1904/2017
Beantwortung der Anfrage von Herrn Ilg (Freie Wähler Köln) betreffend zusätzliche Stellplätze/Tiefgaragenstellplätze für das Projekt "Areal Deutsche Welle" (AN/1638/2016)
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Beantwortung einer Anfrage (BV)
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Die Oberbürgermeisterin Dezernat, Dienststelle VI/61 612 Makr KeSB Vorlagen-Nummer 1904/2017 Freigabedatum: 21.06.2017 Beantwortung einer Anfrage nach § 4 der Geschäftsordnung öffentlicher Teil Gremium Datum Bezirksvertretung 2 (Rodenkirchen) 26.06.2017 Beantwortung der Anfrage von Herrn Ilg (Freie Wähler Köln) betreffend zusätzliche Stellplätze/Tiefgaragenstellplätze für das Projekt "Areal Deutsche Welle" (AN/1638/2016) Text der Anfrage "1.) Hat die Verwaltung den Bauherren vorgeschlagen, die derzeit nach einem Schlüssel von 1 : 1 bezifferte Anzahl von ca. 700 - 750 neuen Tiefgaragenstellplätzen, aufgrund des zu erwarten- den Parkplatzmangels in Raderthal und rund um die Bonner Straße, insgesamt zu erhöhen? - Wenn ja, um wie viele Parkplätze? - Wenn nein, warum nicht? 2.) Gab oder gibt es seitens der Verwaltung die Vorgabe, dass die Bauherren die Zahl dieser der- zeit geplanten Tiefgaragen-Parkplätze noch reduzieren sollen? - Wenn ja, um wie viele Parkplätze handelt es sich und mit welcher Begründung sollen sie wegfallen? 3.) Werden zusätzliche ober- und unterirdische Parkmöglichkeiten/Stellplätze für die geplante Kin- dertagesstätte, sowie für die Gewerbeeinheiten geschaffen? - Wenn ja, wo und wie viele? - Wenn nein, warum nicht? - Werden dort öffentliche Ladestationen für Elektroautos geschaffen? 4.) Im südlichen Teilbereich soll eine neue Verbindungsstraße auch das Betriebsgelände der Fir- men Oerlikon und Inficon erschließen. Werden auf dieser Straße zusätzliche Stellplätze oder öf- fentliche Parkmöglichkeiten geschaffen? - Wenn ja, wie viele ? - Wenn nein, warum nicht? - Werden dort öffentliche Ladestationen für Elektroautos geschaffen? 5.) Aufgrund der notwendigen Asbestsanierung kommt es nach dem derzeitigen Planungsstand zu keiner Bodenwertsteigerung. Daher kann das kooperative Baulandmodell laut Mitteilung der Verwaltung nicht angewendet werden. - Die Parkplatzsituation wird sich aber durch die Umset- zung der Pläne zur 3. Baustufe der Nord-Süd-Stadtbahn, insgesamt dramatisch verschlechtern. Hat die Verwaltung deshalb den Bauherren Vorschläge unterbreitet, zur Erhöhung der Boden- wertsteigerung und zur Gegenfinanzierung preiswerten Wohnraums, noch zusätzliche Tiefgara- genstellplätze zu schaffen, die dann ggf. von Interessenten oder Anwohnern der angrenzenden Straßen erworben oder angemietet werden könnten, z.B. in Form einer städtischen Kooperation zur Umsetzung einer Quartiersgarage für das Areal und die Anlieger von Raderthal und Marien- burg? - Wenn ja, wie viele zusätzliche Parkplätze könnten dadurch entstehen? - Wenn ja, werden dort Ladestationen für Elektroautos geschaffen? - Wenn nein, warum nicht?" 2 Stellungnahme der Verwaltung Zu 1.): Der Bebauungsplan-Entwurf wird derzeit von der Investorenseite erarbeitet. Eine konkrete Nennung von Stellplatzzahlen ist erst nach Ausarbeitung der Planunterlagen möglich. Bei der Bebauung eines Grundstückes muss in der Regel je nach geplanter Nutzung eine bestimmte Mindestanzahl an Stellplätzen auf dem Grundstück nachgewiesen werden. Diese Stellplätze werden als notwendige Stellplätze bezeichnet. Die Zahl der notwendigen Stellplätze ergibt sich aus jeweils anzuwendenden Bauordnungen des Landes oder aus den Stellplatzverordnungen oder Stellplatzsat- zungen der Gemeinden. Entsprechend der Bauordnung NRW (BauO NRW) wird die bauordnungsrechtliche Anzahl an Stell- plätzen mit je einem Stellplatz pro Wohneinheit angesetzt. Nach dem derzeitigen Investorenkonzept ist die zur Verfügung stehende Fläche geeignet, den Stell- platznachweis zu führen. Flächen darüber hinaus stehen jedoch nicht zur Verfügung, beziehungswei- se führen weitere Tiefgaragenflächen dazu, dass Flächen unterbaut werden müssten, die unversie- gelt bleiben und begrünt werden sollen. Dies widerspricht dem Ziel, dass Teile des Plangebietes be- grünt und den Bewohnern zur Verfügung gestellt werden sollen. Zu 2.): Eine Reduzierung der unter Punkt 1.) genannten Stellplatzanzahl ist derzeit nicht vorgesehen. Zu 3.): Nach dem derzeitigen Planungskonzept ist im Plangebiet eine sechsgruppige Kindertagesstätte vor- gesehen. Der Stellplatznachweis soll auf dem Grundstück erfolgen. Aufgrund der geringen Anzahl ist ein Nachweis in einer Tiefgarage sowohl aus wirtschaftlichen als auch aus Gründen des sparsamen Umgangs mit Boden (Stichwort: Zufahrtsbereiche und notwendige Rampen) nicht möglich. Da im derzeitigen Planungsstadium die konkrete Nutzung der geplanten Gewerbeflächen noch nicht bekannt ist, kann auch noch keine konkrete Aussage zu einem notwendigen Stellplatzbedarf getroffen werden. Die Planung sieht jedoch vor, dass unter den Gewerbeeinheiten eine Tiefgaragennutzung möglich ist. Die Fragestellung von öffentlich zugänglichen Ladestationen für Elektrofahrzeuge kann erst im weite- ren Planverfahren geklärt werden. Zu 4.): Nach dem derzeitigen Planungskonzept ist davon auszugehen, dass im öffentlichen Straßenraum auch öffentliche Parkplätze eingerichtet werden. Im späteren Bebauungsplan wird jedoch nur allge- mein eine Straßenverkehrsfläche festgesetzt. Die genaue Profilierung wird erst im Rahmen der Aus- bauplanung der Straße bestimmt. Die Fragestellung von öffentlich zugänglichen Ladestationen für Elektrofahrzeuge kann erst im weite- ren Planverfahren geklärt werden. 3 Zu 5.): Die Idee einer Quartiersgarage ist mit dem Gedanken der geplanten Wohnbebauung nicht zu verein- baren. Nach dem derzeitigen Stand der Planung ist unterhalb der Neubebauung eine Tiefgarage vor- gesehen, die dem Stellplatznachweis der geplanten Wohnnutzung dienen soll. Weitere Tiefgaragen- flächen führen dazu, dass Flächen unterbaut werden müssten, die unversiegelt bleiben und begrünt werden sollen. Eine weitere Verdichtung im Wohnquartier ist aus städtebaulichen Gründen abzu- lehnen, da die allgemeinen Anforderungen an gesunde Wohn- und Arbeitsverhältnisse dem entge- genstehen. Die Fragestellung von öffentlich zugänglichen Ladestationen für Elektrofahrzeuge kann erst im weite- ren Planverfahren geklärt werden.
<< zur Info Anfragetext
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Herrn Bezirksbürgermeister Mike Homann Hauptstraße 85 50996 Köln Frau Oberbürgermeisterin Henriette Reker Hist. Rathaus 50667 Köln In der Bezirksvertretung Rodenkirchen Torsten Ilg Bezirksrathaus Rodenkirchen Hauptstr. 85 50996 Köln Tel: +49 (221) 84 66 688 Mobil: +49 (172) 60 76 376 Mail: toifan@icloud.com Eingang beim Bezirksbürgermeister: AN/1638/2016 Anfrage gem. § 4 der Geschäftsordnung des Rates Gremium Datum der Sitzung Bezirksvertretung 2 (Rodenkirchen) Bezirksvertretung 2 (Rodenkirchen) 07.11.2016 Zusätzliche Stellplätze/Tiefgaragenstellplätze für das Projekt: „Areal Deutsche Welle„. Sehr geehrter Herr Bezirksbürgermeister, sehr geehrte Frau Oberbürgermeisterin, Die DWK (Die Welle Köln Erste GmbH & Co. KG) hat das Gelände der ehemaligen "Deut- schen Welle" erworben. Der Gebäudekomplex soll nach erfolgter Asbest-Beseitigung abge- rissen werden. Als Folgenutzung plant die Fa. Bauens 700 - 750 neue Wohnungen in 5 bis 7- geschossener Bauweise, sowie Gewerbeeinheiten. Der Entwurf des Teams ASTOC dient dabei als Planungsgrundlage. Der ruhende Verkehr, Ver- und Entsorgung werden in einer Tiefgarage untergebracht. Hierzu sind vier Zufahrten geplant, die im Bereich des Raderberg- gürtels, der Mertener Straße und der zukünftigen südlichen Planstraße liegen. Die Erreich- barkeit der Kindertagesstätte wird durch eine neue Verbindungsstraße hergestellt, die vom Raderberggürtel kommend zwischen dem Hochhaus des Deutschlandradios und der geplan- ten Wohnbebauung in südliche Richtung geführt wird und zur Mertener Straße abknickt. Gleichzeitig werden durch die gegenwärtigen Pläne zum Rückbau der Bonner Straße etwa 300 öffentliche Parkplätze wegfallen. Als Vertreter der Freien Wähler bitte ich Sie deshalb, nachstehende Anfrage auf die Tages- ordnung der Sitzung der Bezirksvertretung von Rodenkirchen am 07.11. 2016 2016 zu set- zen: 1.) Hat die Verwaltung den Bauherren vorgeschlagen, die derzeit nach einem Schlüssel von 1 : 1 bezifferte Anzahl von ca. 700 - 750 neuen Tiefgaragenstell- plätzen, aufgrund des zu erwartenden Parkplatzmangels in Raderthal und rund um die Bonner Straße, insgesamt zu erhöhen? - Wenn ja, um wie viele Parkplätze? - Wenn nein, warum nicht? - 2 - 2.) Gab oder gibt es seitens der Verwaltung die Vorgabe, dass die Bauherren die Zahl dieser derzeit geplanten Tiefgaragen-Parkplätze noch reduzieren sollen? - Wenn ja, um wie viele Parkplätze handelt es sich und mit welcher Begründung sollen sie wegfallen? 3.) Werden zusätzliche ober- und unterirdische Parkmöglichkeiten/Stellplätze für die geplante Kindertagesstätte, sowie für die Gewerbeeinheiten geschaffen? - Wenn ja, wo und wie viele? - Wenn nein, warum nicht? - Werden dort öffentliche Ladestationen für Elektroautos geschaffen? 4.) Im südlichen Teilbereich soll eine neue Verbindungsstraße auch das Betriebsge- lände der Firmen Oerlikon und Inficon erschließen. Werden auf dieser Straße zu- sätzliche Stellplätze oder öffentliche Parkmöglichkeiten geschaffen? - Wenn ja, wie viele ? - Wenn nein, warum nicht? - Werden dort öffentliche Ladestationen für Elektroautos geschaffen? 5.) Aufgrund der notwendigen Asbestsanierung kommt es nach dem derzeitigen Planungsstand zu keiner Bodenwertsteigerung. Daher kann das kooperative Bau- landmodell laut Mitteilung der Verwaltung nicht angewendet werden. - Die Parkplatzsituation wird sich aber durch die Umsetzung der Pläne zur 3. Bau- stufe der Nord-Süd-Stadtbahn, insgesamt dramatisch verschlechtern. Hat die Verwaltung deshalb den Bauherren Vorschläge unterbreitet, zur Erhö- hung der Bodenwertsteigerung und zur Gegenfinanzierung preiswerten Wohn- raums, noch zusätzliche Tiefgaragenstellplätze zu schaffen, die dann ggf. von Interessenten oder Anwohnern der angrenzenden Straßen erworben oder ange- mietet werden könnten, z.B. in Form einer städtischen Kooperation zur Umset- zung einer Quartiersgarage für das Areal und die Anlieger von Raderthal und Ma- rienburg? - Wenn ja, wie viele zusätzliche Parkplätze könnten dadurch entstehen? - Wenn ja, werden dort Ladestationen für Elektroautos geschaffen? - Wenn nein, warum nicht? Mit freundlichen Grüßen gez. Torsten Ilg
Beratungsverlauf (1)
Beschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungOrte (4)
- Hauptstraße 85
- Mertener Straße
- Bonner Straße
- Raderberggürtel
Ortsbezüge werden automatisch aus den Dokumenten ermittelt und können unvollständig sein.
Details
- Aktenzeichen
- 1904/2017
- Typ
- Beantwortung einer Anfrage (BV)
- Datum
- 22.06.2017
- Erstellt
- 03.08.2017 00:27