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1797/2023

Beantwortung einer schriftlichen Anfrage der Fraktionen CDU und Grüne vom 26.04.2023 aus der Sitzung des Jugendhilfeausschusses vom 02.05.2023 (AN

Beantwortung einer Anfrage (Ausschuss) 26.05.2023

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Nächste Beratung: Jugendhilfeausschuss, Sitzung am 06.06.2023

Beantwortung einer Anfrage (Ausschuss)

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Beantwortung einer Anfrage (Ausschuss)

5894 Zeichen

Dezernat, Dienststelle  
IV/51/513 
 
Vorlagen-Nummer 26.05.2023 
 1797/2023 
Beantwortung einer Anfrage nach § 4 der Geschäftsordnung  
öffentlicher Teil 
Gremium Datum 
Jugendhilfeausschuss 06.06.2023 
 
Beantwortung einer schriftlichen Anfrage der Fraktionen CDU und Grüne vom 
26.04.2023 aus der Sitzung des Jugendhilfeausschusses vom 02.05.2023 (AN0747/2023) 
betreffend "Arbeitstreffen Kindertagesbetreuung" 
Die Fraktionen CDU und Grüne richten in der Sitzung des Jugendhilfeausschusses am 
02.05.2023 nachfolgende Anfrage AN/0747/2023 an die Verwaltung. Die Beantwortung ist je-
der Fragestellung direkt angefügt.  
 
 
 
1) Wie ist die derzeitige Personalsituation? Wie viele Stellen sind aktuell nicht besetzt? 
Wie ist die Entwicklung des Krankheitsstandes in den letzten 6 Monaten? 
 
Antwort der Verwaltung: 
Das Stellenbesetzungsverfahren unterliegt einem stetigen, dynamischen Prozess, so 
dass Stichtagserhebungen schwierig sind. Im Überblick kann aber festgehalten wer-
den, dass derzeit rund 200 Stellen in Summe nicht besetzt sind. Von den 200 Stellen 
sind rund ca. 120 Stellen unbesetzt, bei rund 80 weiteren Stellen liegt eine längerfris-
tige Erkrankung von Beschäftigten vor, so dass auch hier das Personal und damit die 
Arbeitsleistung faktisch nicht zur Verfügung steht. Laut Erhebung des Arbeitsmedizini-
schen Dienstes liegt die Krankheitsquote für das Amt für Kinder, Jugend und Familie 
bei rund 13%.  
 
Die hohen Vakanzen und der Krankenstand von 13% in Kombination führen zu einer 
extrem hohen und vor allem anhaltenden Belastung des Kita-Systems. Der Bereich ist 
geprägt von einer durchgängig hohen Leistungsbereitschaft und dem Willen, den Kin-
dern eine bestmögliche Bildung, Erziehung und Betreuung zu ermöglichen. Beschäf-
tigte in Teilzeit erhöhen ihre Stunden und Kolleg*innen bleiben im Rahmen der Mög-
lichkeiten länger, um Ausfälle zu kompensieren und Familien eine Betreuung und Kin-
dern eine bestmögliche, frühkindliche Bildung zu ermöglichen. Dies führt jedoch auch 
zu einer weiteren Belastung der verbliebenen Mitarbeitenden. 
 
Eltern fordern nach Jahren der pandemiebedingten Einschränkungen verstärkt die 
Rückkehr zum Regelbetrieb, der in vielen Kindertageseinrichtungen aufgrund des Per-
sonalmangels jedoch nicht vollumfänglich abgebildet werden kann. Dementsprechend 
herausfordernd ist die Situation für Leitungen und Mitarbeitende, bei anhaltendem Per-
sonalausfall und Einschränkungen in der Betreuungszeit mit den Eltern einvernehmli-
che Lösungen mit einer reduzierten Betreuung zu finden. Dies macht sich auch in ei-
nem stark angestiegenen Beschwerdeaufkommen der Elternschaft bemerkbar.

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Die Verwaltung arbeitet daher mit vielen Beteiligten daran, kurzfristig tiefgreifende 
Maßnahmen zur Stabilisierung der Personalsituation zur Schaffung einer verlässlichen 
Betreuung für Kinder und deren Familien zu ergreifen.  
 
Zuvorderst muss dies mit der Gewinnung zusätzlichen Personals gelingen, um beste-
hende Kindertageseinrichtungen zu stabilisieren. Die Verwaltung betreibt eine inten-
sive Personalakquise auf allen Medien und Kanälen, ein städtisches Bewerbercenter 
begleitet potenzielle neue Kolleg*innen von der Bewerbung bis zur Unterschrift auf 
dem Arbeitsvertrag. Mit der Erweiterung des Berufskollegs Weinsbergstraße wird die 
Verwaltung die eigenen Ausbildungskapazitäten zudem deutlich steigern können. 
Gleichzeitig wird das vorhandene städtische Personal durch ein umfangreiches be-
triebliches Gesundheitsmanagement ebenso unterstützt wie durch das städtische „Mit-
arbeiterunterstützungsteam“ (MUT), das den Beschäftigten in allen beruflichen und pri-
vaten Situationen mit Hilfe und Rat zur Seite steht. Die Stadt setzt viele Maßnahmen 
zum Arbeitsschutz um, bietet flexible Arbeitszeitmodelle und ein umfangreiches Wei-
terbildungsprogramm. Parallel wird intensiv der Prozess begleitet, welche Möglichkei-
ten die neue Personalverordnung des Landes bieten wird, um z.B. Quereinsteiger und 
Unterstützungskräfte im Kita-Alltag einzusetzen.  
 
2) Können die vertraglich vereinbarten Betreuungszeiten eingehalten werden? An wie 
vielen Standorten weichen diese ab und in welchem Ausmaß? 
 
Antwort der Verwaltung: 
Das Amt für Kinder, Jugend und Familie führt seit Jahresbeginn 2023 eine angepasste 
Statistik. Daraus ist zu entnehmen, dass jeden Monat in rund 40% der 218 Kinderta-
geseinrichtungen an zumindest einem Tag ein reduziertes Betreuungsangebot stattge-
funden hat. Viele der Einschränkungen bestehen jedoch längerfristig. Die Auswirkun-
gen für die Eltern sind teils erheblich, die dringend notwendige Förderung aller Kinder 
findet hier nur in (teils deutlich) reduziertem Umfang statt. Die Betreuungszeiten kön-
nen daher in den Kitas mit reduziertem Betreuungsumfang zumindest für die 45h Ver-
träge nicht gehalten werden.  
 
 
3) Wie viele KiTas können aufgrund von Personalmangel derzeit keine tägliche Betreu-
ung gewährleisten? 
 
Antwort der Verwaltung: 
Eine tägliche Betreuung wird grundsätzlich angeboten und nur in 6 Einzelfällen war 
dies für 1 Tag nicht möglich. Dennoch sind viele Betreuungseinschränkungen aufgrund 
des Personalmangels so tiefgreifend, dass Kinder beispielsweise nur jeden zweiten 
Tag im Wechsel betreut werden können oder längerfristig nur von 8-14 Uhr. Die Fami-
lien werden durch die Kita-Leitung über die Gründe informiert und in Entscheidungen 
zur Gestaltung des Betreuungsumfangs soweit möglich eingebunden. Je nach verfüg-
barem bzw. hinzugewonnenem Personal erfolgt zwar eine unmittelbare Anpassung der 
Betreuungszeit. Die hohen Vakanzen machen es jedoch nicht möglich, überall gleich-
zeitig Personal in dem Umfang zuzuführen, der für die Umsetzung des Regelbetriebs 
notwendig ist. Wird eine Stelle im Kita-System vakant, ist derzeit aufgrund des Fach-
kräftemangels mit einer mehrmonatigen Nachbesetzungsdauer zu rechnen.  
 
 
Gez. Voigtsberger

Beratungsverlauf (1)

06.06.2023 Jugendhilfeausschuss
Kenntnisnahme (Mitteilung) Entscheidung

Beschluss: Kenntnis genommen

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Details

Aktenzeichen
1797/2023
Typ
Beantwortung einer Anfrage (Ausschuss)
Datum
26.05.2023
Erstellt
24.05.2023 18:36