2317/2017
Aufstellung von Fahrgastunterständen (FGU) im Busbereich
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Beschlussvorlage Bezirksvertretung
10699 Zeichen
Die Oberbürgermeisterin
Dezernat, Dienststelle
VIII/66/Stab
Vorlagen-Nummer
2317/2017
Freigabedatum
Beschlussvorlage zur Behandlung in öffentlicher Sitzung
Betreff
Aufstellung von Fahrgastunterständen (FGU) im Busbereich
hier: Umsetzung des Werbenutzungsvertrages und Änderung in der Anzahl von FGU-Einheiten
Beschlussorgan
Bezirksvertretung 5 (Nippes)
Gremium Datum
Beschluss:
Die Bezirksvertretung Nippes stimmt den Änderungen der Prioritätenliste Fahrgastunterstände und
dem von der Verwaltung vorgeschlagenen weiteren Vorgehen zu.
Alternative:
keine
Bezirksvertretung 5 (Nippes) 21.09.2017
2
Haushaltsmäßige Auswirkungen
Nein
Begründung:
Mit Beschluss des Verkehrsausschusses vom 02.07.2013 wurde die Prioritätenliste Fah r-
gastunterstände (FGU) auf Basis der Bewertungsergebnisse der neun Bezirksvertretungen
als eine Grundlage für den neuen Werbenutzungsvertrag, der am 01.01.2015 in Kraft getr e-
ten ist, beschlossen (Session -Nr. 1556/2013). Inzwischen erfolgte die Umsetzung von 505
Fahrgastunterständen im Stadtbahnbereich und 116 Fahrgastunterständen im Busbereich.
Die Beschlussvorlage 1556/2013 enthält auf Seite 3 den Hinweis, dass “…die Prioritätenliste
als Anhaltspunkt für die von der Stadt Köln und KVB AG grundsätzlich favorisierten Stando r-
te von Fahrgastunterständen zu verstehen“ ist. Basis der beschlossenen Haltest ellenstand-
orte waren dabei die werktäglichen Einsteigerzahlen. Demnach ist an Bushaltestellen, die
eine Mindesteinsteigerzahl von 40 Einsteiger/Tag vorweisen, ein Fahrgastunterstand vorg e-
sehen.
Bei Beschlussfassung stand eine Detailprüfung bezüglich der konkreten Umsetzbarkeit noch
aus und erfolgte vertragsgemäß im Zuge der konkreten Planungen. Entgegen der ursprün g-
lichen Zeitplanung konnte die Standortfestlegung und Detailprüfung im Busbereich erst ab
dem dritten Quartal 2015 durchgeführt werden, da zunä chst in den beteiligten Stellen die
Personalkapazitäten geschaffen werden mussten. Nach Abschluss der Detailprüfungen der
vorgesehenen Standorte für die Fahrgastunterstände ergeben sich für den Stadtbezirk Ni p-
pes im Busbereich an 10 Haltestellenstandorten Umgestaltungsprobleme, die zu Abwe i-
chungen hinsichtlich der ursprünglich beschlossenen Prioritätenliste führen. Die vertraglich
vereinbarte Anzahl an Neuaufstellungen mit den von den Stadtbezirken und dem Verkehr s-
ausschuss beschlossenen Standorten kann damit nicht erreicht werden.
Bedingt durch die örtlichen Gegebenheiten und durch Berücksichtigung genehmigungsrech t-
licher Anforderungen können nach derzeitigem Stand 6 Fahrgastunterstände im Stadtbezirk
Nippes nicht eingerichtet werden.
Die folgende Tabelle führt die betroffenen Bushaltestellen auf:
Stadtbezirk Hst.-
Nr./
(VRS-
Nr.)
Haltestellenname Richtung1 vorhandene
FGU
geplante
FGU, (ins-
gesamt
inkl. Be-
stand)
Austauschart Begründung
für die Nicht-
Aufstellung
5 15611 Wilhelm-
Sollmann-Straße
1+2 0 1 Neuauf-
stellung
Örtliche Gege-
benheiten
5 15072 Wilhelmstraße 2 0 1 Neuauf-
stellung
Örtliche Gege-
benheiten
5 15071 Cranachstraße 1 0 1 Neuauf-
stellung
Örtliche Gege-
benheiten
5 15262 Cölln Parc 1 0 1 Neuauf-
stellung
Örtliche Gege-
benheiten
1 Richtung 1 entspricht der Richtung laut Strecken- und Linienverzeichnis im Fahrplanbuch; Richtung 2 entspricht der
Gegenrichtung
3
Stadtbezirk Hst.-
Nr./
(VRS-
Nr.)
Haltestellenname Richtung1 vorhandene
FGU
geplante
FGU, (ins-
gesamt
inkl. Be-
stand)
Austauschart Begründung
für die Nicht-
Aufstellung
5 15051 Nordstraße 2 0 1 Neuauf-
stellung
Ablehnung
durch Amt für
Straßen und
Verkehrstechnik
5 15554 Dionysstraße 1 0 1 Neuauf-
stellung
Ablehnung
durch Amt für
Straßen und
Verkehrs-
technik und Amt
für Landschafts-
pflege und
Grünflächen
Zudem sind drei Standorte ermittelt worden, welche den nach § 6 Bauordnung NW (BauO
NW) notwendigen Abstand von mindestens 3,0 m nicht nachweisen können. Die Abstandfl ä-
chen liegen auf angrenzenden Privatgrundstücken. Da abstandsrechtliche Vorschriften
grundsätzlich dem Nachbarschu tz dienen, ist entsprechend den Anforderungen der BauO
NW (hier §§ 73 i. V. m. 74 BauO NW) der jeweilige Betroffene zu beteiligen und im A n-
schluss die Interessenlagen gegeneinander abzuwägen. In einigen Fällen konnten Nachba r-
zustimmungen erzielt werden, ei nige Fälle stellen sich bereits deshalb besonders problem a-
tisch dar, weil bei Eigentümergemeinschaften eine Vielzahl von Eigentümern zu erreichen
ist, was oft bereits praktisch nicht gelingt, da die Anhörungen als unzustellbar an die G e-
nehmigungsbehörde zurückgelangen.
Die folgende Tabelle führt die derzeit noch in Bearbeitung befindlichen und nicht abschließend en t-
schiedenen betroffenen Bushaltestellen auf:
Stadt
be-
zirk
Hst.-Nr./
(VRS-Nr.)
Haltestel-
lenname
Richtung Vorhan-
dene FGU
geplante
FGU,
(insge-
samt
inkl. Be-
stand)
Aus-
tauschart
Begründung
für die
Nicht-
Aufstellung
Bemer-
kung
5 15259 Robert-
Perthel-
Straße
1 0 1 Neuauf-
stellung
§6 Standort Ist in
Prüfung
beim
Bauauf-
sichts-
amt
5 15463 Neven Du-
Mont Haus
1 0 1 Neuauf-
stellung
§6 Standort Ist in
Prüfung
beim
Bauauf-
sichts-
amt
5 15157 Sprengel-
straße
1 0 1 Neuauf-
stellung
§6 Standort Ist in
Prüfung
beim
Bauauf-
sichts-
amt
Darüber hinaus kann ein vorgesehener Standort wegen derzeit laufender Baumaßnahmen bzw. U m-
4
planungen seitens der Verwaltung und noch ausstehender Entscheidungen der Ämter nicht in die
Planung aufgenommen werden.
Die folgende Tabelle führt die betroffenen Bushaltestellen auf:
Stadt-
bezirk
Hst.-Nr./
(VRS-Nr.)
Haltestellen-
name
Richtung vorhandene
FGU
geplante
FGU,
(insge-
samt inkl.
Bestand)
Austausch-
art
Begründung
für die Nicht-
Aufstellung
5 15054 Kretzerstraße 2 0 1 Neuaufstel-
lung
Zurückgestellt –
Baumaß-
nahme Clouth
Gelände
Weiteres Vorgehen
Durch die hier aufgeführten Änderungen würde sich die Gesamtanzahl der neuaufgestellten Fah r-
gastunterstände an den Bushaltestellen im Stadtgebiet nach derzeitigem Stand von insgesamt 382
auf ca. 150 Einheiten verringern. Um die vertraglich vereinbarte Anzahl an FGU dennoch zu erre i-
chen, werden im Folgenden das weitere Vorgehen erläutert und Ersatzstandorte vorgeschlagen:
Die seit Mitte 2015 laufenden Detailprüfungen im Busbereich haben ergeben, dass der Vertrag nicht,
wie ursprünglich vereinbart, umgesetzt werden kann. Dies hat zu wiederholten Vertragsanpassungen
geführt, um die Interessen von Stadt Köln und KVB AG besser zu inkludieren. Um die vertraglichen
Vereinbarungen nicht zu gefährden, müssen bis spätestens 31. Dezember 2017 Ersatzhaltestellen für
die möglicherweise nicht umsetzbaren Standorte benannt werden. In diesem Fall hat die Firma Wall
GmbH als Vertragspartner den jeweiligen FGU bis spätestens 30. September 2018 an der Ersatzha l-
testelle zu errichten, sofern die erforderlichen Genehmigungen und Erlaubnisse vorliegen. Folglich
stehen alle Fahrgastunterstände, die bi s zum 31. Dezember 2017 nicht bei der Firma Wall GmbH
gemeldet sind, dem Fahrgast auf Dauer nicht zur Verfügung.
Aufgrund der zeitaufwendigen Vorlaufarbeiten für die Beantragung der Genehmigungen sowie der
noch andauernden Genehmigungsverfahren ist es empfehlenswert, die Ersatzstandorte bereits so
schnell wie möglich bzw. spätestens bis zum 30. September 2017 zu benennen. Die Projektgruppe
empfiehlt dieses Vorgehen aufgrund der bisherigen Erfahrungswerte aus den genehmigungsrechtl i-
chen Anforderungen und dem damit verbundenen Zeitaufwand.
Aufgrund des oben dargelegten Sachstandes werden für die Haltestellenstandorte – die bedingt
durch die örtlichen Gegebenheiten und durch Berücksichtigung genehmigungsrechtlicher Anford e-
rungen nicht umgesetzt werden können – folgende Alternativen vorgeschlagen.
Die hier aufgeführte Tabelle zeigt Haltestellenstandorte, bei denen der Abbau des Fahrgastuntersta n-
des durch die Beschlussvorlage 1556/2013 beschlossen wurde. Die Verwaltung empfiehlt, um die
vertraglich vereinbarte Anzahl an FGU zu erreichen, diese nicht abzubauen, sondern zu erhalten.
Stadtbezirk Hst.-Nr./
(VRS-Nr.)
Haltestellenname Richtung vorhandene
FGU
geplante
FGU lt.
Vertrag 2
neu geplan-
te FGU
5 15158 Barbarastrasse 1 1 0 1
5 15158 Barbarastrasse 2 1 0 1
2 Werbenutzungsvertrag vom 01.01.2015
5
Stadtbezirk Hst.-Nr./
(VRS-Nr.)
Haltestellenname Richtung vorhandene
FGU
geplante
FGU lt.
Vertrag 2
neu geplan-
te FGU
5 15151 Bodinusstraße 1 1 0 1
5 15651 Bremerhavener Straße 1 1 0 1
5 15651 Bremerhavener Straße 2 1 0 1
5 15652 Esso 2 1 0 1
5 15454 Graditzer Straße 1 1 0 1
5 15512 Longerich, Friedhof 1+2 1 0 1
5 15352 Nibelungenplatz 1 1 0 1
5 15259 Robert-Perthel-Straße 2 1 0 1
5 15353 Schmiedegasse 1 1 0 1
5 15156 Xantener Straße 2 1 0 1
5 15111 Zoo/Flora 1 1 0 1
5 15111 Zoo/Flora 2 1 0 1
Zusätzlich zu den hier bereits genannten Haltestellenstandorten werden vorsorglich für die Standorte,
für die keine Abweichung von den Vorschriften des § 6 BauO NW erteilt werden kann, weitere E r-
satzhaltestellen empfohlen. Die verwaltungsinterne Vorprüfung für diese Standorte hat allerdings e r-
geben, dass die Umsetzbarkeit aufgrund der genehmigungsrechtlichen Anforderungen zu diesem
Zeitpunkt nicht garantiert und ggf. der Fahrgastunterstand nicht realisiert werden kann.
Stadtbezirk Hst.-Nr./
(VRS-Nr.)
Haltestellenname Richtung vorhandene
FGU
geplante
FGU lt.
Vertrag3
neu geplante
FGU
5 15121 Amsterdamer Stra-
ße/Gürtel
1 0 0 1
5 15001 Nippes, S-Bahn 2 0 0 1
5 15001 Nippes, S-Bahn 1 0 0 1
5 15652 Esso 1 0 0 1
5 15512 Longerich Friedhof 1 +2 0 0 1
Zusammenfassung
Die Regelungen der BauO NW und technische Restriktionen an den vorgesehenen Haltestelle n-
standorten schränken die Umsetzung des Werbenutzungsvertrages für die Aufstellung der Fahrgas t-
unterstände voraussichtlich nicht unerheblich ein. Zur Auf rechterhaltung eines attraktiven öffentlichen
Personennahverkehrs sollten aus Sicht von Verwaltung und KVB AG jedoch möglichst viele Halteste l-
len mit einem FGU ausgestattet werden, insbesondere die mit hohen Einsteigerzahlen. Sollte dies
aufgrund der darge legten Restriktionen jedoch nicht möglich sein, sind die vorgeschlagenen Ersat z-
standorte zu prüfen. Darüber hinaus sollte von dem bereits beschlossenen Abbau der vorhandenen
Fahrgastunterstände abgesehen werden, um die vertraglich vereinbarte Anzahl an FGU im Stadtge-
biet anbieten zu können.
3 Werbenutzungsvertrag vom 01.01.2015
Beratungsverlauf (1)
Beschluss: ungeändert beschlossen
Zur SitzungOrte (16)
- Wilhelmstraße 2
- Cranachstraße 1
- Nordstraße 2
- Dionysstraße 1
- Kretzerstraße 2
- Barbarastraße 1
- Bodinusstraße 1
- Bremerhavener Straße 1
- Graditzer Straße 1
- Robert-Perthel-Straße 2
- Schmiedegasse 1
- Xantener Straße 2
- Nibelungenplatz 1
- Wilhelm-Sollmann-Straße 1
- Straße 1 0
- Straße 2 1
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Details
- Aktenzeichen
- 2317/2017
- Typ
- Beschlussvorlage Bezirksvertretung
- Datum
- 07.09.2017
- Erstellt
- 03.08.2017 00:27