerweiterung hat erheblichen Einfluss auf die Routenwahl der Verkehrsteilnehmer. 
 
Bereits heute wird die BAB A1 zwischen den An schlussstellen Münster-Nord und Münster-Süd 
von 10.000-15.000 Kfz/24h genutzt, um den Innenstadtber eich von Münster zu umfahren. Mit der 
Anschlussstelle Münster-Hiltrup wird diese sc hnelle und attraktive Wegeverbindung zwischen 
dem Norden der Stadt Münster bzw. dem nordw estlichen Münsterland und dem Süden der Stadt  
Münster deutlich verbessert. Kfz-Fahrten, die bisher über die Weseler Str., den Dingbänger Weg 
und die Heroldstraße abgewickelt werden, um in den Süden der Stadt Münster zu gelangen, 
können dann die schnelle Verbindung über die Autobahnen nutzen. Hierdurch wird unter ande-
rem das innerstädtische Straßennetz entlastet. Die Verkehrsbelastungen im Zuge der Heroldstr. 
und des Dingbängerweges werden dann gegenüber dem Prognose-Null-Fall abnehmen. Danach 
wird die Heroldstraße von 4.900 Kfz/24h bzw 7.100 Kfz/24 (Waldsiedlung) belastet. Im Zuge des 
Kappenberger Dammes (südlich der Heroldstraße) und im Zuge der Wiedaustraße nehmen die 
Verkehrsbelastungen erwartungsgemäß deutlich zu. Diese beiden Straßenabschnitte überneh-
men die Funktion eines Autobahnzubringers, so dass Verkehrsbelastungen von bis zu 16.400 
Kfz/24h für den Kappenberger Damm prognostiziert werden. Im weiteren Verlauf der Wie-
daustr./Amelsbürener Straße verteilt sich das zusätzliche, von der Anschlussstelle ausgelöste 
Verkehrsaufkommen, sehr schnell. Am Knotenpunkt Marktallee/Westfalenstraße können gegen-
über dem Prognose-Null-Fall schon keine zusätzlichen Kfz-Fahrten mehr festgestellt werden.

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V/0879/2007 
 
Das zu erwartende Verkehrsaufkommen kann über das vorhandene innerstädtische Straßennetz 
abgewickelt werden. 
 
 
Prognose mit Anschlussstelle und Hansa-BusinessPark  
 
Den Berechungen dieses Planfalles wurde zusätzlich das geplante Gewerbe- und Industriege-
lände Hansa-BusinessPark zugrunde gelegt. Laut Berechnungen des Gutachters lösen die ge-
planten Strukturen (3.200 Arbeitsplätze) des Hansa-BusinessParkes ca. 9.400 Pkw-Fahrten/24h 
und ca. 1.500 Lkw-Fahrten/24h aus. Im Zusammenhang mit der neuen Anschussstelle werden 
sich im direkten Umfeld  ganz neue Verkehrsbeziehungen und Verkehrsverteilungen einstellen. 
Im Jahr 2020 werden viele Wege, die heute im Netz abgewickelt werden, über andere Straßen 
verlaufen. Die Ursachen hierfür sind vor allem veränderte Strukturen. Es entwickelt sich nicht nur 
der Hansa-BusinessPark und auch das Gewerbegebiet Loddenheide oder die Nutzungen im Ha-
fengebiet.  Viele weitere Veränderungen werden das Verkehrsgeschehen in Münster bis 2020 
nachhaltig beeinflussen.  
 
Die Verkehrsbelastungen der neuen Anschlussstelle steigen in diesem Planfall auf ca. 19.300 
Kfz/24h an. Hiervon entfallen anteilig auf den Hansa-BusinessPark ca. 5.600 Kfz/24h. Die neue 
Querspange zwischen Wiedaustraße und dem Kappenberger Damm wird mit ca. 8.800 Kfz/24h 
belastet. Durch die Querspange wird jedoch der Knotenpunkt Kappenberger 
Damm/Heroldstr/Wiedaustr. spürbar entlastet.  
 
Gegenüber dem Planfall „Prognose mit Anschlussstelle“ nehmen die Verkehrsbelastungen im 
Zuge der Heroldstraße wieder zu, ausgelöst durch Quell- und Zielverkehr zwischen Mecklenbeck 
und den neuen Strukturen des Hansa-BusinessParkes. Für die Heroldstraße wurden 5.600 
Kfz/24h bzw. im Bereich der Waldsiedlung 7.800 Kfz/24h prognostiziert.  
 
Die Anbindung des Hansa-BusinessParkes an den Kappenberger Damm und an die  Wie-
daustraße soll nach den momentanen Planungen über leistungsfähige Kreisverkehre erfolgen. 
Hierdurch wird gewährleistet, dass das prognostizierte Verkehrsaufkommen mit den notwendigen 
Verkehrsqualitäten störungsfrei abgewickelt werden kann. 
 
 
Prognose mit Anschlussstelle Hansa-BusinessPark und alternativer Anbindung  
 
In diesem Planfall wird eine andere Anbindung des südlichen Teils des Hansa-BusinessParks 
untersucht. Die in dem vorherigen Planfall noch enthaltene Querspange entfällt. Die Anbindung 
des südlichen Teils  Hansa-BusinessPark erfolgt direkt über die Wiedaustraße und den Kappen-
berger Damm mit Hilfe von zwei lichtsignalgeregelten Knotenpunkten. Der zentrale Knotenpunkt 
Wiedaustraße, Heroldstraße/Kappenberger Damm zu einem Kreisverkehr umgebaut werden 
 
Durch den Wegfall der Querspange wird vor allem der Knotenpunkt Wiedaustraße/Kappenberger 
Damm/Heroldstraße stark belastet. Insgesamt müssen nach den vorliegenden Berechnungen 
täglich ca. 18.200 Kfz/24h über diesen neuen Kreisverkehr abgewickelt werden. Gegenüber dem 
Planfall mit der Querspange als Erschließung für den Hansa-Businesspark ist dies für den Kno-
tenpunkt eine Zunahme von über 30%. Weitere nennenswerte Veränderungen gegenüber dem 
Planfall mit der Querspange konnten nicht festgestellt werden. 
 
Die Vor- und die Nachteile der alternativen Anbindung des Hansa-BusinessParkes werden im B-
Planverfahren aufgearbeitet. Grundsätzlich ist die Abwicklung des Verkehrsaufkommens auch 
bei einer alternativen Anbindung möglich. Ausschlaggebend sind die Umweltauswirkungen 
(Lärm, Schadstoffe) auf die bestehende Randnutzung.

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V/0879/2007 
 
Fazit:  
 
Die Entwicklung des Hansa-BusinessParkes und die verkehrlichen Auswirkungen der 
neuen Anschlussstelle Münster-Hiltrup führen lediglich im direkten Umfeld der Planungen 
zu deutlichen Verkehrszunahmen, die jedoch von dem vorhandenen Straßenzügen aufge-
nommen werden können. In den Stadtteilen Hiltrup, Amelsbüren, Mecklenbeck wird sich 
das Verkehrsaufkommen nur geringfügig bis gar nicht verändern. 
 
Im Zusammenspiel mit der neue Anschlussstelle Münster-Hiltrup wirken die A1 und die 
A43 für bestimmte Fahrbeziehungen im Stadtgebiet wie eine Umgehungsstraße. Hierdurch 
werden innerstädtische Straßenzüge zu Lasten der Autobahnen entlastet.  
 
Die Verkehrsuntersuchung Hansa-BusinessPark Münster kann auf der Internetseite des Amtes 
für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung eingesehen und als PDF-Datei herunterge-
laden werden. www.muenster.de/stadt/stadtplanung/verkehrsplanung.html
 
 
Die Parteien in den Bezirksvertretungen und im Planungsausschuss erhalten jeweils 2 Druckex-
emplare des Verkehrsgutachtens. 
 
 
i.V. 
 
gez. 
Schultheiß 
Stadtdirektor

Beratungsverlauf (3)

22.11.2007 Bezirksvertretung Münster-Hiltrup
TOP 4.1 Bericht Entscheidung

Beschluss: zur Kenntnis genommen

Zur Sitzung
29.11.2007 Bezirksvertretung Münster-West
TOP 4.1 Bericht Entscheidung

Beschluss: zur Kenntnis genommen

Zur Sitzung
06.12.2007 Ausschuss für Stadtplanung, Stadtentwicklung, Verkehr und Wirtschaft
TOP 7.9 Bericht Entscheidung

Beschluss: zur Kenntnis genommen

Zur Sitzung

Orte (9)

  • Weseler Straße
  • Heroldstraße
  • Wiedaustraße
  • Kappenberger Damm
  • Amelsbürener Straße
  • Westfalenstraße
  • Umgehungsstraße
  • Loddenheide
  • Marktallee

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Vorlagen-Nr.
V/0879/2007
Typ
Vorlagen
Datum
26.10.2007
Erstellt
06.10.2020 14:37