Mandari Insight

1903/2025

Bürgereingaben gem. §24 GO, Umsetzung eines Superblock-Konzepts für das Nippeser Clouth-Quartier („LebeVeedel“-Konzept)

Beschlussvorlage Bezirksvertretung 16.06.2025

KI-Zusammenfassung

Klicken Sie, um eine KI-Zusammenfassung dieses Vorgangs zu erstellen.

KI-Analyse läuft...

vergangen

Was passiert gerade?

  • 📄 Dokumente werden analysiert...
  • 🤔 KI denkt nach (Reasoning-Modell)...
  • ✍️ Zusammenfassung wird geschrieben...
  • ⏳ Das dauert etwas länger bei komplexen Dokumenten...

Dieser Vorgang kann 1-3 Minuten dauern. Bitte lassen Sie die Seite geöffnet.

Nächste Beratung: Bezirksvertretung 5 (Nippes), Sitzung am 09.09.2025, TOP 2.1

Anlage 3 Bürgereingabe Auf dem Stahlseil

· application/pdf

Ansehen

Anlage 2 Bürgereingabe "LebeVeedel"

· application/pdf

Ansehen

Anlage 1 Öffentlichkeitsbeteiligung

· application/pdf

Ansehen

Beschlussvorlage Bezirksvertretung

· application/pdf

Ansehen

Anlage 3 Bürgereingabe Auf dem Stahlseil

6347 Zeichen

Anlage 3 
 
Bürgerantrag gemäß § 24 Gemeindeordnung Nordrhein-Westfalen 
 
Betreff: Langfristige Unterbindung der Durchfahrt von Kraftfahrzeugen „Auf dem Stahlseil“ (Ost-
West-Teilstück) 
 
Sehr geehrte Frau Bezirksbürgermeisterin Siebert, 
 
wir bitten Sie, den folgenden Bürgerantrag zum Beschluss auf die Tagesordnung einer der nächsten 
Sitzungen der Bezirksvertretung zu setzen: 
 
Antrag: 
1)  Auf dem in Ost-West-Richtung verlaufenden Teilstück der Straße "Auf dem Stahlseil" auf dem 
Clouth-Gelände wird die Durchfahrt für Kraftfahrzeuge zwischen der Tiefgaragenein-/ausfahrt - wie 
auf beigefügter Karte (Anlage 1) dargestellt - dauerhaft unterbunden. 
2)  An allen Zufahrten zum verkehrsberuhigten Bereich „Auf dem Stahlseil“ wird ein Zusatzschild 
angebracht, das die wichtigsten Regeln in dieser Zone verdeutlicht. 
 
Begründung: 
 
Der gesamte Bereich der Straße "Auf dem Stahlseil" ist als verkehrsberuhigter Bereich 
(Verkehrszeichen 325.1) ausgewiesen. Aufgrund einer Baumaßnahme ist seit August 2022 das in 
Ost-/West-Richtung verlaufende Teilstück dieser Straße für die Durchfahrt von Kraftfahrzeugen  
gesperrt. Die Sperrung dieses Teilstücks hat sich bewährt: Sie hat zu einer erheblichen 
Verkehrsberuhigung in diesem Straßenbereich geführt und einen sicheren Durchgang für Fußgänger 
und Fahrradfahrer zwischen der Halle 17 und der Josefine-Clouth-Straße geführt, den vermehrt 
auch Verkehrsteilnehmer aus anderen Bereichen des Clouth-Quartiers und darüber hinaus aus Alt-
Nippes nutzen. 
Demgegenüber sind die entstandenen Umwege bei den Zu-/Ausfahrten zu bzw. aus den „Auf dem 
Stahlseil“ belegenen Tiefgaragen kaum von Bedeutung. Die aktuelle Praxis zeigt, dass dadurch auch  
keinerlei Schleich- oder Suchverkehr generiert wird. Auch die Entsorgung der Müllbehälter der 
Hausnummern 4 und 7 erfolgt unproblematisch, obwohl die Fahrzeuge der AWB idR rückwärts von 
der Halle 17 in diesen Straßenbereich einfahren. Eine entsprechende Müllentsorgung besteht bereits 
im Verkersberuhigten Bereich der Kautschukstraße zwischen Luftschiffplatz und Niehler Straße, 
dessen nördliche Zufahrt mit einer Durchfahrtsperre blockiert ist. 
 
Entgegen empfohlener Praxis befinden sich im Nord-Süd verlaufenden Teil des verkehrsberuhigten 
Bereichs „Auf dem Stahlseil“ bereits zwei Tiefgaragenzufahrten, was unglücklicherweise relativ 
viel Verkehr verursacht. Ebenfalls problematisch ist die Anlage von 18 kostenlosen oberirdischen 
PKW-Stellplätzen in diesem Bereich; mindestens sechs weitere Flächen werden routinemäßig 
ordnungswidrig als Parkplatz missbraucht. Letzteres ist auch darauf zurückzuführen, dass die 
offiziellen Stellplätze lediglich an einer leicht dunkleren Graufärbung der Pflastersteine zu erkennen 
ist; mehrere Gespräche mit den entsprechenden Fahrzeughalter*innen deuten stark darauf hin, dass 
dieses farbliche Signal zur Unterscheidung der offiziellen Stellplätze von den ordnungswidrig 
genutzten Flächen vielen Fahrzeugnutzer*innen nicht bekannt ist. 
 
Weiter ist zu bedauern, dass sich eine große Zahl von Fahrzeugnutzern*innen  (geschätzt ca. 90% 
aller Fahrzeuge) in diesem Bereich nicht an die vorgegebene Schrittgeschwindigkeit hält. Diese ist 
gemäß verschiedener Präzedenzurteile auf 5 bis maximal 7 km/h beschränkt.  
 
All dies beeinträchtigt den eigentlich intendierten Effekt von gefahrlosen spontanen Begegnungen 
unter Nachbar*innen und vor allem das sorgenfreie Spiel von Kindern und Jugendlichen enorm.

Eine dritte Tiefgarage wird nach Fertigstellung der vorgenannten Baumaßnahme in dem derzeit 
gesperrten Teilbereich der Straße „Auf dem Stahlseil“ hinzukommen und zusätzlichen Verkehr 
erzeugen. Eine dauerhafte Sperre könnte jedoch die aus Westen kommenden bzw. nach Westen 
fahrenden Fahrzeuge über die Kautschuk- und die Josefine-Clouth-Straße zu der neuen Tiefgarage 
lenken. Die entstehenden Umwege sind mit ca. 150 Metern vernachlässigbar und gegenüber dem 
erzielten Erfolg (sicherer Spielort für Kinder und Jugendliche, Nutzung für spontane soziale 
Interaktion der Anwohner und Besucher dieses Bereichs) von nachrangiger Bedeutung. Eine 
Abwägung von V or- und Nachteilen der beantragten Regelung spricht nach Auffassung der 
Unterzeichner für eine dauerhafte Unterbindung der Durchfahrt für Kraftfahrzeuge in dem in Ost-
West-Richtung verlaufenden Teil der Straße „Auf dem Stahlseil“. 
 
Die Unterzeichner beantragen daher, die derzeit auf die Baumaßnahme Josefine-Clouth-Straße/Auf 
dem Stahlseil  befristete Durchfahrtsperre auf dem in Ost-/West-Richtung verlaufenden Teilstück 
der Straße „Auf dem Stahlseil“ dauerhaft einzurichten. Diese Maßnahme würde zusätzlich erlauben, 
den derzeit gesperrten Bereich der Straße für eine verstärkte Begrünung zu nutzen, um das im 
Gewinnerkonzept des städtebaulichen Wettbewerbs von Land/BSV angestrebte Verhältnis von 
Stellplätzen zu Bäumen von 2:1 zu verbessern. 
  
Für eine solche Durchfahrtsbeschränkung eignen sich verschiedene Maßnahmen wie manuell 
bedienbare Poller, versenkbare Poller, fahrbare Blumenkästen o.ä. Dadurch kann sichergestellt 
werden, dass Rettungsfahrzeuge und Müllfahrzeuge von der Beschränkung ausgenommen sind. Die 
Entsorgung der Müllbehälter der Anlieger der Gebäude Auf dem Stahlseil 7 und 4 und des Neubaus 
an der Josefine-Clouth-Straße könnte von nur einer Seite (entweder aus Richtung der J. Clouth-
Straße oder der Halle 17) erfolgen und so Umwege der Müllfahrzeuge reduzieren. 
 
Um sicherzustellen, dass die häufigen Ordnungswidrigkeiten beim Abstellen von Fahrzeugen sowie 
die gefährlich erhöhten Geschwindigkeiten nicht auf mangelndes Wissen zurückzuführen ist, 
beantragen wir weiterhin die Anbringung je eines Schildes an den zwei Zufahrten zum 
verkehrsberuhigten Bereich, das die wichtigsten Regeln in dieser Zone laut StVO verdeutlicht. 
Solche Schilder werden in anderen deutschen Kommunen (z.B. Lüneburg, Peißenberg) 
routinemäßig angebracht. Ein entsprechendes Gesuch an die Kölner Verwaltung wurde zwar bereits 
abgelehnt, die Ablehnungsgründe vermögen jedoch nicht zu überzeugen. Die entsprechende 
Korrespondenz kann gern nachgereicht werden. 
 
Die hiermit beantragten Maßnahmen finden bei den Anwohnern im Bereich der Straße „Auf dem 
Stahlseil“ breite Unterstützung. Eine Unterschriftenliste mit Namen und Adressen der 
Unterstützer*innen kann ebenfalls gern nachgereicht werden.

Anlage 2 Bürgereingabe "LebeVeedel"

111814 Zeichen

In Kopie an die Vertreter*innen folgender Parteien in der Bezirksvertretung Nippes:  
Bündnis 90/Die Grünen, SPD, CDU, FDP, DIE LINKE, GUT/Klima Freunde, Die PARTEI 
 
 
Köln, 15. April 2024 
 
Umsetzung von Modul 1  bis 5 des LebeVeedel Konzeptes im Clouth Quartier  
Hier: Anregung und Beschwerde gemäß § 24 Gemeindeordnung NRW  
 
 
Sehr geehrte Mitglieder des Ausschusses für Bürgerbeteiligung, Anregungen und Beschwerden , 
 
die Unterzeichner*innen wenden sich hiermit an Sie im Sinne § 24 der Gemeindeordnung Nordrhein-
Westfalen (GO NRW) mit der Eingabe zur Umsetzung des beiliegenden LebeVeedel  Konzeptes im 
Nippeser Clouth Quartier. Aufgrund seines interdisziplinären Charakters empfehlen wir die fachliche 
Bearbeitung durch eine dezernats- und ämterübergreifende Projektgruppe.  
 
Im Namen der Bürger*innen-Initiative LebeVeedel  
 
      
 
 
  
 
 
     
 
Geschäftsstelle für Anregungen und Beschwerden  
an Rat und Bezirksvertretungen 
z.Hd. Ausschuss für Bürgerbeteiligung, Anregungen und Beschwerden 
-- Bezirksvertretung Nippes -- 
Ludwigstraße 8 
50667 Köln

LebeVeedel Bürgereingabe nach §24 GO NRW – April 2024 Seite 1 
 
 
LebeVeedel 
 
Bürgereingabe nach §24 -GO NRW 
 
 
Detailszene einer Visualisierung nach Umsetzung des LebeVeedel Konzeptes  
 
 
 
Bürger*innen-Initiative LebeVeedel  
 
 
 
  
© Joanna Podszus , 2023

LebeVeedel Bürgereingabe nach §24 GO NRW – April 2024 Seite 2 
 
 
Die Essenz   
Wie die detaillierte Analyse des Clouth Quartiers (S. 6 - 17) zeigt, schlummern dort noch viele un-
genutzte Potenziale, um es zu einem wahrlich lebenswerten, kinder - und seniorenfreundlichen, 
nachhaltigen und dem Klimawandel angepassten Quartier zu machen. 
Um diese Potenziale zu aktivieren, wurde das vorliegende Konzept seit 2020 von engagierten 
Bürger*innen mit professioneller Unterstützung entwickelt. Es formuliert eine ganzheitliche 
Vorstellung vom Clouth Quartier im Jahre 2030. Um sich schnell auf diesen Weg zu machen, möge 
die Bezirksvertretung Nippes beschließen, die Verwaltung mit der Umsetzung der folgenden 
Maßnahmen bis Ende 2025 zu beauftragen: 
• Modul 1: Deutlich vermehrte Begrünung des Luftschiffplatzes (siehe S. 18). 
• Modul 2: Optimierung der verkehrlichen Erschließung mit dem Zweck, Schleichverkehr 
durchs Quartier zu unterbinden bzw. zu verringern und straßenbegleitende Flächen für 
nicht-verkehrlichen Mehrwert umzuwidmen . Dies kann in verschiedene n Varianten 
geschehen , je nachdem, ob die Quartiers-Durchfahrt unterbunden werden soll. Geringst-
investive Varianten lassen sich mithilfe einiger modaler Filter in wenigen Tagen umsetzen, 
erfordern aber eine spätere zwingende Ergänzung durch Modul 6. Alternativ wären bauliche 
Maßnahmen nach dem Woonerf-Prinzip erforderlich. Diese grundsätzliche Varianten-
entscheidung obliegt den Mitgliedern der BV-Nippes (siehe S. 19ff). 
• Modul 3: Die Einführung des Bewohnerparkens  ist dringend geboten, weil mehrere 
existierende Bewohnerparkgebiete westlich des Clouth Quartiers augenscheinlich einen 
gewissen „Parktourismus“ auslösen. Zudem untergräbt das Angebot an kostenlosen 
Stellplätzen gemäß wissenschaftlichem Konsens die Wirkung des reduzierten Stellplatz-
schlüssels und der De-facto- Quartiersgarage in „Clouth 104“. Modul 3 löst nur geringen 
Finanzbedarf aus und lässt sich sehr zeitnah umsetzen (siehe S. 25ff). 
• Modul 4: Schnelle Aufwertung des öffentlichen Raums durch Tactical Urbanism. Die durch 
Modul 2 mobilisierten Flächenpotenziale sollen durch gering-investive und teilweise 
temporäre Maßnahmen unmittelbar genutzt werden. Somit lässt sich die Aufenthaltsqualität 
direkt erhöhen und erlebbar machen. Dazu eignen sich Möblierungen, Farbe, mobile 
Begrünungen, Spielanlässe etc., die zusammen mit Bürger*innen errichtet und gepflegt 
werden können  (siehe S. 28). 
• Modul 5: Erhöhung der Attraktivität des Umweltverbundes. Bei der Planung des Clouth 
Quartiers wurden einige einfache, international etablierte Maßnahmen zur Förderung des 
Fuß- und Radverkehrs verpasst; einige leicht nachzuholende Elemente sind Teil von Modul 5, 
das ebenfalls die Ausweitung des CarSharing-Angebots und die Optimierung der Route der 
Buslinie 140 beinhaltet (siehe S. 30).

LebeVeedel Bürgereingabe nach §24 GO NRW – April 2024 Seite 3 
 
 
Eine Umsetzung dieser Maßnahmen bis Ende 2025 ist planerisch, finanziell und logistisch 
unproblematisch. Man könnte sie auch als „niedrig hängende Früchte“ bezeichnen.  
Um diesen Prozess bestmöglich zu starten und zu begleiten, möge die Bezirksvertretung Nippes 
bereits jetzt zwei extrem wichtige ergänzende Maßnahmen beschließen: 
• Modul Kommunikation: Die Umsetzung einer Kommunikations- und Dialogstrategie, um 
sicherzustellen, dass alle Menschen, die im und um das Clouth Quartier herum wohnen und 
arbeiten, das Anliegen und die daraus resultierenden Maßnahmen verstehen und als 
mindestens nachvollziehbar, idealerweise als vorteilhaft empfinden (siehe S. 32). 
• Modul Evaluation und wissenschaftliche Begleitung: Die Analyse des Vorher- und Nachher-
Zustands und eine qualitative Prozessevaluierung sind unentbehrlich, um ggf. Nach-
justierungen vorzunehmen und um alle relevanten Wirkungszusammenhänge tiefgründig zu 
verstehen . Dies ist essenziell für Bemühungen, die gewonnenen Erfahrungen für andere 
Quartiere nutzbar zu machen (siehe S. 33). 
Modul 6 (Verschwenkungen, Schlaufenplan, Entsiegelung, Begrünung) ist nicht Teil der Forderungen 
der vorliegenden Bürgereingabe. Dies unter anderem deshalb, weil einige der darin erwähnten 
Maßnahmen andere Akteure  tangieren (Rat der Stadt Köln, Privatwirtschaft, Zivilgesellschaft) oder 
weil sie finanziell oder zeitlich anspruchsvoller sind. Dennoch werden diese Maßnahmen erwähnt, 
um einen Blick auf das „große Ganze“ zu ermöglichen. Das volle Potenzial kann nämlich ausge-
schöpft werden durch Fahrbahnverschwenkungen, ggf. durch Einbahnstraßen gemäß einem 
„Schlaufenplan“, durch Entsiegelungen von Asphalt mit anschließender intensiver Begrünung in 
mikroklimatisch spürbarem Ausmaß.  
Die jahrelange intensive Auseinandersetzung mit dem Clouth Quartier machte klar, dass es sich in 
besonderer Weise dazu eignet, als Blaupause für die Nachjustierung eines Bestandsquartiers zu 
dienen. Selbstverständlich lässt sich davon auch viel für die zeitgemäße Planung verschiedener 
Neubaugebiete lernen: Parkstadt Süd, Deutzer Hafen, Mülheimer Süden, Kreuzfeld, Porzer Süden 
u.a. Es stünde unserem quirligen Stadtbezirk Nippes gut an, die Heimat eines solchen Leuchtturm-
Quartiers zu sein.  
Dies und nicht weniger ist der Anspruch der Initiative LebeVeedel und wir laden die Mitglieder der 
Bezirksvertretung Nippes dazu ein, sich dieser Ambition anzuschließen.

LebeVeedel Bürgereingabe nach §24 GO NRW – April 2024 Seite 4 
 
 
Inhaltsverzeichnis 
 
Die Essenz ................................ ................................ ................................ ................................ .... 2 
1. Präambel ................................ ................................ ................................ ................................ .. 5 
2. Das Clouth Quartier im Bestand ................................ ................................ ................................ . 6 
2.1 Versiegelung und Überhitzung ................................ ................................ ..........................  6 
2.2 Mangelnde Aufenthaltsqualität / geringe strukturelle Einladung zu sozialer Interaktion..... 10 
2.3 Gefahren durch den fließenden und ruhenden Verkehr ................................ ...................  12 
2.4 Herausforderungen des demographischen Wandels ................................ ........................  14 
2.5 Fehlende bzw. ungeeignete Räume für Kinder und Jugendliche ................................ ........  14 
2.6 Suboptimale Attraktivität des Umweltverbundes ................................ .............................  15 
3. Das LebeVeedel Konzept ................................ ................................ ................................ .........  17 
Modul 1: Deutlich vermehrte Begrünung des Luftschiffplatzes ................................ ..................  18 
Modul 2: Optimierung der verkehrlichen Erschließung ................................ ..............................  19 
Modul 3: Einführung des Bewohnerparkens ................................ ................................ .............  25 
Modul 4: Schnelle Aufwertung des öffentlichen Raums durch Tactical Urbanism ........................  28 
Modul 5: Erhöhung der Attraktivität des Umweltverbundes ................................ ......................  30 
Modul Kommunikation................................ ................................ ................................ ............  32 
Modul Evaluation und wissenschaftliche Begleitung ................................ ................................ . 33 
Modul 6: Schlaufen, Umwidmungen, Verschwenkungen, Entsiegelung, Begrünung und 
verkehrsberuhigte Bereiche................................ ................................ ................................ ..... 34 
4. Das Clouth Quartier im Jahr 2030 ................................ ................................ .........................  42 
5. Transparenz, Beteiligung und Dialog ................................ ................................ ........................  45 
Schlussbemerkung ................................ ................................ ................................ ......................  48 
Quellenverzeichnis ................................ ................................ ................................ .....................  49 
 
 
Anhang 1: Liste aller Unterzeichner*innen

LebeVeedel Bürgereingabe nach §24 GO NRW – April 2024 Seite 5 
 
 
1. Präambel 
Diese Bürgereingabe verfolgt eine Verbesserung folgender Qualitäten im Clouth Quartier: 
A. Lebens- und Aufenthaltsqualität: 
• Attraktive öffentliche Räume für alle, auch für junge und alte Menschen  
• Ästhetische Attraktivität durch Vegetation, Kunst, Wasser etc. 
• Habitatfunktion für Flora und Fauna (Biodiversität) 
B. Soziale Interaktion und Zusammenhalt 
• Nachbarschaftlichkeit als Faktor für Zufriedenheit und als Sicherungsnetz 
• Eindämmung der Vereinsamungsgefahr, v.a. für ältere Menschen  
• Mobilisierung der kollektiven Handlungsfähigkeit durch Netzwerkbildung 
C. Resilienz 
• Anpassung an den demographischen Wandel 
• Klimawandelanpassung: Kühlung durch Beschattung und Begrünung / Evapotranspiration 
• Klimawandelanpassung: Wassermanagement (Retention und Versickerung)  
D. Sicherheit 
• Reduktion von Angsträumen durch Präsenz im öffentlichen Raum 
• Verbesserung der Verkehrssicherheit für alle Bevölkerungsgruppen  
E. Gesundheit  
• Reduktion von Gesundheitsrisiken (Übergewicht, Diabetes etc.) durch eine relative 
Verbesserung der Bedingungen für die Fortbewegung zu Fuß und mit dem Fahrrad 
• Verringerung von Hitzestress durch Reduktion der Maximaltemperaturen 
Die LebeVeedel Initiative entstand 2020 aus Diskussionen einiger Clouth-Bewohner*innen, die ihre 
persönliche und fachliche Erfahrung - unter anderem mit vergleichbaren Quartieren in anderen 
Städten - mit der Realität im Clouth Quartier verglichen. Dadurch wurde klar, dass in diesem Areal 
noch viele ungenutzte Potenziale stecken. Diese gilt es zu heben durch die Kombination der 
jeweiligen Stärken, Ressourcen, Kontakte, Ideen etc. von bürgerschaftlichen Gruppen und Vereinen, 
der Privatwirtschaft, des Bezirks Nippes und der Stadt Köln als ein „ko-kreativer” Gesamtprozess. 
In diesem Sinne haben wir bereits in den vergangenen vier Jahre großen Wert gelegt auf einen 
offene n Dialog mit verschiedensten Akteuren, zum Beispiel mit Vertreter*innen der BV-Nippes, mit 
der modere stadt GmbH, mit dem Nachbarschaft Clouth e.V. und in besondere m Maße mit den 
Bewohner*innen des Quartiers, um deren Anliegen, Sorgen und Ideen bestmöglich zu verstehen und 
zu berücksichtigen (Details ab S. 45). Als Ergebnis erfreut sich das LebeVeedel Konzept einer sehr 
breiten Unterstützung. Dies wurde klar in mehreren Veranstaltungen und Diskussionsrunden1. Bisher 
haben xxx Personen ihre Unterstützung für das Konzept erklärt (siehe Unterschriften in Anhang 1).  
 
1 Besonders erwähnenswert ist der LebeVeedel Dialogtag am 26.10.2023 , an dem 38 Personen teilnahmen

LebeVeedel Bürgereingabe nach §24 GO NRW – April 2024 Seite 6 
 
 
2. Das Clouth Quartier im Bestand  
Der Ist-Zustand des Clouth Quartiers wird in folgenden Unterkapiteln beschrieben : 
● Versiegelung und Überhitzung 
● Mangelnde Aufenthaltsqualität 
● Gefahren des fließenden und ruhenden Verkehrs 
● Herausforderungen des demographischen Wandels  
● Fehlende bzw. ungeeignete Räume für Kinder und Jugendliche 
● Suboptimale Attraktivität des Umweltverbundes  
 
2.1 Versiegelung und Überhitzung 
Selbst Kölns Beigeordneter für Umwelt, William Wolfgramm, 
anerkennt den Mangel an blauer und grüner Infrastruktur im 
Clouth Quartier (siehe Abbildung 1) aufgrund des hohen 
Versiegelungsgrades.  Bestätigt wird diese Diagnose auch in 
der Schlussfolgerung des offiziellen Fußverkehrs-Checks im 
Auftrag der Stadt Köln, der Ende 2023 auch das Clouth 
Quartier unter die Lupe nahm und dabei die „starke 
Versiegelung und Hitzeinseln im Sommer“ beklagte 
(Planungsbüro VIA, 2023) 
Die offensichtlichste Form der Versiegelung sind asphaltierte Straßen, die in Abbildung 3 als 
dunkelgraue Flächen dargestellt sind. Weitere Versiegelung wird verursacht durch Flächen für den 
ruhenden Verkehr. Abbildung 3 zeigt daher alle ca. 260 straßenbegleitenden Kfz-Stellflächen in 
dunkelrot; eine im Vergleich mit anderen Wohnquartieren sehr großzügige Anzahl2. Diese 
großzügige Bereitstellung von oberirdischen Kfz-Stellplätzen widerspricht einem wichtigen Prinzip 
des Bebauungsplans für das Clouth Quartier. Dort heißt es: „Stellplätze sind überwiegend 
unterirdisch vorgesehen, um oberirdisch Bepflanzungen und Aufenthaltsflächen für die Nutzer 
schaffen zu können“ (Stadt Köln, 2009, S. 8) 
 
Darüber hinaus werden ca. 60 Plätze sehr regelmäßig als illegale Stellflächen missbraucht (hellrot). 
Dieser Flächenverbrauch ist umso bedauerlicher, als mit der Tiefgarage unter dem Clouth 104 
Gebäude eine öffentlich nutzbare und extrem unter-ausgelastete De-facto-Quartiersgarage existiert.  
Teilversiegelt sind weitere Flächen für den Fußverkehr durch eine enge Pflasterung, auf der ebenfalls 
keine Begrünung möglich ist und die eine Vor-Ort-Versickerung von Regenwasser erschwert. Auch 
die von Gebäuden bestandenen Flächen verhindern offensichtlich eine Vor-Ort-Versickerung und 
gelten damit als versiegelte Flächen.   
 
2 260 Stellplätze im öffentlichen Raum bei ca. 1 .200 Wohneinheiten ergibt eine Quote von 0,217 SP / WE. In der fast gleich 
alten Prinz-Eugen-Siedlung in München beträgt dieser Wert 0,1 (180 SP / 1800 WE). 
Abbildung 1: William Wolfgramm in einem 
Interview mit der Stadtrevue, Ausgabe 
7/2023. https://tinyurl.com/mryu66kt

LebeVeedel Bürgereingabe nach §24 GO NRW – April 2024 Seite 7 
 
 
Auch Tiefgaragen gelten als (teil)versiegelte Fläche, weil darüber nur eine qualitativ minderwertige 
Begrünung durch flach-wurzelnde, kleine und leichte Bäume möglich ist. Bei einer Sanierung der 
Tiefgaragendecken, wie es in größeren Zeitabständen unvermeidlich ist, müssen Bäume sogar 
komplett entfernt werden. Zudem wird durch Tiefgaragen die Vor-Ort-Versickerung von Wasser und 
die Grundwasserneubildung 3 verunmöglicht (siehe Abbildung 2).  
Abbildung 3 zeigt somit alle komplett und teil-versiegelten Flächen im Clouth Quartier. 
 
 
3 Ein weiterer, wenig bekannter, Vorteil von lokaler Grundwasserbildung besteht darin, dass „gut wasserversorgte Böden … 
Feuchtigkeit an die Luft ab[geben] und diese kühlen“ (Offermann et al., 2022, S. 202). Dies gilt auch für oberflächliches 
Wasser, das nicht sofort in der Kanalisation verschwindet : Es hat Zeit zu verdunsten. Durch diesen Phasenübergang von 
flüssig  zu gasförmig  wird der Umgebung Energie in Form von Wärme entzogen  – das Kleinklima wird abgekühlt. 
Abbildung 2. Tiefgarage noch ohne Su bstratüberdeckung (Ecke Josefine-Clouth-Straße / Auf dem Walzwerk). 
Erkennbar wird der vollständige  Versiegelungseffekt einer Tiefgarage.

LebeVeedel Bürgereingabe nach §24 GO NRW – April 2024 Seite 8 
 
 
 
Abbildung 3: Das Clouth Quartier mit den verschiedenen Arten der Versiegelung.  
Die Auswirkungen dieses hohen Versiegelungsgrades verstärken sich teilweise gegenseitig:  
● Hohe Abflussraten von Regenwasser. Dies erhöht die Wahrscheinlichkeit einer Überlastung der 
Kanalisation und das Hochwasserrisiko. 
● Verhinderung der Vor-Ort-Neubildung von Grundwasser, also eine schlechte Wasserversorgung 
für dringend benötigte Bäume.

LebeVeedel Bürgereingabe nach §24 GO NRW – April 2024 Seite 9 
 
 
● Aufheizung durch dunkle Asphalt- und Pflasterflächen. Viele Gebäudefassaden sind dunkelrot, 
einige nahezu schwarz, die meisten Dächer dunkel gekiest, Fassaden zumeist unbegrünt.  
● Oberflächliche Flächenkonkurrenz zu Lasten von Vegetation aller Art; von Wiesen, Hecken und 
Bäumen.  
● Verunmöglichung von großen Bäumen über den enorm vielen Tiefgaragen.  
Die hohe Versiegelung verursacht Einbußen an Ästhetik, Lärmschutz, Luftreinigung, Biodiversität, 
Kohlendioxidbindung, Stressreduktion 4, Schattenwurf und evaporative Kühlung. Letztere s ist 
ausgesprochen bedauerlich, weil ein Baum von der Größe einer 20 Jahre alte Linde einen Kühlungs-
effekt wie 20 Kühlschränke hat; ein Großbaum, etwa eine 80-jährige Linde, wie 208 Kühlschränke5. 
Die spärliche Anzahl an straßenbegleitenden Bäumen6 und die Verunmöglichung großer Bäume in 
privaten Gärten über den Tiefgaragen ist daher der Haupt-Faktor für die in den letzten Jahren 
erlittene sommerliche Überhitzung des Geländes 7. Eine Studie des Umweltbundesamtes hat das 
Clouth Quartier auf seine Hitzeresilienz untersucht und schlussgefolgert, dass hier „Extrembereiche 
mit einer PET8 von 60 °C und mehr … vor den sonnenbeschienenen Fassaden zu finden sind “ 
(Offermann et al., 2022, S. 129). Diese Studie empfiehlt als Ergebnis einer aufwändigen digitalen 
Quartierssimulation, dass der „Flächenanteil von begrünten Flächen stark erhöht und damit der 
Versiegelungsgrad deutlich verringert“ wird (ebd., S. 129). Ansonsten steht zu befürchten, dass 
Selbsthilfebemühungen einiger Bewohner*innen zur Installation von Klimaanlagen führen könnten, 
was die Überhitzung des Außenraums sogar verschlimmern würde. 
All dies steht im Widerspruch zum 
Gewinnerkonzept des städtebaulichen 
Wettbewerbs für das Clouth Quartier 
von LAND / BSV mit dem Titel „Das 
Grüne Quartier”. Die Essenz dieses 
Konzepts zeigt Abbildung 5.  Demnach 
wurden ca. 120 weniger Bäume als 
ursprünglich vorgesehen gepflanzt. 
Wesentlich dafür ist die Abweichung 
von folgender planerischen Empfehlung: 
„Den Stellplätzen als Längsparker 
 
4 Der Anblick von Grün und das Erleben von Natur (insbesondere Vögeln) führt nachweislich zur Reduktion von Stress. 
(Sander und Tietze, 2023) 
5 Rötzer, zitiert in TUM, 2023, ab Minute 28 
6 Erwähnenswert ist auch die Baumsortenwahl: Linden werden bis zu 40, Platanen bis zu 50 Meter n hoch. Die auf Clouth 
gepflanzten Judasbäume und Amberbäume erreichen maxima l 10-13 bzw. 10-20 Meter mit überproportional viel kleinerer 
Blattoberfläche (= Verdunstungsleistung = Kühlungsleistung). 
7 Unglücklich ist in diesem Kontext die Mauer, die über ca. 250 Meter den Kaltluftabfluss aus dem Johannes-Giesberts-Park 
in das Clouth Quartier verhindert. 
8 Physiological Equivalent Temperature 
Abbildung 4. Titelbild des Gewinnerkonzeptes für das Clouth 
Gelände. (Land / BSV, 2014)

LebeVeedel Bürgereingabe nach §24 GO NRW – April 2024 Seite 10 
 
 
werden je zwei Stellplätze ein Gehölz … 
zugeordnet” (Land / BSV, 2014); 
tatsächlich gibt es nur nach jeweils vier 
bis fünf Stellplätzen einen Baum. 
Ein Widerspruch liegt ebenso vor mit 
dem Bepflanzungskonzept Clouth 
Quartier (KLA & LAND, 2015), das eine 
höhere Vegetationsdichte vorsieht, sowie 
mit den Handlungsprinzipien der Kölner 
Stadtentwässerungsbetriebe , die seit 
Jahrzehnten für eine „wassersensible 
Stadt- und Freiraumgestaltung“ plädieren 
(S.T.E.B., 2016). 
Zudem widerspricht der Mangel an Grün 
den Präferenzen der Bewohnend en. In 
einer Umfrage im Sommer 2023 führte 
der Wunsch nach mehr Grün mit großem 
Abstand vor diversen anderen 
Verbesserungsoptionen (siehe Abbildung 
29 auf Seite 45). 
 
2.2 Mangelnde Aufenthaltsqualität / geringe strukturelle Einladung zu sozialer 
Interaktion 
Seit Jahrtausenden ist bekannt und 
spätestens seit 1981 nachgewiesen 
(Appleyard, 1981), dass die Gestaltung 
des öffentlichen Raumes die Intensität 
sozialer Interaktion direkt beeinflusst. 
Dort befindet sich auf Clouth jedoch 
die großzügig dimensionierte Ver-
kehrsinfrastruktur, die sich nicht als 
Begegnungsraum eignet. Daher 
herrscht unter den Clouth Bewohner-
*innen nach wie vor ein relativ hoher 
Anonymitätsgrad, obwohl hier schon 
seit 2015 gewohnt wird. Die Aufent-
haltszeit auf dem eigenen Gehweg wird 
minimiert in Ermangelung eines 
Abbildung 6. ParkVeedel mit zentraler Tiefgarage und einer MIV -
freien inneren Erschließung ; allerdings ebenfalls ohne sonderliche 
Begegnungsanlässe  – d.h. weiter optimierbar . 
Abbildung 5. Landschaftsgestalterischer Plan aus dem städte -
baulichen Gewinnerkonzept von Land / BSV, 2014 (Planquelle: 
https://tinyurl.com/2eskxunc. Eigene Farbmarkierungen .

LebeVeedel Bürgereingabe nach §24 GO NRW – April 2024 Seite 11 
 
 
Grundes zum Aufenthalt. Zudem bewegen sich viele Anwohner*innen isoliert hinter Blech und Glas 
durch die Straßen direkt in ihre Tiefgarage und von dort mit dem Aufzug direkt in ihre Wohnung. 
Dies ist nicht den Bewohner*innen anzulasten, sondern ist eine vorhersagbare Konsequenz der 
baulichen Struktur des Quartiers. 
Dass Alternativen möglich sind, zeigt 
das in der Nähe gelegene ParkVeedel 
mit seiner zentralen Tiefgarage und 
den inneren Erschließungswegen, die 
zu Fuß gehenden und Fahrrad 
fahrenden Menschen vorbehalten ist. 
Siehe Abbildung 6.  
Die geringe Aufenthaltsqualität im 
Clouth Quartier wurde empirisch 
bestätigt durch eine Präferenzabfrage, 
die am 4. Oktober 2020 vom Haus der 
Architektur Köln (hdak e.V.) 
durchgeführt wurde. Passant*innen  
konnten Punkte auf Fotos von 
Straßenszenen kleben, wo sie sich 
gerne aufhalten würden. Das Ergebnis 
zeigt Abbildung 7.  
Die öffentliche Meinung über den 
Mangel an grüner Infrastruktur und 
Begegnungsräumen kam auch sehr 
deutlich zum Ausdruck durch die 
Petition9 „Mehr Grün im Clouth 
Quartier in Köln Nippes” im Herbst 2022, für die innerhalb weniger Tage knapp 400 Unterschriften 
gesammelt werden konnten.  
Mangelnde Aufenthaltsqualität wurde auch mehrmals im Abschlussbericht des Fußverkehrschecks 
moniert; beispielhaft wurde dabei der kleine Platz in der süd-östlichen Ecke des Clouth Quartiers wie 
folgt beschrieben: Der „Platz ist großflächig versiegelt und hat bis auf ein paar Bänke keine 
attraktiven Elemente“ (Planungsbüro VIA, 2023). 
Aus der niedrigen Personenfrequenz im öffentlichen Raum  ergibt sich ein weiteres Folgeproblem: 
Ein Mangel an positiver sozialer Aufsicht. Dies wird oft vor allem von Kindern und Frauen – 
insbesondere nachts – als unangenehm empfunden.  
 
9 Der online Teil der Petition steht unter www.openpetition.de/petition/online/mehr-gruen-im-clouth-quartier-in-koeln-
nippes. Weitere 240 Personen haben auf Papier unterzeichnet. 
Abbildung 7. Klebepunkte-Aktion 2020: Rote Punkte wurden von 
Erwachsenen geklebt, schwarze Punkte zeigen die Präferenzen 
von Kindern. Die beiden oberen Bilder zeigen Straßenszenen aus 
dem Clouth Gelände.

LebeVeedel Bürgereingabe nach §24 GO NRW – April 2024 Seite 12 
 
 
2.3 Gefahren durch den fließenden und ruhenden Verkehr 
Das Verkehrsvolumen im Quartier ist – im Vergleich zu zeitgemäß geplanten Wohnquartieren – 
unnötig hoch und verursacht an sich direkte vermeidbare Risiken. Schuld daran sind insbesondere 
drei Gründe: Einerseits durch die maximal dezentrale Positionierung der vielen Tiefgaragen, 
teilweise sogar am Ende (!) von Stichstraßen. Zum anderen wird das Quartier nachweislich als 
Schleichweg zur Vermeidung von drei Ampeln entlang der Niehler und Xantener Straße missbraucht; 
dies ist laut Bebauungsplan ausdrücklich unerwünscht10. Drittens führt die hohe Anzahl an kosten-
losen Parkplätzen zu Parksuchverkehr – mit hoher Wahrscheinlichkeit auch von Personen, die gar 
nicht im Quartier wohnen (Planungsbüro VIA, 2023). 
Tolerierbar wäre das existierende 
Verkehrsvolumen , wenn sich alle Kfz an 
die Höchstgeschwindigkeit von 30 km/h 
halten würden, die in dieser Zone 30 
gilt. Leider wurden die Straßen aber 
nicht „selbsterklärend11” – geschweige 
denn „selbst-durchsetzend“ – gestaltet, 
denn ihre Zweispurigkeit und Gerad-
linigkeit lädt zum Beschleunigen regel-
recht ein. Nach einem Beinaheunfall mit 
einem Kindergartenkind Ende 2018 
wurde die Straßengestaltung als 
Ursache des Problems anerkannt. Statt 
einer grundsätzlichen Umgestaltung 
wurden allerdings lediglich einige 
Schikanen von zweifelhafter 
ästhetischer Qualität auf den Asphalt 
geklebt12 (siehe Abbildung 9).  
Die verkehrliche Effektivität dieser 
Maßnahme blieb aus. Im September 
2021 kam es zu einem tatsächlichen 
Unfall mit einer Erstklässlerin – ausgerechnet durch eine Person, die das Clouth Quartier nach 
eigenem Geständnis als Schleichweg benutzte. Ohne beherzte Veränderungen sind weitere ähnliche 
 
10 Bei der entsprechenden Passage wird die Einrichtung einer Kita und Jugendeinrichtung im Clouth Quartier als positiv 
bewertet, denn man geht von „(kein Durchfahren des Wohngebiets)“ aus (Stadt Köln, 2009, S. 12) . 
11 Das Konzept der „selbsterklärenden Straße” ist als Stand der Technik anerkannt. Es besagt, dass „der Nutzer … intuitiv 
schon allein aufgrund der Straßengestaltung [erkennt], welches Fahrverhalten und welche Geschwindigkeit von ihm 
verlangt werden.” (DEKRA, 2022). Siehe auch Handreichungen des International Road Assessment Programme  (iRAP, 2022) 
12 Eine von Anwohnern durchgeführte niedrigwüchsige Begrünungsmaßnahme dieser Schikanen wurde vom Ordnungsamt 
unter Androhung einer Geldstrafe von mind. 1000 Euro unterbunden. 
Abbildung 8: Die Kautschukstraße als Gegenteil einer selbst -
erklärenden Straße  in einer Tempo 30 Zone  (Foto: R. Brand).

LebeVeedel Bürgereingabe nach §24 GO NRW – April 2024 Seite 13 
 
 
Fälle fast vorprogrammiert, denn die 
Stoßzeiten von Schüler*innen und 
Kindergartenkindern decken sich 
weitgehend mit den Stoßzeiten von 
Pendler*innen.  
Noch heute liegt die Geschwindigkeit 
vieler Fahrzeuge deutlich über 30 
km/h. Eine polizeiliche Geschwindig-
keitskontrolle findet nicht statt. Aus 
diesem Grund sammelt aktuell die sog. 
„Verkehrsgruppe” 13 Spenden, um ein 
Gerät zur Tempokontrolle mit 
Feedbackfunktion (lächelndes oder 
trauriges Gesicht) anschaffen zu 
können. Im Haushalt des Vereins Clouth Nachbarn e.V. wurden dafür bereits € 1.000 eingestellt. 
Leider wird auch im verkehrsberuhigten Bereich östlich der Halle 17 die vorgeschriebene 
Schrittgeschwindigkeit14 systematisch ignoriert. Auch hier ereignete sich (am 12.12.2022) eine 
Beinahe-Kollision zwischen einem SUV und einem dreijährigen Jungen auf einem Laufrad. Die 
wiederholte Bitte an die Kölner Verwaltung, ein Zusatzschild mit den in dieser Zone geltenden 
Grundregeln gemäß § 42 Absatz 2 Anhang 3 StVO (inkl. Schrittgeschwindigkeit) anzubringen, wurde 
abgelehnt, obwohl dies in anderen Kommunen gängige Praxis ist. 
Durch die bevorstehende Aufwertung des Johannes -Giesberts-Park, unter anderem durch die 
Schaffung eines neuen Kinderspielplatzes im Nordbereich des Parks, ist eine deutliche Erhöhung des 
Verkehrs von Kindern zu Fuß, mit dem Laufrad und Fahrrad aus dem Clouth Quartier in den Park zu 
erwarten. Eine vorausschauende Planung muss dieser Tatsache präventiv gerecht werden und die 
Wegeverbindungen zum Park so sicher wie möglich machen.  
Zu bedenken ist ebenfalls, dass viele Kinder aus dem Clouth Quartier zur IOGS Grundschule 
Kretzerstraße gehen. Außerdem befinden sich im Clouth Quartier drei Kindergärten bzw. Kitas – 
inklusive des unmittelbaren Einzugsbereichs gibt es sogar neun solche Einrichtungen. Der von der 
Stadt Köln beauftragte und Ende 2023 durchgeführte Fußverkehrs-Check des Clouth Quartiers 
bemängelte ausdrücklich die vielen „Wendemanöver … durch Hol- und Bringverkehr“ im Umfeld der 
Kitas (Planungsbüro VIA, 2023). Hier und im gesamten Quartier muss dringend Abhilfe geschaffen 
werden, vor allem durch eine Reduktion der tatsächlich gefahrenen Geschwindigkeit und die 
Schaffung von Querungsmöglichkeiten, an denen auch kleinere Kinder bestmöglich sichtbar sind; 
sowohl auf allen Straßen im Clouth Quartier als auch der Niehler und Xantener Straße!  
 
13 Eine Gruppe von Anwohner*innen, die die Verkehrssituation auf Clouth verbessern möchte. 
14 Laut OLG Hamm  (2019) zwischen 7 km/h und maximal 10 km/h. Empfehlung in der Fahrschule: „1. Gang und Fuß vom 
Gas!” 
Abbildung 9. Verkehrsberuhigungselement  in der Josefine-Clouth 
Straße

LebeVeedel Bürgereingabe nach §24 GO NRW – April 2024 Seite 14 
 
 
Diese und weitere Punkte wurden ebenfalls moniert und als dringender Handlungsbedarf identi-
fiziert von Polizeihauptkommissarin Anke Weiland (Polizeipräsidium Köln, Polizeiinspektion 4), die 
sowohl mit dem LebeVeedel Team als auch mit einer Vertreterin des Verkehrsmanagements der 
Stadt Köln sowie einem Verkehrsplaner Ende 2023 eine Verkehrssicherheitsschau im und um das 
Clouth Quartier vorgenommen hat. Ihre schriftliche Eingabe liegt aktuell bei der Kölner 
Stadtverwaltung.  
Kurzum: Aktuell entspricht die Situation nicht dem Credo der Verkehrssicherheit . Demnach ist das 
Ziel nicht etwa dann erreicht, wenn wenige Unfälle passieren, sondern wenn Eltern keine Sorge 
haben müssen, wenn ihr Kind allein auf dem Weg zur Kita, zur Schule oder in den Park ist. 
 
2.4 Herausforderungen des demographischen Wandels 
In einigen Bereichen auf Clouth wohnen schon jetzt überwiegend ältere Personen; und dort, wo 
heute primär Familien leben, werden in einigen Jahren, nach Auszug der Kinder, ebenfalls viele 
Senior*innen wohnen. Die infrastrukturellen Voraussetzungen sind allerdings kaum auf die 
Bedürfnisse dieser Bevölkerungsgruppe ausgerichtet.  
Ältere Personen benötigen Sitzgelegenheiten  mit Rückenlehnen - nicht nur auf Plätzen, sondern 
entlang von Alltagswegen. Auf Clouth wird kein einziges solches Angebot gemacht. Erschwert wird 
dies dadurch, dass im Clouth Quartier keinerlei Dienstleistungen des täglichen Bedarfs (Arzt, 
Apotheke, kleiner Laden etc.) angeboten werden ; diese befinden sich fast ausschließlich an der 
Neusser Straße. Der Weg von dort ist für ältere Menschen – vor allem mit Einkäufen beladen – ein 
erhebliches Problem. Nicht wenige betagte Clouth Bewohner*innen fahren deshalb die 650 – 1.000 
Meter (je nach Wohnort) mit dem Auto zum Einkaufen! 
Senior*innen auf Clouth leiden jedoch vor allem unter der sommerlichen Überhitzung. Dies liegt 
primär am Mangel an schatten- und kühlungsspendender Vegetation, insbesondere Bäumen. Aber 
auch Sonnensegel, Pergolen oder ähnliches würden helfen. Aber nicht nur der Aufenthalt im Freien 
ist unangenehm bis unerträglich. Die hohen Temperaturen kriechen in jede Wohnung, was älteren 
Personen in lebensbedrohlichem Maße zusetzt.  
 
2.5 Fehlende bzw. ungeeignete Räume für Kinder und Jugendliche 
Auch von jungen Menschen hört man Klagen über die mäßige Attraktivität des öffentlichen Raums 
auf Clouth. Der Luftschiffplatz eignet sich zwar in ausreichendem Maße für Kinder bis ca. 10 Jahren – 
mit Einschränkung der mangelnden Verschattung. Für Jugendliche bietet er jedoch nichts: keine 
Tischtennisplatte, keinen Basketballkorb, keine kommunikationsfördernde Sitzgruppe oder ähnliches 
(Shaftoe, 2015). Dies ist eine Verletzung des gültigen Bebauungsplans, der dazu folgendes ausführt: 
„Der zentrale Platz soll durch seine Gestaltung und die vielfältige Nutzbarkeit für alle Altersgruppen 
eine hohe Aufenthaltsqualität erhalten" (Stadt Köln, 2009, S. 12 – Hervorhebung LV Team).

LebeVeedel Bürgereingabe nach §24 GO NRW – April 2024 Seite 15 
 
 
In den nahe gelegenen Johannes Giesberts Park dürfen kleinere Kinder typischerweise nicht allein 
gehen – und Jugendliche finden dort ebenfalls kaum altersgemäße Betätigungsmöglichkeiten. Dies 
trifft vor allem auf Mädchen zu, was ein seit langem bekanntes Anliegen von gendergerechter Stadt-
planung ist (Hermansen, 2021). Der im Park zu errichtende neue Spielplatz wird – nach Sichtung der 
Ausführungspläne – daran nicht viel ändern. 
Auf Spielplätzen, die zu den einzelnen Gebäudekomplexen gehören, findet keine Begegnung von 
Kindern und Eltern aus verschiedenen Gebäuden statt , weil sie sich rückwärtig – also abseits der 
Straßen und Gehwege – befinden und weil ihre ausdrückliche Deklaration als „Privatgrund” 
buchstäblich ausladend ist. Und auch dort wird für Jugendlichen nichts geboten. 
Der natürlichste Spielraum für Kinder ist der Raum zwischen Gebäuden. Dort befindet sich auf 
Clouth die großzügige Verkehrsinfrastruktur, die für diesen Zweck ungeeignet  ist. Und selbst im 
verkehrsberuhigten Bereich östlich der Halle 17 ist das Spiel auf der Straße gefährlich. Grund dafür 
sind die drei Tiefgaragen-Ein- und Ausfahrten, die 16 oberirdischen Parkplätze, die vielen notorisch 
falsch geparkten Fahrzeuge, sowie die grundsätzlich viel zu hohen Fahrgeschwindigkeiten. 
 
2.6 Suboptimale Attraktivität des Umweltverbundes 
Die Attraktivität des Umweltverbundes kann absolut und relativ bewertet werden. Bei der absoluten 
Bewertung wird die Sicherheit, Bequemlichkeit und Zugänglichkeit eines Verkehrsträgers „an sich” 
beurteilt. Bei der relativen Bewertung fällt der Vergleich mit der Attraktivität des Kfz-basierten 
Individualverkehrs zusätzlich ins Gewicht. Die relative Attraktivität ist das ausschlaggebende 
Kriterium, weil sie die tatsächliche Verkehrsmittelwahl von Menschen beeinflusst.  
Fußverkehr 
Die Breite der Gehwege auf dem Clouth Gelände ist vorbildlich, stößt zu Stoßzeiten des Schüler-
*innen-Verkehrs aber trotzdem an seine Grenzen ; denn dabei kommt es zu Pulkbildung durch 
Grundschulkinder, die bis zur Vollendung des achten Lebensjahres mit dem Rad auf dem Gehweg 
fahren müssen bzw. bis zum zehnten Lebensjahr dürfen  (Planungsbüro VIA, 2023).  
Die Attraktivität des Fußverkehrs hätte höher ausfallen können durch Abkürzungen, die nur zu Fuß 
gehende Menschen nutzen können. Eine solche Durchwegung gibt es an der Rückseite der Gebäude 
Josefine-Clouth-Straße 16 bis 23. Sie erspart im besten Fall (im Vergleich zur MIV-Route) aber 
lediglich 80 Meter. Andere Mikro-Durchwegungen durch die Gärten einiger Gebäudekomplexe 
waren möglicherweise planerisch angedacht; aufgrund des expliziten oder gestalterischen Durch-
gangsverbots sind diese allerdings für die Alltagspraxis nutzlos.  
Außerdem fehlen Sitzgelegenheiten und eine Beschattung entlang der Fußwege.  
Problematisch ist zudem das Queren von Straßen, insbesondere für Kinder und ältere Personen, 
aufgrund der nicht verlässlich eingehaltenen Geschwindigkeitsbegrenzung. Besonders erschwert

LebeVeedel Bürgereingabe nach §24 GO NRW – April 2024 Seite 16 
 
 
wird die Straßenquerung für Kinder aufgrund der vielen – legal und illegal – am Straßenrand gepark-
ten PKW und der damit einhergehenden schlechten Sichtbarkeit. Die Anwendung des international 
bewährten Konzeptes des „Continuous sidewalk“ (Pinder, 2021) – siehe Abbildung 20 – wurde im 
Clouth Quartier leider verpasst. Auch der Fußverkehrscheck des Clouth Quartiers mit dem Fußver-
kehrsbeauftragten der Stadt Köln konstatierte mehrere ungenügende Querungsmöglichkeiten für zu 
Fuß Gehende im Quartier und dessen unmittelbaren Umfeld (Xantener und Niehler Straße)  
(Planungsbüro VIA, 2023) 
Radverkehr 
Abkürzungsmöglichkeiten könnten auch die Attraktivität des Fahrrades gegenüber dem MIV erhöhen 
– leider blieb auch dieses Potenzial ungenutzt. Die Anzahl von öffentlichen Radabstellmöglichkeiten 
wurde nachträglich bereits geringfügig erhöht, ist in einigen Straßenzügen aber noch nicht ausrei-
chend; Indiz dafür sind Fahrräder, die an Straßenschildern etc. angeschlossen werden. Witterungs-
geschützte öffentliche Abstellmöglichkeiten bestehen leider nicht.  
Das Clouth Gelände ist erfreulicherweise innerhalb des Bediengebietes für die Flotte an KVB-Rädern. 
Das Abstellen eines Call-a-Bike auf Clouth löst jedoch eine Strafgebühr aus – daher geht die Wahr-
scheinlichkeit gegen Null, ein solches Rad hier ausleihen zu können. Ein KVB-Lastenrad ist auf Clouth 
ausleihbar; allerdings sind die finanziellen Konditionen dafür nicht sonderlich attraktiv. Außerdem ist 
das Fahrradmodell für viele (u.a. kleinere) Personen gänzlich ungeeignet. 
ÖPNV 
Die Anbindung an die Stadtbahnlinien 12 und 15 
(Florastraße) sowie 16 (Kinderkrankenhaus) ist gut 
bis befriedigend. Insbesondere letztere Haltestelle 
ist durch den Johannes-Giesberts-Park angenehm 
zu erreichen; nachts empfinden manche Menschen 
den Weg durch den Park allerdings als unsicher. Die 
nächst-gelegenen ÖPNV -Haltestellen sind die 
Stopps „Niehler Straße” und „Kretzerstraße” der 
Buslinie 140. Diese ist in Richtung Süden aufgrund 
der verschlungenen Routenführung ( Abbildung 10) 
extrem unattraktiv. Inklusive Fußweg zur Haltestelle 
und einer Wartezeit von 5 Minuten benötigt man 
von der Haustüre zum Ebertplatz 29 Minuten; mit 
dem Auto nur 7 Minuten. Der On-demand-Dienst ISI 
ist finanziell durchaus attraktiv. Aufgrund seiner 
beschränkten Bedienzeiten und seines limitierten 
Servicegebietes kann er jedoch nicht als vollwertige MIV-Alternative gelten. 
Zudem wird MIV-Nutzenden eine massive strukturelle Bequemlichkeit geboten, weil sie aus ihrer 
Wohnung mit dem Aufzug in die Tiefgarage fahren können; von dort können sie mit ihrem PKW drei 
Abbildung 10. Routenführung der Buslinie 140  
(KVB, VRS, 2019)

LebeVeedel Bürgereingabe nach §24 GO NRW – April 2024 Seite 17 
 
 
Ausfahrten aus dem Areal wählen, um auf direktestem Weg ihr Ziel anzusteuern. Und wer keinen 
Tiefgaragen-Stellplatz für sein Erst- oder Zweitauto finanzieren bzw. mieten muss oder möchte, 
findet viele kostenlose Stellplätze im öffentlichen Raum. 
Kurzum: Die absolute Attraktivität des Umweltverbundes ist für Clouth Bewohner*innen bei 
wenigen Parametern hervorragend (Gehwegbreite) bei vielen Parametern gut, bei vielen anderen 
Parametern aber bestenfalls befriedigend. Die relative Attraktivität des Umweltverbundes muss als 
mangelhaft eingestuft werden - dies vor allem deshalb, weil die Attraktivität der privaten Pkw-
Nutzung maximiert wurde. 
 
 
3. Das LebeVeedel Konzept 
Das LebeVeedel Konzept basiert auf einer bewussten Kombination von sich gegenseitig ergänzenden 
Maßnahmen; primär auf einer begegnungsfreundlicheren Gestaltung und Begrünung des öffentli-
chen Raums und – teilweise als Voraussetzung dieser Punkte  – auf einer Reorganisation des 
ruhenden Verkehrs und einer Neustrukturierung der verkehrlichen Erschließung. Um die schrittweise 
Umsetzung dieses Konzeptes planerisch, finanziell und baulich zu ermöglichen, wurde es in fünf 
Module aufgeteilt. Die folgende Übersicht zeigt deren geschätzte Kostenintensität, Planungs - und 
Umsetzungsdauer.  
 Modul 
Nr. 
Modulbezeichnung Planungs- 
dauer 
Umsetzungs- 
dauer 
Kosten- 
intensität 
Siehe 
Seite 
Gegenstand dieser Bürgereingabe 
Umsetzung bis Ende 2025 
1 Deutlich vermehrte Begrünung 
des Luftschiffplatzes 
3 Monate 1 Monat Moderat 18 
2A 
2B  
oder 
2C 
Optimierung der verkehrlichen 
Erschließung 
1 Monat –    
1 Jahr 
1 Woche –  
1 Jahr 
Minimal – 
Hoch 
19 
Je nach Variante 
3 Einführung des 
Bewohnerparkens  
5 Monate 1 Monat Gering 25 
4 Schnelle Aufwertung des 
öffentlichen Raums durch 
Tactical Urbanism 
4 Monate 1 Monat Gering 28 
5 Erhöhung der Attraktivität des 
Umweltverbundes  
1-6 Monate 1-6 Monate Gering 30 
 
Besondere Erwähnung verdienen dabei zwei begleitende Maßnahmen , die während des gesamten 
Planungs- und Umsetzungsprozesses entlang aller Module unabdingbar sind:

LebeVeedel Bürgereingabe nach §24 GO NRW – April 2024 Seite 18 
 
 
● Kommunikation (Seite 32) 
● Evaluierung - Wissenschaftliche Begleitung (Seite 33) 
Was nicht Teil des erbetenen BV -Beschlusses ist, was aber unbedingte Erwähnung verdient, ist die 
längerfristige Vision, was aus dem Clouth Gelände werden kann und soll. Dieser Blick auf das „große 
Ganze“ wird in Modul 6 formuliert. Vor dem Hintergrund dieses Zieles erschießt sich der Zweck der 
Module 1 bis 5 in besonderem Maße, weil sie teilweise eine Voraussetzung für ein wahrhaft 
zukunftsfähiges Clouth Quartier sind.  
 
 Modul 
Nr. 
Modulbezeichnung Planungs- 
dauer 
Umsetzungs- 
dauer 
Kosten- 
intensität 
Siehe 
Seite 
Umsetzung 
bis 2030 6 Schlaufen, Umwidmungen, 
Verschwenkungen, 
Entsiegelung, Begrünung und 
verkehrsberuhigte Bereiche  
1 Jahr 1 Jahr Hoch 34 
 
Die einzelnen Module werden im Folgenden näher erläutert.  
Modul 1: Deutlich vermehrte Begrünung des Luftschiffplatzes 
Der Bebauungsplan für das Clouth 
Quartier spricht vom zentralen Platz 
als einer „Parkanlage“ (Stadt Köln, 
2009, S. 12); der bisher realisierte 
Zustand verdient diesen Begriff 
allerdings definitiv nicht – siehe 
Abbildung 11. Gemessen an diesem 
Begriff und ganz im Sinne der 
Wünsche der Bewohnenden, des 
städtebaulichen Gewinnerkonzeptes  
und gemäß dem anerkannten Stand 
der Technik bedarf der Luftschiffplatz 
dringend einer beherzten weiteren 
Begrünung. Dadurch wird folgende 
Erkenntnis genutzt: „Viele kleine Parks können die warme Luft tropischer Sommernächte viel besser 
abkühlen als wenige große. Von großen Grünflächen würden nur die unmittelbaren 
Anwohner*innen profitieren, im Normalfall im Umkreis von hundert Metern“ (Klockau, 2019). 
Der Luftschiffplatz eignet sich aufgrund seiner Zentralität und weil dort eine geringe 
Flächenkonkurrenz mit anderen Nutzungsformen herrscht.  Vor allem ist er nicht durch eine 
Tiefgarage unterbaut, was ihn als Standort für Großbäume auszeichnet. Fünfzehn solcher Bäume 
Abbildung 11: Der Luftschiffplatz im März 2024  (Foto: R. Brand).

LebeVeedel Bürgereingabe nach §24 GO NRW – April 2024 Seite 19 
 
 
sollten dort so schnell wie möglich gepflanzt werden; da sich ihre Kühlleistung erst nach vielen 
Jahren entfaltet, sind ca. 20-jährige Bäume zu wählen. Dabei ist auf hitzeresistente Arten zu achten, 
etwa Silberlinde, Französischer Ahorn, Japanischer Schnurbaum. Stark allergene Bäume wie Birken 
sind zu vermeiden (Pointner et al., 2023). Die bei einer gestalterischen Veränderung des 
Luftschiffplatzes relevante Frage des Urheberrechts wurde mit dem Landschaftsarchitekten bereits 
abgeklärt; demnach sind diesbezüglich keine Probleme zu erwarten. 
So erfreulich zentral der Luftschiffplatz auch ist, die Schattenwirkung einer dortigen intensiven 
Begrünung strahlt leider nicht in die weiteren Bereiche des Clouth Quartiers. Leider gilt dies auch für 
den Kühlungseffekt , dessen Wirkung durch Gebäude nahezu komplett blockiert wird (Bongardt, 
2006). Demnach ist es entscheidend, die Begrünung im gesamten Clouth Quartier voranzutreiben. 
Dies wiederum setzt eine Entsiegelung voraus, um Wurzelbereiche zu schaffen, wodurch die Frage 
nach der Verfügbarkeit von Platz aufgeworfen wird; daraus erklärt sich die Notwendigkeit einiger 
anderer Module, insbesondere von Modul 2.  
 
Modul 2: Optimierung der verkehrlichen Erschließung  
In einem früheren Entwurf dieser Bürgereingabe lautete dieses Modul „Aufteilung in zwei 
Anliegerzonen“. Es bestünde in der Unterbindung der Durchfahrt für Kfz entlang einer von West 
nach Ost verlaufenden Linie (siehe Abbildung 13). Dieses Konzept (Variante 2A) wurde von vielen 
Clouth-Bewohnenden ausdrücklich begrüßt, von einigen anderen aber kritisch hinterfragt. Daher 
entwickelte das LebeVeedel -Team eine alternative Erschließungs-Variante (Variante 2B), die viele 
Kritikpunkte vermeidet. Im Laufe weiterer Gespräche mit Bewohnenden und  Fachplaner*innen 
entstanden außerdem weitere mögliche Erschließungskonzepte von denen hier noch die „Woonerf“-
Variante (Variante 2C) ausgeführt wird.  
Die vorliegende Bürgereingabe verlangt nicht die exakte Umsetzung einer dieser drei Möglichkeiten. 
Vielmehr vertrauen die Initiant*innen darauf, dass dank der Expertise der Verwaltung und dank der 
Abwägungen der Vertreter*innen in der BV-Nippes letztlich eine gute Kombination von Elementen 
aus den verschiedenen Varianten gefunden wird. Entscheidend ist, dass die eigentlichen Anliegen 
der Bürgereingabe (siehe Präambel) erfüllt werden. 15 
Alle Varianten des Modul 2 wären mit nennenswerten Eingriffen in die Verkehrsinfrastruktur 
verbunden. Dies muss selbstverständlich rechtssicher geschehen, was Dank § 45 der StVO aber 
durchaus erreichbar ist. Er besagt, dass  
„Straßenverkehrsbehörden … die Benutzung bestimmter Straßen oder Straßenstrecken aus 
Gründen der Sicherheit oder Ordnung des Verkehrs beschränken oder verbieten und den 
 
15 Einige Elemente können auch variantenunabhängig sinnvoll sein, etwa Verkehrszeichen 250 („Durchfahrt verboten”) mit 
dem Zusatzschild „Anlieger frei”. Auch die Einrichtung einer „Kiss & Drop“ Zone vor dem Jugendmedienzentrum wäre 
variantenunabhängig vorteilhaft, damit die Elterntaxis zu den beiden Kitas weniger weit ins Clouth Quartier fahren müssen.

LebeVeedel Bürgereingabe nach §24 GO NRW – April 2024 Seite 20 
 
 
Verkehr umleiten [können]. Das gleiche Recht haben sie … zum Schutz der 
Wohnbevölkerung vor Lärm und Abgasen  … (1b) Die Straßenverkehrsbehörden treffen 
auch die notwendigen Anordnungen … 3. zur Kennzeichnung von Fußgängerbereichen und 
verkehrsberuhigten Bereichen, 4. zur Erhaltung der Sicherheit oder Ordnung in diesen 
Bereichen sowie 5. … zur Unterstützung einer geordneten städtebaulichen Entwicklung.“ 
Ein noch „größerer Spielraum besteht [für die öffentliche Hand] bei Maßnahmen zur Umsetzung von 
kommunalen Verkehrskonzepten. “ (Agora Verkehrswende , 2018, S. 12). Die Stadt Köln erstellt 
aktuell ein solches Verkehrskonzept (Sustainable Urban Mobility Plan). Es ist davon auszugehen, dass 
sich daraus belastbare Begründungen für entsprechende Maßnahmen ableiten lassen.  
Variante 2A 
Variante 2A ließe sich mit wenigen Handgriffen umsetzen durch die Unterbindung der Durchfahrt für 
Kfz an vier Orten wie in Abbildung 12 dargestellt (an einer Stelle bereits existierend). Dadurch 
entstünden zwei getrennte Anliegerzonen .  
Das Unterbinden der Durchfahrt durch 
ein Areal ist ein seit den 1970er Jahren 
bewährter Ansatz, der den Zirkula-
tionsplänen in Groningen, Gent, Aalter, 
Mol, Leuven und vielen anderen 
Städten zugrunde liegt. Auch die Low 
Traffic Neighbourhoods (z.B. in London) 
oder das Superblock-Konzept (z.B. in 
Barcelona) basieren darauf. Es ist 
ebenfalls die Kernempfehlung der 
Richtlinien für die Anlage von 
Kiezblocks (RAKi 23) (FGSM, 2023). Der 
Fußverkehrs-Check, der im Auftrag der 
Stadt Köln Ende 2023 von einem 
Planungsbüro durchgeführt wurde, mündete in folgende Empfehlung: „Es soll geprüft werden, ob 
die Durchfahrt des Clouth-Geländes durch Diagonalsperren und Umwandlung von 
Straßenabschnitten (Veedelsblock -Idee nach der Superblock-Idee aus Barcelona) unterbunden 
werden kann“ (Planungsbüro VIA, 2023). 
Die Unterbindung der Durchfahrung des Clouth Quartiers erhöht die relative Attraktivität des 
Umweltverbundes ganz wesentlich. Außerdem eliminiert sie den Schleichverkehr zur Umfahrung von 
drei Ampeln und Stau auf der Niehler und/oder Xantener Straße. 16 Nicht zuletzt verringert sie die 
Fahrgeschwindigkeiten auf der Josefine-Clouth-Straße, weil die Länge der Schnellfahrstrecke deutlich 
reduziert wird.  
 
16 In Stichproben konnte dies von Mitgliedern der Initiative gemessen werden. Demnach fahren 15% aller in das Clouth 
Quartier einfahrenden Fahrzeuge nach etwa 2 Minuten an anderer Stelle wieder heraus.  
Abbildung 12: Existierende Poller im Clouth Quartier. 
Kautschukstraße

LebeVeedel Bürgereingabe nach §24 GO NRW – April 2024 Seite 21 
 
 
Zudem entstünde dadurch eine attraktive und stark kreuzungsreduzierte Gehwegeverbindung von 
Alt-Nippes in den Johannes-Giesberts-Park. Dies würde einen deutlichen Mehrwert für Gesamt -
Nippes schaffen  (siehe die blaue Linie in Abbildung 13). Um diesen Effekt verkehrssicherheits -
technisch zu untermauern, sollte die Überquerung der Josefine-Clouth-Straße für Menschen, die zu 
Fuß auf der Straße Auf dem Stahlseil in Richtung Park unterwegs sind, durch einen continuous 
sidewalk (Pinder, 2021, siehe auch Abbildung 20) abgesichert werden. 
Empfohlen wird die Umsetzung durch einfache modale Filter (z.B. Poller, bewegliche Pflanztröge 
o.ä.), die kein Hindernis für zu Fuß gehende und für Rad fahrende Menschen darstellen und die von 
der Besatzung von Müll- und Rettungsfahrzeugen geöffnet werden können. Alle Hauseingänge und 
alle Tiefgaragen blieben ohne Einschränkungen mit dem Kfz erreichbar; es müssten lediglich 
teilweise andere Anfahrtsrouten gewählt werden.  
Variante 2A beinhaltet lediglich eine Reorganisation der Verkehrsführung im Clouth Quartier und 
führt allein noch nicht zu einer Erhöhung der Aufenthaltsqualität oder der Vegetationsdichte. Es 
schafft aber die Voraussetzungen für die Reduzierung des Fläche nbedarfs für den fahrenden und 
ruhenden Verkehr. Entsprechende komplementäre Maßnahmen sind zwingend als Ergänzung zu 
Variante 2A umzusetzen und werden im Modul 6 beschrieben. 
Die große Mehrheit der Anwesenden des „Dialogabends“ am 26.10.2023 begrüßte dieses Konzept 
ausdrücklich; eine Person äußerte jedoch Bedenken. Hinterfragt wurde das Konzept auch in drei von 
15 E-Mails, die das LebeVeedel-Team im Herbst 2023 erhielt. Dabei ging es um einen 
unausgewogenen Zuschnitt der nördlichen und südlichen Anliegerzone, sowie um die Furcht vor 
zusätzlichem Verkehrsaufkommen durch erzwungene Umwege.

LebeVeedel Bürgereingabe nach §24 GO NRW – April 2024 Seite 22 
 
 
 
Abbildung 13: Das Clouth Quartier nach Aufteilung in zwei Anliegerzonen  nach Variante 2A . Man beachte die 
dadurch ebenfalls entstehende extrem sichere Fußwegverbindung.  
Variante 2B 
Variante 2B nimmt das Argument einer unausgewogenen Größe der beiden Anliegerzonen zum 
Anlass einer alternativen Positionierung der Durchfahrtssperren, wie in Abbildung 14 ersichtlich. In 
dieser Variante kommen deutlich mehr modale Filter zum Einsatz, was allerdings keine 
nennenswerten Mehrkosten verursacht.

LebeVeedel Bürgereingabe nach §24 GO NRW – April 2024 Seite 23 
 
 
Sowohl Variante 2A als auch Variante 2B führen zu Umwegen für Kfz-Nutzende im Südteil des 
Geländes, die nach Norden fahren wollen und für Kfz-Nutzende im Nordteil, die nach Süden fahren 
wollen. Eine nennenswerte Verlagerung des Verkehrs auf die Niehler bzw. Xantener Straße wird 
dadurch aber nicht erwartet, denn einerseits betrifft dies Kfz Nutzende nur in einem Teil der Fälle – 
je nach Fahrtziel. Andererseits wird nicht jede theoretisch davon betroffene Fahrt überhaupt mit 
dem Kfz bewältigt werden. Erklärung dafür ist das vielfach nachgewiesene Phänomen der 
Abbildung 14: Das Clouth Quartier nach Aufteilung in zwei Anliegerzonen nach Variante 2B. Die nördliche und 
südliche Anliegerzonen sind hier etwa gleich groß – im Vergleich zu Variante 2A.

LebeVeedel Bürgereingabe nach §24 GO NRW – April 2024 Seite 24 
 
 
„Verkehrsverpuffung” 17. Die Erklärung dafür liegt darin, dass Menschen vernunftbegabte Wesen 
sind, die im Falle eines Hindernisses nicht nur die Route überdenken, sondern auch das 
Verkehrsmittel 18, teilweise sogar den Zweck einer Fahrt. Somit kann durch die Unterbindung der 
Durchfahrt ein Beitrag zur Verkehrsvermeidung und zum Modal Shift in Richtung Umweltverbund 
geleistet werden, von dem nicht nur das Clouth Quartier profitiert!  
Der besondere Charm der beiden Varianten 2A und 2B besteht darin, dass es mit sehr wenig 
Vorlaufzeit und mit sehr geringen finanziellen und personellen Ressourcen umgesetzt werden kann. 
Variante 2C 
Eine dritte Variante nimmt sich die (extrem seltenen) Rückmeldungen aus der Nachbarschaft zu 
Herzen, dass eine Unterbindung der Durchfahrt grundsätzlich unerwünscht sei. Um dennoch eine 
bewusste Bevorteilung des Fuß- und Radverkehrs zu erreichen und um gleichzeitig Platz für grüne 
(und blaue) Infrastruktur zu schaffen, können Gestaltungsprinzipien des niederländischen „Woonerf“ 
zum Einsatz kommen. Diese Planungskonzept wird seit den 1960er Jahren so erfolgreich angewandt, 
dass mittlerweile 2 von 9 Millionen niederländische Haushalte in einem Woonerf liegen.  
 
17 Cairns et al. 2002.  European Commission, 2004.  Bauer et al., 2023. , Nello-Deakin, 2022.  
18 Sogar die 2024 veröffentlichten „Ergänzenden Handlungsanleitungen zur Anwendung der RASt 06“ sprechen sich dafür 
aus, eine bewusste Reduzierung der „Qualitätsstufe des Verkehrsablaufs (QSV) [als] regulatives Instrument zur 
Beeinflussung der Verkehrsmittelwahl“ zu nutzen. Damit anerkennt der offizielle Stand der Technik dass das 
Verkehrsvolumen keine unveränderliche Größe ist  (FGSV, 2024 , S. 7). 
Abbildung 15: Typische Straßenszene in einem Woonerf. Zu beachten ist die geschwungene Straßenführung 
(Vorder- und Hintergrund)  und die üppige Begrünung. Bildquelle: Steinberg, 2017.

LebeVeedel Bürgereingabe nach §24 GO NRW – April 2024 Seite 25 
 
 
Es handelt sich um eine Wohnstraße, auf der zu Fuß gehende die Straße mit Fahrzeugen teilen (nicht 
umgekehrt!). Ein Woonerf ist demnach eine bewusste Mischung von sozialen Aktivitäten (inklusive 
Kinderspiel) mit Verkehr – das funktioniert sehr gut bei maximal erlaubten 15 km/h! Diese 
Geschwindigkeit wird aber nicht nur regulativ vorgeschrieben, sondern wird in der Gestaltung der 
Straße „eingebaut“. Um dies zu erreichen, werden Straßen gemäß bewährter Designprinzipien (Ben-
Joseph, 1995) gestaltet. Als besonderes effektiv hat sich etwa eine Straßen -Verschwenkung alle ca. 
50 Meter erwiesen, z.B. durch Vegetation am Straßenrad, durch wechselseitige Parkplätze oder 
durch die Positionierung von Straßenmobiliar. Abbildung 15 zeigt eine typische Woonerf-Straße. 
Ein typisches Gestaltungselement eines Woonerf, das auch im Clouth Quartiers sicherlich sinnvoll 
zum Einsatz kommen kann, sind Einbahnstraßen. Falls dies unerwünscht ist, sollten stattdessen 
unbedingt einspurige Passagen von mindestens 20 Metern Länge zum Einsatz kommen, wo 
Begegnungsverkehr dank entsprechend er Warte-Buchten möglich ist19. 
Die Unterbindung der Durchfahrt ist ein optionales, aber kein wesentliches Element eines Woonerf.  
Variante 2C ist wesentlich aufwendiger und kostenintensiver als die Varianten 2A oder 2B; sie lässt 
sich jedoch als Interimslösung mit einer großzügigen Anzahl von mobilen Gestaltungselementen 
durchaus effektiv organisieren. 
 
Modul 3: Einführung des Bewohnerparkens  
Eine große Anzahl von Fahrzeugen, die die kostenlosen öffentlichen Stellflächen auf Clouth belegen, 
sind hier sehr regelmäßig zu sehen. Dies nährt den Eindruck, dass sehr viele Stellplätze keineswegs 
von den intendierten Nutzergruppen (Besuchende, Dienstleistende, Handwerker*innen) in Anspruch 
genommen werden, sondern dass sie von Bewohner*innen des Clouth Quartiers und der 
umliegenden Gebiete genutzt werden. Daraus ergeben sich zwei Interpretationsmöglichkeiten:  
A. Die Tiefgaragen-Stellplätze auf Clouth reichen nicht aus, um alle Fahrzeuge von Bewohner*innen 
zu beherbergen. Angesichts des Stellplatzschlüssels von 0,8 und angesichts der guten Anbindung 
des Geländes durch den Umweltverbund sowie der Verfügbarkeit von CarSharing-Angeboten 
erscheint diese Interpretation fraglich. Selbst wenn dem so wäre, wäre das kein Zeichen eines 
„unvermeidlichen” Parkdrucks, denn in Zeiten des Klimanotstandes und des geopolitisch 
gebotenen Ausstiegs aus fossilen Brennstoffen muss eine sorgfältige Differenzierung zwischen 
Wunsch und Bedürfnis Teil des öffentlichen Diskurses über die Anzahl von „tatsächlich 
benötigten” PKW sein. 
 
19 Exakt dieses Planungsprinzip wird mittlerweile auch in Deutschland als Stand der Technik empfohlen. Die FGSV 
formuliert dazu folgendes: „In beengten Situationen … ist es zweckmäßig, anstelle der Wahl einer durchgehenden 
Fahrbahnbreite auch einzelne Abschnitte (Orientierungslänge 50 bis 150 m) mit reduzierter Fahrbahnbreite anzustreben “ 
(FGSV, 2024, S. 8)

LebeVeedel Bürgereingabe nach §24 GO NRW – April 2024 Seite 26 
 
 
B. Die Anzahl der Tiefgaragen-
Stellplätze ist ausreichend, die 
Nutzung der kostenlosen 
oberirdischen Stellplätze ist jedoch 
schlicht attraktiver als die Nutzung 
der vorhandenen 
Tiefgaragenplätze. Diese Deutung 
erscheint plausibel, weil die Anzahl 
straßenbegleitender Stellflächen 
außergewöhnlich hoch2 und weil 
deren Nutzung kostenl os ist. Seit 
Jahren hängt über der Einfahrt 
einer Tiefgarage ein großes Banner, das auf die Verfügbarkeit von Mietplätzen hinweist 
(Abbildung 16). Zudem ist die öffentliche Tiefgarage von Clouth 104 (die existierende De-facto-
Quartiersgarage) extrem unter-genutzt (Abbildung 17). 
Verschärft wird die Parksituation auf 
Clouth dadurch, dass Bewohner*innen 
der umliegenden Gebiete das Clouth 
Quartier als „ihren” Parkplatz nutzen. 
Freunde, Bekannte und Kolleg*innen 
der Antragsteller*innen haben dies 
vielfach bestätigt. Grund dafür ist, dass 
das Clouth Quartier aufgrund seiner 
großzügigen Ausstattung mit kosten-
losen Stellplätzen als gute Park-
Destination gilt – vor allem für 
Menschen, die westlich der Niehler 
Straße wohnen. Die Plausibilität dieser 
Vermutung wird vor allem durch die Tatsache gestärkt, dass dort flächendeckend 
Bewohnerparkgebiete existieren (Abbildung 19).   
Aus den genannten Gründen wird im Rahmen von Modul 3 eine Bewohnerparkregelung 20 für das 
Clouth Quartier eingeführt. Dies wird u.a. auch als Empfehlung des Fußverkehrs-Checks genannt, der 
2023 im Auftrag der Stadt Köln im Clouth Quartier durchgeführt wurde (Planungsbüro VIA, 2023). 
Die Notwendigkeit dazu wird in solchen Konstellationen ausdrücklich in der wissenschaftlichen 
Literatur betont: 
 
20 Siehe www.stadt -koeln.de/artikel/20098/index.html. Die aktuell geltenden Bewohnerparkgebiete in Nippes sind 
einsehbar unter www.stadt -koeln.de/leben-in-koeln/verkehr/parken/bewohnerparkgebiete. Laut Amt für nachhaltige 
Mobilitätsentwicklung (2023) gab es im Mai 2023 47 bestehende Bewohnerparkgebiete; 28 Areale hatten den Status „zu 
prüfende Bewohnerparkgebiete“; drei weitere sind beschlossen. Das Clouth Quartier fällt in keine dieser Kategorien . 
Abbildung 16. Banner über der Tiefgarageneinfahrt zur Josefine -
Clouth-Straße 42. 
Abbildung 17. Ein alltägliches Bild in der massiv unter -genutzten 
Tiefgarage von Clouth 104.

LebeVeedel Bürgereingabe nach §24 GO NRW – April 2024 Seite 27 
 
 
 Eine Bewohnerparkzone löst Anreize aus, einen 
eventuell vorhandenen Tiefgaragen-Stellplatz zu 
nutzen bzw. einen solchen Stellplatz anzumieten, die 
Notwendigkeit des eigenen Autobesitzes zu 
hinterfragen und die Eignung von CarSharing 
ernsthaft zu prüfen. Darüber hinaus wird diese 
Maßnahme Parksuchverkehr reduzieren , weil klar ist, 
dass es sich nicht lohnt, auf Clouth einen kostenlosen Parkplatz zu suchen. Dieser Effekt wird sich 
etwas stärker entfalten, sobald die Stadt Köln die Gebühren für einen Bewohner -Parkausweis 
angehoben hat (voraussichtlich Ende 2024).  
Besucher*innen können weiterhin im Clouth Quartier parken – sogar mit einer erhöhten Wahr-
scheinlichkeit, einen freien Parkplatz zu finden. Sie müssten lediglich ein Parkticket an einem 
Automaten oder per Handy-App lösen21. Handwerker, Pflegedienstleister u.a. Personen mit 
besonderer Legitimation können weiterhin kostenlos parken 22. Für KEP-Lieferdienste (DHL & Co.) 
sowie für Handwerker und Pflegedienste sollten separate exklusive Lade-, Liefer- und Haltebuchten 
ausgewiesen werden.  Dies deckt sich auch mit den Empfehlungen des Fußverkehrs-Checks, der 
durch das Planungsbüro VIA (2023) zusammen mit Anwohner*innen durchgeführt wurde. 
Nach unseren Recherchen23 wurde die Einrichtung einer Bewohnerparkzone für das Clouth Quartier 
bisher noch nicht beschlossen. Das heißt, Clouth ist noch nicht einmal auf der langen Warteliste zur 
Einrichtung einer solchen Zone, die in der Kölner Verwaltung (681/3 Parkraumkonzepte) abge-
arbeitet wird. Der Grund für die Verzögerung der Umsetzung liegt in der akuten Personalknappheit. 
Daher möge die BV-Nippes beschließen, dass zur Durchführung einiger erforderlicher Schritte 
 
21 Und solange Kfz am Straßenrand parken , ist gemäß aktuellem Stand der Technik ein markierter Abstand als 
Schutzstreifen vor dooring-Unfällen anzubringen: „Wenn ruhender Verkehr nicht zu vermeiden ist, sind gemäß VwV -StVO 
Sicherheitsräume zu allen  Arten der Radverkehrsführung vorzusehen – so auch bei Schutzstreifen und in Fahrradstraßen. 
Diese sind … in einer Breite von mindestens 0,75 m auszuführen “ (FGSV, 2024, S. 9).  
22 Siehe https://www.stadt -koeln.de/service/produkte/00440/index.html    
23 Eine Suche im Ratsinformationssystem nach einem entsprechenden Beschluss der BV-Nippes mit dem Stichwort 
„Parken“ führt zu folgenden fünf Beschlüssen: 18.03.2021 - TOP 8.1.15 -- 17.06.2021 - TOP 8.2.1 Ö -- 09.06.2022 - TOP 
8.2.2 Ö -- 01.12.2022 - TOP 8.1.5 Ö -- 31.08.2023 - TOP 8.1.4 Ö. Keiner dieser Beschlüsse besagt, dass Bewohnerparken 
irgendwo in Nippes eingeführt werden soll. 
Abbildung 18: Blees et al., 2023 
Abbildung 19: Das Clouth Quartier (rot umrandet) 
und die anliegenden, existierenden Bewohner -
parkgebiete. Aus Amt für nachhaltige Mobilitäts -
entwicklung (2023) – Hervorhebung des Clouth 
Quartiers durch BI LebeVeedel.

LebeVeedel Bürgereingabe nach §24 GO NRW – April 2024 Seite 28 
 
 
(Verkehrserhebung gemäß EVE24 und Analyse, Planung etc.) externe Firmen beauftragt werden, um 
den Prozess zu beschleunigen.  
Über die Einführung des Bewohnerparkens hinaus, möge die BV-Nippes ebenfalls die Umsetzung der 
Empfehlungen des Fußverkehrs-Checks beschließen: „Die oberirdischen Parkplätze sollten reduziert 
und bewirtschaftet werden (Parkzone, Höchstparkdauer , …)“ (Planungsbüro VIA, 2023). Des 
Weiteren wird empfohlen: „Die Auslastung und Akzeptanz der Tiefgarage für Anwohnende (ggf. auch 
von außerhalb des Clouth-Geländes) sollte überprüft und verbessert werden “ (ibid).  
Dabei wird Bezug genommen auf die existierende und extrem unter-ausgelastete De-facto- 
Quartiersgarage im Untergeschoss des Gebäudes Clouth 104. Die Initiative LebeVeedel steht mit 
deren Betreiber dazu bereits im Austausch und verfolgt eine Kooperation mit ParkenProperty-
Partner25, SWAVIA 26 und dem Good Mobility Council27.  Durch die hiermit erbetene Zusammenarbeit 
zwischen Privatwirtschaft, Zivilgesellschaft und der öffentlichen Hand könnte aus dieser 
Konstellation ein Leuchtturm-Projekt für ganz Köln und darüber hinaus entstehen.  
Auch für Modul 3 gilt: Jede Maßnahme muss rechtssicher erfolgen. Hierbei sei auf die sehr 
weitgehenden Handlungsoptionen gemäß § 45 StVO, (1b), 2a und 4 und 5 verwiesen.  
 
Modul 4: Schnelle Aufwertung des öffentlichen Raums durch Tactical 
Urbanism 
Modul 2 wird in allen Varianten den Kfz-Verkehr auf bestimmten Straßenabschnitten deutlich 
reduzieren. Vor allem dort soll im Rahmen von Modul 4 die Aufenthaltsqualität durch gering 
investive und teilweise temporäre Maßnahmen erhöht werden. Diese dienen dazu, die positiven 
Potenziale fühlbar, spürbar, erlebbar zu machen und „Appetit” zu wecken für eine andere Zukunft.  
Der weltweit etablierte Ansatz des Tactical urbanism liefert dafür unzählige Inspirationen wie die 
Menschenfreundlichkeit des öffentlichen Raumes durch Möblierungen, Farbe, mobile Begrünung, 
Spielanlässe etc. in sehr kurzer Zeit erhöht werden kann. Eine umfassende Darstellung solcher 
Möglichkeiten würde den Rahmen dieser Bürgereingabe sprengen. Daher sei an dieser Stelle auf 
einschlägige Literatur28 hingewiesen. Einen schnellen Eindruck von möglichen Tactical-urbanism-
Maßnahmen bieten folgende Beispiele:  
 
24 Empfehlungen für Verkehrserhebungen (FGSV , 2012). Dieses technische Regelwerk beschreibt in Kapitel 3.6.1 (S. 40-43) 
wie eine „Zählung des ruhenden Kfz -Verkehrs“ zu erfolgen hat. 
25 https://parkenpropertypartner.de/  
26 https://www.swavia.com/parken -und-laden/  
27 https://www.goodmobility.org/  
28 Lydon et al., 2015. Commune di Milano, 2021. Parametric Architecture, 2023.

LebeVeedel Bürgereingabe nach §24 GO NRW – April 2024 Seite 29 
 
 
  
Via Spoleto / Via Venini Kreuzung Mailand vor 
einer Tactical-urbanism-Maßnahme. Commune 
di Milano, 2021 
Dieselbe Kreuzung nach einer Tactical-
urbanism-Maßnahme. Scopelliti & Ragazzo, 
2023. 
  
© LAAB Collective + Signature Design. In 
Parametric Architecture, 2023. 
© Trevor Dykstra. In Parametric Architecture, 
2023. 
 
Tactical urbanism bietet die wichtige Möglichkeit, die Bevölkerung in die Planung, Umsetzung und 
Pflege solcher Maßnahmen einzubeziehen. So kann garantiert werden, dass die Maßnahmen zum 
jeweiligen sozio-demografischen und örtlichen Kontext passen. Außerdem wird so erfahrungsgemäß 
die Akzeptanz der Maßnahmen deutlich erhöht, das Risiko von Vandalismus verringert und eine 
Vielzahl von neuen Bekanntschaften beflügelt. Außerdem ist klar belegt, dass eine „Kuratierung“ des 
öffentlichen Raums entscheidend für de ssen produktive Nutzung ist (Hermansen, 2021). Aktiv 
einbezogene Bürger*innen können eine solche Leistung langfristig erbringen – die öffentliche Hand 
nicht. 
Die Maßnahmen in Modul 4 können teilweise als temporär und experimentell verstanden werden, 
um von diesen Erfahrungen zu lernen; dies ist entscheidend für die permanente Aufwertung des 
öffentlichen Raums in Modul 6.

LebeVeedel Bürgereingabe nach §24 GO NRW – April 2024 Seite 30 
 
 
Modul 5: Erhöhung der Attraktivität des Umweltverbundes  
Um die strukturelle Abhängigkeit vom Kfz zu reduzieren, müssen realistische, erschwingliche, sichere 
und bequeme Alternativen existieren. Folgende Maßnahmen sind dafür geeignet und werden im 
Rahmen des Modul 5 initiiert:  
Fußverkehr: 
● Auf wichtigen Wegeverbindungen, 
vor allem vom/zum Johannes-
Giesberts-Park, vom/zum Luft-
schiffplatz und von/zu Kitas und 
Schulen, sollen die Gehwege über 
die kreuzenden Straßen nach dem 
etablierten Prinzip des continuous 
sidewalk (durchgehender Gehweg) 
(Pinder, 2021) baulich durchge-
zogen werden. Ähnliches wird in 
Köln bereits praktiziert (Abbildung 
20). 
● Der Weg zur bzw. von der Neusser 
Straße und Bahn-Haltestelle 
Florastraße führt über die vielbefahrene Niehler Straße, die nur sicher an einer Ampel / 
Lichtsignalanlage (LSA) überquert werden kann. Die Umlaufzeiten dieser LSA sind für zu Fuß 
Gehende nicht attraktiv und sollten angepasst werden. Dies gilt auch für die LSA an der Niehler / 
Blücherstraße. Ganz ähnliche, teilweise sogar noch weiter gehende Empfehlungen werden auch 
im Endbericht des Fußverkehrs-Checks erwähnt: „Es sollte geprüft werden, ob an der Ampel 
Niehler Straße / Blücherstraße eine barrierefreie Querungsstelle (differenziertes Bord) 
eingerichtet werden kann.“ Im Bereich der Gneisenaustraße  wird zudem auf die vielfachen 
Klagen von Kindern hingewiesen, wonach dort „keine sichere Möglichkeit für den Fußverkehr zu 
queren“ existiert. Entsprechend wird die Prüfung der „Einrichtung eines Zebrastreifens mit 
Querungshilfe“ empfohlen; eine „weitere Querungsmöglichkeit [wird ebenso] über die Xantener 
Straße auf Höhe der Josefine-Clouth-Straße … in Form eines Doppel-Zebrastreifens“ empfohlen 
(Planungsbüro VIA, 2023). 
● Die Florastraße ist aufgrund der beidseitig parkenden Fahrzeuge keine attraktive Fußroute und 
bietet keinerlei Sitzgelegenheiten. Problematisch ist zudem die Gehwegsituation auf der 
Florastraße an der Einmündung der Gartenstraße. Diese Probleme sollten bei der Umsetzung 
von Modul 5 mit behoben werden. 
Fahrradverkehr:  
● In der Sitzung der BV-Nippes vom 3.9.2020 wurde unter TOP 8.1.8 beschlossen, das Clouth-
Quartier als Fahrradzone (u.a. Zeichen 244.3) auszuweisen (AN/1083/2020). Daher wäre es 
Abbildung 20: Durchgehender Gehweg  (continuous sidewalk)  im 
nördlichen Bereich der Krefelder Straße, Köln.  Als deutlicheres 
Beispiel sei auf Camden Cyclists (2020) verwiesen .

LebeVeedel Bürgereingabe nach §24 GO NRW – April 2024 Seite 31 
 
 
sinnlos, einen entsprechenden Beschluss durch die vorliegende Bürgereingabe zu fordern. 
Vielmehr richtet sich unsere Forderung an die Verwaltung der Stadt Köln, den existierenden 
Beschluss umgehend umzusetzen. Diese hat für die BV-Sitzung am 3.12.2020 geantwortet 
(3260/2020), dass zu diesem Zeitpunkt noch keine Verwaltungsvorschriften dazu vorlägen, die 
aber eine zwingende Voraussetzung wären. Es ist richtig, dass die VwV-StVO noch keine 
Aussagen zu Fahrradzonen trifft; gleiches gilt für die technischen Regelwerke RASt 06 und ERA 
2010. Als „zwingende Voraussetzungen“ kann das aber nicht gelten, denn Fahrradzonen 
existieren bereits u.a. in Bremen, Herne, Marburg, Saarbrücken und Kirkel. Ein einschlägiger 
BMVI-geförderte r Praxisleitfaden (BUW & DIfU, 2021) schafft hilfreiche Klarheit und die FGSV-
Handreichung "E Klima 2022" (FGSV, 2022) enthält in ihren ergänzenden Steckbriefen zur RASt 
06 und zur ERA 2010 (FGSV, 2023) mehr als ausreichende Empfehlungen, auf die sich die 
Umsetzung einer Fahrradzone stützen kann – auch in Ermangelung einer einschlägigen VwV-
StVO.  
● Pedelecs (ugs. E-Bikes), Lasten- und Spezialräder sowie Fahrradanhänger bieten vielen 
Menschen eine alltagstaugliche Alternative zu MIV-basierten Wegen. Aus Gründen der 
Ressourcenschonung und der Kosteneffizienz sollte auf Clouth ein Verleihsystem für solc he 
Fahrzeuge etabliert werden 29. Diese Forderung deckt sich mit den Schlussfolgerungen des 
Fußverkehr-Checks durch das Planungsbüro VIA (2023), wonach „Sharingstationen für Leih-
fahrzeuge (E-Scooter, Fahrräder)“ eingerichtet werden sollen. Die Initiative LebeVeedel hat 
bereits ein entsprechendes Konzept entwickelt, das auf www.lebeveedel.de eingesehen werden 
kann. Erfreulicherweise hat die moderne stadt GmbH die Finanzierung eines Sonderfahrrads für 
diese Verleihflotte zugesagt. Die Ausleihmodalitäten sind ebenfalls dank einer Kooperation mit 
www.kasimir-lastenrad.de geklärt. Aktuell erarbeiten wir einen Antrag um bezirksorientierter 
Haushaltsmittel gemäß § 37 Abs. 3 GO NW im Stadtbezirk Nippes zur Co-Finanzierung eines 
wetterfesten Unterstands  für eine solche Sharingstation. 
● Der Bedarf an Fahrradabstellflächen im öffentlichen Raum sollte dem Bedarf dynamisch 
angepasst werden. Da nicht alle Gebäude über eigene komfortable Fahrradräume verfügen, sind 
im öffentlichen Raum auch witterungsgeschützte öffentlich benutzbare Fahrradabstellanlagen zu 
errichten. 
● Die BV sollte Einfluss auf den Betreiber der Call-a-Bike-Leihräder ausüben, damit diese auch im 
Clouth Quartier zurückgegeben und ausgeliehen werden können.  
CarSharing 
● Zusätzlich zu den CarSharing-Stellplätzen in der Tiefgarage des Clouth-104-Komplexes sollten in 
diesem Bereich (etwa auf den als Elektroladeflächen vorgesehenen Stellplätzen vor und 
gegenüber dem Jugendmedienzentrum) weitere oberirdische Stellplätze an einen CarSharing 
Anbieter vergeben werden.  
● In der ursprünglichen Planung des Clouth Quartiers waren auch neben dem Tor 4 CarSharing 
Stellplätze im öffentlichen Raum vorgesehen. Dieser Plan ist umzusetzen. Sollte dies angesichts 
 
29 Das existierende KVB-Lastenrad ist aus verschiedenen Gründen als alltagstaugliche s Fahrzeug für alle Personengruppen 
ungeeignet. Erläuterungen gerne auf Nachfrage.

LebeVeedel Bürgereingabe nach §24 GO NRW – April 2024 Seite 32 
 
 
der weit fortgeschrittenen Planungen nicht möglich sein, sind mindestens 4 oberirdische 
Stellplätze im öffentlichen Raum an anderer Stelle an einen CarSharing-Anbieter zu vergeben.  
ÖPNV 
● Die Routenführung der Buslinie 140 sollte im Rahmen der Umsetzung von Modul 5 optimiert 
werden. 
 
Modul Kommunikation 
Die Erfahrung aus vielen ähnlichen Prozessen im Ausland, in Deutschland und auch in Köln30 selbst 
lehrt, wie wichtig eine professionelle, proaktive, authentische und regelmäßige Kommunikation als 
permanente Begleitung von größeren Veränderungsprozessen ist. Dies muss mehr sein als nur die 
Verbreitung von Informationen, sondern bedeutet ausdrücklich den Austausch von Wissen, Ideen, 
Sorgen, Plänen in zwei Richtungen: Von den Planenden zu Bürger*innen und von Bürger*innen zu 
Planenden. 
Dies gilt selbstverständlich auch für die Umsetzung des LebeVeedel Konzeptes. Dessen Grundideen 
sind zwar bereits vielen Menschen auf dem Clouth Quartier bekannt, aber natürlich nicht allen. Aber 
alle werden davon profitieren - und einige werden einige Routinen hinterfragen und anpassen 
müssen. Die Bereitschaft dazu wächst in gleichem Maße wie das Verstehen der eigenen und 
allgemeinen Vorteile.  
Es geht dabei keineswegs um die Vermittlung einer rein rationalen Kosten-Nutzen-Optimierung, 
sondern um positive Emotionen, die auch nicht-monetäre Vorteile einschließen. Dazu gehört das 
Schließen von neuen Bekanntschaften, die Möglichkeit, an einem kühlen Ort zu verweilen, die Kinder 
unbeaufsichtigt draußen spielen zu lassen, während man sich im Home-Office auf die Arbeit 
konzentriert, die Freude an Vogelgesang aus einem Straßenbaum und vieles mehr. 
Daher muss eine maßgeschneiderte Kommunikationsstrategie mehr als geschriebene Worte 
umfassen. Sie muss auch Gesichter zeigen, Pläne, Zukunftsanimationen, vielleicht sogar eine 
Geräuschkulisse aus dem Jahr 2030, Möglichkeiten zum Gespräch - im Idealfall in verschiedenen 
Sprachen - mit Planenden und anderen Bewohner*innen. Denkbar wäre auch eine Podcast -Serie31 
über verschiedene Aspekte des LebeVeedels (Arbeitstitel “Clouthopia”), oder ein Video-Blog über 
den Fortgang der Planungen um Umsetzungen.  
Mit der Entwicklung und Durchführung ist eine geeignete Agentur zu beauftragen.  
 
 
30 Zitat , Amt für Straßen - und Verkehrsentwicklung: “Wir haben unterschätzt, wie hoch der 
kommunikative Bedarf ist”. Kontext: Verkehrsversuch auf der Venloer Straße (Gross, 2023, S. 26).  
31 Gerne in Zusammenarbeit mit dem Jugendmedienzentrum ( www.jfc.info ), das im Clouth Quartier beheimatet ist.

LebeVeedel Bürgereingabe nach §24 GO NRW – April 2024 Seite 33 
 
 
Modul Evaluation und wissenschaftliche Begleitung 
Das LebeVeedel Team maßt sich nicht an, ein perfektes Konzept entwickelt zu haben, das nicht 
weiter verbessert werden könnte. Mit Sicherheit lassen sich einige Aspekte des Konzeptes weiter 
optimieren, weshalb ein systematischer Bürgerbeteiligungsprozess unabdingbar ist. Ebenso wichtig 
ist eine systematische Auswertung jedes Umsetzungsschrittes. Nur so kann sichergestellt werden, 
dass die konkreten Erfahrungen in hoher zeitlicher Auflösung zur Feinjustierung der darauf 
folgenden Schritte genutzt we rden können. 
Eine systematische Evaluation ist darüber hinaus die Voraussetzung, um belastbare Erkenntnis-
gewinne zu schaffen, die auf andere Gebiete in und außerhalb Kölns übertragbar sind. Immerhin 
verfolgt die Initiative ausdrücklich das Ziel, damit eine Blaupause für andere Quartiere in Köln (in 
Planung und im Bestand) und ein Leuchtturmprojekt mit Strahlwirkung zu schaffen. Der Begriff 
LebeVeedel soll sich im internationalen Stadtplanungs-Diskurs als das Kölner Modell etablieren. 
Es sollte versucht werden, eine ortsansässige Hochschule für diese Monitoring-, Evaluations- und 
Forschungstätigkeit zu gewinnen. Dadurch gewönne das LebeVeedel die Qualität eines Reallabors, 
aus dem publizierbare Forschungsergebnisse erwachsen, was hochkompatibel mit dem 
akademischen Anreizsystem ist. Gleichzeitig könnte damit die Stadt Köln dank empirisch 
abgesicherter Ergebnisse als progressive Stadt und als würdige Destination für Fachexkursionen 
bekannt werden.  
Für die Datenerhebung ist eine Bandbreite von geeigneten Methoden denkbar. Besonders reizvoll 
scheinen dabei innovative Ansätze wie Video-Analytik32 oder verschiedene Crowd -Sourcing-
Maßnahmen im Sinne einer partizipativen Co-Evaluation.33 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
32 transform transport (2022) 
33 Besonders passend könnte dabei die Telraam -Methode sein. Siehe https://telraam.net.

LebeVeedel Bürgereingabe nach §24 GO NRW – April 2024 Seite 34 
 
 
Das folgende Modul 6 ist KEIN essenzieller Bestandteil der Forderungen in der vorliegenden 
Bürgereingabe; es wird dennoch beschrieben, weil es „Appetit anregen“ soll für das Gesamtziel, 
das die Gründung der Initiative LebeVeedel ursprünglich motiviert hat. 
Dieses Ziel vor Augen macht uns aber nicht blind für die realpolitischen (Un-)Möglichkeiten einer 
Bezirksvertretung. Wohlwissend um diese Schwierigkeiten halten wir deshalb im Modul 2 eine 
Variante für wahrscheinlicher, die nicht direkt größere bauliche Maßnahmen erfordert; also eher 
Variante 2A oder 2B als 2C. 
In diesem pragmatischen Fall blieben aber viele und große Verbesserungs potenziale ungenutzt. 
Modul 6 ist deshalb als zwingende Ergänzung zu verstehen.  
Es erzeugt eine sprunghafte Verbesserung der Verkehrssicherheit, eine stärkere Attraktivierung 
des Umweltverbundes (relativ und absolut), es hebt die Aufenthaltsqualität auf ein neues Niveau, 
fördert den sozialen Zusammenhalt und vor allem führt es zur dringend benötigten Entsiegelung 
und damit zu einer adäquaten Ausstattung des Clouth Quartiers mit dem nötigen Maß an 
Vegetation. 
In anderen Worten: Wir wollen uns mit den Modulen 1 bis 5 beherzt auf den Weg machen – und 
danach geht es weiter. 
Modul 6: Schlaufen, Umwidmungen, Verschwenkungen, 
Entsiegelung, Begrünung und verkehrsberuhigte Bereiche 
Die Tatsache, dass Modul 6 kein essentieller Bestandteil der Forderungen in der vorliegenden 
Bürgereingabe ist, unterstreicht eine ausdrückliche Zurückhaltung des LebeVeedel -Teams. Dies 
ergibt sich aus der Tatsache, dass die Inhalte von Modul 6 eigentlich bereits jetzt als Stand der 
Technik gemäß den offiziellen FGSV-Standards erwartet werden können. Diese Standards gelten seit 
der Veröffentlichung der Ergänzende[n] Handlungsanleitungen zur Anwendung der RASt 06 (FGSV, 
2024) im Februar 2024. Darin werden unter anderem folgende Empfehlungen ausgesprochen:  
• „Straßenräume [sind] künftig so zu entwickeln, dass sie zur Klimaresilienz der Städte 
beitragen“ 
• Es ist „zweckmäßig, … die Belange des fließenden und ruhenden Kfz-Verkehrs nachrangig 
zu betrachten.“ 
• „Zur Verbesserung der Aufenthaltsqualität empfiehlt es sich die Seitenräume 
stadtgestalterisch aufzuwerten“ 
• „Es ist sinnvoll, im Seitenraum einen Multifunktionsstreifen zu planen … [dort] können 
beispielsweise Baumreihen und Begrünungen, Elemente für die 
Niederschlagswasserbewirtschaftung, Aufenthaltsbereiche (inklusive Bänke), 
Fahrradabstellanlagen, … etc. realisiert werden.“

LebeVeedel Bürgereingabe nach §24 GO NRW – April 2024 Seite 35 
 
 
• „Es empfiehlt sich, die Anzahl von Parkständen für den privaten Kfz-Verkehr im 
Straßenraum möglichst gering zu halten, um Flächen für andere umweltfreundliche 
Modi, für Aufenthalt, für Grünbereiche, für die Retention bzw. dezentrale Entwässerung 
zu gewinnen und ein Aufheizen von Straßenräumen zu verringern.“  
• „Es wird … empfohlen, die Anlage von Parkständen in zusammenhängenden Parkflächen 
oder Parkbauten/ Quartiersgaragen zu bevorzugen.“  
• Es ist „zweckmäßig, … das Ziel einer ausreichenden Begrünung mit standortgerechten 
Vegetationsstrukturen zu beachten. Dazu können grundsätzlich Möglichkeiten der 
Entsiegelung geprüft werden, um Retentionsräume sowie Flächen der dezentralen 
Entwässerung zu schaffe n.“ 
 
Die folgenden Überlegungen und 
Skizzen sind nicht als maßstabsgetreue 
Ausführungsplanung zu verstehen , 
sondern als beispielhafte Illustration 
von Gestaltungsprinzipien.  
Schlaufen erschließung  
Besonders effektiv wäre es, w ie in 
Abbildung 22 gezeigt, den Kfz-Verkehr 
in „Schlaufen” zu führen. Dadurch 
werden einige Teile des Straßennetzes 
von einem Zweirichtungs- in ein 
Einbahn-System umgewandelt. Dies 
bedeutet, dass einige Direktver -
bindungen nicht mehr möglich sind; 
also eine absichtliche Verringerung der 
Attraktivität der Kfz-Nutzung. Selbstverständlich ist der Fahrradverkehr von der Einbahnregelung 
ausgenommen, um dessen relative Attraktivität gegenüber dem Kfz-Verkehr zu erhöhen. Ebenfalls 
selbstverständlich sind auch nach Umsetzung des Schlaufenplans alle Tiefgaragen ohne 
Einschränkungen mit dem Kfz erreichbar. 
Dabei ist zu erwähnen, dass die Umwidmung einer Zweibahn- in eine Einbahnstraße zu höheren De-
facto-Geschwindigkeiten führen kann 34, wenn sie nicht gleichzeitig mit einer Änderung der 
Straßengestaltung einhergeht (iRAP, 2022). Das LebeVeedel -Konzept sieht dies als zwingende 
Begleitmaßnahme bei der Einrichtung von Einbahnstraßen vor um sie selbst-erklärend zu machen 
 
34 Die entsprechende Befürchtung ist keineswegs ein Automatismus, wie man auch in Köln bei der Einrichtung einer 
Einbahnstraße auf der Venloer Straße feststellen konnte: „Die Befürchtung, angesichts der großen Autospuren würden 
Autofahrer regelmäßig zu schnell fahren, ist bislang nicht eingetreten. Laut Stadt sind in den vergangenen zwei Wochen 
64000 Autos über der Versuchsbereich gefahren, davon waren 200 zu schnell – ein Anteil von 0,3 Prozent“ Kölner 
Stadtanzeiger vom 9.11.2023. 
Abbildung 21. Aus einem Interview mit Anja Bierwirth im Kölner 
Stadtanzeiger . Juli 2023.

LebeVeedel Bürgereingabe nach §24 GO NRW – April 2024 Seite 36 
 
 
 
Abbildung 22: Quartierserschließung mit teilweisen Einbahnstraßen (Schlaufenplan). Die Pfeile geben die 
erlaubte Fahrtrichtung an.  
 
(siehe unten). Dies kann kurzfristig mit Pflanzkübeln, Parklets, Straßenmobiliar, mobilen Bäumen 
usw. erreicht werden. Eine wichtige Rolle dabei spielt auch die kommunikative Einbettung einer 
solchen Maßnahme im öffentlichen Diskurs – und hier im Wohngebiet können wir als Bürger*innen-
Initiative darauf gut Einfluss nehmen.

LebeVeedel Bürgereingabe nach §24 GO NRW – April 2024 Seite 37 
 
 
In einigen Quelle-Ziel-Konstellationen kann die neue Einbahnregelung Umwege erzwingen. Um 
diesen Effekt zu minimieren, wird an manchen Stellen der Zweibahn-Verkehr beibehalten – konkret 
bei Tiefgaragen, die nahe an einer der drei Zufahrten (Tor 1, 3 oder 4) liegen, um hier keine 
unangemessen langen Umwege zu generieren. Für die anderen Fälle sei erneut auf die bereits oben 
erwähnten Forschungsergebnisse zur “Verkehrsverpuffung” verwiesen. Unterm Strich ist eine 
moderate Erhöhung des Verkehrsaufkommens an we nigen Punkten zu erwarten. Das Gesamt-
verkehrsaufkommen wird sich aber definitiv signifikant verringern (Cairns et al., 2002.  European 
Commission, 2004.  Bauer et al., 2023. Nello-Deakin, 2022). 
Die Quartierserschließung in Schlaufen hat noch eine weitere erfreuliche Konsequenz: Jene 
Straßenabschnitte, auf denen bereits dank Modul 2A oder 2B das Verkehrsaufkommen zurückgehen 
wird, werden gar nicht benötigt, um eine Tiefgarage zu erreichen. Abbildung 22 zeigt diese 
Abschnitte in grün. Dieses Potenzial gilt es sofort nach Einrichtung der Einbahn-Regelung zu nutzen 
und zu gestalten. Dazu werden diese Straßenabschnitte für den Kfz -Verkehr entwidmet. Dies 
geschieht durch regulative und physische Absperrungen. Selbstverständlich sind Müll- und 
Rettungsfahrzeuge sowie Personen mit besonderer Berechtigung (z.B. Schwerbehinderte) von der 
Zufahrtsregulierung ausgenommen.  
Durch die Umwandlung vieler Straßenabschnitte von einer Zwei-Richtungs-Straße in eine 
Einbahnstraße werden außerdem lange lineare Strecken nicht mehr benötigt - wohlgemerkt bei 
gleichbleibender Erreichbarkeit jeder Wohnungstüre, Tiefgarage oder Müllsammelstelle35.  
Straßenverschwenkungen 
Falls – je nach Variantenwahl in Modul 2 – der Kfz-Verkehr in Einbahnstraßen geführt werden soll, so 
sind diese unbedingt zu verengen und zu verschwenken. Dadurch entstehen leicht kurvige 
Straßenverläufe, Buchten und Halbinseln, was zwei entscheidende Vorteile bietet:  
1. Die Straße wird “selbst-erklärend” und „selbst-durchsetzend“ (siehe oben), was dringend nötig 
ist, da aktuell die Regelung des Tempo-30-Gebots konterkariert wird von der Gestaltung der 
Straße als „Einflugschneise36”. Eine breite, gerade, übersichtliche Straße mit marginaler 
Begrünung und kaum Menschen im Seitenraum fordert regelrecht zum Beschleunigen auf. Eine 
engere und geschwungene Straße mit dichtem Begleitgrün und menschlicher Präsenz lädt 
dagegen zu langsamem, vorsichtigem und rücksichtsvollem Fahren ein. Daher sollte durch die 
gestalterischen Maßnahmen von Modul 6 eine De-facto-Geschwindigkeit von 15 – 20 km/h 
erreicht werden. 
 
35 Bei Variante 2A lägen 17 Müllsammelstelle n in einer Sackgasse. Uns ist die Problematik einer solchen Situation bekannt. 
Allerdings ist diese Situation bereits jetzt bei 7 Müllsammelstellen gegeben ! Dort – wie auch durchwegs beim LebeVeedel 
Konzept – kann die Sackgasse dank beweglicher modaler Filter geöffnet werden. Zudem könnte überlegt werden, in 
besonderen Fällen eine Müllsammelstelle zu verlegen.  
36 Dieser Begriff hat sich bei einigen Clouth -Bewohnenden für die Josefine-Clouth-Straße etabliert. Auch dies steht Wider -
spruch zum siegreichen städtebaulichen Konzept: „Die Straßen werden … verkehrsberuhigt, realisiert, um durch 
Schrittverkehr höhere Aufenthaltsqualitäten für Fußgänger und Fahrradfahrer zu schaffen” (Land / BSV, 2014)

LebeVeedel Bürgereingabe nach §24 GO NRW – April 2024 Seite 38 
 
 
2. Die Buchten und Halbinseln werden als gastliche und grüne Orte (Shaftoe, 2015 und 
www.wohlfuehlplaetze.de ) gestaltet. Zum einen können „soziopetale”37 Infrastrukturen wie 
Bänke u.a. Möblierung, Spielanlässe, (essbare) Pflanzen, Sonnensegel, Wasserspender etc. 
bereitgestellt werden. Zum anderen kann auf den besagten Halbinseln Vegetation konzentriert 
werden, was Vorteile für die urbane Mikro-Fauna (insbesondere Vögel 38) hat und was zur 
dringend benötigten Kühlung beiträgt.  
Flächenumwidmung  
Grundsätzlich ist die Umgestaltung von freiwerdendem  Platz anzustreben. Platz wird frei für eine 
Umwidmung und teilweise Entsiegelung vor allem durch zwei Maßnahmen, die in früheren Modulen 
angelegt wurden. 
1. Straßenabschnitte, die nicht zur Erschließung von Tiefgaragen benötigt werden, müssen nur 
noch dem Fahrradverkehr dienen und müssen für Fahrzeuge mit Sonderberechtigung benutzbar 
bleiben. Dies ermöglicht es, ca. eine halbe Fahrbahnbreite und beide Stellflächenstreifen 
umzuwidmen und zu entsiegeln.  Diese Flächen sind (am Beispiel der Variante 2A) mit grüner 
Farbe in Abbildung 22 hervorgehoben.  
2. Durch die Umwidmung von Zwei-Richtungs- in Einbahnstraßen wird die geometrische Hälfte 
einer Straße nicht mehr für den 
Kfz-Verkehr benötigt und kann 
entsiegelt werden. Auch 
Stellplätze entlang dieser 
Straßen werden auf das absolute 
Minimum reduziert. Dazu 
gehören ggf. Stellplätze für 
CarSharing-Fahrzeuge, für 
Pflegedienste, Handwerker und 
die Haltebuchten für Liefer-
Dienste; diese sollten in wasser-
durchlässiger Ausführung 
gestaltet werden (Abbildung 23). 
Kommunen haben einen relativ großen rechtssicheren Spielraum für solche straßrenrechtlichen 
(Um-)Widmungen, sofern sie klar begründet werden. Zulässige Begründungen können sich auf die 
Luftreinhaltung, die Verkehrssicherheit, verkehrliche und verkehrsplanerische bzw. städtebauliche 
örtliche und überörtliche Belange sowie andere Aspekte des  öffentlichen Wohls stützen (Agora 
Verkehrswende, 2018, S. 22). Dadurch lassen sich bestimmte Nutzungsarten des öffentlichen Raums 
begrenzen bzw. priorisieren. Ein Rechtsgutachten zu den Handlungsspielräumen in Kommunen führt 
 
37 „Soziopetal“ sind gestalterische oder Umwelt -Bedingungen, wenn sie die soziale Interaktion fördern, z.B. eine 
kreisförmige Sitzanordnung und eine angenehme Temperatur (American Psychological Association, n.d.)  
38 Beatley, 2020. Sander und Tietze, 2022. www.biophiliccities.org .  
Abbildung 23: Wasserdurchlässige Ausführung eines Parkplatzes 
(Foto: R. Brand)

LebeVeedel Bürgereingabe nach §24 GO NRW – April 2024 Seite 39 
 
 
dazu aus: „So ist es möglich, freiwerdende Parkplätze für andere Verkehrsarten oder auch für 
gänzlich andere Verwendungen zu nutzen, zum Beispiel als Spielplätze oder als Aufenthaltsflächen. 
Durch eine solche Teileinziehung wird die die Widmung nachträglich auf bestimmte Benutzungs-
arten, Benutzungszwecke oder Benutzerkreise beschränkt “ (Agora Verkehrswende, 2018, S. 22). 
Auch dabei gilt, dass solche Maßnahmen „wesentlich leichter begründet werden, wenn der 
Umgestaltung ein kommunales Verkehrskonzept zugrunde liegt“ (Agora Verkehrswende, 2018, S. 36) 
wie es mit dem Sustainable Urban Mobility Plan Besser durch Köln aktuell erarbeitet wird. 
Besonders bemerkenswert in diesem Kontext sind auch verschiedene Formulierungen in den 
aktuellen Ergänzungen zur RASt06, die den neuesten Stand der Technik als handlungsleitende 
Maxime der Straßengestaltung darstellen. Dort findet sich explizit folgende Formulierung 
          Quelle: FGSV, 2024, S. 7; Hervorhebung durch LebeVeedel-Team. 
Entsiegelung und Begrünung 
Unabhängig von der Ursache des Flächengewinns muss dieser für die Pflanzung von üppiger 
Vegetation, insbesondere von Bäumen, genutzt werden. Dies deckt sich mit dem aktuellen Stand der 
Technik, der von der FGSV (2024, S. 10) wie folgt formuliert wird: „Zunächst versiegelte Flächen, für 
z. B. den ruhenden Verkehr, können … durch Baumpflanzungen ersetzt werden. “ Auch der 
Fußverkehrs-Check im Clouth Quartier, der 2023 im Auftrag der Stadt Köln durchgeführt wurde 
kommt zu diesen Schlussfolgerungen. Darin wird eine „Entsiegelung und Einrichtung von zum 
Beispiel Grünen Oasen, Schattenplätzen, blauer Infrastruktur, wasserdurchlässige Oberflächen“ 
gefordert (Planungsbüro VIA, 2023). 
Es ist deshalb nicht nachvollziehbar – bzw. dringend zu ändern – dass von den 477 Bäumen, die laut 
Straßenbaumkonzept Nippes 39 (Amt für Landschaftspflege und Grünflächen, 2022) im Bezirk neu 
gepflanzt werden sollen, ein einziger (!) für das Clouth Quartier vorgesehen ist.  
 
39 Die Tatsache, dass in der Legende des Straßenbaumkonzeptes jeweils erwähnt wird, wie viele Parkplätze entfallen, ist 
symptomatisch - aber auch ein Armutszeugnis - für unsere Gesellschaft.

LebeVeedel Bürgereingabe nach §24 GO NRW – April 2024 Seite 40 
 
 
 
Abbildung 24: Ausschnitte aus dem Straßenbaumkonzept Nippes . Amt für Landschaftspflege und Grünflächen, 
2022. 
Im Plan könnte das Ergebnis aussehen wie in Abbildung 26 – erneut als Komplettierung von Modul 
2A zu verstehen. Sie zeigt lediglich ein Beispiel von möglichen Verschwenkungen , vor allem im 
südlichen Teil des Quartiers. Details müssen selbstverständlich durch einen sorgfältigen 
Ausführungsplan definiert werden.  
Verkehrsberuhigte Bereiche 
In allen Plänen und Skizzen in dieser 
Bürgereingabe sind Gehwege separat 
ausgewiesen. Selbstverständlich wäre 
es auch denkbar, viele neue 
verkehrsberuhigte Bereiche (Zeichen 
325.1 und 325.2) auszuweisen, für die 
laut entsprechender 
Verwaltungsvorschrift „in der Regel … 
ein niveaugleicher Ausbau für die 
ganze Straßenbreite erforderlich“ ist 
(VwV-StVO, Bundesregierung, 2021). In 
der Regel erfordert dies also die 
Entfernung von Gehwegen, damit der 
motorisierte und unmotorisierte 
Verkehr absichtlich gemischt wird. 
Durch die Formulierung „In der Regel“ öffnet die VwV-StVO aber absichtlich Möglichkeiten für 
begründete Ausnahmen. Diesen Umstand nutzt die Stadt Freiburg bereits seit knapp 30 Jahren, 
Abbildung 25: Verkehrsberuhigter Bereich ohne niveaugleichen 
Ausbau nach dem "Freiburger Modell". Foto F. Zeiler (Zeiler, 
2019)

LebeVeedel Bürgereingabe nach §24 GO NRW – April 2024 Seite 41 
 
 
 
indem sie mehrere Wohngebiete mit geringem Verkehrsaufkommen nachträglich auch ohne 
niveaugleichen Ausbau zu verkehrsberuhigten Zonen erklärte (Siehe Abbildung 25). Dies geschieht 
jeweils nur nach sorgfältig dokumentierter Abwägung und nach klarem Mehrheitsentscheid der 
Anlieger. Dieses sogenannte „Freiburger Modell“ hielt bisher auch juristischen Prüfungen stand 
(Zeiler, 2019).  
Abbildung 26. Entsiegelungs -Potenzial  im Clouth Quartier.

LebeVeedel Bürgereingabe nach §24 GO NRW – April 2024 Seite 42 
 
 
Das Planungsbüro VIA (2023) schlägt als Schlussfolgerung des Fußverkehrs-Checks vor, einen 
verkehrsberuhigten Bereich im Umfeld der Kitas einzurichten. Dieser Forderung schließt sich diese 
Bürgereingabe ausdrücklich an und bittet darüber hinaus, die Anwendbarkeit des Freiburger Modells 
auf das gesamte Clouth Quartier im Rahmen von Modul 6 zu prüfen und im Eignungsfalle großflächig 
anzuwenden.  
Diese Maßnahme ist auch bereits als Komponente von Modul 2 oder Modul 4 zu prüfen. 
 
 
 
 
4. Das Clouth Quartier im Jahr 2030 
Im Jahr 2030 – also lediglich fünf Jahre, bevor Köln gemäß Stadtratsbeschluss klimaneutral sein soll – 
könnte die Josefine-Clouth-Straße in etwa so aussehen, wie das die Verkehrsplanerin Joanna 
Podszus in Abbildung 27 illustriert hat. Auch sie zeigt nur eine von vielen möglichen Zukünften; sie 
dient aber dazu, den öffentlichen und politischen „Appetit“ auf eine menschenfreundlichere Zukunft 
anzuregen.

LebeVeedel Bürgereingabe nach §24 GO NRW – April 2024 Seite 43 
 
 
 
Abbildung 27: Josefine-Clouth-Straße Stand Herbst 2022 (oben) und nach Umsetzung aller LebeVeedel Module  (unten). Man beachte auch die Verschwenkung en der Straßen. 
© Joanna Podszus, 2023.

LebeVeedel Bürgereingabe nach §24 GO NRW – April 2024 Seite 44 
 
 
Das LebeVeedel-Team hat auch mithilfe von künstlicher Intelligenz Bilder von alternativen Zukünften 
generiert, die die Vorstellungskraft der Bewohnenden, aber auch der BV Mitglieder beflügeln sollen. 
 
Abbildung 30 zeigt schematisch eine ähnliche, aber generische, Straßen- bzw. Kreuzungsszene in der 
Draufsicht. Auch dies ist als Ermutigung gedacht, überkommene Erfahrungen, unhinterfragte 
Normalitäten und scheinbare Unvermeidbarkeiten zu hinterfragen, um somit die Fantasie anzuregen 
und um Lust auf eine andere Zukunft zu machen. 
 
 
Ist-Zustand 
Mögliche Zukunft 
Abbildung 28: Die Josefine-Clouth-Straße im Jahr 2026?! Was hier noch fehlt sind viele große Bäume. Animation 
mithilfe von https://dutchcyclinglifestyle.com/

LebeVeedel Bürgereingabe nach §24 GO NRW – April 2024 Seite 45 
 
 
 
5. Transparenz, Beteiligung 
und Dialog 
Das LebeVeedel Team ist überzeugt, dass ein 
verkehrlich und sozial funktionierende s Konzept 
nicht nur fachlich / planerisch erstklassig sein 
muss. Ebenso wichtig ist uns der Prozess seiner 
Entwicklung, Kommunikation und Umsetzung. 
Dahinter steht nicht nur eine demokratische 
Grundhaltung, sondern auch die – z.T. berufliche – 
Erfahrung mit ähnlichen Projekten in vielen 
Städten wie Budapest, Malmö, Bremen, Thessa -
loniki, Vitoria Gasteiz, Helmond, Jerusalem und 
anderen. 
Daher war und ist uns der enge Austausch mit der 
Nachbarschaft und mit lokalen Politiker*innen 
wichtig, um deren Ideen, Anregungen, Bedenken 
und Kritik zu hören. Aus diesem Grund organi-
sierten wir bereits 2020 die erwähnte „Klebe-
punkte-Umfrage“ (siehe S. 11). Im März 2022 ging 
die Internetseite https://clouth2023.weebly.com 
online, die die erste Generation der Planungen 
vorstellt. Dort sind u.a. Unterstützungszitate von 
über 40 Nachbar*innen und von den meisten in 
Abbildung 29: Ergebnis der „Bällchen -Umfrage“ am 
LebeVeedel Stand , Clouth Sommerfest (9.9.2023) . 
Die Beschriftung der Röhren von links nach rechts:  
- Einhaltung der Höchstgeschwindigkeit wäre schön  
- Mehr Grün wäre schön  
- Mehr Parkplätze wären schön  
- Mehr Sitzgelegenheiten wären schön  
- Ich habe andere Vorschläge  
Abbildung 30: Generische Straßen- bzw. Kreuzungsszene in der Draufsicht.  R. Brand

LebeVeedel Bürgereingabe nach §24 GO NRW – April 2024 Seite 46 
 
 
der BV Nippes vertretenen Parteien40 veröffentlicht; letztere sind das Ergebnis von vielen bilateralen 
Online-Gesprächen während des Corona-Lockdowns. 
Dreimal wurden Informationen über das LebeVeedel im Newsletter des Nachbarschaft Clouth e.V. 
veröffentlicht; seit Dezember 2022 gibt das LebeVeedel-Team auch einen eigenen Newsletter 
heraus. Zudem wurde Aktuelles regelmäßig im Schaukasten des „Nehmt Platz!“ Bauwagens in der 
Mitte des Quartiers bekannt gemacht. Das LebeVeedel -Team beteiligte sich außerdem aktiv mit 
einer Ausstellung am polisCAMP 2022 und 2023, sowie am Straßenland Festival 2022. Außerdem 
wurde das LebeVeedel mehrmals im Kölner Stadtanzeiger und anderen Presseorganen41 erwähnt; im 
September 2023 sogar sehr ausführlich. Auch das Heft 3 / 2021 des Nippes Magazins 
(https://tinyurl.com/bdzeacmr) widmete dem LebeVeedel eine ganze Seite.  
Um unsere Bemühungen um ein erstklassiges Beteiligungsverfahren (im Rahmen unseres begrenzten 
ehrenamtlichen Zeit- und Finanzbudgets) zu optimieren, nutzen wir das Beratungsangebot des 
“Kooperativen Büros für Öffentlichkeitsbeteiligung” am 9. Mai 2023. Dies motivierte uns zu 
verstärktem persönlichen Kontakt mit unseren Nachbar*innen; konkret mit einem Stand beim 
Clouth Sommerfest am 9. September 2023. Dabei baten wir Standbesucher*innen, ihre Präferenzen 
für Veränderungen im Clouth Quartier zum Ausdruck zu bringen, indem sie Bällchen in eine von fünf 
Säulen warfen. Das Ergebnis zeigt Abbildung 29.  
Die vielen produktiven Gespräche in diesem Rahmen beflügelten uns zur Organisation eines 
„Dialogabends“ am 26. Oktober 2023.  Dazu luden wir durch über 1000 Flyer ein, die in alle 
Briefkästen auf Clouth verteilt wurden. Zudem wurde die Veranstaltung in sozialen Medien und 
verschiedenen Newslettern bekannt gemacht. Moderiert wurde sie von Dieter Schöffmann 
(“Kooperatives Büros für Öffentlichkeitsbeteiligung”), der sich vom Ausmaß und der Qualität des 
Austauschs mit der Nachbarschaft beeindruckt zeigte und von einer „Bürgerbeteiligung von unten“ 
sprach. 
 
40 SPD, FDP, Die Linken, Ratsgruppe GUT, Klimafreunde und Die Partei   
41 Beispiele: https://tinyurl.com/26s83aw5; https://tinyurl.com/3ey2w8r7; https://tinyurl.com/2r3rhkxb; 
https://tinyurl.com/ye268v2u; https://tinyurl.com/yrfc829f

LebeVeedel Bürgereingabe nach §24 GO NRW – April 2024 Seite 47 
 
 
 
Die allermeisten Teilnehmenden am Dialogabend reagierten sehr positiv auf das LebeVeedel -
Konzept 42. Lediglich eine Person hatte Bedenken zu einem einzigen Aspekt des Konzeptes (die 
Unterbindung der Durchfahrt). Vier Personen hatten weitere Fragen. Alle anderen begrüßten das 
LebeVeedel-Konzept uneingeschränkt.  Seitdem wurde das Konzept aber nochmal überarbeitet, um 
möglichst viele konstruktive Rückmeldungen zu berücksichtigen. 
Das LebeVeedel -Team hat alle Rückmeldungen, die auf verschiedene Weise an uns herangetragen 
wurden (persönliche Gespräche, Emails, Facebook, Stand am Sommerfest, Dialogabend etc.), 
sorgfältig dokumentiert. Diese wurden in einem FAQ-Dokument nach Arguments-Typen geclustert 
und jeweils beantwortet , um die Punkte in der vorliegenden finalen Bürgereingabe so transparent 
wie möglich zu begründen. Dieses FAQ-Dokument steht unter www.lebeveedel.de  zur Verfügung. 
Am 21. April 2024 fand bisher das letzte Dialogformat mit der Nachbarschaft im Rahmen einer 
dreistündigen „Sprechstunde“ auf dem Luftschiffplatz statt. In diesem Rahmen stand das 
LebeVeedel -Team erneut für Fragen und Erklärungen zur Verfügung und warb – im Falle von 
Zustimmung – um Unterstützung in Form einer Unterschrift. 
 
 
 
42 Sie brachten dies durch eine Aufstellung-im-Raum zum Ausdruck; ein Foto davon wird hier nicht gezeigt, um die 
Privatsphäre der Betroffenen zu wahren. Bei Interesse können die Gesichter auf einem entsprechenden Foto aber 
unkenntlich gemacht werden.

LebeVeedel Bürgereingabe nach §24 GO NRW – April 2024 Seite 48 
 
 
Schlussbemerkung 
Es mag für die Leser*innen von Interesse sein, dass d as LebeVeedel -Konzept bereits mehrfach 
ausgezeichnet wurde : 
● Im April 2021 würdigte die Jury des NRW-Landeswettebewerb „Zukunft Stadtraum” die 
besondere Professionalität des Konzeptes und sprach der LebeVeedel-Initiative ein Preisgeld von 
€500 zu. 
● Das LebeVeedel wurde 2022 in der VCÖ-Online-Datenbank für vorbildhafte Mobilitätsprojekte43 
aufgenommen.  
● Das LebeVeedel war 2022 unter den Gewinnern eines Superblock-Wettbewerb de s Agora Köln 
e.V. 44; dadurch kamen wir in den Genuss einer professionellen Beratung durch Stadt- und 
Raumplaner*innen des Planungsbüro VIA und büro thiemann-linden, Bonn. 
Alle Initiant*innen dieser Bürgereingabe wohnen „auf Clouth”. Uns treibt die Sorge um unser 
Wohnumfeld, unseren Stadtteil, unsere Stadt und unseren Planeten um. Gerne nutzen wir dafür 
unsere berufliche Expertise als Kommunikationsexperte, Stadtsoziologe, Architektin, Verkehrsplaner, 
Veranstaltungsmanagerin, und Ingenieure im Sinne einer interdisziplinären Gesamtstrategie. 
Selbstverständlich stehen wir gerne zur Verfügung, um Ihnen die vielen Recherchen, Überlegungen 
und unsere fachlichen Kompetenzen, die in die Entwicklung des LebeVeedel Konzeptes eingeflossen 
sind, im persönlichen Gespräch vorzustellen. Wir bieten uns auch ausdrücklich an, alle Erfahrungen 
weiterzugeben, damit für andere Quartiere das Rad nicht neu erfunden werden muss.  
Die Initiative LebeVeedel hat eine Online-Petition gestartet, die sich mit den wesentlichen 
Forderungen dieser Bürgereingabe deckt und bei der bis jetzt (Stand 15.04.20024) xxx Personen 
unterschrieben haben (siehe www.openpetition.de/!lebeveedel ). Die Liste der Unterstützer*innen 
liegt diesem Antrag als separater Anhang 1 bei. 
Die Unterzeichnenden stellen die Kerngruppe der Bürger*innen-Initiative dar und bitten um eine 
gründliche und wohlwollende Prüfung dieser Eingabe. 
   
  
    
 
 
 
43 https://mobilitaetsprojekte.vcoe.at/lebeveedel-2021 
44 https://www.agorakoeln.de/2022/09/superblocks-fuer-koeln-initiativen-ausgewaehlt/

LebeVeedel Bürgereingabe nach §24 GO NRW – April 2024 Seite 49 
 
 
Quellenverzeichnis 
• Agora Verkehrswende (Editor) (2018) Öffentlicher Raum ist mehr wert. Ein Rechtsgutachten zu 
den Handlungsspielräumen in Kommunen (2. Auflage). Autoren: Ringwald, R., de Wyl, C., & 
Klein-Hitpaß, A. https://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:kobv:109-1-15334597  
• American Psychological Association. (n.d.). sociopetal. In APA Dictionary of Psychology . 
https://dictionary.apa.org/sociopetal  
• Amt für Landschaftspflege und Grünflächen. (2022). Straßenbaumkonzept Stadtbezirk Nippes - 
Stadtteil Nippes. https://ratsinformation.stadt-koeln.de/getfile.asp?id=869325&type=do  
• Amt für nachhaltige Mobilitätsentwicklung der Stadt Köln (2023) Bewohnerparkgebiete in Köln 
- Stand Mai 2023. https://ratsinformation.stadt-koeln.de/getfile.asp?id=962176&type=do  
• Appleyard, D., Gerson, M. S., & Lintell, M. (1981). Livable streets. Univ. of Calif. Pr. 
• Bauer, U., Bettge, S., & Stein, T. (2023). Verkehrsberuhigung: Entlastung statt Kollaps! 
Maßnahmen und ihre Wirkungen in deutschen und europäischen Städten. Deutsches Institut für 
Urbanistik. https://doi.org/10.34744/DIFU-POLICY-PAPERS-2023-2  
• Beatley, T. (2020). The bird-friendly city: creating safe urban habitats. Island Press. 
• Ben-Joseph, E. (1995). Changing the Residential Street Scene: Adapting the shared street 
(Woonerf) Concept to the Suburban Environment. Journal of the American Planning 
Association, 61(4), 504–515. https://doi.org/10.1080/01944369508975661  
• Blees, V., Gertz, C., Bauer, U., Ohm, D., & Weis -Hiller, C. (2023). Quartiersbezogene 
Mobilitätskonzepte: Status und Thesen zur weiteren Entwicklung. Straßenverkehrstechnik, 12, 
851–856. https://doi.org/10.53184/SVT12-2023-3  
• Bongardt, B. (2006) Stadtklimatologische Bedeutung kleiner Parkanlagen – dargestellt am 
Beispiel des Dortmunder Westparks. Dissertation, Duisburg-Essen University. Essener 
Ökologische Schriften 24. Westarp Wissenschaften, Hohenwarsleben. 
• Bundesregierung. (2021). Allgemeine Verwaltungsvorschrift zur Straßenverkehrs-Ordnung 
(VwV -StVO). https://www.verwaltungsvorschriften -im-
internet.de/bsvwvbund_26012001_S3236420014.htm  
• BUW (Bergische Universität Wuppertal) & DIfU (Deutsches Institut für Urbanistik). (2021). 
Fahrradstraßen - Leitfaden für die Praxis. 
https://www.balm.bund.de/SharedDocs/Downloads/DE/Foerderprogramme/Radverkehr/Leitf
aden_Fahrradstrassen_02_07_2021.pdf?__blob=publicationFile&v=1  
• Camden Cyclists. (2020). Ryland Road continuous footway. 
https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Ryland_Road_continuous_footway.jpg   
• Cairns, S., Atkins, S., & Goodwin, P. (2002). Disappearing traffic? The story so far. Proceedings 
of the Institution of of Civil Engineers. Municipal Engineer, 151(1), 13–22. 
https://nacto.org/docs/usdg/disappearing_traffic_cairns.pdf   
• Commune die Milano. (2021). PIAZZE APERTEA Public Space Program for Milan. 
https://www.comune.milano.it/documents/20126/409775564/Piazze+aperte+-
+A+public+space+program+for+Milan.pdf/fcefa9da -98c3-baa5-7bd9-
ad1554c61658?t=1653560401192  
• DEKRA. (2022). Straßen müssen selbsterklärend sein. www.dekra-roadsafety.com/de/strassen-
sollten-selbsterklaerend-sein/

LebeVeedel Bürgereingabe nach §24 GO NRW – April 2024 Seite 50 
 
 
• European Commission, Directorate-General for Environment. (2004). Reclaiming city streets for 
people: Chaos or quality of life? Publications Office. https://op.europa.eu/en/publication -
detail/-/publication/94a8a003-be86-467a-9a85-63a5d52bf7ae  
• Fachgruppe Standards für die Mobilitätswende (FGSM). (2023). Richtlinien für die Anlage von 
Kiezblocks. https://changing-cities.org/wp-content/uploads/2023/02/RAKi_23_v10_FGSM.pdf  
• FGSV (Forschungsgesellschaft für Straßen - und Verkehrswesen). (2022). E Klima 2022 - 
Empfehlungen zur Anwendung und Weiterentwicklung von FGSV-Veröffentlichungen im 
Bereich Verkehr zur Erreichung von Klimaschutzzielen: klimarelevante Vorgaben, Standards 
und Handlungsoptionen zur Berücksichtigung bei der Planung, dem Entwurf und dem Betrieb 
von Verkehrsangeboten und Verk ehrsanlagen. https://www.fgsv -
verlag.de/pub/media/pdf/990.v.pdf   
• FGSV (Forschungsgesellschaft für Straßen - und Verkehrswesen). (202 3). E Klima 2022 - 
Steckbriefe zu den E Klima 2022. https://www.fgsv -
verlag.de/pub/media/pdf/Steckbriefe_E_Klima.pdf    
• FGSV (Forschungsgesellschaft für Straßen- und Verkehrswesen ). (2024). Ad-hoc-Arbeitspapier 
Ergänzende Handlungsanleitungen zur Anwendung der RASt 06 (Ausgabe Februar 2024). FGSV 
Forschungsgesellschaft für Straßen- und Verkehrswesen. https://www.fgsv -verlag.de/ad-hoc-
arbeitspapier-zur-anwendung-der-rast-06  
• Gross, P. (2023, März 8). Chaos auf Venloer Straße: Stadt Köln räumt Probleme mit 
Verkehrsversuchen ein und reagiert. Kölner Stadtanzeiger. 
• Hermansen, B. (2021). Gender-inklusive Freiräume entwerfen. Bauwelt, 17, 28–31. 
https://bauwelt.de/dl/1692226/artikel.pdf  
• iRAP - International Road Assessment Programme (2022). Self-Explaining Road (SER) Concept. 
Road Safety Toolkit. https://toolkit.irap.org/safer-road-treatments/self -explaining-road-ser-
concept/  
• KLA (kiparlandschaftsarchitekten) und LAND (Landscape Architecture Nature Development) . 
(2015). Bepflanzungskonzept Clouth Quartier 1:500, Plan-Nr.: P1439_E_LP. 
• Klockau, A. (2019). Hitze in der Stadt mit mehr Weiß, Grün und Blau verringern. 
https://www.br.de/nachrichten/wissen/hitze -in-der-stadt-mit-mehr-weiss-gruen-und-blau-
verringern,RXKYznH  
• KVB, VRS. (2019). Linie 140 [Map]. https://ekap-
download.vrs.de/downloads/linien/linienkarte/140_140.pdf?1670259897  
• Land / BSV. (2014). „Das Grüne Quartier“. 
https://www.competitionline.com/de/news/ergebnisse/clouth -quartier-frei-und-
verkehrsflaechen -quartiersmitte-173778/prizegroup/1-preis-57467.html  
• Lydon, M., Garcia, A., & Duany, A. (2015). Tactical urbanism: short-term action for long-term 
change. Island Press. 
• Nello-Deakin, S. (2022). Exploring traffic evaporation: Findings from tactical urbanism 
interventions in Barcelona. Case Studies on Transport Policy, 10(4), 2430–2442. 
https://doi.org/10.1016/j.cstp.2022.11.003  
• Offermann, M., Lindner, S., Reiser, M., Braungardt, S., Bürger, V., Kocher, D., Bruse, M., & 
Cramer, L. (2022). Abschlussbericht Nachhaltige Gebäudeklimatisierung in Europa - Konzepte 
zur Vermeidung von Hitzeinseln und für ein behagliches Raumklima. Umweltbundesamt.

LebeVeedel Bürgereingabe nach §24 GO NRW – April 2024 Seite 51 
 
 
https://www.umweltbundesamt.de/sites/default/files/medien/479/publikationen/cc_30 -
2022_nachhaltige_gebaeudeklimatisierung_in_europa.pdf  
• 1 RBs 220/19, (28. November 2019). https://openjur.de/u/2192027.html  
• Parametric Architecture. (2023). Planning-by-doing: How can tactical urbanism help to create 
better urban spaces? https://parametric-architecture.com/planning-by-doing-how-can-tactical-
urbanism-help-to-create-better-urban-spaces/  
• Pinder, M. (2021). Side Street Crossings: Where the Sidewalk Ends (But Doesn’t Have To). 
Beyond the Automobile. https://beyondtheautomobile.com/2021/04/28/side-street-crossings-
where-the-sidewalk-ends-but-doesnt-have-to/  
• Planungsbüro VIA eG. (2023). Fußverkehrscheck Nippes - Ergebnisposter. Präsentiert am 12. 
Dezember 2023. Veranstaltungshinweis unter http://www.stadt -koeln.de/leben -in-
koeln/veranstaltungen/daten/33987/index.html  
• Pointner, L., Adamkova, V., Bethanis, A., Gerkhardt, S., Moelter, L., Traidl‐Hoffmann, C., Gilles, 
S., & Aglas, L. (2023). Can birch pollen directly influence the IL-4/IL-4R interaction to modulate 
Th2 responses? Allergy, 78(7), 2022–2024. https://doi.org/10.1111/all.15673  
• Sander, M. M., & Tietze, D. T. (2022). Impacts of Traffic Infrastructure on Urban Bird 
Communities: A Review. Sustainability, 14(24), 16805. https://doi.org/10.3390/su142416805  
• Schwendinger, M. (2023, Februar). Koordination statt Wildwuchs: City-Logistik als Konzept für 
die Zukunft. VCÖ-Blog. https://vcoe.at/publikationen/blog/detail/koordination-statt-
wildwuchs-city-logistik-als-konzept-fuer-die-zukunft-2  
• Scopelliti, D., & Ragazzo, S. (2023). Reclaiming public space through tactical urbanism: Milan’s 
Piazze Aperte programme. cooperative city magazine. 
https://cooperativecity.org/2023/01/26/reclaiming-public-space-through-tactical-urbanism-
milans-piazze-aperte/  
• Shaftoe, H. (2015). Convivial urban spaces: creating effective public places. Routledge. 
• S.T.E.B. - Stadtentwässerungsbetriebe Köln. (2016). Leitfaden für eine wassersensible Stadt - 
und Freiraumgestaltung in Köln - Empfehlungen und Hinweise für eine zukunftsfähige 
Regenwasserbewirtschaftung und für die Überflutungsvorsorge bei extremen 
Niederschlagsereignissen. Die 2. Auflage dieses Dokumentes ist verfügbar unter 
http://tinyurl.com/2phfdu3h  
• Stadt Köln. (2009). Begründung nach §9 Abs. 8 Baugesetzbuch (BauGB) zum Bebauungsplan-
Entwurf Nr. 67480/03; Arbeitstitel: Clouth-Gelände Köln-Nippes. http://www.stadt -
koeln.de/mediaasset/content/plaene/clouth_gelaende.pdf    
• Steinberg, L. (2017) What Is a Woonerf? Creating Inclusive and Livable Streets, the Dutch Way. 
https://www.linkedin.com/pulse/what -woonerf-creating-inclusive-livable-streets-dutch-lior-
steinberg/  
• transform transport. (2022). Video Analytics for the Assessment of Street Experiments: The Case 
of Bologna. https://transformtransport.org/research/urban-mobility-metrics/video-analytics-
for-the-assessment-of-street-experiments -the-case-of-bologna/  
• TUM. (o. J.). Green City of the Future (Nr. 6). Abgerufen  12. August 2023, von 
https://open.spotify.com/episode/4N7J3fwxlne2wWjJQzvjPA

LebeVeedel Bürgereingabe nach §24 GO NRW – April 2024 Seite 52 
 
 
• Zeiler, F. (2019). Nutzungskonflikte auf Geh- und Radwegen am Beispiel des Gehwegparkens in 
der Stadt Ulm [BA Arbeit, Hochschule für öffentliche Verwaltung und Finanzen Ludwigsburg]. 
https://opus-hslb.bsz-bw.de/frontdoor/deliver/index/docId/653/file/BA.pdf

Anlage 1 Öffentlichkeitsbeteiligung

1904 Zeichen

Anlage Öffentlichkeitsbeteiligung 
Die Anlage Öffentlichkeitsbeteiligung ist allen Beschlussvorlagen der Verwaltung für Gremien, auf die die 
Leitlinien Öffentlichkeitsbeteiligung Anwendung finden, beizufügen. Kreuzen Sie bitte eine der folgenden drei 
Varianten an und machen Sie entsprechende Angaben dazu. 
 
Eine freiwillige Öffentlichkeitsbeteiligung wird vorgeschlagen. 
Gemäß der Leitlinien für Öffentlichkeitsbeteiligung wird die Planung eines Beteiligungsverfahrens in 
einem Beteiligungskonzept beschrieben. Bei kleineren ggf. auch standardisierten Verfahren, ist das 
Beteiligungskonzept möglichst knapp aber aussagekräftig zu verfassen.  
Bitte wählen Sie aus: 
- Das Beteiligungskonzept wird in der nächsten Sitzung zur Entscheidung vorgelegt. 
Erläutern Sie bitte in maximal zwei Sätzen: Was soll mit der Öffentlichkeitsbeteiligung erreicht 
werden (ggf. mit Informationen zu Zielgruppen(n) und geplantem Vorgehen)? 
Vor allem Anwohnende in dem Quartier werden von dem Vorhaben betroffen sein, da dieses 
verkehrliche sowie städtebauliche Auswirkungen hat. Sie stellen damit eine wichtige Zielgruppe für das 
Gelingen der und die Akzeptanz zur Planung dar, weshalb deren Perspektiven darin einbezogen wird. 
Weitere Zielgruppen sind Gewerbetreibende in dem Quartier sowie andere an dem Vorhaben 
interessierte und davon betroffene Akteure. Diese werden im Rahmen einer Zielgruppenanalyse erörtert 
und dazu passgenaue Beteiligungs- und Kommunikationsformate erarbeitet, die in einem 
Beteiligungskonzept beschrieben werden. Dieses wird zu einem späteren Zeitpunkt erarbeitet, wenn die 
Bearbeitung des Beschlusses absehbar ist. 
 
 
Kontakt 
OB/1 Büro der Oberbürgermeisterin 
OB/12 Büro für Öffentlichkeitsbeteiligung 
Brückenstraße 5-11 
50667 Köln 
Telefon: 0221 – 221 25044 
E-M ail: oeffentlichkeitsbeteiligung@stadt-koeln.de 
Intranetauftritt: Systematische Öffentlichkeitsbeteiligung

Beschlussvorlage Bezirksvertretung

7779 Zeichen

Dezernat, Dienststelle  
III/68/681/2 
 
Vorlagen-Nummer 
 1903/2025 
Freigabedatum 
  
Beschlussvorlage zur Behandlung in öffentlicher Sitzung 
Betreff 
Bürgereingaben gem. §24 GO, Umsetzung eines Superblock-Konzepts für das Nippeser 
Clouth-Quartier („LebeVeedel„-Konzept)  
Beschlussorgan 
Bezirksvertretung 5 (Nippes) 
Gremium Datum 
 
Beschluss: 
Die Bezirksvertretung Nippes dankt den Petent*innen für ihre Eingaben und beauftragt die 
Verwaltung, die Konzeption der Fahrradzone fortzuführen und die weiteren Module aus dem 
Konzept „LebeVeedel“ in das Arbeitsprogramm der Verwaltung für Superblocks und ähnliche 
Projekte aufzunehmen. 
 
 
Bezirksvertretung 5 (Nippes) 26.06.2025

2 
Haushaltsmäßige Auswirkungen 
 Nein 
Auswirkungen auf den Klimaschutz 
 
  Nein    
  Ja, positiv (Erläuterung siehe Begründung)  
  Ja, negativ (Erläuterung siehe Begründung)  
 
 
Begründung: 
 
Problemstellung des Beschlussvorschlages, Begründung, ggf. Auswirkungen 
 
Die Petent*innen beantragen die Umsetzung eines umfassenden Konzepts für das Nippeser 
Clouth-Quartier. Das Quartier wird im Norden durch die Xantener Straße, im Westen durch die 
Niehler Straße und im Osten durch den Johannes-Giesberts-Park umschlossen. Die Seekabel-
straße ist die südlichste Straße, die Teil des Quartiers ist. 
Das umfassende, interdisziplinäre Konzept besteht aus mehreren Modulen. Für Details wird auf 
das Konzept verwiesen, welches in Anlage 2 der Beschlussvorlage beigefügt ist. Verkürzt um-
fassen die Module 
 die Begrünung des Luftschiffplatzes, 
 die Unterbindung des Durchgangsverkehrs, 
 die Einführung von Bewohnerparken, 
 die Aufwertung des öffentlichen Raums, 
 die Erhöhung der Attraktivität des Umweltverbundes. 
Dabei soll der Prozess durch eine Kommunikations- und Dialogstrategie flankiert, evaluiert und 
wissenschaftlich begleitet werden. 
Darüber hinaus gibt es eine weitere Bürgereingabe, welche eine Durchfahrsperre für Kraftfahr-
zeuge in der Straße Auf dem Stahlseil (in Ost-West-Richtung verlaufendes Teilstück) vorsieht. 
Die Straße liegt im zuvor genannten Gebiet. Diese Bürgereingabe ist in Anlage 3 beigefügt. 
Stellungnahme der Verwaltung: 
Das vorgestellte Konzept fällt thematisch in das städtische Projekt „Mobil im lebenswerten 
Quartier“. Der Verkehrsausschuss hat in seiner Sitzung vom 28.01.2025 beschlossen, eine 
stadtweite Konzeption "Mobil im lebenswerten Quartier" unter Erprobung des Formats "Bür-
gerrat" zu entwickeln (Vorlage Nr. 3979/2024). Der Bürgerrat, welcher von März bis Mai 2025 
stattgefunden hat, stellt dabei den Auftakt des Projekts dar. Die Empfehlungen des Bürgerra-
tes sind eine wichtige Grundlage für die zu erstellende stadtweite Konzeption „Mobil im le-
benswerten Quartier“. Die Verwaltung wird die Stellungnahme des Bürgerrates fachlich ein-
ordnen und im Anschluss das genaue Leistungsbild für die stadtweite Konzeption definieren 
und den politischen Gremien zum Beschluss vorlegen. Über die Empfehlungen des Bürgerrats 
wird die Verwaltung vrs. zur Sitzung des Verkehrsausschusses am 24.06.2025 eine Mitteilung 
geben.

3 
Darüber hinaus bearbeitet die Verwaltung das Projekt „Superblock Winzerveedel“, welches als 
Pilotprojekt im Kontext des städtischen Projekts „Mobil im lebenswerten Quartier“ betrachtet 
wird (Vorlage Nr. 2370/2024). 
Im hier betrachteten Clouth-Quartier wird derzeit der Beschluss (Vorlage Nr. AN/1803/2020) 
zur Einrichtung einer Fahrradzone, welche nur für den Anlieger Kfz-Verkehr freigegeben wer-
den soll, bearbeitet. Die Verwaltung nimmt derzeit hierfür notwendige Planungen und Abstim-
mungen vor. 
Die Ziele der Bürgereingabe „LebeVeedel“ stehen im Einklang mit dem Leitbild „Besser durch 
Köln“, den Zielen des Projekts „Mobil im lebenswerten Quartier“ sowie wesentlichen Empfeh-
lungen des Bürgerrats. Damit kann sie sinnvoll in das Arbeitsprogramm der Verwaltung aufge-
nommen werden. Die Umsetzung eines solchen umfangreichen Konzepts erfordert eine inter-
disziplinäre Zusammenarbeit mehrerer Dienststellen der Verwaltung sowie eine übergeord-
nete Projektsteuerung. Insbesondere die verkehrlichen Maßnahmen bedürfen im ersten 
Schritt umfassender Datenerhebungen als Grundlage für die Planung und auch für eine 
rechtssichere Anordnung. 
Das Projekt muss im Hinblick auf eine Vielzahl von Beschlüssen aus diesem Themenbereich 
priorisiert werden. Diese Priorisierung soll Teil der stadtweiten Konzeption „Mobil im lebens-
werten Quartier“ sein. Hier werden die Kriterien, welche aus dem Bürgerrat heraus empfohlen 
worden sind, weiter konkretisiert und auf die Quartiere in Köln angewendet. 
Kurzfristig besteht, neben dem Projekt zur Einrichtung der Fahrradzone, lediglich die Möglich-
keit kleiner punktueller Maßnahmen im Rahmen der laufenden Geschäfte der Verwaltung. So 
wurden in gemeinsamer Abstimmung mit der Bürgerinitiative „LebeVeedel“ bereits zwei 
Standorte für sogenannte Mobilstationen besprochen. Diese befinden sich über das Quartier 
verteilt im Südwesten an der Ecke Seekabelstr. / Josefine-Clouth-Str. und im Nordosten an 
der Ecke Am Walzwerk / Josefine-Clouth-Straße. Neben den Abstellmöglichkeiten für Lasten-
räder sollen gemäß Raumbuch Mobilstationen außerdem Flächen für Shared Mobility, das 
heißt E-Scooter und Leihräder, eingerichtet werden. Diese ermöglichen das geordnete Abstel-
len der Leihfahrzeuge auf umgewandelten Pkw-Stellplätzen.  
Darüber hinaus soll ebenfalls im Zuge des laufenden Geschäfts der Verwaltung in der nächs-
ten Pflanzperiode die Pflanzung von 4-6 Bäumen auf den Vegetationsflächen des Luftschiff-
platzes erfolgen. Kurz- bis mittelfristig soll in Absprache mit den Architekt*innen des Luftschiff-
platzes geprüft werden, ob die vorhandenen Strauchpflanzungen im Bereich der befestigten 
Platzfläche gegen Baumstandorte erster bis zweiter Ordnung sinnvoll getauscht werden kön-
nen. 
Im Zuge der Bearbeitung des Masterplans Parken (siehe Vorlage AN/2635/2021) wird eine 
Einführung von Parkraumbewirtschaftung für das gesamte Stadtgebiet geprüft und entspre-
chend ausgeweitet und angepasst, so auch im Clouth-Quartier. 
Weitere durch Vereine und Initiativen angestoßene Maßnahmen werden durch die Verwaltung 
nach Möglichkeit unterstützt.  
Die losgelöste Betrachtung der Bürgereingabe zur Einrichtung einer Durchfahrsperre in der 
Straße Auf dem Stahlseil kann ebenfalls nicht erfolgen. Eine derartige Änderung der Ver-
kehrsführung lässt sich nur als Teil eines städtebaulichen Konzepts anordnen, das eine Be-
trachtung wie im Sinne der Bürgereingabe „LebeVeedel“ erfordert. 
Seitens der Verwaltung abgelehnt werden muss der Vorschlag, durch ein ergänzendes Hin-
weisschild die geltenden Regeln in einem Verkehrsberuhigten Bereich (VZ 325.1 StVO) zu er-

4 
läutern. Eine zusätzliche Ausweisung von Verhaltensregeln unter offiziellen und bundesein-
heitlichen Verkehrszeichen nach der Straßenverkehrsordnung ist nicht notwendig und gesetz-
lich nicht vorgesehen. 
Die Verwaltung wird die Bezirksvertretung Nippes im Zusammenhang mit der stadtweiten 
Konzeption „Mobil im lebenswerten Quartier“ beteiligen und auf diesem Weg einen Sachstand 
zur Priorisierung der Projekte erhalten. 
Erläuterungen zum Klimaschutz 
 
Die Verwaltung verfolgt das Ziel, die sektorspezifischen Beiträge zum Klimaschutz zu erfüllen.  
Die hier dargestellte Maßnahme trägt dazu bei die Attraktivität des motorisierten Individualver-
kehrs zu reduzieren. Im Umkehrschluss wird dadurch die Nutzung alternativer Mobilitätsange-
bote des Umweltverbundes attraktiver. Somit trägt dies indirekt zu einer Reduktion des Treib-
hausgasausstoßes bei.  
Insgesamt kann die hier dargestellte Maßnahme als positiver Beitrag zum Klimaschutz bewer-
tet werden. 
 
Anlagen 
Öffentlichkeitsbeteiligung 
Bürgereingabe „LebeVeedel“ 
Bürgereingabe Auf dem Stahlseil

Beratungsverlauf (1)

09.09.2025 Bezirksvertretung 5 (Nippes)
TOP 2.1 Entscheidung Entscheidung

Beschluss: geändert beschlossen

Zur Sitzung

Details

Aktenzeichen
1903/2025
Typ
Beschlussvorlage Bezirksvertretung
Datum
16.06.2025
Erstellt
11.06.2025 07:11