3749/2022
Corona-Pandemie führt zu Beschäftigungsrückgang im Kölner Einzelhandel
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KSN_Branchenprofil Einzelhandel_13-2022
27935 Zeichen
1
Branchenprofil
Einzelhandel
Beschäftigungsentwicklung in
Köln und im Regionalvergleich
2011 bis 2021
Kölner Statistische Nachrichten 13/2022
Kölner Statistische Nachrichten 13/2022 – Branchenprofil Einzelhandel
Zusammenfassung
Während des Zeitraums der Corona-Pandemie hat sich der Kölner Einzelhandel zwischen
Dezember 2019 und Dezember 2021 insgesamt rückläufig entwickelt. Insgesamt sind 2 800
Arbeitsplätze abgebaut worden, das entspricht einem Rückgang von 6,3 Prozent. Trotz der
degressiven Entwicklung konnten einzelne Branchensegmente, wie beispielsweise der
Onlinehandel, trotz der Krise zulegen. Die Arbeitsplatzverluste trafen vor allem Beschäftigte in
Supermärkten, Kaufhäusern und Geschäften mit sogenanntem Detailhandel wie beispielsweise
Bekleidung, Schuhen und Lederwaren, Körperpflegemitteln, Uhren und Schmuck, Apotheken (etc.).
Die Aussichten für das laufende Jahr 2022 sind eher verhalten. Im Zuge der gesellschaftlichen,
politischen und wirtschaftlichen Herausforderungen des Jahres ist die Verbraucherstimmung im
Herbst weiter gesunken und die Abnahme des Konsumklimas setzt sich fort. Der Handelsverband
Deutschland (HDE) nimmt an, dass der deutsche Einzelhandel seinen Umsatz 2022 im Vergleich
zum Vorjahr zwar nominal um rund drei Prozent auf 607 Milliarden Euro steigern wird, wobei dieser
Zuwachs allerdings inflationsbereinigt einem realen Minus von zwei Prozent entspricht.
Zum Jahresende 2021 waren in Köln rund 41 800 Personen im Einzelhandel sozialversicherungs-
pflichtig beschäftigt, die meisten davon in Supermärkten und Kaufhäusern (10 000 Beschäftigte, 60
Prozent Frauen) sowie in Geschäften mit sogenanntem Detailhandel (11 100 Beschäftigte, drei
Viertel davon Frauen).
In den beschäftigungsintensiven Kölner Supermärkten und Kaufhäusern ist die Zahl der
Beschäftigten im Laufe der Corona-Pandemie von Dezember 2019 bis Dezember 2021 am
stärksten zurückgegangen (-1 500 oder -13,0%) – und damit auch stärker als sie in den Vorjahren
gestiegen war (2011-2019: +876 oder +8,3%). In den Geschäften mit Detailhandel hat die
Beschäftigung zwischen 2019 und 2021 zwar weniger stark abgenommen als in den Supermärkten
und Kaufhäusern (-669 oder -5,7%). Hier gab es allerdings zuvor von 2011 bis 2019 mit +360
Arbeitsplätzen oder +3,1 Prozent auch nur einen eher geringen Beschäftigtenzuwachs.
Der Onlinehandel profitiert dagegen von der Corona-Pandemie am stärksten. Mit insgesamt 2 800
Beschäftigten wuchs er zwischen 2019 und 2021 ebenso wie in fast allen anderen
Vergleichsstädten (+311 Arbeitsplätze oder +12,5%). Bereits in den Vorjahren von 2011 bis 2019
verzeichnete der Onlinehandel in Köln den höchsten absoluten Beschäftigtenzuwachs (+2 000
Beschäftigte oder +375%) und belegt mit diesem Beschäftigungsplus den zweiten Platz unter den
Vergleichsstädten.
Ebenfalls zulegen konnte der Lebensmitteleinzelhandel. Hier stieg die Zahl der
sozialversicherungspflichtig Beschäftigten um 2,3 Prozent. Zwischen 2011 und 2019 verzeichnete
dieses Segment ein signifikantes Wachstum von insgesamt 29,0 Prozent.
Ein weiteres Segment mit moderatem Wachstum war der Einzelhandel mit Haushaltsgeräten,
Textilien, Heimwerker- und Einrichtungsbedarf. Nachdem die Branche zwischen 2011 und 2019
deutlich rückläufig war, hat sich in dem Pandemiezeitraum zwischen Dezember 2019 und
Dezember 2021 ein Plus von 3,5 Prozent eingestellt (das entspricht einem Zuwachs von 144
Beschäftigten).
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Kölner Statistische Nachrichten 13/2022 – Branchenprofil Einzelhandel
Bedeutung des Einzelhandels am Standort Köln
Köln gilt als Einkaufsmetropole und ist nicht nur Shopping-Ziel für Einheimische, sondern auch
zahlreicher Menschen aus der Region sowie auch von Touristinnen und Touristen aus dem In- und
Ausland. Insbesondere die Kölner Innenstadt mit ihren Einkaufsstraßen wie der Schildergasse, der
Hohe Straße, der Ehrenstraße oder der Breite Straße wird stark frequentiert. Zur wohnortnahen
Versorgung der Kölner Bevölkerung kommen die Geschäftszentren in den Kölner Stadtteilen hinzu.
Deren Sicherung und Verbesserung war und ist eine wichtige Aufgabe der Kölner Stadtentwicklung.
1
Die Bedeutung des Einzelhandels am Standort Köln spiegelt sich auch durch die Präsenz großer
Handelskonzerne wider: Viele bekannte Marken sind mit großen Filialen in Köln vertreten. Zudem
hat die Rewe Group in Köln ihren Hauptsitz und ist mit rund 11 500 Mitarbeitenden in der Kölner
Region bedeutendstes Handelszentrum in Nordrhein-Westfalen.2
Der Zuwachs bei den virtuellen Handelshäusern macht dem ortsansässigen Einzelhandel jedoch
schon länger zu schaffen: So boomt der Onlinehandel mit Bekleidung, Computern,
Elektronikartikeln und sonstigen Waren seit Jahren und sein Umsatz steigt. Verstärkt hat sich diese
Entwicklung im Laufe der Corona-Pandemie. Temporäre Schließungen vieler stationärer Geschäfte
führten insbesondere im Nonfood-Einzelhandel zu deutlichen Verlusten. Der Online-Handel konnte
dagegen stark profitieren. Um ebenfalls vom Online-Geschäft zu profitieren sind die stationären
Geschäfte dazu übergegangen, ihre Waren verstärkt ebenfalls im Internet anzubieten.
3
Knapp 42.000 Beschäftigte im Kölner Einzelhandel – Reiner Onlinehandel mit nur geringem
Beschäftigungsanteil
I
nnerhalb der Gesamtbranche „Einzelhandel“ (inklusive KFZ-Handel, -Instandhaltung und
- Reparatur) waren in Köln zum Jahresende 2021 rund 41 800 Personen
sozialversicherungspflichtig beschäftigt (Tabelle 1). Gemessen am Beschäftigtenanteil des
Einzelhandels an allen Branchen (Branchenanteil) belegt Köln mit 6,9 Prozent eine Mittelposition
unter den Vergleichsstädten, deren Branchenanteile insgesamt relativ nah beieinander liegen und
sich zwischen 5,4 und 9,1 Prozent bewegen (Grafik 4, Tabelle 2).
1 Siehe https://www.stadt-koeln.de/politik-und-verwaltung/stadtentwicklung/versorgung/einzelhandels-und-
zentrenkonzept-wesentliche-inhalte?kontrast=schwarz sowie https://www.stadt-koeln.de/artikel/71176/index.html,
abgerufen am 4.10.2022
2 REWE Group: Geschäftsbericht 2021; Siehe auch unter: https://www.rewe-group-
geschaeftsbericht.de/documents/RZF_Abschluss_Gesamt_20211231.pdf , abgerufen am 4.10.2022
3 Siehe https://www.destatis.de/DE/Themen/Wirtschaft/Grosshandel-Einzelhandel/einzelhandel-online-handel.html
sowie https://www.iwkoeln.de/studien/christian-rusche-die-effekte-der-corona-pandemie-auf-den-onlinehandel-in-
deutschland.html, abgerufen am 4.10.2022
3
Kölner Statistische Nachrichten 13/2022 – Branchenprofil Einzelhandel
Die beiden beschäftigungsintensivsten Teilsegmente innerhalb des Einzelhandels sind mit
deutlichem Abstand zu den anderen Bereichen:
• Supermärkte und Kaufhäuser („Einzelhandel mit Waren verschiedener Art“) mit rund
10 000 Beschäftigten;
• Geschäfte mit Bekleidung, mit Schuhen und Lederwaren, mit medizinischen und
orthopädischen Artikeln, mit kosmetischen Erzeugnissen und Körperpflegemitteln, mit
Blumen, Pflanzen, Sämereien, Düngemitteln, zoologischem Bedarf und lebenden Tieren, mit
Uhren und Schmuck, mit Antiquitäten und Gebrauchtwaren sowie Apotheken („Einzelhandel
mit sonstigen Gütern“); Hier arbeiten etwas mehr als 11 100 Beschäftigte.
Diese zwei Teilbranchen, in der überwiegend Frauen angestellt sind (Grafik 1) und der Anteil an
Akademiker*innen gering ist (Grafik 2), umfassen zusammen genommen die Hälfte der
Beschäftigten in der Gesamtbranche „Einzelhandel“. Der Onlinehandel ist dagegen mit rund
2 800 Beschäftigten (7 Prozent) vergleichsweise dünn besetzt.
Tabelle 1: Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte im Kölner Einzelhandel 2011 bis 2021 (jeweils 31.12.)
Veränderung Veränderung
Einzelhandel 2011 2019 2020 2021 2011-2019 2019-2021
absolut in % absolut in %
Handel mit Kraftfahrzeugen; Instandhaltung und Reparatur von Kraftfahrzeugen 7 854 7 974 7 878 7 506 120 1,5 -468 -5,9
davon Handel mit Kraftwagen 2 625 3 190 2 951 2 840 565 21,5 -350 -11,0
Instandhaltung und Reparatur von Kraftwagen 3 840 3 126 3 050 3 065 - 714 -18,6 -61 -2,0
Handel mit Kraftwagenteilen und -zubehör 1 256 1 206 1 450 1 200 - 50 -4,0 -6 -0,5
Handel mit Krafträdern, Kraftradteilen und -zubehör; Instandhaltung und Reparatur 133 452 427 401 319 239,8 -51 -11,3
Einzelhandel (ohne Handel mit Kraftfahrzeugen) 33 411 36 604 33 935 34 265 3 193 9,6 -2.339 -6,4
davon Einzelhandel mit Waren verschiedener Art (Supermärkte und Kaufhäuser) 10 567 11 443 9 649 9 954 876 8,3 -1.489 -13,0
Einzelhandel mit Nahrungs- und Genussmitteln, Getränken und Tabakwaren 1 454 1 876 1 874 1 920 422 29,0 44 2,3
Einzelhandel mit Motorenkraftstoffen (Tankstellen) 643 612 563 543 - 31 -4,8 - 69 -11,3
Einzelhandel mit Geräten der Informations- und Kommunikationstechnik 1 519 2 178 2 040 1 875 659 43,4 -303 -13,9
Einzelhandel mit Haushaltsgeräten, Textilien, Heimwerker- und Einrichtungsbedarf 5 342 4 085 4 172 4 229 -1 257 -23,5 144 3,5
Einzelhandel mit Verlagsprodukten, Sportausrüstungen und Spielwaren 1 880 2 060 1 831 1 766 180 9,6 - 294 -14,3
Einzelhandel mit sonstigen Gütern 11 439 11 799 11 164 11 130 360 3,1 -669 -5,7
Einzelhandel an Verkaufsständen und auf Märkten 44 69 50 55 25 56,8 -14 -20,3
Versand- und Interneteinzelhandel (Onlinehandel) 523 2 482 2 592 2 793 1 959 374,6 311 12,5
Einzelhandel insgesamt 41 265 44 578 41 813 41 771 3 313 8,0 -2 807 -6,3
Dienstleistungssektor insgesamt 410 091 528 560 526 268 540 975 118 469 28,9 12 415 2,3
Alle Branchen 486 481 591 536 587 735 604 050 105 055 21,6 12 514 2,1
Anteil Dienstleistungssektor in % 10,1 8,4 7,9 7,7 -1,7 -0,7
Anteil an allen Branchen in % 8,5 7,5 7,1 6,9 -0,9 -0,6
Quelle: Statistik der Bundesagentur für Arbeit;
Stadt Köln - Amt für Stadtentwicklung und Statistik (Eigene Berechnungen)
4
Kölner Statistische Nachrichten 13/2022 – Branchenprofil Einzelhandel
Corona-Pandemie führt zu Beschäftigungsrückgang im Branchenkomplex insgesamt
Die positive Beschäftigungsentwicklung, die im Kölner Einzelhandel insgesamt von 2011 bis 2019
zu beobachten war (+3 300 Arbeitsplätze oder +8,0%, Tabelle 1), hat sich in Folge der Corona-
Pandemie nicht fortgesetzt: Rund 2 800 Arbeitsplätze sind hier von Dezember 2019 bis Dezember
2021 verloren gegangen (-6,3%).
Im Verlauf der Corona-Pandemie ist die Beschäftigtenzahl von Dezember 2019 bis Dezember 2021
im Vergleich zu anderen deutschen Großstädte zurückgegangen.
Deutliche Beschäftigungsrückgänge bei Supermärkten und Kaufhäusern sowie im
Einzelhandel mit Informations- und Kommunikationstechnik
Mit einem Plus von rund 900 Arbeitsplätzen (+8,3%) verzeichneten Supermärkte und Kaufhäuser
(„Einzelhandel mit Waren verschiedener Art“) noch vor der Corona-Pandemie (2011-2019) den
zweithöchsten absoluten Beschäftigungszuwachs. Im Laufe der Corona-Pandemie ist hier
allerdings die Beschäftigung von 2019 bis 2021 stärker zurückgegangen als sie in den Vorjahren
gestiegen war (-1 500 oder -13,0%). Diese Teilbranche ist durch einen relativ hohen Frauen- und
Teilzeitanteil (Grafiken 1 und 3) sowie einen geringen Anteil an Hochqualifizierten gekennzeichnet
(Grafik 2).
Eine deutliche Beschäftigungszunahme gab es vor der Pandemie (2011 bis 2019) auch beim
Einzelhandel mit Geräten der Informations- und Kommunikationstechnik (+659 Arbeitsplätze oder
+43,4%). Im Vergleich zu anderen deutschen Großstädten belegt Köln mit diesem relativen
Zuwachs den zweiten Platz (Grafik 7). Allerdings ist auch hier ist die Beschäftigung zwischen
Dezember 2019 und Dezember 2021 im Zuge der Pandemie erkennbar zurückgegangen
(-303 oder -13,9%).
Vor allem Onlinehandel profitiert von Corona-Pandemie
Innerhalb des Einzelhandels gab es zwischen Dezember 2011 und Dezember 2019 den höchsten
absoluten Beschäftigtenzuwachs im Onlinehandel (Tabelle 1). Alleine hier stieg die
Beschäftigtenzahl um rund 2 000 Arbeitsplätze an (+374,6%) und hat sich damit fast vervierfacht.
4
Köln belegt mit diesem Beschäftigungsplus den zweiten Platz unter den Vergleichsstädten
(Grafik 6) und in der Corona-Pandemie wuchs diese Teilbranche von 2019 bis 2021 ebenso wie in
fast allen anderen Vergleichsstädten nochmals, hier um 311 Arbeitsplätze (+12,5%).
Der Onlinehandel besitzt auch den höchsten Anteil an hochqualifizierten Arbeitskräften: 38 Prozent
der Beschäftigten haben einen akademischen Abschluss (Grafik 2). Begründet ist dieser hohe
Anteil an Hochqualifizierten durch die spezifischen Anforderungsprofile im IT-Bereich, die viel
technisches Knowhow verlangen.
Auch im Lebensmitteleinzelhandel („Einzelhandel mit Nahrungs- und Genussmitteln, Getränken und
Tabakwaren“) hat sich die Beschäftigtenzahl von 2011 bis 2019 deutlich erhöht (+422 oder +29,0%).
4 Dieser hohe relative Zuwachs ist Ausdruck eines sogenannten Basiseffekts, der durch geringe Ausgangswerte
entsteht.
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Kölner Statistische Nachrichten 13/2022 – Branchenprofil Einzelhandel
Köln belegt mit diesem Beschäftigungsplus den dritten Platz unter den Vergleichsstädten (Grafik 8).
Im Laufe der Corona-Pandemie blieb die Beschäftigung in dieser Teilbranche von Ende 2019 bis
Ende 2021 in Köln – im Gegensatz zu den Beschäftigungsverlusten in den meisten
Vergleichsstädten – tendenziell stabil. Es kamen sogar Arbeitsplätze (+44; +2,3%) hinzu.
Der Einzelhandel mit Haushaltsgeräten, Textilien, Heimwerker- und Einrichtungsbedarf, der noch
vor der Corona-Pandemie (2011 bis 2019) einen deutlichen Beschäftigungsrückgang
(-1 300 Arbeitsplätze oder -23,5%) verzeichnete, konnte von Dezember 2019 bis Dezember 2021
einen leichten Beschäftigungszuwachs verbuchen (+144 oder +3,5%).
Frauen und Beschäftigte ohne akademischen Abschluss im Einzelhandel öfter vertreten
Der Beschäftigtenanteil von Frauen im Einzelhandel variiert in der Branche deutlich zwischen
21 und 76 Prozent und liegt mit durchschnittlich 52 Prozent über dem bei der Gesamtbeschäftigung
(47%, Grafik 1). Insgesamt haben lediglich 13 Prozent aller Beschäftigten der Branche einen
akademischen Abschluss (Grafik 2). Bei der Gesamtbeschäftigung ist der Abteil an
Hochqualifizierten mit 27 Prozent doppelt so hoch.
Überdurchschnittliche Teilzeitquote im Einzelhandel
Mit durchschnittlich 41 Prozent ist der Teilzeitanteil der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten
im Einzelhandel höher als in der Gesamtwirtschaft (29%, Grafik 3). Frauen arbeiten in allen
Branchenbereichen auffällig häufiger in Teilzeit als Männer.
Grafik 1: Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte im Kölner Einzelhandel
Anteil Frauen am 31.12.2021 (%)
Einzelhandel mit sonstigen Gütern
Einzelhandel mit Waren verschiedener Art
Einzelhandel mit Nahrungsmitteln
Einzelhandel mit Motorenkraftstoffen (Tankstellen)
Einzelhandel mit Verlagsprodukten, Sportausrüstungen und Spielwaren
Versand- und Interneteinzelhandel (Onlinehandel)
Einzelhandel mit Haushaltsgeräten, Textilien, Heimwerker- und Einrichtungsbedarf
Einzelhandel an Verkaufsständen und auf Märkten
Einzelhandel mit Geräten der Informations- und Kommunikationstechnik
KFZ-Handel, Instandssetzung und Reparatur
Einzelhandel (insgesamt) 52
21
25
29
43
43
50
51
57
60
76
0 10 20 30 40 50 60 70 80
Quelle: Statistik der Bundesagentur für Arbeit;
Stadt Köln - Amt für Stadtentwicklung und Statistik (Eigene Berechnungen)
6
Kölner Statistische Nachrichten 13/2022 – Branchenprofil Einzelhandel
Grafik 2: Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte im Kölner Einzelhandel
Anteil Akademiker*innen am 31.12.2021 (%)
Versand- und Interneteinzelhandel (Onlinehandel)
ik
en
rn
en
ur
ln
rf
rt
n)
t)
38
33
45
22
20
26
17 Insgesamt 14
21 Männer
14 Frauen 15
14
13
10
19
11
10
16
11
11
10
9
6
13
5
6
4
3
4
1
13
12
13
Einzelhandel mit Geräten der Informations- und Kommunikationstechn
Einzelhandel mit Verlagsprodukten, Sportausrüstungen und Spielwar
Einzelhandel mit sonstigen Güte
Einzelhandel an Verkaufsständen und auf Märkt
KFZ-Handel, Instandssetzung und Reparat
Einzelhandel mit Nahrungsmitte
Einzelhandel mit Haushaltsgeräten, Textilien, Heimwerker- und Einrichtungsbeda
Einzelhandel mit Waren verschiedener A
Einzelhandel mit Motorenkraftstoffen (Tankstelle
Einzelhandel (insgesam
0 10 20 30 40 50 60 70
Quelle: Statistik der Bundesagentur für Arbeit;
Stadt Köln - Amt für Stadtentwicklung und Statistik (Eigene Berechnungen)
80
7
Kölner Statistische Nachrichten 13/2022 – Branchenprofil Einzelhandel
Grafik 3: Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte im Kölner Einzelhandel
Anteil Teilzeit am 31.12.2021 (%)
58
29
36
41
54
56
57
50
63
61
71
22
8
14
24
20
34
27
51
42
52
35
41
12
19
31
35
45
50
51
54
56
57
0 10 20 30 40 50 60 70 80
Einzelhandel (insgesamt)
KFZ-Handel, Instandssetzung und Reparatur
Einzelhandel mit Geräten der Informations- und Kommunikationstechnik
Versand- und Interneteinzelhandel (Onlinehandel)
Einzelhandel mit Haushaltsgeräten, Textilien, Heimwerker- und Einrichtungsbedarf
Einzelhandel mit Verlagsprodukten, Sportausrüstungen und Spielwaren
Einzelhandel mit sonstigen Gütern
Einzelhandel an Verkaufsständen und auf Märkten
Einzelhandel mit Nahrungsmitteln
Einzelhandel mit Motorenkraftstoffen (Tankstellen)
Einzelhandel mit Waren verschiedener Art
Insgesamt
Männer
Frauen
Quelle: Statistik der Bundesagentur für Arbeit;
Stadt Köln - Amt für Stadtentwicklung und Statistik (Eigene Berechnungen)
Regionalvergleich
Grafik 4: Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte im Einzelhandel
Regionalvergleich: Anteile am gesamten Beschäftigungsvolumen am 31.12.2021 (%)
Berlin
5,4 (33 021)
5,5 (23 810)
6,9 (41 771)
7,0 (64 996)
7,1 (30 998)
9,1 (148 318)
Leipzig 8,8 (25 186)
Hamburg 8,1 (84 750)
Düsseldorf
Mü
nchen
Köln
Stuttgart
Frankfurt/Main
Deutschland 9,3 ( 3 196 470)
Nordrhein-Westfalen 9,3 ( 669 455)
0,0 2, 0 4,0 6,0 8,0 10,0 12,0 14,0
Quelle: Statistik der Bundesagentur für Arbeit;
Stadt Köln - Amt für Stadtentwicklung und Statistik (Eigene Berechnungen)
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Kölner Statistische Nachrichten 13/2022 – Branchenprofil Einzelhandel
Tabelle 2: Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte im Einzelhandel - Regionalvergleich am 31.12.2021
Einzelhandel Köln Düsse l-
dorf
Frankfurt/
Main Berlin Hamburg
Handel mit Kraftfahrzeugen; Instandhaltung und Reparatur von Kraftfahrzeugen 7 506 4 799 6 169 20 289 14 618
davon Handel mit Kraftwagen 2 840 2 646 3 003 9 145 3 127
Instandhaltung und Reparatur von Kraftwagen 3 065 1 674 1 817 8 619 8 744
Handel mit Kraftwagenteilen und -zubehör 1 200 324 1 182 2 073 1 978
Handel mit Krafträdern, Kraftradteilen und -zubehör; Instandhaltung und Reparatur 401 155 167 452 769
Einzelhandel (ohne Handel mit Kraftfahrzeugen) 34 265 26 199 26 852 128 029 70 132
davon Einzelhandel mit Waren verschiedener Art 9 954 6 284 6 220 38 998 18 128
Einzelhandel mit Nahrungsmitteln 1 920 1 816 1 721 9 021 8 071
Einzelhandel mit Motorenkraftstoffen (Tankstellen) 543 357 377 1 754 1 241
Einzelhandel mit Geräten der Informations- und Kommunikationstechnik 1 875 2 367 4 357 4 829 3 122
Einzelhandel mit Haushaltsgeräten, Textilien, Heimwerker- und Einrichtungsbedarf 4 229 2 173 2 337 10 811 6 219
Einzelhandel mit Verlagsprodukten, Sportausrüstungen und Spielwaren 1 766 1 049 1 097 5 418 2 717
Einzelhandel mit sonstigen Gütern 11 130 9 332 8 900 33 103 20 871
Einzelhandel an Verkaufsständen und auf Märkten 55 35 33 323 258
Versand- und Interneteinzelhandel (Onlinehandel) 2 793 2 786 1 810 23 772 9 505
Einzelhandel insgesamt 41 771 30 998 33 021 148 318 84 750
Alle Branchen 604 050 438 201 611 486 1 622 778 1 028 539
Anteil an allen Branchen in % 6,9 7,1 5,4 9,1 8,2
Einzelhandel München Stuttgart Leipzig NRW Deutsch-
land
Handel mit Kraftfahrzeugen; Instandhaltung und Reparatur von Kraftfahrzeugen 12 681 4 859 4 957 135 575 673 758
davon Handel mit Kraftwagen 5 339 2 696 1 603 44 399 196 161
Instandhaltung und Reparatur von Kraftwagen 4 924 1 341 2 869 67 299 362 491
Handel mit Kraftwagenteilen und -zubehör 1 026 769 429 20 600 98 342
Handel mit Krafträdern, Kraftradteilen und -zubehör; Instandhaltung und Reparatur 1 392 53 56 3 277 16 764
Einzelhandel (ohne Handel mit Kraftfahrzeugen) 52 315 18 951 20 229 533 880 2 522 712
davon Einzelhandel mit Waren verschiedener Art 13 496 4 805 6 308 174 265 834 096
Einzelhandel mit Nahrungsmitteln 4 619 1 540 1 299 40 254 205 640
Einzelhandel mit Motorenkraftstoffen (Tankstellen) 731 294 399 11 953 58 819
Einzelhandel mit Geräten der Informations- und Kommunikationstechnik 2 987 1 198 1 633 20 198 92 445
Einzelhandel mit Haushaltsgeräten, Textilien, Heimwerker- und Einrichtungsbedarf 3 776 1 326 1 659 67 313 328 203
Einzelhandel mit Verlagsprodukten, Sportausrüstungen und Spielwaren 2 659 897 896 18 946 91 731
Einzelhandel mit sonstigen Gütern 18 508 7 629 5 079 161 110 712 969
Einzelhandel an Verkaufsständen und auf Märkten 84 30 20 1 349 7 423
Versand- und Interneteinzelhandel (Onlinehandel) 5 455 1 232 2 936 38 492 191 386
Einzelhandel insgesamt 64 996 23 810 25 186 669 455 3 196 470
Alle Branchen 925 184 434 689 284 897 7 219 704 34 284 367
Anteil an allen Branchen in % 7,0 5,5 8,8 9,3 9,3
Quelle: Statistik der Bundesagentur für Arbeit;
Stadt Köln - Amt für Stadtentwicklung und Statistik (Eigene Berechnungen)
9
Kölner Statistische Nachrichten 13/2022 – Branchenprofil Einzelhandel
Grafik 5: Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte im Einzelhandel -
Regionalvergleich: Veränderungen 2011 bis 2019 und 2019 bis 2021 in Prozent (jeweils 31.12.)
Berlin
München
Leipzig
Frankfurt/Main
Stuttgart
Köln
Düsseldorf
Hamburg
Deutschland
NRW
29,1 (31 967)
20,4 (11 333)
18,2 (4 080)
17,2 (5 008)
11,8 (2 647)
8,0 (3 313)
7,3 (2 111)
6,6 (5 400)
12,0 (339 948)
10,8 (64 609)
4,7 (6 673)
-2,7 (-1 773)
-5,0 (-1 314)
-3,3 (-1 142)
-4,8 (-1 198)
-6,3 (-2 807)
-0,2 (-74)
-2,8 (-2 438)
1,1 (34 745)
1,4 (9 023)
-20,0 -10,0 0,0 10,0 20,0 30,0 40,0 50,0
2011-2019
2019-2021
Quelle: Statistik der Bundesagentur für Arbeit;
Stadt Köln - Amt für Stadtentwicklung und Statistik (Eigene Berechnungen)
Grafik 6: Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte im Onlinehandel
Regionalvergleich: Veränderungen 2011 bis 2019 und 2019 bis 2021 in Prozent (jeweils 31.12.)
Berlin
Köln
Düsseldorf
Stuttgart
München
Leipzig
Hamburg
Frankfurt/Main
Deutschland
NRW
402,4 (15 614)
374,6 (1 959)
266,9 (1 799)
178,7 (670)
146,5 (2 581)
17,3 (609)
12,2 (1 016)
-42,4 (-983)
100,7 (81 908)
115,9 (17 368)
21,9 (4 278)
12,5 (311)
12,7 (313)
17,9 (187)
25,6 (1 112)
-29,1 (-1 203)
2,0 (187)
35,8 (477)
17,2 (28 107)
19,0 (6 143)
-100,0 0,0 100,0 200,0 300,0 400,0
2011-2019
2019-2021
Quelle: Statistik der Bundesagentur für Arbeit;
Stadt Köln - Amt für Stadtentwicklung und Statistik (Eigene Berechnungen)
10
Kölner Statistische Nachrichten 13/2022 – Branchenprofil Einzelhandel
Grafik 7: Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte im Einzelhandel mit ITK -Geräten
Regionalvergleich: Veränderungen 2011 bis 2019 und 2019 bis 2021 in Prozent (jeweils 31.12.)
Frankfurt/Main
Köln
München
Stuttgart
Leipzig
Berlin
Hamburg
Düsseldorf
Deutschland
NRW
140,2 (2 619)
-2,9 (-130)
43,4 (659)
-13,9 (-303)
41,6 (989)
-11,3 (-381)
41,4 (407)
-13,8 (-192)
22,5 (324)
-7,6 (-134) 2011-2019
20,6 (849) 2019-2021 -2,7 (-133)
16,2 (452)
-3,7 (-121)
-0,3 (-7)
6,5 (145)
4,4 (4 107)
-5,7 (-5 568)
2,7 (560)
-5,3 (-1 129)
-40,0 -20,0 0,0 20,0 40,0 60,0 80,0 100,0 120,0 140,0
Quelle: Statistik der Bundesagentur für Arbeit;
Stadt Köln - Amt für Stadtentwicklung und Statistik (Eigene Berechnungen)
Grafik 8: Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte im Lebensmitteleinzelhandel -
Regionalvergleich: Veränderungen 2011 bis 2019 und 2019 bis 2021 in Prozent (jeweils 31.12.)
Hamburg
Stuttgart
Köln
Leipzig
Berlin
München
Frankfurt/Main
Düsseldorf
Deutschland
NRW
73,1 (3 271)
4,2 (327)
33,2 (436)
-12,0 (-210)
29,0 (422)
2,3 (44)
28,3 (349)
-17,9 (-284)
24,4 (1 958)
-9,5 (-950) 2011-2019
23,3 (991) 2019-2021 -12,1 (-634)
8,6 (141)
-2,9 (-52)
3,6 (67)
-5,1 (-98)
15,1 (27 842)
-2,8 (-6 031)
16,4 (5 719)
-0, 8 (305)
-30,0 -10,0 10,0 30,0 50,0 70,0
Quelle: Statistik der Bundesagentur für Arbeit;
Stadt Köln - Amt für Stadtentwicklung und Statistik (Eigene Berechnungen)
11
Kölner Statistische Nachrichten 13/2022 – Branchenprofil Einzelhandel
Abnehmendes Konsumverhalten im Zuge anhaltender Krisen
Der andauernde Krieg in der Ukraine, die damit verbundenen Sanktionen und Reaktionen
verstärken die bereits bestehenden Schwierigkeiten mit unterbrochenen Lieferketten,
verlangsamtem Wirtschaftswachstum, steigender Inflation und explodierender Energiepreise.
Hierdurch hat sich die Stimmung in der deutschen Wirtschaft im Herbst 2022 deutlich abgekühlt.5
Laut der GfK-Konsumklimastudie von August 2022 setzt sich auch die Talfahrt der
Verbraucherstimmung in Deutschland wegen der steigenden Inflation und der Angst vor einer
Rezession fort: Das Konsumklima für September 2022 sinkt insgesamt weiter auf nunmehr
-36,5 Punkte. Auch wenn die Konjunktur- und Einkommensaussichten laut GfK (Stand: August)
noch minimale Zuwächse verzeichnen und die Anschaffungsneigung nur leichte Einbußen
hinnehmen muss, nimmt die Sparneigung der Verbraucher sprunghaft zu. Die deutlich höhere
Belastung der privaten Verbraucher*innen mit stark steigenden Energie- und Lebensmittelpreisen
führt zu einem Rückgang der Konsumneigung. Anschaffungen werden zurückgestellt.
6
Dem entsprechend ist der ifo Geschäftsklimaindex im September 2022 ebenfalls weiter auf
84,3 Punkte gefallen, dem niedrigsten Wert seit Mai 2020.7
Im Zuge dieser sich bereits im Sommer abzeichnenden negativen Stimmung wird der deutsche
Einzelhandel bereits nach der Prognose des Handelsverbandes Deutschland (HDE) von Juli 2022
seinen Umsatz 2022 im Vergleich zum Vorjahr zwar um nominal rund drei Prozent auf 607
Milliarden Euro steigern. Inflationsbereinigt, also real, bedeutet dieser Zuwachs allerdings ein Minus
von zwei Prozent der Erlöse. Während der stationäre Einzelhandel, der den allergrößten Teil des
Gesamtumsatzes im Handel ausmacht (84%), lediglich auch nominal nur um 1,4 Prozent zulegen
soll, wird ein deutlich größeres Wachstum für den Onlinehandel erwartet. Er soll seinen Umsatz
nominal um rund zwölf Prozent steigern.
8
5 Siehe dazu unter anderem https://www.ifo.de/fakten/2022-09-12/ifo-konjunkturprognose-herbst-2022-inflation-wuergt-
privaten-konsum-ab-deutsche, abgerufen am 4.10.2022
6 GFK-Konsumklimastudie August 2022: Sprunghaft steigende Sparneigung setzt Konsumklima stark zu; Sie auch
unter: https://www.gfk.com/de/presse/sprunghaft-steigende-sparneigung-setzt-konsumklima-stark-zu, abgerufen am
13.9.2022
7 Ifo Institut: ifo Geschäftsklimaindex minimal gesunken (August 2022); Siehe auch unter:
https://www.ifo.de/fakten/2022-09-26/ifo-geschaeftsklimaindex-auf-breiter-front-gefallen-september-2022, abgerufen am
4.10.2022
8 HDE Handelsverband Deutschland (2022): HDE-Halbjahrespressekonferenz 2022; Siehe auch unter:
https://einzelhandel.de/images/presse/Pressekonferenz/2022/Charts-PK-202207.pdf, abgerufen am 4.10.2022
12
Amt für Stadtentwicklung und Statistik
Amt für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
ISSN 2192-9726 © Nachdruck (auch auszugsweise)
nur mit Quellenangabe
13/15/0/11.2022
Amt für Stadtentwicklung und Statistik
Willy-Brandt-Platz 2
50679 Köln
E-Mail: statistik@stadt-koeln.de
www.stadt-koeln.de/politik-und-verwaltung/statistik/
Mitteilung Ausschuss
3699 Zeichen
Dezernat, Dienststelle IX/15 Vorlagen-Nummer 15.11.2022 3749/2022 Mitteilung öffentlicher Teil Gremium Datum Digitalisierungsausschuss 21.11.2022 Wirtschaftsausschuss 24.11.2022 Corona-Pandemie führt insgesamt zu Beschäftigungsrückgang im Kölner Einzelhandel – Einzelne Segmente konnten trotz Krise leicht zulegen Während des Zeitraums der Corona-Pandemie hat sich der Kölner Einzelhandel zwischen Dezember 2019 und Dezember 2021 insgesamt rückläufig entwickelt. Insgesamt sind 2 800 Arbeitsplätze abge- baut worden, das entspricht einem Rückgang von 6,3 Prozent. Trotz der degressiven Entwicklung konnten einzelne Branchensegmente, wie beispielsweise der Onlinehandel, trotz der Krise zulegen. Die Arbeitsplatzverluste trafen vor allem Beschäftigte in Supermärkten, Kaufhäusern und Geschäften mit sogenanntem Detailhandel wie beispielsweise Bekleidung, Schuhen und Lederwaren, Körperpfle- gemitteln, Uhren und Schmuck, Apotheken (etc.). Die Aussichten für das laufende Jahr 2022 sind eher verhalten. Im Zuge der gesellschaftlichen, politi- schen und wirtschaftlichen Herausforderungen des Jahres ist die Verbraucherstimmung im Herbst weiter gesunken und die Abnahme des Konsumklimas setzt sich fort. Der Handelsverband Deutsch- land (HDE) nimmt an, dass der deutsche Einzelhandel seinen Umsatz 2022 im Vergleich zum Vorjahr zwar nominal um rund drei Prozent auf 607 Milliarden Euro steigern wird, wobei dieser Zuwachs al- lerdings inflationsbereinigt einem realen Minus von zwei Prozent entspricht. Zum Jahresende 2021 waren in Köln rund 41 800 Personen im Einzelhandel sozialversicherungs- pflichtig beschäftigt, die meisten davon in Supermärkten und Kaufhäusern (10 000 Beschäftigte, 60 Prozent Frauen) sowie in Geschäften mit sogenanntem Detailhandel (11 100 Beschäftigte, drei Viertel davon Frauen). In den beschäftigungsintensiven Kölner Supermärkten und Kaufhäusern ist die Zahl der Beschäftigten im Laufe der Corona-Pandemie von Dezember 2019 bis Dezember 2021 am stärksten zurückgegan- gen (-1 500 oder -13,0%) – und damit auch stärker als sie in den Vorjahren gestiegen war (2011- 2019: +876 oder +8,3%). In den Geschäften mit Detailhandel hat die Beschäftigung zwischen 2019 und 2021 zwar weniger stark abgenommen als in den Supermärkten und Kaufhäusern (-669 oder - 5,7%). Hier gab es allerdings zuvor von 2011 bis 2019 mit +360 Arbeitsplätzen oder +3,1 Prozent auch nur einen eher geringen Beschäftigtenzuwachs. Der Onlinehandel profitiert dagegen von der Corona-Pandemie am stärksten. Mit insgesamt 2 800 Beschäftigten wuchs er zwischen 2019 und 2021 ebenso wie in fast allen anderen Vergleichsstädten (+311 Arbeitsplätze oder +12,5%). Bereits in den Vorjahren von 2011 bis 2019 verzeichnete der Onli- nehandel in Köln den höchsten absoluten Beschäftigtenzuwachs (+2 000 Beschäftigte oder +375%) und belegt mit diesem Beschäftigungsplus den zweiten Platz unter den Vergleichsstädten. Ebenfalls zulegen konnte der Lebensmitteleinzelhandel. Hier stieg die Zahl der sozialversicherungs- pflichtig Beschäftigten um 2,3 Prozent. Zwischen 2011 und 2019 verzeichnete dieses Segment ein signifikantes Wachstum von insgesamt 29,0 Prozent. Ein weiteres Segment mit moderatem Wachstum war der Einzelhandel mit Haushaltsgeräten, Textili- 2 en, Heimwerker- und Einrichtungsbedarf. Nachdem die Branche zwischen 2011 und 2019 deutlich rückläufig war, hat sich in dem Pandemiezeitraum zwischen Dezember 2019 und Dezember 2021 ein Plus von 3,5 Prozent eingestellt (das entspricht einem Zuwachs von 144 Beschäftigten). Anlage KSN 13/2022 Branchenprofil Einzelhandel – Beschäftigungsentwicklung in Köln und im Regionalver- gleich 2011 bis 2021 Gez. Haack
Beratungsverlauf (2)
Beschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungBeschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- 3749/2022
- Typ
- Mitteilung Ausschuss
- Datum
- 15.11.2022
- Erstellt
- 07.11.2022 14:45