V/0374/2008
Verkehrssicherheit an der Kreuzung Dingbängerweg / Mecklenbecker Straße
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Berichtsvorlage
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V/0374/2008 DER OBERBÜRGERMEISTER Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung Betrifft Verkehrssicherheit an der Kreuzung Dingbängerweg / Mecklenbecker Straße Antrag Nr. 19 der CDU-Fraktion und der FDP vom 12.06.07 und Antrag Nr. 25 der SPD-Fraktion vom 29.08.07 Beratungsfolge 29.05.2008 Bezirksvertretung Münster-West Bericht Bericht: Bericht: Mit beiden Anträgen wird die Verwaltung gebeten, die Verkehrssicherheit insbesondere für Rad- fahrer an der Kreuzung Dingbängerweg / Mecklenbecker Straße zu verbessern. Grund hierfür ist die große Anzahl von Beinaheunfällen, die entstehen, wenn rechtsabbiegende Kfz-Fahrer in Fahrtrichtung Mecklenbecker Straße - Dingbängerweg den Vorrang die Mecklenbecker Straße stadtauswärts geradeaus fahrender Radfahrer missachten. Wie an vielen Stellen im Stadtgebiet, geht auch hier das Fußgängersignal deutlich früher in Rot, als das Signal für den Radverkehr. Abbiegende Kraftfahrer, die das Radfahrersignal nicht einsehen können, interpretieren das Fuß- gänger-Rot dann fälschlicherweise dahingehend, dass auch Radfahrer nicht mehr in die Kreu- zung einfahren dürfen. Im Rahmen der Verkehrsunfallprävention muss für dieses Problem eine Lösung gefunden werden. Ausgangslage Die an der Kreuzung Dingbängerweg / Mecklenbecker Straße 1989 in Betrieb genommene Licht- signalanlage wurde im Laufe der Jahre für den Radverkehr mehrfach geändert. Bis Mai 1997 erhielten die Radfahrer gemeinsam mit dem Kfz-Verkehr der östlichen Knotenzufahrt der Mecklenbecker Straße ihr Grün zum Überqueren des Dingbängerweg (29 Sekunden). Es war jedoch vielen Verkehrsteilnehmern nicht klar, ob sich die Radfahrer nach dem Kfz-Signal oder aber nach dem Fußgängersignal richten müssen. Wegen dieser Unsicherheit wurde 1997 in die Fußgängersignale über den nördlichen Dingbängerweg eine Kombi-Schablone mit Fußgänger- und Radsymbol eingesetzt. Dadurch wurde die kürzere Freigabezeit der Fußgänger auch für die Radfahrer verbindlich (von 29 s reduziert auf 12 s). Diese Regelung wurde von der Mehrzahl der Radfahrer nicht akzeptiert. Sie orientierten sich stattdessen an dem länger in Grün stehenden Kfz-Signal. Aus diesem Fehlverhalten resultierten erhebliche Gefahren. Deshalb wurde im Som- mer 1998 für diese Fahrbeziehung ein separates Radsignal mit einer Feigabezeit von 28 s instal- Vorlagen-Nr.: V/0374/2008 Auskunft erteilt: Herr Böhme Ruf: 492 61 56 E-Mail: Boehme@stadt-muenster.de Datum: 06.05.2008 Öffentliche Berichtsvorlage 2 V/0374/2008 liert. Das Radsignal kann auch von rechtsabbiegenden Kfz bis unmittelbar vor dem Abbiegen eingesehen werden. Dennoch ist immer wieder zu beobachten, dass Kfz-Fahrer ohne auf den Radverkehr zu achten abbiegen, sobald das Fußgängersignal in Rot gegangen ist. Kurzfristige Maßnahmen Die Verkehrssituation wurde von den mit Verkehrsfragen betrauten Dienststellen mehrfach vor Ort beobachtet und unterschiedliche Ansätze zur Verbesserung der Verkehrssicherheit diskutiert. Festzuhalten bleibt, dass die Verkehrsgefährdung der Radfahrer eindeutig durch eine Fehlein- schätzung bzw. ein Fehlverhalten der Kraftfahrer entsteht. Die Zahl querender Fußgänger ist schwach, so dass sich während der baulich bedingt langen Räumzeit in der Regel keine Fuß- gänger mehr auf der Fahrbahn befinden. Demgegenüber ist der Radverkehr sehr stark und er- reicht die Kreuzung während der gesamten Umlaufzeit, so auch während der deutlich längeren Grünphase, die durch die kürzere Räumzeit der Radfahrer ermöglicht wird (bei rotem Signal der Fußgänger). Die vorgeschlagene Verlängerung der Grünphase für Fußgänger kann das Problem nicht lösen, weil die unterschiedlichen Räumzeiten baulich bedingt sind. Lediglich der Einbau einer Mittelinsel in der Knotenpunktzufahrt Dingbängerweg würde zu einer Annäherung der Räumzeiten führen. Die Installation eines gelben Blinkers mit Fußgänger- und Radsymbol in direktem Bezug zum Fußgängersignal, welches die Aufmerksamkeit der Kraftfahrer auf bevorrechtigt querende Rad- fahrer lenken soll, wurde in Münster in dieser Form noch nicht realisiert. Hier bestehen Beden- ken, dass die Kraftfahrer die Bedeutung des Signals nicht umsetzen können. Außerdem wird befürchtet, dass die häufige Verwendung des gelben Blinkers zu einem Gewöhnungseffekt füh- ren könnte. Die wirksamste Möglichkeit, die Verkehrssich erheit für die geradeaus fahrenden Radfahrer zu erhöhen, besteht in einer Trennung der Phasen. Hierzu ist jedoch die Anlage einer separaten Rechtsabbiegespur erforderlich. Ein solcher Umbau ist kurzfristig nicht realisierbar. Im derzeitigen Phasenablauf erhalten Radfahrer und Fußgänger 8 Sekunden Vorlauf vor dem Kfz-Verkehr. Vor Ort konnte beobachtet werden, dass allein diese Vorlaufzeit eine sichere Que- rung für die Radfahrer ermöglicht. Als kurzfristige Maßnahme zur Verbesserung der Verkehrssi- cherheit für die Radfahrer wurde deshalb vereinbart, diesen Vorlauf zu Lasten des Kfz-Verkehrs auf 13 Sek. auszuweiten und die Grünzeit für die Radfahrer darauf auszurichten. Dies bedeutet zwar eine erhebliche Komforteinbuße für die Radfahrer (von 28 Sek. auf 10 Sek.), andererseits jedoch einen erheblichen Sicherheitsgewinn. Radfahrer, die in der letzten Grünsekunde in die Kreuzung eingefahren sind, dürften die Furt weitgehend geräumt haben, bevor der Kfz-Verkehr anfährt. Durch die Reduzierung der Grünzeit für den Kfz-Verkehr von 20 Sek. auf 15 Sek. kann nicht ausgeschlossen werden, dass es während der Verkehrsspitzenzeit zeitweilig zu Rückstau für diese Verkehrsrichtung kommt. Zusätzlich zu der signaltechnischen Maßnahme soll die Radfahrerfurt rot eingefärbt werden, um die Aufmerksamkeit der Kraftfahrer zusätzlich zu erhöhen. Die Umsetzung dieser Maßnahme sollen durch eine gezielte Öffentlichkeitsarbeit begleitet wer- den, um die Hintergründe und die Notwendigkeit erläutern zu können. Es bleibt abzuwarten, in- wieweit dadurch die notwendige Akzeptanz hergestellt und Rotlichtverstöße wie 1997/1998 ver- mieden werden können. Mittelfristige Planung 3 V/0374/2008 Mit Vollendung der „Entlastungsstraße Mecklenbeck“ ist davon auszugehen, dass es zu einer Verlagerung von Verkehrsströmen mit einer Zunahme der Über-Eck-Beziehung Mecklenbecker Straße – Dingbängerweg kommt. Die Zeit bis dahin sollte genutzt werden, um eine entsprechen- de Planung zum Umbau des Knotens mit einer separaten Rechtsabbiegespur zu erstellen. Dabei sollte auch die bereits oben erwähnte Mittelinsel in die nördliche Knotenzufahrt eingeplant wer- den. Mit Umbau des Knotens wird die Voraussetzung geschaffen, das Lichtsignalprogramm so zu strukturieren, dass sowohl die Leistungsfähigkeit für die Über-Eck-Beziehung Mecklenbecker Straße – Dingbängerweg, als auch die gesicherte Führung mit einer angemessenen Grünzeit für die Radfahrer gewährleistet werden kann. Radfahrerquerung westlich des Dingbängerweg über die Mecklenbecker Straße Vor Ort wurde auch beobachtet, dass rechts abbiegende Kraftfahrer vom Dingbängerweg kom- mend in Richtung Mecklenbecker Straße stadtauswärts den Vorrang auf der weit abgesetzten Furt für Fußgänger und Radfahrer missachten. Hier besteht die Besonderheit, dass zwei Radfah- rerfurten über die Mecklenbecker Straße markiert sind. Eine liegt für die im Zuge des Dingbän- gerweges fahrenden Radfahrer direkt an der Fahrbahn dieser Straße, eine Zweite weit abgesetzt, an der Fußgängerfurt. Radfahrer, die vom Baugebiet Am Dill auf dem einseitigen, für beide Rich- tungen frei gegebenen Radweg ankommen, müssen auf dieser zweiten Furt die Straßenseite wechseln. Damit rechnen die Kraftfahrer oftmals nicht. Zur Verdeutlichung soll diese Furt rot ein- gefärbt und die Aufmerksamkeit der Kraftfahrer durch einen gelben Blinker erhöht werden. Diese Maßnahmen soll zeitgleich mit der Umstellung des Lichtsignalprogramms kurzfristig umgesetzt werden. Fazit Die offensichtliche Gefährdung von Vorfahrt berechtigten Radfahrern durch rechts abbiegende Kfz kann ohne deutliche Änderung des Verkehrsverhaltens seitens der Kraftfahrer allein durch Trennung der Verkehrsströme beseitigt werden. Hierzu sind bauliche Maßnahmen erforderlich, die kurzfristig nicht realisierbar sind. Für die Übergangszeit soll kurzfristig eine signaltechnische Sicherung vorgenommen werden, die allerdings mit Komfortverlusten für Radfahrer wie Kfz- Fahrer verbunden sein wird. Diese sind vor dem Hintergrund der Gefährdungssituation jedoch vertretbar. i.V. gez. Schultheiß Stadtdirektor Anlagen: Antrag 0019/2007 von CDU und FDP vom 12.06.2007 Antrag 0025/2007 der SPD vom 29.08.2007 Lageplan
Lageplan
291 Zeichen
\\ N \\ Markierung N ‚©. rfurt BrN Roteinfärbung, - EN 3 DER \ Ne Grünanlage S 13 Sek. Vorlauf für Fußgänger und Radfahrer Signale = Verl ltentwickluni tadty kehrsplanung Anlage 1 Datum [Name Mecklenbecker Straße/ Dingbänger Weg kurzfristige Maßnahmen Plotdatum 14.05.2008
Antrag Nr. 0019_2007 von CDU und FDP vom 12.06.2007
1837 Zeichen
A-W [oAT/200r
(ll FoP
in der BV West
COM.
Fraktion in der BV West
Münster, 12. Juni 2007
An die Bezirksvorsteherin der BV West
Frau Elisabeth Westrup
Schelmenstiege 1
48151 Münster
Mehr Sicherheit für Radfahrer
Optimierung der Ampelanlage Kreuzung Dingbängerweg und Mecklenbecker Straße (Loh-
mann)
Die Verwaltung wird gebeten zu prüfen, ob durch Optimierungsmaßnahmen die Überquerung des
Dingbängerweges im Kreuzungsbereich mit der Mecklenbecker Straße für Radfahrer sicherer ges-
taltet werden kann.
Begründung:
Die Grünphasen für Fußgänger und Radfahrer an der Kreuzung Dingbängerweg / Mecklenbecker
Straße sind unterschiedlich lang. Wenn die Fußgängerampel auf Rot springt, dürfen Radfahrer, die
aus der Stadt kommen, die Kreuzung weiterhin bei Grün überqueren. Diese für Münster eigentlich
„normale“ Situation führt an dieser Kreuzung oft - wie viele Mecklenbecker Bürger beklagen - zu
gefährlichen Situationen mit Beinaheunfällen und verbalen Auseinandersetzungen.
Augenscheinlich orientieren sich viele Autofahrer, die sowohl vom Meckmannweg als auch aus der
Stadt kommend in Richtung Roxel abbiegen wollen, beim Anfahren zu sehr an der roten Fußgän-
gerampel.
Die jetzige Grünphase für Radfahrer sollte bei einem Lösungsansatz nicht gekürzt werden. Denkbar
wären z.B. eine Verlängerung der Grünphase für Fußgänger oder-das Anbringen von Zusatzlich-
tern/-ampeln. ’
gezeichnet j gezeichnet
Ediger, Wolfgarten und Fraktion Prof. Dr. Poll
CDU Fraktion in der BV West FDP in der BV West
CDU - Kreisgeschäftsstelle - Mauritzstraße 4-6 .48143 Münster FDP Fraktionsgeschäftsstelle « Geringhoffstraße 48 + 48163 Münster
Telefon {02 51) 41842-0 « Telefax (02 51) 41842-44 Telefon (02 51) 9876030 + Telefax (02 51) 9873061
Post@cdu-muenster.de fdp-bv.muenster@web.de
http:itwww.cdu-muenster.de http:/iwww.fdp-muenster.de
Antrag Nr. 0025_2007 der SPD vom 29.08.2007
2681 Zeichen
Y-w[ 002519007 SPD-Fraktion in der Bezirksvertretung Münster-West SPD Il Dr. Hubert Sanetra Münster, 29.08.07 Christoph - Bernhard - Graben 106 48163 Münster Tel.: 0251-7475723 E-Mail: Hdrsanetra@aol.com An die Bezirksvertretung Münster West z.H. Frau Bezirksvorsteherin Elisabeth Westrup Bezirksverwaltungsstelle - West Schelmenstiege 1 48161 Münster (Roxel) Antrag Die Verwaltung wird beauftragt, die Gefahrenzone an der Kreuzung Dingbänger Weg / Mecklenbecker Straße zu entschärfen durch Gleichschaltung der Fußgänger- und Radfahrerampel und durch Hinzufügung des Radsymbols in die Fußgängerampel. Begründung Immer wieder kommt es im Bereich der Kreuzung Mecklenbecker Straße / Dingbänger Weg an der Gaststätte Lohmann zu gefährlichen Verkehrssituationen zwischen kreuzenden Radfahrern und abbiegenden Autofahrern (Radfahrer aus Richtung Innenstadt kommend — Autofahrer aus der gleichen Richtung und rechts abbiegend; Radfahrer aus Richtung Innenstadt kommend — Autofahrer aus der entgegengesetzten Richtung und links abbiegend). Der Grund liegt darin, dass Autofahrer die Grünphase für Radfahrer nicht erkennen können; statt dessen sehen sie die schon rot gewordene Fußgängerampel, deren Grünphase deutlich kürzer geschaltet ist als die für die Radfahrer. In der Regel verhalten sich die Radfahrer verkehrsgerecht, doch nützt es ihnen wenig, wenn sie durch rücksichtslose und aggressive Autofahrer gezwungen sind, überstürzt vom Rad zu springen. Zwar ist es bisher meines Wissens zu keinem schlimmen Verkehrsunfall mit Verletzungen gekommen, doch sollte vorsorglich die Situation entschärft werden. Das könnte meines Erachtens durch einfaches Ändern der Ampelschaltung erreicht werden, z.B. indem die Rotphasen für Radfahrer und Fußgänger synchronisiert werden. Diese Maßnahme würde auch die übelsten Beschimpfungen, die sich Radfahrer, insbesondere Frauen und Kinder gefallen lassen müssen, vermeiden helfen. Auch wenn „nichts passiert ist“, ist es äußerst demütigend, sich dermaßen rüde beschimpfen lassen zu müssen. In aller Regel ist der Stress so hoch, dass Nummernschilder nicht erkannt und gemerkt werden können, so dass eine Anzeige unterbleibt. Viele Bürger, deren Erlebnisse ich. oben zusammenfassend schilderte, sehen die Verkehrssicherheit im ‚genannten Kreuzungsbereich nicht gegeben: Um tragische - Verkehrsunfälle abzuwenden und um hässlichen Beschimpfungen vorzubeugen, stelle ich den Antrag, die obigen Maßnahmen zum Wohl und zur Sicherheit der - Gemeinde umzusetzen. Auch weitere Maßnahmen der Verwaltung zur Steigerung der Verkehrseishurheit werden von den Bürgern begrüßt. i Mit freundlichen Grüßen, 1 De . gez.: Dr. Hubert Sanetra Pi oa
Beratungsverlauf (1)
Beschluss: zur Kenntnis genommen
Zur SitzungOrte (8)
- Mecklenbecker Straße 1989
- Mauritzstraße 4
- Geringhoffstraße 48
- Meckmannweg
- Dingbängerweg
- Am Dill
- Christoph-Bernhard-Graben 106
- Schelmenstiege 1
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Details
- Vorlagen-Nr.
- V/0374/2008
- Typ
- Vorlagen
- Datum
- 06.05.2008
- Erstellt
- 06.10.2020 14:37