2535/2017
Mitteilung einer Bürgereingabe gem. § 24 GO "Bessere Querungsmöglichkeiten, Tempo 30-Zone und Streckenführung der Buslinie 150" (AZ.: 02-1600-211/16)
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Mitteilung BV
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Die Oberbürgermeisterin Dezernat, Dienststelle I/02/02-1 Vorlagen-Nummer 2535/2017 Mitteilung öffentlicher Teil Gremium Datum Bezirksvertretung 8 (Kalk) 07.09.2017 Mitteilung einer Bürgereingabe gem. § 24 GO "Bessere Querungsmöglichkeiten, Tempo 30- Zone und Streckenführung der Buslinie 150" (AZ.: 02-1600-211/16) Nach Abs. § 14 Abs. 7 der Hauptsatzung wird hiermit die Bezirksvertretung Kalk über die Bürgerein- gabe informiert (siehe Anlage). Das Antwortschreiben ist ebenfalls dieser Mitteilung beigefügt.
Anlage 1 Eingabe
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Seniorennetzwerk Kalk c/o Alexander Tschechowski Sozialraumkoordination Humboldt-Gremberg/Kalk Kinderschutzbund Köln Koordinationsstelle Kalk Rolshover Str. 7-9 51105 Köln Köln, den 20.10.2016 Bezirksbürgermeister Kalk Markus Thiele Bezirksrathaus Kalk Kalker Hauptstr. 247-273 51103 Köln Betreff: Bürgereingabe nach §24 der Gemeindeordnung für das Land NRW Sehr geehrter Herr Bezirksbürgermeister Thiele, im Rahmen einer erfolgreich durchgeführten Stadtteilbegehung am 08.07.2016 und einer Bürgerveranstaltung am 13.09.2016 durch die Sozialraumkoordination Humboldt-Gremberg/Kalk mit Unterstützung des Behindertenbeauftragten der Stadt Köln, Günter Bell, macht das Seniorennetzwerk Kalk unter Einbezug von Seniorinnen und Senioren, Fachverwaltung und Bezirkspolitik im Ergebnis folgende Anregung für den Stadtteil Kalk: 1. Besser Querungsmöglichkeiten für Fußgängerinnen und Fußgänger an der Eythstraße Es soll geprüft werden, wie die Querungsmöglichkeiten für Fußgängerinnen und Fußgänger an der Eythstraße verbessert werden können. Begründung: Für Seniorinnen und Senioren ist die Querung der Straßen häufig mit Gefahren verbunden, weil die Pkws mit zu hoher Geschwindigkeit fahren. Dies betrifft besonders Abschnitte der Eythstraße. Beispielsweise durch Zebrastreifen, punktuelle Fahrbahnverengungen oder Aufpflasterungen kann die Geschwindigkeit verringert und die Verkehrssicherheit für alle Verkehrsteilnehmerinnen und - teilnehmer erhöht werden. 2. Flächendeckende Tempo 30 Zone in Kalk-Nord Es soll geprüft werden, ob im Wohngebiet Kalk-Nord (Bereich zwischen Kalker Hauptstraße, Kalk- Mülheimer-Straße, Wipperführter Straße/Autobahn und Bahndamm) zur Erhöhung der Verkehrssicherheit eine flächendeckende Tempo 30-Zone eingerichtet werden kann. Der Verkehr auf Straßen, über die der Buslinienverkehr geführt wird, hat weiterhin grundsätzlich Vorfahrt. Begründung: Für Seniorinnen und Senioren ist die Querung der Straßen häufig mit Gefahren verbunden, weil die Pkws mit zu hoher Geschwindigkeit fahren. Durch eine allgemeine Verringerung der Geschwindigkeit wird die Verkehrssicherheit für alle Verkehrsteilnehmerinnen und -teilnehmer erhöht. 3. Änderung der Streckenführung der Buslinie 150 in Kalk-Nord Es soll geprüft werden, ob die Buslinie 150 in ihrer Streckenführung für das Quartier Kalk-Nord besser erschlossen werden kann. Dabei werden 2 Optionen vorgeschlagen: 1. Option: Der Bus wird von der Haltestelle am Odysseum weiter über die Istanbulstraße Richtung Norden geführt. Auf der Istanbulstraße 22-26 (Music Store) wird eine Haltestelle eingerichtet. Der Bus biegt im Kreisverkehr rechts auf die Kalk-Mülheimer-Str. ab. Auf der Kalk-Mülheimer-Str. 235-237 (Getränkehandel Dursty) wird eine Haltestelle eingerichtet. Anschließend biegt der Bus rechts in die Wipperfürther Str. ab, wo auf Höhe der Hausnummer 25 (Fitnessstudios Mc Fit) eine Haltstellestelle eingerichtet wird. Letztlich führt die Strecke wieder zurück über die Marie-Curie-Str. zum Odysseum. Von dort fährt der Bus den üblichen Linienweg Richtung Kalker-Hauptstraße und Kalk-Post. 2. Option: Der Bus wird von der Haltestelle am Odysseum weiter über die Istanbulstraße Richtung Norden geführt. Auf der Istanbulstraße 22-26 (Music Store) wird eine Haltestelle eingerichtet. Der Bus biegt im Kreisverkehr rechts auf die Kalk-Mülheimer-Str. ab. Auf der Kalk-Mülheimer-Str. 235-237 (Getränkehandel Dursty) wird eine Haltestelle eingerichtet. Anschließend biegt der Bus rechts in die Wipperfürther Str. und wieder rechts in die Vietorstraße ab, wo im Bereich der Vietorstraße 87 (Carparts) eine Haltestelle eingerichtet wird. Der Bus fährt weiter Richtung Süden auf die Kalker- Hauptstraße. Dort biegt der Bus links auf die Kalker Hauptstraße ab. In Höhe der U-Bahn-Station Kalk- Post wird eine Haltestelle eingerichtet. Von dort fährt der Bus den üblichen Linienweg Richtung Rolshover Str./Dillenburger Str. Begründung Ein Großteil der Bevölkerung im nördlichen und westlichen Teil des Quartiers Kalk-Nord ist nicht ausreichend an den ÖPNV angebunden. Teilweise müssen weite Strecken zu Fuß zur Buslinie 159 bzw. zur U-Bahn-Linie 1 &9 zurückgelegt werden. Das stellt insbesondere für Menschen, die körperlich eingeschränkt sind und/oder über Handicaps verfügen, eine große Belastung dar und schränkt sie im alltäglichen Leben ein. Über eine Streckenänderung lässt sich ein größerer Anteil der Bevölkerung erreichen, die auf öffentliche Verkehrsmittel angewiesen sind. Ein Anteil von ca. 25 % der Bewohnerschaft in Kalk-Nord ist mittlerweile im Seniorenalter. Die demographische Entwicklung wird diese Tendenz weiter verschärfen. Neben Seniorinnen und Senioren profitieren ebenfalls Familien mit Kindern von einem verstärkten ÖPNV-Angebot. Durch Neubauten der GAG, wie z.B. im Bereich der Betramstraße entstehen weitere 250 Wohneinheiten im Quartier. Dies bedeutet einen weiteren Zuzug von Menschen in das Quartier. Zudem steht ein Neubau in der Thessaloniki-Alle kurz vor dem Abschluss. Daher werden in Zukunft voraussichtlich mehr Menschen den Zugang zum ÖPNV suchen. Durch eine Streckenänderung könnten ca. 2000 potentielle Anwohnerinnen und Anwohner bzw. Fahrgäste in den Gebieten links und rechts neben der Kalk-Mülheimer-Str. erreicht werden. Zusätzlich entstünde der positive Effekt, dass Kunden des Bauhauses und des Music Stores die Geschäfte leichter erreichen würden. Dutzende Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der umliegenden Geschäfte würden ein zusätzliches Busangebot ebenfalls zu schätzen wissen. Ein weiteres Argument, dass für eine Erweiterung der Buslinie spricht, ist der geplante Grundschulneubau in der Vietorstraße. Eine naheliegende Bushaltestelle stellt für Kinder und Eltern unter anderem eine Entscheidungsgrundlage für die Schulauswahl dar und würde die Mobilität der Schülerinnen und Schüler erhöhen. Durch die Veränderung der Streckenführung könnte die Attraktivität des ÖPNV im Quartier Kalk-Nord gesteigert und die derzeitige unzureichende Auslastung der Buslinie 150 positiv beeinflusst werden. Freundliche Grüße Im Auftrag für das Seniorennetzwerk Alexander Tschechowski
Anlage 2 Antwortschreiben
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/ 2 Die Ämter und Dienststellen der Stadtverwaltung finden Sie unter www.stadt-koeln.de. Fragen zu den Dienstleistungen der Stadt Köln beant- wortet Ihnen montags - freitags von 7 - 18 Uhr das Bürgertelefon unter der einheitlichen Behördenrufnummer 115 oder 0221/221-0 Bürgeramt Innenstadt Anregungen und Beschwerden an Rat und Bezirksvertretungen Bezirksrathaus Innenstadt Ludwigstraße 8, 50667 Köln Auskunft Frau Shepperson, Zimmer 507 Telefon 0221 221-22072, Telefax 0221 221-26005 E-Mail geschaeftsstelle-anregungen-beschwerden@stadt-koeln.de Internet www.stadt-koeln.de Sprechzeiten Montag bis Freitag : 08.00 bis 12.00 Uhr und nach Vereinbarung KVB Haltestellen Dom/Hbf, Heumarkt, Rathaus 02 Stadt Köln - Bürgeramt Innenstadt Ludwigstraße 8, 50667 Köln Seniorennetzwerk Kalk Herrn Alexander Tschechowski Rolshovener Str. 7-9 51105 Köln Ihr Schreiben Mein Zeichen Datum 02-1600-211/16 27.07.2017 Ihre Eingabe vom 13.12.2016 - Bessere Querungsmöglichkeiten, Tempo 30 Zone und Streckenführung der Buslinie 150 Sehr geehrter Herr Tschechowski, vielen Dank für Ihr Schreiben aus Dezember 2016, in dem Sie verschiedene Anregungen zu den oben genannten Themen in Köln-Kalk machen. Zunächst möchte ich mich für die späte Rückmeldung entschuldigen, die den intensiven Prü- fungen der Örtlichkeiten durch die Fachverwaltung zuzuschreiben ist. Es liegen mir nun alle Stellungnahmen aus der Verwaltung vor, die ich Ihnen gerne mitteile: - Bessere Querungsmöglichkeiten für Fußgängerinnen und Fußgänger an der Eyth- straße: Das Amt für Straßen und Verkehrstechnik teilt mit, dass die Eythstraße in Köln-Kalk die Thumbstraße, Johann-Classen-Straße, Steinmetzstraße, Lilienthalstraße, Albermannstraße, Remscheider Straße und die Lüttringhauser Straße kreuzt. Die dort abgesenkten Bordsteine ermöglichen eine barrierefreie Querung über die Eythstraße in maximal 75m Entfernung. Mehrere durchgeführte Ortsbesichtigungen ließen keinen gebündelten Querungsverkehr durch Fußgänger außerhalb der Kreuzungsbereiche erkennen. Gemäß den Richtlinien für die Anlage von Stadtstraße (RASt 06), sind für die gemessenen Verkehrsstärken und einer angenommenen Fußgängerquerung (100-200 Fußgängern pro Stunde) keine weiteren Maßnahmen vorgesehen. Da selbst kleine Höhenunterschiede von Rollstuhl Fahrenden oder Rollator Nutzenden oft nur mit Anstrengungen zu bewältigen sind, wäre ein niveaugleicher Übergang zwischen Gehweg und Fahrbahn für diese tatsächlich die beste Lösung. Dem entgegenstehen jedoch die Anforderungen unserer blinden und sehbehinderten Mitmenschen. Für diesen Personen- kreis stellt ein mit dem Langstock deutlich ertastbarer Höhenunterschied die einzige Mög- lichkeit dar, die Grenze zwischen dem Gehweg und der für sie gefährlichen Fahrbahn zu erkennen. Ohne diese Tastkante besteht die Gefahr, dass sie unbeabsichtigt und ohne es zu merken die Fahrbahn betreten. Um die gegensätzlichen Anforderungen zu berücksichtigen, hat die Stadt Köln mit intensiver Beteiligung der örtlichen Behindertenverbände einen Kom- promiss abgestimmt, der an den Fußgängerfurten von Querungsstellen eine Bordsteinhöhe Seite 2 von 3 cm vorsieht. Diese stellt die maximale Höhendifferenz dar, die ohne fremde Hilfe über- rollt werden kann, ist zugleich aber auch der geringste Wert, der mit dem Langstock zu ertas- ten ist. - Flächendeckende Tempo 30-Zone in Kalk-Nord: Ihr Vorschlag über die Einrichtung einer Tempo 30-Zone bezieht sich auf Straßen, die im Vorbehaltsnetz (Netz der Vorrangstraßen) für Tempo 30-Zonen liegen. In diesem Vorbe- haltsnetz sind die Vorfahrtstraßen enthalten, die aufgrund ihrer verkehrlichen Bedeutung (zum Beispiel Verkehrsfunktion für den überörtlichen und innerstädtischen Verkehr, Charak- ter, Ausbau, verkehrliche Ausstattung und Öffentliche Nahverkehrsführungen) nicht innerhalb von Tempo 30-Zonen liegen sollen. Hier wird die Fahrgeschwindigkeit von 50 Km/h (teilwei- se auch mehr) zugelassen oder mittels Einzelbeschilderungen auf 30 Km/h beschränkt. - Änderung der Streckenführung der Buslinie 150 in Kalk-Nord: Vor dem Hintergrund des demografischen Wandels kommt der Feinerschließung von Sied- lungsbereichen durch Buslinien perspektivisch eine höhere Bedeutung zu. Im aktuellen Nah- verkehrsplan der Stadt Köln wird der Bedarf für ein entsprechendes ergänzendes Feiner- schließungskonzept erarbeitet. In Gebieten mit einer hohen Anzahl von Seniorinnen und Se- nioren soll die Zugänglichkeit zum Öffentlichen Nahverkehr verstärkt geänderte Bussysteme oder flexible Bedienungsformen sichergestellt werden. Hierzu gehört auch der Bereich Kalk- Nord. Im Rahmen dieses Konzepts müssen jedoch alle in Frage kommenden Gebiete vertiefend untersucht werden. Die Konzepte müssen mit den Kölner Verkehrs-Betrieben abgestimmt werden, damit ein stadtweiter Systemvorschlag in Verbindung mit einem ganzheitlichen Be- dienungskonzept vorgeschlagen werden kann. Diese Ergebnisse liegen noch nicht vor, so- dass eine weitere Veränderung am Linienweg der Buslinie 150 zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht vorgenommen werden kann. Ich hoffe, Ihnen mit diesen Informationen weitergeholfen zu haben. Sollten Sie noch Fragen haben, können Sie sich gerne an das Amt für Straßen und Verkehrstechnik und Stabstelle für Gesamtverkehrsentwicklung und Nahverkehrsplanung Stadthaus Deutz - Westgebäude Willy-Brandt-Platz 2, 50679 Köln Telefonnummer: 0221-221/30295 E-Mail: strassen-verkehrstechnik@stadt-koeln.de wenden. Ich werde die Bezirksvertretung Kalk über Ihre Eingabe und das Prüfergebnis der Verwal- tung informieren. Sollten Sie darüber hinaus Ihre Eingabe der zuständigen Bezirksvertretung vortragen wollen, bitte ich um Mitteilung. Ansonsten schließe ich meinen Vorgang ab. Mit freundlichen Grüßen Im Auftrag Shepperson
Beratungsverlauf (1)
Beschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungOrte (21)
- Rolshover Straße 7
- Kalker Hauptstraße 247
- Eythstraße
- Mülheimer Straße
- Istanbulstraße 22
- Kalk-Mülheimer Straße 235
- Wipperfürther Straße
- Marie-Curie-Straße
- Vietorstraße 87
- Ludwigstraße 8
- Thumbstraße
- Johann-Classen-Straße
- Steinmetzstraße
- Albermannstraße
- Remscheider Straße
- Lüttringhauser Straße
- Willy-Brandt-Platz 2
- Dillenburger Straße
- Straße 7 9
- Straße 2
- Heumarkt
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Details
- Aktenzeichen
- 2535/2017
- Typ
- Mitteilung BV
- Datum
- 05.09.2017
- Erstellt
- 15.08.2017 15:16