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V/1123/2016

Basisinformationen Jobcenter

Vorlagen 15.12.2016

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Nächste Beratung: Ausschuss für Soziales, Stiftungen, Gesundheit, Verbraucherschutz und Arbeitsförderung, Sitzung am 18.01.2017, TOP 12

Anlage_2_Mittelabfluss_EGT_Stand_2016_12_05

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Anlage_2_Mittelabfluss_EGT_Stand_2016_12_05

3248 Zeichen

Mittelabfluss Eingliederungstitel (EGT) 
Stand 05.12.2016 
 
 
Vermittlungsbudget 724.404,47 6,04% 498.328,53 4,16% 11.878,42 0,10% 214.197,52 1,79%
Reisekosten für Meldepflichten 700,00 0,01% 396,36 0,00% 0,00 0,00% 303,64 0,00%
Aktivierung und berufliche Eingliederung 3.329.422,82 27,78% 2.226.696,50 18,58% 84.685,18 0,71% 1.018.041,14 8,49%
Summe 4.054.527,29 33,83% 2.725.421,39 22,74% 96.563,60 0,81% 1.232.542,30 10,28%
Förderung berufl.  Weiterbildung (FbW) 2.978.796,25 24,85% 1.636.619,49 13,66% 12.593,38 0,11% 1.329.583,38 11,09%
Summe 2.978.796,25 24,85% 1.636.619,49 13,66% 12.593,38 0,11% 1.329.583,38 11,09%
Eingliederungszuschüsse (EGZ) 366.403,70 3,06% 279.108,67 2,33% 8.567,05 0,07% 78.727,98 0,66%
Eingliederungszuschuss für AN ab 50 Jahre 37.556,65 0,31% 7.556,65 0,06% 0,00 0,00% 30.000,00 0,25%
unbefristeter Beschäftigungszuschuss (BEZ) (bis 31.03.2012) 653.881,13 5,46% 632.613,57 5,28% 11.867,91 0,10% 9.399,65 0,08%
Förderung von Arbeitsverhältnissen (FAV( (ab 01.04.2012) 657.218,85 5,48% 527.771,83 4,40% 0,00 0,00% 129.447,02 1,08%
Einstiegsgeld 74.270,83 0,62% 65.046,38 0,54% 0,00 0,00% 9.224,45 0,08%
Begleitende Hilfen für Selbstständige 20.000,00 0,17% 6.654,46 0,06% 8.575,00 0,07% 4.770,54 0,04%
Summe 1.809.331,16 15,10% 1.518.751,56 12,67% 29.009,96 0,24% 261.569,64 2,18%
Berufsausbildung in außerbetrieblichen Einrichtungen 359.942,80 3,00% 320.801,37 2,68% 34.312,03 0,29% 4.829,40 0,04%
Einstiegsqualifizierung (EQ) 42.612,81 0,36% 42.058,61 0,35% 324,00 0,00% 230,20 0,00%
ausbildungsbegleitende Hilfen (abH) 119.871,00 1,00% 92.664,00 0,77% 8.910,00 0,07% 18.297,00 0,15%
Summe 522.426,61 4,36% 455.523,98 3,80% 43.546,03 0,36% 23.356,60 0,19%
Ausbildungszuschuss 43.863,68 0,37% 26.297,32 0,22% 0,00 0,00% 17.566,36 0,15%
Probebeschäftigung behinderter Menschen 10.000,00 0,08% 3.409,70 0,03% 1.704,85 0,01% 4.885,45 0,04%
Probebeschäftigung schwerbehinderter Menschen 105.107,02 0,88% 89.173,07 0,74% 4.560,00 0,04% 11.373,95 0,09%
Eingliederungszuschüsse f. Behinderte [222] 37.528,82 0,31% 28.108,82 0,23% 0,00 0,00% 9.420,00 0,08%
Eingliederungszuschüsse f. Schwerbehinderte [223] 864.191,21 7,21% 797.357,93 6,65% 17.885,84 0,15% 48.947,44 0,41%
besondere Maßnahmen zur Weiterbildung Reha 202.421,33 1,69% 129.909,02 1,08% 5.555,50 0,05% 66.956,81 0,56%
Summe 1.263.112,06 10,54% 1.074.255,86 8,96% 29.706,19 0,25% 159.150,01 1,33%
Arbeitsgelegenheit  Mehraufwand 864.343,54 7,21% 715.612,69 5,97% 135.343,55 1,13% 13.387,30 0,11%
Summe 864.343,54 7,21% 715.612,69 5,97% 135.343,55 1,13% 13.387,30 0,11%
Freie Förderung (§ 16f SGB II) 416.312,22 3,47% 296.754,60 2,48% 18.560,74 0,15% 100.996,88 0,84%
Summe 416.312,22 3,47% 296.754,60 2,48% 18.560,74 0,15% 100.996,88 0,84%
Sonstiges 76.000,00 0,63% 71.066,48 0,59% 4.933,52 0,04% 0,00 0,00%
Summe 76.000,00 0,63% 71.066,48 0,59% 4.933,52 0,04% 0,00 0,00%
Gesamtsumme 11.984.849,13 € 100,00% 8.494.006,06 € 70,87% 370.256,97 € 3,09% 3.120.586,11 € 26,04%
Beschäftigung schaffende Leistungen
Freie Förderung
Sonstiges
Ausgaben 2016 Mittelbindungen 
2016
Beratung und Unterstützung der Arbeitsuche
Qualifizierung
Beschäftigung begleitende Leistungen
Maßnahmen für Jüngere
Budget % % % Verfügbares 
Budget %
Leistungen für Menschen mit Behinderung

Berichtsvorlage

15265 Zeichen

V/1123/2016 
DER OBERBÜRGERMEISTER 
Jobcenter 
 
 
 
 
 
 
 
Betrifft 
 
Basisinformationen Jobcenter 
 
 
 
Beratungsfolge 
 
 
18.01.2017 Ausschuss für Soziales, Stiftungen, Gesundheit, Verbraucherschutz und 
Arbeitsförderung Bericht 
 
 
Bericht: 
 
 
1.) Strukturdaten, Kennzahlen und weitere Ergänzungsgrößen 
 
Im aktuellen Berichtmonat Juli 2016 befinden sich insgesamt 21.935 Perso nen in Bedarfsg e-
meinschaften, dies sind 17 Personen weniger als im Vormonat und 141 Personen weniger als im 
Vorjahr (vgl. Abbildung 1). Der Bestand der Personen im Regelleistungsbezug setzt sich zusa m-
men aus 14.672 erwerbsfähigen Leistungsberechtigten und 6.054 nicht erwerbsfähigen Lei s-
tungsberechtigten. Im Vergleich zum Vormonat sind die Bestände dieser beiden Personengru p-
pen weitgehend konstant, gegenüber dem Vorjahr zeigen sich die Bestandszahlen reduziert.   
 
Zum Jahresende 2016 und insbesondere in der ersten Jahreshälfte 2017 wird erwartet, dass die 
sukzessive Abarbeitung von offenen Asylverfahren durch das Bundesamt für Migration und 
Flüchtlinge (BAMF) und die vermehrte Ausstellung von humanitären Aufenthaltstiteln zu prägnan-
ten Zuwachsraten im Personenbestand des Jobcenters führen wird. 
 
 
Vorlagen-Nr.: 
  
V/1123/2016 
Auskunft erteilt: 
Frau Nilles 
Ruf: 
492-9002 
E-Mail: 
Nilles@stadt-muenster.de 
Datum: 
15.12.2016 
Öffentliche Berichtsvorlage

2 
V/1123/2016 
 
 
Abbildung 1: Strukturdaten 
 
Die Ausgabensummen für Leistungen zum Lebensunterhalt und für Unterkunft und Heizung sind 
weitgehend konstant (vgl. Abbildung 2). Die  Quote zur Nachhaltigkeit der Integrationen ist im 
Vergleich zum Vormonat erneut deutlich um 0,5 % angestiegen und liegt im Berichtsmonat April 
2016 bei 68,1 %.  
 
 
Abbildung 2: Kennzahlen und Ergänzungsgrößen 
 
Die Arbeitslosenquote liegt im Oktober 2016 unverändert bei 5,7 % (vgl. Abbildung 3). Im 
Rechtskreis SGB II sind 44 Arbeitslose mehr zu zählen. Der Bestand der jungen arbeitslosen 
Menschen hat sich im Vergleich zum Vormonat noch einmal reduziert,  während der Bestand der 
Ausländer deutlich angestiegen ist. Im Vergleich zum Vorjahr zeigen beide Personengruppen 
deutliche Zuwächse im Bestand.  
 
Dies ist darauf zurückzuführen, dass in den Monaten September 2016 und Oktober 2016 ve r-
mehrt Geflüchtete in den Leistungsbezug nach dem SGB II eingemündet sind. Da die Bund e-
sagentur für Arbeit die Arbeitslosenstatistik deutlich früher als die sonstigen Daten der Grunds i-
Kennzahlen und Ergänzungsgrößen Berichtsmonat Vormonat Vorjahresmonat Vorjahr
Juli 16 Juni 16 Abweichung Juli 15 Abweichung Durchschnitt
 K1 - Summe der Leistungen zum Lebensunterhalt 
 (Monatswert) 4.152.702         4.157.794         -0,1% 4.100.081         1,3% 3.934.445     
 Jahresfortschritt der Leistungen zum Lebensunterhalt
 (kumulierte Werte Januar bis Juli) 29.068.865       24.921.884       28.491.535       2,0%
 K1E1 - Summe der Leistungen für Unterkunft und Heizung
 (Monatswert) 4.616.257         4.589.493         0,6% 4.612.275         0,1% 4.475.769     
 Jahresfortschritt der Leistungen für Unterkunft und Heizung
 (kumulierte Werte Januar bis Juli) 32.067.477       27.460.723       31.978.075       0,3%
 K1E2 - Zahl der erwerbsfähigen Leistungsberechtigten
 (Monatswert) 14.672             14.654             0,1% 14.745             -0,5% 14.447          
 K2E3 - Nachhaltigkeit der Integrationen* 
 (Durchschnittswert der vergangenen zwölf Monate) 68,1                 67,8                 0,5% 64,2                 6,1% 61,6             
 * Berichtsmonat April 2016 
Strukturdaten Berichtsmonat Vormonat Vorjahresmonat Vorjahr
Juli 16 Juni 16 Abweichung Juli 15 Abweichung Durchschnitt
Personen in Bedarfsgemeinschaften 21.935             21.952             -0,1% 22.076             -0,6% 21.936          
männlich 11.070             11.057             0,1% 11.047             0,2% 11.000          
weiblich 10.865             10.895             -0,3% 11.029             -1,5% 10.936          
Erwerbsfähige Leistungsberechtigte (ELB) 14.672             14.654             0,1% 14.745             -0,5% 14.589          
männlich 7.377               7.362               0,2% 7.302               1,0% 7.242            
weiblich 7.295               7.292               0,0% 7.443               -2,0% 7.348            
Nichterwerbsfähige Leistungberechtigte (NEF) 6.054               6.057               0,0% 6.230               -2,8% 6.181            
männlich 3.052               3.043               0,3% 3.142               -2,9% 3.132            
weiblich 3.002               3.014               -0,4% 3.088               -2,8% 3.049            
Erwerbstätige Leistungsbeziehende* 4.451               4.454               -0,1% 4.558               -2,3% 4.540            
abhängig erwerbstätig 4.173               4.172               0,0% 4.241               -1,6% 4.227            
mit Einkommen bis zu 450 € 2.162               2.166               -0,2% 2.208               -2,1% 2.196            
mit Einkommen über 450 € bis 850 € 806                  817                  -1,3% 824                  -2,2% 842              
mit Einkommen über 850 € bis 1200 € 627                  632                  -0,8% 620                  1,1% 607              
mit Einkommen über 1200 € 578                  557                  3,8% 589                  -1,9% 582              
selbständig erwerbstätig 326                  331                  -1,5% 365                  -10,7% 365              
* Berichtsmonat Juni 2016

3 
V/1123/2016 
 
cherung veröffentlicht, lässt sich hieran die zu Abbildung 1 beschriebene erwartete Entwicklun g 
bereits belegen. Es ist zu erkennen, dass deutlich mehr junge ausländische Arbeitslose zu b e-
treuen sind.  
 
Arbeitslose Berichtsmonat Vormonat Vorjahresmonat VorjahrBerichtsmonat: Jul. 15
Oktober 16 September 16 Abweichung Oktober 15 Abweichung Durchschnitt
 Arbeitslosenquote Münster (in %) 5,7             5,7                   0,0% 5,7                   0,0% 5,8               
 Anteil SGB II an Arbeitslosenquote (in %) 70,2              70,2              0,0% 68,4                 2,6% 68,6             
 Bestand Arbeitslose SGB II 6.520               6.476               0,7% 6.348               2,7% 6.368            
 männlich 3.718               3.684               0,9% 3.563               4,4% 3.574            
 weiblich  2.802               2.792               0,4% 2.785               0,6% 2.793            
    15 bis unter 25 Jahre 581                  587                  -1,0% 494                  17,6% 500              
    50 Jahre und älter 1.912               1.916               -0,2% 1.931               -1,0% 1.915            
    Schwerbehinderte 371                  379                  -2,1% 386                  -3,9% 388              
    Ausländer 1.971               1.820               8,3% 1.579               24,8% 1.529            
    Langzeitarbeitslose 3.583               3.597               -0,4% 3.533               1,4% 3.515            
 
Abbildung 3: Arbeitslose 
 
Im Berichtsmonat Juli 2016 sind insgesamt 447 Sanktionen wirksam (vgl. Abbildung 4). Dies i st 
ein deutlich geringerer Wert als im Vormonat und im Vorjahr.  Die Sanktionsquote in Münster ist 
auf 2,3 % gesunken. Die durchschnittliche Kürzungshöhe ist zuletzt angestiegen und liegt bei 
98,52 €. Der Anstieg ist u. a. darauf zurückzuführen, dass der Anteil der Pflichtverletzungen (h ö-
herer Sanktionsbetrag) im Verhä ltnis zu Meldeversäumnissen (niedrigerer Sanktionsbetrag) z u-
letzt leicht gestiegen ist.  
 
Sanktionen Berichtsmonat Vormonat Vorjahresmonat Vorjahr
Juli 16 Juni 16 Abweichung Juli 15 Abweichung Durchschnitt
 Anzahl der wirksamen Sanktionen 447                    470                        -4,9% 486                        -8,0% 479                   
 Anzahl Personen mit mindestens einer Sanktion 331                    353                    -6,2% 371                        -10,8% 372                   
 Deutsche 264                    283                    -6,7% 299                        -11,7% 298                   
 Ausländer 67                      70                      -4,3% 72                          -6,9% 74                     
 Sanktionsquote 
 Münster 2,3                     2,4                         -6,3% 2,5                         -9,9% 2,5                    
 Nordrhein-Westfalen 2,7                     2,7                         1,8% 2,7                         2,4% 2,8                    
 Deutschland 3,2                     3,1                         3,6% 3,0                         6,4% 3,0                    
 Durchschnittliche Höhe der Kürzung 
 Münster 98,52 €               90,77 €                   8,5% 93,79 €                   5,0% 91,44 €               
 Nordrhein-Westfalen 104,42 €             104,11 €                 0,3% 103,15 €                 1,2% 102,99 €            
 Deutschland 108,49 €             109,27 €                 -0,7% 107,74 €                 0,7% 107,55 €            
 
Abbildung 4: Sanktionen 
 
Im dritten Quartal 2016 wurden 181 Vorgänge auf das Vorliegen einer Ordnungswidrigkeit geprüft 
(vgl. Abbildung 5). Insgesamt wurden 66 Bußgeldbescheide erlassen. Im Zeitraum sind 16 Ei n-
sprüche zu zählen.

4 
V/1123/2016 
 
 
Abbildung 5: Bußgeldverfahren 
 
Im Jahr 2016 sind bislang 254 erfolgreich abgesch lossene Teilnahmen im Angebot „ Impulse für 
Erwerbsarbeit“ des Perspektivzentrums zu verzeichnen (vgl. Abbildung 6). Dieses niederschwel-
lig angelegte Angebot richtet sich schwerpunktmäßig an Erziehende, Menschen mit geringer 
Grundbildung und Menschen im Alter von über 50 Jahren1.  
 
125 der erfolgreichen Teilnahmen sind der Einstiegsberatung zuzuordnen. Diese beinhaltet n e-
ben der Festlegung auf ein individuelles Förderziel und der weiteren Entwicklungsplanung auch 
die Prognose, ob eine direkte Einmündung in bestehende Angebote und Maßnahmen des Jo b-
centers sinnvoll ist oder zuvor weitere Unterstützungsangebote des Perspektivzentrums g e-
wünscht und benötigt werden. Es zeigt sich, dass das Modul „Vertiefende berufliche und persö n-
liche Standor tbestimmung“ als Entwicklungsbaustein genutzt wird , es sind 91 Teilnah men zu 
zählen (vgl. Abbildung 6). 
 
Bei insgesamt 24 der im Jahr 2016 bislang gezählten Integrationen ins Erwerbsleben haben die 
Personen in den vorangegangenen 12 Monaten mindestens ein Angebot des Perspektivzentrums 
erfolgreich abgeschlossen.  
 
 
Abbildung 6: Perspektivzentrum 
 
 
 
 
 
                                                
1 Vgl. hierzu auch Beschlussvorlage V/0583/2015 „Perspektivzentrum – verbesserte Angebotsstruktur“. 
Ordnungswidrigkeiten
Juli 16 August 16 September 16 3. Quartal 2016
Anzahl Prüfverfahren 86                         55                         40                         181                           
Anzahl Bußgeldbescheide 30                         25                         11                         66                            
00,00 € bis  200,00 € 7                           3                           2                           12                            
200,00 € bis  500,00 € 1                           -                         6                           7                              
500,00 € bis 1.000,00 € 26                         7                           13                         46                            
Eingegangene Einsprüche 10                         3                           3                           16

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V/1123/2016 
 
2.) Zielerreichung 
 
Die Erreichung der mit dem Land Nordrhein -Westfalen für das Jahr 2016 vereinbarten Ziele wu r-
de durch die angespannte Personalsituation  stärker beeinflusst, als dies zum Zeitpunkt der Zi el-
vereinbarungsgespräche absehbar war. Als Gründe sind insbesondere eine hohe Fluktuation und 
teilweise verzögerte Nachbesetzungen der vakanten Stellen zu nennen. Die Einarbeitung neuer 
MitarbeiterInnen bindet zusätzlich Ressourcen. 
 
Die errechneten Sollwe rte zu den einzelnen Zielformulierungen werden – bis auf die Vereinb a-
rung zum Bestand der Langzeitleistungsbeziehenden – auch im aktuellen Berichtsmonat Juli 
2016 verfehlt. Interne aktuelle Datenauswertungen zeigen dies auch für den weiteren Jahresve r-
lauf 2016 bis in die Herbstmonate. Es ist nicht zu erwarten, dass diese Entwicklung bis Jahre s-
ende noch ausgeglichen werden kann. 
 
Hervorzuheben bleibt, dass die Zielvereinbarung mit dem Land aus Sicht des Jobcenters ambit i-
oniert geplant wurde, um die Schwerpun kte deutlicher hervorzuheben und zu unterstreichen. 
Trotz Zielverfehlung konnte ein hohes Maß an – nachhaltigen - Integrationen erreicht werden, 
insbesondere auch bei den schwerpunktmäßig zu fördernden Personengruppen wie jugendliche 
Arbeitslose, Menschen mit Behinderungen und Kunden im Kontext von Fluchtmigration. Hierfür 
hat sich das Jobcenter mit speziellen Maßnahmen positioniert und bietet eine vielfältige Ang e-
botsstruktur. 
 
Die Ergebnisse zu den einzelnen Zielen bleiben zwar zumeist hinter den Planunge n und Erwar-
tungen des Jobcenters zurück, dennoch werden im interkommunalen Vergleich solide bis gute 
Ergebnisse erreicht.  
 
Im Folgenden sollen die einzelnen Ziele kurz erläutert werden: 
 
a) Integrationen 
 
Hinsichtlich der Anzahl der absoluten Integrationen im Jahresfortschritt sollen im Juli 2016 insge-
samt 1.816 Integrationen erreicht werden. Diese Planung wird um 192 Integrationen verfehlt (vgl. 
Abbildung 7).

6 
V/1123/2016 
 
 
Abbildung 7: K2 – Absolute Anzahl von Integrationen 
 
Zur Integrationsquote wurde für den Monat Juli 2016 ein unterjähriger Sollwert von 11,9 % als 
Ziel vereinbart, der tatsächlich erreichte Wert liegt bei 11,1 % (vgl. Abbildung 8).  
 
 
Abbildung 8: K2 – Integrationsquote

7 
V/1123/2016 
 
b) Langzeitleistungsbeziehende 
 
Das Ziel zum Bestand der Langzeitleistungsbeziehenden wird erfüllt. Im aktuellen Monat Juli 
2016 wird der errechnete Höchstwert um 99 Personen unterschritten (vgl. Abbildung 9). 
 
 
Abbildung 9: K3 - Bestand Langzeitleistungsbeziehende 
 
Hinsichtlich der ergänzenden Zielvereinbarung zur Integrationsquote der Langzeitleistungsbezi e-
henden ist festzustellen, dass die Zielverfehlung mit -0,1 Prozentpunkten knapp ausfällt (vgl. A b-
bildung 10). 
 
Abbildung 10: K3E1 - Integrationsquote Langzeitleistungsbeziehende

8 
V/1123/2016 
 
c) Jugendliche 
 
Wie im bisherigen Jahresverlauf wird das Ziel zur Jugendarbeitslosenquote im Rechtskreis SGB 
II knapp nicht erreicht. Im aktuellen Monat Oktober liegt die Abweichung erneut bei 0,2 Prozen t-
punkten über dem Sollwert und die Quote bei 2,7%. 
 
 
Abbildung 11: Jugendarbeitslosenquote SGB II

9 
V/1123/2016 
 
d) Leistungsbeziehende mit Behinderung 
 
Die deutlichste Zielverfehlung zeigt sich bei der Integrationsquote der arbeitssuchenden Schwe r-
behinderten. Im Juli 2016 wird das Ziel von 13,3% um 3,8 Prozentpunkte unterschritten. Die 
passgenaue Förderung und Eingliederung ins Berufsleben gestaltet sich für diesen Persone n-
kreis diffiziler als erwartet.  
 
AbAbbildung 2: Integrationsquote der arbeitssuchenden Schwerbehinderten 
 
 
In Vertretung 
 
gez. 
Cornelia Wilkens 
Stadträtin 
 
 
Anlagen: 
 
Anlage 1 – Glossar 
Anlage 2 – Mittelabflussbericht Eingliederungstitel

Anlage_1_Glossar

9040 Zeichen

Anlage 1 zur Basisinformation des Jobcenter Münster 
Glossar zur Grundsicherungs- und Arbeitsmarktstatistik (häufig verwendete Begriffe und Abkürzungen) 
 
Aktivierung Arbeitsmarktpolitische Maßnahme der aktiven Arbeitsförderung zur beruflichen Eingliederung/ 
Weiterbildung (z. B. Umschulung). 
Aktivierungsquote  
der Langzeitleis-
tungsbeziehenden 
(K3E2) 
Quotient aus der Zahl der Langzeitleistungsbeziehenden  in einer Maßnahme der aktiven A r-
beitsförderung im Berichtsmon at (Zähler) und der Zahl der La ngzeitleistungsbeziehenden 
gesamt im Berichtsmonat (Nenner). In der Basisinformation des Jobcenters wi rd die Aktivi e-
rungsquote der Langzeitleistungsbeziehenden jeweils als Jahresdurchschnittswert abgebildet. 
Alo = Arbeitslose 
Personen, die nicht in einem Beschäftigungsverhältnis stehen, eine versicherungspflichtige 
zumutbare Beschäftigung suchen, dabei den Vermittlungsbemühungen zur Verfügung stehen 
und sich bei einer Agentur für Arbeit oder einem Jobcenter arbeitslos gemeldet haben. 
Arbeitslosenquote Quotient aus der Anzahl der registrierten Arbeitslosen zum Stichtag (Zähler) und der Anzahl 
der zivilen Erwerbspersonen zum Stichtag (Nenner). Die Zahl der zivilen Erwerbspersonen 
setzt sich zusammen aus den abhängigen zivilen Erwerbstätigen sowie den Selbstständigen 
und den mithelfenden Familienangehörigen.  
Asu = Arbeitsuchende 
Personen, die eine versicherungspflichtige Beschäftigung als Arbeitnehmer suchen. Der B e-
griff ist weiter gefasst als der des Arbeitslosen und enthält zusätzlich auch die nicht arbeit slo-
sen Arbeitsuchenden. Das sind die Personen, die eine Beschäftigung suchen, auch wenn sie  
beispielsweise bereits eine Beschäftigung oder eine selbständige Tätigkeit ausüben oder sich 
in einer arbeitsmarktpolitischen Maßnahme befinden. 
AUS = Vom Leistungsanspruch ausgeschlossene Personen 
Personen, die in einer Bedarfsgemeinschaft leben, selbst aber keinen Anspruch auf Leistun-
gen nach dem SGB II haben. Hierunter fallen u. a. Leistungsberechtigte nach dem Asylbe-
werberleistungsgesetz und Personen mit einem Anspruch auf Altersrente. 
 
BG = Bedarfsgemeinschaft 
Personen, die in einem Haushalt und in einer Verantwortungs- und Einstehensgemeinschaft 
miteinander leben und wirtschaften. Hierzu gehören die engsten Familienangehörigen (Ehe-
gatten/ Partner und Kinder unter 25 Jahre), nicht aber Großeltern/ Verschwägerte. Bedarfs-
gemeinschaften lassen sich differenzieren nach Regelleistungs-Bedarfsgemeinschaften und 
sonstige Bedarfsgemeinschaften. 
BM = Berichtsmonat 
Monat, über den sich die jeweilige Berichterstattung erstreckt. Er beginnt am Tag nach dem 
statistischen Stichtag des vorangegangenen Berichtsmonats und endet mit dem nächsten 
statistischen Stichtag (jeweils ca. Mitte eines Monats). 
ELB = Erwerbsfähige Leistungsberechtigte 
Personen, die das 15. Lebensjahr vollendet und die Altersgrenze noch nicht erreicht haben, 
die erwerbsfähig und hilfebedürftig sind und ihren gewöhnlichen Aufenthalt in der BRD haben. 
gE = gemeinsame Einrichtung 
Gemeinsame Trägerschaft der Bundesagentur für Arbeit und der kreisfreien Städte sowie 
Kreise zur einheitlichen Durchführung der Grundsicherung für Arbeitsuchende im Gebiet des 
kommunalen Trägers.  
Integration Aufnahme einer sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung, voll qualifizierenden beruflichen 
Ausbildung oder selbständigen Tätigkeit eines erwerbsfähigen Leistungsberechtigten. 
Integrationsquote  
(K2) 
Quotient aus der Summe der Integrationen im Berichtsmonat und den vorangegangenen elf 
Monaten (Zähler) und dem durchschnittlichen Bestand der erwerbsfähigen Leistungsberech-
tigten im Vormonat und den vorangegangenen elf Monaten (Nenner). In der Basisinformation

des Jobcenters wird die Integrationsquote als Jahresfortschrittswert abgebildet (entsprechend 
der mit dem Land Nordrhein-Westfalen getroffenen Zielvereinbarung). 
JDW = Jahresdurchschnittswert  
Durchschnitt von Januar eines Jahres bis zum aktuellen Berichtsmonat. 
JFW = Jahresfortschrittswert  
Summe von Januar eines Jahres bis zum aktuellen Berichtsmonat. 
Jugendarbeitslosen-
quote 
Quotient aus der Anzahl der registrierten Arbeitslosen unter 25 Jahren zum Stichtag (Zähler) 
und der Anzahl der zivilen Erwerbspersonen unter 25 Jahren zum Stichtag (Nenner). In der 
Basisinformation des Jobcenters wird die Jugendarbeitslosenquote jeweils als Jahresdurch-
schnittswert abgebildet (entsprechend der mit dem Land Nordrhein-Westfalen getroffenen 
Zielvereinbarung). 
KOL = Kind ohne Leistungsanspruch 
Minderjährige, unverheiratete Kinder in Bedarfsgemeinschaften, die ihren individuellen Bedarf 
durch eigenes Einkommen decken können und daher nicht hilfebedürftig sind.  
 
LB = Leistungsberechtigte 
Personen in Bedarfsgemeinschaften, die einen Anspruch auf Leistungen nach dem Sozialge-
setzbuch Zweites Buch Grundsicherung für Arbeitsuchende (SGB II) haben. Leistungsberech-
tigte lassen sich differenzieren nach Regelleistungs-Berechtigten und sonstigen Leistungsbe-
rechtigten. 
 
LfU = Leistungen für Unterkunft und Heizung 
Umfasst ausgezahlte Ansprüche für Bedarfe, die die Unterkunft betreffen (z. B. Kaltmiete, 
Neben- und Heizkosten).  
LLU = Leistungen zur Sicherung des Lebensunterhaltes 
Umfasst ausgezahlte Ansprüche für Regelbedarfe (z. B. Ernährung, Kleidung, Haushaltsener-
gie) und Mehrbedarfe (z. B. Alleinerziehung, Schwangerschaft und Geburt).  
LZA = Langzeitarbeitslose 
Personen, die ein Jahr und länger arbeitslos gemeldet sind. 
LZB = Langzeitleistungsbeziehende 
Erwerbsfähige Leistungsberechtigte, die in den vergangenen 24 Monaten mindestens 21 
Monate hilfebedürftig waren. Um nicht Zeiten der Nichterwerbsfähigkeit (vor Vollendung des 
15. Lebensjahres) mit einzubeziehen, werden ausschließlich Zeiten berücksichtigt, in denen 
die Person als erwerbsfähiger Leistungsberechtigte im Bezug stand. 
Nachhaltigkeit Eine Integration gilt als nachhaltig, wenn die Person zwölf Monate nach Aufnahme des Be-
schäftigungsverhältnisses sozialversicherungspflichtig beschäftigt ist. 
Nachhaltigkeitsquote 
(K2E3) 
Quotient aus der Summe der nachhaltigen Integrationen in den vergangenen zwölf Monaten 
(Zähler) und der Summe der Integrationen in sozialversicherungspflichtige Beschäftigung in 
den vergangenen zwölf Monaten (Nenner). 
NEF = Nicht erwerbsfähige Leistungsberechtigte 
Personen innerhalb einer Bedarfsgemeinschaft, die selbst noch nicht im erwerbsfähigen Alter 
sind (unter 15 Jahren) oder aufgrund ihrer gesundheitlichen Leistungsfähigkeit oder evtl. 
rechtlicher Einschränkungen nicht in der Lage sind, mindestens drei Stunden täglich unter den 
üblichen Bedingungen des allgemeinen Arbeitsmarktes zu arbeiten. Sie erhalten Sozialgeld. 
NLB = Nicht Leistungsberechtigte 
Personen ohne Anspruch auf Leistungen nach dem SGB II. Hierzu gehören vom Leistungsan-
spruch ausgeschlossene Personen und Kinder ohne Leistungsanspruch. 
 
PERS = Personen in Bedarfsgemeinschaften 
Personen, die in einer Verantwortungs- und Einstehensgemeinschaft leben. Es lässt sich

differenzieren zwischen Leistungsberechtigten und nicht Leistungsberechtigten. 
 
RLB = Regelleistungs-Berechtigte 
Personen mit Anspruch auf Gesamtregelleistungen. Hierzu gehören u. a. Regelbedarfe (Ar-
beitslosengeld II oder Sozialgeld), Mehrbedarfe sowie laufende und einmalige Leistungen für 
Unterkunft und Heizung. 
 
RL-BG = Regelleistungs-Bedarfsgemeinschaft 
Zu dieser Bedarfsgemeinschaft gehört mindestens ein Regelleistungsberechtigter, zusätzlich 
können auch Personen mit anderem Status dazugehören. 
 
Sanktionen Prozentuale Absenkung des Regelbedarfes bei Pflichtverletzungen oder Meldeversäumnisse 
durch den erwerbsfähigen Leistungsberechtigten.  
Sanktionsquote Quotient aus der Anzahl der erwerbsfähigen Leistungsberechtigten mit mindestens einer gül-
tigen Sanktion zum Stichtag (Zähler) und allen erwerbsfähigen Leistungsberechtigten  zum 
Stichtag (Nenner).  
S-BG = Sonstige Bedarfsgemeinschaften 
Zu dieser Bedarfsgemeinschaft gehört kein Regelleistungs-Berechtigter, dafür jedoch mindes-
tens ein sonstiger Leistungsberechtigter. 
 
SLB = Sonstige Leistungsberechtigte 
Personen ohne Anspruch auf Gesamtregelleistungen, die ausschließlich sonstige Leistungen 
erhalten. Hierzu gehören u. a. Zuschüsse zur Kranken- und Pflegeversicherung, abweichend 
zu erbringende Leistungen wie die Erstausstattung der Wohnung, Leistungen für Auszubil-
dende und Leistungen zur Bildung und Teilhabe.  
 
Veränderungsrate des 
Bestands der Lang-
zeitleistungsbezie-
henden (K3) 
Quotient aus der Anzahl der Langzeitleistungsbeziehenden im Berichtsmonat (Zähler) und der 
Anzahl der Langzeitleistungsbeziehenden im Berichtsmonat des Vorjahres (Nenner). In der 
Basisinformation des Jobcenters wird die Veränderungsrate jeweils als Jahresdurchschnitts-
wert abgebildet (entsprechend der mit dem Land Nordrhein-Westfalen getroffenen Zielverein-
barung). 
zkT = zugelassener kommunaler Träger  
Trägerschaft der Grundsicherung für Arbeitsuchende zur alleinigen Wahrnehmung (Options-
kommune) – z. B. Jobcenter Münster

Beratungsverlauf (1)

18.01.2017 Ausschuss für Soziales, Stiftungen, Gesundheit, Verbraucherschutz und Arbeitsförderung
TOP 12 Bericht Entscheidung

Beschluss: zur Kenntnis genommen

Zur Sitzung

Details

Aktenzeichen
V/1123/2016
Typ
Vorlagen
Datum
15.12.2016
Erstellt
06.10.2020 14:37