1683/2024/1
Planerische Vorstudie für ein Integriertes Stadtentwicklungskonzept im Stadtteil Kalk
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Dezernat, Dienststelle IX/15/152 Vorlagen-Nummer 16.10.2024 1683/2024/1 Mitteilung öffentlicher Teil Gremium Datum Stadtentwicklungsausschuss 07.11.2024 Bezirksvertretung 8 (Kalk) 28.11.2024 Planerische Vorstudie für ein Integriertes Stadtentwicklungskonzept im Stadtteil Kalk Im Juni 2024 wurden die politischen Gremien über die Beauftragung einer planeri- schen Vorstudie zur analytischen und handlungsfeldübergreifenden Vorbereitung ei- nes Integrierten Stadtentwicklungskonzeptes (ISEK) im Stadtteil Kalk informiert (Vorla- gen-Nr. 1683/2024). Gegenstand des Untersuchungsauftrags waren eine Bestands- aufnahme der städtebaulichen Entwicklungsbedarfe und Optionen eines möglichen weiteren Vorgehens. Die planerische Vorstudie für den Sozialraum Kalk liegt nun vor und umfasst inte- grierte Handlungsansätze, die eine resiliente und zukunftsweisende Stadtteilentwick- lung fördern sollen. Sie adressiert dabei sowohl zukünftige als auch bestehende Her- ausforderungen eines hochverdichteten, multikulturell geprägten Stadtteils und sucht nach Lösungen für zentrale Handlungserfordernisse. Zu den wesentlichen Herausforderungen zählen unter anderem die geringe Grün- raumversorgung in einem dicht besiedelten Gebiet sowie die Risiken, welche infolge des Klimawandels resultieren. Die Vorstudie ist das Ergebnis eines intensiven, interdisziplinären Beteiligungsprozes- ses, an dem verschiedene Fachämter der Stadt Köln sowie ausgewählte Schlüsselak- teur*innen des Stadtteils beteiligt waren. Die aus diesem Prozess abgeleiteten Projek- tideen sind Grundlage für die Erstellung eines Integrierten Stadtentwicklungskonzep- tes, mit dem die Verwaltung beabsichtigt, für ein noch abzustimmendes Maßnahmen- paket Städtebaufördermittel zu beantragen. Die planerische Vorstudie ist in digitaler Form als Anlage beigefügt. Gez. Haack
Anlage: Planerische Vorstudie (nur digital, kein Druck) (neu 25.10.24))
187272 Zeichen
PLANERISCHE VORSTUDIE
ENTWICKLUNG VON INTEGRIERTEN
HANDLUNGSANSÄTZEN IM SOZIALRAUM KALK
VORSTUDIE SOZIALRAUM KALK | 3
Inhaltsverzeichnis 3
Vorwort 5
Kurzf
assung 7
9
10
13
14
17
18
24
28
30
34
40
44
50
54
56
59
60
62
64
65
66
78
79
80
90
91
92
100
101
102
108
109
110
116
118
121
122
125
126
1. AUFGABE UND ZIEL
Hintergrund und Aufgabenstellung
2. HERANGEHENSWEISE UND METHODIK
Herangehensweise und
Methodik
3. BESTANDSAUFNAHME UND ANALYSE
Konzepte, Strategien und Planungen
Historische entwicklung Kalk
Räumliche Lage
Freiraum und Grün
W
ohnen, Leben und Soziales
Wirtschaft, Kultur und Innovation
Mo
bilität und Digitalisierung
Energie, Klima
und Ressourcenschutz
Räumliche Zusammenfassung
SWOT-Analyse
4. NEUE PERSPEKTIVE SOZIALRAUM KALK - LEITBILD UND PROJEKTE
Leitbild
Leitprojekte i
m Sozialraum
Projektübersicht - Neuer Freiraum für Kalk
Handlungsfeld - Neuer Freiraum für Kalk
Perspektive - Neuer Freiraum für Kalk
Projektübersicht - Gut Leben in Kalk
Handlungsfeld - Gut Leben in Kalk
Perspektive - Gut
Leben in Kalk
Projektübersicht - Neue Impulse für Kalk
Handlungsfeld - Neue Impulse Kalk
Perspektive - Neue Impulse für Kalk
Projektübersicht - Kalk neu verknüpft
Handlungsfeld - Kalk neu verknüpft
Perspektive - Kalk neu verknüpft
Pr
ojektübersicht - Klimakluges Kalk
Handlungsfeld - Klimakluges Kalk
Perspektive - Klimakluges Kalk
Integrierte Verortung räumlicher Maßnahmen
Projektübersicht
5. MÖGLICHE FÖRDERZUGÄNGE
Mögliche Förderzugänge
6. IMPRESSUM
Abbildungsverzeichnis
Impressum 129
INHAL TSVERZEICHNIS
HINWEIS:
Der im Rahmen der Vorstudie verwendete Begriff
„Sozialraum“ bezieht sich primär auf die Sied-
lungsbereiche des Stadtteils Kalk, welche einen
besonderen Entwicklungsbedarf aufweisen. Die
Begrifflichkeit ist angelehnt an den §171 e BauGB
„Maßnahmen der Sozialen Stadt“ .
Im Rahmen der Stadt Köln umfasst der Begriff
zudem den Handlungsraum der jeweiligen Sozial-
raumkoordination des Stadtteils.
VORSTUDIE SOZIALRAUM KALK | 5
Geprägt durch die starke Nutzungsmischung
von Wohnen und Gewerbe und den Struk-
turwandel der letzten Jahrzehnte weist Kalk
spürbare städtebauliche und soziale Prob-
lemlagen auf. Seit 1994 wurde mit verschie-
denen Förderprogrammen auf diese Situa-
tion reagiert – zuletzt mit dem im Dezember
2023 abgeschlossenen Integrierten Stadtent-
wicklungskonzept „Humboldt/Gremberg und
Kalk“ des Programms „Starke Veedel – Star-
kes Köln“ mit Maßnahmen zur Verbesserung
der Lebensbedingungen von Bürger*innen
in elf Sozialräumen. Das Programm wurde
mit Fördermitteln der Städtebauförderung
und des Europäischen Fonds für regionale
Entwicklung umgesetzt und enthielt neben
Bauprojekten wie der Neugestaltung des
Spielplatzes Eythstraße im Kalker Norden
auch flankierende soziale Maßnahmen. Eine
Evaluation des Programms zeigt deutliche
Erfolge, aber nach wie vor noch weitere
Handlungsbedarfe in Kalk. Diese bestehen
verstärkt im Bereich der Klimawandelanpas-
sung und Versorgung des hoch versiegelten
Stadtteils mit Grün- und Freiräumen.
So besteht weiterhin Bedarf an Grünflächen,
Plätzen mit Aufenthaltsqualität und Begeg-
nungsräumen für die vielen unterschiedli-
chen Nutzergruppen. Gleichzeitig bietet Kalk
zahlreiche Chancen und Potenziale durch
Entwicklungsflächen wie die Industriebrache
der Hallen Kalk, durch kulturelle Vielfalt sowie
durch eine beachtliche Anzahl an bürger-
schaftlichen Initiativen und innovativen Im-
pulsgebern.
Wie die Chancen im Stadtteil genutzt und
Problemlagen nachhaltig abgebaut werden
können, zeigt diese planerische Vorstu-
die. Auf der Grundlage einer umfassenden
Bestandsanalyse und den Ergebnissen
verschiedener interaktiver Formate mit
städ-tischen Fachämtern und Schlüssel-
akteur*innen der Stadtgesellschaft werden
Perspektiven und Entwicklungsziele für Kalk
entworfen. Dabei liegt der Schwerpunkt
stets in einer strukturellen Stärkung des
Stadtteils sowie Verbesserung der Wohn-
und Lebensqualität vor Ort. Auf dieser Basis
wird vom Amt für Stadtentwicklung und Sta-
tistik geprüft, ob über ein Integriertes Stadt-
entwicklungskonzept der Zugang zu Mitteln
der Städtebauförderung geschaffen werden
kann.
Ich danke allen Akteur*innen in Kalk, die sich
für die Weiterentwicklung ihres Stadtteils
eingesetzt haben und täglich mit großem
Engagement die Zukunft ihres „Veedels“
sichern. Ich wünsche mir, dass die Menschen
in Kalk bald von weiteren Fördermaßnahmen
und damit einhergehenden Verbesserungen
profitieren werden.
Ihr
Andree Haack
Beigeordneter der Stadt Köln
für Stadtentwicklung, Wirtschaft,
Digitalisierung und Regionales
VORWORT
6 | VORSTUDIE SOZIALRAUM KALK
VORSTUDIE SOZIALRAUM KALK | 7
Die vorliegende planerische Vorstudie für
den Sozialraum Kalk umfasst integrierte
Handlungsansätze, die eine resiliente und zu-
kunftsweisende Stadtteilentwicklung fördern
sollen. Sie adressiert dabei sowohl zukünfti-
ge als auch bestehende Herausforderungen
eines hochverdichteten, multikulturell ge-
prägten Stadtteils und sucht nach Lösungen
für zentrale Handlungserfordernisse.
Zu den wesentlichen Herausforderungen
zählen unter anderem die geringe Grün-
raumversorgung in einem dicht besiedelten
Gebiet sowie die Risiken, welche infolge des
Klimawandels resultieren. Zudem steht der
steigende Wohnungsdruck im Fokus, der die
Notwendigkeit einer bedarfsgerechten Ange-
botsvielfalt im Sozialraum hervorhebt.
Die Vorstudie ist das Ergebnis eines intensi-
ven, interdisziplinären Beteiligungsprozesses,
an dem verschiedene Fachämter der Stadt
Köln sowie ausgewählte Schlüsselakteur*in-
nen des Stadtteils beteiligt waren. Die aus
diesem Prozess abgeleiteten Projektideen
und räumlichen Zusammenhänge mün-
deten in eine gemeinsame Perspektive für
den Sozialraum Kalk. Bereits bestehende
sowie mögliche Entwicklungsdynamiken und
Potenziale wurden infolgedessen in unter-
schiedlichen Handlungsfeldern gegliedert.
Unter den Titeln „Neuer Freiraum für Kalk“,
„Gut Leben in Kalk“, „Neue Impulse für Kalk“,
„Kalk neu verknüpft“ und „Klimakluges Kalk“
wurden fünf Handlungsfelder definiert, die
sich in einem gemeinsamen Leitbild unter
dem Titel „Köln-Kalk als vielfältiger und
klimaresilienter Stadtraum der Zukunft“,
zusammenfassen lassen. Diese Handlungs-
felder schlüsseln sich in die folgenden Leit-
sätze auf:
1. Neuer Freiraum für Kalk – Handlungsfeld
Grün und Aufenthaltsqualität: Schaffung
eines zusammenhängenden Grün- und Frei-
raumnetzes für den Stadtteil Kalk.
2. Gut leben in Kalk – Handlungsfeld Woh-
nen, Leben und Soziales: Bereitstellung
eines vielfältigen, qualitätsvollen Wohn- und
Lebensraums für alle.
3. Neue Impulse für Kalk – Handlungsfeld
Wirtschaft, Kultur und Innovation: Förde-
rung neuer Arbeitswelten und Innovationen
im multikulturellen Quartier.
4. Kalk neu verknüpft – Handlungsfeld
Mobilität: Entwicklung eines klimaneutralen,
multimodalen Mobilitätssystems der Zu-
kunft.
5. Klimakluges Kalk – Handlungsfeld Ener-
gie und Ressourcen: Etablierung eines klima-
resilienten Energie- und Ressourcensystems
auf Stadtteilebene.
Die Vorstudie zeigt verschiedene Möglich-
keiten auf, wie Kalk als vielfältiger und klima-
resilienter Stadtraum der Zukunft weiterent-
wickelt werden kann. Das entwickelte Leitbild
soll in den kommenden Jahren als Zielgerüst
für integrierte Stadtentwicklungskonzepte
dienen. Der daraus abgeleitete Projektkata-
log bietet darüber hinaus die Chance, ein-
zelne Projekte unter Berücksichtigung des
gemeinsamen integrierten Leitbildes zu reali-
sieren und somit stufenweise Entwicklungen
im Stadtteil voranzutreiben.
Im Rahmen dessen wird die Notwendig-
keit eines integrierten Ansatzes betont, um
den komplexen Herausforderungen eines
hochverdichteten und multikulturellen Stadt-
teils gerecht zu werden. Durch die enge
Zusammenarbeit verschiedener Fachämter
und Schlüsselakteur*innen wurde eine ge-
meinsame Vision für die Zukunft Kalks ent-
wickelt, die sowohl soziale, wirtschaftliche
als auch ökologische Aspekte berücksichtigt.
Mit dem Ziel, die Lebensqualität zu erhöhen
und den Stadtteil an die Herausforderungen
des Klimawandels anzupassen, bietet die
Vorstudie eine umfassende Strategie für eine
nachhaltige und zukunftsweisende Stadtteil-
entwicklung.
KURZFASSUNG
8 | VORSTUDIE SOZIALRAUM KALK
VORSTUDIE SOZIALRAUM KALK | 9
1
AUFGABE UND ZIEL
10 | VORSTUDIE SOZIALRAUM KALK
HINTERGRUND UND AUFGABENSTELLUNG
Planerische Vorstudie für die Entwicklung von integrier-
ten Handlungsansätzen im Sozialraum Kalk
Der Sozialraum Kalk liegt im Westen des
Stadtbezirks Kalk im rechtsrheinischen Köln.
Er grenzt im Norden an den Stadtbezirk
Köln-Mülheim, im Westen an Köln-Deutz, im
Süden an den Stadtteil Humboldt-Gremberg
und im Osten an die Stadtteile Vingst und
Höhenberg. Der Stadtteil Kalk ist durch den
ÖPNV sowie durch den motorisierten Indivi-
dualverkehr grundsätzlich gut angebunden.
Köln-Kalk gilt als einer der am dichtesten be-
siedelten Kölner Stadtteile. Gleichzeitig zeich-
net sich der Sozialraum durch eine vielfältige
Sozialstruktur aus. Diese umfasst neben
einer hohen Arbeitslosenquote und einem
hohen Anteil an ökonomisch schlechter ge-
stellten Bevölkerungsgruppen ebenfalls eine
große Gruppe an jungen Akademiker*innen,
welche nach Studienabschluss im Stadtteil
verblieben sind. In Köln-Kalk existierten zu-
dem eine hohe Nutzungsvielfalt und Mi-
schung von Funktionen wie Wohnen, Arbei-
ten, Kultur und Freizeit auf engstem Raum.
Die Grünraumversorgung des Stadtteils Kalk
ist im Vergleich zu anderen Stadtteilen sehr
gering. Kalk zeichnet sich durch ein ausge-
prägtes bürgerschaftliches Engagement mit
einer Vielzahl von Initiativen und engagierten
Akteur*innen aus.
Aus den beschriebenen Rahmenbedingun-
gen resultieren eine große Vielfalt und Le-
bendigkeit des Kölner Veedels, aber auch be-
sondere Herausforderungen, die planerische
Konzepte und Strategien erfordern. Laufende
Strukturwandelprozesse, in den durch Indus-
trie und Gewerbe geprägten Bereichen des
Stadtteils erhöhen zusätzlich den Handlungs-
bedarf, eröffnen aber auch neue Perspekti-
ven. Ein Beispiel dafür ist die avisierte Revi-
talisierung der Industriebrache „Hallen Kalk“,
der ehemaligen Werkshallen der Klöckner
Humboldt Deutz AG, sowie ihre Anbindung
an das Bezirkszentrum.
Die Stadt Köln hat auf der Basis des Pro-
gramms „Starke Veedel – Starkes Köln“ ein
integriertes Stadtentwicklungskonzept,
welches Maßnahmen zur Verbesserung der
Lebensbedingungen unter anderem für den
Sozialraum „Humboldt / Gremberg und Kalk“
vertieft. Der Durchführungszeitraum des
ISEK endete zum 31. Dezember 2023. Darauf
aufbauend sollte die vorliegende planerische
Vorstudie eine Grundlage für folgende Stadt-
entwicklungskonzepte schaffen und so erste
konkrete planerische und städtebauliche Ent-
wicklungen anstoßen. Aufbauend auf bereits
vorhandenen Vorüberlegungen und Maß-
nahmenvorschlägen der Fachämter wurden
in Kooperation mit diesen und ausgewählten
Schlüsselakteur*innen der Stadtgesellschaft
geeignete Handlungsräume und Projekt-
ideen gesammelt und zusammengeführt,
die im folgenden Prozess aufgegriffen wer-
den können. Ziel ist es, hierüber eine sozial,
städtebaulich und ökologisch ausgewogene
Entwicklung des Stadtteils vorzubereiten, um
in den nächsten Jahren konkrete Projekte auf
den Weg bringen zu können. Entlang eines
gemeinsamen Zielbildes und räumlichen
Gesamtkonzeptes soll die Vielzahl an Poten-
zialflächen im Stadtteil Kalk für eine zukunfts-
und qualitätsorientierte Stadtentwicklung im
21. Jahrhundert genutzt werden.
VORSTUDIE SOZIALRAUM KALK | 11
Kalk
Mülheim
NippesEhrenfeld
Lindenthal
Rodenkirchen Porz
Chorweiler
InnenstadtKalk
Abbildung 1 Gesamtübersicht der Stadtbezirke und
Verortung des Stadtteils Kalk
12 | VORSTUDIE SOZIALRAUM KALK
VORSTUDIE SOZIALRAUM KALK | 13
2
HERANGEHENSWEISE
UND METHODIK
14 | VORSTUDIE SOZIALRAUM KALK
HERANGEHENSWEISE UND METHODIK
Herangehensweise und Methodik im Dialogprozess
Vor dem Hintergrund der Ergebnisse des im
Jahr 2015 fertiggestellten integrierten Hand-
lungskonzeptes „Starke Veedel – starkes
Köln“ für ausgewählte Sozialräume der Stadt
Köln und des darauf aufbauenden integrier-
ten Stadtentwicklungskonzeptes (ISEK) für
den Sozialraum „Humboldt/Gremberg und
Kalk“ (2017) hat sich die Stadt Köln dazu ent-
schieden, eine tragfähige Vorstudie für eine
zukunftsfähige Stadtentwicklung in Kalk zu
erarbeiten.
Im Mittelpunkt des Verfahrens standen meh-
rere, fachämterübergreifende Werkstätten,
die interdisziplinär und kooperativ mehrere
Handlungsfelder einer zukunftsorientierten
Stadtentwicklung in den Blick nahmen. Auf
diese Weise konnten die spezifischen He-
rausforderungen aber auch Chancen und
Potenziale gemeinsam betrachtet und in
integrierte, fachübergreifende Strategien
und Projekte übersetzt werden. Wichtige
Grundlage und Voraussetzung dieser IM-
PULS-Werkstätten waren neben einer städ-
tebaulichen Analyse des Sozialraums Kalk
und Auswertung bestehender Konzepte auf
regionaler, städtischer und stadtteilbezoge-
ner Ebene, insbesondere die Durchführung
von Vorgesprächen mit Expert*innen der
jeweiligen Handlungsfelder.
In den interdisziplinär besetzten IMPULS-
Werkstätten bestehend aus Vertreter*innen
der jeweiligen Fachämter der Stadt Köln
sowie ausgewählten Schlüsselakteur*innen
und Sprecher*innen von Initiativen des So-
zialraums, wurden handlungsfeldbezogen
räumliche Fragstellungen und mögliche
Projektansätze, welche langfristig zu einer
Weiterentwicklung des Sozialraums Kalk
beitragen können, gemeinsam diskutiert.
Somit konnten bereits während der Konzept-
erstellung vielfältige Perspektiven zusam-
mengebracht werden und frühzeitig Ver-
antwortlichkeiten für die unterschiedlichen
Maßnahmen zugeordnet werden. Hieraus
resultieren sowohl eine notwendige Akzep-
tanz des Konzeptes als auch eine realistische
Umsetzungsperspektive in den nächsten
Jahren. Durch die Kooperation der unter-
schiedlichen Fachämter und dem daraus
resultierenden interdisziplinären Ansatz kön-
nen Projektansätze ganzheitlich angegangen
und sowohl notwendige planungsrechtliche
wie auch finanzierungs-/fördertechnische
Fragestellungen gemeinsam gelöst werden.
Durch den gezielten Einbezug ausgewählter
lokaler Schlüsselakteur*innen sollte bereits
zu Beginn des Prozesses die Perspektive der
Menschen, Institutionen, Vereine und Unter-
nehmen vor Ort integriert werden. Diese
Akteurskooperation gilt es im weiteren Ent-
wicklungsprozess zu verstetigen und weiter
auszubauen, um „Beteiligte zu Akteur*innen
zu machen“. Nur so können diese zu echten
Impulsgeber*innen und langfristigen Pro-
jektträger*innen einer zukunftsorientierten
Stadtentwicklung werden und nachhaltig an
der Umsetzung eines gemeinsamen Konzep-
tes mitwirken.
„Durch die Kooperation der
unterschiedlichen Fachäm-
ter und den daraus resul-
tierenden interdisziplinären
Ansätzen können Projekte
ganzheitlich angegangen
und sowohl notwendige pla-
nungsrechtliche wie auch
finanzierungs-/fördertech-
nische Fragestellungen ge-
meinsam gelöst werden.“
„
VORSTUDIE SOZIALRAUM KALK | 15
Abbildung 2 Eindrücke aus dem Beteiligungsver-
fahren.
Quelle: stadtland Impuls
Vorgespräche / Interviews
Zur Vorbereitung des avisierten Mitwirkungspro-
zesses wurden vorbereitende Gespräche / Kurz-
interviews mit ausgewählten Expert*innen der
jeweiligen Themenschwerpunkte geführt. Somit
konnte eine zielgerichtete Vorbereitung der Werk-
stätten gewährleistet und die Ergebnisse der Ana-
lyse und Bestandserhebung durch weitere Infor-
mationen angereichert werden.
IMPULS-Werkstätten
Im Rahmen von interaktiven Impuls-Werkstätten
wurden gemeinsam mit Vertreter*innen der Fach-
ämter sowie ausgewählten Schlüsselakteur*innen
Entwicklungsziele und Projektideen für den So-
zialraum Kalk erarbeitet. Die sieben interaktiven
Formate gliederten sich wie folgt auf:
Gemeinsame Auftakt-Werkstatt
Im Rahmen einer gemeinsamen digitalen Auf-
takt-Veranstaltung wurden Zwischenergebnisse
der Analysen sowie erste integrierte räumliche
Betrachtungen in einem digitalen Arbeitsraum
diskutiert.
Handlungsfeldbezogene IMPULS-Werkstätten
Gemeinsam mit Vertreter*innen und Expert*in-
nen der jeweiligen Handlungsfelder wurden in
fünf handlungsfeldbezogenen Impuls-Werk-
stätten die Handlungsbedarfe und Potenziale
des Sozialraums Kalk diskutiert. Anhand eines
interaktiven Arbeitsmodells sowie Projektsteck-
briefen wurden zum einen räumliche Zusam-
menhänge als auch Projektideen und Maßnah-
men zur Weiterentwicklung des Sozialraums
erarbeitet.
Gemeinsame Abschluss-Werkstatt
In einer gemeinsamen Abschluss-Werkstatt
wurden die entwickelten Projekte zusammen-
getragen und gemeinsam weiter profiliert. Da-
rüber hinaus wurden anhand eines interaktiven
Arbeitsmodells die bereits aufbereiteten räum-
lichen Zusammenhänge nochmals reflektiert.
Interaktive Formate im Dialogprozess
© STADTLAND IMPULS (ABB 2)
16 | VORSTUDIE SOZIALRAUM KALK
VORSTUDIE SOZIALRAUM KALK | 17
3
BESTANDSAUFNAHME
UND ANAL YSE
18 | VORSTUDIE SOZIALRAUM KALK
KONZEPTE, STRATEGIEN UND PLANUNGEN
Bestandsaufnahmen
Informelle Strategien, Konzepte und
Planungen
Regionale Konzepte
Agglomerationskonzept der Region Köln /
Bonn (2019)
Das im Auftrag des Köln/Bonn e.V. für die
Region Köln/Bonn erarbeitete Agglomera-
tionskonzept stellt ein innovatives und stra-
tegisches Projekt zur Sicherung der Entwick-
lungsfähigkeit des Wirtschaftsstandortes
Region Köln/Bonn dar.
Das Agglomerationskonzept definiert Per-
spektiven für eine raumverträgliche und
integrierte Siedlungs-, Mobilitäts- und Frei-
raumentwicklung der Region und formuliert
sieben „Regionale Entwicklungsräume“. Für
die rechtsrheinischen Stadtteile Kölns ist
hierbei der „Rechtsrheinische Korridor“ als
„Raum für urbane, durchmischte Entwick-
lungen“ von besonderer Bedeutung. Hierzu
gehören unter anderem gewerbliche Nut-
zungen, Büro/Dienstleistung sowie urbane
Produktion, welche an die nationalen sowie
internationalen Kommunikations- und Men-
schenströme anknüpfen.
Eine Reihe bestehender, informeller wie formeller Konzepte, Strategien und Planungen
liefert auf unterschiedlichen Ebenen und Maßstäben mögliche Anknüpfungspunkte für
die planerische Vorstudie für den Sozialraum Kalk. Im Folgenden sollen ohne Anspruch
auf Vollständigkeit einige davon schlaglichtartig vorgestellt werden, um mögliche Rück-
schlüsse auf die vorliegende Studie ziehen zu können und diese besser in einen überge-
ordneten Kontext einzubinden.
Abbildung 3 Agglomerationskonzept Region Rhein Köln / Bonn. Quelle: Köln/Bonn e.V.
VORSTUDIE SOZIALRAUM KALK | 19
Gesamtstädtische Konzepte
Städtebaulicher Masterplan Innenstadt
(Fortschreibung 2020 – 2025)
Der städtebauliche Masterplan für die Kölner
Innenstadt (Albert Speer + Partner) konsta-
tiert, dass die rechtsrheinische Innenstadt
ein in weiten Teilen heterogenes Gefüge bau-
licher Strukturen mit unterschiedlicher Bau-
substanz, Größe und Nutzung ist. Er stellt
fest, dass sich hier über die Jahrzehnte viele
Funktionen angesiedelt haben, die aufgrund
der linksrheinisch erhaltenen oder rekonst-
ruierten historischen Strukturen keinen Platz
finden konnten. Vor diesem Hintergrund
formuliert der Masterplan Innenstadt für den
Fokusraum „Rechte Rheinseite“ u.a. das Ziel,
die einzelnen Quartiere einheitlicher anzu-
ordnen, untereinander besser zu vernetzen
sowie die dazwischen liegenden Grauzonen
aufzulösen und besser nutzbar zu machen.
Rechtsrheinische Perspektiven (2010)
Im Rahmen des NRW-Strukturförderpro-
gramms REGIONALE 2010 wurden im Zuge
eines offenen Planungsdialoges unter dem
programmatischen Namen „Rechtsrheini-
sche Perspektiven“ sowohl übergeordnete
Zusammenhänge als auch konkrete Ent-
wurfsideen diskutiert und entwickelt. Dabei
wurde u.a. festgehalten, dass das rechts-
rheinische Köln durch einen bereits mehrere
Jahrzehnte währenden Strukturwandel ge-
prägt ist. Verkehrstrassen und städtebau-
liche Großstrukturen wirken vielerorts als
Barrieren und zerschneiden den Stadtraum.
Gleichzeitig wird darauf hingewiesen, dass
die im Zuge des Strukturwandels aufge-
lassenen Standorte ein enormes Stadtent-
wicklungspotenzial in innerstädtischer Lage
bieten. Das rechtsrheinische Stadtgebiet
würde das Potenzial bieten, zum Bindeglied
zwischen dem Rhein und der Mittelgebirgs-
landschaft des Bergischen Landes im Osten
zu werden, bislang fehlt es hierfür jedoch an
verbindenden Freiräumen. Vor diesem Hin-
tergrund wird vorgeschlagen, die mit dem
Wandlungsprozess verbundene historische
Chance zu nutzen, die Freiraumausstattung
und Vernetzung im Rechtsrheinischen zu
verbessern, Barrieren in Verbindungen umzu-
wandeln und die vorhandenen Zentren und
Siedlungsstrukturen zu stärken.
Stadtentwicklungskonzept Wohnen und
Wohnungsbauprogramm (2015)
Im Jahr 2014 verabschiedete die Stadt Köln
das Stadtentwicklungskonzept Wohnen als
gesamtstädtisches Konzept zur strategi-
schen Lösung des steigenden Wohnungs-
drucks. Differenziert wurde zwischen den
zwei Grundtypen „generelle Wohnraumnach-
frage im Bestand“ und „Neubaubedarf“. Das
Stadtentwicklungskonzept Wohnen greift
den Grundgedanken eines offenen Prozesses
auf, welcher Akteur*innen der Stadtgesell-
schaft dazu anregen soll, aktiv an der Fin-
dung von Lösungswegen teilzuhaben. Auf
Basis einer sozialorientierten Wohnungspoli-
tik strebt die Stadt an, nicht nur quantitativ
neuen Wohnraum zu schaffen, sondern auch
eine qualitative Neu- und Weiterentwicklung
der Stadt voranzutreiben. Die gesetzten Ziele
und Leitlinien münden in einem konkretisier-
ten Handlungsprogramm, bestehend aus
neuen Handlungsfeldern und 22 dazugehöri-
gen Maßnahmen mit allgemeinen Aussagen
zur Wohnraumentwicklung auf gesamtstäd-
tischer Ebene.
20 | VORSTUDIE SOZIALRAUM KALK
Kooperatives Baulandmodell (2017)
Im Zuge des immer stärkeren Rückgangs von
sozial-gefördertem Wohnungsbau wurde im
Jahr 2014 das „Kooperative Baulandmodell
Köln“ verabschiedet. Zielsetzung des Inst-
rumentes ist die Stärkung des Wohnungs-
angebotes im öffentlich-geförderten sowie
preisgünstigen Wohnungssegment der Stadt
Köln. Im Zuge dessen werden Bauvorha-
benträger*innen an der Bedarfsabdeckung
und Errichtung von Wohnfolgeeinrichtun-
gen sowie Qualifizierung des bestehenden
Wohnumfelds maßgeblich beteiligt. Die Fort-
schreibung im Jahr 2017 soll eine vereinfach-
te Anwendung und Umsetzung ermöglichen.
Konkret sieht das Instrument die Errichtung
von anteilig 30 % öffentlich-geförderten
Wohnungsbau innerhalb von Planungsgebie-
ten sowie eine anteilige Beteiligung an den
Kosten zur Errichtung bzw. Nachbesserung
von öffentlichen Infrastrukturen vor.
Stadtstrategie Kölner Perspektiven (2020)
Mit der Stadtstrategie „Kölner Perspektiven
2030+“ stellt sich die Stadt Köln den Heraus-
forderungen unserer Zeit, wie Stadtwachs-
tum, Klimawandel, Mobilitätswende, demo-
graphischer Wandel, Globalisierung oder
Digitalisierung. Die Stadtstrategie dient dabei
als räumliches sowie konzeptionelles Leitbild
mit strategischen Handlungsempfehlungen.
Mit Blick auf den Stadtteil Kalk können dabei
folgende Ansätze abgeleitet werden:
•
Empf
ehlung einer „mittleren Dich-
te“ (GFZ 1.2) für den an die Innenstadt
grenzenden Stadtteil Kalk, mit einem
besonderen Fokus auf Nutzungs- sowie
Typologien-Mischung.
•
Stär
kung des Sozialraumgebiets „Le-
benswerte Veedel“ mit einem besonde-
ren Fokus auf soziale, kulturelle sowie
Bildungsinfrastrukturen.
Abbildung 4 Zielkarte „Kölner Perspektiven 2030+. Quelle: Stadt Köln
VORSTUDIE SOZIALRAUM KALK | 21
• Weiterentwicklung der Kalker Haupt-
str
aße als bedeutende Stadtachse ,
Identifizierung als „Entwicklungsfläche“
und Kennzeichnung als „Zukunftsachse“
mit besonderer Profilierung
•
Aufw
ertung der Versorgungszentren
und Stärkung des Areals der Hallen Kalk
als Transformationsort für innovative,
gemischte Gewerbegebiete / Kreativ-
quartier
•
Profi
lierung und Nachverdichtung des
Gewerbegebietes an der Wipperfürther-
Straße / Kalk-Nord
•
Verb
esserung des kleinräumigen
Stadtklimas und Ausbau der Grünstruk-
tur in rechtsrheinischen Gebieten.
•
Verb
esserte Anbindung ans regionale
Schienennetz durch Schluss des S-
Bahn-Rings und Errichtung einer neuen
S-Bahn-Haltestelle nordwestlich von
Kalk
Masterplan Stadtgrün (2023)
Die Stadt Köln hat im Jahr 2023 den soge-
nannten Masterplan Stadtgrün beschlossen.
Dieser hat zum Ziel, die bestehenden Grün-
gürtel, Grünzüge und Grünstrukturen in Köln
zu schützen und zu erweitern. Damit einher
geht das Ziel, das städtische Klima zu ver-
bessern und den Kölner Bürger*innen in allen
Stadtbezirken qualitätsvolle Erholungs- und
Aufenthaltsmöglichkeiten zu bieten.
Der Masterplan Stadtgrün beinhaltet zu-
nächst eine umfassende Analyse der Grün-
und Freiflächen in der Gesamtstadt, um
deren Funktion und ökologische Leistung für
das Stadtgebiet herauszuarbeiten. Ein beson-
derer Fokus soll dabei auf multifunktionalen
Flächen liegen, welche sich in ein gesamt-
strategisches Grün- und Freiraumnetz ein-
betten lassen. Aktuell findet auf Ebene der
Stadtbezirke eine umfassende Bürger*innen-
beteiligung statt, die deren Perspektiven
und Alltagserfahrungen vor Ort in konkrete
Handlungsempfehlungen übersetzen soll.
Anschließend erfolgt dann eine planerische
Konkretisierung und Zusammenführung in
ein gesamtstädtisches Konzept. Im Stadt-
bezirk Kalk fand dieses Verfahren im Jahr
2023 statt. Dabei wurde u.a. der besondere
Bedarf an für jedermann erreichbaren und
zugänglichen, qualitätsvollen Freiräumen und
Grünstrukturen für den stark verdichteten
Stadtteil deutlich. Auch wurden im Rahmen
der Bürger*innen-Beteiligung bereits erste
Projektvorschläge wie die Herstellung eines
zusammenhängenden Grün- und Freiraum-
netzes z.B. über miteinander verknüpfte
„Pocket Parks“ oder die Neugestaltung und
qualitative Aufwertung der Kalker Hauptstra-
ße (vom Straßenraum zum Stadtraum) for-
muliert, die in der vorliegenden Vorstudie mit
aufgegriffen werden.
Konzepte auf Stadtteilebene
Zukunftsagenda Köln-Kalk: Partizipatives
Handlungskonzept (2023)
Im Zuge des Programmaufrufs „Sofortpro-
gramm zur Stärkung unserer Innenstädte
und Zentren in Nordrhein-Westfalen“ wurde
die Möglichkeit geboten, pandemiebedingten
Entwicklungen entgegenzuwirken. Die Stadt
Köln entwickelte mit der Zukunftsagenda
Köln-Kalk ein partizipatives Handlungskon-
zept zur Stärkung des Stadtteilzentrums Kalk,
das als zentrale Versorgungsinfrastruktur
wichtige Funktionen für den Bezirk und die
Gesamtstadt übernimmt. Die Zukunfts-
agenda formuliert unter anderem folgende
Zielsetzungen entlang von vier unterschied-
lichen Quartieren als spezifische Transforma-
tions- und Entwicklungsräume:
22 | VORSTUDIE SOZIALRAUM KALK
• Versorgung und Shopping (Q1) – Kalk
Arc
aden bis Neuerburgstraße mit dem
Transformationsraum Kalk Post
• Kult
ur und Vielfalt (Q2) – mit dem
Transformationsraum Kalk-Mühlheimer-
Straße
•
Gastr
onomie und Aufenthalt (Q3) –
vom Markt über den Stadtgarten bis zur
Sünner Brauerei mit dem Transforma-
tionsraum Kalk-Kapelle / Stadtgarten
•
Diens
tleistung und Gesundheit (Q4) –
Kalk Karree über die Kapellenstraße bis
zum Bezirksrathaus.
ISEK Humboldt-Gremberg / Kalk (2017)
Im Jahr 2017 verabschiedete die Stadt Köln
auf Basis des Programms „Starke Veedel
– Starkes Köln“ ein integriertes Stadtent-
wicklungskonzept (ISEK) für den Sozialraum
Humboldt-Gremberg / Kalk mit dem Ziel,
verbesserte Lebensbedingungen der Men-
schen zu ermöglichen. Das ISEK, dessen
Förderzeitraum im Dezember 2023 endete,
knüpfte dabei an bereits erfolgreich ge-
startete Programme zur Verbesserung der
Lebenssituation im Sozialraum Kalk an.
Abbildung 5 Ziel-Karte Köln-Kalk. Auszug aus der Zukunftsagenda (2023). Quelle: Stadt + Handel
VORSTUDIE SOZIALRAUM KALK | 23
Hervorzuheben sind insbesondere folgende
Projektbausteine:
• „Ver
besserte Teilhabe und Mitwir-
kung“: Büro für Quartiersmanagement
(Starke Veedel Büro)
•
„Öff
entlicher Raum“: Spielplatz Eyth-
straße
•
Haus
, Hof- und Fassadenprogramm
Formale Planungen
Flächennutzungsplan
Der Flächennutzungsplan wurde als Gesamt-
plan für das Stadtgebiet Köln letztmalig 1982
angepasst. Seither erfolgten eine Vielzahl
teil-räumlicher Änderungen und Anpassun-
gen, so auch für den Sozialraum Kalk. Für den
Stadtteil Kalk weist der Flächennutzungsplan
primär Flächen als besondere Wohngebiete
sowie Wohnbauflächen aus. Im Süden ist zu-
dem ein großflächiger Bereich als Industrie-
fläche ausgewiesen (Bereich Hallen Kalk).
Bebauungspläne
Kalk Post – Köln–Kalk (2017)
In seiner Sitzung vom 30. März 2017 hat der
Stadtentwicklungsausschuss der Stadt Köln
den Beschluss zur Aufstellung eines Bebau-
ungsplans mit Festsetzungen nach §9 Absatz
2b Baugesetzbuch (BauGB) für den Teilbe-
reich südlich der Kalker Hauptstraße östlich
der Trimbornstraße, nördlich der Dillenburger
Straße und westlich der Robertstraße im
Stadtteil Köln-Kalk, beschlossen. Zielsetzung
ist es, in diesem Bereich eine weitere Beein-
trächtigung der städtebaulichen Funktion
des Bezirkszentrums durch die zunehmende
Konzentration von Vergnügungsstätten aus-
zuschließen.
Kalker Hauptstraße / Wippermannstraße
in Köln-Kalk (2020)
Am 16. Juni 2020 fasste der Stadtentwick-
lungsausschuss den Beschluss nach §12
Absatz 2 BauGB zur Aufstellung eines vor-
habenbezogenen Bebauungsplans (nach
§13a BauGB) für das Gebiet südlich der Kalker
Hauptstraße, westlich der Wippermannstra-
ße und östlich der Zechenstraße. Zielset-
zung ist die Festsetzung einer Wohnbebau-
ung, einer öffentlichen Grünfläche (Spielplatz)
sowie einer kulturellen Nutzung und einer
Kindertagesstätte.
Abbildung 6 Bisherige Programmgebiete der Städte-
bauförderung im Sozialraum Kalk von 1990 bis 2023.
Quelle: Stadt Köln
24 | VORSTUDIE SOZIALRAUM KALK
HISTORISCHE ENTWICKLUNG KALK
Analyse auf Ebene des Sozialraums Kalk
Ausgehend von einem Bauverbot im Umkreis von Festungsanlagen, wichen Kölner
Unternehmen Mitte des 19. Jahrhunderts auf Flächen außerhalb der Stadtgrenzen aus.
Der heutige Stadtteil Kalk verfügte damals über günstiges Bauland und geringe Auflagen
hinsichtlich der Bebauungsstruktur. Dies führte zu einer verstärkten Ansiedlung von
verarbeitender Industrie und Produktionsgewerbe. Ab 1910 erfolgte die Eingliederung in
die Stadt Köln.
Im Jahr 1856 etablierte sich die
„Maschinenfabrik für den Bergbau von
Sievers und Co“ in Kalk bei Deutz am
Rhein. Das später als „Klöckner Humboldt
Deutz AG“ bekannte Unternehmen
prägte den Stadtteil bis Ende des 20.
Jahrhunderts maßgeblich. Nach Ende
des Zweiten Weltkriegs, bei dem
Kalk zu 90 % zerstört wurde, erfolgte
zunächst ein rascher Wiederaufbau
und die Wiederinbetriebnahme der
Industrie. Im Zuge des wirtschaftlichen
Aufschwungs der 1960er Jahre führte
der hohe Arbeitskräftebedarf zu einem
starken Zuzug an Gastarbeiter*innen. Kalk
wurde aufgrund der direkten Nähe zu den
Industrieunternehmen sowie günstigen
Mieten zur Ankunftsstätte für viele
Migrant*innen. Diese kulturelle Vielfalt prägt
den Stadtteil noch heute maßgeblich und ist
fest mit der Identität des Stadtteils verankert.
Infolge der Rezession ab den 1970er Jahren
und einem resultierenden strukturellen
Wandel erfolgte die Aufgabe einer
Vielzahl von Industriestandorten. Diese
ehemaligen Industrieareale ermöglichten die
Transformation zu neuen, innerstädtischen
Wohn- und Siedlungsgebieten im Stadtteil
Kalk. Vereinzelt sind noch heute Zeugnisse
der damaligen Industriekultur, unter anderem
im Bereich der Hallen Kalk, erkennbar.
Abbildung 7 Historische Karten Stadtteil Kalk 1904.
Quelle: GeoBasis NRW
Abbildung 8 Historische Karten Stadtteil Kalk 1924.
Quelle: GeoBasis NRW
VORSTUDIE SOZIALRAUM KALK | 25
Abbildung 9 Historische Karten Stadtteil Kalk 1946.
Quelle: GeoBasis NRW
26 | VORSTUDIE SOZIALRAUM KALK
Abbildung 10 Historische Karten Stadtteil Kalk 1993.
Quelle: GeoBasis NRW
VORSTUDIE SOZIALRAUM KALK | 27
Abbildung 11 Historische Karten Stadtteil Kalk 2018.
Quelle: GeoBasis NRW
28 | VORSTUDIE SOZIALRAUM KALK
RÄUMLICHE LAGE
Allgemeine Einordnung
Der Stadtteil Kalk bildet das Bezirkszentrum des Stadtbezirks Kalk. Dieser umfasst neun
Stadtteile und bildet die östliche Grenze der Stadt Köln.
Abbildung 12 Bevölkerungsdichte Einwohner*innen / km². Quelle: Stadt Köln
8.393
5.357
11.302
5.709
3.724
2.983
1.364
916
8.342
3.191
2.884
1.454
1.240
3.711
4.591
3.672
833
7.821
KALK
HUMBOLDT/GREMBERG
VINGST
HÖHENBERG
OSTHEIM
MERHEIM
BR ÜCK
RATH/HEUMAR
NEUBRÜCK
B EZ. KALK
B EZ. MÜLHEIM
BEZ. PORZ
BEZ. CH ORWEILER
BEZ. NI PPES
BEZ. EHRENFELD
BEZ. LINDENTHAL
BEZ. RO DENKIRCHEN
BEZ. I NNENST ADT
0 2000 4000 6000 8000 10000 12000
Bevölkerungsdichte in Kölner Stadtteilen & Stadtbezirken in Einwohner*innen/km2
Verortet im rechtsrheinischen Köln, liegt
der Stadtteil Kalk östlich des Innenstadtbe-
zirks und grenzt im Westen an den Stadtteil
Deutz, im Norden an den Stadtteil Buchforst
(Stadtbezirk Mülheim) sowie im Osten an
die Stadtteile Höhenberg und Vingst und im
Süden an den Stadtteil Humboldt-Gremberg
(alle Stadtbezirk Kalk).
Als Verwaltungsstandort und Bezirkszentrum
hat der Stadtteil Kalk eine übergeordnete
Bedeutung für den Stadtbezirk und die Stadt
Köln. Prägend sind insbesondere die „Kalker
Hauptstraße“ als Hauptgeschäftsstraße und
direkte Anbindung an den Stadtteil Deutz
und die Kölner Innenstadt sowie die Kölner
Arcaden als Einkaufzentrum mit überregiona-
ler Anziehungskraft. Die Hallen Kalk als Erbe
der Industriekultur, mit den Abenteuerhallen
Kalk, die Sünner-Brauerei und das Odysseum
sind als ortsbildprägende und anziehungs-
starke Strukturen zu benennen. Darüber hin-
aus wird das Stadtbild durch gründerzeitliche
Wohnbebauung sowie infolge der Kriegszer-
störung errichtetem Geschosswohnungsbau
der 1950er und 1960er—Jahre geprägt.
VORSTUDIE SOZIALRAUM KALK | 29
Abgrenzung des Untersuchungsbereichs
Der Stadtteil Kalk umfasst eine Fläche von 297 ha und zählt 24.911 Einwohner*innen (Stand
09 / 2023). Er ist somit nach dem Stadtteil Vingst der am dichtesten besiedelte Stadtteil des
Stadtbezirks. Kalk verfügt in Relation zum Versiegelungsgrad über einen geringen Anteil
an verfügbarem Grün- und Freiraum. Bahndämme und -Gleisanlagen im Nord-Westen,
Osten und Süd-Westen sowie die Autobahnzubringer der A3 (Bundesstraße 55a) im Norden
grenzen den Stadtteil räumlich ab und versetzen ihn in eine insulare Lage in Bezug auf die
angrenzenden Stadtteile. Die Bundesstraße trennt den zum Stadtteil gehörigen „Kalkberg“
vom Stadtteil räumlich ab.
Abbildung 13 Luftbild Stadtteil Kalk Quelle: GeoBasis NRW
30 | VORSTUDIE SOZIALRAUM KALK
FREIRAUM UND GRÜN
Allgemein Einordnung
Der Sozialraum Kalk verfügt über einen vergleichsweise geringen Anteil an
qualitätsvollen Grünflächen. Die Vielzahl von Bewohner*innen aller Altersgruppen
mit ihren Ansprüchen sowie eine steigende Hitzebelastung und zunehmende
Starkregenereignisse im Kontext des Klimawandels machen in hochverdichteten,
„steinernen“ Stadträumen wie Kalk eine ausreichende Grün- und Freiraumversorgung
unerlässlich.
Anbindung an übergeordnete Grünraumstrukturen
500m 1.000m 2.000m 5.000 m
Der Stadtteil Kalk weist durch seine insulare
Lage derzeit keine Einbindung in ein überge-
ordnetes Grünraumnetz vor. Nahe gelegene
Grün- und Freiraumstrukturen sind mittels
Umweltverbund und MIV grundsätzlich er-
reichbar, fußläufig jedoch kaum erreichbar.
Etwas außerhalb des Stadtteils Kalk liegen
in etwas größerer Entfernung einige, über
ÖPNV/MIV erreichbare übergeordnete Frei-
raumstrukturen. Hierzu gehören unter an-
derem der Rhein und die Rheinterrassen im
Westen (ca. 2 km Luftlinie von Kalk Post), die
Merheimer Heide im Osten (ca. 2,8 km Luftli-
nie) sowie der Westerwaldpark im Süden mit
Übergang in das Gremberger Wäldchen (ca.
1,2 km Luftlinie). Ebenso stellt der Königs-
forst mit seiner großflächigen Waldstruktur
im Osten des Stadtbezirks ein Naherholungs-
gebiet mit stadtweiter Bedeutung dar (ca. 6
km Luftlinie).
Abbildung 14 Grünflächenversorgung im Stadtbezirk Köln. Quelle: GeoBasis NRW
VORSTUDIE SOZIALRAUM KALK | 31
Grünflächen im Bestand
Kleingärten
Sportflächen
Stadtteilgrenze
Sozialraumgrenze
Legende
Übergeordnete Grünstrukturen
In Kalk gibt es große Potenziale einer verbesserten stadtteilinternen wie auch externen Grün-
raumvernetzung. Hierbei ist insbesondere eine verbesserte Nord-Süd-Verbindung über den
Deutzer Ring und in der Verlängerung des Kalkbergs zu nennen. Des Weiteren gibt es die
Möglichkeit, quartiersbezogene Durchwegungen sowie Grün- und Freiraumverbindungen
über die Aufwertung kleinerer Flächen in die vorhandene städtebauliche Struktur zu integ-
rieren. Zusätzlich ist eine Aktivierung der Innenhöfe als wohnraumnahe Grün- und Freiräume
möglich.
Abbildung 15 Übergeordnete Grünstrukturen. Quelle: Kartengrundlage GeoBasis NRW
32 | VORSTUDIE SOZIALRAUM KALK
Grünstrukturen im Stadtteil
Fehlende qualitätvolle und wohnraumnahe Freiräume sind ein starkes Defizit im Stadtteil
Kalk. Dies führt auf Stadtteilebene nicht nur zur Bildung von Hitzeinseln, sondern
schwächt auch maßgeblich die Aufenthalts- und Lebensqualität im Stadtteil.
Abbildung 16 Prozentuale Flächenverteilung im
Stadtteil Quelle: Stadt Köln
Prozentuale Flächenverteilung auf Stadtteilebene
56,9%35,4%
5,4%
1%
1,3%
Bebaute Flächen
Verkehrsflächen
Parks
Friedhöfe
Waldflächen
Im Stadtteil Kalk ist die Erreichbarkeit von
öffentlichen Freiräumen insbesondere in
den Siedlungsbereichen sehr gering. Für
den Stadtteil Kalk existiert ein Straßen-
baumkonzept, das auf einen hohen Anteil
an bestehenden Straßenbäumen verweist
und derzeit keinen Bedarf an ergänzenden
Baumpflanzungen im Straßenraum vorsieht.
Dort, wo sich durch veränderte Straßen-
raumquerschnitte neue Aufenthaltsräume
und Platzsituationen ergeben können aber
neue Freiräume für straßenbegleitende oder
platzdefinierende Bäume entstehen. Die
Innenhofbereiche parallel zur Kalker Haupt-
straße und Kalk-Mülheimer-Straße bieten
die besondere Gelegenheit, wohnraumnahe
Grünraumstrukturen zu ergänzen und bar-
rierefreie Wegeverbindungen zu etablieren.
Darüber hinaus bieten bereits vorhandene
Grünflächen im Kalker Norden großes Poten-
zial zur Stärkung der Biodiversität im Stadt-
teil. Mancherorts verhindern spezifische
Bodenbeschaffenheiten neue Pflanzungen.
So weist Kalk insbesondere im Bereich der
ehemaligen Industrieareale hohe Bodenlast-
werte auf, was die wünschenswerte Ent-
siegelung von Teilflächen im Westen sowie
Süd-Westen verhindert.
Potenziale für übergeordnetes
Grünraumnetz
Ein Ausbau des Grünraumnetzes auf Stadt-
teil- und Stadtbezirksebene könnte zu einer
besseren Vernetzung des Stadtteils mit
seiner Umgebung und umliegenden Stadt-
teilen führen. Beispielsweise wäre eine neue
Grün- und Freiraumverbindung entlang der
Kalker Höfe möglich. Auch die gestalterische
Aufwertung der Straßenräume hin zu quali-
tätsvollen Stadträumen wäre eine Möglich-
keit zur Verwirklichung eines zusammenhän-
genden Grünraumnetzes.
Abbildung 17 Flächenverteilung versiegelte Fläche zu
Grünfläche. Quelle: GeoBasis NRW
VORSTUDIE SOZIALRAUM KALK | 33
Grün- und Freiraumversorgung auf Stadtteilebene
Der Stadtteil weist insbesondere in den dichteren Siedlungsbereichen eine unzureichende
Versorgung mit gut erreichbaren, wohnraumnahen Freiflächen auf. Insbesondere der Kalker
Norden weist tendenziell wenig Grünräume mit Aufenthaltsqualität auf. Die bestehenden
Parkanlagen „Bürgerpark“, „Alter Friedhof“ und der „alte Stadtgarten“ sind trotz ihres gerin-
gen Einzugsbereichs bereits stark frequentiert und überlastet. Die im Bereich der Siedlungs-
bauten in Zeilenbauweise vorzufindenden Grünstrukturen sind monofunktional gestaltet und
weisen keinen Mehrwert für das Quartier auf.
Abbildung 18 Analyse der Grünstrukturen auf Stadtteilebene
Quelle: GeoBasis NRW
34 | VORSTUDIE SOZIALRAUM KALK
WOHNEN, LEBEN UND SOZIALES
Bebauungsstruktur und öffentliche Infrastruktur
Mit seiner dichten Siedlungs- und vielfältigen Sozialstruktur steht der Stadtteil Kalk
zunehmend vor der Herausforderung der Wohnungsknappheit in Köln und sich
verändernden Lebens- und Wohnmodellen.
Haushaltsverteilung auf Stadtbezirksebene
Abbildung 19 Haushaltsverteilung auf Stadtbezirksebene Quelle: Stadt Köln
0 2000 4000 6000 8000 10000 12000 14000
801 Humboldt/Gremberg
802 K alk
803 V ingst
804 Höhenberg
805 Ostheim
806 Merheim
807 Brück
808 R ath / Heumar
809 Neubrück
Einpersonenhaushalte
2-Personenhaushalte
3-Personenhaushalte
4-Personenhaushalte
5-Personenhaushalte
Kalk als Wohn- und Lebensraum ist von
einem dichten Wohnraumangebot geprägt.
Typische Wohnformen sind Miet- und Eigen-
tumswohnungen im Geschosswohnungsbau
und in gründerzeitlichen Blockstrukturen.
Trotz vieler Wohnungen fehlt es vielerorts an
vielfältigen und qualitätsvollen Wohnraum-
angeboten. Insbesondere im Kalker Norden
existiert ein hoher Sanierungsbedarf des
Wohnungsbestandes. In den letzten 20 Jah-
ren führte eine verstärkte Wohnbautätigkeit
neben einem erweiterten Wohnraumange-
bot auch zu einer stetig steigenden Bevölke-
rungsentwicklung im Stadtteil. Seit 2010 ist
ein Bevölkerungszuwachs von mehr als 15 %
zu verzeichnen. Kalk gehört damit zu den elf
entwicklungsstärksten Stadtteilen der Stadt
Köln und ist gleichzeitig der entwicklungs-
stärkste Stadtteil mit direktem räumlichen
Bezug zur Innenstadt. Zudem verzeichnet er
den höchsten Wanderungssaldo im Stadt-
gebiet.
Ausgehend von seiner historischen Ent-
wicklung ist Kalk noch heute ein Stadtteil mit
einer spezifisch multikulturellen Prägung,
welche sich auch in einer vielfältigen und
integrativen Angebots- und Nutzungsstruk-
tur widerspiegelt. Der Bevölkerungsanteil
mit Migrationshintergrund betrug 2022 über
60 % und liegt somit weit über dem städti-
schen Durchschnitt (41.2 %). Zudem ist ein
vergleichsweiser hoher Anteil an Ein-Per-
sonen-Haushalten zu erkennen. Zusätzlich
verfügt der Stadtteil über eine hohe Dichte
an bürgerschaftlichen und gesellschaftlichen
Initiativen mit dem Schwerpunkt auf sozio-
kulturellen Angeboten.
VORSTUDIE SOZIALRAUM KALK | 35
Blockrand
Zeilenbebauung
Punkthäuser
Gewerbe
Stadtteilgrenze
Sozialraumgrenze
Legende
Bebauungsstruktur und öffentliche Infrastruktur
Die Bebauungsstruktur des Stadtteils ist überwiegend von geschlossenen Blockstrukturen
bestimmt. Diese integrieren teils begrünte, teils als Werkhöfe oder durch den ruhenden
Verkehr genutzte Innenhöfe. Insbesondere im Bereich der Kalker Hauptstraße sowie der
Kalk-Mülheimer-Straße werden die Erdgeschosszonen durch vielfältige Angebote des Einzel-
handels und Dienstleistungsangebote bespielt. Im Kalker Norden und Nord-Osten prägen
Siedlungen mit überwiegender Zeilenstruktur das Stadtbild, welche durch halb-öffentliche
Grünflächen ergänzt werden. Soziale Infrastrukturen wie Kindertagesstätten, Schulen oder
religiöse Einrichtungen lassen sich primär im Kalker Süden und im Nord-Westen des Stadtteils
verorten, während der Norden in vielen Teilen eine nur geringe Versorgungsdichte aufweist.
Abbildung 20 Analyse der Bebauungsstruktur.
Quelle: GeoBasis NRW
36 | VORSTUDIE SOZIALRAUM KALK
23
29
28
10
13
7
16
5
33
25
27
1
11
18
31
153
19
1
1
2
20
2
1
3
1
1
24
4
3
2
1
21
12
14
Siedlungsbereich (Wohnen)
Videoüberwachter Bereich
Quartiersplätze
Bezirkszentrum mit multikultureller Prägung
Stadtteilgrenze
Sozialraumgrenze
Beratungsstellen
Bürgervereine
Bürgerzentrum
Jugendzentrum
Kaufhaus für Bedürftige
Kleiderkammer
Seniorennetzwerk
Sonstige Vereine
Legende
Sozio-kulturelles und soziales Angebot im Sozialraum
Der Stadtteil Kalk verfügt über eine Vielzahl an ehrenamtlichen und sozialen Infrastrukturen.
Hiervon ist ein Großteil räumlich im Umfeld des Bezirkszentrums zu verorten. Das vielfälti-
ge, soziale Angebot reicht von integrativen Angeboten bis zu Angeboten der Sozial- und Fa-
milienhilfe. Auch aufgrund der langen Historie an strukturfördernden Handlungskonzepten
sind soziale Einrichtungen und Anlaufstellen fest im Sozialraum verankert. Vor dem Hinter-
grund zunehmender, gesellschaftlicher Herausforderungen stoßen sie jedoch vielerorts an
ihre Kapazitätsgrenzen.
Abbildung 21 Soziale Infrastruktur im Stadtteil. Quelle: GeoBasis NRW
VORSTUDIE SOZIALRAUM KALK | 37
3
21
1
1
19
2
7
25
3
11
29
15
1
5
23
1
9
27
13
31
17
1
4
22
1
2
20
3
8
26
12
30
16
2
6
24
2
10
28
1
14
32
18
1
180 Grad Wende
Diakonie
Michaelshoven
Pavillon e.V. Jugendzen-
trum
Impulsgruppe Kaktus-
blüte e.V. Ev. Krankenh.
Sozialraumkoordination
Kalk
SeniorenNetzwerk KalkInterkultureller Dienst
Remscheiderstr.
Verbraucherberatung
im Quartier Kalk
Naturfreundehaus KalkKinderschutzbund Köln
e.V. Kalker Laden
Kath. Jugendagentur
Köln Kalker Jugendbüro
Caritas Perspektivbera-
tung für Flüchtlinge
Seniorenberatung im
Bezirksrathaus Kalk
Abenteuerhalle KalkIMB - Institut für Migra-
tionsforsch. & Bildung
SprachHaus
Seniorenvertretung im
Stadtbezirk Kalk
Internationaler Bund Ju-
gendmigrationsdienst
Vision e.V. Verein für
inno. Drogenselbsthilfe
SC Borussia 05 Köln-
Kalk e.V.
Kinderschutzbund Kön
e.V. Kalker Tref f
Streetwork
Caritas Zentrum Kalk
Seniorenberatung im
Stadtbezirk Kalk
Diakonie Michaelsho-
ven FairstoreIntegra AK Ltd.
Stadtteilbüro Kalk-Nord
Veedel e.V.
Altenclub im Bürger-
haus Kalk
Jugendwerkstatt
Kalk
Bera
tungstelefon für
Senioren & Behinderte
Klarissenkloster Cari-
tasverband e.V.
Bürgerverein Kalk e.V.Kalker Netzwerk für
Familien
Bürgerhaus Kalk
Familienberatung und
Schulpsycholg. Dienst
Seniorenkoordination
im Stadtbezirk Kalk
Diakonie Michaelsho-
ven Spendenlager
Integrationshaus Kalk
e.V.
Kölner Flüchtlingsrat
e.V.
Deutsche Pfadfinder-
schaft St.Georg
Kinderschutzbund Köln
e.V.
Zentrum Querbeet
Beratungsstelle
„Vor Ort“ Kalk
Bürgerverein Quartier
Colonia e.V.
Polizeipräsidium Köln
Opferschutz Kriminalität
BUGS Caritas Mobile Kin-
der- und Jugendarbeit
Soziale Infrastruktur in Kalk
1
2
38 | VORSTUDIE SOZIALRAUM KALK
Soziale Infrastruktur mit Schwerpunkt Kinder / Jugend
Der Stadtteil Kalk zeichnet sich durch einen hohen Jugendquotienten und eine junge
Bevölkerungsstruktur aus. Dies spiegelt sich auch in entsprechenden Angeboten im
Bereich Kultur- und Freizeit wider. Mit Blick auf die multikulturelle Bevölkerungsstruktur
übernehmen Kultur- und Freizeiteinrichtungen aber auch die bestehenden und
perspektivisch hinzukommenden Schulstandorte wichtige integrative Aufgaben im
Stadtteil.
Verteilung Schüler*innen nach Schulform (2021)
Abbildung 22 Verteilung der Schüler*innen nach Schulform. Quelle: Stadt Köln
56,9%35,4%
5,4%
1%
1,3%
0 500 1000 1500 2000 2500
Kalk
Humboldt/Gremberg
Vingst
Höhenberg
Ostheim
Merheim
Brück
Rath / Heumar
Neubrück
Grundschule Hauptschule
Realschule
Gymnasium
Gesamtschule Förderschule
478
823
Schüler*innen (gesamt)
526
1028
2171
1620
782
812
2138
Zielschulformen nach Abschluss der
Grundschule (Stadtteil | Stadt):
Hauptschule: 10,0 - 19,9% | 3,9%
Realschule: 25,0 - 49.9% | 19,2%
Gesamtschule: 25,0 - 49,9% | 26,4%
Gymnasium: 25,0 - 49,9% | 49,7%
Gymnasialquote: 28,3 %| 42,4%
Der Stadtteil Kalk verfügt insgesamt über 16
Kindertagesstätten sowie drei Grundschulen
und zwei weiterführende Schulen. Hiervon ist
eines von zwei bestehenden Gymnasien des
Stadtbezirks im Stadtteil zu verorten, was
zu einer vergleichsweisen hohen Schüler-
quote im Vergleich zu anderen Stadtteilen im
Stadtbezirk führt. Der prozentuale Anteil an
Schüler*innen im Stadtteil macht knapp ein
Fünftel der Gesamtzahl an Schüler*innen (ca.
10.300 Schüler*innen) aus. Darüber hinaus
ist eine von zwei bestehenden Hauptschul-
standorten des Stadtbezirks im Stadtteil ver-
ortet. Das bestehende Schulangebot stützt
dabei die prozentuale Verteilung der Abgän-
ge nach der vierten Klasse auf die jeweiligen
Zielschulformen. Insbesondere in Bezug auf
den Wechsel von Grund- zu Hauptschule
ist der Bedarf in Kalk im gesamtstädtischen
Vergleich leicht erhöht und liegt über dem
gesamtstädtischen Prozentsatz von 3.9 %.
Unter dem Projekt „Bildungscampus Kalk –
Eine Schule für alle“ soll an der Dillenburger
Straße/ Ecke Christian-Sünner-Straße eine
integrative Gesamtschule entstehen. Die
Grundschule des Bildungscampus eröffnete
im Jahr 2020 / 21 als Interimsbau. Die Eröff-
nung der Gesamtschule ist für das Schuljahr
2024 / 2025 geplant.
VORSTUDIE SOZIALRAUM KALK | 39
Soziale Infrastrukturen für Kinder / Jugendliche
Mit Blick auf die räumliche Verteilung der sozialen Infrastrukturen im Stadtteil ist
auffällig, dass im Vergleich zum Norden vor allem im Süden sowie Süd-Westen
eine hohe Angebotsdichte gegeben ist. Trotz hoher Wohndichte ist das wohn-
raumnahe Betreuungsangebot für Kinder unter sechs Jahren sowie Kinder im
Grundschulalter gering. Ähnliche Aussagen lassen sich über das verfügbare Spiel-
und Sportangebot für Kinder- und Jugendliche im Stadtteil treffen. Diese - meist in
Verbindung mit Grünflächen stehenden - Angebote lassen sich primär im Süden
sowie im Süd-Westen des Stadtteils verorten.
Typologien
Potentialräume
Spielplätze
Vereinssport
Kitas
Grundschulen
Weiterführende Schulen
Stadtteilgrenze
Sozialraugrenze
Anteil an unter 18-Jährigen nach Quartier
25 - 30%
20 - 25%
15 - 20%
10 - 15%
weniger als 10%
Legende
Neuer Bildungscampus Kalk
Köln Arcaden
Technologie und Industriepark
Kalk-Süd
Kalk-
Trimbornstr.
Kalk-St. Marien
Kalk-
Vorsterstr.
Kalk-
Thumbstr.
Kalk-Nord
Krankenhaus
Kalk-St. Joseph
Kalk-
Nießenstr.
Kalk-Nord
Albermannstr.
Kalk-Nord
Lüttringhauserstr. Kalk-Nord
Eythstr.
Köln Arcaden
Technologie und Industriepark
Kalk-Süd
Kalk-
Trimbornstr.
Kalk-St. Marien
Kalk-
Vorsterstr.
Kalk-
Thumbstr.
Kalk-Nord
Krankenhaus
Kalk-St. Joseph
Kalk-
Nießenstr.
Kalk-Nord
Albermannstr.
Kalk-Nord
Lüttringhauserstr. Kalk-Nord
Eythstr.
Jugendquotient im Vergleich:
Stadtteil Kalk: 20,0 - 24,9%
Stadtbezirk Kalk: 25,0 - 29,9%
Stadt Köln: 24,5%
Abbildung 23 Verortung von Bildungsinfrastruktur und prozentuale
Verteilung der schulpflichtigen Kinder sowie Jugendquotient in Köln
Quelle: GeoBasisNRW / Stadt Köln
40 | VORSTUDIE SOZIALRAUM KALK
WIRTSCHAFT, KULTUR UND INNOVATION
Allgemeine Einordnung
Als Bezirkszentrum mit einer hohen Dichte und Vielfalt an Nutzungsangeboten in
Verbindung mit einem ausgeprägten, multikulturellen Milieu wirkt Kalk als besonders
vitaler und kreativer Stadtteil schon heute weit über seine Grenzen hinaus. Vor dem
Hintergrund des strukturellen Wandels, eines sich verändernden Konsumverhaltens
sowie eines verstärkten Fachkräftemangels in Verbindung mit stetig wachsenden
Ansprüchen an das (Aus)Bildungsniveau steht der Sozialraum Kalk gleichermaßen vor
besonderen Herausforderungen und Chancen.
Nutzungsverteilung Erdgeschosszonen
Abbildung 24 Nutzungsverteilung der Erdgeschosszonen und Einzelhandelsbedarfe Quelle: Stadt Köln
100
38
8
24
213
Nutzungen
(abs.) 384
41
3326
Bedarfe im Einzelhandel auf Stadtteilebene
Einzelhandel
Dienstleistungen
Gastronomie
soziale Infrastrukturen
Leerstände
Das Kalker Bezirkszentrum weist eine Län-
genausdehnung von rd. 1,3 km entlang der
Kalker Hauptstraße auf. Der Bereich reicht
vom Standort Kalk-Post mit dem struktur-
prägenden Einkaufszentrum „Köln Arcaden“
bis zur Kreuzung Eythstraße im Osten.
Wichtige Ankernutzungen konzentrieren
sich primär im Umfeld der „Köln Arcaden“ im
Westen des Stadtteils, welche sich gen Os-
ten entlang der Hauptstraße in kleinteiligen
Facheinzelhandel und ergänzende Versor-
gungsstrukturen auflösen. Insbesondere die
„Köln Arcaden“ sowie die Sünner Brauerei
bilden im Westen und Osten Kalks wichtige
Infrastrukturen mit stadtteilübergreifender
Strahlkraft. Des Weiteren ist das hohe An-
gebot an internationalen Einzelhandel- und
Gastronomieangeboten hervorzuheben,
welches eine Besonderheit und Chance des
Stadtteils in seiner Funktion als Ankunfts-
standort stärkt. Derweil sind insbesondere
an den Randbereichen sowie innerhalb des
Bezirkszentrums sogenannte „Trading-
Down-Tendenzen“ erkennbar. Diese machen
sich in Form von anhaltendem Sanierungs-
stau sowie strukturellen und kurzfristigen
Leerständen bemerkbar. Darüber hinaus ist
eine zunehmende Konzentration an Ver-
gnügungsstätten sowie die teilweise damit
im Zusammenhang stehende, anhaltende
Problematik des Konsums und Verkaufs von
Rauschmitteln im Bezirkszentrum erkennbar.
Die resultierenden Herausforderungen für
den Einzelhandel und die Nutzungsangebote
entlang der Kalker Hauptstraße im Zuge des
hohen Verkehrsaufkommens werden unter
dem Themenfeld „Mobilität und Digitalisie-
rung“ gesondert behandelt.
Im Jahr 2023 wurde im Rahmen des För-
derprogramms „Sofortprogramm zur Stär-
kung unserer Innenstädte und Zentren in
Nordrhein-Westfalen“ unter dem Titel „Zu-
kunftsagenda Köln-Kalk“ ein partizipatives
Handlungskonzept für das Bezirkszentrum
erarbeitet. Im Rahmen dessen werden unter
Berücksichtigung verschiedener Nutzungs-
schwerpunkte Transformations- und Ent-
wicklungsräume ausgewiesen. Vorgeschla-
gene Handlungsempfehlungen sehen u.a.
Beratungsangeboten und Workshops für
Immobilieninhaber*innen, ein proaktives
Leerstandsmanagement sowie Maßnahmen
zur Vernetzung von Akteur*innen vor.
kurzfristige (tägliche) Bedarfe
mittelfristige Bedarfe (z.B.
Bekleidungsangebote)
langfristige Bedarfe
(sonstige Angebote)
VORSTUDIE SOZIALRAUM KALK | 41
11 Leerstände
Industrie- und
Technologiepark Kalk-Süd
Gewerbepark „Wipperfürtherstraße“
Hallen Kalk
machwerkhaus Köln
Gewerbenutzung und Gewerbegebiete
Straßenraum „Kalker Hauptstraße“
Straßen
Stadtteilgrenze
Sozialraumgrenze
Legende
Gewerbestandorte Kalk
Der Stadtteil Kalk verfügt neben dem Bezirkszentrum, welches sich entlang der Kalker
Hauptstraße von Westen nach Osten erstreckt, über zwei als Gewerbegebiete ausgewie-
sene Flächen im Norden sowie im Süden des Stadtteils. Der Gewerbepark „Wipperfürther
Straße“ weist vorwiegend ein großflächiges Einzelhandelsangebot (Baumarkt, Music Store
etc.) auf sowie Komplementärnutzungen im Dienstleistungssegment und Fahrzeughandel.
Im Gegensatz dazu ist der Technologie- und Industriepark Kalk-Süd vorwiegend als Stand-
ort für produzierendes Gewerbe zu klassifizieren mit einem Schwerpunkt in der Metallver-
arbeitung. Als Zeugen des ehemaligen Industriestandortes Köln-Kalk sind die „Hallen Kalk“
mit ihrem industriekulturellem Charme und ihren besonderen Entwicklungspotenzialen
hervorzuheben. Auch wenn in diesem Bereich meist ein noch offener, „unfertiger“ Entwick-
lungsstatus vorherrscht, werden sie bereits heute durch verschiedene Initiativen und kultu-
relle/freizeitbezogene Angebote genutzt (z.B. Abenteuerhallen Kalk).
Abbildung 25 Gewerbestandorte in Kalk. Quelle: GeoBasis NRW
42 | VORSTUDIE SOZIALRAUM KALK
Wirtschafts- und Arbeitsstandort Kalk
Aus wirtschaftlicher Perspektive heraus birgt der Sozialraum Kalk neben seinen Flächen-
und Standortpotenzialen aufgrund seiner hohen Bevölkerungsdichte und -vielfalt ein
hohes Potenzial an Fachkräften jeglicher Art. Dieses Potenzial gilt es stärker, als bisher zu
nutzen und Angebote zu schaffen, die den Zugang zum ersten Arbeitsmarkt erleichtern.
Sozialversicherungspflichtige Beschäftigte
Abbildung 26 Sozialversicherungspflichtigte Beschäftigte und Arbeitslosenquote auf Quartiersebene
Quelle: Stadt Köln
Köln Arcaden
Technologie und Industriepark
Kalk-Süd
Kalk-
Trimbornstr.
Kalk-St. Marien
Kalk-
Vorsterstr.
Kalk-
Thumbstr.
Kalk-Nord
Krankenhaus
Kalk-St. Joseph
Kalk-
Nießenstr.
Kalk-Nord
Albermannstr.
Kalk-Nord
Lüttringhauserstr. Kalk-Nord
Eythstr.
Sozialversicherungspflichtige
Beschäftigung
mehr als 65%
60-65%
55-60%
50-55%
weniger als 50%
Arbeitslosenquote
Arbeitslosenquote
25-30%
20-25%
15-20%
10-15%
weniger als 10%
Köln Arcaden
Technologie und Industriepark
Kalk-Süd
Kalk-
Trimbornstr.
Kalk-St. Marien
Kalk-
Vorsterstr.
Kalk-
Thumbstr.
Kalk-Nord
Krankenhaus
Kalk-St. Joseph
Kalk-
Nießenstr.
Kalk-Nord
Albermannstr.
Kalk-Nord
Lüttringhauserstr. Kalk-Nord
Eythstr.
Der Anteil der sozialversicherungspflich-
tig Beschäftigten im Stadtteil Kalk liegt mit
einem Prozentsatz von 55,5 % (Stand: 2021)
wie auch in den angrenzenden Stadtteilen
Vingst, Ostheim, Neubrück und Gremberg-
hoven unterhalb des gesamtstädtischen
Durchschnitts (59,7 %). Die Arbeitslosenquo-
te des Stadtteils lag im Jahr 2021 bei 17 %,
was sich auch in einer vergleichsweise hohen
Jugendarbeitslosenquote widerspiegelt, die
im Stadtteil mit einem Prozentsatz von 7 ,5
bis 9,9 % über der gesamtstädtischen Quote
von 5,5 % liegt. Mit Blick auf den vergleichs-
weise hohen Jugendquotienten von 24,9 %
wird die Bedeutung verbesserter Zugänge
zu Aus- und Weiterbildungsangeboten nach
der schulischen Ausbildung als Grundvoraus-
setzung für eine nachhaltige Entwicklung des
Wirtschaftsstandortes Kalk deutlich.
VORSTUDIE SOZIALRAUM KALK | 43
Ankernutzungen im Sozialraum
Kalk besitzt entlang der Kalker Hauptstraße einen wirtschaftlichen Schwerpunktraum mit
Einzelhandel und Gastronomie. Im Norden von Kalk befindet sich der Gewerbepark „Wipper-
fürther Straße“ der sich auf großflächiges Einzelhandelsangebot und Dienstleistungen spe-
zialisiert hat. Im Kalker Süden wiederum liegt ein großes Industriegebiet mit dem Industrie-
und Technologiepark Kalk-Süd, den Hallen Kalk und dem machwerkhaus Köln.
Sünner Brauwelt
Köln Arcaden
Kalker Hauptstraße
Anziehungsstarke Infrastrukturen
Bezirkszentrum Kalk
Hauptverkehrsstraße „Kalker Hauptstraße“
Geltungsbereich Zukunftsagenda
Gewerbe
Stadtteilgrenze
Sozialraumgrenze
Legende
machwerkhaus
Abenteuer Hallen Kalk
DOMiD (ab 2029)
Abbildung 27 Ankernutzungen im Stadtteil. Quelle: GeoBasis NRW
44 | VORSTUDIE SOZIALRAUM KALK
MOBILITÄT UND DIGITALISIERUNG
Einbindung in den städtischen Kontext
Die den Stadtteil Kalk umgebenden Verkehrstrassen binden diesen nicht nur
innerstädtisch und übergeordnet gut an. In manchen Bereichen bilden sie auch
Barrieren hin zu angrenzenden Stadtteilen und führen innerhalb des Stadtbezirks zu
einer „insularen“ Lage Kalks. Obwohl eine gute Anbindung an den ÖPNV besteht, wird
der Stadtteil primär durch den MIV dominiert. In manchen Teilen wäre der Ausbau des
ÖPNV-Angebotes wünschenswert (z.B. verbesserte Busanbindung), eine Förderung
des Fußgänger- und Radverkehrs in Verbindung mit einer neuen Aufenthaltsqualität in
Straßenräumen fehlt bislang im gesamten Stadtteil.
Abbildung 28Verkehrswege mit Innenstadtbezug. Ziel- und Quellverkehr in Mio. Wege / Jahr.
Auszug aus dem Kurzbericht für Mobilitätsverhalten 2022. Quelle: Stadt Köln
Chorweiler
Nippes
Mülheim
Kalk
Porz
Rodenkirchen
Lindenthal
Ehrenfeld
Innenstadt
21
18
17
23
36
24
23
7
107
18
Kalk ist ein Stadtteil, der grundsätzlich eine
gute Anbindung an den Stadtverkehr sowohl
durch MIV als auch durch Umweltverbund
hat. Über die B55 ist er an die Autobahn (A3/
A4) angebunden, die in Richtung Norden
nach Leverkusen (A3) und in Richtung Osten
ins Bergische Rheinland und in das Sauerland
Verbindungen herstellt. Mit der Nähe zum
ICE Bahnhof „Köln / Messe Deutz“ hat Kalk
eine schnelle Anbindung an den Regional-
und Fernverkehr und durch die im Stadtteil
liegende S-Bahn-Haltestelle Trimbornstraße
wird der Stadtteil zudem an den Stadt- und
Regionalverkehr angebunden. Allerdings ist
der Verkehrsraum im gesamten Stadtteil in
erster Linie auf den MIV ausgelegt, was mit
wenig Aufenthaltsqualität für Fußgänger*in-
nen und Fahrradfahrer*innen einhergeht.
Eine große Herausforderung innerhalb des
hochverdichteten Stadtteils stellt der ruhen-
de Pkw-Verkehr im Straßenraum dar, wo-
durch die Nutzungs- und Aufenthaltsqualität
des Stadtraums maßgeblich beeinträchtigt
wird.
Perspektivisch sind durch die großen Ent-
wicklungsgebiete „Deutzer Hafen“ sowie
„Mülheimer Hafen“ Veränderungen in Bezug
auf die Verkehrsbelastung in Kalk zu er-
warten. Abgeleitet aus der Stadtstrategie
„Kölner Perspektiven“ ist zur Verbesserung
des schienengebundenen ÖPNV-Angebotes
eine Vollendung des S-Bahnrings entlang
der Stadtteilgrenze Kalk denkbar, was eine
zusätzliche Haltestelle im Kalker Westen er-
möglichen würde.
VORSTUDIE SOZIALRAUM KALK | 45
Übergeordnete verkehrliche Anbindung
Der Stadtteil Kalk ist über die B55 und von dort an die Autobahn A3/A4 mit dem MIV (über)
regional gut angebunden. Durch die Regionalbahn-Anbindung über die S-Bahn-Haltestelle
„Trimbornstraße“ und die Nähe zum ICE Bahnhof „Köln/Messe Deutz“, die eine Verbindung
zum Regional- und Fernverkehr schafft, ist grundsätzlich auch eine gute ÖPNV-Anbindung
des Sozialraums gegeben. Über die Stadtbahn-Linien 1 und 9 ist der Stadtteil in Ost-West-
Richtung gut an die Kölner Innenstadt angebunden. Derzeit ist eine überregionale Schnell-
radverbindung entlang der Dillenburger Straße sowie entlang der Wipperfürther Straße in
Planung, welche den Stadtteil zukünftig an das regionale Radwegenetz anbinden wird.
Abbildung 29 Übergeordnete Ankernutzungen.
Quelle. GeoBasis NRW
46 | VORSTUDIE SOZIALRAUM KALK
Analyse des öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV)
und nicht motorisierter Verkehrsmittel
Der Stadtteil Kalk verfügt bereits über eine zwar funktionsfähige jedoch stark
überlastete ÖPNV-Anbindung. Insbesondere im Bereich der Kalker Hauptstraße
sind die Verkehrswege von einer starken Konkurrenz der verschiedenen
Verkehrsteilnehmer*innen untereinander geprägt. Zusätzlich sind die Wege für nicht
motorisierte Verkehrsmittel (insbes. Fahrrad) und Fußgänger*innen meist ohne
Aufenthaltsqualität und weisen Sicherheitslücken auf.
Vergleich des Mobilitätsverhaltens auf Stadtbezirksebene
Abbildung 30 Auszug aus dem Kurzbericht für Mobilitätsverhalten 2022. Quelle: Stadt Köln
0 20 40 60 80 100
Stadt Köln (gesamt)
Innenstadt
Rodenkirchen
Lindenthal
Ehrenfeld
Nippes
Chorweiler
Porz
Kalk
Mülheim
Zu Fuß Fahrrad E-Bike ÖV
MIV (Fahrer*in) MIV (Mitfahrer*in)
in %
Der Stadtteil Kalk ist mittels der KVB-Linien 1
und 9 gut an den Stadtverkehr der Stadt Köln
angeschlossen. Die beiden Haltestellen „Kalk-
Post“ sowie „Kalk-Kapelle“ bilden zudem
wichtige stadtteilinterne Verkehrsknoten
mit einer hohen Bündelungsfunktion für
verschiedene Verkehrsteilnehmer*innen
und Nutzungsangebote. In ihrer Funktion
als städtische Ost-West-Verbindung sind
die Stadtbahnlinien stark frequentiert und
teils überlastet. Mittels der Haltestelle
„Trimbornstraße“ ist der Stadtteil zudem an
den schienengebundenen Regionalverkehr
angebunden. Defizite weist der ÖPNV
insbesondere in den dicht besiedelten
Wohngebieten im Kalker Norden auf.
Dieser ist zwar an das städtische
Busliniennetz angebunden, weist jedoch
eine hohe Auslastung bei nur geringer
Taktungsfrequenz auf, und bietet daher nur
bedingt eine echte Alternative zum MIV.
Das Radwegekonzept in Kalk sieht
überwiegend eine gemischte
Verkehrsführung in den Siedlungsbereichen
sowie ein getrenntes System entlang
der Kalker Hauptstraße vor. Derzeit ist
die Radverkehrsführung auf der Kalker
Hauptstraße in Abschnitten als getrennte
bzw. teilweise als gemischte Verkehrsführung
ausgebaut. Ein durchgängig getrenntes
System wird angestrebt. Perspektivisch
ist die Anbindung des Stadtteils an das
regionale Radwegenetz in Richtung des
Bergischen Rheinlandes angedacht und in
Planung.
VORSTUDIE SOZIALRAUM KALK | 47
Anbindung an den öffentlichen Verkehr (ÖV)
Im Bereich der Kalker Hauptstraße ist die Angebotsdichte an verschiedenen Verkehrsmitteln
hoch, nimmt jedoch insbesondere im Norden Kalks trotz hoher Wohndichte maßgeblich ab.
Die Hauptverkehrsstraßen weisen eine hohe Verkehrsdichte auf, was eine geringe Aufent-
haltsqualität insbesondere für Anwohner*innen, sowie für Fußgänger*innen- und Radver-
kehr zur Folge hat.
S
U
U
S
U
Buslinien (Einzugsradius 200m)
Stadtbahnstationen (Einzugsradius 500m)
S-Bahnstationen (Einzugsradius 1000m)
Radwege (getrennte Fahrbahnen)
prinzipiell mögliche Fahrradstraße
potenziell mögliche Fahrradstraßen
Stadtteilgrenze
Sozialraumgrenze
Legende
Abbildung 31 ÖPNV-Netz Stadtteil Kalk. Quelle: GeoBasis NRW
48 | VORSTUDIE SOZIALRAUM KALK
Analyse des motorisierten Individualverkehrs (MIV)
Als Folge der hohen Wohndichte im Stadtteil weist Köln-Kalk ein hohes Aufkommen
an motorisiertem Individualverkehr auf (MIV). Dies führt neben einem starken
Verkehrsaufkommen im Straßenraum und einer Überlastung von teils hochfrequentierten
Straßen (Kalker Hauptstraße) insbesondere zu einer Reduktion der Aufenthaltsqualität
im Stadtraum infolge des ruhenden Verkehrs.
Vergleich der Stellplatzsituation auf Ebene der Stadtbezirke
Abbildung 32 Auszug aus dem Kurzbericht für Mobilitätsverhalten 2022. Quelle: Stadt Köln
0 20 40 60 80 100
Stadt Köln (gesamt)
Innenstadt
Rodenkirchen
Lindenthal
Ehrenfeld
Nippes
Chorweiler
Porz
Kalk
Mülheim
in %
Garage / Prvater Parkplatz Straßenrand
Öffentlicher Parkplatz Sonstiges keine Ahnung
Die Stadtautobahn im Norden des
Stadtteils versetzt den Stadtteil neben
den Gleisanlagen in eine insulare Lage und
erzeugt durch die Autobahnabfahrt ein
erhöhtes Verkehrsaufkommen im Kalker
Nord-Westen und am Knotenpunkt Kalker
Hauptstraße / Walter-Pauli-Ring. An den
innerstädtischen Verkehr ist der Stadtteil
über die Kalker Hauptstraße in Ost-West-
Richtung sowie die Kalk-Mülheimer-Straße
in Nord-Süd-Richtung verkehrstechnisch
gut angebunden. Insbesondere die Kalker
Hauptstraße bindet als Hauptverbindung
den Stadtteil an die Innenstadt an und ist
von übergeordneter Bedeutung über den
Stadtteil hinaus. Vielerorts schränkt der
MIV die Aufenthalts- und Mobilitätsqualität
des Stadtteils (insbesondere für Fuß- und
Radfahrer) erheblich ein. Neben einer
deutlichen Reduktion des Freiraums durch
den ruhenden Verkehr ist der innerstädtische
MIV auch Quelle starker Lärm- und
Abgasbelastungen.
VORSTUDIE SOZIALRAUM KALK | 49
Flächen des ruhenden Verkehrs
Der Stadtteil Kalk weist eine Vielzahl versiegelter Verkehrsflächen auf (rd. 35 %). Insbesondere
die Flächen für den ruhenden Verkehr bieten durch Bündelung und Neusortierung vielfältige
Möglichkeiten für flächeneffizientere Nutzungen und Entsiegelung. Bestehende Parkhäuser
im Stadtteil sind meist nicht voll ausgelastet und bieten das Potenzial einer effizienteren Nut-
zung, was andernorts wieder zu Flächeneinsparungen und neuen Freiräumen führen kann.
30er Zone
30er Zone
Flächen des ruhenden Verkehrs
Straßen
30er Zonen
E-Ladestationen
Car-Sharing-Angebote
Stadtteilgrenze
Sozialraumgrenze
Legende
Abbildung 33 Bestandserhebung MIV. Quelle: GeoBasis NRW
50 | VORSTUDIE SOZIALRAUM KALK
ENERGIE, KLIMA UND RESSOURCENSCHUTZ
Allgemeine Einordnung
Wie dargestellt ist Köln-Kalk ein Stadtteil mit einem hohen Versiegelungsgrad und
einem sehr geringen Anteil an Grün- und Freiräumen. Im Zuge des Klimawandels
resultiert daraus ein verstärkter Hitzeinseleffekt, der sich insbesondere im Bereich des
Bezirkszentrums konzentriert. Im gesamtstädtischen Vergleich gehört Kalk zu den 19
besonders stark durch Starkregen und Hitze betroffenen Fokusgebieten.
Starkregenereignisse (100-jähriges Hochwasser) und Hochwassergefahr
Abbildung 34 Darstellung von belasteten Flächen bei Starkregenereignissen (links) und Hochwassergefahren-
flächen (rechts). Quelle: Stadt Köln
Starkregengefahrenkarte für ein 100-jährliches Ereignis (SRI 7)
1 km
Starkregengefährdung 100-jährliches Ereignis (SRI 7)
Kontakt:
StEB Köln, Ostmerheimer Straße 555 - 51109 Köln, Telefon 0221/221-26868
Hochwassergefahrenkarte für ein extremes Ereignis
1 km
Zu erwartende Überflutungshöhen extremes Ereignis
in Gebieten ohne Schutzmaßnahmen:
in Gebieten mit Schutzmaßnahmen:
(bei Versagen/Überströmen)
Kontakt:
StEB Köln, Ostmerheimer Straße 555 - 51109 Köln, Telefon 0221/221-26868
Die dicht bebauten, stark versiegelten
Stadtquartiere Kölns, wozu auch Köln-Kalk
gehört, heizen sich gegenüber dem Kölner
Umland wesentlich schneller und stärker
auf (urbane Wärmeinsel). Hinzu kommt
eine erhöhte Luftbelastung in den stark
verkehrsbelasteten Bereichen. Dabei ist
der erhöhte Hitzestress insbesondere
für sensible Bevölkerungsgruppen wie
beispielsweise Kinder, ältere und kranke
Menschen eine erhebliche gesundheitliche
Belastung und schränkt deren Lebensqualität
deutlich ein. In städtischen Bereichen mit
ausreichend Grünstrukturen ist dieser urbane
Wärmeinsel-Effekt geringer.
Es existieren bereits einige Projektideen
und Strategien in Richtung Klimaanpassung,
wie beispielsweise der Hitzeaktionsplan
der Stadt Köln (2020) oder das „Stadtgrün
naturnah“ aus dem Jahr 2018. Ein wichtiges
Förderprogramm in Bezug auf Dach- und
Fassadenbegrünung stellt „GrünHoch3“ dar,
das den Privateigentümern Anreize gibt und
Eigenengagement fördert.
VORSTUDIE SOZIALRAUM KALK | 51
Umweltbelastung im Stadtteil Kalk
Insbesondere der Bereich von Kalk-Kapelle bis zum Kalk Markt weist ein erhöhtes Hitzepoten-
zial auf. Ebenso hat die Kalker Hauptstraße durch ihr hohes Verkehrsaufkommen einen nega-
tiven Effekt auf das Stadtklima in Kalk. Gleichzeitig sind in diesen Bereichen große Potenzial-
flächen zu Entsieglung vorhanden, wodurch neue Grünstrukturen geschaffen und Hitzeinseln
reduziert werden könnten. Hierbei besteht jedoch die Notwendigkeit Entsiegelungsmaß-
nahmen unter Berücksichtigung von Altlastenverdachtsflächen zu vollziehen, welche sich im
Westen des Stadtteils in Nord-Süd-Richtung verorten lassen.
Abbildung 35 Hitzebelastung und Altlastenverdachtsflächen (oben) sowie Lärmbelastung im Stadtteil (unten).
Quelle: GeoBasis NRW
sehr hochbelastete Flächen
hochbelastete Flächen
belastete Flächen
klimaaktive Flächen
starke klimaaktive Flächen
Stadtteilgrenze
Sozialraumgrenze
Legende
© LANUV NRW, © EBA 2017, © Straßen.NRW, © GeoBasis-DE / BKG (2022)
dl-de/by-2-0, © Land NRW (2022), © Copernicus Sentinel-2 Daten (2022)
© LANUV NRW, © EBA 2017, © Straßen.NRW, © GeoBasis-DE / BKG (2022)
dl-de/by-2-0, © Land NRW (2022), © Copernicus Sentinel-2 Daten (2022)
Hitzebelastung in Kalk Altlastenverdachtsflächen
Lärmbelastung (Straßenverkehr) Lärmbelastung (Schienenverkehr)
Altlastenverdachtsflächen
Stadtteilgrenze
Sozialraumgrenze
Legende
52 | VORSTUDIE SOZIALRAUM KALK
Analytische Betrachtung von Dachflächenpotenzialen
und lokaler Energieversorgung
Die regenerative Energieversorgung in Kalk ist stark ausbaufähig. Darüber hinaus besteht
insbesondere im Bereich Kalk-Nord mit einem Geschosswohnungsbau der 1960er Jahre
einer hoher energetischer Sanierungsstau.
Energetische Gebäudesanierung (Modernisierungspotenziale vs. Realisierungschancen)
Abbildung 36 Potenziale (links) und Realisierungschancen (rechts) zur energetischen Gebäudesanierung auf
Baublockebene. Quelle: Energieatlas NRW. LANUV
deutlich überdurchschnittlich
überdurchschnittlich
durchschnittlich
unterdurchschnittlich
deutlich unterdurchschnittlich
deutlich überdurchschnittlich
überdurchschnittlich
durchschnittlich
unterdurchschnittlich
deutlich unterdurchschnittlich
Die Energieversorgung des Stadtteils
erfolgt aktuell primär über fossile
Energieträger wie Gas und Erdöl. Dem
gegenüber stehen überwiegend ungenutzte
Dachflächenpotenziale für eine mögliche
Installation regenerativer Energiequellen
(Photovoltaik und Solarthermie) sowie das
Potenzial lokaler Abwärmenutzung (lokales
Wärmenetz).
In Bezug auf den Gebäudebestand ist
zudem ein hohes Maß an energetischem
Sanierungsbedarf zu verzeichnen, welches
sich in erster Linie auf den Siedlungsbestand
im Kalker Norden konzentriert. Im Rahmen
des vom LANUV erstellten Energie-Atlasses
lassen sich jedoch (basierend aus den
derzeitigen Wohnraumentwicklung und
sozio-ökonomischen Faktoren) lediglich
geringe Modernisierungschancen erkennen
(Stand 2022).
VORSTUDIE SOZIALRAUM KALK | 53
Dachflächenpotenziale in Kalk
Die Karte zeigt die im Stadtteil Kalk vorhandenen und bislang kaum genutzten Dachflächen-
potenziale für Photovoltaik und Solarthermie.
nicht genutzte Dachflächenpotenziale
bestehende E-Ladesäulen
Stadtteilgrenze
Sozialraumgrenze
Legende
Abbildung 37 Dachflächenpotenziale in Kalk Quelle: GeoBasis NRW
54 | VORSTUDIE SOZIALRAUM KALK
3
1
2
2
5
1
3
2
4
5
7
6
3
2
1
1
2 1
3
3
1
4
1
1
1
1
Legende
Räumliche Stärken im Stadtteil
Räumliche Schwächen im Stadtt
eil
Räumliche Chancen im Stadtteil
Räumliche Risiken im Stadtteil
RÄUMLICHE ZUSAMMENFASSUNG
(SWOT)
Stärken
1) Bestehende Grünstrukturen mit teilw. Aufenthaltsqualität
2) Bereits begrünte Innenhöfe mit Aufwertungspotenzial
3) Bürgerhaus als feste Instanz im Stadtbezirk
5) Kalker Hauptstraße und Kalk-Mülheimer-Straße als
multikulturelle Zentren
Schwächen
1) Starkversiegelte Plätze mit geringer Aufenthaltsqualität und
monofunktionalen Nutzungen
2) Kalker Hauptstraße als Straßenraum mit
geringer Aufenthaltsqualität
3) Nicht ausgelastete, teils sanierungsbedürftige Parkhäuser
4) Monofunktionale Gewerbeflächen
Chancen
1) Flächen nördlich und westlich der Hallen Kalk
mit Potenzial zur Entwicklung qualitativer Grünflächen
2) Hallen Kalk und Umgebung mit hohem
Entwicklungspotenzial und Impulskraft für den Stadtteil
3) Entwicklung eines zusammenhängenden Wegenetzes
4) Entsiegelung der Innenhofbereiche
5) Anbindung des Stadtteils an den Kalkberg
6) Aktivierung des Kalkbergs (Machbarkeitsstudie läuft)
7) Wohnraumentwicklung Wippermannstraße
Risiken
1) Hohe Hitzebelastung im Stadtteil (Hitzeinsel-Effekt)
2) Unterversorgung Kalk Nord
3) Kalk Post und Umgebung als Bereich mit einem hohen Drogen-
konsum und damit einher gehende Kriminalitätsrate / fehlende
Sicherheit
VORSTUDIE SOZIALRAUM KALK | 55
3
1
2
2
5
1
3
2
4
5
7
6
3
2
1
1
2 1
3
3
1
4
1
1
1
1
Abbildung 38 Räumliche Zusammenfassung (SWOT)
Quelle: stadtland Impuls
56 | VORSTUDIE SOZIALRAUM KALK
SWOT-ANALYSE
• hohe (multi)kulturelle Angebotsvielfalt und
Leben
digkeit des urbanen Stadtteils Kalk
insbesondere im Bereich der Kalker Haupt-
straße und Kalk-Mülheimer-Straße
• gelebt
e Vielfalt einer sozial gemischten,
multikulturellen Gesellschaft
• sehr j
unger Stadtteil (Sozialstruktur mit
hohem Jugendquotient)
• ausgepr
ägtes bürgerschaftliches Engage-
ment mit einer Vielzahl unterschiedlicher
Initiativen
•
beso
nderes kulturelles Angebot im Bereich
der Hallen Kalk
• Grund
versorgung an gemeinschaftlich
nutzbaren Grün- und Freiflächen vorhan-
den, jedoch stark überfrequentiert
•
gute Ö
PNV-Anbindung in Richtung Kölner
Innenstadt (Stadtbahnlinien 1 / 9) sowie an
den Regional- und Fernverkehr (Haltestelle
Trimbornstraße)
Strenghts (Stärken)
• niedriger Bildungsquotient und hohe
Arb
eitslosenquote im Quartier
• gerin
ge Vielfalt an Wohnraumangeboten
(Schwerpunkt auf Ein-Personen-Haushal-
ten)
• geri
nge Grün- und Freiraumraumversor-
gung
• hoher Ver
siegelungsgrad mit starker Hit-
ze- und Starkregenbelastung im Kontext
des Klimawandels
•
geri
nge Aufenthaltsqualität im Stadtraum
(insbes. Kalker Hauptstraße und Umge-
bung), der an vielen Stellen monofunktio-
nal vom MIV (insbes. ruhender Verkehr)
geprägt ist
•
fehlen
de Barrierefreiheit im Quartier
• hinte
r ihren Möglichkeiten zurückbleiben-
de, monofunktionale Gewerbeflächennut-
zung im Kalker Norden mit ineffizienter
Flächennutzung
•
geringer
Ausbaustandard erneuerbarer
Energien
Weakness (Schwächen)
Nachfolgend werden die Erkenntnisse der Analyse sowie der räumlichen Zusammenfas-
sung im Rahmen einer SWOT-Analyse zusammenfassend erläutert. Die Ergebnisse beru-
hen aus den Erkenntnissen des Beteiligungsverfahrens und der statistischen sowie räum-
lichen Datenerhebung.
VORSTUDIE SOZIALRAUM KALK | 57
• multikulturelle, heterogene Bevölkerungs-
str
uktur und vielfältige vorhandene Initia-
tiven mit großem Potenzial für vielfältige
kulturelle, soziale und integrative Angebo-
te im Quartier
• krea
tives und innovationsförderndes
Milieu einer multikulturellen Stadtgesell-
schaft
• groß
es Potenzial an Fachkräftenachwuchs
aufgrund des hohen Jugendquotienten im
Stadtteil
•
besond
ere, identitätsstiftende und quar-
tiersprägende Gebäudestruktur der „Hal-
len Kalk“ mit besonderem Entwicklungs-
potenzial für den Stadtteil
•
Nutz
ungsmischung im Quartier mit en-
gem Nebeneinander von Wohnen, Arbei-
ten und Kultur als besonderes Potenzial
für einen „Stadtteil der kurzen Wege“ und
neue, zukunftsfähige Formen der Arbeit
•
Ansc
hlussfähigkeit an bereits bestehende
Wegestrukturen mit hohem Potenzial für
den Ausbau eines stadtteilübergreifen-
den, barrierefreien Wegenetzes
•
geringe
Auslastung bestehender Park-
häuser mit besonderem Potenzial für
Bündelung
•
minder
genutzte Hofstrukturen in Köln-
Kalk mit besonderem Potenzial
Opportunities (Chancen)
• teil
weise strukturelle Schwäche und Un-
terversorgung an Wohnfolgeeinrichtun-
gen in Verbindung mit Defizit an wohn-
raumnahen Grünflächen und mangelnder
ÖPNV-Anbindung im Norden
•
Berei
ch der Kalker Hauptstraße im Um-
feld der Kalker Post weist einen starken
Trading-Down-Effekt sowie hohe Kri-
minalitätsrate auf, die sich stark auf die
Aufenthaltsqualität und Sicherheitsgefühl
auswirken kann
•
Gefa
hr vor Hitzeinseln in den dichtbesie-
delten Bereichen sowie weitere Gefahren
der Klimabelastung infolge von Starkre-
genereignissen
•
hohe
s Risiko für Verdrängungsprozesse
im Stadtteil (Gentrifizierung)
• beson
deres Risiko eines Verlustes der
identitätsstiftenden, historischen Gebäu-
desubstanz in Verbindung mit der be-
sonderen Vielfalt kultureller/gemeinwohl-
orientierter Angebote und Initiativen im
Bereich der Hallen-Kalk
Threats (Riskien)
58 | VORSTUDIE SOZIALRAUM KALK
VORSTUDIE SOZIALRAUM KALK | 59
4
NEUE PERSPEKTIVE
SOZIALRAUM KALK -
LEITBILD UND PROJEKTE
60 | VORSTUDIE SOZIALRAUM KALK
Im Zuge des beschriebenen Dialog- und
Planungsprozesses der Vorstudie für den
Sozialraum Kalk wurde in enger Kooperation
mit den unterschiedlichen Fachämtern und
Schlüsselakteur*innen ein gemeinsames
Leitbild für eine zukunftsorientierte Entwick-
lung des Stadtteils konkretisiert. Unter dem
Titel „Köln-Kalk als vielfältiger und (klima)
resilienter Stadtraum der Zukunft“ soll
der Sozialraum Kalk zum Modellgebiet für
einen qualitätsorientierten Umgang mit einer
hochverdichteten, vielfältigen und nutzungs-
gemischten Stadtstruktur werden. Ziel ist es,
über integrierte, multifunktionale Flächen-
nutzungen neue Synergien und Koopera-
tionen zu ermöglichen. Eine zentrale Rolle
sollen dabei die im Sozialraum besonders
ausgeprägten bürgerschaftlichen Initiativen
und innovativen Impulsgeber*innen spielen,
die in Kalk die vorhandene Vielfalt und Le-
bendigkeit der Akteur*innen und Perspek-
tiven in ein vielfältiges, kreatives Milieu und
zukunftsorientiertes Handeln vor Ort über-
setzen. Ein neues stadtteilweites Grün- und
Freiraumnetz soll als starkes städtebauliches
Gerüst dabei helfen, vielfältige Projekte und
Maßnahmen unterschiedlicher Handlungs-
felder im Sinne einer integrierten Gesamt-
strategie miteinander zu verknüpfen und eine
zukunftsorientierte Stadtentwicklung vorzu-
bereiten. Zentrales Querschnittsthema über
die unterschiedlichen Handlungsfelder und
Einzelprojekte hinaus ist eine verbesserte
(Klima)Resilienz des Sozialraums. Diese soll
über vielfältige, zielorientierte Maßnahmen
und eine ganzheitliche Gesamtstrategie
der (Klimawandel)Anpassungs- und Wider-
standsfähigkeit sowie Flexibilität des Quar-
tiers gegenüber den Herausforderungen des
21. Jahrhunderts sichergestellt werden.
Das Leitbild eines „vielfältigen und (klima)
resilienten Stadtraums der Zukunft“ wird
in mehrere thematische Handlungsfelder mit
systemischen Gesamtstrategien und spezi-
fischen Entwicklungszielen übersetzt, aus
denen sich konkrete Projekte ableiten lassen:
NEUER FREIRAUM FÜR KALK
Handlungsfeld Grün- und
Aufenthaltsqualität
GUT LEBEN IN KALK
Hand
lungsfeld Wohnen, Leben und
Soziales
NEUE IMPULSE FÜR KALK
Hand
lungsfeld Wirtschaft, Kultur
und Innovation
KALK NEU VERKNÜPFT
Handlu
ngsfeld Mobilität
und Digitalisierung
KLIMAKLUGES KALK
Hand
lungsfeld Energie, Klima
und Ressourcenschutz
LEITBILD
„Das Leitbild eines „vielfäl-
tigen und (klima)resilienten
Stadtraums der Zukunft“
wird in mehrere thematische
Handlungsfelder mit systemi-
schen Gesamtstrategien und
spezifischen Entwicklungszie-
len übersetzt“
„
Köln-Kalk als vielfältiger und (klima)resilienter Stadtraum
der Zukunft
VORSTUDIE SOZIALRAUM KALK | 61
Abbildung 40 Neue Mobilitätsformen Kopenhagen.
Quelle: DeutschlandFunk-Kultur
Abbildung 39 Stadtraumgestaltung in Barcelona. Quelle: barcelo -
na.de
MÖGLICHE PERSPEKTIVE © BARCELONA (ABB 39)
MÖGLICHE PERSPEKTIVE © BARCELONA (ABB 40)
62 | VORSTUDIE SOZIALRAUM KALK
Leitprojekt
1.3 - Freilufthalle / Halle 71
Multifunktionale Grüninfrastruktur
Leitprojekt
1.1 - Kalker Höfe
Ausbau von
Grünverbindungen
Leitprojekt
1.2 - Pocket-Park-Netz Kalk
Herstellung kleinerer „Stadtoasen“
Leitprojekt
2.1 - Aussenfläche des Bürgerhaus Kalk
Stärkung von Begegnungsorten im Stadtteil
Leitprojekt
3.1 - Osthof - Hallen Kalk
Gemeinwohlorientierte Projektentwicklung
Leitprojekt
3.2 - machwerkhaus +
Innovativer Standort für
Produktion und Design
Leitprojekt
4.1 Stadtraum Kalker Hauptstraße
Weiterentwicklung zum qualitätsvollen
Stadtraum
Leitprojekt
5.1 - Pilotquartier „Klimaschutz“
Klimafolgeanpassung im Bestand
LEITPROJEKTE IM SOZIALRAUM
Abbildung 41 Isometrie zur Verortung der Leitprojekte. Quelle: stadtland Impuls
VORSTUDIE SOZIALRAUM KALK | 63
Leitprojekt
1.3 - Freilufthalle / Halle 71
Multifunktionale Grüninfrastruktur
Leitprojekt
1.1 - Kalker Höfe
Ausbau von
Grünverbindungen
Leitprojekt
1.2 - Pocket-Park-Netz Kalk
Herstellung kleinerer „Stadtoasen“
Leitprojekt
2.1 - Aussenfläche des Bürgerhaus Kalk
Stärkung von Begegnungsorten im Stadtteil
Leitprojekt
3.1 - Osthof - Hallen Kalk
Gemeinwohlorientierte Projektentwicklung
Leitprojekt
3.2 - machwerkhaus +
Innovativer Standort für
Produktion und Design
Leitprojekt
4.1 Stadtraum Kalker Hauptstraße
Weiterentwicklung zum qualitätsvollen
Stadtraum
Leitprojekt
5.1 - Pilotquartier „Klimaschutz“
Klimafolgeanpassung im Bestand
Zur Realisierung des Leitbilds eines „vielfältigen und (klima)resi-
lienten Stadtraums der Zukunft“ wurden je Handlungsfeld Leit-
projekte entwickelt, durch deren Umsetzung sowohl das überge-
ordnete Leitbild als auch die Leitziele der jeweiligen Handlungsfelder
maßgeblich vorangebracht werden. Diese sind nachfolgenden im
Zusammenhang mit begleitenden Maßnahmen verortet.
64 | VORSTUDIE SOZIALRAUM KALK
1.1
1.2
1.3
1.5
1.8
1.7
1.6
1.4
1.6
1.6
Maßnahmen- und Projektübersicht
1.1 - Kalker Höfe
1.2 - Pocket-Park-Netz Kalk
1.3 - Freilufthalle - Halle 71
1.4 - Grünzug Kalk-Süd
1.5 - Initiative Spiel und Sport
1.6 - Entsiegelung und Begrünung von Schulhöfen
1.7 - Umgestaltung Fred-Sauer-Platz
1.8 - Freiflächen westlich der Hallen Kalk
1.9 - Straßenbaumkonzept 2.0
PROJEKTÜBERSICHT - NEUER FREIRAUM FÜR KALK
Abbildung 42 Kartierung der Maßnahmen im HF „Grün und Freiraum. Quelle: stadtland Impuls
VORSTUDIE SOZIALRAUM KALK | 65
HANDLUNGSFELD - NEUER FREIRAUM FÜR KALK
Zusammenhängendes Grün- und Freiraumnetz für den Stadtteil Kalk
Das strategische Handlungsfeld „Neuer Freiraum für Kalk“ umfasst das übergeordnete Ziel
eines zusammenhängenden Grün- und Freiraumnetzes für den Sozialraum Kalk. Der stark
urbanisierte und hochverdichtete Stadtteil soll durch geeignete Maßnahmen ein qualitäts-
volles und von allen sozialen Gruppen erreichbares, barrierefreies und vielfältig nutzbares
Freiraumangebot bekommen. Hieraus ergeben sich folgende, spezifische Entwicklungsziele
innerhalb des Handlungsfeldes:
•
(Wie
der)Herstellung qualitätsvoller Grün- und Freiräume und deren Verknüpfung zu zu-
sammenhängenden Grünverbindungen
• mult
ifunktionale Grüne Infrastruktur, die vielfältige Aufgaben im Quartier übernimmt
(Aufenthalt im Freien, Ökologie, Klimawandelanpassung)
• Ents
chleunigung und qualitätsvolle Weiterentwicklung von Straßenräumen zum leben-
digen Stadtraum
• Tref
fpunkte für „Jung und Alt“ im Freien / Orte der Begegnung
• für al
le soziale Gruppen erreichbarer, barrierefrei nutzbarer und aneignungsfähiger, öf-
fentlicher Raum
• Frei
räume für Kooperation, Engagement und (Mit)Gestaltung
• barr
ierefreie, allgemein zugangliche Sport- und Bewegungsangebote für alle Menschen
in der Stadt
• Maßn
ahmen zur Klimawandelanpassung bei der Freiraumgestaltung (Etablierung von
Stadtgrün als stadtklimatischer Beitrag, Entsiegelung und Schaffen von Versickerungs-
flachen vor dem Hintergrund von Starkregenereignissen)
Handlungsfeld und Leitziele
66 | VORSTUDIE SOZIALRAUM KALK
Leitprojekt
1.3 - Freilufthalle / Halle 71
Multifunktionale Grüninfrastruktur
Leitrojekt
1.1 - Kalker Höfe
Ausbau von
Grünverbindungen
Leitprojekt
1.2 - Pocket-Park-Netz Kalk
Herstellung kleinerer „Stadtoasen“
1.5 - Initiative Spiel-und Sport
Stärkung von Spiel- und
Sportangeboten
1.4 - Grünzug Kalk-Süd
Freiräumliche Anbindung
der Hallen Kalk
1.7 - Umgestaltung Fred-Sauer-Platz
Aufwertung des öffentlichen Raums
1.6 - Entsiegelung und
Begrünung von Schulhöfen
Aufwertung bestehender Flächen
1.8 - Freiflächen westlich der Hallen Kalk
Aktivierung von Brachen
PERSPEKTIVE - NEUER FREIRAUM FÜR KALK
Zusammenhängendes Grün- und Freiraumnetz
für den Stadtteil Kalk
Abbildung 43 Isometrie mit der Verortung von handlungsfeldbezogenen Maßnahmen. Quelle: stadtland Impuls
VORSTUDIE SOZIALRAUM KALK | 67
Leitprojekt
1.3 - Freilufthalle / Halle 71
Multifunktionale Grüninfrastruktur
Leitrojekt
1.1 - Kalker Höfe
Ausbau von
Grünverbindungen
Leitprojekt
1.2 - Pocket-Park-Netz Kalk
Herstellung kleinerer „Stadtoasen“
1.5 - Initiative Spiel-und Sport
Stärkung von Spiel- und
Sportangeboten
1.4 - Grünzug Kalk-Süd
Freiräumliche Anbindung
der Hallen Kalk
1.7 - Umgestaltung Fred-Sauer-Platz
Aufwertung des öffentlichen Raums
1.6 - Entsiegelung und
Begrünung von Schulhöfen
Aufwertung bestehender Flächen
1.8 - Freiflächen westlich der Hallen Kalk
Aktivierung von Brachen
68 | VORSTUDIE SOZIALRAUM KALK
1.1 KALKER HÖFE
Ausgangssituation
Der Sozialraum Kalk ist durch einen hohen
Versiegelungsgrad und wenig qualitativ
hochwertige Grünflächen geprägt. Zudem
verfügt der Betrachtungsraum über kein
zusammenhängendes Freiraumangebot
sowie parallel zur Kalker Hauptstraße über
einige minder genutzte Hinterhöfe mit we-
nig Aufenthaltsqualität. Nachbarschaftliches
Engagement ist in hohem Maße vorhanden,
wurde jedoch bisher nicht systematisch ein-
gebunden.
Zielsetzung
Um die Nutzung der Grünflächen in Kalk zu
verbessern, sollte eine durchgängige Grün-
verbindung geschaffen werden, die verschie-
dene Flächen miteinander verbindet. Zudem
sollten mehr qualitätsvolle Grünräume ge-
schaffen sowie die bestehenden Grünflächen
in den Hinterhöfen aufgewertet werden.
Durch die Neuorganisation von Parkplatzflä-
chen können zudem neue Freiflächenpoten-
ziale erschlossen werden.
Projektbeschreibung
Phase 1
In der ersten Phase ist geplant, die drei
„Kalker Höfe“ nördlich der Kalker Hauptstraße
aufzuwerten und miteinander zu vernetzen.
Zudem soll die Zugänglichkeit und Sichtbar-
keit der Eingänge von der Kalker Hauptstra-
ße aus durch Maßnahmen wie einheitliche
Bodenbeläge, Hinweisschilder und mobile
Grünkästen optimiert werden. Ein „Brücken-
schlag“ über die Kalker Hauptstraße kann
perspektivisch die Zugänglichkeit zum Kalker
Norden verbessern. Darüber hinaus sollen
Partnerschaften und Kooperationen mit
Initiativen und Anwohner*innen durch eine
intensive Öffentlichkeitsbeteiligung und eine
bedarfsorientierte Planung gefördert wer-
den.
Phase 2
Der Parkplatz zwischen der Vorsterstraße
und der Kalker Hauptstraße könnte perspek-
tivisch in der zweiten Phase entsiegelt und
qualifiziert werden. Dabei ist die Begrünung
der umliegenden Fassaden sowie eine Um-
strukturierung und vertikale Bündelung der
Parkplätze vorstellbar. Im weiteren Prozess
ist eine Erweiterung der Kalker Höfe nach
Norden denkbar und somit eine räumliche
Anbindung an den Kalkberg perspektivisch
möglich.
Die Entwicklung der Kalker Höfe bietet die Chance, ein stadtteilinternes Wegenetz
aufzubauen, welches durch qualitative Grünräume begleitet wird. Dies kann zu einer
Entlastung der Kalker Hauptstraße beitragen und neue wohnraumnahe Aufenthalts- und
Freiflächen schaffen.
Ausbau von Grünverbindungen
HANDLUNGSFELD
Grün und Aufenthaltsqualität
SCHNITTSTELLEN / SYNERGIEN
Wohnen, Leben und Soziales / Mobilität und Digita-
lisierung / Energie, Klima und Ressourcenschutz
MÖGLICHE PROJEKTBETEILIGTE
Stadt Köln in Kooperation mit initiativen und zivil-
gesellschaftlichen Akteur*innen
ZIELGRUPPE
Bewohner*innen des Stadtteils
VORSTUDIE SOZIALRAUM KALK | 69
Kalker Stadtgarten
Bürgerhaus
Breuer-Park
Kleiner Breuer-Park
Kalker Höfe
Klimaquartier
FASSADENBEGRÜNUNG
P H O T O V O L T A I K
DAC H B EG R U N U N G R E T E N T I O N
Osthof
DOMiD
FreilufthalleKulturhallen
Kalker Hauptstraße
Abbildung 46 Bestandssituation Kalker
Höfe. Quelle: stadtland Impuls
Abbildung 47 Bestandssituation Kalker
Höfe. Quelle: stadtland Impuls
Abbildung 45 Taxispark München Quelle: Stadt
München
Abbildung 44 Park Duisdorf. Quelle: Stadt Bonn
LEITPROJEKT
BESTANDS-SITUATION © STADTLAND IMPULS (ABB 46)
MÖGLICHE PERSPEKTIVE © STADT BONN (ABB 48) MÖGLICHE PERSPEKTIVE © STADT MÜNCHEN (ABB 49)
BESTANDS-SITUATION © STADTLAND IMPULS (ABB 47)
Abbildung 48 Isometrische Darstellung des Projektbausteins „Kalker Höfe“. Quelle: stadtland Impuls
70 | VORSTUDIE SOZIALRAUM KALK
Kalker Stadtgarten
Bürgerhaus
Breuer-Park
Kleiner Breuer-Park
Kalker Höfe
Klimaquartier
FASSADENBEGRÜNUNG
P H O T O V O L T A I K
DAC H B EG R U N U N G R E T E N T I O N
Osthof
DOMiD
FreilufthalleKulturhallen
Kalker Hauptstraße
1.2 POCKET-PARK-NETZ KALK
Ausgangssituation
In Kalk sind Grünflächen mit hoher Aufent-
haltsqualität, insbesondere schattige Plätze,
Mangelware. Dabei ist der Bedarf groß und
selbst Flächen mit geringer Qualität und Aus-
stattung werden als Aufenthaltsorte intensiv
genutzt.
Zielsetzung
Aufgrund dieser Ausgangssituation ist ge-
plant, auch kleinere Grünflächenpotenziale
zu aktivieren und miteinander zu verknüpfen,
um dadurch insgesamt die Aufenthaltsqua-
lität im Stadtteil zu steigern. Daher sollen
bereits genutzte Treffpunkte gestalterisch
aufgewertet und durch eine kleinteilige Ge-
staltung und Verknüpfung qualitätsvoller
Grün- und Freiflächen ergänzt werden. Au-
ßerdem soll durch ein umfassendes Pocket-
Park-Netz eine klimatische Entlastung von
Hitzeinseln erfolgen.
Projektbeschreibung
Um ein zusammenhängendes Netz kleinerer
Pocket-Parks aufzubauen, sind gezielte Maß-
nahmen unterschiedlicher Maßstäbe erfor-
derlich, um kleine Plätze und Grünflächen mit
hoher Qualität zu schaffen und miteinander
zu verknüpfen. Bestehende Aufenthaltsorte
sollen durch Aufwertung bzw. Herstellung
von Möblierung und Verschattungsele-
menten eine bessere Aufenthaltsqualität
erhalten. Zusätzlich können punktuelle Ent-
siegelungsmaßnahmen und Veränderungen
des Bodenbelages als Retentions- und Be-
grünungsmaßnahmen wirken. Neue grüne
Wege können dazu beitragen, Personenströ-
me im Quartier besser zu verteilen und auf
Angebote aufmerksam zu machen. Insge-
samt könnten infolge kleinteiliger Platzsitua-
tionen der Norden mit dem Süden der Kalker
Hauptstraße besser miteinander vernetzt
und kleinteilige „Stadtoasen“ zur Verbesse-
rung des Mikroklimas geschaffen werden.
Die Etablierung eines „Pocket-Park“-Netzes bietet die Chance, kleinteilige
Aufenthaltsmöglichkeiten im verdichteten Stadtraum zu ermöglichen. Eine Abfolge von
kleineren Plätzen und Grünstrukturen in Verbindung mit einer qualifizierten Aufwertung
der Verkehrswege würde zudem zu einer verbesserten Durchwegung in Nord-Süd-
Richtung beitragen und die Anbindung des Kalker Nordens an die Hallen Kalk im Süden
des Stadtteils verbessern.
Herstellung und Verknüpfung von kleineren
„Stadtoasen“ zur Verbesserung des Mikroklimas
Abbildung 49 Isometrische Darstellung des Projektbausteins „Pocket-Park-Netz Kalk“. Quelle: stadtland Impuls
VORSTUDIE SOZIALRAUM KALK | 71
Kalker Stadtgarten
Bürgerhaus
Breuer-Park
Kleiner Breuer-Park
Kalker Höfe
Klimaquartier
FASSADENBEGRÜNUNG
P H O T O V O L T A I K
DAC H B EG R U N U N G R E T E N T I O N
Osthof
DOMiD
FreilufthalleKulturhallen
Kalker Hauptstraße
Abbildung 51 Bestandssituation Fred-Sau-
er-Platz als Teil des Pocketparknetzes.
Quelle: stadtland Impuls
Abbildung 50 Pocket-Park Barcelona. Quelle: Land-
zine.com
LEITPROJEKT
HANDLUNGSFELD
Grün und Aufenthaltsqualität
SCHNITTSTELLEN / SYNERGIEN
Wohnen, Leben und Soziales / Mobilität und
Digitalisierung / Energie, Klima und Ressour-
censchutz
MÖGLICHE PROJEKTBETEILIGTE
Stadt Köln in Kooperation mit initiativen und zi-
vilgesellschaftlichen Akteur*innen, Wohnungs-
baugesellschaft (z.B GAG)
ZIELGRUPPE
Bewohner*innen des Stadtteils
MÖGLICHE PERSPEKTIVE © BARCELONA ABB 52)
BESTANDS-SITUATION © STADTLAND IMPULS (ABB 51)
72 | VORSTUDIE SOZIALRAUM KALK
1.3 FREILUFTHALLE (HALLE 71) - HALLEN KALK
Ausgangssituation
Die bestehende, in Teilen erhaltene Dach-
und Fassadenstruktur der Halle 71 hat eine
besondere, standortprägende Qualität. Es
bestehen Vorüberlegungen bzw. Planun-
gen bezüglich eines (Teil-)Erhalts und der
Nutzung des Gebäudes als „Freilufthalle“
für Freiraumnutzungen und die Entwicklung
stadtnaturähnlicher Strukturen. An die Halle
71 grenzt die Halle 70, die demnächst eine
neue Ankernutzung als Dokumentations-
zentrum und Museum über die Migration in
Deutschland (DOMiD) übernehmen wird. Der
Bereich der Halle 71 mit seiner Umgebung
besitzt außerdem ein besonderes grün- und
freiraumplanerisches Entwicklungspotenzial.
Zielsetzung
Ziel des Projekts ist die Entwicklung und (Teil)
Instandsetzung der Freilufthalle als öffentli-
cher Freiraum unter Einbezug der geplanten
umliegenden Nutzungen. Zudem soll eine
Verknüpfung mit dem Grünzug im Norden
entstehen, sodass eine zusammenhängende
Wege- und Grünverbindung geschaffen wird.
Der Bereich der Halle 71 soll gleichzeitig als
Entrée für das DOMiD fungieren und einen
zusätzlichen Eingang zum Osthof bieten.
Projektbeschreibung
Es soll eine vielfältig nutzbare, standortprä-
gende Freilufthalle entstehen, die von Nord
nach Süd folgende Teilbereiche umfasst:
Forum (nördlicher Teilabschnitt): Wetterge-
schützte, nutzungsneutrale Aktionsfläche
inkl. Eingangsbereich DOMiD mit Ausstel-
lungs- sowie Gastronomieangeboten.
Freigelegtes Tragwerk (mittlerer Teilab-
schnitt): Multifunktionale grüne Infrastruktur/
Stadtlandschaft: „Grünes Quartierswohnzim-
mer“ im Freien, vielfältige öffentliche Frei-
raumangebote
Kopfbau (südlicher Teilabschnitt): Stand-
ortgerechte Nutzungsangebote und eine
gemeinwohlorientierte, quartiersbezogene
Ausrichtung in Kooperation mit DOMiD und
Machwerkhaus
Zusätzlich soll eine „Magistrale“ in West-Ost-
Richtung als verbindendes Element zwischen
Freilufthalle und Osthof entstehen. Eine enge
Zusammenarbeit mit lokalen Akteur*innen
und den vielfältigen Nutzergruppen vor Ort
ist bei der Entwicklung von Angeboten und
Flächen unerlässlich. Sinnvoll wäre zudem
eine Synchronisierung mit einer qualitätsvol-
len Umfeldentwicklung in Abstimmung mit
angrenzenden Nutzungskonzepten und einer
qualitätsorientierten Weiterentwicklung von
Freiräumen.
Die Entwicklung der Halle 71 als „Freilufthalle“ bietet als multifunktionale Grüne
Infrastruktur das Potenzial für vielseitige Freiraumnutzungen und stadtnaturähnliche
Strukturen. Hierüber sollen nicht nur die Aufenthaltsqualität erhöht, sondern auch das
lokale Mikroklima und die Biodiversität im Quartier gefördert werden.
Multifunktionale Grüninfrastruktur im Quartier
HANDLUNGSFELD
Grün und Aufenthaltsqualität
SCHNITTSTELLEN / SYNERGIEN
Wohnen, Leben und Soziales / Wirtschaft, Kultur
und Innovation
MÖGLICHE PROJEKTBETEILIGTE
Stadt Köln (versch. Ämter, DOMiD, lokale Initiati-
ven, VGO und Abenteuerhallen Kalk)
ZIELGRUPPE
Bewohner*innen des Stadtteils
VORSTUDIE SOZIALRAUM KALK | 73
Osthof
DOMiD
FreilufthalleKulturhallen
Kalker Stadtgarten
Bürgerhaus
Breuer-Park
Kleiner Breuer-Park
Kalker Höfe
Klimaquartier
FASSADENBEGRÜNUNG
P H O T O V O L T A I K
DAC H B EG R U N U N G R E T E N T I O N
Kalker Hauptstraße
Abbildung 55 Gare-Martim Brüssel. Quelle:
landzine.comAbbildung 54 U-Halle Mannheim. Quelle:
BUGA23 / Mannheim
Abbildung 53 Bestandsituation Freiluft Halle /
Halle 71. Quelle: stadtland Impuls
Abbildung 52 Bestandsituation Freiluft Halle /
Halle 71. Quelle: stadtland Impuls
LEITPROJEKT
MÖGLICHE PERSPEKTIVE © BUGA23 (ABB 54)
MÖGLICHE PERSPEKTIVE
© BRÜSSEL( ABB 55)
BESTANDS-SITUATION © STADTLAND IMPULS (ABB 52) BESTANDS-SITUATION © STADTLAND IMPULS (ABB 53)
Abbildung 56 Isometrische Darstellung des Projektbausteins „Freilufthalle“. Quelle: stadtland Impuls
74 | VORSTUDIE SOZIALRAUM KALK
Abbildung 57 Isometrische Darstellung des
Projektbausteins „Freilufthalle“. Quelle: stadt-
land Impuls
1.4 GRÜNZUG KALK-SÜD
Ausgangssituation
Im südlichen Teil von Kalk gibt es verschie-
dene, bislang ungenutzte Grünflächenpoten-
ziale. Die geplante Entwicklung der Hallen
Kalk soll perspektivisch durch qualitätsvolle
Grün- und Freiflächen aufgewertet werden.
Der bereits heute vielfältig kulturell und frei-
zeittechnisch genutzte Bereich der Hallen
Kalk liegt aufgrund seiner nicht vorhandenen
Freiraumanbindung bislang innerhalb des
Stadtteils relativ isoliert.
Zielsetzung
Mit besonderem Fokus auf den Grünzug ent-
lang der Kantstraße zielt das Projekt darauf
ab, eine neue Grünachsenverbindung von
der Kalker Hauptstraße in Richtung Süden zu
schaffen und dadurch die bestehenden Grün-
flächenpotenziale zu aktivieren. Der Raum
soll dabei eine attraktive und generations-
übergreifende Gestaltung erhalten. Darüber
hinaus sollen Möglichkeiten zur Entsiegelung
erschlossen und unter Berücksichtigung
zukünftiger Bedarfe Grünflächenpotenziale
nachhaltig genutzt werden.
Projektbeschreibung
Es soll eine attraktive Wege- und Freiraum-
verbindung von den Kalker Höfen zu den
Hallen Kalk geschaffen werden, wobei klein-
teilige Flächen entlang des Weges entsiegelt
und begrünt werden sollen. Des Weiteren
soll ein zusammenhängender Grünzug ent-
lang der Kantstraße umgesetzt werden, der
ein generationsübergreifendes Freirauman-
gebot bieten soll. Bestehende Grünflächen-
potenziale, wie zum Beispiel die Pflanzstelle,
sollen in das Freiraumkonzept integriert und
gestärkt werden. Eine verstärkte soziale Kon-
trolle innerhalb des besonders lebendigen
Bereiches der Hallen Kalk soll Sicherheit und
Sauberkeit der Grünflächen gewährleisten.
Durch eine verbesserte freiräumliche Anbindung der Hallen Kalk können diese in
ihrer Funktion gestärkt, räumlich an das Bezirkszentrum angebunden und neue
Aufenthaltsqualitäten geschaffen werden. Die Herstellung präsenterer Ein- und Zugänge
kann sich zudem positiv auf die bestehenden und zukünftigen Nutzungen der Hallen
auswirken.
Freiräumliche Anbindung der Hallen Kalk
HANDLUNGSFELD
Grün und Aufenthaltsqualität
SCHNITTSTELLEN / SYNERGIEN
Wohnen, Leben und Soziales
MÖGLICHE PROJEKTBETEILIGTE
Stadt Köln (versch. Ämter, DOMiD, lokale Initiati-
ven, VGO und Abenteuerhallen Kalk)
ZIELGRUPPE
Bewohner*innen des Stadtteils
MÖGLICHE PERSPEKTIVE © ANTWERPEN ( ABB 58)
BESTANDS-SITUATION © STADTLAND IMPULS (ABB 57)
Abbildung 58 Grünzug Antwerpen. Quelle:
landzine.com
75 | VORSTUDIE SOZIALRAUM KALK
Abbildung 60 Platzgestaltung Stadt Witten.
Quelle: BaukulturNRW
Abbildung 59 Bestandssituation am Ottmar-
Pohl-Platz. Quelle: stadtland Impuls
1.5 INITIATIVE SPIEL UND SPORT
Ausgangssituation
In Kalk gibt es ein begrenztes Angebot an
öffentlichen und frei zugänglichen Spiel- und
Sportflächen für alle Altersgruppen. Zudem
gibt es ein geringes Angebot für Vereinssport
und wenig Flächen für vielfältige Aneignung.
Gleichzeitig gibt es im Stadtteil sehr viele Kin-
der und Jugendliche ökonomisch schwacher
Familien, die sich kostenpflichtige Freizeit-
und Sportangebote nicht leisten können.
Zielsetzung
Vor dem beschriebenen Hintergrund soll ein
nicht-kommerzielles Angebot für Kinder und
Jugendliche unterschiedlicher Altersstufen
im Bereich Spiel und Sport geschaffen wer-
den. Zusätzlich sollen allgemein zugängliche,
barrierefreie Aneignungsflächen für verschie-
dene Altersgruppen entstehen sowie eine
kurzfristige Aktivierung von vorhandenen
Flächenpotenzialen mit temporären Angebo-
ten erfolgen. Dies kann unter Einbeziehung
von Kindern und Jugendlichen in einem ge-
meinsamen Gestaltungs- und Umsetzungs-
prozess geschehen.
Projektbeschreibung
Der Ausbau frei zugänglicher Spiel- und
Sportangebote für alle Altersgruppen im
Stadtteil soll zunächst über temporäre Maß-
nahmen als Vorbereitung für langfristige
Transformationen eingeleitet werden. Zu-
sätzlich ist geplant, ein mobiles Sport- und
Spielangebot auf bereits versiegelten Flächen
zur kurzfristigen Aktivierung von Flächen zu
errichten. Dabei ist es wichtig, dass Kinder
und Jugendliche in die Gestaltungs- und Um-
setzungsprozesse eingebunden werden und
auf bereits vorhandene Materialien und Bau-
steine zurückgegriffen wird. Starterprojekte
können z.B. der Schulhof an der Vietorstraße
oder der Ottmar-Pohl-Platz sein.
Stärkung der Spiel- und Sportangebote in Kalk
Der Ausbau konsumfreier, nicht kommerzieller Angebote soll Kindern und Jugendlichen
des Sozialraums die Möglichkeit zur Teilhabe und Teilnahme an Freizeitaktivitäten
unabhängig von ihrem sozialen und ökonomischen Hintergrund bieten und die
Integration im Sozialgefüge stärken.
HANDLUNGSFELD
Grün- und Aufenthaltsqualität
SCHNITTSTELLEN / SYNERGIEN
Wohnen, Leben und Soziales
MÖGLICHE PROJEKTBETEILIGTE
Pavillon e.V., Bürgerhaus Kalk, Wohnungsbauge-
sellschaft (z.B. GAG), Sportveranstalter*innen und
weitere Initiativen
ZIELGRUPPE
Bewohner*innen des Stadtteils und angrenzender
Stadtteile
MÖGLICHE PERSPEKTIVE © WITTEN ( ABB 60)
BESTANDS-SITUATION © STADTLAND IMPULS (ABB 59)
76 | VORSTUDIE SOZIALRAUM KALK
WEITERE PROJEKTIDEEN
Ausgangssituation
Der Fred-Sauer-Platz südlich der Kalker
Hauptstraße ist derzeit in erster Linie durch
seine überwiegende Nutzung als Parkplatz-
fläche und seinen hohen Versiegelungsgrad
geprägt. Trotz seines ausgeprägten Baum-
bestandes ist der Platz daher bislang von nur
sehr geringer Aufenthaltsqualität.
Zielsetzung
Perspektivisch könnte der Platz durch eine
kluge Neuorganisation des ruhenden Ver-
kehrs zu einem qualitätsvollen Treffpunkt
weiterentwickelt werden, der attraktive Auf-
enthalts- und Verweilmöglichkeiten integ-
riert. Zudem lässt er sich in das Gesamtkon-
zept des Pocket-Park-Netzes einbetten.
Projektbeschreibung
Im Zuge einer Umgestaltung soll der Fred-
Sauer-Platz wieder zu einem vielfältig ge-
nutzten Quartiersplatz fortentwickelt wer-
den. Die bereits bestehende Teilnutzung als
Spielfläche könnte dabei ergänzt und auf-
gewertet werden. Ebenso kann zusätzliches
Stadtmobiliar sowie eine Entsiegelung und
Integration von Retentionsflächen umgesetzt
werden. Neben dem Erhalt des Baumbe-
stands sind auch ergänzende Pflanzungen
denkbar.
Ausgangssituation
Vor dem Hintergrund eines hohen Hitzeinsel-
effekts in dicht besiedelten Bereichen wie
Köln-Kalk gilt es, an geeigneter Stelle ent-
sprechende Entsiegelungspotenziale zu akti-
vieren. Fünf verschiedene Schulstandorte in
Kalk bieten mit ihrem hohen Versiegelungs-
grad ideale Modellräume mit besonderem
Handlungsbedarf.
Zielsetzung
Durch die Teilentsiegelung und Begrünung
von Schulhöfen kann die Aufenthaltsqualität
für Schüler*innen und Lehrer*innen maßgeb-
lich gesteigert werden.
Projektbeschreibung
Die Qualifizierung, Entsiegelung und Be-
grünung von 5 Schulhöfen in Kalk stellt eine
wichtige Maßnahme zur Klimawandelanpas-
sung dar. Gleichzeitig bietet sie die Möglich-
keit, auch Schüler*innen aktiv in Stadtgestal-
tungsprozesse einzubinden. In Verbindung
mit einer möglichen Öffnung von Schulhöfen
kann durch die gezielte Ergänzung von Nut-
zungsangeboten und Stadtmobiliar ein neuer
qualitativer Stadtbaustein in Kalk entwickelt
werden.
1.7 UMGESTALTUNG FRED-SAUER-PLATZ
1.6 ENTSIEGELUNG UND BEGRÜNUNG VON SCHULHÖFEN
HANDLUNGSFELD
Grün und Aufenthaltsqualität
SCHNITTSTELLEN / SYNERGIEN
Wohnen, Leben und Soziales
MÖGLICHE PROJEKTBETEILIGTE
Schulen des Stadtteils, Pavillon e.V.
ZIELGRUPPE
Bewohner*innen / Kinder u. Jugendliche des
Stadtteils
HANDLUNGSFELD
Grün und Aufenthaltsqualität
SCHNITTSTELLEN / SYNERGIEN
Mobilität und Digitalisierung, Klima, Energie u.
Ressourcenschutz
MÖGLICHE PROJEKTBETEILIGTE
Stadt Köln
ZIELGRUPPE
Bürger*innen des Stadtteils
VORSTUDIE SOZIALRAUM KALK | 77
Ausgangssituation
Hohe Versiegelungsgrade bei immer heißer
werdenden Sommern erfordern schatten-
spendende Baumstrukturen in den hoch-
verdichteten Straßenräumen des Stadtteils.
Aufgrund notwendiger infrastruktureller
Erneuerungen (Rohrleitungen) anstehende
Bodenmaßnahmen im Straßenraum bieten
den Anlass, das bestehende Straßenbaum-
konzept weiterzuentwickeln und zusätzliche
Bäume im Sozialraum zu pflanzen.
Zielsetzung
Zielsetzung ist die systematische Nachpflan-
zung und Ergänzung von Straßenbäumen im
Stadtteil. Vor dem Hintergrund des hohen
Versiegelungsgrades und eines geringen
Anteils an Freiflächenpotenzialen bietet sich
eine Evaluierung des bestehenden Straßen-
baumkonzeptes an, um ergänzende Pflan-
zungspotenziale berücksichtigen zu können.
Projektbeschreibung
Aufbauend auf dem bestehenden Straßen-
baumkonzept sind derzeitige Lückenschlüsse
zu analysieren und mögliche Neupflanzun-
gen im Rahmen einer Fortschreibung zu er-
mitteln. Durch diese ergänzenden Pflanzun-
gen können neben der positiven Auswirkung
auf das Stadtklima wichtige Straßenzüge und
Wegeverbindungen prominent hervorgeho-
ben werden.
Ausgangssituation
Die bestehende Brachfläche westlich der
Freilufthalle stellt die letzte vakante Fläche
zur Entsiegelung und Entwicklung qualitäts-
voller Freiräume im Stadtteil Kalk dar.
Zielsetzung
Im Rahmen der Gesamtentwicklung der
Hallen Kalk besteht die Möglichkeit, einen
großzügigen, zusammenhängenden Frei-
raum zu gestalten, der durch verschiedene
Nutzungen angereichert wird. In Kooperation
mit den benachbarten Nutzungen kann ein
attraktiver Grünraum mit hoher Aufenthalts-
und Nutzungsqualität entstehen.
Projektbeschreibung
Während das derzeitige Nutzungskonzept
eine bauliche Nachverdichtung vorsieht,
ist unter Berücksichtigung des hohen Frei-
flächenbedarfs in Kalk eine Entwicklung der
Fläche als öffentlicher Freiraum anzustreben.
In Verbindung mit den bestehenden und
zukünftigen Nutzungen könnte somit eine
qualitätsvolle Grünfläche entwickelt werden,
die im Sinne einer multifunktionalen Grünen
Infrastruktur verschiedene Nutzungs- und
Freiraumangebote integriert und somit die
stark frequentierten Grünflächen im Stadt-
raum entlastet.
1.9 STRASSENBAUMKONZEPT 2.0
1.8 FREIFLÄCHE WESTLICH DER HALLEN KALK
HANDLUNGSFELD
Grün und Aufenthaltsqualität
SCHNITTSTELLEN / SYNERGIEN
Wohnen, Leben und Soziales
MÖGLICHE PROJEKTBETEILIGTE
DOMiD, VGO u. Abenteuerhallen sowie lokale Ini-
tiativen u. Vereine
ZIELGRUPPE
Bürger*innen des Stadtteils
HANDLUNGSFELD
Grün und Aufenthaltsqualität
SCHNITTSTELLEN / SYNERGIEN
Mobilität und Digitalisierung, Klima, Energie u.
Ressourcenschutz
MÖGLICHE PROJEKTBETEILIGTE
Stadt Köln
ZIELGRUPPE
Bürger*innen des Stadtteils
78 | VORSTUDIE SOZIALRAUM KALK
2.1
2.2
2.4
Projekt- und Maßnahmenübersicht
2.1 - Aussenflächen des Bürgerhaus Kalk
2.2 - Quartiersversorgung Kalk-Nord
2.3 - Zukunft Pflege Kalk
2.4 - Neues Wohnen Wippermannstraße
2.5 - „Wohnraumoffensive“: Sozialgerechter Wohnraum Kalk
2.6 - Versorgungskonzept und Drogenprävention
2.7 - Koordinationsstelle Kalk
2.8 - Kreativraumbörse Kalk - Plattform für Soziale und Kreative-Räume
2.9 - Junges Kalk - Kooperationskonzept zur besseren Einbindung von Kindern und Jugendlichen
PROJEKTÜBERSICHT - GUT LEBEN IN KALK
Abbildung 61 Kartierung der räumlichen Maßnahmen im HF „Wohnen, Leben und Soziales“. Quelle: stadtland Impuls
VORSTUDIE SOZIALRAUM KALK | 79
HANDLUNGSFELD - GUT LEBEN IN KALK
Handlungsfeld und Leitziele
Vielfältiger, qualitätsvoller Wohn- und Lebensraum für alle
Das strategische Handlungsfeld „Gut Leben in Kalk“ umfasst das übergeordnete Entwick-
lungsziel, nachhaltige Wohn- und Lebensqualität in Verbindung mit sozialen Angeboten zu
schaffen. Köln-Kalk soll sich zu einem vielfältigen, qualitätsvollen Wohn- und Lebensraum für
alle weiterentwickeln. Hieraus ergeben sich folgende, spezifische Entwicklungsziele innerhalb
des Handlungsfeldes:
•
neue W
ohn- und Lebensqualität für Jung & Alt
• viel
fältiger und sozialgerechter Wohnraum im Quartier
• lebend
iger Stadtteil der kurzen Wege
• für al
le erreichbare, barrierefreie Sozial-, Kultur- und (Nah)Versorgungsangebote
• Förd
erung attraktiver „dritter Orte“ im Quartier
• Mögl
ichkeit der aktiven Mitgestaltung der Bürgerschaft (Vereine, Initiativen…)
• Förd
erung von Integration und Inklusion
Abbildung 61 Kartierung der räumlichen Maßnahmen im HF „Wohnen, Leben und Soziales“. Quelle: stadtland Impuls
80 | VORSTUDIE SOZIALRAUM KALK
Leitprojekt
2.1 - Aussenfläche des Bürgerhaus Kalk
Stärkung von Begegnungsorten im Stadtteil
2.2 - Quartiersversorgung Kalk
Erweiterung des Nachbarschaftstreff
an der Loestraße
2.3 - Neues Wohnen Wippermannstr.
Bedarfsgerechte Wohnraumentwicklung
PERSPEKTIVE - GUT LEBEN IN KALK
Kalk als vielfältiger und urbaner Lebensraum mit
hoher Qualität für Alle
Abbildung 62 Isometrie mit der Verortung von handlungsfeldbezogenen Maßnahmen. Quelle: stadtland Impuls
VORSTUDIE SOZIALRAUM KALK | 81
Leitprojekt
2.1 - Aussenfläche des Bürgerhaus Kalk
Stärkung von Begegnungsorten im Stadtteil
2.2 - Quartiersversorgung Kalk
Erweiterung des Nachbarschaftstreff
an der Loestraße
2.3 - Neues Wohnen Wippermannstr.
Bedarfsgerechte Wohnraumentwicklung
Abbildung 62 Isometrie mit der Verortung von handlungsfeldbezogenen Maßnahmen. Quelle: stadtland Impuls
82 | VORSTUDIE SOZIALRAUM KALK
2.1 AUSSENFLÄCHE DES BÜRGERHAUS KALK
Ausgangssituation
Das Bürgerhaus Kalk ist bereits heute im
Stadtteil Kalk ein wichtiger Treffpunkt für die
Bürger*innen. Als sozio-kultureller Anlauf-
punkt und „dritter Ort“ übernimmt es eine
zentrale Funktion im Sozialraum. Der stark
versiegelte Innenhof mit nur geringer Aufent-
halts- und Grünraumqualität stellt jedoch ein
ungenutztes Potenzial dar, das bislang weit
hinter seinen Möglichkeiten zurückbleibt.
Zielsetzung
Ziel ist eine weitestgehende Begrünung des
gesamten Innenhofes sowie die Aufwertung
des Treffpunkts durch wetterunabhängi-
ge Aktionsflächen und attraktiv gestaltete
Ruhezonen. Ein klarer Vorteil für den Stadt-
teil wäre es, die Fläche als Anlaufstelle, Be-
gegnungs- und Kommunikationsraum für
alle Altersgruppen auszurichten, sodass ein
„Dorfplatz für Kalk“ mitten in der Stadt ent-
steht. Dafür müsste auch die Sichtbarkeit
und Zugänglichkeit des Eingangsbereichs in
den Innenhof verbessert werden. Um das
Bürgerhaus klimaneutral zu gestalten, wäre
im Zuge der Hofgestaltung auch die Schaf-
fung von Flächen für erneuerbare Energien
wünschenswert.
Projektbeschreibung
Der Hof des Bürgerhauses Kalk soll zu einem
vielseitigen Treffpunkt für den Sozialraum
weiterentwickelt werden. Geplant ist eine
Mischnutzung aus Grünflächen, Spiel-, Kul-
tur- und Aktionsflächen. Zudem sollen mo-
bile Überdachungskonstruktionen für die
Aktionsflächen errichtet werden, um ganz-
jährig wetterunabhängige Begegnungen und
Open-Air-Veranstaltungen zu ermöglichen.
Der Hauptfokus liegt dabei auf qualitätsvol-
len Grünflächen, die einen inklusiven Treff-
punkt für alle soziale Gruppen im Quartier
ermöglichen sollen. Darüber hinaus soll ein
energetisches Konzept für das Bürgerhaus
und das umliegende Quartier mitgedacht
werden. Das stadtteilbezogene Wegekon-
zept soll ebenfalls mit einbezogen werden
und den Eingang von der Kalk-Mülheimer
Straße besser sichtbar machen. Ebenso soll
die Nutzung bzw. Wiederverwendung von
Regenwasser mitgeplant werden. Betrei-
ber und Träger der Fläche ist die Stadt Köln.
Perspektivisch wäre eine zusätzliche Öffnung
zur Josephkirchstraße wünschenswert. Auch
besteht über eine Öffnung des Hinterhofs im
Süden eine potenzielle Anbindung des Be-
reichs an die Kalker Höfe.
Durch die Begrünung und gestalterische Aufwertung des Innenhofs des Bürgerhauses
Kalk soll ein attraktiver Treffpunkt für alle Altersgruppen geschaffen werden. Diese
Maßnahme zielt darauf ab, die Aufenthaltsqualität zu verbessern und das Bürgerhaus als
sozio-kulturellen Anlaufpunkt im Stadtteil Kalk zu stärken.
Stärkung von Begegnungsorten im Stadtteil
HANDLUNGSFELD
Wohnen, Leben und Soziales
SCHNITTSTELLEN / SYNERGIEN
Wirtschaft, Kultur und Innovation, Grün- und Auf-
enthaltsqualität, Energie, Klima und Ressourcen-
schutz, Mobilität u. Digitalisierung
MÖGLICHE PROJEKTBETEILIGTE
Bürgerhaus der Stadt Köln
ZIELGRUPPE
Bewohner*innen des Stadteils und Stadtbezirks,
Kooperationen mit Schulen und sozialen Einrich-
tungen
VORSTUDIE SOZIALRAUM KALK | 83
Bürgerhaus
Kalker Stadtgarten
Breuer-Park
Kleiner Breuer-Park
Kalker Höfe
Klimaquartier
FASSADENBEGRÜNUNG
P H O T O V O L T A I K
DAC H B EG R U N U N G R E T E N T I O N
Osthof
DOMiD
FreilufthalleKulturhallen
Kalker Hauptstraße
Abbildung 66 Doppel-Codierung von Flächen.
Quelle: IBA Wien
Abbildung 65 Quartiersplatz Prinz Eugen
Quartier. Quelle: Stadt München
Abbildung 63 Bestandsituation Bürgerhaus
Kalk. Quelle: stadtland Impuls
Abbildung 64 Bestandsituation Bürgerhaus
Kalk. Quelle: stadtland Impuls
LEITPROJEKT
MÖGLICHE PERSPEKTIVE © MÜNCHEN ( ABB 65) MÖGLICHE PERSPEKTIVE © IBA WIEN ( ABB 66)
Abbildung 67 Isometrische Darstellung des Projektbausteins „Außenflächen des Bürgerhaus“
Quelle: stadtland Impuls
BESTANDS-SITUATION © STADTLAND IMPULS (ABB 63) BESTANDS-SITUATION © STADTLAND IMPULS (ABB 64)
84 | VORSTUDIE SOZIALRAUM KALK
Abbildung 68 Bestandsituation Kalk-
Nord
Quelle: stadtland Impuls
Abbildung 69 Quartiersladen Vauban-Frei-
burg. Quelle: Quartiersladen.de
2.2 QUARTIERSVERSORGUNG KALK-NORD
Ausgangssituation
In Kalk herrscht eine hohe Dichte an sozial
benachteiligten Gesellschaftsgruppen (z. B.
hohe Arbeitslosenquote des Sozialraums)
sowie ein Mangel an bedarfsgerechten An-
geboten für Wohnquartiere. Insbesondere im
Kalker Norden fehlen qualitätsvolle Versor-
gungsinfrastrukturen des täglichen Bedarfs.
Zielsetzung
Ziel des Projektes ist es, lokale Angebote im
Quartier zu fördern und besser zu koordi-
nieren, um den sozialen Herausforderungen
gezielt begegnen zu können. Dabei sollen
auch kleinteilige Ergänzungen vorhandener
sozialer Infrastrukturen und lokaler Nahver-
sorgungsangebote vorgenommen werden.
Projektbeschreibung
Das Projekt umfasst ein strategisches Ge-
samtkonzept für den Ausbau des Nachbar-
schaftstreffs Loestraße. Im Zuge dessen
sollen gezielte Ergänzungen des bestehen-
den Angebotes sozialer Dienstleistungen
vorgenommen werden, beispielsweise in
Form eines kleinen Quartiersladens zur Ver-
besserung der Nahversorgung. Ein Vor-Ort-
Büro als Anlaufstelle für soziale Fragen, z. B.
als Außenstelle des Bürgerhauses Kalk, soll
ebenfalls eingerichtet werden. Denkbar wäre
hier, auf die bestehende Nutzung des Nach-
barschaftstreffs in Kalk-Nord aufzubauen,
diesen in seiner Funktion zu stärken und als
„dritten Ort“ für die Nachbarschaft weiterzu-
entwickeln.
Erweiterung des Nachbarschaftstreff an der Loestraße
zum Dritten Ort
Die Erweiterung des Nachbarschaftstreffs Loestrasse soll einen attraktiven „dritten
Ort“ im Stadtteil schaffen. Ziel ist es, soziale Angebote zu verbessern, eine zentrale
Anlaufstelle für die Nachbarschaft zu etablieren und die lokale Infrastruktur zu stärken.
Durch dieses Projekt soll die Lebensqualität im Quartier nachhaltig verbessert werden.
HANDLUNGSFELD
Wohnen, Leben und Soziales
SCHNITTSTELLEN / SYNERGIEN
Wirtschaft, Kultur und Innovation
MÖGLICHE PROJEKTBETEILIGTE
Bürgerhaus Kalk, Nachbarschaftstreff Kalk u.
weitere lokale Initiativen und Vereine
ZIELGRUPPE
Insbesondere Bevölkerungsgruppen mit geringeren
wirtschaftlichen Ressourcen
MÖGLICHE PERSPEKTIVE © IBA WIEN ( ABB 46)
MÖGLICHE PERSPEKTIVE © VAUBAN ( ABB 69)
BESTANDS-SITUATION © STADTLAND IMPULS (ABB 68)
85 | VORSTUDIE SOZIALRAUM KALK
Abbildung 71 Neue Mobilitätsformen Pflege.
Quelle: wohnen-im-Alter
Abbildung 70 Bestandsituation der Pflege-
Versorgung Caritas Köln. Quelle. Caritas Köln
2.3 ZUKUNFT PFLEGE KALK
Ausgangssituation
Bei der ambulanten Pflege besteht zum
einen ein hoher Anpassungsbedarf von Be-
standswohnungen im Pflegefall. Zum an-
deren existieren große Schwierigkeiten der
ausschließlich auf den Pkw ausgerichteten
mobilen Pflegedienstleistungen. Dies erfor-
dert alternative Konzepte in vielen Bereichen.
Zielsetzung
Vor dem Hintergrund der beschriebenen
Ausgangssituation sollte der ambulante Pfle-
gedienst zukunftsfähig fortentwickelt wer-
den, um pflegebedürftigen Menschen eine
wohnortnahe Pflege zu ermöglichen. Genau-
so sollen neue Arbeits- und Bewegungsmög-
lichkeiten für Pfleger*innen sowie Strategien
für die Anpassung und Optimierung von
Wohnungen geschaffen werden.
Projektbeschreibung
Das Projekt beschreibt den gesamtstrate-
gischen Ansatz einer zukunftsorientierten
Neuausrichtung der Pflege im Sozialraum
Kalk. Dies impliziert zum einen ein Pro-
gramm zur barrierefreien Umgestaltung von
Wohnungen zur Entlastung von stationären
Einrichtungen. Hierzu gehören sowohl se-
niorengerechte wie generationsübergrei-
fende Wohnungen, als auch die Integration
von Begegnungsorten, um Einsamkeit ent-
gegenzuwirken. Zum anderen soll ein neues
Arbeits- und Mobilitätskonzept für Pfleger*in-
nen entwickelt werden, welches mobile Aus-
stattungen und unterschiedliche Fortbewe-
gungsmittel integriert. Nicht zuletzt soll eine
Kommunikationsstrategie zur Bewerbung
von Programmen und Unterstützungsmög-
lichkeiten für eine barrierefreie Umgestaltung
von (Privat-)Wohnungen entwickelt werden.
Aufbau eines Pflegekonzeptes für den Sozialraum Kalk
Das Projekt zielt darauf ab, die ambulante Pflege in Kalk durch barrierefreie
Wohnungsanpassungen und alternative Mobilitätskonzepte für Pfleger*innen
zukunftsfähig auszurichten, um die Lebensqualität der pflegebedürftigen Menschen zu
verbessern.
HANDLUNGSFELD
Wohnen, Leben und Soziales
SCHNITTSTELLEN / SYNERGIEN
Mobilität und Digitalisierung
MÖGLICHE PROJEKTBETEILIGTE
SoliMed Köln e.V.
ZIELGRUPPE
Pflegebedürftige Personen im Stadtteil
MÖGLICHE PERSPEKTIVE © MOBILITÄT
PFLEGE( ABB 71)
BESTANDS-SITUATION ©CARITAS KÖLN (ABB 70)
86 | VORSTUDIE SOZIALRAUM KALK
Abbildung 73 Hunziker Areal-Zürich.
Quelle: Mehr-als-Wohnen.de
Abbildung 72 Bestandssiuation Wippermann-
Str.. Quelle: stadtland Impuls
2.4 NEUES WOHNEN WIPPERMANNSTRASSE
Ausgangssituation
Das Areal westlich des Rangierbahnhofs und
südlich der Kalker Hauptstraße ist derzeit
durch gewerblich genutzte Hallen, Einzel-
handel und Verwaltungsgebäude gekenn-
zeichnet. In den rückwärtigen Bereichen sind
zudem kulturelle Nutzungen verortet. Die
kulturelle Einrichtung soll durch eine bürger-
schaftliche Initiative getragen werden. Die
Wohnbebauung wird derzeit durch Inves-
tor*innen finanziert.
Zielsetzung
Ziel ist die Realisierung von sozial-gemisch-
tem, preisgedämpftem Wohnungsbau süd-
lich der Kalker Hauptstraße, um dort ein
vielfältiges und lebendiges Stadtquartier
zu stabilisieren. Der Erhalt der ehemaligen
Maschinenfabrik und Eisengießerei, die heute
als soziokulturelle Einrichtung genutzt wird,
soll zusätzlich zur Vitalität und Attraktivität
dieses Bereiches beitragen.
Projektbeschreibung
Unter dem Titel „Kulturfabrik Kalk“ sollen die
Gebäude der Wippermannstraße 12 und 12a
erhalten werden. Perspektivisch können hier
preisgünstige Ateliers, Werkstätten sowie La-
ger- und Veranstaltungsflächen realisiert wer-
den. In Verbindung mit der Wohnungsbau-
entwicklung entlang der Wippermannstraße
kann an dieser Stelle auch ein neues sozial
gemischtes Wohnquartier in Kalk entstehen.
Es wird empfohlen, eine Bedarfsprüfung zur
Realisierung verschiedener Wohntypologien
sowie neuer Formen des Zusammenlebens
durchzuführen und anschließend über ge-
eignete Vergabeverfahren (z.B. Konzeptver-
gabe) vielfältige und bezahlbare Wohnraum-
angebote zu realisieren. Für eine verbesserte
Anbindung an den Alten Friedhof südlich des
Areals ist zudem eine durchgängige Wege-
verbindung zu initiieren.
Bedarfsgerechte Wohnraumentwicklung in Kalk
Das Projekt zielt darauf ab, das Areal westlich des Rangierbahnhofs durch sozial-
gemischten, preisgedämpften Wohnungsbau und Erhalt soziokultureller Einrichtungen zu
revitalisieren und zu einem lebendigen Wohn- und Kulturquartier zu transformieren.
HANDLUNGSFELD
Wohnen, Leben und Soziales
SCHNITTSTELLEN / SYNERGIEN
Wirtschaft, Kultur und Innovation
MÖGLICHE PROJEKTBETEILIGTE
Stadt Köln, Bauträgergesellschaft des Neubauquar-
tiers, Kultur Fabrik Kalk
ZIELGRUPPE
Stadt Köln, Bauträgerschaft des Neubauquartiers,
Kulturfabrik Kalk
MÖGLICHE PERSPEKTIVE © ZÜRICH( ABB 73)
BESTANDS-SITUATION ©STADTLAND IMPULS (ABB 72)
87 | VORSTUDIE SOZIALRAUM KALK
Abbildung 75 Hunziker Areal-Zürich.
Quelle: IBA Wien
Abbildung 74 Bestandssiuation Wippermann-
Str.. Quelle: stadtland Impuls
2.5 „WOHNRAUMOFFENSIVE:
„SOZIALGERECHTER WOHNRAUM KALK“
Ausgangssituation
Durch eine Vielzahl von Entwicklungspro-
zessen nehmen die Gefahren von Verdrän-
gungsprozessen stark zu. Zudem verzeichnet
der Stadtteil derzeit ein geringes Maß an
Neubaupotenzialen und einen steigenden
Abgang an sozial-geförderten Wohnungs-
baus, was langfristig zu einer Verdrängung
ökonomisch benachteiligter Bevölkerungs-
gruppen führen könnte.
Zielsetzung
Zur Sicherung des Lebensumfelds sind im
Rahmen strategischer Überlegungen neue
Konzepte zur sozial-gerechten Wohnraum-
entwicklung in Betracht zu ziehen. Die Stadt
Köln verfügt bereits über Instrumente zum
Schutz bestehender sozialer Strukturen. In
den weiteren Entwicklungsprozessen gilt
es diese Instrumente sowohl bei Neubau-
projekten (Kooperative Bauland-Modell) als
auch bei Sanierungen des Bestands (Soziale
Erhaltungssatzung) aktiv anzuwenden und zu
berücksichtigen.
Projektbeschreibung
Aufgrund des geringen Neubaupotenzials
sind neue Lösungen zum Erhalt des bezahl-
baren Wohnungsbaus im Bestand zu finden.
Im Rahmen einer Wohnraumoffensive kön-
nen neue Formen des Zusammenlebens
entwickelt und gleichsam durch Umbau im
Bestand neue Wohnraumpotenziale er-
schlossen werden. Dies kann die Anpassung
bestehender Grundrisse, den barrierefreien
Umbau sowie Formate wie „Wohnungs-
tauschbörsen“ umfassen. Der Einsatz der
sozialen Erhaltungssatzung dient hierbei zum
Schutz der bestehenden Mieterschaft, um
Luxussanierungen zu verhindern. Darüber
hinaus können durch die Erschließung mögli-
cher Neubauprojekte bestehende Instrumen-
te in Kraft treten und somit die sozial-gerech-
te Wohnraumentwicklung aktiv fördern.
Schutz und Schaffung von bezahlbaren Wohnraum
Der Stadtteil Kalk verzeichnet ein geringes Maß an Neubaupotenzialen sowie steigende
Mietpreise im Bestand. Durch eine Wohnraumoffensive sollen neue Potenziale erschlossen
werden und Lösungen zur Schaffung sozialgerechten Wohnraums gefunden werden.
HANDLUNGSFELD
Wohnen, Leben und Soziales
SCHNITTSTELLEN / SYNERGIEN
Wirtschaft, Kultur und Innovation
MÖGLICHE PROJEKTBETEILIGTE
Stadt Köln, Wohnungsbaugesellschaften
ZIELGRUPPE
Bürger*innen des Stadtteils
MÖGLICHE PERSPEKTIVE © IBA WIEN( ABB 75)
BESTANDS-SITUATION ©STADTLAND IMPULS (ABB 74)
88 | VORSTUDIE SOZIALRAUM KALK
WEITERE PROJEKTIDEEN
Ausgangssituation
Im Stadtteil Kalk gibt es eine große Anzahl an
suchtkranken und wohnungslose Menschen,
was erhebliche Herausforderungen für den
Sozialraum mit sich bringt. Zudem ist eine
steigende Anzahl an drogenkonsumierenden
Jugendlichen zu verzeichnen.
Zielsetzung
Ziel ist die Entwicklung eines geeigneten
Betreuungs- und Beratungsangebotes, das
zum einen Betroffenen eine neue Perspek-
tive bietet und zum anderen aufklärend und
präventiv berät. Zusätzlich soll die Sicherheit
im öffentlichen Raum erhöht werden.
Projektbeschreibung
Zunächst soll eine Analyse der bestehenden
Drogenkonsumräume sowie die Ermittlung
neuer, geeigneter Standorte durchgeführt
werden. Anschließend sollen an geeigneten
Stellen Drogenkonsumräume und Beratungs-
stellen errichtet werden, um einen sicheren
und hygienischen Ort für Drogenkonsum mit
medizinischer Aufsicht zu schaffen.
2.6 VERSORGUNGSKONZEPT UND DROGENPRÄVENTION
Ausgangssituation
Der Stadtteil Kalk verfügt mit der bestehen-
den Sozialraumkoordination bereits über eine
feste Instanz im Stadtteil, welche bereits als
Schnittstelle zwischen Bürgerschaft und Ver-
waltung fungiert. Auch die im Rahmen der
vorliegenden ISEK-Vorstudie benannten Pro-
jekte und Strategien bedürfen in den nächs-
ten Jahren einer entsprechenden Schnittstel-
lenkoordination.
Zielsetzung
Das avisierte Modell dient der Umsetzung
und Begleitung von Maßnahmen im Prozess
der integrierten Stadtentwicklung vor Ort im
Stadtteil Kalk. Aufbauend auf die bisherigen
Erfahrungen und Strukturen soll somit ein
transparenter Umsetzungsprozess gewähr-
leistet werden.
Projektbeschreibung
Anknüpfend an bereits bestehende Struktu-
ren sollen in den nächsten Jahren verschie-
dene Projekte und Ideen in Kooperation mit
den Bürger*innen entwickelt und realisiert
werden. Durch ein Vor-Ort-Büro im Sozial-
raum können zudem Anregungen und Anlie-
gen der Bürger*innen zentral und kurzfristig
behandelt werden, um einen stetigen Aus-
tausch mit der Bewohnerschaft zu gewähr-
leisten.
2.7 KOORDINATIONSSTELLE KALK
HANDLUNGSFELD
Wohnen, Leben und Soziales
SCHNITTSTELLEN / SYNERGIEN
Mobilität u. Digitalisierung
MÖGLICHE PROJEKTBETEILIGTE
Vision e.V., Pavillon e.V.
ZIELGRUPPE
Suchtkranke und wohnungslose Menschen, Prä-
ventionsarbeit für Jugendliche
HANDLUNGSFELD
Wohnen, Leben und Soziales
SCHNITTSTELLEN / SYNERGIEN
Wirtschaft, kultur u. Innovation / Mobilität u. Digi-
talisierung / Energie, Klima u. Ressourcenschutz
MÖGLICHE PROJEKTBETEILIGTE
Sozialraumkoordination
ZIELGRUPPE
Bewohner*innen des Stadtteils
VORSTUDIE SOZIALRAUM KALK | 89
Ausgangssituation
Köln-Kalk ist ein vergleichsweise junger
Stadtteil einem hohen Jugendquotienten.
Bezüglich spezifischer Angebote und Ent-
wicklungsmöglichkeiten für die junge Ge-
neration gibt es jedoch nach wie vor Hand-
lungsbedarf.
Zielsetzung
Ziel ist es, durch geeignete Formate und Stra-
tegien Kinder und Jugendliche in Kalk stärker
in die avisierten Stadtentwicklungsprozes-
se einzubeziehen. Dabei geht es nicht nur
darum, die gemeinsame Akzeptanz neuer
Projekte zu erhöhen. Über konkrete Teilha-
be und aktive Mitgestaltung der Umgestal-
tungsprozesse im Stadtraum sollen auch das
kreative Potenzial und die Bereitschaft junger
Menschen im Stadtteil Verantwortung zu
übernehmen, erschlossen werden.
Projektbeschreibung
Der Aufbau eines Kooperationskonzeptes
soll an die bereits bestehende Kinder- und
Jugendarbeit anknüpfen und neue Formate
der aktiven Teilhabe und Mitgestaltung jun-
ger Menschen in Kalk etablieren. Ein solches
Konzept geht über die bloße Beteiligung
hinaus und soll über Aktionstage und Model-
le der Zusammenarbeit die junge Generation
zu Projektpartner*innen machen und zu
einer Umgestaltung des Stadtteils beitragen.
Ausgangssituation
Kalk ist ein Standort mit einer hohen Dichte
an Kreativen und Kulturschaffenden. Es man-
gelt jedoch vielerorts an kreativ nutzbaren
Räumen mit niedrigschwelligen Zugängen.
Insofern besteht in Kalk ein erheblicher Be-
darf an flexibel nutzbaren Räumlichkeiten
und Aneignungsflächen.
Zielsetzung
In Kalk sollen mehr Räume für Künstler*in-
nen, junge Menschen und kreatives Arbeiten
geschaffen werden bzw. zugänglich gemacht
werden. Auch temporär zur Verfügung ge-
stellte Räumlichkeiten könnten neue Spiel-
räume und Möglichkeiten eröffnen.
Projektbeschreibung
In Kalk soll ein Vor-Ort-Büro entstehen, das
auf der vorhandenen Sozialraumkoordination
aufbaut und als sichtbare Anlaufstelle der
besseren Vermittlung von Kreativ-Räumen
im Sozialraum dient. In Ergänzung dazu soll
eine interaktive, digitale Plattform als „Su-
che-Biete-Börse“ bestehende Angebote
sowie Nachfragen sichtbar machen und zu-
sammenbringen (Suche-Biete-Börse). Auch
Kooperationen mit Wohnungsbaugesell-
schaften im Quartier, die Räume zur Verfü-
gung stellen könnten, sind möglich.
2.8 KREATIVRAUMBÖRSE KALK –
PLATTFORM FÜR SOZIALE UND KREATIVE RÄUME IM STADTTEIL
2.9 JUNGES KALK – KOOPERATIONSKONZEPT ZUR BESSEREN EINBINDUNG VON KIN-
DERN UND JUGENDLICHEN
HANDLUNGSFELD
Wohnen, Leben und Soziales
SCHNITTSTELLEN / SYNERGIEN
Wirtschaft, Kultur u. Innovation / Grün u.
Aufenthaltsqualität
MÖGLICHE PROJEKTBETEILIGTE
Stadt Köln, Vereine / Jugendarbeit und Initiativen
ZIELGRUPPE
Kinder und Jugendliche des Stadtteils
HANDLUNGSFELD
Wohnen, Leben und Soziales
SCHNITTSTELLEN / SYNERGIEN
Wirtschaft, Kultur u. Innovation
MÖGLICHE PROJEKTBETEILIGTE
Stadt Köln in Koop. mit Initiativen, Wohnungsbau-
gesellschaften (z.B. GAG) und Gewerbetreibenden
ZIELGRUPPE
Bewohner*innen des Stadtteils
90 | VORSTUDIE SOZIALRAUM KALK
3.1
3.2
3.3
3.4
3.6
Projekte- und Maßnahmen
3.1 - Osthof (Hallen Kalk)
3.2 - machwerkhaus plus
3.3 - DOMiD (Hallen Kalk)
3.4 - Kulturhallen Kalk (Hallen Kalk)
3.5 - Integrative Nachwuchsförderung
3.6 - Nachhaltige Gewerbeprofilierung Kalk-Nord
PROJEKTÜBERSICHT - NEUE IMPULSE FÜR KALK
Abbildung 76 Kartierung der räumlichen Maßnahmen im HF „Wirtschaft, Kultur und Innovation“.
Quelle: stadtland Impuls
VORSTUDIE SOZIALRAUM KALK | 91
HANDLUNGSFELD - NEUE IMPULSE KALK
Neue Arbeitswelt und Innovation im multikulturellen Quartier
Das strategische Handlungsfeld „Neue Impulse für Kalk“ umfasst das übergeordnete Ziel
eines innovativen und lebendigen Stadtquartiers mit vielfältigen (multi)kulturellen Angeboten
und zukunftsfähigen, wirtschaftlichen Perspektiven. Unter Rückgriff auf seine lange Tradition
des Stadtteils als leistungsstarker Industrie- und Wirtschaftsstandort und das vorhandene,
kreative Milieu sollen neue Möglichkeiten des Arbeitens in der Stadt (Urbane Produktion) in
Verbindung mit einer vielfältigen Stadtkultur erschlossen werden. Hieraus ergeben sich fol-
gende, spezifische Entwicklungsziele innerhalb des Handlungsfeldes:
•
Neue
s Arbeiten in der Stadt > Urbane Produktion
• Etab
lierung kreativer Milieus / Förderung von Innovation
• Förd
erung einer vielfältigen Geschäftsstruktur im Stadtteil
• Nebenei
nander von Wohnen, Arbeiten und Kultur (nutzungsgemischter „Stadtteil der
kurzen Wege“ _ 24/7 lebendiges Quartier)
• Neue
(Berufs-/Bildungs-)Perspektiven für multikulturelle, vielfältige Gesellschaft
• Aufba
u lokaler Wertschöpfungsketten
Handlungsfeld und Leitziele
92 | VORSTUDIE SOZIALRAUM KALK
Leitprojekt
3.1 - Osthof - Hallen Kalk
Gemeinwohlorientierte Projektentwicklung
Leitprojekt
3.2 - machwerkhaus +
Innovativer Standort für
Produktion und Design
3.3 - DOMiD
Haus der Einwanderungsgesellschaft
3.4 - Kulturhallen Kalk
Re-Aktivierung von Industriebrachen
3.5 Nachhaltige Gewerbeflächenprofilierung
Weiterentwicklung monofunktionaler
Gewerbeflächen
PERSPEKTIVE - NEUE IMPULSE FÜR KALK
Neue Arbeitswelt und Innovation im multikulturellen
Quartier
Abbildung 77 Isometrie mit der Verortung von handlungsfeldbezogenen Maßnahmen. Quelle: stadtland Impuls
VORSTUDIE SOZIALRAUM KALK | 93
Leitprojekt
3.1 - Osthof - Hallen Kalk
Gemeinwohlorientierte Projektentwicklung
Leitprojekt
3.2 - machwerkhaus +
Innovativer Standort für
Produktion und Design
3.3 - DOMiD
Haus der Einwanderungsgesellschaft
3.4 - Kulturhallen Kalk
Re-Aktivierung von Industriebrachen
3.5 Nachhaltige Gewerbeflächenprofilierung
Weiterentwicklung monofunktionaler
Gewerbeflächen
Abbildung 77 Isometrie mit der Verortung von handlungsfeldbezogenen Maßnahmen. Quelle: stadtland Impuls
94 | VORSTUDIE SOZIALRAUM KALK
3.1 OSTHOF - HALLEN KALK
Ausgangssituation
Der Osthof der Hallen Kalk mit seiner histo-
rischen und standortprägenden Gebäude-
substanz weist derzeit einen hohen Sanie-
rungsstau mit akutem Handlungsbedarf
auf. Gleichzeitig zeichnet sich dieser Bereich
durch seine bestehende Akteurs- und Initia-
tiven-Landschaft rund um die Verantwor-
tungsgemeinschaft Osthof (VGO) aus, die
bereits heute vielfältige, kulturelle und frei-
zeitbezogene Angebote am Standort organi-
siert. Im Sommer 2024 wurde der Osthof in
einer ersten Pilotphase durch verschiedenen
Veranstaltungsangebote aktiviert.
Zielsetzung
Ziel der Entwicklung ist die Instandsetzung
des vorhandenen Gebäudekomplexes in
Verbindung mit einer gemeinwohlorien-
tierten Standortentwicklung. In den Hallen-
strukturen sollen neue Formen kultureller
Angebote geschaffen werden, die innovative
Impulse und vielfältige Anknüpfungspunkte
für ein lebendiges Stadtquartier liefern. Die
Profilierung der neuen Nutzungen bietet
die Chance, über alternative Trägermodelle
gemeinnützige und solidarische, öffentli-
che Angebote mit besonderer Strahlkraft zu
realisieren, die in dieser Form einmalig für die
Stadt Köln sind.
Projektbeschreibung
Aufbauend auf die im Sommer/Herbst 2024
geplanten kurzfristigen Aktivierungsmaß-
nahmen (Zwischennutzungen und Interven-
tionen) sollen langfristige Maßnahmen zur
Etablierung eines vielfältigen, gemeinwohl-
orientierten Kultur- und Freizeitstandortes
realisiert werden. Die Entwicklungen sollen
neben der Öffnung, Instandsetzung und
nachhaltigen Reaktivierung des Gebäude-
komplexes auch einen besonderen Impuls
für die Umfeldentwicklung vorsehen. Somit
ist der Osthof als zentraler Entwicklungs-
baustein in das zukunftsorientierte Gesamt-
konzept der Hallen Kalk eingebettet. Hierbei
ist eine aktive Einbindung der vielfältigen
Nutzer*innengruppen, Initiativen und Öffent-
lichkeit unerlässlich, um das kreative Poten-
zial und die Verantwortung möglichst vieler
Akteur*innen zu erschließen. Gleiches gilt für
die Aktivierung und Belebung des Osthofes
durch Pioniernutzungen unter Berücksichti-
gung besonderer Gemeinwohlkriterien zur
Erprobung und Sicherung einer langfristigen
Ausrichtung der Projekte. Hierzu gehören
nach derzeitigem Planungsstand unter ande-
rem die folgenden Nutzungsbausteine:
•
Selb
storganisiertes Quartierszentrum
• Kult
urhof e.V.
• Krea
tionszentrum zeitgenössischer
Zirkus
• Handw
erks- und Werkstatthof
• Inklu
sives Atelier und Kunsthaus Kalk
• Quart
iershalle
Der Osthof der Hallen Kalk ist durch seine bereits bestehende, vielfältige Initiativen-
Landschaft und seine besondere Entwicklungsdynamik ein wichtiger impulsgebender
Baustein des Gesamtkomplexes der Hallen Kalk mit besonderer Strahlkraft. Hier bietet
sich die Möglichkeit, einen wichtigen Baustein gemeinwohlorientierter Stadtentwicklung
zu realisieren und damit nachhaltig zu einer qualitätsvollen und lebendigen Entwicklung
des Sozialraums Kalk beizutragen. Im Jahr 2024 startete eine erste Pilotphase zur
Öffnung des Osthofs inform von temporären Veranstaltungsangeboten.
Gemeinwohlorientierte Projektentwicklung in Kalk
HANDLUNGSFELD
Wirtschaft, Kultur und Innovation
SCHNITTSTELLEN / SYNERGIEN
Grün und Freiraum / Wohnen, Leben und Soziales
MÖGLICHE PROJEKTBETEILIGTE
Moderne Stadt (Projektmanagement) und ggf.
Belius i.A. Stadt Köln , VGO als Träger*in Osthof,
DOMID als Träger*in der Halle 70, Abenteuerhalle
Kalk sowie weitere Initiativen (z.B. Pflanzstelle)
ZIELGRUPPE
Bürger*innen des Stadtteils und der Stadt Köln
VORSTUDIE SOZIALRAUM KALK | 95
Osthof
DOMiD
FreilufthalleKulturhallen
Kalker Stadtgarten
Bürgerhaus
Breuer-Park
Kleiner Breuer-Park
Kalker Höfe
Klimaquartier
FASSADENBEGRÜNUNG
P H O T O V O L T A I K
DAC H B EG R U N U N G R E T E N T I O N
Kalker Hauptstraße
Abbildung 81 Alte Spinnerei Leipzig. Quelle:
Spinnerei.de
Abbildung 80 Uferhalle e.V. Berlin. Uferhallen-
ev.de
Abbildung 79 Bestands-Situation Osthof Hallen
Kalk. Quelle: stadtland Impuls
Abbildung 78 Bestands-Situation Osthof Hallen Kalk.
Quelle: stadtland Impuls
LEITPROJEKT
MÖGLICHE PERSPEKTIVE © BERLIN ( ABB 80) MÖGLICHE PERSPEKTIVE © LEIPZIG ( ABB 81)
BESTANDS-SITUATION © STADTLAND IMPULS (ABB 78) BESTANDS-SITUATION © STADTLAND IMPULS (ABB 79)
Abbildung 82 Isometrische Darstellung des Projektbausteins „Osthof Kalk“. Quelle: stadtland Impuls
96 | VORSTUDIE SOZIALRAUM KALK
Ausgangssituation
Derzeit wird der ehemalige Technikhof Kalk
zu einem Zentrum für Design und urbane
Produktion transformiert. Gemeinsam mit
Kölner Akteur*innen aus Wissenschaft, Wirt-
schaft und Gesellschaft wurde unter dem
Titel „machwerkhaus“ ein innovatives Nut-
zungskonzept für den Bestandsbau entwi-
ckelt.
Zielsetzung
Zielsetzung des machwerkhaus Köln ist es,
als zukunftsorientiertes Impulsprojekt den
Aufbau und die Skalierung eines lebendigen
Ökosystems zur Vernetzung von Kreativwirt-
schaft, Handwerk, Technologie und Handel
zu realisieren. Das machwerkhaus soll als
Motor nachhaltiger Stadtentwicklung fungie-
ren und gleichzeitig innovative wie zirkuläre
Wertschöpfungsprozesse im Quartier för-
dern. Darüber hinaus wird unter dem Titel
„machwerkhaus plus“ die Entwicklung der
angrenzenden Gewerbeflächen mit einem
besonderen Fokus auf inklusive (Weiter-)
Bildungsarbeit sowie betreuten Wohnen für
behinderte Menschen angestrebt.
Projektbeschreibung
Mit dem machwerkhaus soll ein impulsge-
bendes Zentrum für „urbane Produktion“
im Stadtteil Kalk entstehen. Zu fairen und
flexiblen Mietkonditionen sollen vielfältige
Räume und Möglichkeiten zur Entwicklung,
Fertigung, Konfektionierung, Präsentation
sowie zum Vertrieb von nachhaltigen Pro-
dukten und Dienstleistungen angeboten
werden. Der Nutzungsschwerpunkt liegt da-
mit auf Manufakturen, Handwerksbetrieben,
Design-Labs sowie innovativen Klein- und
Kleinstunternehmen der Kreislaufwirtschaft.
Besucher*innen des Standorts erhalten
transparenten Einblick in Produktionsverfah-
ren. Langfristig sollen auch Clubnutzungen,
eine Markthalle sowie weitere multifunktio-
nale Räumlichkeiten nach einem 24/7 Modell
ihren Platz finden.
Das Projekt steht in einem engen synergeti-
schen Zusammenhang mit seiner näheren,
räumlichen Umgebung, woraus sich zukünf-
tig zusätzliche Entwicklungsmöglichkeiten
ergeben. So ist die berufliche Förderung von
Migrant*innen in Zusammenarbeit mit dem
DOMiD e.V. geplant und in Kooperation mit
benachbarten Nutzungen (Bildungscampus,
Hallen Kalk) sind weitere gemeinwohlorien-
tierte (Bildungs-)Angebote vorstellbar.
3.2 MACHWERKHAUS +
Das machwerkhaus Köln ist eine im Aufbau befindliche innovative Standortentwicklung
im Nordosten Kalks. Auf dem Gelände des ehemaligen Technikhofs soll ein innovatives
Zentrum für Design und urbane Produktion entstehen, das langfristig wichtige Impulse
im Kreativquartier Kalk liefern kann. In Nachbarschaft zu den Hallen Kalk und der sich
angrenzend dazu entwickelnden Bildungslandschaft entstehen vielfältige Synergien, die
den Stadtteil Kalk nachhaltig stärken.
Innovativer Standort für Produktion und Design
HANDLUNGSFELD
Wirtschaft, Kultur und Innovation
SCHNITTSTELLEN / SYNERGIEN
Grün und Freiraum / Wohnen, Leben und Soziales
MÖGLICHE PROJEKTBETEILIGTE
Die Zusammenarbeit mit Initiativen aus dem Vee-
del – insbesondere rund um die Entwicklung der
Hallen Kalk – ist ausdrücklich erwünscht.
machwerkhaus köln GmbH in Kooperation mit
Initiativen und Einrichtungen des Stadtteils, Vertre-
tern aus Wirtschaft, Wissenschaft, Forschung und
Kultur
ZIELGRUPPE
Kreativwirtschaft, Handwerker, Kreislaufwirtschaft,
StartUps, Stadtgesellschaft, Jugend
VORSTUDIE SOZIALRAUM KALK | 97
Abbildung 84 Bestandsituation
machwerkhaus. Quelle: stadtland
Impuls
Abbildung 83 Bestandsituation
machwerkhaus. Quelle: stadtland
Impuls
LEITPROJEKT
BESTANDS-SITUATION © STADTLAND IMPULS (ABB 83) BESTANDS-SITUATION © STADTLAND IMPULS (ABB 84)
Abbildung 85 Konzeptskizze machwerkhaus Köln. Quelle: machwerkhaus Köln gmbH
98 | VORSTUDIE SOZIALRAUM KALK
WEITERE PROJEKTIDEEN
Ausgangssituation
Kalk steht als Mikrokosmos stellvertretend
für die bundesweite Migrationsgesellschaft.
Auf dem ehemaligen Werksgelände der
Klöckner-Humboldt-Deutz AG soll bis 2029
das Dokumentationszentrum und Museum
über die Migration in Deutschlad (DOMiD)
entstehen. Die ehemaligen Industriehallen
waren wie der Stadtteil Kalk im Laufe ihrer
Geschichte stets von Migration geprägt.
Zielsetzung
Als Kultur- und Begegnungsstätte möchte
das „Haus der Einwanderungsgesellschaft“
mit den Menschen des Veedels zusammen-
arbeiten, um gemeinsam Kalk als Ort für
Kultur und Begegnung wachsen zu lassen.
Ziel des Projekts ist die Förderung der Teil-
habe und die Vermittlung von Inhalten der
Migrationsgeschichte.
Projektbeschreibung
Das DOMiD stellt ein wichtiges Impulspro-
jekt für den Stadtteil Kalk dar. Im Zuge des
Projektes wird die Sanierung und der Umbau
der Halle 70 angestrebt sowie die langfristi-
ge bauliche Trennung der Hallen 70 und 71.
Neben der Museumsnutzung sollen offene
Räume für Workshops angeboten werden,
die für den Stadtteil geöffnet sind und neben
verschiedenen Dauer- und Wechselausstel-
lungen wichtige Impulse geben sollen.
3.3 DOMID (HALLEN KALK)
3.4
KULT
URHALLEN KALK
Ausgangssituation
Die Gebäudestrukturen westlich des Haupt-
komplexes der Hallen Kalk weisen einen
hohen Sanierungsstau und entsprechenden
Handlungsbedarf auf. Derzeit stehen die
unter dem Namen „Kulturhallen Kalk“ laufen-
den Gebäude leer.
Zielsetzung
Ziel ist die Re-Aktivierung sowie Re-Vitalisie-
rung des Hallenkomplexes in Kooperation
mit bestehenden sowie möglichen Nut-
zer*innen. Durch verschiedene Aktivierungs-
maßnahmen und Pilotprojekte sollen lang-
fristige Nutzungen der derzeit leerstehenden
und stark sanierungsbedürftigen Gebäude-
strukturen initiiert werden.
Projektbeschreibung
Im Rahmen einer Sanierung und Re-Vitalisie-
rung der Kulturhallen soll neben der Schaf-
fung von gemeinwohlorientierten, kulturellen
Angeboten mit besonderer Strahlkraft ein
langfristig tragfähiges Nutzungskonzept
erstellt und profiliert werden. Hierbei könn-
ten auch alternative Nutzungsszenarien wie
alternative Wohnmodelle oder Freiraumnut-
zungen geprüft werden. Eine gemeinsame
Entwicklung und synergetische Verknüpfung
mit dem nördlich gelegenen Ottmar-Pohl-
Platz ist dabei vorstellbar.
HANDLUNGSFELD
Wirtschaft, Kultur und Innovation
SCHNITTSTELLEN / SYNERGIEN
Wohnen, Leben und Soziales /
Grün und Aufenthaltsqualität
MÖGLICHE PROJEKTBETEILIGTE
Stadt Köln und Initiativen im Stadtteil
ZIELGRUPPE
Bürger*innen und Besucher*innen der Stadt Köln
HANDLUNGSFELD
Wirtschaft, Kultur und Innovation
SCHNITTSTELLEN / SYNERGIEN
Wohnen, Leben und Soziales /
Grün und Aufenthaltsqualität
MÖGLICHE PROJEKTBETEILIGTE
Stadt Köln und Initiativen im Stadtteil
ZIELGRUPPE
Bürger*innen des Stadtteils und der Stadt Köln
VORSTUDIE SOZIALRAUM KALK | 99
Ausgangssituation
Der Stadtteil Kalk zeichnet sich durch eine
vielfältige, sozial gemischte Sozialstruktur
mit besonderen Herausforderungen und
Chancen aus. Derzeit ist die Arbeitslosig-
keit in Kalk vergleichsweise hoch, und der
Bildungsabschluss im Durchschnitt niedriger
als in anderen Stadtteilen. Gleichzeitig ist der
Sozialraum Kalk auch durch einen hohen Ju-
gendquotienten geprägt, der ein besonderes
Potenzial an jungen Fachkräften darstellt.
Zielsetzung
Vor dem Hintergrund der beschriebenen
Ausgangslage sollen verschiedene Akteur*in-
nen im Bereich Bildung und Jugendarbeit
besser miteinander vernetzt werden. Ziel ist
es, das Bildungsangebot und die Bildungs-
abschlüsse zu verbessern, und dadurch die
Arbeitslosenquote zu senken.
Projektbeschreibung
Eine bessere Verknüpfung und Neuaus-
richtung bestehender Beratungsangebote
und -initiativen soll Basis einer integrativen
Nachwuchsförderung im Stadtteil sein. Hier-
zu gehört auch die Unterstützung von Pro-
jekten, die einen verbesserten Zugang zum
Arbeitsmarkt ermöglichen. Auch sollen durch
die Einrichtung von Beratungsangeboten an
Schulen sowie über Projekttage und die Ein-
bindung von Schüler*innen in innovations-
und berufsfördernde Konzepte und Standor-
te mögliche Perspektiven aufgezeigt werden.
3.5 INTEGRATIVE NACHWUCHSFÖRDERUNG
3.6 NACHHALTIGE GEWERBEFLÄCHENPROFILIERUNG KALK NORD
Ausgangssituation
Das Gewerbegebiet „Wipperfürther-Straße
/ Kalk-Nord“ ist derzeit vor allem durch eine
monofunktionale Nutzungsstruktur und in-
effiziente Flächenauslastung charakterisiert.
Im Zuge der Stadtstrategie „Kölner Perspek-
tiven“ wurde das Gebiet für eine gezielte,
inhaltliche Neu-Profilierung und räumliche
Nachverdichtung vorgeschlagen.
Zielsetzung
Ziel des Projektes ist die zukunftsorientierte
Neuausrichtung des bestehenden Gewerbe-
gebietes. Neben der qualitativen und funktio-
nalen Aufwertung vorhandener Nutzungen
und Strukturen, geht es dabei v.a. um eine
effizientere Auslastung der zur Verfügung
stehenden Flächen und Ressourcen.
Projektbeschreibung
Das Projekt sieht vor, das Gewerbegebiet
durch eine intelligente und nachhaltige Ge-
staltung neu zu profilieren. Multicodierte,
vertikale Strukturen sollen dabei helfen, die
Flächeneffizienz zu erhöhen sowie kluge Lo-
gistik- und Erschließungskonzepte sowie Frei-
räume im Bestand zu ermöglichen. Durch die
Schaffung neuer Wege soll die Vernetzung
mit der Umgebung verbessert werden. Qua-
litätsvolle Aufenthaltsflächen und moderne
Arbeitswelten sollen den Gewerbebereich
aufwerten und positive Impulse setzen.
HANDLUNGSFELD
Wirtschaft, Kultur und Innovation
SCHNITTSTELLEN / SYNERGIEN
Wohnen, Leben und Soziales
MÖGLICHE PROJEKTBETEILIGTE
machwerkhaus Köln, VGO Osthof, Pavillon e.V.
ZIELGRUPPE
Jugendliche, Schulabgänger*innen und Familien
HANDLUNGSFELD
Wirtschaft, Kultur und Innovation
SCHNITTSTELLEN / SYNERGIEN
Wohnen, Leben und Soziales
MÖGLICHE PROJEKTBETEILIGTE
Gewerbetreibende, Wirtschaftsförderung
ZIELGRUPPE
Gewerbetreibende im Stadtteil und der Stadt Köln
100 | VORSTUDIE SOZIALRAUM KALK
4.1
4.3
4.2
4.3
Abbildung 86 Kartierung der räumlichen Maßnahmen im HF „Mobilität und Digitalisierung“.
Quelle: stadtland Impuls
Projekte und Maßnahmen
4.1 - Kalker Hauptstraße
4.2 - Barrierefreies Kalk - Integriertes Wegekonzept
4.3 - Entwicklung und Ertüchtigung von Mobilitäts-Hubs
4.4 - Parkraumkonzept Kalk
PROJEKTÜBERSICHT - KALK NEU VERKNÜPFT
VORSTUDIE SOZIALRAUM KALK | 101
HANDLUNGSFELD - KALK NEU VERKNÜPFT
Klimaneutrales, multimodales Mobilitätssystem der Zukunft
Das strategische Handlungsfeld „Kalk neu verknüpft“ umfasst das übergeordnete Ziel eines
nachhaltig mobilen Stadtteils mit zukunftsfähigen, klimaneutralen und öffentlich nutzbaren
Verkehrsangeboten für alle Menschen. Der Sozialraum Kalk soll sich auf Basis eines integ-
rierten Mobilitätskonzeptes vom heute nahezu ausschließlich auf den MIV zugeschnittenen
Durchfahrtsort zum multimodal angebundenen und verknüpften Stadtraum mit Aufenthalts-
qualität entwickeln, in dem die unterschiedlichen Verkehrsteilnehmer auf Augenhöhe einan-
der gleichberechtigt begegnen. Hieraus ergeben sich folgende, spezifische Entwicklungsziele
innerhalb des Handlungsfeldes:
•
Etab
lierung eines intermodalen, klimaneutralen Mobilitätskonzeptes
• inte
griertes, barrierefreies Konzept für alle Verkehrsteilnehmer „auf Augenhöhe“
• MIV:
Bündelung ruhender Verkehr, Entschleunigung, Ausbau E-Mobilität
• von de
r Durchfahrtsstraße zum Stadtraum mit Aufenthaltsqualität für die Bewoh-
ner*innen vor Ort („menschlicher Maßstab“)
• Ausb
au/Priorisierung von Fußgänger-/Fahrrad-Angeboten (Radschnellwege, mehr
Platz für das Fahrrad)
• Verbe
sserung ÖPNV-Anbindung (insbes. im Kölner Norden)
• „15-
Minuten-Stadt“ für alle
Handlungsfeld und Leitziele
102 | VORSTUDIE SOZIALRAUM KALK
Leitprojekt
4.1 Stadtraum Kalker Hauptstraße
Weiterentwicklung zum qualitätsvollen
Stadtraum
4.2 - Entwicklung und Ertüchtigung von
Mobilitäts-Hubs
Förderung von qualitätsvollen und
vielfältigen Mobilitätsangeboten
PERSPEKTIVE - KALK NEU VERKNÜPFT
Klimaneutrales, multimodales Mobilitätssystem
der Zukunft
Abbildung 87 Isometrie mit der Verortung von handlungsfeldbezogenen Maßnahmen. Quelle: stadtland Impuls
VORSTUDIE SOZIALRAUM KALK | 103
Leitprojekt
4.1 Stadtraum Kalker Hauptstraße
Weiterentwicklung zum qualitätsvollen
Stadtraum
4.2 - Entwicklung und Ertüchtigung von
Mobilitäts-Hubs
Förderung von qualitätsvollen und
vielfältigen Mobilitätsangeboten
PERSPEKTIVE - KALK NEU VERKNÜPFT
Abbildung 87 Isometrie mit der Verortung von handlungsfeldbezogenen Maßnahmen. Quelle: stadtland Impuls
104 | VORSTUDIE SOZIALRAUM KALK
Ausgangssituation
Die Kalker Hauptstraße ist die zentrale Ver-
kehrsachse im Stadtteil und durch Pkw,
Fahrräder, Fußgänger*innen und Gewerbe
stark frequentiert. Durch die fehlende Auf-
enthaltsqualität und das geringe Grün ist die
Kalker Hauptstraße kein qualitätsvoller Stra-
ßen- bzw. Stadtraum für die Anwohner*innen
des Quartiers. Zudem besteht eine hohe
Konkurrenz zwischen den Verkehrsteilneh-
menden, wobei Fußgänger*innen und Fahr-
radfahrer*innen oft benachteiligt sind.
Zielsetzung des Projekts
Ziel ist es, die Kalker Hauptstraße vom mo-
nofunktionalen Straßenraum zum vielfältig
nutzbaren Stadtraum umzugestalten, in-
dem neue Aufenthaltsqualitäten geschaffen
werden. Außerdem sollen Maßnahmen zur
Begrünung und Klimawandelanpassung im
Stadtraum umgesetzt werden.
Projektbeschreibung
Durch eine Neugestaltung des Straßenquer-
schnitts und die Integration neuer Freiraum-
und Grünstrukturen sollen entlang der Kalker
Hauptstraße neue Aufenthaltsqualitäten für
die Bewohner*innen vor Ort geschaffen wer-
den. Im Ergebnis soll mehr Bewegungsraum
und Sicherheit für Fußgänger*innen und
Fahrradfahrer*innen entstehen, inklusive aus-
reichend breiter Radwege in beide Richtun-
gen. Vorhandene kleinere wie größere Plätze
links und rechts der Kalker Hauptstraße
sollen besser in den Straßenraum integriert
werden, um einen zusammenhängenden
und hochwertigen Stadtraum hoher Auf-
enthaltsqualität zu schaffen (z. B. Platz Kalk
Post). Durch die Bündelung von Parkplätzen
an geeigneter Stelle (Verlagerung in Park-
häuser/Quartiersgaragen) kann der ruhende
Verkehr im Straßenraum reduziert werden.
Auch soll geprüft werden, ob die Umwand-
lung der Kalker Hauptstraße in eine Einbahn-
straße eine sinnvolle Lösung ist, um den
Verkehrsfluss zu optimieren, die Sicherheit zu
erhöhen und zusätzlichen Freiraum für Auf-
enthaltsflächen zu gewinnen. Eine Zonierung
der Kalker Hauptstraße in unterschiedliche
Bereiche soll dabei helfen, je nach Abschnitt
verschiedene Nutzungen und Bedürfnisse
besser zu koordinieren und diesen besser
gerecht zu werden. Nicht zuletzt sollen durch
neue Synergien und Kooperationen im öf-
fentlichen Raum geeignete Lösungen für
Nutzer*innen-Konflikte gefunden werden wie
z.B. innovative Konzepte der Gastronomie
und des Einzelhandels im Straßenraum, ohne
Bewegungs- und Aufenthaltsräume einzu-
schränken.
4.1 STADTRAUM KALKER HAUPTSTRASSE
Das Projekt zielt darauf ab, die Kalker Hauptstraße vom monofunktionalen Straßenraum
zum vielfältig nutzbaren Stadtraum im Quartier umzugestalten. Dort wo sich
bislang in erster Linie Autos bevorzugt durch den Stadtteil bewegen, sollen neue
Aufenthaltsqualitäten auch für Fahrradfahrer*innen und Fußgänger*innen geschaffen,
Grünstrukturen integriert und Maßnahmen zur Klimawandelanpassung umgesetzt
werden.
Weiterentwicklung zum qualitätsvollen Stadtraum
HANDLUNGSFELD
Mobilität und Digitalisierung
SCHNITTSTELLEN / SYNERGIEN
Wohnen, Leben und Soziales /
Grün und Aufenthaltsqualität / Energie, Klima
und Ressourcenschutz
MÖGLICHE PROJEKTBETEILIGTE
Stadt Köln und lokale Initiativen
ZIELGRUPPE
Bürger*innen des Stadtteils
VORSTUDIE SOZIALRAUM KALK | 105
Kalker Hauptstraße
Kalker Stadtgarten
Bürgerhaus
Breuer-Park
Kleiner Breuer-Park
Kalker Höfe
Klimaquartier
FASSADENBEGRÜNUNG
P H O T O V O L T A I K
DAC H B EG R U N U N G R E T E N T I O N
Osthof
DOMiD
FreilufthalleKulturhallen
Abbildung 90 Beispielhafte Umsetzungen des
Masterplan Gehen Wien. Quelle: Stadt Wien Abbildung 91 Straßenraum in Kopenhagen.
Quelle: Zukunft-Mobilität.net
Abbildung 89 Bestandssituation Kalker Haup-
straße Quelle: stadtland ImpulsAbbildung 88 Bestandssituation Kalker Haup-
straße Quelle: stadtland Impuls
LEITPROJEKT
MÖGLICHE PERSPEKTIVE © WIEN ( ABB 90) MÖGLICHE PERSPEKTIVE © KOPENHAGEN ( ABB 91)
BESTANDS-SITUATION © STADTLAND IMPULS (ABB 88) BESTANDS-SITUATION © STADTLAND IMPULS (ABB 89)
Abbildung 92 Isometrische Darstellung des Projektbausteins „Kalker Hauptstraße“ Quelle: stadtland Impuls
106 | VORSTUDIE SOZIALRAUM KALK
Abbildung 93 Bestandssituation Kalker
Hauptstraße. Quelle: stadtland Impuls
Abbildung 94 Projektraum Masterplan
Gehen Wien. Quelle: Stadt Wien
4.2 BARRIEREFREIES KALK
Integriertes Wegekonzept
Ausgangssituation
Im Stadtteil Kalk bestehen viele unsichere
und schlechte Wegestrukturen, Fußgän-
gerwege sind oft zu schmal und nicht bar-
rierefrei. Auch viele andere Bereiche des
öffentlichen Raums benachteiligen mobili-
tätseingeschränkten Personengruppen. Hier-
zu gehören beispielsweise öffentliche Plätze
mit Höhenversprüngen, Haltestellen oder
schwer zugängliche Innenhöfe der gründer-
zeitlichen Blockstrukturen.
Zielsetzung
Aufgabe des Projektes ist es, Kalk vollstän-
dig barrierefrei zu gestalten. Ziele sind eine
durchgängige niveaugleiche Zugänglichkeit,
Sicherheit und Aufenthaltsqualität des öf-
fentlichen Raums für alle Personengruppen
im Stadtteil. Ein stadtteilweites barrierefreies
Wegekonzept soll dafür sorgen, dass alle
wichtigen, öffentlichen Bereiche und Ange-
bote des Stadtteils von allen Menschen un-
abhängig von individuellen Beeinträchtigun-
gen auf einfache Weise erreicht und genutzt
werden können.
Projektbeschreibung
Das Projekt beschreibt ein integriertes Ge-
samtkonzept für ein barrierefreies Kalk. Ein
zusammenhängendes, sicheres und quali-
tätsvolles Wegenetz durch den Stadtteil Kalk
soll dazu beitragen, dass alle Menschen im
Quartier sich überall frei bewegen und vor-
handene Freiraumangebote ungehindert
nutzen können. Hierbei sollen taktile Leitkon-
zepte stärker gefördert und die im Zuge des
Fußverkehrs-Checks gewonnenen Erkennt-
nisse im Rahmen der Konzeption genutzt
werden. Das Projekt kann dabei auf dem be-
stehenden Konzept für Leitsysteme der Stadt
Köln aufbauen.
Das Projekt zielt darauf ab, den Stadtteil Kalk vollständig barrierefrei zu gestalten. Ziel
ist ein integriertes Gesamtkonzept, das insbesondere allen Personengruppen mit und
ohne Einschränkungen sichere, zugängliche und qualitätsvolle Wegestrukturen und
Aufenthaltsflächen überall im Sozialraum zur Verfügung stellt.
HANDLUNGSFELD
Mobilität und Digitalisierung
SCHNITTSTELLEN / SYNERGIEN
Wohnen, Leben und Soziales /
Grün und Aufenthaltsqualität
MÖGLICHE PROJEKTBETEILIGTE
Behindertenbeauftragten, Arbeitskreis barrierefrei-
es Köln, Interkulturelles Zentrum, Diakonie
ZIELGRUPPE
Bürger*innen des Stadtteils und angrenzender
Stadtteile
BESTANDS-SITUATION © STADTLAND IMPULS (ABB 93)
MÖGLICHE PERSPEKTIVE © STADT WIEN (94)
VORSTUDIE SOZIALRAUM KALK | 107
WEITERE PROJEKTIDEEN
Ausgangssituation
Das bestehende ÖPNV-Netz in Kalk ist der-
zeit stark nachgefragt, weist jedoch teilweise
nur eine geringe Taktung auf. Darüber hinaus
dominiert der MIV nachwievor stark den Stra-
ßenraum. Sharing-Angebote sowie E-Lade-
stationen sind nur vereinzelt vorzufinden.
Zielsetzung
Ziel ist es, qualitätsvolle und vielfältige Mo-
bilitätsangebote im Stadtteil sicherzustellen.
Durch eine bessere Verknüpfung und Syn-
chronisation verschiedener klimaneutraler
Mobilitätsformen sowie eine Verbesserung
der Angebotsvielfalt soll der ÖV gesteigert
werden. Neue und weiterqualifizierte Mobili-
tätsknoten sollen Mobilitätsangebote besser
miteinander verknüpfen und die Umsteige-
situationen verbessern.
Projektbeschreibung
Das Projekt umfasst die Errichtung neuer und
Ertüchtigung bestehender Mobilitätshubs.
Eine bessere Kombination und Verknüpfung
von klimaneutralen Mobilitätsformen soll
an wichtigen Knotenpunkten Umsteigesi-
tuationen verbessern. Im Zuge dessen sind
alternative Mobilitätsangebote zu prüfen.
Durch die Bündelung des ruhenden Verkehrs
besteht die Möglichkeit, neue Freiräume zu
schaffen. Ein mögliches Einstiegsprojekt
könnte das Parkhaus an der Dillenburger
Straße darstellen.
4.3 ENTWICKLUNG UND ERTÜCHTIGUNG VON MOBILITÄTS-HUBS
4.4
PARK
RAUMKONZEPT KALK
Ausgangssituation
Der Straßenraum in Köln-Kalk wird nicht nur
durch den fahrenden, motorisierten Individu-
alverkehr (MIV) geprägt. Gerade der ruhende
Verkehr prägt vielerorts den öffentlichen
Raum und reduziert nutzbaren Freiraum im
Quartier.
Zielsetzung
Ziel des Parkraumkonzepts für Kalk ist es,
über eine integrierte Gesamtstrategie der
Parkraumbewirtschaftung eine Entlastung
und Aufwertung des Straßenraums zu errei-
chen. Durch Bündelung des ruhenden Ver-
kehrs sollen gemeinsam mit einer besseren
Auslastung bestehender Parkhäuser neue
Freiräume gewonnen und eine Attraktivie-
rung des öffentlichen Raums erzielt werden.
Projektbeschreibung
Ein integriertes Parkraumkonzept soll in meh-
reren Schritten vollzogen werden. Zunächst
soll eine Parkraumerhebung durchgeführt
werden, um vorhandene Handlungsbedarfe
und Potenziale herauszuarbeiten. In einem
nächsten Schritt soll ein Gesamtkonzept er-
arbeitet werden, das durch ein digitales Park-
leitsystem zusätzlich gestützt wird. Durch
die Schaffung von Quartiersgaragen können
gebündelte Alternativen geschaffen werden.
Zudem sind Möglichkeiten für eine bessere
Auslastung von Tiefgaragen zu prüfen.
HANDLUNGSFELD
Mobilität und Digitalisierung
SCHNITTSTELLEN / SYNERGIEN
Grün und Aufenthaltsqualität, Energie, Klima u.
Ressourcenschutz
MÖGLICHE PROJEKTBETEILIGTE
Verkehrsbetriebe (KVB), Stadt Köln (Amt für nach-
haltige Mobilitätsentwicklung), Bündnis Verkehrs-
wende Kalk, Bundesverband Parken e.V.
ZIELGRUPPE
Bürger*innen und Besucher*innen der Stadt Köln
HANDLUNGSFELD
Mobilität und Digitalisierung
SCHNITTSTELLEN / SYNERGIEN
Wohnen, Leben und Soziales
MÖGLICHE PROJEKTBETEILIGTE
Stadt Köln, Bundesverband Parken e.V., Wohnungs-
baugesellschaften
ZIELGRUPPE
Bürger*innen des Stadtteils
108 | VORSTUDIE SOZIALRAUM KALK
5.1
5.2
Maßnahmen und Projektübersicht
5.1 - Pilotquartier „Klimaschutz“
5.2 - Regenwassermanagement
5.3 - Photovoltaik-Offensive Kalk
5.4 - Hof- und Fassadenprogramm
PROJEKTÜBERSICHT - KLIMAKLUGES KALK
Abbildung 95 Kartierung der räumlichen Maßnahmen im HF „Energie, Klima und Ressourcenschutz“
VORSTUDIE SOZIALRAUM KALK | 109
HANDLUNGSFELD - KLIMAKLUGES KALK
Klimaresilientes Energie- u. Ressourcensystem auf Stadtteilebene
Das strategische Handlungsfeld „Klimakluges Kalk“ umfasst das übergeordnete
Ziel eines klimaneutralen, energie- und ressourcenklugen Stadtteils der Zukunft. Der Sozial-
raum Kalk soll zum Modellraum für Klimawandelanpassung sowie regeneratives und kreis-
lauforientiertes Handeln in hochverdichteten Stadträumen werden. Hieraus ergeben sich
folgende, spezifische Entwicklungsziele innerhalb des Handlungsfeldes, die als Querschnitts-
themen gleichzeitig wichtige Schnittstellen und enge Bezüge zu anderen Handlungsfeldern
abbilden:
•
Anal
yse und Umsetzung von Energie- und Ressourceneinsparpotenzialen
• Etab
lierung eines lokalen Energiemangements & Ausbau erneuerbarer Energien
• Ersc
hließung CO2-Einsparpotenziale /wirksame Klimaschutzmaßnahmen in allen Berei-
chen (Energie, Mobilität, Bauen…)
• Durch
führung von Maßnahmen der Klimawandelanpassung (z.B. Begrünung, Regen-
wassermanagement, Retention)
• Etab
lierung von Ressourcen- und Wertschöpfungskreisläufen
• Init
iierung von (Impuls)Projekten mit sichtbaren Mehrwerten
• „Sma
rt City“ – der energie- und ressourcenkluge Stadtteil
Handlungsfeld und Leitziele
110 | VORSTUDIE SOZIALRAUM KALK
Leitprojekt
5.1 - Pilotquartier „Klimaschutz“
Klimafolgeanpassung im Bestand
5.2 - Regenwassermanagement
Kluger Umgang mit Ressourcen am
Beispiel Peter-Stühlen-Straße
PERSPEKTIVE - KLIMAKLUGES KALK
Klimaresilientes Energie- und Ressourcensystem
auf Stadtteilebene
Abbildung 96 Isometrische Darstellung der Handlungsräume. Quelle: stadtland Impuls
VORSTUDIE SOZIALRAUM KALK | 111
Leitprojekt
5.1 - Pilotquartier „Klimaschutz“
Klimafolgeanpassung im Bestand
5.2 - Regenwassermanagement
Kluger Umgang mit Ressourcen am
Beispiel Peter-Stühlen-Straße
PERSPEKTIVE - KLIMAKLUGES KALK
112 | VORSTUDIE SOZIALRAUM KALK
5.1 PILOTQUARTIER „KLIMASCHUTZ“
Ausgangssituation
Kalk hat einen sehr hohen Versiegelungs-
grad, der sich sowohl auf Verkehrs- als auch
auf Siedlungsflächen verteilt. Zudem be-
steht insbesondere im Norden des Stadtteils
eine hohe Anzahl an Bestandsbauten mit
überwiegender Wohnnutzung und teilweise
hohem energetischen Sanierungsstau.
Zielsetzung
Ziel des Projekts ist die Realisierung eines
Modellquartiers mit ganzheitlichem Klima-
konzept. Dabei sollen einerseits auf Quar-
tiersebene neue Wärmenetze und Flächen
für die Energieerzeugung erschlossen wer-
den. Andererseits geht es darum, geeignete
Maßnahmen der Klimawandelanpassung im
Stadtteil zu realisieren.
Projektbeschreibung
Im Zuge des Projekts soll ein geeignetes Be-
standsgebiet als Modellquartier (z. B. in Ko-
operation mit Wohnungsbaugesellschaften)
ausgewählt werden. Dabei soll die heutige
energetische Versorgung im Stadtteil (Über-
sicht zu BHKW und Potenziale für Wärme-
pumpen) hinsichtlich ihrer Potenziale und
Handlungsbedarfe analysiert und ein inte-
griertes erneuerbares Energie- und Klima-
konzept für das Quartier erarbeitet werden.
Geeignete Maßnahmen wären hierbei z. B.:
•
Nutz
ung von Abwärme aus Abwasser
• Ersc
hließung und Durchführung geeigne-
ter Begrünungsmaßnahmen
• Gest
altung der Hausfassaden als aktive
Elemente im Straßenraum (z. B. mit integ-
rierten Sitzgelegenheiten und Begrünung)
Parallel dazu sollen geeignete Maßnahmen
und Strategien der Klimawandelanpassung
auf Quartiersebene analysiert und konkreti-
siert werden. Hierzu gehören beispielsweise:
•
Rete
ntionsmaßnahmen zur Kompensa-
tion von Starkregenereignissen
• Fass
aden- und Dachbegrünungen oder
Baumpflanzungen, um „Hitzeinsel“-Effek-
ten entgegen zu wirken
Zudem sollen niederschwellige Kommu-
nikationsmedien verwendet werden, um
unterschiedliche Zielgruppen im Quartier zu
erreichen und zu beteiligen. Hierbei soll auch
eine Klimasimulation miteinbezogen werden.
•
Aufbau
eines Leitfadens zur „Klimafolge-
anpassung“ als weiterführendes Konzept:
• Entw
icklung eines „Baukastens“ für Klima-
maßnahmen
• Moni
toring und Begleitung sowie Anpas-
sungen während der Pilotphase
• Bild
ungsangebote – Suffizienz
• Gemein
same(s) Aktionen / „Mitmachen“
• Entw
icklung und Aufzeigen von konkre-
ten, standortgerechten Maßnahmen zur
Klima-Optimierung von Gebäuden
•
Poten
zialanalyse für Flächen(entsiege-
lung)
• Vor-
Ort-Büro als Anlaufstelle zur Informa-
tion und Beratung
Das Projekt zielt darauf ab, im Sozialraum Kalk ein Klima-Pilotquartier zu realisieren, in
dem neue Maßnahmen und Strategien der Kombination von Klimaschutz (Energetische
Sanierung, Erneuerbare Energien) und Klimawandelanpassung (Retentionsmaßnahmen,
schattenspendende Baumpflanzungen etc.) im Sinne eines integrierten Gesamtkonzeptes
erprobt und umgesetzt werden.
Klimafolgeanpassung im Bestand
HANDLUNGSFELD
Energie, Klima und Ressourcenschutz
SCHNITTSTELLEN / SYNERGIEN
Wohnen, Leben und Soziales /
Grün und Aufenthaltsqualität
MÖGLICHE PROJEKTBETEILIGTE
Stadt Köln, Wohnungsbaugesellschaften (z.B.
GAG), RheinEnergie, heutestadtmorgen – Klimage-
nossenschaft Köln e.G.
ZIELGRUPPE
Bürger*innen des Stadtteils bzw. des Pilotquartiers
VORSTUDIE SOZIALRAUM KALK | 113
Ü
FASSADENBEGRÜNUNG
P H O T O V O L T A I K
DAC H B EG R U N U N G R E T E N T I O N
Kalker Stadtgarten
Bürgerhaus
Breuer-Park
Kleiner Breuer-Park
Kalker Höfe
Osthof
DOMiD
FreilufthalleKulturhallen
Kalker Hauptstraße
Klimaquartier
Abbildung 100 Ökologische Quartier Malmö
(Schweden). Quelle: Aline Lessnerin dbzAbbildung 99 Klimaquartier „Prinz-Eugen-
Quartier“ in München. Quelle: Stadt München
Abbildung 98Bestandssituation Kalk-Nord
Quelle: stadtland ImpulsAbbildung 97Bestandssituation Kalk-Nord
Quelle: stadtland Impuls
LEITPROJEKT
MÖGLICHE PERSPEKTIVE © MÜNCHEN ( ABB 99) MÖGLICHE PERSPEKTIVE © MALMÖ ( ABB 100)
BESTANDS-SITUATION © STADTLAND IMPULS (ABB 97) BESTANDS-SITUATION © STADTLAND IMPULS (ABB 98)
Abbildung 101 Isometrische Darstellung des Projektbausteins “Pilotquartier Klimaschutz“ Quelle: stadtland Impuls
114 | VORSTUDIE SOZIALRAUM KALK
Abbildung 103 Regenwassermanagement in
Ostfildern. Quelle: deutsche-wohnwerte.de
Abbildung 102 Bestandssituation in Kalk
Quelle: stadtland Impuls
5.2 REGENWASSERMANAGEMENT KALK
Kluger Umgang mit Ressourcen
Ausgangssituation
Die Folgen des Klimawandels erfordern einen
ressourcenklugen Umgang mit anfallendem
Regenwasser. Durch den Aufbau eines quar-
tiersweiten Regenwassermanagements soll
der Sozialraum Kalk neue Strategien und
Maßnahmen der Regenwasserrückhaltung
(Retention) und -wiederverwendung im
Stadtteil erproben.
Zielsetzung
Ziel des Projektes ist ein kluges Regenwas-
sermanagement auf Quartiersebene, das
den gesamten Wasserkreislauf in den Blick
nimmt: Anfallendes Regenwasser auf unver-
siegelten Spiel-, Sport- und Freiflächen zu-
rückzuhalten, zu sammeln und in Zisternen
zu speichern. Anschließend soll das gespei-
cherte Wasser im Quartier, nach Möglichkeit
im Stadtteil wiederverwendet werden.
Projektbeschreibung
Das Projekt beschreibt die Etablierung eines
Regenwassermanagements auf Quartiers-
ebene. Entlang des gesamten natürlichen
wie technischen Wasserkreislaufes sollen
ressourcenkluge Maßnahmen zum Einsatz
kommen und ineinandergreifen. Hierzu ge-
hört die Herstellung neuer Retentionsflächen
sowie die Installation oberflächennaher Was-
serspeicher. Die geografischen Tiefpunkte im
Quartier sollten dabei aktiviert werden, um
den natürlichen Wasserfluss zu nutzen. Um
neue Strategien der Regenwasserverwertung
im Quartier zu ermöglichen, sollen mögliche
Anschlüsse und Kooperationen zu bestehen-
den Grüninitiativen, möglichen Abnehmern
und weiteren Wassernutzungspotenzialen
im Quartier geprüft werden. Auch die Mög-
lichkeit einer quartiersbezogenen Trinkwas-
seraufbereitung sollte untersucht werden.
Startpunkt kann hier die Peter-Stühlen-Straße
darstellen.
Die Folgen des Klimawandels erfordern einen ressourcenklugen Umgang mit anfallendem
Regenwasser. Durch den Aufbau eines quartiersweiten Regenwassermanagements soll
der Sozialraum Kalk neue Strategien und Maßnahmen der Regenwasserrückhaltung
(Retention) und -wiederverwendung im Stadtteil erproben.
HANDLUNGSFELD
Energie, Klima und Ressourcenschutz
SCHNITTSTELLEN / SYNERGIEN
Wohnen, Leben und Soziales /
Grün und Aufenthaltsqualität
MÖGLICHE PROJEKTBETEILIGTE
Stadt Köln
ZIELGRUPPE
Bürger*innen des Stadtteils
MÖGLICHE PERSPEKTIVE © OSTFILDERN ( ABB 103)
BESTANDS-SITUATION © STADTLAND IMPULS (ABB 102)
VORSTUDIE SOZIALRAUM KALK | 115
WEITERE PROJEKTIDEEN
Ausgangssituation
In Köln-Kalk werden die im Stadtteil reich-
lich vorhandenen Potenziale von Dach- und
Fassadenflächen zur Erzeugung erneuerbarer
Energien bisher nur wenig genutzt.
Zielsetzung
Aus diesem Grund ist geplant, diese reichlich
vorhandenen Potenziale für PV-Anlagen im
Stadtteil zu erfassen und zu aktivieren. Dazu
sollen insbesondere Investor*innen, Woh-
nungsbaugesellschaften und private Eigentü-
mer*innen dazu motiviert werden, geeignete
Dächer und Fassaden mit PV-Anlagen aus-
zustatten, um erneuerbare Energie für den
Stadtteil bereitzustellen.
Projektbeschreibung
Das Projekt beschreibt den integrierten
Gesamtansatz einer stadtteilweiten Photo-
voltaik-Offensive, mit mehreren, aufeinander
aufbauenden Bausteinen. Zunächst muss
eine Bestandsanalyse der Energie- und
Flächenpotenziale erstellt werden. Hier-
bei bedarf es einer aktiven Mitwirkung der
Akteur*innen, der eine gezielte Ansprache
durch persönlichen Kontakt vorangeht. Hier
könnte ein Vor-Ort-Büro bzw. Info-Stand bei
Stadtteilfesten individuelles Beratungsange-
bot ermöglichen. Ggf. wäre eine Bündelung
von Aufträgen für den Stadtteil sinnvoll, um
preiswertere Pakete in Verbindung mit För-
derprogrammen anbieten zu können. Nicht
zuletzt wäre die Durchführung von Pilotmaß-
nahmen wünschenswert, um Mehrwerte für
andere sichtbar zu machen.
5.3 PHOTOVOLTAIK-OFFENSIVE KALK
5.4
HOF- U
ND FASSADENPROGRAMM
Ausgangssituation
Große Teile des Stadtteils Kalk weisen stark
sanierungsbedürftigen Gebäudebestand auf.
Hierzu gehören insbesondere die hochver-
dichteten, gründerzeitlichen Blockstrukturen,
die mit ihren meist stark versiegelten und
kaum begrünten Innenhöfen vor dem Hinter-
grund des Klimawandels an heißen Sommer-
tagen zu gefährlichen „Hitzeinseln“ werden.
Zielsetzung
Ziel des Projektes ist es, durch gestalterische
Aufwertung und Begrünung gerade in den
hochverdichteten Bereichen des Sozialraums
die Höfe und Fassaden nachhaltig umzu-
gestalten. Maßnahmen dieser Art sollen zu
einer signifikanten Verbesserung des Stadt-
klimas und der Stadtökologie beitragen.
Projektbeschreibung
Das Projekt beschreibt eine strategische
Offensive für eine stärkere Begrünung der In-
nenhöfe und Fassaden in den hochverdichte-
ten Blockstrukturen des Stadtteils. Dies um-
fasst ein vielfältiges Maßnahmenpaket, das
mit einer gezielten Kommunikationskampag-
ne seinen Anfang nimmt: Passgenaue Infor-
mations- und Beratungsangebote für private
Träger*innen sollen dabei helfen, Zugänge zu
Fördermitteln zu erleichtern und technische
Fragestellungen zu klären. Darüber hinaus ist
in Verbindung mit weiteren Projektbaustei-
nen zu prüfen, inwiefern bei der Umsetzung
entsprechend unterstützt werden kann.
HANDLUNGSFELD
Energie, Klima und Ressourcenschutz
SCHNITTSTELLEN / SYNERGIEN
Wohnen, Leben und Soziales
MÖGLICHE PROJEKTBETEILIGTE
RheinEnergie
ZIELGRUPPE
Bürger*innen des Stadtteils
HANDLUNGSFELD
Energie, Klima und Ressourcenschutz
SCHNITTSTELLEN / SYNERGIEN
Wohnen, Leben u. Soziales / Grün u. Freiraum
MÖGLICHE PROJEKTBETEILIGTE
RheinEnergie
ZIELGRUPPE
Bürger*innen des Stadtteils
116 | VORSTUDIE SOZIALRAUM KALK
1.1
1.2
1.3
1.4
1.5
1.8
1.7
1.6
2.1
2.4
3.1
3.2
3.3
3.4
4.1
5.1
5.2
3.6
2.1
INTEGRIERTE VERORTUNG
RÄUMLICHER MASSNAHMEN
Legende
Qualifizierbare Flächen (Grünräume)
Grünräume im Bestand
Qualifizierbare Flächen (Öffentliche Räume)
Verkehrs
wege
Leitprojekt
e
Raumkanten wichtiger Handlungsr
äume
Handlungfeld „Grün und Aufenthaltsqualität“
1.1 Kalker Höfe
1.2 Pocket-Park-Netz Kalk
1.3 Freilufthalle (Hallen Kalk)
1.4 Grünzug Kalk Süd
1.5 Initiative Spiel und Sport in Kalk
1.6 Entsiegelung und Begrünung von Schulhöfen
Handlungsfeld „Wohnen, Leben und Soziales“
2.1 Außenanlage Bürgerhaus Kalk
2.2 Quartiersversorgung Kalk-Nord
2.4 Wohnraumentwicklung Wippermannstraße
Handlungfeld „Wirtschaft, Kultur und Innovation“
3.1 Osthof (Hallen Kalk)
3.2 machwerkhaus plus
3.3 DOMiD
3.4 Kulturhallen Kalk (Hallen Kalk)
3.6 Nachhaltige Gewerbeflächenprofilierung
Handlungsfeld „Mobilität und Digitalisierung“
4.1 Kalker Hauptstraße
Handlungsfeld „Energie, Klima und Ressourcenschutz“
5.1 - Pilotquartier „Klimaschutz“
5.2 - Regenwassermanagement
VORSTUDIE SOZIALRAUM KALK | 117
1.1
1.2
1.3
1.4
1.5
1.8
1.7
1.6
2.1
2.4
3.1
3.2
3.3
3.4
4.1
5.1
5.2
3.6
2.1
Abbildung 104 Räumliche Zusammenfassung der Maßnahmen.
Quelle: stadtland Impuls
118 | VORSTUDIE SOZIALRAUM KALK
PROJEKTÜBERSICHT
HF
1
HF
5
HF
3
HF
2
HF
4
SCHNITTSTELLEN
Handlungsfeld 1:
„Neuer Freiraum für Kalk: Grün und Aufenthaltsqualität“
1.1 Kalker Höfe*
1.2 Pocket-Park-Netz Kalk*
1.3 Freilufthalle / Halle 71 - Hallen Kalk*
1.4 Grünzug Kalk-Süd**
1.5 Intitiative Spiel- und Sport**
1.6 Entsiegelung und Begrünung von Schulhöfen
1.7 Umgestaltung Fred-Sauer-Platz
1.8 Freiflächen westlich der Hallen Kalk
1.9 Straßenraumkonzept 2.0
2.1 Außenflächen des Bürgerhaus Kalk*
2.2 Quartiersversorgung Kalk-Nord**
2.3 Zukunft Pflege Kalk**
2.4 Neue Wohnen Wippermannstraße**
2.5 Wohnraumoffensive - Sozialgerechter Wohnraum in Kalk**
Handlungsfeld 2:
„Gut Leben in Kalk: Wohnen, Leben und Soziales“
2.6 Versorgungskonzept und Drogenprävention
2.7 Koordinationsstelle Kalk
2.8 Kreativraumbörse Kalk: Plattform für Soziale
und Kreative Räume
2.9 Junges Kalk - Kooperationskonzept zur besseren
Einbindung von Kindern und Jugendlichen
SEITE
68
70
72
74
77
76
75
76
77
82
84
85
86
87
88
88
89
89
VORSTUDIE SOZIALRAUM KALK | 119
HF
1
HF
5
HF
3
HF
2
HF
4
SCHNITTSTELLEN
Handlungsfeld 3:
„Neue Impulse für Kalk - Wirtschaft, Kultur und Innovation“
3.1 Osthof - Hallen Kalk*
3.2 machwerkhaus plus*
3.3 DOMiD - Hallen Kalk
3.4 Kulturhallen Kalk - Hallen Kalk
3.5 Integrative Nachwuchsförderung
3.6 Nachhaltige Gewerbeflächenprofilierung Kalk-Nord
4.1 Stadtraum Kalker Hauptstraße*
4.4 Parkraumkonzept Kalk
5.1 Pilotquartier „Klimaschutz“*
5.2 Regenwassermanagement Kalk**
5.3 Photovoltaik-Offensive Kalk
5.4 Hof und Fassadenprogramm
Handlungsfeld 5:
„Klimakluges Kalk: Energie, Klima und Ressourcenschutz“
Handlungsfeld 2:
„Gut Leben in Kalk: Wohnen, Leben und Soziales“
4.2 Barrierefreies Kalk - Integriertes Wegekonzept**
4.3 Entwicklung und Ertüchtigung von Mobilitäts-Hubs
SEITE
94
96
98
98
99
99
104
106
107
107
112
114
115
115
* Leitprojekte des jeweiligen Handlungsfelds
** Weitere (strategisch/konzeptionelle) Projekte
120 | VORSTUDIE SOZIALRAUM KALK
VORSTUDIE SOZIALRAUM KALK | 121
MÖGLICHE
FÖRDERZUGÄNGE
5
122 | VORSTUDIE SOZIALRAUM KALK
MÖGLICHE FÖRDERZUGÄNGE
FÖRDERZUGANG 1
Projektübersicht
1.1 Kalker Höfe*
1.5 Initiative Spiel- und Sport*
1.2 Pocket-Park-Netz Kalk
2.1 Außenflächen Bürgerhaus Kalk*
1.3 Freilufthalle / Halle 71
2.2 Quartiersversorgung Kalk-Nord
2.3 Zukunft Pflege Kalk
Fördermöglichkeiten und Projektzuordnung
2.4 Neues Wohnen Wippermannstraße
4.1 Stadtraum Kalker Haupstraße
2.5 Wohnraumoffensive Kalk
4.2 Barrierefreies Kalk - Integriertes Wegekonzept
3.1 Osthof - Hallen Kalk
5.1 Pilotquartier „Klimaschutz“
5.2 Regenwassermanagement
1.4 Grünzug Kalk-Süd*
3.2 machwerkhaus plus
Die nachfolgende Übersicht zeigt mögliche Förderzugänge auf, welche über die
Städtebauförderung hinaus gehen. Dabei wurden nur Förderzugänge für solche Projekte
ermittelt, welche bereit einen gewissen Konkretisierungsgrad vorweisen. Hierbei ist
zu vermerken, dass einige Fördertöpfe (z.B. Wohnviertel im Wandel (EFRE.NRW)) zum
Zeitpunkt dieser Vorstudie bereits ausgeschöpft sind. Die Möglichkeit eines erneuten
Förderaufrufs ist derzeit jedoch nicht auszuschließen.
Bundesprogramm Anpassung urbaner und
ländlicher Räume an den Klimawandel
Bundesprogramm Anpassung urbaner und
ländlicher Räume an den Klimawandel
Transformationscluster Soziale Innovationen
für nachhaltige Städte
chance.natur – Bundesförderung Naturschutz
Klimaanpassung.Kommunen.NRW (EFRE.NRW)
Bundesprogramm Anpassung urbaner und
ländlicher Räume an den Klimawandel
Transformationscluster Soziale Innovationen
für nachhaltige Städte
Transformationscluster Soziale Innovationen
für nachhaltige Städte
Nationale Projekte des Städtebaus
Experimenteller Wohnungs- und Städtebau
(ExWoSt)
Modelle für Kulturinstitutionen von morgen (AT),
Kulturstiftung des Bundes
Forschungsinfrastrukturen.NRW (EFRE.NRW)
Nachhaltige Städtische Mobilität für alle (EFRE.
NRW)
Nachhaltige Städtische Mobilität für alle (EFRE.
NRW)
Deutsche Bundesstiftung Umwelt, Förder-
thema 5: Energie- und ressourcenschonende
Quartiersentwicklung und -erneuerung
Klimaanpassung.Kommunen.NRW (EFRE.NRW)
VORSTUDIE SOZIALRAUM KALK | 123
FÖRDERZUGANG 2 FÖRDERZUGANG 4FÖRDERZUANG 3
Grüne Infrastruktur
(EFRE.NRW)
Transformationscluster Soziale Innovationen
für nachhaltige Städte
Wohnviertel im Wandel
(EFRE)
Grüne Infrastruktur
(EFRE.NRW)
Transformationscluster Soziale Innovationen
für nachhaltige Städte
Wohnviertel im Wan-
del (EFRE.NRW)
Modelle für Kulturinstitutionen von morgen
(AT), Kulturstiftung des Bundes
Grüne Infrastruktur
(EFRE.NRW)
Erprobungs- und Entwicklungsvorhaben im
Bereich Naturschutz und Landschaftspflege
Wohnviertel im Wandel
(EFRE.NRW)
Klimaanpassung.Kom-
munen.NRW (EFRE.NRW)
Transformationscluster Soziale Innovationen
für nachhaltige Städte
Modellprogramm zur Entwicklung oder Erprobung in-
novativer Versorgungsansätze nach § 8 Abs. 3a SGB XI
Zukunftsfähige Innenstädte
und Zentren (ZIZ)
Experimenteller Wohnungs- und Städtebau
(ExWoSt)
Kreatives Europa – Kultur
(2021–2027)
Kreatives Europa – Kul-
tur (2021–2027)
Klimaanpassung.Kommu-
nen.NRW (EFRE.NRW)
Klimaschutzinitiative – Kommunale
Klimaschutz-Modellprojekte
progres.nrw
progres.nrw Klimaschutzinitiative – Kommunale Klima-
schutz-Modellprojekte
Wohnviertel im Wandel
(EFRE)
EU-LIFE – Programm für die Um-
welt und Klimapolitik (2021–2027)
Klimaanpassung.Kommunen.
NRW (EFRE.NRW)
* das Projekt ist vorrangig der
Städtebauförderung zuzuordnen
124 | VORSTUDIE SOZIALRAUM KALK
VORSTUDIE SOZIALRAUM KALK | 125
6
IMPRESSUM
126 | VORSTUDIE SOZIALRAUM KALK
ABBILDUNGSVERZEICHNIS
Abbildung 1 Gesamtübersicht der Stadtbezirke und V erortung des Stadtteils Kalk 11
Abbildung 2 Eindrücke aus dem Beteiligungs
verfahren. Quelle: stadtland Impuls 15
Abbildung 3 Agglomerationskonz
ept Region Rhein Köln / Bonn. Quelle: Köln/Bonn e.V. 18
Abbildung 4 Zielkarte „K
ölner Perspektiven 2030+. Quelle: Stadt Köln 20
Abbildung 5 Ziel-Karte K
öln-Kalk. Auszug aus der Zukunftsagenda (2023). Quelle: Stadt + Handel 22
Abbildung 6 Bisherige Programmgebie
te der Städtebauförderung im Sozialraum Kalk von 1990 bis 2023.
Quelle: Stadt Köln 23
Abbildung 7 Historische Kart
en Stadtteil Kalk 1904. Quelle: GeoBasis NRW 24
Abbildung 8 Historische Kart
en Stadtteil Kalk 1924. Quelle: GeoBasis NRW 24
Abbildung 9 Historische Kart
en Stadtteil Kalk 1946. Quelle: GeoBasis NRW 25
Abbildung 10 Historische Kart
en Stadtteil Kalk 1993. Quelle: GeoBasis NRW 26
Abbildung 11 Historische Kart
en Stadtteil Kalk 2018. Quelle: GeoBasis NRW 27
Abbildung 12 Bevölkerungsdicht
e Einwohner*innen / km². Quelle: Stadt Köln 28
Abbildung 13 Luftbild Stadtteil Kalk Quelle: GeoBasis NR
W 29
Abbildung 14 Grünflächenversorgung im Stadtbe
zirk Köln. Quelle: GeoBasis NRW 30
Abbildung 15 Übergeordnet
e Grünstrukturen. Quelle: Kartengrundlage GeoBasis NRW 31
Abbildung 16 Proz
entuale Flächenverteilung im Stadtteil Quelle: Stadt Köln 32
Abbildung 17 Flächenvert
eilung versiegelte Fläche zu Grünfläche. Quelle: GeoBasis NRW 32
Abbildung 18 Analyse der Grünstrukturen auf Stadtteilebene Quelle: GeoBasis NR
W 33
Abbildung 19 Haushaltsvert
eilung auf Stadtbezirksebene Quelle: Stadt Köln 34
Abbildung 20 Analyse der Bebauungsstruktur. Quelle: GeoBasis NRW 35
Abbildung 21 Soziale Infrastruktur im Stadtteil. Quelle: GeoBasis NR
W 36
Abbildung 22 Verteilung der Schüler*innen nach Schulf
orm. Quelle: Stadt Köln 38
Abbildung 23 Verortung v
on Bildungsinfrastruktur und prozentuale Verteilung der
schulpflichtigen Kinder sowie Jugendquotient in Köln Quelle: GeoBasisNRW
/ Stadt Köln 39
Abbildung 24 Nutzungsvert
eilung der Erdgeschosszonen und Einzelhandelsbedarfe Quelle: Stadt Köln 40
Abbildung 25 Gewerbestandort
e in Kalk. Quelle: GeoBasis NRW 41
Abbildung 26 Sozialversicherungspflichtigte Beschäftigt
e und Arbeitslosenquote auf Quartiersebene
Quelle: Stadt Köln 42
Abbildung 27 Ankernutzungen im Stadtteil. Quelle: GeoBasis NRW 43
Abbildung 28 Verkehrsw
ege mit Innenstadtbezug. Ziel- und Quellverkehr in Mio. Wege / Jahr.
Auszug aus dem Kurzbericht für Mobilitätsv
erhalten 2022. Quelle: Stadt Köln 44
Abbildung 29 Übergeordnet
e Ankernutzungen. Quelle. GeoBasis NRW 45
Abbildung 30 Auszug aus dem Kurzbericht für Mobilitätsv
erhalten 2022. Quelle: Stadt Köln 46
Abbildung 31 ÖPNV-Netz Stadtteil K
alk. Quelle: GeoBasis NRW 47
Abbildung 32 Auszug aus dem Kurzbericht für Mobilitätsv
erhalten 2022. Quelle: Stadt Köln 48
Abbildung 33 Bestandserhebung MIV. Quelle: GeoBasis NRW 49
Abbildung 34 Darstellung von belaste
ten Flächen bei Starkregenereignissen (links) und
Hochwassergef
ahrenflächen (rechts). Quelle: Stadt Köln 50
Abbildung 35 Hitzebelastung und Altlastenv
erdachtsflächen (oben) sowie Lärmbelastung im Stadtteil
(unten). Quelle: GeoBasis NRW 51
Abbildung 36 Potenziale (links) und R
ealisierungschancen (rechts) zur energetischen Gebäudesanierung
auf Baublockebene. Quelle: Energieatlas NRW
. LANUV 52
Abbildung 37 Dachflächenpotenziale in Kalk Quelle: GeoBasis NRW 53
Abbildung 38 Räumliche Zusammenfassung (SW
OT). Quelle: stadtland Impuls 55
Abbildung 39 Stadtraumgestaltung in Barcelona. Quelle: bar
celona.de 61
Abbildung 40 Neue Mobilitätsformen Kopenhagen. Quelle: DeutschlandFunk
-Kultur 61
Abbildung 41 Isometrie zur Ver
ortung der Handlungsräume. Quelle: stadtland Impuls 62
Abbildung 42 Kartierung der Maßnahmen im HF „Grün und F
reiraum. Quelle: stadtland Impuls 64
Abbildung 43 Isometrie mit der Ver
ortung von handlungsfeldbezogenen Maßnahmen.
Quelle: stadtland Impuls / 66
Abbildung 46 Bestandssituation Kalker Höfe. Quelle: stadtland Impuls 69
Abbildung 44 Park Duisdorf. Quelle: Stadt Bonn 69
Abbildung 48 Isometrische Darstellung des Pr
ojektbausteins „Kalker Höfe“ . Quelle: stadtland Impuls 69
Abbildung 45 Taxispark München Quelle: Stadt München 69
Abbildung 47 Bestandssituation Kalker Höfe. Quelle: stadtland Impuls 69
Abbildung 49 Isometrische Darstellung des Pr
ojektbausteins „Pocket-Park-Netz Kalk“ .
Quelle: stadtland Impuls 70
Abbildung 50 Pocket-P
ark Barcelona. Quelle: Landzine.com 71
VORSTUDIE SOZIALRAUM KALK | 127
Abbildung 51 Bestandssituation Fred-Sauer
-Platz als Teil des Pocketparknetzes. Quelle: stadtland Impuls 71
Abbildung 52 Bestandsituation Freiluft Halle /Halle 71. Quelle: stadtland Impuls 73
Abbildung 54 U-Halle Mannheim. Quelle: BUGA23 / Mannheim 73
Abbildung 56 Isometrische Darstellung des Pr
ojektbausteins „Freilufthalle“ . Quelle: stadtland Impuls 73
Abbildung 53 Bestandsituation Freiluft Halle /Halle 71. Quelle: stadtland Impuls 73
Abbildung 55 Gare-Martim Brüssel. Quelle: landzine.c
om 73
Abbildung 57 Isometrische Darstellung des Pr
ojektbausteins „Freilufthalle“ . Quelle: stadtland Impuls 74
Abbildung 58 Grünzug Antwerpen. Quelle: landzine.com 74
Abbildung 59 Bestandssituation am Ottmar-Pohl-Platz. Quelle: stadtland Impuls 75
Abbildung 60 Platzgestaltung Stadt Witten. Quelle: Bauk
ulturNRW 75
Abbildung 61 Kartierung der räumlichen Maßnahmen im HF „
Wohnen, Leben und Soziales“ .
Quelle: stadtland Impuls 78
Abbildung 62 Isometrie mit der Ver
ortung von handlungsfeldbezogenen Maßnahmen.
Quelle: stadtland Impuls 80
Abbildung 63 Bestandsituation Bürgerhaus Kalk. Quelle: stadtland Impuls 83
Abbildung 65 Quartiersplatz Prinz Eugen Quar
tier. Quelle: Stadt München 83
Abbildung 67 Isometrische Darstellung des Pr
ojektbausteins „Außenflächen des Bürgerhaus“
Quelle: stadtland Impuls 83
Abbildung 64 Bestandsituation Bürgerhaus Kalk. Quelle: stadtland Impuls 83
Abbildung 66 Doppel-Codierung von Flächen. Quelle: IBA
Wien 83
Abbildung 68 Bestandsituation Kalk-Nord. Quelle: stadtland Impuls 84
Abbildung 69 Quartiersladen Vauban-F
reiburg. Quelle: Quartiersladen.de 84
Abbildung 70 Bestandsituation der Pflege-Versorgung Caritas K
öln. Quelle. Caritas Köln 85
Abbildung 71 Neue Mobilitätsformen Pflege. Quelle: wohnen-im-Alt
er 85
Abbildung 72 Bestandssiuation Wippermann-Str.. Quelle: stadtland Impuls 86
Abbildung 73 Hunziker Areal-Z
ürich. Quelle: Mehr-als-Wohnen.de 86
Abbildung 74 Bestandssiuation Wippermann-Str.. Quelle: stadtland Impuls 87
Abbildung 75 Sonnenwend-Vier
tel Wien. Quelle: IBA Wien 87
Abbildung 76 Kartierung der räumlichen Maßnahmen im HF „
Wirtschaft, Kultur und Innovation“ .
Quelle: stadtland Impuls 90
Abbildung 77 Isometrie mit der Ver
ortung von Maßnahmen. Quelle: stadtland Impuls 92
Abbildung 78 Bestands-Situation Osthof Hallen Kalk. Quelle: stadtland Impuls 95
Abbildung 82 Isometrische Darstellung des Pr
ojektbausteins „Osthof Kalk“ . Quelle: stadtland Impuls 95
Abbildung 80 Uferhalle e.V. Berlin. Uf
erhallen-ev.de 95
Abbildung 79 Bestands-Situation Osthof Hallen Kalk. Quelle: stadtland Impuls 95
Abbildung 81 Alte Spinnerei Leip
zig. Quelle: Spinnerei.de 95
Abbildung 83 Bestandsituation machwerkhaus. Quelle: stadtland Impuls 97
Abbildung 85 Konzeptskizze mach
werkhaus Köln. Quelle: machwerkhaus Köln gmbH 97
Abbildung 84 Bestandsituation machwerkhaus. Quelle: stadtland Impuls 97
Abbildung 86 Kartierung der Maßnahmen im HF „Mobilität und Digitalisierung“ . Quelle: stadtland Impuls 100
Abbildung 87 Isometrie mit der Ver
ortung von Maßnahmen. Quelle: stadtland Impuls 102
Abbildung 88 Bestandssituation Kalker Haupstraße Quelle: stadtland Impuls 105
Abbildung 90 Beispielhafte Umsetzungen des Masterplan Gehen
Wien. Quelle: Stadt Wien 105
Abbildung 92 Isometrische Darstellung des Pr
ojekts“Kalker Hauptstraße“ Quelle: stadtland Impuls 105
Abbildung 89 Bestandssituation Kalker Haupstraße Quelle: stadtland Impuls 105
Abbildung 91 Straßenraum in Kopenhagen. Quelle: Z
ukunft-Mobilität.net 105
Abbildung 93 Bestandssituation Kalker Hauptstraße. Quelle: stadtland Impuls 106
Abbildung 94 Projektraum Mast
erplan Gehen Wien. Quelle: Stadt Wien 106
Abbildung 95 Kartierung der räumlichen Maßnahmen im HF „Ener
gie, Klima und Ressourcenschutz“ 108
Abbildung 96 Isometrische Darstellung des Pr
ojekts “Kalker Hauptstraße“ Quelle: stadtland Impuls 110
Abbildung 97 Bestandssituation Kalk-Nord Quelle: stadtland Impuls 113
Abbildung 101 Isometrische Darstellung des Pr
ojekts “Pilotquartier Klimaschutz“ Quelle: stadtland Impuls 113
Abbildung 99 Klimaquartier „Prinz-Eugen-Quar
tier“ in München. Quelle: Stadt München 113
Abbildung 98 Bestandssituation Kalk-Nord. Quelle: stadtland Impuls 113
Abbildung 100 Ökologische Quartier Malmö (Schw
eden). Quelle: Aline Lessnerin dbz 113
Abbildung 102 Bestandssituation in Kalk. Quelle: stadtland Impuls 114
Abbildung 103 Regenwassermanagement in Ostfildern. Quelle: deutsche-
wohnwerte.de 114
Abbildung 104 Räumliche Zusammenfassung der Maßnahmen. Quelle: stadtland Impuls 117
128 | VORSTUDIE SOZIALRAUM KALK
VORSTUDIE SOZIALRAUM KALK | 129
IMPRESSUM
PROJEKTVERANTWORTLICHE
Stadt Köln
Amt für Stadtentwicklung und Statistik
Willy-Brandt-Platz 2
50679 Köln
Brigitte Scholz
Amtsleitung
Email: Brigitte.Scholz@Stadt-Koeln.de
PROJEKTBEGLEITUNG
stadtland IMPULS
Büro für Stadtplanung und strategische Projektentwicklung
Dr. Wolfgang Wackerl
Komödienstraße 11
50667 Köln
Telefon
+49 (0
) 221 888 9999 5
E-Mail info@
stadtland-impuls.de
Web www.
stadtland-impuls.de
Dr. Wolfgang Wackerl, Leif Ströher, Chiara Steinert, Sebastian Pilz, Tobias Ehrlich, Michelle Smuda, Karim Haisel
- Karten, Skizzen, Grafik, Schemata, Fotos und Layout sofern nicht anders angegeben: Karim Haisel, Michelle
Smuda, Tobias Ehrlich, Sebastian Pilz, Chiara Steinert, Leif Ströher, Dr. Wolfgang Wackerl
stadtland IMPULS - Büro für Stadtplanung und strategische Projektentwicklung
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Köln, Juli 2024
Beratungsverlauf (2)
Beschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungBeschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- 1683/2024/1
- Typ
- Mitteilung Ausschuss
- Datum
- 16.10.2024
- Erstellt
- 25.09.2024 15:27