2540/2020
Aufforstung Kölner Grüngürtel
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Anlage 1 Eingabe Kölner Grüngürtel
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Sehr geehrte Damen und Herren, nach § 24 der Gemeindeordnung Nordrhein-Westfalen rege ich Folgendes an (Pettition): Bäume statt Rasen, Wälder statt Wiesen, der Grüngürtel muss aufgeforstet werden! Begründung: Ich wohne in Köln Raderthal, und gehe öfterst im äußeren Grüngürtel spazieren. Dort gibt es viele Flächen, wo es lediglich Rasen bzw. Wiesen gibt. Diese Flächen kann man ohne viel Aufwand aufforsten. Als Beispiel kann ich hier die Fläche zwischen der Brühler Landstraße, der Millitäringstraße, Im Wasserwerkswäldchen und der A4 nennen. Dort gibt es große Rasen- und Wiesenflächen, die meines Erachtens mit Bäumen bepflanzt werden können. Die Stadt Köln hat zum 09. September 2019 den Klimanotstand ausgerufen. Eine Bewaldung schafft ein besseres Stadtklima, also warum nicht diese Flächen aufforsten? Klar, auf dem Rasen kann man Ball spielen, ein Picknick machen, mit dem Hund Gassi gehen, etc.. Aber es müssen nicht alle Freiflächen bewaldet werden. Wenn ich recht informiert bin, besteht der Grüngürtel aus ca. 50 Prozent Wiesen und Rasen. Wenn man davon die Hälfte mit Bäumen bepfanzen würde, wäre es für das Klima und für uns Bürger wirklich ein toller Erfolg. Allerdings kann dies nur der erste Schritt sein, der ganze äußere und innere Grüngürtel besteht aus viel zu viel Rasen und Wiesen. Auch in den Stadtparks und die Wiesen entlang dem Rhein können noch viele Bäume gepflanzt werden. Über eine Antwort von Ihnen würde ich mich sehr freuen. Vielen Dank im Voraus.
Beschlussvorlage Ausschuss
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Die Oberbürgermeisterin Dezernat, Dienststelle VI/67/0 Vorlagen-Nummer 2540/2020 Freigabedatum Beschlussvorlage zur Behandlung in öffentlicher Sitzung Betreff Aufforstung Kölner Grüngürtel Beschlussorgan Ausschuss für Bürgerbeteiligung, Anregungen und Beschwerden Gremium Datum Beschluss: Der Ausschuss begrüßt das Ansinnen des Petenten die Waldflächen in Köln im Sinne des Klima- schutzes zu erhöhen. Die Verwaltung wird deshalb gebeten, das Projekt „Ein Wald für Köln“ langfris- tig fortzuführen und hierfür entsprechende Flächen bereitzustellen. Ausschuss für Bürgerbeteiligung, Anregungen und Beschwerden 19.01.2021 2 Haushaltsmäßige Auswirkungen Nein Auswirkungen auf den Klimaschutz Nein Ja, positiv (Erläuterung siehe Begründung) Ja, negativ (Erläuterung siehe Begründung) Begründung: Der Petent beantragt, den Äußeren Grüngürtel zwecks Klimaverbesserung aufzuforsten. Dort gibt es derzeit viele Flächen, wo es lediglich Rasen bzw. Wiesen gibt und seiner Ansicht nach Bäume beziehungsweise Wald gepflanzt werden könnten. Als Beispiel wird die Fläche zwischen der Brüh- ler Landstraße, der Militärringstraße, Im Wasserwerkswäldchen und der A4 genannt. Zunächst ist festzustellen, dass die vorgeschlagene Fläche im südlichen linksrheinischen Äuße- ren Grüngürtel nicht Eigentum der Stadt Köln sondern der RheinEnergie ist, über deren Nut- zung die Stadt Köln nicht verfügen kann. Grundsätzlich wird die Förderung von Wald im Sinne des Klimawandels von der Verwaltung sehr begrüßt und auch verfolgt. So hat das Amt für Landschaftspflege und Grünflächen schon vor einigen Jahren das Projekt „Ein Wald für Köln“ ins Leben gerufen, das im September 2009 der Öffentlichkeit vorgestellt wurde. Der erste aus Spenden finanzierte Wald für Köln in Junkersdorf war bereits 2012 fertig gestellt. Der zweite Wald für Köln wurde anschließend in Merheim angelegt. Zurzeit werden bereits Spenden für den dritten Wald für Köln in Lindweiler gesammelt, siehe folgenden Link: https://www.stadt-koeln.de/leben-in-koeln/freizeit-natur-sport/wald/baum-statt-brautstrauss. Eine vierte Fläche im Bereich des linksrheinischen Äußeren Grüngürtels (Nähe Brühler Landstraße) wird ab Ende 2021 aufgeforstet. Problematisch ist jedoch in unserer stark wachsenden Stadt, dass die unbebauten Flächen immer knapper werden. Daneben steigt der Bedarf der Bevölkerung an Erholungsflächen. Das bedeutet, eine Umwandlung von öffentlichen Grünanlagen, die für die Freizeitnutzung gestaltet wurden, in reine Forstflächen lässt sich nicht realisieren. Insgesamt 6.000 Hektar - das sind 15 Prozent - des Stadtgebietes sind Waldflächen. Von den insgesamt 4.000 Hektar städtischer Waldfläche wurden insgesamt 520 Hektar, das entspricht 16 Prozent des städtischen Waldes, als Naturwaldentwick- lungsflächen ausgewiesen. Nähere Informationen sind unter folgendem Link zu finden: https://www.stadt-koeln.de/leben-in-koeln/freizeit-natur-sport/wald/naturwaldentwicklungsflaechen- im-staedtischen-wald Der Äußere Grüngürtel ist in den 1920er Jahren nach den Entwürfen von Theodor Nußbaum als großer zusammenhängender Volkspark sowie Wald- und Wiesengürtel angelegt worden. Ziel war es schon damals, ausreichend freie Flächen für Spiel und Sport für die wachsende Bevölkerung anzubieten. Aufgrund der einzigartigen Ausgestaltung steht der Äußere Grüngürtel heute unter Denkmal- und Landschaftsschutz. Eine großflächige Aufforstung der Wiesenflächen ist deshalb nicht möglich und auch nicht gewollt. Darüber hinaus stellen die offenen Wiesenflächen wertvolle Refugien vor allem für Insekten dar. Mit dem Konzept Stadtgrün naturnah (https://www.stadt-koeln.de/artikel/68257/index.html) will das Amt für Landschaftspflege und Grünflächen das ökologische Potenzial erhöhen und die Wiesen zu arten- reichen Wiesen entwickeln. 3 Hinsichtlich weiterer Baumpflanzungen wird bereits seit einigen Jahren geprüft, an welchen Standor- ten zusätzliche Straßenbäume gepflanzt werden können, um das innerörtliche Stadtklima zu verbes- sern. Soweit im Untergrund keine Versorgungsleitungen verlaufen, werden diese Bäume seit einiger Zeit auch schon gepflanzt. Anlage 1 Eingabe Kölner Grüngürtel
Beratungsverlauf (1)
Beschluss: geändert beschlossen
Zur SitzungOrte (3)
- Brühler Landstraße
- Militärringstraße
- Im Wasserwerkswäldchen
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Details
- Aktenzeichen
- 2540/2020
- Typ
- Beschlussvorlage Ausschuss
- Datum
- 16.12.2020
- Erstellt
- 17.08.2020 12:26