4178/2018
Tunnel realisierbar? Fragen zur Ost-West-Achse
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Beantwortung einer Anfrage (Ausschuss)
3223 Zeichen
Die Oberbürgermeisterin Dezernat, Dienststelle VIII/66/664/1 Vorlagen-Nummer 13.12.2018 4178/2018 Beantwortung einer Anfrage nach § 4 der Geschäftsordnung öffentlicher Teil Gremium Datum Verkehrsausschuss 29.01.2019 Tunnel realisierbar? Fragen zur Ost-West-Achse hier: Anfrage der Ratsgruppe GUT aus der Sitzung des Verkehrsausschusses vom 11.12.2018 TOP 5.2.3 In der Sitzung des Verkehrsausschusses am 11.12.2018, TOP 5.2.3 stellte die Ratsgruppe GUT die folgenden Fragen an die Verwaltung: Frage 1: Stimmt die Verwaltung der Aussage zu, dass ein Tunnelabschnitt gegenüber einer rein oberirdischen Lösung keine nennenswerten Vorteile hinsichtlich kürzerer Fahrtzeiten und Takterhöhung hat? Antwort: der Verwaltung: Der Tunnel (Vorzugsvariante) ermöglicht auf dem Abschnitt zwischen Deutz und der Universitätsstra- ße Fahrzeiteinsparungen um mehr als 30% gegenüber heute. Frage 2: Verstehen wir die Aussage in der Nutzen-Kosten-Untersuchung richtig, dass eine Tunnellösung ne- ben deutlich höheren Baukosten, auch deutlich höhere Betriebskosten* nach sich ziehen würde? (* 506.000 € Betriebskosten im Jahr für die oberirdische Lösung, gegenüber 6,1 Millionen € in der Langen Variante A. Siehe Nutzen-Kosten-Untersuchung vom 30.11.2018, Seite 8) Antwort: der Verwaltung: Während die Kosten für den Fahrbetrieb bei der Tunnelvariante geringfügig niedriger ausfallen, sind die laufenden Kosten für die aufwändigere Tunnelinfrastruktur höher. Frage 3: Laut Aussagen verschiedener Experten sind bei einem Tunnelbau umfangreiche Archäologische Ausgrabungen zu erwarten. Sind die Kosten hierfür bereits „eingepreist“? Ist eine mögliche Zerstö- rung dieser Bodendenkmäler (rechtlich & fachlich) vertretbar? Mit welchen Verzögerungen wird ge- rechnet? Antwort: der Verwaltung: Bei der Grobkostenschätzung sind Kosten hierfür berücksichtigt worden. Die zeitlichen Auswirkungen auf den Bauablauf können erst zu einem späteren Zeitpunkt ermittelt werden. Im Rahmen der Plan- feststellung erfolgt die erforderliche bodendenkmalrechtliche Abwägung. 2 Frage 4: Aus der Bevölkerung kam der Hinweis, dass ein Tunnelbau auf massive Probleme hinsichtlich großer Abwasserkanäle treffen würde. Stimmt diese Vermutung, oder ist die Abwasserkanalfrage unproble- matisch? Sind die Kosten hierfür bereits „eingepreist“? Mit welchen Verzögerungen wird gerechnet? Antwort: der Verwaltung: Ob diese Hinweise richtig sind, zeigt sich erst im Zuge der Planung. Mit den Versorgungsträgern in s- besondere dem Stadtentwässerungsbetrieb und der Rheinenergie werden frühzeitig Abstimm ungs- termine zu dieser Thematik herbeigeführt. Auch hier ist die Variantenentscheidung richtungsweisend bezüglich der weiteren Vorgehensweise. Frage 5: Wie sind die Aussagen der Untersuchung hinsichtlich Schadstoffe und CO₂ zu bewerten – welche Variante ist die umwelt-/klimafreundlichste? Antwort: der Verwaltung: Am umweltfreundlichsten und nachhaltigsten ist die Variante, die zu den größten Verlagerungen vom motorisierten Individualverkehr auf den ÖPNV führt. Hier nehmen Reisezeiten und Zuverlässigkeit einen entscheidenden Einfluss auf die Wirkung. Gez. Blome
Beratungsverlauf (1)
Beschluss: zur weiteren Bearbeitung in die Verwaltung überwiesen
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- 4178/2018
- Typ
- Beantwortung einer Anfrage (Ausschuss)
- Datum
- 13.12.2018
- Erstellt
- 12.12.2018 13:31