AN/1387/2022
Zwangsräumungen verhindern
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Anfrage Zwangsräumungen verhindern
2736 Zeichen
Herrn Bezirksbürgermeister
Stadtbezirk Mülheim
Norbert Fuchs
Frau Oberbürgermeisterin
Henriette Reker
DIE LINKE. Fraktion
in der Bezirksvertretung
Köln- Mülheim
Bezirksrathaus
Köln- Mülheim
Wiener Platz 2a
51065 Köln
Köln, den 13.08.2022
Anfrage gem. § 38 der Geschäftsordnung des Rates
Zwangsräumungen verhindern
Sehr geehrte Frau Oberbürgermeisterin Reker,
sehr geehrter Herr Bezirksbürgermeister Fuchs,
vor einigen Tagen ereignete sich im Rahmen einer Zwangsräumung eine Tragödie, die mit
dem Tod eines Menschen endete. Dies entfachte einmal mehr die Diskussion um
Zwangsräumungen von Wohnungen, deren Mieter*innen nicht mehr zahlungsfähig sind.
Auch im Bezirk Mülheim kommt es immer mal wieder zu Zwangsräumungen. Im Stadtteil
Mülheim wurde Anfang 2022 die Zwangsräumung einer sechsköpfigen Familie durchgeführt.
Muss eine Kommune nicht dafür Sorge tragen, dass ihre Einwohner*innen auch
entsprechenden Wohnraum bekommen und behalten? Im Grundgesetz ist das Recht auf
Wohnen nicht enthalten und auch in die Charta der Grundrechte der Europäischen Union
wurde das Recht auf Wohnen nicht aufgenommen.
Es gibt nur drei Staaten in der europäischen Union, die das Recht auf Wohnraum in ihre
Verfassung aufgenommen haben. Das sind Belgien, Spanien und Portugal.
In Köln gibt es die Fachstelle Wohnen des Amtes für Soziales, Arbeiten und Senioren, die
Menschen bei der Wohnungsbeschaffung und der Wohnungserhaltung behilflich ist.
Im Zusammenhang mit dieser Thematik bitten wir um die Beantwortung der folgenden
Fragen:
1. Wieviel Mitarbeiter*innen sind in der Fachstelle Wohnen mit den genannten
Unterstützungsleistungen befasst?
2. Wie viele Anträge werden pro Monat gestellt und wie viele können bearbeitet werden?
3. Wie sieht die konkrete Hilfestellung zur Wohnungsbeschaffung und
Wohnungserhaltung aus?
4. Kann die Fachstelle Wohnen auf kommunale Wohnungen, wie z.B. der GAG
zurückgreifen, um Menschen in Not eine Unterkunft zu gewähren und wie viele
Wohnungen stehen dafür zur Verfügung?
5. Warum ist es für die Stadt Köln scheinbar nicht möglich Zwangsräumungen gänzlich
zu verhindern und was müsste getan werden, um dies zu ermöglichen?
Mit freundlichen Grüßen
gez. Beate Hane-Knoll Nijat Bakis
Fraktionsvorsitzende stellvertretender Fraktionsvorsitzender
DIE LINKE. in der Bezirksvertretung Köln- Mülheim
Beratungsverlauf (1)
Beschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungOrte (1)
- Wiener Platz 2a
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Details
- Aktenzeichen
- AN/1387/2022
- Typ
- Anfrage nach § 4 der GeschO des Rates
- Datum
- 15.08.2022
- Erstellt
- 16.08.2022 09:21