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V/0872/2005

Konzernabschluss 2004 der Stadtwerke Münster GmbH

Vorlage 20.10.2005

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Nächste Beratung: Ausschuss für Finanzen, Beteiligungen und Liegenschaften, Sitzung am 08.11.2005, TOP 4.2

Beschlussvorlage

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Ansehen

Anlage

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Ansehen

Beschlussvorlage

2013 Zeichen

V/0872/2005 
DER OBERBÜRGERMEISTER 
Amt für Finanzen und Beteiligungen 
 
 
 
 
 
 
 
 
Betrifft 
 
Konzernabschluss 2004 der Stadtwerke Münster GmbH 
 
 
 
Beratungsfolge 
 
 
08.11.2005 Ausschuss für Finanzen, Beteiligungen und Liegenschaften Entscheidung
 
 
Beschlussvorschlag: 
Sachentscheidung: 
 
Der Vertreter der Stadt Münster in der Gesells chafterversammlung der Stadtwerke Münster GmbH 
wird ermächtigt folgenden Beschluss zu fassen: 
 
Der Konzernabschluss der Stadtwerke Münster GmbH zum 31.12.2004, der 
 
a)  in der Konzernbilanz 
  mit Aktiva und Passiva von 458.286.446,13 € 
 
b) in der Konzerngewinn- und -verlustrechnung 
bei Umsatzerlösen von  327.967.003,38 € 
mit einem Bilanzgewinn von 8.435.090,87 € 
 
abschließt, sowie der Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2004 werden von der Stadt Müns-
ter als alleiniger Gesellschafterin der Stadtwerke Münster GmbH festgestellt. 
 
 
 
Begründung: 
 
Die Stadt Münster ist Alleingesellschafterin der Stadtwerke Münster GmbH. Gemäß § 12 des Ge-
sellschaftervertrages der Stadtwerke Münster Gm bH unterliegt der Beschlussfassung der Gesell-
schafterversammlung u. a. die Feststellung des Jahresabschlusses und die Verwendung des Er-
gebnisses.  
 
Die Stadtwerke Münster GmbH ist als Mutterunternehmen i.S. von § 290 HGB verpflichtet, für das 
Geschäftsjahr 2004 einen Konzernabschluss und einen Konzernlagebericht aufzustellen. Der Wirt-
schaftsprüfer hat einen uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt.  
 
Vorlagen-Nr.: 
V/0872/2005 
Auskunft erteilt: 
Herr  Heilemann 
Ruf: 
492 20 35 
E-Mail: 
Heilemann@stadt-muenster.de  
Datum: 
20.10.2005 
Öffentliche Beschlussvorlage

- 2 - 
V/0872/2005 
Einzelheiten zum Konzernabschluss 2004 können der als Anlage beigefügten Aufsichtsratsvorlage 
Nr. 39/2005 der Stadtwerke Münster GmbH entnommen werden. 
 
Der Aufsichtsrat der Stadtwerke Münster GmbH wird am 26.10.2005 über den Beschluss beraten. 
Über das Ergebnis wird mündlich berichtet. 
 
I. V. 
 
gez. 
 
Bickeböller 
Stadtkämmerin

Anlage

38133 Zeichen

DD

STADTWERKE
MUNSTER GMBH

Münster, 27.09.2005

Vorlage an den Aufsichtsrat Nr. 39/2005

Betreff

Konzernabschluss 2004 der Stadtwerke Münster GmbH

Berichterstatter

Herr Dr. Ohlms
Herr Dr. Spickenheuer

Anlagen: Konzernbilanz zum 31.12.2004
Konzerngewinn- und -verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2004
Konzernanhang
Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2004
Prüfungsbericht einschließlich Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Antrag

Der Aufsichtsrat wolle beschließen

Der Gesellschafterversammlung wird folgender Beschluss zur Annahme empfohlen:

Der Konzernabschluss der Stadtwerke Münster GmbH zum 31.12.2004 sowie der Kon-
zernlagebericht für das Geschäftsjahr 2004 in der vorliegenden, vom Jahresabschluss-
prüfer KPMG Prüfungs- und Beratungsgesellschaft für den Öffentlichen Sektor Aktien-
gesellschaft Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Düsseldorf, mit einem uneingeschränkten
Bestätigungsvermerk vom 08.07.2005 testierten Fassung, wird von der Stadt Münster
als alleiniger Gesellschafterin der Stadtwerke Münster GmbH festgestellt.

Begründung

Die Stadtwerke Münster GmbH als Mutterunternehmen i. S. von 8 290 HGB hat für das
Geschäftsjahr 2004 einen Konzernabschluss und Konzernlagebericht aufzustellen.

Die gemäß 88 294 f. HGB (Konsolidierungskreis) vom Mutterunternehmen einbezoge-
nen Tochterunternehmen sind verbundene Unternehmen i. S. von 8 271 Abs. 2 HGB.

Seite 1 von 3

NIS
STADTWERKE
MUNSTER GMBH

Davon wurden gemäß 88 300 ff. HGB voll konsolidiert:

Höhe des Anteils
am Kapital

am 31.12.2004 am 31.12.2004

%

Vollkonsolidierte Unternehmen Eigenkapital
TE
* items GmbH, Münster 1.438
e Verkehrsservice Gesellschaft Münster mbH, Münster 313
« Westfälische Bauindustrie GmbH, Münster 30.964
Als Gemeinschaftsunternehmen gemäß 8 310 Abs. 1 HGB
wurde anteilsmäßig konsolidiert:
« Westfälische Fernwärmeversorgung GmbH, Münster 2.455
Als assoziierte Unternehmen gemäß 8 311Abs. 1 HGB
im Konzernabschluss berücksichtigt:
« FMO Flughafen Münster/Osnabrück GmbH, Greven 23.605
« Energiehandelsgesellschaft West mbH, Münster 4.668
« Nederlands-Duitse Internet Exchange B.V.,
Enschede/Niederlande J. 309

53,3
100,0
99,0

50,0

35,2
32,3

50,0

Die Jahresabschlüsse 2004 des Mutterunternehmens und der einbezogenen Gesell-
schaften wurden gemäß 8 316 ff. HGB geprüft und jeweils mit einem uneingeschränkten

Bestätigungsvermerk versehen.

Für die at-equity einbezogene N-DIX wurde der nach niederländischem Recht aufge-
stellte und geprüfte Jahresabschluss zum 31.12.2004 unverändert übernommen.

Sonstige Beteiligungen

Die Stadtwerke Münster GmbH hält ferner Anteile an folgenden Unternehmen:

« Windkraft Nordseeheilbad Borkum GmbH, Borkum*
* Lokalradio Münster Betriebsgesellschaft mbH & Co. KG, Münster*
« Technologiepark Münster GmbH, Münster

Einzelheiten s. Anlage 3, S. 1 und 2 des beiliegenden Prüfungsberichtes.

Höhe des Anteils
am Kapital
am 31.12.2004
%

50,0
25,0

5,9

Seite 2 von 3

SD
STADTWERKE
MUNSTER GMBH

Aufgrund des maßgeblichen Einflusses der Stadtwerke Münster GmbH wären die mit
einem Stern gekennzeichneten Unternehmen nach 8 311 Abs. 1 HGB als assozilerte
Unternehmen (Beteiligung > 20 %) in den Konzernabschluss einzubeziehen. In Aus-
übung des Wahlrechts gemäß 8 296 Abs. 2 HGB und 8 311 Abs. 2 HGB ist die Einbe-
ziehung unterblieben, da sowohl die Unternehmen im Einzelfall als auch zusammen für
die Vermittlung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes der Ver-
mögens-, Finanz- und Ertragslage von untergeordneter Bedeutung sind.

Beim Technologiepark Münster GmbH, Münster, handelt es sich um eine Beteiligung,
die mit einer Beteiligungsquote von 5,9 % die Voraussetzungen für assoziierte Unter-
nehmen nicht erfüllt. Die Gesellschaft wird daher nicht in den Konzernabschluss einbe-
zogen.

Das Liquidationsverfahren über die Schienenverbund Münsterland GmbH (Anteil der
Stadtwerke Münster 20,0 %) wurde im August 2004 planmäßig abgeschlossen.

Nähere Erläuterungen zur Geschäftsentwicklung des Konzerns im Jahr 2004 sind dem
beigefügten Konzernlagebericht zu entnehmen.

Der Konzernabschluss 2004 ist von der KPMG Prüfungs- und Beratungsgesellschaft für
den Öffentlichen Sektor Aktiengesellschaft Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Düsseldorf,
geprüft worden. Beanstandungen haben sich nicht ergeben. Der uneingeschränkte Be-
stätigungsvermerk wurde erteilt.

Die Vorlage des Konzernabschlusses und Konzernlageberichts an die Gesellschafter-
versammlung ergibt sich aus 8 52 GmbHG in Verbindung mit & 171 AktG.

Stadtwerke Münster GmbH
gez. Dr. Ohlms gez. Dr. Spickenheuer

Seite 3 von 3

X

STADTWERKE
MUNSTER GMBH

Konzernabschluss zum 31. Dezember 2004

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Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung der Stadtwerke Münster GmbH
für das Geschäftsjahr 2004 (01.01. - 31.12)

2004 2004
€ €

2003
€

. Umsatzerlöse

abzüglich darin enthaltene Stromsteuer

327.967.003,38

-19.876.395,99

308.090.607,39

314.992.978,38
-19.619.825,42

295.373.152,96

. Erhöhung des Bestands an unfertigen Leistungen

44.781,52

17.275,77

. andere aktivierte Eigenleistungen

4.225.487,14

4.226.827,88

alejlwoim

. sonstige betriebliche Erträge

13.121.168,38

31.749.193,23

. Materialaufwand

a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für
bezogene Waren
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen

117.876.299,00

42.958.209,53

160.834.508,53

111.749.705,18
47.316.069,23

159.065.774,41

. Personalaufwand

a) Löhne und Gehälter
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für
Unterstützung
davon für Altersversorgung € 4.019.896,28
(i.Vj. 3.724.283,14 € )

51.768.640,07

14.703.596,61

66.472.236,68

52.512.088,37

14.654.250,25

67.166.338,62

. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des

Anlagevermögens und Sachanlagen

37.714.424,44

30.434.069,37

. Sonstige betriebliche Aufwendungen

a) Konzessionsabgaben
b) übrige betriebliche Aufwendungen

17.474.088,62

18.545.505,61

36.019.594,23

17.051.154,22
19.766.579,47

36.817.733,69

9. Erträge aus Beteiligungen 56.731,88 ur
10. Erträge aus anderen Wertpapieren
und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 1.188.502,71 568.691,38
11. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 1.542.228,36 1.603.743,34
12. Abschreibungen auf Finanzanlagen 100.317,00 186.481,00
13. Aufwendungen aus Beteiligungen an assoziierten Unternehmen 1.138.521,90 1.125.549,34
14. Erträge aus Beteiligungen an assoziierten Unternehmen 6.102,81 313.923,38
15. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 4.420.349,18 4.347.014,32
16. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 21.575.658,23 34.709.847,19
17. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 11.207.794,49 14.332.368,46
18. sonstige Steuern 902.154,70 528.224,82
19. Jahresüberschuss 9.465.709,04 19.849.253,;91
20. Gewinnvortrag 18.994,20 643.356,88
21. Einstellung in andere Gewinnrücklagen -.- 8.600.000,00
22. Vorabgewinnausschüttung 1.000.000,00 3.000.000,00
23. Einstellung in Anteile anderer Gesellschafter am Bilanzgewinn 49.612,37 -
24. Entnahme aus Anteile anderer Gesellschafter am Bilanzgewinn -.- 14.851,11
25. Bilanzgewinn 8.435.090,87 8.907.461,90

Anhang zum Konzernabschluss der Stadtwerke Münster GmbH
für das Geschäftsjahr 2004 (1.1.-31.12.)

1. Konsolidierungskreis

In den Konzernabschluss wurden die folgenden Gesellschaften, an denen die Stadtwerke
Münster GmbH die Mehrheit der Stimmrechte hält, einbezogen. Die Angaben erfolgen zum
31.12.2004:

Name/Sitz Anteilin% Eigenkapital TE

Als verbundene Unternehmen wurden einbezogen:

items GmbH, Münster 53,3 1.438
Verkehrsservice Gesellschaft Münster mbH, Münster 100 313
Westfälische Bauindustrie GmbH, Münster 99 30.964

Als Gemeinschaftsunternehmen wurde einbezogen:
Westfälische
Fernwärmeversorgung GmbH, Münster 50 2.455

Als assoziierte Unternehmen wurden einbezogen:

Energiehandelsgesellschaft West mbH, Münster 32,3 4.668
FMO Flughafen

Münster/Osnabrück GmbH, Greven 35,2 23.605
Nederlands-Duitse Internet Exchange B.V.,

Enschede, Niederlande 50 J. 309

Darüber hinaus sind die Stadtwerke Münster GmbH an folgenden Unternehmen beteiligt:

Windkraft Nordseeheilbad Borkum GmbH, Borkum *) 50
Lokalradio Münster Betriebsgesellschaft mbH & Co KG,
Münster *) 25

Diese Gesellschaften (*) wurden gemäß 8 311.Abs. 2 HGB nicht einbezogen, weil deren
Einfluss - auch zusammengefasst - auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Kon-
zerns von untergeordneter Bedeutung ist. Die Beurteilung erfolgte in Berücksichtigung der
jeweiligen Jahresabschlüsse und der nur sehr gering ausgeprägten Konzernverflechtungen.
Die Angabe des Eigenkapitals ist in Anwendung der Ausnahmeregelung des 8 286 Abs. 3
Satz 1 Nr. 1 HGB unterblieben.

Die im Zeitpunkt der erstmaligen Erstellung eines Konzernabschlusses als Tochtergesell-
schaft einbezogene Westfälische Bauindustrie GmbH, die als Gemeinschaftsunternehmen
anteilmäßig konsolidierte Westfälische Fernwärmeversorgung GmbH sowie die als assoziier-
tes Unternehmen einbezogene FMO Flughafen Münster/Osnabrück GmbH wurden mit dem
31.12.1997 einheitlich auf den ersten Konzernabschlussstichtag konsolidiert. Bei Gesell-
schaften, die später erworben oder gegründet wurden, erfolgt die Verrechnung auf den Er-
werbs- oder Gründungszeitpunkt. Die Kapitalkonsolidierung erfolgte gemäß 88 301 Abs.1
S.2 Nr. 1, 310 HGB nach der Buchwertmethode. Die für Tochter- und Gemeinschaftsunter-
nehmen aufgrund von Gewinnthesaurierungen vor Erstkonsolidierung entstandenen passi-
ven Unterschiedsbeträge aus der Kapitalkonsolidierung werden unter dem Passivposten B.
ausgewiesen. Forderungen und Verbindlichkeiten sowie Aufwendungen und Erträge zwi-
schen den konsolidierten Unternehmen wurden verrechnet.

Die in den Konzernabschluss zu übernehmenden Vermögensgegenstände , die auf Liefe-
rungen oder Leistungen zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Unterneh-
men beruhen, wurden um enthaltene Zwischengewinne bereinigt.

Wesentliche Beteiligungen aus dem Kreis der assoziierten Unternehmen wurden gemäß
8 312 Abs. 1 S. 1 Nr. 1 HGB nach der Buchwertmethode angesetzt.

Il. Angaben zur Form der Darstellung von Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung

Entsprechend $ 265 Abs. 5 HGB über die weitere Untergliederung der Posten wurde die
Darstellung der Sachanlagen um die Posten

- Verteilungsanlagen
- Fahrzeuge für Personenverkehr
erweitert.

Die Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2004 (1.1. - 31.12.) wurde nach
dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Il. Erläuterungen zu Posten von Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung
1. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Soweit Ansatzwahlrechte ausgeübt wurden, sind diese bei den Angaben zu Posten der Bi-
lanz erläutert.

Für die at-equity einbezogene N-Dix wurde der nach niederländischem Recht aufgestellte
und geprüfte Jahresabschlusses unverändert übernommen.

Die at-equitiy einbezogene FMO Flughafen Münster-Osnabrück GmbH hat in dem von ihr
aufgestellten und geprüften Jahresabschluss teilweise abweichende Bewertungsmethoden
angewandt. Die immateriellen Vermögensgegenstände und Sachanlagen wurden linear ab-
geschrieben; die Nutzungsdauern einiger Anlagegüter wurden den betrieblichen Gegeben-
heiten angepasst. Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe erfolgte zu Anschaf-
fungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips. Auf Umbewertungen im Konzernab-
schluss wurde in Anwendung des 8 312 Abs. 5 HGB verzichtet, da die Auswirkungen auf die
Vermögens-, Finanz- und Ertragslage von untergeordneter Bedeutung sind.

Die immateriellen Vermögensgegenstände und die Sachanlagen sind zu Anschaffungs- oder
Herstellungskosten bewertet worden. Eigene Leistungen sind entsprechend der steuerlichen
Aktivierungspflicht in den Wertansatz einbezogen. Zuschüsse werden von den Anschaf-
fungs- und Herstellungskosten abgesetzt. Den planmäßigen Abschreibungen liegen die in
den steuerlichen Abschreibungstabellen vorgegebenen Nutzungsdauern zugrunde, wobei
alle Anlagenzugänge - soweit zulässig - zunächst degressiv abgeschrieben wurden, mit Ü-
bergang zur linearen Methode.

Geringwertige Wirtschaftsgüter wurden voll abgeschrieben. Von den Finanzanlagen werden
die sonstigen Ausleihungen, bei denen es sich um unverzinsliche Darlehen handelt, gemäß
BFH-Urteil vom 30.11.1988 und dem BMF-Schreiben vom 17.01.1990 zum Nennwert bewer-
tet. Die übrigen Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten abzüglich vorgenommener
Wertberichtigungen ausgewiesen. Soweit die Gründe für die Wertberichtigungen zum Bi-
lanzstichtag nicht mehr bestehen, ist entsprechend 8 280 Abs. 1 HGB zugeschrieben wor-
den.

Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sind unter Berücksichtigung von Abschreibungen gemäß
8 253 Abs. 3 HGB zu fortgeschriebenen durchschnittlichen Anschaffungswerten oder zum
niedrigeren Tagespreis bewertet. Die Bewertung der Brenn- und Treibstoffvorräte wurde
zum 31.12.2004 auf Verbrauchsfolgeverfahren (Last-in-first-out) umgestellt, da so das tat-
sächliche Verbrauchsverhalten zutreffender erfasst wird.

Die Bewertung der unfertigen Leistungen entspricht der der selbsterstellten Anlagen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind unter Berücksichtigung des er-
kennbaren Ausfallrisikos bewertet.

Die bis einschließlich 2002 empfangenen Ertragszuschüsse werden auf den Altbestand mit 5
% des Ursprungswertes aufgelöst. Im 20. Jahr nach Zugang wird der Abgang unterstellt und
der verbliebene Ursprungswert vollständig aufgelöst. Die Zugänge werden ab dem
01.01.2003 direkt gegen die Positionen des Anlagevermögens verrechnet und wirken sich
entsprechend den dort geltenden Nutzdauern abschreibungsmindernd aus.

Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen sind aufgrund der Richtta-
feln von 1998 zum versicherungsmathematisch ermittelten Barwert angesetzt; es wurde ein
Rechnungszinsfuß von 6% zugrunde gelegt. Bei den übrigen Rückstellungen sind alle er-
kennbaren Risiken berücksichtigt.

Für die im Rahmen der Konsolidierung zu berücksichtigenden latenten Steuern konnte auf-
grund des regionalen Schwerpunkts des Konzerns ein einheitlicher Ertragsteuersatz zugrun-
de gelegt werden.

Die Verbindlichkeiten sind zum Rückzahlungsbetrag ausgewiesen.

2. Angaben zu Posten der Bilanz

Die Entwicklung des Anlagevermögens wird in der Anlage gezeigt. Es wurden außerplan-
mäßige Abschreibungen nach $ 253 Abs. 2 Satz 3 HGB in Höhe von 10.194 T€ auf Gebäu-
de des zentralen Betriebsgeländes und in Höhe von 1.289 T€ auf Verteilungsanlagen der
Fernwärme der Stadtwerke Münster GmbH sowie in Höhe von 96 T€ auf die Beteiligung der
Stadtwerke Münster GmbH an der WLE, Westfälische Landeseisenbahn GmbH, vorge-
nommen. Bei Wertpapieren des Anlagevermögens entsprechen in früheren Jahren vorge-
nommene außerplanmäßige Abschreibungen nach $ 253 Abs. 2 Satz 3 HGB nicht mehr
dem zum 31.12.2004 beizulegenden Wert. Es ist daher eine Zuschreibung in Höhe von 96
TE vorgenommen worden.

In den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ist auch der abgegrenzte Verbrauch
zwischen Ablese- und Bilanzstichtag enthalten, der mit den aufgelaufenen Abschlagszah-
lungen saldiert wurde.

Die Forderungen gegen den Gesellschafter betreffen im wesentlichen Forderungen aus Lie-
ferungen und Leistungen, Kostenerstattungen und sonstige Forderungen.

Die sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten als wesentliche Posten Forderungen aus
Überzahlungen von Steuern, aus einem Grundstücksverkauf, Schadensersatzansprüche
sowie debitorische Kreditoren.

Von den sonstigen Vermögensgegenständen haben 500 T& eine Restlaufzeit von mehr als
einem Jahr. Die übrigen Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben alle
Restlaufzeiten von bis zu einem Jahr.

Das gezeichnete Kapital der Stadtwerke Münster GmbH beträgt unverändert 51.200.000 €.
Der Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung hat eigenkapitalähnlichen Charakter.

In den Steuerrückstellungen sind die latenten Steuern mit 3,6 Mio. € berücksichtigt.

Die sonstigen Rückstellungen betreffen Rückstellungen für unterlassene Instandhaltungen
(18,2 Mio. €), Rückbau des HKW Hafen (8,2 Mio. €), für Urlaubsansprüche und Gleitzeitgut-
haben der Mitarbeiter (2,4 Mio. €), für Entsorgungsverpflichtungen (6,9 Mio. €), für beste-
hende Altersteilzeitverpflichtungen (14,1 Mio. €) sowie Ausgleichsleistungen an die Partner
der Verkehrsgemeinschaft Münsterland (19,5 Mio. € nach Verrechnung mit geleisteten An-
zahlungen von 9,4 Mio. €).

Die sonstigen Verbindlichkeiten betreffen im wesentlichen Steuern, noch nicht abgerechnete
Zuschüsse, Überzahlungen aus der Verbrauchsabrechnung sowie Posten der Lohnabrech-
nung Dezember 2004.

Davon mit einer Restlauf-
Konzernbilanz zeit Restlaufzeit
31.12.2004 | bis1 | 1bis5 Imehrals| bis 1 Jahr
Bilanzpositionen in TE Jahr | Jahre |5 Jahre | Vorjahr
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 109.541] 7.570 27.854 74.117 6.814
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 62 62 -.- - 94
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 23.339] 23.146 193 -- 19.767
Verbindlichkeiten gegenüber dem Gesellschafter 1.415) 1.415 -.- ,- 968
Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit
denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 5.168| 5.168 ,- -- 4.110)
Sonstige Verbindlichkeiten 14.462| 13.712 750 -,- 6.282
153.987| 51.073] 28.797| 74.117 38.035

Durch Grundpfandrechte gesicherte Verbindlichkeiten bestehen nicht.

3. Angaben zu Posten der Gewinn- und Verlustrechnung

Von den Umsatzerlösen (ohne Ökosteuer) entfallen 271,8 Mio. € auf den Versorgungsbe-
reich, 23,9 Mio. € auf den Verkehrsbereich, 10,8 Mio. € auf IT - Leistungen und 1,6 Mio. €

auf andere Bereiche.

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten u.a. Erträge aus dem Abgang von Gegenstän-
den des Anlagevermögens, Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen (0,8 Mio. €),
Pacht- und Mieteinnahmen, Ausgleichszahlungen nach dem KWK-Gesetz, Entgelte für die
Vergärung von Bio-Abfällen, periodenfremde Erträge (0,4 Mio. €) sowie verschiedene Kos-
tenerstattungen.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten u.a. verschiedene periodenfremde Auf-
wendungen, hier insbesondere die VGM-Einnahmeverrechnung 0,3 Mio. €.

Von den Steuern vom Einkommen und Ertrag entfällt ein Teilbetrag in Höhe von 0,2 Mio. €
auf latente Steuern.

IV. Angaben zum Jahresergebnis

Die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung schließt ab mit einem Jahresüberschuss von 9,5
Mio. €. Unter Berücksichtigung einer am einzelgesellschaftlichen Ergebnis der Konzernmut-
ter bemessenen Vorabgewinnausschüttung von 1,0 Mio. € sowie der Anteile anderer Gesell-
schafter am Bilanzgewinn ergibt sich für den Konzern ein Bilanzgewinn von 8,4 Mio. €.

V. Vermerke

Der Bilanzvermerk betrifft elf Bürgschaften zugunsten der FMO Flughafen Münster-
Osnabrück GmbH, drei Patronatserklärungen und zwei Bürgschaften zugunsten der Ener-
giehandelsgesellschaft West mbH sowie eine Bürgschaft zugunsten der Windkraft Nordsee-
heilbad Borkum GmbH.

VI. Ergänzende Angaben
1. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die Bestellverpflichtungen im Investitionsbereich beliefen sich zum 31.12.2004 auf 42,2 Mio.
€. Aus Leasing-Verträgen mit einer Laufzeit zwischen 1 und 5 Jahren resultieren jährliche
Verpflichtungen von 357 T€. Bei einer Tochtergesellschaft bestehen Entschädigungsver-
pflichtungen aus Erbbaurechtsverträgen in Höhe von 20,1 Mio. €.

2. Zusammensetzung der Organe, Aufwendungen für Organe
Die Geschäftsführung besteht aus:

Dr.-Ing. Norbert Ohlms, Dr. Werner Spickenheuer.

Die Mitglieder des Aufsichtsrates sind in der Anlage genannt.

Die Gesamtbezüge der Geschäftsführung betrugen 314 TE. Für die frühere Geschäftsfüh-
rung und ihre Hinterbliebenen wurden 85 T€ an Pensionen aufgewendet. Für sie bestehen
Pensionsrückstellungen von 671 TE.

Die Aufwendungen für den Aufsichtsrat betrugen 763,80 €. Darlehn an Mitglieder des Auf-
sichtsrates betrugen zum 31.12.2004 23.971,81 € bei Zinssätzen von 0,5 % bis 2,5 %; im
Geschäftsjahr 2004 wurden 1.819,61 € getilgt. Lohn- und Gehaltsvorschüsse wurden zum
31.12.2004 mit 3.000 € bilanziert; im Geschäftsjahr 2004 wurden 1.793 € zurückgezahlt.

3. Belegschaft

Von der durchschnittlichen Zahl der Arbeitnehmer (1.243) waren 599 Lohnempfänger und
644 Gehaltsempfänger. Weiterhin waren bei dem Gemeinschaftsunternehmen Westfälische
Fernwärmeversorgung GmbH von 7 Arbeitnehmern 5 Lohnempfänger und 2 Gehaltsemp-
fänger.

Die Gesellschaft ist Mitglied der Kommunalen Zusatzversorgungskasse Westfalen-Lippe
(ZKW). Zweck der Anstalt ist es, den Arbeitnehmern im Wege privatrechtlicher Versicherung
eine zusätzliche Alters- und Hinterbliebenenversorgung zu gewähren. Die Gesellschaft hat
sich bei Begründung der Mitgliedschaft verpflichtet, alle Arbeitnehmer zu versichern, die
nach dem Tarifvertrag über die Versorgung der Arbeitnehmer kommunaler Verwaltungen
und Betriebe (Vers. TV-G) zu versichern sind. Der derzeitige Umlagesatz beträgt 4,5 % +
1,5 % Sanierungsgeld und wird von der Gesellschaft allein getragen. Die Summe der versi-
cherungspflichtigen Löhne und Gehälter für das Jahr 2004 beträgt 38,6 Mio. €. Zur teilwei-
sen Abdeckung der aus einer möglichen Unterdeckung der ZKW folgenden Verpflichtungen
wurden Rückstellungen von 3.120 T € gebildet.

Münster, am 08.07.2005
Stadtwerke Münster GmbH

Dr. Ohlms Dr. Spickenheuer

Organe der Gesellschaft

Gesellschafter
Stadt Münster zu 100 %
Aufsichtsrat

Hans-Winfried Welter
Vorsitzender des Aufsichtsrates
(bis 13.10.2004, ab 17.11.2004)
Sprachlehrer

Heinz Röhricht

1. Stellvertretender Vorsitzender
Arbeitnehmervertreter,

Freigestellter Betriebsratsvorsitzender

Robert Otte
2. Stellvertretender Vorsitzender (bis 13.10.2004)
Ratsmitglied, Finanzmakler

Rudolf Klein (ab 17.11.2004)
2. Stellvertretender Vorsitzender (ab 30.11.2004)
Ratsmitglied, Systemanalytiker

Susanne Bachg
Arbeitnehmervertreterin, Kaufm. Angestellte

Frank Baumann (bis 13.10.2004, ab 17.11.2004)
Ratsmitglied, Online-Designer

Helga Bickeböller
Stadtkämmerin

Wilhelm Breitenbach (bis 13.10.2004, ab 17.11.2004)
Ratsmitglied, Lehrer

"Ulrich Eisenack (ab 17.11.2004)
Ratsmitglied, Ltd. Regierungsdirektor

Werner Frenzel
Arbeitnehmervertreter, Freigestellter
stellvertr. Betriebsratsvorsitzender

Richard-Michael Halberstadt (bis 13.10.2004)
Ratsmitglied, Industriebuchbinder

Thomas Harten (bis 13.10.2004)
Dipl.-Ing. für Raumplanung

Michael Jung (ab 17.11.2004)
Ratsmitglied, Historiker

Dieter Maager (bis 13.10.2004, ab 17.11.2004)
Ratsmitglied,
Heizungs- und Lüftungssanitärmeister

Antonio Machado
Arbeitnehmervertreter, Lagerist

Andreas Nicklas (ab 17.11.2004)
Ratsmitglied, Rechtsanwalt

Carsten Peters (ab 17.11.2004)
Ratsmitglied, Geschäftsführer

Florian Steinforth (bis 13.10.2004)
Ratsmitglied, Hauptbrandmeister i.R.

Christoph Strässer, MdB (bis 13.10.2004)
Rechtsanwalt

Joachim Tonn (bis 13.10.2004, ab 17.11.2004)
Ratsmitglied, Kaufm. Angestellter

Stefan Weber (bis 13.10.2004, ab 17.11.2004)
Ratsmitglied, Selbständiger EDV-Berater

Michael Weidekamp
Arbeitnehmervertreter, Techn. Angestellter

Rolf Wischer

Arbeitnehmervertreter,
Freigestelltes Betriebsratsmitglied

Geschäftsführung
Dr.-Ing. Norbert Ohlms

Dr. Werner Spickenheuer

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Konzernlagebericht der Stadtwerke Münster GmbH
für das Geschäftsjahr 2004 (1.1.-31.12.)

Wirtschaftliche Rahmenbedingungen

Die wirtschaftliche Entwicklung in der Bundesrepublik Deutschland sowie insbesondere in
dem für uns maßgebenden Wirtschaftsraum Münster stagnierte im Geschäftsjahr 2004.
Leichte Belebungstendenzen in einzelnen Bereichen haben sich kaum in den Absatz- und
Leistungsdaten des Konzerns bemerkbar gemacht.

In den Energiesparten des Konzerns hat der starke Anstieg der Preise an den
Rohstoffmärkten die Bezugskosten deutlich erhöht. Die intensive öffentliche Diskussion über
die Entwicklung der Preise für leitungsgebundene Energien in Verbindung mit einem
intensiven Wettbewerb um die Endkunden hat die Deckungsbeiträge in diesen Sparten unter
Druck gesetzt. Dennoch konnten die abgesetzten Mengen gesteigert werden.

Die planmäßige Erschließung bestehender und neuer Geschäftsfelder wurde trotz dieses
schwachen wirtschaftlichen Umfeldes weiter vorangetrieben. Gleichzeitig wurden die Kosten
weiterhin durch konsequente Geschäftsprozessoptimierungen und die Fortsetzung von
Kooperationen im operativen Bereich gesenkt.

Die Investitionen im Konzern wurden im Berichtsjahr deutlich gesteigert. Neben dem
planmäßigen Ausbau und der Verdichtung der Energie- und Wassernetze ist vor allem der
Neubau der Gas- und Dampfturbinenanlage am Standort Heizkraftwerk Hafen der
Stadtwerke Münster GmbH zu nennen, für die mit rd. 45 Mio. € im Berichtsjahr rd. 50 % der
geplanten Investitionssumme ausgezahlt wurden.

Der ausgewiesene Konzernbilanzgewinn kann weiterhin als zufriedenstellend bezeichnet
werden, insbesondere unter Berücksichtigung der bereits getätigten
Vorabgewinnausschüttung.

Die wirtschaftliche Lage und Entwicklung des Konzerns Stadtwerke Münster GmbH kann für
das Geschäftsjahr 2004 als insgesamt gut bezeichnet werden.

Geschäftsverlauf

Die Umsatzerlöse ohne Stromsteuer sind insbesondere aufgrund gestiegener Absatzmengen
in den Energiesparten auf 308,1 Mio. € gestiegen (+ 12,7 Mio. €/4,3 %). Im Geschäftsfeld
Versorgung wurden die Umsätze auf 271,8 Mio. € (+ 11,5 Mio. €/4,4 %) erhöht, im
Geschäftsfeld Verkehr ergab sich eine Steigerung auf 23,9 Mio. € (+ 0,3 Mio. €/1,3 %), die
IT-Leistungen konnten wiederum gesteigert werden und betrugen im Geschäftsjahr 2004
10,8 Mio. € (+ 0,9 Mio. €/9,1 %). Die Umsatzerlöse aus sonstigen Leistungen blieben
wiederum bei 1,6 Mio. € konstant. Der Materialaufwand erhöhte sich insgesamt um
1,7 Mio. € auf 160,8 Mio. € (+ 1,1 %). Dabei stiegen die Bezugsaufwenden für Roh-, Hilfs-
und Betriebsstoffe und für Waren um 6,1 Mio. € (+ 5,5 %) auf 117,9 Mio. €, während
gegenläufig die Aufwendungen für bezogene Leistungen um 4,4 Mio. € (- 9,2 %) auf
43,0 Mio. € sanken.

Die Personalaufwendungen im Konzern Stadtwerke Münster GmbH verminderten sich um
0,7 Mio. € (- 1,0 %) auf 66,5 Mio. € trotz der um 14 auf nunmehr 1.243 gestiegenen Zahl der
Mitarbeiter. Im Konzern werden im Verkehrsbereich frei werdende Stellen planmäßig nicht
bei den Stadtwerken Münster sondern bei der zum Arbeitgeberverband des privaten
Verkehrsgewerbes gehörenden Verkehrsservice Gesellschaft Münster mbH neu besetzt.
Dadurch können die Personalkosten gesenkt und die Kostenunterdeckung bei der
Erbringung der Verkehrsleistungen begrenzt werden.

Seite 1 von 1

Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und
auf Sachanlagen stiegen um 7,3 Mio. € (+ 24,0 %). Dieses ist wesentlich durch die
Neubewertung von Gebäuden des zentralen Betriebsgeländes der Stadtwerke Münster
GmbH begründet.

Im Geschäftsjahr 2004 bewegten sich die sonstigen betrieblichen Erträge und
Aufwendungen wieder auf dem üblichen Niveau. Die im Vorjahr gegebenen einmaligen
positiven Ergebniseffekte aus der Steigerung der sonstigen betrieblichen Erträge wurden
wieder zurückgeführt. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit erreicht
dementsprechend 21,6 Mio. € (- 13,1 Mio. €/37,8 %).

Der Ertragsteueraufwand verminderte sich in der Folge auf 11,2 Mio. € (- 3,1 Mio. €/21,7 %).
Der Konzernjahresüberschuss beträgt 9,5 Mio. € (- 10,3 Mio. €/52,0 %).

Im Rahmen des bei der Konzernmutter angesiedelten Beteiligungscontrollings werden die
Risikoaspekte der Beteiligungsunternehmen erfasst und angemessen berücksichtigt. Die
verantwortlichen Vertreter der Stadtwerke Münster GmbH in den zuständigen Organen der
Beteiligungsgesellschaften (Gesellschafterversammlungen, Beiräte und Aufsichtsräte)
erörtern regelmäßig in den vorgenannten Gremien die wesentlichen Aspekte des
Risikomanagements für das betroffene Unternehmen und ihre Auswirkungen auf andere
Konzerngesellschaften. Die Ergebnisse dieser Erörterungen werden regelmäßig in den
Sitzungen des Aufsichtsrates der Muttergesellschaft Stadtwerke Münster GmbH in
zusammengefasster Form im laufenden Risikobericht der Geschäftsführung dargestellt.

Das gesamte Risikomanagement wird durch die interne Revision der Stadtwerke auf
Funktionsfähigkeit und Angemessenheit überprüft. Bei den operativen
Beteillgungsgesellschaften wurde die interne Revision der Stadtwerke Münster GmbH
beauftragt, ein Risikocontrolling durchzuführen.

Entwicklungen, die bestandsgefährdend sein könnten oder geeignet sind, die Vermögens-,
Finanz- und Ertragslage der Beteiligungsunternehmen oder der Muttergesellschaft
wesentlich zu beeinträchtigen, sind nach unserer Einschätzung derzeit nicht zu erkennen.
Bestehenden Risiken wird durch bilanzielle Vorsorge oder durch den Abschluss
entsprechender Versicherungen begegnet.

Der Bau der Gas- und Dampfturbinenanlage am Standort Heizkraftwerk Hafen der
Stadtwerke Münster GmbH bildete durch die Begleitung der Planungs- und
Buagetsteuerungsfunktionen einen Schwerpunkt in der Risikobeurteilung. Als Hauptrisiken
werden die sich abzeichnenden Veränderungen in den liberalisierten Energiemärkten mit
dem damit verbundenen Preisdruck, insbesondere auf die Netzentgelte Strom und Gas, das
Forderungsausfallrisiko bei größeren Geschäftskunden sowie die Reduzierung von
Ausgleichszahlungen des Landes Nordrhein Westfalen für gemeinwirtschaftliche Leistungen
des öffentlichen Nahverkehrs erkannt. Diese Risiken werden einzeln und kumulativ als nicht
bestandsgefährdend eingeschätzt.

Im Rahmen der Quartalsberichterstattung wurde dem Aufsichtsrat und der Gesellschafterin
der Stadtwerke Münster GmbH regelmäßig berichtet.

Ausblick

Das für die Kerngeschäftsfelder Strom und Gas des Konzerns maßgebliche
Gesetzgebungsverfahren zum Energiewirtschaftsgesetz ist weiterhin noch nicht
abgeschlossen. Das neue Energiewirtschaftsrecht mit dem Ziel der stärkeren
Liberalisierung der Strom- und Gasmärkte wird voraussichtlich Mitte 2005 in Kraft
treten. Damit wird auch die vorgesehene Regulierungsbehörde ihre Tätigkeit

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aufnehmen. Erklärtes Ziel der Regulierungsbehörde ist die Schaffung eines
diskriminierungsfreien Netzzugangs für alle Marktteilnehmer. Zur Zeit sind
Ertragsrisiiken aufgund der weiteren Liberalisierungsaktivitäten nicht
prognostizierbar. Insbesondere sind die geforderten Senkungen der
Netznutzungsentgelte wegen der zur Zeit in der politischen Diskussion stehenden
Berechnungsfaktoren bzw. Kalkulationsleitfäden nicht seriös kalkulierbar . Die bereits
seit über einem Jahr fehlende Rechtssicherheit, gerade in der Kalkulation der
Netzentgelte sowie der Aufgaben der Regulierungsbehörde, belastet die internen
Planungen, aber auch die Beziehungen zwischen den Stadtwerken und ihren
Kunden. Die Stadtwerke Münster GmbH haben die sich abzeichnende Forderung nach
Entflechtung in der Strom- und Gasversorgung zum 01.09.2004 bereits organisatorisch
umgesetzt sowie die gesellschaftsrechtliche Entflechtung durch Gründung einer
Netzgesellschaft weitgehend vorbereitet. Ziel ist die Gründung einer "schlanken
Netzgesellschaft" bei Wahrung der vorhandenen Synergieeffekte in der derzeitigen
Querverbundorganisation.

Dem im Geschäftsjahr 2004 bereits eingetretenen Anstieg der Bezugspreise, der sich in
2005 weiter fortsetzen wird, tragen die Stadtwerke Münster GmbH durch Anpassung der
Stromtarife und Gaspreise Rechnung.

Die Investitionen werden im Konzern auch im Jahre 2005 auf dem hohen Niveau des
Vorjahres bleiben. Die im Bau befindliche Gas- und Dampfturbinenanlage wird mit hoher
Sicherheit bis zum 31.12.2005 planmäßig in Betrieb gehen, entsprechend den Bedingungen
des Gesetzes zur Förderung der Kraft-Wärme-Kopplung. Bei den IT-Leistungen werden der
Aufbau des Geschäftsfeldes "Billing" in 2005 planmäßig abgeschlossen sowie die
Kooperationen weiter ausgebaut. Im Verkehr werden die festzustellenden Erfolge des
strikten Kostenmanagements weiter verfolgt. Der zwischen dem Aufgabenträger, der Stadt
Münster sowie dem ÖPNV-Management der Stadtwerke Münster GmbH abgestimmte
angebotsorientierte "Nahverkehrsplan 2005 - 2010" befindet sich zurzeit in den politischen
Gremien zur Beratung. Die Verabschiedung des Nahverkehrsplans wird für den Herbst 2005
erwartet.

Es wird trotz der weiterhin stagnierenden konjunkturellen Entwicklung und des weiterhin
nicht abgeschlossenen Gesetzgebungsverfahrens im Energiewirtschaftsrecht ein
befriedigendes Konzernjahresergebnis für das Geschäftsjahr 2005 angestrebt.

Weitere Vorgänge von besonderer Bedeutung sind nach dem Ende des
Konzerngeschäftsjahres nicht eingetreten.

Münster, am 08. Juli 2005
Stadtwerke Münster GmbH
Dr. Ohlms Dr. Spickenheuer

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Beratungsverlauf (1)

08.11.2005 Ausschuss für Finanzen, Beteiligungen und Liegenschaften
TOP 4.2 Entscheidung Entscheidung

Beschluss: einstimmig beschlossen

Zur Sitzung

Details

Vorlagen-Nr.
V/0872/2005
Typ
Vorlage
Datum
20.10.2005
Erstellt
06.10.2020 14:37