0425/2020
Freigabe des Betriebskostenzuschuss für den Verein "afroTopia e. V."
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Beschlussvorlage Ausschuss
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Die Oberbürgermeisterin Dezernat, Dienststelle VII/41 Vorlagen-Nummer 0425/2020 Freigabedatum 02.03.2020 Beschlussvorlage zur Behandlung in öffentlicher Sitzung Betreff Freigabe des Betriebskostenzuschuss für den Verein "afroTopia e. V." Beschlussorgan Finanzausschuss Gremium Datum Beschluss: Der Finanzausschuss beschließt die Freigabe der Haushaltsmittel i.H. v. 60.000 € p.a. im Teilergeb- nisplan 0416 – Kulturförderung in der Teilplanzeile 15 – Transferaufwendungen für den Zeitraum vom 01. Januar 2020 bis 31. Dezember 2023 – um dem Verein afroTopia e.V. eine institutionelle Förde- rung für den Aufbau einer bedarfsgerechten Organisationsstruktur für das Festival „africologne“ zu gewährleisten. Ausschuss Kunst und Kultur 10.03.2020 Finanzausschuss 23.03.2020 2 Haushaltsmäßige Auswirkungen Nein Ja, investiv Investitionsauszahlungen € Zuwendungen/Zuschüsse Nein Ja % Ja, ergebniswirksam Aufwendungen für die Maßnahme 60.000 € Zuwendungen/Zuschüsse Nein Ja % Jährliche Folgeaufwendungen (ergebniswirksam): ab Haushaltsjahr: a) Personalaufwendungen € b) Sachaufwendungen etc. 60.000 € c) bilanzielle Abschreibungen € Jährliche Folgeerträge (ergebniswirksam): ab Haushaltsjahr: a) Erträge € b) Erträge aus der Auflösung Sonderposten € Einsparungen: ab Haushaltsjahr: a) Personalaufwendungen € b) Sachaufwendungen etc. € Beginn, Dauer Auswirkungen auf den Klimaschutz Nein Ja, positiv (Erläuterung siehe Begründung) Ja, negativ (Erläuterung siehe Begründung) Begründung Der Verein afroTopia veranstaltet in biennalem Rhythmus seit 2011 das africologne Festival. In 2019 fand die fünfte Ausgabe des Festivals in Köln statt. Aufgabe und Ziel ist es, zeitbasierte Künste (The- ater, Tanz, Performance, Musik) aus afrikanischen Ländern in Köln zu präsentieren. Außerdem werden Kooperationen zwischen deutschen und afrikanischen Künstlerinnen und Künst- lern ermöglicht, um auf diese Weise der Völkerverständigung zu dienen und herrschenden Klischees über Afrika und Europa entgegen zu wirken. Erklärtes Ziel ist, durch die internationale Zusammenar- beit einen Beitrag zu einer offenen und solidarischen Stadtgesellschaft zu leisten, in der Diskriminie- rung und Ausgrenzung keinen Platz haben. Die Festivalausgabe von 2019 erreichte ein Publikum von ca. 8.500 Personen. Bis 2017 wurde „africologne“ maßgeblich durch die Kulturstiftung des Bundes (KSB) als Hauptförderin mit einem Anteil von 60% der Gesamtkosten finanziert. Die Stadt Köln und das Land NRW beteiligten sich als Ko- Förderer. Nach dem Auslaufen der Bundesförderung besteht dringender Handlungsbe- darf, das Festival finanziell neu aufzustellen und für die Zukunft zu sichern. Das Land NRW hat grundsätzliche Bereitschaft zu mehr Engagement für diese kulturpolitisch herausragende Initiative signalisiert, sofern die Stadt Köln sich auch beteiligt. 3 Der Rat der Stadt Köln unterstützt die Initiative des afroTopia e.V. zur Durchführung des internationa- len Festivals „africologne“ durch eine institutionelle Förderung ab 2020/21 in Höhe von 60.000 Euro jährlich. Der Zuschuss soll zum Aufbau einer bedarfsgerechten Organisationsstruktur für das Festival eingesetzt werden und dient der Finanzierung von Personal-, Sach- und Raumkosten. Der Verein afroTopia kann für besondere Gastspiele im Rahmen des africologne Festivals weitere Projektmittel bei der Stadt Köln beantragen. Eine parallele mehrjährige Projektförderung des Festivals ist ausge- schlossen. Finanzierung Der Zuschuss ist im aktuellen Haushaltsplan 2020/2021 inklusive Mittelfristplanung bis 2023 vorgese- hen. Die konkrete Veranschlagung über die Mittelfristplanung hinaus steht unter dem Vorbehalt der künftigen Haushaltsplanungen. Die zur Finanzierung der Maßnahme benötigte Aufwandsermächtigung in Höhe von 60.000 € p.a. steht im Teilergebnisplan 0416 - Kulturförderung, Teilplanzeile 15 - Transferaufwendungen im För- derbereich Theater bereit. Die institutionelle Förderung wird in der mittelfristigen Finanzplanung bis 2023 fortgeschrieben. Die Mittel stammen aus dem politischen Veränderungsnachweis zum Haushaltsplan 2020/2021. Anlage 1 (Konzeptpapier)
Anlage 1 zu BV 0425-2020 Konzept Festival africologne
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afncologrueFESTIVAL Bilanz und Ausblick M it dem Festtag „DiversCity - Afrika in Köln" auf dem Ebertplatz, der vom Kölner Stadt-Anzeiger mit einer Magazin-Ausgabe begleitet wurde, hat das africologneFESTIVAL 2019 an dem symbolträchtigen Ort ein weithin sichtbares Zeichen gesetzt und ein anderes, positives Afrikabild gezeigt. Das Festival hat sich mit der fünften Ausgabe breit aufgestellt: Von der Kooperation mit der Universität zu Köln bei der Besetzung der Albertus Magnus Professur mit Prof. Achille Mbembe über internationale Theater- und Tanzproduktionen bis zum Fest der Kulturellen Vielfalt für die ganze Stadtgesellschaft. Um diesen erfolgreichen Weg weiter gehen zu können bedarf es einer bedarfsgerechten Strukturförderung durch die Stadt Köln und das Land NRW. Zur Begründung: 1. Das biennal stattfindende africologneFESTIVAL gibt es seit 2011. Die fünfte Ausgabe fand 2019 vom 17. - 30. Juni statt. Aufgabe und Ziel des Festivals ist es, zeitbasierte Künste (Theater, Tanz, Performance, Musik) aus afrikanischen Ländern in Köln und darüber hinaus zu präsentieren sowie Kooperationen m it deutschen und afrikanischen K ü nstlerinnen zu ermöglichen, um dam it der Völkerverständigung zu dienen und den herrschenden Klischees über „A frika" aber auch „Europa" entgegen zu wirken. Erklärtes Ziel ist es, ein bedeutender Beitrag zu sein für eine internationale, offene und solidarische Stadtgesellschaft, in der Diskriminierung und Ausgrenzung keinen Platz haben. Diesem Ziel diente 2019 vor allem die erstmalig durchgeführte Erweiterung des Festivals in den öffentlichen Raum: Der Tag „DiversCity - Afrika in Köln" m it Musik, afrikanischem Essen und M arktständen, sowie mehreren Diskussionsrunden auf dem Ebertplatz wurde von ca. 5.000 Besucher*innen angenommen! 12.000 User sahen sich in den Folgetagen das Konzert der Sängerin Mariama auf facebook an. Insgesamt besuchten in diesem Jahr ca. 8.500 Menschen die verschiedenen Veranstaltungen des Festivals. 2. Die ersten vier Festival - Ausgaben (2011 bis 2017) waren maßgeblich finanziert von der Kulturstiftung des Bundes (KSB) (ca. 60% des Etats von jeweils ca. 370.000 EUR). Von Beginn an waren die Stadt Köln und das Land IMRW Kofinanzierer. Die Statuten der KSB verbieten eine w eitere Förderung, deshalb müssen die Stadt Köln und das Land NRW ihre Förderung entsprechend aufstocken, wollen sie das Festival erhalten. W ir haben seit 2011 deutlich über 1 M io. EUR an Fördergeldern nach Köln geholt. 3. Kooperationspartner und Spielstätten in Köln waren bisher die Oper und das Schauspiel Köln, die Universität zu Köln sowie die Sporthochschule, das Rautenstrauch-Joest-Museum, die Comedia, die Orangerie, das Theater im Bauturm, die Volksbühne am Rudolfplatz und m ehrere w eitere Spielstätten. Partner sind die stimmen afrikas (Allerweltshaus) und das Afrika Film Festival. M it mehreren Vereinen der afrikanischen Communities in Köln haben sich stabile Kooperations strukturen entwickelt. 4. Überregionale und internationale Kooperationspartner waren das Tanzhaus NRW, das Theater Tarmac in Paris, das Fesival Recreätrales in Burkina Faso, das Internationale Theaterinstitut (ITI), das Tarmac des auteurs in Kinshasa - um nur einige zu nennen. 5. Insgesamt waren bei africologne seit 2011 ca. 300 Künstlerinnen aus über 12 subsaharischen Ländern in Köln. 6. Die erfolgreiche Arbeit des einzigen Festivals im deutschsprachigen Raum m it dem ausschließlichen Fokus auf K ü nstle rinnen aus afrikanischen Ländern fü hrt zu weiteren geplanten Kooperationen. Für Juni 2021 sind w ir angefragt, das kulturelle Rahmenprogramm der Konferenz „A frican studies" des Global South Studies Center (GSSC) der Kölner Universität zu gestalten, bei der über 2.000 W issenschaftlerinnen in Köln erw artet werden. W ir kooperieren m it der Ruhrtriennale bei einer Produktion für das Programm 2020. Der Program mleiter des Berliner Humboldt-Forums bekräftigte bei einem Treffen in Berlin seinen Wunsch, die afrikanischen Teile seines Programms in enger Abstimmung m it uns zu entwickeln. W ir werden von unterschiedlichen Seiten als ernstzunehm ender Partner gesehen und gefordert. W ir wollen, auch im Sinne der Entwicklung der Stadt Köln, diesen Erwartungen gerecht werden. 7. Voraussetzung für die mögliche Durchführung der nächsten, sechsten Festivalausgabe ist eine bedarfsgerechte Strukturförderung durch die Stadt Köln und das Land NRW. Unsere vorläufige Kalkulation fü r eine gesicherte Struktur beläuft sich auf ca. 200.000 EUR p.a. Damit können w ir eine professionelle Vorbereitung und Durchführung des Festivals bewerkstelligen. Darin enthalten sind auch M itte l fü r Koproduktionen (ca. 50.000 EUR), da Koproduktionen nahezu im m er einen m ehrjährigen Vorlauf haben und deshalb m it den jährlich zusätzlich zu stellenden Projektanträgen nicht zu gewährleisten sind. 8. Derzeit haben w ir an jährlicher Förderung von der Stadt Köln (Kulturamt) 25.000 EUR p.a. (im Rahmen der 4-jährigen Projektförderung 2019 - 2022) und 40.000 EUR p.a. vom Land NRW (KM), m acht 65.000 EUR. Die für eine professionelle Aufstellung m it Planungssicherheit nötigen weiteren M itte l müssen im Verbund von Stadt Köln und Land NRW aufgebracht werden. Klar ist, dass wenn sich die Stadt nicht innerhalb der m ittelfristigen Finanzplanung fü r das Festival einsetzt und entscheidet, das Land die bestehende Lücke nicht ausfüllen w ird. Deshalb brauchen w ir eine positive Entscheidung der Stadt Köln.
Beratungsverlauf (2)
Beschluss: ungeändert empfohlen
Zur SitzungBeschluss: ungeändert beschlossen
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- 0425/2020
- Typ
- Beschlussvorlage Ausschuss
- Datum
- 02.03.2020
- Erstellt
- 06.02.2020 12:25