V/0175/2013
Verfahren zur Neuausrichtung der Richtlinien für die Bezuschussung von Begegnungsstätten
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Dokumentation Tagesworkshop, 30.01.2013, "Begegnungsstätten für Seniorinnen und Senioren - Standortbestimmung und Neuausrichtung
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DOKUMENTATION
Tagesworkshop
„Begegnungsstätten für Seniorinnen und Senioren –
Standortbestimmung und Neuausrichtung“
30. Januar 2013
8:30 Uhr bis 16:00 Uhr
Akademie Franz Hitze Haus
1
Inhalt Seite
1. Begrüßung 3
Thomas Paal, Sozialdezernent Stadt Münster
2. Grußwort 5
Martin Schofer, Vorsitzender der Kommunalen Seniorenvertretung
3. Standortbestimmung 7
Aktuelles Begegnungsstättenangebot
3.1 Altes Backhaus e.V. 7
Hans Kurth
3.2 Seniorentreff Hansahof e.V. 11
Josef Vollstedt
3.3 Bürgerhaus Kinderhaus 12
Werner Rave
3.4 Zwischen Arbeit und Ruhestand (ZwAR) 14
Gisela Viertel
4. Zwischen Standortbestimmung und Neuausrichtung 17
4.1 Vorstellung neuer Förderkriterien 17
4.2 Postersession 20
5. Neuausrichtung: Arbeitsgruppen 23
5.1 AG Information & Beratung 23
Isabel Müller
2
5.2 AG Freizeit- & Bildungsangebote 25
Werner Rave & Gisela Viertel
5.3 AG Öffentlichkeitsarbeit 27
Stefanie Haverkock
5.4 AG Netzwerk & Kooperation 29
Jochen Kriegeskorte & Bernhard Paßlick
5.5 AG Ehrenamt, Selbsthilfe & Von Mensch zu Mensch 30
Kirsten Wegener-Bücker & Hans Kurth
5.6 AG Finanzierung 33
Thomas Schulze auf’m Hofe
5.7 AG Angebote für ältere Menschen mit Behinderungen 35
Doris Rüter & Vera Latza
5.8 AG Angebote für ältere Menschen mit Migrationsvorgeschichte 37
Michaela Robert & Sevàl Kocaman
6. Abschlussdiskussion & weiteres Vorgehen 38
7. Anlagen 40
7.1 Einladungsschreiben 40
7.2 Ablauf 42
7.3 Anmeldung 43
7.4 Teilnehmerliste 45
7.5 Moderation 47
3
1. Begrüßung
Thomas Paal, Sozialdezernent Stadt Münster
Sehr geehrter Herr Dr. Hampel,
sehr geehrter Herr Schofer,
sehr geehrte Damen und Herren,
es freut mich sehr, dass Sie gekommen sind. Ich dar f Sie ganz herzlich zur heutigen Ta-
gung im Franz Hitze Haus begrüßen!
Ich möchte mit den Worten Martin Bubers beginnen, d er in seinem vielleicht bedeutends-
tem Werk „Ich und Du“ treffend formulierte, dass „alles Leben Begegnung ist“. In Begeg-
nung sein, sich Einander-Zuwenden. Damit sind wir s chon mitten in dem Thema, für das
wir uns im Laufe des Tages unter dem Titel „Begegnu ngsstätten für Seniorinnen und Se-
nioren – Standortbestimmung und Neuausrichtung“ Zeit nehmen: der Begegnung von älte-
ren Menschen mit und ohne Behinderungen, mit und ohne Migrationsvorgeschichte.
Dafür bietet Münster bereits heute vielfältige Angebote. Es existieren ehrenamtlich geleite-
te Altenclubs, Seniorengemeinschaften, offene Treff punkte innerhalb von Kirchengemein-
schaften und Wohlfahrtsverbänden sowie hauptamtlich geführte Alten- und Behindertenta-
gesstätten.
Diese Orte der Begegnung stellen einen wichtigen Be standteil der Unterstützung von älter
werdenden Menschen in unserer Stadt dar, in ihrem W unsch nach Kommunikation und
Teilhabe am gesellschaftlichen und kulturellen Lebe n: Nach Dialog , um noch einmal Mar-
tin Buber zu bemühen. Viele Begegnungsstätten übern ehmen auf der Ebene des Stadt-
teils eine wichtige Funktion. Sie informieren und beraten, sie bündeln Angebote, die für die
Seniorinnen und Senioren in ihrem Quartier von Bedeutung sind.
Ich freue mich darüber, dass es dank Ihrer Teilnahm e gelingt, diese Vielfalt an Angeboten
heute hier im Franz Hitze Haus abzubilden. Damit is t die Grundlage für einen interessier-
4
ten, angeregten Austausch gegeben. Dafür bereits an dieser Stelle meinen herzlichen
Dank!
Lassen Sie mich kurz auf den Hintergrund und die Be deutung eingehen, vor dem diese
Tagung stattfindet.
Der Rat der Stadt Münster hat im September des letz ten Jahres das „Maßnahmenpro-
gramm zur Förderung von Teilhabe im Alter und zur V ermeidung von Altersarmut“ be-
schlossen, einstimmig übrigens. Die Einzelmodule des Programms werden jetzt umgesetzt
- einige von ihnen kosten zusätzliches Geld, das de r Rat der Stadt Münster bis Ende 2014
bereitgestellt hat - in Zeiten knapper Kassen wohlg emerkt. Ein Modul heißt „Neuausrich-
tung des Begegnungsstättenangebots“. Was genau ist damit gemeint?
Die Stadt Münster fördert Begegnungsstättenarbeit. Wenn wir über Neuausrichtung spre-
chen, bedeutet das zunächst, dass wir die Richtlini e aus dem Jahr 1994, auf deren Basis
die Stadt Münster die Begegnungsstätten fördert, nach fast 20 Jahren vom Staub befreien.
Dabei wollen wir nicht so sehr Verwaltungsprozesse optimieren. Unser Ziel ist vielmehr,
unsere Förderung an die aktuellen Herausforderungen anzupassen und die Chancen und
Potenziale des Alters zu nutzen. Diese Anpassung ist als Prozess zu verstehen, der in der
heutigen Veranstaltung beginnt.
Einen Schwerpunkt sehe ich, darauf weist auch der T itel des Maßnahmenprogramms Teil-
habe im Alter hin, in der Erleichterung des Zugangs zu Angeboten für ältere Menschen,
die z.B. durch ihre Einkommensverhältnisse benachte iligt sind. Gemeinsame Zielvorgabe
sollte es heute sein, nicht nur ein formales Förder verfahren zu reformieren, sondern auch
dessen weitere Umsetzung zu unterstützen. Wir wolle n nicht nur ein Konzept, eine Anlei-
tung. Wir wollen Impulse setzen zur besseren Begegnung im Alter. Dazu gehört die Durch-
führung von Workshops und Öffentlichkeitsarbeit.
Diese Neuausrichtung möchten wir gemeinsam mit Ihne n, als ehrenamtlich und professio-
nell Tätige in der täglichen Begegnungsstättenarbei t, realisieren. Den Anfang dieses Pro-
zesses werden wir heute machen. Anhand der aktuelle n Situation werden Sie sich heute
Nachmittag in Arbeitsgruppen über die vielen Facetten Ihrer Begegnungsstättenarbeit aus-
tauschen und in einen Dialog über die Perspektiven treten. 2013 wird somit ein Projekt-
jahr, in dem wir mit Ihnen neue Wege finden und gehen möchten.
Bevor ich nun das Mikrofon an den neuen Vorsitzende n der Kommunalen Seniorenvertre-
tung, Herrn Martin Schofer, weiterreiche, möchte ic h mich insbesondere sehr herzlich bei
den ehrenamtlich tätigen Mitarbeiterinnen und Mitar beitern der Begegnungsstätten für ihr
5
Engagement und ihre Zeit bedanken, die sie in welch em Umfang auch immer, investieren.
Ein Einsatz, von dem die Menschen profitieren, die in die Begegnungsstätten kommen.
Und ich bin mir sicher, dass dieses Engagement auch Ihnen persönlich ein hohes Maß an
Zufriedenheit vermittelt. Mein Dank gilt natürlich Ihnen allen, die sie bereit sind, sich heute
einen ganzen (Arbeits-) Tag diesem wichtigen Thema zu widmen. Ein Blick auf die Teil-
nehmerliste zeigt deutlich, es hat sich ein sehr gu ter Querschnitt ehren- und hauptamtli-
cher Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus den Kirch engemeinden, den Wohlfahrtsverbän-
den, den Vereinen, Stadtteil- und Beratungsbüros un d Migrationsfachverbänden hier im
Franz-Hitze-Haus versammelt. Mein Dank gilt nicht z uletzt dem Moderator des heutigen
Tages, Herrn Viehoff-Heithorn, der Sie heute als pr ofunder Kenner der Altenhilfeszene
durch den Tag begleiten wird.
Abschließend möchte ein weiteres Mal Martin Buber z itieren: „Alt sein ist ja ein herrliches
Ding, wenn man nicht verlernt hat, was anfangen hei ßt“ – in diesem Sinne wünsche ich
uns einen guten, produktiven Verlauf der heutigen T agung und ein gutes Gelingen für die
kommenden Aufgaben, die mit der Neuausrichtung vor uns liegen.
2. Grußwort
Martin Schofer, Vorsitzender der Kommunalen Seniorenvertretung Münster
Die Kommunale Seniorenvertretung Münster wurde im Dezember 2012 neu gewählt. Im
Januar haben wir uns konstituiert und wir sind jetzt dabei unsere Schwerpunkte zu durch-
denken und unsere Arbeit zu strukturieren.
Wir sind heute stark vertreten (5!!Das macht deutlich, wie wichtig uns dieses Thema ist).
Unsere Arbeit wird bestimmt durch:
- Die Bedarfe und Bedürfnisse älterer Menschen in Münster
- Durch eine Weiterentwicklung unserer Stadt zu einer „sozialen“ Stadt, in der Gemeinsinn
und intergeneratives Denken, Nachbarschaftshilfe und professionelle Hilfen ihren festen
Platz haben.
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In diesem Sinn haben wir schon in den vergangenen Jahren, gemeinsam mit dem Sozial-
amt, Herrn Schulze auf’m Hofe, an einer Vernetzung der Akteure in der Altenarbeit auf
Stadtteilebene gearbeitet.
Die Gruppen „Älterwerden in ..und die Broschüren über die Hilfeangebote in den jeweili-
gen Stadtteilen
sind hier zu sehen.
Als Kommunale Seniorenvertretung wissen wir, dass die Erwartungen und Wünsche Älte-
rer sehr unterschiedlich sind.
Zwei bis drei Generationen Älterer sind hier zu sehen, mit sehr unterschiedlichen Lebens-
erfahrungen und eben auch mit sehr unterschiedlichen Erwartungen an die Gestaltung
ihres Lebensalltages und mit sehr unterschiedlichen Erwartungen an Unterstützung und
Hilfe.
Von daher kann und muss die Arbeit der Altenbegegnungsstätten und der Gruppen in de-
nen sich Ältere treffen, sehr unterschiedlich sein.
Gleich aber muss sein, das Wissen über die einzelnen Aktivitäten: Einige Beispiele
- Termine, Öffnungszeiten
- In welchen Räumen
- Welche Angebote werden gemacht?
- Wer nimmt die Angebote an?
- Sind sie vernetzt, wenn Fragen/Probleme auftauchen, die sie nicht alleine lösen können
Wir freuen uns, mit ihnen gemeinsam an diesen Fragen zu arbeiten.
Zum Schluß ein Wort von dem jüdischen Philosophen Martin Buber:
„Altwerden ist ein herrlich Ding, wenn man nicht verlernt hat, was anfangen heißt.“
In diesem Sinne: lassen sie uns anfangen!
7
3. Standortbestimmung
Aktuelles Begegnungsstättenangebot
3.1 Altes Backhaus e.V.
Hans Kurth
Das Alte Backhaus als soziales Zentrum
Im Einladungsschreiben zu diesem Workshop heißt es:
„Die Begegnungsstätten für Seniorinnen und Senioren in Münster blicken auf eine lange
Tradition zurück. Sie bilden vielfältige Treffpunkte im Stadtteil und eröffnen älteren Müns-
teranerinnen und Münsteranern die Möglichkeit, am gesellschaftlichen und kulturellen Le-
ben in der Gemeinschaft teilzuhaben.“
Diese Ziele verfolgt auch das Backhaus seit fast einem Vierteljahrhundert, und deshalb
nennen wir uns „Begegnungs- und Bildungsstätte im Kreuzviertel“. Wir wollen damit auf
den gesellschaftlichen Aspekt (Begegnung), den kulturellen Aspekt (Bildungsstätte) und
den lokalen Bezug (Kreuzviertel im weiten Sinne) hinweisen . Die Bildung dient bei uns der
Begegnung bzw. dem Aufbau sozialer Beziehungen, die eindeutig im Vordergrund stehen.
Das Hauptproblem der bei weitem meisten Senioren ist nicht der Rollstuhl, ist nicht die
kaputte Kniescheibe und das Rheuma, ist nicht die Mühsal, eine Treppe hoch zu kommen;
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das Hauptproblem ist der Verlust sozialer Beziehungen, die Einsamkeit, die genauso
Menschen töten oder pflegebedürftig machen kann wie z.B. der regelmäßige Zigaretten-
konsum. Und wenn jemand im Backhaus nicht die Treppe hinaufkommt, dann kommen wir
herunter. Dann findet die Veranstaltung unten statt.
In Münster gibt es ca. 60 000 Senioren, davon sind laut Wikipedia ca. 10 % schwer behin-
dert (die Hälfte von ihnen bettlägerig und direkt pflegebedürftig). Das heißt aber auch, das
mindestens 90% ein aktives Leben führen können; aktiver, als sie es häufig tun. Da fühlen
wir uns angesprochen, denn wir wollen in erster Linie aktivieren, nicht oder nur in geringe-
rem Umfang betreuen. Die Betreuung können wir ohne professionelle Hilfe nicht oder nur
in geringem Umfang leisten. Wir können nur dazu beitragen, dass möglichst viele Senio-
ren möglichst lange ohne professionelle Hilfe zurechtkommen und ihr Leben möglichst
lange selbst gestalten können.
Unser Slogan „Ein Haus für alle!“ steht für die Offenheit des Hauses nicht nur gegenüber
allen sozialen Schichten, gegenüber Menschen mit Migrationshintergrund und Behinde-
rungen, sondern auch für die langjährige Zusammenarbeit mit der Kreuzschule, der ESPA
(Evangelische Sozialpädagogische Ausbildungsstätte), der Timmermeisterschule, dem
Adolf-Kolping-Berufskolleg, der Fachhochschule und der Universität wie auch für die Of-
fenheit neuen Ideen gegenüber. Inzwischen kommen gerade von der Fachhochschule und
der Universität immer wieder Bitten um Zusammenarbeit auf uns zu, seien es Studierende,
die Interviewpartner für ihre Abschlussarbeit brauchen, oder Seminarleiter, die ein interge-
neratives Projekt, z.B. eine Theaterstück oder ein Musical mit Senioren inszenieren wol-
len.
In dem Musical, das wir gemeinsam mit der Fachhochschule (mit 20 Studierenden unter
der Leitung von Prof. Wickel und Ramona Geßler) mit viel Erfolg geschaffen und aufge-
führt haben und auf das wir besonders stolz sind, heißt es:
Freundschaft ist gut,
Veränderung braucht Mut!
Diese einfachen Sätze deuten das Ziel der zahlreichen Aktivitäten im Alten Backhaus an:
Stabile soziale Beziehungen, möglichst Freundschaften, schaffen und fördern, um auf die-
ser sicheren Basis zu motivieren, zu aktivieren und Mut für den täglichen Überlebens-
kampf oder auch für notwendigen Veränderungen zu entwickeln.
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(Verweis auf die Flyer)
Altern ist , wie wir ja wissen, nichts für Feiglinge!
Vor kurzem bekam ich von einem Vertreter der Stadt zu hören, wir seien eine „klassische
Begegnungsstätte“. Darüber sind wir nach meiner Meinung inzwischen hinausgewachsen!
Christoph Rott, Psychologe und Ko-Projektleiter der Heidelberger Hundertjährigen Studie,
sagt laut Focus:
„Aktivität in jeder Hinsicht, Optimismus und Einbindung in die Gemeinschaft scheinen die
zentralen Faktoren zu sein, die Menschen teilen, die sehr alt werden.“
Mit dem Alten Backhaus helfen wir uns und anderen.
Bei uns geht es in erster Linie nicht darum, Menschen mit zu viel Zeit eine mehr oder
minder sinnvolle Beschäftigung zu bieten, sondern sie zu aktivieren, sie dazu zu bringen,
sich neue Ziele zu setzen, sich Dinge zuzutrauen, die sie sich früher nie zugetraut haben.
Es geht uns nicht nur darum, Kräfte zu erhalten oder zu verbessern, wie in der Senioren-
gymnastik oder beim Gedächtnistraining. Es geht auch darum, im Alter zum ersten Mal
Englisch zu lernen oder Computer oder digitale Fotografie oder Acrylmalen oder Klavier zu
spielen oder in einzelnen Fällen sogar mit einem Hausboot durch Frankreich zu fahren
oder, was man sich nie zugetraut hat, bei einem Musical auch auf der Bühne mitzuwirken.
Solche Erfahrungen fördern den Optimismus, können Altersdepressionen vorbeugen.
Viele Senioren wollen sich nicht oder noch nicht als Betreuungsobjekte sehen.
Es geht darum, sich mehr zuzutrauen, das Alter als besonderen Freiraum zu begreifen, in
dem man sich neu erfinden kann.
Der Hintergrund zu diesem Mut zur eigenen Veränderung und Weiterentwicklung, entsteht
aus festen sozialen Beziehungen, aus dem sicheren Gefühl heraus, unter Freunden zu
sein und Verständnis zu finden. Im Backhaus arbeiten nur Ehrenamtliche (ohne jede Ent-
schädigung oder Vergütung) . Jeder weiß, dass jede Zuwendung, die er erhält, und jede
Dienstleistung, auf die er vielleicht angewiesen ist, auf Sympathie basiert, und das wie-
derum erzeugt Sympathie. Das ganze Backhaus gleicht einer großen Selbsthilfegruppe.
Dies zeigt sich z.B., wenn in den häufig langjährigen Kursen jemand fehlt. Normalerweise
wird der Verbleib geklärt und werden Hilfemöglichkeiten sofort besprochen.
Das Beispiel Backhaus zeigt nicht, dass „Professionelle“ überflüssig sind. Erstens gibt es
im Backhaus viele „professionell Arbeitende“, denn die pensionierten Lehrerinnen, ehema-
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ligen Krankenschwestern und Kindergärtnerinnen haben ja nicht alle ihre Kenntnisse ver-
loren, sondern eher noch an Lebens- und Berufserfahrung gewonnen. Zweitens kennen
wir genau unsere Grenzen und wissen, wann wir um professionelle Hilfe bitten müssen.
Das Backhaus zeigt nur, wie viel bei viel Engagement mit relativ wenig Geld möglich ist.
Das Backhaus ist ein soziales Zentrum nicht nur für die 72 ehrenamtlichen Mitarbeiter,
deren Zahl sich in den letzten 6 Jahren verdoppelt hat, nicht nur für die ca. 250 regelmäßi-
gen Besucher, nicht nur für unsere Partnerschulen und befreundeten Organisationen,
sondern auch für viele Menschen im Umkreis. Wir ermöglichen z.B. zahlreichen gemein-
nützigen Vereinen und Gruppen, abends unsere Räumlichkeiten gegen eine geringe Kos-
tenbeteiligung zu nutzen. Hier kann die alleinstehende ältere Dame ihren 70sten Ge-
burtstag feiern, und auch manche Kindstaufe wurde hier gebührend gewürdigt, hier tagt
die Deutsch-Französische Gesellschaft und der Kleingartenverein, hier führt die Musikleh-
rerin den Eltern ihrer Eleven vor, was diese gelernt haben, und erwachsene Musiker kön-
nen hier am Saxophon und Klavier bei geschlossenem Fenster üben, ohne andere zu stö-
ren. Als Gegenleistung treten sie beim jährlichen Sommerfest oder bei der Adventsfeier
des Alten Backhauses auf.
Hier treffen sich die Angehörigen von an Alzheimer Erkrankten und die Tagesmütter mit
ihren Kleinkindern, und wenn das Landeskrankenhaus uns bittet, kümmern wir uns auch
um die soziale Integration ehemals psychisch Kranker.
Das Backhaus ist im Kreuzviertel vernetzt. Wir sind seit langem mit einem Stand auf dem
jährlichen Kreuzviertelfest vertreten, um möglichst vielen Menschen im Stadtviertel das
Backhaus näher zu bringen. Dem dienen auch die Zusammenarbeit mit der Kreuzviertel-
zeitung oder die Einladungen an die Nachbarn beim Neujahrsempfang.
Wir sind kein Mehrgenerationenhaus , sondern ein Haus für Senioren, das Senioren eine
Heimat bieten will und weitgehend auf deren Bedürfnisse zugeschnitten ist, aber wir pfle-
gen seit vielen Jahren vielfältige Kontakte zu allen Generationen und sind offen für alle,
die Zusammenarbeit suchen. Wir begreifen uns als soziales Zentrum im Kreuzviertel .
Am 16. Juni feiern wir übrigens unser 25jähriges Bestehen. Sie sind herzlich eingeladen.
Internet: http://muenster.org/altes-backhaus/
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3.2 Seniorentreff Hansahof e.V.
Josef Vollstedt
Vorstellung der Einrichtung
Im Seniorentreff Hansahof e.V. werden viele verschi edene Aktivitäten wie Lesen, Cafe
trinken, Schach, Bewegung/Tanz, Kegeln, Musik und G esellschaftsspiele angeboten. Zu-
dem werden Vorträge gehalten und Ausflüge unternommen.
Jeden Nachmittag besuchen zwischen 30 und 50 Personen den Seniorentreff Hansahof
e.V. Diese bleiben im Durchschnitt ca. 2,5 Stunden.
43 ehrenamtliche Mitarbeiter, davon 7 Männer, sind im Hansahof tätig.
35 Damen und 1 Herr sind im Schichtdienst des Cafes 2 mal monatlich vor Ort.
2 Damen und 5 Herren sind für die weitere Verwaltung, Organisation und das Programm
zuständig.
Alle sechs Wochen findet ein Plenum statt, in der es u.a. um Organisationsplanung geht.
Internet: http://www.muenster.org/hansahof/
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3.3 Bürgerhaus Kinderhaus
Werner Rave
Senioren im Bürgerhaus
Zwar (Zwischen Arbeit und Ruhestand) vor 12 Jahren gegründet mit regelmäßigen Basis-
Treffen, 4 regelmäßig wöchentlichen Treffen(Boule, Kegeln, Literatur, Gesellschaftspiele-
und Kartenspielabend) einem unregelmäßigen Wandertreffen.
Unsere Zwar, vor 12 Jahren flapsig noch als AZUBI-Senioren von mir genannt, ist mittler-
weile die größte Gruppe ältere Menschen im Bürgerhaus.
Darüber hinaus gibt es die Gruppe des Seniorentreffs. Diese Gruppe exsistiert mittlerweile
seit 30 Jahren, anfangs mit 60 Frauen und Männern, mittlerweile noch mit 10 Frauen und
gelegentlich einem Mann im alter von 75 – 95 Jahren. Aus der Gründungszeit ist vor eini-
gen Tagen die letzte Dame gestorben. In den letzten Jahren waren es Frauen, die nach
dem Tod Ihres Mannes Kontakt suchten und an den Seniorentreff wandten.
Unterschiedliche Unternehmungen im Bürgerhaus wurden geplant mit den Leuten, eintä-
gige und Mehrtagesfahrten unternommen, Informationsveranstaltungen durchgeführt.
Keine Besucher mit Migrationsvorgeschichte, außer viele Nachkriegsflüchtlinge die schon
lange in Münster wohnten.
Regelmäßig trifft sich die Gruppe „Fröhliches Singen“ mit einem Pensionär, der Spaß dar-
an hat, mit Leuten regelmäßig zu singen. Diese Gruppe versteht sich ausdrücklich nicht
als Chor: Das Durchschnittsalter ist ca. 75 Jahre trotzdem trifft man sich sehr ungewöhn-
lich um 19.30 Uhr
Großer Bedarf besteht bei Menschen ab 60 bei gesundheitsfördernden Angeboten wie
Yoga für Menschen ab 60, Qi Gong, Gymnastik im Sitzen, Mobil bleiben im Alter, Muskel-
training für die Wirbelsäule, Beckenbodentraining, Pilates.
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Sprachkurs in Französisch, Spanisch und Englisch werden ebenfalls vorwiegend von
Frauen und Männern im Rentenalter besucht.
Das wöchentlich am Donnerstagvormittag angebotene Marktcafé erfreut sich seit 30 Jah-
ren beständige Beliebtheit bei Älteren, auch dank des sehr günstigen Kaffee- und Tee-
preises.
Alle Angebote des Bürgerhauses richten sich selbstverständlich und sowieso auch an
ältere Menschen.
Ob Boogie-Konzerte des Pianisten Frank Muschalle, das Ethno-Kabarett der Bullemän-
ner, der Plattdeutsche Gesprächskreis, der Kreativmarkt, Kunst-Ausstellungen im Bürger-
haus oder in Kinderhauser , Kleingärten, Rudelsingen, Sitzungen der Bezirksvertretung
Nord, Theaterveranstaltungen, Zeichnen- Mal_ Druckgrafik- Bildhauer- Modellierkurse –
überall sieht man gerne „graue Haare“.
Zum Schluss noch ein Angebot im Bürgerhauses, vielleicht auch das Motto des heutigen
Tages:
„Die Kreativen gehen nicht in Rente“
Für Seniorinnen, Renterinnen und Pensionärinnen
Den Kurs leitet Bodo Treichler, 69 Jahre alt.
Internet: www.buergerhaus-kinderhaus.de
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3.4 Zwischen Arbeit und Ruhestand (ZwAR)
Gisela Viertel
Was ist ein ZWAR Netzwerk?
In einem ZWAR Netzwerk treffen sich Menschen ab 55 Jahren. ZWAR Netzwerke sind
selbstbestimmt und selbstorganisiert. Sie beruhen a uf dem Engagement ihrer Teilnehme-
rInnen und haben das Ziel des gemeinsamen Älterwerd ens. Vor dem Hintergrund des de-
mografischen Wandels und gesellschaftlichen Individ ualisierungsprozessen können
ZWAR Netzwerke für ihre TeilnehmerInnen zu einer "H eimat" werden, in der sie persönli-
chen Sinn und sinnvolle Aufgaben finden und ihr Leb en eigen- und mitverantwortlich ges-
talten. Dabei geht von ZWAR Netzwerken vielfältiges bürgerschaftliches Engagement aus.
Menschen in den ZWAR Netzwerken eint die gemeinsame Suche nach neuen Kontakten,
nach neuem Lebenssinn, nach sinnstiftenden Tätigkei ten in der Zeit nach Erwerbs- und
Familienarbeit. Dabei steht das Schließen von neuen Bekanntschaften oder sogar
Freundschaften an erster Stelle. In ZWAR Netzwerken lernen die Menschen, sich zu en-
gagieren, im ersten Schritt für sich selbst, im zwe iten Schritt für das ZWAR Netzwerk und
im dritten Schritt für andere in Form von bürgerschaftlichem Engagement.
ZWAR Netzwerke sind auf Dauer angelegt, die älteste n ZWAR Netzwerke sind über 25
Jahre alt. Es gibt keine Angebote, sondern es wird nur das getan, was die Netzwerk-
TeilnehmerInnen selbst vorschlagen und mit anderen aus dem Netzwerk organisieren.
Das kann alles sein, von Freizeitaktivitäten wie Ra dfahren, Wandern, Museumsbesuchen
über gemeinsame Ausflüge, Städtereisen und Urlaube bis hin zu bürgerschaftlichem En-
gagement für den Stadtteil, für benachteiligte Mens chen oder für die Dritte Welt. Ein be-
liebtes Thema in ZWAR Netzwerken ist zur Zeit die P lanung von eigenen Wohnprojekten
sowie generationsverbindende Projekte. Ein weiteres Merkmal von ZWAR Netzwerkern ist
die gegenseitige Unterstützung in Alltagsdingen.
15
In NRW gibt es zur Zeit über 150 ZWAR Netzwerke mit über 1.500 Projekt- und Interes-
sensgruppen. Alle ZWAR Netzwerke sind miteinander vernetzt und tauschen sich aus. Die
ZWAR Zentralstelle NRW in Dortmund bietet regelmäßig Vernetzungsveranstaltungen und
Qualifizierungen für die Netzwerk-TeilnehmerInnen a n. Dort bekommen sie Unterstützung
für die Selbstorganisation ihrer Netzwerke.
ZwAR bedeutet nachbarschaftliches und bürgerschaftliches Engagement
Mit ihrem Engagement tragen ZWAZwarNetzwerke Wesentliches zur Verbesserung der
Lebensqualität in Stadtteil und Gemeinwesen bei. Sie schaffen und beleben nachbar-
schaftliche Kommunikationsstrukturen durch gegenseitige Unterstützung in schwierigen
Lebenssituationen und durch gegenseitige Motivation und Anregung zu Aktivitäten und
Projekten. Darüber hinaus engagieren sich ZWARlerinnen und ZWARler für Menschen
und Projekte außerhalb ihres Netzwerkes, beteiligen sich an runden Tischen der Senio-
renarbeit und arbeiten in Seniorenbeiräten mit.
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Das „ZwAR-Konzept“
Zwar-Netzwerke werden von der Zwar-Zentralstelle in NRW in Kooperation mit Partnern
aus der Kommune gründet. Hier in Münster ist das di e VHS. Wohnortnah werden zu-
nächst alle Bürger/innen eines Stadtteils zwischen 55 und 65 Jahren eingeladen zu einer
Gründungsveranstaltung eingeladen.
Aus moderierten Kleingruppen entstehen sogenannte B asisgruppen, die sich 14tägig tref-
fen und in denen sich verschiedene Interessengruppe n bilden, die als soziale Gruppe sich
für bestimmte Projekte engagieren.
Die Basisgruppen werden zunächst moderiert um das K ennenlernen und die Gruppenpro-
zesse zu fördern. Nach etwa zwei Jahren führen die jeweiligen Netzwerke die Eigenorga-
nisation die Gruppen weiter.
In NRW wurden in über 50 Kommunen ZwAR-Netzwerken gegründet, die stabile soziale
Kontakte ermöglichen und zum bürgerschaftlichen Eng agement beitragen. Das Zwar-
Konzept ist eine wissenschaftlich evaluierte Method e zur Förderung Sozialer Netzwerke
als Plattform für gesellschaftliche Teilhabe und Fö rderung des ehrenamtlichen Engage-
ments.
In Münster gibt es nach dem Kozept der ZWAR-Netzwer ke inzwischen 6 Gruppen in Kin-
derhaus, Coerde ,in der Innenstadt und seit neueste m auch in Hiltrup mit über 360 aktiven
Menschen, die sich in sozialen Netzwerken füreinand er und für ehrenamtliche Projekte
engagieren. Weitere Gruppengründungswünsche werden aus den Stadtteilen (z.B. Wol-
beck und Mecklenbeck) derzeit an die VHS herangetragen.
In NRW gibt es inzwischen 150 ZWAR Netzwerke mit 1 500 Interessens- und Projektgrup-
pen. Die ZWAR Zentralstelle NRW bietet begleitend Qualifizierungen für die hauptamtliche
Netzwerkbegleitung und die Menschen in den ZWAR Net zwerken sowie regionale und
landesweite Vernetzungsveranstaltungen an.
Das Engagement der ZWAR Netzwerke entspricht dabei mehrheitlich dem Typus der
„neuen Ehrenamtlichkeit“. Es ist selbst gewählt, selbstbestimmt und oft projektorientiert.
Die ZWARlerinnen und ZWARler sehen deutlich den eigenen Gewinn ihres Engagements
in Form von Freude, sozialen Kontakten, Anerkennung, Wertschätzung und dem Gefühl,
etwas Sinnvolles zu tun.
17
Mehr Informationen zu ZwAR
www.zwar.org
Gisela Viertel, VHS Münster
viertel@muenster.de
http://vhs.muenster.de/
4. Zwischen Standortbestimmung und Neuausrichtung
4.1 Förderkriterien
Historie, Verteilung und Angebote (Niclas Tönnihsen)
18
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Neue Förderkriterien (Thomas Schulze auf´m Hofe)
20
4.2 Postersession
Im Folgenden werden die Begegnungsstätten aus der Posterpräsentation vorgestellt. Die
weiteren Angebote sind in der Broschüre „Begegnungsstätten für Seniorinnen und Senio-
ren“ des Informationsbüros Pflege des Sozialamts und im Internet in der Datenbank des
Sozialamts zu finden.
Internet: www.muenster.de/stadt/sozialamt/senioren-freizeit
www.senioren.muenster.de
Alex-Dorftreff
Träger:Alexianer MünsterGmbH
Zum Häpper 1, 48163 Münster
Telefon: 02501/5943394
Telefax: 02501/5943395
E-Mail: alex.dorftreff@alexianer.de
Kontakt
Ansprechperson: Vera Latza
Öffnungszeiten
Montag, Mittwoch, Donnerstag, Freitag : 8:45 h -11:45 h
Montag, Dienstag, Mittwoch, Donnerstag : 13:00 h – 16:00 h
Freitag: 13.00 h - 15:30 h
Wir bitten aus organisatorischen Gründen um vorherige Anmeldung.
Voraussichtlich wird ab März 2013 Dienstagvormittag in der Zeit von 9:00 h – 12:30 h ein
Betreuungsangebot für Pflegebedürftige und ihre
Angehörigen
(nach § 45b Abs.1 Satz 6 Nr.4 SGB XI) angeboten.
Angebote
Der „Alex-Dorftreff“ bietet Senioren mit und ohne
Behinderung einen Treffpunkt für:
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- Kaffee,Kuchen und Begegnung
- Basteln und Gestaltung
- Gesellschaftsspiele
- Gesprächsrunden
- Gedächnistraining
- Musik und Singen
- Sitzgymnastik und Tanzen
- PC-Training
- Ausflüge
- Filme und Märchen
Besondere Angebote
Freitagnachmittag wird eine besondere Aktivität angeboten.
Dann ist der Dorftreff in der Zeit von 13:00 h -15:30 h für alle Altersgruppen geöffnet.
Das jeweilige Angebot ist einem Aushang am Eingangsbereich zu entnehmen.
Katholische Kirchengemeinde St. Clemens
Montags- und Mittwochskreis
Patronatsstraße 2
48165 Münster
Telefon: 0 25 01/92 65 12
Fax : 0 25 01/92 65 20
E-Mail :
Internet: www.st-clemens-hiltrup.de
Kontakt
Ansprechperson: Katharina Koppenstein
E-Mail: koppenstein@bistum-muenster.de
Öffnungszeiten
Montag- und Mittwochnachmittag ab 15 Uhr
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Service
Weitere Informationen zu den beiden Kreisen und zur Anmeldung bekommen Sie bei Ka-
tharina Koppenstein.
Ev. Lukas Kirchengemeinde
Rüschhausweg 17
48161 Münster
Telefon: 02 51/3 96 64 46
Fax: 02 51/3 96 64 47
E-Mail : ms-kg-lukas@kk-ekvw.de
Kontakt
Ansprechperson: Pfarrer Stephan M. Stötzel,
Pfarrer Dr. Dirk Dütemeyer
Öffnungszeiten
Je nach Angebot
Öffnungszeiten des Gemeindebüros:
Montag bis Freitag: 10 bis 12 Uhr
Service
Montag ab 15 Uhr: Montagskreis in der Von-Esmarch-Straße 5
(Jeden zweiten Montag im Monat ist Frauenhilfe)
Jeden zweiten Mittwoch im Monat um 19.30 Uhr: Abendkreis der Frauen im
LukasZentrum
Freitag von 15 bis 17 Uhr: Spielekreis im LukasZentrum
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5. Neuausrichtung
Arbeitsgruppen
5.1 AG Information & Beratung
Moderation: Maria Schwering & Isabel Müller
TeilnehmerInnen
Name Vorname Einrichtung / Tätigkeit
Hönisch Gabriele Ehrenamt Kath. KG St. Joseph
Nieding Beate Alzheimer Gesellschaft Münster e.V.
Pistier Sascha Stellv. PDL AWO
Segeler Konrad DRK-Kreisverband Münster e.V.
Stähling Margret 2. Vorsitzende Altes Backhaus e.V.
Tewocht Helmut Vorsitzender Seniorenrat
Winter Karl-Heinz Bürger- und Beratungszentrum „Alt e Post – Berg Fidel“
Fragen an die TeilnehmerInnen
Was verstehen Sie unter Information & Beratung für ältere Menschen?
Betrachten Sie die Begegnungsstätten als Informations- und Beratungsstelle im Stadtteil?
Welche Voraussetzungen müssten dafür erfüllt sein?
Welche Vorteile hätte die Information und Beratung durch die Begegnungsstätten?
24
Zusammenfassung der Ergebnisse
(Quelle: Aufzeichnungen Müller)
Definition
- Information als Unterrichtung
- Beratung als Initiierung eines Hilfeprozesses
Mindestanforderung
- Sachinformation + Sozialpsychologische Aspekte
- Berater müssen eigene Qualifikation und Grenzen kennen
- Ausreichend Zeit für Beratung und zuhören
- Möglichkeit der aufsuchenden Hilfe
- Zwangloser, niedrigschwelliger Zugang
Bedarf
- MS ist schon sehr gut aufgestellt
- Aufsuchende Beratung
- Zugänglichkeit von Informationen vereinfachen
Funktion von Begegnungsstätten
- Begegnungsstätten als Informationslotsen
Vorteile
- Niedrigschwelligkeit
- Informationsbündelung
Vorraussetzungen
- Vereinfachtes Auffinden von Informationen
- Einheitliche Bündelung und Publikation von (Beratungs-)Angeboten
- Regelmäßige Pressearbeit
Fazit: Begegnungsstätten als Informationslotsen
25
5.2 AG Freizeit- & Bildungsangebote
Moderation: Werner Rave & Gisela Viertel
TeilnehmerInnen
Name Vorname Einrichtung / Tätigkeit
Neugebauer Christa Hof Hesselmann
Demtschück Cornelia Leitung Seniorenbüro der Ev. Ap ostel-KG
Hoppe, Dr. Ursula Mitglied Gemeinschaftliches Wohne n in Münster e.V.
Kerkeling Melanie Mehrgenerationenhaus und Mütterze ntrum Münster e.V.
Mörth Angela Päd. Leitung Mehrgenerationenhaus und Mütterzentrum
Münster e.V.
Polster Klaus-Martin Mehrgenerationenhaus im Dietri ch-Bonhoeffer-Haus
Schmidt Marianne Ehrenamt Ev. Friedensgemeinde
Fragen an die TeilnehmerInnen
Welche Angebote stoßen auf großes Interesse, welche werden weniger angefragt?
Welche Möglichkeiten der aktiven Beteiligung von Seniorinnen und Senioren an der Ange-
botsgestaltung gibt es?
Welche Voraussetzungen müssen erfüllt sein, damit auch Seniorinnen und Senioren, die
in Altersarmut leben, an Ihren Angeboten teilnehmen können?
26
Zusammenfassung der Ergebnisse
Welche Angebote werden gewünscht und wahrgenommen?
- generell werden neben Inhalten insbesondere soziale Kontakte gesucht
- Veranstaltungen mit Bewirtung (Kaffe/Kuchen/Getränke) werden besonders gerne
angenommen
• Problem: oft feste Gruppen, die „Neue“ nur schwer integrieren
- Neue Teilnehmergruppen werden meist über direkte Kontakte und Ansprache
geworben/hoher Einsatz
- Informationen in Schriftform (Broschüren, Flyer ect.) genügen nicht zur Ansprache
neuer TeilnehmerInnen
- Jede Einrichtung hat ein festes Klientel/ neue TN finden selten den Weg zu
„offenen Angeboten
- Die Struktur und die Einbeziehung von „Ehrenamtlern“ ist in den Einrichtungen
sehr unterschiedlich und nicht vergleichbar (z.B. müssen „Ehrenamtler“ im Hof
Hesselmann in Mecklenbeck Mietkosten etc. „erwirtschaften“, anders im
Mehrgenerationenhaus oder in städt. Einrichtungen wie Bürgerhaus Kinderhaus
oder VHS)
- Angebote orientieren sich an den Gewohnheiten und Wünschen der Teilnehmen
den und hängen vom jeweiligen Klientel und der jeweiligen Ansprache durch die
Begegnungsstätte oder engagierten „Ehrenamtlern“ ab
- Angebote lassen sich schwer oder gar nicht ohne Einbeziehung der „Beteiligten“
übertragen
Welche Mitwirkungsmöglichkeiten haben Senioren und Seniorinnen in den Einrichtungen?
- Veranstaltungen kommen meist nur zustande, wenn TN mit in die Planungen
einbezogen werden
- Die Übernahme zusätzlicher „ehrenamtlicher Servicedienste“ gestaltet sich oft
schwierig: „Es bleibt immer an den selben hängen“.
- Ein Mix auf „Professionellen“ und „Ehrenamtlern“ garantiert am ehesten „offene
Angebote“
27
- Strukturelle Sicherheiten sind notwendig
„Neue“ müssen persönlich angesprochen und „Willkommen geheißen“ werden
Können auch Menschen mit geringen Einkommen teilnehmen?
- der Münsterpass hat für einige Einrichtungen wenig Bedeutung
- Kosten (z.B. für Kaffe) werden in einigen Einrichtungen auf freiwilliger Basis
umgelegt (Sammelbüchse)
- für Kursangebote oder Bildungsangebote müssen auch Ermäßigungen greifen, die
Menschen mit wenig Einkommen unabhängig vom Münsterpass in Anspruch
nehmen können
- im Konzept der stadtteilorientierten ZwAR-Gruppen werden alle Menschen
unabhängig vom Einkommen angesprochen
5.3 AG Öffentlichkeitsarbeit
Moderation: Stefanie Haverkock
TeilnehmerInnen
Name Vorname Einrichtung / Tätigkeit
Daut Winfried Ehrenamt Seniorenportal
Hüsken Walter Seniorenrat Münster
Mooren Theo AWO OV Wolbeck
Reers Margret Vorsitzende Gemeinschaftliches Wohnen in Münster e.V.
Schunert Gisela Kath. KG St. Theresia
Stadtler Martin Altes Backhaus e.V., Medienbeauftra gter
28
Fragen an die TeilnehmerInnen
Wie schätzen Sie den Bekanntheitsgrad der münsteraner Begegnungsstätten für ältere
Menschen ein?
Wie kann es gelingen, die Arbeit der Begegnungsstätten in der Öffentlichkeit zu platzie-
ren?
Wie bewerten Sie die Informationslage zu Angeboten für Seniorinnen und Senioren in ih-
rem Stadtteil?
Zusammenfassung der Ergebnisse
(Quelle: Aufzeichnungen Haverkock)
- Angebote der Begegnungsstätten sind nur teilweise bekannt oder in den Medien
präsent
- für die Zielgruppe ist Zeitung immer noch das Medium der Wahl, allerdings sollte
medienübergreifend Öffentlichkeitsarbeit gemacht werden (Radio/TV), ggf. Aushänge
machen beim Arzt o. Supermarkt
- Datenbank (Anmerkung NT: Datenbank auf Sozialamtshomepage) : Sollte deutlich
umfangreicher sein, nicht nur Kontaktdaten und Öffnungszeiten, sondern auch
Jahres- oder Halbjahresprogramme, die Verlinkung zu den Homepages ist da zu
wenig
- Aufbau der Datenbank nach Quartieren, da in der Regel lokal nach Veranstaltungen
gesucht wird
- klare Definition für Begegnungsstätten fehlt noch
- Wunsch nach stärkerer Vernetzung untereinander, z.B. Austausch von Referenten
oder Musikern für Veranstaltungen
- Unterstützung bei der Suche nach Freiwilligen
- Fortbildungen sollten angeboten werden: Pressemitteilungen verschicken, Homepage
erstellen, Flyer gestalten etc.
29
5.4 Netzwerk und Kooperation
Moderation: Jochen Kriegeskorte & Bernhard Paßlick
TeilnehmerInnen
Name Vorname Einrichtung / Tätigkeit
Bömer Maria Leitung WG Villa Kahmann (DRK)
Geßler Ramona Altes Backhaus e.V. / Landesarbeitsge meinschaft Senio-
renbüros NRW
Hammes Jutta Kommunale Seniorenvertretung Münster
Kerpen Ute Kath. KG St. Joseph
Kollmann Thomas Leitung Begegnungszentrum Sprickman nstraße
Fragen an die TeilnehmerInnen
Was verstehen Sie unter einem Netzwerk für ältere Menschen im Rahmen von Begeg-
nungsstättenarbeit?
In welche Netzwerke ist Ihre Einrichtung eingebunden? Welche Vorteile ergeben sich dar-
aus sowohl für die Einrichtung als auch für die Besucherinnen und Besucher?
Zusammenfassung der Ergebnisse
(Quelle: Aufzeichnungen Kriegeskorte)
Von hoher Bedeutung sind in der Zusammenarbeit:
- Informationen übereinander und die Angebote in Mü nster
30
- Schnittstellenaufgaben (z.B. Seniorenportal)
- der Aufbau von Beziehungen und der Umgang mit Än gsten und Unsicherheiten
Wünsche an neue Förderrichtlinien
Die Seniorenbegegnungsstätten sollten
- Bildungsangebote machen
- gesundheitliche Themen behandeln
- niedrigschwellig im Zugang sein
- sich interkulturell öffnen
- Sozialraumorientiert arbeiten
5.5 AG Ehrenamt, Selbsthilfe & Von Mensch zu Mensch
Moderation: Kirsten Wegener-Bücker & Hans Kurth
TeilnehmerInnen
Name Vorname Einrichtung / Tätigkeit
Brüning Jochen Ehrenamt Südviertelbüro
Kaspar Ruth Leitung Haus der Begegnung St. Ida
Messing Ulrich Pf. KG St. Marien und St. Joseph (gg f. nur vormittags)
Schmäing Robert Pf. St. Nikolaus Münster
Timmer Magdalene Caritas Seniorencafe
Tönnies Gertrud Ehrenamt Von Mensch zu Mensch
31
Fragen an die TeilnehmerInnen
Welche Möglichkeiten zur Gewinnung von ehrenamtlich en Mitarbeiterinnen und Mitarbei-
tern sehen Sie? Was sind fördernde / hemmende Faktoren?
Wie gestaltet sich die Zusammenarbeit von haupt- und ehrenamtlichen Kräften?
Welche Form der Wertschätzung ist Ihnen als ehrenam tliche Kraft, sowohl seitens der
Stadt als auch der Träger, wichtig und wie erfahren Sie diese?
Welche Form der Wertschätzung sehen Sie als professionell Tätige?
Zusammenfassung der Ergebnisse
Welche Möglichkeiten zur Gewinnung von ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbei-
tern sehen Sie? Was sind fördernde/ hemmende Faktoren?
- Mund-zu-Mund-Propaganda
- Info-Veranstaltung
- Medien
- Einstellungsgespräch
- Konkrete Aufgabenbeschreibung
- Unterstützung durch Erfahrene (Paten)
- Ehrenamtliche halten
- Fingerspitzengefühl
- Kein Druck (freies Denken, eigenständige Vorstellungen)
- Toleranz
- Flexibilität (Arbeitszeiten; Intensität, Dauer)
- Spaß haben
- Keine Überforderung
- Anerkennung
- Gemeinschaften schaffen
32
- Wir-Gefühl
- Verantwortung übertragen (soweit möglich)
Wie gestaltet sich die Zusammenarbeit von haupt- und ehrenamtlichen Kräften?
Hauptamtliche als Berater oder Moderator sehr gewü nscht!
Eigenverantwortung für Ehrenamtliche (soweit mögli ch); Vertrauen
Zeit nehmen für Ehrenamtliche
Verhältnis auf Augenhöhe
Welche Form der Wertschätzung ist Ihnen als ehrenamtliche Kraft, sowohl seitens
der Stadt als auch der Träger, wichtig, und wie erfahren Sie diese?
Eigenverantwortung; selbstverwalteter Etat
Viermal loben, bevor man einmal tadelt!
Freikarten
Tag des Ehrenamtes
Dank
Welche Form der Wertschätzung sehen Sie als professioneller Tätige?
- Individuelle Gehaltserhöhung
Zukunft?
-Kein Rütteln an bewährten Einrichtungen!
Nicht mehr Bürokratie
Mehr Vernetzung bei Eigenständigkeit
Wissen der Organisationen nutzen
Integration?
- Auf Menschen zu gehen
- Bereit sein, sie einzubinden auf Grund ihrer Interessen
- Keine künstlichen Angebote
33
5.6 AG Finanzierung
Moderation: Thomas Schulze auf’m Hofe
TeilnehmerInnen
Name Vorname Einrichtung / Tätigkeit
Beckmann Frank Pf. Ev. Andreas-Kirchengemeinde
Koltermann Jörg Vorstandsvorsitzender OV AWO MS Mit te
Koppenstein Katharina Seniorenberatung Altenhilfe-Z entrum St. Clemens
Riedel Gisela Gemeindediakonie Hiltrup
Riedel, Dr. Volkhard Vorsitz Seniorenverband Bund d er Ruhestandsbeamten,
Rentner und Hinterbliebenen (BRH)
Schofer Martin Vorsitzender Kommunale Seniorenvertr etung
Vollstedt Josef Vorstandsmitglied des Seniorentreff s Hansahof e.V.
Willschrey Anne Sozialamt Münster
Fragen an die TeilnehmerInnen
Welche Möglichkeiten der Finanzierung von Begegnungsstätten sind Ihnen bekannt?
Wie sähe ein optimales Förderverfahren Ihrer Meinung nach aus?
Wie ist ein kostenneutraler Zugang zu den Angeboten in Begegnungsstätten Ihrer Ein-
schätzung nach möglich?
Wenn Sie frei über Ihr Budget walten könnten – wofü r würden Sie es nutzen und wofür
würden Sie als Besucherin und Besucher es sich wünschen, dass es genutzt wird?
34
Zusammenfassung der Ergebnisse
(Quelle: Aufzeichnungen Koppenstein/Schulze auf’m Hofe)
1. Überprüfung der Begegnungsstätten bzw. des –ange botes durch AK „Älter werden
in…“
2. Kriterienkatalog
- Barrierefreier Zugang + Ausstattung
- Fußläufig erreichbar + ÖPNV-Anbindung
- Zugehendes Angebot
- Niedrigschwelliges Angebot
- Migrationsoffen /Inklusiv
- Vernetzung im Quartier / „Älter werden in…“
- Subjekt und Projekt fördernd
- Programmabfrage
- Öffentlichkeitsarbeit
- Austausch mit Seniorenportal / Stadtteilportal
- Mehrfachfinanzierung Ja / Nein?
- Information und Beratung
3. Definition von Begegnungsstätten und Begegnungsa ngeboten
- Ort-/Sachkosten/Betriebskosten
- Projektkosten
35
5.7 AG Angebote für ältere Menschen mit Behinderungen
Moderation: Doris Rüter & Vera Latza
TeilnehmerInnen
Name Vorname Einrichtung / Tätigkeit
Giese Gabriele Kommunale Seniorenvertretung
Große Ruse Gudrun Bewohnerin Bremer Stadtmusikanten
Hirsch Meike Allg. Sozialberatung AWO MS
Pötter Karl-Heinz Vorsitzender Hof Hesselmann
Sroka Maria LWL-Klinik Münster
Thema: Alleinlebende Demenzerkrankte im frühen
Stadium
Fragen an die TeilnehmerInnen
Welche Voraussetzungen müssen erfüllt sein, damit a uch ältere Menschen mit Behinde-
rungen das Angebot der Begegnungsstätten nutzen können?
Wie kann die Leitidee der Inklusion auch in Begegnungsstätten umgesetzt werden?
Zusammenfassung der Ergebnisse
(Quelle: handschriftl. Niederschrift Fr. Latza)
Haltung
- „tägl. Dosis an Bedeutung für Andere“ (K. Dörner“
- Berührungsängste abbauen
- Unverbindliche Begegnung schaffen
36
- Grenzen der Inklusion?!
Barrierefreiheit
- Aufzug / Rampe
- Toilettenzugang
- Behindertengerechtes Mobiliar
- Sehrbehinderten geeignet (Kontraste, keine spitzen/eckigen Gegendstände)
- Bodenbeläge
- Akustik (ggf. Technik für. Schwerhörige)
Angebote
- Fahrdienst anbieten
- persönliche Begleitung
- klare und einfache Sprache
- niedrigschwelliger Zugang
- tägl. Öffnung
- auf Wunsch Alltagshilfe (organisieren)
- zusätzlich aufsuchende Hilfe
- niedrigschwellig, kostenfrei
- vielfältiges u. offenes Angebot
- Mahlzeiten anbieten
- Cafe (Erzählen, Lesen, Sprechen)
- Internet, auf Wunsch begleitet
Nächste Schritte
- Qualifizierung von Ehrenamtlichen
- Kontakte zwischen Altenhilfe und Behindertenhilfe ausbauen
- Barrierefreiheit in Begegnungsstätten schrittweis e verbessern (kleine Maßnahme
– große Wirkung)
- Multiplikatoren finden
- Kooperation mit Instanzen vor Ort
Zusatz: „Ehrenamtliches Zeitkonto“
37
5.8 AG Angebote für ältere Menschen mit Migrationsvorgeschichte
Moderation: Michaela Robert & Sevàl Kocaman
TeilnehmerInnen
Name Vorname Einrichtung / Tätigkeit
Hövermann Birgit Südviertelbüro
Keles Ismet Begegnungszentrum Sprickmannstraße
Khorosch Zarmina Begegnungszentrum Sprickmannstraße
Kurt Türkan Radio Kaktus Münster e.V.
Seidenz
Katrin LMDR e.V.
Seiling Margareta Kommunale Seniorenvertretung
Stadtler Maitrayee Altes Backhaus e.V., Ausländerfr agen
Yavuz
Fulya Arbeitskreis International
Fragen an die TeilnehmerInnen
Welche Voraussetzungen müssen erfüllt sein, damit auch ältere Menschen mit Migrations-
vorgeschichte das Angebot der Begegnungsstätten nutzen können?
38
Zusammenfassung der Ergebnisse
Interkulturelle Öffnung
Internet/Homepage mehrsprachig
Träger für Menschen mit Migrationsvorgeschichte la den Begegnungsstätten ein
Gemeinsame Veranstaltung Träger für Menschen mit M igrationsvorgeschichte
und Begegnungsstätten
Offene (kosten-/konsumfreie) Angebote
Ehrenamtliche und hauptamtliche Mitarbeiter mit Mi grationsvorgeschichte be-
schäftigen
Religionsgemeinschaften einbinden
Inhalte
internationale Kochkurse
niedrigschwellige Sprachkurse
Musik, Tanz, Kultur aus anderen Herkunftsländern
Informationsfilme: kulturelle Inhalte; Identität d arstellen
Besichtigung von verschiedenen Kultur- und Religio nsstätten
Vorträge in einfacher Sprache
Aktuelle Themen verschiedener Länder aufgreifen
Barrierefreie Angebote zu Uhrzeiten, die auch Beru fstätige wahrnehmen können
Religiöse und kulturelle Vielfalt berücksichtigen (z.B. Ramadan)
Räume für Trauerfeiern
Interkulturelle Angebote
Bildungs- und Gesundheitsthemen
Offene, teiloffene und gewachsene Gruppen
39
6. Abschlussdiskussion & weiteres Vorgehen
- E-Mail-Verteiler der TeilnehmerInnen einrichten
- Dokumentation des Tages via Mail an alle TeilnehmerInnen
- Förderverfahren
• Prozess entschleunigen, 2015 mit neuen Förderricht linien realis-
tisch
• Definition von Begegnungsstätten nötig
• Entwicklung eines Kriterienkatalogs & Abfrage der Begegnungs-
stätten durch AK „Älter werden in…“, ggf. unter fac hlicher, exter-
ner (wissenschaftlicher) Begleitung
• Prozess in der Öffentlichkeit mitlaufen lassen
40
7. Anlagen
7.1 Einladungsschreiben
Postanschrift: Stadt Münster • 48127 Münster DER
OBERBÜRGERMEISTER
SOZIALAMT
Hafenstraße 8
Auskunft erteilt:
Herr Schulze auf'm Hofe
Zimmer: 422
Telefon: 0251/492 - 5025
Telefax: 0251/492 - 7900
E-Mail:
SchulzeaufmHofe@stadtmuenster.
de
Sprechzeiten:
Termine nach Vereinbarung
Öffnungszeiten
Kundenzentrum Soziales
Mo, Di, Mi 8.00 bis 16.00 Uhr
Do 8.00 bis 18.00 Uhr
Fr 8.00 bis 13.00 Uhr
Münster, 15.01.2013
Datum und Zeichen Ihres Schreibens: Mein Zeiche n:
50.01.0002
„Begegnungsstätten für Seniorinnen und Senioren –
Standortbestimmung und Neuausrichtung“
Einladung zum Tagesworkshop am 30. Januar 2013
Sehr geehrte Damen und Herren,
die Begegnungsstätten für Seniorinnen und Senioren in Münster blicken auf eine lange
Tradition zurück. Sie bilden vielfältige Treffpunkte im Stadtteil und eröffnen älteren Müns-
teranerinnen
und Münsteranern die Möglichkeit, am gesellschaftlichen und kulturellen
Leben in der Gemeinschaft teilzuhaben.
Im September 2012 hat der Rat der Stadt Münster dem „Maßnahmenprogramm zur Förde-
rung
von Teilhabe im Alter und zur Vermeidung von Altersarmut“ zugestimmt. Ein damit
verbundenes Ziel ist die Neuausrichtung des Begegnungsstättenangebots mit Blick
auf Information, Erreichbarkeit, Kommunikation und Teilhabe. In diesem Zusammenhang
ist eine Anpassung der seit 1994 bestehenden Förderrichtlinie notwendig. Diese möchte
die Stadt Münster gemeinsam mit den Wohlfahrtsverbänden, den Kirchengemeinden, der
Kommunalen Seniorenvertretung sowie weiteren Netzwerkpartnern erarbeiten. Der Auftakt
dazu soll im Rahmen eines kostenlosen Tagesworkshops erfolgen. Dazu lade ich Sie
sehr herzlich ein.
Teilnehmerinnen und Teilnehmer
Tagesworkshop
„Begegnungsstätten für Seniorinnen und Senioren –
Standortbestimmung und Neuausrichtung“
41
Tagungsort: Franz Hitze Haus, Kardinal-von-Galen-Ring 50 48149 Münster
Termin: Mittwoch, 30.01.2013 8:30 – 16:00 Uhr
Es erwarten Sie eine Darstellung der aktuellen Vielfalt an Begegnungsstätten sowie die
Vorstellung eines Entwurfs neuer Förderkriterien durch das Sozialamt. Im Rahmen von
Arbeitsgruppen sind Sie dazu eingeladen, Ihre Anregungen und Inhalte mit einzubringen.
Dem Einladungsschreiben sind der Anmeldebogen und das Tagesprogramm beigefügt.
Wir würden uns freuen, wenn pro Einrichtung / Träger / Kirchengemeinde stellvertretend
zwei Personen an der Veranstaltung teilnehmen. Nutzen Sie bitte die Themenauswahlfel-
der auf dem Anmeldeformular und nennen Sie uns weitere relevante Themen, die Sie
im Rahmen des Workshops behandelt wissen möchten.
Die Vielfalt des aktuellen Begegnungsstättenangebots wird seitens des Sozialamts auf
Postern präsentiert. Darüber hinaus ist eine kreative, individuelle Darstellung der einzel-
nen Begegnungsstätten herzlich willkommen.
Eine Anmeldung ist bis zum 21. Januar 2013 per Post, Fax oder E-Mail möglich.
Ich wünsche Ihnen eine besinnliche Weihnachtszeit und ein gutes, zufriedenes und ge-
sundes
Jahr 2013. Ich freue mich auf einen regen und ergebnisorientierten Austausch im
neuen Jahr!
Bei Nachfragen und einem Interesse an individueller Präsentation steht Ihnen Herr
Schulze auf’m Hofe von der Altenhilfe- und Pflegeplanung der Stadt Münster unter der
Telefonnummer 492 – 5025 gerne zur Verfügung.
Mit freundlichen Grüßen
In Vertretung
Thomas Paal
42
7.2 Ablauf
Ablauf Tagesworkshop
„Begegnungsstätten für Seniorinnen und Senioren -
Standortbestimmung und Neuausrichtung“
30. Januar 2013
8:30 – 16:00 Uhr
Franz Hitze Haus, Münster
8:30 Uhr BEGRÜSSUNGSKAFFEE
9:00 Uhr Begrüßung
Dr. Klaus Hampel
Franz Hitze Haus
Thomas Paal
Stadtrat Stadt Münster
Martin Schofer
Vorsitzender der Kommunalen Seniorenvertretung Münster
09:15 Uhr Einstimmung auf den Tag
Darstellung des aktuellen Begegnungsstättenangebots
10:15 Uhr Vorstellung neuer Förderkriterien
10:30 Uhr POSTERSESSION & KAFFEE
11:30 Uhr Einführung in die Arbeitsgruppen
12:00 Uhr MITTAGESSEN
13:00 Uhr Arbeitsgruppen
14:30 Uhr KAFFEEPAUSE
15:00 Uhr Präsentation der Ergebnisse der AGs
15:30 Uhr Diskussion / weiteres Vorgehen
16:00 Uhr Verabschiedung & Ende der Veranstaltung
Moderation: Christine Menke, Stadt Münster
43
7.3 Anmeldung
Sozialamt der Stadt Münster
Altenhilfe- und Pflegeplanung
Thomas Schulze auf'm Hofe
Telefon: 0251 / 492 50 25
Fax: 0251 / 492 79 00
E-Mail: schulzeaufmhofe@stadt-muenster.de
Anmeldung bis zum 16.01.2013 per Post, Fax oder E-Mail
An der Veranstaltung nehme ich teil.
Ich bin damit einverstanden, dass meine Angaben i n eine Teilnehmerliste
übernommen werden.
Name
Institution
Tätigkeit
Anschrift
Telefon / Fax
E-Mail
Bitte nennen Sie uns Ihre drei Schwerpunktthemen:
Freizeit- und Bildungsangebote
Information & Beratung
Öffentlichkeitsarbeit
Vernetzung & Kooperation
Ehrenamt, Selbsthilfe & Von Mensch zu Mensch
Finanzierung
Infrastruktur & Barrierefreiheit
Angebote für ältere Menschen mit Behinderungen
Angebote für ältere Menschen mit Migrationsvorgeschichte
Weitere interessante Themen:
44
7.4 Teilnehmerliste
NAME VORNAME ORGANISATION TÄTIGKEIT E-MAIL
Arnkens-Homann Dagmar Amtsleitung Sozialamt Amtslei tung arnkens-homann@stadt-muenster.de
Pfarrer Beckmann Frank Ev. Andreas-Kirchengemeinde ms-kg-andreas@kk-ekvw.de
Brüning Jochen Südviertelbüro info@suedviertelbuer o.de
Daut Winfried Seniorenportal Ehrenamt winfried.daut @arcor.de
Giese Gabriele KSVM seniorenvertretung@stadt-muens ter.de
Große Ruse Gudrun Bremer Stadtmusikanten Bewohnerin gudrungr@web.de
Hammes Jutta KSVM seniorenvertretung@stadt-muenste r.de
Dr. Hampel Klaus Franz Hitze Haus Stellvertreter de s Direktors
Haverkock Stefanie Seniorenportal Presse- und Öffen tlichkeit haverkock@muenster.org
Hirsch Meike AWO Allg. Sozialberatung m.hirsch@awo- msl-re.de
Hönisch Gabriele Kath. KG St. Joseph Ehrenamt gabi- hoenisch@t-online.de
Dr. Hoppe Ursula
Gemeinschaftliches Wohnen
in Münster e.V. Mitglied hoppe-muenster@t-online.de
Hövermann Birgit Südviertelbüro info@suedviertelbu ero.de
Hüsken Walter Seniorenrat Münster Presse- und Öffen tlichkeit whuesken@gmx.de
Kaspar Ruth Haus der Begegnung St. Ida Leitung hdb -stnikolausms@bistum-muenster.de
Keles Ismet
Begegnungszentrum
Sprickmannstraße
Mitarbeiter interkulturelle
Treffs bgzspri@muenster.de
Kerkeling Melanie
Mehrgenerationenhaus
und Mütterzentrum Münster e.V. Praktikantin absenz@ gmx.de
Kerpen Ute Kath. KG St. Joseph Seniorenseelsorgerin kerpen@sankt-joseph-muenster.de
Khorosch Zarmina
Begegnungszentrum
Sprickmannstraße
Mitarbeiterin
interkulturelle Treffs bgzspri@muenster.de
Klaassen Ute Anti Rost Münster e.V.
Geschäftsführung /
Schriftführung ute.klaassen@googlemail.com
Kocaman Sevàl Bürgerhaus Bennohaus Leitung Bildungs stätte bildung@bennohaus.info
Kollmann Thomas
Begegnungszentrum
Sprickmannstraße Leitung bgzspri@muenster.de
Koltermann Jörg Ortsverein AWO Münster Mitte Vorsta ndsvorsitzender joerg.koltermann@t-online.de
Koppenstein Katharina Altenhilfe-Zentrum St. Clemen s
Seniorenberatung,
Assistenz GF koppenstein@bistum-muenster.de
Kriegeskorte Jochen Diakonie Münster e.V. Stadtteil orientierte SozArb j.kriegeskorte@diakonie-muenster .de
Kurth Hans Altes Backhaus e.V. Vorsitzender altes-b ackhaus@citykom.net
Latza Vera Dorftreff Amelsbüren Leitung alex.dorft reff@alexianer.de
Meiring Anne Kath. KG St. Theresia
Menke Christine Gesundheitsamt Gesundheitsförderung menkechristine@stadt-muenster.de
Mooren Theo AWO Ortsverein Wolbeck
Schriftführer,
Öffentlichkeitsarbeit t.mooren@citykom.net
Mörth Angela
Mehrgenerationenhaus
und Mütterzentrum Münster e.V. Päd. Leitung mum.moerth@gmail.com
Müller Isabel DRK-Kreisverband Münster e.V. Stadtte ilorientierte SozArb i.mueller@drk-muenster.de
Neise Johannes Altes Backhaus e.V. Schatzmeister a ltes-backhaus@citykom.net
Neugebauer Christa KSVM / Hof Hesselmann
Nieding Beate
Alzheimer Gesellschaft
Münster e.V. Geschäftsführung alz-ges@muenster.de
Paal Thomas Stadtdezernent paal@stadt-muenster.de
Pape Karin Sozialamt pape@stadt-muenster.de
Paßlick Bernhard Caritasverband Münster e.V.
Leitung Soziale Beratungs-
dienste bernhard.passlick@caritas-ms.de
Pistier Sascha AWO Stellv. PDL s.pistier@awo-msl-re .de
Polster
Klaus-
Martin
Mehrgenerationenhaus Münster
im Dietrich-Bonhoeffer-Haus Organisation / Koordin ation polster@ mgh-muenster.de
Pötter Karl-Heinz
Mecklenbecker Geschichts- und
Heimatkreis / Hof Hesselmann Vorsitzender hof-hesse lmann@muenster.de
Rave Werner Kulturamt rave@stadt-muenster.de
Reers Margret
Gemeinschaftliches Wohnen
in Münster e.V. Vorsitzende gewo-ms@t-online.de
Riedel Gisela Gemeindediakonie Hiltrup
gemeindediankonie@ev-kirche-
hiltrup.de
45
Robert Michaela Sozialamt robert@stadt-muenster.d e
Rüter Doris Sozialamt rueterd@stadt-muenster.de
Scheuer Jana Arbeitskreis International
Pfarrer Schmäing Robert St. Nikolaus Münster schma eing-r@bistum-muenster.de
Schmidt Marianne Ev. Friedensgemeinde Ehrenamt schm idtmarianne@versanet.de
Schofer Martin KSVM Vorsitzender seniorenvertretung @stadt-muenster.de
Schulte Hildegard Münsters Senioren Zeitung (MSZ) R edaktionsleitung
hildegard.schulte@t-online.de;msz.vhs
@web.de
Schulze auf'm Hofe Thomas Sozialamt schulzeaufmho fe@stadt-muenster.de
Schunert Gisela Kath. KG St. Theresia
Leiterin Elisabeth-
Caritaskonferenz -
Segeler Konrad DRK-Kreisverband Münster e.V. Hausno truf k.segeler@drk-muenster.de
Seidenz Katrin
Landsmannschaft der Deutschen
aus Russland e.V. Kultur- und Jugendarbeit katja_se idenz@mail.ru
Seiling Margareta KSVM Stellv. Vorsitzende margret. seiling@gmx.de
Sroka Maria LWL-Klinik Münster Sozialarbeit maria.s roka@wkp-lwl.org
Stadtler Martin Altes Backhaus e.V. Medienbeauftrag ter altes-backhaus@citykom.net
Stadtler Maitrayee Altes Backhaus e.V.
Beisitzerin Vorstand,
Ausländerfragen altes-backhaus@citykom.net
Stähling Margret Altes Backhaus e.V. 2. Vorsitzende altes-backhaus@citykom.net
Stoppe Klaus KSVM
2. Stellvertretender
Vorsitzender seniorenvertretung@stadt-muenster.de
Tewocht Helmut Seniorenrat Münster Vorsitzender tew ocht@arcor.de
Timmer Magdalene Caritas Seniorencafe Ehrenamt getr ud.toennies@gmx.de
Tönnies Gertrud Von Mensch zu Mensch Ehrenamt getru d.toennies@gmx.de
Tönnihsen Niklas Sozialamt toennihsen@stadt-muens ter.de
Türck Gerhard KSVM seniorenvertretung@stadt-muenst er.de
Viertel Gisela Amt für Schule & Weiterbildung vie rtel@stadt-muenster.de
Vollstedt Josef Seniorentreff Hansahof e.V. Vorstan dsmitglied josef.vollstedt@gmail.com
Wegner-Bücker Kirsten Von Mensch zu Mensch wegene r-buecker@stadt-muenster.de
Winter Karl-Heinz
Bürger- und Beratungszentrum
"Alte Post - Berg Fidel"
Vorsitzender des
Fördervereins winter-k@t-online.de
Yavuz Fulya Arbeitskreis International Migrantenber atung aki-muenster@versanet.de
Zingsheim Karsten Radio-Kaktus e.V.
46
7.5 Moderation
Tagesworkshop 30. Januar 2013
Begegnungsstätten – Standortbestimmung und Neuausr ich-
tung
Moderation: Christine Menke
Amt für Gesundheit, Veterinär- und Lebensmittelangelegenheiten
menkechristine@stadt-muenster.de
0251 / 492 5388
Moderation Arbeitsgruppen
Arbeitsgruppe Moderation
Freizeit- und Bildungsangebote Werner Rave
Kulturamt
rave@stadt-muenster.de
0251 / 492 4151
Gisela Viertel
Amt für Schule & Weiterbildung
viertel@stadt-muenster.
0251 / 492 4302
Information & Beratung
Maria Schwering
Sozialamt
schweringmaria@stadt-
muenster.de
0251 / 492 5002
Isabel Müller
DRK Münster
i.mueller@drk-muenster.de
0251 / 16 20 079
Öffentlichkeitsarbeit
Stefanie Haverkock
Seniorenportal Münster
haverkock@muenster.org
01520 / 1890397
Martin Stadtler
Altes Backhaus e.V.
altes-backhaus@citykom.net
Vernetzung & Kooperation
Jochen Kriegeskorte
Diakonie Münster
j.kriegeskorte@diakonie-
muenster.de
0251 / 49015-28
Bernhard Paßlick
Caritas Münster
bernhard.passlick@caritas-ms.de
0251 / 53009-431
Ehrenamt & Von Mensch zu Mensch Kirsten Wegener-
Bücker
Freiwilligenagentur
wegener-buecker@stadt-
muenster.de
0251 / 492 5972
Hans Kurth
Altes Backhaus e.V.
altes-backhaus@citykom.net
0251 / 274255
Finanzierung Thomas Schulze
auf’m Hofe
Sozialamt
schulzeaufmhofe@stadt-
muenster.de
0251 / 492 5025
Angebote für ältere Menschen mit
Behinderungen
Doris Rüter
Sozialamt
rueterd@stadt-
muenster.de
0251 / 492 5027
Vera Latza
Dorftreff Amelsbüren
alex.dorftreff@alexianer.de
0 25 01 / 5 94 33 94
Angebote für ältere Menschen mit
Migrationsvorgeschichte
Michaela Robert
Sozialamt
robert@stadt-
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47
Impressum
Sozialamt Münster
Niklas Tönnihsen
Tobias Mühlenstrodt
Thomas Schulze aufm Hofe
Telefon: 0251 / 492 50 25
Fax: 0251 / 492 7900
E-Mail: SchulzeaufmHofe@stadt-muenster.de
Berichtsvorlage
10472 Zeichen
V/0175/2013
DER OBERBÜRGERMEISTER
Sozialamt
Betrifft
Verfahren zur Neuausrichtung der Richtlinien für die Bezuschussung von Begegnungsstätten
Beratungsfolge
10.04.2013 Ausschuss für Soziales, Gesundheit und Arbeitsförderung Bericht
16.04.2013 Ausschuss für Gleichstellung Bericht
24.04.2013 Integrationsrat Bericht
29.04.2013 Kommunale Seniorenvertretung Bericht
30.04.2013 Kommission zur Förderung der Inklusion von Menschen mit Behinderungen Bericht
Bericht:
Ausgangslage
Mit Beschluss des Rates der Stadt Münster vom 19.09.2012 wurde das Maßnahmenpr ogramm
zur Förderung von Teilhabe im Alter und zur Vermeidung von Altersarmut (V/0405/2012) ei n-
stimmig verabschiedet. Eine wesentliche Vorgabe des Programms ist die Neuausrichtung des
Begegnungsstättenangebotes für alte und behinderte Menschen. Die a ktuellen Richtlinien zur
Förderung der Begegnungsstätten gehen auf das Jahr 1994 zurück. In den vergangenen Jahren
mussten einige Begegnungsstätten aufgrund des Ausscheidens ehrenamtlicher Mitarbeiter und
Mitarbeiterinnen ihre Arbeit einstellen. Darüber hinaus sind einzelne Begegnungsa ngebote für
ältere Menschen nicht in bestehenden Stadtteilteilnetzwerken integriert. Auch aus diesem Grund
sollen Förderverfahren und Mitte lvergabe bedarfsgerecht weiterentwickelt werden. Über die sog.
klassische Altenbege gnung hinaus, soll eine an die Leb enslagen älterer Menschen orientierte
Ausrichtung im Vordergrund stehen und ein transparenter, sozialraumorientierter Förderansatz
entwickelt werden, der auch problemgeprägte Lebenssituationen älterer Menschen im Blick hat.
Die aktuell gültigen Richtlinien zur Förderung der offenen Begegnungsstätten unterscheiden zwei
Gruppen von Adressaten:
1. Regelmäßige Kommunikationsangebote der Alten - und Behindertenhilfe bei wöchentl i-
chen Öffnungszeiten zwischen 3 und 19 Stunden sowie
2. wöchentliche Öffnungszeiten von mindestens 20 Stunden mit einer pauschalen Grundfö r-
derung für Aktivitäten sowie einer möglichen Miet- und Betriebskostenförderung.
Weitere konkrete inhaltliche und programmatische Vorgaben innerhalb der Richtlinien zur Förd e-
rung der Begegnungsstätten der Alte n- und Behindertenhilfe bestehen nicht. Gleichwohl verwe i-
sen die Richtlinien auch auf die jeweilige Bedarfs- und Nachfragesituation im Stadtteil.
Dokumentation Fachtag am 30.01.2013
Vorlagen-Nr.:
V/0175/2013
Auskunft erteilt:
Herr Schulze auf´m Hofe
Ruf:
492 50 25
E-Mail:
SchulzeaufmHofe@stadt-muenster.de
Datum:
20.03.2013
Öffentliche Berichtsvorlage
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V/0175/2013
Im Rahmen des Tagesworkshops „Begegnungsstätten für Seniorinnen und Senioren – Standort-
bestimmung und Neuausrichtung“ am 30.01.2013 im Franz -Hitze-Haus mit über 70 Teilnehm e-
rinnen und Teilnehmern fand ein intensiver Austausch zur aktuellen Lage der A ngebotssituation
der Münsteraner Begegnungsstätten statt. In insgesamt fünf Darstellungen und im weiteren Aus-
tausch wurde die vielfältige und gute Angebotssituation der 64 Begegnungsangebote gewürdigt.
Es wurde allerdings auch benannt, dass einige Stadtteile über keine adäquaten Begegnungsa n-
gebote verfügen, insgesamt zu wenig Info rmationen über die Fördermöglichkeiten bestehen, die
z.T. festgefahrenen Strukturen zu wenig Raum für neue Kontakte bzw. neue Besucher geben,
außerdem Belastungsgrenzen, der i.d.R. ehrenamtlich Tätigen und Verantwortlichen sichtbar und
ein Mangel an Vernet zung im Quartier erkennbar werden. Aus den Rückmeldungen der Arbeit s-
gruppen und im Plenum wurden folgende Hinweise und Perspektiven für eine gelingende Arbeit
in den Bege gnungsstätten, immer unter Berücksichtigung demografischer und sozialräumlicher
Kriterien, gegeben:
- Der Wunsch nach mehr verbindlicher Information und Beratung in den Begegnungsstätten
über die Unterstützungsmöglichkeiten im Stadtteil, verbunden
- mit einer einzelfallbezogenen Vermittlungen von Hilfen durch Kooperation mit anderen im
Stadtteil tätigen Anbietern und Diensten
- Die Gewinnung, Begleitung und Qualifizierung von ehrenamtlich Tätigen
- Eine zielgruppenspezifische Öffentlichkeitsarbeit in Zusammenarbeit mit dem Seniore n-
portal Münster
- Eine klare Definition von Begegnungsstättenarbeit
- Der Wunsch nach stärkerer Vernetzung und die Mitwirkung in den stadtteilbezogenen A r-
beitskreisen „Älter werden in…“
- Die Öffnung der Begegnungsstätten durch niedrigschwellige Zugänge und einem erreic h-
baren Angebot auch für einkommensschwache Personen
- Angebote für ältere Menschen mit Behinderung sowie für ältere Menschen mit Migrations-
vorgeschichte
- Wunsch nach einem grundsätzliche Austausch und einer stärkeren Vernetzung der B e-
gegnungsstätten untereinander
- Möglichst tägliche Öffnungszeiten
- Subjekt- als auch Objektförderung zulassen und Raum für Innovationen und Projekte g e-
ben
- Wunsch nach Eigenverantwortung und Flexibilität und kein Mehr an Bürokratie.
Maßnahmenprogramm Begegnung, Teilhabe, Partizipation
Die Ziele und Aufgaben der offenen Alten - bzw. Seniorenarbeit bezeichnet der Deutsche Verein
als „die Summe all jener Einrichtungen, Maßnahmen, Angebote und Ve ranstaltungen, die sich
nicht ausschließlich oder vorrangig auf die Erbringung professioneller Pflegehilfen beziehen,
sondern eher dem Bereich der allgemei nen Beratung, des Wohnens, der Freizeitgestaltung und
Beschäftigung und der damit verbundenen Probleme und Hilfeb edarfe Älterer zuzurechnen
sind.“1 Die wesentliche Herausforderung für die Stadt Münster, die Träger der Freien Wohlfahrt s-
verbände, die Kirchen gemeinden, die Kommunalen Seniorenvertretung u.a. besteht darin, älter
werdenden, alten und hochbetagten Menschen ein möglichst langes, selbständiges Leben zu
ermöglichen und ihre gesellschaftliche Teilhabe zu fördern, zu erhalten und zu unterstützen. Hier
haben die Begegnungsstätten eine bedeutende Funktion. Sie sind Einrichtungen der offenen
Altenhilfe, die dem Bedürfnis der älteren Menschen nach Kommunikation, Information, Freizei t-
gestaltung, Partizipation, Bildung und Betätigung nachkommen. Angebotsstru ktur, Zugang und
Erreichbarkeit sowie Vernetzung und Öffentlichkeitsarbeit sind die wesentlichen Elemente der
Begegnungsstättenarbeit:
a) Angebot
1 Deutscher Verein für öffentliche und private Fürsorge (2000): Weiterentwicklung der offenen Altenhilfe, in:
Nachrichtendienst des Deutschen Vereins (NDV), Nr. 2, Berlin
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V/0175/2013
- Entwicklung einer nachfrageorientierten, wohnortnahen, bedarfsdeckenden und nachha l-
tigen Angebotsstruktur
- Förderung und Erhalt geistiger und körperlicher Gesundheit und Mobilität
- Orientierung an der Integration älterer Menschen in das Gemeinschaftsleben
- Erhalt der Selbständigkeit älterer Menschen durch ergänzende Information und Beratung
- Anerkennung von Autonomie – zur Förderung des Wohlbefindens der älteren Generation
b) Zugang und Erreichbarkeit
- Öffnungszeiten mit offener Tür
- Niedrigschwelliger Zugang und barrierefreie Ausstattung
- Bereitstellung kostenloser Angebote
- Berücksichtigung der Interessen aller Altersgruppen (55 – 90)
- Achtung herkunfts-, behinderungsbedingter und geschlechterspezifischer Unterschiede
c) Vernetzung und Öffentlichkeit herstellen
- Beteiligung an Quartiers- und Stadtteilnetzwerken
- Nachhaltige Kontaktaufnahme zur stadtteilorientierten sozialen Ar beit, den Sozialbüros
der Kirchengemeinden, den Initiativen „Von Mensch zu Mensch“ und weiteren Anbietern
der offenen Altenhilfe im Stadtteil
- Aufbau eines Netzwerkes Begegnungsstätten für ältere Menschen in Münster und Tei l-
nahme an Fort- und Weiterbildungsangeboten
Weiteres Verfahren zur Entwicklung von Förderzielen bzw. Richtlinien
Eine wesentliche strukturelle Voraussetzung ist die kleinräumige und wohnortnahe Pl anung von
Kommunikations- und Begegnungsräumen für ältere Menschen, mit dem Ziel, Mitb estimmung
und Mitverantwortung der ehrenamtlich Tätigen, bei Bedarf auch durch hauptamtliche Experti n-
nen und Experten begleiteten Selbstorganisationsprozessen, nachhaltig zu entwickeln. In diesem
Zusammenhang muss deutlich werden, dass die Qualität der offenen Altenarbeit, auch in Begeg-
nungsstätten, maßgeblich und vorbeugend die Qualität der Altenhilfe insgesamt mitbestimmt. Mit
der Erweiterung und Erneuerung des Angebotsprofils der bestehenden Einrichtungen werden die
genannten neuen Bedarfe aufgegriffen und weiterentwickelt. Für begleitende Maßnahmen, durch
Öffentlichkeitsarbeit und Workshops auf Stadtteilebene werden in den Haushaltsjahren 2013 und
2014 jeweils 7.500,00 € zur Verfügung gestellt. Hier werden die Ergebnisse des Fachtages vom
30.01.2013 aufgegriffen und als wichtige Kriterien für zukünftige Richtlinien zur Förderung der
Begegnungsangebote für ältere Menschen dienen. Eine alleinige Ausrichtung auf die Zielgruppe
der Seniorinnen und Senioren, oder älterer Menschen mit Behinderung ist im Sinne einer genera-
tionengerechten Entwicklung der Stadtteile und Quartiere möglichst zu vermeiden, um nicht P a-
rallel- und kostenintensive Doppelstrukturen aufzuba uen. Positive Beispiele sind hier die Meh r-
generationenhäuser der ev. Apostelkirchengemeinde in der Innenstadt und das Mütterzentrum
MUM in Gievenbeck. Am Entwicklungsprozess beteiligt werden ebenso Seniorenbüros und A n-
gebote der offenen Altenhilfe, die una bhängig von städtischen Zuschüssen tätig sind. Wesentl i-
che Berührung spunkte ergeben sich ebenfalls zur Initiative „Von Mensch zu Mensch“ und zur
Freiwilligenagentur der Stiftungsverwaltung der Stadt Münster. Darüber hinaus sind Befragungen
aller Begegnungs stätten und Evaluierungen einzelner Begegnungsstättentypen z.B. in Zusa m-
menarbeit mit den Hochschulen in Münster, begleitet durch einen Beirat aus den Verbänden der
Wohlfahrtspflege, der Kommunalen Seniorenvertretung Münster, der Kirchen und weiteren Ve r-
tretern bzw. Expertinnen und Experten der Stadteilarbeitskreise vorgesehen. Gezielte Öffentlic h-
keitsarbeit, auch im Seniorenportal Münster, soll diesen Prozess begleiten.
Die Verwaltung wird den zuständigen Gremien voraussichtlich bis Anfang kommenden Jahre s
Eckpunkte für neue Förderrichtlinien zur Verfügung stellen.
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V/0175/2013
In Vertretung
gez.
Thomas Paal
Stadtrat
Anlagen:
Dokumentation Tagesworkshop am 30.01.2013 „Begegnungsstätten für Seniorinnen und Senio-
ren – Standortbestimmung und Neuausrichtung“
Beratungsverlauf (5)
Beschluss: zur Kenntnis genommen
Zur SitzungBeschluss: zur Kenntnis genommen
Zur SitzungBeschluss: zur Kenntnis genommen
Zur SitzungBeschluss: zur Kenntnis genommen
Zur SitzungBeschluss: zur Kenntnis genommen
Zur SitzungOrte (8)
- Patronatsstraße 2
- Von-Esmarch-Straße 5
- Hafenstraße 8
- Sprickmannstraße
- Rüschhausweg 17
- Zum Häpper 1
- Kardinal-von-Galen-Ring 50
- Kinderhaus 12
Ortsbezüge werden automatisch aus den Dokumenten ermittelt und können unvollständig sein.
Details
- Vorlagen-Nr.
- V/0175/2013
- Typ
- Vorlagen
- Datum
- 20.03.2013
- Erstellt
- 06.10.2020 14:37