AN/1816/2018
Zusatzantrag zu Top 9.2.5
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Zusatzantrag Ost-West-Achse
4809 Zeichen
Lothar Müller / Die Linke im Stadtbezirk Lindenthal
´´ Köln, den 30.11.2018
Sehr geehrte Bezirksbürgermeisterin
Helga Blömer-Frerker
Sehr geehrte Oberbürgermeisterin
Henriette Reker
Folgenden Zusatzantrag zu Top bitten wir auf die Tagesordnung der
Bezirksvertretung Lindenthal am 10.12. 2018 zu setzen:
´
Die Bezirksvertretung Lindenthal beschließt die Ergebnisse der Bürgerbeteiligung in
den Beschluss aufzunehmen und als Handlungsauftrag an die Verwaltung:
1. Deutliche Reduzierung des motorisierten Individualverkehrs auf der Ost-West-
Achse
Rückbau von Fahrstreifen und Stellplätzen zugunsten des Umweltverbundes zu
Fuß, Rad und ÖPNV.
Begründung:
In der Vorlage der Verwaltung heißt es: Der Rat berücksichtigt die Ergebnisse der
Bürgerbeteiligung
Von diesem 100% Ergebnis der Bürgerbeteiligung findet sich nichts in der
Ratsvorlage als Beschluss.
2. Eine schriftliche Aussage der zuständigen technischen Aufsichtsbehörde bei der
Bezirksregierung Düsseldorf über eine potentielle Ausnahmegenehmigung für den
Betrieb von Straßenbahnzügen (90m) über die gesetzlich erlaubten 75m
Begründung: Für den kompletten Ausbau aller Bahnsteige auf 80-90m braucht es
eine sichere Grundlage. Bisher liegen nur mündliche Aussagen vor. Auch in der
Vorlage der Verwaltung findet sich dazu keine Aussage.
3. Erhalt des Abzweiges der Linie 9 vom Neumarkt nach Sülz
Begründung: Die Schwierigkeiten im Mauritiusviertel für einen Anschluss der Linie 9
an den möglichen U-Bahn-Tunnel der Ost-West-Achse lassen eine Aufgabe dieses
Streckenteils in der Innenstadt befürchten. Ein klarer Auftrag des Erhaltes bei allen
Varianten ist notwendig, da für viele Bürger und Bürgerinnen aus Köln Sülz diese
Verbindung wichtig ist. Ebenso hat sie eine wichtige Bedeutung für die Universität mit
ca 50 000 Studierenden und deren Beschäftigten.
4. Ebenso muss während der gesamten möglichen Bauzeit im Mauritiusviertel die
Straßenbahn weiter von Köln-Sülz – Universität – Bahnhof Süd – Neumarkt erhalten
bleiben.
Bauzeit bedeutet die vorbereitenden Baumaßnahmen für die Leitungsverlegung wie
die eigentliche Bauzeit von Tunnel und Rampe bis zur Inbetriebnahme.
5. Langzüge auf der Aachener Straße
5.1. Neben der Verlängerung werden auch die Haltestelle verbreitert, die ein hohes
Aufkommen an Fahrgästen haben, zum Beispiel: Universitätsstraße , Melaten,
Gürtel, Bahnstraße, Weiden Zentrum.
Begründung: Schon heute sind diese Haltestellen zu schmal und haben schon öfter
Anlass zu Problemen gegeben. Von einer sinnvollen Verbreiterung an den
Haltestellen ist in der Vorlage nicht die Rede.
5.2. Aufstellflächen an den Zu- und Abgängen und verbesserte Querung der
Fahrgäste über die Aachener Straße.
Begründung: Schon heute kommen die Fahrgäste schlecht vom und zum Bahnsteig.
Bei Ankunft einer vollen Bahn mit zahlreichen Aussteigern stauen sich diese
Menschen auf dem Bahnsteig, weil sie ihn nicht verlassen können. Besondere
Beispiele sind Melaten Universitätsstraße und Aachener Straße / Gürtel.
An der Haltestestelle Melaten gibt es eine besondere Schaltung zum Verlassen der
Bahnsteige, dies muss auch für den Zugang ermöglicht werden.
5.3 Keine Zusammenlegung von Haltestellen
Begründung: Wenn zwei benachbarte Haltestellen eng beieinander liegen, ist das
Bedürfnis der Techniker sehr groß, diese Zusammenzulegen. Erfahrungen aus der
Vergangenheit haben dies immer wieder gezeigt. Bei diesem Projekt sind die
Haltestellen in Köln-Braunsfeld Maarweg und Clarenbach ein solcher Kandidat. In
der Konsequenz bedeuten zusammengelegt Haltestellen eine Verlängerung der
Fußwege zur und von der Haltestelle.
5.4. Keine Verlegung der Haltestellen
Verlegungen der Haltestellen bedeuten Nachteile für die Fahrgäste. In diesem
Projekt ist die Haltestelle „Alter Militärring“ vorgesehen sie aus der heutige Lange am
Ort nach Osten a uf die Brücke über den Neuen Militärring zu verlagern. Dieses
hatten Verwaltung und KVB in den 90ger Jahren schon einmal vor. Der Bürgerprotest
vor Ort hat dann erreicht, dass die Haltestelle in der heutigen Lage ausgebaut wurde.
5.5. Der Einsatz von Langzügen geschieht zur Kapazitätserweiterung. Daher wird
eine Taktausdünnung von betroffenen Linien, auch bei den Verstärkern abgelehnt.
Begründung. In der Kosten-Nutzen-Analyse von Schlegel&Spieckermann, die seit
04.12. 2018 vorliegt, sind Einsatzkonzepte zugrunde gelegt, die bisher politisch nicht
diskutiert wurden.
Mit freundlichen Grüßen
Fraktion Bündnis 90/Die Grünen Lothar Müller/Die Linke
Claudia Pinl. Stephan Horn, Inge Klein
Roland Schüler, Florian Weber-Baronowski
Beratungsverlauf (1)
Beschluss: geändert beschlossen
Zur SitzungOrte (7)
- Universitätsstraße
- Bahnstraße
- Aachener Straße 5
- Alter Militärring
- Neumarkt
- Straße 5
- Maarweg
Ortsbezüge werden automatisch aus den Dokumenten ermittelt und können unvollständig sein.
Details
- Aktenzeichen
- AN/1816/2018
- Typ
- Antrag nach § 3 der GeschO des Rates
- Datum
- 07.12.2018
- Erstellt
- 07.12.2018 11:13